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"K*, bun OberbühnhofWorsieHcr Stoplpa iu Luckenwalde uud _ dem Eisenba nsekretär Wischel in E berfeld bei dem Uebermti: in b"- Estaud den Charakiex als Rechnungdxxii zu vsxloihsn.
Ministerium für Handel und Gewerbe.
_ ,. Auf Grund der Verordnungen, betreffend die zum nqßweis e ."? Verwaltung französischer11nterne!1m1:ngen,vom26 No- vember 1914 (RGB1.S. 497) und 10. Februar 1916 (REVL. S. 89) habe ich nach Zustimmung des Öerxn 5)ieicb?3kcmäl9*é
Über das in Deutschland befindliche Vermögen des Kaufmamis * Paul Olmer in Paris, der Firma Paiil Olmer & Co. in Paris und des KaufniannS Ernest Lenail in Lyon die Zwanas- verwaltung angeordnet. (Verwalter: Handelsxichter Direktor Franz Hentscbke in Berlin, Wilhelmstraße 44.)
Berlin, den 23. April 1917.
Der Minister für Handel und Gewerbe. J. A.: Lusenskr).
Bekanntmachung.
Dem Kaufwann Karl Liebes in Breslau, Sonnenstraße 48, ist j-der Handsl mit Gegknsiänden drs täglichen Be- da1*fs,in5besondere Nabtur-gik- und Futietmi1tein aU-r Ait owie rvben Naturerz-ugnivien, Heiz- und Lensb'swffsv- erner m'tGegensiäud-xn des Kxiegsbekatis auf Grurb der
anbeoratsverordnuna Vom 23. September 1915 WCJM UUzUVLk- läjsigkeit untersagt wmden.
Breölau, den 26. Avril 1917. Der Polizeipräsidenf. I. .V.; Sale“»mon.
Bekanntmachung.
Der MilÖbxndieiin Ottilie Hauer, «b Müller, geboren am 9. Au,.ust 1872 in .Hc-tii'gL-*, wrb hast in Franfiurt_ a. M., Maimexlandstcaiie 131, wird bietxu-cb der «Handel mit (Gegen - ständen des täglichen Bevaris, inxbe'ondcrc Nabiungs- und Futtermitteln aller Art, ferner robßn Naturerzeug- nissen, Heiz- und Leuchtstofien saaie jeaixrbe mitt [bare ider mimi telbar: Beteiligung an einkm s-icbm Handel w gen 11an- veil'xvsiakeit in bezug auf diesen Geweibkbkttieb untersagt.
Frankfurt a. M., den 27. April 1917. Ter Polizeipräsident. I. V.: bon Klenck.
Bekanntmachung.
Auf Giund ker Buvdcsiaj-v-Zrordnuxia über die Feinbasiiirg ur:- zuv-rlä fiaer Pe'soncn bkm Harke! vom 23. Sipte'm'i-r1915_(Reichk- Gskßkl.S.603)1sjkem MaxLaut-1jung, Remscheid, «Pastenkr- siraß- 2, und d-n Eheleuten Wuiiav kamerwann, Remscheid, Si-pemraße 25, der Handel mit LebenSmitteln Und Gegen? ständen des täglichen Bedarfs unter Auferlegung der Kosicu der Veröffmtlichung unters aat worden.
Remscheid, den 26. April 1917. * Der Oberbürgermeisier. I. V.; Hertwig.
Yickjtamtliches.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 1. Mai 1917.
Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrais füx: Handel und Verkehr und für Iusiizwesm hielten heute eine Styung.
Das Königliche StaatSmiuifterium trat heute zu einer Sißung zusammen.
Die Mitglieder der chinesischen Gesandtschaft «im ganzen 25 Vetionen -» sind, wie „W. T. B.“ meldet, beute vormittag nach Kopenhagen abgereist.
Nzck) Nachricbion aus Holland sol] die Vesaßimg ÜTZ versenkten Dampfers „Amsteldyk“ bebaup1et haben, die Versenkunii wäre außyibalb des Sperrgebiets, nämlich auf 52 Grad 26 Minutin Noxdbteite und 4 Gmb 10 Minuten Qstlänqe eifolgt.
Hierauf ist zu erwidein, da[; der Ort der Versenkung acht Se-meilen WesLl'ck) von der ösi'ichen Grenze des Sperigebiets, “also innerhalb dlLseS, gelegen ist.
Mit dem heutigen Taue ist eine Bekanntmackunq Nr. 11. 1. 1856/5317. K R A., betwffend Bestandseihebung von Nanelrundholz, in Kraft getrelen. Turcb diyse Bekannt- machung weiden abe Vonäte an gefäÜ'em Nadeirm-dbolz mit einer Zopfnä1ke von 10cm nufmäüg einer Meldepflicht unter- worfen Zur Meldvnq verpflichtet sind Waffeigenjümer und Waldrußmgsbetechtigie, soweit sie im Besiß von Holz sind, das noch iicht cm ein-n Driven übeiwes-n isi, ferner Sägewetkgbesißir, Holzhändler und sonstige Peisonen bezügiich dps HoizeI , das ibmn gebö 1 oder von 11) en erstemden und ihnen bereiiS Überwiesen ist, gieickcüliig. wo es lageit. Personen, deren (Hksornworrat an me dei-fl' cbt'gen Gkak'jisländen nicbt mehr als 50 "Festmeter benä..t, si1=d von 1361 Meideiflicbt befieii. Die Mylmmg, fiir die d?!" bei Beginn des 1 Mai 1917 voihandene Besicinii ap. meld-pflichiigen Gegenständen maßgibend ist, haben 111 be- 101|de1S vorgeschiisbinpr Wa1s? bis 311771 15. Mai 1917 aii die Holz:M-.des1el]e der KrieqH-Robsiofi-Abtpilum di'S KöbUl-(l) Pr-ußiscben KkiLUM'Uist-TWWS, Beilin 8117.11 (Kömgyraßpr Straße 1003) zu ersola-n, wo auch die amtlichn „Mildescbeirie nacb Maß.,abe der Bekanvtm chung anzufoidern smd. An die gleiche SWÜ? siiid 0112 die Vekonnimachung betreffenden An-
fragen und Antiäge zu rtch1in.
Für die im erréswniöiédicnst si-b-nden Mediziii- studierei-dcn ist, wie „VZ. T B.“ mitieiit, bezügiich der Pru- fungen in Aussicht genommen:
101. Aeiztliche Voiprüfuna.
1) War bereits zum Kursus am 2. Zarzuar 1917 bäiteiugelaffen werken törncn, reffcn Abibmmanbiktung (ici) abs.: aus miiiariscien
bis 1. Auausi 1917 beurlaubt werden; er kann frühestens vom 15. Juli 1917 ab die ärztliche Vorprüfung ablegen.
2) Wer bei Kriegsbeginn drei Studiensemester, darunter ein Miliiätsemester, zurückgelegt hat ?Jabrgapg Oisern 1913), soll zum Studium während des Sommekemerers 1917 und im A-stbluß daian zu einem vom 1. August bis 1. Oktober 1917 einzurichtenden Kursus beurlaubt Werdexi. Im Anschluß an di sen Kaiius ist die ärztiicbe Vorprüfung bis spätesieno 15. Oktober 1917 zu erjedigen.
9) Zu dmr uytér 2 eir-zxriibtenkm Kursus vom 1. August bis 1. Oisob:r 1917 11:1] iern-Z: beurlautt Werden, *crcr bei K:ichgsbezivn drei 115112 qudienixmesier ziiriick-„ielegt batte (Jahrgang Oilern 1913].
112153 den (XÉLZULKUÖM dsr Medizin, die irrtümlich zu dkm am 2. Januar 191. eingericht€ten Kaiius abkommandiert Waren, sollen die, Weiske
3. trrizdem znr Prüfung zugeicxffm waren Und 'die Px'üfung beiiapden haben, von der. nochmaligen Ablegung der Prüfung befciki bieibew;
b. den Kursus duxcbgemacbt baben, zur_Ptüfung aber vicbt zuaeiaffen warsp, lediglich die Prümng im Laufe des
_ Sommeisemesiers 1917 ablcg-n.
5) Wie Studierende, 7_*18 zu den unter 2-4 Aufgrzäblten aebörkn und die ärztliche ervZüxung bis zum 15. Okiober1917 keiianken haben, folien das Prüfungszeuanis erst am 15-Oiwber1917 er-
halten. ' 13. Aerztliche Prüfung.
Kandidaten der Medizin, die zu dem am 1. Mär] 1917 ein- gerich1xt9n Kaisus aus miliiärischen Gründen nicht haben beurlaubt werden können, sollen zum Studium während des Sommerstmesiers und zur Ablegung der Staatsprüfung bis lä gstens E d- Aucmfi be- urlaubt werden Die Prüfuna bcqirmt für sie am 15. Juli 1917.
Bkmlaubungev komm n jedock) für 11 und 13 nur in Frage, soweit es die dienstlichen Vékhällniff'é, insbesondere die Kriegslage, gestatten.
Baijern.
Der Großwesir Talaat Pasßcha ist mit Gefolge gestern [kailtaq in München einaxtrofsen und, wie ,W. T. * .“ meldet, von Seiner Majestät VLM KÜTÜI Mf demBahn: hof begrüßt worden.
Bremen.
Der Präsident deSNorddentscben Lloybs Fr. Nebel i 53 hai von Seiner Majestät dem Kaiser und König laut Meldung des „W. T. B.“ folgende Depesche“, erhalten:
An dem Ta.» an dem Sie "aH 40j1btiger Titigkeit beim Noidke tel)?" 581119?) aus dem Präsidium des Au'sithmieö aus- scbricen, a-benie Ich Jbrer in enkut-r Aneikennvna Ihres verdienst- voll-n W ikci-s für die dyuiscbe Seeschiffawt mit Meinen wärmsien Wünscbem. Zugleich Vleeib? Ick) Zb en Meinen Roten Adlerorden xweit-r Klafs“, Welcher Iinen kmcb Meinen Generalkonsul 'in Bremen zugeben wixd. Wilhelm 1. 11.
Oesterreich-Ungaru.
' Der Kaiser hat vorgestern mittag den bayerischen Mi- nisterpräfidemen Grafen von Hertling 11111) Nachmittags dcn M*iiifier des Aeußern Grafen Czcxnin in besonderer Audienz
empfangen. Großbritannien und Irland.
'Im Oberbause sprach der Minister für Nabrungßmittel- kontrolie Lord Devonport Über die Verpflegungsfragen und führte laut Bexicktt des „W. T. B.“ aus;
Die bisbeiigen Bemübvngex, ws Volk zu srsiwilliger Ein- schränkung des Browsibraucbs zu veranlassen, hätten iniolge des hmten Winists und der Eiscböpxuna der Kartoffelboträte nur tei!- weiie Eifolg (; k))bt- England vermöge durchzuba11en, wenn man mit einer gewsen Sicherheit auf Zufubren rechnen könne, aber die Sch*ff- fahrt gewahre di-sS Sichexbeit kei-ksweqk, vi-lmebr schwmde infolge der Verienkungen von Schiffen dwcb Tauchboote und der Beanipiuck) ng bedeutenden EcbifiSroums fiir militärische Zivecke dieje Bürgickzaft dahin. Trotzdem könne nnd wetde nian der L ge Herr werden, aber nur auf einem Wegs, nämlich dem ter Einschränkung des Brotberbraucbk. .Wirmüssen weui.er effen“, fubr Loco DLVOk-Post fott. .Wir werbemwenn wir ausreichende Entsagurg bezüglich des Brotveibrauäos üben, die vor uns liegende ßesabibolie Zcit überwinden, anxßrnfabs Werden wir bis zur näcbsttn Ernte nux mit schwexcn Cnxbebrungcn durcbbalteri. Dieser Punkt ist so dkiiig]1ch und eine solche Lebet-sirage, daß ich nicbi arisiebe, ihn immer Uik'dkr zu betor-en, damit ibn jsdcxwann berstebe: Wenn Ihr Euch kiU'khtäU", sind wir sicher, aber wenn Ihr obne Civic!) änkung weitUix-bt, Wird es eine bittkre Zeit Vor der nächsten Conte geben. Ich hofft“, mit diesen Fesisieliunicn bine Unilvabeit zu begkbev, aber dies ist die VkÜk“ W:Obeit iibcr die L gx. Ich wiU iamit keine Panik kriegen, dafiir besiebt ken Grund, sofc-m sich dis Laib kLr “Laa? aetvach1ei1 ciwkisi. (Es ist ab- wlule Pfltciit d-Ö Uc-nzt-n Valkes, s-irié Euerm? auf di Erbaitung 170: Brot und Leb rDMi-teln übexbavpi zu vyieinigen.“ Als Slcbmbeilk- i'bcbkimaß rea Brow rviaucbs bei? chne'e Lord Debovpoxt eine Wocb-n- 1911111 vm- vier Pfu-d und t Ut? «lccbienia mit, d-fi die Zacke: atiwn von NKU 1161 auf en- balb P'md iixr die-Mocbe be abg ießtimrd-nmiiffs. Auf eine d21111 aao“, ob einkZmn gs". tiuna gxp'am iii, *ax.t- Loxd Derw- - pom, r kaabsÖkUk'd niz) rank n,?astl'dutcbZira: gzur(51nichrä-1kung anzvhancv. Die Zaargßreaxlung ii umr-girscb uxd eifoidere bides- jepde Außgoken. Tioßdam baite L! die Ze't fiir geiomm-n, aUe vm- bneiiendin Maßnahmen zu zwaxgxneiier Zuteiiu-g von Btot, Zucker [U;d bi- lia ich1 noch nrebieier Lebensmittel zu tteffen, und inßb-ixndcre dir örtéicb n Beköiden mit ien ibmn kann zufalienden Obli-aer- beiten bkxtraut zu machen, damit Die Qin'übiung turzcibanv möal'ä) ( i, swkaid die Notwendigkeit vorlie-xk. Tie Cntscbeidung bävge davon ai“, ob das Voi in dn räcbiiin fccbs bis aan Wcch:n seinen Brot- v xbrauck) fie wiÜ g vermindere odir nicbt.
Lord Beresford iicbteie an die Admiralität mehrere Anfragen iiber die Tauchbooigpfabr und sagte:
Die [Pte W(chxniiste dec Schiff vexsenkungen *ei erschreckend, "s'd docb b Neffe dir“ Sta1is11k mit b itiicb- „Ewiffk, oiwoil .in Wi-k ichfeit 10131 neuiroie Écbiffe unser Lcn' ernal):€n." _ Selbst Wenn es geiäng, dez't Ozecin m-"rgen von Tauchbooten zu i_aubem, wiiide der Lebiff raun-mangel nich! beieitigt rvkmn. Er ] be !-1cht, wis 'Um'iika iEt-gkand in den r-ächsim Ykonatc'n zu [)x-lien v :möckts. Di»- br müsse dei Sebiffxau «Um anderen Maßnahmen vorangen-Üt Wii) 21.
L or 5 Lytton erwidérte, der Bau von, Einheits- Handelsicbifch mache beftiedigende Fortschxitte. Einige würden
im Juli fettig gefiillt Werden.
» Jm Unterhause sübite bei der zweiten Lesung der Gsießesvorlage iiber die Getreideerzeuqung der P-äsident des Ackerbauamies Prolhero obiger QueUe zufolge aus:
"Tie !*éaUOiialL Sichckbeit Del.inge 11151 für 011: Zeit eine Eböéxuna der Jvlat-deerzemuna von Broigeneide. Solange E1070Ud nicht in giößerem Mafic von der ausiändischm Erzengung unabiängig *ei, wrk- -s sick" immer in einer ichwacbkn vnd ge- iobtrqben L'Ai' b-fi-D€--. Wim es ab-r 82 v:m Huudert des TUiäksÖliith'LlitaUÉÖ ion Broig-txeike sxibji erzeuge, we de es in Z iien der Not fieber ssi“, auMkomnien. Wein der (&i-*icß-xivmloae emsbnchknd die Yibavfiääpe kee“ vereivinien König. !eichy um achtMilitoren Werts eikbbt uno dadu1ch auf 27 Y-iUi-nen gikrocbt würde, wäte die Nation “Mann fiei vo" dem Aibdrücken
- d-r Taucbkoctxiefabr. Protbeio ging danach auf die: Einzeldosen der
Gründen nicbt bat ermöglichen 1417611, soll jar die Zeit vom 1. “Mai [ eriade ein, die die gedccbie B.:grbßcxung dcr Anbaußäcbe in
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seeks Jahren unier einer Regierungßgarantke von_Kornmindes1preifen uud Fesisexung bon Landarbeite7minoestiöbnen bet Viktmedtuyg der Zahl der ;andaxbeiicr um eine .Viettelmillion vorsiebi.
Die folgetide Debatte ergab eine starke, von Runcim an aefübrte Opposition„ da die Vorlage Englands Lage wahrend des Krieges schwerlich zu bessern vermöge. Rancimati besprach dann weiter die England durch den Tauchbootkrieg zuge- fügten SchiffSverluste und warnte davor, sie zu Unterschaßen.
Au“? kon von Tee Armiraiitär v::öffentlicbteu wbche7.1lichcn Aiifßcliimgen be? Schiff3*_bxäh:tin urid "Schiff verluste v-rmöge das Land d=" ker biiii1chan Schiffahrt zugefü,xcn schrve_r n Schaben nicht zu übersehen." Wenn die Leute von 2500 Aniünften und ron 2500 Abfabitsn iQsen und "dazu, „daß 10 oder 18 Schiffe VCTsSnkk ieien, dann „sagikn sie 11:1), die Verluste isien _un- bedeutend. Ein 1rügetiich81es Svséxm der Berechnvng der Schifis- verluste könne man sich nicbt vorsiclien. Es iei törichr anzunehmen, daß die Deutsäocn nicbt B-scbeid wüßten. Sie machten mittels F:.nisprucbs die Zahl der veisciiitm Tonnkn bekannf, _uvd WEnn auch die Zub! übetickyäßt Werde, 10 werde sie nicht eibebiich uberschäßt. Es wäre viel besser, die voll- Wabibeit hinsichtlich der Hove dsr versenkt-xn TonuaZe zu jagen und das La-d erkennen zu machst!, daß die Ent- behrungen, die man ibm zu erttag-n zumute, noch g'ößer werden würden und daß mit gebieterisckoer Notwendigkeit der Lebeizpmittel- verbrauch dcs Landes noch mehr eingeichränkt werden muffe, bis England die Tauchboofgeiabr überwuuden habe.
----_Der Staatssekretär des Kriegsamts Lord Derbi) be“- zeichnet es als nonvendig, das; nationale Redner und Parla- mentarier einen Werbefeldzua in ganz England zugunsten der Ausbebung von neuen Truppen unternehmen. Wie „W. T. B.“ meldet, sagte Lord Derbi):
Es herrsche starter Wideistand gegen die beich1offeneVermebrung dss Hkékis. weil das Volk zu wenig Vertramn zxige. Von den
Kolonien köUk'L nichts eiwaitet Weidsn, disbalb sei das Mutterland.
an der Reihe, die lxßten nmwrndigen Opfer zu bringxn, die den Sie voÜenden müßten. Die Regierung übkriege augenblicklich sogar, 0 der Arbeitßzwanq für Frauen ringexübrt werden könne“, falls die Lage des Landes infolge des heuscbenden Atbeitetmangels dies "fordere.
Frankreich. „ Zu einer langen Sißung _des Ministerrats wurde die Er- nennung des (Generals Petam zum GeneralstabSchef be-
schlossen. Rußland. '
Das Auswärtige Amt hat, wie „Stockholms Tidningen“ erfährt, ein russisch-schwedisches Komitee zur Be- handlung von Handels- und anderen Fragen gebildet.
---- Der Kriequinister (Hutschkow bat nach einer Meldung der „St. Petersburger Telegraphenagentur“ einen Tages- befehl an die Truppen erlassen, kraft deffen kjedes Armeekorps, jedes Regiment und jede Kompagnie iinftig einen eigenen Sonderausschuß wählen dais, dem die Auf- rechterha'tung der Disziplin, die Ueberwachung der Verpflegung und gefeHmäßige Maßregeln gegen Mißbrauch der Dienstgewalt durch die Regimemskommandeure sowie die Beilegung von Zusammenstößen zwischen Offizieren und Mannschaften und die Vorbereitung der Wahlen zu der Konsiimierenden Versammlung obliegensoÜen; daneben ermächtigtder Tagesbefehl die Truppen, Disziplinaraericbte für _die Beileguna von Mißverständniffeii uno Streitigkeiten zwischen Mannschaften zu wählen,
*- Die Arbeiterabgeordneten haben, dem „Petit Puristen“ zufolge, beschlossen, den Arbeiterrat umzubilden; der augenblick1iche Rat soll einen Kleinen Rat von 600 Mit-
gliedern zur Etöxserur'g der laufenden Geschäfte ernennen.“
Ein besonderer Ausschuß zur Prüfung der Mandate der Kongreßmiialieder wird die Vertreter wenig zahlreicher oder zufäUig entstandener Gruppierungen abseßen; der Kleine Rat sol] in gleicher Zahl aus Soldaten- nnd Arbeiter- abgeordneten gebildet sein. Die Arbeiterabgeoidneten sollen von den Vertretern der einzelnen Stadtteile gewählt werden. Dem Kleinen Rat sonen außerdem Vertreter aller sozialistischen Par- teien und Arbeiterorgantsationen sowie die Vors1ände der Be- rufsverbände und Arbeiter der Konsumgeselischasten angehören. Bei den leßten Abstimmungen Habe die äußelste Linke nur 92 Stimmen von ungefähr 500 gehabt.
- Der Kongreß der Frontvertreter, der gegen- wärtig in St. Petersburg tagt, bat cinen Antrag angeuommen, wonach jede Armee drei Axmeekommiffare ernennen soll, die bsi der Renierung den Arbeiter: und Soldatenrat vertreten und alis Kontrollagenten alle angcn, die zu der Befugnis der Armeekommandantur gehören, lösen soÜen Die vom Ober- befehlshaber gsgebenen Befehle solién von diesen Aimee- kommiffaren gut geheißen werden, die Ernennungen werden vom General vorgenommen, aber die Kommissare sollen be- reckitigt sein, einen FÜispruch einzulegen, sofern diese!?- be- giündet wird.
_ Die sibirische Bevölkerung mongolischer Ab- slammnnq [mt nacb Lyoner Blättern auf einem Kongiéffe in IlklitSk bcschloffen, vonder Regierung nationale Autonomie zu fordern.
' Spanien.
Vorgestern Hat Maura seine mit großer Spannung er- wartete Rede auf der BMW de Toros in Madrid gehalten und Lyoner Blättern zufolge erklärt, daß Spanien unbedingt auch weiterhin absolute Neutralität beovachten müsse.
Dänemark. Der Hauptvorstand der dänischen Sozialdemokraiie
bat eine Entschließung angenommen, in der es laut Mel- -
dung des Bureaus Rißau heißt:
Der Hauptvorstand dkrbänisäpm Sozialdemokratie, der mit tiefem Schweiz die Vemichtung materieUer wie kultureller Wert€ inwige des Krieges fiebt, spricht den lebhaften Wunsch nach baldigim Abschluß ves Kieges aus. Dex Hauptoorsiand be.,rüßt mit Freude alle Bciiiebunaen, dieses Ziel zu enstehen, dtückc seine volle Zu- siimmung zu allen Schiitien aus, die bisher unternommen worden sind, eine Verbändiaung zwisch-'n dc-n Völkern im Oi-nst der Friedens- arbeitbecbeizuiübren,uud fordeitzu un-rschüttetlickpetFori seßungder'axbeit auf troy der Angriffe der Cbauvinisten und politiichen *Gegner. Er wéiß sich dabei in Uebexeinsiimmung mit der groszm Mehrheit des räniicbm Volkes. Der Hauptwrnand be ck11th ferner, din aus- fübienken Ausstbuß des Injernationalen Sonalißifckien Bureaus auf- zufordern, die geplante Arbit für die Wiereraufnabme des inter- nationalen Zusamm-narbeitens zwischen den Vertrejern der Völker fortzusißen, und wrrcbt bie Zuvuficht aus, daß die Zeit gekommen
ist, Wo eine Verständigung zwiickzen den Véktlétkln der Sozial: ..
dxmoktatie möglicbisi, dmcb die eine Grundiaae für den Frieders-
schliß «(Waffen wird, der bajdigst kommen muß, wenn die Völker *
Emopas mobi verbluten over verhungern sollen.
Amerika.
Velden Besprechungen zwischen den englischen, franzöfiscben und amerikanischen Staatsfmßnnern wird, wie die „Daily Chronicle“ meldet, die Schijxahrisfrage als die dringendste
befruchtet. Das Kabinett habe am Freiin [an e dariiber be- Taten. Der'Ernst der_ Lage werde in Aerika Follsiändig yer- -anden, Die französische Abordnung habe unumwunden er- klart, „daß die Welt mii. HungerSnot bedroht werde und die Vcixtmgten Staaten aüein im Stande seien, dix: Lage durch exhohte Erzeugung und vermehrte Beförderung zu verbessern. '
, “- Nach einer Neutermeldung wird eine gemeinsame Sißuyg beider “K_cmimern. des amerikanischen Kongresses nötig, daxber dem'Mrlxttcirgestexz gewisse Unterschiede in dym Text benehüen, wre es _einerseits vom Senat und andererseitk: vom Reprasentantenhame angenommen ist. Die Unterschiede be- (stehen, darin, dZß der Senat das militärvftichtige Alter vom 21. bi§ zum 2-. Jahre iind “das Nepräsantentenbaus vom 21. bis zum 40. Lebensiahke festgeseßx ijat, Und daß das Neprasent-xntenhaus den vom Senat angenommenen Zusaiz- antxag abgebehnt hat, der Roosevelt ermächtigt, vier Dimiionen Infanterie fur den europäischen Dienst aufzubringen.
7- Der Kongreß der Sozialisten in Buenos Aires hai sich der „Agence Havgs“ zufolge nach stürmischer Sikzung mit'14210 gegen 3557 Stimmen für unbedingte Neuira- litat außgesprochen.
Kriegsnachrichten.
„Berlin, 90. April, Abends. (W. T. B.)
51- Bei Arras Feuerkampf wechselnder Stärke; an der .Xisne- und Champagne-Front dauert die Ariilierie- schlacht an.
Im Osten nichts.?- Wesentliches.
InfolgL der sibweren Verluste, die die Engländer in dcr Schlachtx'om 28. erlitien. machte sich in ihrer gestrigenKampf- iatingit 111! _.“)iiiume voii _Arras eiiie starke Exmnttung geitend. Das p[anmaßige, äußerst heftige englische Artiilcricfcner [“zielt Zeboch den ganzen Tag über an. BesonderI auf dem Nord- [Ugel der Schlacksfront in der (Gegend von Achevilw imd Obbi) war dsr Artillerickampf a11s;erox*59nilich stark. 91.1111) sudlnb dsr Scarpe, wo das feindliche Feuer cim Bormiitag mic!)- gelaswn hatte, belebte es sich wiederum im Laufe des Tages. Der Brsniipunkt der Infanteriekämpfe war das TörfcbenOppi), m_„der Mitte zwischen den in den Vortagen heiß umstiittemkn Dorfxrn Arleux und Gavrelle gelegen. Viermal sandte der Cnglander seine Sturmhaufen gegen Oppi) vor, viermal wurden sie von den Verteidigern zum Teil in heftigen Nabkämpfen unter schweren "und schwersten englischen Verlusten zurück- geworfen. Ein Teilangriff der Engländer nördlich des Bahn- hofs von Noeux wurde ebenfaUs im kräftigen (Hegenstoß abge- wiesen, wobei eine Anzahl von Gefangenen in unserer Hand blieb. Ziz weiteren Jnfanterieangiiffen konnte fich der Feind ani_29. nicht aufraffen. Nur wesilick) Vullecourt versuchte eine großere e_naliscbe Patrouiüe voxzudringen. Sie wurde verjagt.
Im Laufe der Nacht wmden vorfüblende feindliche PatromÜen an mehreren SteUen“ der Arrasfront zurückgewiesen und mehrere Gefangene eingebracht. Das starke Artillerie- feuer steigerte sick) im Verlaufe der Nacht und gegen Morgen in dxr Gxgend von Loos bis südlich der Scarpe zu besonderer Hyftiakeit. Feststellungen und Beobachtungen besiäiigen, daß die Schlacht am _28. April zu den heftigsten und für den G-gner “verlustreicbsten der, leßten Wochen gezählt werden muß. Auf den Schlachtfeldkrn in Artois, an der Aiswe und in dex Cbampagne spielen sich in diesen Wochen Vorgänge von weltbistorischer Bedeutung ab. Die Gryßkampftage des 16., . 7;, W., 24. und besonders 28. April smd beooxtitsame Merk- steme in dem gigantischen Ringen um Deutschlands Dasein. D§16_deutsche Volx [)(]if dem Endaukgana des tiesigen Kampfes nut froher Zuveiiicht und dankbarem Vertrauen auf seine un- bezmingbaren Söhne entgegensehen.
Jm_ Ypern- u'nd Wykscbaete-Boaen lebhafte Ar- tillerietätigfeit, die sich besonders nördlich Ypern und südlich des Kanalb C9mine§-Yp9rn versiäikte. 5 ordönlick) Ypem nahmen Wir dicht ausgefüllte feindliche Gräben erfolgreich unter Vernicksunngeuer.
Jm Raume von Quentin herrschte am Tage wie in der Nacht lebhaftere ArtiÜerietätigkeit, besonders südlich der Somme. Feindliche Teilvoistöße gegen nnseie Sicherungsiinien wurden iiberaÜ abgewiesen, wobei eine Anzahl von Gefangenen in unserer Hand blieb.
An der AiSUe schwol] im Laufe des Tages das Feuer auf der ganzen Front bédeutend an und steigerte sick) in den Abendsiu-ioen zu großer Heftigkeit. Auck) das Minenfeuer ist an dieser Front besonders stark geworden. Unsere ArtiÜerie hat den Kampf erfolgreich aufgenommen und erzielte vor allem gegen feindliche Batterien, Truppenansammlungen in feindlichen Gräben und Minenlager ' gute Wirkungen. So fügt-m wir in der Geaend von Craonelie durch Vernichiungs- feuer auf feindliche Gräbew Trnppenansammlungen schwere Verluste zu. '
In der Gegend Verry-au-B kampf. 'Nach heftigem Trommelfeuer mittags 2 erbitterte Angriffe gegen die __ au-Bac. Beine Angri 2 wurden veilustreich fii geschlagen. Einige Ge angene blieben in unserer Hm am Bri'mqnt imd nördlich Reims wurden stärkere Teilan * abgewiesen. Am späten Abend wiederholte der (Hegner aber:- mals seinen Angriff gegen die „Höhen von Berry-au-Bac und geg? den Vrimontblock', die ebenfalis restlos abgewiesen wur en.
Nachmittags und Abends witch auch auf der ganzen C h a m p a g n e f r 9 nt das starke Arierrie: und Minenfeuer zu größter Heftigkeit. Auch hier wurden mehrfock) erkannte feindliche Bereitstellunaen durch unser Vernichtungsfeuer nieder- gehalten. Eiaene Aufklärungspatrouiüen kehrten mit mehreren Maschinengewehren und Schnelladegewehren zurück. Seit dem frühen Morgen wütet das feindliche Feuer auch in der Cham- pagne wiederum mit großer Stärke gegen die Haupikampfab- schnitte. Es dehnte fich bis in die Gegend südlich Auberive aus.
ten («stern vor- östlicb Bern)-
Die Verluste der „Franzosen in der AiQUeschlacht find, „wie fich heute nach Txuppenmeldungen und Gefangenen- aussagen übersehen [äßt, eradezu nernichtend. An der gesamien Angriffsfront mußten die Divisionen des ersten An- griffstages als abgekämpft herausgezogen und durch frische Truppen erseßi werben. Die AngriffSreqimenter haben zum min"esien die Hälfte ihres Bestandes verloren, ein großer Teil,
tobte starker Artiüerie: .
. Nordsee
wie bus 4. Infanteriereqimeni und das "24. Kolonialregimcni, dreimertxi._ Leßtech Regiment [mite bereit?) vor dem An; griff in ieiner AUSJÜUJHÜLÜUUU westlich Zaffaux 3730 Mann Veriufie. d-urch Artilleriefeuer. Geiangene vom Regiment 153 erilaren,' Uni; das deutsche Maschinengewebrfeuer aus dem Ruxken ihre Angriffsweilen so gui wic aiifrieb. Aehnlich erging es dem Regimeni 3.35. Das 21").- Senegaiesen- Baiailion wurde in den Kämpfen am 10. und 17. fast auf- gexieben. Das 2.3. JägeibmoikWn verlor am “10. qeaen 400 Mauri. Ein vermunoster Miijor sagte aus, daß die 2. Ti- mxxon aiH amier Gefecht 1,kath angesehen werden muß. Die staik dezmiieiic 10. Koloninidibifton izatte folgende Ver: in_itc an lzöberkn J'ÜM'LUL: Dibisionskomniandeur (Heueral Marckicxiii verwunbxt, Kommunchr der 20. Brigade gefangen, die Offiziere des SWÖLE tot oder verwundet, der Kommandeur des HZ. Infanterieregimenis gefaUen. Gefangene der 1. Kom- pagnie dex; Kolonialregiments 58 gnbon an: Bataiiionsfübrcr toi," Zibjutant vcrmundet, Führer der 1, Kompagnie tot, 2 Offiziere verwundet, Führer der 2. Kompagnie tot, Offiziere verwundet, Führer der Z. Kompagnie tot, 2 Offiziere oer- wundet. Der Überlebende Rest der ]. Kompagnie, 25 Mann, wurde gefangen genommen. (W. T. V.)
Großes Hauptquartier, 1. Mai, (W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplatz. HeereSgruppe Kronprinz Rupprecht.
Bei Arras blieb die Kampftäiigkeit der Artiklerie auf beiden Scarpe-Ufern wechselnd stark.
Vorwärts Unserer Kampflinie bei St. Quentin finden täglich kleine Gefechte unserer Sicheriiiigen mit den Vortruppen der Gegner statt. St. Quentin selbst liegt oft unter Feuer; gestem erHielt die Kathedrale 5 Treffer.
„ Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Aibne, am Aigne-Marne-Kanal 111113 in der Champagne zwischen Silléxri) und der Snippes- Niederung dauerte bis Artilloriescblacht mit wenigen Unterbrechungen cm; zwischen Soissons imd Reims war sio vor aÜem gegen Abend heftig. Nachts bei Berru-au-Bac, am Brimont und östlich von Courcy vorsioßende Erkimdungs- abteilungen der Franzosenwardetx zuriiäge'chlagen.
In der Champagne steigerte iich aniVormiitage das Feuer
zu siundenlanger, stärkster Wirkung. _ Bald nach Mittag seyte zwischen Prosiies und Yiuberivex der französische Angriff ein. Frische Divisionen waxen herangeführt, um uns die Höhenstellungen südlich von Nauroi) und Moronvilliers zu entreißen.
Der Ansturm ist am zähen Widerstand unserer Truppen gescheitert; _nach hartem,_-l)in- und hormogendem Ringen sind die dort kämpxenden badimhen, sächsischen und branden- Ytrgischen Regimenter in vollem Wesir, ierer Sicllungen. Der Feind hat schwere Verluste erlitten.
Ein zkveiter Angxiff, Abends südlich von Nauroi) vor- brech end, „vexmocbie an dem Mißerfolg nichts zu ändern;
HeereSgrnppe Herzog Albrecht. Nichts Neues.
Gestern wurden 22 feindliche FlugZeuqé im Luft- kampf, 8 durch Flu abwehrkanonen a geschossen. _ 3 iiyserer Kamp?einscher griffen eine Gruppe von 5 franzosischen,Fesselballonen nordwestlich von Reims an und brachten sie sämtlich brennend zum Absturz.
Oestlicher Kriegsschaupla-s.
In'mehreren Frontabschnitten forderte russisches Ariiiicrie- feuer unsere _Gegenwirkimg heraus.
Mazedonische Front.
Im Ceriia-Vo g en und westlich des Vardar hat in den lebten Tagen lebhafteres Feuer angehalten.
Der Erste Generalquartiermeifter. L nd e n d o r f f.
Oesterreichisch-un'garifcher Besichi. Wien, 80. April. (W. T. B.) Amtlich mird gemeldet: ldVon keinem Kriegssthauplaßc besondere Ereignisse zu me en.
Der Sterertreter des Chefs des Generalstabes. vo n H o e f er, Feldmarschalleutnant.
Wien, 1. Mai. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: d tAuf aÜen Kricgsschaupläßen keine Ereignisse von Be- euung.
Der Stereiireier des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarscha11eutnant.
“K Der Krieg zur See..
Berlin, 80. April. „(W. T. B.) Außer den im April bisher bekannt gegebenen O-Boots-Erfolgen sind neuer- dings im Kanal, im Atlantischen Ozean und in der „112000 Vr.-R.-To. HandelSschiffSraum
*rck) unsere__[)-Boote versenkt worden. Unter denver- ' "aten Schinen befanden sich u. a. olgende:
*, bewaffneten engliscven amvfer „Caitbneß“ (3500 i) tief beladev, .Goldcoast“ (4255 13) mit Stückgut von Westafiika nach Ibeipool, .Barnton' (1858 b) Ladung Eisenerz, im Geleiizug fiihrN-„d; engliickier Dampfer .Auriac', englische Segler ,Daimation“, .(Gracian“, .Eritb“, „William Swepberd" mit Kohlen, „.Dansig“ mit Pech, .Gewl' mit Teakholz, die «naliickieu Fischeriabrzeuge .Breadalbane', .Stork“, „Lord Chancerollox', .U. S. A.“, .RamseS“, „John's Boyle", „Jevburgb', „Joevil“, „Sutterton', „Nightingale', .Heartbeß', „Roy Denis“, .Witbam', .Active' und der bewaffnete Fischdampfer „Wbitbv“;
der französische Dampfer .Scbel" (2161 t,) mit Gruben- bolz, franzöfisäoe Schunerbrigg ,Aigle' mit Robeijen, franzö- sischer Fischkutter „Emile Cbarlotte";
.ein unbekannter voriuaiesisa'oer Segler und portu- giesischer Motorsegler „Tres MacS'. Ladung Petroleum, Ga- folin und Narbtalin;
ferner 4 Dampfer, deren Namen nicht fesiZesic-llt werken konnten, und zwar zwei bewaffnete, einer davon mit eliavung, ein tiefbela ener Dampfer im Geleitzug fabrrny und ein sebr Zroßer Tampfir von mindestens 12 000 Br.-Reg.-To. mit *." Schomsteinem
? Masicv. boben Anibauicp, ? 10!“.1kn Promennicndecks m_ik Kurs Ir Dame- PNWMOUW Wm ZUZLÖWM ÖMlCitkt. _1 Kavimn und " MM:. Géichü1Z7-*3dirnixwg dexn «12 Gefancieyc mrigebxaxbi.
_LZU b-n fiUiW-ii Vexöiéöniiichu11ch16n 11.1221? 7_,-Booi§€rf0192 iini“) ])(oxi'ndé Ein,“,ßlbeiivn nacbzulragcn' ;
esnxxxiiicbcr beWciiine'iet Danvpfer „Norvena' (3017 TJ mik kaknswitixln, b:.e EMMA), .'1 DMPU „Brankskme Hai.] (420971,„Str01175071a' 11é31i) :N- Kobken roch FÜJÜZWÜ' Rapiläi- nrx!) ? XNWibixxxsi-In g-„ix-n§.sn, „Queen Matt)" (.'-658 T.), „Tonbkad' (.'-9111715» (' xnxxsisibc Dawc-fsx unbckannten Namcnö, bayun UM!“ 11121 7300! 37012155, 60431111"!fo Segler ,Vii'sOkLa', Badm'g Pkcb Pon Voan Wc!) Cbexbourg;_ rie era- mch-n Fiich0chxnch7er „!,-1715717111564“, .Caliban“, „DYLAN;- „Xiie ?)?eß“, „Obvraw 11“. „(&-own Wii.“.ce', „Lilian , .LarZO Bay“, „(Ebinxxkianxz', „Mcxyilw“:
kkrfranzbsisibv Ssgier „(&,-1.29“: ck ,-
bsigiichr Schic-i'px'r „Marcci“ mit *: MotorisiÖLetn im Schlepp; „
italieniscber Da'mpfsr „Domingo' (213101: _
außerdem „12 unbckannte Schiffe, Tarunixr i.? bewaffnßte Dmnbier, ein Tampfux, Ladung c-xiiayc-ixiénv Munixkoxi, Dcr im Eis- WELL? bsisenit wurde, und 2 Segler. _ __
Ein uu'cekannicr Dawvfxr kom Au€7€ben de!- exxilisiken Damiéers .WLUinUVn' Wurde 59:1 einem [.'-Brot mit Ton cxngeicbcijen, entkam aber “in der Dvnkeibeit im Schutze Von 2 Zsrsiörexr».
*Der Chef de?- Admiralstabeß dor Marine.
Christiania, 80. Apiii. (Meldung des Normygiicben Telegramm - Bitreaus.) Die Segelschiffe „VeudalY „Glencsk“, „John Locketi“ mid „Kong OÖcar“ samt? OTL biidcn Dampfer „Voxjo“ und „Nideloen“ wurbxn versenkt. Inchsamk wsrden 13 Personen verm Zi. Em dänischer Seemann ist ertrimkcn.
Wien, 1. Mai. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Am 29. April Abends belkgte eines unserer Seeilugzeug- geschwader das Barackenlager uni), andere militärische Objekte von Villa Viceniina mit gutem Erfolae mit" Bomben mid beobacbtsic mcbrcre Bräiido. 511.110 Fiicger sind zxxrückgUebri. Ein darauf „foigendsr Angriff zwsier fLiiidlichci' Flugzi'ugc auf Orte bei Triest [mite keinßrlei Erfolg. Flottonkommando.
Wohlfahrtspflege.
Die Leiter der deutiében Jugendpilxgebxrbänis ba'iieri sich, einer Einladung der Zentralsielle “sur Boitswoblfcibrr folgend, wie diese berichtet, in der Woche vom 22. bis 28. April in Eisenach xu einer geschioff€n€n Kbnssrenz in kleinem Kreise 3": fammengefundén. Vertxeten waren 1-.a.der Jungdeuiféhlankbund, die Denische Turnerschaft, die vericbiedeneu (Gruppen der evangeliichcn und kkr kaiboiiscben Juacndpflkgearbeit, FrauenbtWine und Vereine der chMicbast, sOWeit (":ck in der Jugendpfiege tätig, find, Wande;- vogei, Vorkrupv imd Freideutscke Jchud, die Ybfiinxnteix und die deatsche Sozialdemokratie. In einer Fübe trefflicher Vmimge unter- richteten sich die Atbpitsanoffen aus bei“! VKL" (biedeven Yagem wechsel- seitig über (GekÖiQU', Zi?! und Methode ibrer Wirkiamkeit in rer Jugendpfl-ge- Eine AuZtWUung bon Büchern und Sézriften aUer Art, von Vereinsabzkiabev, Abbildanben u. s. f. v*mnschallllch_t€ die Aus- fübkungen der Redner. Da kieMk-brzablder Teilnehmer im die Dauer der Tagung in dem gleichen Hause Wobkiung genommen baite, nndfasi akleiicb zu den gemeiniamen Mabizeiten ziisammenianksv, 10 war FU Persönlicher Beriihruna und freiem Gedankenawswusth vielfache Gk- legenbeit argeben. Die Anregung zu der Veransialtung Wr aus den beteiligien Kreisen unm-“itelbar bsyboracgmaen, und die rege Anteil- nahme alXer Richtungen bewies, wie sebr sie einem 6111ka3an B?- dürfnis enispraäj. *Die sämiiich:n für den Aufbau der denkst!)": Jugendpflege bedeutsamen Bexichte dieser Konfermz wexixixn von der Zentralsteae für Volköwoblfahxi zu einem Paudbuch vereinisx werden.
Die Oelwexke Stern Sonnebory, A.:E., haben, nie Lem .W.T.B.* aus Berlin berichtet wirb, 50000chéz für die Nationale- stiftung für die Hinterbliebenén „dcr imKrieax Gp“ fallenen und weitere 50000 „;.-3 für die Reichsmarinesiiftung
gespendet. Kauft und Wissenschaft.
Eine unbekannte Germanendarsiellung im Mainzer Zentralmussum. Das Römiich-Ec:maniichx Zentraimuieum in Mainz hat dmc!) Stiftang bez Kbmmxrziimaks Karl Ost in Frank- furt kin praäytvoües römisches (Germarcr-reiief cxbaiten, das ein Glanziiück dsr Sammlung bon Germaseubariteliunaen des Zextrai- museums bildet. Tas Re[ief, bas einst die Vorderseits: eines mäch- 1ißen Sargdeckeis bildetk', _ befand fick,), “mie Direktor K. Schu. macher im Koircipondrnzbiait der Römisckx-Germanisckyen Kom- miiston schreib', bis in die achtziger Jabre dcs vorigen Jabthundeits in den Magaztricn der Vril; Ludovifi in Row, gelaugte kann in ösikrreicbifiben und später in Franksmt-r Privaibesiß. Es enthält außkr einem Fcauenbiidnis und einer großen Hraklekmaike zwei Viidszenen. Die kl-inere (357115131: Vexansibauiiä): eine G?- 1ichis- oder Huldigungsszene vor einem Kaim (mit Z ewt-r), der inmitxcn von Likwrcn und Tiur-pc-i ani cin-m K-avpstubl steht. Es muß sick; um einen der Nachfolger Maic Aurels haidein. Vor dem Kaiser fiebku mehrere ,Bmvaven", d;? von einem höheren Offizier dem Impexaior vorg-sieÜt wxrden: ein älicrsr, mit einern Mantel bckleideter Mann und ein jüngeier mit nacktem Oberköiper, umgebängtem Mantsl und engaxiliegenden Hofen, ganz in dcr Tracht und Körperkildung wie die Germaney auf der Trajans- und Machb- säuie. Neben ibnin bxfinden sich zw-i Kinder in römiicber Kleidmm, von kknkn das eine dmc!) Hankaufiegung des Osfiziers der Huld des Kaisers empfohlen wiid, während das andere, wohl ein Mädchen, jenen jüugeken .Varbaxen' liebevcll an der Hand faßt. In 1171: kleineren Gruppe sind zwei sißsnde Gefangene, eine wiihgcchidite Frau und ein Mann mit_ ncickieui Obeyiö Per das- gesiilit. Dicker triigt deutliä) bmi gsxmaniicben („imb schen“) Haar- 1chopk, den namentlich die Trajansiäuie weranicbauxiapt, der (1er auch auf Denkmälein ÖGZ drittsn Iabxbnnderis und noch später vorkomnii, me diese: Cbarakkeriß :un iii außsr Frage gewellt, daß auf diesem Relief nicbt Barbaren im a gkmeinen dargestellt Werden sollten, son- dern Germamn, und zivar SULÖLU oker ein ibnen bc1wandter Volks- siamm. Die Veimntxmg iicgt nabe", daß die befken Szenkn in Zusammep- bang zueinander stebkn und die Geiax-ngnabme und dann die Frei- sprechung diirch den Kaiser schildun, wobei der höhere Offizier und die beiden Kmdcr vicilüicht eine besondere Rolle gespielt haben. Wenn sicb kcc Vorgaoa bis jkßt auch noch nicht aufklären läßt, so ist es doch nicht unmöglich, dÜß es sich um eine Begebenheit aus den Maxkomaonen-, Sueben: oder Alkmannenkrieg-n handelt, da _der Hut gezeicknyte Typus der Germanen auf diese Völker hinweist. VieÜe cht 1affen sick) späterbin auch die jeyt febb'ndcv, ,aber in den achtziger Jabren noch vorhandenen Teile des Reliefs aufsvüien, die Vermutmb in der Van Ludovifi zurückgeblieben find.
Literatur,
Das NeicbsÖeJey über den Unteriiüsunnaswobnsiß in der Fxffuna des eeßes vom 30, Mai 1908, erianeit nach den Entjckpeiduugen des „ Begründet bon Wilb- Woblers, fortgeseyt von Dr. J. , ehem. Mitglied des Bunreöamis für das Heimatwesen. Vieriebnte, vxrmebrje nnd z."T. umgearbiitete Aufiaae nebst einem Aribanae, behandzinv die fiir ch Atmcncerbäride uichiigiim Vorsibriftkn des
Bundesämts fiir das Heimatxeseaxi. re