1917 / 294 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 12 Dec 1917 18:00:01 GMT) scan diff

Bekanntmachung.

„Auf GrUnd der Bekanntmachuna, bktreffend die zwangs- weUe Verwaltung britiichkr Unternehmungén vom 22. Dezember 1914 (Reich?, (5391-8131. S. 556) ist der im Kreise Stornxaxn aßleUeue Hof in Lütjcnscc, dem englischen Staats- angehortg-n „Henry Fawc-as gxhöriq, szmSwe*se unter Ver- waltung gesteÜt und der Rschtoanwalt Tr. A. Ißrael in Ham- burg zum Verwaxtcr ['LslSÜT moxdsn.

Berlin, den 10 TLZLMÖSL' 1917.

Der Minister für Landwirtkcbaft, Domänen und Forsten. I. A.: Wesener.

Bekanntmachung.

Die Frau Y_polonia walowicz in Plescben ist zum Be!- kauf yonßlemcb und F1s11chwaren mit Besinn ad 1. TL- zember191- wieder zugxlasxen woxdsn.

Plekhen, dxu 30. Dez::nbe: 1917.

Der LandraUamisvexrraxtsr. Bache m.

Bekanntmaäpung.

Auf Grund der Bckanniu'achmxa zur Ferrkalfuva unzuve71ä7ficsr Pxsonen vom Handel VW: 23. September 1915 (RGBL S.SSZ) bqk-e ich der Ottili- ClaUS, geb. Mativowski, Bulim- L:chtenberg, Seuuzestwße 12, durch Verfüßung kom beuxign Tage den Hanßxl mtt Gegenstän_den_des_tägliäßen Bedarfs ;veZetn Unzuvetlaxségkeit '.n bezug aux 121€er CäUDLlLkSKTT-Tb unte:- a .

Berlin-Säyöxekerg, den 7. Dezcuxber 1917.

Der Polézeivräfident zu Berxin. Krkegkwucheraaxt. I. V.: Machatius.

*-

Bekanntmatbung.

Anf G'und der BkkannkmoÖUng zur F-“xnbaltuna unzuvyrsäsßper Personen v""! Häßdel Vom 23. Sek'su-bxr 1915 (N(HV1.S.603) ba'xe ich dem Mtlckzbandlex Karl C1aus, Berlin- Lichtenberg, Seuweßr. 12, durch Vexfügm'g 13cm bevtiaen Tage dxn Handel m_it Gegenskänken dks Täglickel1 Bedarfs weakn Unzuvec- laxfigkettjn bezug avf dixs-n HanrklObetxiéb untersagt.

Berlin-Schöneberg, dem 7. 'Dezxmber 1917.

Der Polizei:);äsider-t zu Vetlip. Kriegswuaeramt. I. V.: Macbatlus.

*- Bekanntmachung.

Der (Ehefrau des Wilhelm Thomas, Hedwig gcb. Märker, in Bochum, F1iedrichséraf3e 25, ist auf (Grund ter BunkeSratSVerord_nung vom 23-Sevtemder1915, brtreffsrd FM!- baltung unzuvetlaxßger Pexsonen vom Harxdel _ RWBl. S. 603 - der Handel und Gewerbebetrieb mit LeOeWmitteln aller A-t sowie_ mtt Gegenständen des täglichen Bedarxs wegen Unzuverlafügkeit untersagt worden.

B.chum, den 8. Dezember 1917.

Die STadxpolizeiverwaktunZ. Z'. A.: Wolf.

Bekanntmachung.

Der Hanhngfrau Hielscher kn Hund:?feld ist 17“! Handel mit Kai? w-gen Höckstpreikübxrsäzteitsna aus Grvnd dor VUOTÖKUUÜ voxv 23. SkhtkMJer 1915 untermat worden. _ Tie Koanst'der Ve off-st1chung dicke: ÜÜUÜQJUUZ Julien der Genannten ]Uk *.)

O::s, den 4. Dkxémbe'r 1917.

Der Könkgkkche Landrat. Nojabn.

W

Yickytaxnxs'itßcs. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 12. Dezember 1917

Die verpinigten Ausscbüffp des Bundeskats für Zo!)- und Stom-Jw-f-n und für Hendel und Vexkehr sowie dsr Ausschuß fur ZoU- und SteUwaesen hielten heute Sißungen.

Aus Deutsck) Ostafrika ist gestern dkr Dnrchbruck) des Genergls von Lx-ttom-Vorbeck nacb Poxtugiesifck) Ostafrika gemeldet moxden. Auf eine vom Kommando d€r Sckyußtruppen über diese neueste kühne Tat erstattete Meldung hm hatte der GeneralkeldmarsMU von Hindenburg an den - Staajesekr€tär des Neichkskolonialmms Dr. Solf laut Meldung det„Wolf1schen Telegrapherxbüxos“ folgendes Telsgramm gs:- rl et:

Das Säxyßktupvenkommanw hat mir Meldung gemacht vpn der neuestxn Waffentat dps R-"Üks unse:er ostafrikanischen SÖx-J- trpvve unter General wn Lettow-Voré“eck. Nach den lessen Nack- :icbtsn scbten es keinen A;;Sw-sg aus ihrer vsrxrreifslten Lage". mehr zu Neben, fcbixu das Keffkltxriken bernd-xt zu sein. Statt reffen dix- fxeudiae sznde, haf; dxe Kran da: Huldknscbat unge?» weben ist, Daß sie die d-u sche Flaz'ge tm schwarzen EWE?! Writer hockobälr in cer fsten H:ffnu1-.g auf den kommenden Sieg der Deutß-Bm Waffen in Europa! Nur eme Txupve, die rückhaljxoxö iörßm Fü-rer veMaut, und ein Kom- mandxur VM ker Tatkrafk dss “.Henkraks v:)n LMM) fin!) zu rer. uzxkgen LLLÜUUÜSU befähigt, dénen um!; der (Gagmr seine Acht ng picht vytsagt, d:e uns adkLmit walz und BéWUf-BLXUUJ müllxn. Amp w-nn die tapstre S:!xar jpätsx noch der U-bsxmaÉ-t dxr Feist)? erlixgen sollte, wird dw (HeZcbiäpte “oiesks Ktiksxeß den («é-Wnexal Von 2812072) und seine Trnpve rübmknd bervatbcben. Gott hklfe Weiser! Ecueralfekamscßaü von Hindenburg.

Der Staatxsekretär Tr. Solf erwiderte dem General- feldmarschakl, nne folgt: , Euxck Exxeüenz danke *.cb-aukrirkxtigsé für die ergreifenden qute, die Eure Exz-Ucnz anläßlécb der erneuten gxänzynd*n Lernuwg des Gyneralv Von Lettow an mich zu richten die Güte batten. Auf di:? Krafx seiner Trxxxvs VéltkaUt'nd [md von 19-531 festen WtUen beseelt, d11rchzu37116m xoxanxxe Menscber-kraft es vk"?- maa, bat 15er geniale Führéx keixen b*€bcria-n Taten duréo die Durchbrechung dcr poriugicstßxßen Lix-i-“n LM'nkUCS RukmeSblatt hinzugefüut. Die Anexkcnmmg duch) Euxe Ex„cl]cnz, den ruhm- refchen ankkr dsr Gksckylcke dsa b:“;mxscban Kxieaes, wird aUe ine Heldxn drübcn mét Stc'kz exfÜUkn Und gereicht ihnen zu hoher Ehre. Staatssekretär Solf.

Dem Vater des ostafrikanischen “Feldherrn, dem in Berlin im Ruhpséand lebenden Genera der Infanterie von Lettow-Vorbeck', sandte der Staatxxfekretär Dr. Solf ein Glückwunschsckzreiben, in dem es heißt:

Daß 1ch 'Ihr-„'m Herrn Selm, dcr dy béktÜÖÜe aÜer veu1schen

Skecens a-mocktkaf, uxcéngeT-ÖränktyYn-rkennnpg Jolle, brauche i(b (Fueter szksiknz n'iivt erneut zu DersXcS-rn. Es dtänat mécb beme riekmobr, ZO-un [*0- den ergreifenden Worken KeUmnés zu geben, rie Géne'al'clkmxrsämü wn Hipdk [mrs srebér- Tele» pbiScb am nnch r*Ökklk. Daz gxä zeWe ZÉUKUÖK, das der ruhmrexckw Lsxker Okt GUÖLZS st !*,Umx'cxen F:: cg 9 x-nsxkem pcniulkn Am- kzr-kr Uno ?ktNrn tanTÉAvkk-btkn (Mrkucn CUÖLZCÜ', w:!d alle die DIN“?! d: Sinkt 111,72 g1Ück1cher H::mxekr mul Styl: ertÜan. DLr 'Name dr-j-r.ég=n abu, rxm raI W.,ebeure V'kdt-nsx' zuséebx, Teutscks Osxaf ika mix xr-renammek Enéxgie und i-- vrl'cstokxßä !*!iaotr ax,- sp'ncbswfe: F*üikbkcrwünng g-gen einen übnnsäckoxigm Ftnd ver- ted»)! zu [::-b x', und dt .:roZ Aufgßbe dfs SÖUZJLÜCTLS woch b-u'e unbcfiegx 17, dsr Name wird von AÜW d-nen, Tja die gwße eks-rnr Zkii Und das Rings?! um di: [SLU deutéckoc Kelkuie uit ihm cm Ort und Stel]: dmcbl-bt oder in der Hetmat gespannt ve'- fol„;t baksn, stets mtr frxudkgxr Bewundexung genannt we2den: thtow-Voxbxck.

Bayern.

Seine Hochfürstliche Durchlaucht der Fürst Leo- pold zur Lippe ist, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, gestern nachmittag zum Antrittsbesuch bei Seiner Majestät dem König Ludwig in München eingetroffen und von diesem auf dem Bahnöof empfangen worden. .

Polen.

Wie „Godzina Polcki“ erfährt, Haben der Minister- präfident von Kucharzewski und dsr Oberst Januezejtis folgeydes Programm für die wichtigsten Angelegenheiten der polmychen Heeresbildung aufgestellt: ]) formelle Ueberweisung des polnischen Heeres an den ngentschaffSrat, 2) Bildung eines Kriegßministeriums oder Kriegsdepartements, Z) Rekruten- aushebuna, 4) Zurückbemfung der polnischen Hilfskorps als Armeekaders.

Großbritannien mcd Irland.

Im Unterhaus txilte das Mitglied des KriegSratS Bonar Law'mit, daf; Jerusalem, nachdem es um;.inge-lt ISMN war, sich ergeben hat. Hierzu bemerftdas„Reutersche

UW :

Die Bessßurg Jexusalems ba! Flagkn von großer internakkonalkr Bekeutangyn fich gcbracOt. Jerusalem wwde von der brittscken Arwee mit Hilfe von franzöfikchen und italéeniscben Truppen- kontingsmen erobert. Es vexlauter, daß dsr Genexal AUcr-ky eknrn bxitiszbkn MkütäraouVerneur einseßßn wbb. Es wkrd also die eoglikcbe Flagge übex Jerusalem weben, während «leicbzeitig kke framösksche und italienisÉe auf den na1iona1en Besixungen dieskr Läader, wie Schulen, Klöttxr mm, gehxßt Werden fol]. Zuerst wi1d der. BskagerungIzustand Vetbänat wkrden. Es wexden keine Vexsuckye unternommen ivexdxn, Die zukünstize Stenung der Stadt ko." dem aUgemsinetxinekenM-hlrtß zu regeln. Inzwtxcb-n wird die Stadt JS tm m!l:tär1sch-:n BÜZ dss Generals Allenky bxfindliä) betrachist erden

Das 1191erhaus'nal)m in zweiter Lesung die G es eß- vyrlaqe uber dxe nichteisenhaltigen Metalle M11 182 gegen 79 Stimmen an; ein Antrag, die Vorlage einem Ausschuß" zu überweisen, was eine Verschleppung be- de11115t thaben wurde, wurde mit 167 Stimmen gegen 91 ab- ge 2 n .

*- Die „Times“ erfährt, daß die Regierun beschlo en hahe, fick) im Interesse des Landes sopiel als gmögl'cch skszer Dtenste der befreundeten Ausländer zu bedienen, deren Zahl tn England über 100 000 beträgt, wovon 40000 alLein 11,3 Lm-don-wohnen. Da sich von ihnen nur 4000 freiwiüig furkden Dienst zur Vsrfügung gestellt haben, so seien, sagt die „Ttmes“, ihnen gegenüber andvre Maßregeln notwendig. Nack) dßr Ne117_ege1ux19_ würde sich jeder befreundete Ausländer xmschrexben [aßen müffen, um Erlaubnis zur Fortseßung seines ]exztgen Berujs zu exhzltsn. Erhmte er diese Erlauvnis nicht, so wexde er 111 einen der Zweige des nationalen Dienstes auf- genommm werdesu.

»; Em'er Meldxmg des „Reuterschen Büros“ zufolge [sekt NÉJUUU m Btimxyan Line Rede, in der er zm1ächst ervahrxte„ daß er nch voc AUgLn halten müsse, nicht nur zu den unmtttx'löaren 'Zxxbörern zu sprechen, sondérn daß er ebenso zunder Unsecijaren Znhörexscvaft seiner Landßleuty, der Vstbundeten, der ueutxalen Welt und des Femdes spreche. Das seicannd genug znr Abwägung der Worte wie zur Vorficht gcgen glaubliche, aber ungerechtfertiqte Fowx'runczen'soww zur_ VLL'MLWUM unreifer Rhetorik. Aver damrt sé: keme Rechtmtiexung Neqeben dafür, sich auf sich-ry uxvd fa1hloseAUgem-111hxitex- zu beschränken, Er werde bestrebt sem, sexne VTLMUUJ bestimmt und klar abzugebsn. ASquitk) fuhr fort:k „Ick ann 1117131 yergcffsn, Daß ich mit meinkm ckunde und Amtsaencffeq Sir Edward (Grey ewe g7ößete VkranTwF-muvg babß axs fis j? m der (H'Öicbte Vorlacx. In der Tat, die Verarm- xryrtnna war angcfickytö dcr fta'Ubaren und Voxaussebbaren Zu- 'Labdk der Z-"it [(WK-r- Eke ist (1er noch 1chwerer gkwoxdxn in 13911 fowenden Jahren, in dknen wir quge traten, rvke dcr SÖaoMa-L des „13.112ng fich Vergrößsrfe, bis er wstjexkar ker Unmittelbar dke weike Mehrhäif drr Bevölkerurg dar W-lt er- grtffen cht. Scbvxer ist tak1äch1ich die Vetantwortlichk-*it eiues jeden, veF-n Hanke Yet! baßsy an dsr Entfacbana dcs Feuers, Das diesem Kk_ff€l met skins!“ bonsckén 6531111 pehexz! [)It. Wir haben es nicht gcb_uckt.s : baZt-xt ms xftrnksaU-zn können mit der Augt-de, um?;e Vexpslxxynan Bsiwéen gegenüber elne aemeinschaft- 11617: und ntchqt étxte_"©oxkcro€rrf11ch1ung War. 'Mit aükeren Morten, wir kafte'u fur, uns den FMM". baden kömmt um den nyis ems: Ncchtévxxd-éeyung, um den Preks der Schande. Wir waren „de“: Ypßcht, daß der Fricke, diesks unsÖäHbarsFe der mexusckykch „(Quiet, eknen solckzxn Preis nicht weft war. Ick) be. haupte entsckzaeden Mit aker Kenntnis, die wir j-vt babkn von den xamalß unworjxeübaxtn 'Schrccken eines weXtumfaffenden Krieaes“: 101118 ch noch einrxal'xte Zei! durcblkßen, kcb winde dieselbe Evt- schejduna trLffen. _(BUTUW) SkeUen Sxe fick) nur Vor, daß dsr “FTW 7711? einem Frühen Endkt, der dke Erreichung unserer ursptüog- l-chxn ZielENÖUsfxüt und damit an sich die Bürgsckzcfftsn für keine Qagex 5371112411“, (Em syläxer Frisden ist das oberstß behekrscbende Be- FYZMÖFUZÉ) 13.181133 FELD?“ 1de ck]»? gibt dzuxzéit keinen größeren Feipd .* 7.76: as M.„Zann, er u ' Exreiobuyg Olé? Frikkens exchwercn wé'nde'.“ d W Wort oder Tat die

errauf sprach Asauiftkz von dem Brief Lansdownes, va nachdem er semennpoljtkschen Fähigkeiten, dem Werte seiner Ratschlage und der Wyrme seiner Vaterlandsliebe Anerkennung geontxZatteÜfuhr er sori:

, ,; Wu,", von 1eln€m Briefs ni "t me *; als 1" M*.taKe-d der chißrung, bis ich ihn Yu derb Prsffe ifoJd usul? ich trxage? keine Ystanxwmtung für seinen Zubau weder direkt vxcb «ndxrekt, abkr ich muß kékémnxn, daß Sie! von der K'rktik dre dkm Briefe. wtvxxfahren ist, mir dcxher zu 1übrcn scheint das; Meinuyßen und YbßÖten biueingxlesen wor'zen find, die ich, nicht darin fwde. Wenn Ianserne nwrßkfckskagen hätte, daß wir unsere

Kolonien dreieinhalb Jahre zum Sch.:uplaß heldenhaften deutschen

Vxxkündeten vre'Saeken sollen _oker daß wir den Feinden, die „„ ber Händkg adlxbnten, ibre Bedivgusgkn anzxgeben v':er an bis. anzudruten, mitteilsn sollén, daf: Wik bek'kk find, um Fc!- bxtten -- und ich sekke, daß alle dk-se Auslcgunakn skénes I."; [: ent vkder im Jn'and oder in anderen Länd-rn erfolgt sind _„ 7021er wenige unter Uns, dte Ick VM irgen-wslchen Oetartiken Vo'rWFMD webt abwmden würden. Ich aber m-hme a", ka “* grund f.,[génkkk war: Dre Verkündexen sc:llten xm KM,; krafn und zéech fortskssn, bemÜk-t Völkc'xn de: WM, sovohi dk-n kr!egf.1bxs:d2n wie VS?! [ !mmc'r msbc klar zu wacbcn, daß k-Le cénziukn 3149 M N], rri- kärxpfkp, na!.ionale und uneigennüßige Zexe M'fick) d" und daß es dixje: igen Zeele smd, für die wßr in den Krieß xinaetrt smd, und doß wt: darch !hre Ec:e*_c:bung,_unserer Ue'sxrzku„een nacb, nach einer dauernden Friedxnsburgschast t1achten, MW“? “urch die armxinscha7tliche Autorijgt eines internationalen BUKO." Um _die jünqsten Wone de_s _Prafidenten Wilson zu gxbauch-ks' so 111 das Zel, das zu wnksamer Genung zu bringen 11: d?“ Tsxl-mee nicbt allein rer Regierungen, ?ond-m aucÜ ' ' L*öTker, die fortan dyn W-ltfriedkn vetbürgen müffsn.“ Esi Wehr als klar, daß nicht 171€ Régierungev, fonxekn die Völkérdft feindlschsn Länder klm'xlxch km T'uvkéln gsbaltén wmden Übpr mister tajfäch1cchen Abfiäpten sowohl binfichtltcb deSKxixgs wiy des Frier'enrse und :ck u-erde weiter Um, _was ich kann, um dem Schleier zu lüft- und womöglich einige Liapmrabken hineinzulaffen.' eu -- Der Sekretär der Eisevbahnerunion und Aweordnete Thomas hielt bei dem Fesjmabl der Eisenbahner im Aidwich- klub in London ewe Rede über die Stellung der Arbeiter- schaft zum Krtege. Der Redner führte, dem “WNffschen Telegkaphenbüro“ zufolge, aus: England hab: im 'ku111914 am Vorabend einer industriellen Revolution gestanden. Troßdem sei die AzbeitexsOaft beim Kkkegs ausdrucb drm Rufe 13:5 Vat-rlandes gefolgt, nicbt auI Lust am Blut: oergéeßxn ocer aus dcm Wun1ch, das Bxix'enre-icb F1; wcrgzößgm sonwérn in der ÜkbfrjEUgnnA, daß Deutschlands HeraugfoMng“ bedeute, daß Macht stä er sei _cxls Recht. Diöser (Geiß ski vetschnmmren nnd die Moral crxcbüttcrt. Eiker rer EM: liege darin, daß eine englische I)ie ieruva nach der ankam, kkan Aufricbxigkext g-ßenüber dem Volke Jade fehlen lassen und dr-135h1e Übkk dix entscb-“kdendkn Fragen ni: die Wahrheit gesagt ['em-, sgdaß jeZt das Volk den A-ußerungkn der leétendkn Staanmä-„ner [Udet nicht mehr &Glaubxn schenke uxxd ße alle Lüaver nenve. Ein weiterer Grund für die Abnahme der Kringgäksjerung ltcse darin, das; man die AvstrengUnqen des V-lkes benändkg verxleinkre. chb gefährlkcber sei die Vékbkkkkéte Annabmk, daf: gewiffe Keise W rem Ktikge psrtönlich-z Vo teile zögcn. Dxe chicbtigsxe U“- fache aber sei das wachsenre unbedxtmmte G:?üb], 21-1; Cn„lud von den Zielen, für die es in den Krteq ging, 'angtomwen ssi. „Rat!) den drei Krkeayjabren', sagte der Redner, .bübkn tmr ein Stadium exreicht, wo_ fich in einfacher Sp1ache sagen [äffrn wan, was unsere Suche ijt. Ich glaube, daß auser Volk che Oyrxx dringen :r-Ud, um den Emir des Mtliiaxiqus zu Vernkcbw. Abe: n1ch1s tut bkute meh: not, um die Moral unseres Volf-s zu MWM, unsere Einigkeit zu beWahren und uns instand zu seskn oer ms drohenden Gefahr die Stirn zu bieten, als ekm klare und einfache Erkxärung unserer Kréeaßziele, d-e deutlich und auscrückiiÖ fejxsteljx, daß wir nicht imperialisjiseke Ziele verso! en und nich! (äxoßemnaeu m_ollev, son'eru rie Freiheit des BMW zus der ganzen Welt. Wir dwfep, schloß Thomas, den Krieg nicht eine Minute lä-ge: wäbien lassen, als es nötig ist. Laßt. 11119 (11128 in unserer Macht Stebknke tun, um das Ende zu beschleunkgen, und einsehen, daß der UN Friede ein soxchkr ist, der auf dem größten aller Ideale beruht, nämlich datauf, daß al1e Menschen Brüder stud.“

Frankreich.

_ 'Die Regierung hat der Kammer das Exsuchen de Mtlttärgouoerneurs von Paris um Aufhebung der parka mentarischen Immunität der Abgeordneten Cailtaux und LouStelot mitgeteilt. '

Nach dem Schriftstück, in dem um die Ermächtigun zyr erafqerfolgung Caillaux' nachgesuchtwtrd, soä dieser s1ch, wre die „Agexce Harms“ meldet, eines Anschlages auf die Sicherheit des Staates schuldig gemacht haben dmch Umtriebe, die geeignet gewesxn seien, die Bündmffe Frankreickzs bloßzunellep, ferner des Einverständniffes mil-dem Feinde und drixtßnß elner flaumacbenden Werbetätigkeit ([)1'0[)3Za11(16 äétzxtxsbs) Für diese Ankiagen sind die Kriegsgerichte zu- standtg.' Soüxe aber die Anklage anf Axxscvlag gegen die Stgatc-stcherhett endgültig aufrechterhalten bleiben, so würde Catllaux vor den Staatögerichtshof verwiesen werden müffen.

Rußland.

. Laut Meldung des „Wolffschen TelegraphenbüroWTJat dre russische Deryobilisierung bereits begonnen. er General Tscherbatrchew, mit Unterstüßung der Verbündetext zum Oberbefehlshaber exnannt, habe VoUmacht erhalten, mit Deutsch1and Frtedensverhandlungen einzuleiten, jedoch ern du: Uyterhandiungen nur für die ruffische Flonk KUW . Nack) emem Funkspruch der Regierung aus ZaerojeSsels rmxd der Rat der Valkskomm1ffare vmauSsichtlich während der Friedensverhandlungen die Vorschläge und Aeußexunaen der Ver- treter dex kxieaführenden Mächte den Truppen der Verbündexen und femdltchen Völker sofort mitteilen. DLIgleichen wird auch der ganze Gang der Vexhandlunaen übermittelt rqerden. Laut nachträglich eingelaufener Nachrichten habeté 1319, Verbündeten qur-dsäßlich ihr Einverständnis zur Er? offnzmg von Vexhandlungen über einen WaffensliÜstand russtscherseits erklärt, wobei sie jedoch nicht nur die russlschs Front, syndern aucb die ihre in Betracht zogen, Und zwakUW der Bedmglzna, daß die russischen Truppen auch nicht um SMI Werft zurxzck'genommen und den deutschen TrUpPM kein Nahrungsmxttel geliefert münden. Wenn vorgestern in Abrede aestJÜt _tvoxden sei, daß fick) die Verbümdeten mik den WanenstUstandSvejhandlungen russtscherseits einverstandxn ek? klartqhaben, so müsse dazu bemerkt werden, daß die Chefs der verbundeten Misstonen beim Hauptquartier, von darum in dem Jelßgramm pes allgemeinen Armeeauöschuffes -an den M“ laufrgen VollztehungMussWß der Eisenbahner die Rede gekYLsM' unm1ttelbar_ mit ihren Regierungen verkehren, da fie lhre“ G2sanhtschaxten „nicht unterstehen. - Emem weiteren Funkspruch der Rogierung aus „ZWkole * Sselo zufolge teilt der 'apanische Gesandte mit, daß Japan weder hxe Abficht gehabt abe, noch haben werde, NußlXUd den Ktteg zu erklären. Ein Mitglied der Gesandtschaft Akku"; das Gerucht füvunwahr, nach dem zwischen England im Jqpan ein Vertxag bestehe, laut dem Japan, faUs Roßlau mrx Deutschland einen Sonderfrieden schließe, an Rußlandd Krteg erklären würde. '

_Der britische Botschafter in St Petersburg- empsmq vorgestern Vertreter der russischen

„Buchanan, Presse und begrüßte die Gelegenheit, an die rusfische Demokratie aegknüv“

denjenigen appeÜieren ZU können, die von der britischenPoÜÜk “bft ckck Ü"? falsche DarsteUung gehen". Er verficherxe

Kriegsführung abschwächcn oder die Sache eines oder mehrerer unjerer

Pkewvertreter der Teilnahme En lands ür das ruffischeVUk- . das durch die schweren Kriegßopfxexr undf die aÜgemeine Des- ,

(

die die unvermeidliche Folge einer großen Um-

niation .. orga s ' erschopft ware, und sagte, dem„Reuterschen Büro“

wälzung sei-

e: öllfol'gWir hegen keknxn Groß, und es gibt nicht ein Köxnrben Wabrbekt in den Yetixbten, daß wir fur dkn Fall, daß R:-s31and einen Sonder- stießen scbäikß', irgend wxlcl'e Strafen ode- Zwar-gsmußnahmen jn Etwägung sieben- Die TaUache, daß der Rat der Volkskcm-x-iffare Vexbwdluugen mit dein“ Feiy-de obne'vorbergchenre Bkramnaeu mit ken Ve hundeten Ztöffmte, is! ein Buch dex Vereinbaxunqen vom September 1914, uber dxn Wir uns m't*kecht beklagen. Wir können kein!" Augenblick die Gulüafeit der Vh'tuwtuna onkrkennen, daß dq: mit der autokratisck-en Realeruna gescbloffene Vertrag keine bindende Kraft für die Demok-atie haben kann, durch die jcne erseßt wurde. Denn e*u solcher (Grundfos wüxds', einmal an. genommen, die Sichexheit aller internationalen Abmachungen unmg'abkn- Aber wenn wir anch kxiese neue Lebte zurückweijen, so wünschen wer dxcb nicht, einen VUbundeten, ver nicbt mehr mltxun will, zu veranlassen, weiterhin seinen Txil zu den gem-ivsamen An- „xenaungen b:?zutragsn, indxm wir auf Vertra957schte pochen. Die englische Regierm'g', fuhr Buchanan fort „wünsch! ebenso, wxe die „„ckck, Dymokratte eixsen demokraxiscben Frieden. Der Rat drr Nokkommkffaxe ixrt aber, Wenn er glaubt, diikskn F-ieden daduxcb fichern zu könnkn, daß er einen sofortwen Waffkt-sttuwand f-x-rkext, auf den kann rine Vereinxkarung zu sqlgen hätte. Im EegepsuZ dazu wünschen die Verbuydxt n, zuzrst z:: ejn-r nügemmnyn Vereinbaru- (; in Usbereinskmmung mit 11)an erkfäxtcn Zielen ," gelangst; und Hann emen Waffmßiüsiand anzusneben. Bis jest Ut nxcb kcm Woxt Von ixgend einem deujschén Staakgmauve gcaußert wordw, aus dem bervcxxaeht, daß dEe Ideale dsr ruffi1cheu Damokrmie wm Deutschen K.;iser oder von der dkuticbxn Regterung geteilt wü1den. Dje Vkrbaradlungc-n übxr einen Waff-nstillnand werd-n abxr mit dér_ dkutscben Autokyatie und n1chtmtt dem deutschen Volk gefvat. ka es wablsMinliÖ, daß Kmser Wi-helm, wenn er einmal ficb-r ist, d&ß die russische AMW? als Kampfmnbeit aufgehört bat zu élerren, e1nen baxterbas'nn demo- ktatxsében Frieden unterxesäxncn wixd, wie ibn d;s rufüsche Voik wügjaot? Der_ Friede, den er plant, ist ein deut- 1 er imvenalistxseber inedt'. Wann die Vexbündeten aucb kene Vextceter zu den WaffenmllstandWerbar»dlungen sckickkn könne", so find fie doch bereit, sobald eine daueé-baf-xe dem gesamten W711"! res rusfischen Vo1kes entspreckzsnde Negkerung gebildet ist mit di-sq: Re,;ierung zie Kriegkzixle und möglickp-u Bx- ring-mgen cines aerx-chtkn nod dauexbaflrn kaedkns zu prüfen. Bxs dahin LZWLUZU ße Rußland den wbk amsxxn Beistand, indem sie die: geWaktigen deutjchen Armern an ihren Frontsn aufhalten*. Buchanan erinn-rte datann, daß ohne die briiisxbe Flotte und di? britircben Armeyn Rußlcmd b-me Deutschlands; Vasaü sein und in Europa die Autokxatte bmscbcn würde. Hätte England abseits g-standen,.so Hätte es lebe Revoluvion und keine Freiheit für das rußßsrbe Volt gegeben. Der- Botschafter sprach dann von dem aufrichtigen Wunsche der Eng- ländex, Rußland in der Sjunde der Krise beizustehen, nnd fa„te, ob man dasjekbe vpn Rußlanks Gefühlen gegsnüber Großbritannien sagen tönpe- Es jej eine Tat1ache, daß kxum ein Tag ovne erbiner- xen Angriff der jeßtgeuNegjerungspresie auf Großbritannien vorüber- geh“. Man könnte glauben, daß Großbritannien und niazt Denksch- 1and der Find sei, vnd daß Großkritmnién den Krieg für seine eiae-en kavitali'stxscb-lmpxrkaiisjiscben Zuvecke: bervoxaerufen babe urxd daß es für das Blutvergießen wxrautwosjlich sei. „Wären wir darum vichtbe1echtigt',fubr Buchanan fort, ,dca Antvrucks zu erbeben,als Freunke brb*nd-]t ju werdqn und «icht pöbelbaften Angriffen aus;;esexzt zu sein'.) L nin bat vns auf eine ji-fere Stufe gesjeUt, als die Tücken. denen er ohne an die schrecklichen Vk-leexen zu denken, Armenien ausliefexn will. Die Laae der britischen Untertanen in Rußiand ist nicht be- neidenswc'rt. Ske.werdcn auaenblickiikh zum Gegenstmd von An- griffen gemacht oder M1! Mißtrauxn bkklßÖkef- Es gibt keinkn Grund dafür, es sei denn, daß es ein Verbrywen sei, sem Land gs-“qen Vexleumdunaen der d-wscben Aqxntan zu verteidigen". Zum Schluß dankte de- Botscbaßter dr'r rusfi1chen Demok-aaie und saaje: .ch weiß, daß ivte Führer deu aufwchtwen Wunsch haben, Btüver1ichre1t &! 1ch.ff-u, aber die gegen Großbritannien gertch1eten Reden und die Vexsutbe, die unte-xnommen wmden, in uwsrxem Lande eine Revolution anxuzetulö, haben das britiicbe Vrlk nur in xeinem Bscbjuß, den Kri-g zu Eyre zu kämpfen, bestäxkt und es veranlaßt, sich um seine jeßkge Regmuna zu schaun“.

Zu den “Ausführungen des britischen Botschafters bemerkt

das „Wolffsche Telegraphenbüro“:

Wm man sieht, hält es die Entente für klüger, ante Miene zum bösen Svlyl du machen, und läßt scheinbar in edler Bundestreue alje Eig-nmätxtkgkelten des russischen Bundesgenossen über fich ergeben. Sir! 13a: erkannt, daß dix unentwnxje meolgung des inedens- gedankens die Stätte der heutigen rujfiwbsn R-UL-tung is?, und so ist fie eingeschw vkc und diesem Gedanken ge- folgt, um der Regierung den Wind aus den Syg-ln zu nehmen, sie zu skbwäcben und, wenn möglkcb, durch eine Regteruvg xu erseyep, die ihr wieder aesügkger ist. Daß Manöver ist zu durchfich1ig, um nicht erkaunt zu werden, und wird den Zweck, die Friedensbeweam-g kn Rußland aufzuhalten oder den eigenen Zw-cken diennbar zu maxb», hoffentlich nicht exreichcn. Gyger-über der Ve-dächtkqung, als obdie verantwortlitbcn deuiscben Steüen !*en ru1stscben Frierknsnelen ent- aegenstünden, braucht nur auf die ReQBtaaßrede des Reichskanzlers biwaewiesen werdep, wvrin dieser außdrücktkck) betont bat, das; die Lusfisckden Grundgedanken kein Hindemés für einen Flieden bieten.

*- Auf Befehl des Volkskommiffars Troßki ist eine Anzahl von Konsuln und Botschaftern im Auskande des Rechtes auf Pension und Staatsanstellungen _ver- lustig ethärt worden, da sie dem Vorschlage, unter Lexxung der Sowjeibehörden zu arbeiten, wie der zweite _allrusstsche Kongreß es beschlossen hatte, nicht zugestimmt haben. '

** Die Wahlen zur .verfassunagebenden Ver- sammlung find an der gesamten Nordfront beendet. Laut Meldung der „St. Petersburger Telegraphenagentur“ _bah'en die Menschewiki etwa 1 Prozent, die Sozialrevolunonare ungefähr ein Drittel, die Bolschewiki über die Hälfte der ab- ßeaeanen Stimmen erhaltxn. DieZahl der Stimmenthaltungen

enagt nicht mehr als 15 Prozent.

-* Die „Verlinaske Tidende“ erfährt über Stockholm mzs Petersburg, oaßKaledin den Arbeiter; und Soldatenrat m anotscherkask verhaftet habe. Die Regierung habe beschlossen, Truppen gegen ihn zu entsenden.

Portugal.

, Nack) Meldungen der „Agence HavaS“ aus Lissabon ist d"? Ruhe miederhergésielli. Die Regierung hat beschloffen, daS Parlament aufzulösen, und den Pxäsidenten der Republik aufgefordert, zurückzutreten. Da dreser fich weigerte, so wurde er ersucht, sich als verhaftet zu betrachten. . „, Di?" Lyoner Blätter melden noch folgende EianherXen Uher dte Unruhen: Das Panzerschiff „Vasco da Gatzxa' ist bei den Kämpfen schwer beschädiat und Haber auf Strand Keskßt worden. Durch das Geschüyfeuer smd in er Haupt- stadt fast aÜe Häuser mehr oder weniger“ schwer beschaoigt; dis

"[?"UMEU von Costa. Craga und Rego smd von der Menge geplxxndert und verwüstet worden, Die Zahl der Toten Wild

“Uf 50, die der Verwundeten auf 500 geschäst.

Schwüy Im Nationalrat verkangte der Sozialist Graber-

Departements vom Bundesrat Aufschluß über seine Haltung aegenüber der Leninschen Regierung und forderte den VundeSmt auf, die FriedenSvermitklung in die Hand zu nehmen. Der Bundesrat Ador wedauexte laut Betis); des .Wolffschen T-lkgravbenbüroS', daß Graber den Buuchcat Von 1eiuer xsufrage nicht votber uvtenicbtet baby, sodaß ec leider nicht in der Lage sei, namens des Bundeßräts i-gendwelche Ctktämngen abzugeben. In b-zug auf die tatjäcbltcben Verbältniße teme orr Chef des volitkcbkn Dcpxmements mit, daß Kerenékk (Gesandt-n sür die SÖwxiz ernannt hätte, dem die nachgesucbie Gsnebmigung Vom BundeSrat erteilt worden ,sei. DjUrr Gekandte "ck aber bisher nicht in der Schweiz einganßxn. Inzwischen sei Kerenski gestürzt upd Lenin ans Rader gelangt. Die Regierung babe dem Bax-dkärat bisher kxin Leberßzeicben ngébkn und auch keit": diplomaüscbe Ve-riretung tn die Scwaiz aesandf. Sollte der Von Kereneki ernannte Gesandte nachträg11ch in Bem eintreffen, io wüxde er natürlich als kavawerson zu behandeln sein. Einen offizälien Akt der Leninschen Regierung stelle die Usbermiitlung des chedens- vorschlags an den schweizerkscbku Gesandten in St. Petetsburg 1owie an unsere neutrale Gesandte dar. Der Empfang 1212188 Fuj-„dens- votsckzlags sei benötigt worden, Die Uebe1mitllung der, Friedens?- Wrééoxäse on ki: Mitkelmäcbte sjünde den Regkerungm zu, die Die Intereffsn der M1tt-1mackote in Rxßland Vertreten. Das sei gesckßsbat, vwd dUmit sei die Sache ma1exiel1 erledigt. Gkäbkt wünstbt cine Erkiäxuna des Bundesrats über seine Geneigcht, für dxe Herbkis'Q-bmmg des Friedens ZU inthewikren. S_o sebr Die SÖweiz d-n Friyken berbxisc-bt-e und so sehr fi: die nüY'We Roll.? zugunsjen dis Wied ns beanspruchen möcksjk, sei doch f-jzzujteüsm, daf: em solch€r (Schmit bsute die gegenteilxge Wßrkang haben Und dem Anjkhen der Schweiz scißaden könnte.

_ Das politische Departementhat am 10. De- zember an die französische Botschaft eine Note gerichtet, in der die Gebietßverleßxngen durch f r e m d e F l i e g e r , die „Bomben französ11chen ModeUH in der Gegend von Muttenz und Menzikon' auswarfen, zur Kenntnis gebracht wird. Mit der Anzetge der schweren Zwischenfäüs wurde die dringende Aufforderung verbunden,

solchen Vorkommniffen endlich ein Ziel zu seßen.

Rumänien.

In Ploefti, dem Mitte:!punkt der rumänischen Petroleum- industrie, fand am Sonntaa eine politische Versammlung stajt, dLe der ehemalige Gesandte in Berlin Dr. Alexander Béldiman einberufen hatte. Die Beteiligung aller Kreise aus Stadt und Land ohne Unterschied der Parteien war sehr stark. Jm Ankchluß an seinen vor einer Woche in Bukarest aehal_ienen Vortrag führte der Redner, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ benchtet, im einzelnen aus, wie sämtliche Voraussetzungen der Krine'gs- politik Vratianus auf einem organifierten Volfébetrug unerhorter Art beruhten. An Hand der amtlichen Telegramme und Be- richte der Berliner Gesandtschaft wies Beldiman nach,„wie sämtliche Tatsachen und Nachrichten, die die Katastrophe hatten verhüten können, in gewissenlosester Wsise von'den Bukarester Machthabprn unterschlagen wurden. Großen Emdruck machte,n die Ausführungen zum Schicksal Serbiens, das durch dte Haltung Bratianuö in der Dardaneüenfrage ,bestsgelt wurde, denn nur durch die entschiedene Weigerung Brattanus. die Durchfuhr der Munition nach der Türkei zu gestatten, wurden die Mxttel- mächxe v-ranlaßt ., en 1?Feldzua auf dem Balkan ins Werk zu seHen Bratianu ' t a e diesbezügsjchen Warnungen “unbea'chtet gelassen unter der falschen Vorausseßung. daß die Mttte1machie nicht imstande sein würden, diesen Feldzug zu“ unternehmen. So trage Bratianu vor de-r Geschichte seinen Teil der Ver- antwortung auch für den Zusammenbruch Serbiens. Jufolae dsSvop Bulgarien daraufhin abgeschlossenen Bündnisses jznnde dte rumänische Sbllung im Osten bedeutend geschwacbt. Jm ergreifender Weise schilderte dsr Redner den (Hegetzsaxz zwxschen der führenden SteÜuna dss Landes unter Korxig Carol und der großen Zukunft, die es_ an der, Sette der Mittelmäch1e gehabt häne, undanderersetts dem ]eßiaen furchtbaren Zusammenbruch, der ““Mein durch die maßlose Verblendung und Verderbtbeit jener kleinen Gruppe ge- wiffenloser Machthaber verschuldet wurde, an deren Spiße die Brüder Bratianu standen; Der Redner schloß mit einem Appen an die Vaterlandsltebe aller Parteiey zur Wiederaufrichtung Rumäniens aus tiefstem Verfal]. Hmauf ergriff auch der frühere Minister NentteScU' das Wort, um in eindruckSvoller Rede die Ausführungen Beldtmans zu„unter- stüßen. Er betonte besonders die Tatsache, daß die Byndnis- politik Rumäniens mit den Mitielmächten allein der nattonglen Selbsterhaltung Rumäniens gegenüber der rusfischen Onent- politik entsprach. Beide Redner wurden häufig durch lebhaften Beifall unterbrochen.

einen

! Kriegsnackxrichten.

Berlin, 11. Dezember. AbendS. (W.T.V.) In einzelnen Abschnitten der italienischen Front er-

" te euertäti keit. hoh VFn den deeren Kriegsschaupläßen nichts Neues,

In Flandern nahm bei aufklärendem Wetter am 10;De- zember von Mittag ab die Gefechtstätigkeit zu. Planmaßiger Beschuß lag auf unseren SteUungen vom Blankaartsee bts sud- önlich Ypern mit besonderem Nachdruck auf (Gegend Poelkapeüe und Passchendaele. Das Feuer blieb aucb ,be in die Nacht hinein an vielen StelLen lebhaft. Unsere Flteger belegten mit Erfolg Yern und Bahnhof Poperinghe mit_Bomben. Unser Fernfeuer zwang 7 feindliche Ballone zum Ntedergxhen„

Jm Artois wurden bei l'ebbafterer Feuertatmkett von unseren Patrouiüen südöstlich GavreÜe und wczstliéb Mericourt ein Offizier, 10 Mann und ein Lewisaewehr emqebracht. '

Beiderseits Quentin lebte bei klarer Sicht besowders m Gegend Moncht) und BuÜecourt sowie auf “dxm Kampffelde südwestlich Cambrai die feindliche ArtiÜexietangkeit_ auf und hielt auch nachts über an. Auf beiden Sexten wqr d1e Jlixger- tätiakeit rege. In Gegend FleSquieres stürzte em femdltcher Baüon brennend ab. ' _

Nordöstlich Sotssons nahm auf ganzer Front dre A*tillerietätiafeit zu und verstärkte s1ch gegen Abend besonders

ArtiÜeriefeuer des Feindes und nahm in Gegend TrncS vor- übergehend beträchtliche Stärke an. b---!

Großes Hauptquartier, 12. Dezember. (W. TB.)

Westlicher Kriegsschauplav. Die Gefechtstätigkeit blieb in mäßigen Grevzen.

“*

Im November beträgt der Verlust der fxinthchen Luftstreitkräfte an den deutschen Fronten 22_,§es,sel- ballone und 205 Flugzeuge, von de_yen Z) [nnter unseren Linien,sdie Ükzrigen jenseits der gegnerrWen ÖLLÜUUJOK erkennbar abaetÜrzt jind.

Wir haben im Kampf 60 Flugzeuge und 2 Fessel- ballone verloren.

Oesilicher Kriegsschauplas Nichts Neues. Mazedonische Front. Keine größeren Kampfhandlungen.

Italienische Front.

In einzelnen Abschnitten zwischsy Brenta _unkZ Piave enthck'elten sick) örtliche Kämpfe, m dLnen mtr (vaanJeno

ma ten. ck Der Erste Generalquarüermekfter. Lud : nv o rj f.

Oesterreichisch-ungarischer Bericht. ,Wien, 11. Dezember. (W.T.B.) Amtlich wrrd gemeldet:

Oestlicher Kräegssthauplay. Waffenruhe.

Italienischer Kriegsschauplas. ' Fm Piave-MündungSgebiet versuchte der Femd ohne

Erfofg die vorgestern verlorenen Gräben zuxückzugewmn-zn. Der Chef des Generalstabes.

Wien, 11. Dezember. (W. T. V. „Aus dem Kriegs- pressequartier wird Abends mixqeteilt: 7m11chcn vae und Brenta erzielten wir im Angrtff Erfolge.

Bulgarischer Bericht.

Sofia, 10. Dezember. (W. TV.) Generalstabsbericht.

Ma edonis e ront: Im oberen Skumbtta'le ver- jagten WZ: eine fYnlee Erkundungésabterlxung- WLstLtck) von Gttolia und auf den Höhensteüungen lm Cerna-Bogen feindliches Artilleriefeuer, das zeitweise lebhqjter war: Yuf dem Ostufer des Wardar mehrere Feuerübersqüe. Noxdlxch des Tachinosees zersprengten wir eine gem'Uchte femdlache Nv- teilung. Lebhafte Lufttättgkeit Über der Buollaebene und im Strumatal.

Dobrudscha-Front: Ruhe.

Türkischer Berichf. Konsiantinopel, 10. Dezember. (W. T.!Z.) Amtlicher Tagesbericht.

Stnatfront. Bei den gemeldeten erneutxn Kämpfe!) wesxlicl) von Jerusalem gelang es dem Gegner,*-semen Arngrtff naher an die Stadt heranzutragen. Wir verlegten darauf unsexe westlich undSsüYich der Stadt gelegenen Truppen auf Re

eite der ta .

Ofts In Mesopotamien scheiterte der Versuch des Gegners, fich östlich des Dschebel Hamrin festzuseßen.

Konstantinopel, 11. Dezember. (W. T. B.) Amt- licher Tagesbericku. ' ,

Sinaifront: Keine besonderen Ereignisxe.

Mesopotamien: Unsere Truppen folgen den am Edhem und an der Diala zurückgehenden feindlichen Aykexlungen.

Berlin, 11. Dezember. (WTV) Jerusalem wuxde geräumt. Für die freiwiüige Räumung war in erstez: Linie der Gesichtßpmxkt maßgebend, daß der allen gottglaubtgen Völkern der Welt geheiltgte Boden nicht zum "Schnuylaß blutmer Kämpfe gemacht werden sollte." Demgegemtbcr sptelte die Frage der Behauptung der milttgnjch wertlosen Stadt keine RoÜe. Unsere Vundeßgenoffen mssen, daß wir an threr Seite stehen und daß über den Bestß von JerusalZm durch den jeßigen Erfolg der Engländer noch nicht endgultkg ent- schiedsn ist.

Der Krieg zur See.

Berlin, 11. Dezember. (W. T. B.) Emes unserer [):Voote hat im Atlantischen “Ozean neuerdtngs 3 Dampfer und 1 Segler vermcht9t, und zwar, den englischen Dampfer „Elaena“ mit Hawk, den englxschen Schoner „Conovium“ mit Grubenholz sowie zwei großere bewaffnete Dampfer.

Der Chef des Admiralstabea der Marine.

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Welck)" beträchtlichks Artiüeriematerial den Fcinden durch die Tätigkeit unserer U-Boote für “aaner entzogen wird, geht daraus hervor, daß eines unserer kürzlrch vonsemer Fxrnfa'knt im Mittelmeer zurückgekehrten Boote auf semer Rewe mcht weniger als zehn Gescbüye mit de)! versenkten Schrffen in die Tiefe schicken konnte. Soweit [Usher bekannt, smd seit Beginn des U-Bootkrieges, allein bis zum, 1. „Oktober d. I., nicht weniger als 1116 Gescbüße mit femdkchen Handels- schiffen versenkt, während 29 Geschüße von unseren [F-Vooten erbeutet werden konnten. Zu diesen bekannten Verlusten kommen auch noch 'die Einbußen an ArliÜerie der sehr gryßen Anzahl unbekannter versenkter Dampfer. Außer den Geschußen

in Gegend Anizy. Ein eigenes, nach kurzer Feuervorbereitung unternommenes Stoßtruppunternehmen brachte ohne eigene Verluste 22 Franzosen gefangen ein, während in der Chazvpagne nordöstlich Fom-de-Paris Franzöfische Stoßttupps in erbttterjem Handgranatenkampf avgennesen wurden, bevor ste unsere Gräben

erreichen konnten. Oestlicb der Maas elangen an mehreren Stellen kleinere

eigene Unternehmungen, ie uns Gefan ene und Maschinen-

NWMÜUW bei Beratung des Voranschlags des politischen

gewehre “einbrachten. Im Anschntß an d ese steigerxe fich das

verfinkt mit den Dampfern natürlich auch die 31"! ihnen ge- hörige Munition. An SieÜe all jener Schiffßgeschuße .und zu- gehörigen Munition hätten Waffen- und Muninnnyfabrxken der Gegner entsprechend mehr Material für, dcn Landfrieg h'er- stellen können. Schließlich wird zur Vedtenung' der ©e1chuso beträchtliches artilleristifch aUSgebildetes Personal benötigt, dab an Land Verwendung finden würde, wenn es nicht auf den Handelsschiffen fahren müßte. _