1917 / 296 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 14 Dec 1917 18:00:01 GMT) scan diff

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

dem Eisenbahnobersekretär oröli i C"! als RLchUUUISMT Ju verleihen. ck ck 11 o n den Charakter

Ministerium der geistlichen und Unterrichts- angelegenheiten.

_ Den Könialjcben Kammervirtuosen, Mitgliedern der König- Zrchen Kapelle Lu_d§_mann, Dechert und Gülzow in Berlin nt der Tttel Proseywr verliehen wordsn.

Ministerium des Innern.

__ 513921 DiphxherZ-eÖeilserum mit den K'ontroUnummern ()J, 309, 068, 364, 067, 570, 580, 585 und 587, geschrieben: „Hunfvundertnebepundfünf_.1ig, -ne11nundfünfzig, :zweiundsechzig, -vteru--osechzrg„:srebenundwchäg, :fiebcnzig, =ochtzkx1, :fünfund- achtzig und -'srebenundachtz1g“, aus dem Sernmlaboratorium Ruete Enoch“ 111 Hamburg ist wegen Abschwächung zur Ein- zrehung bemmmt.

Das TetanUs-Serum mit den Kontrollnummern 1355 1356, 13.59, 1363, 1364, 1365, 1367, 1368 und 1372, ge; schrieben:_ „Dre1z-h11hundertfünfundjünfzia, :sech§undfünfzia, -neunundfunfzrg, -dretundsechzig, :vierundsechzig, -fi'mfundsechzig, -fieben11ndsechzcra, -ach1undsechzig und :zweiundsikbenzia“, aus den Hgchster zarbwerken, den KontroUnummern 166, 167, 172 und,1“13, geschrre_ben: „„Einhundertseckßundsechzig, :siebenund- sechzra, :zwetundsrebenztg nnd -d1eiundsiebenzia“, aus dem Sächs1schen Serumwerk in D1e2den, den Kontrollnummern 808, 809 und 816, geschrteben: „Achthundertacht, achthundertneun zmd achthundertundsechzrbn“, aus den Bchringmerkcn in Marburg rst wegen mangelnder Keimfreiheit zur Einziehung bestimmt.

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.

Dem Fachlehrer der Königlichen Lehranstalt ür Wein:, Obst- und Garterzbau-in Geisenheim, Garteninspekto: Glinde- mann ist der Titel (Vartenbaudirektor verliehen worden.

Ministerium der öffentlichen Arbeiten.

Runderlasx,

betreffend _die Deutschen Bestimmungen für ein- heitliche Lreferung und Prüfung von Hochofen- zenten,

Nachdem durch die Runderlaffe vom 6. März 1909 und vom 16. März 1910 der Eisenporjlandzement dem Portland- zemeyt gletckjaestellt worden ist stellte im Jahre 1914 der Vernn deutscher Hochofenzementwerke bei mir den Antrag, a11ch den Hochofenzement m äbnltcher Weise als gleichwertig anzu- erkennen. Auf meine Veranlassung hat der Verein danach unzfangreiche „Versuche mit Hochofenzement im Material- prufung'samt m Verlin-Lichterfclde ansteUen lassen, deren im aUgememen günstige Ergebnisse jth vorliegen.

Die weitere Erörtemng der Fraue, zu der ich Verireter folgender Behörden und Vereine eingeladen hatte: 1) des Kmegnsmmistermms, 2) des Ministeriums für Landwirtschaft, Domanen und Forsten, 3) des Ministeriums der geistlichen und U..teckichtSangelegenheiten (Materialprüfungsamt Lichterfelde), 4) des Reichsmarineamts, 5) des Reicheamks für die Ver- waltung de_r Reichxxejsenbabnen, 6) des Jngenieurkomitees, 7) des Verems deuticher Hochofenzementmerk2, 8) des Deukschen Bejonveremß, 9) “des VereinH deutscher PortlandzeMentfabrikanten und 10) des Verems deutscher Eisenportlandzementmerke, führte in der Stßung yorn 18. August 1). I. zu folgendem Beschluß: „Auf (75311111) der b1§ber vorliegenden VersuchSerqebniffe und nach B“- s1chtrgung von Eisenbetonbauten, die unter Verwendung von HotK- ofenzement “hergestellt waren, kann wenig abgelagerter Hoch- ofxnzement tm allgemeinen als gleichwertig mit Portland- uns Etsenvo tlandzement bezeichnet werden. Dabei wird voraus- geseßt, daß der Hochqfenzement den heute festgeseßten„Deutschen Nmmen fur exnhettltche Lieferung und Prüfung von Hochofen- zeMent“ emspmcht, und daß das Werk, dem er entstammt, dem Verein deuxscher„Hockwfcnzpmentwerke angehört oder sick) in gle1cher_ Wette wre die dem Verein angehö-igen Werke dessen regetmasztser Kontrolle u11te1witft. Nack) Ablauf von fünf J.!)ren 1st die Frage erneut zu erörtern.“

Tiewm Beschluß trete ich bei und übersende bierneben eiTtÖentsderZch der funter meilner Mitwirkung aufaesteüten , eu en ormen ür ein citi e Lie erun ** " Jon Hochofenzeme11t.“1) 1) ck f g Md meung

Hochofenzement, d'er den darin fesig-steUten Bedingungen errispncht, kann somrt. tm aU1emeinen als dem Portland: und Etsenportlandzemvnt gleichmertrg erachtet und auch zur Her- steÜung von E1senbetonbauten verwendets werden.

Die neuen Hochofenzemenjnormen stimmen mit den Deutschen Normen für einheitliche Lieferung und Prüfung von Portland- und von E-senporttar-dzement (De1ember 1909), ab- gesehep von den Abschninen [ 1]. [U und )',wörtlick) überein. Jm emzelnen ist folgendes hrrvorzuheben:

Zu Abschnitt ]. Begrifföerklärung von Hochofen. jemeut.

Der Hocbos-nxemrnt muß mindester-ß 15 v . (Hewi ist kl . landzemrnt kntba'ten. Die Art der ZusamZenseßun? dxr 8qust wendenken bafi1chen chbofenscblacke ist vorgeschrieben.

Zu Abschnitt 111. Abbinden.

Der Sch1ußfaß: .H-cbofenzkment mus; trocken und uafrc-i e- lagert ,und mogltchst fr1fch vcrmbeitet we1den' ist in denszthId- und E11enpvrtlankzementnormen nicht enkbalten. Dafür ist der in den lxßtqewn ste_berrdx lest: Absaß drs Abschnittas 111 „Begründung und Erlauterung in den Hock-ofenzementnormen fortaelaffen. Die Versuche haben nämkicb «eze'gt, daß es zweckmäßig ist, Hochofenzrmrnt vor dem Gebrauä; nicht lame lagern zu laßkn. Der vorerwäbme Be- jchluß vom 13. Augmt d. J.. empfiehlt deSbalb die Verwenduna don „wenig abgelaaertmn' Hochoren1emenn Wil] man in dieser Hinsnbt sicher geben, so kann man d-„n Tag derEi-1füllun11 au? ker Vervackang ve1merk1-n los 11 oder man kann "_ da 13111111 ren Aufdruckdks Datums Re dwiekZZribtfny Benäviuvg Tverlßäscr und Säck- erschwert wird - e er n u ung en: ä'c 511 mit dem " einlegen lassen. 1 ck Datum des FuUtages

1) Dissr Besikmmurg n(DeutsÖeNormm für sink) “isi ki anSPzüfutng Hon"H1115211Ir1flrk§15121115111)ß san u. «. kei ekthiÜTlTijfJYs? . on 11 er 11, [emrae 0, und in Berlkn-Cbarlottenburg rrschie11111. , Zementvcrlag in

.«T11Abstknitt1'. Feinheit der Mabluna. Die für Hochofenzeme11t vorgeschriebene Feinheit ist größer als bei Portland- und Elsenvonlandzement. In der SWuna vom 13. August d. I. ist ferner beschloffen word-n, die Frage, wie sicb drr Hochofenxement bewäbjt, nach Ablauf von_ 5 Jahren erneut zu erö-kern; ich werde zu aegebener Zeit darauf zuruckkomznen. Inzwischen ist im Falle seiner Verwendung auf seine LMUbesmndigkeit und auf die Rostficherheit von Elsenelmagen zu a en. Ich ersuche hiernach aUe nachgeckrdneten Behörden und Beamten mit Anweisung zu versehen. „_ Ja „1191: aUaenxeinen Verfügung Nr. 3, Seité 5 (Fußnote) ut auf d1esen Erlaß hinzuweisen. Berlin, den 22. November 1917.

Der Minister der öffentlichen Arbeiten. von Breitenbach.

Bekanntmachung.

Gemäß § 46 des KommunalabgabenaeMes vom 14 Juli1898 (Gesessammlung Seite 152) wird zur 13" lichen Kenntnis ge- bracht, daß der im laufenden Steuerja re zu den Kommunal- abgaben einschäßbare Reinertrag aus dem Betriebsjahre 1916/17 bei der Osterwieck-Wasserlebener Eisenbahn, bezualtck) ihrer preußischen Strecke auf 18413 «sé 72 „Z festgestellt worden ist.

Magdeburg, den 10. Dezember 1917.

Der Königliche Eisenbahnkommiffar. S o m m e r.

BekanntmaÖung.

Das gsgen die Gastwirte Gustav Hölscher und Joseph Kießwetler, Inhabern des Restaurants Krziwanek, Berlin, Friedrichstraße 98, erlaffene Verbot des Handels mit Geaenßänden des lägltcben Bedarfs babe ich durch Verjügung vom heutigen Tage wieder a ufg e bo b e n.

Berlin:“Sckpönebcrg, den 12. Dezember 1917.

' Der Polizeipräfident. Krteaswucheramt. I. V.: Machatius.

Bekanntmachung.

Dem Kaixfmann Gusiav Dittmann bier, Bollwerk 31, habe ich 1111» Wiederaufnahme des untersagten Handels mit Web-, Wirk- und Strickwaren gestattet.

Slejtin, den 12. Dezember 1917.

Der Königliche Polizeipräsident. yon Bötticher.

Bekanntmachng.

Auf (Grund der Bundesratsverordnung vom 23 September 1915 zgr Xerobaltung uvzuverlä1figer P-rsonen vom Handel (RG “81. €:). 603) babe ich dem Kommarn Max Srriescbe, Berlin- SchÖnebe_rg, J1111sbrucke1straße 29, du1ch Verfügung vom bevtigen lilxaxZe Fens-HzßuidelgFidt Gfegensjändän deslätäglicben Bedarfs n e reg earsween uve “lit b diesen Handelsbetrieb untersagtsé nz r "7111 e in ejug auf Berlin-Schöneberg, den 4. Dezember 1917.

Der Polizeiptäfidrvt zu BMW. Kriegéwucheramt. I. V.: Machatlus,

Bekanntmachung.

Auf G-und der Bekanntmachung zur Frrnbaltuna unzuverläsüger Pérsonen VomHandel vom23.'S1-vjemder1915 (RGW. S. 603) babe ich dem Kaufmann Alfred Rwsenfcld, Berjin-thmetsdorf, Prinzregentexmuaße 76, durch meügung vom beujkaen Tage dsn Hande[„r111t Gegenständen des !äalicben Bedarfs wegen Unzuverlabfigkett in bezug auf diesen Handelsbstrieb untersagt. Berlin-Schöneberg, den 10. Dezember 1917. Der Polizeip-äfident zu Veilin. Krkegswucheramt. I. V.: Machatlus.

YicHtamtlicheZ.

"Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 14. Dezember 1917.

,Seine Majestät'der Kaiser und König hat laut Ykeldung des „Wolffschen Telegraphenbüros“ an den Feldmarschall rxzicrkz-thteérn Conrad von Hößendor-f folgendes Telegramm ge- 'Jc'h sende Ihnen sowic aUen beteil' ten "11an d T

Meine wärmsten ZGlückwünscbe zur EinanmeFYes MFH: DAMM und zu den anscblteßeuven bxrrlirben Erfolgen öste1reich- ungmiscbet

Waffen. Von Heren Wün1che ' w i der so glücklichen Operationeä, Ick Ihnen e n (: teres Fortkchretten

In der am 18. Dezember 1917 unter dem Vari des Staatosekretärs des Reich2schaßan1ts, StaatSministerS sGxizrasen von Roedern abgehaltenen Vollsisung des Bundes-

ra'ts warde der EUWka einer Bekanntma un ü ; pfändung angenommen. - ck g ber Lohn

Die russische Abordnung ist nach einer Meldun des „Wolfsschen Telearaphenhßros“ am 12. Dezember zur JFort- setzung der, WaffenstrllstandSverhandlungen vemb- reßduygéqlemqs; m Vrest-LttowHk wieder eingetroffen. Die nachste Bollfißung war auf gestern angeseßt.

Nach einer Reutermeldung aus London die bisker nur als Preffetelegramm vorliegt, [zal der Staatssékretär 21135 Aus-

wärtigen Amtes Balfour auf die An ra e eines Yb- geyfrdnetenJolJ die britisckxe Regierung vofn gven Mittel- machten ;)“rrxdensantrage erhalten habe und ob die Regrerung _daruber eine Erklärung abgeben könne, geantwortet: [) 11 „Da rte Volkskommifiare 111 P-tersb ra es für gut befunden i11211, ekpen vrttauxichen Berickdt des russtschen (Geschäftsträges in T-mdcxn bekannt zu geben, steht nichts mehr im Wege, zumgeben, daß die 91410an Seiner britijcheu Majevät im September 1917 von Deutschland durch Vemittlung eines neutrasen Diplomaten eine Mitteilung_erbielt, da); es der deutschen Regieruvg ein Vergnügen bereiten wurde, der britischen Regierung eine Mitteilung übrr

das; fie bereit sci, ikdt' Miiteilung in Empfang 111 Ukbmm die dcutjche Regierung 115 nbermittcln w11111che, uud daß s,: darüber mit ihren Verbundeten xu herateu. Die 111111111;- versjändigte die R-aiengkn Frank1e1ch9, Jialiens, Jüpans, Ruß! und der Vereinigten Stäatsn o_on „dem deutfchen Antrag unk“ “"" ihrer Antwmt darauf., Hierauf erbieltetz wir keine Antwoxx oo" haben seitdem auch teme sonßigen amtltcben Mitteilungen 1,- dium) Angelegenheit erhalten.“ * ese: Hierzu bemerkt „Wolffs Telegrapweubüro“ Oer' ' und ergänzend folgendes; lchtjgend Anfangs September emrfing die deut7che Regierung d77ch V

mittlung ciner neutralen Machr eine divlomatksche Anf“; .. 77“ deutsch: Krk:gözicle. Die Ack der Véitterlung k-e: „“ck;sz Zé" alerung war. eine „solcbe, daß nach den lntewattonalen prqo 2“ beiten m_it Skcherbert angenommen Werden mußte, die „„ckck, F"" frage erwlge mit Vorwissen drr großbritannischen Regierung und 11- ibrem Einwernändnw. Ferrat konnfe aus den Umßänden ?" Anfrage mit größter Wab11cheinlichkeit darauf geschlossen werd er daß das englUcbe Kabinett 11911 diesem Schritt wxn1gstchns seinen, w1ch11gsten Bundesgenoffrn verständigt und seine Zusltmmanqejen geholt habe. Die deutxche Regierung war S'UUdsäylich 5'11' Jean?- wortung der Anfrage beretx: es boten fich ihr hierzu zwze WM“ di- der mittelbaren odr: der uvmitteldaren Veanlwortung. 1661111111.“ m1tt-lbare Beantwortung, !.“. [). durch thmittiung eener neut: lee Macht, sprach die durchschlagende Erwägung, das; 12752 ",in fettige Bekanntgabe der deu1schen Stellungnahme auch schou ken“ neutraleanermmler gegenüber die deutsche Polüik einsentg oh!:u j.de G-Wa-“or 71:11: die von der Gegeuvartei eingenommene Spam." vlndzn würde. Eine unmittelbare mündlicbe :aniwortung 1ng einen Vertrauenßmann erschien bei dxeker Sachlage als die Merk oienl-chere. Der Weitere V&lauf der Ereignisse Trängte indes de; d-utschen Regierung die Ueberzeugung auf, daß auf keiten uns„“ Gegner uich1s genhab, um eine derartige unmittelbare Brant- wortUUg der Anfmae zu ecmöakicbxn. Von der von Herm Baléou: erwäbrxten Aeußeruog der brttischxn Regierung über ihre Bareltwilltg- kett, jede Mixt-Ztlung der deutschen Regierung in Emv'aua zu nehmen, bat rte r*euxsäpe RegierUnq erst dmch dj: Mii1eil1111g Balfours im Unterbause Kenntms bkkommen. Weitere Schrijte 111 dieser Angelegenheit sind yon deutscher Seite nicht erfolgt.

die i ;bueit [kik .)kenietuvq'

Da Aenderungen hinsichtlich der Bestimmungen über die Versqrgung der Bevöxkerung mit Waschmitteln zurzeit nicht in Aussrcht gepommen smd, hat die Herstellung der Seifen- karten, m_e durcb „Wolffs Telegraphenbüro“ mitgeteilt wird auch für dte nächste Versorgungsperiode nach dem bisheriger; amtlichen Muster * unter entsprechender Aenderung der Monatsbezeichnung _- zu erfolgen. '

Der Landeseisenbahnrat [zal in seiner Si un am 12. d._M. folgende Gutachten über TariffraZeng voa aÜgememerem Jntereffe abgegeben:

„Neben_ der vom LandeSeisenbahnraf bereits in seiner vorraex Sthzung befürworteten Erhöhung der normalen Ein- heitssaßeqfsrr dte Personenbeförderung wurde die Neuregelung des Gep11choerkehrs und einige weitere von „der Eisenbahnver- waltung gxplgnte Tarife1höhungen im Personen: und Gepäck- vxrkehr erysttmmig angenommen. Ebenso wurde die Ciu- fuhrung emes eixhpitlichen KriegL-zuschlags von 15 vH im Guter- und Tterverkehr einstimmig befürwortet. Mit der Aufhebung der auf Kden preußisch-hessischen Staatsbahnen hesiehenden FrirdensauMahmetarife für Pe- troleum,“ Venzm und Schmieröl erklärte sich der Landesersenbahmat einverstanden Ferner wurden “die

bahnen auf 'Emführung von Mindestsrachten für Wagen- [Jdungem Erhohu11g 11er Mindestfrachten für Stückgut, Gm- fuhrunJ einer Mmdejtemfernunq für EU- und Frachlstückgut sywre fur Expreßgut'und Aufhebung ders Frachtermäßigunqen sur Saatgut gutgrhetszeq. Hterbei wurde die Erwartung aus- gßsprychen, dqs; 111121 Wredereintritt normaler Verhältnisse die Fry tuhrmZa enter Jrachtermäßigung für Saatgut erneut ge-' ru wer e.

Qefterreich-Ungarn.

Lgut Meldung de? „K. K. Telegraphen-Korrespondenz- büros“ wird von unterr1chteter Seite mitgeteilt, daß die aus Kopenhagey stammende Nachricht Über Dem obilisierung der ru1s1schen Armeen nicht den Tatsachen entspricht. Wohl haz der Rat der Volkskomm1ffare schon vor einigen Wucher) dre Enthffung der drei, “vielleicht auch der vier ältesten Jghrgange verfügt. Anordnungen über eine weitere Ver- mrnkxerung der r11s_11fchen Truppenbestände wurden aber bisher, _spwett bekannt, mcht zugelassen. Ebenso haben die Gerüchte uber eine Ernennung des Generals Schtscherbatfchew um russrschen Oberbefehlshaber und über seine angebliche Misäion- m" Fnedensverhandlungen einzutreten, von keiner Seite Bex stangung erfahren.

;- Im Heeresaussckwß der österreichischen Dely- gatton stellte der Abgeordnete Freißler einen Antrag, m Yam dex Heereöausschuß seine Bewunderung und seinen Stolz ubßr dre ruhmvollen, unvergleichlichen Leistungen der öster- re_1chischen Streitxräfte ausspricht, ihnen dankerfüxlte Gruße sendet und dre feste Uebetzeugung ausdrückt, daß tbr? Kraft, „ungebrochen durch wachsende Schwierigkeiten, bis _zur Herbeifuhrung eines ehrenvoüen Friedens erhalten bleiben mog?-

" Jm unßgarrschen Abgeordnetenhause äußxkxe i" der „Beratung uber den vorläufigen AuSgleich der Mmrster- prasrdent Dr. kaerle über die wirtschaftlichen VM“ handlzxngen mrt Deutschland sich laut Btsricl)t des „Wolffjchen Telegraphenbüros“ folgendermaßen:

Wtr haben dte Verbaa.d1unaen mit Deuschland mit dem größten Ernste fort4efübrt, soweit es 111 dkk kurz!" Z““ möglich mn, "seit wir die Realerungsamchäfse fübven- Ick b?“ aber !ckon fruher in nichtamtllcber E'gensebaft, als MUSU“ eines p-ivaten Vereins, aües Mögliape getan. um eine A"“ näberung an Deutschland zustande zu b1ingen, und ich habe dies nicht bloß mit frommen Wünschen, sondem unt ernster Arbeit KUW“ Und auch sk1tdem ich 111115 auf dieser Stena befinde, arbeije i(b mu dem größtxn Ernste an dieser Frage und hoffe, daß meine Arbeit Luck; vqn Erfolg begleitet sein wird in der Riaoiunß- daß “" „Oßutscb and eiue bedeuiende Annäherung 2111141")? kommt- Wtr waren bestrebt, die Annäherung an Deutschland in de'" Sinne zu verwirkliÖ-n, daß auch andere fich dieser A"“ näberung anschließen können. Dk-s kann natürlich nur bei Vol]?! abruna uvserer eigenen Interessen geschehen. cb möchte rut, darauf agfmertsqm machen, daß mit je größeren w1r1fchaftltchkn Etn- heiten Wik arbeiten, um so untergeordneter die beru J “"M““ Sovderinteressen darth Zwtfchenzöüe und Surtaxen ein wtrd. M" ein jeder Staat, der fich anschließt, wird fich aweks- os einen Wise,“; Sch118 vorbehalten, obne daß dadurch die große wirtsÖafiÜÖ? «"b“ 11111: VsrkebxsfrUbUt sowie die Zollfreibeit der großen MebkbUt b“

den Frieden zu machen. Dte britische Regierung antwortete damm“,

Waren brrfibrt wird.

Beschlüsse der ständigen Tarifkommissron der deutschen Elsen: "

Großbritannien und Irland.

1,11 [Lntcckxause brachte dcr ,Ftnnnzmnuster 1"11111111“ 1-arv* eine Kredrtvorlage von 550 Millionen Pfund Zterlina ein und fuhrte ir1. deren Begrundung laut Bericht Zs ,Wolffschen Telegraphenburos“ 11119:

11111111 Einbringung des leßten Kredits in Höhe von 400 Millionen

11 30, Oktober habe man angenommen, diese Summe würde R, Ausgabe!! bis zur erséen Januarwocbe deckkn. Di: Annahme bab: fck bewahrheitet. Der neuc'Krcdit erbßbe die Summe der für das 1-nanzj1br bewingten Kredrte auf 24.10 Mimonen. Di? durcb- FHniUÜÖ“ jäglicbe Ausgabe betra e 1111: die 63 Tage vor dmr '„„n “Dexemver 6794 000 Yund. , Das 11versch11m die “(.;/517513111111 im Voranschlag um 138.3 000 taglich. Der Bktrag, urn den ort Hau|halt81101anschlag uberschrltten worden sei, betrage 909 MiUtonen, d'och Fei Hiervon die Summe abz111ieben, “d): 11kdeckt sei oder wteder emgetnebm werden könne. Disse Summe Mrz,. auf 25 Millionzn angenommen. Einer der Gründe für den vermeka Aufwand fur das Heer sei „die Außdeßnung des Flux:- wéseßs gewesen. Ein anderer Grund fur 2139 Antvachsen ssi die rgße Zahl der in Mesrpytamien Verwendejen indischen Truppen, Im!) der größte Beiraq ruhte von dxm Vorrücken der kzixistben Truppen in Frankreich und Palastina ber. Bonar 53.1110 [131111365 dann die den Domiykons und den Verbündeten ge- mächskn Voxsrbüffa 1111?) erklarte, daß djs Voransckyläg: 7ür di! Dominions nicht uberschrlnen worden seren. Er ging kann 111 R,.ßkand über und sagte, er hßffe nicht, daß das Hays dxe Ve- drutung der dortigen (!:-):!cbxbniffe uberscbzißen werde. ES sei 3111111115 fiÖZr zu erwarten, daß fruher oder spater Rußland eine gefestsate Rxgjexung bahen werde, und es sei nicht anzunehmen, das; die An- f1reu-„1una-n, dre das rukßscb: Volk machs, umxseine Ferb-it und eine freie Regierung zu begrundep, anders als rnit der Ausnellunq einer “anerkannten veraanortlcben Regierung für 11188 Land enden würden. „Wenn erst eine gefesiigteNechn-na in Rußland b- Wbt“; fuhr Bona: Law fort, ,so wexß fie, daß dte E'twickiung der Hilfsquewrn und des Wohlergehens Rußlands _unmöglkcb sei'n würde 011111: Hilfe,_ und daß eine finanzielle Unterstuyung uamögkrcb wäre, ohne daß die früher gemacbt-n Schu1derx durch diese Neaierunq anerkannt wurden. Daher 11111) das in Frage stehende (Heid früher oder später wieder eintrelbbar sein. Wenn der Krieg noch zu Beginn des nächsten Rechnungsjahrcs andauert, wird es die Pflicht rer Reg1erung sein, im näcbncn thre ekneE-gänzunassteuer auszuschre1bem die die Sicherheit gibt, daß, Wenn di- Feindseligkeiten aufgehört haben, nicht die Möglichkeit bestehen würde, eine neue Steuer einzuführen, um den Verbrauch zu dccken, upd s1e hofft, dzß Im Gegenteil k-er erhaltene Bettag es mö„!ich maeken wird, einen Teil der Kriegébesieucrung aufzuheben."

In“ der Beantwortung,verschiedener Reden zur Kredit- vorlage sagte der Finanzmimstcr:

Der Feldzug in Mesopotamien und Palästina ziele picht auf (Eroberungen ab. Gwßbütannken hätte seine Stcüung iu Aeaypjen aus rein militärischen Gründen zu verteidigen. Ob es früher nach Saloniki hätte geben sollen, um Serbien zu helfen, oder nicht, sei eine Frage. die nur die (Hssckvicbte entschsiden 1311111. Aber ohne die btijiscven Truvpen in Saloniki hätten die Deut1chen gmx Griecbenland und die ganze Balkanhalbinkel vollständta be- herrscht, uud fie würden das als einen 1b1ec-g1ößten Krkegs- erfolge angesehen haben. Es werd: viel davon gesprochen, daß die Deutschen einen Ang11ff auf Saloniki planten. Die Vm- bürdeten seien darauf gefaßt nnd vorbsrektex Wenn der Angriff unter- nommen würde, würde er sÖWerlich zur triumvbierenden Rückkehr K111111antins tübren. Besügliob der Ereignisse bei Cambrai jagte Vonar L1w, die übertriebenen Gerüchte seien eine Folge der übrrtriebenen Hoffnungen, mit denen der anfänglicbe eualisckye Erfola im Hause auraenommen worden wäre. Er [11 von Anjcmg an der Meinung gewesen, das; es ßcb um eine einfache Uatemebmung handle“, die mehr oder weniger auf stab jelbst stünde und nicht 111 krgrndroelÖen entscheidenden Ergebniff-n fübrrn würké. Er werde dem Hause über den Rückzua uaberu aUe kaéärunaen gebxn, über die die Regierung verfüar. In jener Nacht oder am krüben Morgen machten die Deujschen verschiedene Angrdffe. Der kleinste Angriff im Ver- 111111 zu der Zahl der beteiligten Tr1pp1n sei an der Stelle der Frontaeweskn, wo der Feigy übrrrascbkno dmcbgebrocben sek. Zwei andere Angriffe von stätkerén Kräften wären mit gr-ß-n Ver-lgmn für den Feknd abgeschlagen worden. Das Kabine1t babe Haig erkucbt, sofort Bericht 11: ersjanen. Das Hays dürfe r*.iQt glauben, daß pie Negicrung einen umäbiaen Soldaten in fewer SreUung, [1211111211 würde. Aber es sei nicht leicht für Zivilisten trotz, vesier Ju- formatk-nrn, über militärische Fähigkeiten zu urteilen. Dre chterung müsse 11:71 durch militäriscbc Sachvxrständiae [ellen lassen. (Es werde eine akÜ-1Ql*chc Unteüucb'ung eingeleitet werden. Das Haus sol]: nicht glauben, daß die Regierung in dieler Frage voreingenommen sei. Derarnqe unglückliche Zufälle seien unvkrmeidücb.

Bei der Erörterung des Berichw über d'19_ Kredi'toorlaae béspkach der radikale Abgeordnete King germffe szten der auswärtigen Anaeleaenhxiten unter lautém Emsprchp, dyn er nicht beachtete. Daraus sprach üch Lord Cecil fill? eme Geheimsisung des Hauses aus.“ Drese fand statt mzd dauerte nur kurze Zeit. ,Darauf nahm das Haus dre Kredtt- vorlage an und vertagte stch sodann.

- Der parlamentarische Ausschuß dex; Gewerk- sckMfiSkongresseS und die nationale Lettnng de_r Vlrbejterpartei haben vorgestern einen Beschluß gefaßt, rn dern ste verlangen, daß die britische Regierung so_ rasch nne myglich in sehr bestimmten Ausdrücken eine autprrtative Er- klarung über die Kriegsziele, für welche die Verbündeten den Krieg fortführen, veröffentlichen sol],

" Im Königlichen Kolonialinstitut in London hielt Sir Edward Carson vorgestern eine Rede über den Welt-

1)und-xl, in der er dem „Reuterscheu Büro“ zufo1ge sagte: Die Fraue des brittsche11H3ndels sei so eng mn dsm Kriege verbunden, daß man das eine kaum Vom andern trennen könne. Ena- lazid wolle den Keleg nicbt Verl1'eren, inbrm es auf Deuschland in “137“? lukünfjigen Handelépolitik Rückficbten nehme. England WUU1che keine friedliche Dutchd11ncm1g von demscker Skit: MZ): und werde Deutschland nimmerwebr zugestehen, unter der Maßke des friedlichen Handels fich eme K1lrgsre1erve *" schaffen. Nach dem Kriege werde Mangel an Rob- material betrschen und die Deutschen wüßten genau, daß ibr Handel nicht wkede1heraes1eüt wetden könne. wenn ihnen das b1ltische Reich und die Verbündeten nicht helfen. Carson stbwß: .ch vredsge nicht den Boykott nacb dem Kriege, erkläre _aber mir Nach- dkuck- das; Dir Deulschland absolut klar warben muffen, daß es„xe län(1er der K1i-g dauert, desto weniaer Auaficbten hat, von dem vrel 5" Lekingen Angebot an Rxhstoffen einen Anteil abzubekommen. Das FWW? NSW versüßt über riesige Massen “an Rohmaterial. Nach ,'im Kriege wird es Deutschland nicht möglich sein, ohne 1xnsete Zu- MMUUI etwas davon zu erhalten.“

Frankreich.

; Jlrder Kammer wurde vorgestern das Ansuchen auf eraMUUngzur Strafverfolgung Caillaux' eingebrachx. Dem Antrags find Urkunden beigefügt, deren Zuverlässtgkett ZTonerthgence Hanns“ gewiß ist, und aus denen folgendes 8? : .

V C-"Uaux ist im Dezember 1916 in Rom mit Persönlichkeiten in wellebungen etxeien, die in jeder Hjuficht verdächtig find UlÖt nur "M 1““1«“"“““ ..., ""“ .xff“"*""111*1 "139121111" n-oner "“ w rr wo eann - freundlichen Gefühle. "WT:? dies?.r'uÖefübke standen fie siko" damals

*

ein Verdach, der seitdem du1chaus bestätigt worden ist, “kn dr-i ] 111111 ihnen als Mllscbuldiqe 6111111111115 111111511111 Woroc" 0111". N11 11,1 schkverere Tatsachen sind enthüllt 1110111111 im Laufe einer Unterhal- tuua, die Caanux in Rom Kekabt bat. Sogar in Gegenwart 111111 bedeutenden Persönkchkelten soll Er sick) nickt gesckent babxn, 811112 ver- breß'exisÖe Werbxtäti.1kc1t zu trrtbxn. (Z'r bade dar;;eiegt, 15115 Minrjterium Briand sei kurz Vor dem SLurze und w111deiwrisel- [os durch ein MinTsterium Elsmsmxau 111783! wrrdrn, da:“; 11111 kurcb Véksckxärfuna des Krieges befrebcn könne. Aber das 111711) 1,1118 114113 mkMärifcbe Anstrenauug 1chne11 111111151191 Frankreich kön»: rrn Fcamv? nicht über das Frühjahr 1917 [11161118 111110715311. T-axm 111-3135 kr dic Wcht übernebwen und den Frieden unicrzkilbnév. Italian müffc Ick 11111) “oo bereite", m1t Deutéckxlaxd ciwxn Sondrrfriskkn zn chlirßrn. 53-18 Wext werde erstaunt s1i.-.-. 11-11: die “*.-“YT.1rtr1!;-, rie Dkwkfäzsaxtd ZUM: und Frankréch JSWÜÖLEV 11311116. DMU (2118 Kriegskostsn würdxn w.“; Rußlcmd 1111?) dem Balkan xxetrazgen wsrdeu müJen. SQbken msnde Verscbwknden, und damit gksrbebc 19111 nur Rechf. Nack) Nxmämien xyurde" v-zrsckowiwrn, und das “jr“! ein UWlücL aber 139 11,1 b211rr. 111,1; Numanien bezaölx. Sobuld ker Frisör unterzrichnet sei, w-Irve Fraktkrkiä) 6111 Bündms wit Dx111schland, Irakixn uud Svmürn schließen gegen RußLand und Ergkand, d're dée wirkäichen Feinde jener Länder seien.

Der Aytrag auf Gamehmägrmg der Strafverfolgung schl1eßt folgeudermaßen:

Aus drr Gesaxnikkéit der «(1111151th Tatsacken er.“.ebm 111?) aus- rkkcher1be VkrdackytSJrünre gegrn Jrfrpk) Caiüonr, wä'sr-nd drs ("'ON- wärjigen Kr1eg-g die Aufiö1una unserer Bundnisie im Ver- lauf eines militärischen Unternehmens betrieben 11111111) d*le feindli-kxen Waffen unterstüßtzuhaben,Ve1_bk-chL",kk6 nach Artikel 76, 77, 78 und 79 1116 Strafgesrybuchs und 205 und 84 des Militärgeseßbuchks zu ahnden sind.

Bei Beginn der Kammersißung, der die Abgeordneten beinahe vollzählig beiwohnten, erklärte Caillaux Lyoner Blättern zufolge:

Er sei abwcfend 9211111611, als der Antrag auf AufZebuua “0613 Parkmn-rtarUÉ-En Zwmumiät eingebracht sei. Die Regirrung [1,11€ das wohl axWUfzt. Wäre er dx grwesen, so wäre er Lofoxt auf die Redneriribüne g-Zsxikaen. (,'B51v1am1g in dsr Kammer. Zurufe auf Ver- schiedene'n Bänken, Protest aus der äußersten Linksn.) (Caixlcmx fubr fort: .Ich gjaubr, das; 1111 we11=11112e11s cén Anrecht auf “(316 Unvartei: lichkeit (11181 111311161 KoUUeu babe. Jeb werde in den nächsten Taxen Gelcgenbeit haben, «[[ das Gcstbwätz über mich niedrkger „511 1111119211, das auf nichts beruht. Jeb werde der Kammer auch alle Erklarungen über meine 111911111 vor und wäkpr'end des Kriears geben. Clemrnccau ist natürlitb nicbt zugegen, aber Ich bitte seine anDLfenoen Amts- aenoss-n tbm 311 sach1111, das; ich ihn für einen der nächsten Tage zu Liner Unterwdung auffordere.“

Rußland.

Nack) einer Meldung der „St. Veéersburger T912grap11911- agentur“ ordnet ein Erlaß dte VerHaftunq der rev?- lutionsfeindlicben Militär- und Ziv_ilchch cm: LOW führenden Mitglieder der Kadettenorqanijationen 1111111111, da sie Feinde des Volch sind, verhaftet und durch rcvolntzo- näre (Hericbtöhöfe avgenrteilt werden. Die Sowjets ihrersß1ts müffen Maßnahmen zur Ueberwachung der Kadettenorqgmsa- tionen**im.§11nblick auf 'ihr Einverständnis mit den Mtlitxir- und Zlvilchefs Kaledin und Kornilorv gegen die Revo'lxrtmn jreffen. Dkk Erlaß triit mit dem Augenblick der Verönent- lichung in Kraft.

Die Kadetten veranstalteten am Dienstaa obiger ;QucYe zufolge eine Kundgebung vor dem Taurischen Palazs m Petersburg, an der fick) einige tausend Menschen 11cteil1gte11. Einige 30 Personen drangen in das Palais ein und e1klärten sick) als Verfassunaaebende Versammlung. Die St. Ve1er9- burger Telearaphen-Agentur bezeichnet diesen Vorfaü als wemg ernst zu nehmsn.

- Eine radiotelearophische Nachricht aus Rost'om be- sagt dem „Rerxterschen Büro“ zufolge, daß Kalediy dre Stadt belagere. Bei Rachitschewan sei der. Kampf tm Gange. Die maxi1nalistischen Truppen würden durch Gesebüße und Abteilungen der Schwarzmeerflotte unterstützt. Bei 'Belgorod dauere der heftige" Kampf fort. Beide Parteien hätten große Verluste. .

Die „Morning Post“ erfährt aus Petersburg vpm 11. d. "M., daß der Bericht über einen angeblichen Sreg der maximalistiscben Truppen bei B_elgo_rod mcht richtia sei, Der wirkliche Verlauf der Ereianiße set fqlgender gewesen: Die Volschewiki bäxten größere Truppenabtexlungen, darunter Matrosen und Rojo Garde, aUSgestvickt, _nm Kormlow den Weg abzuschneiden. Kornilow hätte beim Verlaffen von Bichon) den Generalen, die 511gleich mit ikxm f1üchtete11,a11f- getragen, sick) einzeln nach dem Kaukasus ztrbeaeber: Und-srck) _dort in Sicherheit zu bringen. Er selbst habe srch an die Svrße emecZ oder 1111111“er'er BataiUone und Einiger Vatterien_gestellt und sri so durch das Land marschiert. In Belgorod ser er 111111 1111113- malisiischen und polnischen Truppen aufgehalten worden. Er habe seine Streitkräfte in vier Abteilunaen geteilt und'elne davon olzne ArtiUerie vorauSgeschickt. Diese kleine Abjetlnng sei vonden Bolschewiki besiegt worden. Inzwischen hätte aber Komilow mit seiner Hauptmarkt den Maximalisten dßn Weg verlegt. Die Matrosen seien befiegt worden und wären ae- sl'üchtet und vic1e Soldaten hätten die Waffen weggeworfen und seien zu Kornilom übergelaufen. Mit der Roten Garde würde, da sie kein Militär sei, streng verfahren.

Italien.

In der vorgestriaen Sißurxg' der A b g e o rdpete n - kam mer verlas der Ministerprändent Orla nd o d1e' N e- g ie run ;; 93er kl äru n g , in der es der „Agenzia Stefam“ zu-

folge heißt: '

„Unsere militärische Lage, deren name bedrohliche Scswxre 111) in der Sitzung vom 14. November gejcblldert habe, hat M) 1111 Dexember beträchtlich verbessert. Wenn fie gleichwohl ooch ernst bleibt, so zeigt doch ein Vergleiä'), welche schreck11che Zeit wir erlebt haben. Es folien hier keine miiitäriscben 2111111111111 gemacht werden, indessen kann man wohl sagen, daß das Haben der Piav-linie unter so außergewöhnlich widrigen Umständen "eine Tatsache darstellk, deren militärischer und moraüscber Wert unberechenbar ist. Unser Herz wird bewegt und begeisjert, wenn man bedenkt, raf; das Verdkenst und die Ehre in dieser Hinsicht unseren Söhnen, den Sojdafen Italiens. zukommt. Alle Ereignisse und Um- stände waren ihnen entgeaen, selbst ihre physische Erschöpfung nach einem sehr schwierkg-“n Rückzugs, die zahlenmäßige Ueberlegenbeit der durch ken Sieg stolzer gewordenen Feinde, die niederscbmetternde Ge- walt der gegnerischen Anilierie, die nur improvißerte Boxbereitung unserer Vrrteidigun-Swerke und selbst die der Sache des Eindringlings außerordentlich aünsjige Jahreszeit. Alle diese Hindmuiffe Wurden von unseren Soldaten kräftig angegangen und überwunden.“ Der Mknistervräfideni unterzog dann 'die wirtschaftliche Lage des Landes einer Prüfung, betonte die ungeheuren Schauerigkeiten, die eine aUgemeine Pteiscrböbung bewirkten, und die noch größere (He- fabr, die durch den voükommenen Man el an den notwendigsten

bällniffe könnteu nicbt 1111111191903) «][-„'in ?*1rcb ?ie Tätsaskkciucs 1111c'rc11s gcx'rndx'rt, 11*«.'1?*c11. 21.121 111111111" Y'*:11111ittel 13611611 131111, die (3113115110111 im Loch 1171101! als 11111511ch 1111111192111 11111? 11-3 wrnkgstens 1111111111 wrrrénqrrn, 771111: 111111, der. Y_yrZrau-Z) 8171321- 1ch1äch2n 11111) zum 1115nr€sten 1611.21 511 211353111. TÜ? LÜTCTYJLU T*.«Tlen 1111211 kewunZerunngvürdUe-r Verurt-Z :. 11 21113131,1.„1115r1a'1r «.;-11611811, ändern 11: den (131113 der Unfälée rx'rk SLI?:“F „91:31; 11";-k111:«:-d?n hättM, rie em anderer wwWerVoUcr Werreixx :=)-; “(72 jiäbiKksxteU Tos 11.111971- scben erkxß 721, 4:1:111611611 711 x-ér SW:? 13.2 xkalcÖs-TH 111-9739, *.*:ffen Höf): "drr Zrizrr der Mißftimmynx ?(1 2111?- [').-r 11-711? Y-Tréxzt'xzrxruxxg 12111112. (?*nf-“xMzeit der L3€911€fi1kr11111 111.1 k.?11*.s_«711-1“5;1 711111111311 fich jedxm 34110121. nls PMMEU 117.1. T'r _:1'ä511252-31211'111ker't 1311747419. (1112 RUE)? 111111 J.MzFr-«HUWU 1:1. 111-7111," .“):371M 011 117€: (11711112, 1.11; 1515 stwlxe 1611111"; Dr;- :'(;1111'1; d-m :*-cZ.(--2.«1:,-1.11 “(Fr «7. 1131 e !- Wrxcb-x. C“." HFZZWUT-TF T:.“15 b&eéügxdrxhrßr U::«LL'UF 1:25 1'111171T16r-„t 1111)“; erklärte, ck11? “111118rs12-2'z'1171x MIM rer Urkßc'cxéx kar'Oe TLZ 71.211? Die Krmt, Cs wirkrr 1312231111121175-11, “!"-LxxxéklxérU. 311 77:11 ;;.L-zr- 156110111“;an Vcrbél!*1i?fv'11 1;T*'_-7_-_.1rhr71ck, '-“chs.,?,?*ch xrr ZZZJ;:§*.1_-r- Pk-ÜÜTCUT 11. a.: „TN: VZZHMRM 9151.11??? E:sxrt 1151; 1391". 5.11 “*"-336- 11111ker1der ArbiUng 11.11- dck:1 “.?i'cxtéor1a-„11HZ-811 12:1(11 UNO s'»?! ÜL'Cr- 11n71i111wr11d dcr 2111111111, Sex?; Dée ZR-affavzz &..-i; UUQHHÖUJLJM und UYUUlÖT-kkn '),);ans 1171511" -Z*:c€11-,J11:1ch,€",_ 211? 17111114 er- ?chrir-kn, )':in-Z frrie 1'0?1113che Und wirUÖakaiä-e (ZMDWUNJ 111 BMW, ame; TCL“ ELEMENT“ 19-125 ;;»erckymn 1,11» Tauer- 1151711311 Fréeders umd 8111er YTÉLSmdnung 111 (Zgryvq dar- s??[1€11.' Orlrmco (1111113er mit frru'yégkr E1r1711411g 771€ BePZ-ng Israialrms 1111!) 111111 “ram! ?c-rt: _2212 lürzl1ck1€11 (2151111113 Bcr 111111schen Rxwlutéon sind 71111 AULA?) 31111 Crwsé. Dkk “:O-1181, dk- s'réb 112 dk-Fesn "311132: %ck “111 S7. *NETZ'ZÖUTJ r--.-:r Reg'ztxns bs- 1115chtizt bat, 1112th 1117131 [)!0111WJZMÜZÜJ RUszl-ka: 13-31, u:»? BTL Vér- bünkexen 1114111811 Darauf, ein? RchexUnZ UZH 5135213143) S?:z'Urkcnnsn, » der eÖte 11-11) OMAN"??? 521115511111 d.:s VOLLEWULO 211 und TLZ Rc-Fxt haben 111119, 1711 NQÜLCI! drs Wlßsäxn Vol-“LJ 111 sDrecben. Zuzwischrn “farm 111.111 sick) 111131 !)_rbrr;kn, 1.113 d1e (Schwäche NUKTQUDS 19111 sÜTéké 1_111111är“1?che Frlgzx gskszt bat, unter DLULK 110 ijT b€11pxxäch41ch Jxalien za !c1drn bat. Man “(orf dén ((Z-ckckck“ (11111) 111111! “;,-Jaa (1117571011111, den 7:1: Scuba der, (Entente Turk,? die' brträchélickys Vrmthrbuna im Vethältuis dcp..- milmäÜsÖ-n éZix-rxkräftk erl-Wet. Indeszm mus; man 11111 der 9191112111 (IößraffSr-be'ix hZ1V01116b6n, daß 61111111»: Ver- 1chiebungrn in “Mn el11en 11111 andmen Sinne in dixj-m Rtesenkriege nicbt gefehlt 1111131511, (.be: nteers entséheidcnd «Wesm 1711121." Dre Faktoren drs Sieges, Manschrn und Maxermk, meinte OrlanDo, 763611 1011) immer anf SMM der täntenjs, umd dle neuen erekUbarUpgen würdrn 118 beffxr zur Gelkanq (121119111, dcr _ er Okmrtnsame Kciegßrat dsr L_Zerbur-dxtm m:?) xc: gemeinxame MgaarauI- sebaß K1äftk, Mittel und Beerf ker Enr-nte 1111111311111!) brrü'cksxcbtkgxn 1111111111; außek'k-em windsn aUe Verbändexea das Ihre 11111, dam1t Jxaléen Labenk-émixtel, Steinkohlem und Robstoffr 311: FoneYur-g drs Krirg-s erhalte. Orlando begrüßke die Kriegskrklärung drr Verecntg*c-1 Staateu «11 O11trr ricly-Ungarn und die wkscntliÖe Hilfr, die 311111111 dadxx1ch gégsn *.*-311 asmemsamen Feind erwackyfs; Tics Ereigws krwxise Von 1111-3111 den weltumfaffenden (Cbara't'lsr die'???) K*.irgrß' 1111d 1111112 idrals ZÖLWUTUNÜ. Nax?) Mngrtffen auf di-r «*istigZ “"A.-1111111 Or! LKrltaZmä-„Hic m;“xke OrLanlxo, “1:41:1"151'1118Welt aber 1110118 1111111 1111er 13111811 Fried-xn, 1011dr1'11 Hrn Kämpf um 1111 11 81113- gültigsn Frierrn, dxr in der 111111111311 Orga; kxaywn 1711101)» 1111111 kleinen oder großen 2111171111 dis b1rcchiickten Und 1111111111111-11 Brdlrtgungcn 1111er Polniscbyn, sozialen und wirtsckaktlicben (Entwkä-„ung 71517618, in ker unverlxleécben (Einheit :brrs 1120111117111: Öxwußrwkns. 131111 vre'srn Grundlaqrn jéi Jfaxlkn brrekt zum Frizrzen. ".So brkuxdst ZtaUen“, !cbwß Orlaydo, „da)"; W 111111) irnmrr und auch 101211111 1101; 111, fich fiir ejne 981211118 Sack“, zu )(]ÜEJC-“r, U;“.d semen (1531111113611 1111 den Triumph drr Freibeü und dsr Werecßtkgkeit au1recht erbait.“

Nach der ere Orlandos enlspann str!) eine Erörterung iiber die Erklärungen der Regierung. DexAkx11LordUete Torre steklte den Antrag, die Kammer möge M) 111 emer Gehemr- sitzung z111ammenf'1nden._ Meknere Abgeordxete sprachrn da; gegen. Der Ministerpräsrdent Orlando e1klarte, d1e Negterung könne t'ci11e öffentliche ErörtL-una _Über so hexkle_Fraqen _an- nehmrn, fix: uerlange für 1111112111011)? Fragen eme (Kxehetm- sißuna und steUte in dieser Bezikhung dxe VertrquZnsfrage. Der Antrag Torre auf AnseHung emrr Gehermstßung, der von 1321? Regierung angenommxn worden war, wurde mrt 274 gegen 52 Skimmrn gebillrg 1.

Jm Senat begrüßte der Präyidentdie fra1rzö1rschenun_d englischen Soldaten auf italienischcm Boden und „feterte dre KriegHerklärung der Vereinigten Staatxn an Oesterrerch-Ungarn. Der Ministervräsident Orlando wrederholte unter großem Veifakl die Erklärung, die er schon vor der Kammer ab- gegeben hatte, . 1

Spanien-

Der Ministerrat [1111 nach eineroMeldung dßr „9111111132 .Hawaß“ vorgestern beschlossen, dem König d211mach1rve1nen Erlaß über die Auflösung der Kan1m2r umd 1312 An- ordmm von allgememen Wahlen vorz11lsgcr1._ __Die neue Kammer mird sick) mit dem Yl1xrr121112vorsch1ag zu 111111111111 MWM.

Niederlande.

(Gestern früh landete bei Enmnek-Buikru daß e11111'11' che lcnkbare Luftschiff „Nr. 326“ 110112 Lissnsung, dak.) m_)r- as-stern Um 6 Uhr f11'11') 'm E11glc1110 aufULstiegen 115-111: und 11111 1111 Nebel verirrt batté. Tas Luftschiff 1111211, mie „W T. B.“ meldet, zwischen den Häusern hänaen und richtete beträchklichen Sckraden 1111. Vermutlich halte die Besaxzuwg daS Schiff 11111“ der Landung verlassen. kan fand in dk!“ (_?131111dsl noch Briese, Kar1011 und Röcke der Besaßnng 111111 die Mojorsn waren 1111119 im (Zange. Einer weiteren Meldxmg zufolge sind 1110191111111 der: Bysayrmg des verirrten LnftschiffeH 111 Poortuqaal (Pxoinz (“5110000111110 eingetroffen 11111) nach dem Haag gsbraäft 1110111211. ÜJLTULLZUUT bei Sliedrecht ein 2111111511121" "Flieger 1111116 Flugzcug aqucarrxxen worden, der wahrscheinlich auch zUr Besaßung de?- Lyftschxßes gehört. Er wurde nach Dortrccht gWraÉzt, um dort mtermert

zu werden. Schweiz.

Die vereiniate Bundesversammlnng [mi nach einer Meldung des „Wolffscben Tolegraphenbüroxs“ 311111 Bund 6421111 _(1s rdenten für 1918 den Bundesrat Calonder, zum Vizeprgupxntenxen VundeSrat Müller gewählt Wsiter mUrden dre [Usheruxen Bundesräte Decoppet, Motta, Adar, Schultheß, Calond-r 11-111) MüÜer bestätigt und an SteUe drs Dr. Jorrcr, der zuruck- 11etreten ist, Dr. Robert Haul), zurzeit schweizerischer Gesandter in Berlin, neugewählt.

Türkei.

Den Blättern zufnge ist der Unterrichlswinifier Schükri Net) zurückgetreten. Mit der Führung der. Geschafte des Ministeriums ist der Arbeitßminister Ali Münrs Bet) betraut. *

.* Amerikas Das „Reutersche Büro“ meldet a_u§ New York, daß, nach einer Depesche aus Kuba das Repräsentantenhaus den Krteas- zustand zwischen Kuba und Oesterreich-Unaarn be-

schlossen habe.

Dingen 111111 Verzehr bnvorgeruf-n wird, elbst wenn dieser in den

11 dem Verdacht, die Interessen Deutjckolands in Italien zu fördern,

engsten Grenzen gehalten werde. Diese durch den Weg geschaffenen Ver-

] S