Bankenatsvewrknuvg wr Fetvl'altung unzuvetlösfiger Petsonen vom Handel vrm 23. Ssprkmver 1915 untersagt worden ist, wird aufgehoben.
Hm b **g, den 30. Oktober 1917.
Die Deputation für Handel, Sckiff 51 und Gewerbe. Justus Strandes.
Bekanntmachung.
Der Außgeberswitwe uvd syübyren Milchbändlerin Anna Losebkv, in Nürnberg, Fü" 18, wobnb„ft, wurde gamäß H 1 ker Bun'es atsvexorknung vom 23. Sa; -mbor 1915 über 712 Fevnbaltu'g u:„zuvkr1ä-Jgr Petsonen vom Handel der Handel mit Lebknsmitt-la aller Ar! unterLagl.
Nürnberg, den 19. Oktober 1917. Stadtmagistrat. Dr. E eßler.
Bekanntmachung.
Det Gastwirtschaft zur Totenmüble von Herrn Gußav Adolf K*"!hnel in Ullkrad orf b. Dres'en ist auf Grund des § 1 der B km 'mach:xng d-s H-nn Rekcbekgml-"a zur ijnb=1111nq unzu- verläsfi,4-t P 111*nkn vom Handel vcm 23. S vtemb“ 1915 n Vcr- b'nru-a mit Nr Vetovknung des Kötkgltckvkv M?xisterknms d-s 375-141 wr Ausfüktuna dw-s-r ')?erotdnxan yorn 9. kaobW 1915 für dée Zi“ ron, ]. ')?ov-mbcr 1917 bis auf wyijcxco k-r ') €rk»*br mit FlNiicb und F eUcbrraren 117;te!sa:-twoxdcn. Dem anabkr ist vom pe a nt-n Ta.? an vmbctey, Fleisch und Flekscbwaren in iewet Eastwi-UUU zu v-r br-icben.
TreSwr-N-uimrt, am 26. Okt-cb-r 1917.
Die Königlxcbe AmtöbauptmannWät. Dr. von Hük-el.
Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben AUergnädigs! aembt:
den Pfatrer Quehl in Griste, Regierunosbezirk Cassel, zum Superintendenten und Metxopolitan zu ernenmn.
___-_-
AufGrund AUerhöchsK-r E möchiigung Seiner Majestät des Königs bot das Staaiyministetinm infolge der von d-n städü'ckwn Koüegien in Peine getroffenen Wahl den Ge- xichtSaffeffor Kauth aus Hameln als Syndikus der Stadt Peine bestätigt.
Auf Grund AUerböcbster E7mächtiauna Seiner Majestät des Könias ist die Wahl des Diwktors Dr. Hegenwald an dem städtischen an um in „smd zum Direktor der städtisch n Kaiserm Awuste Vikto'11a-Schule (Lyzeum mit real- anosialer Studienanftalt) in Bielefeld durch das Staats- ministerium besxätigt worden.
_-
Minkslerium der geistlichen und Unterrichts- angelegenheiten.
Dem Superintendenten und Metropoliian Qnebl in Grifle ist die Supexintendevtur der Diözese Frißlar-Melsungen und das Mejropolitanat der Pfarreirlaffe Felsberg, Regierungs- bezirk Cassel, übertragen worden.
Ministerium des Innern.
Marian Seyda (geb. am 7. Juli 1876 in Posen), Syst) ster Struzykiowxcz (geb am 3. November 1874 in Davszno, Kreis Mogilno) sowie Oskar Telmes (geb, am 27. Januar 1879 in Hair-hols, Landkreis Hannover), seine Ehefrau und seine beiden mmderjäwigen Kinder sind vmch Boschxuß dys pr-ußischxn Ministets des Innern vom 29. Ok- tober 19 7 auf G und des § 27 Abs. 1, bezw. ch § 29 des Reichs- und SxaatScmg»hörigkenßgeseßes vom 22. Juli 1913 der preußischen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt worden.
Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.
Der Förster Brandboff in Dickbof ist zum Forstkaffen- rendanten in Hammejstein und der Hegemeister Lohs e in Gotßsche (Metievurg) zum Revierförster ernannt worden.
Hat'ptverwaltung der" Staat§schulden
Nachdem über die Rechnungen der Staatsschuldentilgunas- kaffe und der Provinziaekaffen für das Rechnunquahr 1914 von beiden Häusern des Landtags Ea-tlasiung erteilt worden ist, find die nach diesen Rechnunaen eina-[östen und nach ux-serer Bckamrtmachu-M vom 4. Oktober 1915 in Ver- wak17ung renommenen Staxxtgschuldm-kunden über zu- sammen 775 269 402 (46 36 45 bcute in G:*mäßheit des § 17 d- s Gedeßes vom 24 Fe-b-uar 1850 im Beisein von Mitgliedern der S aatsscbulnenkommission und unserer Verwaltung durch Feuer verntcbtet worden.
Die im Rechnunmsjckße 1916 einaelösten verzinslichen StaaiHscbuldm kur den (-Staat-x«sckckuldscheine. Sch11|dverschreibungcn und Schaßcmweimncxen) sind heute nach Vorséqri'ft des Z? 16 a. a O. von der Staatssctmldenkommission und ung unter gemänscvaftlicbkn Verschluß aenommen worden.
Verzeichnisse der eingylösten Zchuldurkunden, aeordnet nach Schuldaattungon, Buchnaben. Nummern und Geldbeträgen, liygen in der Zeit vom 5. November bis 4. D-zember d. I., werktäglich von 9 bis 1 Uhr, bei der Kontrolle der Stams- papimp, Berlin 8127. 68, Oxaniensjroße 92/94, Erdgeschoß links, am Schalter 1, zu jedermanns Einsicht aus.
Berlin, den 20. Oktober 1917. Hauptverwaltung der Staatsschulden.
VekanntmaeBUng.
Der Eßefrau dks B-rr-bard Meisen in Holjbausen b. Vervrmtb, Hévcsträfe 18, ist die Wiederausnabme ibrks MngrclbtlUkbks tür kkn [14410118 1.63 Deu11ckcn "Achs gektaUet [voxk-en. Dbsfäkorf, den 3. Nov-kmbcr 1917. „ Der Landrat: von Veckcrath.
Bekanntmachung.
Gemäß § 2 Abs. 2 der Verordnung des Bundesrats, betreffend FernbaLt-ng unzuverläsüger Pe1scnen vom Haldel, vom 23. Sp- !ember 1915 (AGB!. S. 603) habe ich dem Kanfmann Wilhelm L--wkowis,in Düsseldorf, Volkersiraße 28, wohnhaft, die Wiedexaufnabme des Handels mit Nahrungs- und Ge- nußmitteln gestattet.
Düsseldorf, den 4. November 1917. Die Polizeiverwaltung. Der Obexbürgcrmeisier. I. V.: Dr.Iebr.
Bekanntmachung.
, eRemäs; § 1 Abs. 1 und 2 dx: N-wrknung des Bundesrats vom 23. Sepkember 1915 (REVL. S. 603) über die Fexnbaitung un- juoeriäsfiger Pexsonen vom Handel babe kcb der Ehefrau des Hermann Franke, a-boren am 1. Mäiz 1876 in Speldorf, bier, früher Cölner Straße 2266, j-ßt Ellnstcaße 81 wohnhaft, die Aus- übung jedes Handels mit Gegcnßänden des täglichen Bedarfs, iysbe1ondete mét Nahrungs- und Genußmitteln, für das gesamte Neickosgebi-t verboten.
Düsseldorf, dem 2. November 1917. Die Palixeioerwaltung. Det Obexbürgermeisier. I. V.: Dr. Lebt.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Nekannsmch2chuna zur F*rnbaüuna unj*.-ver1äfiaer Personen Vwm Hankkl wm 23. 'H-ptxmer 1915 nird deva Händler Johann Moos, (Hklsenkig-Öen, Udostsaße 1, der Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs untersagt, weilMoos, um einen bkberen VexkauWPr-is 111: das von ihm s-ck-ufte Gemüse bewiüwt zu erhalten, bei der Preisprüfmngkstslle ein:- vc):- ibm ge- fäz1chte Rechnurg yorzxe'legt bat, m der der Preis 1113 Grünkohl mit 10 .,1 und der Reis für Sjiylmus mit 8 45 ana-c-ben tvar, während der v-m ibm at.:ablte PKW in Witkltcbkcit 8 ck! bezw. 6 «! benua. Dix Unzwstlä fi..keit des Moos in b'sux aaf den Handel betükb ift biercmch dargexan. -- Tie Kauen der Ve;öffcnt11chung trägt Moos.
Gelsenkmbev, den 6. Novrmber 1917.
Der Oberbürgcrmeister. I. V.: von Wedelfiaedt.
Bekanntmatbung,
Tem Mühlenbesißxr Paul Pommerenlng, Robe, wird hiermit auf Grund der BundeSraksvero-dnung über Ferrbaxtuvg unxuvxrfäkfiger Personen wut Hmdks vom 23. September 1915, Re1chs-Gcsybla1t Seite 60.9), der MüYlerelbetrieb einschl. des Handels mit Müllereierzeugnt'sen untersagt. - Die durch ooo Verfahren vejursachten baren Auslagen sowie die Gebühren der öffentlichen Bekanntmacbuug find von Pommerentng zu tragen.
Greifenberg in Pomm., den 3. November 1917.
Der Landrat. von Thaddeu-
Bekanntmachung.
Der Betrieb der Mühlenbefißetin Frau Luise Lencke in Sb'orr-n ist wegen Unzuverläsfizkeix der Inhaberin bis auf weiteres geschlossen. »» Dre Kosten dieser Ve1öffeut11chung trägt die Benoffene.
Johannisburg, den 27. Oktober 1917.
Der Landrat. Gottheiner.
Bekanntmachung.,
Der Gemüsehänklerkn Auguste Voi, bierselbsf, Eck-mförder- straße 6, wdv hiermit auf Grund der Ve-ordnunq ves Bundekrats zur FernbaLtung unzuv-xläsfi-er Personen vom Han el vom 23. Septxmber 1915 Wegen Unz-vnläsfizfeit der Handel mit (Genennanden yes täglichen Bedarfs, insbesondere mit Obst und Gemüse, untersaat mit der Maßxabe, daß dieselbe ihr Geschäft mit B ginn des 8. Novxmber ». I. zu schließen und die Kosten desVerfc-breno zu tragen hat.
Kiel, den 3. Novemb-r 1917.
Städtische Polizeibehörde. Dr. P a u l v. “
Yickztamtsiohes.
Dextsäxes Reich.
Preußen. Berlin, 8. November 1917.
' Seine Masjestät der Kaiser und König hörten aestern, w1e „Wolffs, Te earapher-büro“ meldet, den Vortrag des Chefs des Zivilkavmetts und den 13.13 Generalstabes.
O_er Reichskanzker Dr. Graf von ertlina hat, wie „WofoZs Telographenbüxy“ meldet, folgen e Dewsche an den bulgarnchen Mimsterpaäsrdenten Radoslawow gerichtet:
E:"e" (Wellen; veebre jchxm1ch, davon Mitteiiung zu machen, daß Seine Maj**ät der Kalke! und König mir das Amt des RCiMkan-lers und p eußxkchen Mi-istsrv-äfidenten übertragen hat. I' dem Au eubick, Wo ich meinen Posten üxexmbmr, dkän.t es wick), Eure Exzeuem als den Mnbka ünde-r und treu bewälwten Träger der tquÖ-bulaaxUÉ-Jn Bündnißp *littk baulich [u bemüß-n.
_ E re Exxeaenz bitte 111), Wx? m-Lnea Vo aängern, so auch mir Ihre v--r_txaue15m*[1e Untexst-Yung zuteil n'exdcn zu laffkn. Ich werde das mir anv-jtr..*ute A*wt Verwalken in unvexbrücblicber Bundes- trvur, in unbeinlcm F stbajten an den bestehenden Verträgen und Nerst»»barungen und rnsckodxungen von de? festen Zuverficbk, das; 1135 dem Idealen, fur die wir gemeinsam kämpfen, zum endgültigen Wiege vk1belfen Werden.
Der Ministerpräfident N a d o S law o w antwortete:
Hochensxeut erhielt 1:13 di: Depe che Eurer Ex:»cüenx mit drr Mitteilung, Oos: Swe Véaj-ßät v-r Kaiser Und Köni Eurer Exzoljxnz das Amt des Reichskanzlets und vreußkscben 1n1"1e1'- vtäfivextg zu ube-xtragen qerubt bak. Im Be I des vollen Ver- trauens Seéner Majektz't des Zaren meines erba en-*n Hrrrn, Weeds leb Cure Exzeüena du der Ausübung des anen übertkag-nen icbweren uno veran_twor1una€v6[lkn Amtes m unverbrücblicbér Bavdestxeue untersjußen und uvbeirrt an den bestehenden Ver. täzen und. Veryinbarnnzxn feixbalt-n. Dabei bin xch durchdrungen von der fcsjen Z_uvexs1cht, daß der _AUmäcbtige uns zu dym mit dem 33115777 unscxer Söhne und Brüder erkämpften enygkltig-n Siege er e en a- rk.
_ Der BundeSrat versammelte sich heute zu einer Voll- stßunqx vorher hielten der Auoschuß für „Handel und Verkehr 111111 der Aasschuß für Justizwesen, die vereinigten Ausschüsse f11k „Sanpel und Verkehr vnd für J!:siizwesen, der Ausschuß für Ixtsnzwesen, der Ausschuß für Rechnungswesen sowie die vereinigten Ausschüffe für Rechnungskoesen und für Handel und Verkehr Siyungen.
Dpr österreichisch-ungarische Minister des Aeußern Graf Czernin ist gestern abend nach Wien abgereist.
Polen.
Unser Vorüß des ehemaligen Dumaabaeordneten Vrojeffors Parczewski hat in Warschau am Montag eine zal)lre1ch_ be- suchte Versammlung des Nationalen Zenutrums statt- gefunden, in der, wie „Wolffs Telegraphenburo“ meldet, folgende Entschließung gefaßt wurde: "
Die Versammlung dei Nmonalen Z-ntrums begrußt-in fem Regentk'cbaftSrat die oberste Staathewalt Polens, dke zu wexeerer e:- folgrelcber Durchführung des Novemberaktes bexufen ist. I'd-m wir ibm unsere Huldtgung darbrkngen und das Gelöbnis dlsziplinierken Geboxsams ausdrücken, sprechen wir die tiefe Ucberzquuna aus, daß nur eine einheitliche aktivinisckve Regierung 1usammen_ mit einem akiivisttscben Stamskat dem Regentjcbamtat die Durchfuhrung seiya: geschichtlichen Außabe ermöa'icben und ihm besonders rata) eine SLuße in einem starken stehenden Heels geben wird.
Qefterreich-ngarn.
Schon längere Zeit schweben in Ungarn Verhandlungen zwischen den einzelnen RegwrungSparteien, die die Gründung einer einheitlichen Regierungßpartei betreffen. er „Budapesti Hirlap“ meldet, sind diese Verhandlungen schon so Welt gediehen, daß die neue Partei voraussichtlich schon" in, Nächster Zeit zustande kommen wixd. Der Plan ist der, daß ml; mit 21116- nahme der Karoiyipartei sämtliche die Regierun urterstüßenden Parteien zu einer Einheit verschmelzen. DoZ soll diese Ver- einigung vorläufig nur für zwei Job's und mit eimem für diese byiden Iabre geltenden bestimmten Programme lauten. _Dte Karolyipartei wird die einheitliche Reaie1ungSpartei untexstityen
und zum Zeichen dessen wird Graf Battbyanyi aucb Ferner im '
Kabinett bleiben, wenigstens solange, als ihm dies infolge feines außenpolittschen Standpunktes möglich ist. “
Großbritannien und Irland. '
In der Sißun des Oberhauses vom 1. November sagte Lord Berex'z ord über die Schiffsverluste der Entenxemächte und der Neutralcn laut Bericht des „Wolffxchen Telegraphenbüros“: '
Die Gesamlvmluste an Schiffen, englischen. verbündeten und neuiralen, durch Minen und U-Boote im Jahre 1917 b-trugkn etwas über 5 Millionen Tonnen, dazu kamen von August 1914 bis Ixnnar 1917 vier Millionen Tonnen. Durch Hilfskxeuzer wurde im Zahle 1917 ein Verlust von 160 000 Tonnen veruUaÖt. Der («samt- vmxust des Jahres 1917 be11ä„t 7,92 M-Uionen Tonnen. Bis Ende 1917 köanen von England, den Verbündeten und den Neutralen etwa 3 MiUionen T nnen neuquaut werden. Der Stand Anfana 1918 ist also 5 Mtllwnrn Tonnen weni er als 1916. Die Vereinigten Smateu können einen Rquchh ni t schaffen; führende Amletaner geben das zu.
Die im Unterhaus im Laufe der Erörterung hes Anleibegeseßes von dem radikalen Abgeorhneien Lees Smxth eingebrachte friedensfreundliche Entschließung lautet dem Reuterschen Büro zufolge:
Das Haus ist der Anficht, daß die voraesebenen GenuatuuWen und Siebexbenen binstcht11ch oer Unabhängißkeit und der Wiederher-
stellung Belgiens und der Räumung des anderen b-se'Jvten ©8be!
erlangt werden "können. Kein Hindernis sollte den Veabanrlangen für einen Fmden in Text Weg gkleqt werden, um ein Uebereink«:mmen zu schaffen, das eine gerscbte Lösung der elsaßilotbtmgbchen Frage einschließen sollte und di: A Sfindigmacbung emer williamen inter- nationalen Einricbtuna zur Vermeidang kü-fttger Kriege.
Der Staatssekretär des AUStvärtiqen Amtes Balfour führte in seiner bereits gestern zum Teil mitgeteilten Rede zu
der obigen Entschließung weiter aus:
.Wir kämvfkn in erster Lmte dafür, daß Europa von der be- ständigen Drohung der Mtlttärbecrssbaft 111 Deutschland bef1ekt werde. (Brawa!) Und tech aus diesem Grunde, texls au fieb wü-Wen wir me Lmdkaxte Europa] so umgesialixT zu 1eb-311, daß die verschiedenen VöUer unter der Rasierungsfokm" leben, im ste wünschen und die ihrer aescblcbtlickpen Entwtckkuna und Lbrm kulturell-n Bedürfnissen angemesen ist. In der Entscbl'eßuna trat: die Rcde von Vexgien und natürlich wird jedermarn in diesem Lande ebenso wie nicht* jedermann kn Dcutsch1and datu-t einverstandon_se1n, daß B-lgien vollkomwen wiederbergepeln werden muß. Balfour fragte Weiter, ob die Einbxinger der Ent- schließung und ihre Partei fich n1cht um die Mißregierurg in Armenien und Arabien kümmertkn. ' (Brava!) Stck) ckck;- kvnnke man die Tür_ke1 n1cht demokxatiüercn. (Heitetfeit und B-avo!) Die Antragsteller scheiven zu glauben, a11e' diese Dirne könnten vexrl-oiaend erledigt werden, w nn es gelinge, die europäischen Mächte dazu zu brinacn, sich zu Unlerbandlungen um ein-n Tisch zu Wen. Ist d." gesunder Mcmcben- versjam? Dres wäre es, wenn Dkut1chland seine Zxstinzmung dazu a“b-.-n wücde, 11912 Won öffentlich angeregt isi, das alte .Könkg- 1e1ch Polen in de;: Grenze“ herzustellen, wle fis nacb Charakter und nach Bevölkerung polnisch fino. Das wird es nicht onrn. Hat es da einen Zw ck, daxauf zu warten, bis man sich um einen Tisch seyt und dexarlige Fragen erörtert? Alle Redner haken heute abend davon g-svrocbxn, als bäctcu wic nmere Kriegsziele geändert Und als wärm wir von aÜm Völkern dakjknige, das man i-ine Keiegsuele bekanns- gekeben bat. Dxe Verbündeten find "es nicbt, die ihre Krkegßzxele nicbt bekamrt gegeben haben. Es Km!) bis MettelusäÖtz. Ich habe, so fuhr Balkon: fort, diese Krieges"“ anfams dieses Jahres skbrifxlicb "nicderae-lkgt. Kann der Antraast-Uer irgend einen Paift anfahren, in dem durcb die Miuelnäcbte "etwas gesagt ist, was fick) in dieser Richtung keweßj? DIe Péiltelwääste wurden“ von Wilson aufgefordert, ivre Kriegszkele zu nennen, alS'Amexika roch n-utcat war. Sie haben nicht gcanrwo-tet. Ihre Antwort auf die Pavstnqxe b--we1st, daß fie mcht bestimmen könnknok-er wollen, wklches jb e KrjegSzékle ßnd. In der Papstnoxe waren besovders zwetPuntxe erwahnt, der eine Belgien uno dk-r ande-xe Polyn. ll-beé keinen von ihnen b.-be_n we Mittelmäcksxe ein Went gesagi. Wekbal tadelt man dann und“.- D-r eine der Redner bat bnfékk Krieasztele ala imperialistiscb bwgestept. Sie find aber nichtimper1a11st1sch Ist es imperxaliwscb, Armenten von dex Tyrannei der Türkei befreit zu sehen; ist es tmveaial'stijcb, E1saß-Lotbr1ngen an Ftankrekcb zurückg-yeben zu sehen, zusehen,daß anlwn aÜeMttglledec der eßaenen Raffe, ZiviltLatwn und Svrache kn fich aufnimmt und die Rumänen unter rumänischer Hstrscbaft und die serbi1che Gesamtbe't unter river großen blühenden ernbeitlicben Ma-Fst zu sehen? In ksin-m dixser Dinge 111 etwas Jmperialst-sckves, und für Unterbaukmnglieder, die in diesem Hause spcech-n,- fchetut es mir einer dx-r sch11mmsten Dienste zu few, die etn Mann seinem Vaterlande leisten kann, die amtlichen Aeußeruugm über Enxxlands Ziele nicht zu kennen oder falsch wiederzugeben, da mo_n muß, daß eine solche falsche-Wiedergabc bei den Feinden in Umlauf kommen wird."
_Der StaaLSseUetär führte weiter aus: Viel sei üöer einen K o n greß acxpxochen workei1,a**er dessen Zusammenneken wütde in feinerWelse zweck- maßjg 17117,"olange das Vo1t m_cht wenizstens zum größten Teil vorher sexne Zammmuna geg-ben hatte. Sovkxl er wisse, sei in aücn Fallen, in vonen ein Kongreß msammenactreien und zu einer Ent- scheidung gesamt sek, riese am Ende 11cht inmitten 1er Feindselig- ketten erretcbt worden. Man müsse den GeisteSzusiand des deutschen Volkes in Betracht ziehen: die Deutsthen hätten Ansitkten von inter-
najionaler Moral und von den Rechtkn und Pflkcbten eines mächtigen quatsk, dxe durchaus _Velsxbieden |Kirn von den Anfickxten jeder and'rren 'Gemxknscbafx auf Erden.
Une einzige Verpßtcbtunq übernommen, die ihre Xreibkit, einen Nsbenbubler, den ste zu brrauben wür-schten, zu raffen, beschränkt bzatcz es gebe nicht einen eimigen Vertraa irgendwelcher Act, wenn auch noch sy feierljeb geschlossen, den Dxuiscbland nicht „()-1: Zög-rn qebrochen hatte, sobald es ihm jo geßel. Wenn Deutsc!)- [and aufricbtlg demokrajiscb würöe, so könnte man hoffen, es derselben Richtung folaen zu sehen, wie andere Völker. Aber stehe dxes nabe bevox? Baifour meinte, es gebe- in Deu1schland wahrscb-inlitb weite KeeUe mit Verständnis für die Zdeake, die die öffmxlirb: Meinung in Nordamerika, Frankreich, Italien ur-d Enaland bebensckxten, aber dps; Kretse ieten machtlo5. Wie könnte unter diesen Umständen ein Kongreß Eéfola haben! Bevor dies möglich werde, müßten die Mittelmächte, di- jetzt mit der Türkei zur Unterdrückung der klxinen Völker und zu threr dauernden Untertverfung Vereinigt seien, England klar macheu, wie w.1t sie dem böbexen (Geist her Politik entgxgenkommen könnten, der die großen freien Gemeinwesen d-r Erde heseelk. Balfour bot das Haus, den Verbündeten und den Feindsn mtt übxrwa1tiaender Ykebrbeit zu etkläten, daß Enaland, so groß auch die fur dix Sache der Freiheit und der Gerechtigkeit 1chon gebrachten Opfer seun, bereit sei, fie obne Einschränkung fortzuseßen, bis sriue gxopen berechtigten und selbstlosen 311219, denen es neu!;- stcebe, endgultkg gefich-nt seien. (Lauter Beifau.)
Nach einer k_urzen Rede ASqUXths, der Balfour unter- stüßts, erhob fich em paziftstischer Abgeordneter, um die Aus- sprache fortzusesext, aber seine Stimme ging in den Rufen: Absttmmenn! Absttmmen! unter. Bonar Law beantragte darauf unter belaubendem,BeifaU Schluß der Besprechung. der mit 282 gegen 33 Sttmmen der Pazifistm angenommen wurde. “Sodann wurde die Entschließung in einfacher Abstimmung
abgel ehnt. Rußland.
Im Einstweiligen Rat der Republik führte der Ministerprastdent Kerenski auf eine Frage, was die Regie- rung zu tun gedenke, um den Versuch der Maximalisten zn vereiteln, fich der Staathewalt zu bemächtigen, laut Meldung der „Petersburger Telegraphenagentur“ folgendes aus:
„Man sollte meinxn, je näher der Tag des usammentriits der Vexfaffungaebenden Versammlung kommt, um so nachdrücklnber wexden die V“?!"lke, ihre Zusammenberufung zu verhindern, die diesem Ziele dmc!) Lahmuvg der Landesverieidigung und durch Vaterlanvsverrat zustrsbkn. Sie geben von zwek Seiten *aus, von der äußxtften Linken Und von der äußexsten Recbten, und kommen in den A1tikeln des St*a!5oerbrechers Lenin zu Wort, der dsr Justu spottet. Nun nüy'en 11.1: Ant'jrenaunaen, gleichvi-l, ob mit Bewußxsein oder obye, nicht dym deuxschen Proletariat, sondern den Sch1chten, die Deutschlxnd beherrschep, denn sie tragen dazu bei, unsere Front den Truppen des Kaisets und seiner _F eunde zu öffnen.“
Mit Beziehun- auf ven Streit zwischen dem Stabe des Militäx- gouverneurs von St. Petersburg und dem Revolutionänn Militä«- ausschgß des Atbetter- und Soldatenratö sagte Kerenski: ,Die Mtlr-arrewalt konnte die Forderung-n res Ausschusses nie als ge- skßlxch anerke -nen und forderte von ihm urücknabme seiner Vefsble. Der Uchhuß eröffnete zum Schein ethandlungen und Wake sogar Neiguna zur Vetsfändigung, aber gle1chzeit1g begavn er heimch) Waffen und Patronen an die Arbeiter an ve:- tcllen. Dies ist der Grund, wmum 111) einen Teil der Bevölkerung von St. Petersburg aTS auyständiscb amcbx. Ick babe soxort die Er- öffnung emer Untersuchung und Vornahme der notwendigen V-r- haftungen befohlen." Di: Lknk: umetbracb Kerenski mit ironischen Rufen, dieser aber wandte stab gegen fie u_nv rief: .Die Regierupq w'nd lieber den Tod efleide'n, als auf die Verteidiznnq von Edu, S1cherbekt “und Unabhängigkeit des Staates vexzicßtm.“ Darauf kam er auf die Haltung der “Front ' gegenüber dem Bor.;xeben dé! Maximalisten und verlas Telegramme, in densn die Armee nachoiückllcbe Maßregeln gegen die Aux- schre'tungen in S?. thertbura 1orde1t und der Realeruug fräftiae Unt-rstüßuna verwrichr. Karenöki schloß mit der Erklärung, daß alle Teilepes Landed alle Parteisn und Bkvö'lkctungsxcbiMen zu dem Kampfe «egen dle herannahende Gefakr beitra-éen mußten, und vex- lan te von dem Norvarlament eine sofortige Aeußerung, ob die Re- gter-mg bei entscheidkudsn Maßregeiu gegen die Feinde des Vaxer- [andes auf seine Hilfe zählen könm.
Vorgxstern abend hat fick) der Streit “zwischen dem Gxn'ernlxtab' des Militärbezirkeö Petersburgs und dem mxlttärixchcn revolutionären Ausschuß des Arbeiter- und Soldatenrates beträchtlich zugespißt. Die von beiden Seiten eingeleiteten Besprechungen zur Beilegung des Streits wyrden am Nachmittag abgebrochen, da der Ausschuß die Mit- Yetlung erhielt, daß der Militärgouverneur von St. Petersburg jm Laufe der Nacht die Truppen in der Umgebung der_ Haupt:- stadt, besonders in Peterhof, Pawlomsk und Zarskoje Seto herbeigerufen habe. Angesichts dieser Tatsache gab dex AUSschuß seinen Truppen Befehl, der Regierungßpartxt nicht zu gehorchen. Eine weitere Zuspitzung erfuhr d1e Lage dadurch. daß K_erenskl drei maximalistasche und zwxi Blätter der Rechten verbot. Gegen 5 Uhr Abends gabxn dae Behörden den Befehl, die Brücken zwischen den Arbeitervterteln und dem Zentrum der Hauptstadt zu zerstören und brachten so, den Straßenbabnverkehr der ganzen Stadt zum Stehen. 501? Stadt wird von den der Regierung 1reuen Truppen mxli- iartsch bewacht. *
Eine Abteiluna Marinesoldaten unter dem Befehle des revolutionären Ausschuffes der Maximaüsten beseyte, dem Rqurschen Büro zufolge, die GeschäftSräume der amtlichen PetersburgerTelegraphenagentur, dieTelegraphen- zentrale, die Staatsbank und das Marineministerium, Wo der Rat der Republik tagt, dessen Sißun en anaestchts der Lage aufgehoben wurden. Bis jest wurden eine Unruhen ae- meldet, mit Auznabme einiger Fäüe _von Apachentum. Der Verkehr und das Leben in der Stadt smd normal.
Niederlande.
Jm" Montit Oktober wurden an der. niebek1änbischen Lüste 750 Minen angespült,. wovon 698 englischen,“ 2 fran- zoslschen, 8 _deutschen und “42 unbekannten Ursprungs waren.
Griechenland.
», Das Ministerium des Aeußern“ hat einer Meldung der „Umes“ zufolge ein Telegrämm des griechifZen Gesandten in Rom erhalten,“ "worin gemeldet wird, daß die esprechungen öWisTbenWeniseloß und Orlando zu einem befrixbiaenden Ergebnis geführt hätten „, und daß in allen bwherigen Meinungsverschiedenbeiten zwischen Griechenland und Italien eine Uebereinstimmung erzielt worden sei.
Amerika“.
In den Noten, die zwischen Ishij und Lansing,» w(Melt wordén smd, erklären die japanische und amerikamsche Regierung, wie das Reutexsche Büro meldet, daß sie es für Wünschenswert halten, in diesem Augenblick nochmals ihre Zememsamn Wünsche'und Abfichten bezüglich der chinefischeu Kspublik bekannt zu geben, ym dle bösartigen Gerüchte, die
';
jemals“ bä1ten die Deu11chen '
. [ich gegen- die Abschnitte an der Ys er und bei
von Zeit zu Zeit auftauchten, zum Schweigen zu bringen. Sie erkläten deshalb folgendes:
1) Die V::einiguu Staxt-n géb-n zu, das; Japan infosge der Nähe jclneschbketes besyndere Interessen in China hat, vor aUem in dem (Gebiete, an das wine Befisunaen grenzen.
2) Die territoriale Souveränität Chinas bleibt trotzdem unver- letzt, vnd die Vetemkat-u Staaten s-ven v-llsiändiges cht-auen in die wiederholten Vetficherunq:n Japans, daß es, obwohl ietve Lax bewnrere Jntexessen mlt fich bringm, bezüglich des Handels der anderen Narkonkn keinen Uctericbied xu machen und die b1Sber von Chlräab in Handelsverträgen zugesjandenen Rechte nicht zu be€2reltcn wun ?.
3) Japan und die Veninkaien Staaten braksichtkaxn 111651, in "gend einer Weise die ÜnubbänÜgkcit oder !errltortale Unversehrtheit Cvknas zu beeintxächüxe] und find noch immer Anhänxer des “Orank- iayes ker offenrn Tur und der Gleichbercchligung im Handel und in
der Industrie Chinas. 4) Japan und die Vereinigtsn Staaten etkkären fich béiderselts
gegen die Erwerbung besonderer Rechte oder leoklegien durch lygend eine Machk, durch die die Unakybänaigkeit Chivas oder die onmey- lichkeit seines (Gebtates berührt oder die Untxrtanen oder Bürger irgend eines Landra im vaLn GSM,?) alejckyr Rxchte im Händel und in der Industrie Chinas beeinträchtigt würden. '
Im Anschluß an das Abkommen teilt das StaatL- departement in Washington mit, daß die Vereinigten Staaten und Japan zu vollständiger Uebereinstimmung bezüglich der militärischen, maritimen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Kriege gegen Deutschland gelangt smd.
-- Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, hat in Amerika nach zuverlässigen Nachr1chten eine starke Bewegung zur 2311: dung einer Negerarmee eingeseßt. Man verspricht sxch von diesem P1an einen doppeltcn Nußen: Dj_e Verbündeten ex- !)a'lten reichliche Hilfe ohne Opferung wetßer Bürger und Amerika splbst wird vom größten Teil seiner unerwünschten schwarzen Mitbürger befreit. *
Australien.
Die australische Regierung hat nach einer Reutexmeldung beschlossen, eiue neue VolkSadstimmung 1111er die Aus- hebungßfrage abzuhalten.
Kriegsnachriéhten. Berlin, 7. November, Abends. (W. T. V.)
In einzelnen Abschnitten der flandrischen Front ge: steigerte Feuertätigkeit.
Jm Sundgau örtliche Kämpfe bei Ammerzweiler und Heidweiler.
In der venetianiscben Ebene ist in der Verfokgung die Livenza-Linie erreicht. Mehrere tausend Gefangene.
Nach dem Großkampfta am 4. Oktober hatten die Engländer behauptet, jeden ag den Bewegungskrieg gegen die Deutschen beginnen zu können. Am 6. November, nach über einem Monat fast ununterbrochener verzweifelter Groß- kämpfe, ließ der englische Führer seine tiefaegliederten dichten Massen immer noch gegen ein und dieselbe Flandernfront, gegen ein und dieselben Steüungen antennen.“ Mit ungeheuxen Opfern konnte der an ZÖxhl vielfach überlegene Gegner slch lediglich den Besitz des rtes Passchendaele erkämpfen, den er bereits am 30. Oktober auf kurze „Zeit in Händen hatte. Auf der gesamten übrigen Angriffsfronr brach der englische Ansturm restlos und unter unerhört schweren Feindverlusten zusammen.
Dem 7 Uhr Vormittags begonnenen Trommelfeuer, das stck) zeitweise auch nach Norden und Süden außgedehnt hatte, folgten starke englische Massenangriffe gegen unsere SteUungen von südkich Poelkapclle bis einschließlich Passchendaele sowie
egen die Höhen von Bscslaere und (Gheluvelt. Im ersten nsturm gelang es dem Gegner unter fortdauernd anhaltendem Trommexfeuer Paßschendaele zu nehmen. In hin- und her- wogendcm erbitterten Kampfe. wurde der Ort jedoch von den deutschen heldenmütigen Flandemtruppen wiedererobert. Elst ein erneuter Angriff des Gegners, zu dem er gegen Mittag ohne Rücksicht auf Menschenverluste starke frische Kräfte eiu- seßte, brachte den Ort wieder in seinen Befiß. Jeder Versuch, diesen Anfangsetfolg zu erweitern, schlug fehl. Nachmittags hielt bis in die Dunkelheit hinein im Abschnitt Passchendaele besonders heftiger Artillerie- und Infanteriekampf an, bei dem der Gegner keine weitexen Vorteile erringen konnte.
Der feindliche Angriff gegen Becelaere und Gheluvelf brach in unserem Abwehr- und Sperrfeuer zum größten Teil bereits vor unseren Linien zusammen. Wo der Gegner an wenigen SteUen eindringen konnte, wurde er durckz wuchtige Gegenstöße wieder binauSgeworfen. Spätere Angriffsabfichten des Gegners wurden durch unser wirkxames Vernichtungsxeuer vereitelt.
Nordöstlick) Soissons nahm gleichfalls die feindliche Artillerietätigkeit tagsüber zu und blieb aua) Nachts zeitWeise besonders in Gegend Courtecon rege.
Oesjlich der Maas in Gegend des CHaume-Waldes und im Sundaau von westlich (Hebweiler bis zur Schweizer Grenze war das feindliche Feuer stark und steigxrte fich gegen Abend zu großer Hefligkeit. Im Sundgau lreß es m_tch Nachts ntcht ab. Ein größerer feindl1cher Patrouillenvorxtoß wurde abgewiesen. „ „_
In M azedonien lebte zwischen Vardar und Doxran-Oee zeitrveise das Feuer auf. . . " _
In Italien steigert stch bex den Verfolgunngampsen unserer siegreich im Gebirge und m der Ebene vordrmgenden Truppen dauernd die Gefangenenzahl und Beute.
Großes Hauptqua'rtier, 8. November. (W. T. B.)
Westlicher Kriegsschauplaß. HeereSgruppe Kronprinz Ruppreckxt. An der flandrischen Schlachtfront hat der Feind seine Angriffe nicht wiederholt.
Die ArtiUerietätigkeit blieb rege; sie sei erte fick) nament- asschendaele.
Die Stadt Dixmuide lag unter Heftigem Minenfeuer. Nördlich von Poelkapet le und bei Armentiöres wurden englische ErkundungSabteilungen abgewiesen.
HeereSgruppe Deutscher Kronprinz. Jm Ailette-Grztnde wurden aus erZol reichen Vor- jeldkämpfen französrfche Gefangene einge ra t.
Heereßgruppe Herzog Albrecht. Im Sundgau schw011 die schonseiteiniaen Tagen !cbhafte
Arterrietätigkeit zu beiden Seiten des R hein 'N l) o n e -Kana1e3 ;
u rö ter e'tiakeit an. Französische Sturmtrupp-nz snexzen am ?léaßhmßlttag? nsördlich und südlich vom Kana! vor. BU A_m_m :: r z - weiler wurde der Feind zurückaewor en." Weztlxckx _von
eidweiler blieben vorspringende Gra enstucke _m- ]emer Land. Am Abend brachen hier erneute Angrtfxe der Franzosen verlustreich zusammen.
im Lufé-
Seit dem 3. d. M. verloren die (Hegner metnant
kampf und durch Flugawabrfeuer 24 Flugzeuge. Wüsthoff errang seinen 24. und 25. Luftsteg,
Oestlicher Kriegsschauplaß. ' Bei Brody und an der Moldawa lebte das Feuer zext-
wellig auf. Mazedonische Front. ,
Jm Cerna-Bogen hat sich die Artillerietäiigkelk w:oder verstärkt.
Italienische Front.
Unsere auf den Gebirgsstraßen vordringenden Abteilungen brachen dsn WiderstaNd feindkicher Nachhuten.
Dxxm am mittlexen Tagliamento zwischen Tolmezza und Gamona nnd cm den ständigen Befetiaungswerken des Monte S. Simcone noch ausharrenden innve verjleßten umfassend anqexetzte Angriffskoloxmen den Rückzug. Vtkchr mußten sick) 17000Jta11ener (darunter ein General) M11 80 Geschüßen ergeben.
In der Eöene entwickelten sich längs dxr Liwezxxa Kämpfe. Ju früchem Draufgehen erzwangen steh 13211116)? und österreichisch-ungarische Divisionen LWS zerkwktek Brücken den Uebergang und warfen den «Feind west- wärts zurück.
Die Gesamtzahl an Gefangenen bat stch auf 213951“ als?» 250000, dLe Vente an Gefchüßen auf nber 2800 erhöht.
Der Erste Generalquartiermekster. Ludendorff.
Oesterreichisch-ungarischer Bericht.
W i en, 7. November. (W.T. B.) Amtlich wixd gemeldet: Die Italiener sind in vollem Rückzug gegenndje Piave. Unsere Bersolgungsvperationen verlaufexx planmaßtg. Umfassendes Zusammenarveiten österreichisch-ungarxscher Ge- birgstruppen zwang südwestlich von Tolmezzo emige tausend Italiener sich zu ergeben. _ Im Osten und in Albanien mcht§ von Belang. Der Chef des Generalstabes.
Wien, 7. November. (W. T. B.) Aus dem Krieg!- preffequartier wird Abends gemeldet: Dre Verfolgung schreitet günstig vorwärts. Die Truppen erreichten die Livenza. Neuerlich wurden mehrere tausend Gefangene eingebracht.
Bulgarischer Bericht.
Sofia, 6. November. (W T. B.) Heeresbericht. Mazedonische Front. Auf der ganzen Front schwache Feuertätigkeit, die etwas lebhafter in der Gegend 6011 Mo g1e11a und östlich des Waroar war. Nach Scheitern des femdltchen Angriffs herrschte Ruhe. In der Gegend von Morihovo und an der Struma wurden mehrere Erkundungsabteilungen des kFeindes durch Feuer verjagt und Gefangene einqxbra-cht. Övbrudscha-Front. Unbedeutende Gefechtßtättgkext.
Sofia, 7. November. (W. T. B.) Heeresbericht. Mazedonische Front. Oestlick) des Prespa-Sxes, lebhafteres Artilleriefeuer. Südlich deS Dorfes Akand alk inder Näße des Doiransees fanden Patrouillenkämpfe sltatt, in deren Verlauf enalische Gefangene gemacht wurden,. Rumänische Front. Unbedeutende Gefechtstättgkeit.
Türkischer Bericht. Konstantinopel, 6. November. (W. T. B.)
beri t. chS1)rien: Die der syrischen Küste vorgelagerte Insex Arwad wurde wirksam unter Feuer genmgzmen. Hrerbet wurden die auf der Insel befindlichen ftanzönschen drahtlosen Telegraphenstationen sowie zwei Gesxhüße zernört. Die im Zafer! von Arwad befindlichen Schiffe, fünf Sealer, ein ampfboot und zwei 4000-Tonnen-Dampfer wurden
Heeres-
" durch Treffer versenkt.
Sinaifront: Im Gaza-Abschnitt heftiges,“ im mittleren Abschnitt und am linken Flügel leichteres Nrnüerke-
euer. f An den übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse.
Konstantinopel, 7. November. (W.T.B.) Gcneral- stabsbericht. _
Sinaifront: JmGaza-Absckmitf und an der Küste brachen wiederholte Angriffe des Gegners untxr blutigen Verlusten zusammen. Zwei englische Infanterxe- dioifionen und zwei Kavaüeriedivifionen, we1che an unsereszx linken Flügel vormarschierten, trafen auf unseren Gegenanngn und wurden aufgehalten. *
An den übrigen Fronten keixte EkkigtÜffL von Be- deutung.
„._.-,...
Der Krieg zur See.
Berlin, 7. November. (W. T. B.)" Neue U-Voots- erfolge im Mittelmeer:“ 14 Dampfer, zwei Sealer mit rund 44 000 Br.-N.-T. Unter den versenkten Schiffen befanden fich die bewaffneten tief beladenen englischen KriegSmaterialtranSporter' ,ATZera“ (7635 Br.-R.-T.) und „Collegian“ (7237 Bu-IÄ- .) sowie der bewaffnete italienische Truppentranspprter „Valparaiso“ (4930 Br.-R.-T.), der samt dem ihn fichernden italienis chen Hikfs- kreuzer „Porto Maurizio“ auf der Reede vou Marsa Susa Festlich Berna) vernichtet wurde.. Versuche der feindlichen
chiffahrt, sich mit länger werdender Dunkelheit durcb nächt- liches Fahren unseren [“T-Booten zu entziehen, blieben erfolglos.
Mehrere dec versenkten Dampfer wurden 1? Nachtangriffen,