.,
§ '.
Tiefe Bekanntmachung trin mit dem Ta“? der Verkündun bk-ficlmick) der Snafbeftimmumgsn jercch eré: mik; den! 20. NowembIr' 1917 in Kraft,
Berlin, den 10. November 1917.
Der N€ichskanz1eu In VLTTTUUNJ: Tr. Schwander.
Bekanntmachung
über die_Kxaf11oserklärung von Aktien bei der LMLleÜLlOUfEiUd11chLn Vermögens.
Vom 15. November 1917.
' Der _Vupdesrat hat auf Grund des § 3 des Geseßes über dte Ermachngung des BUUYeC-rats zu wirtschaftlichen Maß- nahmen usw. vom 4. August 1914 (_NeichS-Géseßbl. S- 327) folgende Verordmmg erlassen:
§ 1
Ist auf (Grund “rer Vskaaanfmackunx, b-trefferd LiaUWCKM br1111chkr _Untcrnebmvngen, Vom 31. Juli 1916 (?Ke1chß-Geseßbl- S- 811) uber ein: A111eng818111cha7t od-xr Kommanditgeseüscbast auf Aktixn, die anabergkmen _aUSaegeken hat, Ob?! über die Beteiligung an einer solchen Gejrll'xbaxt dic Léqaikation angeordnet, so kann der Reichskanzler hxstknzmen, d.".ß nach Ablauf einer Von ihm zu be- stimmenden Fmrt samtbche Inhabxraktien der (Hksellscbaft oder ein Teil yon ihnen ruxcb den Liq1idator 7ür kraftlos erklärt Werden können und Von 1781: (Heseüscbaft neue Aktieuurkumdkn außgesjellt werden.
„H 2 Di'e fur dsr; STZ dkr Geseükcbaft z::ständkgeLandcßzyvtra1bebörde oder die von tbr vestimxnts St511c bat darch öffent-iche Bekannt- machUna die Inhaber dxr_21ktien auszufordkrn, bsba's Wahrung ihrer Rechte vor „Ablauf dsr Frist Diese Rscble 1ch711111ch nach “*)-)?üßgäbk Yer Voxscbristen des Aks- 2 anzumclden. Die StcÜe, bei der die . Anmelßuna zu Erfolgxn hat, 111 in d.“! Bekanntmacbnng amUJLbsn- Dte Anmeldtzng muß die Angxbe enthaltkn, Welchem Staate der Inhaber der Altre avgkbört und wann der Jvhaber die Aktie er- worben hat. Hat de: anabc'r die Aktie nach dem 31. Juli 1914 erworben, so 111 außkrdem anzugebxn, wxr dte Vorbeßßer d9r ALtie sexi dem ]. Aygust 1914 gkweseu smd und w-Zl-Foem Staate fie ang!- borsn. Der Ze1tpx-nkt 535 Erwsrbes, die Staakéangebörigkeit des Inhabers und tm FQÜL 21an nach dem 31. In" 1914 erfolgten Er- wekbes aueh di“; Sxamsanacbörkgkeit der Vorbefiyer find auf Ver- 1angen nachzuw€1sen. „(Es kann cxcfordrrt werken, daß der Nachweis der Staatsangehörigkmt durch öffzntlicbe Urkunden geführt wird.
. § 3
Geboren der Inhaber der Aktie und im Fal]: eines nach dem 31. Juli 1914 erfolgxen Erwerbcs die Vorbefiser za der-jenigen Petsonen, auf welche dle Vorschrifjen über zwangSrveise Verwaltung oder quuidatkon feindlicher Unternehmungen keine Anwendung finden, so ist dem Inhaber der Aktie nach ihrer Krattlosetklärung a“ kn Einreichung de; alten Aktie die neue Aktie auszuhändigen. Ue er das Vorliegkn dieser Vorausseßungen entscheidet die Landeszentral- bebörde oder wie von ihr bestimmtc SteUe. Ob 1:21 Aktienrecbten, bei denen die Voraussetzungxn nicbt vo-liegen, eine Außbändiquna der neuen Aktienurkunde an drn Inhaber der alten Altre stattzufinden hat, oder wie sonst mit solchen Aktienr-ckoten zu verfahren ist, ent- scheidet die Landesz-nxralbehöcd: oder die: Von ihr bestimmte Stelle nach Maßgabe 5er bestehenden Vergeltungßyorschxisten und sonstigen gexetzlichexx Bestimmungen.
An Stelle Yer AuSgabe neuer Aktikn kann mitG-nebmkgung der LandeSzentxalbeborde oder der von ihr bestimmten SteÜe eine Ab- stempelung der alten Aktien erfolgen.
§ 4
Dke Voxscbcift des § 3 Ab!- 5 der Verordnung vom 31. Juli 1916 blctht unberührt. Die Vorschrift des F 11 der genanuten Ver- ordnun? uber die Uebertraaung der Befuqni : dss Reichskanzlers auf einen Reichskorxxmtssn findet auch in Ansehung der Befugnis AnwendUng, die hem Reichskanzler durch die gegenwäreige Verord- nung zugewiesen 111.
§ 5 Diese Verordnung tritt mit dem Taae der Verkündun in K a 1. Der Rkicbskanzler bestimmt, wann fie außer Kraft tritt. g_ k 7
Berlin, den 15. November 1917.
Der Reichskanzler. In Vertretung: Dr. Sch w ander.
Bekanntmachung.
Die Liquidation der Beteiligung des britischen Staats- angeborigen Henry Dexker an der offenen HandengeseUscyaft Dexter und Btrkmann in Nürnberg ist beendet.
München, den 10. November 1917.
Königlich Bayerisches Staatsministerium des Königlichen Hauses und des Aeußern. J. A.: von Meinel, K. Staatsrat.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Verordnung, betreffend die zwangs- weise Verwaltung französischer Unternehmungen, vom 26. Novembex 1914 (RGB1.S. 487) ist für die folgenden Unternehmungen dte Zwangsverwaltung angeordnet worden.
616. Liste. Ländlicher Grundbesiß.
759.1kre12? c?)?eß-Lank) -- Gemeinden Alben und Mud.
, 115 ? er und Wiesun der Bogenej, Maria, Rentne 1 ' Magnv (Verwalter; Notar Hübsch in WaUersberg). r n m
8,265113 Acker und Wéexen dar: _1) Bogenez, Maria, Rentnerin in .Uéagnv, 219101311181, Jose] Edmund, Kontrolleur der direkten Steuern, Witwy,gevoreneX.:rkcl,Rentner1n in Nancy, Z).)c'akdes, 33116, 9an (Hewerbe in Aj-Mcqurt, 4) 2531111311101, Karl V1ktor ??Ysef, Glashuxtendirzktor, Witwc, Fclizie geborene Xardel, in )110ncourt (Verwalter: dcrsslbe).
9 Gemeinden Dam und Mud.
2,1119. Aéckkr, Wa1d und Wieskn dss Nobinet, Joe Ed ' d
Kontrolleur der Hirekten Steuern, Witwe, Julie gesb.f XarrYxnir; Nancy, Wiüemm , Kärl Josef Viktor, Glashüttendirektor, Wthe, Fclkzie geb. Xarch, in Ajoncourt; Xardel Zelin in Gatergameinfckyaft in Ajonccurt (Verwalter: derselbe).
Straßburg, den 11. November 1917. Mmisterium für Elsaß-Lothringen, Abteilung des Innern. J. A.: Dittmar.
Bekanntmachung.
Der Eéejrmx dss Fr_iedr1.ch Buxbaum von Nieder Jnaelbetm 111 bxr Handel mlt Nahrungs- und Genußmitkeln alxkkr 51171, sowks m1t Nabrunaöersnß- mitteln und Waschmitteln (71:7 Grund des§1der Bunke!- ratsverordmunq Vom 23. Skvt-mb-r 1915 durch Beschluß des Kreis- auSscbuff-Z vom 23. Oktober 1917 untersagt wcrrsn.
Virgen, den 6. November 1917.
Großherzochhes chixamt Bingm.
.___-,
Dr. Steég.
Beschluß.
Dem Kaukmann Oskar Krüger, gcbvren am 15. März 1881 in Hamburg, wobpbaft m Hamdurg, Eovsnrorferweg 44, pn., wird dex Handel mit NabrungSmjtteln und aUen anderen Gegenständen des täglichen Bedarfs sowie des Kriegs- bedarfs auf Grund der BuvkeSrateverorrnuna Mk Fernbaltuoq unznvsrläsfiger Personen vom Handel Vom 23. September 1915 untersagt.
Hamburg, den 13. Nowemker 1917.
Die Deputation für Hankkl, Schiffabrt und Gewerbe. Justus Strandes.
Bekanntmachung.
Dew. Milchbändler Wilhelm Deutsche! und seiner Ehefrau,- Marie Luise geborenen Müller, wvbnba1tBremeu, Ziejen- straße Nr. 61, ist gemäß der Verordnuna des Bundesrats vom 23. Swtember 1915 der Handel mit Milch für die Dauer von drei Monaten, vom Taue dec Bebändiqung disxes Bescheides an ge- rechnet, unxexsagt ume: Auterleaung der Kosjen Tiefes Verfahrens.
Bxemen, den 14. November 1917.
Die Polizeidirektion. Abteilung ]. Steengrafe.
Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben AUergnädigst geruht: auf Grund des F 28 des Landeßvermalsungßaeseßes vom 3031111 1883 (GZ. S. 195) den Regierungsrat Mirow in Stralsund zum Mitglied des BezirkSausschuffes in Stralsund und zum Stellvertreter d-s RegierungSpräsidenten im Vorsiße dieser Behörde mit'dem Titel VerwaltungSgerichtSdirektor auf LebenSzeit zu ernennen.
Seine Majestät der König haben AUergnädigst gemht:
den Regierungsrat Freiherrn von Erffa in Anger- münde zum Landrat zu ernennen.
„".-„__-
Auf Grund 91119rböchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs ist die Wahl des Oberlehrers an dem (Hym- nasium in Brühl, VrofefforJ Oberle zum Direktor dieser Anstalt durch das Staatésminijterium bestätigt worden.
Ministerium der geistlichen und Unterrichts- angelegenheiten.
Der bisherige Privatdozent Professor Dr. Paul Karge in Breslau ist zum außerotdentlicben Professor in der katholisch-theoloaischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms- Universität in Münster ernannt worden.
Dem Privatdozenten in der philosophischen Fakultät der Friedrich Wilhelms-Universität in Berlin Dr. Reichenheim und den ständigen Mitarbeitern des Könialichen Material- xxrüfunqsamts in Berlin-Dablem Delf; und Dr. Schürmann ixt das Prädikat Professor beigelegt worden.
Ministerium des Innern.
„ Dem Landrat Freiherrn von Erffa ist das LandratSamt tm Kreise Angermünde übertragen worden.
Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.
Dem Förster von Willig in Seebruch (Marienwerder) ist der Titel Hegemeister verliehen worden.
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
_ Bei der Hauptverwaltung der Staatsschulden ist der Ge- berme , Kanzlexsekretär Georg Neumann zum Geheimen Kanzletvorsteher ernannt worden.
Preußische Ausführungsanweisung
zur Bekanntmachung über die Bewirtschaftun von Milch und den Verkehr mit Milch vom 3; Novaber 1917 (ReichMesesbl. S. 1005) und zu den hierzu ergangenen Anordnungen derReichsstelle fürSpeise- fette vom 8. November 1917 (Reichsanzeiger 266).
, Auf Grund des § 15 der Bekanntmachung über die Be- wxrtschaftung von Milch und den Verkehr mit Milch vom 3. November 1917 (REM. S. 1005) wird folgende Aus- fuhrungßanweisung erlassen:
].
Höhere Verwaltunasbebörde ist der Regierungkprä deut, füt die XmetaatllWY dVTrteangzstellF fétr YroßUVerUnüzugewiesenen . unaverncer *or ee tt für YM"? BUUK-bä i Z n er aa chen Verteilungöstel]:
ommunalver nde m Sinne d Stadt- vnd Landkreise. er Bckanntmmbung find die
Wer als Gemeinde anjuskben isi, bestimmen die Gemeindever- faffungMescZe und dle KrekSordnuugen. Die (Gutsbezitke Werden den Gemernder) aleichgesteljt. Die den Kommunalverbänden und Ge- xnfemlxden ubcrtragenen Anordnungen können dmch deren Vorstände : 0 gen.
Verteilunasstelle im Sinne dar Bekanntmachung find die auf (Grund dss § 19 der Bekanntmatbun über S ei tt v 2 .
1916 (RGW. S. 755) eingerichteter? Stellan.p safe : om 0 „Juli
11.
5019 den Landeszentralbebörden in den 3 Abs. 3 und 4 Abs. 2, 9 uvd 13 der Verordnung vom 3.§§November 1917 11:1? in den Anordnungen der Reichsstelle für Speisefette vom 8. Novembex 1917 zu § 10 d-r Veroxdnunq vom 3. No- Ve1_nb€r 1914 vcxrbebaltenen Befugnisse werden den Ober- vrafideyten _-- f_ur Berlin dem Vorßßenden der Staatlichen Vektetluanswüe fur Groß Berlin «mit der Maßgabe übeyiragev, daß Yes YbexJWdenÉrx bxx;chtigtiffs1nd, fibreLZBekfugnisse mit Zustimmxwg
ren „_ en aa omm ars ür 01 Herrn": run “ „ gierungspmüdcnten zu übertragen. h 9 auf die Re
111. -
Zuständiß zur (Entscheidung von Bescbwetden über Anordnun
der Kommunaloxrkändx wwie _der Bczlrks- und ProvimkcxlyexteiMuß?-j !iellen ist ker Oberpraßdrnt, uber Anordnungcn der Fettstelle Gro 5Rer11n dcr Vorfißxnde der Staajlichen Verteilunasstelle für (GtoZ Boran. Die Oberprafidemten könnkn die Entsche1dung über BxfchWerden ge-Zen Maßnahmen der Kommunalvexbänve auf rie Rcaiémngs. Px'afidenten mit Zustimmung des Preußischen Staatskommissats für Volksernäbruna ubertxaqen. Sie e::tscbeiken aladann auf weitere
Die Oberste Auffitht steht dem Pteuszischen Staxiskommffsxx für Vclkßemäbmng zu.
Berlin, den 18. November 1917.
Der Preußische Staatskommiffar für VolkSernährung. :) o n W a 1 d o w,
Bekanntmachung.
Auf Grund der Bekanntmachuna, betreffend die zwungs- weise Verwaltung französischer Unternehmunqen vom 26. November 1914 - Reichs-Geseßbl. S. 487 »" sink; die im Kreise Saarlouis gelegenen, in der Gemeinde Niedan- dorf unter Artikel 442 und 504 der Grundsteuermunerroue eingetragenen 1,7599118. großen Ackergrundstücke der fran- zösischen StaatSUngehörigen, des Kaufmanns Franz Mathis und seiner Ehefrau, Pauline geborenen Gugenveim, zwangs- weise unter Verwaltung gestellt. Zum Verwalter ist der FcFisßrliche Notar, Justizrat Schüttel in Busendorf i.Lo11)r. eie t.
Berlin, den 13. November 1917.
Der Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, I. A.: Wesener.
Bekanntmachung.
Gemäß § 46 des Kommunalabgabengejeßes vom 14. Juli 1893 (GS. S. 152) wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der im laufenden Steuerjahre zu den Kommunal- abgaben einschäsbare Neinertraq aus dem Betriebsjabre 1916/1917 bei der Stendal-Tangermünder Eisenbahn auf 94 200 «16 festgestellt worden ist.
Magdeburg, den 15. November 1917.
Der Königliche Eisenbahnkommiffar. Sommer.
*-
Bekanntmachung.
Gemäß §46 des Kommunalabaabengesetzes vom 14. Juli 1893 (Geseß-Sammlung Seite 152) wird zur öffentlichen Kenmnjs gebracht, daß aus dem Betriebe der Meppen-Haselünner Eisenbahn im Betriebsjahre 1916/17 ein kommunalsteuer- pflichtiger Reinertrag nicht erzielt worden ist.
Münster (Westf.), den 15. November 1917.
Der Königliche Eisenbabnkommiffar. I. V.: Gerstberger.
Bekanntmachung.
Dkx Wiiwe des August Stumpf, Hermavnsiraße 16 hier wohnhaft, ist durch Verfügung vom 26. Oktober 1917 jeder Handel mit Nahrungs- und _Genußmittcln und mit onstigen Gegenständen des taglichen Bedarfs wemen Unzuverxäsfigkeit untersagt worden. -- Die Kosten der Ver- öffentliäoung des Verbots bat die Betroffene zu tragen.
Barmen, den 8. November 1917.
Die Polizeiverwaltung. I'. V.: Köhler.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Bundeskaiswrotdnung vom 23. September 1915, betreffend Fervbaltung nkcbt zuverlässiaer Personen Vom Handel (RGW. S. 603), ist dem Kaufmann Iördens in Mansterlaaer bissigen Kreises durch Verfügung vom heutigen Tage wegen Un- mverläsfigkeit der Handel mit Obst und Gemüse untersagt worden.
Soltau, den 7. November 1917.
Der Landrat. Dr. von Rappard.
Bekanntmachung.
Auf Grund der §§ 1 und 2 der Verordnung des Vundexrats vom 23. Skptember 1915 zur Fernbaltung unzuver1ä1siger Per1onen vom Handel (NGVl. S. 603) und ver Ausfübxuncsbestimmungen zu dieser Verordnung vom 27. September 1915 wird dem Pkilcbbändler Johann Lunkenbeimer, wobnhaftinSterkrc-de, HoLtenstt. 84, der andel mit Milch vom 15. d. M. ab für das Geb1_et des Deutchen Reiches untersagt. -- Die durch das Strawetsabren entstandenen baren Auslagen, mobesondere auch die Bekanntmachungs- koften falLen dem Betroffenen zur Last.
Sterkrade, den 12. Oktober 1917.
Die Polijeiverwaltung. I. V.: Der Be1geordaete: Dr. Hauser.
Bekanntmackoung.
Dem Handelsmann Otto Holz und dessen Ehefrau W11- belmine,*geb. Bergmann, ist die Ausübung des Handels mit Gegenständen des täglichen Bedarfs wegen [].-.zrver- läsfißkeit untersagt worden. -- Sie haben die Kosten der V:r- öffentllchung zu tragen.
Wittenberge, den 14. November 1917.
Die Polizeivetwaltung. B ocksch.
_
Yichtamflitßes.
Deutsches Reich.
Preuß eu. Berlin, 19. November 1917.
, DerReichskanzler Dr. Graf von Hertling ist heute vor- mtttag htxr eingetroffen.
Der Ausschuß des Bundeßrats für o11- und Steuer- wesen sowie" dre vereinigten Ausschüsse für Zoll- und Steuer- wesen und fur Handel und Verkehr hielten heute Sißungen-
. , „ der Reich5entschädigungskom- mxsston wetst durcb „Wolffs Telegrapbenbüro“ nochmals
Der Präsident
darauf hin, daß die Frist für die Anmeldung von Forde- rungen gegen die in Riga wohnenden Schuldner am 30. November"1917 abläuft und daß spätere Anmeldungen mcht mehr bexuckfichtigt werden. Der Prafident der Reichsentschädigungskommisfisn hat ferner folgende amtliche Mitteilung ergehen lassen:
Nachdem auch die Inseln Oesel, Dogs und Moon von den
Beschwerde. Die Entscheidungen der Oberpräfidenten sind endgültig.
deutschen Truppen besevt wordsn smd, können Foxderunaea seas“
„, wobxxbaste Schuldrer in_gleicbex Weise, wie es bis zum 30. No- 191 1917 1117 MM und fur dteÖubrlgen benvten Gsbwte bxg zum
917 zuläysla gewesen “ist bei der :)?eichSer-tjcbädigungs. on in Berlin W. 10, V'kwr1astraße 34, zur Anmtldunq qe- Die Anmelrumen müssen bis zum 31. JaUUar 1918 ein.
gba:- später einzkberde Anmeldxngen können nicht berücks1chtigt
Die Kommjsslon zur Nachprüfung der Verträge über Kriegslreferungen . setzte am, „16., d. M. ihre Neratungen unter dem Vorstß des Mxmsxgmaijka im Ikejch§amt des Innern Dr. Lewald fort. Wie „Wolffs TelegrapheWÜW“ berichtet, W'nr'de nack) Beantwortung einiger von Mitgliedern der Kommtsstoy vorgebrachten Einzelfälle durch einen Vertreter des NejckxSamts, de?» Innern das VerpflegungSmesen in der Marme eingehend besprochen. Die von dxr Marineoerwaltung auf diesem Gebiete .;etroffenen Emrickxtungen wrzrdezj von verschiedenen dcr Kommission anaehorenden Mttgnedern hes NÄCHZWJLZ alS vorbildlich bezeichnet. Von emem Mitgltede wurde noch der Wunsck) ausgesprochen, daß die suddeutschxn Sinaten, wenn mqujch, noch Mehr ,als bisher an den Lteferungen beteiligt wü'kdgn, und, um thren Wettberyerb zu ermöglichen, der Erwägung anhxeim'gesteklt, ob mcht die Lieferungen al]- aemein auIschlteßlzch der Frachtkosten vergeben werden könnten- Die wexter von Vertretern des ReichSmarine- amts gemachten Mitteilungen uber die auf dem Gebiete des Gesundheitswesens erfongen Beschaffungen sowie über die Lieferung der Admiralttatskart-Zn und Seehandbücher gaben u besonderen Erörterungen kernen Anlaß. ES wurde für erwünscht erachtet, daß dxe Marineverwaliung auf dem Wege, fich hinsich111ch Yer Beschaftuuq der NdmiralitätSkarten vom Ausland ynabhangi'g zu machen, meiker fortschreiten möge. Bei der sick) anschltes3enden Besprechung über die Lieferung nautischer Instrumente wurde darauf hingewiesen, daß die auf diesem Gebjete gemachten Erfindungen dauernd vcr- folqt und auch angemessen vergütet werden müßten, wenn auch eine Uebexyortetlung des Reichs selbstverständlick) zu vermeiden sei. Emen weiteren Punkt der Beratung bildete der Ankauf der Kohlen für die Marineverwaltunq. Dabei wurde auch auf die Frage der C'rHöhung der Kohlenpxeise allgemein umgegangen. Nachdem endlich noch von verschiedenen Ver- tretern der Marineverwaltung Aquunst Über die Beschaffung der Oele, Metalle und Kabel gegeben und die Art der Oel- lieferungen des näheren erörtert worden war, wurde dieSiyung auf Sonnabend vertagt. -
Bayern.
Der Reichskanzler Dr. Graf von Hertling hat, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, begleitet von dem (Ge- heimen Legationsrat Freiherrn von Stengel und dem Legations- sekretär von. Prittwiß, gestern abend Müchen verlassen. Seine Majestät der König hatte den Oberstzeremonien- meister Graren Mot) an den Bahnhof entsandt und durch ihn dem Gsafen Hettling Abschiedßgrüße übermitteln lassen. Zur Verabschiedung „hatten sich ferner die in München beglaubigten Gefandien mit 1[)ren Legationssekretären, der Ministerpräsident von_Dandl 'mit sämtlichen Staatsministern, StaatSrat von LMM tznd eme Anzahl dem Reichskanzler nahestehenoer Per- sonen emgefunden.
Oesterreich-Ungarn. Graf Stefan TiSza hat für die nächste Sißung des unga- rischen Abgeordnetenhauses eine dringliche Interpellation, betreffend die polnische Frage, angemeldet.
Großbritannien und Irlanb.
Die Regierung hat eine von den Sinnfeinern de Valera und Gxiffiths angekündigte Versammlung in Waterford, dem &deth des Wahlkreises des Nationalisten Redmond, vexbotep. Der Versuch der Anhänger Redmondö, den an der Smnfemer anzugreifen, wurde, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ MWM, dmch ein s1arkes mit Masckzinengewehren auSgerüstetes “1111111äraufgebot verhindert. Die Sinnfeiner hielten außerhalb de'r Stadtgrenzen eine Versammlung ab, wobei de Valera mr_ederum betonte, das Ziel der Sinnfeiner sei die Unab- b,an„111akeit Irlands, und bedeutungßvol] hinzufügte, für Öle„ikkscbe Freiheit werde heute an der italienischen Front ebenso gekampfi wie daheim.
Frankreich. Laut Meldung der „Agence HavaS“ sind der Vizegouverneur
der Bank von Frankreich Charles Regent zum Unterstaats- sekretar der Finanzsn, der Abgeordnete Abramt) zum Unter-
.staatssekretär für „Mannschaftsbestände und Pensionen beim
Kkixgsministerium, I g n a c e zum Unterstaatssekretär für Militär- a„;eklchtsbarkeit und Pensionen, Godart zum Unterstaatssckretär 11.11 (ch (HLsundheitsvienst, DumeSnil zum Unterstaatssekretär 1U1711UNWesen und Lemery zum Unterstaatssekretär für Handels- 1ch1f1ahrt ernannt worden.
, »" Der konservative Abgeordnete Vaudrr) d'Assongv'ird d“ USU? Regierung über ihre allgemeine Politik, der geetmgx- 19.1iallsltsche Abgeordnete Mayeras Über die Führung und dre
")
«Nele des Krieges interpellieren.
Rußland. 51 Am.", dem Innern Rußlandx: _ „ zkachklchten vor, da infolge des fmnischen, aügememen .[usstands die Eisenbahnverbindung mit St. „Petersburg unterbrochen ist, dagegen sind zahlreiche GENAU? UU“- breitet. Die neueste Meldung aus Haparanda besagt der kVerlmgske Tidende“ zufolge, das; Kerenski von etnem Ottisehen .eer von „30000 Mann von nßxxem ge- [UIen worden sei und hieraus die, Flucht ergrxnen habe. Er soll nun versuxhen, mit Kornilow und Kaledtxt in Ver- bmdung zu kommen. *Die Bolschewiki entdeckten emen Tele- gram""vékchsel zwischen Kornilow und Kaledin,vaus, dem hervor- 91111-„ daß beide Kosakengenerale darüber eimg smkx, daß fie Mlanlg mit Kerenski zusammenhalten müssen. Spater werde man noch immer mit ihm Abrechnung halten können.. LW „Dagens Nyheter“ erzählen aus Rußland m,Stoch- FMM eintreffende Schweden, daß in St. Petersburg m den Wen Tagen viel Blut geflossen sei; besonders die Kadetten Y" 3,11 Tausenden ermordet worden. Nack) der Zeitung " WU1L„Schisn“ hat die Vereinigung der Eisenbahner ver- Öét- zW11chen den kämpfenden Parteien zu vermitteln. Das d' ait bestatigt die frühere N chricht, daß der General Kaledin e„1111913112nbezirk9 des Doneßciveckens be est habe "1,13 dadurch “UM Druck auf den gesamten Eisenbahnverkehr ausübe.
lagon vorgestern keine
Das „Reutersche Büro“ me1det, das; beim Aufstand tn Moskau viel Blut gefloffen sei. Die Zahl der Toten werde auf 2000 geschäßt. Der öffentlicheWohlfahrtSausschuß sei aufgelöst worden. Die Maximalisten verlangen als Be- dingung für ihren Eintritt in ein sozialistisches Koalitions- kabinett u. a. die Kontroüe über die Truppen von St. Peters- burg und Moskau und über die Arbeiter von ganz Rußland. Der Eifenbahnerverband bat Sonnabendmittertxach5den auxxemeinen AUSstand angekündigt, wenn bis dahin die 13215211 Parteien sich nicht geeinigt haben soÜten. Für dle Dauer der Unterhandlungen meinerten sich die Eisenbahner, Truppen und Munition für beide Teile zu befördern. Die Extremisten unter- stüßen diese Auffassung der Eisenbahner.
* Von „Wolffs Telegraphenbüro“ verbreiteten Meldungen aus Finnland zufolge ist dort der Vürgerkriegin vollem Gange. Die Sozialisten gewannen mit Hilfe russtscherMa- trosen in Helsingfors die Oberhand; seitdem aber bemachtxgtey sich mehrere tausend Mann Bürgerwehr des Po1rzer- amis, um ein Pogrom zu verhüten. Sonst schemen die Streikenden Überall in Finnland die Macht „cm sick) gerissen zu haben. Telegramme werden nzcbt befördert, es verkehren nur noch Eisenbabnzüge, die Arbmter befördern. Reisende, die sick) durcb Finnland nack) Rußland begeben wollten, sind unverrichteter Sache nach Haparanda zurückgekehrt. Als Vorsteher des Telegraphenamts in Toryea ist ein finnischer Soldat cmgeste1lt worden, der nur fmmsck) spricht. Tas ganze Offizicrkorps in Tornea ist abgeseßt morden. Streikende und Soldaten behcrrschen die Stadt. Das „Svenska Telegrambymn“ meldet, das; Finn1a7nd_n1m- mehr ganz und gar unter 1391“ Aufsicht der „Soztallstjen stehe, deren BevoUmäcbtigte a11e zcntralen und öffentltchen Em- richtungen im ganzen Lande in dxe Hand nehmen.
1 Niederlande.
Der Minisker flir auEwärtige Angelegenheiten [)01 dem „Haager Korrcspondenzbüro“ zufolge der Zweiten Kamrper xmi- geteilt, daß die vorläufige russische 91egie_rm:g tn emer Mitteilung des Ministerß des Neußern Terestschenko an den niederländxschen Gesandten in St. Petersburg den Hatzdels- vertrag mit Holland vom September 1846 für den 11. Oktober d. I. gekündigt Hat und daß der Vcrtrag mn 12. November außer Kraft gctreten ist.
Amerika.
Nach einer Meldung der „Central News“ ist die Re- gierung der Vereinigten Staaten von Amerika bishyr noch nicht eingeladen worden, Vertreter zum qllgemeinen Kriegsrat der Verbündeten zu senden. Ste zieht in Er- wägung, ob sie selbst ihre Teilnahme an der Beratung be: antragen soll.
- Das amerikanische Kabinett bat„ wi_e „Neuter“ meldet, die neuen Maßregeln gegen fetndlghe Aus- länder angenommen, die sich wahrschemlich in Regmer werden einsthreiben müssen.
' Asien.
Einer Depesche des Reuterschen Vi'xxos aus Tokiy zufolge wird amtlich gemeldet, Jap an sehe nch genöt1gt, dre V er- handlungen Über ein Abkomm_en mrt den Ver- einigten Staaten von Amertka, wonach, Japan eine Viertel Million Tonnen Schiffsraum gegen Lreferung von 175 000 Tonnen Stahl stellen sollte, (1 b zu b r e ch e n. Japan sei nicht imstande, die amexikanischen Forderungen be- züßlich der AlterSgrenze der Schiße und des Preises anzu- nehmen.
-- Der japanische Finanzminister hat in Osaka eine Rede gehalten, in der er dem „Reuterschen Büro“ zufolge a te: sg Es sei durchaus unmöglich, japanisÖe Truppen nach Europa zu senden. D1e Verbündeten würdigten diese Schwierig- ksitsn und hätten niemals darauf gedrängt. Dle Japaner hätten ibte Vereitwillkgkeit, der Sache der Verbündeten zu dienen, bew1e1en durch Bereitstellung der Marine um; durch Ünterstüßung im Schiffbau und in der Industrie undlmit Geldmitteln. Die den Verdündetcn unmittelbar oder mittelbar aelelstete finanzielle Hilfe belaufe fich gegenwärüg auf eine Mtlliarde Pfund Sterling.
Afrika.
Einer vom „Reuterschen Büro“ verbreiteten amtlichen Meldung zufolge haben sich zahlreiche Eingeborenenhäuptlinge in Portugiesisch-Ostafrika unterworfen. Der Aufstand in der Zumbo-(Hegend wird jest für beendet gehalten.
Kriegsnaéhrichteu.
Zu dem ungeheuren Geländegemknn von über 45 550 «km, die die Verbündeten in vier kurzen Monaton von Mitte Juli bis Mitte Nov emb er erobert haben, treten noch die gx- waltigen Zahlen an Gefangenxn und Geschüßen, dte allein die größeren Operationen dteser Zeitspanne einbrachten. Vom 19. Juli bis Mitte November wurden rund 390 500 Gefangene gemacht unh mehr 913 3233 Geschütz? er- obert. Nicht mitgerechnet smd hierbei dte größeren und kleineren Zahlen an Gefangynen, die in den dauernden Kämpfen, an allen Fronten fast täglich einkommen. Das m_ährend dteser Zeit außerdem erbeutete Mater_m1 an" Maschmengexvehren, Minenwerfern und sonstigem KmegSgerat lst btsher mcht an- nähernd zu übersehen. Die blutigen Verluste derUEng- länder, Franzosen, Italiener und Russen wahrend diefer Monate sind entsprechend hoch. Vor allem hahcn die Kanadier und Engländer während tbrex 14 Schlachterx um die U-Bootbasis in Flandern unerHört b1uttge Ve'rlustexrlttten, die sich durch die fast täglichen ergebniSlosen Tetlangrtffe noch erhöhen.
Berlin, 17. November, Abends. (W.T. B.) Von keiner Front sind bisher besondere Ereignisse gx meldet.
In Flandern wurden am 16. bei dem erfolgreichen Unternehmen an der Chaussee Dixmuide»Bixschoote außer den 63 gefangenen Velgiern zwei Maschinengewehre erbeutet.
Das in den frühen Morgenstunden des 16. November auf unseren Stellungen in Gegend Passchendaele liegende starke feindliche “Feuer steigerte stel) gegen 8 Uhr Vormittags zu luftigstem Trommelfeuer, UnserenArtiUerie nahm sofort als stark beseßt erkannte feindliche Graben unter wirksamstes Ver-
beabsichtigte Angriffe uuterblieben. Bom VlankgaktkeL bis Becelaeke unterhielt der Feind Nachmtttqgs 1175551th „FLULk- das fick) nach verschiedenen heftigen Feyermverfaüen msMpgßyd von Paßschendaele erneut zum Trommelseuer ste1gerte. 51.31ng- versuche der Engländer wurden wrederym_durch unser Feuex m ihrer ersten Entwicklung erstickt. Dte x_n dem 1ch1gmmtgen Trichterfeld und Wassergräben dicht mafnerten Englänwer er- litten Hierbei starke Verluste. ““ Auf der Front zwischen Bahn ;))pern-_-;1nd2.n unh ?)pern- Roulers nahm vam Nachmntaa 5:45 31151 Abcmtx das: Feuer zu und lag kurze Zeit als Tromm§1xe1ter_ „aus unseren Stellungen nördlich PaMMndaele, ohne 1393 drenxqmd- liche Infanterie angriff. Auch Nachts _btect _, 1711711125 Störungsfeuer gygen diesen Abschnitt und wener 1115113) 513 Becelaere an. . Tem Hsftigen Minenfeuer, das am Morgen des, 16. N.“.- vember auf unseren Stellungen bei St 'Quen11n_1axx. Ut kein Angriff gefolgt. Das Parke ArttUerte- und JNlnMskaek hielt jedoch hier mit kurzen Unterbxechnngen den ganzen Tag Über an. Nach kurzem Abflaucn m de_c Nacht yqt cc.“- am 17. November in den frühen Morgenstunden 71311 großer Stärke wieder eingeseßt. Anck) in “Gegend BxMeZourt, Havrincourt, Vendhuille und GuiUemont-,Fer1ne war dxc ,FLULT- täti keit estei_ert. ' gNorFöstliIk) Swissons lag auf unseren S12111mx1en [321 NenviUe lebhaficreH Feuer. Patrouillengefechte' brock)t9n_1m§ bier (Zefangene ein, während beiderse11s_9121ms mehrstwhe Patrouiklenvorstöfze des Gegners namentl1ch axn F,)ocbdcérge U11ter Einbehaltung von Gefangenen blmiq abgermesen xparpen. In Ikalien machen nach wie wo; UM [_mgUxxstrg-Zr Wit1erung die Verbündeten weitere Fortschrtßtx. L_)Mexretchxdch- ungarische Truppen haben nach erbnterten Kampxen 1312 neuen Höhen des Monte Praffolan und Monte PMW erobert und Über 800 (Hefcmgene eingebracht.
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Großes Hauptquartier, 18.November. (W.T.B.)
Westlicher Kriegsschauplay. „.
In Flandern blieb der Arlilleriekamps in mamgen Grenzen.
Jm Artoikz und nördlich von St. Que1111n ryurden'in erfolgreichen ExkundungSgefeckUen mehr als 40 Englander em- gebracht und mehrere Maschinengewehre erbsntet. '
Starker, seit zwei Tagen gesteigerter,Feuerwxxxnna, gegen die Siidfront von St. Quentin folgte _em fxayzousérxer Bor- stoß. Der Feind wurde im Nahkamps zuruckgewoxfen und büßte Gsfangene ein.
Oestlicher Kriegsschauplaß. Nichts Besonderes.
Mazedonische Front. Nördlich vom Dojran-See wiesen bulgarische Fßldwachen den Angriff eines englischen Bataillons ab.
Italienische Front. „_
Nordöstlich von Asiago verbluteten sick) „starke italißzz11che Kräfte in erfolglosen Angriffen gegen dle xtznen entrmenen . 0 en. V th11chen Brenta und Piave warfen unsere Truppen den Feind aus mehreren Stellungen.
An der unteren Piave zeitweilig verstärkter Feuerkampf.
Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
Berlin, 18. November, Abends. (W. T. B.) An der West- und Ostfront keine größeren Kampf- handlungen. ' Zwischen Brenta und Piave wurde der Italiener erneut aus starten Gebirgsstellungen geworxen.
In kFlandexn wurden wir am Morgen hes 17. Novemb-xr bei Passchcndaele und östlich Ypern zext1petse' lebhafter be- schoffen. Nachmittaas lag auf unseren LMU M Gegenh von .Houthoulster Wald bi?- nördlict) Passthenhaele so_mte aus den Vorstellungen teilweise lebhafter planmäßtger Beschuß. "
Das regnerische Wetter hat die SteUungen der Englander in dem flandrischen Sumpf weiterhin yerschlechtert und auch ihr Hintergelände in einen tiefen Morast verwandelt.»
Im Artois lebte an verschiedenen StelTen dgs ,;euer auf. In mehrfachen Vatrouillengefechten brachten w1r_ Gefangene ein. Nördlich St. Quentin drangen eigene SFoZtUprS bei der (HiUemont-Ferme in die feindlichen SteUungen ein, wrengten Unterstände und Minenwerfer, fügten dkm (Hegner starke blutige Verluste zu und brachten mehr als 40 GLUUJML und einige Maschinengewehre zurück. _ , *
Südlich St. Quentin ist dem meßrtägtgßn starken ArtiÜerie- und Minenfeuer 6 Uhr Vormittags: nach starkex Feuersteigerung der erwartete feindlicheVorstoß gquUt. T1?- Franzosen wurden im (Hegenftoß urzter schweren_ Verlusten bluttg abgewiesen und ließen Gefangene m un1erer „Hand. _
Nordöstlich Soissons wurde Abends und Nacht?: das Feuer zeitweise lebhafter. Der Franzose „riäsete _xneßrere Feuerüberfälle auf unsere SteUungen znnschen Oqe und Chevrigm). _ _
Oestlich der Maas stetgerte ftck) am Morgen uxxd am Abend das Feuer und hielt mit besonderer Stärke in Gegend Samogneux und Beaumont aucl) Nachts an. .
Zn Mazedonien füqien bulgarische Feldmochen nördlrck) vom Doixansee einem angreifenden englischen VataiÜon eine blutige N'tederlage zu. ,
Während in Ita lien zwischen Brevta und Veuve unsere Truppen den Feind aus mehreren SjeÜungen zuxücfwarfen, scheiterten starke italienische Angriffe nordöstlich Astago unter sMrsten blutigen Verlusten.
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Im Oktober haben unsere Gegner durch die Tätigkeit unserer Kampfmittel auf allen Fronten im ganzen 244 Flug- zeuge und 9 Ballone verloren. Wirhaben demgegen- über 67 Flugzeuge und 1 Ballon eingebüßt. Davon smd 39 Flugzeuge jenseits der Linien verblieben, während die andeten 28 über unserem Gebiet verloren gingen. Auf die Westfront allein entfaÜen von den 244 außer Gefecht aeseßten feindlichen Flugzeugen 201, von den 67 deutschen: 53. An der italienischen Front haben wir 35 feindliche F1ugzeuge ab- geschossen und 9 eigene eingebüßt. Im einzelnen seßt sich bis Summe der feindlichen Verluste folgendermaßen zusammen:
1 nichtungköfeuer, worauf die feindliche Feuertätigkeü nachließ und
207 Flugzeuge wurden im Luftkampf, 22 durch Flugabwehr-