' Rotterdam, 1. Dezember. (W.T.B. Der „Maakbode' mekdet: Der amerikanische Sealer „Fronterae“, "1704 Brutto- Zonnen, wurde auf See verlaffeu. Der ametikanische Dampfer „_Mariposa“, 9158 Bruttotonnen, ist gesunken, ebenso der englische Dampfer „Iargoon“. 501 Bruttotonnen; der engli- che Segler „Carrie Bel“, 136 Bruttotonnen, der norwegi- cbe Dampfer „Telegra “ Bmtiotonmn, _der norwegische Dampfer „C arlotta“, 597 Bruttotonnen, find wrack. Det franzöüfche Dam'ofer ,P. L. M. 3“. 2294 Vruttotonnen, ist gesunken. Der säomedifche Sealer „Alma“ und der nieder- ländische Segler „Zwaluw“ find gestrandet.
Madrid, 1. Dezember. (W. T. V.). Der „Imparcial“ meldet: Uanseeboote versenkten _in den legten Tagen daß" spanische Se elboot „Buenaventura“ aus „Barcelona, den franÉZsis en 4000 Tonnen-Dampfer „Pomone“ mit JertdIind _edind von O-aniknackxsYrest Zn 11erf NäheT der Insefk
_ __ ra un en_ amer an en amp er , ar are _St. Robert“ mtt Weizenladung. “ g
Berlin, „2. Dezember. (W. T. B.) Neue U-Boots- erfolge im Mittelmeer: 11 Dampfer mit über 34 000 Bx.-Reg.-T. Die Mehrzahl der Damofer wurde im westltchen Mittelmeer aus nach Osten ßestimmten, stark gesicherten Geleitzügen herausaescho en: einige davon im Nachtangriff. Unter den vernichteten chiffen befanden fich 'die. bewaffneten, englischen Dampfer „Trowbridge“ 3712 t), _„Margam Abbey“ (4367 t), „Amberton“ 4556 t), „Antavus“ "(8061 r), , die bewa eien
xanzösischen Dampfer „Mossoul“ (3135 t), „ arc _raissinet“ (3060 t), die italienischen Dampfer „Senegal“ (848 t) und ,.Commendatore_ Carlo Bruno“ (8181). Die meisten Dampfer waren tief beladen, gx: ße Werte smd mit ihnen untergegangen, Unter anderem wurden 52001 Kohlen nacb Alexandrien bestimmt, etwa 40001 Zinn, Kopra und Tabak für Frankreich und 1500 t Weizen
"tr Italien versenkt. An den erzielten Erfolgen hat Kapitän- .eutnant Otto Schultze hervorragenden Anteil.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Aeliestenaydscbuß des Reichstages trat vor- eslem vornßtta? zu emer Bespxechung zusammen, die fick) so ehr hinauszöger e, daß eine Verschiebung des Beginns der ollvrrsammlung um 11/9 Stunden erforderlich wurde. Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, wurde eine Einiaung dahin erzielx. daß der Reichstaa fich vertagt Und dem räfidenten für Beratung der nächsten Sitzung freie Hand gel'a en wird. Die nächste Sitzung ift füx Mitte Januar vorgesehen, sofern nicht ?:? ipolitltjcsxxte Lage eme ftühere Einberufung angezeigt er-
e nen a . * Der Hauptausschuß wird die kommende-Wo e bis ur Ekledigung semer Arbeiten versammelt b1eiben. ch z
_ . .Die Verichte .der voraestrigen _Siyuna des Reichstags und des, Hauses der Abgeordneten hemden fich in-der Ersten und ZweitenBeilage. ' ' “ '
)" ,k
1- Wohlfahrtspflege.
_- Der Nationalsjiftung für dieHlnterbliebenen der im „Kriege-Gemllenen hat der Fabrikbeßßer A. Laue, aneinlger In- kxbcr der- Finne: A. Laue u. Co., Kupfr- und Messt-„walmnke, Betlin-Neimckrnvotf, den gesamter Reingewinn seinesWerks 1_väbrend_“der Dau-r des K7ieges zur Vetfü ung gestellt. (85 111 die; eine bcsordets bochberztxx und patxionfche (9111111119, die viele Nackabmer finden ksöge.
___-.___-
Der Kaiser von Oesterreich und König von Un am Set, wie die Wiener Ta.“.e7b15mr bertcvjen, mm bl-ib-nben Gedä 11118 „,n-„seine Errettung aue schwerer Lebenkgefabr 100000Kronen für die Utundung von dauernden Soldatenbeimen 1:1 den Ganxison- städten deo Hint rlaudcs gewmnet und den Wunsch ausgekprocben, daß die zahlreichen _ aus dem (*léiÜ'U Anlaß bereit: geplanten vatxkotischen Gab n fur der selben Zveck besümm! wrtdrn möayn. Dt: K_ats-rin und Königi !: Ztta Wevdete gleicb-eltia 100 000 Kronen fur Soldat-xbekme. -- Nach Meldung-n aus Innsbruck hat an- 132?le däeé EZXctthg BYHUYJUMD _Fömgkßz »|er aus L:!)eanefabr _, :; mon ra en er- _t * : ca m e; el len cirler kaisecjaget-chimcntera acscbenkt. “ !
Literatur.
-, - Unt-xr dem Titel ,Die Kundgebuygen .:pr Bene- dikts )(7. zum Weltkriege“ hat der Privatdozeßku an der Uni- 9 19.151 in Munster Dr. Arnhold Stricker eka- Sammluug pjpst- lieber Aktennucke zur *iedensfra e herausgegeben (Vrlaa von H-1dsr in F etbmg 1 Br.; ,50 .“, ge 4,50 afl). Sxe enthält im 11 text und in deutstber U*beaseßung im MM Teil sämtliche o'fizieUea allgexncknrn Kundgebunaen Papst Benedikt: zum Weltfxeeden, .sowmt sie. in den „Cebu 1113031011030 86813 vexöffentlich1 Wurden. und im 2. Tail eine Auswahl von amtlichen päpsiiicben Verlautbarungen an befondue Aduffen. Ein Anhang bketet außer der Frieden!- taabr-w-a Ptue' )( die w1chtkgsten außerpäpstllchm Aktensiücke our Friedensfrace seit dtm Fréerenkanaebot des Vinbundes vom 12; D'exember 1916. Da ein Gelbbucb des Heiligen Smbls über seine Tat'gkeit während des Wellküegeo bisher nieht erschienen ist, der Naja, der Snebe nach auch mehr die e*genllkch dipXomattschen Stück.: 111111 womxer 1711? grundsäßlicbeu -re11giösen Kundgebungen zin Frieden!- frqae beruckfitbtkgen würde, dürfte die vorliegende“ private Sammlung 11091 nur einem augenblich11chen Bedürfnis entgegenkommen, sondern 1atuoer 91:14:14 ihren Wert beibehalten.
Heft 1: Emi! Bauning.
* - Belgier über Belgien.. Die Vnteidiguna Belgiens vom nationalen Standpunkt und euro- Zässxbeu Standpunkt. Ein Neubau! mit Ueber1evuna undicuk. (Verlag von F. A. Pertbes in Gotha; 80 45.) De Rechtsla e, in dcr fich Belgien beim Ausvrucb des _Wclttry : b and, 111 von nambaften demschen Rekbjslebrem 11rku_nd11 _ durchforscbt und kargexet wordm. Disse Unter- fuäxung fuhrte zu dem Ergebuis, d das Vorgehen Deutschland! im August 1914 gerechtfertigt qeweken ist. Die vorliegende Ver- öffentlichuna ltefert den interessanten Beweis, daß ekn anaesx-bener Hessischer Staatsmann schon im Jahre 1887 wa'-nend r*orbetsagte,
saß dle doppelzüngige Po11t1k seines Landes dieses einmal in sckwere “
Bedäuanis- jxützen werde. Die Auegabe :ntkält den a z YUM ""d aeaenüb-rgestem seine deutsche Uebexsesxwa, ?, "* m“?“
Hinaus ins .Freie! Anleitungen zum Beobatbl'eu unser
1
“mäßen Méxe und P amen. Von : . Dr. O. Radu, Obe - küste: am Slädnstsen yeemn 1a Ha TS. (Verlag von Quell; :
11115 Meer: kn MITA, sek, 3,20 ..“.) Der Buse!“ fsk" sein Oost- 1-1 Kuntauf m :: fk] w tie frtie Rasur skunk m-d mm ko k- cmgender Jom- aum Beobaebt-a der heimischen tm- und Pfi-menwelt an. Von der Erörterung minen chast11chee Cinjeltragen bat er mit Recht Abstand genommen, auf die bio _ lkcheu Bniebmrgeu aket, wo KG ibm dazu ungezwungene Gelege: deu dot, kun birZewleseu. Das mit nuten Abbildungen ausgefiattete Bücblekn wird chülm1 und anderen JugendLicben, die :. B. als Wapdmögel oder Pfadfinder dle Fluren und Wäl 'er der Heimat durcbstreifen. viele Anregung bieten, ihre Sinne für dke Beobachtung der Name schärfen und sie zu einachcnrere: Be- schäftkgung mit kbmt Exsthelnungeu anregen.
Verkehrswesen.
Weihnachtsyakete ins Feld. Es sei daran erinnert, daß vom 9. bis zum 25. Dezember Privatpakete an Heeres- angehörige nach dem Felde nicht abgenommen werden. Die Auslieferung der Weihnachtspakete so "hzeitig wie möglich zu besorgen, liegt im eigenen Intere e von Absender und Empfänger. rachtgutstücke bis 50 kx an Heereßangehörige im Felde unter iegen der Annahmesperre nicht.
xveam nnd Rafik.
Im KönkaU-ben Opernhaus: wlxd beute Manta , infolge Erkrankung der Frau Kemp und des Lam Bohnen mit der „Jüdin': .Miauon' mit den Damen Mm en und Herw'g und'den Herten Vetaman und Schlu-xus in den Foupttoklm auFefübrt. -- Morgen, Dienstag, wird „Fkgaros.:fkoch1- 1“ mit den amen von Granfelt, Marbert and den Huren ,St , onykaeest und Henke in den Hauptrollen ge eben. Mvfikallfther Leiter 111 de: Generalmufik- direktor Dr. StrauZ. Anfang 7 U17:-
kkm Königli en Schauspielhause werde:: morgen Sch**llers .Räuber' in der Bese ung der Nenetnstuvicrung g-gcben. Spie!- lexter ist Dr. Bruck. ' :::-ana 64 Uhr.
In der am 9. Dezember im Deutschen Opernbause sjatt- findenoen Wohltätigkeitkauixübruna 11?! kae 1. Garderescroereziment, .Catmen', wirken Eva wn dsr Osten akk Camen, Baptist Hoff- mann ais Ekeamtllo und Tino Paniera a]s Don José mit.
Ein weibuachtliches Konzert wird die Geseklsehaft, zur Bekämp ux: der Säuglingssterbliebkeit am 10 Dezember d. I, Na mu ag! 6 Uhr, im Französijcben Dom, Gendmmen- nxmtt, veranstalten. Ihre Mitwirkung baden zugesagt: die .Konzert- san nin Maria Mora von Götz, der Königliche Sänger C. Brouk- gee , Avton Hekkina (Cello), dec Kammermustker Max Saal (Harfe), H. G. Rohrbach (Orgei), der Chor des Französischen Dom und all Benl-im Kurt Rosenbauer. -- Karten 11 6, 4, 2 und 1 ck Und in der Ge ebäfnfteUe de: Geseukäaft, Fw astro e 26, bei Vote 11. Brek, lm ankbaute Geha.George,_Cbar1ottrnsira e62, bei N.Dert. beim und bei der Konzertdirektion passe, Bülowsttaße 101, erbälkltch.
Nannigfaltigek.
Der Koblenverband Groß Berlin hat unter dem 90 No- vember folgende Bekannimackxuna; betreffend den Beans weiterer Eoblcum-ngen, exlaffen:
Auf Grund rer Bekannkmacbuna des Reichskommiffau fü: dke Koblenverteilang- vom 19. Juli 1917 in Verbmdung mit der Anod- nung der Landeszentralb hörde über die Errichtung de! Koblenvet- bande! Gkoß Vetsin vom 21. A-gust. 1917 wird im Anschluß an die Verordnung des Oberkef-b sbabm 111 km Markku, bene end dte Reacskna.derKvbleFert-ttung in %ck. im, vom *.u11.„19_17 für das Gebi-t ves _ ovlenverbanves wü e 1111, näml“ ie Stadt- kreise Berliy, Cbarlottenbura, Berlinchtbtenberg Neukölla, Berlin- Sttönebeia; Wiimersdmf sowie die Landkreise Teltow und Nieren bamim, folgendes besümmx:
&. Frei abe des Bezuges von Kohlen für Zentral- Teixung und Warmwasserversotaunn.
1. Vom 1. Dezember 1917 ab dümn für que- oder Stock- werközentralbeixuugm uud Warmwaffetversorgungsanla m an Kohlen wettert 25 vom Hundert der in ver e:t vom 1. April 1916 bw 31. März 1917 bezogenen Mengen an ' erbraucber abgegeben und von ihnen entnommen werden. Soweit an Stelle der in der Zet vom 1. April 1918 bis 31. Mäx: 1917 bezogenen Mengen an Kohlen die bereNn-nge für *sie Zeit vom 1. Apr" 1917 1118 31. März 1918 duns jchrif1llcheu Bescheid der K_oblensteüe Groß Berlin oder der Koblenabtetkuna d-r Eniegsamtstelle in den Menken anderweit fesjgej-ßt worden isi, find die besiebbcnen Mengen 25 vom Huxdert von dieser abresmenge 11 berechnen. Die seit dem 1. April 1917 bereits an erbraucher a - gegebenen Mengen stud bei der Lieferung der nunmehr ivögesamt mm Besvg freigegebenen 75 vom Hundert der JaberSmenge anzurechnen. Soweit die nach Absatz 1 beztebbare weitere Meme von dem Be!- braucber bereite eiuaela “tt isi, ist eine Abgabe und Entnahme von Kohlen unzulässtz. Ju oweit die eingeiagerte Menge den zugelaseuen Oörbstbetrm- von 75 vom Hunde:! der Jahreswenae übenmgt, gilt sie als beschlagnahmt und darf n1cht verbraucht werden. “
' . Insoweit Verbrauchern auf Grund der §§ 31 oder 34- der Verordnung desOberbefeblsbabers in den Marken vom 6. Juli 1917 der Bezug von Kob1en in bestimmten Mengen bereits für die Zeit bis zum 31. März 1918 estattet worden 1: wird hierin NiÖU ge- ändejt. Auch der Kohlen ezug derjenigen erbraucbet, deten beneb- hme Mengen durch die §§ 4 und b der Verordnung des Koblen- vexbandes Groß Berlin vom 28. September 1917 festgesetzt worden sind, wird durch diese Verordnung nicht betübrt. Dagegen düyfen an diejenigen Veebtaucher, deBen Vesna an Kohlen in benimmt-r Menge 1war bereijs fur die Zeit :s zum 31. Mäu 1918 festgeseßt, eoocb bis zum 1. Januar 1918 auf 50 vom Hundert der festge eßten Mengen einaescbtäx-kt worden ist, auch vor km 1. Januar 1918 weitere 25 vom Hundert der festgesesten Menge abgegeben uns von ihnen entnommen werden.
3. Freigabe von Abschnitten der Kobleukarte. 1. Vom 10. Dezember 1917 ab darf gegen _Voxlegung ke:
Koblcnkatte der Gruppe 1 bis Abschnitt 10 einschließliö , , ]sl . , 20 „ , . * ]]:l ' . 30 s ! 17 . . 20
„ ! v “7 o r ')0 auf xeden Abscknjtt & thner Kubica abgegeben und entnommen werden. Insoweit dkeke Abschniiie bereits wegen der bei den Ver- braucbexn voröaudenrn Bestände vox Aufgabe der Karten abgetrennt find, durfen Kohlen weder abgegeben nocb emnommen werden. Die Kobienbänbler haben eine der gelieferten Men e entsprechende ahl von Abfchnttten det Koblenkarte abzutrennen. e Abgabe von Ko ten auf abgetrennte Abs nitte ist unzuläsfia. * .
2. Dle'Befugn _zur Entnahme und Abgabe von Kohlen auf das Mittelsiuck _der fur die Zeit vom 9 Juli 1917 ab gültigen Reisbsfletscbkarte für Berlin-und Nacbbaxotte sowie auf Ab'änlrt 5 191 7Kaffee-Etsagkmte für Gwß Veelin hört mit dem 31. Dezember
._ Freigabe von Abschnitten beeSonderkarte.
1. Vom 10. Dezember 1917 111» dürfen gegen Vorlegung der Sonderkarte. auf die einzelnen Abxcbnlne 1 bt] 10 e *I entner Kohlen abgegeben“ und entnommen werbem' 107-111 M e * bÖnitte nkeBt schon abgetrennt worden sind. Die Koblmbändlxr bxben eiue
. d-r asiieferten Muse euQspreGeun Lavi vxn Abstimmen der So der. kaabe voa Kehlen anf abgjeenntenAb- _
ko :- ab uttenuen. Die- A «nm: 111 «1119-
11. Besondere uud Strafvorsörlxet._ .“ _
1- 'Me- im Um diescr Vermdaanusnd _ trinkeklen jode- AL, AOFur-kioxlea jeder Art, Ocikem jeder sowie Loks jeder Let u 11 un .
2. Vorbestellungen von Kahlen auf Grund der Koblenknfe 11111) nur für selche Mengen zulä'fig, die der betreffende Vetdtauétc auf bereits freigegebene Mzknine der Kobler-katte noch beziehen d'art.
3. Bio auf weüeres werden Koblenbändker, die waqoonweise oder in Wagenwdun en Bäßette empfangen, von der Verpflxétuna befreilt; 10 vom Hun ert d eingehenden Mengen vaten; auf Lage: 11 ne men. _ « . . 4. Zuwiderhandlunaeu gegen die Jefilonuunoen dieser Bekanki- maxbung wetd-n mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geld- strafe bis 1: 10 000.“ oder mit einer dieser Strafen bestraft. Ferner kann auf instebuna der Brennstoffe evkannt werden, auf die ßcbdle Zuwiaßbtandlung bezieht, ohne Untembied, ob fie dem Täter gehören oder n . _ _ '
5. Diese _Bekanntmackun: tritt mit dem Tage 1er Basken:- lickuug iu Kran. , '
Dka mecin der außermdeniliäkablteiöen Anträge auf Bewilligung von Ausnahmen v n der C1nschränknng dee Gasverbraucbö - allein bei den Buliaer Gasaustalien liegst: 22000 Ant-äge vor -- hat bisher aus Mangel an dafür yer- weudbarem Büropersonal noch nicht abgeschlossen werken können. Die Ant-agstener müßen mit Rückßcbi hinauf NÖ uotk etwas gedulden, werden aber gut tau, |ck nach Möglichkeit in dein Verbrauch von Gas zu befeb'änken' denn wenn der Stra!- xusch1ag für zuviel v-rbrauch1es Gas duke! nickt erhoben worden 1s1,so beruht die! auf demselben Grunde und das nicht zu dem Schlusse verleiten, daß von der Ethebuna de! Strafoufchiaaes über- haupt absenken werden wird. . , . _
Dureh Sturm ßpd, wie „W. T. B.“ meldet, viele Fern- !preebleitungen nach'außerbalb gestört. Bis zur Be- seitiguna der Störungen wird der Fernfvretbvrrkebr besonders nach dem Westen und Oven fimk verzögert. Der Verkehr mit Ham.- burg und Bremen ist ganz unterbrochen. _
Hamburg, 2. Dezember. (W.T.V. Hambur und da! Küsten edle: der Elbe 19 von eimer turmflu bequK-cbt worden, 1- e am Sonntm bel West-Norvwest, Stärke, 9, einen set.. ftand von 18 JUL, 1 Zoll brachte, ' während" der Notmalwafferxjaßd bei Hamburg 8 aß beträgt. Der Straßenbabnbctxkeb am fen mußte eivgenellt werden. Die Feunwebr war fimk in An „:.-z genxmmen, um “111: überstbwemmten Räume von: “Waffe: ful zu ma en. *
atis, 2. Dezember. (W. T. B.) Der „Matin' meldet cms Le avre: Der französische Damxfer' „Cabourg' is! mit dem eugliscben Dampfer Ellaston' zusammen- gesto en. Drei Engländer erlageu iöxen Verleßunoen. Ueber das Schick al der Schiffe ist nichts bekannt gegeben worden. -- Nach Blättermeldungen aus Cartagena ist der englische Dampfer .Shefsield'. 3000 t., mit Kohlen nach.Itg-llm unterwegs,“ NIR! mit einem unbekannten Dampfer [usamueugestoßeu vnd wahrkchetnlüb untergegangen. .
Nr.97 deo .Zentrasblattk der Bauverwaltung“ beraus- gea-ben im Ministerium der öffentlichen Uebeiten am 1. Dezember 1917 hat folgenden Inhalt: Amtlichex: __;Pienßjnge-Wten. -- nichtamtlickes: Die siädt'sehen Schulbauteu der !eh'iek“ lden Jab:- _ x.dmetn Posen. ___- A1:5le der bayerischen Waßxrk kte.;-;-,. Be:- * miscbkes: Verleihung der ürde eines Doktoringenkemk ebeenkaLbee. - G1eisbekebock mit zwei von einer Spindel beeinßaßten drehbaxen Doppelbebeln. "Rudolf Fuck "!*. - Büchetscha1u “ '
(Forschung de- Nichtamtlichen in ver Erften und Zweiter; Beilage.) .
Theateé.
Königlithe §chmtspiele. Dienstag: Opernhaus. 2.6.5)...» beu vo teilung. Dienst- und eiplä e d au thoden. i "ako. OZZY! Komische Oper inFZier HKL“ von fWolfgcntu FILMck! “Mozart. Text nach Beaumatcbais, vou Lorenzo Deponie .Der-tsch: Ueberießuna durcbgefeben von H. Levi. Mufikaltslbe Leitung:. Het: Geueralmusikdlrektor Dr. Strauß. Spielleitung: Den Bachmay'n.
Anfang 7 Uhr. . , _ _ Stbaus kelbaus. 270. Dauerbexuasvorstellunq. Dienst- und 'ivläse d aufgehoben. Die Räuber. Km € :uspi-l .in Sptelleitang: pet: . Bruk-
ünf Aukzügen von Schiller. Anfang 64 Uhr. „. _ '
Mittwoch: O ernbaus. 267. Dauer!» 1: otskeUun Di * und Freilee stndpaufgeboben. Neu eknsmßz'eygt':v Die «"Na-“:D- aus dem erail. Ein SWE el kn mi Aufzügen. Dt n'a mx Chr. F. Brehner von Gottlieb _ tephan. Mußt vox: W. Monm-
Anfang 71 Uhr. _. „ _ . . _ Schauspielhaus. 271. - Dauerbezuasvorßelluua. Heimat". MUZ)!“ in vler Akken von Hermann Suxamann. “Spmleitaua:
berspielleiter Patty- Anfang 7k Uhr.
1 „1
Familiennarhrichteu.
Verlobt: Fts. Adele Tomknski' mit rn. Ingenieur und HWR- '_ mann d. R. Otto Warnay (Gxoß anaem, Kr. Weblow-MF- Winxia, Kr. W'blau). - Frl. CläreOmg mti Hrn. Odem __ kor-ttolle11)r, Pauptmam d. R. mealo .*le (Omlaa-a Hamburg. “** ?"“
Verehelicbt: Hr. Leutnant d. R. Werner T. "Murt- 'mkt'.8-k- * Charlotte-Lui e Staudt (Berlin). - e?e- Leutnant d-R- Ftledüö Nuckert mit !. Lotte Hoffmann 8 . ' ' -
Geboren“ Cin SohmÉprn Obe: eiii]! beim (Bandorf), - ine Tocht_._' * »" _ Kyi H-lmutb von Hugo (Wölbelmjbave, , -:
Gestorben: ?r. Geamal der. ,»,
(Y"Y'Ki "J"“M" _b_ach (L mm' e-oooneu r“"x. bersileumant Hans Cub: Soba- “ ' '
_ “
YWFNÉWUKÜLÉWDMUFUUnx,- s- ._ :-_ ,- ,? erm oi " en 'entcil: V' W" ".I ÄkeZnuugerUÖkeygeriüaobp KW - - _. Verlag mWfisfteUe (Menaexknqxjtxvnlix *.
Dun)! y,- kuddmésch Buddeuzmi-ms. “_ [ - *. ;.
. Bern:!- Wühalmftraßsa -_ ___;
Fünf BLUMEN“. ***“
M .
86; ' Jichtamtuehes.
Oesterreich-ngarn.
Die Antwort der österreichisch-„ungariscben Re- gierun auf das russische Nundtelegramm vom 28 o. M. ist. wie as „K. ,K. Telegraphenkorrespondenzbüro“ meldet, am 28. November Nachts funkentelegraphisch nach Zarskoje Sselo aufgegeben worden. Die genannte rusfische Funkensiatwn hat den Empfang der Depesche am 30. November Nacht;; durch Funkspruch bestätigt. _
-- Jm Einlaufe des österreichischen Abgeordneten- hauses- befindet; ÜÜ eine Anfrage der Cbristlichsozialen und anderen deutschen Parteien, worin “ein vollkommenes Einver- stäydnis mit der.Antmort, die der Minister de_S Aeußern Graf Czernin und 'der deutsche“ Reichskanz'er auf das 1uss1sche Friedensangebot gegeben haben. aUSgedrückt und gefragt wird, ob auch Rumänien den Mittelmächten ein gleichxs Friedens- angebot gemacht “habe Ferner eine Anfraqe der_ deutschen Sozialdemokraten, worin die Regierung gefragt wrrd, ob fie als Ziel. der FriedenWerhandlungen einen aUgemeinen, für beide känwfenden Gruppen gleich ehrenvollen Verständigungs- frieden ohne Eroberungen und ohne Krieasentschädigungen 1m Geiste des Selbstbestimmungörechtes der Nationen anstrebe.
Grüßbritcumien u'ub Irland.
Dem „Neuterschen Büro“ ist authentisch Mitteilung ge- macht worden, daß das olgende die Ansicht der britischen Regierung über den rief Lord Lans_downes ist Lord Lansdowne hats'in seinem Brief nur für s1ch selbst gesprochen. Bevor er ihn schiieb, hat er sich weder mit irgend einem Mit- glied derRegierung darüber beraten noch in Verbindung aeseßt. Die Minister haben den Brief mit ebensolcher Ueberraschuua gelesen wie jedermann sonst. Die in dem Brief zum Ausoruck gebrachten Anschauungen stellen in keiner Weise die Auffassungen der englischen Negiery gdar, noch zeigen sie im geringsten Grade an, daß irgend ein We ,'el oder eine Aenderung in derKriegepolitik Englands. eingetreten ist. ' Diese ist _auch jest noch__die gleiche, welche fie immer gewesen ,ist. und wie fie durch den Premier- minister, durcb Aequith, Bonar Law und Balfour um1chrieben worden ist. Diese Kriegspolitik ist in mannigfaxtigen Reden zum Ausdruck gebracht worden, aber vielleicht ist sie am besten in der unlängst “erfolgten Aeußerung Clemenceaus zusammen- aefaßt worden,. welche lautet: „Die Kriegdziele, für welche wir :kämpfen, das ist der Sieg.“
von 1500 Ver-
Eine in London abgehaltene Veréammlun _ _ treternxkonservativeeund xnzioni tischer _eretmgungen aus allen Landesteilen mißbtlltgte den Brief _Lory Lans- down'es und__e1klärte ihr Festhalten an den KrteKSzwlen der Verbüiidetev. mie “ste? dütchM'en Premiefminisjer Bonar Lam undeäuitb ;festgeleYt' worden seien. In einer Rede führte der Fmanzmimster Vo na't La w, obiger Queüe zufolge, u. a.,aus: „Nach:, "daß wir den Riesen nicbt wümchten.. 'Es rst turchtbar, d*e Fonsevuna des Krieges vorauszusehen, bmi find wir alle einig. Aver warum traten wir tn den Keira ein? B.; : vegannen ihn nicht nur, um jest Frieden- au erhalten, sondern um chb-tbeli für den Frieden in der Zukunft zuetlangen. Wie können wir jest das durch einen Frieden _nretchen! .Der BriesLan-downeS gründet sich auf eine Annahme, und zwar auf die 1eltsame Annahme, das:, weil die Deutschen sagen, ste seien kercit, einen Bund der Nationen ju schließen und von Abrüsiung“ ju sprechen, daß d-zbakb der Friede möalub sei.. Vox dem,.skneae wagte unsere Regkeruna utcbt, bei den Deutschen die Abrüstung anzureaen. Sie war an nabe daran, aber die Deutschen saben dies, fast als Kliegsfnll an und vor dem Kriege. waren Bücker, welche die Abrüstung auibießen, in Deutschland vetboteu; leb" glaube, ske find now bis zum beu1igen Tage vnboten. Haben Sie jemals bie-über ejw1s in den emen zwet Ktiegßjahren gehört, als es in Demjchland nicht zum b-“sien „ausvab? Kein Wystdatükkt! Uns in gesagt worden, daß in dem Empfinden der Deutschen eine a-oße Wandlura eingetreten sei. *Ich-alauve, die Uyzusxiedenbelt. in Deut'cblaud nur,dem geaen- wärtigen System ist* zu einer beträchtl*chen Wöve angewacbsen. _ was ist der Grund dieser Unzufrie-er:beit? EQ 111 das Gefuxl, das; das militärische Evsiem nicbt die erwarteten Ergebnis: erzielt. .Wenn wer jetzt Frieden schzöffw, was würde das beißen? ;Es würde kedkmen, daß gmde d'e Männer, die nach m-lnem Ürtei1 dos größxe jemms in der. Geschichte begangene Verbrechen bmanaen bäneo, ros gerade die Männer, de die Welt in all diese Qual uno d!es Elend gestürzt baden, we1te_r in der Möglkchkeit gelasm würden,__wit demselben Werkzeug dasxelbe von neuem zu tun, wannximmet 0-1; in Zukunft dte Gelegerbeit dazu ergäbe. Wie werden sledurcb einen Vextrag unier den Völkern ge- bunden sein? Niematid _wixd bebaum-n, daß fie kaduub, daß sie *kven Vertrag-untmeiznet haben, *gvbunven sexo werden. Und welche Macht 'aidf “es, die se binden Mut,? Heute ist die ganze Welt _gegexx„_ fie bewaffnet „und zukamm-naeotrnet retart, w-e “ schwerlirß wieder ker Kall skin wixd, und wenn wir
iévt unsereNecbxe-„niebt du1chseßenitönuem wie wollen wir später-
unter: steven Gedi ' :! eri. e eit- e kämpfen? “Nein, meme Herren.! ESR iMMkZ, dar?"? xu !ienken. Aber meiner Meinung UKÖ- isles. wghr, daß wir _dabin elanat find, demdeu1schen Molke auf die einsiaeArt, wlees-zu diesaet E1nfickt gebracht wetden kam, zu "kam, daß derLKrle'a sic!; niwt bezahltmacvt, nnd"da thxe Kriegs- :Wscbxue t:'1Iie iE1!_folge nicht erreichen kam!, die fie wan! en und die Ut ue **e neu
stbiedene .Es-folge auf. ,'de Sch10ch1f210 allein kann der Krieg x-icbt beendet werden.“ * Lassen PSK die Deutschen nur erst einsehen, daß wir länger . aushalten können al»! sie, und die Aenderung der An- Üch1em von der Hit sovjel böten wird jeden Tag stätkcrwerien und viellei t._von.,selbft. dieEtgemee jenigen, die zu erleben wir uns “ .? sk nexi. C1» .ayf * ber _Lanxvorpneseben, Gmndlage ge chlo ener Fliede würde tatsächlich eine Nkeknlage für di“: Entente evey xn," IU LMfe seiner“ Rede'« faßte Bona: .wa ooch: „Ick sebe viel- „t Gefahren, die. uns nicht bedrohen werden, aber wann diese
k.? mlft'eyndl kbe Qerßegusa “hund Lord Lanodownee Orks anne-
sÜÖUt werdeii "und" eine Wewuü“ n'bmen jollte, vle ed der Regie- kkna "WSWS macken wür“. si auf die Gevevmiauug notxvenviger KlkkakmßregUU dutch vg- .Untetbaus, m verlassen, so wurde“ der . 'eruno nur noch.,eiy Weg" offen sieben. Um dissen, .Kxikg zu ge-
". ,n?"- wo die Reasétuu'g v?.e Sicherheit haben, daß sie kao Volk Unter «ck1- at. 'Wenn wi: die iiicht baden, können wir keinen Er- Bönafk-Law schloß mit _dem . Auedruck des. Vertrauens,
W-.die_ _ keruuaMe- „solle. Untexstüßung des Volkes haben ck ;. htum: Sutschlyffe, den Krieg „zu emem fiegreichm
“' .“!- “ . - .
4,2. -
„ “zum,.Deutsäzen Reichsanz
Ader"
Sieg. erxpngen werden kömen. Auch dmch ent..
Erste Beilage“-
Verlin, Montag, den 3. Dezember
eiger und Königlich Preußischen Staatsanzeigek.
1917.
Frankreitl).
Die vorbereitende Versammlung zu den Beratunaen des Interalliierten Generalstabes bat vorgestern morgen stattgefunden. Die Beratungen erstreckten fick), soweit die französische Preffe unterrichtet ist, auch auf Rußland und eine etwaige Note, beziehunagweise Kundgebung der Enter-te an das russische Volk. Die Blätter warnen vor einem Abbruch der Beziehungen zu dem rusxischen Volke, das von den Maxi- malisten nur verführt 1ei.
- Ein Geseßantrag der Regierung über die Ver- längerung des Mandats der Kammer seßt fest, daß das Mandat bis sechs Monate nach Einstellung der Feindseligkeijen verlängert wird.
- Laut „Progréxs de Lyon“ sind neben der Ein- berufung der Jah resklasse 1919 die zurüchgesteUten Klaffen 1913/18 zur Nachmusterung einberufen.
Rußlands
Vorbehaltlich endgültiger Anweisungen der englischen Re- gierung hat der britische Bo1schaf1er in St. Pejergburg
“B 11 ck ana n nach einer Reutermeldung folgende E r kl (1 r u n g
veröffentlicht:
Die Note Troßkks, die einen Waffensilüfiand vorschlägt, wurde der Botxchaft 19 Stunden, nachdem der Obe1s1kommandte1ende im Hauptquart-er den Befehl zur rofo-tiaen Eröffnung von VN- handlungen erhalten batte, zugestellt. Die V:!bündeten sahen sich also einer vollendeten Tatsache gegenüber, bei der ße vicbt um Rat Lemm waren. Es ist für den Botscbafier unmögltcb, die Noten zu eamworten, die eine vcn seiner eigenen Regierung nicht anerkanme
Regierung an ihn gerichtet kat. . _ Der amerikanische Militärbevollmächtigte im Hauptquarlier des rnsslschen Generalstabs hat “dem General Duchonin obiger Quelle zufolge einen energischen Einspruch der Regierung der Vereinigten Staaten neuen den Abschluß eines Sonderwaffenftillstandes durch Rußland übermittelt. Auch der französische Militärvevollmächtiqte teilte Duchonin mit, daß Frankreick) die Vollmacht der Volkskammiffare nicht anerkenne und daß es das Vertrauen hege, daß das rusfische Oberkommando alXe verbrecherischen Verhandlungen ablehnen werde,
, Den Moskauer Zeitungen zufolge hat der General Duchouin einen Tagesbesebl an.alle Truppen gerichtet, in dem er den Grund darlegt, warum er fich weigere, d1e Verhandlungen mit dem Feinde anzuknüpfen, und die Truppen auffordert, zu erklären. ob sie mit seinem Verhalten einverstanden seien oder nicht. Falls fie es nicht wären, würde er freiwillig das „Kommando Krylenko übergeben. Wie von einem besonderen Korrexpondenten gemeldet wird, find Duchonin und die mili- 1ärischen Vertreter der Entente aus dem rusfischen Großen Hauptquartier geflohen.
; ' +- Der General Krylenk-o hat, wie die„Times“ erfährt, den Armeen befohlen, den Kampf einzustellen, aber auf der Hut zu sein, keine Verbrüderungen zu versuchen und das Er- gebnis der Unterhandlungen abzuwarten.
- Der Volkskammiffar Trotzki" hat den msfiscben Bot-
;schafter in Paris, Maklakoff, seines Amtes enthoben und erklärt, daß Maklakoffs Teilnahme _ an der Beratung der Ver-
bündexen ein Staatsoerbrechen sein würde. Troski hat foxner die russische Gesandtschaft in Kopenhagen telegtaphisch "aufgefordert, unverzüglich u antworten, ob sie stcb „dem neuen Regime anschließe, andern alls habe fie fich als abgesoßt zu be-
“trachten und die Gesandtschaft “einem Mitgliede zu übergeben, das berpit sei, dem neuen Na [und zu dienen. .- Die'Gesandt- schaft beschloß, das Telegramm _roßkis unbeantwortetzu [offen.
',Wie Reuter meldet, ist St. Petersburg: in der; Verfassunggebenden Versammlung u.a. vertreten durch: die Maximaltsten Lenin, Trotzki und Frau Kolonial und - die?- gewählten."
Kadetten Miljukow und Roditschem. Unter den Sozialrevolutionären befindet sich Tschernom.
einem Telegramm aus Haparanda an Stockholms"
-- Na
Tidningen cZar der finnische Landtag am verganqenen Montag nach zehnftündiger Beratung den von den Bürger- lichen vorgeschlagenen Senat mit Soinbufvud “als Vor- sißendem eingesth. Der Beschluß wurde mtt 100 Stimmen gegen 80 Stimmen angenommen, die für die sozialisnscbe Re- gierung abgegeben wurden. Da sich die Sozialisten dem Land- taasbeschluß widersexzen wolLen, befürchtet man, daß ein neuer Generalstreik bevorneht.
In London einaelaufenen Berichten zufolge werde
Sibirien sich unter der Führung Potapins für unabhängig
erklären. Die Minister seien - bereits ernannt worden. _Die neue Regierung werde überall sympathisch begrüßt. In einer “Anzahl von Orten wehe die fivirische Flagge.
-- Das „,Wolsfsche Telegrapbenbüro“ teilt weiter folgende, von der bolschewxstischen Regierung veröffentlichte Geheim- urkunden mit:
240. Bericht, betreffend Rumänien und die Verbündeten, die Umstände des Eingreifens Rumäniens in den Krieg und die lessen Vorgänge an der rumänischen Fxont.
Seit Entstehung des euwpäiscben Krieges batte Rumänien offiziell eine neutrale Haltung angenommen, welche sehr haufig und merklich bald nach oer einen, bald nach der anderen Seite stöwantte in AbhängigtUt von dem Stand der militärischen Untemebmunaen. Dem lagen zweiOaupterwägungen zugrunde: der Wunsch, nicht zu spät zu kommen zur Aufteiluvg Oesterreickos und das Bestreben, möglichst viel zu verdienen. auf Kosten der Krieg'übrenden. Unsere Erfolae in Galizien und der Bukowina im Jahre 1914 und zu.,Aufang 1915 (Einnahme von.Lemberg und Pnemyal) u-d das Erswesuen unsner Vortrupven jensei_ts oer Karpmben brachte die Frage des Ekngrelfeus Rumäntevd auf die Tageöotduung. Die ein- geleiteten Verhandlungen zogen fich in die Länge. weil unsexeMixitärs
"darauf bestanden, die strategische Grenze in der Bukowina so zu ziehen,
daß dieses ganze Gebiet im BMW Rußlands verbleabe. Ende Mat desselben .Iabres-etfoiate unser Rückzug aus Galizien und Polen unt-r Aufgabe der Bukowina. Dementsprechend - änderte fick; auch die Stkmmung der leitenden m_mänisÖen Meise und die Untetbxnd- lunam wegen eines Eingrei'ens Rumäniens in den Kxieg kamen von selbst [in. Sinstand. Ende _ 1915 und Anfang 1916 neigte UG nach dee, Zerschmetterung err-iens und dem Auftreten Bulgariens die pom-k Rumäniens sebr, merklich auf ck Seite unse'er Feknde. Dre rumänische Regnmna 1ch1oß 1a jener Zeit eme ganze Reibe nb:
vortuilbaster HzndelSabkommen mit OZstsrreicb-Ungam und Deutch- laKF ab, betreffend den Verkauf von Getretde und die L:eferuna anderer VerpflegunJSmtxtel und erhielt zam Außglcicb dafür Gold un.? die erforderlichen Manusakturwaren. Dieser Umstand zwang unjer Militär-, Finanz- uny Handelskeffort, fich mit aroßer Vorsäcbt zu_dec Frage der Außfubr von Gegenständen Oer milixäxtskben Aus- rü11una wie auch verjchtedenec Vorräte aus Rußland ca:!) Rumänien eu stellen, die 'm die Hände uwserer Feisde fablen konnten. Tat- täch11ch war die geéamte Ausfuhr belnabe eingestclit. Die glänzende Offenfive des Generals Bcusßlow im Frühlirg und Sommer 1916 neigte die rumämsche Neutéalétät wieder nach der Seite der (Ententemäcbte bin und gab die 9939111111311, die unterbrochenen Verhandlungen wegen des «Eingreifens N:!rn-jniens |U exneuern. ES ist zu bemerken, daß von Anfang an der Stabxchef des Höchstkomwandiexeudeu ons mi!1tärisck:en Exwägunaen die Bei- bebqltung der N-utralität Ramämen- für uns vorteilöakter hielt, a18 1eine aktiv: Einmisäzung m den Krieg. Später steUTe sixh General Alex-jew auf den Standpunkt der Verbünketen, die in Dem Auftreten Rumäniens den emscbetdenden Schlag für Oesterreich und das Naben des KrtegSendes erßlickten. JM August 1916 wurde mit Ru- mänien ein militärisch-politiicbes Abkommen unter- zeichnét, welches ihm solche Landerwerbungen über- ließ (Bukowina und ganz Tran51ylvanien),die ganz offenbar nicht dem Maße einer BeteiUgung Rumäniens an den militärischen Unter- nehmungen entsprachzn, Weil es fich verpflichtet hatje, nur Oesterreich- Ungarn den Krieg zu exklären und fichz auch;“ auf Untermbmungen in Transsylvanien beschränkt batxe. Die tolaerzden Ereigniffe haben gezeigt, ww sebc fich unsere Verbündeten getäujcbt batten, indem fie das rumänische Eéngkekfen überschä81ew Augenblickitcb hat die Ent- wicklungder miictäxiscben U:“.terneb-Nuvgen an der !UWäklÜ-ÖSU Front alle politischen Fragen an die zwe'ne Stelle gerückt. Das meiste Inkereffe von ihnen hat jekt die Räumung der Moldau, falls die militäriscken Umstände ß: erfordern. Zn Vorausfiebj deffen war ein besonderer Ausschuß aebaldet worden unter dem Vocßß des Senatoxs Savjadro, nach der Auslösung dieser Kommtsfion hingegen wurde die Name Räumunasangelegenbeit dem Sonderbeoollmächtigjea Sterligow übertragen. Vorgesehen ist die Verlegung ver Regierung, des Paxlaments und der Stadtbebötdea nach Cberson unter Zu- billiguna des Rechts der Exterxiwrialüät für die rumänische ngierung nach dem Beispiel Belgtens. Der Goldschatz ist bereits nach Moskau übergexübrt. Betreffend Wkgfübrung der Verwundeten, Flüchtlinge, Fabriken usw. führt dre Xom-nufim Unterbandlangen mit den zuständkgen Ressorts. Unter dle Eindruck der ersolgteu Kata- firopbe bestehen in Rumänin selbt Strömuugen, die ßcb einer Fort- seßuuq des K.ngö gegenüber ablehnend v-rbgtten und sich baldi sten Frcedensscb'uß, und sei es auch ein Sondxefcieken, zur An gabe gemacht haben. Allein die (FnUMoff-nveit des Königs und seiner Regierung, die P-üsangen bis ans E*ds zu ersraaen, m offenbar un- erxcbütterlicb. Ole in der l-ßten Z it im Kabinett Brattauu et- folgte'n Veaänderumea lm Sinne eines Ü-bxremkomm 119 zwischen der l1b-ralen Und der konservxttven Patel haben der ganzen Regierung enen mehr natio*.alen Charakter gegeben und ihre Stellung e- reniqt. Das Ungluck, welches Rumani-u b troffen bat, ist ne natürliche Folge ver völligen milnärncben Nicbthrreitscbaft unter der ,zweis ltige-.' Poüqk Bcatianus. Die mchte. Siege 1913 und der 1111)! mati*che E folg, deu Rumänien nach dem Balkankrtege zu ver- ze1chn-n hatte, haben im bedeuxe-den "évße zur Selbstübexschävurg von G-seUicbakt u-vd ch'eruug betgetra.en. Ia polnischer und militärischer Venebung haben sich die Rumänen sebr überscbävt und erleben jetzt eine bttt-re Enttäuschung. Vom Standpunkt der rakfiscben Jntere “11 aus müffen ua: bei Be- urteijuyg der au„enbiick!ichen Lage der inge tn Rumän'eu folgende Erwägu .gen leiten Wenn di- Dime siti» so entwickelt hätten, daß die mslijär-sch - polm'abe Abm (hang mit Rumänien vom Jahre 1916 ihre völlige Vetwtaknchana exlangt hätte, 11) wäre auf dem Baxkan ei-**sebr-s1arke- Staat entstanden, bestehend aus Moldau-leaäpee-Dobruojcha ( em jesige Rumänien), Trans- sylva*i-n, B-nxt uno Vukowmx („Erwexbumen nach dem Vertrage von 19161 mkt einer Be öakerung von a näoernd 13 Mintonen. In W Zukauf! wäre der Staat Rußla dgegenübet schwerlich
kfreundsckoaftsicb ge1inntgewe1ev und hätte dcis Streben,
seine vationalen Träume in Bessarabien zu verwirk- lichen, 'schrverllcb unterlassen. Auf dem Ba kan batte er fich gleichfalls bemüht, dem EmUuß Rußlands entgegenzu- treten, und angesichts des überwtegeud romanischen ba- rakters seiner Besöakermg unter der starken politischen Einwirkung Italiens un' Frankre1chs gestanden. Info gedeffen sjebt nen politischen Interessen Nußmnqu der Zusammen- bruch der Großmacbtsplane Namaniens in den er- wähnten Maßen n1ch1s Gesonoereo entgegen. Dieser Umstand muß von aus ausgenßyt werden zwecks F nwuna jener ge- zw.n-,1enen Bande für mö4lich1t lange Zeit, welcbe Rußlarxd mit Rumänien v-rknüpk-n. Wenn uns aber die Bildung machtiqer Staaten auf d-m B-lkan nicht vort-ilbaf! 111, so ist auch die völlige Vermchtang oder Schwächu--g der bestehenden politt1chen Organismen für uns ebensowemg vorteilhaft. Somit bildet der Schuß Rumäniens ge,:en eine endgültige Zer1chmetterunq augenbljckmh eine unserer baupt1äch11chen militäxisch - politischen Aufgaben. U--sere Erwlqe an der rumänischen Front baKen für uns eine c-ußcrocdemlxcbe Bedeutung als einzige Möglichkeit ihrer Art. die Frage, betr. Konstanti-opel und die Meerengen, ein für allemal 111 dem von uns gewünschten Sinne zu entscheiden. Die jest 11: Rumänien gesibebenen Erxtaniffe haben die Bedingungen deo_ Ver- trages von 1916 von Grund aus geändert. Statt der verbaltnis- mäßig bescheidenen militäri'cben Unterstüßung, die Rußland in. der Dobrudscha zu leisten verpflichtet war, mußte es die Verteidigung des 'uumänischen Territoriums auf aUen Sekten fast ausschließlich tusfischen Truppen übertragen. Diese mtlitaristbe Hilfe Rußlands bat jeßt einen solchen Umkang angenommen, daß das 11) _dem obenerwäbnten Benraze vorgesebene Vexsprecben der Landentscbadrgyugen Numäzüens fxär seinen Eintritt in den Krieg unzweifelbaxt etner Nachprufung anterzozen werden muß. Wenn es unter den augenblicklickoeu Ver- bältmffen auch vielleiäzt nicht angezeigt ist, die Frage anzuregen, so muß fie gleichwobl in dem nächsten geeigneten Augenblick auf die Tagesordnung gesetzt werden. “Mit dem Original gleichlauieud
Poliwanow, 7./20. November 1916.
Die „Prawda“ veröffentlicht ferner eine Urkunde vom Jahre 1909, welche am 17. Mai 1909 Nikolaus 11. vorgelesen wurde. Sie lautet:
„Schema zu einem Vertrag mit Deutszlaud'.
? Hier wird unter anderem vorgefcblaqen, daß man in Ueberein- stimmung mit dem Wunsche Deuticblands offen das tusstscb-deutsebe Mxi verständnis anläßlich des österreich1sch-serbkschen Konüikts abwickeln mäü e, und zwar so, daß nicht gleichzeitig eine Zusvisung des Ver- bältntffes jwiscben den Regierungen in Petersburg und Wien eintreten mi chte. Deuttchlayd garantiere in dem Falle. daß Oesterre1ch keine numen Aktionen auf der Balkanhalbinsel vornehmen würde.
Bis die Mächte, welche den Berliner Vertra unterzeichnet ha1'3en, in der Frage einerformenen Genehmigung gewi et notwmviger Aenderungen m genannten thu-aaes Beszluk gefaßt hätten, würde Dsutjchland Rüßland wirksame diplomatische Untersiüvuna in deffen