1918 / 3 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 04 Jan 1918 18:00:01 GMT) scan diff

Beschreibung des Rades:

Die auf einem Federbandreifen angebrachte Hirnbo lauf: fläche wird durch Planfedern in 1ech11111n11iger ZForm a seitig elasusch abgesjust.

Berlin, den 31. Dezember 1917.

.Der Reichskanzler. Im Auftrage: Dam mann.

Königreich Preußen. Staa16ministerium.

Den Pommerschen Hefe- und Holzspiritus-Werken m. b. H. in SteYin wird auf Grund des Geseßes vom 11. Juni 1874 (GO. S. 221) hiermit das Recht verliehen, die in __der Gemarkung Stettin_ Kartenblatt 20 ParzeÜe 1072/16 und 1073/92 belegznen Grundstücke, die für die Verg1ößerung des Fabrikmundstucks der Werke erforderlich sind, nötigenfalls im Wege der Enteignung zu erwerben oder, soweit dies aus- retcht, mit einer dauernden Beschränkung zu belasten.

Berlin, den 22. Dezember 1917.

Auf Grund Allerhöchster E1mächtigung Seiner Majestät des Königs.

Das Staatsministerium.

von Breitenbach. Sydow. Dr. Drews.

F-inanzministerium. Königlich Preußische Generallotteriedirektion.

Die Ziehun der 1.Klafse der 11.PreuYisch-Süd- deutschen(237. öniglichPreußischen)Klas enlotterie wird nach planmäßiger Bestimmung am 8. Januar 1918, meijtaus 81/2 Uhr ihren Anfang nehmen. Das Einschütten der 214 000 Stammlose-Nummerröüchen der 11. (237) Lotterie und der 5000 Gewinnröüchen der 1. Klasse dieser Lotterie wird Kay am 7. Januar 1918. Nachmittags 11/2 Uhr, durch die

dmgxichen Ziehungskommissare öffentuck) im Ziehungssaal des Lottemeaebäudes vorgenommen werden.

Berlin, den 3. Januar 1918.

Königlich Preußische Generallotteriedirektion. Ulrich. Gramms. Groß.

Justizministerium.

Es sind versxßt: der Amtsaerichtsrat Wolde in ZeUer- feld nacb (8061111 und der *Umtßgerichtsrat Dr. Schnee- mann in Dinslakén Nach Wesel.

D-m Notar, Justizrat Eduard Kassel in Berlin ist die nachmsuch'e Entlassung (106 dem Amte erteilt.

Der Rechtsanwalt Dr. G-oag Hetßberg ist in dor Listöestbdr Rechtdanwälte bei dem Amtegericht in Neukölln ge .

In rie Lisie der Rechtsanwälte smd einaejragen: der Nechjsanwalt Boecker in W1920a0en auch bei- d-m Amts- ge11cht dust'lbst, der frühere R9chtsanw011 Wörmbcke bei dem Amtsgerichj iu Verlin-Zchönebera, dsr (Hemchtsaff ffor Imat Strauß bei dem ObkrlandeSgNicht in F-anffu't a M. und der Ge11ch190ff1ss01 Dr. Haensel bei dem Amtkgericyt und dem Landgexicht in annffurt a. M.

Ministerium für LandwirtNhaft, Domänen u n d F 0 r ft 8 11.

Der bishoriae Seebandlungsbuchhalier Nißle ist zum Köniaüch-n Bankinspektor ernannt. Jom ist die planmäßige S1e_[_le eines danktechnischen Revisors' beim Könialickyn Polizei- prändium hier vom 1._ Januar 1918 ab endgültig übertragen worden.

Ministerium dEr öffentlichen Arbeiten.

Bekanntmachung.

Betrifft: Errichtung eines Eisenbahn-Werkstätten- amts usw.

Am 7. Januar 11. I wird im Bexirk der Königlichen Eisenbabndirebion in annkfurt (Main) ein neues EKsenbadn- Werks1ä1tenamt mit dem SiHe in Ried errichtet. Gleichzeitig wird das Eisenbabn-Wetkßänenamt Frankfurt (Main) 1 auf- gelöst und den E1senbahn-Werks1ä11enämtern Frankfurt (Main) JZ. ulndt2b die Bezeichnung Frankfurt (Main) 111. und 11) Uge eg .

Berlin, den 30. Dezember 1917. Der Minister der öffxn111chen Arbeiten. I. A.: Hoff.

Bekanntmachung.

Dem Händler Karl Mosolf und der Havdessfrau Ernesiine Mosolf, geb. Rüscb, beide in Wittswck wohnhaft, ist der Handel mit Obst und Gcmüfe wieder gesjattet worden. .

Koriv, den 31. DLJCWbek 1917.

Der Landrat. Dr. von Winterfeld.

Bekanntmachung.

Auf Grund der §§ 1 und 2 d-r Verordnung dx“ Bundksraks vom 23. S-vtkmb r 1915 m? N-mbaltung 1wzuoetsäsfi4er Personen vom Handel (RGW. S. 603) und ver “UuOfübrunaebc'sttmmungen xu dieser Verordnuna vom 27. September 1915 wird dem Gemüse- bä--dl-r F1anz Möldets, wv'ovbaft in Ske1krade, Knappen- sjraße 1, der Handel m1tLebe-nsmitte1n aÜer A11,1n§besonde1e GSMÜse und Obst, für des Gehm deo DeuLsckven Reichs unter- !aqt. - Die du1ch das mexbr-u entkéandenen baren Anglagxn, ins- beso-Zvße auch die Kosten der Bekanmmackxung fallen dem Betxoffcnen zur a .

St-rktade, dcn 27. Dezemker 1917. Di: PolizeiveraoaltUng. J. W.: Der Vekgeotknete: Dr. House:.

1 Jichtamtsithes. Deutsckxes Reich.

Preußen. Berlin, 4. Januar 1918.

Seine Majestät der Kaiser und König empfingen gestern, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet. den General von Cramon zum Vortrag, den bayerischen Minister- prästdenten Dr. von Dandl in Audienz und hörjen den Vor- trag des Generalstabs.

Ihre Majestät dieKaiserin undKönigin empfingen vorgestern nachmittag die Gemahlin des Reichskanzlers Gräfin von Hertling, ferner die Gemahlinnen des V1zepräfidenten des Staa'tSminisleriums Dr. Frikdberg, des Ministers des Innern Dr. Drews, des Minisiers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten von Eisenhart-Flothe. des Ministers der geistlichen und Unterrichtsangklegenheiten Dr. Schmidt und des Finanz- ministe1s Hergt. ,

Zum Jahreswechsel Hat der Präfident des ReichHjags Dr. Kaempf an Seine Majestät den Kaiser laut Meldung des „Wolffschen Telegraphenbüros“ folgendes Tele- gramm gerichtet: “'

Euere Kaiserliche und Königliche Majestät bitte ich, beim JaHrexw-chwl bie ebtfmcbtkvollpen [md be-zlicbsten Glückwünsche kes Ne1chstagk enjgeßennehmm zu Wolleo. Euere Majestät biickm mit dem deutschsn Volke auf ein Jab: zurück, das den deutstben Waffen und denen seiner Vettündeten zu 1181-1111, zu Lande und in den Lüften die mbmrcicbsten Erfolge gebtacht, den unwiden sjeblichen Qffenfivgeist unserer Heere und Flotten von neuem bewiesen und die Widerstandskraft des deu1scken Volkes an der Front und in der Hennat zum mäozendsten Ausrruck gebracht bat. Das Samen- ko-n ces Fäsdens, das Euere M.1j.-stä1 mlt (Fueter Majestät hohen Vexbündeten am 12. Dezember 1916 gesät, ist nufgc-gangen. Mit Eu-rxr Majestät treten wir in das neue Jahr in dcr begründeten Hoff. ung ein, dczß das blutige Völkeningen fich seinem Ende nähern und uns dem e.?edmen er1 eines Friedens entge-xevbrtngeu witd, der unsere und unserer Vexbündrten undkhmdecte Entwicklung aüer getsttgea uud w1c1schastltchen Kräfte in drr Welt gewähxlcivet. Möge des AUmächttgxn Segen“ :uhen auf Euexer Kaizetltcbsn und Königliuben Majutxät, dem «aktzen Kaiserltcben uud Königlkchcn Pause und auf unserem gsliebten Vaterlanoe1

Darauf ist folgende Antwort eingegangen:

Ick danke Ihoen herzlich -1ür die 1r2unv1ichen Wünsabe, die Sie Mit im Namen des Reichstags beim Auggang aus dem alten fie.-- und tubmgekrönlen Jahre dargebracht baben. ' Den vve1schüt1erlichen Wtuen, einen die Zufahft und Woblfabtt des Reichs s1chctstellenden Frxedcn zu extämpfen, wird das deutscke Volt - das oertra11eich zuvers1ch111ch - auch im neuen Jab:- an der Fioc-t und dzbetm in Trkue zu Kaiser und Resch kraftvoll bestäügen. Und mit Gottes Hufe wtrd das 1chwere W-1k geitngen und das ersehnte FiredenSzch in absehbarer Zeit erte1cht werden.

Wilhelm 1. 13.

In der am 3. Januar 1918 unter dem Vorsiß des - Staatssekretärs des Junetn Wallraf abgehaltenen Voll- iiyung des BundeSrats wurde der Entwurf eiper Be- kanntmachung über die Gemäwung oon Zulagen an Empfänger einer Iuoaliden-, Witwen: und W11wer1ente aus der Invaliden- oersicderUä/Z' angenommen. .“

Oesterreich-Ungarn.

Der Ministcr dxs Aeußern (Hxaf Czernin ist gestern früh zur Fortsesung der Verhandlungen mit den bevoÜmächtigten Vertretern der russischen Regierung nach Brest-Ltwwsk ab* gereist. “In seiner Begleitung befinden sich der Sek1ionschef Or. Gras, die außexordentlichen Gesandten und bevoll- mächtigten Minister Baron Mittag und Dr. von Wießnar, die LegationSräte Baron Andrian und Graf CoÜoredo-Mansfeid sowie der Legationssekretär Graf Csaka.

-- Wie die Wiener Abendblätter melden, teilte der Präsident des Abgeordnednbauseß Groß dem Obmann des Tschechen02rbandes Stanek in einem Schreiben mit, daß er die Abgeordneten für den 15. Januar zu einer Stßung eiu- berufen werde.

Großbritannien und Irland.

Die Arbeiterpartei hat für den im Juni statifindenden Parteikonqreß [aut Mitteilung ch „Wolffschen Telegraphen- büros“ folgendes Proaramm für iUrePolitik nach dem Kriege aufgestxüt: Die neue Gesellschchft§ordnunq darf nicht auf individualisiische und kapitalistische Produktton, sondern nur auf Kooperation und Verteilung, nicht auf aufgezwungene Herrschaft oder unterworfene Völker, untermorfene Kolonien, unkermorfene Kl-«ffen, auf die “Rechtlosigkeit der Frauen, sondern gleiche Frsibeit gegründet sein. In dem Programm wird die aUgemeine Einführung von Mindestlöhnen und die Verschaffung von Arbeitßgelegerxheit für die Soldaten und Arbeiter bei der Demobilmachung empfohlen. Die Arbeitszeit sol! auf 48 Stunden wöchentlich beschränkt werden. Der Bergbau, das Etsenbahnwesen, das Elektrizitätgwesen und die Verficherung sollen vexstaatlicht werden. Die Einführung "von Schußzöüen wird abgelehnt und dafür eine Besteuerung des KapZtals ge-

fordect. Frankreich.

Nack) Meldungen der Pariser Presse ist der General Sarrail in Montauban eingetroffen.

Rußlands

Die maximalksiische Regierung hat, einer Reutermeldunq' zufolae, Maxtm Maxtmowitsch Litvinow zum ruffischen Bot- schafter in London ernannt.

- Der Volkskommiffar für die Auswärtigen Angeleaen-

heiten Troßki gibt durch die „Petersburger Telegraphen- agentur“ folgende Mitteilung bekannt:

D,.s Do 1 Lrowo uno etmqe Düker in B ßqrabim find du*ch Truppen beskßt und einkkxe Rsvolutioxäre erscbcffxn worden. Nach einer autb-nvschen Mixtekwng luden die R-män-n durch einen tu1fischem O.)er1t_ und einen r-mäniscben Wexsal aue Mitglieder des Ausschusses nur:; Ruffy ein, wobei fie ihnen 1361111: Sicherheit gxwävkletweten. Jarkffxn wurde der name Aus1chuß in Jaffy fesmenommen und (1111: 2111119118111! des Auß'ch-sses vor die rumä- n11che Behörde geHracbt. Die ramäx111chen “14e1115roen verfuchten alle 111 2111131611111, ab-r des Kosaken beka-nen fich eines b-fferen md bnwectsn sie daran. Deratttge verbr1che111che Handlung?" können nicht gkdulhet Wytden. .Wir 011111161 ken x1x1nänkschen Gcsandiet',

worden smd. um die verbruketlschen Elemente, die rumänisÖen Offiziere und Beamken zu 1üch1igem welche die Hand gegen die rusßsÖe Revolution erhoben haben. Wir halten 18 für dringend geb1teu, d-e _rumänischk Gesandtschaft zu be- nachrtchtigen, daß d:e rusfi1che Republtc kemexlei ante:- dtückung mehr dulden wkrd mcbt nur g-aenxusficde Redolutio- uäre,1ondern aucb eqen rumänische Revo1ut1onare und Sozim'sten. Jeder rumänische Éo1dat, Arbeiter und Bauer findet d:e yum- stüsung der Mack)! der :u1fi1chcn Sowjets gego-n die W_i_11kur v.:: reaktionären rumäniTcken Bureaukratce. Wir erachten es fur nöUg,

den rumän11chen Behörden durch ihre Gesandtschaft mitzutsilen, daß die Macht der Sowjets auch vox den säoätfnen Maßnakxmen gegen die rumänischen V-rscbwöxer und Gegenrevolutionäte, die Heixers- _ beiltfér der Kaledin, éTsQerbatschew und der Rada nicbt zurückjchreckea w .

-- Nach einer Meldung des „Wolffschen Telegraphen- büros“ hat der Oberste Litauisch; Nationaixat in der Schweiz, der von den sämtlichen litauischen Orgamsationen in Litauen selbst, in Rußland, Amerika und der Schweiz als oberste Vertretung des litauischen Volkes eingesest 1st, folgenden Beschluß gefaßt;

In Erwägung, 1 ])"?aß L1tauen vom 13. bis 18. Iabxbundert unabhängig ge- we cn ,

2) daß Litauen nach seLner gewaltsamen Einverleibung in_Ruß- land nie aufgehört hat, seine Unabhäna'akekt zu focdem, seibjt mit Waffxngetvalt in den Jahren 1830, 1863 und 1905,

3) daß Litauen 120 Jahre lang dureh das Zarentum schimpkltcb unterdrückt und m1ßbandelt worden ist und daß nach der Revolution die vorläufige Regierung selbst seinen uatlonaxen Ansptückxen keiner- lei ReQnUng getragen bat, obwohl fich Litauen der vorläufigen ngierung ur-mixtelbar *nach ihrer Einsepung angescbjoffen hat (Er- klärung vom April 1917),

4) daß gegenwättig der größere Teil Litauens von den Deutschen bescßt ist, daß gam Rußland kraft de'r durcb rie letzten Ereignisse 0:- scha enen neuen Laue s1ch in der Unmöalichfe1t si bt, seine Rechte und Pflicbtxn gegenüber dem litaui1chen Volk wahrzunehmen, daß andetersetts das litaunche Volk, trotz der ein Jabrbundect lang er- tragenen Untexdaückung, bw zum heutigen Tage nie aufgehört hakt,-seinen Vcrpfixchtungen gegen den tu1s11chen Sjaat loyal nach- zu ommeu,

beschließt der Oberste Litauisebe Nationalrat als Träger und ge- treuer Wächter der böchst*n Interesen des Lapdes:

1) Das litamsche Volk betrach11t ßch schon jzßt aller Bande gegen den rusfiichen Staat led1g.

2) Unter Anrufung des von den Mächtan anerkannten Grund- satzes, daß alle Völker über ihr Scbrckjal selbst zu bestimmen haben, hat das 111au11ch= Vo1k das Recht md dix Pfitcbt, sein Schicksal 1e1bft in die Hand zu nehmen und seine Unabbangigteét zur Auexkevmmg durcb dre Mächte zu btingen.

Zu dieser, aus Bern übermittelten Erklärung wird mit- geteilt, daß sich in ihr insofern ein Irrtum befindet, als die von allen Litauern anerkannte Stelle nicht der Nationalrat in der Schweiz, sondern der Litaui1che LandeSrat ist.

»DieFriedensabord'nunad'erukrainischcholks- republik, die am 1. d. Mrs. in Vrest-Litowsk eingettofRn ist, bxsteht aus den stollmächtigten M. F. Lewisky, „M. L uvinskt), M. N. Polosow und A. A. Sewrjuk. Aae vier

ertteter find Mitglieder der ukra1n1schen Zentralrada (des ukrainischen Parlamento) und der allrusstxchen verfassung- gebenden Versammlung (in Petrograd).

- Durch Verfügung der Petersburger Regierung ist nach einer durch „W. T. B.“ verbretteten Meldung des„Enhnischen Büros“ m Stockholm, Narva, die fxühere Hauptstadt Inger- manlandS,_Etthlan0 angegliedert worden. Sofortige Maß- nahmen zur Vecmattunqszentcalksation der bisher nicht zusammenhängenden Ortschaften von Narva, Imangorod, Joachimsthal und Kränbolm nebst ihrer Teilnahme an den Wahlen zur estdnischen Nationaloersammlung sind angeordnet worden. Damit hat die ehnische Grenze den Narovafluß

überschritten. Spanien.

Der König hat nach einer Meldung der „Agence Harms“ einen Erlaß unterzeichnet, durch den die Kammer aufgelöst wird. Dte Neuwahlen werden auf den 17. Februar fest- gesetzt, der Zusammentxttt der ueuenKammer auf den 11. März.

Dänemark.

Wie „Ritzaus Büro“ e-fährt, ist die finnländische Ab- ordnung heute vom Minister des Aeußem empfangen worden und wird morgen beim König eine Audxenz haben.

Türkei.

* Die Kamm er seßte die Behandlung des Ge'seßentwurfs, betreffend die Tabakregie, auf den 26. Januar fest.

Amerika.

einem zusammenfaffenden Bericht über die Arbeiten seiner Vertreter auf der Pariser Tagung laut Meldung des „Reuterschen Büroskfolßzendes mit: Nach den hauptsächlichsten Vorschlägen soüten die “* ereinigten Staaten ihren ganzen Ein- fluß aufvleten, um eine völlige Einheitlichkeit im Laudkrioge. zur See und mL wirtschaftlichem Gebiete zwischen Arnerika und den an seiner eite kämpfenden Ländern herbeizuführen. Re- gierung und Volk der Vereinigten Staaten sollten alles aufdiete-n, um die erfolgreiche Beendiguug des Krieges durch planmäßige Zusammenfassung ihrer Hilfsquellen an Menschen und Ma- terial zu beschleunigen. Die Staeitkräfte der Vereinigten Staaken oÜten so rasch“ als möglich nach Europa entsandt werden. erner teilten die Abgeocdneten die Errichtung einer gemein- amen Organisation der Verbündeten zur Zusammenfaffuna des Schiffsmaterials mit und gaben bekannt, daß soviel Sch1ffs- raum als möglich für den TranSport der amerikanischen Txuppen vextvendet werden wü1de. Außerdem würde ein qun der mtensweren Aanusung der amexikanischen See- streukräfte ausxzearbeitet und mit der britischen Admiralität ein Abkommen über die Bekämpfung der U-Boote getroffen werden. Ferner sei für eine Teilnahme „dec .Verei-nlaten Staaten an den Beratungen des Obetften Kkieasw'ts Sorge gotxagen. Es wurde eine Einiguna über die Beiträge der Ver- ei-1gten Staaten zu dm gemeinsamen Kripgemittelu der Ver- bündeten erzielt, um Bürgschaft dafür eschaffen, daß für alle ametikani1chen Strenkxäfte, die im Jaßre 1918 nach Europa geschickt we1den, alle benötigten Ausrüstungsgegenstände zur Vexfügung gestellt wü1den. Großbritannien, Frankreich und Jtalied haben, um den Vereinigten Staaten einen genaueren Einbltck in die Fragen der Lebensmittelkontroüe im eigenen Lande zu vexschaffenx zugestimmt, in ihren Ländern die Zwangsrationiexung der Lebensmittel einzuführen. Férne'r

uns beatz noch witzutsilen, 111811176 Maßnahmen bis jrßt ergrxffsn

wurde der Anteil der Vereinigten Staaken an den militärischen

Das amerikanische Staatsdepartement teilt" in

nationen man fest eseßt und eine beratende Kommissxon Zr) verbün g Länderg ins Leben gerufen. devm Aufgabe es sein wi'd,- über die Zuweisung von Schiffen. durch die ck Amerika ermöglicht werden soll, seine militarischen Pläne durchzuführen, zu entscheiden.

Krixgsnachrichten. Berlin, 8. Januar, Abends. (W. T. B.) Von den Kriegsschaupläsen nichts Neues.

Großes Hauptquartier, 4. Januar. (119. T. B.) Westlicher Kriegsschauplas. bh ft 1 an der an en tont kam es zu le a en KämYssen der beidßrszeitiKn Artillerieu. Klares Frost- wetter begünsü te ihre Tätigkeit.

Bei engli chen Vorstößen, d1e östlich von „Ypern und nördlich vom La Jassée-Kanal scheiterten, sow1e bei eigenen erfolgreichen Unternehmungen südöstlich von Moeuvres und in der Champagne wurden Gefangene und einige Maschinen- gewehre eingebracht.

Seit dem 1. Januar verloren unsere Gegner im Luftkam" f unddurch Abschuß von der Erde 23 Flugzeuge und 2 Zes'selballone. OberleutnantLoerzec errang seinen 20. Lustteg. _

Oeftlicher Kriegsschauplaß. Nichts Neues.

11 der ln Mazedonischen Front

und Italienischen Front

keine besonderen Ereigniffe.

Der Erste Generalquartimnelfier. Ludendorff.

Wien, 8. Januar. (W. T'. B.) Amtlich wird gemeldet:

Oestlicher Kriegsschauplaß. Waffenstiüstand.

Italienischer Kriegsschauplaß,

d E k ' - Keine best)" eren re gmüeDer CÜEf dez GeneralstabeS-

Bulgarischer Bericht. Sofia, 3. Januar. (W. T. B.) Generalstabsbericht

vom 2. Januar.

Ma edoniscbe Front: Westlich vox: Dobropolje lebhaftes rtilleriefeuer. Nordöstlich vom Doxransee mehrere FFXeii'riLerfäUe. Auf der übrigen Front mäßige Kampf- !“ g e

Dobrudscha-Front: Waffenruhe.

Türkischer Bericht.

Konstantinopel, 2. Januar. (W._T. B.) Die „Agentur Milli“ erfährt aus dem Yemen: Die bei Aden openetenden Truppen "ßen ihre heldenhaften“Unternehmngen fort, an denen auch aUe Overhäupter dEr Stämme von Tals mit außerordent- licher Hingebung teilnehmen. In der ganzen Provinz herrscht Sicherdckt. Ein, Vexsuch der Engländer, Marinetruppen m Hodeida audzujchiffen, wurde zurückgeschlaaxn. Seitdem geht die Küstenschiffahrt ungehindert vor fich. Dux Treue drs Imam Fabia gegenüber dem Kalifat und seine großen Dienste ver- ienen ]edes Lob. Afir und die benachbarten Gegenden sieben außer?alb des aufwieqlerischen Einflufs-s des aufständischen Scher ss Idris, der über kejne Anhänger mehr verfugt und in seiner Umgebung nicht gern gesehen ist._

Dex Krieg zur See.

Berlin, 8. Januar. (W.T. B.) Im St. Georges- und Vristol-Karzal wurden durch U-Voote 7 Dampfer und 1 Segler init rund 24 000 V.-R.-T. vernichtet. Unter den Schiffen befand fich der bewaffnete enaltsche Dampfer „Charleston“ mit Kohlenladung und vier schwer beladene bewaffnete Dampfer, von denen zwei offenbar Munition als Ladung hatten, da sie nach auffallend schwerer Detoxation sofort sanken. Vom englisQen Dampfer „Cbarlesjon , der dUkch die ArtiUerie des [):-Bootes niederqekämpst wurde, ist ein Geschü erbeutet worden. ZweiLeute derGeséhüßbedienung wurden ge ungen genommen.

Der Chef des Admiralftabes der Marine.

Christiana, 3 Januar. (28.23. B.) Das norwegische Ministerium des Aeußern teilt mit; Der norwegische Dampfer „Viarld“ ist auf der Reise von Baxry nach Rouen am 3-1.:Dezember versenkt worden. Der Kopttän und 13 Mann wurden gerettet, 5 Mann find umgekommen. Die „ngrid“ war für 21/2 Millionen Kronen verfichert. Der ""we-nische Dampfer „Tiro“, auf der Reise von Barry nacb Ronen mit Kohlen. ist versenkt worden. Von der VO süßung ist ein Mann umnekommen. Der schwedische Dampfer „Erich Holm“ 111 in der Nähe der englischen Küste um 1. Januar versenkt worden. Die Besaßung von

Mann ist exettet. „Die Schiffsladnng bestand aus 4300 Tonmék-M M,?«dke für die schwedischen Staatsbahnen bestimmt waren. , *

Parlamentgriscße Nachrickjteu.

Der Hauptavsscbuß m Reichstages trat gestern nachmittag nach111naerer .mexe „wieder zusammen Erschienen waren von der Regimmg der Relaxxkanzler Graf, v on Herti in a , Staatssekretäre „und'Beoollmä ' zum Bundesrat, von Mi - gliedern des Reichstages der räsidmt Dr. Kaexnpf UNd zahlreiche Abgeordnete als Zuhörer. Nach den Emleilungs-

worten des Vo ivenden, AYeordneten Fehrenbach, ergnff der Reichstanz er das Wo ' _“ ;

. Laut Verdikt dex „Wmffstbeu Telegravbmburok' begrußte es Gra!“ von Hettllng mtt Bemedigung, daß durch den Zufammentrnt des Hauptausschusses die Mögliche-t gegeben sei, zwischen der Reichs- leitung und der Vo1k-70extretung vextrauensvoll über die wichtigen und folaenstbweren Entscheidunaen in Verbindung su kreten, die gegenwärtig zu 916112111 find. Die Regierung werde diese leéJk-nbkit ' beüußen, um Mnteilungen über den disber1gen Gang dsr FULDLUS- . verbandlungen zu m-cben und Wüosche und Anregungen der _Volkk- ] vertreter entgegenzunehmen. Der Staatßsekmär des Außwaetkgyn , Amts sti um!) nur zweitägigen: Aufenjbalt in Vexlin wkeder nach 1 Bröst-Litowsk zurückgefexhtt. Zu seinem Bedauern könne er daher uicht selbst über dsn bisherigen Gang der Verhandlungen mkt Ruß. land berichten. Statt seiner werde der Unterstaatssekretär im Aus- wärtigen Amt FreLYerr von dm: Bussche die Aufgabe übernehmen.

Der Unterstaatssekretär von dem Buss che führte zunächst über die Vorgeschichte der FriedenSUerhandlungen aus: Die neue ru1s11che Reg1eruna, die im Nov-mber zur Ma-Xot ge- langß, exlreß elnen an alle W111, an Vcrbündete und Feinde, gecickoteten Funkdprucb, 111 deux“ fie unte: Darlegunx ihrer Haupi- gefickotspunkte zum Waffenstikßanv Und dcmacb zu Fried€nSverdand- lungen aufforderte. . Darauf nahm der Reichskavzler in der Sißung vom 29. November bei seiner Einfübrungsrede Geleßenhéit xu dxr Mitteilung, daß die Von der ruFfisch20_ REFÜLOUUJ kundge ebenen Gxßcbtspunkt: cine StöltkrunJSfäbigk Gxund- lage ür Verbandwngen üder_ Waffensjillstand und inkden darstellten. Pa 11e11e W.ffenjtillkiandsoerbandlungen hatten bereits begonnen. In Vrest-Licowsr wurden dann die. Waffenstiüstands- verbandlungen «öffnet und natmgemäß als m1litä111che Aqgelegenbeif Von militärUcben Bevoümächtigten geführt. Das Außnaxügne Arm war dabei vertxeten, ebenso nahmen Abgeordnete unserer Verbundeün, teil. Die Verhandlungen haben einen ((hat-[len und, 911111811 Verlauf genommen und wurden am 15. Dezxmber zu allgemetner ijr1eviguvg abgeschlossen. Neben den Verhandlunaen 1a B1e11-Litowsk Uefen Ver- handlungen für 111€ Südwestftont in Focfani. Hier waren auch die Rumänen vettre-ten. Gemäß Arxtkel- 9 des Waffeaßiustands- protokoUs festen darm alsbald rie F1iedersvxrband1ungen ein. Zu d1e1en Verhandlungxn 11.1111: Seine Majeßät'dc: Kaiker dem Relaxs- kanzler VoÜmaébt ertei1t mit der Ermächtkgung, Jeb durch den Staats- sekrekär Dr. von Küblmann VLTN'MU zu laffcn. Ebenso _Waren Oestetreich-Ungaxn, 2311190111211 und die TMM dmc!) Bevoumacxxtigte vertreten. Die Obers1eHee1esleitung war beteiligt durch deu General Hoffmann. Die Vethondlungxn waren vaiurgemäß won erheblicher Schwikrkgkeit, weil fie zwxichen eixtcm Bunde auxder ckncn Scike und einer einzc1nen Macht a;f_ der anderen Sekte 311 fubrm waren. UÖkr den Veaa-„f 111 die OeffentliEk-xit in weit arößexem Maßstabe unterrickztet worden als 10317. (Fine Srbwieriakeit lag auch bmw, daß es bei dieser “1111 der öffentlichen Berichter11ajtung den Mitgliedern der Entente möglsch war, dke Vethandlungen zu s1ören. Nn ktätiam Ve1suchen bieyzu durcb Ausstxeuung 'fa11cher Nachtichten hat es nicht gefkbxt. Die ers1eKund- ebung war die Erklärm'g der russtsckxea V-rtreter vom 25.1Oe1-mber. ?Die sechs Punkte dieser E1k1ärung 11111) bekannt. Auf d1ese russi1ch2u Grundsäye war in einer aUgememen Exfläruua 111a01wojten, die

"ebenfalls durch bis Presse bekannt g€wo'deu 111. Dumas" Wurde in die

Behandlung der Einzelsragen eingetreten. Zunä2st warfen die Ruffen die Textitorialfragen auf, deren besondere Eckswkexigkc'nen dex Unter- staatss kretär dar1eate. Die Rasen baden daran f-stgebaltxn, daß vom SelbstbestimmungSrccb? der Vöiker ausargangm werden muffe und daß dieses Recht für jede Nation bis zur Trennuna vom Staatsverbande auftecbt zu ethalten sei. Diesen Standpunkt haben sie auch Finnland q-genüber zum Ausoryck gebracht 11 «d "uns aqunfrage mitaexxklt, daß sie auch bereit seien, Finnlands Se1bslandigke1t anzuetkeunen, falls fich Finnland an fie Wenden würde.

Der Unie staatssskrelär sch1oß hieran ein? RLM? ausführ- licher Mitteilungen, zunächst über diese Terntommstagen, so- dann über die Wirtschaftsftagen, und machte alsdann Met- teilungen über die Aufgaben der nach St Petersburg ent- sandten Kommission, zu denen insbesondere die Fragen der Internierten, der Verwundeten und der Gefangenen gehören.

Wie der Reichskanzler Dr. Graf von Hertling Zaut Meldung des „Wolffschen Telegrapdenbüroß“ in der heutxgen Siyung des Haupxausfchuffes mitteilte, hat die russtsche Negieruna eine Verlegung der Verhandlungen von Brest Litowsk nach Stockholm vorgeschlagen. Der_ Staatssekretär Dr. von Kühlmann ist beauftragt worden, diesen Vorschlag abzulehnen. Weiter ist aus St. Petersburg er- klärt worden, daß, Punkt 1 und 2 unserer Vorschläge, die fich auf das Verfahren der Räumgng der (Heb1ete und die Vornahme der VolkSabstimmungen beztehen, nicht an? - nommen werden können. Dazu bemerkte de_r Reichskanzer: „Wir können getrost abwarten, wie dieser Zrmscbenfall weiter verlaufen wird. Wir stüßen uns auf unsere Machlstellung, auf unsere loyale Gesmnung und auf unser antes Recht.“ (Lebhaftes Bravo!) Außerdem erklärte der Reichskanz1er,_ daß wir mit den in Brest-Litomsk einaetroffenen Beoollmachttgten der Ukraine weiter verhandeln würden.“

Statistik und Volkswirtschaft.

Die Wohnbevölkemng der Schweiz wild im 25. Iab7gang des .S1a11s11schm Jab1buchs der SÖweiz',

11chten ür dte Mitte 5 s Iahxes 1915 auf 3 880 500 Köpfe, d. s. 5930 'wßniger als 1111 Votjabrk, angegeben. Die auffallende Ab- nahme der BSVölkkkuUJSjabl 111 ausschließllcks auf den Man- dexungoverlust zurückzuführen; denn die Zahl“ derLevendaeborenen, nämncb 75 545, war um 24021 größer als die der Gsfiorbenen. Aufje 1000 der mittleren Vevöltejung kamen im Jahre 1915 19,5 Lebendgeborene gegenüber 22,5 im Voriabje. Der Einfluß des Krieges auf die Bevölkerung!- bewegung in der Schweiz hatte sich bereits im Jahre 1914 in bezug auf die äufigkeit der Eheschließungen, deren Zahl von 26 841 im xabte 1913 auf 22 245 im Jabxe 1914 gesunken ist, be- merkbar gemackot; diesem Rückgang folgte nunmehr der zu erwanende Rückgang-der Zahl der Lebendgeborenen. Die Zahl der Sterbe- fälle hat im Jahre 1915 weiter abgenommen, sodaß in diesem Jahre der b1sber in der Schweiz erreichte niedrigste Stand der“ Stetblicbkeit mit 13,3 auf je 1000 der mittleren Wohnbevölkerucg zu

ver1e1chnen ist.

vi [) altenden H-ausbältungsn im preußisÖen YZF“: eA:?faug D'ejember 1912, verglichen mit dem Stande von 1907.

. Das vor kurzem erschienene 242. Heft der .Preußisxben Statksiik' enthält die endgültigen Ergebnisse der qtoßen Viehxäbluug vom 1. Dezember 1912 in Preußen, und zwar Uebnficbten uber den Vieb- stand det Haushaltungen nach den einzklnen Vtebgattun en und nacb Grupp-n von Vtebgatiunaen. In einer von Dr. M. . Kupoerberg vmfaßten Einleitung werden die beiden atoßen Vlebkäblungen von 1907 und 1912 miteinander verglichen. Wie die Ergebm e früherer Zählungen, so lautet auch das Ergebnis der aroßeu Viehz bluna von 1912 dubio, daß die Viebbaljuug in Preußen weitaus überwie end

w'e die .Ve1öffevjltchu11g*n des Koijexlickoen Gelundbeitßamtö' be- '

und die mit mehreren Viebgatkunxen 111 den Släßjen, Landgemeénden, GutSHezixfen und im Gejamtstoau, m der auth d1e Zu- 0er Ab- nabme der Zahl solcker HausbaLtunam gegMüder 136111 im Jahre 1907 u'mlttxlt-n S1an'3e 1111513185111 152;

Staat

[**-LOTTO?! 1). Land- . 0931115110311 10.Gu1§b.zitke

_.. ___1_ „.___-.“...“ „___-_ „__. -.- 7 gegen 1907 [gegen 1111.11" gkgkn 1917 * gegen W?

1912 |Mkhk(+) od. 1912 ;mchr(+)oo. [912 111813145105. 1912 mebr(+)od. *wemqerl-M Zw '

2n:gerx-»-d wenxqcri-“é „Wenige? (-- )

... Städte 1

Viebdalteude Oaxtßkbxltung " “(:I-8111211171: 382742516- 31045 7529309429124 21013991“- 393 !JÜIWL-L- 2314 “5“ 0,8271 *.* Z,?)Po ““T-1,014)“,- "*:" 0,770/0,

HauÖdalkunZ-en 1111? no.: 611121- Viebgattung, 11115 Zwar mit o.. Pferden, 13. Rindern, 0. Skbaxxn, 11. SchMMM, ... ZÖLJCK, 1“. Fadexvied, ;.“. Viénxx-Téöéen, 11. inMe'samx: . 84014-1- 11029 65038*-Z- 81.203 176201-1- 2041) 13061“;- 381 +15,110/0 4" 15,275], 1-1- 13 «09/0 ;+41,19“)/0

1). 170443- 937 3292“ 231 124231-1109 1Z29s1“ 403 5,219/0 "- 6,500/0 !*“ 8„200/0 §+43 520/0

263 822-1-173 20.68;- 70 33054160 8,590/0 + 21; ..?/. „+94,190/„

12349 115908»- 5635 164946?“ 13225 164032 0,110/0 - 4,6«9/0 :*-- 7,42%

3904 37430- 2069 829071-1774 2449 - 61 3,08% » 5,240/1 1"- 2,09**/- -- 2,43%

1'. 380820-1- 715063177376 + 34220185268'+ 36640 1817 + 5203 +24,950/« “521900. „+ 21550). '+40,::0/9

Z'. 7565-1" 891 26364“ 448 4507“ "44 422-1- 99 +13-I50/0 +20-480/0 '+ 8/260/1 j+3016ß0/0

11. 912712 + 64056 402558+ 65.514 469739 + 22840 40415 + 5696 + 7,550/0 [+ 9,6701. ]+ 5,110. |+16,410/a,

Hausbaüungen mit mebxeren Vxébaaltungsn: 2 914 713 » 33011 356751- 6390 22916511- 23239 263 2111- 3382 "'"" 1.120,11 1,760/0 1“ 1,000/1 ["'" 1,9720-

Hierna-Tx s?yle 711!) 1912 der Gesamtßestand 13011 :; 827425 ykeb- [*NÜENÖLU Ha!:swawunaen zu 11111): «[I met V191121n(2914713 2 76,15 171,3) 11112 H1u2balkunchn 72111 m-breren ViedßaYUnY-wund zu Weniger (115 dCM Retten TM (912712=23,85 013) aus VMS: baltungen, di? nur sine Tergattuug balt-n, zvsaxx-mep. In dxn Landgemeinden fäklt der dejbälinismäßi..e 2101111 derk1emerkn_ 181111131315 auf 16,99 vH, und in den Gutsbezirken XÖYUUPft er auf 13,31 vH zusamm'n. D1e Städtk. weichen na1urgcnsaf; 15011 dieser 1111-91“! 1101311111; ab, daß in 1171er: die Hausßältungkn m?.t nur Liner Vt-bgaUuna mit einem Anteil von 53,01 vH km L_?orderqrund stehen ur-d pte meist vejbrkitete Fdrm dcr Viedba'atung kéunz ichnen.

Nach dem ErQLdnis der Volkszählung vom 1. Dszember „1910 57111111 dke 311171 der Haushaltungen überhaupt in den Stq*ten 4037045, auf dkm Lande 4108378. Sucht man an der Hand dieser Zählen eine V0r11111'1-41g übxr das Maß 1er Verbreitung der V 8111101111111; in (431111111110 2.121) zu gcwancU, fo finkct man, daß 1912 auf jz 100 11er Haußlxaltuugen kamm

s;. 3220 ;

Y“- 3,2771

-- 489

“" “2,1970

(1. 297257

6. 12279 '

d a v o n, Hausbalkungen Haußbaitvngen mit einer 21111 1111177211211 Viebazttyng Viehgattungen 18,81 9,97 8,84.

vikbbaliende HaUshaLtungen

in den Städten . in den Land- gemeinden uxd Wmsbezkxkén 74 01! 12,47 62,21.

erraua gebt be-kwr, daß gknau so wie d1e versrkird-nen Haupt- zw61a- der Etroerb1ä1igkeit in Stadt und Land auch die _Vubbaxtuug dde Bevölkerung in zwe! durehaus entg-gengeseßte Größen schetret. Gewerbe, Handel und Wobnwäse scb-äuken den Sdki-lraum der Vi-h- b-ltung in den Städten so weit ein, daß sie bei weukgee als dem füßft-n Teil der Hausbalvxnaen Einmng findet, wäbkevd ße sicb ayf dem Lande, wo die Lamdwkrtschxst ihre w:?enilicbe Voraussetzung 111, Naturgemäxx auf drei Viertel der Be-*ölkerung auOdebnt,

Vx-xg1e1cht man das Sxärkev-rbäxtr-W beider .Das-visormen d-r Viehhaltung mkt rem Staude vc-n 1907, so fikbt man, daß 1912 eine Verschiebung zugunsten d-r Cinzslv'xsbbaltung eingetreten 111. “kenn die Zahl dsr. Ha-.*sbaltungen mit nur einer Vieb;;artunß bat sich im Sjaale von 848 656 _1. I. 1907 auf 9127121. I. 1912,_ d. b. um 64 056 oder 7,55 vx) erhöht, während der Bestand der Haushaltungen mit zusammengenytem bestand eine Verwinde una um 1,12 vH (2 914 713 i. J. 1912 gkgenübar 2947 724 1. J. 1907) erfahren hat. Dement prechend ist auch dke Hvaunung zwichen b-iden Gruppen ichwächer geworden, da der Anteä der exsjq-nannten Gruppsan d=r (5381411111051 der Haasbaltungen im S*aate von 22,135 vH 1. J. 1907 auf 23,65 1. J. 1912 Z-strgerk, déi." Anke] re: zwextenisGruppe dagegen umgekehrt von 7 1“,65 vz) auf 76,15 vx). gc- uok1n 1. .

1 West Verschiebung darf aber kein-Lwegs als A-zeicben einer feff- stehenden Entwicklunaörianung aufa-wßt werden. ES muß vtelmebr xu idcer rich1igen Bsmteilung “wächst darauf aufmetham gxmacbt werden, daß die zweite Gmppe aucb 1113111: Haushaltungen mit nur zwei Viebyatiuvgen, be1sp1e15we1se exn Pferd odcr eine Kuh und da- neben 7011) ein Schwein oder 25111“. Ziege 11111) drrglq Umjaßt. Wird in der Zeit vor dcrt Zählung das Swweinxadgescbiaaojet, so scheidet d1e betreffende Haushaltung aus der zwetxen Gruppe aus und er- scheint alsdann in der ersten Gruppe mtt nur einer Tiergattung. Es muß ferner beachtet werden, daß das zwischen den beiden Zählungkjabren liegxnde Jahr 1909 von «111: Fcblernte, und daß inadesondere das I.;br 1911 Von ewex außewrdent- lichen Dürre und sch1ech1en Faneretnte botrdffen wax. Diese Ereigniße 1111111111 dkn w1r11cha1111ch 1cbwächsten Avwkseu die B*ebbaltung erschwe7t haben, und sie haben auch allem An. scheine nach dahin gxwkrkt, raf; eim: Anzahx Haushaltungen ibren Viebbefiy auf nur eine, rvmkget kosjspxrlige vnd 1e1ch1er zu unter. haltende Kleinv*ebga11una eingeschränkt oder gegen eine [olche Vcr- tauscßt bat. Diese Exklärung findet in der Tat eine Bedattaung in den Ve1änderuugcn, dle in der e*st-n © upp: de: Paupbaktung-n vor 1141 gegangen find. Hiyr zeigt 1112, da?: bai den'Havaaliungen mit nur Rindern, uur Schweinen und nur Ziegen tm Staate eine Abnabrüe von 1n5gefamt 24190Hauoba11ungen erfolgt ist, wogxgen dle Haushaltungen mit nur Fed-rvi-b, wit vur Brenenxocken Lund mit nur Schafen einen bedeutsamen Zuwachs von ins- “gesamt 77 217 Haushaltumzen exbalken haben, an dem“ haupt- sächlich die Federvsebbaltung, ramliä) mit einem Mehr von 76 063 HausbaUungen, beteiligt 111. Am deut1ichsjen zeigt sich dieser Zweifellos dmch vie Futtetnot dss 3.111er 1911 bewor- arrufene Wech1el in der V1ebbalt11ng in den Stadten, wo dke Haushaltungen mit nur einer Vi-baaUUng die Ha1.vtxotm der Viel). wirtschaft bilden. Hier hat die Bevoxzugung des; .ngsxexÉUtidqu. aleicb ertragreiberxn Kleinvlebs ju emer Zunahme von ivßgesamt 34668 Haushaltungen mit nur Federvieh und nur Bieven' öcken d zu einem Ausfall von 7935 ausbaltgnqen, in denn Pefiy “ck Rknder oder Stbweine oder tegen aÜ-in “becaxdev, a-1uhrt. Die reine Pfexdebaltun dageg-xn, die vormbmltch gewerblichen Zw cken dient nnd demzuéolge in den Städten der (Mundzahl nach die stärkfie Verbreitung findet, hat hier eine beträchtl'cb- Sieigerung um 8608 oder 15,114 vH Haukbaltuvgen ertab'en, was offenbar haupt. sächlich in utsäcbiilbem Zusammenhang mit der Aussebnung des Gewerbes und Verkehrs in den Städten fjkbt. Diese Tatsache nut übxigens davon, daß die neuere techn11che Entwicklung der me avis en Vexkebrsmitkel keineswegs die Avwendun der

die Form einer zusammengeseßten Viehwirtscbckfi trägt. Dies er eilt

aus ver jolaendea Uebersicht über die Haushaltungen mit nur einer

animalis en Kraft einschränkt, geschweige denn sn: auskchaltet.