1918 / 4 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 05 Jan 1918 18:00:01 GMT) scan diff

§ 14 Diese Verordnung tritt mit dem 1. Februar 1918 in. Kraft. Berlin, den 3. Januar 1918.

Der Reichskanzler. In Vertretung: Freiherr von Stein.

An Stelle dxs Kaufmanns Josef Wehle in Zittau ist der Kayfmann Ludtptg Bauer in Zntau zum Liquidator der britischen Anteile an der Firma Lebenstein u. Strupp, G. m. b. H., mechanische Weberei in Zi1tau bestellt worden.

Dresden, den 31. Dezember 1917.

_ Ministerium des Innern. Fur den Minister: Dr. Roscher.

Die von heute ab zur Aus abe elan ende Nummer 2 des ReiÖSsGejeßblattS enthäl? untegr g

Nr. 6197 eme Bekanntmachung über die „Anwendung der Verorixnung, betreffend Beiträge mit feindlichen Staats- angeborigen, auf die Vereinigten Staaten von Amerika, vom 81. Dezember 1917, unter

Nr. 6198 eir-"e Bxkanntmachung, betreffend die Verlänge- rung ,der Prioritaisfristen in den Vereinigten Staaten von Amerika, vom 3. Januar 1918 unter

Nr. 6199'eme Bekanntmachung, betreffend Erleichterungen ayk dem Gebiete des gewerblichen Rechts1chußes in den Ver- einigten Staatengwn Amerika, vpm 3. Januar 1918, unter

Nr. 6200 eme Bekayntmachung, betreffend gewerbliche Schußrechte von Angehörigen der Vereinigten Staaten von _ Arnertka, vom 3. Januar 1918, und unter

Nr. 6201 eine Bekanntmachung über die Gewährung von Zulagen an Empfänger einer Jnvaliden-, Witwen- oder Witwer- rente aus der Invalidenversicherung, vom 3. Januar 1918,

Berlin W. 9, den 4. Januar 1918. Kaiserliches Postzeikungsami. Krü er.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben AÜergnädigst geruht: den Reaierungs- und Yrsvat, Kaiserlichen Oberforst- meister'Dr, Lasyeyres in arschau zum preußischen Ober- forstmeister mix dem Range der OberregierungSräte und den Ob9rfärster Pflanz in Wlchertshof zum Regierungs- Forstxat zu ernennen sowie dem Direktor des städtiseven Wafferwerks in Dortmund, Baurat Reese. den Charakter als Geheimer Baurat und deiii Katosterinspektor, Steuerrat Rheindorff in Cöln den persönlichen Rang der Räte vierter Klasse zu verleihen.

und

AufGrund AilerHöchster Exmäclsigung Seiner Majestät de? Könias hat das StaatSministerium die Wahl des Guts- besitzers Winkelmann_ zu Haus Köbbina, Geweinde Amels- büxen, Landkreis Münsx i. W., zum dritten stylioe1tretenden Mttgliede der Direktion" der Landschaft der Provinz Westfalen W? ?ie Dauer von 3 Jahren vom 1. Januar 1918 ab be- 1 lg.

F-inanzmimisterium.

Dem Regiex'ungsaffffor Schütte ist vom 1. Januar1918 ab die plapmäßrqe Swlle eines Vorstands bei dym Stempel- und E1bschaftsyteueram1 in Hannover veriiehen worden.

Ministerium für Handel und Gewerbe.

Die Liquidation des in Deutschland befindlichen Ver- möaens des englischen StaatSangehörig-n Ernest Samuel Radmore in London, insbesondere seiner Beteiligung an der Königsbeiger Thee Compa-nie G. m. b. H., ist beendet.

Berlin, den 29 Dezember 1917.

Der Minister für Handel und Gewerbe. I. A.: Neuhaus.

Ministerium für Landwirksthaff, und Forsten.

Der Oberforsimeisjer Dr. LaSpeyreS aus Warschau ist als HilfSarbeiter ins Ministerium einberufen worden.

Der Regierungs- und Forstrat Pflanz ist der Regierung in Maxiewwerder überwiesen wolden.

Zu Obexförstern zunächst ohm: Uebertragung eines Reviers Zn?) ernannt worden die Foxj'taffffor-„n Euen in (Hrünfließ,

Domänxn

uckel aus Hymän, Lutterotk) aus Spqeberg, Tiße aus i cbditmold, Schö 1hal.

_ Day Kaiserlichen Forstmeister ReiÖard aus St. Ammin (Elmß) ist nach Rückt-itt in den Staatsdienst die Oberförster- stelle Krofdorf übertragen worden. '

Der Charakter als Rechnnngsrat wurde verliehen" den ?orstfqffenrendanten Freynhaqen in Hochstühlau, Schön- err m przlingen, Stern in Joachimsrtzal. _ Zu Revierförstern sind ernannt mordin: die .Hegemeister Luban in Mahlberg, Senff in Schiklings unter Ueber- tragung der Reoierförsterstclle Strusken.

von Barendorf in PotIdam, Werner in

Ministerium der öffenk'lichen Artbeiteir.

Auf Grund Allerhöchster Ermächtiguna Seiner Majestät des König?- ist dem Geheimen Baurat Lund, bisher Vor- stqnd des EisenbahnbetriebSamts 2 in Göttingen, vom Staats- mrnisterium die nackxqesuchte Entlassung aus dem Staatsdienste mit Ruhegehalt erteilt.

_ Verseßt sind: der RegierunaSrai Uttech, bisher in Elber- eld, als Mitglied der Eisenbahndirektion nach Posen; der

eaivrungs- und Baurat Ahrons, bisher in Kattowiß, als Mitg1ied der Eisenbahndirektion nach Altona; die ngierungs- baumeister des Eisenbahnbaufachs Kleinmann, bisher in Saarbrücken, als Vorstmd des Eisenbahnbetriebsamts nach Wesel, Peine, bisher in Weißenfels, als Vorsjand des Eisenbahn- betriebsamts 4 nach Viesxau, Gölsdorf, bisher in Löhne, als Vorstand des Eisenbahnbetriebsamts Z nach Cottbus, Marais. bisher in Gostar, als; Vorstand des Eisenbahnbetriebsamts Z nach Dortmund. und Urban, bisher in Berlin, als Vorstand (auftrw.) des Eisenbahnbetriebsamts 1 nacé) Göttingen sowie die

Regiemugsbaumeister des Maschinenbauxacbs Huber, bisher in Srbneidemühl, als Vorstand des Eienbahnmaschinenamts nach Euskirchen und Balfanz, bisher in Euskirchen, nach Schneidemühl als Vorstand eines Wettstäjtenamts bei der Eisenbahnhauptwetkstätw 1 daselbst.

Hauptvermaktung Der „SDaaISs-chubden.

Bei der Hauptoerwaltun der Staatsschulden smd die Kaffensekretäre Hans Hopp _nd Herwarth zu Buchhaltem und der Kaffenfektetär Goe el zum Geheimen expedierenden Sekretär und Kalkulator Zwie die Bürodiätare Werth, Grothe und Klimke zu Kaffensekretären ernannt worden.

Bekanntmachung."

Die im Jahre 1898 geborenen und diejenigen älteren jungen Leute, über deren Militäiveihäitnis noch keine endgültige Entscheidung getroffen ist, haben sich ur Aufuahme in die Rekrutierungsstammrolle in der eit vom 2.-15. Ja- nuar 1918 von Vormittags 8 bis Nachmittags 7 Uhr (Sonn- tags nur Vormittags) im Geschäftsraum ihres Polizeirevieis persönlich zu melden und ckck Geburts- oder Musterungs- ausweise usw. mitzubringen. Vorüberakhend abwesende Militär- pflichtige find von ihren Eltern, Vormündern, Lehr-, Brot- oder Fabrikherren anzumelden. „Wér die Anmeldung versäumt, wird mit einer Geldstrafe bis zu 30 015 oder mit Haft bis zu 3 Tagen bestraft.

Berlin, den 20. Dezember 1917.

Die Ersaßkommisfionen der Aushebungsbezirke Berlin. F r o m m e l. '

(Fdrtseßung des Amtlichen in der Ersten Beilage.)

Yicßtamtkitßes.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 5. Januar 1918.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten gestern, wie „Wolffs Telegraphenvüro“ meldet, den Generalstabsvortrag.

Der Generalfeldmarschail von Hindenburg ist am Mittwoch, der General Ludendorff gestern abend von Berlin in das Große Hauptquartier zurückgekehrt.

- Nach der amerikanischen Zeitung „Public Ledaer“ ist aus Angaben des Leiters de_s englischen Schi ahrtSamts Sir Maclax) zu ersehen, daß seit dem 25. Fe war in sieben- monatiger Untexwaffertätigkeit die Deutschen mehr als fünf Millionen Tonnen englischer Handelsschiffe ver- senkt haben und nahezu 1 Million "Tonnen sonstigen feindlichen und neutralen HandelsschiffSraums.

Wie „W. T B.“ hierzu bemerkt, bestätigen die Angaben Maclayv e:freu1ichermeise die Anqaben des deutschen Admiral- staves und zeigen uns, daß ein guter “Teil des versenkten, bisher als neutral oder sonst feindlich angesehenen Schiffsraums, ebenfalls auf englische Rechnung zu schreiven ist. Fläyd (Yeorge und Geddes zu diesen Angaben ihres Minister- o egen .- -

Zusammenfassung der Aus- und Durchfuhrverbote

FürWaren des 11.Avschnitts desZolltarifS (Papier,

Pappe und Waren daraus).

Durch die in dieser Nummer des „ReichSanzeigers“ ver- öffentlichte Bekanntmachung vom 3. Januar 1918, betreffend das Verbot der Aus- und Durchfuhr von Waren des elften Avsch--itts dos Zoütarifs, find ingesondere folgende Bekannt- machungen 1113er Aus- und Durchfubrverbote erseßt, soweit sie Waren dieses Abschnitts zum Gegenstande haben:

„Nummer des Reichöanzeigers Bekanntmachung Von: 1. e1"ezc-ml)1111915 . . . . . . 284, 25.911.311917 . 1251. Dem Aus-

und Durchfubwerbote neu iintirsielit sind folgende Wzren: -

Ausfubrnummeru

des Statistischen Warenverz-eiobniffez

laäieries Papier; mit Glimmer- o'oer Maöschpen, Sireup-Uver, Woüsjaub oder dergleichen übe:- zog-ne: Papier; Papier mit g€s11ich nem, auf- qeleiitem odcr galvanop1auischcm Mxtallub-rwg

in Bogen oder endloxen Rol] n sonne mit Gold- oder Sdibericbvilt v-rseben:s Papier (mrt Aus- vabme vou Bildctv-pker -- stade “jkr. 6571) .-) Postkarten mit Bilddruck, -in- oder mebrfaxwg, «;ck mit Pceffuygeu o*er Nänd-xrn in Fatben, Gold FDF anderen Metallen (yorvsit nicbt bLleÜS ver-

0 en) . . ..... . . ..... . Besuchs-, Wu11sch-, Emvf(-blunch-,S-, GesÖäfw- und äbx-liäoe Kamen aus Papier, Bildexpayier (mit Bklderu over Figmea bedrucktes Papiec-Papps-- zur Weiteren Verarbeitung, 3. B. zur Auf- machung yon Waren, zu Spielzeug)- ModeUier- bogen (aucb Abziebvapier, z. B. Mamor- szleb-, Maserieipapier) zu Etiketten vorgxrich- tetes nicbt gummiertes Papier (Pappe) und zum Gebrauche teilige Etikextcr“, nicbt ausaestanxt oder mit Handmakereien, Pbotograßyien usw. v*rzi-1t, ein- oder mehxfarblg bedruckk, und anden: Drucke, ein- oder mehrfarbig, auch mit Messungen oder Rändern in Fatbkkk, Gold ode: anderen Metalien

zu Fabr-, Eintrutc- odcr dxrgkekcben Karten usw. vor- gedrucxtes P-vler, zu Frachibxixxfey; Rechnungyn, Gesckoaftsbüchern over dcugieicbsu Vorqericbjetes Papim' W-rtpapiere _ux1d andere zur AUSfüliur-g oder Érgänzung bestimmte bedruckfé Papiere; FabrTeHelne aus Papier, garruckte aber A-t, loiaufw......... ..... . Papier und Papve, aueh der NUmm-r 657, ausaestaftzt, auch mit Wandmalereien, gsprrßten Nakurbiumen, Pbolograpbien oder in 1153911!) 271161: anderen W611:

verziert (somazit nick); bersits vetbcten) . .

Papikr und Pappe, rnit (Geipix1s1waren aller Art ganz odxr teiw-'1sjx überzogen, oke; mix Unterlaun oder Zwixckvcnlagenpon Gewjnsxwaren «11er Ait oder von Drahjgxijkcht . . ._ . . . . . . 659 Spiexkartcn von jedér ELYTÜU upd Größe . . . . 661

656 b

aus 657 a

657 c

aus 658

Was sagen '

_ VöUig umvahr sind die

Quo rnummern des tatiftis _ en b Warenveneicbn oz Schiekerpapier, aucb Tafeln daraus, obne Ver ladung mit anderen Strffeo; Vimsstein-, Glas-, Rosh, Sand, Schmirsel- sowie anderes Schleif- und _ Poiietpapier . . . . ...... . . . 662 Geschäfto-, Notkzbütber ......... . . 86811 ;Einbanddxcken, Mavven, Attravrxen, Etuis . . x . . 668b Albums (Sammeibüchsx zur A.:rnabme von Bildern, Briximarken, Pojökarten oder dergleloben) . . . (569 Waren aus Papier, Pappe, Strinpappe, Holzmaffe, Zellstoff, Valkar-fiber, Steinpappmaffe, somit sie nicht num andere Nummern fallen, auch Hatt- papierwaren: - * obne anindung mii_ anderen Stoffen oder nur in Verbindung mit Volz oder Eisen: au! Papier der Nr. 657 oder 658 oder damit gam oder teilrveise überzogen . . . . . . . . . Waren rnit gestricbxnem, a::fgeiegtem oder gaiyano- vla111schem Metailüberzug oder mit Metalidruck xowie feinbemaltx Wasen; aeprcßte oder sonst ge- ormte Gegensxaude aus Steicpappmasse, auch gexäri-t, lackiert oder gefi-nißt . . . . . . . HWpapierWar-n, auch gexä-bf, 1ackiert oder gefirnißt Lampensckoirme, Laternen sowie andere feine Waren, Luxusgegmstävde, Blumen . . . . . . . . SÖreidbeste, uebefme ossi? auf Pavve aufgezogeoe oder. eingebundene Preisverzeichniffe (Katalog? und andere Waun (jomeit n1cht be1eils vnboten in Verbindung (auch ganz oder lcilweise überzogen) mit Gespmßen oder Gespiostwaken aller Ari, mit fein gxformtee Wachaurbeit, mit Halbedel- fjeinen, Psrlmutter, Extenbein, Zelihorn (Zelia,- loid) oder ähnlichen Formerstoffen, ver oldetm oder verßibertea uned1eu Metallen (sowet nicht bereits Verboien ), Stickereien auf Papier 1117er Pappe Zigarxenspkßm, Ankündigunasxafeln, Kartonnagkn, Schnellhefter, Briewrdner und andere Waren in Verbindung _mit anderen als den vorgenannten Stoffen, soiveit fte dadurch nicht unter andere Nummern fallen (soweit nicht beteils verboten) aus 672

670 b 670 c 670d

aus 670:

aus 671

Durch die Bekanntmachung Nr. 1311. 1600/11. 17. K. R. A. vom 5. Januar 1918 ist die Beschlagnahme aller Mengen von

Papier zur Herstellung geklebter. Vapiersäcke (Sackpapier) cm- .

eordnet. Die Veschlaanahme umfaßt Veräußerungs- und erarbeitungsverbot. Veräußerung und Lieferung von“ Sackpapier nur gegen einen Bezugsschein der Reichssackstelle, Berlin, erfolgen. Die Verarbeitung von besch1agnahmtem Backpapier zur Herneüung geklebter Payiersäcke von-mehr als 8000 (18111 Sackflächeninhalt bleibt zulämg. . Der genaue Wortlaut der Bekanntmachung ist" bei d_en Landratsämtern,Vürgermeisterämtern und Polizeibehorden em-

zusehen. .

Polen.

Zwischen dem Regentschaftsrat und den Monarchen Deu1schlands und Oesterreich-Ungarns hgt, wie das Pressebüro des politischen Departemeqts der polnischen Regie? rung mitteilt, aus Anlaß des“ Jahreewcchsels ein Austausch von G1ückmunschdepeschen stattgefunden. Dcr Regent- schaftSrat telegraphierte an Kaiser Wilhelm: _ _ _

De: R g'emschaitsrat des wiedererstandenen Köni- reichs Polen fbbt zu Gon, d.sz dieses neue Jahr für Eure Ka setliche und Königliche Majestät und für Deutsäxland ein glückxicbes und ge-

se„netes werden möge. _ Alexaadcr Kakowski. Erzbischok Josef vpn Ostrowski.

Fäxst Zdislaw Lubomtrski.

i«(Fine gleichlautende Depesche wurde an Kaiser Karl ge- r e. Vom Deutschen Kaiser ging folgende Antwort ein:" Dem Regentschafnrat danke Ich auftichtig für die freundlichen Wünsche zum neuen Jahre, das auch für das werdende Köniztxub Polen durch die Gnadedes Akkmäcbtigeu ein gcsegnejes und qluck- liebes sein möae. Ick irsue Mich, die Hema ves R€genlschafts- rates bald bei M:: begrüßen xu können. Wilhelm.

Vom Kaiser von Oesterreick) erhielt der Regent- schaftSrat nachstehendes Telegramm: ' Auf das herzlich"? dank-x Jeb Euren Exzellenzen und Enza Dm ch1aucht für die Mit zum Jabr-swechsel dargebrachten Gluck- wünsche, die Jeb aufrichtigst erwidere. Möge Gottes reichster Schuv und Segen da; Wirken des Regentscbaxtsrats zum Wohle des neu- erstandencn Polen b.».gleiten. Karl.

Oesterreich-Ungaru.

Vom 20. Januar 1918 ab darf die'

_1_'.

Der uiigarische Minister für Volkdernäbruna Graf Johann

Ladik hat seine Entlassung eingereicht. Wie das „Ungarische elegraphen-Korrespondenzbüro“ von maßgebendex (51er er- fährt, ist das Gesuch aber noch nicht erledigt. Die Mitglieder der Regierung hegen die Hoffnung, daß es gelingen wird, den Grafen Hadik zur Beibehaltung des Ministeriums zu bewegeq. Zeitungsm-ldungen, daß der Grund der Demission die Steüungnahme des Ministers Hadik in der rage der österreichischen Versorgungßangelegenhoiten sei. Sein

tandpunkt in dieser rage ist_mit jenem der ungarischen Re- gierung völlig übereintimmend. -

Großbritannien und Irland.

Der Premierminister Lloyd George hat nach einer Meldung des „Reuterschen Büros“ folgende Botschaft des Präsidenten Wilson empfangen: “_

Ich bin sicher, der Dolmeijcher sowohl der Gefühle und Ab- ßchten des Volkes der Veteinkgten Staaken, wie meiner eigenen zu sein, wenn 11!) Ihnen und durch Sie der Regierung und dem Volke Großbritanniens cine Botsxhaf-t der inneigung und des Entsthluffes übersende, weijerbln jede Hand und cd: Hilfaqxxxlle .in-?den- Vek- einigten Staaten vor die grbtrteriscbe Ausgabe und MUM su seßen, für die W-lt einen ehrenvollen und daue-batten Frieden zu er- kämpfen, der sich auf (Gerechtigkeit und Ebke aufbaut und den Völkern ker Welt. den großen"wie den kleinen, die gleiehe Be- handlung ßcb-rt- Jbre eigsne BotsL-aft im Namen des britisckxen Krikgskabinells wird boch elngefchäßt und finde: bei uns freundliiben Widerhali. * *

- Der Minister für das Ernälzrunaswesen "Lord Rhondda hielt gestern in London eine wichtige Rede über die Lage der Lebensmittelversorgung. Er sagte obiger Queue „zufolge: -

„Mein aames Sinnen isi erséen uud leßien Endes darauf ge- !icbt-t, den Krieg zu aewimmn. Mies andere ist nebensäidkiiß. (Be!- fail.) Iedeufakis müffen alie anderen Interessen, ob b gründet oder nicht, in den Hinterwand treten, damit wir den Kiiea gewinnen. Mangel an„gew1ff:n Nabtunasstoffen ift unvermeidlich. Kürzlich be- stand zum Bcijpkel Mangel, an Fetten, wie Butt-w und Mar-

tine doch ist niibt] Beunruhigendes in unsner Lage. Un er 91! 521 lemnbi Cotbebningeu zu-- tragen, die denen- Deutscblausds nikithen, wo die wüdeutlicbe lxischratlon Weniger als ein halbes Pfand bexrägt.“ Lord Rbonk a nöttecte sodann die Frage der xwanawetsen Rationierung und sagte: .Wir wiffen, raf; jetzt in Deutscbland eine große Empörung über die Tatsache besteht, daß die Meitben trop Rationierung und Kattensystem erheblich m'ebr erhalten, aw ihnen zusteht, mit dem E-“gebnis, daß die Armen nicht das er- haxten, Was“ sie erbaltzn 151111611. Die Rationierung wenigsiens tima?! NahrungSminel tstßunterwe'as. Wir sind gegenwäxrg damit brscbäftkgi, den Entwurf fur eine Zwangsrattoüiean zu vollenden. Diesex wird dium dem Kabinett vorgelegt upd, sobald dieses die Ge- nehmigu-g erteilt hat, so schnell trie mögiicb zur Duxchführung ge-

biacht werden.“ Rußland.

Einer Meldung des „Wal schen Telegraphenbüros“ aus Brest-LitoWSkzuf-olge hat der orsißende der russischen Abordnung am 3. d. M. aus St. Petersburg an die Bevollmächtigten der Vierbundmächte in Brest- Liioxvsk eine Depesche gerichtet, in der er unter Berufung aufnemetx Beschluß der Regi.rung der russischen Republik vor- schlaat, dle Verhandlungen im neutralen Auslande fortzufsßen. Zn Erwideruiig hierauf haben die Abordnungen der vier nerbupdßten Machte an Herrn Joffe am 4. d. M. telegraphiert, daß ste ]ede Verlegung des Verhandlungßortes ablehnen, da

bindend verabredet worden sei, die Verhandlungen spätestens

am 5. d. M. in Vrest-Litowsk wieder aufzunehmen.

- Der britische Botschafter Buchanan hat dem „Nieuwen Notierdamscben Courant“ zufolge krankheitshalber St. Vete1s- burgistverlaffen. Die britische Kriegömission sei ebenfalls ab- gere . _

**- Laut Meldung der „Petersburger Telegraphena eniur“ kann der Uebertritt auf russisches Gebiet unter fo genden Bedingungen _erfol en: _

1) Die Grenzen nd für *alle freniden Bürger frei zu über- schreiten, wenn sie diplomatische Päffe von verbündeten und neutralen Mächten mit dem Visum des Kommifiariais für Auswäxtigeo beim Rat der Volkskommiffarc besitzen.

2) Russische BütZer, welche diplomaiiscbe Pässe Vom Kom- missariat beim Rat der ommiffare besiven, überschreiten die Gienze frei.

3) Politische Verb'annte, welche persönliche Päfse befiven, die in jedem xinzeinen Falle durch die besonders beyollmäcbti ten betreffenden AUSscbussc dex Verbannter: aukgefolgt werden und en Visum von dem Verttxter des Rates der Kommissare" im AuSlande txagen.

4) Burger, sowohl russische ei111ch1ich1ich finnische, ais Fremde, welche diplomatische Pässe dessen, übeischreiten die tussiicbe Grenzs frei, falls sie eine vorläufige bevondere Aufenthaltßerlaubnis von dem sztrrter des Rates der Kommissare im Auslande besißen, und

5) russische Bürger, ausgenommen Diplomaten, die das russisäxe Gebiet verlassen, werden einer Leikesunteisucbung unjexworfen.

-* Da die für die Verfassunggebende Versamm- lung notwendt e Anzahl von Abgeordneten noch nicht erreicht ist, da viele vgeordtzete *ihre Mandatsnaehweise in der ge- forderten Form noch nicht überreicht haben und da viele Mit- gliedex der Versammlung, *die bereits in St. Petersburg ein- getrofxen weiten, wegen. dex Unkicherheit über den Tag der Erö nung wteder abgereist smd, a aber andererseits der Ver- lou der Wahlen mit mehr oder minder Sicherheit den Zeit- punkt berechnen läßt, wo nach den rujsischen Weihnachten die notwendige Anzahl von Abgeordneten erreicht sein wird, hat der Rat der Volksbeauftraaten obiger Quelle zufolge die Er- öffnung der Versammlung auf den 5./18. anuar, voraUSgeseZt, daß dann 400 Abgeordnete anwesend ind, an- beraumt. _ _ „_ , » Die Regierung der Sowjets in der Ukraine gewinnt nach der Petersburger Telegraphenagentur“ dauernd an Ansehen. In JekaterinoSlaw befindet sich die Macht vol]- ständig in den Händen der Sowjets. Die Vorbereitungen zur Absendung von Getreide nach dem Norden werden beschleunigt. Der Einffuß der Bolschewiki dehnt sich täglich weiter aus.

Berichte aus dem Süden bestätigen der „Times“ zu- fque, daß Charkow jetzt gan in den anden der Maxima- listen 1711. die dort ansehnlicZe Streiltäfte zusammenziehen. Die Kosakindczlrke gaben Kaledin fiir die Verteidigung ihres Gebiets so gut wie diktatoriscbe Macht. Zwischen Kosaken, die Legen Kaledm smd, und deffen Anhängern haben Gefeshte tattgefunden.

Italien.

Vorgestern fand in Rom ein fünfstündiger Ministerrat stgtt, dem alie Minister, außer dem in Paris weilenden Finanzminister Nitti, beiwohnten. Wie der „Corriere della Sera“ meldet, beschäftigte sich der Ministerrat hauptsä lich mit wichtigen inneren Fragen politischer und militäri cher Natur", sowie auch mit der Frage der Internierung der feind- lichen StaatSangehörigen, be anders mit der Frage, ob für die deutschen Staatsbürger die gleichen Maßnahmen angewendet werden sollen wie 1915 nach der_Kriegserk-lärung an Oesterreich- Ungarn gegen die österreichisch-uugarischen Bürger. Die Deutschen sollen in südlichen Gebieten mit geringer Bevölke- rUkkßszahl intemiert werden; neben Cosenza, Benevento und Aquila wurden noch andere Gebiete zur Internierung bestimmt.

Dänemark. -

Die finnländische Abordnung, bestehend aus dem StaatSrat Gripénberg, dem Agrikulturrat aloheimq und Professor Reuter, die beauftragfwar, der däni chen Regierung mitzuteilen, daßLandtag und Regierung von innland dieses Land zum freien und unabhängigen Staat er lärt haben, ist m Ko;_)enhagen eingetroffen, um die dänische Regierung Zu er nchen, Finnland als freien und unabhängigen Staat anzuerkennen. Der König hat gestern die Ab- orxmunq empfangen. Nach einer Meldung des „Rißauscheu Buros“ verlas der Führer der Abordnung, Gripenberg, folgeLtrthErk'läxth_: , Fk [ d b !) Xi 1 d

M ag» „15 : an von nn an (: en nn an tum fkkikn und u-Wbängix? Sgtaat erklärt. Das finniändische Volk scheidet also aus der im Zahn 1809 geschaffenen Vereinigung mit Rußland aus. Diese Vereinqu war nicht auf der kultuxellcn und k.?“hkibllikben Gemeinsamkeit mäßen dem russischen und dem finn- andivcbeu Volke de kündet. Im Geo-nteil war das finnläpdtcbe Vo1_k "“ck Sprache, [1 ion, Kultur, Süten, Gsseßen und GM!) chte yöÜla versehieden vom tussi eben Volks Diese Verschiedenheitist n'äbrend der Vereinigung nicht beboven oder vermindut worden. Bald 30 Jahre kadUkcb batte dle russische Poli1ik egen Finnland, indxm sie in Worien und Taten das durch die Verfa urg von 1809 gescbuste Recht innerer Unabhängigkeit leuavete, xum-eri, der be1onderen St-üung

innlands im rmsi1chen Reick): ein Ende zu machen. Als der Welt- ““? “"Mik- bestand ein vollständiges von der höchsten Gewalt des Kai e"? Öls fekgese es P-ogramm zur Russifizieruxrg Finnlands. Durch diese Politik ist an die Grundlaqe der Vereinigung zwischen Rußland "nd “F*nnland nsahütmt. Dao finnländiscbe Volk, das schoa durch seine geschich111che En1w1ck1uug _eia nationales und politisches Ve- wUßlsein erlangt hat, baite einen Standpunkt erreicht, auf welchem

[

_lecvexe Zukunft nkemals erloschen. _die Zubetsicht (1811116191, die

die Bemühungen um seine Lage und seine Unabhängigkeit sich ge- bietciiscb geltend zg machen begannen. Der lange schweigende szpf, den dieses Volk fur die Aufrechterbaang seine! von Rußland ge- keugneteu Rechts zu führen gczwunaen Wurde, hat seine U herz ugung tt_ocb mebr ..estxxkt, daß nur eine völlig? Unabhängigkeit alsS aat die fmnländische Zukunft Kchern könne. Jm xrnsihasten Gefühl Wein?: Ve - antwortlichkeit bat Finnland diesen Gedanken verwirkltcht. Ein Zweifel an der Berechtigung disses Schrittes ist bei diesem Volke nicbt auf. aetaucht. Wmn Finnland jam verigngt, daß die freien Staafkn der

Welt es als voUstäncig unabhängig aneikeunen, so untcrnimmt ck

diesen Schütt, indem es fiel; auf Das S:!bsibesiimmUWSreibt beruft, weichss das Geiechtigkeitsgefübl der Gegenwart auch für die ile'xnen Nationen fordert. Wegen bxr poikti1chen Absonderuyg, in der Knoland sich_befindet infolge der Anarchie, die gegenwäriia in ußland' benycht, chen der Hangsrsnot, Von der das 21:11) bedroht ist, und wegen der Notwendigkeit, die russischen Soldaten in Finnland, die eine ständige Gekas): für die geses- licbe Ordnung sind, zu entsetnen, ist es notwendig gkworden, diese Fotderuna, dis keinen Aufschub duidei, zu ftc-Uen. Im Gedanken an rie frxund1chafxlichen Beziebmxgen, die Jahrhunderte? hindurch zwisckzen Danemark und Finnland be11anren,11nd an die errge-n k1t1turel15n u d wirtschaf11ichen"Beziehu1192n wagt di? fi;;n1änd1sche Reglernn zu byffen, daß die Koniglicb dänische Regierung und das edle Hecke danische' Volk die Nojwenvkgkeit und (Herccbti keit des «!).-ines ws finnischen Vo k.? onL1kLU11Ln werden uud daß d eKöniglick: dänische Liegterunkgdin unmittelbare Beziehungen zu der Regierung Flnnianxs reien w: .

'Nach Ueberreichung dsr Erklärung an den König, die Gripenberg, Paloheimo und Reuter unterzeichnet ist, hielt

““Gripenb erg folgende Rede:

Für O_as sinnliche Volk ist endlich der Tag gekommen, an dem seine ciumukigen Anstrengunarn, die yoUe Unabhängigkeit als Staat zuetiangen, ibker chwtxklichung nahe sind. Während der schweren Tage, die Finnland durchlev1 bat, ist seine Hoffnung auf eine glück- Aus dieser Hoffnung hat es " verzweifelt hat. Das finnlanviscbe Volk ist von der tiefen Uebexzeugung dunk- vtungen, daß es nur, wenn 16 ftei und nnaöbängkg ist, seine Aufgabe in der WM erfüllen kann. Das Volk Finnlands, das sich mit Bewegung der zahlreichen Beweise der erunvschaft und Zuneigung etinnert, die es in schwerer Zeit von der edlen däbischen Najion erhalten hat, wagt zu glauben, daß das dänische Volk dem Gefühl der Freude nicht fremd sein w1rd, das gegenwätjig die Herzen in Finnland erhebt. Es verheimlicht sich nicht, daß noch große Nn- strengungen von ihm varlangt werden ,ebe es die. Zukunft seines Landes gefickert sehen wird. Aber sein Vxxtrauen, daß diese Arbeit von den guten Wünschen anderer Naüonen begl:iiet isi, wird eine Quelle der Krait und Auswauer sein. Die ngi-rung Finnianks wa,;t daher, Cure Majestät zu bijtén, daß die Regierung Eurer Majestät Finnland aissfreien und unabhängigen Staat ane1kenue und in unmittelbare diplomatische Beziehungen mit Finnland nete, um die guten und freundschaftlichen Beziehungen zu bewabrkn, zu ver- stätken und zu entwickeln, die immer zwischen 1161: Völkern Dänemarks und Finnlands bestanden haben.

Der König antwortete:

Indem ich Sie in Kopmbagen wiUkommen beiße, biite fck) Sie, versichert zu sein, daß ich und meine Régixtung dre schwierige Lage Finnlands mit Von Verstänxnis benacbken und das; wir mit größter Sympathie Finnland in den Kreis' der nordischen Länder eintrkten seven würden. Dänemark hey! den beißen Wunsch, das; Finnland unter Bedingungen aus drr gegenwäriigen Krise hervorgebe, die dem finniscbkn Volke eine aiäcklicbe, freie und nationale Ent- wickiuug ermöglichen können. Ick nehme an, daß es für Finnland möglich sein wird, ein Cinßern-bmen mit Rußland zu etlavgen. Indem ich Sie biin, überzeugt zu iein, daß Däpemark voüsn Herzms Finnland seine Untetstüßung zur Behsbung der gegenwärtigen Lebenßmitteinot in dem Maß.». leihen wird, wie es un1ere schwier1ge Lage exlaubt, vetsickoere ich Sie meinerseits Me von seiten meiner Regierung der aufrichtigen Wünyche für die Zukunft Finnlands.

Schweden.

Der König hat dem „Svenska Telegrambyran“ zufolge im gestrigen Ministerrat beschlossen, Finnland als unab- hängigen Staat anzuerkennen.

SclxtUeiz. Nach einer _Miiteiluna des Preßbüros des Armeestabes ließ ein Unteroffizier des Grenzpostenß Seedorf am 28. De- zember 1917, Nachmittags, einen deutschen Bodensee- dampfer beschießen, der sick) seiner Ansicht nach dem schweizerischen Ufer zu sehr genähert hatte. Personen wurden glücklicherweise nicht verlost., Die Untersuchung ergab. daß der sonst gewissenhafte Unterofftzier in unerklärlichem Uebereifer den erlaffenen Befehlen zuwiderhandelte. Er wird dafür be- straft. Den zuständigen deutschen Behörden wurde daS lebhafte Bedauern des Armeekommandos über den peinlichen Zwischenfall

KUSgesprochen. Griechenland. Nach einer Meldung der „Times“ aus Athen hat der KrieaSrat die Be rhaftun g des G ouverneurs v on Kreta Lu kas N Ufos angeordnet.

Bulgarien.

Der König Hat, der „Bulgarischen Telegraphenagentur“ zufolge, an den Ministerpräsidenten Radoslawow folgende Depesche gerichtet: .

Möge der Alimäcbiige das bkginnende Jabr segnen, Bulgarien und seinem Volke Gedeihen, Glück, Trost und“ ein kreies, friedliches Leben geben und sie reichlich en11chädigey für die schmerzlichen Opfer, die sie im Vertrauen auf Gott und auf fich selbst ertragxn in ihrem Bestreben, sich ein seit Jahrhunderten ersebr-jes, rubmvoÜes, ebr- llcbes und ftiediicbes Dajcin zu stchern. Ich wünsche Ihnen ein glückliches neues Jahr.

niemals

- Kriegsuachrichten. Berlin, 4. Januar, Abends. (W. T. B.) Von den Kriegsschaupläßen nichts Neues.

Vom 20. November 1917 bis zum 2. Januar 1918 haben,

die Engländer allein auf dem Säxlacbtfelde westlich Cambrai 227 Offiziere, 9600 Mann an Ge angenen verloren. An Beute wurden ihnen während der Cambraikämpfe 172 Geschüße, 724 Maschinengewehre und 19 Minenwerfer abgenommen. Außer- dem eroberten die fiegieicben deutschen Truppen, die den Atxfangs- erfolg der Engländer in kurzer Zeit in eine außexgewöhnlick) blutige Niederlage verwandelten, 32 deut che Geschütze zurück, die bei dem ersten englischen Einbruch in ie Hand des Feindes gefallen waren. Von den über 300 eingeseßten Tanks verloren die Engländer 107, von denen 75 hinter den deutschen Linien in un ere ände fielen, während 32'zwischen den englischen und deuts en räben zertrümmert und zerschossen liegen geblieben sind. Dieser Verlust beträgt mehr als ein Viertel des eng- lischen Gesamtbestandes an Kampfkraftwagen.

Folgende Aussagen gefangenerxnglischer Offi- ziere bestätigen aufs neue die unexhört ichweYep Verluste _der Enaländer bei Cambrai. Das „schnetmge und ge- schickte Vorgehen der deutschen Jnfaneriß, besonders die Schnelligkeit und Wucht des Infantc-rieoorxwßxs hätte auch den in weiter :ückwärligen SteUunqen nshenden Jr.- fanterie-, Maschinengetvehr- Und Artiklérieverbämden, _keme Zeit zur organisisrten und nachdriick1ichen „Vexteidiguug gelaffen und in vielen Fälxen das geori111ete,;zizrucknek)men dieser Verbände unmögliij) gemacixt. Die Wirkung- des deutschen Artillerie- und MinenfeMxS gegen d:? cm*.iischen Artillerik- und Infantericstellungen sei fast uberaU ver- heerend gewesen UUd hätte Tchwexfie Opfsr gefordert. Di? deutschen Flieger seien vollkommene .Herren der Luiz; Aus dem rechten englischen Flügel häiien 1101.“ aklem die 0.1., 12. iwd Teile der 20. englischen Division schwer JLMTM. ,Die 165. und 166. Brigade MÜZTRL als Dollkgxnmen "vxrmchter Kelten. Von allen eingeseßmn englischenDivinonerx hanen aber bei weitem die 12. und 29.Divis1on die «meisten Verlust? erlitten. Die 35. und 36. Brigade der 12. Diois11111_11nd Teile der 87. Brigade seien aufgerieben. Bei der 29. Divtnon iraten die Hauploexlufte erst wäßrénd der späxeren Kämpfe um Mas- niézres ein. “Auch diese sei so gut wie aufge1ieben mo_rden. Weitere schwere Verluste hätten die 6., 59., 47., 2. und 56. Division und vor aUem die 1. und Z. Gatde-Vrigade, dikiüberstürzt zur Unterstützung bei Gouzeaucmx eingeseßt wurden, er tten.

Großes Hauptquartier, 5. Januar. (W. T. B.) Westlickzer Kriegsschauplaß.

An der flandrischen Front östlich von Ypern, in einzelnen Abschnitten zwischen Scarpa und Somme, sowie in der Gegend von Avocourt und St. Mißiel entwickelten sich zeitweitig lebhafte Feuerkämpfe. An der übrigen Front blieb die Attiiierietät'igkeit auf Störungsfeuer beschrankt.

Oeftlich von Bullecourt hatte eine gewaltsame, Er- kundung vollen Erfolg und brachte eine größere Anzahl ge- fangener Engländer ein.

Oestlicher Kriegsschaupla Z. Nichts Neues.

Mazedonische Front. Keine besonderen Ereignisse.

Italienische Front. Zwischen der Brenta und dem NWUÜSUO lebte “das ArtiUeriefeuer voriibergehend auf. Der Erste Generalquartiermeisier. Ludendorff.

Oesterreichisch-ungarischer Bericht. Wien, 4. Januar. (W.T.V.) Amtlich wird gemeldet: Oestlicher Kriegsschauplaß.

Waffenstillstand. Italienischer Kriegsschaupiaß.

Keine Ereignisse von Belang. _ Der Chef des Generalstabes.

„Der Krieg zur See.

Berlin, 4. Januar. (W. T. B.) Im östlichen Aermelkanal smd von unseren U-Booten kürzlich 21000 Br.-Neg.-To. vernichtet worden. Sämtliche Schiffe waren schwer beladen und bewaffnet und fuhren bis auf eins unter starker Sicherung. Ein tiefveladener, bewaffneter großer Tankdampfer, der Kurs auf Cherbourg hatte, wurde aus einem starken, durch viele Fischdampfer und schneUe U-Bootszexstörer gesicherten Geleitzug hxrausgesciwffc-n. _

An dem Erfolg, der unter e1schwerenden Verhälimffen errungen und darum um so anerkennemzwerier ist, war in erster Linie ein kleines U-Boot beteiligt, das unter der schneidigen Führung seines Kommandanten, Oberleutnanis zur See Steindorff im Dezember poriaen Jahres durch schnelles Arbeiten in zwei Unternehmungen inSgesamt 22 500 Vr.-N.-T. vernichtet hat.

Der Chef des Admiralsiabes. der Marine.

- DerVerlust dieses Tankdampfers trifft die Entente um so schwerer, als der deutsche “Bericht seit Mitte verganaenen Monats bereits vier ähnliche Versenkungsfälle melden konnte. Die Frage der Oeleinfuhr, die für die. Versorguna der auf Oelfeuerung angewiesenen feindlichen Kriegsflotten große Bedeutung hat, ge- staltet sick) immer kritischer für den Verband. Vor kurzem 11111 in Washington ein Ausschuß englischer und amerikanischer Fachleute zusammen, um über die O_elverteilung zu beraten.“ Die U-Boot-Avmehr, zu der besonders Motorschiffe herau- gezogen werden müssen, hat durch Erweiterung des Sperr:- gebiets und dadurch vermehrten OLlVLLbWUÖS den englischen Import vor neue Schwierigkeiten gestkllt. Eine der neuesten Wirkungen äußert sich in dem Verbot des Autofahrens für Private in England. Zur Beschwichtigunq der erregten Bevölkerung verbreitete Poldhu die Nachricht, daß in England ein Oelvrunnen entdeckt worden sei, der jährlich 180000 Gaklonen liefern könne. Was Poldhu verschwieg, ist, daß England einen ßährlichen Bedarf von 600 Miliionen Gauonm hat, daß al o 180000 (Hal]onen seine Abhängigkeit von überseeischen Zufuhr'en aus Amerika und Asten nicht nennenswert zu mindern in der Lage smd. (W. T. B.)

Parlamentarische Nathrichten.

Der Hauptausschuß des Neickzstages trat gestern vormittag 10 Uhr zu einer neuen Beratung zusammen. Wie ,Wolffs Telegraphenbüro“ berichtet, sprach als erster Redner 11er Abgeordnete Graf Westarp über die Friedensverhand- lungen in Vreft-Litowsk. Im Ansckyluß an seine Ausführungen ergriff der Reichskanzler Dr. Graf von Hertling das Wort zu folgenden, bereits gestern kurz mitgeteilten Erklärungen:

Der Hart Vox'redner bat die Güte gehabt, an das zu erinnern, was ich gestern am Schlusse meiner kurzen einieitmden Worte gesagt habe, daß das, was gestern galt, vieUeicht heute nicht mehr gelten würde, und daß wir immer mit der Mögiicbfeit von Zw1schentällen zu rechnen hätten. Ein solcher Zwischenfall scheint jekt ein-