Ueber die bmbfichiigie prakuy “e Dyrchführung der Neu-
__ ung, die seit längerer Zeit mt Interessenten aus alken
_ igten Kreisen eingehend beraten wurde, kann heute das Folgende mitgeteilt werden: *
Ia Holland werden in Zakunft die frischen Skkfisébk- soweit diese nach Deu_tschland ausgeführt werden können, ausschließlich durch eine unter Fuhrung der Zentral-EinkaungeseUsckoaft m- b. H- 92- grüudete Vereinigung der größten, bereits bestkbcndcn Exportfirmen aufgekauft und dezrcb diese Firmen an ihre alte Kun01chaft nach “Deutschlatxd eingerubrt werden. Die Preise, die in Holland bezahlt werden mussen, werden fich nach den Markivxrbälmissen rtchten: es ist Vorsorge_aetxoffen. daß die beteilkgten Händler im WeiteLVerkauf nur einen maßigen Aufscbfag für fich berechnen dürfen.
Aehnlich wie für Holland ging man bei der Regelung der Zu-
fubren von Dänemark, wo ki: Verhältnisse infolcxe der großen Anzahl von Fangpläßen gam anders lagen als in Holland, und bei der Regelung der schwediscben Zufuhr datwn aus, die altgervobntkn Verkehrsnzegednach Möglichkeit bestehen zu lassen. In Zukunft werden 1amtlxche skandinavaben frischen Fische (abgesehen yon den weiter unten zu _bebandelnden Außnahmen) nur dann frei nach Deutsxbkand eingefuhrt werden düxfen, Wenn die Sendungen unter außd1uck11cher oder stiUschweiaender Anerkennung der yon der Zentral- EinkauFSgeseUsäyaft m._b. H. festgeseßten Bedingungen an einen der funf Zentraxftschmärkte Alxona, Bcrlin, Bremer- baVen, _ eestergunde und Hamburg adresßett find. Diese Markte 561113611 die erfordetlicben Einricbtnncxen, um eine große Zufuhr von friscben 60030: sowie die dam1t Verbundéne Ab- XTÖUUUK an _die ausländischen Lieferantsn bewält1g€n zu können. Die an 13161611 Markten emtreffendcn Fische werden in Zakunft 111113“! msbr versteigkrt, sondern Von dLn Marktverwaltungkn an dyn Fachhandel abgessyt werden. (539 tvsrden unter bestimmtsxt Vorausftxxnausxx 10- Zvohl die an dsn Zeniralfisckzmärktxn ansässiak-n Händlx-r 016 ouch die- enigen Firmen der übxiqeu Pläse Deutscbiauds bxrücMÖtiat werden, ie bisher nicbt Von den Auk-w-«en der fünf Zyntcaifisäymäxkte, xon- dern unmittelbar aus dem A0sland 070106“? 201611020 FUÖL bezogcn bqben; die jeweils aus Holland bewgenen Fischmengeu wechsn dc-n Ftrmen in Anrkcbnunq gebracht“. Die in1änd1scb--U Jmvarkzzure von fckschen Fischen, die für eine Belieferung dura) dke Zentralfi1chmärkte in Frage kommen werden gleichzeij1g durch eine besomdere Bekatmt- »macbunq zur Einéendung der erfotdcr11ch6n Anaabsn 0u1'cxefordert.
Die Preise, zu Welchen die an dic'Zéntraifijchmäkkte Vom Aus- land gesandten Waren abgeseyt werden dürfM, Mrdkn Von der Zentral-Einkaufßgejeürchaft m. b. H., jewsils bejjimmt. sic werdkn derart zu bemessen sein, daß Wok)! 016 Auswüchse der 16131671 Pkonate beseitigt Werden, daß aber andersrskits [TSU ausländikcken F1sch6rn ein starker Anreiz za möglichst «01191: Fängen 99061360 wird. Die? Ver- Waltungen der fü1:f antialfisäxmäckte 076de 1171110110) dsr BL- diugungen, unter denen die von dmr Z601101f11ck117ärkten kaufendcn Großhändler abseßen dürfyn, besonders Vereinbarungen mät die1kn treffen, Duxcb dYese Vyreinbarungén soll 11. 0. 0810500811161 WSXDLU, daß die Fische mit Linum mäßiaM Auf1chlag WCÜLT abßksévk merken.
Von vorstehend beschxikbener Regklung find f01gcnde Fischartcn auSgknommen.
1)F11skbe Hsringe und fr11che Sprotten. Diese Fksckxe wxrden in Zukunft a1161ch11eßlich d_u7ch einc uvtxr dm: Führmxg der Zentrql-Einkaufsgrseüsckpaft m. 1). .O. gearündete Vereinigung der Fri1chberingskmvort€ure im Angladde eingekauft und in Deutsxbland auf 060 051001311150 Qandklswegen 0bg§seyt werden.
2) Karpfen,„Schl€ic, Hackyts, Plößen und Rotaugen, Vrachsen odpr Bleis, Warte u ?) Aländer. Djése S:»xteu sollen in der Rt'g-l «- 16112009 ax121ch1cksxlxch --- dmcb die FWH- fidchbandxéwßesellschuft m. b. H., Bérlin (Dircksens1x0ß3 28) 1*a_"b Dsutschland 7100610071 Und word 0411111101101](HLUUWÜLM ab- gexsßt merdexd; (Dkk F111Hß1chdcndélsxxéésk11schaft m. b. H. 58111131 0116 ekn-r Rr'ibe führmdkr Ftrmem, 018 1716-1761 ven Import Von Süß- waffk'fi'cben Vornabmcn.
„ *3) Einige Luxusfisckde, 1731? z. B. Aale und Forellen, dur1en bts aus weitures frc'i Lingeführt Werden. Cine Regele blßlbl vorbehalten.
_Wenn es ftck) leider im aÜgeMLinen nicht 0113 durchführbar ertmesen' hat, die alten Verbindungen zmischyn den einzelnen ausländrschen Lieferanten und den deutschen Händlern aufrecdt 311 erHaltep, so ist doch versucht worden, eine Rdgelung zu fmden, dle sick) sométt 000011010 den bestxhenden Verhältnissen anpaßt. Zn'r möglichst schnern Ueberwindung etwaiger Ueber- gangßsxhwierlgkeiten, die 0110911006 der in trnserWirtfchaf1S1ebkn ttef einschneidenden MaßnaHMM kaum zn vermeiden sein werden, darf auf die Unterstüßung aller beteiligten Kreise ge- rechnet werden.
".Z- TL?
Im Anschluß an die vorste'kwnden aufklärenden Dar- steUungen bitxet die Zentral-Eimkaufßgesellschaft mit beschränkter .Paftung um die Verdreitnng der folgenden Auf- forderung:
Mit Rücksicht auf die geplante Réqelung der inschf1schsinfudr ist es erfordetltck), daß die nicht in Altema, Berlin, Bremerhavsn, Géestemünde unc) Hamburg ansässigen Fri|ckfischimp*rtkurc*, die in Zukunft Von einem der antralsixcbmärkte unmUta-lbar zu belisfern fänd, unverzüglrch die nokwxndigs'n Aanen der antral-(Zin- kaungesellschaft m. b. H., Abteilung 150, Berlin 117. 8 (Behrenstraße 64/65), Linssndsn.
Vorausseßuna für die Beteiligung ist, das; die bLtkkffKUdLn J1rmen cknen Umsaß an unmitkelchr dom Ausland eingkfübrté-n Weben Fischen im WérkaufsMrt Von mindestens 1,00 0000“ während des Kaksndetjahres 1.915 nachweisen, 11101181 diejenigen Mengen nicht Eingerecbnet werden dürfen, die von der anmsldendcn Firma in Altona, Berlin, Bremerhayen, (Geestemünde und Hamburg verijeigex't oder an einen der an rixscn 5 Pläßen an1ä1figen Großbändlsr ab- geseßt wurden.
Dementsprechend werden (111€ in VetraÖt kommendkn Firmen gebeten, baldmöglichst an die VOWSUMUÜL Abteixux-g dsr ZSntral- EinßcxxkssgNeUsckpaft m. l'. H. eine Exklärung des 101060060 Inhalts zu t en:
..ck . „ „ 1 „_ ZZZ erklare hierdurch nach bestem Wisjen, dns; wér wadrend
des Kalenderjahres 1915 frisebe Fische aus Hoüand im Vexkaufßkverte Von .,“ . . . . „ Dänemark . „ , , . . . „ Norwegen „ „ , „ . . . . „Schweden, „ , „.... 3111010ng «16 . . . . nacb Deutschlqnd eingeführt babe ; in vorstehendun Verkauféziffern sind keine Umsäßk entba1tsn, die eirva in Vcrsteigerungsn der 5 Fisch- mäkkte Altorza, Bexltn, Brkmerbavcu, Geestcmünde und Hambuxg oder durch Lieferung an Großhändler dicsxc Märkte erzielt Waxden.
(UNTUFÖÜN)
Diese Erklärung mus; von der zuständigen Handels- kammer beglaubigt sein. ,
Es wird den Firmen, die in Uebereinsiimmung mit dsr VOL"- skebenden Aufforderung eine ordnungsgemäße Erklärung einsenden mit möglichster Beschlkunigung mitgeteilt werden, an welchem der in rage kommenden 5 Zentralfiscbmätkte Altona, Berlin, Bremerhaven, Geesjemünde und Hamburg in Zukunft ein entsprechendes Kontingent zur Verfügung gestellt wird.
Baumwollene Näbfäden werden, wie „W, T. B.“ métteilt, neuerdings vielfach dnrch Fktbrikantqn xmd Hx'jndler von den Holzrollcn odcr Spulen, auf denen sie sich befinden,
ab ehaspelt und ckls Web- oder Wirksam zur Fabrikatiön von S nürriemen und zu ähnlichen Zwecken verwendet. Dieses Verfahren ist nicht bloß eine Verschwendung wertvolLen Materials, sondem verstößt auch gegen die hestehenden Byr- schriften. Leßtere gestatten zwar dle Verarbetxung von„Nqb- fäden, die am 1. April 1916 fertig waren, aber 1elbstverstand11ch nur zu Nähzweckcn. Eine zweckmidrigc Verrxxyndupg vonnNah- fäden würde strafrechtliche Verfolgung nach rich ztehen konnen.
Der heutigen Nummer des „Neichs- und Staatsanzei ers“ liegen die AuSgaben 1260 und 1261 der Peutschen ex- lustlistkn bei. Sie enthalten _ dw" 685. pregßrsckze, dte 310. bayerischs, die 355. und die Z.,)6.,sachs1sche forme die 494. und die 495. württembergische Vcrlustltfte.
Oesterreich-Ungarn.
Der Kaiser Franz Joseph hat gestern nach einer Mit- teilung der „Korrespondenz Wilhelm“ den Generalobersten Erzherzog Karl, den Fürsten Wishelm von «Dobey- zollern und den Minister des Aenßern Baron Burian m Audienz empfangen 11110 die 1101110211 Vorträge entgegengenommen. Die katarrdkxlisäzen EksckWiUUUYWU, die noch Nicht völlig ge- schwunden sind, OLHindern die gdxvdlmte Tätigkeit deH Kaisers mscht.
-- I)ie: „Wiéner ZeiUmn“ veröffenilicbt sin .?aiserlicbex» H011d1'c1) 15210011 (m den 2111171istcrpräsidenten sowie Line Ver- ordUnng ÖGS Gesamtminisjorimncö Über dis E 1" richtung eines wit 1061106060090 Byfngnisssn mtsgestattetcn selbständigen AmtI für 016 Volkcösrnälßung, 511 0811811 Präs- denten dcr Kajfes den Fi1mr1zdirektor destein erxmnnt dat. Das neugsschaffene Amt ist unmittelbar dem Minister- vräsidenten UUWBÜLÜT, der damit die verfassungsmäßig? erantmortlicküßit fiir die Tätigkeit des Arms übernimmt. DLr Schwsrpunkt dex; 11211911 Amtes wird in das Zusammen- 0rdeitén erprobter Vermaltungcöbeamtcn und tüchtiger Fach: leute ch „Praktisch! Leben?! JLlEJk, welch leßieré b9s011der§ in 0131“ FW:: der Verteilung 01161“ 0010000611611 Lebens: 11111101 0110) die 2161131000an mit den desteHenden Konsumenten- orqanisatidnc-N derzustexlen duden werden. Dabei Wird nicht mer. Einem Fc-1*1schreiten dcr TLULruna entgegcn- gewirkt, sondern anch 61110 Sknkung dsr bercits erreichten Preisböhe mmestrebt werden. Die Bevölkerung, die bisher gegenüber den Widrigkeiten ch Krieges ein rühmenswerws Maß von chuld, Anpassnnngähigkeit und DiK-ziplin bewiesen hat, darf Von der Tätigkeit des neuen 21111126 erwarten, das;, wenn sick) cmck) gewisse Hemmungen in der Leben?:mittel- versorgung, dis sick) [101118 1103 W ihnen OffLU 1161191tdcné11keeres auch in den LäUdern UUsLL'Lk “Feinde 09110111) machen, 0161111021“- meidlich angedchen Weren 1111111211, die dsr Bewölkerung durch den Krieg 011121100th Beschwyrniffs auf ein möglichst geringes Müs; vsrmindext werden 1000611.
*- Dc!“ Odsrstd Landwsdrac110112;le [101 der„Km'; 101“de11203, WUHLUU'“ „31110100 in dor Sißmm vom 28. Oktober d. Z. die Ni([)1igkeitSbesckyverds 11110 BErnfung dcr 01210113: ratsadgcordjwth Choc, 2111111101. Vojna Md 919111116ku 060611 dds) 1111611 deck: Landwcbrdivisidnczgerichtö, dae?» CHN zu 6 Jahren, 211111001 511 7121001011, Vojma und choliczkt) zu 91110111 Jahr s(hWLWU verschäkfte'n 51611616 wsgen VsWrechan 11011) § 61 de's Strafgxxsdßcs 1101111101110, Ucrwoxfml. Tas [11160 ist somit rcchWkräftig.
-*-- Zn eider gestern in Vndapeést unter dem Vorsitz des Finanzministsrs und mxter Teilnadme der 2211er der dortigen Finanzinstitujs adgobaltsnen Konferenz wnrde festgestekxt, das; der gegenwärtige Zeitpunkt zur AUSgabe der fünften Zörieqsanleide m jeder Hinsicht geeignet sei. Die neue Anleihe wird 001011Hsich111ch schon in nächster Zeit aufgelegt werden. Nedcn 16ch§prozentiger Nedtetmnleilx ist eine fünfein- halbprozentige amortisierbche Anlsihe in Aussicht genommen.
Polen.
Der 0116 allen Schichten der Bevölkerung geäußerte Wunsch, an den Aufgaden der Landesregierung mitznarbeifen, noch bevor ein geordnetes, verfassungWUäßigLS Staatswesen Plaß greifén kann, hat den (5,3911eralg01106rneur in Warschau, GeUeral der Infanterie von Weseler, mie „W. T. B.“ meldet, be- stimmt, eine Vordrdmmg zu LklÜffLN, 016 die Bildung eines 0116 Wahlen hervorgehenden Staatx-rats im König“- reick) Polen 001300111. Die Teilnahme dsr in österreichischer Verwaltung stehenden Gebietsreile des Königreichs Polen an dem Staathrat wird 1100) durch Vereinbarungen mit den öster- reichisch-un0arischen Behörden geregelt werden.
Im Generalgouvernement Menschen: finden die Wahlen zum Staat-Zrat in folgender Weise statt: In den ländlichen Bezzirken 700111671 die Kreißtage, in den Stadtkreisen Warschau und Lodz 010 städtischen Körperschaften insgesamt 70 Ab- qc0rd1101e. Diese Abgsordneten wählen “ihrerseits 1100) den Gr1md1äH-en der Verhältniswahl acht Mitglieder des Staats- rates», vier msitere Mitglieder werden von dem(§1encr0100uverneur ernannt werden, der auch den Vorsiß Übernimmt.
Der StaatSrat berät die ihm vorgelegten Geseßcntwürfe, hat das Rscht von Initiatidanträgen und bereitet die Bsscksüffe des Latzdtages vor. Dem Landtag können edenfaüs (Heseß- entwürsc und sonst für das Land wichtige Fragen zur Be- ratung und Beschlnßfaffung vorgelegt wsrden. Ihm steht ein SW_ULr- Und Anleihereck): zu. Damit er schon von vornherein desttmmte Aufgadcn [)01, ist ihm- die Bcsäsnfzfassung Über den 111 der Krsisdrduung vorgesehenen Dotationsfondk, über einen Landexencliorationsfonds Und über Linen Fonds zum Aufbau der 5001011611 Ortschaften Übertragen.
Tw Verhandlungen de;“:- StaatImts und Landtages, an 116060 der Berwaltrmgßchef als Kommissar der Regierung teil- n-nnmt, Werden in polnischer Sprache geführt. Es solä damit em ersTer Schritt zur Vorbereitung einer polnischen Staats- verwaltung getan werden. „
Da die Durchführung der Wahlen und die erforderlichen Verembarungen mit dem K. und K. Generalgouvernement in Lubli_n noch längere Zeit in Anspruch nehmen, sol] sobald als möglxch im Einvernehmen mit den österreichisch-ungarisck1en Behörden ein provisorischer StaatSrat für daS Königreich Polen berufen werden.
'Die Veröffentlichung der Verordnung erfolgw in der M011taq§nummer deer „Deutschen Warschauer Zeitung“ und im „L?crordnungc-lsatx für das Genex'algouvernemcnt Warschau“ 110111 13. NOUEULÖLU.
Grossbritannien und Irland.
Am Sonnabend wurde in Cardiff eine pazifistische Ver- sammlung abgehalten, bei der der Vorfißende des Berg- arbeiterverbandes von Südwales Winston präsidierte. Wie „W. T. V.“ berichtet, drang eine Menge von Friedens: gegnern in Stärke von 10000 Mann unter Führung des Arbeiterfülxrers Tupper Und des Abgeordneten Stanton 1103 des Widerstandex- der Polizei in die Versammlung ein und sprengte sie. Die Vereinigung zur Verteidigung der bürgerlichen Freihe'ct wil] deswegen im UUterhaufe eine Anfrage an die Regierung richten.
Niederlande. Die Königin hat gestern mittag den Kaiserlich dculschmt Göcsandten Dr. Rosen in Audienz empfangen.
Griechenland.
Nach einem Telegramm des „Petit Parisien“ habyn griechische Offiziere am 11. d. M. französischen Offizieren 0110 Munitionsvorräte der riechifchen Flotte Über- geben, die sick) in den ZeugZäusern und in den Munitions- devot?) der Inseln 33,2de und Kyra befinden. Die ariecbische Wache wurde durch eine französische abgeköst und die Uebergabe protokollarisck) aufgenommen.
Eimer Meldung der „Tribuna“ zx1folgo [)01 000011! die ,"),nriickzikhung der Königlichen Trnppcn 0116 «l)essalicn, dieZnack) dcm Pelopondes gebracht werdcn 1011611, begonnen.
Bulgarien.
(ZZEstern vormittag wnrde anläßlich der Verkündung der Selbständigkeit Polen?- in der katholischen Kirche in Sofia auf Anregung der polnischen Siedelung ein feierlicher Dank- aottesdisnst abgehalten, dem der König Ferdinand, dio Mitglißder der Regierung und die Gesandten dcr verbündeten MäckUe beimohnten.
Amerika.
Die kanadiscbc Regierung [mt Maßregeln getroffsn, um dsr Preistreiberei auf dem Lebensmittclmarkt exttgegen- zumirken. Den „Times“ zufolge handelt es.": sick) um die Ein- fübrnna von Strafbcstimmnngen, fnlch sick) Personen an Kombinationen "l)etciligcn, dic dis: Prei-Zsteigerlmg wichtiger Leddnsmiticl bezwecken.
Der mexikanische 011i111ster des Auswärtigen Aguilar 1101 die 6110111016 Note, die verlangte, Mexiko soÜe seine “,Ueutraiität bezüglich der dc1tischen Unterseeboote, die, wie man glaube, in mexikanischen Territorialgewäffem operierten, streng 011111011911, beantwortet. Die britische Note, die durch den amerikanischen Staatssekretär Lansing gesandt worden war und davor 1001'1112, den dklltstan Unterseebooten „Hilfe oder Untcr- 1111111100 zu leihen, sies sehr viel Unmut hervor, der laut I)ielduna de?» „W. T. B.“ in der Antwort Aguilars zum NUÖdeck kommt. Zunächst bemerkte Aguilar, daß er nicht einsehen könne, warum die britische Note durch das StaatIdepartement der 7110020110160 Staaten anstatt direkt an das 111-xifanisck18 AUS- wärtige Amt qesand1 worden sei. Sodann erklärte er, daß die merikanischs Neutralität aufrecht erhalten werden wiirds, wie?: aber daranf hin, daß Mexiko für die Taten der deutschen U-Boote vor der mexikanischen Küste nicht mehr verantwortlich zu machen sei, 0113 die Vereinidten Staaten für die kiirzlich erfolgte Tätigkeit des Unterseéboots „U 53“ vor Nantucket, 1100) dsr es 12111811 amerikanischen Hafen angelaufsn habe. Die Amtwort meint mit kaum Uerk)ülltem Sarchmus, der beste Weg, fortgescßt frcundlichc Beziehungen zwischen den beiden ?)Zegierungen zu sichern, bestehe darin, daß die britische Flotte verhindere, das; die deutschen U-Boote ihre Stützpunkte nsr- lieszsn, und so jeder “1115900913811 fiir Unstimmigkeiten vordeUgs.
_ Afrika. Die neue adessinisckw Regierung ist einer Meldnng det?» „PctitParisten“ zufolge durch die Vertrstsr der Entente- mächte in Addis Abeba anerkannt worden.
Kriegsnarhrithten.
Großes Hauptquartier, 14. November.
Westlicher Kriegsschauplaß. HsereSgruppe Kronprinz Rupprecht.
Beiderseits der Ancre spielten sich gestern erbittcrtc Kämpf e ab.
Durch konzentrisckws Feuer schwerster Kaliber vorbereitet, erfolaten gegen Unsere im Winkel nach Südwesten vorspringenden Stellungen starke englische Angriffe, bei denen es dem (Gegner unter beträckztlickwn Opfern gelang, uns 0116 Bea um ont- Hamel und St. Pierre-Dividn mit den seitlichen An- schlnßlinien in eine vorbereitete Riegelsiellung Utrückzudrücken. Zähe Verteidigung brachte auch uns erhebliche Verlunc.
An anderen SteÜen der Angriffsfwnt von östlich Hebu- terne bis südlich Grandcourt wurden die Engländer. wo sie eingedrmtgen waren, durch frische Gegenstöße unserer Infanterie [)inauedeworfen.
Französische Angriffe im Abschnitt von “301110: Saillisel scheiterten.
Heeresgruppe Kronprinz. _ Auf dem östlichenMaas-Ufer war die Artillerietc'iligkei m den Abendstunden lebhaft; Erkundungßvorstöße der Fran- zosen gegen unsere Hardaumont-Linien wurden abgewiesen.
Oestlicher Kriegsschauplas. Front_ des Generalfeldmarschalls Prmz Leopold von Bayern.
Keine besonderen Gefecht§handlungew
Front des Generaloberst Erzherzog Carl.
_Nordösilicl) von Iakobeny in den Waldkarpathen wurden russtsche Abteilungen aus dem Vorgelände unserer Stellungen durch Feuer vertrieben.
Vor den Angriffen deutscher und österreich1sch-nngarifcher Truppen ist im Gyergyo-(Hebirge der Russe gegen die Grenze zurückgegangen; auch südlich des Toelgyes-Passes machten tro hartnäcki er Gegenwehr Bayern und österreichisch- ungarische ataiÜone Fortschritte.
Beiderseits des OttoS-Tales haben auch gestern kleinere
(W. T. V.)
„ Gefechte um einzelne Höhen stattgefunden.
An der Südfront von Siebenbürgen dauern die Kämpfe für uns erfolgreich an. E?- wurden wieder mehrere hundert Gefangene gemacht, am Roten Turm-Paß aklem 6 Offiziere Und 650 Mann.
Balkan-Kriegsschauvlaß.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackenfen.
Im der Dobrudscha nichts Neues.
Die bewährten österreichisch-ungarischen Monitore brachten nacb Feuergefecht vom rumänischen Donauufer bci (Hinrgin ? Schleppkähne, davon 5 beladene, ein.
Mazedonische Front.
In der Gegend von Korea kam es erneut zu Schar- müxzeln unserer Seitenabteilnngen mit französischer Infanterie nnd Kavallerie. Der Angriff der Ententetruppen in der Ebetze von Monastir und nördlich der Cerna dauert an. Dre Kämpfe sind noch nicht zum Abschluß gekommen.
_",-
Mit großem Erkolg Hat auch im Monat Oktqber Unsere Fliegertruppe ihre vornehmlich auf dem westlichen Kriegsschauplatz schweren und viclseitigen Aufgaben erfüÜt.
Insbesondere gebührt den Beobachtungsfliegcrn der Aréiklerie und Infanterie Anerkennung Und Dank. Jdr Wlkk- samer Schuß, war durch die Kampfflieger, die auch ihre Sonderaufgaben glänzend erfüÜten, und durch das Feuer unserer Fkugadwehrkanonen 0011 gewährleistet.
WirHaben17 Flugzeuge verloren. _
Unsere (Begner im Wcstcn, Osten und aux dem Balkan 11 Üßtcn 104 Flugzeuge ein, davon imLuftk0mps 8:1, d11rch Abschns; 0011 der Erde 15, durch unfrérmilUgc Landung hinter unseren Linien 6. _
In unserem Basis befinden sick) (10 feindliche Flugzeuge, jMsLitB der Linien sind 44 erkenUbar abgestürzt.
Der Erste Generalquartiermäster. Ludendorff.
Berlin, ];). November. (M.TB) Der französische Funksprucl) vom 11. November, Eiffelturm, -1_ 111)r,Nach- mittags, meldet: Ein französisches Flugzeug 110211100 111 der Nacht vom 931110 10, November 211611 Breisach und Straßburg und warf sechs Bomben auf den Bahnhof Offenburg, wodurch bedeutender Schaden entstand. Hieran ist kein Wort mabrz In der Nacht 00:11 9. zum 10. November sind weder (zus 11101)11hofOffenburg noch sonst in Baden Bomben geworfen wordon. ES ist überhaupt k91n Flieger in dieser 5110011 über den Rhein gekommen.
Berlin, 18. November. (W. T. V.) In der _Nacht vom 11. zum 12. November wiederholten dic französzjchen Flugzeuge ihre Angriffe auf das Saargebiet. Dxesmal gelang es nur einem klsinen Teil 0011 ikmen, 13125 zur (".;-an vorzustoßen. In Dillingen und Umgegend wnrden eimge Bomben abgeworfen, von denen eine einen Pfexdestal], eine andere eine Waschküche jraf Dadoi wurden vier Pcrsonen 1chmer, zwei leicht vexletzt. Getötet wurde niemand. Der Sach- 1chadcn ist aering. „Viele Bomben trafen die den Ort um- gedenden Wiesen, wo sie in dem weichen Erdboden stecken Riehen. Verschieddne Flugzeuge belegten die Orte Busendorf und Spittel mit Bomben. Dort wurde niemand verleßT, cxmh entstand kein Sachschaden. Endlich warf ein Flieger, der sich anscheinend über den Wolken verirrt hatte, in der Nähe von Neunkirchen einige Bomben auf eine Wiese.
Oesterreich“[ich-ungarischer Verichf. Wien, 1:1.N00ember. (W.T.B.) Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplaß. Heeresfront des (Heneralodsrsten Erzherzog Carl.
Im Bereich von Orsova, an der Szurduk-Straße Und südöstlich des VöröI T0rony-Passes rannte der Feind vergeblich gegen unsere Truppkn an. Nordwestlich von (Tampolnng warfen österreichisch-Ungarische und deutsche Abteilungen die Rumänen aws dem 3111) verteidigten OrLe Candesti.
Beiderseits *von Soosmezö wurden modrere rumänische Angriffe abgeschlagen.
Im Abschnitt Tölgyes erstiirmten österreichisch- Ung0rische und, deutsche Truppen den Berg Bitch Arsurilor nördlich von HoÜo. Angriffe starker russischer Kräfte, die südöstlich von Tölgtch und bei Belbor unseren Kolonnen entgegengeworfen wurden, brachsn zusammen.
HeereYront des'GeneralfeldmarschallS rinz Leopold von Bayern.
Keine besondcrcn Ereignisse.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichts von Belang.
Der Sterextreter des Chefs des Generalstabes. v o n 4; o efe r , Feldmarschalleumant.
Bulgarischer Bericht.
[) „ck?0fia, 13. November. (W. T. B.) Amtlicher Heeres- ert .
, MazedonYsche rant. Westlich der Eisenbahnlinie BtMliW-LUM leb aftss ArtiÜeriefeuer. Gegen den Ab- schmtt _OstreH-Kenali rückten schwache feindliche Abteilungen vor; ste wurden schon durch Feuer verjagt. Im Cernu- bogen wurden heftige feindliche Angriffe durch deutsch-bul- garische Truppen zurückgeschlagen. An der Moglenica- front und westlich des Wardar dns gewöhnliche Artillerie- feuer. Oestlicl) des Wardar Ruhe. Am Fuße der Belasica Planan und an der Strumafront Sckjarmüsel zwischen Patrouiüenabteilungen und schwache ArtiÜerietätigkeit. Ein 0011 unserem euer getroffenes feindliches Flugzeug fiel in die femdlichen Limen nieder. An der ägäischen Küste Ruhe.
Rumänische Front. Längs der Donau schwackxs gegenseitiges Feuer. In der Dobrudscha hat der Fe nd zweimal mit starken Kräften am äußersten linken Flügel unsere Stellung angegriffen, wurde aber jedeSmal zur Umkehr ge- zwungen. Die Stadt Cernavoda wurde ohne Exfolg vom linken Ufer der Donau aus beschossen. An der 51'1'1ste des Schwarzen Meeres Ruhe.
Türkischer Bericht.
Konstantinopel, 18. November. (W. T. V.) Heeres- bericht vom 13. November.
Im Laufe des Vormittags des 11. Novsmber warfen vier feindliche Flugzeuge Bomben auf Birelseba, die keinen Sckmden verursachten; zwei Arbeiter wurden verleßt. Diese feindlichen Flugzeuge wurden durch die nnsrigen vertrieben.
An der Persixckwn und der Tigris-Front betätigen fick) die Russen und die Engländer, da sie sehen, daß sié keinen militärischen Erfolg erzielen konnten, in Angriffen auf die un- verteidigten Dörfer und Stämmx: und “'m schmnloser Plünde- rung und Verheerung. Unsere Truppen werden die Räuber bestrYen.
aukasUs-Front. Für uns günstige ScHarmüZel. An deU iibrigen Fronten kein Ereignis von Bedeutung. Der steÜertretende Oberbefehlshaber.
Der Krieg zur See,
Berlin, 13. November. (W. T. B.) Im Mittelmeer wurdcn nachstehende italienische Schiffe versenkt: Dampfer „Torero“ (767 Br-Reg-Tonnen), Dampfer „ Bernado“ (1846 1), ferner dix: Segelschiffe „Maranaa“ (1541), „Gildar“ (1001), „Tre: Fratell't“ (1.90 t“), „S. Antonia“ (011 t,) und „(5011 Giorgio“ (258 ti.
2111011110, ..). November. (W. T. V.) Das- „211116011 911600“ meldet: Nach vier eimgetroffenkn Nachrichten ist dsr schwedische Dampfer „Rheder“, der am Sonnabend mit Sliickgut 0011201011110 nach Stockßolm abgegaxxgen mm“, aufgebr0cht und nach einem dex11'schen Hafen übergefüth
' worden.
Rotterdam, 1:5. Novemdkr. (W, T. V.") Die „“ZWposi“ meldet, das; das niederländische 01kotorschiff„Oostzee“ znr 11012rs11ch1mg nach Emden axtfaebr0cht mordßn ist.
Born, 1Z. November. (W. T. V.) AUS Brest. exfädrk der „MatiU“, daß dsr it“alie11isch6 Dampfer „Margnd“ (800 Tonnen) versenkt 10010611 ist; die Bésaßung M 0011 dem Torpedoboot „Sainte Jeanne“ 1:1 Bkßst gelandet.
Wion, 18.01006111ber. (W,T. V.) Amtlich wird gemeldet: In der Nacht vom 12. auf den 16. belegten unsere SLL- flugzeuge die Fabrikanlagen von Ponte Lagoskuro und die Bahnanlagen von Ravenna mit Bomben. „Die Wirkung war verheerend. In ersterem Orte murdsn Voll- treffer in zwei Zuckerraffineriyn, bei der Schwefelrafftnerie, im Elektrizitätswerk und ans de Eisenbahnbrücke erzieltund medrere Brända beobachtet. In Ravenna wurde das Bahnhofsgebäude
voll getroffen. Unstre Flugzeuge sind unversehrt eingerückt, Flottenkommando.
Kopenhagen, 14. 920119111081“. (W. T. B.) Dis Hier eingetroffenen rnssisckwn Zeitungen enthalten die folaende Mel- dung des russischen Ndxniralstabsx Am 20. Oktohcr, 7 Uhr früh, brach auf dem Linienschiff „Impcratmze Maria"einBr011d 0116, der eine Ekdlosion verursachte. Dcr Brand brach in den Oelbebältern (ms und ergriff 0013 aufopfernder Arbeit der Offiziere und Mmmschafien die Mu- nitionskamnWrn. Das Schiff sank. Vier Offiziere Und 145 Mcmn sind erxrunken. Ans;erdem starben (34 Mann an den erlittenen Brandwunden. 'Das Schiff liegt in unticfem Wasser auf der Reede 001: Sebastopol. Man hofft, cs heben zu können. '
Statistik und Volkswirtschaft.
Die deutschen Studsnten nnd der Krieg.
In wech hohem (Brads die deutsche Studkntsnscbaft an dem Krieg beteiligt ist, zeigt erneut dsr JCWUUL Besuch der Hdchschu1en des Reichs im [eßtext Sommer, über 180 cht eine Uebersicht 'moaltcb 10- Sämtliche Hocb1chulen dks Reich waren (_mit Emschlus; von etwa 2000 Aus1ändern und rand 5600 Frauen) von nur 20000 Studierenden besucht gegen 79000 (einsckpiiech Von 8500 Ansländern und 4600 annen) dor KrieasLUObruch. Man darf m1t Sicherheit 0011811111611, das: die fkblknde'n marm- l1chkn reicbxangebörwen StudieWndkn im Felde odsr tn irgend- welcher anderen militärischkn Verrvendung st-hen, was - neb611 e'swa 400 Sindentinnen, die im San1tätsdiensi iätiq find »- eine dxrzeztnkqe Krienge-tciligung der deutschen Studentenschaft in Hohe von etwa 58000 Mann 0er ctwa 88% ihrer Friedenßzabl ergibt. Dabei ist angenommen, daf; das Hinzukommcn der währknd des Krieges heranxewacbsenen Abiturk-ntxn nicht nur den Abgang auf- wogen, 1onde1n die Zahl der studentischen Kxieger um einige Tausend gesteigert bat. Wet-n man die Auglänver und Frauen außer Betracht läßt, zeigen die einzelnen Hochschularten folaendes Bild der Be-
1711101100: Von dan Universitätsstudenten find etwa 45 000 oder „
80 [)/0 ihrer (Gesamtzahl (53 000) angewaen, Von den 9600 Stu- dietenden der Teckonisckzen Hochschulen 8600 oder 89 0/0, Von kW 800 dkr Landwirtschaftliäyen Hochschulen etwa 700 oder 87 0/0, Von den 1800 d-er Handelsscdulen 1400 oder 71% und Von den 600 Studierenden der Beraakademien 550 oder 90 0/9. Die 250 Besucher der Forstakademien düxften ?ast restloß tm Jeu": "eben, da diese Ansjalten in der Kriegkzelt gar nicht geoffnet
nd und an den Unwsrfitäken uur wenige Forstwirte studieren. Diese Zahlen können freilich 111th auf absolute Richtig- keit Anspruch crbebrn, wsil, aanz abgeschn ron den Schwankungcn BMÖ die Einberufungen, die Hochschulen mcht in der Lage sind, ganz zuwerläsfige Statistiken zu führen, zumal da nicht alle ausgezogenen Studierenden und Abiturienten an einer Hochschule eingeschrieben find. Von den 40 000-45 000 Hochschükern der Donaumonarchie sollen etwa 36 000 im Heeresdxenste sieben.
Zur Arbeitsrbetvegung.
Nach Mkbrtäqigen Verhandlungen, die im Reich5amt des Innern unter dem Vorfiß des Direktors im ReichSamt des Innern, Wirk- lieben (beeimen Rats Dr. Caspar zwischen dem Arbeitgeber- Scbußvetkand und den drei Arbeitnehmervubänden des Holz- gewerbes stattgefunden haben, ist, wie „W. T. B.“ mitteijt, am 10. d. M. eine Vereinbarung zustandegekommrn, wodurch die Geltungs- dauer der bestehenden Tarifwerträge um ein Jahr, bis zum 15. Februar 1918, verlängert morden ist. Die Bedingungen, unter denen die Verlänaetung vereinbart worden isl, s'md folgende:
Die vor dem Kriege vereinbarten Vertragslöbne Werden,
soweit sie betragen mit der Teuerungssulage bks 45 H, sämtlich auf 45 .4, von 20 auf 65 „z v0n46-----50 „ „ „ 50 „ , 18 , 68 , , 51-55 „, , 55 ., 16 71 , 56-60 „, „ 60 „ 15 75 , (51-65 , , „ 85 „ 15 80 „ 61; u. mehr, . 70 „, 15 85
kesigeseßt. Städte, dil einen Vertragslobn bisher nW 'Uetekubaxj baben, find bei der nächsten Vertragsemeuerung in eine dm örtlichen Berbäitniffen enksvrcchende Lohnklaffe eknzurelben. Auf 1111: bestehenden. d. h. zurzeit czahlten Löhne ist gletchsaüs die nach der Lohnklafse für den Ve1chäft gunasort maßgebßnden Teu-xunssjulage, und zuvar in“ Höhe yon 15 „.; für die Stunde 00:11 15. November 1916 an, in Höhe des (51Lsamtbetragxs vom 15. Fé'bruar 1917 an zu zahlen. Die vestebk-ndrn 5301306 dsr Arbeiterinnen wxxden' vom 15. 0101201er 1916 ab um 10 „z für die Slunde etdöbt. Um den 9161ch2n Berra“ 671406811 swb 0011) die VOL 'dem Ktieg Vereindaxtsn chtragMödne dcr Axdxiterimn'n. Zugendlkäoe Yr- beiter unter 18 Jahren 0715011130 disfelv: Teuermmszxxlage wis die Arbe'iterinnenx also 10 „_z 1111: die Stunde auf die bestybsnden Löhne Vom15.November 1916 ab. In den Städtkn, 11: WM seitdkr schon auf Grund örtlicher Vereinbarung der beiderseitigxsx Organisa- tionen TeuerungSzulagen gewährt jrceden, iörmen “6161: bei dsr DurchfükrunJ der 1613553611 Zulage dei männ1ich€n Arbeitkrn bis zur «1300: 0011 10 45 , bei Axbeixsrinnen und jugend- lkcben Arbkttern untar 18 Jahren bis zur Höhe mm 5 Pfennig für die Stunde angerechnet merken. Die: Vorstehenden Teuerungszulagen auf die Slundmlöhne finden aufdis bsstehenden Akkordtmife Und einzelnen Akkordvreise sinngemäß Anwenduna. Das gleiche Kilt für die Mon- tagegelder mit der Maßgabe, daß dsr Mindsstanskhiag für Moptagsn mit Uebernachté'n 4 Mark für dcn Tag einschließlich des Sonntaas bc- Trzgxn 1011. Wo höhere Téusrungsxulagen als die vorstehendén ö.tl1ch vereinbax: sido, bleivcn dicke bkstéhkn,
Ws Erzäxrzuna cc'r hcstcdsnxcn Tar11067txä§e w1rd ykreinbart, daß KrksgsbSZÉädYtE Anspruch daxauf babkn, nach BEZUUHUNJ des .Heüvxrfabrens 111 110-111 01100 Banixße W180“; 111 B-sä'ä'sti-„xung zu treten. Ihre Euüdkémmg erfd101 de! Akkordaabetx nach den für al]: 115103811 Arbeiter 9611606811 Akkord1äßen uno Nkkoxdtarisen. Lohn. arbektcr sind, wenn 1er Ver1eßunß sie an VOU'ÉT Arbeitslkjstung bindut, ihrer: Lcisiungen enjipreaxend zu 665213160. „1716 «ertngere EntloanN-Ü 1111286 Béxufung äuf die dem VsrlkYWn 311311";st Nsnte ist unzulässig. Steigcnde E;“MrézskäbißkeU ist dmch xniwrecbkr-de Erhöhung des 11.013066 gsbührend xu berückficbligen. Stxeitfgkelfen find durch di: Sch11chtungskommisfion zu entscheiden.
Kunst und Wissenschaft.
MM Treksz, daß Leibniz sich mit allen W1ff€rschafien kefaßte, da er dyn ErUndßaß WWU, daß gxrade durch 618 VeteinkaUnJ mehrerer Wisy-nsgsbiéte dic Erkönntnis Neuer Wahlbeiten erxckcbxerrt Werde. S0 ist es 0003 1'6151“106111ä0d11ch, daß Keb Leißniz kli! Cbexnie sehr viel bxfchäktigten Wenn man dkc umfang1e1che AT'ZLÜ Hekmaun Petch - sd.- geht duxch drei Hzfje des „Archivs für die (Rschtcbte dcr Naxurwiffenschafétn Uud der T€chnik' - über inbniz als Chemiker Vcrfx'lat, wird man exkcnncn, daß ?mbniz 101110121 reine wic augenzandte Chemie 9211165611, mit allen fübrcndeU Persönlich- Zeiten in péxsönlichem Oder brisflxchem Verkehr gkstanren, aber selbst bsfruchlend auf dée Cbemte nicbt kimewixkt hat. Dennoch aber bieten Leibn1z Beziehungen zur ChemLe 1ebr 17161 des Interessanten, Und nicht selten findkn sic? Aeußeruvg-n, die au die jüngste GegenWart anklingen S0 (breibt 99,1an5 über die Leistmxgkn der Deutschen auf chsmifchem (Geb'iet: „Wir haben zuerst Eisen in Stahl Verwandklt und Kupfer in Messäng; wir haben dus C11en zu überzinn-n Erfunden und 01:18 andere nützliche Wiffen§chaftkn entdcckk, 0110 das; unsere Künsüer in der edlen bemie und Berg- werksachkn der 000an Welt Lehrmeißer wotden.* Als Leibniz, 20 Jahrs aLt, Doktor der 016ch1e gejvordkn War, besuchte er 1210611 in Nürnberg wobnkastkn O0kel Jxmus Leikniz, Senior 15613 §c11112chen M*tnistkxiums. Damals befaßte fich in Nürnberg die 1516161116170" der Roscnkrsuzxr mit alchrmistiscbw Künsten. Der junge? Leibnkz 11chtete an den V0rs1and dteser (Gcseüscbaft ein mit ihm s-Ilbst UNVZTstand- 11117611 alch€m1stkschen Ausdxücken überladenes Schreiben, Wotin er um Auftwdme but. Tec Exfolg war: „man meinte n1cht anders, als der jung: chbniz wäxs 811“; würklickoer 01100103,intr0duzi€116 ihn nicht 0116111 105 2050701010011, sondsrn bat ihn (1110); für eine ZLlDiffC PSUÜOU ibk (Gehilfe und chretalius zu sein“. Lklbniz nahm 0:1, 1101) war damit für dke Chani: gewonnen. SpäTer als Lsibmz Bxblw- thekar und Histoxiogravb in bannoVLrscb-n Disnsten War, skand er viel mit einem Dr. msd. Kraft in Verbindung, durch 2260 er, Vor allem auf dcn eden entdchca Phospbor aufmcrksam gxmaÖt wurde. AUE; den Entdecker des Phospvms, Bca'nd, 1911118 2211an fsmucu uno liéß ibm manch-rlei Förderung zuteil werden. Im AUÜWJR ssines Fükskkn schloß LeTbniz mit Brand einen chtrag, in dem dicser ibm das szspt der Phospboxbereltung preiögab. inbvéz dachie den Phosphor nicht nur als Zünrmlttkl, sondern am!) 015 Lkucbtmittel zu dkrrrcnden. So meinte er, daß dieser immerwährende Lsuäptkörver auch geeignkt wäre, Die ewkgsn Lampen zu ecstssn. Als die Franzdsen mitten im Flikdkn die Pfalz geplündert and, Straßburg geraubt batten, meinte Leibniz: „man muß mit Frankreich 10 ])000 Krieg fübxcn“ und ging daran, den Witt1chaftskcieg dadurch zu yegknnen, das; Er den Franzbranntwein, den Kognak, zu exseysn 11161776. Von dsm schon erwähnten Dr. Kraft hatte er nämlich erfcxbrsn, daß in Amcrika aus Zucker Brannlwein unter den Namen Tasfia, Rataffix und Rum kesttxliert würde. Diese JUdUsÜié wollte 5161171115 in Deu1sch13nd bsimisch machen; doch sckzeilexte das Uuternehüxen an dem hohen Zuckexpreis und (mch ' daran, daß Amcuka aroße Rummengen auf dcn 6ur0päischen Maxkt warf. Sehr enge Bezxxhungen untsrbixlt Leibniz am!) zu dem Freiherrn Von Tschirnbaus. dem Efinker des Polzellans. Jm August1704 besuchte der Skkretär von inzniz Herrn von TscbirnbauS 11: Dresden. Er ber1chtéte dann an 261000, daß ibm Tschirnbaus eixte „1139.12 porzellknene“ Taffezeiate,wslche er verfkrtigtbabc. Durch d1e16n Berk t ist exwkcscn, daß Tschirnhaus und n2cht Böttzcr als EMME kes Porzsüans xu (361160 hat. Auch mit dem Berg- und HÜZTenwss-ka bat fich Leibniz Tdeorctiscb und praktiscb beschästigt. So unterbreitete ar dem Kurfknsten Ernst August einen Vorschlag znr Cntse-nung kes w1ldcn Waffsrs aus den Gruben des Haxzks. Interessant find 00ch die Exkiärun en, die er für dis Namen Kobald und Wdljram gtbt. Den ersten eitel er nicht ab von Kobold (weil er die Bekannte foypt), sondern von Knoblauä) wei! seine Adkrn Knobsaucögcrn-F) ab- geben. 116136: W01fr0m sagt Leibniz: „Den WoLfraty 716117811 Berg- leuch Wolfe", und das ist NEÜLZÜT der mhle Ram:, nam11ch Wolf-mt, weil es vom 31:01 im Schmelzen raubt.“
Im Wirtschaftskurs Über die Türkei an der Handels- bocbscbule wird der für dcn 15. Nowember angeseßke Vortrag dxs Direktorstellvertreters der DreSdner Bank S. Riifcbcr Übkr .Geld- und Bankwesen der Türkei“ wegen beruflicher Vcr- antdcf-rthg dcs Voxtragenden erst am Freitag, den 15. Dczkmber,
(: 1 in en.
Literatur.
Die Triensaeseße und Verordnungen über dieHöcbsi- prekse, Gicherste1lung der Volkßernäbrunq, der Rob- stotfe, Metalle u1w_. mit den Außsübrunasbestlmmungen von Preußen, Bayern, Sachsen, Wüntemberg und Baden. herausgegkbxn und erläutert von Viktor SzczeSnv, Regierungsrat a. D., unter Mitarbeit von Rechtsanwalt Dr. )einricb Neumaxm, Berlin. Verlag yon I. Heß, Stuttgart. - '“ m gewöhnlichen Lauf des wirt- schaftlichen Lebens estimmen im wesentlichen Angebot und Nathfrage den Preis einer Ware. Kommen große Mengen einer solchen auf den Markt. so finkt ibr Preis und umgekehrt. Dieses Auf und Ab bildet einen Teil der . efchäftlichen Konjunktur". Seit Ausbruch des KrieFets ist auch deseo Vexbältnis, das fast auf einem wlrtsävaftlicben * alurgeseß zu beruben schien, ande'rs ge- worden, wenigstens für eine Amabl Waren. um Besten der allae- meinen Wohlfahrt bat die Reichöregieruna gew ffe, namentlich für die Lebenshaltung wichtige Waren - Lebensmittel, ' Bekleidunao- stoffe usw. -- mit Beschlag belegt und bringt ße nach einem be- siimmten Schlüssel unter Festsevung von Höcbslvreksm auf den Markt. Hier is: also 2111ng und Nachfrage ausgeschaltet. damn?