, nat: * . Dasselbe llt für gesjistete S an enscbube - und-Sandaken uud ckube, bei3 denen die LaufsohlepunZ der Absatz aus Holz bestehen
Ake Sscbuhe), auch solche mit aufgelegten Leverflecken.
53111 :ck; 1 wird dem Abs. 2 hinzugef" J
2. Im „8 2 wird dem Abs. 3 hinzugefügt: Bci Holxabsäsen genügt eine Stärke von 3 Millimetern.
3.
Dkk €? 4 erbklt folgsnkc Fassung: „Dir Bechbnung dkr Stoffe, die geeignet sind, Jeder z_11 exseßrn, erfogt durch Bekanntmachung im Zentralblatt für das Deutsahe Reich.
4. Der,§ 5 Abs. 2 erhält folgende Fassung:
Dre im § 9 Abs. 2 der Verordnung vorgeschriebene Bezeichnung ist von demjenigen (HersteUer odxr Händler) anzubringen, in deffeu Befiße sich die Ware befindet. Sie muß für die *.*-aufsohle die an SleÜe von Leder Verwendeten Stoffe angeben, für den Ab1aß genügt dkr Vermc-krf „Nicht aus1chließ1ich aus Leder oder zugelaffenen Erfas- ftoffen“, für die übrigen Schubtetle der Vermerk „Nicht überwiegend aus Leder oder zugelassenen Ersaßstoffen“.
Die Bestimmungen 1r13ten mit dem Tage der Verkündung in Kraft.
Berlin, den 19. Oktober 1916.
Der Stellvertreter des Reichskanzlers. Dr. „Helfferich.
Bekanntmachung iiber Festscßnng 11011 (8311111511reisc11 für 1191511111011? Speisßfvile nnd die PreiHsWlLung fiir den Weiter- verkauf im Großhandei.
Vom 20. Iktdbrr 19.16,
(„*-“luf Grund der „HZ, 25, 28 der Vsrordrrnna 1111er Speise- felte vom 20. Juli 1916 (9121169659999. S. 755) und 11911 „H 1 der Bekanninrackyung Über die 6111611111111 eines Kriéas- ernährungsarnts vom 22. Mai „1916 (ReichS-Geseßdl. S. 402) wird bestimmt: & 1
ck;
Der Grundvrrés iÜr 112111611111: Vatter 111111) auf 30 .)“ 1111161." dem Grundpreis für 0914111811013 Ware für jk.- 50Kilogra11rm 1csfg1x-ipyt.
Dsr Grundprkis 'für 1161111162111? k).)ki1rga1ine wird anf 120 Ykaxk und für sonstige“. Vsrdorbrnr ((HP-11211111 ('inicbließlich Speiscknockensktt auf 175 Mark für je. 50 Kilogramm festgkseßt.
§ 2
Beim Wditervxrkaufs Vérddxbrncr Si.*€1skf8118 im Großhandel ÖÜMU dkn km „Ö 1161192933th Preisen nicht mehr als inSgesamt 4 ark für je 50 Kilogramm zugeschlagen werden.
§ 3
Als MrddrbLn im Sinne 71181171,“ Vorschrift 11811511 Speisefstte, die
für den 111€r1schsichen 65611111"; 111151 grcignet find.
„L; 4 Diesc Bestimmung tritt mit 116111 Tage drr Verkiindnmx in Kraft Berlin, den 2013111311211 1916. Der Präsident 1166 111113ng11111hrungSamts. von Vatdrki.
Bekanntmachung.
Auf 61111111) 11263 H 841 dsr Milikäxstrafgsricht§ordmmg Habe ick) die REMMUWWQ Walter „21111159 111 Cdnriot1er1durg (117.50), menß'wn- straße 1911, 'Dr. Wirde'im 5311119111) .'11 111 Bsrlin W. 9, Linkz'1ra1ße 15, Dr, Walther LÜdikkL 111 Berlin 8117.48,Fried1*ichs11aße250, Dr. Hermann Voß 111 18911111 0,7. 8. Friedrichstraße 60, zu Verteidigern beim Reich61nikitärgericht ernannt. CharlottenbUrg, den 18. Oktober“ 1916. Der Präsident des:, R91ch§11rilitärg€richt§. I. V.: 13011 Oertzerr, General der Infanterie.
Die 111111 deute ab zur 211169111111 gelangenden Nummern
2391111d 284 1126 ReicHS-Gesexzdlatts enthalten: Nr1mm91 2.759 unter
Nr. 5512 da?: (Hescjx 11681“ die Vsriängßrrmg der LegiI- latmperiode dW 3181012210116, 1111111 16. Oktober 1916, unter
Nr. 5519 daS 6181015, detreffcdd dLn Landtag für Elsaß- Lokdringyn, vom 16. Oktnbyr 1916, und 1111181
Nr. 5514 U11? erk'ari11111111r11111111. bütrsffend dßn Schnß 11011 E*f111011110911, I]“kirstcrn und WNW! 59161211 anf der 2111211191111an 11011 (2110131191100 111 Berlin-Cha1101121161114; 1916, vom 17. Ok- 101391 1916.
Nnmmer 284 117.191
Nr 5515 eine 211111111111111111111111, 110116119111) dic ReichssteUe Fiir Dxnckwowtsr, 190111 1.8. Oktobsr 1916, 11111e1:
Nr. 5516 91112 deanmmacbung, defreffend Aendermra der Vrrordmung iibcr untaugliche?) Scduvmrrk vom 21. Juni 1916 (ReickW-Grscßdl. S. 541), vom 19. Oktober 1916, 1111121“
Nr. 5517 01118 Bekanntmachuuq, betreffend Ansfiißrungß- bLsÜMMUUMU zu der Verordnung iiber untauglichds Schuhwerk vom 21. JU111 1946 (RckW-GestZdl. S. 541), UVM 19. Ok- tober1916, 11111) 1111191,“
911.5518 eine BekanntmackUmg iiber Festsetzung 1101163011111- préiscn fiir verdorbene SPLisLkat-L 11111) die Preisstellung fiir den Weiterverkauf im Wroßhandol, vom 20. Oktober 1916.
Berlin 17. 9, den 20. Oktober 191.6.
Kaiserliches Postzeifungsamt. Krüer.
KönigreiÉ] Preußen.
Seine Majestät dsr König Haben Allergnädißß. geruht:
den Vertreter des Oberstaatsanwalts bei dem Kammer- gericht, 63111611 Staat-Zanwalt „Mein zum Oberstaatsanwcilt bei dem OderlondeMericht in Naumdnrg (1. S. und
den OddrlohWr am Gymnasinnx in Krrnzdurg O. S. Fk.'C*11XÜTzschafch€l zum GymnaUaldirekkor zu ernennen 011119
dem beim I)“Zilitärkabi11ett beschäftigten (Heheimen expedie- rendkn Sekretär 1111 Kriegsministermm, „Hofrat Steller den Charakter als Geheimer Hofrat,
den Obermilitärintendanfursekrejären S e i f fk) ar t , Schmoller, Dome, Schmidt (Benno), dem Obermilitär- intendanturregistrafor Haase, den expedierenden Sekretären vom Großen Generalstabs Eberhardt, Wernicke, Nat!)- mann, dym Trigonometer von der Landesaufrmlzrnv Beer und dem GarnisonverwalUrandirektor Schwarzkopf den Charakter als Nechnung§rat zu verleihen.
i
Auf Grund Aller öchster Errnärbtigtmg Seiner Majestät des „Köni 5, hat whStaatsmitüsterium infolge der von-der Stadtverorßneéeuversammlung in Koblenz getroffenen Wahl den befoldeten Beigeordneten dieser Stadt Oxlexander Prxyßel in gleicher AmtSeigenschaft auf fernere zwolf Jahre bestatigt.
Verordnuqng
zur Ausführung des ?)“ieichßgeseßßs 1111481: Warenumsaßstemyel vom 26; Zum 1916. Gcseßbl. S. 639.)
Vom 9. Oktober 1916.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen Jr., verordnen (Ulf Grnnd des Artikel 68 der Verfassungßurkunde fiir den Preußischen Staat vom 91. Januar 1850 (Geseßsamml. S. 17) Und auf Antrag Unseres Staatßministeriums, was H 1. .
folgt:
Der Warenumidßskcmwel (Taxifnummer 10, §§ 76 bis 83 des ReiÖsstempelg-Zseyes 111 der Fassung des Geseses über einen Waren- umfaysfempel vom 26, Juni 1916 -- Reicbs-Geseßbl. S. 639 _) wird
1. in den Stadrgemeinden durch den Gemeindevorstand, 2. in den Landdcmeindrn und in den Guleezitken dureh den Kreisauoichuß
Verwaltet nnd LrhObLn. , Für Stadtgemeinden 11111 weniger als 2000 Einwohnern hat die
Verchltung und Erhebung an? ihren Antrag du1ch den Kreisausschuß
zu erfolgen. , Auf Antrag yon Landgemeinden mit mrbr als 5000 Ernwohnsrn
ist die Verwaltung und (Erhebung durch den Krciöausschus; dem Ge- 11121ndsdorstande 311 1102111211111. '
Für die Bevölkerunrxszabl ist das Ergebnis der jßweiltg leßten VoikNählung maßgrbcnd.
einen (Reichs-
L2
Direktidbehörden find die OverzdlldirektionNr.
.)
§ .,.
Dix: AbaTbe ist, faljs fre don dem KreiSausickpuffe e1doben wird, an die Kreiskommunalkasse, in aUen anderen Fällen an die Gemejnde- kasse zu zahlen. Der 06111 Neickpe und dem Staate zustehende Betrag ist nach Bestimmung dss Finanzrnknisters abzufübrcn.
§ 4. Von dem nacb ;? 122 des Reichssjcmpklgesetzrs in der Faffuna des Geseßrs Über einen 22111'31111msayy13u1vel Vom 26. Juni 1916 (91«ichs.©eschbl. ©1539) aus der Neichökasse gewährten Betrage Von 10 vom Hundert der Abgabe erhalten: 1. der Staat 2 Vom Hundert; 2. die Kreise und Gemeinden nach Maßgadß des (H 5 8 Vom Hundert. . ,
1).
Von den im „B 4 Nr. 2 bezeichnetkn 8 110111 Hnnderi erhalten die 418111111; „6 1. mit der Verwaljung und Erhebung der Abgabc betrauten Kreise oder Gemsinden 2 vom Hundert. _
Die Vötteiluna der übrigen 6 vom Hundert erfolgt unter die Gemeinden, in dxnen ein Gewerbebetrieb im Sinne des § 76 des ReichIstempelgeseZss stattfindet, nach Maßgabe folgender Be- stimmungen:
1. Der Verteilung wird der Ertrag, und Wenn ein solcher nicbt erißlt ist, dag Anlage- und Betriebskapital des ab- gabeyßirHiigén GmeLbetriebes zugrunde gelegt.
Dsr Ertrag] 1111111 untkr sinngemäßer Anwendung der Vorschriftsn des erkrbrstkuergeirtzes vom 24. Jani 1891 («8114911111111 S. 205) und der §§ 32 Abs. 2, 47, 48
- und 4811 des Kommunalabgabengeseyes vom 14. Juli 1893 (Ecéeyiamml. S 152) ermittelt und auf die Gemeinden Verteilt. Auf die Festi1€Uung 1116 Anlage- uno_Betriebs- kapitais findet der § 23 dis (Hew-rvencuergeikyes vom 24 Fx-ni 1891 finngemäße An1vsndung.
. Adaabebeiräge unter 100 Mmk und die bei der Verteilung nach Nr. 1 im einzelnen Falls fich eraebsnden Teijdeträge 1111111 5 Mark derblkiben den mit der Verwaltung und Er- 1111311119 bstrauten Kreisen oder Grmsinden.
. Würde nach der Vorschrifx unter Nr.] cin Gutsbezirk bkteiimt 1ein, 11) 6165111 den auf ihn enlfaÜendeu Betrag der Kreis. *
. Ueber die Verteilung beschließt auf den Antrag einer be- 171111]th Gemeinde oder eines bkteiligten Kreiies (Vergleiche Nr. 3) der Kreisau'sschuf: und, wenn ein Kreis, die Stadt Bsrlin oder eine andere Stad1gemeinde in BetraÖt kommen, der BezirkSausschuß 11-111!) Anhörung sämtlicher Betetlégten.
Grgkn den B6sch1uß des Kreisausschuffes steht den beteilsgten Krciskn und Gemeinden die Beschwerde an_ den BezirkSausschuß 111. Gegen den in 211181 Instanz ergebenden Bejchluß drs Bezirksausschuffrs geht die Beschwerde an den Provinzialtat. Ist 1111 Falle der Bemu- g1111g dizr Stadt BerLin dcr dortige Bezixkoaux-ichaß für zuständig erklärt wolden (Abs. 4), so ist di? Besckowerde bei dem Minister des Iksltliern teinzulegen, der einen Pwvinzlalrat für die Beschlußfassung be mm .
Die örtliche Zus1ändkakeit drr B-xsthlußNbörden erster Instanz bestimmt fich nach F“ 71 Abs. 4 des Kommunalabgabengeskßes.
§ 6. In den HoHenzoÜsrnschen *La-[den tritt an die SteUe dcs Kreises der Amtx-Verband, an die SteUe dss Kreikausschuffes der Amts-
ausschuß.
§ 7. Disse Verordnung tri1t mit dem 1. Oktober 1916 in Kraft. Urkundlicko unter Unserer Höchsteigenbändigen Unter1chrif1 und bei- gedrucktam Königlickpen Jnfiegel.
Gegeben Großes Hauptquartier, den 9. Oktober 1916. (Siegel) W ill) elm. 11011 Breitenbach. Besexer. Sydow. von Trott zn Solz. Lenße. von Loebell. Helfferich.
Erlaß des Staatsministeriums, betreffend Anwendung des vereinfachten Ent- eignungsverfahrens bei dem von der Stadtgemeinde Cottbus ausZUführenden erweiterten Unternehmen
der Errichtung öffenklicher Anlagen,
Vom 9. Oktober 1916.
Nachdem das der Stadtgemeinde Coitbus durck) den dies- sritigen Beschluß vom 24. Mai 1916 verliehene Enteignungs- recht durch den weiteren Beschluß vom 4. Oktober 1916 eine räumliche Erweiterung erfahren hat, wird hiermit auch der diesseüige Beschluß vom 3. Juni 1916, betreffend die Durch- führung des Enteignungsverfahrens nach den vereinfachenden Vorschriften der Könialichen Verordnungen vom 11. September 1914 und vom 27. März und 25. September 1915, auf das errve1terte Unternehmen aUSgedehnt.
Berlin, den 9. Oktober 1916.
Das Staatswinisterium. von Vreitsnback). Beseler. Sydow. vonTrott zuSolz. Lenye. von Loebcll. Helfferich.
«- -- Iustizministeriuni.
Dem Amts» rat, Geheimen Ius112ra1 ??inke in Posen ist die nachgesu te „Dienstentlassung mt Pen ron, dem Umlegerichtsrat Lauter tn Suhl die Dienstentlaffung mit Penfion erteilt. " . „ _
In der Liste der RechtSanwalte smd geloscht die Rechts- anwälte: Nheinbold bei dem Landgemcht 1_ 111, Berlin, Mahlert bei dem Amthericht und dern Landgertcbt rn Duis. burg, Schauer bei dem Amtsgericht 1_n Dortmund und von Pradzynski bei dem Amthericht 111 .Yqhensaiza.
In die Liste der RechtSanwälte smd erngetrage'n: der Rechtsanwalt Born vom Landgericht [ bei dem Landgerrcht ]]] in Berlin, mit dem Wohnsitz in Charlottenburg, der Rechts- anwalt Klug auS Barmen bei dem Amtherrcht inGörliß, der Gerichtsaiseffor Dr. Richard Gries; ber de_m Kammer- gericht, der GerichtSaffessor Fritz Fiedler_ bet dern Amtes- gericht in Wißmark und der friihere GerichtSaßeffor Mr haltsek bei dem Kammergericht.
Ministerium der geistlichen und Unterricht:; angelegenheiten, , Dem G11m11asialdirektor Dr. 61111 Tzs cb a s ck el ist _ die Direktion des Prinz Georg - (Hymnanums in Diisseldorf 1111er- tragen worden.
Bekanntmachung.
Gemäß § 46 des Kommunalabgadengeseßes vom 14. Iitli 1898 (GS. S. 152) wird zur öffentlichen Kennxnis gebracht, das; das im Steuerjahr 1916 kommunaladgabenmlichiigr Rein- einkommen der GreifSwald-(Hrimmener Eisenbadrr aus dem Betriebsjahre 19.15 auf 24 625 „46 festgeseyt worden ist.
Stettin, den 19. Oktober 1916.
Der Königliche Eisenbahnkomnnffar. I. V.: Reisewiß.
Bekanntmachung.
Auf Grund des „S 1 der Bekanntmaäzuna des Bundesrats Vom 29. September 1915 und Ziffer 1 der Ausfüörungsbestimmungen des Herrn Ministers für Handel und (Gewerbe vom 27. Spptembcr 1911“) habe ich dem Bäckermeister Wilhelm Brand in Urdenbacb die weitere Fortführung seines Bäckereibetriebes für den [1111- fang des Deutschen Reiches untersagt.
Düsseldorf, den 12. Oktober 1916.
Der Landrat. von Beckeratk).
Bekanntmachung.
Auf Grund des § 1 Abs. 1 und 2 der Verordnung des Bundes- rats zur Fernbaltung anzuderlässiqer Personen Vom Handel Vom 23. September 1915 habe ich dem Milchbär1dler (Gustav Kravpen, geboren am 5. Juni 1865 zu Rath, Kreis Erkelenz, zurzeit Püsj el- dorf,Sui1bertu2straße 3 wohnhaft, die Ausübung des Handels mit Nahrungs- und Genußmitteln für das gesamle Reichs- gebiet Untersagt.
Düsseldorf, dcn 16. Oktober 1916.
Die Poiizeiderwaltung. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Lehr.
,Die Von heute ab zur AUSgabe gelangende Nummer 90 „.der Preußischen (Hesexzsammlung enthält unter Nr. 11 542 eine Verordnung zur Ausführung des Reichs- geseßes Über einen Warenumsakzstempel vom 26. Juni 1916 (Re1111S-Geießbl. S. 639), vom 9. Oktober 1916, und unter _ Nr. 11541; einen Erlaß des Ztaattsministeriums, betreffend Anwondung dss vereinfachten Enteignungsverfahrens bei dem von der“ Stadtgemeinde Cottbus auszuführenden erweiterten ZTZterräeFeren der Errichtung öffentlicher Anlagen, vom 9. Ok- 0 er .
Berlin W. 9, den 20. Oktober 191.6.
Königliche§ Geseßsammlungsamt. K rü e r.
Yiäjtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 21. Oktobe11916,
Seine Majestät der Kaiser und König traf, wie „W. T. B.“ meldet, vor estern früh an der Sommefront em. Er besuchte zunächkzt Verwundete aus den September- und Oktoberkämpfen in Fkriegslazaretten, in denen er längere Zert, besonders bei den Schwerverwundeten, verweilte und tvrren AUSzeichnungen Übe1reichte. In Begleitung Seiner Königlichen „Hoheit des“ Kronprinzen Rupprecht von Bayern und des Oberbefehlshabers der Armee Generals von Below fuhr Seine Majestät darauf an der Kampffront nördlich der Somme entlang und begrüßte unterwegs Truppenteile, die eben aus den Kämpfen kamen, und Abordnungen noch eingeseßter Regimenter aklexdeutschen Stämme. Der Kaiser begrüßte im besonderen Ofsrzrere und Mannschaften, die sich in den Kämpfen besonders aUSgezeichnet hatten. Den Truppen überbrachte Seine Majestät die Grüße der Kameraden von der Ostfront und sprach ihnen Seinen Kaiserlichen Dank aus im Namen des ganzen deutschen Volkes für das, wa?: an der Somme Unendliches geleistet werde und worin noch spätere Geschlechter die leuchtenden Beispiele des deutschen Siegerwillens erkennen würden.
Ueber Heranziehung von Strafgefangenen sowie Bewilligung von Strafurlaub und Strafaufschub zu den Ernte.: und Herbstbestellungsarbeiten hat der Instizminister unterm 16. Oktober 1). I. eine Rundver- fügung erlassen, die, wie folgt, lautet: "
Die Schwierigkriten, die sieh bei der Einbringung und Ver- arbeitung der meffelernte und bei den sonstigen Ernte- und HUM“ bestellungsarbeiten auo dym Arbektermangel eraeben, bieten mtr Anlaß- meine Rundverfügung vom 29. Juli 1914 (JMBl. S. 661) erneut in Erinnerrzng zu brinaen. Dabei weise ich darauf bin, daß ins- bewndere fur die Kartoffelerntearbeiten sowohl männliche als auch weibliche Strafgefangene in Betracht komtnen, und zwar auch solche, die nicht aus landwirtschaftlicben Berufen stammen- Aucb ist nichts dagegen einzuwenden, wenn in geeigneten
ällen bei Auswahl der zu den Erntearbeiten abjuaebrndkn
etangeneu von der im § 5 der Instruktion vom 30. Mai 1854-
Rück-
Bl. S. 250) aufgestellten Regel abgewichen wird. ffen zur
chien auf andere Arbeitsbexrlebe in den Gefängniffen mü Zeki zurücktreten. „ allen geeigneten Fallen Strafurlaub und Strafauffibub in weitesten: durch die Sachlage gerechtfernqten Umfanoe zu bewilligen. Bei Be- urlaubunqen aus der Strafbaft zwecks Mitwirkung bei Erntearbeiten jst die allgemeine Verfügung vom 27. April_ 1916 über die Wieder- aufnahme der aus Anlaß des Krieaes unterbrochenen Strafvoll- streckungen (IMM. S. 89) zu beacbjen. Unter Umnänden kann auch bei noch nicht angetretenen Freibeitöstrafen aus eifriger und srfolareixber Beteiligung an Ernte: und VestellungSarbeiten Anlaß zur Besurwortung eines Gnadenerweises entnommen werden.
Eine weitere aUaemei11e_Verfüg11ng decI Justizministers vom 16. Oktober 1). Z'. betrifft die aus Anlaß dW Krieges unterbrochenen oder außgcseßtenStrasvollstrecku11gen und lautet:
Durch die aUgemeine Verfügung Vom 27. Avril 1916 (JMBl. S. 89) sind Berichte erfordert worden über die Erwirkung von (Gnadenerweisen oder sonstigen Vergünstigungen für solche zu (753€- fänanisstrafen Verurteilten Personen, die seit Kridasbkginn obne (th- sjeüang in das Heer aus den (Gefängnissen entlassen worden sind, obgleich sie noch _ einen kleinen oder. „. im Verbä1tn1s zu drm" bereits Verbußten Strafteil unerheblichen Strafreft zu wsrbnßen hatten. In Erweiterunq dieser Verfügung be- stimme ich, daß in geeigneten Fällen auch dann an _micb zu bericbxen ist,“ wenn es fich handelt 11. um solche aus den Gefängnissen entlanenen Strafgefanaenen, die noch einen erheblichen Strafrest zu 111161113811 haben, oder 1). um Verurteilte; die infolge eines bewiüigien Strafaussiandcs ihre Strafe bisher noch nicbt angetretkn haben, sofern Strafunterbrechupg oder Strafaussfand infolge druck) den Krieg ein- getretener Verbältniffe 1181111111411 wmdsn Und und ihre Gesamtdarxer zwri Jahre beträgt. 2115 aee'tgnet werden die FW“: Wrzngßweise dann «115111211211 sein, wenn dis Strafanterbrechuna oder Strafausfevung mit 951111111111 auf cine Tätidkeit rss Verurteilten zu HeersIzw-xckcn oder 1111 )on1tigen Lanchinterefsé (z. B. B€schäftiquna in Fabriken für Munition oder andercn .Heeresbedarf, in landwirtsÖaftlicben Betrieben, in Bsrgwsrken, im Eisenbabndienst usw.) erfojgt 111 und diese Tätigkeit noch fortdauert. Unter dieser Vorausseßung kann auch zugunsten solcher PLT- soiikn ericktet werdcn, dic nccb Zuch111ausitrafe zu Verbüßen haben, iwiem die svnsiigsn Vorausssßungen dikskk Verfügung bei ihnen zu- treffen. Die Bericbje find, 16 nachdem ein sofoxtiger Gnadenerweis 0176]: 3113131111 rvkiterer Erprobung des Verurteilten einc Strataussryung mit Aussjch auf einen künftigen (Gnaden-rweis gemäß dem Aller- döchsten Erlasse 110111 23. Oktober 1895 ddracsäplagsn wird, 1111113: 238- 111113111111 der dafür bestiunntkn Formulare und durch Vermittlung der OberstaatSanwälte einzureichen. Soweit die *in Betracht kommenden Fäkle nicht schon jsyK bekannt oder alsbald zu ermitteln find, isi der Bericht zu erstatten, sobald durch Vs::[a-ge drr 2111-11 1111 653211171369- 95115 012171 sonstwie, bekannt wird, das; die Vorauds-Jungrn znr B8- Ziétefrfstattung 111711199211. Die Akten s'md dem Bericht in jedem FaUe e zu ngen.
Der heutigen Nummer des „Reichs- und Staatsanzeigers“ lie 811 die Aus-gaben 121911nd1220 der Deutschen Verlust- li ten bei. Sie enthalten die 665, preußische, die „7309. baue- rische, die 945. sächsische und die 480. 11111111cmdergische Verlustliste.
Bayern.
Der Minister des Innern Dr. Freiherr 111111 Soden hat sick) der „Korresrwnddnz Hoffmann“ zufolge gestern adond auf Einladung des Reich§knnzlers nach Berlin bcgsden. Dort wird heute vormittag auf Anregung des Präsidenten dex. 31112110- ernährungsamts cimc Beratung der leitenden Minister der" BundeSkegierurigcn und Elsaß-Lothriugcns Über die Winter- versorgnng mit Kartoffeln und gleichzeitig eine Be- s11rTchung der allgemeinon Lage dcr leksernäkwnng statt- 111111311.
Oesterreich-Ungarn. Wie „Streffleurs Militärblatt“ msldet, 11111 der KaiserFranFJoseps)denPrinzenHeinrick)vonPreußen zum (Zörofzadmiral ernannt.
Großbritannien und Irland.
Jm Untrrdause führte der Kanzlsr der Schntzkanmrser Mc Kenna auf Bemerkungen über den Zinssaw, dsr fur die neuen Schaßscheine zu zahlen 111, 111111 Bcricht des „W. T. B,“ aus:
„Wir hatten größere Summen aufzuneßmrn als 111111110 ein anderes Land, und der Betrag, den der Staat zu borgen 1111112111111?) außer (1118111 Verhältnis zu irgend 8111er Anlribe, die vor dem Kriege gemacht wurde. Es war daher nicht möglich, Vsrgleich mit Ver- Däitmssen, die vor dem Kriege bsstauden, heranzuziehen oder zu saJev, dai; fiinf Prozent Zinsen genug wären, odsr daß das Geld batte biUiger erlangt werden können. Sehr wadricheinlich batte_ es gesrhéhrn können, wenn ich nur eine geringe Summs gsbraucht batte, oder selbst wenn die Summe gleich neweien wäre der größten Summe, die jemals vor Ausbruch des Krieges aufgenommen wurde. Man muß sich indessen daran erinnern, daß wir etwa einmal im Monat den größtmöglichen Betrag aufzunehmen hatten, und 86 War nur möglich, durch tägliche Prüfung der Ergebnisse Unserer Anleibeoperationen und Zahlungen auéfindkg 311 machen, ob es uus glücken würde, unsere Bedürfnisse zu befriedigen oder nicht. Es ist nicht wahrscheinlicko, daß das Schaßamt mehr Zinsen zahlt als es gezwungen war zu bezahlen. Um alLen Auf- wendungen gerecht zu werden, und unsere Versprechungen gegen uvsere Verbündeten zu halten, hatte ich die Beschaffung des Geldes zu fiebern. Es sind gegen die hohe Zinsrate Ausstellungen gemacht Warden, auf (Grund des Umstandes,'daß die SckpuldVerschreibungen haupt- iächlich im Auslande gehalten Werden würden. Aber das war gxrade die Sache, die wir wünschten. Beim Anbieten dieser Scha scheine hatten wir neben vielen anderen Zwecken den 111 *uge, daß sie im Auslande gehalten werden sollten. Man muß sich daran erinnern, daß wir Tag für Tag in den Ver- einigten Staaten einen sehr bedeutenden Betrag zu bezahlen baftkn. Zurzeit haben wir etwa zweiMiUionen Pfund 1äglich für jeden W131?- iag in der Woche aufzubringen. Das bedeutet einen ungeheuren Ve- traa von DoÜar, der (1112 sechs Tage gefunden Werden muß. Diese Anfgabe könnte für unmöglich ,geballen Werden, aber fie ist erfüllt Worden und wird jest erfüllt und es ist kein Grund anzunehmen, daß ße nicht dauernd erfüllt Werden wird.“
In seinen weiteren Ausführungen zur Verteidigung der Ausaabe von sech13prozentigen Schatzscheinen erwähnte Mc Kenna, daß diese Wertpapiere in 14 Tagen bis 511 einem Betrage von 86 Millionen Pfund Sterling ausgegeben worden smd, und fuhr fort:
.Der gegenwärtk?e Aggenblkik, wo kin Wettbewerb für Geld besteht, war n1cht gun tig fur dir. Nußgabe einer langfristcgeu Anleihe, aber eine solche An1eihe 111111) zu einer Zeit auSgegeben werden, die das SchaYFamt für geeignet hält, und die Regierung 1111?) sub der rfülluna ihres Versprechens in bezug auf die Kon- vLMM der [rüberen Anleihen nicht entziehen. Ick) habe "2 t den ger ngsten Ziveifel, daß wir imstande sind, die Last während des Krleaes zu traoen. Unsere Aufwendungen verringern
„ weaen zweier wichtiger Punkte nicht, sondern fie nehmen zu. Diese Punkte" find die M11n1111111§l11schaff11ng und die Vorschüffe an
Ebenso ist zu Ernte- und Bestellunasarbeiten fn *
die Verbündeten. Ich bin sicher, das Haus wird nicht davor 11111111!- scbrecken, daß die Ausgaben wegen dieser beiden Punkte anwachsen. Die einzige Grenze für die Muuitionsbesckaffuna wird die Leistung]- fäbigkeit der Fabriken bilden die fie herstellen. Wir fühlen aucb. daß unsere Schuld gegen die Verdündeten eine solche 111, daß wir gehalten smd, ibte Bedürfnisse und Notwendigkeiten ln Vetracht zu ziehen, und wenn weitere Anforderungen gestellt werden, so haben wir sie zu be- friedigen.“
_ Das Handelscrmt hat einen Ausschuß ernannt, der die nach dem Kriege entstehende nge in der Blei, Kupfer, Zinn undandere 111chtei1enhaltiae Metalle verarbeitenden Industrie besonders mit Riicksicht auf die aquärrdische Konkurrenz prüfen und Maßnahmen erwägen soU, die zur Sichsrung der Lage dieser Gewerbe dienen.
Frankreich.
Die Deputiertenkammer hat wegen der Abwesenheit des KriegSministerS und des Ministerpräsidenten die „Kort- seßung der Debatte über die Jnterpellationen, „betre “end Hilfsdienste und P'kannschaftsbestände, auf den 27. Ok- tober verschoben. Sie hat außerdem ohne Debatte eine Vor- lage angenommen, die den Generalgouverneur von Algier ermächtigt, fiir Eisenbabnarbeiten eine Anleihe von 20 Millionen Francs aufzunehmen.
Rußland.
Der der Duma und dem Reichsrat vorgelegte Vor- anschlag des Staalslmnshalis für 1917 ist, wie die „St. Petersburger Telegraphenagentur“ von maßgebender Seite erfährt, auf der Voraußseyung aufgebaut, das; sich der Krieg durch das ganze Budgetinbr hinziehen werde und dalanziert mit 4079 9111111011211 Nudel. Das russische Budget wird also zum ersten Male auf die Höhe von vier Milliarden gebracht, gegenüber drrieindald Milliarden1914. Die verschiedenen (552- scrmtsummen des Budgets betragen: Die ordentlichen Einnahmen 3999 MiÜionen, die nußerordentlichen Einnahmen sechs Millionen, insxresamt 4005 Miklionen, die ordentlichen NuSgaben 37:55 MiÜionen, die ausxerordentlichen 848 Millionen, ins- gesamt 4078 MiÜionen. Der Ueberschuß der Arisgaben Über die Einnahmen in Höhe von 78 Millionen wird durch Kreditopemtionen gedeckt werden. Die ordentlichsn Ein- nahmen Übersteigen diejenigen des Budgetjahreö 1916 um 967 Millionen. Dieser Uederschuß setzt sich folgendermaßen zusammen; Neue Ste11er11 394 Millionen, k))ZéhreinnalWen aus bestehenden Steuern 106 Millionen, vermehrte Er- trägnisse der Eisenbahnbeförderrmg 800 Millionen, andere Einnahmen 167 9.11'lllio11en. Die Einnahmen aus den Spirituosen, die 1913 ungefähr 900 Millionen betrugen, werden im Budget für 1917 nur "noch auf 50 MiÜionen ver- anschlagt, während der Reingewinn aus diesen Erträgniffen 11111 10Millioncn beträgt. Diese Finanzmasznahme hat so als Ein- nahmequelLe voÜt'ommen ihre Bedeutung verloren, da sie gänzlich „durch andere ersth worden ist. Im Gegensay zu 1916 sind die Staatsaungaben um 431 MilLionen gewachsen. Diese LZUUUÜUW rührt besonders 11cm den Aus- gaben für Eisenba nen Her. In einem erklärenden Zusay 311111 Bndget wird Hervorgehoben, das; die steuerpflich- [10611 Einnahmequeücn fast ausschließlich infolge der Ein- führung der Enjdalisamkeit zugenommen haben. Die Staats- einnahmen im Laufe des Zweiten Kriegsjahres übersteigen die- jenigen des ersten um fünfundoierzig Prozrnt. Außerdem wurden unqefähr acht Milliarden Nudel an Anleihen auf dem inneren Geldmarkt untergebracht. Die in den Sparkassen hinterlegten Summen sind im Laufe der beiden Jahre ständig gewachsen. Den Beweis dafür liefert die Zunahme der (Hut- baben, die im Laufe von neun Monaten 1916 eine MiÜiarde Üderstieg.
„__ Der Besuch der russischen IJLinister an der Murmanküste und im Gouvernement Archan elSk ist 'eßt abgeschlosssn. Wie „Politiken“ meldet, erstreckte Fel) der Beim!) bis zu dem Endpunkt der im Bau bdgriffenen Murmanbahn, dem Fischerdorf Semanova, das als zukünftiger wichtigster und eisfre er russischer Hafen an der Murmankiiste ansersehen ist und den Namen „Romanow“ erhalten soÜ.
Sckxweden. Die Siairtskmhnlsiiung [1111 dar „Verlingske 'Tidende“ zn- folge beschlossen, eine Kommisfion nach England zu senden, die an den Verhandinngcn über die Einrichtung einer Dampf-
„fährenvcrdindrrng „“zwischsn Schweden und England
teilnehmsn soll. Der Kommission wird (11111) der Generalpost- direktor Juhlin angehören.
Amerika.
Die „Times“ läßt sich cms:: Washington melden, das; die 1111611dentschaft§kandjdaten ihre Tätigkeit verstärkten, weil eme sehr zahlreiche Gruppe von Wählern sich vollständig apatHisch verhalte. Beide Parteien konzentrierten ihre Be- mx'ilxnngen a11f_ die Staaten des Mittleren Westens am linken 11121 des Missrsiippi, Später werde wahrscheinlich der Staat New York Hauptkampfplax'. werden. Dort, in Ohio, IUinois nnd Indiana hätten Demokratkn und Republikaner den „Wahl- kampf jstzt begonnen.
KriegSuaahrithten.
Großes Hauptquartier, 21. Oktober.
Westlicher Kriegsschauplaß. HeereL-grnppe Kronprinz Rupprecht.
Im Somme-Gebiei hält der starke Feuerkampf an,
Zwischen Le Sars und Eaucourt L'Abbaye scheiterten englische Angriffe im Nahkampf, weiter östlich erstickte unser kräftiges Wirkungsfeuer auf die feind- lichen Sturmgräben Angriffsversurhe.
Vorstöße der Franzosen über die Straße Saill1)« Ranconrt brachen vor unseren Hindernissen zusammen.
(W. T. B.)
Unsere Kampfgeschwader schüßien in Zahlreichen Luft- angriffen die Beobachtungsftieger. 12_ F ugzeuge des FeSnerö wurden abgeschossen. 4 liegen hinter unseren 111 en. Eine nächtliche Luftstrcife auf Bahnhöfe und Munitirzjnslager hinter der feindlichen Trout hatte guten, 1111 Erplomonen und Bränden beobachteten (*.-rfolg.
i
HeeresgruppeKronprinz. Rege Arliklerietätigkeit auf beiden MaaSUfern.
Oeftlicher Kriegsschauplaß. Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.
Wieder bemühten sich in fruchtlosem,- verlustreichen An- sturm rusfische BataiÜonc, uns die am Weitufer des S_tochod kürzlich genommenen Gräben zu enßcißetx; und wuderum brachte cm der Narajowka ein Angrin deu11cher Truppen unter Führung des Generalmajors von-Gallwiy xusfische Stellungen nordwestlich von Skomorocbr) in unsere Hand. Vergxbliche Geqenstöße brachten dem Feinde neuen Verlust; 5 Osnzlerc, 150 Mann, 7 Maschinengewehre konnten schon gestern 1111»;- der eroberten Stellung zurückgeführt werden.
Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl. An der siebenbürgischen Grenze dauern bei Schnee- fall und Frost erfolgreiche Wald- und Gebirgskämpfe an. Der Rumäne hat dabei schwere Verluste.
Balkan-Kriegsschauplas. Front des Generalseldmarschalls don Mackensen. .
Die Kämpfe in der Dobrudscha haben sich zu unfcren Gunsten entwickelt.
Die verdijndetkn deutschen, bulgarischen und türkischen Truppen drangen an verschiedenen Punkten in die_ feindliche Hauptsteüung in der Linie südlich von 91111an (an derDonau)--Agemilar---Tuzla einund nahmenTuzla, die Höhen nordöstlich von Topraisar, nördlich von Co: cxargea und nordwestlich von Mulciova nac!) heftigen Kämpfen. - '
Wir machten dabei etwa 3000 911171211, darunter einen Regimentskommandeur, auch einige hundert Rumänen zu Gefangenen und erbeuteten 22 Maschinengewehre und 1 Minenwerfer.
Deutsche Fluggeschwader beteiligten sich erfolgreich aus den Lüften am Kampf.
Mazedonische Frank. Die Lage ist unverändert.
Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
Oesterreichisch-11ngarischer Bericht. Wien, 20. Oktober. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet": Oestlicher Kriegsschauplaß. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl. An der ungarisch-rumänifchen Grenze wird weiter
gekämpft. Südöstlich von Dorner Watra wurde dem Feinde der Monte Rusului entriffen.
Heeresfront des Generalseldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.
An der Narajowka nahmen deutsche Truppen dem Feinde bei der Erstürmung einer Höhe Über 2050 Gefangene und 11 Maschinengewehre ab. Am obersten Stochod scheiterten mehrere Angriffe.
Italienischer Kriegsschauplah.
Im Pasubiogebiet dauern die Kämpfe fort. Nack) langer heftiger Beschießung griffen gestern vier Uhr Nach- mittags die Italiener unsere SteUun en nördlich des Gipfels an. Wieder kam es zu erbitterten Naßkämpfen. Unter Führung ihres Oberst-Vrigadiers Ellison schlugen die tapferen Tiroler Kaiserjäger des 1., Z. und 4. Regiments sämtliche Angriffe erneut blutig ab. Alle Stellungen bl1eben in ihrem Besiy. Ueber hundert Italiener wurden gefangen.
Durch starke Artillerie unterstützt, griff an der FleimS- talfront ein Alpinibataiüon die Forcella di Sadole und den Kleinen Cauriol an. In unserem Maschinengewehr- feue'r brach der Angriff zusammen.
Südöstlicher Kriegsschauplas. Nichts ReneS. Der Sterertreter des Chefs des Generalstabes. v o n H o e fe r , Feldmarschalleutnant.
Bulgarischer Bericht.
Sofia, 20. Oktober. (W. T. B.) Amtlicher Heeres- beriäÉLvom 20. Oktober. azedonische Front. Auf beiden Seiten der Eisen- bahn Monastir-Florina lebhaftes Geschüßfeuer. Der er- bitterte Kampf am Cernabogen dauert an. Die Serben entfalteten be andere Hartnäckigkeit, um vorwärts zu kommen, wir miesen jedoch alle Angriffe durch Feuer und an einifjen SteUen durch GeYnangriffe zurück. Keindliche
Ver uche, gegen das Dorf, arnova und den prel des o ro Polje vorzurücken, smd gescheitert. m Mo lenica- Tal das gewöhnliche Artilleriefeuvr. Auf eiden Sgeiten des Wardar nichts Bemerkenswertes. Am Fuße der Belasica Planina zerstreuten mir durch Feuer eine feindliche Kaup1 pagnie, die sich bei der Eisenbahn nördlich von Deva Tepe versckxanzte. An der Struma: Front Patrouillen xefechte. Die feindliche Artillerie beschoß einige bewohnte Ortsicbaften vor der Stellung sowie die Stadt Seres. An der „Küste des Aegäischen Meeres Ruhe. Rumänische Front. Gestern in der Dobrudscha nachhaltiges beidersertiges Geschüßfeuer zwischen der Eisenbahn und dem Meere.
„ Türkischer Bericht. Ktonstantinopel, 20.0ktober. (W. T. B.) Amtlicher _
11. der Kaukasusfront, für uns günstig versunkene ScbZürmnüßel, bei denen wir eme Anzahl von Gefangenen ma . _
Von den anderen Fronten ist kein Ereignis von Be- deutung zu melden. , . ,. Der Stellvertretende Oberbefehlshaber. -
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