Ministerium für Handel und Gewerbe.
Zu Baugewerkscbxtloberlebrern sind ernannt worden: die Lehrer Regierungsbaumeister a. D. Tipi-Jng. (Jockel in Essen, Dipl-Jng. Henk) und Reaierungsbaumeiner o.,“O. Dipl.Ing. Eberhard in Posen, Zicgiecungsbaumeister Dipl.: Ing. Ochsenmayer und Rcaierungsbaumeister a. D. Dipl.- Ing. Wegener in Kattowiß, Regierungsbaumeister Dipl.-Jx1q. Schuler in Königsberg i. Vr. und Regierungsbaumeijier a. D. Tipl-Jng. Arnold in 2138111611".
Bekanntmachung.
Die unterm 24. Mai 1917 angeordneée Schließung der Schrotmühle von Richard Hedermann, Barmen, Bezirk Oaßfeld 29, wird hierdurch wieder aufgehoben
Barmen, den 4. .Tkwber 1917.
Die POUZQZVETWÜUUUF. I. V.: Köhler.
Bekanntmaeöung,
Dem Bergmann Friedriä) Dudbg und dessen Ehefrau in Buer-Erle, Sutumersjraße 27, iit Vom 20. d. M. ab der Handel mit LebenSmitteln uud Seifen Wieder gestattet worden. - Die Bekanntmaapungskssien haben die Betroffenen zu tragen.
Buer i. W., den 16. Oktober 1917. Die Polizeiverwaitung. Ruhr, Bürgermeister.
Bekanntmachung.
Der Frieda Wagner, geb. Bernhard, geboren am 3. Januar 1876 in Frankfurt a. M., wohnhaft in Frankfurt a.M., Gr. Kornmarkt 10, wiid bierrmch ker Handkl mit Gegen- ständen dcs täglichsn Bedarfs, insbesondere Nabru1igs-_und Futtermitteln aller Art, ferner robcn !iiaturerzeugnisjen, .sHeizt-tund Leuchtstoffen Vom beatigen Tage ab wieder ge- ta e.
Frankfurt cr. M., den 17. Oktober 1917. Der Polizeipräsident. bon Rieß.
Bekanntmackpung.
Der Bäckerxibetiieb dis Bäckermxisiers Ernst Jankowsky in Wikrsvinnen, der am 7. Fxbruar d._ J. wegen U-bersckpreitimq dec Höcbsipreise gescbioffen Wurde, isi ieit dem 15. Oktober 1917 wieder eröffnet Worden. - Die Kosten dieser Veröffentlichung tragt der Betriebsinhaber.
Johannisbura, ren 12. Oktober 1917. Der Landrat. Gottheiner.
Bekanntmachung.
Auf Grund des §_ 1 der Bekann'mackung kes Bundesrats zur Fernbaltuna unzuvexläisiger Persoven Vom Hmdkl vom 23. September 1915 (RGW. S. 603) ist der Händlerin Theodora Gjatp, Yb. Descber, bier, Oststraße Nr. 62, der Handel mit Obit,
emüse, Feinkost, Kolonialwaren, Wein und igarren ferneabin untersagt. -- G1eichzeitig wird festgeievt, da die von der Anoxbnuna Beiroffene die durch da! Verfahren veiu1sachien iaren Auslagen, ivsbkiondcre bie (Hebübnn iür die vmgeicbriebknen öffent- lichen Bskanntmachangrn im Amtsblatt und im Reicksöanzeiger, zu ecnanen bai.
Ahlen, den 16. Oktober 1917.
Die Poiizeiverwaxtung. Cornell, Bürgermsisier.
*-
Bekanntmachung.
Dem Anstreicbcrmeisie'c Theodor Hanebrink in Strom- berg ist die a-thrund rer Virownupg über den Handcl mit Lébei-s- und Futtermitteln vom 24. Juni1916 erteilte Ellambnis zum „Handel mit Oöst, fxi'ch und gerörrt, nachdem er wegen unexlaubter Prets- iieigerung beim Obsjbandel wiederholt bestraft worden irt. entzoßvn und ihm rec rveiiexe Handel mit Obst untersagt. -- Ferner wird biemnt besiimmt, das; der Tb. Haneb-ick die rurob das Ve!- fabren veruriachlen bmen Ausiagen, 11.95esondere die Gebühren für die batch § 1 der Bekanntmacbunq sur Fernbaltuno uneuoeriäfsia-r Personen vom Handel vom 23. SPtember 1915 (RGW. S. 603) vorgeschriebene öifentlicbe Bekanntmachung, zu nagen hat.
Beckum, den 15. Oktobxr 1917.
Der Landrat. Dr. V a l) l m a n n.
Bekanntmachung.
Der Gasiwirjsierertrete»in Anna Kania bierselbsi, Krug- siraße 5, isi Wegen Unzuberiäifizkkit auf Grund dks § 1 der Bunch- mtßbewrdnung vom 23. Septkmber 1915 dcr Gewerbebetxieb untersagt words:“.
Königshütte O. S., den 15. Okiober 1917. Die Polizeiverwnltung. We rner.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Anordnung vom 13. JanUIr 1916 (N-icbs-Geseß- blatt Nr. 9 1). J. 1916) und vom 20. Oktober 1916 (Reicks-Gcséß- blatt Sei'e 1179) ist Wegen Unzuverlässigkéit durcb Verfüaung vom b-uiiaen Tage die Schließunq der Köiefabrik von Scholz & Brübs -- Liegniß, Neue Hoynaueiiiraße 3 - angeordnet sy. wie auf Ginny der BundescaUVetordnung Vom 2:1. Sxpiember 1915, betreffend die Fembaityna Unzuserläisiger Petionen vom Handel (Reicbs-Gesetzblaxt Seiie|603), der Handel mit Quark und Käse wegen Unzuvexläjfizkeit tn [)x-mg auf diesen Handelsbetrieb unter- saat wordkn. -- Die Kosten der Bekanntmachung hat die Firma Scholz & Brübs zu tragyn.
Liegnitz, den 3. Oktober 1917.
Die Polizeiverwaltung. C [) a r b o 11 nie r.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Buniexratsverordnung zur Fernbaliung unzu- vxriässiger Peisonen dom Handel vom 23. September 1915 und den damergangemnAusführungsbestimmungsn vom 27.September1915 ist ker Koloniaiwaienbäpvlerin (Ehefrau des Hermann Bohnes in Oberhausen, Molikeitmßé 156, der Handel, mit NUbrungs- und Futtermittcin allcr Art und mit sonstigen Gegenständen des täglichen Bedarfs wegen Unzuberlässtgkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb untexsagt worden.
Oberhauser, den 11. Oktober 1917.
Die stäktiscbe Polizeivefwaltung. Der Obetbürgermeifier. I. V.: Dr. Neikes.
Bekanntmachung.
Auf Gsund dcr Bux dssraisv-iordnung bom 23.Sebiember1915, [* tr. Fernbaltx-rxq unzubériaiisiger P-isoncu born Oand-l, wird dem Fleischer Josef Legnik m Liiskk, Kr. RUHR", rec Verkauf
von'Fleiicb und Fleischwaren hiermit uniersagi, weil er sichin bezug auf den Handelals Unzuvcrläsüg erwiesen hat. - Die Kosten der Veröffxntiicksung hat der Genannte zu nager-
Rybnik, ren 25. Sertkmbkr 1917.
Dkk Landrat. L e :: tz-
(Foi'isetzung OLS Amilicben in dsr Ersten Beilage.)
YiaJtamtlicheS.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 20, Oktoberi 1917. “Mehr als zwölfeinhalb "Milliarden!
Das Ergebnis der siebenten KriegSanleibe b2- jrägi, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, nach den bis jeßt vorliégenden Meldungen ohne die zum Umtauich angemeldeten älteren KriegSanleihen
zwölf Ykilliarden vierl)undertzWeiunddreifzig Millionen Mark.
Kleine Teilanzeigen sowie ein Teil der Feldzeichnungen, für." welche die Zeichnungsfrist erst am 20. November abläuft, stehen noch aus, so daß das Endergebnis zwölfeinbalb Milliarden über- schreiten wird. Insgesamt sind also im dritten KriegHjahr 1917 mehr als fünfundzwanzigeinhalb Miliiarden Mark vom deutschen Volke aufgebracht worden, also über vier Milliarden mehr als 1915 und 1916. Dieser in der Weltgeschichte bißber unerhörte wirtschaftliche und finanzielle Kraftbeweis ist die beste Ant- wort, die das deu1sche Volk auf die Wilsonnote und auf die von seinen Gegnern ihren Völkern vorgetäuschte Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutschlands geben konnie.
„ Der Reichskanzler Dr. Michaelis traf am Mittwoch, Wie „Wolffs Telegropbenbüro“ meldet, zu einem kurzen Besuche in Mitau ein und fuhr am nächsten Tage nach Riga.
' Der Bundesrat versammelte sich heute zu einer Voli- sißung; vorher hielten die vereinigten Ausschüffe für Handel und Ver'kehr, für Zoll- und Steuerwesen und für Justiz- wesen," die bereinigten Ausschüsse für Zoil- und Steuerwesen und fur Justrzwesen samte der Ausschuß für Zoll: und Steuer- wesen Siyungen.
Mit dem heutigen Tage tritt eine neue Bekannt- macbuvg (Nr. 11. 111/7. 17. K. R. A.), betreffend Be- schl-agnabme, Behandlung, Verwendung und Melde- pflicht von rohen Großviehhäuten und Noßhäuten, m Kraft, durch die die bisher geltenden Bestimmungen der Bekanntwachung Nr. 011. 11. 111/7, 16. K. R. A. vom 312511111916 sowie ein Teil der Bekanntmachuna 9717.11. 11111. 16. K. R. A vom 20. Dezember 1916 außer Kraft geseyt xverden.
Die neue Bekanntmachung weist gegenüber den bisher in Geltung geweseiien Anordnungen nicbt unwesentliche Aende- rungen arzf.„D'1e VeräußerungSerlaubnis des beschlag- nahmten mlanbtschen, Getälies bleibt auch fernerhin genau aexegelt, so daß weiter alle aus dem Inlande stammenden Hinzu! und FM: letzten Endes bei der Deutschen Rohstoff- Aktwngesellscbafi und der Krieasleder-AktiengeseUschaft zusammen- 1aufen. Im einzelnen ist jedqcb die VeräußerungSerlaubnis ]eZt vox qÜem 'nach dem Gesichtspunkt geregelt worden, das; moglich1tem“wxite_r TranSport des Gefälles vermieden "Yb eine moglichst beschleunigte Weiterleitung des Ge- falies aus der Hand des Schlächters bis zur Gerberei herbei- gefuhrt wird.
Au'ch die ausk'dem neutralen oder verbündeten Auslande eingefuhxten Haute und Felle unterliegen der Beschlagnahme. ÉrJkaereJZetgabe kann von Fal! zu Fal] aus besonderen Antrag
Gleichzeitig wird auch eine neue Bekanntma un (Nr. h. 700/7. „17. K. R. A.,), betreffend HöchstpreisechvotZ rohen Grjoßmx'bhauten und Roßhäuten, veröffentlicht, burch- die die BeitimmungM der Bekanntmachung Nr. 011. 11. 700,47. 16. K. R. A. vom 31. Juli 1916 Lrsth werden folierx. In der" neuen Bekanntmachung sind nicht nur die Preise gegenuber 'der alten verändert, sondern vor allem abnanere Bestimmungen über die bei Beschädigung. des Gefalies porzunehmenden Abzüge getroffen und die Klassenetnteiiting deE- GeFäUeS in einigen Punkten geän- dertwqtrden. Diese neue Höchitpreisbekanntmachung tritt jedoch nur fur das vom "20. Oktober 1917 an enistebende Gefälie' YZZteninGKfrZHt, t:bai)relttid fz? ckdas vor diesem Zeitpunkt ent-
e ea e te (1 en _5 "t reisbetimmun an bis 1. Dezember 1917 gültig bleibeZt'.p s g zum
Beide neben Bekanntmachungen enthalten eine großeAn- zahl W,". Einzelbestimmungen, deren genaue Kenntniß fiir aUe beteiligten Klasen dringend erforderlich ist.
" Ihr Wortla'utgst bei den Landratsämtern, Bürgermeister- amiern und Polizeibehörden einzusehen.
Am heutigen Tage ist eine neue Nekanntmackun
Nr. 11. 888/7. 17, K. R. A.), betreffend Höchstpreise)unJ * eschlagnabme von Leder, an Stelie der bisher in Gel: tung gewesenen Bekanntmachungen Nr. (311. 11 88817. 16. K. R. A. vom 5. August 1916 und Nr. 11. 888,13. 17. KR. A. bom 1. Ypril 1917 getreten. Die Höchstpreise für Leder sind b'erandert und teilweise berabgeseßt morden. Außer- dem nnd umfangreiche Bestimmungen über die Bewertung des Leder_§ gvtroffen worden. durch die nacb Möglichkeit auf eiiie Verbesjerung der Ware hingewirkt werden soll. Während bisber gemiffe Lederarten noch nicht von der Beschlagnahme erfaßt waxeu, Ut nunmehr“ alles Leder in' jeder Form (auch Abfalie), sbweit es iich im Eigentum, Besiy oder Ge- wthsam einer (ZZorberei, Zurichterei oder Gerberbereinigung befindet, beschlagnahmt. Die Veräußerung und Abiieferung
kanntmachung enthält eine große Zahl wichtiger Einzelbesxjm, mungen. „ "
Ihr Wortlaut ist bU den, LandraiSamtern, BÜkMkméistex, ämtern und Polizeibehörden einzusehen.
Am heutigen Tage ist eiiZe Bekannlmachung (Nr. ;» 200 9. 17. K. „91. A.;, beiexiend Beschxaanahme and BestandHerbebung von _eisexnsn Heizkörpern Und Zentralbeizungökessel", m Kraft getreten. Sie erstreckt sich auf Vorräte und Erzeugmxg gebraucbsferiiger, Ni.!)i in HeizungSanlagen eingebauter guß- uni) schmiedeeiserner ZEnirqi- Heiz- und Kühlkörper akier Axt sonne au[ guß- und ichmicbe- eiserne Kessel und Keffelglievér fux_Zentralhe1zunaßanlagen. Die von der Bekanntmachung betroffenen Gegenstände unterlieqen der Beschlagnahme und einer _Meldeyfsicht. Auch ist LÜN- buchfiihruna vorgeschrieben. Stichtag für die erste Meldimg ist der 1. November 1917: die Meldungen müffen bis 311111 15. November 1917 erstattet sein. _AUHUahmen von dk); Be- schlagnahme können durch die Krteas-Robstoff-Abteilung dss Königlich Prenßischen Kriegöministeriums, Sektion 121. „Abt Heizbetrieb“, bewiUigt werden. An diese sind auch (111821111; fragen und Freigabeanträge zu richten.
Die Eiqzelverfäaungen (Nr. LZD. 1042/1. 17. K. R. 511, betreffend Be1ch1agnahme von eisernen Heizkörpern, treten gleich; zeitig außer Kraft.
Der Wortlaut der Bekanntmachung ist bei den Landrats- ämtern, Büxgermeisterämtern und Polizeibehörden einzusehen,
Der Oberbefehlézhaber in den Marken, Generaloberst von Kessel erläßt folgende Bekanntmachung:
Meine Verordnung Dom 3. Fxbruar 1917 - 0. Nr. 155 (201« weich? die H?1anziehung nicbt ausgenußtkc Lastwagkn und Zuabferke, für krisgswirMbaftlickpe Zweck: fLÜLÜ, sieht eine solche Fan. ziehung nur vor zum_Z_wecke dks Transports _von Gütexn, di: fsxx die Kriquirtschaft etnicbii-ßlicb der Lebensmitteiversorqung pot. wxnbig sind, sowie zu allen Trankporten, die zwecks Erhaltung der Lsiiiunqsiäbigkeit der Eisenbahnen sofort bewirkt werden müffm, Die geiteigexten Trankportfcbwieiigkeiten machen eine Erweiterung dieser Bestimmung in dem Sinne erforderlich, daß die Hsranziekuog zum Zwecke der Bewixkung alle! Traukpotte erfolgen kann, die den Interessen der Kriegführung und des weiteren Durchhaltens bon Heer und Heimat dienen. Auf (Grund der §§ 4 und 9 de'“ (Hessßks über den Belagerungsxusiand bestimme ich daher für das Gebiet der Stadt Berlin und der Pcovinz Brandenbmg:
]. § 2 der Bekanntmachung Vom 3.Februar1917 -- O.-Nr. 155 601 -- erhält folgende Faffung:
Die gemäß § 1 vejfüzbaren Transportmittel sind vcn ien Ee. weinien ker Kriegsamnsieiie in den Marken in Berlin vier den bon ibr benimmtén beböidiichen Stellen zu Fubrieisiungen, die im Znt-r. effe der Kriegswirt-Mft notwendig sind, auf Anfordern nacb Mas;- gabe des KriegxleisanSaeseßes aegen Entgelt zur Verfügung zu stellen.
Mit den Gespannen sino Gespannfübrer zu steilen.
11. Diese Bekanntmachung iritt mit dem 22. Oktober 1917 in Kraft.
Die bis zum 1. Juni oidnungSmäßig eingereichten 46 Bewe_rbungen um die vom KriegSausschuß für pflanzliche und tierische Oele und Fette ausgeseßten Preise für Her- stxllixng eiiies „brauchbaren Leinölersaßes aus heimischxri Rohstoffen smd vom PreißrichterkoUegium geprüft und aur ihre praktische Verwendbarkeit untersucht worden.
_ In der an) 11. Oktober stattgefundenen abschließenden Sißung de'r PretSrichter wurde, wie „Wolffs Telearaphenbüro“ meldet, die Entscheidung dahin verkündet, das; keine der 46 Bewerbungen für die Zuteilung eines der aus;;efcßien Preise 111 Betracht zu ziehen ist. Entgegen den ausdrücklichen Bestimmungen bes PreiHauSschreibens bezweckten die meisten Bewerbungen _mcht einen Leinöl-, sondern einen Firnis- oder Lackersaß. Keine dex eingegangenen Bewerbungen entsprach voilkommerx den Bedingungen über Elastizität, Glanztrocknung, M1schbarkeit mit Körperfarben und Weiterbeständigkeit. Unter dxn Bewerbungen war nur eine einzige vorhanden, die, Wenn mcht'alien, sovdoch den meisten Bedingungen des Preikaus- schreibens genugte. Die PreiSrichter haben daher beschlossen, diesem Bewerber zwecks Anerkennung seiner Leistung eine Prämie von 5000 4/16 zuzuerkennen.
_ ,Das unaütistige Ergebnis des Preißaußscbreibens ist nach Atislcht der PretExtcHter vieUeicht auf die geringe Zeitspanne zmischxn Ausschreibung und Bewerbungstermin zurückzuführen. S_S mird daher der noch ur Verfügung stehende Betrag von 40 000 44/6 erneui zur Ausscheibung qebracht unter abgeänderten Bebmgunaen, dre vom KriegSauSichuß für pflanzliche und tierische Oele und_ Fette, Berlin 19117. 7, erhältlich sind. Die Anmeldxmgen müßen bis zum 1. April 1918 erfolgen. Als Preise smd ausgesetzt ein erster Preis von 30 000 «4-6 und ein zweiter Preis von 15 000 «16.
Oesterreiéh-Ungarn.
Die _Mitaliedex der Deutsch-Völkischen Vereinigung haben, une „Wolffs T_xlegrapbenbüro“ meldet, böschloisen, zur Vertretung der Interenen des deutschen Volkes auf allen Ge- bieten des staai11chen und völkischen Lebens in Oesterreich eine Deytscb-Nattonale' Partei zu gründen. Mit der vor- laungen parlamentarischen Vertretung der Partei wurden die Abgeordneten Dobermg, Dr. Erler und Dr. Sylvester betrgut.
„ Die deutsxbe Ilrbeithemeinschaft hat mit Rückncht aux die -Neubrldbng der Deutsch-Völtischen Vereinigung den „Deutschen Nachr1chten“ zufolge ihre Auflösung - beschlossen- MUßngMd fux den Beschluß war auch die Anschauuna- daß durch die Auflosung 'der Arbeitsqemeinschaft eine Zusammen- fassung ber dczuischfreikxitlichen Abgeordneten in einer anderen Form wesentlich erleichtert wird.
Großbritannien und Irland. Jm Unterbause fragte vorgestern Ramsay Macdo- nald dexi Staatssekretär der angrvärtigen Angelegenheiten, ob ben Mgl1sch€n Abgeordneten Pässe gegeben worden wären, um die katholische Versammlung in Granada zu besUch?"- urid ob ibxn bekannt wäre, daß Abaeordnete von feindlichen Landern die Versammlung besucht hätten, und daß "Ufer anderem ein Beschluß über die FriedenMote des Papstes be- sv_rochen und anaenommen worden sei; weiter ob die MZE- bandigung de„r Pässe an britische Staatsangehörige an Bedin- N'WM KkanPft war. Lord Robert Cecil erwiderte dem
des beschlagnahmten Leders ist genau geregelt. Die Be-
Reuterichen Büro zufolge:
, iir Vértrauen
Dis A:;Lwort aui 722111“?!ka T'“! TE,: FULL isi béjabend. Ein€ „7,5.xe 11-617 VM! É-k'pblibi WU Weiixniniier an die römisch- 71519535!“- B.:"ixxlzkk er»-*,an-e,n, Fer _Vecimnmiung in Granada bet- i"".-Ibmk] b;" dk? „.)O-JÜHTfL'LZ'k ;,Lg iPantscT'en Tßeolog-n Suarkz xu zIZZYTL../ULÖLT kik! «!ide'tm_AOQTÉWUUSU- US (::: x-"r Tikréamminnß M*.ZIMW bi" Dä) ":*; Ws WSU Unterrixtxi, daß ein dcuiickoe: chsxyxmr UFD zth H??ZZÖL Ykofkssoren (1111; Madrid zugexcn waren. "14“- bis PM“: ((x-“1358116" 101110611, Wurde Uns gesagf, Daf; die BLT- J.“,Zijnq„«,s,:s.sp.1n;nde dc: Yati-meluns s1ch nur aus das_Leben und ;;,1 Cßg7af13r S119r91_,b*630gan5,abér icb r*.“ebme an, daß iiber die “721-5139?“ ») Payyxßs cm 016 .:iegtubrenrea Marlow cie1rrochen LIAZ,“ Di,: *theordneteén Englands nabm-n an der Beiprexhxmg ZÉZ'WU' Dkk AMW“ Mi ÖM [SLM Teil dkr Frage ist Der-
nxiricxik-
Hieran lehnte das Haus einen Iiiiirag Lonsdale, das; das rieue Wahlgesey aui Jxlayd keine Anwendung finden iöklé- ab. Der S_taaLSsekxelax sur innere Aiigclegexibciteii Cave teilt? mit, „daß, 9er AUI1chUZ erxmnnt' werden wnrde, um die Wahlkreise in ;»rland neu emzuieiien.
Dxr NatiouaiirtsDiilon erkicirte, dizi; dann vixle Siße d-én Uansxsn zufallen witrdxn unq beim:: der VeMis erbracht iLin wütde, *.*-f; kik Meibode bxc is_voxutronaWn Partei in leand gerecbiiertigt Z„“ Tex Nationalist OBri-zn bezeichnk1e das Voraebkn der RL- -izxil"ä (;xe Verrat. Die Regierung rechtfertige darck) ihre Pbiixik ** ;,;knnx-éWYewsgimg Und mache CS den NatiOUalisten immer
Yi? '»-
schwkkkisks- MS SLB? im Hanif: zu behaupten.
Frankreich.
Dér Minisiex fiir Lebensmittelvexsorqiing Long hat in derKamchr emen (Hese_§antxag_ aux Gewährung eines Zusaßkredits von 845) Millionen Franks eingebracht, inn den Ankauf von Getxeide, Mebl und sonstigen notwendigen Lebensmiiteln zu ermöglichen. *
Der repubbkanxiche Abgeordnete Nibiézre inierpéliierie die Regierung uber ihre allgemeine Politik.
In d-*r Bxgründung seiner Intkrpeilation erkiärte Nib'ÖrK, wie ,W9;ffsT81Mrapbenburo“_ bericht", daß“ die bisher befolgte aus. wärtng Pbäitik nicbt diexkuige thots, yondxxu die Frankreichs 1:1, mdelie 116 Z'tsammeubangslosigkeit qew-sier Erklärungen und ]:thZ mit der Auffoidsrunq an die Regierung, ibr Pcogramm be- k.umt zu acbcn. Der „i_oztaiiitiiäyx Abgeordneie Jovert forderte «keicbfuiis allgemeine endgulxige Erklarungen. Der soziaiiijiscb-radikaie :,quxon-ie Voxanowsky beklaate sich über die allzu zahlreichen Ministeikcisen, die den Insereffen des Lankes Scharen zuküzien. Der Akgeor0nk1e Puecb erklärte, er_ vermeigete der Neßierung sein Ver- szuxn, 111811 ck Ribot nicht verstanden babe, die Einigkei! berzusteÜ-n „nv disse aucb nicbt mehr bersieugii könne. Er machte es Painlevé zam Vormurf, kaß er SS bei vxtfchiedsnen gerickotlicben Angslegenbciten «a [Fexxigkcit bab: fehlen lassen, vamsntlich bei den Anklagen gegen M1 Vi;- *
Darauf bksiieg kiki." Mibistexpräsident Painl-vq': die Txibäne uni) xlkläiie", die Bssprkcbuna müßie ein? Entsäpetdung Öklbtsi iibrev, die es is': j-Z'Uech-gietpng ermögliche; sich zu bsrgewxsietn, ob die Kammer * znr REgiNUng Mikey bkibebalten wexde, bi“: ihr Werk im" Sinne ZMF WiUan ker Kammn fortscßer wwisl. „Ick bin yberzcugl“, fuhr er fort, .das; die Verbüuketen den Siyg in den «Oxnden balten, wenn sia sich disziwinieten und alis Anbrengungen masken. Aber es sei mir erlaubt, daran zu erinnern, das; vor eigcm Monat alle Fragen als höchst bringlicbé auftxajcn: nnseie Errxabruna und die Tranßboxte zur O1ganiiation nnseker Front,_we;.en drr Ereigniffa in Rußland und Véricbiedener Auswänre 111 gewißen Zweigcn ch deusirie, die sich auf den Krieg bezirbxn. Wickie]? Fragen standen wie eine bmgriae Meute der ngierung Miliübkk; aber daxk der (Einigkeit aiier :).)c'inister konnte die Regieruq imsxbr schwierigen Zuständen 1:1 € Siitn bie!€n.* Painlevé wiederholt: iaraui bie KrieaSziele Frankreiä's, die ausschiießiich Wikderbersjeiiung seine! iiiechtes seien. Die!? Ziele seien uaabbän,;ig bom Auxßange “reerlacbten; sie waren dieselben zu der Zeit, Wo das besiegte Franrrxickv sicb a-gen die Cinbsrleibung ClsafZ-Lmvringens aussprach. Dux Rückkehr Elsaß-Lotbtina-ns xv'm Vaterlanke, das sei tas Rxchlk Wilker sagke Painleré: „JO babe es gesaax, wie auch der Yusgcmg der €chichxchien sei, wn: müssen dan Krieg bis zu h_em Tage dsr WiSderk-Zhr Eisaß-Loxbcknaens zu Frankreich Mier- iu'orkn. Wir könnien nur _bei enisagnnasvolier KaeÖlscba't inaui Verzichten. Wir müssen Ktieg iübten mit aU-n Mitteln und aUeHiZé-minelim der Verbündetpn g&meinsam außnüßén, um ibxe 3218 zu 11.116.971 und damit Eisaß-Lotbtingkn zu ückkc-bit zu Famk- rriÖ." Er spielte dawn auf die Gexücbie an, die fiber di: (Häbkim- siöung Umiaifxv, und erklärte, da?; bis R-gietung niemals (Gclegenb-it [!*oabt babe, den Gedanken eiuss Eonkerfried-ps zurückzuweisen. Dieje-r bot sich niemals gezeigt. Der dener wiebetboits den Wortlaut der ministerieüen (Ftkiäiung über die Kriegs- d_1uer: „Nicht eine Stunde Länger, aber awc?) nicbt €er! Stanke zu ftüb." Asie lebendigen Kräfie Frankreichs myffxn nuanr gemacht !vexden, und die verbündetcn Nationen mnffen ihre ATDÜZLUWWJLU dem an'ch[i-.-ßen. Unsere Macht wird dann zexmaimend eri'cbeinen und der Steg wird besonders nabe skisi. Wxnn wi; getrennt maricbiertén, würde das 31-31, das wir verwig-n, Mit emierni sein. Das Zusammenarbeiten unserer englijapen Freunde mit uns isi genau fLiTgklkgi'. Wir arbeiten zusammen und inItx ii.- aanze Mxkbt unsxreo Fiugwcsens und uni_e1'er'21rtilierie kinzéikiéf- Wir babc'n Säxnlter an Schulter gekämpft, nicht 915 irälén es zwei rerbünvkt: “Ärmeeu, sondern eine Einzige. Und wknn 1chs__cckbon Egaland und Frankreich spreche, so vergesse ich darum MWinl nicht unsere ande;en Labiexea Vetbünbeien; ich_ tue es “i)?r, W711 die franxößsch-englische Front Line geméinsamZ iii. szt sindkn weitere Véxba-“xdiunasn zum ch-ck: der Liusdebnuna der aniisÖIji Front i"1att. Sonnabend War ich in London, als Kübi- mann sagte, daß nienmis ein Zoll dsutsäpen Bovens ab;;eneten wirden wivbe; dies War die Febdeaniase in der eiiaß !oibkingiscben JUM- Llcyd George (xai) zem exsten Mal eine förmliche Erklärung aiif und antwottkte Küblmann mit einrr anberen, ciner edelminigen FkMUnsaJL', indem er etkiärte, England- wüide an der Seite Frankreichs iiisbkn, bis Frankreiab Elsoß-Lotbxingen begannkktiert haben Wkkdk- Am islaenoen Tage gaben die ereiniztkn Staaten die gieicbe Erklärung ab.“ Painlzvé befaßte „sicb wdann mit drr inneren Politik nnd sagie: .Es iii unerläßiixb, daß die (Herecbtigreit frei und unbeabsam ibrcn Laut nimmt. Wir sind webclos gegenüber der Verlkumdunck, 96er erpf1ichiet, mit Hiife ires Gasxßcs vom 4. Augvst 1915 die- isnigen zu v-rfolgen, welche die Régierung angreifen und versuchen, die Rotel der Nation zu schwäch:n.“
_ Daraizi, wurde Schluß der Verhandlungen übex die allge- Meme Politik durch Handaufheben beschloffen. Dr_e qummer [?byte sodann die von der Realerung verworfene Priorttat der (“171166an Tagesordnung mit 368 gegen 95 Stimmen ab und Wm Hurch Handerheben die Vertrauenstagesordnung „Netemer an, die lautet: 1 Da die Kammer der Ansicht ist, daß nur ein "enges E17?- FMLUMM zwischm der Regierung und den Verbunveten auf kiUVMC-Jiscipem und militärischem Gebiete durcb den Sieg einen Ls(Zuethtxn Frieden verbüraen kann, und Weiter, daß ks ein kkerbrech sein würde, die Aufmerksamkeit des Landes von di?sém wirbtiaen Ziele dumb die Ausnußuna von Skandalen, ,“.ädie rrpublikaniicben Eintichtungen und die Einigkeit der Nation kiibkdxn könnten, abzulenken; indem sie darauf rechnet, daß die ansiiz 1ch-.eu und gänziicb ihr Werk verrichtet, richtet die Kamwer wn1 die Armeen der Republik den Ausdruck ihrer ehrfurcbtsvollen Bk-
nderung, rrückt der Regixrung ihr Vertrauen aus und acht zur
“IkLordnUng über-
Rußland.
Angeiickiis der neuen Lage ergreift die ?)ieqieruvg, wie ,.Reuler“ meldet, Maßregeln zur baldigen Ränmung der „Hauptstadt.
"* Der jeßt beim Minister des Aeußern eingegangxne Bericht der russischen Militärmission in Frankreich 11er die Meniereien unter den dortigen russischen TrUPPen wird von der „Njelick)“ &quiihrlicy miedergeixeben. TUS Lager der I)ieixterer La Couriin WUrde diesem Bericht szcÜge von russischer Arliilerie beickwiisn. Im der Nacvt ziim 4. September ergaben fick), nachdem dms Lager mit 13 Geschossen beleegi war, 160 der Nufriibrer. Nm 4. September MZK)? dE?- 13111191: erneut beschossen, und um 11 iibr Morgens 91131211, nachdem :;0 Schu)“; abgeben wordsn waren, die MeUierer zwei weißt») "Flaggen und fimWn an, da?- Lager unbewaffnex 311 Uérlaffén, Gegen Abend warßn 6300 Leute aus: dem LÜJLT gekommen, die von den französiickwn Trupp-en in Emvfana genommen wnrden. Die im “Zamek werbliebenen 150 MLUtLrer eröffiietsn am Abeiid starkes MNscbinengemcbr- chor. AM 5. Skptember wurde, um den Aiifxiand endgültig nisdeiMwerfon, heiliges Feuer auf das Lager geleat, und die ruisischen Trvppenteile beseßten ailmäblici) das Lager. Die Nufrüi)rer antworteten mit 9)iaschinengewehrfe:;er. Am 6. Sep- tember 9 Uhr war das Lager vollkommen beseizt. Die Ver- luste der ruisiichsn Truppenteile waren ein Toter, .") Verwundete, unter den Ylufriibrern 8 Tote, 4.4 Verwundete, und unter den Franzosen nur zwei Zuiaiisopfer, ein Toter und ein Ver- wundeter, bkideß Briefträger, die in die Feuerzone gekommen waren. Nach der Entwaffnung der Meuterer wntdsn 81 Ver- haftungen vorgenommen. Ein bksondercr UnterfncizungsauSiibuß wurde russischerseits eingaseßt.
Wie die „St. Petersbmaer Telegkapbenageniur“ MLlÖLi, Haben sicli m Kutais (.K'iaitkasuxz) schwere Un- ruben ereimioi, in berkn Verbif der Pöbel die Viertel in der Mitte der Stadt piiinderte. Es wurde der Kriegkzzustand verhängt. Italien.
Die voraestriqe Sißunq der Abaeordnetenkammer brachte neue Vorstöße der offiziellen Sozialisten, die von der neuen Giolittianischen Kammergruppe untersiüßt wurden, gegen die innerpalitischen Maßnahmen der Regierung. Der Turiner Aufruhr bildete den hauptsäch- lich1ten Gegenstand der Besprechung. Wie „Wolffs Tele- grapbenbüro“ meldet, wurde der Regierung alizu große Härte bei Unterdrückung der Unruhen vorgeworfen und Rechenschaft für das vergossen? Blut gefordert. Ausdrücke wie „MörderWebrloser“ fielen. Die Rechte rief: „Wehrloser mitBomben in den Händen!“ Bisiolaii wurdc peisönlick) mit prößter Heftigkeit angegriffen. Vosselli erklärte, daS Kabinett seifär dns Vorgefaliene aemein-, sam verantwokilick). Biffolati rief: „Wenn das Interesse des Landes es eiforderte, würde ich _an Euch schießen lassen!“ Giolitiianer und Sozialisten erblickten in den mangelhaften Vorkehrungen der bisherigen Versorgungspolitik die Haupt- ursache für die Turiner Ausschreitungen.
-- Der S e nat ist für den 25. Oktober einberufen.
Schweden.
Der König hat laut Meidung de?- „Wolfficben Tele- graphenbiiros“ daS Entlassungsgeiuck) des Ministeriums Swarß angenommen; das neue Ministerium Eben hat den Eid geleistet. Ministerpräsident und Minister ohne Porte- feuille ist Eden (liberal), Minister des Aeußem Hellner (nicht im Reichstage), qutiz: Löfgren (neugewählter Reichs- tagSabqeoidneter, liberal), Krieg: Nielson (liberal), Marine: Palmstierna (Saz), Unterricht: Schotte (liberal), Finanz: Branting (Sozialin), ijerricht: R1)den(Soziakist), Land- wirtschaft: Pederson in Paboda (liberal), obne Portefeuiile: Petren (liberal) und Unden, Professor der Rechte in Upsala (Sozialist), beide nicht im Reichstage.
Griechenland.
Nach einer „Neuiermeldung“ ist dEr Erzbiscchf von Alben, Tbeoklitas, durch den geistlich Gerichtsbos seineß Amtes; entießt und zu zwei Jahren Einschließung in ein Kloster verurteilt Warden, weil er sich in die Politik eingemrscbt und an der Verflncbung von Veniselos ieilgenommen hat. Andere Prälaten sind zu verschiedenen Strafen verurteilt worden.
Amerika.
Einer Meldung des „Nienwen Rolierdamschen Couranis“ zufolge hat Amerika Rußland neuerdings 50 Millionen Doliar geliehen, womit die Gesamtsumme ber Rußland ge- liehenen Gelder auf 325 Miliionen Doüar gestiegen ist.
- Zn Chile ist ein neues Ministerium gebildet worden, dem hervorragende MitZiieder aller Parteien ange- bören. Die Refforts sind, wie „Wolffs Teiegrapbenbiiro“ meldet, folgendermaßen verteilt: Inneres: Eliodoro Jauner, Aeufzeres : Con cha, Unterricht: Arturo Ale mparte, Finanzen: Ricardo Salas, Krieg: OScar Viel, Industrie: Malaqmas Concha. Nach der Zusammenseßuna des Ministeriums istanzu- nehmen, daß es die strenge NeutralitätSpoxitik Chiles foxtseYen werde.
Kriegsnachrichten.
Berlin, 19. Oktober, Abends. (W. T. B.)
Im südlichen Teil der flandrischen Front und nord- östlich von S ois s ons troxz schlechten Wetters starker Feuerkampf. Vom Osten bisher nichts Neues.
In Flandern hat sich auf allen Abschnitten desGroß- kampffeldes das feindliche Feuer am 18. Oktober seit, den frühen Morgenstunden zu großer Stärke gesteigert. M11 be- sonderer Wucht richtete es sich gegen unsere Stellungen am Houthoulsjer-Walde, bei Passchendaele, bei Gbeluvelt und Zand- voorde. Comen und Wervicq erhielten schweren Befchuß. Das starke Feuer, das auch an der Küste zu großerHeftigkettangeschwollen war, hielt sowohl dort wie auf der Hauptkampffront bis zum späten Abend an und seßie fich auch die Nacht hindurch als schweres Störungsfeuer fort. Südlich Poelkapelie imd westlich Keiberg wurden starke feindliche PatrouiUen abgemiesen. Nach tagsüber sebr reger Fliegertätigkeit belegten eigene Bomben- geschwader die Lager um Ypern bei Elverdingen und Pope- ringhe aus;;iebig und erfolgreich mit Bomben.
An der Arrasfront 111111"de bei FreHnor) in der Gegeyd
Si. Quentin, bei Hnorincourt 11:15 Jtancourt _nnc1) zeitxvxüe lebhaftem Feuer feindliche Pmrouilen „verlustreich abgew1e1en. TeSaseickwn scheiterien an d?!" AiHn-xxrom ,am Morgxn des 18. Oktober stärkere Erkundunngorstöße beg “F::inch, die nach kurzer Feuexsteigerung an drei ZTLÜSU byr Lasiamrecke angeießt waren. __ Tie ArtiUeriesch1acht nordöiiiix. Sinon-Z m_?!)m rmch regnexischem Vormittag ibren Fortgayg. iinier Ayxaßboi ge- waitiger Munitionßmaffen steigerte 1'.ch bag Großkampsfeuer im weitersn Verlauf 1326 Tauss besonders:, qqun Abe zu «röszcrer Heftigkeit Und gina verschiebeniiich zum Yrommelerer Über. Starke französische ErkUnbUngMoritößL cm] Nr Front von Vauxaiüon bi?) Rovésre-Fsrme wurdxxn abbewxesZ. Nacht!- über lag stärkstes Zerstörungsfsuer aui [myeken ;ieUungen, daI Unsere Artiilerie kräftig erwiderte.
Am (Ttwmin-deS-Damcx, versuch» dkr,(§iegner „aber- mach, Uniere ncngewonnenen Stellungen rörb11ch,_Oer“:1„-iuhle von Vanclerc durch drei neue Angriffe un§_zu entremzexi. Unter schweren Verliisten wurden die Angxisie restlos _qbgemiesen. '
Im Osten wurde die ZnsLl Moon 116ng von 11112: m VesiZ genommen. Eine feind1iche Brigand? mx! Kommandeur und ganzer Bagage in Stiirke von etwa 5000'_§91gnn wurbe gefangen genommen. Daß russische Linieniciyn „,:larba“ 'lst brennend 3wiichen Sebildau LMT) Moon geiunkM. Tie Em- nahme von Oesel Uni) Moon verbessert umßre operativ? Lage im Norbén der Ostfront ganz erheblich. Mit dem Befiß von Oesel und Moon ist eine für weitere Untérnebniungeri überaus günstige OpßrationgasiH geschaffen. Durch die Mitwnkimg der Marine, die durch den Besiix, Oeselx- ermöglicht wird, gestalten sick) auch die rückwärtigen Verbindungen an dieser Front erheblich einfacher alx- biSher.
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Großes Hauptquartier, 20. Oktober. (W. T. V.)
Westlicher Kriegsschauplav. HeereSgruppe Kronprinz Rupprecht. _
Bei ungünstigen Beobach1ungsbedingungen blieb der Feuerkampf in Flandern geringer als an den Vortagen; nur in einzelnen Abschnitten zwischen Övutboulsier Wald und Beule war er zeitweilig stark.
Erkundungsxiefechte spielten fick) an mehreren SieUen, auch im Artois Und nördlich von St. Quentin, mit für uns günstigem Erfolge ab.
HeereIgruppe Deutscher Kronprinz.
Die Artillerieschlacht nordöstlich voxx Soiisoys dauert an. In nur Nachts voriibergehend nacblamender Heftig- keit bekämpftsn sich die dort zusammengezogenen Artilleriemezigen mit äußerster Kraft. Anhaltendes Maffenfeuer von. Minen- werfern bat die vordere Kampfzone zwischen VauxaiUon und Vraye in ein Trichierfeld verwandelt. Einzelne Vorstöße französischer Aufklärungstrupps wurden abgewiesen; großere Angriffe sind bisher nicht erfolgt. , .
Oesilich der Maas schwo11 die Feuertäitgkeit gestern nachmittag an. ,
Mehrere eigene Unternehmungen brachten unSGefangene em.
Oestlicher Kriegsschauplas.
Wir haben auch auf der Insel Dagö Truppen gelanbet, wo schon vor einigen Tagen LandungSabteilungen der Maxine Furt Sicherung der beabiichiigten Ausladesteilen Fuß geiaßt
at en. Die dort eingeleiteten Operationen verlaufen plangemäß.
Von der Ostseeküste bis zum Schwarzen Meer nichts von Bedeutung.
Mazedonische Front.
Am Westufer des Obrida-Sees wurden angreiferxde französische Kompagnien zurückgeworfen. Bei Monastir, tm Cerna-Bogen und am Dobropolje lebte das Feuer auf.
Der Erste Generalquartiermeister. - Ludendorff.
Oesterreichisch-ungarischer Bericht.
Wien, 19.0ktober. (W.T.B.) Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplaß und Albanien. Bei den österreichisch-ungarischen Streitkräften nichts Neues.
Italienischer Kriegsschauplay.
An der Tiroler und an der Kärntner Front kam es vorgestern und gestern an zahlreichen Sielien zu örtlichen Kämpfen. Unsere Truppen brachten 300 Gefangene, mzd KriegSJerät ein. Am Isonzo gewöhnliche ArtiUerietängkeit.
Der Chef des Generalstabes.
Bulgarischer Bericht.
Sofia, 19. Oktober. (W. T. B.) Generalstabsbericbt. MaLedonische Front. An gewissen Punkten der Front lebhafte zeueriätigkeit. Jm Strumatal wurden während der Nacht mehrere stärkere Abteilungen durch Feuer veririeben. Die Dörfer in diesem Flußtal, welche die Engländer ber ihrem Rückzug „im letzten Frühjahr zerstört batten, imd durch unsere Truppen mit Rücksicht auf ihre geringe EZnung für die Ver- teidigung nicht wieder besth worden. * äbrend r leßten Tage beseßte der Feind wiederum einen Teil dieser nimmer, ZZ fü? dtie Verteidigung unserer Stellungen im Wardartal ohne ert m .
Flugwesen: Ein deutsches Geschwader bewarf erfolgreich feindliche Bereitsteüungen im Cerna-Bogen. '
Dobrudscha-Front: Schwache Artiüerietäti keit bet Tulcea. Cine unierer Erkundungßabteilungen, wel e östlich von Isaccea vorging, brachte Gefangene zurück.
Türkischer Bericht.
Konstantinopel, 19. Oktober. (W. T. B.) Amtlicher Tagesbericht.
Dschalafr_ont: Durch unser Abwebrfeuer wurde am 16. 10. ein feindliches Flugzeug zum Niedergehen gezwungen. Der zertrümmerte Apparat sowie das Maschinengewehr wurden erbeutet. Feindliche Vortruppen, welche sich unseren Linien zu
nähern versuchten, wurden in unserem Feuer aufgehalten.