1917 / 262 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 03 Nov 1917 18:00:01 GMT) scan diff

2 Die btPi-munaen iroke- m§n dem 5. November 1917 in Krast. Berlin, den 1. November 1917.

Der Reichskanzler. In Vertretung : Dr. Sch w and e r..

Bekanntmachung,

betreffend Ausführunasbestimmungen zur Bekannt- machung über den Verkehr mit Harzersaßi'offen vom 1. November 1917. (Reichs-Geseßbl. S. 977.)

Vom 1. November 1917.

Auf Grund des § 3 der Bekanntmachung über den Verkehr mit arz „vom 7 September 1916 (Reichs-Geseßbl. S. 1002) in etbindung mit § 1 der Bekanntmachung üner den Verkehr mit Harzersasftoffen vom 1. November 1917 (Reichs-Gesesbl. S. 977) wird bestimmt:

5 1

Wer mit B-ginn des 10 November 1917 Hauersahsieffe im sinne des § 1 d r Rekanntm-zcbung üb-r den Verkehr mit Parzersaß. sioffen vom 1. November 1917 (Reiws-Geseßbl. S. 977) im Gewahrsam da, ist verpflicknet, die Besiänre getr-nnt nach E*aeniümer, Arien und Sorten in band-lsüdliaper Bezeichnung unter Angabe der Menge, m Eigen'ümeis und kes Lagerungsorts und unter BUMM"?! V"“ siegelt-i Pxoben drm Kxi-an.;sich:„ffy für pfiarziiche und tikxisckw Oele und Flik“. G- M- b- H, S knon SÖ-ll-xck, in Yexlm bis zum 25. No- vemb r 1917 dnrch ei ge'ch iebenen Brief anduzeigen.

Men kn, wie sich mit Beginn des 10. November 1917 unterwegs befind-n, d von dem Emvfäuger anzuzeigen.

Wer St ffe de: im Abi. 1 bez-cbn-ien Art erxeuTt oder ohne Cenebmi,.ung des (krie-Uaussch-ff-s für O-le und Fei : in Berlin erwtrbt, bat dem Ktieqöausscb is? die im Vormonat erzeugten okex erworbenen Mengen vis zum 10. jedes Monats dmcb eingeicbriebenen Brief anzuzeigen, sofern nicbt andere Vcreinbarungen getroffen sind.

. § 2

Der Kei-gSauisrbuü bat sicb im-erbalb 3 Wochen nach E*balt der luxe! e zu erklären, rb *r die Ware überrebmen wil]. Gebt inner- halb ßieier Frist eine Erklärung nicht ein, oder eikläxt ker Kriegs- ausschuß, daß er rie Wm .niÖt üvemeiimen will, so erlischt pie Liererngsifl chi. E-kläat der Kriegsaussckz H, die' angemeldete Ware übenebmen zu woven, so ist fie auf sein V'exlangeu unverzüglich an die von ihm angegebene Adt-ff- zu v-tladex.

Das Eigentum aebi auf den Krie.|a sicbus; in dym Zeitpunkt üb*!, in welche " kik U bernabmeerkiätunq dem Eigentümer oder dem Inhaber des (Hewabriams :ug-bt.

Vom KrtkgaaussÖUß üvetnommkne Vesiände find seitens der Grevxbr ambalt-r mit der Sorgkal' eix-es oxden1lichen Kaufmanns zu behandeln und in handelsübiicber Weise zu Versichnn.

?; 3

Wer aus dem Ausland Siosfe der im § 1 Abs. 1 bezeichneten [“t einführt, ist ve-rpflibtet, den Cinaang der Ware im Inland dem Kriegsaux'cbuffc iü- pflxn-licbe und ti-rivÖe Oele und Fette, V). m. b. H, in Vetlin, unter Angabe der Menge, der Arten und Sorten, des (Fink,;uiwreises u-d deo AufbewabmngSoris unv-nüglich anzu- setzen. Die Anzeige hat durch ema-schri bitten Vries :! erfolgen.

Als Cik-iöbmdet im Sinne di-s-t Verordnung gilt, wer naeh Si'gana der Wme im Inkaa d zur'Vetfüqun über sie für -igene oder fremde Rechnung briechtmt ifi. Befind.“ sich der Verfügung?- berecbtigte nix!)! im Inland, so tritt an seine Siclle der Empiänger.

§ 4 Wer aus „dem 'lus7and Stcffe du- im €* 1 A5'. 1 b'ieicßn-ien !=! er führt, bat sie .an den N?xeqsasichaß ou li-fern. * Er bat sie bis zur Annahme mit der Sowfalt eim osde tiichen Kaufmanns ku

bebax deln, in bani-elsüdiiexe- Weise zu ve-“ficb-m “.an am Kbkuf zu .

verladen. Er bat sie auf Veriangen des Kaiegsausswuffes an einem von diesem xn besiimmenden Orte zur Besichtigung zu stellen odo: Pinben einzusensm.

Der tiegsa MMZ hat fich unvetzüglicb nacb Ewpfang der Umeiae ode: nach der ei'icbfigvng oder nach Empfang der Proben zu e-kläxen, ob er die S-cffe üb-tnrbmyn will.

Das Ementrm geht auf der- Kii*'59auskchuß üb-r mit dem Zeil- kunkt, in welchem die Ueberpabm erklärung dem Einführenden oder em Inhaber des Gewabrxams zuxebt.

9 5

Der Kriegsausscbuß sexi für die von ihm übernommenen Stoff: den U be nahmevveis 'est.

Isi : Verpflichtete mit dem von dem K*iegöausschnß an- Fesksken eise nicht » verimnden, 10 setzt die böbne VerwaJtunnL- ebörde, die für dtn Ort zuständig isi, von dem aus die Lixfetma ericlg-n sol], den Pkkis endgültig fest. Die bkb-re Ve-wattungs- behörde bestimmt dmübe-, wer die baren Ausma-n des Verfahrens zu !ragen bat. Dor Verpfhchte'e hat ohne Rücksicht auf die end- kült'ge Fesistcauvq des ffrtxiws zu liefern, der KriegSaussehuß vor- .fig den von ihm fei-ge eyten Preis zu zahlen.

§ 6 Die Zahlung erfolgt spät nens 14 Tage nach Abnahme der Ware. Fur sireix-iae Restbeträ e Winnt die Fsi" mit dem Tage, an d m vie Entscheidung der hößech Verwaltungsbebörde dcm Kriegs- ansscbuffe jugeht.

. § 7

Die im § 1 Abs. 1 aufgeführten Stoffe 511:er nur mit Zu- stimmung m Kriegsausscbuffes veiarbeitet werden. Das Verbot der Verarbeitung schkieß! das der .sioff icheu Verändeiuna ein.

Dres gilt mch1 für die Nerarb-itUng, die z-xr Erfüüung eines un- mittelbaren Auftrags eine; Heeres- oder Matix ebebörve notwendig ist, sofern mit der Vsrarbettung bereits vor dem Inkrafttreten dieser Bekanntmacbmg de von:" war. Von ioicb-n Verarbeitungen isT je- doch dem K.i:gsaus?chuß unverzüglich Mitteilung zu machen.

§ 8 Mit Geiänanis bis zu seeks Monaten oder mit Geldstrafe bis in zehntausend Maik wird bestraft: ]. wer die im §§ ], 3 und 5 7 Abs. 2 vnkgeschriebenen An. [rigen nicht techt-eiii erstattst oder wer wiffenilich falsche oder unonsiä-idige ' ngnbxn wacht, 2 wer den Vorscbciften “des § 2 2117)". 1 Saß 2, dz's § 4 Abs. 1 oder des H 7 Abs. 1 zuwiderhanden. Neben der Stmfe kann auf Einziehung der Sioffe erkannt werden, auf die fick) die strafbare Handlung bezieht, ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören odcr nicht.

§ 9 ' Die Vxsiimmunaen treten mit dem 5. Nowemßer 1917 in Kraft_ Berlin, den 1. November 1917.

Der Reichskanzler. In Vertretung: Dr. Schwander.

Bekanntmachung.

Als Radbauarten, bei deren Verwendung gemäß Ziffer 1 der Bekanntmackmng, betr-ffend die Regelung des «19th mit Kraftfahrzeugen, vom 18. Dezember 1916 (Nxtchs-Gesvßbl. S 1408) für Personenkrafifabszeuge Be- freiung von ve'r Vorsck) ift dsr elasibckien Bpreifnng gewährt werden darf, sind 011821“ den in den Liefannimnchun in vom 24 April, 22 Mai, 28. Juli und 23 Auaust 1917 (Reichs- anz-iger Nr. 99, 122, 180 und 203) aufgeführten Radbauarten ferner diejenigen folgenden Firmen bis auf weiteres zuge- lassen worden.

zahlenden Pxeise nicbt fordern.

_ j - „___... o.-

Firma, die das Rad baut oder véktleidt

Oikak Klisk! u. Co , München 9, Eulen- bachstr. 29.

Oe1chreibuna des Rade]

Die hölzerne Radfelxe wird gegen einen äuieren elastischen Laus-ina durcb radial angeordnete Spi! alfedern allseitig elastiich abnesiüßt. Der Laufriua besteht aus spiralförmig aufgewick-lten Kamelbaar- ??Mu- außen mit Lederaleitsevuv ver- : 'n.

Die Radfelge wird segen einen äußeren starren Stabllauskranx t eingelegten Drahtseilen duxch _radi anaeordnete Schraubenfede1n allieiji elasiistb ab- g-siüvt. Die durch Führun obolzen a-aen seitliches Ausbiegen geßckoüßten Federn lagern auf eirer mebtiach ge- teilten eisernen Unterselge, die über der Grundfelae angebracht und mit dieser dmch Schrauben und eine äußere seit- liche Sibeibe vcrbanden ist.

Die Radbauatt untersch-idet sich von der in der Bekanntmachung vom 24. April 1917 unter Nr. 5 aufgeführten nur da- knrcb, daß an Stelle der Bandstahl- ungsedkrn paarweise anq-ordnete Schraubenfedern Verwendung Kaden.

Eine Innevfelge, bestehend aus einem breit-n flachen Eisenreifen, der auf die Holzfelge des alten Rane] aufgezogen ist, wird gegyn die Außenfelae durch mehrere starke Federn von Ellipseufotm, die aus Bandfedersiabl in mehreren Lagen übereinanker kergestellt werden, abseitlg elastisch ab e is': t. Die Außrn- felge ist an ihrer aus äche mit einem Ledergleitschuj mit weicher Unterlage versehen.

Berlin, den 31. Oktober 1917.

Der N-icbskanzler. Im Auftrage: Dammann.

“Geora Merker, Ber- . lin 80. 33, SÖH- sische Straße 35.

Siemens u. Halske, Akt.-(Ges.,Wetner- wnk,Siemensstadi bei Berlin.

Fiscber u. Gevoffen Go m; bo Ho, Velin- chen , Lindwurm- straße 71.

Bekanntmachung über Druckpapierpreise. Vom 29. Oktober 1917.

Auf Grund der Bekanntmachung des Reichskanzlers, betreffend die Reichsstel1e für Druck apier, vom 12. Februar 1917 (Reichs-Gesevbl. S. 126) wird olgendes bestimmt:

Maschinenqlaties, holzhaltiqes Druckpapier, das für den Druck von TageSzeit-maen bestimmt ist, darf, soweit Lieferun in der Zeit vom 1. November 1917 bis zum 81. März 191 erfolgt, nur zu folgenden Preisen abgeseßi werden:

5 1. Jeder Empiänaer bat den Preis zu zahlen, den er, für die lebt] vor dem 1. Juli 1915 gemachte Liefeiung an den damaligen Li: am _zu zahlen batte, zuzüglich eines Aufschlag“ & fr_!r Rolleupapier von Mak 27 75, 1) fur Formntp-pier von Mark 31,75 für einhunr-ert Kilogyamm.

In dem Nmscbl-qe ist die vom 1. Augusi "17 ab zu entrichtende

Kohlen» und Fracht11euer einbearxffen. . . 2

Die“Lieferuna hat im übri eki Bedingungen zu erfolgen, die Lm babtn. Es hat jedoch , 1. in den Fällen, in dmeu Lieferung frei Haus des Empfängers "folgt, der Empfänger dem Lieferer den Unterxckxieb "NYM" dem

zweiten Vierteljahr 1916 aegoltEn

Rollzixldsaß, der im [weiten Vcerteljabr191b von dem ieferer ju bejab m war, und deux migen, den er iür Lieferungen in der Zrit vosijutz. November 1917 is zum 31. März 1918 bezahlen" muß, ju er a en;

der Emp'änger ist jedoch berechtiat, die Abfuhr des Dru .: iets selbst vornahmen zu lassen. In diesem Falle hat der LietZkrpdm Emv'änger den Rosige! say, der um zweiten Vierteljahr 1915 zu be- :an n War, zu verqüten;

2. in wen Jäuen, in denen Lieferung auf dem Waff-rrveae ver- einbart_ war, der Empfänger dcm Lieferer den [1 ter'cbißd zwischen dem fur-Waßerverienoung im zweisen Vierteljahr 1915 aeltenyen und dem fur Waffekv-1sendung in der Ztit vom 1. Novembér 1917 bis zum 31. März 1918 zu bezahlenden Frachxsav zu erstatten.

§ 3. Erfolgt die Lieferung vom Lager eines" Pavlérbäudkers, *so'kann. der Händler auf den aui Grund des S 1 zu zahlenden Betrag einen weiteren Aufschlag von 10 vom Hundert berechnen.

. § 4.

Bei allen Lieferungen von Dr-_ckp:pier vom La er ei s !. . bändlm bat dex Händler auf den Rcchnungkbetxag Janzügnlßch KTYZ, Verpackung und etwaiger Zuschläge nach H 2 [Ka 2) einen Rabatt von 2 vom undert zu gewähren, w-nn dle Bezab um; der Rechnung dureh den kerleger bis jum dreißigsten Tage nach Eingang der RQWYSMÜZT ck b [

r-e enungan en nderbikumeii T 55:11le- Uxo kann der Händler dix Bezahlung obnez AbzßFY-LLYÉFH

ng .

“Erfol t die Vesablung nach dem sechzigsten Taae, v li d Händler Yerecbtigt, auf den Y_teihnungsbotxag (elnicbließlsicb érachetk ZMJZMJ uunk) etwaiger Zuschlag: nach E) 2 Absav 2) 2 vom Hundert

e .

Weitere als die in den §§ 1 bis 4. xugela enen Auf e "

L'efewngen vom Lager darf der Händler aufff die nachsch§g1fkä

. § 5.

Hatte die Lieferung vertragSmäßig vor dem .1. November 1917 zu erfolgen, so gelien die Bestimmungen dieser Bekanntmachung nur insolveit, als die KriegswirtsehaijsiieUe für das Deutsche Zeitun e- aew the in B*rlin bescheiniqt, daß die Lseferuna bis zum 31 Okto er Yelknnitckpt (FWU? wZZ.ich?sr;d1-1ret;falls§)g»clkten ldic: BeftKmZZ-aien der

.anmaun er e -eür ruaervom'.'a1917 („Deutscher Re?ch6an|eiger' Nr. 127). ' p p

Berlin, den 29. Oktober 1917.

Reichsstene für Dsuckpapier. Rübe, Geheimer Regierungsrat.

ck . Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Anergnädigsi geruht:

_dem Vräfidenten der Eisenbahndirektion in rank uri (Mam).Reuleaux den Charakter als Wirklicher Jeheitfner Oberreuteiungswt mit dem Range der Räte erster Klasse und

dein Regierungsbaumeisjer dcs Maschinenbaufachs Ga- lewskt in Frankfurt (Main) den Charakter als Baurat mit dem persönlchm Range der Räte vierter Klaffe zu ver-

leihen s owie

zi: den Zablungs- auß Liefe'rungss

die Regierungsbaumeixier des Eisenbahnbaufachs Klone- korn in Hannover, Hille e in Bromberg, Lucht in Mainz, Johannes Seiffert in Erfurt, Verlobt in Küstrin, Lode- mann in Deutsch Eylau und Süß in Krevznach sowie die Reaierungsbaumeister des Maschinenbaufacbs Fresenius in Düsseldorf, Ruthemeyer in Görliß, IHrael in Wittenberge, Nutkowski in Stargard (Bomm), Gaedke in Wittenberge, Mörchen und Dr.:Ing. Spiro in Trier, SchMelzer in Berlin und Jaeschke in Bromberg zu Regierungs- und Bau- räien zu ernennen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst gerubi: den Regierungssekreiären Vro'ck in Köslin und Hauck in Wiesbaden aus Anlaß ihres Uebertritts in den Ruhe tand den Charakter als Rechnungßrat zu verleihen. '

Auf Grund Allerhöchster Ermächtiguna Sein er Majestät des Königs ist dem Geheimen Baurat Gronewaldt, Vor- stand des Eisenbahn-Werkstäifeuamts a in Leinhausen, die natclYkztesuchie Entlassung aus dem Staatsdienste mit Ruhegehalt er e .

Finanzministerium.

Der Sieuersekreiär Löhrke in Naugard ist zum Rent- meister bei der Kreiskasse in Demmin ernannt worden.

Minißerium der öffentlichen Arbeiten.

Der Regierungs- und Baurat Kmtb, Mitglied der Eisen- babndirekiion in Sicilia, ist mit der Wahrnehmung der Ge- schäfte eines Referenten bei den Eisenbabnabteilungen des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten beauftragt.

Der Regierungsbaumeisier des Eisenbahnbaufachs Meß, bis???t in Glogau, ist zum Eisenbahnbetriebsamt 3 nach Canvas ver e . - .

Bekanntmachung.

Gemäß § 46 des Kommunalab aben cker vom 14. Juli 1893 (G SS 152) wird hiermit zur 5 entlicZen enntnis gebracht, daß der im laufenden Steuerjahre zu den Kommuualabqaben

der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn bezüglich ihrer in FWMM belegenen Strecke auf 21 „16 95 H festgestellt wor en .

Magdeburg, den 81. Oktober 1917. Der Königliche Eisenbahnkommiffar. Sommer.

Bekanntmachung. In Gemäßheit des § 46 des Kommunalabgabengeseßes

Kenntnis gebracht, das; das im laufenden Jahre kommunal- abgabepflichtige Reineinkommen der Freien Grunder Eisen-

worden ist. . , _ _ Frankfurt (Main), [er.- 30. Okiober1917. Oer Königliche Eisenbahnkommiffar. Reuleaux.

(Fortfeßuna des Amtlichen in der Ersten Beilage.)

Nichtamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 3. November 1917.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten gestern, wie „Wolffs Telegoraphenbüro“ meldet, den Vortrag des früh morgens hier eingetroffenen Generalfeldmarschalls' von Hindenburg. ..

*

Seine Majestät der Kaiser und König hat an Seine MaLeqstät den König von Bayern, wie „Wolffs Telegraphen uro“ meldet, folgendes Tele kamm, gerichtet.

An S elle des auf seinen Wunsch l_Utü trennden Retwskanklers und Präfike-teu Meines Staatsinintiieriums- Dr. MichaelW be» qbsichttge Ick, in die freiwerdenden Aemter den Vorsißenden in* Deinem Ministerrat Dr.„Gra en von Hertling zu berufen. Ich weiß, welcbe! Opfer es fur D cb bedeutet, diesen erfahrenen und- erprobten StaatSmann und treuen Diener zu entbehren. Wenn

dies in der Zuversicht, daß Du Oje Notwendigkeiien des Reichs- allen anderen Erwägungen voransiellen und Meinem Wunsche ent-„ sprechen wirst. W i lb elm.

Seine Majestät der König von Baysrn/hatsmik nachsteYnder Depesche geantwortet: , . 'é: - _ oeben etbalte Ich Deine telegrapbiscke Mitteilung, daß Du

den Grafen Herning auf die Stelle des Re'chskan lers und Präsidenten Deins- Staatsministmums berufen willst. o schwer es Mir fällt, auf die bewährte Kkaft des Grafen Dettling für di: bayeriscbe Regierung verzichten zu müssen, "kann Ich doch der von, Dtr_g troffenen Wahl nur aus vollem Herzen zustimmen. . Unter Jmckstellunß eigener Interessen entivr-che ch daher gerne Dei-em unsche na Freigabe des Graien Herrling aus dem bayerischen Diensic. Möge der neue Kanzler, der sein Amt unter dem mächtigen Etndmck der Siegesuacbricbten aus dem Süden antxitt, ck Y::ßektkjieingabßn ddernZeit ckFinder (LMU! en tLösung iufübrm, un am au en tme aa ca eine kra wolle

Entwicklung und eine gesichert; Zukunft gewährleistet. f *

LudwiF

Seine Majestät der Kaiser bat obiger Quelle :: ol e auf die Depesche des Präsidenten des Reichstags Dr. KZeTan folgenixx exrvikderk: ich ' an e erz! für die Glückrvüns :, die e '

Namen des Reichstaas zu dem übecwäxtig-ndén EikolxkkaYkeFraM liaben, den unsere taprxren Truppen Schultkr an Schulter mit den Armeen des “enqve1bund ten O-si-ireicb-Un'gat'n in ' (jlänm-dem Siegeszuge erfochten haben. Bewundecnd und dankoar sieben wir vor dem Oofermut, der _ Außdauer und der alles öberwiudmdeu Tapwikeit unserer Brüder im Felde, die nicht

nur die Heimat mit ihrer B(ust vor einer Wit v i d schämt, sondern in kühnen: Wagemut in Nord un; Süßuibßee 71:2:

einschäßbare Reinertrag aus dem Vetriebsjahre 19|6/17 bei“

vom 14. Juli 1893 (GS. S. 152) wird hiermit zur öffentlichen“

bahn aus dem Betriebsjahr: 1916 auf 93 500 «is festgestellt

ch gleichwohl die Bitte an Dich tichte, ibn freizugeben, so tue Ick)

_ dabei di'e

ngobnien Waffen in das Lmd ick Feinées tragen. Möchten sie ein leuchtendes Beispiel Lein für alle in der Heimat und eme unite Mahnung, nicbt xu'rückousieben an glübsnd-r Vatulaudsliebe und alles tragmdem Oosnfinn. Möchte das Volk daheim und icine Vertretung den Btüketn im Fxlde seinen Dank daxbringen dumb gleichen Opfermut und jene fest: innere Einigkeit und Geicbloffen- beij, die den Kämpfern draußen den schönsten Lohn, den Feinden aber die waißbeit hiingt, d*ß Deutschlands Kra't auf keine Weise zu brecbm ist. Dann wird uns Gott den endgültig-n Steg schenken und unser te_aeres therlaud durch Kamvf u! d N-“t zum ehrenvollen Frieden iuhren. Wilhelm 1. 11.

Der Generaljelbmarschall von Hindenburg hat auf die Depesche des Präsidenten desNeichstags Dr. Kaempf laut Mel- dusngdtdes „Wolffschen Telegraphenbüros“ folgende Antwort ge an :

Eurer Exjkllxnz „sp-eäpe ich fiir die Worte der Becrüßuna, die_ Sie aus Anlaß des S eqes in Italien an mich xu r-chten die Gute halten, meinen verbindlichsien Dank avs. .ährend im Westen unseke herrlichen Tiuvpen seit Monaien obne Unterlaß heldeanft i_md uvet1chüttett den gewaltigsten und aleichzeitig eni- iaguu evolliten aller Kämpfe gegen den verzweifelten Axstmm der ramosen und Engländer führen, haben am Isonw im Penta mit den verbündeten Oesterreichern und Ungarn deutsche Divisionen, b-neidet vnn aklen ihren Kameraden, in UUyT- siamem Vorivärtsdräna-n den Zusammenbruch kes italienischen Petras herbeigeführt. Wahrlich, das deutsche Voit muß stal] sein uns seine Söhne und daaf getrost sein Gesch1ck und sein Gut ihren stgrken Herzen und Armen anvertrauen! Das err Wix!) seine Schuldinkeit tizn und dem deutschen VoD: und Vaterland: die Grundlage erkampfen für einen kraétvollen, Dauer verheißenden Frieden. Anek es technet damuf, da das dxut=chc Volk einig Wk? rin Mann hinter ihm sich!: zäh und zuversichiliw, friedfertig, aber fi-gxswiüia, seines Re:!zts und seiner Kraft bewußt. Vorwärts fü: Kälin: und Reich! Generalfelxmatschall v. Hindenburg.

In der am 2. November unter dem Vorsiß des.Siel]ver- ireters des Reichskanzlers, StaatSminisiers Dr. Helfferich abgehaltenen Vollsißung des Bundesrats wurde eine Ahlxnderung der Bekanntmachung vom 21. Dezember 1916, he- treffend Bestimmungen zur Ausführung des Gesetzes über den vxterländtschen Hilfstzienst, die Zustimmung erteilt. Zur An- nnhme gelangten ferner der Entwurf einer Bekanntmachung über die Zusammenlegung von Brauereibetrieben, der Entwurf einer 'Bekanntmachung ,über Beschaffuna von P-xpierbolz für Zeitungs- druckpapier, der Entwurf einer Bekanntmachung, betreffend die Unterstüßung von Familien in den Dienst eingetretener Mann- schaften, der Entwurf einer Bekanntmachung über die staat- liche Genehmigung zur Errichtung von Aktienaeseüschaften und der Entwurf einer Bekanntmachung über Sammelheizungs- und Warmwafferversorqungsanlagen in Mieträumen. Dem- nächst wurde über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt.

Zu der im amtlichen Teile der heutigen Nummer des

Reichsanzeigers veröffentlichten Bundeöraisoerordnung vom 2. November 1917, betreffend die Unterstüßung von Familien in den Dienst einaetreiener Mannschaften, Wird durch „W. T. B.“ folgendes ausgeführt: , Nach § 5 des Geseyes vom 28. Februar 1888 betrug die Unter- äüßung der Ebeflauen 6 .“ im Sommer, 9 .“ im Winter, 4 «46 für FaleS'nak-ßebö-ige. Schnn bei Krit *ausbtucb stellte sich di: Uamlän lichkeit dieser Sätze“ heraus; des alb wurde duscb Gesetz vom 4. ugust 1914 die Unterstüßuna auf “9, 12 und 6 .“ erböbi. Nachdem unter dem 7. November 1915 eine weitere Steigerung !tfolcet war, wurden durch Bundesraisverotdnung vom 3. Dezember 1916 die Eäße auf 20 .“ für die Ehefrau, auf 10 .“ für die An- aebörigeu erhöht. Dies sollte nur für den Winter gelten; da fixb jkdoch eine Vkrmindexung als unmöglich betaussjellte, wurden die Säve auch für den [Wien Sommer beisebalten. _

Die hlébuige Summe der Reichkfriegöuntetsiußung an Mindest- säéen, 'die von den G-meinden voraUSzuzablen und deren ipäFere E:- fiattuna dim!) das Reick: Vorgesehen ist, beläuft sich gegenwartig auf rund 18) M-Üionen Mark monatlich. Nebenher bvabe-n die Kom- munaloeioänus die Verpflichtung, diese Retcbsuuterstusung so zu e_x- gänzen, wie es der Vedüritigkeit der Familie enixpzicht. Die hierfur von den Li*ferungsverbänden aufgewendxtm Summen sind außer- ordentxickp eih-bticb. Damit die Gemeindemibände diescr Verpflicbtmg Mech! wsrdrn können, erhalten sie Zuichüffe aus dem Woblfabris- fonds beim Reichsscbxyamt, der im Laufe der Zeit von monatlich 10 auf 31,5 Millionen Mark erhöht worden ist.

Der Reichsrag hat nun in feiner lcvten Tagung folgende Ent- s(hließunIck angenommen :

.“ ie verbündeten Regierungen zu ersuchen, bas Geseß, be- treffend die Untersiüsung von Familien u!w. von 1888/1914 dahin xu ändern, daß die Unterstützungssäve im § 5 unter a. von 20 auf 30 «16, unter b von 10 „auf 15 exböbt werden'.

Auch die Reichöleitung kat demgegenüber avg-sicbts der wiri- schastlichen Lage durchaus aneiknnnt, daß eineErböbuna der Familien- untersiüsuvg vom 1. November1917 ab allgemein einzutreten babe. Dennoch ist es iür richtig erachtet worden, von einer allgxmeipeu K'eiébmäßigen Erhöhung der Mindensäve abzusehen.“ Die wirt- schaitlichen Verhältnis: in den Lieferungvabänden liegsn außetordent- lnb ver-frbieden; für die meisten ländlichen Bezirke ist eine Erh?hung d-r bisherigen Süße nicht in demselben Maße notwendig wie iue'die arößeren Städte. Eine schematiiche Erhöhung der Minrestsätze batte daher das R-icb aum Teil unnötig in Aniprucb genommm; außerdem wären die Lieferungsverbände gezwungen gewes-n, ihrerseits die ak- samten Mindestsäße vorzusäneßen, was fur sie eine außerordentlick; starke Belastung bedeutet bäne. «

hat der Bundesrat

Von diesen Gefiäptsvunkten angebeni, folgende Verordnung erlassen: , .Die. Liéferuugwetbände ßnd verpflichtet, aus ihren Mitteln eine Erhöhung d-r bi! zum 1. Oktober 1917 ge-abltsn Familtwn- Unkkkstüxu 1gea eintreten xu laffen, bie spätestens vom 1. Noven.ber 1917 an“ zu gewähren und deren Betrag ix nach den örtlichen Ve“!- bältniffen zu bemessen iu. Bis zum Betrage von 5 Maik fur jeden Unterstüßten werden die seit dem 1. November 1917 ge- WÜbrten Erhöhungen der Uuterstüxzungen vom Reich erstattet, und zwai zur Hälfte" allmouailicb, zur Hälfte zusammen mit der Er- iiatmng der aesevlicben Mindestbeiräac'.

In allen Lieferungwe-bänden - aucb solchen, die bikber keinen Zuscb-ß zu den Mindestiäyen aus eigenen Mitteln gewährt haben -- und für alle Unteystützungsberecbiigten tritt alsg am 1. November 1917 an eme Erhöhung der bisherigen Untersiußung an sich _etn. DSU kasemn svexbänden sieht aber die Entscheidung daruber 5", in welaYer Höhe dies ju. geschehen bai; fie können

. ab! der Kindek, die Arheitswöglicbkeit und andere Gesichtornnkte berücksichtigen. Den Lieferungkvsr- bänden wi-d die gesteigerte Jnanspruckvnabme dadurch erleiatert, ksß die erhöhten Unkerstüßungen bis zu 5 .“ monatlich vom Reich L'staitet werden, und zwar zu einer Hälfte aümonatlick), zur anderen mit der Erstattung der Mtndesibeträge. Soveit die Lieferungsverbä- de Unierst'üßun en über “den Sah von 5 .“ hinaus newälxren, erhalten s'“ zu den 1 nen dadurch erwachsenden Ausgaben Zuschuss: aus dem WVblkavti-fonds des Reiches in gleicher Weise, wie zu den sonstigen "“'" kbns'n den Unterstühnnasberubtlatmgewährten Zufchäffuj zu den Nikdöslsäyen.

[

Die Frist zur Einsendung der mit der Bekanntmachung über Papier, Karton und Pappe vom 20. September 1917 an- geordneten Anzeigen über Bestand und Verbrguch nn Papier, Karton und Pappe, von der, nne erneut betont werden soll, jeder, der im leßten Jahre mehr als 1000 Kilogramm verwendet hat, betroffen wirt), war am 22. Oktober 1917 abgelaufen. Denen, die die Anzeigen noch nicht er11attet haben, kann nur empfob_len werden, sie schnellstens nachzuholen und der Kriegwaylschaftssie11e für das Deutsche Zeitungßgewerbe in Berlin (Breite Straße 8/9) sofori entsprechende Mitteilung zu machen, damit von einer Strafanzeige abgesehen wird. Wer trotz der erneuten Mahnung die einmaligen und monatlichen Anzeigen nicht erstattet, hat nicht nur strenge Bestrafung zu erwarten, sondern muß auch unbedingt damit rechnen, bei einer Zuteilung später kein Papier mehr zu erhalten, womit unter Umstanden die vöÜige Lahmlegung seines Geschäftsbetriebes verbunden sein kann. Nicht nur Vapierverarbeiter, sondern glle Ver- braucher von Papier (Warenhäuser, Verkaufsgeschafte usw.) sind meldepflichtiq! Beamte der Kriegswirtschaftssielle nehmen überall genaue Prüfungen vor.

Bayern.

Zwischen Seiner Majestät dem König, und dem Reichskanzler Dr. Grafen von Hertiing at, wre „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, folgender Tc egrammmechsel stattgefunden:

Seiner Majestät dem König yon Bayern Munchen.

Euerer Maj-siät beebre leb mich allerunieriäniast zu melden, daß ich mich ioek-en zu der mit Von Seiner Maj-stät dem Deu:- icb-n Kaiser und Könia von Preußen anaetragenen Uebemcxbme der StkÜC ies Reéchsknnzlers und 8-5 Preußlkcbm Ministerprafidenten entspxcchend der mir von Ener Majesiät Allerböxhsi erteilten Et- mäch€inung bereit Rkläkt habe. Tiefbewegten erzens muß ick) in dics-r für mich so ved-uiungsvollen Stunde das habe Amt, auf das mich das Vertrauen wailand Seiner König- licbcn Hrbeit des Piinzregeuten Luitpold von Bayern berufen hat und das mii: "allen meinen Kräften zum Besten des geliebten Baverniandes zu führen meine Fer: und mein Stoß wax, in die Hände Euer Mcjstät zurückléasn. _ bissi: ich bei dies-m Anlass! weinen tiefgefubsten Dank .er an: mir in übctrciäxem Maße kewieiane Huld und En,:de zu Fußen Jegen zu dürfen. Möge der Alimäckztige (Holt Eure Könialiche Majestät mit einer langen, glückbringendcn Rigierunq zum W051: 588 Vam- laLd-s segnen und das Königliche Haus in seincn gnadißen Schuß n? men. _ Egner Königlcben Mojesiäi allerunieriänizsi ireugehorßamsicr

Dr. (Ma! von Hertlina.

Seiner Exzellenz Reichskanzler Dt. Grafen von Herilinannn Seine Maisstäi der Kaiser hat mit geilem abend ielegraphisÖ mitgetei", daß kt sich entschlossen hat, Eure Exeüen] auf 5? Stel]: des Reichskan|leis zu berufen. Eure Ene enz wiffen, wie icbwer es mir fällt, mich gerade in dieser Zeit von an_en ,txennen zu müssen. Wenn ich mich aleichwohl mit Ihrem Rucktritt aus dem Amt: des bayxriicben Staawministers des Königlichen Hauses ur-d des A-ußxren einveistnnykn e1kiäre, so geich1e§t es, We'l ich mit Seiner Majestät dem Kaiser darin uberein- siimme', dak: Ihre Berufung auf den Mosten des Kanzlers dén Jntexeffm des Reichs dteni, denen gegenuher ich mein eigenes Intereffe jmückstellen muß. Meine innigen Wunsche begleiten Sie in Ihr neues, hohes Amt. Gott gebe Ihnen die Kraft, die schwkre Bürde zu tragen, und das Steuer, das St: ergrenen, mit sicherer and zu “führen, zum Wyhl: des Reiches und der Bundesstaaten. ls äußeres Zeichen meines warm empfundenen, von Herzen kommenden Dankes für hervorragende Dienste, die Sie Meinem böchsiseli en erm Vater, Mir und Meinem [Leben Bayernlande in fast echjxäbriger Amtsführung aeleistei, verleihe ich Ihnen

Meinen Haus-Ritter-Okden vom Heiligen Hubertas. Ludwig.

Seine Majestät der_ König hat bis zur Wieder- beseßung des durch die Berufung des Grafen von ertling auf den Reichskanzierposten freigewordenen Amtes des Staatsministers des Köiiiglichen Hauses und des Aeußern der „Korrespondenz Hoffmann“ zufolae den Staatsmmister o,on Thelemann mit dem Vorsitz im Ministerrat und den Staatsrat yon Loeßl niit der Führung der Geschäfte des StaatSministeUums des König- lichen Hauses und des Aeußern betraut.

Kriegsnaxhrichten. Berlin, 2. November, Abends. (W. T. B.)

In Flandern lebhafte Feueriäiigkeit an der Yser.

Unbemerkt und ungestört vom Feinde, haben nur in letzter Nacht unsere Linien von der Bergfront des Chemin- des-Dames planmäßig verlegt. _ '

In der. Nacht zum 1, November haben un'sere_ Flieger Lontfzon und englische Küstenpläye erfolgreich ange-

ri“ en.

g 1Im Osten nichts Besonderes,

Aus Italien bisher nichts Neues.

Am T a gliaitienio wurde der Rest ,der auf dem Ost- ufer zwischen dem FeUa-Tal und dem Adriatischxn Meere noch haltenden italienischen Brigaden gefangen oder uber pen Fluß geworfen. Die“ schweren blutigen Verluste der Italiener auf dem eiligen Rückzugs bestätigen fich. Vergebens versuchen feindliche Funksprüche die gewaltige Größe der Niederlage in Italien, die die gesamte Entente getroffen hat, zu verkleinern. Zahlen und Tatsachen sagen mehr als Worte. '

In F ( an d e rn hielt starke Feuertäiigkeii besonkzers bei Dixmuide, bei Hollebeke und Passchendaele den Tag uvex: an und blieb auch in der Nacht sehr lebhaft. Zeitweise erreichte fie zwischen Poelkapelle und Passchendaele große Heftigkeit.

An der AiSUefront lebte das feindliche Feuer am Nach- mittage bedeutend auf. Es erreichte" gegen Abend von nördlich Brave bis Hurtebise große Starke. Nach fünfstündiger ArtiUerievorbereitung und stärkstem Txommelfeuer brach der Feind mit starken Krä**ien zum ngnff vor, der in unsxrem zusammengefaßten Nrillerix, Infanterke- und Maschinen- gewehrfeuer unter hohen Feindverlusten bluiia zusanzmenbrach. „,Unsere SteUungen wurden restlos gehalten.] Auch wahrend der Nacht hielt dns euer auf der ganzen'Front an und ließ erst am Morgen des . November bei nebligem Wetter nach.

Oestlicb der Maas steigerte sich das lebhafté feindliche Siömngsfeuer ain Nachmittage fienemveisx bedeutend und hielt bis zur Dunkelheit an. Nach kräftiger Feuervorbereiiung

Enter Königlichen Majesiät“

(

stießen westlich des Chaume-Waldes starke feindliche Patrouillen

er. Sie wurden blutig abgewiesen. , . _ , 11 In Mazedonien erlitt nordwestlich Bttoli em mii

stärkeren Kräften uniernommener feindlicher Angriff dassélb? Schicksal.

Mit dem Vordrin en der verbündeten „Truppen, in die Ebene Venetiens und9 der _Eroberung eines Teils; der italienischen Landschaft Friaul sind, wie,io oft schon in ?).eixm Weltkriege, wirtschaftlich wichtige Gebiete .in dre Hanl edr, Mittelmächte gefallen. Venetien isi ebensqrme “Friaul ein km wirtschaftlich sebr fruchtbares Gebiet. B?! der Lebensrmitenoi, die augenblicklich in Italien herrscht, nt der Wegfaüsemes jeden Quantums landwirtschaftlicher" Prnduxie „doppelt KMM; zu ertragen. Besonders peinlich fu; 'die Wallemch Inn?“ politik ist die Tatsache, daß die Indunnezeniren der „orndnr lei teilweise mit den Agrarprodukten Venetiens, und _inaus gespeist werden. Hierzu kommt, daß mit Udine em außerordentlich wichtiger VerkehrSpunkt verloxen “gegangen ist. Damit hat die Lebensmittelversorgung JWÜLUS eme neue erhebliche Erschwerunq erfahren. WU'WUÜTLLUQ ferLer von einem Vormarsch der Truppen an der Kune; .!an ecr Küste liegt die Hauptstadt Venetien?» Venedig. WJ Stadt, die nicht ungefährdet erschemt, ist hesonders wahxknt des Krieges zu einer großen_ Industriestadt (11th9? 9? worden. Die Kriegsindustrie Venedigs, das „vor dem Kriege in der Hauptsache von Fremden- und LuxuSmdustrie lebte, disk beute recht bedeutend. Jedenfalls dringt der Vormqrsch er, Vexbündeien int.“- Muskeifleisch und Nervensystem'des wxriichnft- lichen Italiens ein. Dieses Nervensystem verdichtet sich „nach der Lombardei zum Nervenzenimm pes in_odernen Italiens, denn dort liegt die Hauptinduftrie, die Baus seines vor dem Kriege soeben wieder im Aufschwungs benmffenen WqMstarWesé den die italienische Regierung freventlich aufs Spiel ges?! hat. (W. T. B)

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Berlin, 3. November. (W. T. B.) Emes unsekek Bombengeschmader hat in der Nacht_ vom 31. Okwber zum 1. November die militärischen Ziele im Herzen Lon- dons und in den Hafenstädten (Hrnvesend, Chatham- Ramsg ate, Margate und Dover kräfti g und_w1rkungs- voll mit Bomben angegriffen. InLondon.G-bä1k)am Md Namsgaie brachen nroße Brände aus. Andere Bombxen: geschwader griffen Festun univ Werftanlagen vonlDun- kirch en sowie militäris e Zielx hinter der fland'rischen , ront an und verursachten zahlretcbue Explofionen und Brände.

(lle unsere Flugzeuge smd zuruckgekehrt.

Großes Hauptquartier, 3. November. (W. T. B.)

Westlicher Kriegsschauplap. “. . Regen und Nebel schränkten die Gefechistat1gkeii bei aklen Armeen ein. _ In Flandern unterhielt der Feind starkes Feuer auf die Stadt Dixmuide und ihre Anschlußlmien. - ' In der Nachi vom 1. zum 2. November haben (720117111? schon längere Zeit beabsichtigte Verlegungaunserer „turen vom Chemin-des-Dames ohne Storung zu Ende geführt. , der bis gestern mittag noch lebhaftes Feuer“ auf die von uns aufgegebenen Stellungen unterhielt. Am Rhein-Mdrne-Kanal , kursduxgsvorstoß nordamerikanische Soidaten gefangen un- ge ra t.

Unsere Flieger haben in der Nacht vom 1. zum 2. No- vember Landon, Chatham, Gravesend, Rams'gate, Maraate und Dünkirchen mit Boxnben angegriffen.

Starke Brände ließen auf gute Wirkung schließen.

In den le ien Tagen vermehrten von unseren Kampf- fliegern die Zaßl ihrer Luffisiege: Leutnant Mahler auf 32, Vizefeldwebel Buckler au 23, Leutnant Bohme auf 21, Leutnant Bongartz auf 20.

Oesilicher Kriegsschauplaß. . Bei Dünaburg, Smorgon„Vqranowiischi und am unteren Zbrucz lebte die Feuertätrgkert auf.

An der Mazedonischen Front . schwul] der Ariilleriekampf östlich des Vardar zu erheblicher

Stärke an. Italienische Front.

Keine größeren Kampfhandlungen. Vis 'th smd Uher 200000 Gefangene und mehr axs 18 0 Geschuve gezählt worden! Die Beute an Maschmengewehren, Minen- werfern, Kraftwagen, Bagagen und sonstigem Heeresgerat hat sich noch nicht annähernd feststellen lassen.

Der Erste Generalquartiermeister, Ludendorff.

Oeftxrreichiscb-ungarischer Bericht. _ Wien, 2. November. (W.T.B.) Amtlich wird gemeldet: Am unteren und mittlerenkTagliamenio sind wir in Fühluna mit dem Feind?. Italienische Truppen, die fick) noch östlich des Flusses zu halten suchten, wurden ae- worfen oder aufgerieben, wobei erneut mehrere tausend Gefangene in der Hand der Verbündeten blieben. Jm Feilagebieie und“ im Bereiche des oberen Tagliamento nimmt das Vorgehen unserer Armxen'den beabfichtigten Verlauf. An mehreren Stellen mußte feindlicher Widerstand gebrochen werden. . Auf den anderen Kriegsschaupläßen keine Er- eignisse von Belang. Der Chef des Generalstabes.

Türkischer Bericht.

Konstantinopel, 1. November. (W. T. V.) Amtlicher Tagesbericht. _

Schwarzes Meer: Zwei russische erßörer, die in der Nähe von Midia kreuzten, entfernten 71 beim Herannahen unserer Waffetftugzeuge schleunigst nach Norden. , . Sinaifront: Im Gazaabschniti wurden 15 Inder gefangen genommen. Feindliche Manitou beschaffen zeitweilig die Stadt Caza.

An den übrigen Fronten keine besonderen Ereigniss.

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Aae Bewegungen blieben dem Feinde verborgen,

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