1918 / 28 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 01 Feb 1918 18:00:01 GMT) scan diff

Bekanntmachung.

Die Königlkcha AmtSbauptmannWaf! hat aus Grund von § 1 dt!“ Brannvt-acbuna des Rmchskarzlexs vom 23. Sepxewber 1915 (RG 131. S. 603) nach “Ökbök dcs BegikaauPÖuff 6 dem Kaufmann Karl Vörver in Weinböhla, Kön'gstraße 25, am 29. Dezember 1917 den Hamel mit Wasch-, Nähr- und Lebensmllkslu wegen U zuverläjfigkeit untetjagt.

Meißen, den 19. Zauuar 1918.

Königliche Amtshauptmannscbaft. Grille.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädiast geruht: die Regierungsräte Denicke in Hoya, Menger in Su- lingen und Dr. Simons in Wittlich zu Landräten zu er- nennen sowie den Buchhaltem bei dc-m Staats1ckuldbuchbüro Wnnschéck und Kißiu, dem K ffepset-etär bei der Hauptverwaltung der Staatsschulden Kurzke sowie- dem Sekretäa bet der General- lotteriedirekt on H bn, 1ämtl:ch in Berlin, den Chaxafter als Rechnungsmt zu ver1eihen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigsi gemht:

den Rechtsanwälten und Notaren, Justizräten Scheu in

Insterburg und Max Kükenthal in Wittstock den CHarakter als Geheimer Justizrat zu verleihen.

Ministerium für Handel und Gewerbé.

Die auf Grund der Verordnungen, betreffend die zwangs- weise Verwaltung f'anzösiscber thernebmunyen, vom 26, No- vember 1914 (N(HBl. S. 487) und 10. F-bruar 1916 (MHM “S 89) am 8 Januar o. J anaeordnete Zwangs- vermaitung 11091 das 111D8u1sch1a1dbefindliche V»rmögen der Fi-men (H. Oxioier Sue. & le Blond in Paris und DemWU) Fréres Soußman & Robinat in Paris ist auf- gehoben.

Berlin, den 25. Januar 1918.

Der Minister für Handel und Gewerbe. I. N.: von Flatow.

Mini-Fterium des Innern.

Dem Landrat Denicke ist das Landratsamt im Kreise

Yoyo, dem Landrat Menger das Landratsamt im Kreise

ulingen und dem Landrat Dr. Simons das LandratSamt im Kreise Wxttlich übertragen worden.

Iustizministerium.

Die RechtSanwälte Iusjizrat Hahn und Kühne in Glaß smd zu Notaren für den Vyzbk des Oberlandeßgetichts in Bresjau mit Anweisung ihres Nmtssißes in Glas,

der Rechtsanwalt Dr. Heiuemann in Remscheid ist zum No1ar für den Bezük dk'S ObexlandeSgerichtS in Düsseldorf mit Anweisung seines Amtssißes in Nemscheßd ernannt worden.

Ministerium für Landwirbsckzaf-t, Domänen u n d F o r ft e n.

. Der Leiter der chemischen Untersuchungsanstalt bei der Auslandsfteisckxbeschaustelle in (Hock), Dr. Sprinkmeyer, ist zum Vorsteher des chemischen Ux-tersuckmngSamts der Auslands- fletschbeschausteUe in Stettin ernannt worden.

Vekanntwachung.

Dem Kleinbändler Hermann Lagemann und skiner Ebe- frau 1.-ore2te, geb. Gemelke,1n Langenkottb-Süd babe ich die Wiederaufnabme bespandels mit Gegenständen des täglacben Bedarfs, inbewnxete mit Nabrun s- und (Ge- nußmttteln, gestattet. - Die Kosten diem ekar-mmachung fallen den Genannten zur Last. '

Hannover, den 25, Jaüuar 1918.

Der Königlicte Land*at dcs Landkrcises Hannover. (Ika? von Wedel-

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Bekanntmachung.

Der Händl-rin (Ehefrau dcs Wilhelm Vogel. bier, Schldev- straße 8, wwbnbafk. hab“ 15!) auf Grund der Ver-Twuung des Bundesrats vom 23. S p kmbtr 1915 jeden Handel mij Nahrungs- und Genußmittelu und mit sonstigen G-aenijänden des xäqlicbc'n BOdarfs Weg?" Urzuver- fig'e-t untersagt. Außaenommen von dem Verbot bleibt dk! „Vg del mit Obi? uvd Eemüw, "rer qu Voael pei1qtlet ble„bt. - Die Koxten meier B-kanntmacb-ma ban qu Vogel zu tragen.

Barmen, DM 29. J.Muar 1918.

Die leizeWeWalxung. J- V.: Köhler.

Bekanntmachung.

Dem Hä-*d12r Jakob Vaefsen, bi-r, Mübkenweg 15, Wobn- baff, hake teh auf &er oc-r_ Yxtotdnuug ds Bundesxats vom 23. S-vtember 1915 jeden Handel U11 Nahrungs- und Genußmitteln und uw! sonnigem Gegenßänden des täg- lichen Bedarfs wrgkn Unquxrlässagkcit untersagt. Aus- genommen Von dem Verbot blxwt der Handel mi! Obß Und (Gemijse, dcr Vaeffen genajtet 131211):- -* Die Kosjen dicsar Bekamt- machung! bat Vaefsen zu tragen.

Barmen, den 29. Januar 1918.

Die Polizeivexwaltuna. I. V.: „Köhler.

Bekanntmathung.

Auf Grund d-s H 1 d&r Bundeskatéverorknunq vom 23. Sep- txmßes 1915, be'x-ffrnv lie Fis'nbavyng uvzulxmä'ßger Perso-en vom -ck,*a.:e1, Ia!" “ck. d-m 'x'andzl-maun Heinrich Flörke tn Baye“..- xied- jsdélea11d61u11therL- und Futtermitteln unter- azt-

Hildesbe1m, den 29. Januar 1918.

Der Landrat des Landkreises Hildesheim. Heye.

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Bekanntmachung.

Der EcmüHbändlexin annziska Krogmavn, qeö. Uxbau, und dem in ßeren Ge1chäfte jähen Brunnenbauer Pejer Wroblewski, keibe in Hild-sbeim, Osterstrcße 6, wobnbafs, ist auf Gxund der Bundesratsbkkann2machmg ]ur Fcrnhallung ur.-

* und die K-riegSzielfragen.

uvetläs er er orten vom Handel vom 23. September 1915

?NGBFIG. 6(Y1)sur.d der 17sz vom Herrn Mlivisier für Handel und

(Gewerbe Ckläffénkn Aussöbrunasiestimmunaen vom 27. Sevt-mber

1915 (H1ndk15m1nlstekkalblatt S. 246) der Handel nzit Obst und

Gem as e wegen u.axuve.lä1fizkeit in bezug auf diesen Handel unter-

sagt worden. * Hildesheim, den 28. Januar 1918.

Die Polizeidirektion. Dr. G e r1a :: d.

Bekanntmachung.

Der Händlerin Christine Briegmann Von hier, Mittel- üraße 58, in auf Grund des 1 der BunNNawveroxdnunq vom. 23. September 1915, bejreffend ernbaltung unzuver1äss1_ger Personen vam Han7*el, der Handel mit Nahrungsmitteln fur die Dauer des Kcichs wegen anzuverläsfigkeü untersagt wvrden.

Tüfit, den 16. Januar 1918. Staktxvnl-z-kv-rwaltung. I. V.: Quentin.

Yichtamtliehes.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin. 1. Februar 1918. In der am 31. Januar 1918 unter dem Vorfiß des Staats-

.sekretärs des inchsschaßamts, Siaaninistets Grafen von

Roedern abgehaltenen Vollsiyung des VunveSrats fanden die Zustimmuna des Bundesrats: ]) der Entwurf von Ausführungsvestimmungen zu dem Geseße vonx 8. Avril 1917 über die Besjeuemng des Personen- und Guterverkehxs (NcichS-Geseßbl. S 329); 2) der Entwurf einer Vekordtxung über den Anbau von Zuckerrüben um das Vrevnen von Ruben im Betriebsjahr 1918/199; 3) der (Entxvurf einer erordpung zur Abänderung der Verordnung über dje Kaxioffeloejsorgung; ZZ der Entwurf von Bestimmunaen Über'die Bereitstellung von

eichsmitteln für die Entschädigung der 1_nfo1gßth1enmangelS feiernoen Arbeiter und Athenerinnen knegwachtager Betriebe der Rüstungs- und Enxährungsindustrie.

Die vereinigten Ausschüsse des Vundurats für andel und Verkehr. für Rechnungswesen und für das Seewesen ielten heute eine Sisung.

Der Oberbefehlshaber in den Marken, Genexaloherst von Kessel, hat aus Anlaß der Streikbewegung nachstehende Bekanntmachung über die Verhängung des verschärften Belageruugßzustandes erlaffen:

Auf Gxund des Gefäßes über den BelagerungSzustand be- stimme ich:

1. Für das Gebiet der Städte Berlin, Charlottenburg, Berlin- Sckpöneberg, Berlkn-Wilmersdorf, Neukölln, BerUn-Licbteuberg, Spandau und der Landkreise Teltow uud Niederbarnim bebe ieh bis auf Weiteres den Att1kel ? der preußischen VerfaffupgSmkunde hier- mit auf.

11. Für die genannten Gebiete seße ich hierdurch außerordentlicke Krkegßgerichte ein 10 fg. s Gesetzes über den BelagcxungSzustand vom 4; Juni 1851). * ..

111. Die außerordentUÖen Kriegsgetichte keginnen ihre Tätig- keit am 2. Februar 1918.

In Anschluß an d1e obige Bekanntmachung vexöffentlicht der Generaloberst von Kessel folgende Warnung:

Nackdxm ich nunmehr den Verschärften Belagerungezustand ein; geführt h1b5', will tc!) bie BevöWexung nicht im Zweifel darüber lassen, daß ich jedem Vxxsucb, die Ruhe und Ordnung zu sfören, mit allen mir zu Gebote stehenden Mitteln unterdrücken werde. Ich warne daher jeden ordenllkckzen Bürger, fich irgendwie an öff-ntlickoen Zusammenkünften zu beteiligen. Jedermann gebe ruhig seinen Pflichten nach und halte sich oon Ausläufen fern; bei dem Gebyaucb der Waffe läßt |ck) ein Unter1ch1edzwischeu Ruhestörem und Unbeteiligten nicht machen.

Wie die „Korrespondenz 13“ erfäürt, werden die Militär- verwaltungen Litauen und Bialyftok-Grodno mit dem 1. Februar 1918 zu einer einhextlichen Verwaltung zusammenqeleqt mit der Diknjtvezeichnung „Militär- oermaltung Litauen“ und dem Eis in Wilna. Die Militär- verwaltung Litauen gliedert s1ch in zwei Bezirke: Litauen V-zijk Nord, in den Grenzen der bisherigen Verwaltung Lttauen. mit dem Six) in Wilna, und Litauen Bezirk Süd, in den Grenzen der bisherigen Verwaltuna Bialysjok-Grodno, mit dem Siß in Bialyswk. Zum Chef der Militärverwaltung Litauen wird der Rittmeister der LandwehrkavaU-erie von Heppe, bisher Chef der Mtlitärverwaltung Bialystok-Grodno,

ernannt.

Im €) 3 Ziffer 1 der Bekanntmachung Nr. 97.11.2700/2. 17. K. R. A., betreffend Beschlagnahme baumwollener Spinnstoffe und Garne ZSpinn- und'Wevoeabot), vom 1. April 1917 ist bestimmt, da Auslandsspmnstoffe und Aus- landsaarne von der Beschlagnahme auEaenommen smd. Diese A-xsnabme wird durch die Nachtragsbekanntmachung Nr. W. 11.2700/12. 17.11.91. A. vom 1. Februar 1918 auf- e oben. gh Der Wortlaut der Nachtragsbekannimachung ist bei Yen LasnFratsämtem, Bürgermeisterämtern und Polizeibehörden em- zu e en.

Bayern.

In der bayerischen Abgeordnetenkammex kames gestern bei der Beratung des Etats des Azimstenums des J.;nern wiederum zu lebhaften Erörterungen uber den Strxik Im Laufe der Eröxterungen ergxiff der MinisterpräfiYc-nt von Dandl vgs Wort und führte laut Bericht dev „Wo]ffsckzen Telegraphenbuxos“ aud:

DM schufa YK-ffcn suv-jcn umere Wegner im «amvf aa- -n uns ins F ld: Die 'Ukaffenwkxkuna obrer H-ere, die wirtscha1311ch- ieder- kämpfung Und das Streben, Uneintgfeü ju i_jiften und uns dam't unfere Kraft zu n-bxnen. Me cewaxtigen Mensmeafs-z _ der einde prallten an dem Heldenmut unsere; Mere ab, nach dxeiein albjä riger Krcegcdauer staben wic mächtiger denn je dem Wegner gegenüber.

Wir können dem weiteren Wa enganq mit Rub: und Zu- vmficbt entgegenstben. Die femd1che Rechnung, auf wirtschaft- liche Niederkämpfung war 1a1scb. Auch wirtschaftlich können wir n1cht nied gekämvst werden, ' wenn unser ganzes Volk gelcblofi-u bleibt m de': usdaue: und Aubeit, und dem driltkn neguexiichen Kampfmittel vie Wtrtung zu nehmen, gerade im 1 ßigen Stadion: des Endkampf“? dgs ist die bei11gste Pfl=cht aller, die dem Vatexland ur-d slch selbs exbalten wollen, was Heer und Heimat ae1chafft haben. Die Bundestteue argen unsere Verhandeln: ist nach wie vor der Eckpßéxe: der Poüxik jedes der mrbü-«deten Staaken; Dieke V-xficberuvg ist von den leitenden Smotsmännnn haben wie drüben vor wenigen Tagen mit solchem Nachdtch gegeben worden, daß die Gegner wohl darauf veuichtea muffetc, von ihren Bestrebungen, die Vmbündeten untereinander zu trennen, irgendeinen foolg zu- ermanen. Umso eifväger ve1folgen sie das ande-e Ziel: Unciui keit im Volk und zwischen Volk und, Na- kerung zu 15an Ueberge end auf die Verhandlungen in * rest- Litowsk Und aux die Verscblev ungemetbxdeu TWINS, deßea 1evolu11onäre Ideen der Welt den tießeü bungen soUe::, steUKe der M1n111e1prästdent die Frage, ob sich dikxxuigen. die in unveranxwvrf- j-cber Vexblendung die von den Feinden auge1_1rebte Uneiuiakeit und den Zwéespalt im Innern des Landes herbekfuhxen, der. Tragweite *brer Handlung-n beivußt seixn, und ob ße fia) bewußt seien daß kbxe Handlungßooelse deu Friedensschluß- erschwere, da Schwäxbung der Kampfkraft unserer Truppen nur. den West- uchen Gegnrrn zugute kymme. EQ ei eiue bgttlose Untersieüung, wenn j-tzt behauptet würde, daß die eqietuug dutch das, was man A- n-xionsbest-ebungen zu nennen“ 1) exe, "den Abschluß .des Friedens eUcbwex-e. ' „N cht aus Eroberungo ucht“, fahr der Ministerpräßdent fort, ,sondern um den Bestand des gamen Reiches und US Zukxmfx des Voxkx-s 1:1s1cbem, traten wir vor dreieinhalb Jabxeu sn ßen Krieg. Das gleiche Ziel 9111 heute na„ nicht mehx, nich; wegigxx. A-f diesem Boden stehen die Re: sleitung und die bundes- naatltchen Regierungen. Acßxung des Selbst ;sümxngngöreckpts de: Vöxker, das ist" der Grumfaß 'der etkbslelxuna, Wovon abzuweicben sie nickt gewillt ist. Wozu jeyt auf einmal der Streik? Was die innerpolittschxn. Verhältnisse, besonrexs das preußische Wableetbt anbelavgt, so ist es nian meine Sache, mit!: ir; die VerväUmffe der audexen Bursdesfiaatm ein; zumischen. wie 1ch mich auch gegen elne Einmischung Indexer Vuydcz- staaten in 501131111118 Vethältniffe entschieden abwehreny vetbghuz müßte. Die preußi che Regierung ist emstl'cb 991131111, gerechte Foxy - mvxxen nacb zeikg-wäßer Uwaeßqltpva des Wa,h1rech1o mit_ k-exy Nq druck zu v-rtreten, der Zweifel an dem m.slen Willen ker thkkmn- nicbt an*kommkn [asm darf. Wenn diePatteien ßes preußisckoenkandg taqs daxüber noch nicht ein'q Und, so kann daraus der Regiexuyg kekn- Vorwmf gemacht werden. Darf dcöbalb das ganze Vaterland aufgemtm werden? Schavan, verursacht busch- iunm Unrubsn würden alle ohne AUSnabme tragm müßen, nicht zum m_mdxsten die_.Axbeixexscbast, Nicht nur den Friedensunte.händlern, au_ck1 dex Arme? mix 11)er bertltebcn Führern fällt dexjenige in den Rucken, der die innere Krasx des Re1cheo schwächt.* Der Ministervrästoent kam dann auf da von einem uorddeut1chen Blatt in di; W-lt gelevte Legende vox; ekxler Aktion der Bundesfürstm bei dem Kaiser m sptecb-n, bri du der Kö. kg von Vayytn Vorangeaangen sei, und erklärte; .Der-Staud- pi-nkt, den unser Landesherr vertrat, deckt fich “mit dem der bavr11chen Staatslegiexunq, die btecfür die alkemige Verantwortung trägt. Es wütde den Vorwmf der Zwiespältigkeit ln fich schiießen, wenn man behaupten wollte, daß unser Landesherr "auch noch ancere Ztele upd auf einem anderen, als offenen Wege vetfolge; dagegen mu ich entschieden Verwczhxuyg einlegen, uxysomehr, ,als ck aus orecben kann, daß die Anregungen, dj; sieh auf diesem Wege he- wegteu, tatxsächlicb abgelehnt wurden.“ In„setnem Schlußwyxt erkläne dcr Ministexpräfident, nie und nimmer dms: e.- sein da:; durch den inneren Sirekk bei?; DYtsében. sRUäkä ::ka 1:17:12: tÉerQÜ-vdstx DTT: te des von :en eeren o (; men gen ren am ' „- ijYxext würden. .Cinig müssen wir bleibxn in allen Schichten „des Volkes, m-r dadurch kann der Kampf zu einem Ende aefüb-“t werden. das der Welt einen w11kl1chen dcxuérnden Frieden bringt und unser Vaterland vor Not und Elend [Kußd' -

Sachs?-

Auf das von Seiner Majestät de,m„Kö,nig; an Seine Majestät den Kaiser gerichtete Gluckwunschtele- «kamm ist, wie „W. T. V.“ meldet, nachstehende telegrapyifche Antwort ergangen:

Seiner Majnät dem Kövig von Sachsen, Dxesden.

Herzlkckoen Dank für Deine treuen Wünsche. Du weißt, wie tief Ich die Opfer uno Nöte mit emrßnde, die diese schwere Zeit, unssrkm Voxke auferlegt, aber Ich beginne das neue Jab: voller; Zuv rficbt. - Troß vieler Schwierigkeiten sprieht aU-s dafür, daß unsere überlegene Kriegführung nnd die größere, Auspauer unseres herrlichen Volkes den Kriegswinen der Gegner buchen und die“ (Grundlagen für eine- gute, glückttch: und sichere Zukunft schaffen wird. Das xva1te Gott! Wilhelm.

,

Oesterreich-Ungarn.

Der Haushaltsausschuß des österreichischen Ab.- geordnetenhauses erledigte voraenern den Tttel „Minisier- mt“, wobei der Ministerptäkident Dr. von Seidler die Not- wendigkeit einer Verwaltungsänderung anetkannte, die auch im Rahmen der Studien über eine Vetfaffungßändemng eifrig.„ verfolgt werde. Mit Bezug auf Bemerkungen des „Berich *. erstatters über das Programm der Regierung erklärte dxr Ministerpräsident, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet:

Dye Re tetu-g habe ein Programm; daß sie Ziele verfolge, gebe aus der vom Minisjerpräfidenten bet Beldung dea endgültigen Kabinetts, abgegebenen Erklärung hervor. Die darm gekennzeichneten ZJeivunkte habe er auch niemals aus dem Auge verloren. „Geben Sie mir“ sagte der Ministcrvtäffent, .das freie Meer, dann werden Sie l_eexßt etker'nen, daß 1chzufabren vermag. Aber es ift daß'tragiscbe Scbxcktal diese: Regierung, daß sie im Sturm unter Klippen, Klippen poli-

tischer Natur, ja geradezu zw1schen Minenfelder geworfen worden ist. .

Troßdem bat rie Regierung ihren “Kurs cknqebalten. Von einer Planlofigkeit kann keine Rede sein, nicht in politischer, am wenigsten, in wtrtsckzaf-lqcber Hinsicht. Die Regiesung wltd in dcr nätbüen Zeit zeiaen, daß fie gecade in wtrtscbafxllcber Beziehung sebr pofitw zu arbeiten bemüht ist.“

Der Ausschuß erledigte schließlich die übrigen Kapitel des SfaatSvoranschlags, deffen zweite Lesung das Abgeordnetenhaus am Dxenstag beginnt.

- Wie die „Polnischen Nachrichten“ melden, wurde in der gestrigen Vollversammlung des Yolenk'lubs der Ab- geordnete Freiherr von Goeß mit 29 timmen zum Obmann gewählt. Eine Stimme fiel auf den Abgeordneten Tejmayer. 25 Stimmzettel waren leer. (Hoek nahm die Wahlgg. _Der Abgeordnete Glombinski erklärte namens Mexx." aWUÜPem-ox traten und der Abgeordnete Witos namens der agoszgruppe, daß sie sich gegenüber dem neuen Obmann freie Hand vor- behielten, *

«- Der Minisierpräfident W e k- e r l' e , der an der Spiße des neugebildeten Kabinen» gestern zUM ersten Male im ungari- schen Abgeordnetenhause erschien wurde. mit lebhaften Beifaklskundgebunaen bsgrüßt Hkyauf ergriff er das Wort, um das.Rea.i_e.r„-u»t,tc1mprqaerqmm. zzz Wick ln»- C'ingang erörterte er 1) * den Volksschulunterricht, daß Gefunvheilswesen, die Bertha tung

' gewesen seien, fallen zu [affen und zur Y-neiysamen Nrbxkt ihre Kräfte

„. _? „o, . e inneren“ YenHerung'en, did ln bezu YK

sowie die Förderung der Industrie vorzunehmen seien. Sodann le er denStxmd, der “Friedensverhandluugen dar un saZte, WSL; „Wolffß, «elegraphenbürW berichtet: . Ob die jcyx ng Zuge bafiudUcheu Friedensverbandlmtgeu m einem Exgeöais fuhren, ob sie zy einem aligemeinen und dau'ernde'n ' Frieden fakten w-rhxu, vermag ichddetzeit mit 2331112111111 "kit nicht zu sagen. Eine- Weiß ich abxr, uud as 'til," daß unsexe Fc edcnßbeujt- scbzft außricbtig. uyd ernst ist. ES ist nicht und War auch niemals unser Ziel Exoxrungxn. zu machen. Wir find kerelt e1ne gerecbje und anständige. Vexnandkgung ju suzxen, die [u einem dguemdeu Frieden und zg _Ykhufe don dessxn Sicherung zu intßrnationalen Verekxbaxungn ubtt. 11:11:12 einzige Bed'ngung is: die unver- sebrte AUF!: e_kalmg- unseres Gebiets. Wir babku nur eine grundxegende orderung, und das 111 dke unbedingte Wabräna unserer Unverkehrtbeit nnd der Freibkis, unsere inneren Angelegen- heiten zu ordnen. Wix wünschen einen dauemxen. ehxexzbafteu Fciedxx, dex Staaten, "aber wir aestatiexx nicht, daß bsi uns Keime dkk AUÜNLWI agkgefat Werden. Wir können n'icht gxstatten, daß anstatt der StaaFen u ier dem falsibcn SOTagn-ort dßs Frieden? jest fkk, bUdende Vo Zgruppw in zersjörenker Weise ib: Happ erheben. Das wüxde so viel bedeuten, daß upter dem Schlag- wort de,? Frjxdens. der_ Krieg der Völker auxbrecyen wüxde'. Uxbethuvt tpuuschen von unter Achtung der Vo1k5rechte die strepge Wahrung. der sozialm Ordnung, und wir erachten es als unsecx PfUÖt, jedes, Anzelcben der Zerstörupg im Keime zu ersücien. Aber ab die rzaju: Zuklmst d'en, Oelzweig des Fr1edens ober dxn not- wendig“ Kaxypf bringxn wrrd, elues ist ?ewiß, daß wir das Bünd- n1s mit Deuxsxblqud als eine der wir samnen Sie!;etungeu des Friedens ququmerbgltep und nz kräftigen wünschen. Dies führst nns dazu,. daß mir auf der Grund J: W von der früßexen Re- giernng mit "Oésterxeicb gesch1o enen Uebereknknmmxns dke Verhandlungen uber dte Neuregelung unseres wkrtfchaft11chen Vet- bältuiffes xunx Yeutschxg Rekxh forn- m_. Wir fänd bemüht, die Wege |U finden. hgß, wic uysex pylixisckx s Bündnis in witxjcbaftlkchet . Rachtung vextiefen. Wir _byffen, daß jeux Vereinbaxupaen, zu, Unken _ wlr mit Deutschland ge,!angea werden unh die., wie fiä; di-s von irlbst versteht, sich ln'jemn_Grenzen bewegcn werden, wexche die Vetteldkgunn unserer' berecbtxgtxn wict1chaftlfchkn Jntercffen und die Selbständigkekx ugserex Haudelxvolitik vorschreibt, unserem Win- schaftslebkn jenes, gzößere Vexätigyygsfeld ficbexn“ erden, desska unsexe kräftige thw1ck1 ng notwendig bedäxf- Unser Bettchen, die Vorank- skßun en, fm; inn getse. wixxscßanliche Beziehungen zw11ch§n uns und 19,111 Deutschen Wie)? zu s(baffen, haben ??ine'Sthe gegen andere Staaten. Dex, Zweck ist ein _engezer Anscöluß auf jenexu Gebiete, auf welchem d1eser Anscblxzß untex Wabxung der deinaungeu für unsete Ywduktwn beider“: Tsklen, gegenseitige Vorteile, bietet, oHne daß die Zntereffeg anderer Staaten geschädigt welden, mit w€1chen wxr in Zukunst“ ebenso, wi; mix es. in tur V-rgangsnbcit gema baden, em freundschaftlicbes OaanlSyerbälénlö aufrechtetbaltm woüev_

„Im weiteren Verlqyfx der Neve entwickelte Dr. Wekerle seine Anschguuxgen über dt;. Finayzlage-

Die Konsolzwte-uyg dgx Krt-gßsch.-1de_n soxv1e deren billig:: Ver- zinsung seien_Aufs§1ben dex näch11en ngunft. Betreffs des St-uer- programms kundigtx er extra, V-xmögenskteuer aß, durch die allmählich eine Verminderung des Bayknounumlauses bewnkl werden 19.117. Die _Exricbtux-g eines selbskäuvigxn Zyüaebketes, auf das Ungam gegenuber _Oesterre'eh ein unbrdingt-S- Recht befißr, würde inmitten der Erscbutterunaen des „gxsamten wirtschaftlisven Lebens nicht zweckmäßig skin; xs wurde dapuxcb nur' der Wiederaufbau der Fuehenxrpirtscbgst und die Herstellung normaler wirt. schaftlich-r Zustände verlangsamt werden. Was eine selb- skändkge Armee betreffe. so. 1111119: seine Majestät disse Vesjrebun Ln, Me 151 de: Friedxnszxit aucb durchgeführt werden würden. 'me 1e1bs1andige ungarische jZérrmxe Werde unte: Wabruna der Einheit der Fubrung 'zmd inneren Organisation verwixksicht werden, indem dann Ungarn fur die_ Erhaltung seiner eigenen Armee zu so'rgen haben“ werde. So wurden dadurch die axmeinsamen Auslaa'en und die qxoUnmäßiße Beteiligungs die zwischen Ungarn umz Oesterreich oft Gegensäve ervorgerufen ätten, an Bedeqtang sehr gemindert werden. Schließl-kh richtete der Ministexpräsideut an aÜe "Parteien die Mabuuna, die staatSrecbtl'cben Gxgynjäße, die bisher ein Hindernis

miteina-1der zu vereinigen. (Lebhafter e'tfall)

' Nach dem Ministerpxäfidenten ergriff Graf TLSza als Führer der O_vpofitlon das Wort, worauf der Minister Graf AppZnyiTTrmtdertxi.cb t _ d *

*."rat sea ver er e em Minisiexvräfidenten, daß die großen E(sicbjky'Mke seine] Pxogramms volle Würdigung seitkns der vao- fitkon 1111-13-31. Wenn er dem Progxamm nicht im aapzen zustimmen könne, so lage es daran, daß die ungläcxselége Wabländeruna auf die Taaekyxdnung gestellt wordensei. Geaeu diese hege er schwére Bedenkw. (Gr wunscbe, dxzß die Frage dxr W.;hkänyerung mittels ebrücber Ver- einbarung ?clojt werde. (Holmge dkes n'Öt gesckoehe, verbane er und _etne Freunde weiter in oppofitioneüer Haltung, Sie untersiußt-n die Regmung namentlich in a11en nationalen Frauen. Cc bitte jedoch den Ministerpräsidenlen, daß er kmch eine Ver- saoätfung der strittigen Fragen die Lage für die Opposition nicht un- mö111ch machs. , Graf Ap von yk ertläcke bkexauf namens der Re- Perung. daß diese in bezug auf die Wabxänvexung den Wen der Be-einbarung nicbt betrexen könme. Jenes Maß von Rechtßauo- d'.*l)nun-“1, welches der Wesesentwurf enthalte, könne nicht weiter den Gegeus and von'Verl'andlunaen bllken. Die Regierung könne von dem Umfang der Rschtßerwekterung nichts mehr abhandeln lasen, obne gegen das Gebot der Ehn zu vexstoßeu. (Lebhafte Zu-

timmung.)

Großbritannien und Irland. _ Nach einer Meldung des „Reuterschen Büros“ hat der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Balfour der jeßt in England wxilenden finnischen Gesandtschaft mitgeteilt, daß Großbrrtannien die Gründe für die Unabhängigkeit Finn- lands vollkommen billige und die frühere rufsif 2 Politik

der Unterdrßckung verurteile. Die britische egierung abe (16 19010 die Unabhängigkeit innlands ereits anerkannt dadurch, daß ste dur die Er-

nennung eines britischen Generalkonsuls in Helsingfors in direkte Beziehungen zu ihm eintrat. Die Anwesenheit kusslscher Soldaten in Finnland werde als unvereinbar mit der Anexkennung der Unabhängigkeit Finnlands durch Lie Bolschewikr angesehen, da fremde Truppen ein souveränes „and gichx beseßen dürften. Die briiische Regierung hoffe. die Uygbhangtgkeit Finnlands bald auch,recht_11ch „.anerk'ennenxzu. können; -:dies. hän'ge-zjedoclz" davon-- ab, '--„4* ob -: günstigesMiSstchten? anf eine fest gegründete rusfische politische Machlvorhanden seien oder ob die Unordnung andauere. Balfour verficherte auch der Gesandtschaft, er sei überzeugt, daß Finnland bald für

YFZ seinen Plaß unter den souverémeu Nationen einnehmen

***" Das Unter au, hat“ mit 223 gegen 113 Stimmen die Bestimmungen üßer Jie Verhältniswahl abgelehnt,

die vom Ob - worden warénékhause m_ die Wghxxeformypxlage. ekxgefühxt

"72 EM.? Masse-nverxsammlun. v.a.n MaF- knkt-en UUbAüaßßNigen y,ermgndtxr Ggetyßrkschaftén insder Mbekkbalk, kn ' LME, q, 27. anuar haz. mw „Wolffs Telestavbenhixry“ WÜR- KWE? MWM- ayge - . W, die die briti ck- 1111 dB:.- «ckund» „. «an «Msn ua- Oekzügli einen Waffensßllsaqgk. ank. aßen Fxonten zu sch lesen

_seße bestraft werden.

ngender Grundlage: Keine Annexionen, keine Entkchädiaunnen «elbstbestimmunq der Nationalitäten. Die Entsck) ießung ver- lan !, daß Vejtreter der Athenexschaft al1er kriegführenden Län er an den c'riedenöverhandlungen teilnehmen, und erklärt, daß, faUS die ittelmächte es ablehnen soUten, auf dieser Grupdlage zu verhandeln, die britische Arbeiterschaft der Regterung beistehen werde, den für die Fortsehung des Krieges notwendiaen Mannschaftsersas zu erhalten, das aber, faUs die englische Regierung es ablehnen sollte, den Mittklmäckxten dieses Angebgt zu machen, die Vexsammlung sich verpflichte, der Durchfuhrung des MannschaftexsgFeseßes entf [offen Widerstand zu leisten. Der parlamxntanY e Mitarbeter der „Daily Chronicle“ bemerkt, daß d1e__groxe Alderthall dicht besest war und Tgysenöx keinen PZM smden konnten. Die Entschließung sxi emxttmmtg und begeistert aufgenommen worden. Aehn- ltche Entschließungen seten gleichzeitig in anderen Maschinisten- zentlen, bsfonders am Clyde, am Tyne, in Sheffield und Barron) angenommen worden.

7 Der Abgeyrdnete Noel anton sprach in Manchester am 25." Januar Über die deutschen Kolonien in Afrika uxzd fuhrte laut Bericht des „Wolffschen Telegraphen- burns“ aus:

Die dexrscbsuke AnskÖt in ngand sek, daß die Kolonien D-utijlgnd n1cht zurückgFeken Werden dürften, und man bemühe Keb, Grande der Pflicht, «bre, Moxal und imperialistifcbe In.:eresjsn fur ihre Einvexleibung in den britischen Kolonialdeßy avsfiabig zu machen. Sxaxt deffm solle man bkdenkeu, daß dLe Zurückdebanung der deutschen Kolonien mit dem Weltsri-dcu- mmexeinba: sei und das; England fichobereits zu dem Grundkaß: Keim: Anmxionen! bekam): babe. Ueberm-g werde ein Hauptfaktoc beim Friedepßfchluß Amcxika sein, das stä- „sichsylikb Annexwuen erseLe-x Und 6171 dön Grundsaß der offßemn Tur bestehen werde. Wenn die Entente nicht “tie dcxutscixsn Ansprache in Afrika anexkenne. wsrde der Kxieg weitergeben und Deutsek- layds*Bebauvt11ng,'daß es, e1nen VerteidigungOkrteg “fühxe, werde daun b“rcchtmt sein. UehijJSr-S würde dee Unterstellung des gekamten twpisch-u Afrikas. unter 111€ 1n7_exnattona12 chujrolw dix cine sabwue Demüti- gung für das dqucbe Souvsräuitätsgekübl bedenken 119111139, 1116 Sebwieriakenxn keineswegs bekeixtgerx. Nationaw Eißrsuchk lasse fich nicbt durcb einm FedersjriÖ aus der Welt sÖaffsn. Die beste Löiuna wäre die Ausdehnung der Grundiäße der Kongoakte von 1885 auf das gesgmte tropische Nfuka unter AufteÖtetbaltung der bestehenden Souvxranitäten, abgesehen von ;Kolonientaysch auf Grund gegen- seitiger Vereinbarung.

- Der militärische Mitarbeiter der Londtxner Wochen- schrift „The World“ steUt am 15. Januar fert. daß nach Zusammenstenunaen des „War Office“ die Engländer während der _zwei fehlgeschlagenen großen Offenfiven an der Somme und m Flandern über eine Million allein an Toten verloren haben. .

,

Rußland. *

Der Volkskomrniffar T ro 311 hat an den persischen

, Gesandten in St. Petersburg ein Schreiben gerichtet.. in ZEL?! es der „St. Peterßburger Telegraphenagentur“ zufolge e 8 :

In voller Uebereinsjkmmung mLt den Grundsätzen internationaler Politik, ww ste am 26. Oktober 1917 von der zweiten Versammlung der Räte Aütußlauds gebillwt wmden, etkräa d:: Rat der Volks"- beaurtragten das englisch=rusfische Abkommen vom Jahre 1907 als gegen „die Freiheit und Unabhängigkeit des pexßschen Volks ger=chtet uxd sur immer ungülrlg. Ebenfalls werden auß'r Kraft geseyt uud fur null und nichtig erklärt alle Verirxäae, die rot oder nach dem er- wähnten Abkommen abgeschloffen Wuxden und die in irgendeiner Hinsicht das pexfifche Volk in seiner Freibekt .und Unabhängkakeit Einschränken oder 'vergewangten. Glauben SW mir, Bürger Ge- sandtxr daß jede Schw1erigkeit, die dem pers11chen Volke durch die noch n1cht aus dem petfiijen Gebiet abgezogenen ruffiscb-n Truppm cxwäcbsi, gegen unfetxn Wiaen erfolgt und nur durch Unwissenheit 137: Soldaten oder durcb den fcblecbten Will-n der gegenrev luttonären Elemente im Oberbefehl entsteht. Jeder tusfiscbe Bürqer, der ungeseß- [Wer oder tober HandlungSweise aegenixbet petfifcben Bürgern angeklagt ist, wird mit dec ganzen Strxuge der revulutxonäken Ge- _ Die Regierung der Räte wird ihrerseits au1 dem Gebiete Yer internationalen Bezlehungcn ibr Möglichstes tun, um die vollstandige Räumung Perfiens auch Von den tütfiscben und englischen Truppen durtbzuseßeu. Wir hoffen lebhaSt auf das Kommen einer Zeit, wo die Völker ibrq Regierungen zwingen werken, den Gewalttäkkgkeiten gxgen das persische Volk eine Grenze zu setzen, und wo dieses frei die Kräfte seines Landes wird entfalten könren. Redenfalls erachtet der Rat der Volksbeauftraqten Beziehungen mit Persien, die au81chließ11ck anf dem freien Einvkrständnis und der gegensektigen Achtung der Völker aearündet sind, als statthaft.

--- Nach Meldungen der „Times“ ist eine Abteilung russi- scher Matr'osen, die steh qm 27. Januar von St. Petersburg nach ihren Scknffen an der finnischen Küste begeben woÜte, im Zuge von Weißer Garde beschossen worden und mußte mit vielen Verwzmdeten umkehren. In Uebereinstimmung mit den Plänen des finnischen Senats wird ein finnisches National- heer von 80 000 Mann gebildet.

Der Befehlhaber der Schuvkorpß in Finnland, General Graf Manner beim hat an die fmnische Gesandtschaft in Stockholm folgendes Telegramm gesandt:

Tornea, 29. Januar, 11 Uhr Avknds. ,eraanaek-e N&Üt und im Laufe des chpßtags wurden russische Soldaten in KLM, Kajana und Jlmola entwaffnet. In Sankt Michel wurde die Rote Garde gen:)ungen, fich zu ergeben. Die Anfübwr wurden gefangen genommen. Die Sckxußkoxps zeigwn überall gro en Heldenmut; fie nahmen im Sturm feuernde Batterien. Der am:)? in Gamla Karlebv War ziemlich heftig bis 7 Uhr Nachmittags, wo alles glückiich beendet war.

Schweden.

' Die finnischen Neglerungßvertreter, die Schwedens Hilfe erbrtten soUen, sind gestern in Stockholm angekommen und von dem finnischen Gesandten Staatsrat Grioenber? auf dem Bahnhof empfangen worden. Wie „Verliugs e Tidende“ meldet, gehen heute das Kanonenboot „Svensksund“ und zwei schwedisckquampfexx nacb qunland ab, um"," die "s ck W e 11 if ch e n Untertaxnxenzvon?;dort5abz,uxh.o.l_,en. - ; ; :

* ' “* Bulgarien.

.Der Ministerpräfident Radoslawow ist vorgestern nach Brest-Litowsk abgereist, um in seiner Eigenschaft als Führer der bulgarischen Abordnung an “den Friedenßverhandlungen teilzunehmen.

Die Friedensverhanvlungen iu Breft-Litowsk.

31. Januar. Heute wurde unter dem Vqrfi-ße des Ministers bes AMW GWF“. Czerpiu. .ekne„Sißung. der. _dMscbxös-xxxv reich sch-ungarl ch-x fisxhxn Kammisfion zyt N e g! l-„u :: d «r politischen un territorialenFragen abge alten.

'Und den Mittelmächten ein Friedens angebot zu machen auf

Erklämmg ab, in der er darauf binwiss, das; die heute in seine „Hände gelangten deutschen Mütter e'm angeb1ich von 'der „Pexersburger Telegraphen-Raentur“ stammendes Telegramm enthtelten, welches, wenn ihm Glauben _gesch_enkt wexde, auf den Gang der Verhandlungen in schlimmster Wetse ein- wirken könne. Darin werde der Schlußpaffus emer Rede angeführt, die er vor dem dritten Kongreß der Arbetter-, Soldaten“- nnd Vauernabgeordneten in Petersburg gehalten habe. Er habe tatsächlich dort einen Bericht_Üver dkn Gang dex Friedexwuerhandwngen in VrestYitomsk Mattei und habe fernen perxönlichen Standpunkt und den SZ.».mpunkt der Ab- ordnung und seinex Regierung zum 2111125121? gebxacht. Nach dem Telegramm bälle er angeblich gexagt, **,-T:“: rusxtsche Abqrd: nung würde ke'mext Sonderfrieden ab1chltekzcn, Diese Nachr1cht sei erfunden und. 112112 genau das Gegentxil von dem dar,_ was er gesagt habe. Die Vorfixzenden der Mc1“_x":21chifch-ungar1fchen und der deu11chen Abordnungen erklärten, [Ze würden de_n UZ- sprung der fragljchen Meldung feststellen lumen, worauf m die TageSordnung emgetreten wurde.

“„Graf Czernin wies darauf hin, daß die Kcmmékäon bisher kie Frase der ©2521!"vaan Habe, welche VN“! W1chÖÖLUUchCU Truppen beseßx seien. Er 1ch1age nunmehr Vor, zu vexsuckxen, eéne gewisse Klat- bekt uber das Gebiet zu schaff5n, das yon öt'xerrekMsxb-ungauscksen

„:uppen beseßt sei. Vox Eantrtit iu dxe Einzelbciten diescr Frage m3ch1e er bemerken, daß dicHerren ret ukrainixcben Aboxdnuug auf dem Standvnnkt stünkeu, fie hälten aüein und selbständig über diese anaen zu verhandeln und zu bejcylixßen. (Fr bitte daher den Prä- süisenten dex rufsänhen Abordnung, seinen STanvvunkt in der Z"- 1tänd19ke11s1raax xar-ulegen. Herr Troßki erwiderte, er exbeve im Namen JMS: Abordnung und der ruxsichxn Negkerung mit aUem Nach- druck Eiujpruch dagegen, daß die AOordx-ung ßer Kismet Rada steh auf den Standvunkt „LÜK, s1e könne ténitoriaLe Fragen ein- 121113 und selbständig lösen. Seine Nuffaffung werde heut: noch mehr untersjüxzt durch die Teilnahme von zwai Ve:t:eiern des Ex'kzüivauöscbuff-S der ukraint1chen Républxk m: Verbande der tujfixäosn Nbordnurxa. Di 9 sei dle foxmale Sciie, de.: age. WIS oke; maletixüe Sekte betreffe, so fsk e:- der Anficht, auf rund Verschiedene: NaÖrick-len, insbesoudkre auf Grund exnes Telegramryx, das er eben uhaltcn habe, daß 1311: ange einer Teilnahme der Abordnung ke: Kierver Nada an den Baester Verhandlungen mehr axs eipe ange der Vergangenheit aozufeben sei, denn als eine Flagö dcsr Gegenwart und der Zukunfr. Miaister des Aevßeru Graf Cdexuin xübxxe hierauf ans: „Ick glaube. daß in dessen Ax:- 1chauunaen zw11chen den Herren d-r ufrainisckpcn und dexPetets- 171"ng Wordnuvg ein entscbéedencr Widxrspruch besiebt. Die .Herren der rusßsÖen Abordnung Werden wir gewiß recht Nebenx wenn_1ch Wg.", daß es notwendig 111, diese _Fraße k1arzusteUsn. Ich wurde daher votschlagcn, daß wir baldwögléchft cine V:;Ufißung ab- bauen, wo diese in er“1er Livie zwischen den Regierungen von Petersbng uud „Kiew zu eutscheidende Frage bereinigt wird. Ick wochte nur zu meiner , Aufklärung um eins: Mitteilung bttt-n, wenn, wie ich m1ch erinnete, in den ersten Skyungen“ die Frage der jenifotialen Kompetenjabqremung zwischen Petexsvurg, und Kun» besprochen worden ist, so habe “(ck das so aufgetaßt, daß ck W) um

veUDaltete Rußlar-d xrmneu würds. Ich hatte ab:: mchcvnftanden, daß die Exenzeu der Ukraine gegsnübxr Polen Gkgknkmnd“ bt-„sonderer B-ratungen mit Petershmg skin müßten. Die Frage, die ich, mir zu stellen etlaube, aebi a1so dahin, ob der Standpunkt des Hérsm Vot- ßßepden dec 1u1fi (hsv Abordnuxg fich dahin zu1ammenfaff-n läßt, daß disc Ukraine über die Anaelegmöelten res selbsiändkgen ukraioiscben Staates, inSbesondere übe; deffen Grenzen, überhaupt nicht aüeialuytfchxicen kann ' Herr Trqßki entgegykte, es sei selbsiderständltcb. O_aß- wenn dte "uxxaine voUstänr-tg frei von Rußland als unabhängige Republik besmnde und weiter bestehen würde, fie nach der erfxxlgxen Jab- gtenzung alle Fragen ihres staatlichen Seins, also auch .jsnitonale Fragen, fe1buändm wüxde lösen können. Aber diejenige „ukxainßche „Negjetung, welche im Verbande der ru1st7chen Abordnung ver- treten sei, stehe auf dem Staadpuvkte, daß die Ukraine“ einen Teil der söoexativen Republik Rußlams bude, und :. deshalb sei es notwexdla dase diese Entscheidung exfolge auf »detnaugen- blickltcbcn tauäck11ch€n Gruudlage, ausgehend von dem Beschluss:, die rufstiche Revubkik födekaklv aufzubauen. Auf Ersuchen rxs-Staats- sekretärs von Küblmann gad hierauf Herr Troßki dyn.'-=-3nba1t des von ihm erwähnten Telegramms bekannt, wwnach dor. aYIkeblag- gybende Teil der Kiewer Garnison zur ukra1nischen Soijjxgierung ubergkgangen und die weitere Exißem der Rada nur nckch aan: kurzen Zeiteixxbeitan zu bctne-ffen few soll. Auf AnregunÉ-dxs Vor- fisenden wmde darauf beschloffen, rie Zus1ändtgkcit der uktqénischen Avordmmq für tmitorkale Fragen in einer morgen abz'u'bäl-„tennen Voüfißung in Anwesenheit der ukrainischen Vertretcr *w'c-"xtxr zu besprechen. -„;-,. , Zum Schluße der Stan erbat fich Herr Troykk das Wort zu einer Anfrage, in der er ausführte, er habexmß der Presse erfahren. daß dxr Staatssekretär von Kühlman'n'..an den polmschen Ministerprästdenten Herrn Kucharczeweki einen Brief gerichtet habe, in dem er mitteilte, er würde die Zttziehung eines Vertreters des polnischen Ministeriums zu den Friedensver- handlungen anregen. Er bitte um Auskunft, ob diese Frage bei einer der nächsten Sißungen angeschnitten werden würde. Staatssekretär von Kuhlmann verwies auf seine wieder- holten Erklärungen zu dieser Frage, die mit der Frage der Anerkennung der StaatspersönliÖkeit der besetzten Gebiete durch „dinussische Abordnung im Zusammenhang stehe. Er aab dex Yonnung Ausdruck, daß es möglich sein werde, die Frage *in nächster Zeit auf die Tageöordnung zu feßen. Der Ministex des Aeußern Graf Czernin fügte hinzu, daß er auch seinersetts eine Entsendung von po1n1schen Vertretern unter bestimmten Vorausseßungen auf das wärmste bogrüßen würde. Hierauf wurde die Sißung gefchloffen. (W. T. B.)

Kriegsnaäxrickzten. Berlin, 31. Januar, Abends. (W. T. B.)

Auf der Hochfläche von Asiago find erneute Angriffe des Feindes gescheitert. Von den anderen Kriegßschaupläßen nichts Neues.

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GroßésHaxuxsxtquartiesr, 1. Februar. (W.,T.V.) Weßlicher Kriegsschauplatz. Unsere Erkundunqsabteilunsen brachten aus den englischen

SHYUgen in Flandern Gefangene und Maschinengewehre zu

Bei dichtem Nebel blieb die Feuertätigkeit an der ganzen Front gering.

Italienische Front. p?!qu ber H,.ochfläche von Asiago lebhafter Artillerie- Vam Mynte hi Bax Bellq und Col y,el Rosso aus fekten „dix tgsienxr vierwal starke Kräfte“ zu neuer"! AULÜffen

an?. Sie * rachen jedesmal im euer vor den 11 terrei i . garischen Stellungen zusammen. F * s ck ckun-

kam

Vor Eintritt inx die Tagesordnung ' gab .Herr Troßki eine

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die (*Ich? bandeb, die dée Uk-caine und das von Peterc-xburg aus *