1917 / 117 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 18 May 1917 18:00:01 GMT) scan diff

Vetschiedenc, dem .Niegsaussckmf; für Lese und Fette ZU- gegangene Anfragen zeigen, wie „W. T V.“ mitteilt, daß in der Oeffentlichkeit Ungewißheit darüber bestth, ob d':e in den Ausführungsbestimmungen vom 5. Mai 1017 (RGVL.S.ZJJ) zur Verordnung über den Verkehr mit Seife IC. vom 21. JUN 1916 bestimmten neuen Höchstpreise für Kernseife, Fein- seife und Schmierseife sick) auch auf ausländische Seife beziehen. Desßalb ssi ausdrücklich darauf hingewiesen, daß für ausländische Seife keine AuSnahme von diesen Höchstpreifen zugelaffxn ist. Der Verka_uf ausländischer Setse zu höheren Preisen ist vielmehr unzuläsxig und strafbar.

Unzuträalickxkeiten auf dem Sulfatmmkt habex: in den beteiligten Wir1schaftskreiksen den Wunsch nach eimer Regelung des Vexkehrs mit Sulfat ( alziniertes und krysmllisiertes Glauber- salz) entstehen lassen. Da die gegenwärtigen Schwéerigkeiten nur durch eine planmäßige Bewirtschaftung des Sulfats über- wunden werden könnkn, hat der Bundesrat durch eine am 16. d. M. beschlossene Verordnung den Reichskaßzler zUm Erlaß von Vorsckjriften iiber den Verkehr mit Sulfcxt ermächtigt. Wie „W. T. B.“ mitteilt, ist in Aussicht genommen, eine im Wege freier Verständigung zwischen den Sulfatlwrstellern er- richtete Zentralstelje ffir Sulfatverteiluna mit M Regelung des Absaßes von Sulfat zu betrauen. Dixie Maßnahme, Hat die Zustimmung der „Sulfat verbtauchenden Wirtjckmftskteise aefunden. Entsprechende Ausführungsbestimmungen des Reichs- kanzlers werden in einigen Tagen erlassen werden.

Durch die Einschränkungén in der Tabakfabri- kation ist eine größere Zahl von Tabakarbeitern arbeitslos geworden. Die Arbeitslosigkeit in diesem Gewerbe wird vor- ausfichtlich noch steinen. Nach Mitteilung des Deuschen Tabak- arkeitewerbandes soll von einzelnen (Hemeindebelxörden die Ein- führung einer Erwerbs!osemmnrßüßung mit der Vogründung abgelehnt worden sein, daß dnrch das Reich noch kpine Bestimmungen getroffen seien. Diss ist, wie „W. T. B“ mitteilt, durchaus unz111r2ffend, da selbstverständlick) auch auf die infolge des Kriexxes erwerbslosen und 117x121“ ftüßungsbedürffigon Tabakarbeiter die Bestimmungen des BundeSrats vom 17. Dezember 1916 Anwendung finden. iffer 7 dieser Bestimmungen überläßt die Regelung der

orausfeßungen, der „Höhe und Art der Fürsorge sie kann auch in Sachleistungen bestehen den Gemeinden, dsnen ein Drittel ihrer diegbezüglichcn A:16!agen aus Reich§mitteln zurückvergütet wird.

Braunsckxmrig.

Vorgestern nachmittag fand im Schloß zu Blankenburg die Taufe der Tochter Ihrer Königlichen Hoheiten des Herzogs und der Herzogin statt. Die Taufbandlung vollzog der Hofprediger Dr. von Schwarz. Die Prinzessin erhielt die Namen: Friederike, Louise, Tyra, Vikwria, Margarete, Sophie, Olga, Cäcilie, Zsabeüe, Christa.

Oesterreich-Ungnrn.

Der Minister dex; Aeußsrn (Hmf Czernin hat sich vor- gestern ins deutsche Hanpkquartier [Weben, um dort die cm- läßlick) der jüngsten Amvksenbeik des deutschen RLiCl)SkanzlLiÖ in Wien einaeleiteten Besprechnngkn mit den maßgebenden deutschen SteUen forjzusexzen.

Der Polenklul) hat in seiner gestrigen Sißung auf Antrag des Abgeordneten Steklomitsch eine Entschließung anaenommen, woxin laut Meldung des „W. T. B.“ erklärt wird. daß er mit Rücks1cht auf die: Gleichgültigkeit vnd Yasswität, die der Polenklub während der ganzen DÜULT' des

rteaes bei der Regieruvg fiir dit? Angelegenheiten der Polen- olttik sowie in den übriucn Landesangelegenbeiken gefundcn abx, und da die Inikr-sscn DCI Lcmch nicht byriicksickxtigt würden und an dem Systsm, das Band okme Mitwirkmxg der Polen zu regieren, festgehaltcn werde, nicht in der Lags sein werde, die Regierung zu untersxüßcn. Ferner ift einstimmig eine Entsclnießunq Leo angenommen worden, worin der e'Pas-Münk) dcm Monarchen mit dem Ausdruck ULS unter- tänigsten Dankes für die großmütigen Worte huldigt, die er am 5 Mai an die Abordnung des Polenklubs richtete, und in derdie aufrichtigste Sympathie und das voUe Verständnis fiir'dessen Gefühle zum Ausdruck kommt. Der Volcnklub hat gestern seine politische Außsprackxo mit einer Reihe von .Be- fchlüffen beendet.

--- Die ukrainisckxe pmrkamenlarische VMMtnng hat eine Kundgebung bcftlßoffen dss JUHÜUÖ, daß Die End- ergebniffe dcs Weltkrieass nicht nur Über den Erfolg bor kriegerijchen Ktäfte, sondem auch über die Ibsen dex: Mensch- Heit von politischer Freiheit, Demokrmie mW Selbstbestim- mrtngsrecht der Völker entscheiden würden. Die Vertretung Hat ferner beschlossen, menen der Haltung der Negierunn, bL- sonders in der Fraae der Sonderstellung Galiziens, im Parla- ment eine entschiedene Stellung gegen die Regierung ein- zunehmen.

Großbritannien und Irland.

Dic diplomatischen Vertreter der Ententemächte werden nach einer Mitteilung der „Morning Post“ in London am 27. Mai eine Zusammenkunft mit ertretern dEr britischen Arbeiterbewegung abhauen, um die Weltlage zu besprechen. ,

Der Premierminister Lloyd George hat, wie das „Reutersche Bureau“ berichtet, in einem Briefe Redmond mitgeteilt, die Regierung sei bsreit, einen (Gesetzentwurf einzu- bringen, der die sofortige Einführung von Home Rule für den größeren Teil von Irland Uoksieljt, unter Ausschluß des Teils, der die Einführung ablehnt. Wenn ihm dies em- nehmbar erscheine, so schlage er (5310110 George) 1101“, das; eine irische Verfassung in gemeinchwr Beratung (1021: Parteien Irlands entwovfßn mcrdc. ZU (F?rnüdernng aufdiesen Briefteilt ? edmond mit, das; dte Nationalisten den vorgescvlcxgenen Gese-entwurf rundweg avlckmtcn, ab-r bcrcit sxien, die 0301-- ber-ufßung eincr Koanenz zu enxpfehlcn, vorauchsexzt, dasz Jrkändcr aÜer Pattei-Jn DubLi vertreten sLisn. Tic Ulster- vartei veröffentlicht einen Bericht ch ZUHaLtS, daß die in dem Briefe des Premierministers enismlienen Borschläae dem Rat von Ulster unterbreitet werden würden, der sie mit

dem Wunsche in Erwägung ziehen würde, ein Abkommen 3a Treffen, daß Fäeden nnd Slchsrßeit ms dkitixxhazn Melchcs Unt) ]"

den Erfolg der Suche', für dic daS Reick) kämpfe, sichern wiirde.

I'm Unterbause kW ein von einem sozialistischqn und zwei liberalen Mitgkiodem eingebrachter Anlrag, dae russische Ablehnung „aller imperialistischen Eere- rungs- und Veraröfzermnasbejxrebungen“ 51.1 begrußkn und die britische Regierung aufzufotdxrn, cine äkml'xche Ez"- k7ä7ung abzugsbon und qcmeiysam mit den'Verbündeth dre Friedensbedingunaen im Einklang mit der russischen Erklaxzxng neu festzuseZen, in Vexbknduna mit dem (Heseßentwurf uber die konsolidierte Schmid ZU“; Besprechung.

Loxd Rodejt (»I-ecki krixmerte kaut BMM h_es „W. T. B."an die Erklärungen der Regiökllng über die Ktixgkzt-le und sagte, ktcße seiya beute noch ebcr-s» nnwcxäxkerx. Auf eine Frage, ob dée mit der früheren )ufüscbcn ?)Wichg «[**I-"Öko_ff-nkn Verträge noch bkndmd sciau, sagte Cxcj], das sei ker F.!l, ';!anxe sw'néckt Von der ne„en xusßfchen !»kang abgkändert wiiryep. Yet Vefprxckprmg dcr Fraxe txacb Anmxwmn fraalck Ccckl. ob Spowkm [:*-“,d ]klllk erunde den Bot1chkag machkn U'OUle'n, daß die Cinaxbor-neu ker fxuk-ezen kcutscbcn Kolonien i“! A'éiéa dcr *émfckxen H r1schch1fi _ zixrx:ch- J-gkb-n Wer:»?! Und dxß Arnr-nisn und vaéecxwüxex'unk-xr tntf1_scher Herxéch'st bleiben WWW. (Er MM 0117 (»“1sch:*-“-L):krmxxrn, di.- méi. cniécbe Jrj'kkenta und Polkn bin nny s(xgtk, wenn a.:ch [Hank'lx-mren der Gexecktkgkext nnd d-xxé WZLO-tkerxscllUsg nscht Kohl »; (xkkkgklkskk Krkkgsxnund skic'n, xs den;.MJ ekwas „aux a7dch1cs ski, w-nn disc: Z(ele durch einen .Kx'ik-g camel)! :wrven s-ixp, zz.: yexlavgen, dle Frückte dk-ser ?*ünsMr-EMM-c ijmmenéckafx-p (m SMM: zu laffén. Mt Y:;UU um 1:12 Kri€„fxx1x!ck*ä*k,:„::rg, fragt: 201?) CM), 01) es mr Velg'en, €€ 61611 und Nmrfrankmch xm:- Emscbädkavngen und kikiüén EWU für dkc Vkrniäxtuug friedljchcr Hanvelsscl) ff? gtb-n soUe. In cer RSR“ dcs keulscbm Reickpxkamlers habe'em thwxis dafur Köthjk, dos; *Ocutéädlnnd beteit'ssi, anzYceb-xn, wexcbe Friedmshecix-axvgcn ks ann-b:17en UÜM. T1: V&dundxtxn s-sicn entschlkffsn, Ztncn Diek-La n1chtanz-n:ebme1!, ver kxin FMO? sein wü-de. Tse“ F1ieke,dch»2s'1ch anräkm-n, müsse ci:1«execht*rm-d daquem- der Frick)“. sei:“. Asquitb “evracb die ULMULUJU :x aws, die vv-laufiYe tuisi'cbe Re;.irrung w::de', (*in? “Unmxion in foxgex-tcm Sinneannehmen, erstens zur kaxe'wrg lMilljikÖsés Völker, zvax-ß zur aninix'lmg künstlich gekreunt-r Völker uno Tr'ntyns zur Uedxvtraszmyq yon (5,5,- bieten zum Zweck: kk? E71a"-,*;;;11a stxatngÜ-r Sxknunzkn, rie dsr Kfiég als notwendig 111: Städkfuna gsgm svändiße MPM: [uit Qw'xcsen hab?. (Er giaubx, W (E färuug drr 7u1111chn R'gikmng g-q-n Annxxkyxén dézöqe sich aus E*obexungßn zUm Zchke d-r Yuöo-Uxuxg 199 2177de Zur volöttxxbcn und wirtschsftlichen Z).)e'aäkxkxkx'éMchW. Und Annsxkx'UZn in die7em Sime würde kZZner Ber Verbündxtkrt dn-ebzuff'xbtkn v'ec zu reénfexli-en b:- reit sein. Die fkübk'lkn Erkkäkung-n der Vejbünreten Über rie FÜLÖL'SÖLNUZKLMJEU !eé-"n yon dex zivnifierten Welt als bkd-untnng. Voll fiir die zukünftige Gastaltvma ker zwiscbknstc-atlicéxx'n Ve-i-hnnwen mgynommen wordev, und em Frikde auf dieser (Gruvdlage würde der etnzige 72177, der die gsbmckztkn Opfer rechtjerlfgen würde.

Eine Flottille vou Zerstörern der Vereinigten"

Stauten ist nach Liner Mcldnng des Pressebureaus kürzlich in EUgland eingetroffen, um bei der Führung des Krieges mit den britisckxen Seestreitkräften zusammenzumbeiten. Der Konteradmiral Sims bat den Oberbefehl über aUe nac!) euro- päischen Gewässern cnlfandten Sceftxeiti'xäfte der Vereinigten Staaten.

- Die „Times“ vom 8. Mai enthält Vcrlnstliste'n mit den Namen von 202 Offiziksen (46 «efaÜem und “2660 Mann. Anszerrcm nennt die „“Time-5“ noch 18 gefaklene Offiziere, darunter den Brigadegcneral Ormsbx) von der indischen Armee. Frankreich.

Me Rogiemmg bcabsichtiak dem „*I-fit Puristen“ zufolge in Linzelnen noutralon Ländern Oberkommissare zu ernennen, ähnlich wie Tardica für die Vereinigten Staaten.

Der S on at [mt am Dienstag seine Arbeiten wieder anfgenommon. Die Interweüation des Senators Debierre über die Vorb9reit1ma und Fiihruna der Offensive vom 16. April und über die Verantworilicßkeiten wurde auf An- suchen Ribols für einige Zeit zurückgsstellt da die Regierung aus militärischen Gtündcn augenblicklich hier- über keine Auskunft zu achen wünsche. Der Senator (Venom- vrier inisxvellferte die Regierung iibcr die Anwescnlxeit Malvys bei den Sixznngcn dLéI Krichaußschuffcs und war dk!“ Ansicht, dns; dixsc Unbegründpt sei. Er scbiug eine Tagskzordnung vor, die vom “)]Tiniéwxpräfidcnjen Rival avgelehnt wurde, der Lyoner Blättérn zujolge erklär1c:

Das ITUS'UL-ÜQMÜW sci pine interminisieriH-U: Kommlsfiorr, Welche weder ekaenc Macbxbefugniffe noch VeravtworUiÉkeiken befiJe 'nd keiue Vxscküüffe faffz übxr Ding.“, dke aussckyUefJLil-b die Mochtbfm- nisse dss M*miséetratkk anxinqsn. ! ic Angriffe WxnouVrkars ge:;aen die anescnlyxit Ykalvys im Kri-gskonxit-e scixn politikcbsr Ari; es handle fichfür1chcknouvner um kin volitixckyes Vorgehen, auf Wklchs cr, Ribot, nicht kinzuacbeu wünsche. Ec; (xebe nur noch xine Partei kn Franiretct'. Mawv, Vkffén Aufgabe in Kxikgszciten außermd-njl'ck) bcéfe! mw uicht49 781, 132138 fich 1e1ncrAusgabe !cit KxiegsaUkbruch in bechztmgenxer Wsisc erledi-Zt.

„Hierauf wurde die einfache Tagesordnung angcnommen. Sodann interpellierien der Senator 931erle über die (chichstelluna der verschiedenen Ministerien, nm die für dic- nächste Ernie notwendinen ArbeikLkräi't? sich2rzustel12m und der Senator Perckxot über die WirtsckxaftsPolitik der Regierung, besonderI Über Maßnahmen, welche die Regierung zu treffen gedenke, um die aklgemeine Verprovian- tierung des Landes zu sicheru. Die Erörterung der Inter- peUalion Qusßnels wurde auf Freilag. diejenige Verchots auf den 25. Mai vertagt. Der Senat erörterte hierauf einen Vor- schxng Verengers, die Zivildienstpflicht einzuführen. Zur Bégründung seines Antrages führte Berengar aus:

Die Regierung stel): einer unaekWuren Aufgabe gegrnübyr, die fix: Lösen müsse". Nachdem Frankreich dcn .??ng Mann g-gcn Mann qk- fabrt f)»?bk, babe es schließlich auf Anregung d-sSenaxs dknPkatmial- krikg zu fbbyen anoefangkn. Heute feaae man fick), ob nrondiesennxuen WU wZ-xrer verZassewmüsjé. Das Oberkontmanko wxdere atoße Efkakjivbestände never Soidatev, 'owvbl Kompftruppen wie Arbeiks- kruvvs'm, Das Hintexla-d n üsfc wie dée OffenstVen (m der ant organ;- sX-rt wekdkv. Tie Verwemduvg VonRauen odsr Zivilisien habe bisbe'r 50 000 (Soldaten zum Fkk-nldikmt srpkakmaäpt, in ker inneren Zone seien470000H11191rä719, kavon 1510000 in KliMSWkrksälUn bc- schästigt, von kc-n übrigen 320 000 mxist km Landkébmexn Be- sckxä tigtcn könm' der qi'ößie Tek: durcb Fraucn Ltseyt wxeden, so daß mindeSZ-MK 300 000 INM" dxm (Mareraltjfimws Oder für den Ackerbau zvsr chiüxum] gesUUt WLLQLU könntsp. Di? 1-80 Nachwustemng der Unxawgkicßsn und Zurückaejnüten Nabe 05 000 Hilfsfcldaten

k'cgrbew. Rußland.

Dée provisorisckw Regierung Uexöffenilicßt'eine Er- klärung, in der es dsr „St. Petersburger Telcgrcxphew agentur“ zufolge heißt:

Ano Anlaß des Austriiw kes Kric'gt'o nnd Pkmiaexuiniskexs (HuLsÖkow aus ver proyifoxifchan Regiexuna und der Gründe zu di:scm On!]ckpluß :ckan disR-gie'run=* Daten', UFH 'ikzrer11chtäbec_d1€ MKM- wäctkge F*yliiiW-c Lage "m der Ju vollem kawe-Mrbmen “mit Gutschkow

cm die Bevölkerung gerlätefen Erklärung vpm “. Mai korßkkkak )vurke. Zn kic18c Verlauxbarung hat die p:omsorljchs Regimma TM! Lande ganz off-n und nnumxxunden erklärt, daß der Staat_s1ch m Wc- fobr bxfinde, md daß zu seiner Reitung dt: AUZnuyur-g alls: lebendigen Kräfte und völliges Vertrauen zur ngierung dxinsend notwendig seien. Gleichzeitig hxt die Regierung einsUwMK ÖL- schlcffen, ihc Möglichijes zu tun, um die scbövfatijchen K-äktl, die an ier verantworjlichen Arreit der Regierung now MM Zeilmbxnkn, “3me Einnitt in ibxen Kreis zu veranlassen. Ohne die Lösang dtejsr Frage abzuwartev, hat es Gutscbkow für möchb erachtet, aus dkr prorisoriicbsn Ne,:kktur-„a außm1chkiden Uk-d vnn der 28er- antwoxtxmg für dic Geschicke Rußlands stekzumachcn. Indem fick) die provisorische Regierung Vollkommen Rcwensckxast ablegt yon der Gefahr, die fich gegenwäxtig*Vor RußWr-d nach dxn von tbm dmckgemaävten E1schüttcrunaen axsxicbtet, “laubt fix sich nacb ihrsr Gewrffewkpflicbt nicbt bekschtigt, Öle Lmt d_er Macht niederzuxegen nnd bleibt auf ihrem Posten. Die vrcvisoxinte !)k-égierung beat das Vertraucn, daß dieTellnahme neuer ler-err dsr D-mvkratie an der vs1anxwvrtlichen RegistungQrbelL tie Einbstt und Fülle der Macbt wiederbexsteUen wtrw, in denen Das Land sein Heil finden wird. " In der Nacht vom 14. zum 15. hat der Geschäfts- führende Ausschuß des Arbeiter- und Soldaten- rates Über die Bedingungen beraten, nnter dcnen chtketer dsr sozialißischen Partei in die provisorische Regierung eintreten würden. Die Grundlagen dafür sind nach der „St. Petxré- burger Telegraphenagentur“ folgende: Ein Programm tälxger auswärtiger Politik, das offen daS Zielverfolgt, den Völkern das Recht einzuräumen, selbst über ihre Zukunft zu en1scheid_en, ferncr entscheidende Maßregeln, um das Heer zu demokratisteren und die Militärmacht an der Front für die Vertexdigung' der russischen Freiheit Ju stärken, außerdem eine Rothe sozmler, wirtschaftlicher und finanzieller Reformen. Ter VollzugOauHsckwß wird einen Sonderausschuß bilden, der beauftragt ist, mtr der provisorischen Regierung Vorbesprechungen abzuhalten. Diese ist nach Erörterung der oben mitgeteilten Bkdinmmgen des Arbeiter- und Soldatenrates zu dem Schluß a-kommcn, das; die erste Bedingung, betreffend die äußere Politik, unannehm- bar sei, dcnn die Regierung betrachtet jeden Verzicht auf die in ihrer Note vom 1. April dargelegjen Grundsäßs als un- möglich. Sic erachtet es ferner für notwendig. di? Einheit n!]er Fronten der Verbündxten zu bekräftigen, und besteht auf einem energischm Kampfe gegxn dic Anarcßio. Was die i_jbrigen finamieüen Und wirtschafllichen Bedingungen betrifft, 1o_ setzt die Regierung ihnen kextwn Widerspruch entgegen, da ste dw Verwicklickzung der Reformen, die der Raf der Arb'eiter- und Soldntenabgeordneten erwähnt, als ihre Aufgabe mxsrcht.

Im Verlanfe der vorgestern abend abgehaitenen Sißnng der provisorischen Regierung, des Ausführenden Duma-Auosckmsses und von Vertretern des Soldaten- und Arbeiterrates sagte der “.V'einisterpräsideent Fürst Lwom: „D:? angekündigte Reaierungserklärung enthält eine Reil)? von Bedingungen und Forderungen, deren Annahme die Regie- rung als durchaus notwendig für den Erfolg ihrer ervcit betrachtet, Die Hauptbedingung ist die Notwendigkeit der VluSarbeitung einer entschiedenen Erklärung seitens deö Soldaten: uud ArbeiteraUL-schuffes, in der er der provisorischen Regikrung sein volles Vertrauen ausspricht.“ Der EnWUrf der Regierungserkläcung enthält acht Punkte. Die (Erklärung achtet streng die Grundsäße eines Friedens ohne Annexiouen und Entschädigungen aux der Grundlage des Rechtes der Völker, frei über ihr zu ünftiges Geschick zu entscheiden, und betont, daß eine Niederlage Rußlands und seiner Verbündeten die QueUe XW größten Nationalunglücks sein würde. Infolgedeffsn [mt die Regierung das feste Vertranen, daf; die revolulionäre russische Arnwe einen Sieg der Deutschen über die Verbündeten nicht zulnssen werde. Außerdem spricht die Regierung in der Erklärung den festen Entschluß nus, genen die wirtschaftliche Verwirruna nicht nur mitt-xls einer Aufsicht, sondern auch durchs die Oramnsation dcr Erzeuguna zu kämpfen. Die Regierung wird alle Mas;- nabmen ergreifen, um die NanuHung des Bodens zu regeln, wobei sie die Fraue des (Hrnndbefises offen läßt, die von 021“ kotxstituierenden Versammlung geregelt werden soll. Fürst Lamm erklärte, der Entwurf der Erklärung habe den Charakxcr kine'I Ultimaluch, und bestand darauf, daß er im ganzen Um: „fange angenommen werden müsse.

In der NaMsiHung'erklärto der Minister des Aus: wärtigen Miljukow der provisoxischen Regierung, das; er fich entschlossen babe, entgültig aus dem Kabinytt (1116511- schciden. Der (Htund des A11Sscheidenö (legt obiger Queüe zufolge in' der Verschiedenheit der Auffassung zwischen Miljukow und der provisorischen Regierung über die Frage der Umbildung des Kabinetts. Die Mitgüeder der Regierung erörterten sodann die Frage, ob der Ministerpräsidcnt die Leitung der Auswärtigen Angelegenheiten Übernehmen solle, aber Fürst Lwow lehnte nachdrücklich ab, indem er erklärte, für diesen Posten nicht geeignet zu sein; er ziehe es vor, das Ministerium des Innern zu behalten. Hierauf wurde beschlossen, dem nationalen Sozialtsicn Tschernow das Ministerium des Ackerbaues, dem demokratischen Sozialisten Skobelem, das der Arbeit, dem bis,!)eri xn Finanzminister Terestsckxenko das Ministerium des AeuZern und dem bis: herigen Iustizministcr Kerenski das Miniskerium des Krieges und der Marino anzuvertrauen. Als wünschenswert wurde der Eintritt Tseretellis und des Professors Kokoschkin in die russische Regierung bezeichnet, des leßtgenannten als Mmisters zur Vorbereitung der konstituierenden Versammlung. Ferner wurde der Plan gofaßt, cin Ministerium der sozialen Bürg- schaft zu schaften, das oinem Vertreter dex: Partei der nationalen Freiheit anvertraut werden soll.

---- Der „St. Petersburger Telegraphenageniur“ zufolge hat der Arbeiter: und Soldatenraf einen Aufruf an die Sozialistexn aller Länder gerichtet, der sick) Neuen die_Imperialisten in aller Welt wendet und erklärt, daß die rusxtschun Revolutionäre keinen Sonderfrieden wünschen, der dem deutsch - österreichischen Wunde die Hände freimachen würde. (Ein derartiger Friede wäre Verrat an der Suche der Arbeijerdemokmtie aUer Länder. Der Aufruf spricht den Wunsch aus, daß die von der russischen Revolution ver- tretene Sache des Friedens durch die Bemühung des 'mter- nationalen Proletariats Erfolg haben möge, und lädt die Ver- treier aller sozialistischen Gruppen zu der Konferenz ein, deren Einberufung der Arbeiter: und Soldatenrat beschlossen hat.

Gleikbzeitig hat der Rat einen Aufruf an das russische Heer aexicbtet, der sic!) in den «leichen Gedankengängen bewegt, die Truppen «Uffordekt, die rusfische Freiheit JU verteidigen [md don Angriff nicht aufzugeben, und folgendermaßen schließt:

„*L'ex Mixx? wird mehr dumb Sonkcwnjrägk, rxickxt durch Ver- bxüdkruna Esmelner Reatmemer und Vatatllone crmngen werden. Dieser Weg wild der russischen ReVoluiion nur zum Vetdetben ge- reichen,_ kékés: Peil WM in SMW Sonbeksxiödkn oder einem (Fondsr- loaÜeUfLiUstcmd Ural. Werft aw» alles von MÖ- Was Unjcrs

militärische Vlcht schwächt„ alles was das Heer zkrse'yt Upd seine Moral untermätl. Soldaten, seid würdkg dcs V.!lr..U-.-1.O, das Euch das revolutionäre Rußland entgezknbxachtcl'

Niederlande.

Dex KriegSminister Bosboom hat durch Königlichen Bc. schluß dxe ersuchte Entlassung erhalten. Zunächst wird das KriegSmmisteriUm von dem Marineminister verwaltet.

__ Ein amtlicher Bericht bestätigt, dem „Haager Korresponenz- burea_u zufolae, daß die deutsche Regierung den Schaden fü)? die am 5. Juli 1916 erfolgte Vernichtung des nieder- länkxischen Dampftrawlers „Geertruide Sch. 103“ yerguten wird. Die deutsche Regierung spricht ihr Bedauern uber die Zerstörung des Schiffes aus, die auf die falsche Anf- faffung des U-Bootskommandanten zurückzuführen war, daß die „Geertruide“ sem Boot angreifen wollte.

- Norwegen.

Der Fehlbetrag dcr norwegischen Kriegs- versicherung beläuft sich der „Verlingske Tidende“ zufolae am 1. Mai auf 118 MiUionen Kronen. Der Abgang soll Yadurch gedeßkt werden, daß alle beteiligten?)keedere1en einen „Zuschuß von 00 pCt. des bisherigen Gebührensaßes zahlen.

,Die'Parlamentspartei für Einheit und Fort- schritt xst am Dienstag, dsr „Agentur MM“ zufolge, unter dem Vomß dxs Großwestrs Ta laat Pas cba zusammengetreten. Der Großwestr gab aufo'ührliche Erklärungen ab, in denen er u. a. sagte, daß er bet seiner [LILLU Reise Überall warme Aufnahme aefurzden habe. Ueberall herrsche die tiefe Ueber: zeugung von einer glänzenden Zukunft dvr Türkei. Die zwxschenxer Türkei und Deutschland schwebenden Fragen seien vollständig und m befriedigender Weise geregelt worden. Die Verbünveien seien in ann Fragen vollkommen einig und hegten unerschütterlichpß Vertrauen auf einsn siegreichen Aus- gang des Krieges. Diese Erklärmrgm wurdsn von den An- wesenden mit lebhafter Genugtuung aufgenommen, ebenso die weYteren Darlegungen des Großwesirs iiber di? allgemciUL politische Lage.

Rumänien.

Jm besetzten Rumänien ist ein rumänischer Wirt- schast6verband gegründet worden, weil die Militär- vermaltung wiinscht, daß das 1uméinische Volk bei seiner Versorgung und der Vcrmcktung seiner Bodencrzeugniffe mitsprechen soll. Der Wirtschafisverband besteht, wie „W. T. B.“ mitteilt, neben der O..)kilitärbebörde nus Vér- trexexn des rumänischen Ministeriums deI Innern und des Mintsxeriums für Landwirtschaft und Tomänen sowie der landwrrtschaftlichen Syndikate, Volksbanken und Bauern- genoffenschaften. Der Sitz ist Bukaxest, Nebensteüen bestehen m der Provinz. Da die Interessen der Militärverwaltung und per rumänischen landmirlschaftlichen Bevölkerung die gleichen smd, rst es" die Aufgabe des Wirtschaftswerbandes, die Zusammenarbeit zu fordern und die Landwirtschaft zu nnjerslüxzen. Die Militär- vxrwaltung und die landwirtschaftliche Bevölkerung wünschen Über- emstimmend den Boden mit allen zur Verfiigung stehenden Mitteln auSgenüßt und seine Erzeugnisse verwertex zu sehen. Die Ver- wxrtung soll darin bestehen, daß nack) Sickxersteüung der Be- darfniffe der Bevölkerung Rumäniens die Ueberschüffe abgeseßt werden, Die Ueberschüffe will die Militärverwaltung gegen

Barbezahluna kaufen, trosdem das Völkerrecht gestattet, fie fich,

durch Requifition anzueignen. Ferner ist bei der Rumänischen Natwnalvank eine 1andmirtschastliche Darlehnskaffe errichtet worden, die die Aufgabe hat, dun Landwirten im besexzten Gebiet Vorschüffe bis zur Verwertung dcr*Ernte zu gewähren.

Amerika.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben Rußland, einer Reutermeldnng zufolge, eine erste Anleihe von"100 Millionen Dollar gemälni.

«* Die Kreditvorlage über 750 Millionen Doüak, wovon 400 Millionen zum Ankauf Und Bau einer Flotte von Handelsschiffen sofort verfügbar gestellt werden sollen, ist vom BudgetausschußdesamerikanischenSenatsgenehmigt worden; deSgleichen die Gesetzvorlagc, durch welche die Regie- tUng zur Uebernahme der notwendigen Schiffsbauwerkstä1ten ermächtigt wird.

KriegSnakhriazteu.

Berlin, 16. Mai, Abends. (W. T B.)

Bei Regen und Nebel war die Gefechtstätigkeit an der West ront gering. Bei Roeux und Vauxaillon kam es zu örtli "en Jnfanteriekämpfen.

In Mazedonien sind nördlich von Monastir feindliche Angriffe gescheitert.

Des ruhigen Befißes von Roen 17 vermochten sich die Engländer nicht lange zu erfreuen. Um Bahnhof, Dorf und Park haben s1ch neue „Kämpfe entspannen, die noch nicht abge- schlo en, find. Südwestlich Riencourt machten die Deutschen Fort chrttte. Im übrigen war an der Arrasfront infolge Geringer Sicht und ungünstiger Witterungsverhältniffe die

efechtstätigkeit ver ällnismäßig gering.

Nördlich St. hefti em Artilleriefeuer in der Nacht vom 15. zum 16. eknen Vorßoß gegen die deutschen Feldmachen, der abgewiesen wurde. Gefangene wurden eingebracht,

Auch an der Z(isne hielt sich am 15. das Artilleriefeuer im allgemeinen in mäßigen Grenzen. Französische Handstrelche in der Gegend von Ailleö und Corbem) wurden abgewiesen. Der erfolgreiche Vorstoß eines märkischen VataiÜons östlich von La Neuviüe brachte außer den gemeldeten 175 (Gefangenen, darunter 7 Offizieren, 14 Maschinen: und Schneüadegewehre ein. Außerdem wurden Gewehre und Munition in größeren Mengen erbeuxet. Dic (Hesangencn gevören Z Regimentem und 2 französtschen Divisionen an. Die Franzosen versuchten sofort mehrere Gegenangriffe, die sämtlich blmig abgewiesen wurden. Ebensowenig gelang ein pmnmäszig nnch Trommel- feuer von starken Kräften vorgetragener Angriff nm 9 Uhr 15 Minuten Abends. In dem konzentrischen Feuer der deutschen Maschinengewehre brachen die französischen Angriffs- mellen verlustreich zusammen

nentin versuchten die Engländer nach

zurückgeworfen.

Großes Hauptquartier,17.20iai (W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplaxz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Infolge eines starken englischen Gegenstoßes mußtsn wir einen am frühen Morgen im Dorf Roeux errungenen (He- ländegewinn wieder aufgeben, Im Anschluß an diesen Kampf nördlich der Scarpe Vor- und Nachmittags einsexzende starke englische Angriffe wurden unter schweren Ver- lusten für den Feind abgeschlagen. Auch südwestlich Fork: ZUiencourt blieben Vorstöße der Engländer ohne jeden

r o g.

An der Front der HeereSgruppe machten wir im Mai

bisher 2300 Engländer zu Gefangenen.

Heere§gr11ppe Deutscher Kronprinz.

Bei Vauxaillon und östlich von Laffaux schoben wir unsere Linie durch überraschenden Handstreich emige hundert Meter vor und behaupteten die erzielten Erfolge gegen fran- zösische Nnariffc. Außer blutigen Verlusten büßte. der Feind in diesen Gefechten 248 Gefangene umd mehrere Maschinen- gewehre ein. Auch westlich der Froidmont Ferme (bei Vraye) glückte es uns, dem Gegner einen vorgeschobenen Stellungsteil zU Mireißen und ihm dabei Gefangene ab: zunehmen.

Die an 061“ französischen Front jeit _Beginn dieses Monats gemachten Gefangenen erhöhen ?ich damit auf 2700 Mann.

Im Übrigen war die Gefechtstätigkeil im Bereich der ÖeereSgruppe sowohl, wie auch an den anderen Fronten im Westen bei Regen gering.

Oestlicher Kriegsschauplaß. Keine besonderen Ereignisse.

Mazedonische Front.

Nach taaelanqer Artillerievorbereitung Nördlich und norkx mcstxick) mon Monastir einsexzendc starke französisch An- grtxfe endeten mit vollem Erfolg für die dort kämpfenden dcntschen und bulgarischen Truppen. Jm Nahkampf und durch (Vegenstof; wurde der Feind überall vcrlnstrciä)

Der Erste Generalquartiermeister. L u d e n d o r f f.

Berlin, 17. Mai, Abknds. (W. T. B.) Vom Westen und,“,Osten sind keine besonderen Ereignisse zu melden.

Großes .Hauptquarjicr, 18. Mai. (W. T. B.)

Westlicher Kriegsschauplay. HeereSgruppe Kronprinz Rupprecht.

An der Arrasfront nahm das Artilleriefeuer beiderseits der Scarpe wieder zu. Ein nach Mitternacht an der Straße (Havrelle-«Frcßncs vorbrecbender englischer Angriff wurde im Nahkampf abgewiesen.

Die Trümznerf'iätte VLS Lhemaligen Dorfes anlecourt ist bcfehlßnemäj; ohne Einwirknng durck) den Feind geräumt worden, der sich erst 24 Stunden später dort festseßte.

HeereSgruppe Deutscher Kronprinz.

Auch an der AiSne-Champagne-Front wurde mit zunehmender Sicht die Tätigkeit der Artillerie wieder leb- hafter, besonders auf den Höhen des Chemin-deS-Dame's und bei Prosnes. Dieser Feuersteigerung folgende Tell- angriffe der Franzosen bei Brat), nördlich von Craounelle nnd bei Craonne wurden sämtlich abgeschlagén. Ebenso blikk) nördlich von Sapiqneul ein erneuter Vorstoß des Feindes gegen die Höhe 108 erfolxlos.

Oestlicl) der La Royéére “me. stürmten zwei aus Berlinern und Brandenburgcrn bestehende Kompagnien einen von den Franzosen in den Kämpfen am 5. 5. besexzten (Graben und nahmen die aus über 150 Mann bestehende Besaßung gefangen. .

Oestlicher Kriegsschauplaß. Abgesehen von steUenweise auflebender Fenerläligkeif keine Ereignisye von Bedeutung.

Mazedonische Front.

Im Cerna-Bogen erlitt der Fuind gestern eine neue Schlapp1n Nack) sechs1ägiger ArtiÜerievorbereitung beiderseits von Makov o einseßende starke Angriffe wurden restlos abgewiesen. Von den am Kampf beteiligten deutschen Tmppen haben fick) besonders ostpreußische und schlesische Ba- taillone sowie Gardeschiißen ausgezeickmet.

Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.

Oesterreichisch-ungarlsäzer Bericht. Wien, 16. Mai. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Oeftlicher und südöstlicher Kriegsschauplaß. Keine besonderen Ereignisse. .

Italienischer Kriegsschauplaß.

Der fünfte Tag der neuen Isonzo-Sckxlacht war von aleich heftigen Kämpfen erfüllt, wie der vorangegangene. Der Feind führie mit großer Zähigkeit seine Massen immer wieder zum Angriff vor. Tausende von Italienern wurden geopfert. Unsere Waffen haben den Kampf wieder mit vollem Erfolg bestanden. erüschen Auzza und Canale glückte es dem Feind, in schmalem Abschnitt das, linke Isonzo-Ufer za gewinnen. Eine Aqureituna Wurde verhindert. Mehrere starke italienische Anstürme galten abermals den Höhen von Playa Und ( agora. Auf dem Kuk vermochte der Feind vorübergehend zu fassen. Wir trieben ihn in erbittertem Handaemenge wieder hinäus. Ebenso erfolglos verliefen für die Italiener alle verlustreichen Versuche, sich des Monte Santo und ch Monte Gabriele zu bemächtigen unk) unsere Linien östlich nnd südöstlich von Görz ins Wanken 312 bringkn. Jm Bereiche. des Fujti .Hrib griff der Fcind am Vormittag neuerlich vergEbens an. Zu einer Wieder- holung diefes Boxstoßes kam es nicht, da unsere Artillerie, von den Fliegern zielbewufxt unterstüßt, die ilalionifckjeu Angriffskolcmnen in derenGrkxbLn dmä) Feuéc niedelhkelr ";Zn yer" Nacht flaute- dex'Kamps N). In dex: Morgonjtnndén Wurde das Geschüßfvu'er wicßer lebhafter. Die Zah[ der durch unsere

"T“rnppcn cingebmckßcn (53efangenon ist auf "1000 angesnmc'lxsxn; unter dixsen dcfindcn sich (“1100 .“,0 OffizieYk. ZWei txaiL«-_m:[(1m NieupoxtFlugzeuge fielen unsexen Kampfsliegem 5111114953“. In Tirol trat zwischen dem Etsch; Und Zugana-Tal cue feindliche Artillerie stärker in Wirksamkeit. Der Stellvertretende Chef des Generalstabek. vo n H oef e r, Feldmarschallenmauj.

Wien, 16. Mai. (W. T. B.! AUS dcm Kriegßpreséc- quartier wird am 16. d.V1t.Ab-;nd§ gemeldet: Die Italiener Haben ihre Angriffe am Jsonzo beute voxmitmg m 120119721 Umfange wieder nufgenommen. Zis. errrngen nU'MnDI Erfolge und erleiden große Verluste.

Wien, 17. Mai. (W.T. B.) Amtchh wird gemeldet: Oestlicher und südöstlicher eregsscYauplak. UTMrändert.

Italienischer Kriegkxsckwuplasz.

Dic: Jsonzokämpfe find gestern :xack) einer verHÜLMZH- mäßig ruhigen Nacht aufs neue heftiq entbruxsnt. DLL? Havptstoß dcr italkevischen AngriffSmassen, „denen MMW." brochen Verstärkungen znstoffen, richtete "ck gegön “Ole Höhenkette östlich dex"; Engtals PlaUa---Solcano und gegen unsere: LiUicn vor den Toren von Görz. Im Norxxn dieses Absckznitts mird anf dem KUK (südöstlich von 5155734) Tag und Nacht mit großer Crbittermtg Mfocßten. Vertetdtger und Angreifer wechseln stündlich UW Rollen., Frisch 'em- geseßte Reserven treiben den geworf-snen (Hegner 1n;mchr_wxcher zn nem'm verlustreichen Ansturm vor. „Weilcx 1111-1101- xm Naum deH Monte San (Imbriele 111115th 010 1eindltch3n ngémenter, nachdem sie zu wiederholten Majen vergsbkck) MUM unsers chklxxng amannten, schon Nacbxnitkagx-ß [).-zm Angriff ablassen. Nicht minder erfolgkeick) vcrltefen_„fur um; die Kämpfe an den vsn Görz nach Osten führchu Straßen. Auch in dicser GLgend wurde fast den ganzen Tag üvcr um den Besiß UUsLL'Lr ersten Linien ger11ngen.',5.)[l§ der Abend [)ereinbrack), waren unsere Gräben, von etmgen kkeinen Schiixzengréiben abgesehen, griindlich gesäubert. B2sonder2 Erwälmung verdienen WWW:" Landsturmtruppen, die W; Brigade Emilia in einem schneidigen, välleu Exfolg drängenden Gegenangriff 400 Gefangene abnahmen. Auf der Karstßqch- fläche war die feindliche Infanterie durch das vortrsxxlchw Wirken unserer (Geschütze zur UntätigkLit 136111112117.- An dex“ Tiroler Front unxerweltsn die Jtnliemer südlich dW Suganer Talch sMkkéS Artilléricfoner (ms jckzxykren Kalibern.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von H oefer, Feldmarschalleutnani.

Bulgarischer Bericht.

Soifia, 15. Mai. (W. T. V.) (HensralstabSbericht vom ]."). Ma .

Mazedoniscjm Front: Westlich mm Bilolia spärliche?- Artilleriekeuer und Patronillenscharmi'rßel. Auf der Höhe 1246, nördlich von Vitalia, in der Ebsne von Vitolm und im Cernabogen lebhaftes Geschüß- und Minenwerf-xr- feuer. Oestlick) von der Cerna zeitweise sebr hkftiaes Artillertsz foner. Feindliche Infantexicabteilungcn rückten in Richtung aus (Jradeächni 3a vor, wurden jedock) durch Feuer zurückgeschlagen. In der Moglena (Heand lebhafte Artillexietätigkeit und spärliches Gewel)r-, Maschinengewebw, Minen: und Bomben:- chvr. Westlich vom Wardar versuchten die Franzosen nach Wirbelfcucr um 5 Uhr Nachmittags einen Angriff _aegen die Höhen (Jolema, Iarebitschncx und Vossilkova Kitk'a, südlich von Hmmm, wurden aber zurückgeworfen. Wcstlicl) vom DojrawScc schwth Artilflcriccher. An Nr

. unteren Struma ziemxick) lebhnfio Yrtillcrxclätkgkcn.

Rumänische Front: Ruhe.

Sofia, 16. Mai. (W. T. B.) Generalstabsberickzf.

Mazedonische Front: An dEr Cervena Stena umd 01:5 Höhe 1248 nöxdlich von Vitolia ununterbrockzencs (Beschütz- und Minenmerfcrfeucr. Im Ccrna [1 agen lebhaftes Artillerie- 11nd zuweilen Minenrverferfeuer. Oestlich von der Cerna schwaches Artilleriefeuer. Feindliche Lager und Ansammlungen von Jnfanterietruppen in den feindlichen Gräben wnrden von unserm: Artillerie unter Vernichtunasfeuer genommen. In der M o a lena- a e 9 end lebhaftes Geschüß euer. Gegen Mittag versuchten serbische Infanterieabteilungen na heftiger ArtilLErievorbsreitung östlich von Dobro Polje vorzurijcken, wurden aber durch unser ;_ euer zurückgewiesen. Bei Zborsk o machte der Feind zweima den Versueh, anzugreifen, wurde jedoch zurückgeworfen. Westlich von Wardar war die Gefechtstätigkeit ziemlich lcbhast. Nack]- mittags nahm der [Gegner die Höhe Bissilkowa Kitka südlich von Hama nnter_ heftiges Arliüeriefoner. Bei Alt- schak Mabie warfen unsere vorgeschobenen Posten durck) Gegenangriff überlegene feindlickw Abteilungen an*:- einem vor- geschobenen Graben, in den ste gestern eingedrungen maren, Hinaus. Unsere Patrouiklcn zerstreuten zwei feindliche Posten im Dorfe Nltschak Matxle. Westlich des Voir ansees spär- liches Artilkerte: und zei1mexse aussoßendes Maschinengewebr- feuer. An der untpren Struma steigerte siä) die .thigfeit des Artikleriefeuer's moxkléckx. Wéstlicb vom * axikli Dschuna schwul] Nachmittags das feindliche Artilleriefeuer zum Trommelfeuer an, sodarm versuchten fkinvliche Jnfantarie- einhexten vorzurücken, wurden jedoch durch unser Feuer zum Stehen gebracht.

Rumänische Front: Wei Tulcca spärlicher Funck- 1vechsel zwischen Posten.

Seit dem _1etzten großen deutsckxbnlgarisäjcn Siege im (Zerna-Bo en b97chränftc sich der (Rogner an diesor SkcÜe der „Front au Nrtilleriescner, das im Laufe des 160.12aizu großer Stärke anschwoll.

“.)c'ordmestlich und nördLick) Monastir brachen (1111 Morgen des 167 französtéclx.LlngriffIWell-Zn gegen das Hövongelände vor., Auch hier führte wiederum das uene System ÖA“ elast1schen Verteidizxmx-a in sinkr tiefgegliedejtcn vorbereiteten (Zone zu volxem Erfolge. Nachdem die “Franzosen in eincr W002 von emiaen hundert Metern in dié vordersw SteUUng emgodrungen maren, traf sie die voUc Wucht das sofort an- aescyisn und schneidig durchgeführten bulgarischen Gegen-

stoßséx, 32-1“ 112“ aus allen Gräben wiede? hinawswacf. Vier“

OffiZiexe und “10 MMU blisbén U12- Iefcmgem- ir! 021" HMI dcr Bulgaren. »