1916 / 261 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 04 Nov 1916 18:00:01 GMT) scan diff

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'?Slcherun der Volkdernä run vom 22. Mai 1916 (Rei 2.- ]“,Eeseßbl. Y. h g

Säcken verladen, darf beim Verkaufe dureh den Hersteller vierundx Yb“ Mark dreißig ernnig für hundert Kilo ramm Wiko fret

'bmerbalb 14 agen mud Empfang. Ueberlaffung der.Gä Verordnung über Höchstpreise für Hafer Vom 24. Juli 1916 (Reichs- Geseßbl. S. 826) entsprechend.

Werden :

Verordnung über Höchstpreise für Hafernäbrmiiiel. Vom 2. November 1916. Auf Grund der Verordnung" über Kriegswaßnahmen ur

401) wird verordnet:

5 1 Der Preis für Hafetflocken,?Hafergrüßc und Hafermehl, lose in

avgsstation des roßabnebmers nicht überste gen.

er slprel! gilt ausschließlich Sack und für Barzahlung Bei lelbnwiser oder käuflicber cke gelten die Vorschriften im § 2 Abs. 1 der

§ 2 Beim Kleindetkaufe dürfen folgende Preise nicht überschritten

&) für Haferfiocken, Hafergrüße und Hafermebl lose: 44 Pfennig für das Piund; 13) für Haserfiocken und Hafergrütze in Packungen: 56 Pfennig für die 1 Pfund-Packuug; 0) für Hafermebl in Packungen: 32 Pfennig für die 1/2 Pfund-Packung, Als KleinVerkauf gilt der Verkauf an den Verbraucher in Mengen bis zu fünf Kilogramm einschließlich. § 3 Die Landedzentralbebörden können bei Haferflocken, Haferqrüize und Hafermehl, lose oder in Packungen, die fich beim Jnkrafitreten dieser Verordnung bereits im Kleinbandel befinden, für Verkäufe, die bis 25. November 1916 siatjfinden, AuSnabmen Von den Vorschriften !? § 2 zulassen. Sie können diese Befugnis auf andere Behörden ;! ertragen.

§ 4 Mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen wird bestraft: _

1. Fr ixiet in dieser Verordnung festgeseßten Höchstpreise uber-

ret e ; *

2. wer einen andern zum Abschluß eines Vertrags auffordert, durch den die Preise überschritten Werden, oder sich zu einem solchen Vertrag erbietet. _

Neben der Strafe können die Vorräte, auf die Fit!) dre strafbare Handlung bezieht, eingezogen werden, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder nicht.

§ 5 Der Reichskanzler kann Auönabmen von den Vorschriften dieser Verordnung zulassen.

"

0 Diese Verordnung tritt mit Jem Tage der Verkündung in Kraft. Berlin, den 2. November 1916. Der Sterertreter des Reichskanzlers. Dr. Helfferich.

Bekanntmachung

über die Ueberwachung des Verkehrs mit Seemuscheln.

. , Vom 2. November 1916.

Auf Grund der Verordnung des Bundeßrats iiber Kriegs- moßna men zur Sicherung der VolkL-ernährung vom 22. Mai 1916 ( eichs-Geseßbl. S. 401) wird folgendes verordnet:

§ 1 Es wird eine Ueberwacbungsstelle für Seemuscheln ereickotet- Ibr liegt die Uebertvaebung des Fanges und des Handels mit Seemuscbeln sowie der Hersteuung von Seemuiébelkonserven ob. Die Ueber- wachungssjelie tür Seemuscbeln unteriiebt der_ Aufsicht des Reichs- kanzlers. Ter Reichkkanxler bestimmt das Nabere über die Leitung

und Zusammrnseßung der Stelle.

§ 2 Der Erlaubnis der Ueberwachungssielle bedarf: 1. wer Seemuiébelkonserven bersjeüt; 2. tver Seemuscbeln im Großhandel Von Fischern kauft. Als Großhandel im Sinne dieser Vorschrift gilt die Abgabe von

mehr als 50 RZ.

§ 3 Die Ueberwachungssiekle für Seemuscbeln kann_ Bestimmungen über den Fang und Verkauf Von Seamusebeln, uber die Art der Versendung und der Aufbewahrung sowie über die Herstellung Wii

S mu elkon erben erlassen. ee Sisechkanns den Fang und den Veikauf von Seemuscbeln sowie

die ißersjellung von Seemuichclkonserven beschränken oder untersagen; sie ann auch einzelne Personen vom Fange und vom Handel mit Seemuscbeln oder von der Herstellung von Seemaschelfonsetven aus-

schließen.

§ 4 Die Ueberwachungssjelle für Seemuscbeln kann für Seemuscbela und SeemascbelkonserVen Preise festseßen. Die Ueberwachungsstelle für Seemuscbeln kann ferner Händlern mlt Seemuscheln sowie Herstellern vvn Sxemuicbelkonserven Preise vorschreiben, die nicht überschritten werden durfen.

§ 5 Die UeberWacbungssielle für Seemuscbein kann Vorscbriften über den Verkehr mit eingeführten Seemuscheln und eingeführten See- muschelkonierden erlassen.

6

Die Untexnebmer oder Leiter von Betrieben, die Seemuicbeliang oder Seemuschelbandel treiben oder in denen Seemascbelkonserv-Zn hergestellt werden, haben den Beauftragten der Ueberwackoungsstelle fur Seemuscbelu Einsicht in die Geschästßaufzeichgungen zu gewähren u_nd dle BsesiLtlgnug der Geschäfts- und BetriebSraume sowie der Vorrate u e1a en. 1 “Die Beauftrakitten sind verpflichtet, über die Einrichtungen und die Geschäftsverbä nlffe, die hierbei zu ihrer Kenntnis kommen, Ver-

schwiegenheit zu beobachten.

§ 7 Mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldkirafe bis zu zehntausend Mark oder mit einer dieser Strafen wird be trait: 1. wer Seemufcbeln ohne die erforderliche Erlaubnis 2) herstellt oder kauft; 2. wer den gemäß J" 3 Abs. 1 erlassenen Bestimmungen zuwiderhandelt; 3. wer entgegen einem auf Grund des § 3 Abs. 2 erkaffenen Verbote den Fang oder den Verkauf von Seemuscheln oder die Herstellung von SeemuscbelkonseWen betreibt; . wer die nach § 3 Abs. 1 fest eseßten reise überschreitet oder einen andern zum Abs in eines ertrags auffordert, durch den diese Preise übers titten werden, oder sich zu einem solchen Vertrag anbietet: . wer Preise, die ihm gemäxe§ 4 Abs. 3 von der Ueber- ,YÖFntgssteUe für Seemus ln vorgeschrieben sind, über- ete ; „wer den gemäß § 5 erlaffenen Bestimmungen übe; den Verkehr mit eingeführten Seemuscbeln und eingefuhrten Seemustbelkonseivep zuwiderhandelt; . wer den ihm nach § 6 Abs. 1 obliegenden Verpflickztungen zuwiderhandelt,; _ . wor der Vorsch1ift im § (; Abs. 2 zuwider Verschwicgenbeit

In dem Falle der Nr. 8 tritt die Verfolgung nur auf Antrag

d s 11 ter ebmers eiu. - ., c ??ebett; der Strafe können die Gegenslände, auf die sich die sjraf-

bare Handlun bezieht, eingezogen werden, ohne Unterschied, ob sie dem Täter ge ören oder ntcht.

8 Diese Verordnung tritt mit Jem Tage der Verkündung, der § 2 mit dem 1. Dezember 1916 in Kraft. Berlin, den 2. November 1916. Der Stellvertreter des Reichskanzlers. Dr. Helfferich.

Die von heute ab zur AUSgabe gelangenden Nummern

247, 248, 249 und 250 des Reichs-Geseßblaits ent-

halten: *

Nr. 247 unter ' _ Nr. 5546 ein Geseß, betreffend die Feststellung eines

zweiten Nachtrags zum Reichshaushaltsetat für das Rechnungs-

jahr 1916, vom 30. Oktober 1916, unter '

Nr. 5547 eine Bekanntmachung, betreffend Aenderung der

Postscheckordnung vom 22. Mai 1914, vom 31. Oktober 1916.

Nr. 248 unter _ Nr. 5548 eine Bekanntmachung über die Vornahme einer VolkSzählung am 1. Dezember 1916, vom 2. November 1916,

Nr. 249 unter

Nr. 5549 eine Bekanntmachung über einen Höchstpreis fiir Weizengrieß, vom 2. November 1916, unter Nr. 5550 eine Verordnung über Höchstpreise für Hafer- nährmiiiel, vom 2. November 1916, und WM Nr. 5551 eine Bekanntmachung über die Uebermqchung des Verkehrs mit Seemuschsln, vom 2. November 1916. Nr. 250 unter

Nr. 5552 eine Bekanntmachung über die Regelung der Verbrauchsabgabenermäßigungen und weitere Erleichterungen im Brennereiveirieb im Betriebsjahr 1916,/17, vom 2. No- vember 1916. Berlin ))7. 9, den 4. November 1916.

Kaiserliches Postzeitungsamt. Krii er.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König Haben Allergnädigst geruht:

den Oberlehrer an dem WilhelMSgymnasium in Königs- berg, Professor Dr. Otto Krö [) n ert zum Gymnasialdirekwr und den bisherigen Pastor Georg Schwerin in Saulin, Kreis Lauenburg i. Pommern, zum Direktor des Königlichen Waisen- hauses in Königsberg i. Pr. zu ernennen sowie _ dem Geheimen Registrator Dittm a r im Kriegsministerium, den Proviantamtsdirekwren Behnke“ in Trier nnd Diersk e in Spandau, dem Lazarettvermaltungsdirektor Konrad _ in Cöln a. Nl). (Friedenssteüe) sowie aus Anlaß des Uebertritts in den Ruhestand dem Oberzablmeister Plesck) vom Infanterie- regiment Markgraf Ludwig Wilhelm (3. Badischen) Nr. 111 den Charakter als Rechnung§rat zu verleihen.

Erlaß des StaatSministeriums,

betreffend Anwenduu des vereinfachten Ent- eignungsverfahrens bei“dem Bau elektrischer Hock)- spannungsleitungen in den Gemeinden Newahl und Schleffin, Kreis Greifenberg, durch die Ueberland- zentrale Belgard, Aktienges'ellschaft in Belgard.

Vom 28. Oktober 1916.

Auf Grund des § 1 der AÜerhöchsten Verordnung, be- treffend ein vereinfachtes EnteignungSverfahren zur Beschaffung von Arbeitsgelegenheit und Beschäftigung von Kriegs- gefangenen, vom 11. September 1914 (Geseßsamml. S. 159) in der Fassung der Verordnungen vom 27. März und 25.Sep- tember 1915 (Geseßsamml. S, 57 und 141) wird bestimmt, das; das vereinfachte Enteignungswerfahren nach den Vorschriften der Verordnung auf den Bau elektrischer Hochspannungs- leitungen in den Gemeinden Newahl und Schleffin, Krebs Greifenberg, durch die Ueberlandzentrale Belgard, Aktiengeseü- schaft in Belgard, Anwendung findet, zu deren Ausführung der genannten Ueberlandzentrale durch Allerhöchsten Erlaß vom 20. Februar 1913 das EnteignungSrecht verliehen worden ist.

Berlin, den 28. Oktober 1916,

Das Staatswinisterium. von Breitenvach. Weseler. Sydow. von Trott zu Solz. Lenße. von Loebell. von Jagow. Wild von Hohenborn. Helfferich.

Justizministerium.

Dem LandgerichtSrat Meißner in Hannover und den AmtherichiH-räten Geheimer Justizrat Ledebur in Hildes eim und Heis e in Bitterfeld ist die nachgesuchte Diensientla ung mit Pension erteilt. _ __ _

Der Notar, Justizrat Martens m Coin ist aus dem Amte geschieden. _ _

In der Liste der RechtSanwälte smd gelöscht_ die Rechts- cmwälte: Justizrat Iaffe bei dem Landgxricht 111 Frankfurt a. M., Justizrat Hänsel bei dem Amtsgericht in ergen auf Rügen, Dr. Eisfengarthen bei_ dem Landgericht in Casei, Dr. Hass e bei dem Landgericht in Kiel, Dr. Franz Esser in Brühl bei dem Amthericht in Cöln und Dr. aul Frank bei dem Amtsgericht in Dortmund. _

In die Liste der RechtSanwälte smd eingetragen: der Rechtsanwalt Dr Thoß in Frankfurt a. M. bei dem Land- gericht in Frankfurt a. M., der frühere NechtSanwalt Dr. Max Salomon bei dem Landgericht[ in Berlin und der TrüereüGerichtsaffeffor Dr. Zeller bei dem Landgericht 111

n er n.

Ministerium der öffentlichen Arbeiten.

Versetzt sind: die Regierungßräte Mogk, bisher in Cöln, als Mitglied der Eisenbahndirektion nacb Altona und Waltep Schlüter, bisher in Bromberg, als Mit lied des Eisenbahn- Zentralamts nach Berlin, der Eisenbahndire tor Seibel, bisher in Magdeburg, als Vorstand des Eisenbahn-Verkehrßamts 2 nach Koblenz und der Regierun sbaumeister des Eisenbahnbau- fachs Bathmann, bisher in reslau, als Mitglied (auftrw)

von Oppeln an ie Regierung“ in inspektor “Hartmann von schäfLSbereich der Qderstrombauverwaltung) und der Re ie- rungsbaumeister Bandmann von Emden nach Breslau ( e- schäftsbereich der Oderstrombauverwaltung).

1893 (Geseßsammlung Seite 152

Verseßt smd mer: der Regierungs- und Baurat B ode Danzig. der Wasserbau-

Thorn nach Krossen a. O. (Ge-

Ministerium der geistlichen und Unierriätsa

angelegenheiten. Dem Gymnasialdirektor Dr. K hnert ist die Direktion

des Gymnasiums in Bartenstein übertragen worden.

Bekanntmachung.

Gemäß §46 des Kommunalabgabengesexes. vom 14. Juii ird zur 5 entlichen Kenntnis

gebracht, daß aus dem Betrie e der Bentheimer Kreis-

bahn im Betriebsjahre 1915/16 ein kommunalsteuerpflichtiger Reinertrag nicht erzielt worden ist.

Münster (Westf.), den 2. November 1916.

Der Königliche Eisenbahnkommiffar. I. V.: Gerstberger.

Bekanntmachung.

Auf Grund des H 2 Abs. 2 der Bundeskatsverordnung Vom 23. September1915 (RGB1.S. 603) habe ich der Frau Anna Lange in Neukölln, Schinkestcaße 25, vom heutigen Tage ab den Handel mit Metallen und Lumpen sowie mit allen Gegenständen des täglichen Bedaris und des Kriegs- bedarfs wieder gestattet.

Berlin, den 31. Oktober 1916. _

Der Poiizeipräsident. I. V.: von Nonne.

Bekanntmachung.

Auf Grund der Bundeöratsvewrdnung vom 23. September 1915, betreffend Fernbaltung unzuverlässiaer Perjonen Vom arzdel (RGBl- S. 603), babe ich der Firma Jacobsobn Ge ruder bier - fel bsi, Chausseestr. 86, sowie deren Inhabern Max und Rudoif Ja c obso !) 11 durch Verfügung vom heutigen Tage den D a nd el m l t Gegensiänd en des Kriegsbedarfs und mit rohen Natur- erfze u ;; vis s en , insbesondere mit jeder Art von Svinnsioffen (WoUe,

Kunstwoüe, Baumwolle, Kunstbaumwolle, Lumpen, Abfällen usw.) wegen Unzuderlässigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb u n te r ! agi". Berlin, den 1. November 1916.

Der Polizeipräsident. I. V.: von R ö 11 ne.

Bekanntmachung.

Dem Brotbändler Johann Saß genannt Spriyger tn Eddelat babe ich wegen erwiesener Unzuderläifigkeit den Handel mit Brot untersagt. - Die du1ch das_Verfahten verurfacbien baren Auslagen, insbesondere die Gebübren fur die im § 1 dex Ver- ordnung über die Fernbaltung unqueriaifißer Personen Vom Handel vom 23. September 1915 vorgeschriebene öffentliche Bekanntmachung sind von Saß zu erstatten. Meldorf, den 30. Oktober 1916.

,Der Königliche Landrat. Wachs.

Bekanntmachung.

Den Eheleuten Paul Weil, Leimbacber S1raße788.bier- selbst wohnhaft, babe ich heute auf Grund der Verordnuna_ des Bundesrats Vom 27. Juli 1916„ betreffend den Verkehr mit Sacken, jeden Handel mit Säcken untersagt.

Barmen, den 23. Oktober 1916.

Die Polixeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. I. V.: Evertsbusch.

Bekanntmachung.

Der Ehefrau des Gastwirts Otto Ernst in Sülzbayn, Frau Marta Ernst, babe ich auf (Grund der Bekannxmaebung dcs Bundesrats vom 23. September 1915 (R-GBl. S. 603) unte_r Auf- erlegung der verursachten baren Auslagen und Kosten des Verfahrens den Handel mit Petroleum untersagt und jede direkte Petroleum- lieferung an den Ernsiscben Betrieb Verboten.

Ilfeld, den 26. Oktober 1916.

Der Königliche Landrat. Dr. von Dostinckyem.

Die von heute ab zur Aus abe gelangende Nummer 32

der reußischen Geseß amm ung enthält unter r. 11 546 einen Erlaß des StaatSMinisteriums, betreffend

Anwendung des vereinfachten EnteignungSverfahxens bei dem Bau elektrischer ochspannungsleitungen in den_ Gemeinden Newahl und Schlef 'n, Kreis Greifenberg, durch die Ueberland- zeHitZale Belgard, Aktiengesellschaft in Belgard, vom 28. Oktober 1 1 .

Berlin W. 9, den 3. November 1916.

Königliches Geseßsammlungsamt. Krüer.

Yiehtamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 4. November 1916.

Der BundeSrat versammelte sich heute zu einer VIU“ rßung, vorher hielten der Ausschuß für Handel und Verkelxr, ie vereinigten Ausschüsse für ZoU- und texerwesen Md fur Landal und Verkehr, die vereinigten Ausschuffe ür , 911- und

teuerwesen und fiir Justizwesen sowie der Ausf us; iir Zoll- und Steuerwejen Sitzungen.

Durch Allerhöchste Kabinettsvrder ist nunmehr,_ wie „W T. B.“ mitteilt, bestimmt, daß zur Leitung alLer mrt der Gesamtkriegführung zusammenhängenden Angelegenheiten de_r Beschaffung Verwendung und Ernährung der Arbeiter sonne der Bescha-Fung von RoYio en, Waffen und Munition im

r

nicht bcoba'chttt,

der Eisendahndirektion nach Danzig.

Kriegsminilterium ein

egöamt errichtet wird, dem

auch die_ Leitung_ der Ersakangelegenheiten obliegt. Das _Nrbeztßamt, dre Feldzeugme :'ierei- mit dem Waffen- und .Mmzitionsbxxchaffungsamt, die Krie Srohstoffabteinmg und Fabrrkenabtet ung sowie die die Erßasangelegenheiten bxarbettenden SteÜen des Krieg6ministeriums, die Abteilung fux VolkSernährungsfragen und die Abteilung für 'Ein- und Ausfuhr werden dem KriegSamt untersteÜt. Insbesondere Yrrd dem KrteJSamt auch die Versorgung der Arbeiter mit J'lUsck) und_ Fett übertragen. Der Königlich Württembergische Geperalquor Gröner ist zum C[)ef des KriegScimtS im the_g§mimsterium ernannt und zum Vertreter des Kriegs- mnnjters bestellt.

Nock) hat sich die Empörung über die Scheußlicbkeit des „Baralong“-Mord_es mcht gelegt, und schon wieder muß dem deutschen Volke Nachricht von einem ähnlichen Verbrechen gegeben xverden, desjen sich England und seine See- strettkra_fte_schuldig gemacht haben. Ein deutscher aus England 111 die Schweiz ubergefiihrier Offizier hat laut Mel- dung des „W. T. B.“ folgendes berichtet:

Das deutiche Unterseeboot „(F 41" hat am 24. September 1915 in der Nähe der Scilly-Jnseln einen Dampfer unter amerikanischer Flagge angehalten. Während der Dampfer stoppte iind anschk111€nd Anstalten traf, ein Boot zu Waser zu lassen, lief das- (7-Boot bis auf eine Entfernung von etwa 300 m an den Dampfer heran. In diesem Augenblick klappte der Dampfer Piöxziich a_n__zwei SteUen die Reelinn herunter, “eröffnete aus zwei ©ch1ffsgeichußen das Feuer auf das [7-Boot uno bescboß es außerdem aus zahlreichen GeWebren. Das alles geschah bei web en der ame- rikanischer Flagge! Dgs 1.1-Boot, das schwer getroffen worden war, ging zunachit u_nter, xydocb gslana es ibm nach kurzcr Zeit wieder an die Obkrflache zu kommen. Durch ein jest geöffnetes Luk konnten gerade noch der Oberleutnant zur See Crompton und der Stcuermann Godau aus dem Boot berauékommen, als es zum zweiten Mal und nun für immer in der See versank. Troß schwerer Verwwndung des ersteren gelang es ihm wie auch dem Steuer- mann, sich schwimmend zu halten, auch nach einiger ZM ein leer in der Nabe treibendes Boot zu etrcicben und zu be- steigen. Der Dampfer, der dies bematkt batte, kehrte nun zurück und hielt mit hoher Fahrt recht auf das Boot zu, aber nicht Uwa, wie man hätte annehmen soUen, um die beiden hilflosen Schiff- brüchigen zu retten, sondkrn um das Boot in rammen. Zu- diesem Zweck war sogar vom auf der Bock ein Mann aufgestellt, der die nöiagkn Anweisungen für das Steuern zur Kommandobrücke binauiriei. Kurz bevor das Boot getroffen wurde, sprangen die Schiffdrinhigen _in die_BugweUen des rammenden Schiffes und es gelang ihnen, sich spater an den Trümmern des Books fest. zuhalten. Erst nachdem sie wieder über eine halbe Stuvde im_Waffer gelegen batten, kehrte der Dampfer in ihre Nähe xmuck 11nd_ nahm sie nunmehr auf. An Deck ließ s1ch aber kein Offizier blicken. Anstatt vemberwundeten Oberleutnant, der einxn doppelten Kieserbrucb, einen Schuß an der linken Schleife, eine fingerbreite Wunde mit 3 Splittern in Nase und Backe sowie ein zerschossenes Auge bei dcr Besäpiefzung des lF-Vootcs daVongetragen batte, Hilfe zu_ leisten, Wurden dis beiden Geretteten er- barmungslos in einen DeckSVerscblag eingesperrt, der etwa 1 m hoch und 2111_lang und Vorne mit Eisenstäben 9bg€schlossén war. Hier mußtsn sie Verbleibkn 519311 ihrer Ankunft in Falmoutb am 25. Suprember 1915_ (Erst dort wurdc dem Veerndeten die eifte ärztliche Hilfe zuteil.

Soweit zunächst der Bericht.

Als seinerzeit die englische Regierung durch Gegenmaß- Uahmeii der deutschm Regierung gezwungen war, den in eng- lische Hayde gefallenen deutschen U-Bootsbesaßungen eine einigermaßen menschliche Behandlung angedeihen zu lassen, nzufzten bald _daranf die Zeitungen zu berichten, das; die eng- lische Regierung, um diesem Zwang aus dem Wege zu gehen, den Befehl gegeben hatte, keine deutschen [):-Boots- leute mehr zu retten, sondern sie in ihren versenkten Booten so lange e_xuf dem Grgnd des Meeres zu lassen, bis i_xmn annehmen könnte, daß sie tot seien. Damals sträubte 1111) noch jedes menschliche Gefühl dagegen, an den Erlaß eines_ solchen Befehls zu glauben. Als dann aber die engltiche Neaterung sich unter Ausflüchten schiißend vor die ,Baralon_g“-Mörder stellte und sich weigerte, fie 50156111 ericht zu ziehen, wurde unwiUkiiriick) der Gedanke an die Zeitimgsmeldungen Und _den angeblichen englischen Befehl wieder wach. Man T_mgtßsick): weigert sich die englische Re- gierung etwa deShal , weil die „Baralonq“-Mörder nur auf Befehl gehcmdclt hatten und deshalb auch nicht von der enalischen Rxgterung h_estrastwerden konnten? Aber auch damals noch 151243 mz_m diesen Verdqcht von sich, obgleich kühle Ueberlegung UnS hatte sagen miiffeu, daß solche Befehle von seiten eines England duxchaus nicht unmöglich sind, das im Burenkriege Zebntaujende von Frauen und Kindern erbarmungs- 195 dem Hungertode prengeqeben und das in diesem Kriege in unseren Kolonien den Schwarzen Kopfpreise für deutsche StaatSqngehdrige gezahlt hat. Der „Varalong“-Mord und das eben mitgeteilie neue Verbrechen lagen kaum einen Monat aus- einander. Beide Untaten glichen einander sehr. Wie chlecht das Gewissen der englischen Regierung in diesem Fa e ist, geht daraus hervor, daß sie das Bekanntwerden dieser Scheuß- lichkeit (111ch _mit den verwerflichsten Mitteln zu verhindern sucht. Dies ist ihr troßdem nicht gelungen.

Der Bericht des deutschen Offiziers sagt dann weiter:

Erst am 29. September 1915 wurden die beiden Geretteteu, be- kleidet nur mit Oßmd und Unterhose und unter starker Bedeckung, an Land und in ein Hospiz befördert, um am 6. Oktober nach Plymouth und am 10. Oktober dortselbst in ein Hospiz übergeführt zu werden. Von Plymouth wixder _wurden sie am 6. November nach York Castle ins dortiZe Militaraefangnis zusammen in einen Raum g-bracht. Am 13. ezember 1915 wurde s lle lich der verwundete Offizier mit noch_ offenen Wunden nach 1; rvn Alled übergeführt. Dcr doriigc Lagerarzt schlug später vor, den Offizier wegen der Sébwere seiner Verwundung (das andere Auge war in Gefahr) zur Austieferung naeh der Schweiz zu schicken. Von der ersten untersuchenden Schweizer Aekztekommission wurde er auch angenommen, ebenso bei der Hauptuntersmhung von anderen Schweizer Aerzten. Troßdem legte der englische Generalarzt ein Veto ein, und der Verwundete mußte in England zurückbleiben. Hinzuzufü en isi noch„ daß Oberleutnant zur See Crompton verschiedentlJcb versucht hat, über die amerikanische Botschaft in London an die deutsche Regierun zu berichten, daß seine Berichte aber bei der deuts en Regierung nicht eingelaufen sind.

Nachdem also der englischen Regierung nicht e[un en it den verwundeten Oberleutnant an seinen Wundeng sterxben st; laffen,_ um _:_) den Hauptzeugen zu beseitigen, sucht sie iLn 1venigite__nö_ ür die Dauer des Krieges für die Oe entlichkeit ohne Rucksicht aux seitzxn Zustand unschädlich zu ma en. In diese_n Tatsachen st_mcht nur das Eingeständnis der Wahrheit FT? ??ickzbtälZi zflß men_,_ sondertö 0133? das[ schlecht? Gewissen

ge r ! ur un 5 en i keit äm end n englischen Regierung. W ck pf e

Der Kommandant des Unierseeboois „l) 41“ war Kapitän- leutnant Hansen, einer der tapferstm und bewährtesten Unterseebootskommandanten der deutschen Marine.

Nack) dyn amtlichen Veröffentlichungen der „Gazette des Ardennes“ smd irx_1__Monat Oktober unter der Bevölkerung im beseizten franzojrscb-beigischen Gebiet durck) ArtiÜeriefeuer oder _Fltegerquben unserer Feinde 37 Männer, 16 Fraueii, 15 Kinder getötet und 67 Männer, 55 Frauen, 43 Kinder ver- wundet p_dorden. Die Gesamtzahl der unschuldigen Opfer seit September 1915 ist damit auf 2348 gestiegen.

_ Der heutigen Nummer des „Reichs- und Staatsanzeiger5“ liegen die Außgaben 1245 und 1246 der Deutschen Ver- lustlisten bxi. Sie enthalten die Liste Nr. 12 der aus Rußland zixruckgekehrten preußischen Austauschgefangenen, die 677._preuß1sche,_ die 313. und die 314. bayerische, die 351. sachsische und dre 488. württembergische Verlustliste.

Hamburg.

Der StaatshaushaliSplan für 1917 sieht, Wie „W. T.___B.“ meldet, gegenüber einer Einnahme von 161422233 41-6» eme Außgnbe von 212 785 133 916, mithin einexi Fehlbetrag von 51 357 900 916 vor. Für 1917 ist die Erhohung von zehn Einheiten der Einkommensteuer vorgesehen. De_r_Senat_ beantragt, den Fehlbetrag vorläufig durch zeit- we1l1ge_Anlechen zu deschafstn, vorbehaltlich endgültiger Ve- schlußfa1sung iiber die Deckung des Ausfaüs.

(Idi'tskßltrig im kk!“ 515111011 BLilÜJL.)

Kriegsnathrithten.

Großes Hauptquartier, 4. November. (W. T. B.)

Westlicher Kriegsschauplaß. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Schczrfer Ariilleriekampf ging feindlichen Angriffen voran, die aber in unserem Feuer nur in beschränktem Um- fange zur Durchführung kamen, so nordwestlich von Cour- celette und im Abfchniii Gueudecourt-LesboeufS;-sie murd_e_n_abgs_scicki_la?§en.

. eind i e lugzeuge sind im Luftkampf und durch Abwehrgeschiiße a !) gesch o ss e n.

HeereSgruppe Kronprinz.

Gßgen unsexe Höhensteliungen östlich der Maas schwoll dds feindliche Zzeuer am Nachmittag erheblich an. ran- zösfis_ch9i Yorstoße zwischen Douaumont und Baux blieben er o g o .

Oestlicher Kriegsschauplaß. Fronddeö Generalsekdmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

__ Unsere Erfolge links der Narajowka wurden durch Er- sturmung weiterer Teile der russischenHauptstelluna südwestlich von Folw. KraSriolesie erweitert und gegen Wiedererobe- rungSvers11che des Feindes behanptet.

Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl.

Auf dem__Nordteil der siebenbürgischen Ostfront ist die Gefechtstalmkeit wieder reger geworden, ohne daß es blSher zu bemdrkenswerten Infanteriekämpfen gekommen ist.

_An der _Sudfront wurden einzelne rumänische Angriffe al)- getviesen. DWF) ö [) eR :) B ca (südöstlich desAltschanz-Paffes) wurde vom„Gegner besetzt. Südwestlich von Vred eal gewannen wir eine rumgnische Steliung, die wir im Nachstoß am 2. November bereits deseßt, m der folgenden Nacht aber wieder verloren hatten; uber 250 Gefangene fielen hier in unsere Hand.

Balknn-Kriegoschauplaß.

HeereSgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen.

Bei_einer Unternehmung österreichisch-ungarischer Monitore Zegen e_me Donauinsel südwestlich von Rustschuk wurden Geschütze und 4 Minenwerfer erbeutet. In der Dobrudscha keine wesentlichen Ereignisse.

Mazedonische Front. Die Lage ist unverändert.

Der Erste Generalquariiermeister. L u d e n d o rf f.

Somme und Siebenbürgen,

11.

Der Verlauf der Sommescblacbt läßt sich in vier große Ab- schnitte einteilen, die im wesentlichen mit den Kalendermonaten ihrer Dauer zusammenfallen:

Der Juli brachte den ersten Ansturm. Obwohl wir diesen er- wartet batten, darf dock) zugestanden werden, daß die Stärke und Dauer se1ner _artiUeristiicbeu Vorbereitung unsere Erwartungen um ein vielfaches ubertroffen hat. Nur der beispiellosen Hin abe und Aufopferung unserer Truppen isi es zu verdanken, daß es ge ang, den ersten wucbtiZeln Durchbrucksversucb aufzuhalten. Schon in der zweiten Iulib fte sah der Feind sich gezwungen, seine ursprüngliche DurchbruchSab cbt aufzugeben und an Stelle des Durckostoßes in nordöstlicher ichtun , also in die Spiße des von ihm im ersten An- lauf "kämpften Gel ndedreiecks hinein, die bestbeidenere Taktik des Aufrollens durcb auöeinandernrebendcn Doppeldruck auf die Schenkel des Dreiecks zu seven.

Als auch diese neue Taktik bis Ende uli ni tzum Erfolge gefülnt batte, ing der Feind während des ona'ts u ust zu einer xiemiichÉlanlo en Taktik des all meinen Dru s auf die esamtfront uber ie brachte ihm troß mmer wiederholter höchster Kraft- anstrensJung nur unwesentliche Teiietfol e.

W t wiffen aus einer großen Nei e von Preffeäußerunaen und

bäken "ZW auf andere Weise in Etfa rung bringen können, daß gegen

Ende ugusi'in den Rei en unserer einde, zumal der Franjo en, die Erkenntnis skb Bahn ge weben hatte, daß die Sommeoffen ve ihr Ziel nicki erreicht habe und kaum jemals erreiabeu werde.

Damald dtäthe sicb un „eren Feinden die Notwendigkeit auf, dem allgemeinen inken der ieqeobvxfnung Huub eine bedeutsame quqestalkunq der Dinge entaegmuw rken. _ unh kräftiaen Druck („e.ang es, ken neuen, Feind, Rumänien, auf den Plan zu btingen.

_. Eine Reibe von schwerwie enden Kriegsratssißun en fand stati- Fur den Fortgans- der Sammelkcblaibt wurden ihre Beschlü e von einscbneidender * edeutung. Die deutsche Führuna bat die: Be-

Ausgangspunkt wichtiger und beilsamer Entschließungen macht.

Von dem Septembetkriegsrat unserer Feinde datiert ie wiederum völlig veratzderte Taktik, welcbe, in der olge eingeschlagen wurde, und die wahrend des September auch zu eiiiex unleugbaten Steigerung des feindlichen Vordrängens und m “verbältnißmißig bedeutenden Erfolgen geführt hat. In drei großen Anläufen, vom 3. bis 7. September, vom 12. bis 17. September und mit s1ärks1er _Anspanuung und entsprechend bedeutsamem Erfolge am 25. bis 27. September, Versucbte dxr Feind, seine neue Absicht zu ver- wirklichen. Man muß anerkennen, daß diefe neue Taktik nichts anderes bedeutet, als entschlossene, nur den veränderten Umständen entsprechend etwas abgewandelte Wiederaufnahme der kühnen Anfangs- absicbt: des strategischen Purchbruchs, der nun wiederum die Richtung auf die Spiße des eriampfteu Dreiecks bekam. Da diese Spiye nördlich der Somme, im Abschnitt zwischen Somme und Auers, lag, fo brachte der neue Plan des Septemberbegiüüs die endgültige ?xxxlth-thßr Sommescblacht in zwei im wesentlickyen getrennte

Die Sudscblacbt, im Abschnitt Viackxes bis Vermandoviüets, zeigte ngcb einem großkn Durchbruchsversuche auf der Gesamtfront von Mitte September an ein allmähliches Nachlassen der Ge- samtsiäike.

Troßdenx hat der Feind auch in der Südschlacht -- zivar nicbt auf_ Grund eines großen opxzatlben Gedankens, wohl aber durch eine Reihe kraftboller Einzelsjoße - einen immerhin erkknnbaren (He- landeaewinn erzielt, insbesondere in den Abschnitten zwisében Bernt) Enit CbaÄlixßebs, Y_s? ULF- fde_r S__üi;ecke des Dr_i-ircks. Von einem

8 eren u au eer loge a er "eden“a s in ol : der bereits erlittenen_Verlus1e, Abstand nehmen miissxn, 1 f g

_ Dafur verlegten unsere Feind- die Wucht ihrer gemkii 1“ ampn An- griffe «anz unberkexmbat in den Nordabschnitt zwischen Somme und Anal“, und hier ist es ihnen gelungen, das exkämpfte Dreieck nicht unerheblich zu eriveitern.

_ Den Höhepunkt ihrer Anspannung und ihres Erfolges bsdeutet die Schlacht des 25. bis 27. September, Welche den Fkinden die Ort- schaften Guegdscour? und Rancourt !!!-“0 das aesamte zwischen ibr-Ea liegende Gelayde, Ungeschiossen die größere Ort!:baft (Zombies, ein- 1rug. Das Ziel ihrer unerhörten Anstrenaung aber, den strategischen Dmcbbruch an der Spiße des Dkeiecks, haben sie auch in dem unbox- steUbar gewaltigen und mörderischm Ringen des September nicht er- reicht. Das beweist ein Blick auf die Karte der Lage zu Ende Sep- tember: Das Dreieck, Welches zu Beginn des S:.viember mit der Spitze bei Longuevai im wesentlickyen im Sinne der Hauptangriffs- richtung lag und so die feindliche Anfangsabsié)! des strategischen Durchbrucbs wenigstsns in der Anlage Verkörperte, bat fich nach der

escbeiterten Wiederaufnahme dieser AnfangSabsicbt im Lauf des

eptember zu einem flachen Bogen verWandelt. Das feindliche Ziel konnte also nur in den Schenkrln des Dreiecks in stärkerem Maße erreicht werden. Gerade der, wohin die Gesamtrirhtung des Angriffs zieklte, nämlich an der Sptße, ist der Feind nicht nennenLWert Vorwäiis ge ommen.

Der vierte Abschnitt, der im WesentliÖen mit dem Oktober- monat zusammsnfßUt, bat eine ununterbrochene Fortießung der feindlichxn Angriffstatigkeit auf der ganzen Front gebracht. Auch in diesem Zeitrauux ballte der Feind seine Kräfte in Zwischenräumen von jest nur etwa funf Tagen zu gewaltigen AnarLffsvandiungen, .Groß- kampftagen', zusammen, ohne daß in den Pausen der feindliche An- fiurm vöUia o_usgeseßt hätte.

Aber dix]? gesamte ununterb7ochkne und höchst gesikkgerte An- spannung hat dem _Feinde im Oktober nur örtliche, auf Karten kleineren Maßsiabes ubkrbauvt uneikennbare Jorticbritte gebracht. Der Ausbau der deutschen Wireistandskraft bat namlich ieit dem kiitiscben 25. Sepiember deraxtiqe Fortschritte gemacht, daß wir heute dem Feinde in einer Starke gegenüberstehen, Wklche eine zahlenmäßige Ueberlcgenbeit zum mindesten durch den höheren Kampfwett uniexer Truppen aller beteiligten Waffengattunaen ausgleickt.

Dieser Sta_nd der Dinge zu Ende Oktober beweiß unwiderlealicb, daß es der Verbundeten HeereStnacht Englands und Frankxciäps nicht gelungen isi, den an _der Somme gebundenen Bruchteil der deutschen Streitkräfte zu zerretben und damit unsere Westfront zu krschü1tern. Das ist die Y_nlwort der deutschen Sommekämpfer auf das eine der neuerdings verkundefen, )chon erheblich eingeschränkten Zieleder feind- lichen Sommeoffensive.

Die zweite dieser bescheider er gewordenen Fragen an das (Schicksal war: wird es gelingen, soviel feindliche Kräfte zu binden, daß Deutsch- cker wenigstens außersiande isi, ieixien tapferen Bundeégenoffcn im Sudosten Europas aenugend HilsSkläste zur Verfügung zu steUen, um sie zur Abwehr odkr gar zur Niederzwinguvg des neuen Balkän- gegnets instand zu ssyen?

Vong Eintritt dieses neuen Verbündeten batte sich die anente sirix entsprechende Wendung der Lage auf der gesamten Oslo und (Judysifront Versprcchsn. Hatte fie uns bisher an beiden Fronjcn un- exscbuttsrlich xxefunden, so glaubte fix mit Bestimmtheit annehmen zu durfen, daß das biSbe1ige Gleichgewicht ker Kxäfte an der Ostfront dmcb Hinzutrilt Rumäniens endgültig zu ihren Gunsten rcxschoben werden würde, während die Wiederaufnahme der Sommeroffevfioe es uns unmöglich machen sol1te, diese Verschiebung aussugleickoen. Was im Westen bisher mißluvg-n war, sollte nun im Osten glücken.

Und wie 1579 gewoiden? Auf diese Frage war die Antwort; wir_ Haben die Westfront unerschütterlich gebaiten und troßdem genugend Kräfte freimacken können, um nicht nur den russischen Maffenansturnx zum Stehen zu bringen, sondkrn auch dem neuen Feind seinen juckiscb exkafften Gewinn aus dem Nacken zu reißen und dre Bulgaren bei Rnckeroberung des räuberisw ihnen abaepreßten Landes am Donaudeita [u unterstüßen. Schon sind die Einganßs- pforten zum enen Rumäniens, die Valkanvässe, in unskrer Hand. Der Pian un erer Feinde, mit Rumäniens Hilfe unsere Verbündeten im Sudosien einen nach dem andern zu verrückten, unsere Ver- bindungen mit Konstantinopel zu durcbreißen, die Oßmanenbauptstadt in ihre Hände zu bringen und damit die schmeiziich entbehrte Einheit unserer Einkrenung hermstellen, ist ges cbeitert.

Auf die zweite Schicksalsfrage der Entente lautet uvsere bis- berige Aniwort: die eroberte Dobrudscha, das befreite Siebenburgen. (W. T. B.)

Oesterreichisch-ungarischer Bericht. Wien, 3.November. (W. TB) Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplaß. Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl.

In der nördlichen Walachei griffen die Rumänen gestxxn an zahlreichen SteUen an; fie wurden überall zuruckgengfext. Dem “Feinde nachstofzend, gewannen unsere Truppen sudöstlich des Öörös Torony- (Roien-Turm-) Passe_s und i_üdwestlick) von Predeal erneut Gelände. An der siebenbürgischen Ostfront und in den Wald- karpathen war die Kampftätigkeit gering.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

An der Bystrzyca Solotwinska“ Vo eldkäm e. n der Narajowka versuchten die Russen in s::YLx. MaXÉnstößan die__ am 30. an unkere Verbündeten verlorenen Stellungen zuruckzu ewinnen. N le Anstürme des Gegners brachen unter chwersten Verlusten zusammen. Südlich von Hulovicze am Stochod vertrieb ein Wbmmanbo öster-

ieichischer Landwehr einen russischen Vorpoßkn.

schlüsse und ihre Auswirkung voll erkannt und guck; ihrerseits zum

MWM _ ";.-»„ ., P;;«Ü-xm „“ck-«M*»«z-z-„a. !*.-„„.- , .