1917 / 233 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 01 Oct 1917 18:00:01 GMT) scan diff

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Bulgarisch-ex V'ericbl. . Sofia, 29. September. (W. T. B.) Generalßabsberichf. ) Mazedonische Front: Zwischen Ohxidasqe und Prerasee und an der Tskbérweua Stena etwas leh- haßerex Geschüsfeuer mlt Uyterbrecbungen. Feindliche Er- kundun sabjeklungen wurden durch Feuer verjagt. Zischen den Seen m Cernabogen Trommelfeuer, dem westlichen Wardarufer und südlich von Doiran ziemlich lebhaftes W.::md.Eefech1e von Streifwachen. An der übrigen xont „schwache Artillerietätiakeit. . - .RiumänischeFron-t: Nach befiigem-Geschüß-, Gewehr- und Maschinengewehrfeuer vers_uchte ungefähr eine Kompagnie dxs_ Feindes,“ an unserem Ufer bei dem Dorfe Parlita, 31111? von Tukcea, zu landen, wurde aber durch Feuer zurück- geht ngk. * ' . -

„Sofia, 30. September. (W. T. B.) Amtliéber Bericht.

_ quedqnische. Front:,An verschiedenen Stellen der Fcpnt _ztemlicb lebhaftes Störungsfeuer, das am be tigsten westlich des 'Wardar und in' der Moglenißagegen war. S_erbiscbe Erkangßabteilunaen wurden durch Feuer zerstreut. Em feindliches Schiff beschoß ergebnislos vom Busen von Orfano aus unsere-Stellungen an der Strumamündung.

Rumänijche 'Front: Bei Tulcea und Jsaccea schwaches Artilleriefeuer. .

Türkischer Bettehl

Konß-antinopel, 28. September. (W. T. B.) Amt- licher Tagesbericht. _ ,

S_inaifront: Unsere Axtillerie bekämpfte _dle eindliche schwere ArtiUerie mit Erfolg. Treffer wurden beoba tet.

. Vor Beirut erschienen arb 27. „September ein Krequr, ein Patrouillenboot und ein . lug eugmuttexWiff. 2 Flu zeuge wurden auSgesesi, diese wa en Bomben auf die offene tadt, „während der emdliche, Kreuzer ste 'bombardierte. _

' An den brigen Fronten keine besonderen Ekeigniffe.

: Konstantinopel. 29. September. ',(W. T. B.) Amb- licher Tagesbericht. - *“ Nn leiner Front besondere Ereignisse.

» z _ - . _ Konstantinoéel, 30. September. (WTB) Amtlicher“ _ _ ' ; im Beriatsj :. kk. , Der Schaab _ Verlevfxn. few 5- fallen, 36,09% ker. Unfäne jut Laß,_ im Vor- abl 37,57 9/«„ Fe ist. ajso etwas. :umckgeqaugem Unfallverücherung *

Tagesbericht, Kaattasusfront: An einzelnen Stellen der Front beider- seitige. ?euertätigkeit. * . ', S naifront: Beiderseitig heftiges ArtiUeriefeuer und Fltegertäti'gkeit, 'Im Lu1ftkampfe wurde ein' feindliches Flug- zeug zum 'Niedergehen iniex den feindlichen Stellungen“ ge- zwungen, . wei andere entlkamen durch die Flucht.

"_ ' ,Euchatfront: Bei Tagesanbruch- des 28. September beschoß. der ._Feind mehrere Stunden lang mit verschiedenen Kalibern die SteUungen, die unsere vorderstenVortruppen be- reits geräumt hatten,. Anschließend daran versuchte der GeZner mit 6 Vataillonen, einem Kavallerieregiment Und 12 Gesch ssen vorzuehen. Das Gef: t dauert noch an. , Während die er Kämp e wurden 4 feindli e Flieger durch unser Feuer von der Erde aus um. Landen hinter den eigenen Linien .gmvungen.

Von en übrigen Fronten sind keine Ereigniße gemeldet.

Der Krieg zur See.

Berlin 29. September. (W. T. B'.) Am 28. ; Sep- tember früh fließen einige unserer Torpedoboote nach einer Patrouillensahrt“ vor, der flandrischen Küste auf eine überlegene Zahl feindlicher-Zerstörer, die Unter Feuer genommen wurden. Im Verlaufe des Gefechts wurde auf einem- der erstöxer' eine starke Detonation beob- FMX" ftUnseke Boote er ülen keine'Beschädigungen oder

er u e. ' -

. Neue11-Bootserfolge im Aermelkaita1undAt- lantischen Ozean: vier Dampfer,“ acht Segler, ein Fischerfalxrze-W, darunter der bewaffnete englische Dampfer , Zeig“ mtt 33 Tonnen Kohlen, der bewaffnete französische Dampfer „St. Jacques“ mit 4000 Tonnen Kohlen, ferner die englischen Segler ,Ezel“, "„Laura“, „Mo Nose“, „Mary“, „Mary'Orr “, „Water Liliy“, „Jane illiam- son“ und „Willlams“ sowie das englifche ischerfahrzeug „Rose Croß“. Von den versenkten acht engl schen Seglem hatten zwei Tonerde, die übrigen Kohlen geladen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Wien, 29. _.September. (W. T. B.). Amtlich wird ge- meldet: In Errmderung eines Angriffs, den ein feindliches Luftschiff am 18. September Abends gegen L_ussin Piccolo untxrrtommen haile, okjne (mch nur den aeringsten Schaden an- zurtchten, [Uchte am 27. Abends eine Abteilung unserer See- flugFeuge “dte Luftf iffanlage o_on Iesi bei Ancona auf, die chon im Septem er 1916 mit emem in der Halle vertäuten Lyftfchiff durch- unsere Seeflieger zerstört, vom Gegner aber wreder in Betrieb geseßt worden ist. Auch dieSmal war unseren Seeftiegemein voller Erfolg bes ieden. Die Luftschiff- halle wurde getroffen. Das in er Halle befindliche Lyftscbiff e_xplodterte mit 150 Meter hoher Stichflamme. Dte Exploston wurde von den anderen Flugzeugen

bis, auf 20 Seemeilen Entfernung wahrgenommen. Alle unsere Flugzeuge sind wohlbehalten zurück- gekehrt. Einem zur gleichen “Zeit von einigen feind-'

lichen Flugzeugen unternommenen Angriff auf die Umgebung von Pola und auf Parenzo blieb. jedweder Erfolg versa 1. Am 28. Vormittags belegten feindliche Flugzeuge in der STZ)- Adria emes unserer Seespitalschiffe, as mit allen vor- geschriebenen Kennzeichen als solches versehen war, wirkungs-

los mit Bomben. Flottenkoxnmando.

Berlin, 30. September. (W. T. B.) 'Auf dem nöéby lieben Krieasschauplaße wurden. durch die Tätigkeit unserer [)“-Boote wiederum 25000 B.-N.-T. versenkt. Unter den vernichteten Schiffen befanden ' sick) ein mittelxzroßer T_ankdamyfer sowie der englische Segler „Agricola“, er Kohlen fur Frankreich an Bord hatte. Einer der versenkten

Dampfer hatte Eisen, Papier und Baumwolle für Frankreich, .

ein ayoßer vernichteter Segler von über 1300 Tons anscheinend Parafmöl- gelqden. _ _“ ' ' ' Der Chef 529 Admixalßabes der Marine.,

-*- “» :. "' ***-5- “** 7““FAZ“-FZENTRUM **

&ck& und Volkswirtschaft.

Unfallvnfkcberun , Unfälle U'nd U'nsakfasien beim deut'séen erabau im Jahre 1916.

. , Dis r-ae Beschäftigung im deutsch3u Bergbau während vu,

Krieges kommt auI tm 32..Vema_1tungobertcht der für das Gebiet d-s ganzen Raich; zar Eutskbäokgung aller BetriebsunfäUe km Betabau gebildeten Knappschaftsberufogenosjcnschaf für das Jabr'1916 zum“ A druck. Naturgem war die Zahl der durchschnitt11ch versi exten Personen m Berkcbts-

jahre mit 703614 wesentlitb uiedtiJer äl- 'kbölbetveteXÖFYZmee-xct; ; ? .?

1913, in dem ste 918805 betragen ba du Vorjahr 1915, in dem ste'sich nur auf 664 812 ste_Ute, um 33802 Albei-txr oder 5,8 0/9 insolae des weit chenden Bedarss an Bergwerkseneugniffen jeder Akt. "Eine verb ltnümäßkg vkel be- deutendere Steigeruna erfuhr die Summe der der Um1age für die Unfaüv*18chekung' jugrunde Yelegten Löhne, die 9:5 von 1119 Minionen Maik lm .abxe 1915 auf 13651; Mimoun:

im Jahre“ 1916, also um 2481 Millionen Mark oder 22,0 0/0 “bob. .

Das bedeutende Anwachsen der Lohnsumme gegenüber der geringeren Steigerung der “Arbeiterjabl kann nur in der Erhöhung der Einzellöbne aefunken werden. Dkes ergibt fich auch daraus, das;

die auf. 1, Versicherten ebtfallenve Lohnsumme von 1883,88 .“" im. Jahre 1915 auf 1940,» «75 im Jahre 1916, also um "257,18 „16 ,

oder 15,3 9/9 stieg. Die Stel eruna wü.:de noch höher sem, wem- nicht während des Krikaes ene pros“, Anzabl_ ungelernte: und Fugen; Arbeiier “im Bergbau beschaftiat wurde. Seit dcm ejteben de: Berufsgenoffenscha 1, dem 1. Oktober 1885, find bis um Ende des Jahres 1916 an öbnen 2121110110951 119 M1Uionen ark, gezaklt„ worden. Die Zahl der (gemaß 95 59 bis 62 ,der SWUUK) freiwima verstcbetten Personen betrug 2122, für die ein umlag-pfik tiges Einkommen von 7 936 848 .“ naehgewieskn ist; sie sjieg um. 87. da! beitragxpflécbtiae Einkommen um 2398 395 .“. Der. angegebene Betrag stellt nicht den wttklicb'en Jab-e-azbem- verdieyft der, Vetfitberle'u da:; ihr Einkommen ist mit dem 1800 .“ übersteigenden Batrage nur mit““kinemNrittel und das Gesamt- Mkommeekn xe: Bürobemxten ini“ mit einem Viertel des anrechnungb - ? rn kn om'menk na ew e en. 9Die ab*!" ö-rjur AFm-ldun? gekommenen Unfälle bel'n-k fit!? im Voxja ke 1915 "auf 98 334, m Berkrbisjabre 1916 _g'tf 96 661, da! stud 1673 weniger; da egen erfuhr die Zahl der ents cba digu ng!- vflichtiae-n mum Uns lle eine Zunahme, und War von 10 374 im Jahr: 1915 auf 11639 ,im Jobre 1916. Dutch die Gefährlichkeit des Betriebes an ÜÖ, also dank Ursachen, deren Abwendung nicht mög- ltcb war, 1. B. sch1aaende'Wetie|-, Stein- und Koblenfau usw., ::rden 62,7a0/q aver entjchädigungorfstcbtigen Unfälle herbeigeführt eaeu481,u 0/0 im Vorjahr:; im Jahre 1914 umen es 67,0: 9/.. Die ahl der Unfälle, dZe-rurck Männe! des Betriebes veranlaßt worden vd , steiner?! skb; von 0,15% im Jahre '1915 auf 1,21% d:: Mvtukettee .und der jahre ,betrug .die Die von den _ etgwextsbetrie en für die aufzubringende Umlage “belief ßch auf 35607790 .“, ras find 1749 815 «16 eder, 5,2 0/9 mehr als im Votjabre 1915. Davon er- ble'lten die'bkrléßfev'Véralkute und deren Hinterbliebene 315516909711 (im Vorjahre 29794842 «161 .als Unfallentsxädigungen; ferner wmpén' an Kosten ,der züriyrae (ves ftetwillig uberuommenen Heilvetfabtens) innerhalb der ermn 13 Wochen nach dem Unfall 233 317.“- (gegen 145762 .“ im Vorjahre , an Kosten der Unsau- rnte:suchun_gen, der Fesxsepung ber Cnxs ädigupgen des Rechts- “gauge! und ter unfatwerhmmg 771348 „- (geaen 797116 „1.5 «m Vorjahre) aufgewem'et; ,der .Ruckmge wurden 5000000 „16 =(,gegen 2500000 im Vokjabi)*überw1e1en. Tem Grubenrettun wesen is!, soweit der “Krieassuuand eo “stattete, aucb im:-:Berkchtsj re [die er- forderlicke .Aufmetksdmkvit zuaewendet worren. In dem seit Bestehen der Vuufkgenoffensbaxx vatsosmen Zeitraum., von..31_ Jahren- End von den de:;tsden Bergwn-k-besyem 'für biennfanvetfiderung. der Bergleute mit über eine halbe Milliarde Mark *- 538 450-1304- "- aufgebra t. - Auf die“ bis Ende 1916 auf.:eTeaten 5 trieaöauleiben bat 'die nappsßaftsderußgenoffenftbast 36 Millionen Mank gejeich..e1

. Zür Arbeiterbewegung. , In Bueno! Avr:- finb nach einer von ,W.'T. B.“ über. mittelten Havxsmeldung vie Kutscher". der Taxametet- und Krastdroscbken und die Bäcker ausstandkg.

_Vérdingüugex, '

li'cben erf: tn. llbelmsbaven ;,am 22. August“ "vndungenen Erd, Raman, Maurek- urd Zimmerarbekjen für die Enveltetuva des Keüelbause] für ka! Sebisbayrcffort auf der Bauwaf: ist der Firma A. Lehmann. Vaugxschäft, Rustringen, erteilt worden.

Theater und .Mufkk.

Im Königljä-enOpembause wird morgen, Dienstag, zum ersten Male Leo „Blech; Ove: .Rappelkopf' _ (Berliner Fassung von Alpenkönig uno Memchenfeind) unter des Komponisten eiqener Leitung aufgeführt.,Die Besxßuag ist folgende: M'artbe : Frau Dux, Sabine: Frau von Schecke-Müller, Liexckxen: Frau Cnaell, Katbmina: Fräalein Birkenström, Sasel: Fäuleln Esther, Rappelkopf: H-rr Bohnen, der Akvenkäni :,Herc c*clocvcm, Hans: He-r Kirchner, Habaiuk: Derr Henke, eit: Hur Bachmamr.

Im „Königlichen Stbauspielbause oebtmoraen .Cojbergk, in den Hauptrollen mit den Damen Abéch unh Schlüter sowie den Herren Kraußueck,Pobl Sommexstorff. Bkensseldt und Ebrle beießt. in Szene. Spiellciter ist* Herr Patty. Borbet wird das Sebetzsvie „Stahl und Gold" . in der bekannten Btseßung gegeben. Anfang 7_ Uhr. *- .Natban .der Muse“ wtrd am 10. Oktober in neue: Einübung und snniscber Gestaltung zum ersten Male auf- geführt wexden. Den Nathan spielt Arthur KrauYeck. Im üb*igen lautet die Besevuvg: Recha: Fräulein Cyste, * aja: Frau Conrad. Sittab: Fräulein Susßn, Saladin: Herr Sommetfiorff, Témpelhetr: Hm Clewing, Derwisch: Heu: Biensfeldt, Patriarib. Herr Panv, Klosterbruder: Her: Eichholz. Spielxelter ist Dr. Bruck,

*Mauyisfaltiges.

* Auf die Kundgebuua deu'iscber Xrauénvetbäude egen die Wklsonnote hat der Geveralseldmatschall von Hinde urg an diteethau Gräfin "M Schwerin-Löwiß folgende Antwort

gerich . ' .Verbindlicben Dauk für üikge Zusendung der bmlieben Kund- Yungxer deutschen Frauen. Sie hat mir von enen wohlgetau. ' it flammendem" 'Zorn treten *die dsutscben rauen neben uns Männer in die Front-aegen fremde. Anmaßung, wie fieallezett aul- opfernd und stolz Leid und Freud mit uns, .etragen haben. W t deutschen Männer" neiÜen vor den utschen rauen das Haupt in Ebtiuubk- , _ enexaxfeldm chall vonHindeybura."

Ole Zablmelsietlgufbabu bei . det Kai erlizeu Marine. Bei der Kaijerllckzen Marine werden in nächster eit wieder junfe Leute als Mariuexablmeisteranwäkter eingesteüt. Sobrlftllche Ge uze u:! EinstelZung sind an das Kommando cr 11.._W.erft- Division in Wilhelmshaven, ju tizien. ie Marinezabl. meim: aeböxen [u den oberen Beamten der Marine sult bestkwmtem ,Qsfi fernung; dementsprechend werden auch die “Anforderungen an ibke Vor llduna uvd Erziehung ck: eilt. “Vorbediu una'sürdieElnstellbng

"d u. a.: Wndestens eife : die Prima e er höheren Lehranstalt,

11er möallcbft- n1cht über 20 Jahre und See- und Tropendieust-

*" ,DeeWZuicblag äu.11é.von dem Verwaltunésrcffortxde-r Kaiser- , be_zugsvorstélluna- er

1

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“anstalt maden. Erst wenn Nathlief *-

lkeié." Mok «W „severe: lt a.sven.snijchmck"euummgu 521:- MmmTZTZ'smaftY-ufoahn-s (qudruck 1912, vnn 50 „*), Vutkk-mdlupg („„Los-ts Nachf., Wakermuamy, Wilbelmilraß-„

xu ersebm- _

m Verlag von F. A. Brxckbaus in Leisnig "ist elke .sezk- satb1,Ie, km Mäßsjabe 1 : 650000 “ebaliene Karte dübaltis en Provinzen Lkw, Est- und urland erschienen (4.4). __|e Katte zeichnet fick, obwohl fie !ogar 131€ einzelnen Rittekcjmtcr und alle größeren Beiböfe im kanischen TM.,zuud» Dorf im Estnisäen enthält, durcb Uebersiätl!chkch,t__.' aus, und ihr Wert wird "durch Beigaben erböbt, die?_“1nx';.-,.,o_1mt ZU:- tafel zur Gescbécbte der bälliMen rovtnjen unk?“ m --s1atißncheu bunten Daxstenungcn beerbcn, au deren sechs Tafeln _mber- stH-m vom" Flächenraum der Ostseeprovinj-n, von Bevölketung, Konfession, Gtundbefiv, Vodenkenußuna, Emteemägen, Vlebstand,

Etn- und Ausfuhr, Industrie, Ekkenbabncn usw..:im Vergleicb mit-

"den entspretbeuden Verhältnissen in den angrenzenden preußisGen Provinzen *gebotkn werdrn. - -

Die Ausstellung .Kriegerebrungenz, veranstaltet von der Heeresverwaltung und den UntmiÜtOmiuisjetieu der Bandes- staatm in den Räumen der Unterrichtsanstalt des Königlichen Kunstgewerbe-Museums bierselbxt, wérd am 3. Oktober der Ocffmtlkchkcit z-gänglkch aemacbt. Der Eingang zur Ausstemmg ist duxxb die Gattenqurte zwischen dem Schulgebaude (Prin: Albrecht- siraße 8) und dem Gasthof „Prim ancht'.

Königsberg, 30. September. (W. T. V.) Ihre Majestät die Kaiserin und Köniain traf beute früb in Allenstetu ein wohnte zunäcbsi dem Gottesdienst in der evangell eben amo: bei und besuch1e darauf das Hauptlazarejt . das erkstätten- lazarett Iakoboberg uud ken Ehrenfr1edbof. ' Nachmittags erfolte die Weiterreise nach Königsberg, aux dessen.“ Hau !- baba of sich Ihre Königliche Hoheit die Prinze sin ,quÖ“ m von Pr-ußen, der Stellvertretende „Kommandierende'General des 1. Atmcekotps erkberr .von Hollen rnb der Polizeipräßdent ein- gefunden hatten. Der Qb-tvkäsid-nt don Berg befand fit!: im Hof- Huge. Ihre Majestät begab ßtb ins Schloß. Auf dem Wege dahin wurde AUerböGstoieselbe ülxetall freudig begrüßt. Fu besonders leb- haften Kundgebun en kam es nach der Ankunft J rer Mäj'esiät'lm Schloß auf dem loßvtaße, ,wo. die vlelköpfike Menge vaterländlsrbe Lieder ansjlmmte. bre ijestät dankte freuo gsi hervegt für 'die Ihr dargebratbten Huldigungen. . ' '. *

Ko pe n bag en, 29. Sept-mber. (W. T. B.) Laut. olltiken'

.wkrd hier in der nächsten Worb: eine internationa : Rott

Kauo-Konferem adaebalten werden, auf der die meistenxkktcg- rührenden Länder vextreten sein werden. Sie wird»;slch mit“ dem AustausÖ von Kriegsgefangenen Und. den Zusiänden in-den Ktie sgefangenen'lagern sowie anderen" Flagen „besäxäfilaeu. Die tierlieb: Exöffnuna de: ' Konferen“: erfoxgt am kommenden Donnerstag unter dem Vorfiy des Prinzen Waloemar-von Dänemark.

Krkstiania, 30. September. (W. T. V.) eule" früh, sind 19 Offiziere und 91.:11eanu in die Heimat. „en affener ,aukae- tauschter, bisher in No-we eu internieriker drutscber Kriegs- gefangener naö Deuts land abgereist. Die bkeßge dxutseße Kolonie mit dem Kaiserlichen Gesandten und den M1 ließern, _der Gesandifckaft ,an der Spine sowie Vertuter deo notweal xbm Roten Kreuze! und -d_es Sarütälswtsens waren um Empfang am Babubof erschienen,- «ro die deutschen annkcbafteu von Damen des vmweglscben Roten „Deum auf das all ichste bewirtet wurden. Der Präsident des norwegischen oten Kreuseo betonte in berzlltber Anspruch: den Gedanken desbeid'e befreundete Völker verbindenden Wohlfahrtswex'kes und trug _Grüße-„Y' ck deutiÖe Rote Kreuz auf. "Der Kaifeniche Oksand'te, Konter ja. von pinke antwortete und dankte mit mcnkkgen soldatisöen Worten. Er ermabnie die deutschen Kameraden u Dankbarkeit _ für die genyffene 9!er Gasifreibeit und die Wosltxteu . deo besteundxien norwegischen Volks. */ - = ,

(Fortseßung *deS. Nichtamblichen in der ErstmxBxeMsÉ) _.

. ** Theater. _ Königliche Zthanspiele. Dienstäg: Opernhaus. 207.43»...

k ;efn Male? Unier persönlicher Leitung des Komponisten: N o . Oper in drei Aufzügen nach F. Racmund vou Ri Musik von Leo Blech. Spieilektung: Herr

Bachmann. Anfang 7.2- Ubr. Schauspielhaus. 209. DauerbezugsvorstMunq. Colker ".

iftorisches Schauspiel in fünf Aufzügen von. Paul vse. Spie Zita-g: Hm Ooetspielleiter Patxy. - Borbet: ZuYeWerbung für die 7. Katégön-leibe: Stahl uad Gold. Zeitbild in Versen 411 einem Aufjua von Leo Leipziger. mufikakische Leitung hat der Komponist üdemommea. Herr Obexspielleiter Patty. Anfang 7 Uhr., Mittwoch: Opernhaus. 208. Dauerbezugovorl'telwng. Erstes Gastsptel des K. K. Kammersängers Herrn Leo Slezak. Otello. Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi. Text von Arrigo Vojta).

Spielleituüg:

Kirubdie deutstbe Bühne übertragen von Max Kalbeck. Aykut; _ :. . '

Schauspic'lba-cs. 210. Dauerbuua-vorstellunß- Doktor kl .

Luslspiel in fünf Aufzügen von Adolf L'Atronge. _ Anfang 71 1,1 t. ,-

Familiennachrichteu.

Verlobt: Frl. Else Welle mit Hrn. Dr. med. Georg MTM'

Berltn-KönlgsberY. Fr.). -- F0. Hildegart Nötin 131119 _ FaaxxiEtcr . ram Hates (Neumarkt 1. ,S 1."- en. * . _ Geboren:.Eine Tochter: m. Re imm a : oe :n von Möllendorff (Helnzendoxf). H 3 g. " K H, w . _

4

sein- Unmeucn oder bei p . uit». * Nummer l_vomnstb die Voß-beziWij.." Briefträger: oder .die zuftkndi-z. ' - ““

nicht in an m_: euer ist-erol .*!“ "*mal-- der 'estkutüYmm'eueau -- '“ “' **

Verantwortlicher Schkiftseitm Direktor Dr._T "v : o.l.. CHUlottenhuks,

VeantwortlY Y: den Anzeigenteil: Der Vorsßhkkhxr-Mckjäftsßéh,

Rechnungsrat R ey Fe 1: an'" BAUU- *

Verlag. der Éeschäftchtelle (I. V.: N.: '“b'--x)-"in.---Yetliü-* .- _. , « Druck, her .erddeyx ckm'Buchdncknej und.V;Wch-Ftaxt„_ _, ,

Ber 'm, Wilhelmstraße 32. FÜUf Beilagen-

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_ Bericht über seine Tätigkeit, aus dem nach

- “und angenommen. Dem

. sttaw Lubomkrski und verständnis damit schriftllch ausgedrückt b.ben. Namens der deutschen

, seknen Feinden verlangt bayer.

Dienst- und Freipläße stud auf eboöen._ Zum.- "

(Berliner Fa an von .Alvenkön und “Men ens nö.".- ff 9 ' *“ "Lv -Vatka? *

Musik * von Paul Linke. Die

' ibnen

Erste Beilage"

zumDeuffxhen Reichsanzeigxr und" Königlich Preußischen Séaatsanzeigex.

Yiehtamtliahes. , “Polen.

Die Verhandlungen zwischen den Besaßungs- behörden, dem NegentschastSrate und den polnischen

Politikern sind nach einer Meldung der polnischen Presseagentur?

1oweit gediehen, daß die offizielle Bestätigung der Mitglieder des Regentschaftswts durch die Besaßungswächte bald erfolgen dürfte. Nack) polnischen Meldungen wird der Regentschaftsrat zwei Akte veröffentlichen: das Schreiben an die beiden Monarchen und die Kundgebung an die polnische Nation. Die Kundgebung soll in entschieden aktivistisehem Geiste gehalten werden.

-- Der vom Vorlaufigen StaatSrat gewählte Ueb er g a n a s - ausschuß, der aus dem Viemarschall Nikolowski-Po- morsfi als Vorsisendem, Bu owiecki und Natanson als

“Mitgliedern, Kaczorowski und Gorski als Vertretern,

G re n d ys zin s ki als Schriftführer besteht, veröffentlicht einen

dem Wolffsckxen

Telexöraphenbüro folgendes hervorzuheben ist: Die Bedingungen des Generalgouvetneurs don Warschau, be. treffend die' Uebernahme des Schulweseu9, wurden endgültig festgelegt Genemlgouverneur yon Warschau wurde der Dank aUSgedrückx für die Uedetg-be res Gerichtswesens. Ge. uebmigt wurde der Entwm einer Verordnung der Besaßungsx behörden, betreffend Vom te für tie künftigen Regierungs- auleibeu zum Wiederaufbau von Kalisch. wurde der Haukbaüöplan für September in Höhe von 307 754,40 «16. Am 15. September fand, wie gemeldet," eine außerordentliche Sitzung des UebergangSauoscbuss.s sjatt, in der di? Regierungékommisare um Vorjchläge von Pexsönltcdkeiten für den RegentschaxtStat exsucbxen. In der Sivuna vom 18. September Wurde der Verzicht desGtafen Tarncwski auf seine Wabl_verlefen, worauf den Regieruuastommlffaren mikgete'it wmde, daß fur den ReJnUcbaftörat Erzbirchof Kakowstt, Fürst ostrowskt kesiimmt wu1den, die ihr Em-

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und österreich '-ungari]chen Regierungskommjffare antwortete Baron Konopka, daß *ie Kommissare diesen Beschluß des Ucbergananus- schusses den beiden Regierungen in Wien und Berlin zur enljpreckenden ErledigUng unverzüglich “übermitteln würden.

Großbritannien mid Irland.

Der König hat, einer Reutermeldung zufolge, in einem vorgestern abgehaltenen Privy Council eine Ver ügung unter- zeichnet, durch die die Ausfuhr gewisser 5 rtikel nach Skandinavien und Holland verboten wird.

- In einer ,am 24. September in Ponte ract gehaltenen Rede verwarf der Genergl Sir Joseph Ri ett die Idee em es Verh andlungsfrtedens, insbxsondere eines Friedens auf Grund des Russ: „Keine Anneanen und keine Ent- schädigungen“. .

Belmen, Frankrekcb, Serbien, Rumänien und Polen müßtev, so fübxte Sir Rrckett laut Berka)! 'd.s '.Wolffschen Bürcö' aus, auf jeden Fall, Entnkädigungen erhalten. Die verlorenen Schiffe der Neutralen und, Kriegtü'brenden seien zu erlesen, und rie Familien ge- töteter Angehörnxtéder Handelsmajtne zu entfebädigev. Außerdem müsse Deut1chlakr ;“ek1enTeil vet'Kricgskosten ]ablen. Zweifellos wüxde ein-siegteWes-DeulsÖland eiue miegskosteueunchädiguvg von Der . einzige Grund, warum man nicht ein- (Gleiches vou._Oeut[ch1and verlangx, würde der sein, Mittel- europa vor dem Banknott-und der Anarchie zu bewahren. Auf die Kriegs- kostenentsehädiaung könnten die deutschen Kolonien in Anrechnung" kommen. Auch aus einem anderen Grunde empfehle es fich, diese zu behalten, nämlich um Südafrika davor zu bewahren, daß dre Deutschen die außerordentlich kxieaolust'igen Voltsßämwe u:!t modernen Waffen auStüsteten.- Ferner dürfe man keine deutsche Floiten-

basis lm Indischeä Ozean dulden. Aastrallen verlange einen vom

Feinde aesäubertm Stillen Ozean. Die Vereinigten Staaten würden zweifellos diese ordnung untexstüxzm. Sch11cßuch türke man den Charakter zukünft ger Kriege, insbesondere etreffo Englands inniger Ver- bindung mktdcm Kontinent, nicht aus dem . uge verlieren. Das Tauch- boot würde die Operationen_ der brniscben Flotte über Waßer be- schränken. Die Flu zeuge wurden n1cht zu 40 und 50, sondern zu Hunderten und Tau enden kommen. Die Chemie werde das Gewicht ihrer Bomben verringern. Die Luftfiotten würden neben Kawpf- maschinen Pwviand, Munilkyns- un_d Amhulanzflugzeuae einschließen. Keine Befestigungen und_ Fluse wurden ihnen den Weg verlegen, keine Eisenbahnlinien “wurden zu bauen sein. Das Schicksal eines Reitbes. würde innerhalb vjerzebn Tagen entschieden sein. Daher sei ek eine Lebensfrage fü! Engiand, die Ueberwaebung des Aermelfauals in der Weise zu fiebern, daß damm gesehen werde, daß fich die strategischen Punkte der“"Kufte des Kontinents entweder unter dchebex- wachung det EmenZe oder im Beßße neutraler Mächje befändx-n. Aber Voraussetzung dafur sei die militärische Niederlage Deutj'cblandk, die !cbwerlich lange auf fich warten lassen werde, robald die Neue Welt

' das Gletchgewicht der Wien Welt wieder herstellen werde. England

düxfe sich nicht der Zukunft verschließen, noch das Werk, für das seine benen und tapfersten Söhne tbr Leben geben, uuVon'ndet aufgeben.

, Deutschland werde daheim genug zu tun _baben. Auch werde, wenn ; erst seinen politischen Bestrebungen ane Hoffnung genommen sei, für

seinen Einfluß und seine Leistungsfäbt „keit hinreichender Raum in der Welt sein. Rom und Athen lebtenvja auch im Recht und in der Lttnatur im modernm Europa „for?.

. Frankreich.

Die „Agence Havas“ .verbreitet eine längere Meldung über den Besuch des Königs von Italien an der frau- zßsischen Front„der von Belfort aUSgegangen sei. Mit emem Beéuckz beim Köni von Belgien und an der belgischen Front ha e ie Reise ge chloffen.

» Die Abg,eordnetenkamm er erörterte vorgestern die

_ Interpellationen über die Verproviantierung.

Lyoner B1ättern zufolge vnlangté der Abg. Votet vom Ver- rfle un sminister, daß,;r die Lage genau schildere und sage, wie er

' dur 'zu alun 'Mabficbtka'e. , 35 MiUionen Doppe1zen1ner' mien das

Ergebnis der beuxigen Ernte, während der Verbrauch 90 Millionen betrage. “Die Voxratskammetn seien leer. Die Käufer belagerten die

AUTUMN, uin Korn, Hafer und Weizen zu bekommen. Die. Acker.

bauern seien infofae der Besch1agnabme-sebr entmuxtgf. Man müffe

einführen und weitere Roggen, Gerne, Mais, upqeheW-s Dxfidit auf, _ Anzahl Psexde schlachten mussen, und nunmehr verlangten die Ackerbauern neue Pferde zu

Mtllwnen Doppelzentner

Buchweizen und Hafer

wlxsen- ein man habe

deswegen eine große

. Lankarbetten. Zwlschea dem Vnprovlannetungs- und dem Kriegs-

ministerium bench"; l_e1n Zusammenhang. Dx: Regelung der See-

Annenommen.

.etne [ange Rede,

, Arbeitet, Maschinen-rnd Eaa1kom geben, ivzwxschen aber die“ fehlenden 55 . Einschränkungen im Auge fassen.

Berlin, Montag. den 1. Oktober

.tranxporte sei Ungenügend. Es komme nickt auf die Aaßaaben än.

Man müsse die Vervroviantietuna ficber sxeüen uns eine Klassiemng aller Lebenßmittel je nach ihm Roswendkgkeik rurchküb1en; d-nn wan beßße nur 7 Mrllwnen Doppelzxntm-r Exsc-y. Das jrtz*ge Brot ski schlecht und ungesund. Cs könnenxchtbeibebalten Mjker'. Dis Brot- karte Werde eine Verscbleudemng nur begürstigev. Das einzingittkl zkaeffetung dernge sei Hie Fretlaffux g der Ackcxbauern kurch dtr. Teekes- leiturg. Der Abg. Ronctn griff ci-Regierung an, w ii “äs ken mkt der Verteiluna von (Getreide beauftragten Beamt-n eine Prämie von 20 Centimes für den Doppxlzentner außzable. J.; verscbr-ve'nc-n Dk- rartemenks seien auf diese Weise Summen von 200000 und 600000 Francs Verausgabt wvrden. Auch der Awg. Lefézbre griff die Régkerun an. Er erklärte, es wäre besser, zu erzeugen als ein- zuführen. an,!»abe den Bodenreicbtum Frankreichs ganz_ un- genüqend außgebeutef. Das Ergebnis, 1.6! die hcmige dcbl-cbte Lage. Leikzbte fordexte diingend die Cmführung von Düngemittekn. Der Ackzrbaaaxinéster David erUärte. man müsse an eine Steigerung der Erzeugung renkcn. Die allgx'meine 53.9: sei nicht glänzend. Der Viebbesiand habe sjark abge- nommen, det Pferdebestaud sei im Kriege um eine Mtüion zurückgegangen, besondkks beunruhigend sei die Verminderung des Schmeiaebenandes um 7 Millionen; die Zahl der Schake_1ei von 16 auf 10, die der Rinder Von 14,75 auf 12 Millionen 06101181). Bei

' Besprechung der Getreidefrage betonte der Ackerbauminister, wie

wichtig die Beéchaffung landwirtschaftlickoer Arbxiter sei; die Mobil- machung habe der Landwntschaft 3 Millionen Mcmn entzogen. Die Industrie beschäftige um 120 vH Mehr Leute, a]s im Frieden, und zw-ar auSscbließUO auf Kosxcn d:r Landjyirtscbcxjt. Trotz der Heranziehung von Soldaten alterer Jabrggnge fur die Landwirtschaft 1317in die Beschaffung von_ Arbettern dZe W1chiigste Frage. Der Versorgungtministex Long wurdigte vie Maß- nahmen Violettes, der den Franzoßen ibr taa1ichxs Brot ges1chext habe. Für 1918 müsse man beim Getreide mit em-xn Ausfall von 50 vH rechnen; man Werde einen gsmeimamen Emkaufeanssckyuß der Verbündeten bilden, um einen Wettbewerb auf den: amerikanisckzen Markte zu verhindern. Zur Beschaffung von SchtffSraum habe ein Erlaß 511€ für Frankreich laufenYLn ?raUzösifcben, verbündeten und neutralen Schaffe tür ken (Staat, gxfichxtt und Schiffabrtswege und FraÖtsäYe be__stimmt. Da stm-ae Spar- Tamkeit nötka sei, Werde er kam:] gegea jede Vergeuduug vor eben. Die Mißstände bei der Zuckerdertetiuna wolLe er abstellen; er chlage vor, die monatliche Kopfmenge von 750 „auf 500 I herab- zusetzen. Zu den Klagen über schlech1es Brot extLarte der Minister, die Ausbeutelung des Getretdes sei nicht schuld damn, er werde auf Grund der Brotkarte, die Kindern bis “zu 6 Jahren 300, allen übrigen 500 I und den Schwerarbeitern eine Zulage von 200 I- KMW, eine gepaue Verbraucheaufuabme vor- nebmezn laser» er beabfichtkgr, das _Brot zu verbefferv, aber rie prfmenge herabzuseßen. Vom 15. Oktober an wüten die beiden fleischlosen Tage fortfallen. Gegen die Spekulation wexde kr sebr sävatf vorgeben, eine BesiandSaufnabme der Lebemmittel an- ordnen und die Versorgung der Zkvtlbevölkerxng und des Heeres einer gemeinsamen Versorgungsstelle übertragen. Same Aufgabe sei, einer Hungewnot vorzubeugen, Ycewtreibereim 'zu verbiudem und die Er- zeugung im Lande zu erbö en.

Die weitere Erörterung wurde dann auf__Dienstag ver- schoben. Darauf nahm die Kammer die vorläungen Haußhalts- zwölftel für die levten drei Monate des Jahres mit den vom Sengt “beschlossenen unwesentliche_'n_ Aenderungen an.

Rußlaüd. Die Vertreter der St. Petersburger Presse find dem

„Algemeen Handelsblad“ zufolge ermächtigt, mitzuteilen, daß.

die Nachricht über die Entlassung Terestschenkos un- richtig fei. Terestschenko habe den Ministerpräsidenten darauf hingewiesen, daß er es mit Rücksicht auf die internationale politische La e nicht für wünschenswert erachte, sein Amtnieder- zulegen, un daß er für sein weiteres-Bleiben die Bedingung slelLe, daß eine nationale Regierung mit auSreichenden Macht- befugnissen ernannt werde, die von jedem Druck unabhängig sei.

- Nach einer Meldung der„St.Petersburger Telegraphen- A entur“ eröffnete der frühere Yrbeitßmintster Skobelew vor- geZern die zweite Sißung derD'emokratischen Versamm- lung, indem er sich für ein Zusammengehen mit dem gewerbstätigen Bürgertum und selbst mit den Kadetten aus- sprach mit AUSnahme der Elemente unter ihnen, die in die Angelegenheit Kornilow verwickelt sind.

Der frühere Justizminister Zarudnv sprach von der Stellunaz nahme der Kadetten gegenüber Kormlow und eiklärje, daß sie fich ebrenbaft verhalten hätten; "denn fie seien dic etstyn gewesen, MIZ:- sggt hätten, das; der einzige Ausweg die Diktatur Kerenskts 1ei. er Redn-r war der Ansicht, daß die Versammlung Vcrbandbmgen mit der Regikrung einkejten soUe, um eine Art Von Parlament zu schaffen, das alle Parteien eintchließe und dem das Kabinett verant- wortlkcb wäre. Der Nähere Vnpfkgungömintster Pjescbechonow sagte, daß er außer in einer Koalition kein Mittel zur Löjung der Krise sehe; da die Demokratie allein nicbt lange die Macht kp ihrer Hand behalten könne. Er betonte die Notwendigkeit einer Mitarbeit der Kadetter. 'Der frühere Ménister des Innern und Vorsitzende des Rates der Bauernabgeordneken Awkfentiew betonte dle Not- Wendigkeit eines die R-gierung kontrollierenden Organs, das mit dem Lande durch zahlreiche Fäden vetbunden sei. Dieses Organ, eine Art von Vorparlamenf, sagte 'r", soll M) aus Vertretern der kaokratie zusammens-Zen. Damit es aber die un- umgänglich notwendige Yuipriiät bestße, so müF es all_e lebenden Kräfte des Staats in seine Bkrecbnung ziehen. aber dxange sich in diesem Falle die Teilnahme der bürgerlichen Klasstn auf. Darauf

' erklärtaTseretellk ebenfaUs, daß die Versammlung kie Grundlage

Ber neuen Regierung schaffen und ein Uebe:wachungSorqan be- gründen müsse, das ““dann das Vertrauen des gamen Landes ge. winnen und es von dem Abgrund reißen werde, dem es ra1ch zuelle. Der Abgesandte alle: Froptausscbüffe Kutsckoiu h_ielt in der er sagte. das Land könne mcht gerettet werden, wenn die Kampfxäbigkeit des Heeres nicbt wiede1bergestellt wexde und wenn das immer noch große Mißtrauen der Soldaten geaenüber den Offizieren nicbt ausgerottet Werde. Diese Aufgabe wérde sehr erleichtert werden, wenn 599 Hm erfahre, daß 011) die neue R-aierung auf die Demokratie stoße. Der militärlstbe Abaesandte Wovtinski stellte die peinlécht Lage im Heere fest nnd empfahl einige praktische Maßnahmen in seiner Wiedergeburt, vor allem eine bessere Vupflegung, denn hungernde Truppen fönnten nicht siegen, ferner eine kluge Befreiung des Heeres ven schäklieben Elem-nten, um nicht die Fabnenfiucht ju steigem. Der Ktiegsminism WerchowSti lenkte die Auf. merksamkeit der Vetsammlung darauf, daß die Armee, obgleich die Ernte dieses Jab: reichlicher jej, als voriges Jahr, dennoch an Brot und anderen notwendigen Dinaen Mangel habe; 51: Ursache dafür sei die Mangelhaftkgkett ker eiörderungwittel. Die Vertreter der

verschiedenen Armeen und der loste, die nach ihm sprachen, betonten

' die den Inhalt des

sämtlich kik Notwendigkeit eknxr starken Staatsgewalt, 211815172 1312 Wiederherneüunz dkr Dßsz|p1in an der Front kräftig föxcem föwntk. Em VSclrete-r dkr Kokakea erklärte, daß diLse dte ruis17che NMUL-UL vxrtekdigeu und die Regieruvg vmetsxüßen WUWM.

- Der Militärgouverneur vyn St. PeteerUrg bat obiger Quelle zufolqe verfügt, daß jeder ohne_be§onderch Ermächttgung der örtlichen Bxhöroen in d..“r Haumnadx em- treffende Reisende mit einer Buß? von 3000 21111561 0527; MHZ.“ 3 Monaten Gefängnis bestraft werden soll; TTL Verw.“.xmg hat ihre Ursache in den Verpslegungsschwicrxgkeüen.

-- Vor kurzem meldete ein Telegramm, 9515 _AboxYnung des finnischen Senats habe dem MmstexpchtYWC-N Kerenski fÜr die Kundgebu:*g der Vorläzxsxxxen Y_engUMJ vom 12. Sepwmbcxr über die lebstxzeczierxmq ?xxnmnnLJE- gedankt und zuglerck) erkiärt, daS sjnni1che Volk 1er heren, politisch und erischaftlich mit NußlaUd zUsammxnzug-Zhen. Wie „Wolffs Täegraphenbiiro“ meldet, entspxtch1 51918: Nachricht nacb zuvexlässigen Mitteilungen nichther :.Ztrk- lichkeit. Zwei Mitglieder des finxtischen BLUNT: ve__r- langten von KOMMEN, die Vorläufige Regierxxng MHM dgfur sorgen, daß die 60 Millionen Kilo (Heircide, 512 von 'anZ11_arxd besteÜt und schon bezahlt sexen, auch wirklich gxl'tefsr?__ MMM. Außerdem erhoben sÜe Vorsteüupgen wegen_ der ri'zckUäUHlosJn und unerträqlichen Gewalttaten der russtschxn _(Soldukgn 171 Finnland. Kerenski vsrxprack) Abhilfe zu sekanen, 55310109 ]Lpockx die großen Schwierigkeiten in beiden FäUen. 21112 ubrzqen. ?lngaben der genannten Meldung entsprechen mcht 5971 TM- achen.

Die „St. Petersburger Telegraphen-Agentur“ méldet__mt§- Helsingfors, daß nach Abnahme der Sikgel von den Turen zum Sißunqssaal des LandtagS durch den Landtags- präsidenten 80 sozialdemokratische Abgeordnete eine_ Underthalb- stündige Sißunq abhielten, in der die Geseßentmiixfe Über de'n acht- stündigen Arbeitstag, die geseßliche Glcichberechttgung der Iudkn, die Ausübung der Staatssouveränilät durch d€_n Landtag und die Verantwortlichkeit des Senates vor dem Landtage; angenommen wurden. Das Zentrum und die _Rechte nah_men an der Sißung nicht teil. Exner amtlichen Mtttetlurxg 31119936 hat der Generalgouverneur befohlen, den Praxx- deuten und die Mitglieder des LandtagS, die mrt Gewalt in den aufgelösten Landtag eingetzxungen smd und dort eine Sißung abgehalten haben, gerichtltck) zuperfolgen.

Amerika.

Nach einer Meldung der „Agence Hapas“ aus Buxnos Air es hat der Verband der anarchisttfchen Smxknkate den revolutionären Generalausstand in Yrgentimen er- klärt. Die Verbände der sozialistischen Arbetter haben es ab- gelehnt, an der Bewegung teilzunehmen.

Verkehrsmfeti.

Vom 1. Oktober an wird der VerkaufSpreiJ der Antwortscheine für das Ausland auf 45 43 fur das Stück erhöht.

Vom1.01tober ab wird der zwischen Deutschland und den beiden Großstädtm im Gebiete des G e n e r a 1 a o u v e r n e - ments Wak1chau, Lodz und Warschau. schon bestehende P r i v a t p a k e 1 v e r ke b ; unter den gleichm Bedingungen auf s ämtlicbe O rte des Gouvernemmts ausged.bnt und Nachnahma bm 800 .“ auf diesen Paketen zu;;elaffen. _

Vom gleichen Zeixpunkt find ferner im Vsrkebr zwächm Deutsch- land und d-m Ecbxete des Militärgeneralgou5ernements LubLin ae- wöbnlicbe nichtspenige Posjvakcte 549 zum Gewicht von 5 kg ohne Nachnahme zugelassen. Die Gebühr besrägt 1 «16. Die Pakete müssen vom Absender freigemacht werden; fie finy mkt den blau- grauen Paketkarten für den Auslandsvetkebr some einer weißen und zwe grünen Zollinbaljsetklärungen in deutscher Sprache aufzullesern. Zu einer Zpakelkarte darf nur böten. In den Paketen dür en keine Brkefe oder Mitteilungen irgend welcher Art (auSgenommen Rechnungen, Fakturen oder Verxeichniffe, akets betreffen)entba1ten sein; ebeusZ Yddeij- ' u ur en

ein Paket ge-

!cilungeu auf den A !cbnitten der Paketkarten verboten.

_Vatgeld oder Wertpapier in die Pakete nicbt eingelegt Werden.

Wie bei sonstigen Paketen des AußlandSbeIkebts haben di: Ab- sender in Deujsäpland säcb sklbst über die bkstekenden Aus- fuhr- und Einfuhrverboie zu untsrrichten und sind für die Folgen der Nichtbeachtung dies-Zr Verbote allein verantwortlich. ZoÜfcankc- zettel find n1cht zugelasstn. Für Verluste und Beschädigungen von Paketen wird, abgesehen don höherer GeWalt und einigen Ein- schrcknkungen, 118 die Postverwaltung des Militärgouvemements ge- macht bat, wie im Verkehr mit Oesterreich gehaftet. Nähere Auskunft etteklendie Postanstalten.

Heft 9 Vom Jahrgang 1917 der „Zeitscbrift für Klein- babnen', bexauSgeaehen im pxeußischkn Ministériym der öffentlkcbyn Arbeiten, zugleich Organ' kes Verems deutscher Straßenbabn- und Kleinbabnverwaltunaen (VMM von Julius Springrr, Be;111r:),er- schken mit folgendem Inhalt: „Neuerungen auf dem Gevkeke des schmalsvnriaen Eisenbahnwesenß', fiebenle Folge,. vom Obexingenieur F. JeZula (mit 11 Abbildungen); ,Die selbsttät'ge Ségnalzmlage de:: Berliner Hoch- und Untexarundbabn nebst einigen VorlD-xern' vorn Geheimen Baurat G. Kemmann (mit zahlreichen kaitdungen und mehreren Tafeln), Fyrtseßung. - GeseßLebung: Preußen: Exlaß 525 König!.“ Staatsministeriums vom 3. September 1917. betr. die Verleihung des Enteignungsxechts an dé!!! Neichöfiskus Zum Bau einer Privatanscblußbahn vom Bahnhof Deutsch EUR: nach dem Proviamamt daselbst. -- Kleine Mitteilungkn: Neuere Pläne, Vorarbeiten, Genehmigungkn, Betrksbscröffnungen und Betriebsänderuugen von Kleinbabnen; qurcsbeticht des „95.91.11. Materialprüfungsamts der Technischen Hoch1chule zu Berlin;, Ov.“.ie- nische Forderungen beim Bau von Untergrundbaßnen. -7 Bücherschau, Zeitschriftenscbau. - Mitteilungen dss Vereins deutjcber Ssraßen- babn- und Kleinbabvverwaltungen: Stmßen- und Kleinbabnbcrufx- qenoffenscbast; Berirbt über die Tätigkeit der Veymittlungssjelie für 1915 und 1916; Patentberiebt (mit 5 AbbAldun_on,): AuIzüge aus Geschäftsbericbtem - Statistik der deutschsn Kicinbabneu Für den Monat Ja!! 1917.