1918 / 29 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 02 Feb 1918 18:00:01 GMT) scan diff

F 9. Kosten des Schiedögertchis, Vorjcbußpklickyi.

Dq! Schieng-"icbt scßt dle Hööe feinst Kosjeu im SÖiedk- svrmb fest und emschKoet Liver die Vgteilang der Kosten unter den Parteien. Es kann seine Tätigkcit von der Zabluyg eines von dem Geschäftsführer bestimmten Kostenvorschassks adbängig machen.

§ 10. Zusicllung des SÖiedssprueU.

Der Geschäftsführer b1t den Parisieé eine von ibm beglaubiate Abschrift des SÖ'EDSPTUÖS dmcb eingxscbriebenen Brief mitzuteilen. Die föamliebe Zustellung und Niederlx'gun.; auf der Gcrtcbjss-“Hrcibexei nach den Votschriften der Zkvilvrozxßordnung e:fo.'gt nur, falls Ties von einer Partei ausdrücklich gewümÖt wiki.

§ 11. Zuständiges Gericht nacb §1045 ZPO.

Das zusjändig: Gericht im Sinne der §§ 1045 ff. der Zivil- prozeßordnuna ist für alle Byteiligt-n je nach der Höhe des Z'rütw-rtes das Amthericbt Beilm-Miirc oder das Landgericht 1

er u.

„8; 12. Ausschluß des Rechtsans auch bei Ungültigkeit des , Schiedßsprucbs. Wird ein Sch1edßspruch pom oxdentlichen Gesicht ausgehoben oder das Vollstr:cku--99mtetl Vkrsaqi, so in das Schiedsgericht von neuem anzurufen. D:“ Schied§r1chtar die an dem fxüheren V-rfabren

teilgenommen haben, smd von der * itw'nkung an dem neuen Ver-

fahren uicht ausgefchxonen.

Bekanntmachung,

betreffend zwangsweise Verwaltung ausländischer Unternehmungen. -

11. Auf Grund der Bundesratsvorordnungen vom 26. No- vember 1914 (RGW S. 487) und vom 10. Februar 1916 (RGW. S. 89) in V-rbinduna mit dpr Reichskanzl-x- bekanntmachuna vom 24 November 1916 (RGW. S. 1289) find unter zwangsweise Verwaltung genellt worden:

1) di d 7 11111111: n jiim-a Co nbxovk BiLWUU (Co. Ltd. 17" Manchmwi U-kö 'am H pf :*vorräte 117 Faith (Venvalt-r H vxnbändl-r E 11 kz-xomann iv X5» l)),

2) "as Fs1301t1-*n9ukschäit neh" Z bböcdgcn usw. ddr i2a1inschen Sa.:bangx-Qörm-n Ucale-xiix: und mei-ka BMM" m OdrkaMUl“101*-U(V Waber: Privatmanxn (Greg-r B'kkt'acx-tkr 17! Ob**«mmét..€xu).

13 Die für das Vsrmöqen des Nockiim Haiberstadt an- goordnet-x zwangswi'iso Verma1tung (oetgl. Bekanmmncbung vom 27. "Septymbkr 1917 N rchs-Anzeiqer vom 3. Okiobei 1917 N:“. 235) ist bexüg-ich deffen Bsieiligimg an der Firma N. Halversmdt in Miix-ckwn aufgehoben.

München, den 25. Januar 1918.

Königlich bayerisches Staatsministerinm des Königlichen Hauses und des Aeußern. I. A.: Der Königliche Staatsrat.“ von Meinel.

Bekanntmaäpung.

Anf Giund der NandesratWewrdm-ng mk Fernbakfuna unzudu- lässiger Pekion-n Vom Handel rom 23 Sp'kmber 1915 (Reichs- (651-461. S. 603) 111 du-ch obx'amnicbe V-i'fügtmg vom bxmtig-p T&M 5171 FWH. ZTMMSTMQUU. Hänzler in Frommer", «uch dw.“- Hxnkxl w.:t Lkbzns- und Futtxrmitieln jsder Ait nuiersagt worden.

Balingen, den 25. Jar-itar 1918.

Königliches Oberamt. Feu d e r.

Die von heute ab zur Ausaabe gelangende Nummer 16 des Reichs-Geseßblatts enthält unter

Nr. 6235 eine Bekanntmachung, betreffend Aenderung der Postordnung vom 28. Juli 1917, vom 24. Januar 1918, unter

Nr. 6236 eine Bekanntmachung, betreffend Aenderung der Podsischetckordnung vom 22 Mai 1914, vom 24. Januar 1918, un u," er

Nr. 6237 eine Bekanntmachung, betreffend Aenderung der Ausführungsbestimmungon vom 24. Oktober 1917 zu der Ver- ordnung über Zigareitentabak, vom 28. Januar 1918.

Berlin UU. 9, den 31. Iamxar 1918. Kaiserliches Poßzéimugaamt. Krüer.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allerg-nädigsi geruht:

den bisheriaen außerordentlichen Profeffor in der kaiholiscb- theoloaischen Fakultät der Westfälischen Wilhelme-Univerfität in Münster Dr. Dölger. zum ordentlichen Professor in der- selben Fakuliät zu ernennen sowie

dem Neaierungs- und Baurat Rosenberg, bisher Vor- stand des Eisenbahnbetriebsamts Z in Dortmund, und dem Baurat Ne chelt in Schleswi. bei ihrem Uebertritt in den Ruhestand , Charakter als Geheimer Baurat und

dem nvahnobersekrotär Krüaer in Insterburg aus demselben Anlaß den Charakter als Rechnungorat zu verleihen.

Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs bot das Staatsmi-istermm den Regierungsrat Riebmer in Lüneburg zum Stoüvertxeter des 1. Mitglikds des Bezirksausscvuiies in Lüneb-ng auf die Dauer seines Haupt- amts am Ziße des Bezirksausschusses und den Regierm-gorat von Graeoenixz ebenda zum 2. Mitgliede des Bezirks- ausschuffes in Lüneburg auf Lebenszeit ernannt.

F*inanzmiwisterium. , Zu Rentmeistern bei Kii iglichen Kreiskaffen find ernannt:

in Mayen der Regierunadsekrptär Braun aus Koblenz in 5 - . Gubrau der Regietuv UBbÜUpWÜffMbUÖbaltt-s Rompyke ,aus ; dutfen nicht, wre dies bei frischen Knochen aUaemein gestattet

Aüenstein, xn SPWUÜU der SUUC'ksckkkiäk Hein aus Guhrau.

Versetzt sin“: dic Nontmxoist-r bx'i Köxlileichen Kreiskcyssen: Mantel vo- Landwdyr.) (; W. nach Nimptsck), Weis von Ottweiler nacb LangMiÉUVÜTWÉ), Pt-Zke- von prottau U0ch Neutom1schel Tschusch fe vo Liivd-n nnch Lendgbeega W., Zibell von 511M- burg dach ""? cicnrvalde a. O, Wieters von Eichmege nach Rotenburg, Zi oe ßle r von Burgdorf nack)

Eschwege.

Ministerium für Handel und Gewerbe.

Verseßt sind die Bergrevierbeamjen, Bergräte Reinsch von Königshütte nacb Ratibor, Möizckeberg von Kattowiß nac?t Saarbrücken (für das Bergrevter OstZSaarbrücken) und Be von Saarbrücken nach Kattowis „(fur das Bergrevier Nord-Kattowiv).

Auf Grund der Verordnunq, betreffend die zwangs- weise Verwaltung amerikan scher Unternehmungen, vom 13. Dezember 1917 (RG '81. S. 1105) in Verbindung mit den Verordnungen vom 26. November 1914 (RGW. S 487) und 10. Februar 1916 (NG-Bl. S. 89) habe ich nach Zustimmung des Herrn Reichskanzlers über die Firma Emil

edel,;Inhaber Gebel und Pulvermann, in Berlin, Alte Jakob- straße 156/157, die Zwangsverwaltung angeordnet (Ver- walter: Handelsrichter Martin Loose in Charlottenburg, Syvel- straße 66). _ . Berlin, den 29. Januar 1918. Der Minister für Handel und Gewerbe. I. A.: von Flatow.

Ministerium für Landwirtschaft, Domänen u n d F o r st e n.

An Stelle des Geheimen Oberregierungßrats und vor- tragenden Ra's im Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten Dr. Oldenburg ist der Geheime Regierungßrat und vortragende Rat Kreuß ebenda ziim Mitgliede und Vor- sisenden des Kuratoriums der Königltchen Gärtnerlehranstalt in Dahlem ernannt worden. *

Ministerium der öffentlichen Arbeiten.

Verseyt find; die Negierunas- und Bauräte Denicke, bisher in Münster (Westf.), nach Cöln als Oberbaurat (auftrw) bei der Eisenbahndirekiion daselbst und Karl Sarrazin, bisher in Bremen, als Mitglied der Eifenbahydirektion pach Münster (Westf.) sowie die Regierungsbaumeister des Eisen- bahnbaufwchs Senffleben, bisher in Graudenz, als Vorstand des Eisenbahnbetricbsamts 1 (Direktionßmitglied auftrw) noch B-emen, Jochem. bisver in Eisenach. als Mitalied (auftrw) der Eisenbautodmkiion nack) Saarbrücken und Tütcke, bisher in Berlin, als Vorstand (auftrw) des Eisenbahnbetrieböamts nacb Graudenz.

Der Regierungsrat Knebel, Mitglied des Eisenbahn- Zeniralamts in Berlin, ist mit der vextretungsweisey Wahr- nehmung der Geschäfte eines R-ferentcn bei den Eisenbahn- abteilungen des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten betraut.

Der Regierungs- und Baurat Schilling ist von Lünen an die Regierung in Liegniß verseßt.

._.-.__-

(Fortseßung des Amtlichen in der Ersten Beilage.)

Yichtamtliches.

Deutsches Reich.

Preitßen. Berlin, 2. Februar 1918.

Die vereinigten Ausscbü e des Bundurats r Zua- und Steuerwesen und für In tizwesen sowie der Aus chuß fiir ZoÜ- und Steuerwesen hielten heute Sißungen.

Der Oberbefehlshaber in den Marken, Generaloberst von Kessel, hat nachstehende Bekanntmachung erlassen:

Die Ausstandobewegung, in der ein Teil der Arbeiterschaft vou Groß-Berlin noch verharrt, bceinträch1igt die Versorgung des Heeres und der Marine mit Waffen und Munmon.

Ick babe daher zunächst folgende Betriebe: . Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken in Maxtinikeufelde und Wittenau, ' ' 2. Berliner Maschinenbau AuG. vormals L. Schwarßkopff in Berlin,

. Y. Boisig in Berlin-Tegtl,

. Allgemeine ElektrizitäU-Geseliscbaft Fabrikén Hennigsdoif,

. Argus-Motoreugesellscksaft ia Verlin-Reiuickendorf,

. Luft-Verkebrs-Gesellscbaft in Berlin-Fobanuißlbal,

. Daimler Motorengesellsäjaft, Zweigniederlassuna

Marienfelde unter milit ärisibe Leitung gesiellt uud dxn Atbeitern dieser Be- tricbe aufgegeben, die Arbeit spätestens Montag, den 4. Fe- bruar 1918, bis Morgens 7 Uhr, wieder aufzunehmen.

Zuw'deibandelnde setzen sich schwerer Bestrafung nach den Vor1chriften des Belagerungogeseßeo aus; die Web1pfiicht1gen unter ihnen werden außerdem miliiärijch eingezogen werden.

1

Berlin-

Zur Vermeidung von Verzögerungen in der Aus- stellung von Saatkarten wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß aUe Anträge und Eingaben wegen Erteilung von Saatkarten aus Berlin, Charlottenburg, Schöneberg, Wil-

mersdorf, NeuköUn, Lichtenberg, Spapdau und den Landkreisen

Teltow und Niederbarnim an die Magistrate der Stadt- kreise und die Landräte der Landkreise zu „richten find.

Durch“ „Wolffs Telearapbenbürö“ wird darauf hinge- wiesen, daß die Rinderfüße nach der BundeSrateverord- nung vom 15. Februar dem Kriegsausschuß für Oele und Fette, Schadowsttaße 11) (Abteilung Knochenverwertung), anzu-

; melden und zur Verfügung zu halten sind. Die Ninderfüße

! vom 14. Dezember 1917).

ist,. über dan Ladentisch vexkauft werden (vergl. Bekanntmachun Der Rinderfuß rechnet vom Kn e

abwärts. Haut, Ficich und Sebnenteile dürfen vor der Abliefe-

?

1

rung abgyjrenm Mid für Zwecke der Volksernähxung verwendet werdon. Die Favriken zahlen für die Rind-*1füße 40 Ö für das Kilo frei Vexsandstation. Aus den Ninderfüßen wird Klauenöl eronnen, das Klauenöl wiid weiter veiarbeitet zu Torpedoöl. Einen E:saß Zr daß äußerst wichtige Roh- mateiial gibt es nicht. ie Anforderungen des Reichs-

marineamis haben fiel) wesentlich gesteigert. Des alb muß darauf geachtet werden, daß alle Rinderfüße reksjtlos ob- geliefert werden. Alle Gemeinden und Schla thofdirektionen müssen fich bemühen, die Rinderfüße gleich an den Schlacht- höfen zu erfassen und abzuliefern.

Die Bekanntmachung , betrxffetid Höchstpreis e für Spinnpapier aller Art forme fur apiergarne und -bindfäden, vom 10. Juli1917 Nr. 117. 111. 700/5. 17. KRA. ist durch eine Nachtragsbekanntmachung vom 1. Februar 1918 Nr. Raga. 1200/11. 17. KR. A. in mehrfacher Beziehung er- gänzt und abgeändert.

Zur Preistafel1 der Bekanntmachung vom 10. Juli 1917 find zwei Nachträge vorgesehen. Die PreiStafel 11 hat unter [13 eine andere Fassung bekommen; unter 1113 sind Nachsaß 1 und 2 fortgefaUen; 11132 und 111) 1 (Zuschläge) find ergänzt.

Ferner ist abgeändert der § 3 der Bekaqntmachung, de- treffend Beschlagnahme von Spinnpapier, Papier- garn, ?ellstoffgarn und Papierbindfaden sowie Meldep licht über Papiergarnerzeugung, vom 23. Ok- tober 1917 Nr. ])8 &. 1/10. 17. K. R. A. in seinem leßten Absaß durch eine acht-agsbekanntmachung vom 1. Februar 1918 Nr. Naga 1500/11. 17. K. R A. Nach die er Ab- änderung Pisti an jede8 &“??wa Liefetxun?lz vionbi? iidin-

ier, ergam, e to garn un ap er xt, a en Fcp weiter:jp Bedingung der Einhaltung bereits fesß

geseßter oder noch feftszuseßender Höchstpxeise oder sonst .,

vorgeschrieben'er Richlpreie geknüpft. Nach dem Inkraft- treten von Höchstpreisen düvfen höhere Paei e nur dann noch berechnet wenden, wenn der Belegschem oder reigabeschein für

die betreffende Lieferung spätestevs am Tage des Jnkraft- -

tretens der Höchstpreise von der Kriegß-Rohftoff-Abteilung ge-

nehmigt bezw. ausgestellt ist. - Der genaue Wortlaut beider Nachtragsbekauntmaäzungen ist bei den Landratsämtern, Bürgermeisterämteru und Polizei-

behörden einzusehen. ,.

Der Oberbefehlshaber in den Marken, Generalobersé ",

von Kessel bestimmt auf Grund des § 91) des Geseyes über den Velagerungszustand für das“ Gebiet der Stadt Berlin und der Provinz Brandenburg folgendes:

9" 1. Vom 1. März 1918 ab ist das Halten von vauspferken vetboien. Luxuspfcrve sind alle Pferde, die nicht für den Beruf, dei: Erwnb xder die Wirtrcbaft des Besitzers unentbehrlich fi-d. In ZweifelskäUen entscheidet rer Landrat -- tn Stadtkreiféq die Oils- poUzeibébörde -- endgüitig über die Notwendigkeit der Psndcbanuna und die Zahl der erforderkicben Pferde. “*

§ 2. Die Bestimmungen oes §1 gelten nicht:. 1) für die Pferde oer Mitglieder der regierenden deutschen Familien; 2) 1fit!: die Pretde der Geiaudten fremder, Mächte und des Gesaxidti axe- verionals; 3) für Pjerdc uvter 21 Jahren sowie fur ltere Fabien, die fich nach dem Gutachten des zuständigen Kreivtietarjtes

alu vet-

' WT nicht zu Gebrauchépfenen eignen; 4) für auoicbiie lich der

Na zucht dienende Pfetde, soweit der Befißec sie diybet

wenden; 5) für Rennpfeide (auch Trader). wenn der'Frierenswert,

nachwels1ich völlig aus dem Rahmen der bei einer willkürlichen Aus- h.bunq mögltazen Enijcbäotgung fällt.

§ 3. Zuwideibandluuaen gegen § 1 werden mit Gefängvis bis zu einem Jabxe, bei Vorliegen mildexnder Umstände mit Haft oder mit Geldstrafe bis zu 1500 .“ bewaff-

„Bayern. '

In der gestrigen S13ung der Abgedrdnététikäéömar '

ermiderte- der Ministerpräsioent voni Dandl auf eine Rede.

des Sozialdemokraten Segiv laut Bericht des „Wolffschen“

Telegrapheubüros“:

Der Hauptansicht! des Reichstags hat hinreichend Klarbext ge; schaffen darüber, was d e ReichSleitung und die Mevabeit der Volks- v itretung in den Jriedeußnelstagen will. Gegen das, was der K-nzlcr über die be! ischz Frage sagte, kann ein, berechtigte; Winrspruch wohl niFt ausg-Wroeb-n werden. (Lebhafte Zu- stimmung rechts und in der Mitte.) Ich, glaube nicht, daß wn: von vornhereIn alles preisgeben können in einen; Moment, wo die Feinde noch Forderunzen, stellen, die an die Leben!- notwendtgkelten des deuiicben Volkes rubren. (Stürmiiche Zu- fümmung.) Das wäre falschckDiplomatie. Nicht ann xionistisäoe e- stxebungen, ein Gewaltfriekea und Schwer1frirden ist das Ziel der Reichsleirung. Sie Will nur den Bestand des Reichs sichetn gegen U-be-fäue, wie wir sie erlitten haben. Ich bitte doch nicht immer Mißtrauen zu hegen, sondern Vertrauen. mö,«11chen Punkte und Beschwerden mit der jetzi„eu Streikbewegung in Verbindimg bringen. Ick danke Ihnen (zu den Soz.), wenn Sie 1th die Führung in die Hand nehmen. Ich hoffe, daß dadurch die Bewegung in ruhige Bahnen gelenkt nr-d oer Ausnand baldmögliädst iu Ende gebracht wiid. Die Streikvorgänae, inSbesondere in Verl

n, . find eine beue Freude für das Ausland. Auf iunerpolitischem (Hebie: wird alles geschehen, um die Zujagen der Reicbsuitung zu erfulien.

Die Warnung, die Polizei möge nicbt nervös werden, hat mein vou- kommems Einversiänduia. aber bitte, auf der anderen Seite auch keine Nervosität. (Lebhafter Beifall.)

' Polen.

Die volnische Regierung *hat der Presse eine Erklärung zugehen lassen in der sie laut Melduna des ,Wolffschen Telegraphenbiiros“ gegenüber den bolschewistisihen Ängnffen, die die Konstituierung eines polnischen Staateo-ver- neinen. den Wruen der Nation als bei der Entstehung des polnischen Staates entscheidenden Faktor unterstreicht und die Rolle der Zentralmächte als Hel er hervorhebt. Sie verleiht der tatsächlichen und re tSpolitischen Una b- hängigkeit des Königreichs von Rußland Ausdruck und erklärt somit em Referendum ür nichl not- wendia. In der von demokratischem Geiste erfü ten Erklärung,

die sich auf dem Grundsaß des Selbstbestimmungsrechts der -

Völker aufbaut, stellt fiel) die Regierung entschieden auf- den nationalen Boden unter außdaücklichem Hinweis auf die

souveräne Macht des Regentschaftsrats, von welchem sie ihre *

Befugnisse ableitet. Hieraus zieht sie den Schluß, daß die Regierung als legitime Vertreterin der nationalen Interes'kn und Anrechte als Friedensunterhändler vor dem internationaen Forum erscheinen müsse und als solche von den Kriegführenden und auch von den Neutralen restlos und formell anerkannt werden müsse.

Oefterreich-ngaru. ' Die unter Führung des Grafen Andraffy stehende unga- rische Verfassunaspartei und die unter Zührun des Grafen Apponyi steh-nde Vereinigte Unabh ngig elta- und_48er Partei beschlossen in gestern abgehaltenen Be- ratungen ihre Auflösung und ihren korporaiioen Eintritt in

Man dms nicht alle .

die auf Grund, des vom Ministerpräfidenteu Wekerle im Ab- aeordnetenhause Uexkündeten Pro ramms zu bildende uxue NealerUngsParLei. Fünf “Mtglieder der Apponykp'aitei haben jedoch erklärt, fich diesem Beschluss: nicht anzuschließen.

Großbritannien und Irland.

Einx Abordnung, hauptsächlich aus Schriftstellern und Journalisten bestehend, überteichte Lord Lansdowne eine Adresse in Anerkennung seiner dem Lande durch seinen Brief an den „Daily Telegsraph“ vom 29. November 1917 ge- leisteten Bienne. In einer Antwoxt verwahrte sicb LandS- downs, wie Reuter berichtet, gegen Jene, die in seinem Brief einen 'Ausdruck von Schwachmut erblickten, und erklärte, er und seine Frei'mde wären ebenso auf die Ehre des Landes be- dacht und ebenso entschlossen, daß der Krieg mit einem ehren- haften Frieden ende, als ihre läcmendsten Kritiker.

Was nun den Zweck ves leexes anbelangt, sagte Langdowne, so gab es izmet unsueu Besten Leute, die verwirrt waten, weil sie dke Ziele, fur die der Kcteg ?oxtgeseßt wexde, nicht kannten. Sie waren bedenklich, aber wenn man diese Stute von der Getechtigkeit del Sache überzeugt, werden siedls zum bitteren Ende arbeiten und kämpfen. (Beisaü.) Die Kriegszicle sind zwar inzwischen enjbülit wurden, ihre urlpxünglicbe Fafsung bedarf jedoch einer Erklärung. Ich habe keine Klaas eam die Repietuvg; wir müffm die Schwierig- keiten, in der,: sie fick) efi:.det, berücksiibtigeu. Glücklichenveise stehen wir in diesem Kriege nicbt al1ein, wir müßen unserer Ver- bündexen xdeuken und in den Zwa gUagen denen wir zweieros oeßenubn anden, mußien eilißft EntschlieÉungen getroffen und Verbindlichketten eingegangen Werden; das geschenkte Vertrauen mußte geachtet weiden Und _ich bm sic'oer, die allaemeine Anficht auszudtücken, Wenn 1113 es fur undenkbar halte, daß wirlirgendwie geaen unsrxe Verbundeteu, die rubmdoll an unserer Seite- g.kämpft bab;n, nickot loyal sein könmen. ch stimme iedcch mit“ ver Exk-arung _des Premierministeis vom 18. Januar überein, wox.ach er die Zeit fur getonmen bälk, unsere Kxieasuele ratzulegxn, die die BiÜigung der vernünftigen und gemäß gxen öffentliaben Meinung unseres und aiier anderen Länder finden Würden. Ick alaube, daß wir alle bereit sind, diesen schrfck1ichen Kri-g so lange fortzuießkn, bis wir einen klaren Frieden bekommen können. 2117er wir wünscksen, daß keine (Geleaenheit versäumt Werde, djesen Friedc-u nzber za biingeu. Einige 501th an der 'Meinung fest, daß ein solcher Friede durcb Verhandlungen erreicht werden kövne, audexe glauben, daß ex nur durch einen vollkommenen Siea entweder durä) eine entscheidende Kamyfdandlung oder einen Zersevungsprozeß "reichbac sei. Ich kenne jedoch keine maßgebenden Personen, die bereit Und in sagen, ein Hylifommener Sieg im Feld sei in Suhl. (Em Zerseßungxprozeß müßte sehr lange dauern, PLUVULU, die dieser Fmge jeh! viel Beachtung gesrvcnkt haben, meinten zwei Jahre. Wir müssen uns yvisteUen, was noch zwei Jahre krieg bedeuten, das Anwacbsen der StaatUWld, ble Kneipphkit an LebenSmixtel würde in eine nngeWnot ausgeben imd ein. LeidenSausiand in der ganzen "ziviifiertm Welt einneien. Darum müssen wir versinken, einen ebrenbaften, "dauernden Frieden dur :ichtiqen Zeit ou erreichen. Dex einzige Weg dazu 112, die I.;eieiniguncxiH aUer Mächte, keine Vereinigung eine: (Gruppe geßeti eine a-derc rvppe, dahin- gehend eden intetnatiqnalen Sire1t einer Art intematwrraleu Ge- :iÖtoboes xu überweinn m_id gegen, alle verbrecherischen wida. spynsiigeu Teilhaber Zwang anzuwenden. Die Tilnabme Denise!)- 1ands an einem so1chen Uebereinkommen würde die Beweidung des preußijcbeu Militarißmus bedeuten.

-- Jm Unterhaus e teilte der Parlamentssekretär Mac Namara mit„ daß ein Schiff bei der Ueberfahrt von England -nach Jxland gesunken sei. Fünf männliche, zwei weibliche Paffagiere sowie vier Leute von der Vesaßung und ein Steward seien ertrunken.

» In der Zeit vom 1. bis 10. Januar 1918 haben die Engländeksnach eigenen Veröffentlichungen 836 Offiziere und 30 752 Mann an Toten, Verwundeten und Vermißten verloren. Nicht eingerechnet ist hierbei der erhebliche Abgang an Kranken, der infolge der schlechten Stellungsverhältniffe der Engländer besonders hoch ist.

Frankreich.

, In der Kammer. verlangte vorgestern bei der Beratung des Geseßcnkkvurfs über die Vo1schüffe, die den verbündeten und befreundeten Regierungen aus den Mitteln des Staats- schaßes Ju machen sind, der Abgeordnete Grodet vom Finanz- minister Kioxz Auskunft über die Bezahlung der russischen Zinsécheine und fragte, ob der Staat weiter bezahlen würde und o dieser Entschluß der Kammer zur Genehmiaurza nnter- breitet würde. Der Minister erwiderte wie „Wolfxs Teie- graphenbüro“ meldet:

Die Regkerung habe exklärt, daß die finanzieUcn kapflichtunaen Rußxands unabhängig seien vom W-o'osel der Regierungsform. Die Realerana untersurbe oeaenwärtia mLt den stbündetm die Fmgr der Schuld und der A leiden Rufikands. Sobald au,:tmeine -Bc= schlüsse gefaßt seien, würde die Rgierung sie der Kammer aur Ksnntnis bringen. Die Neuseruug hege weiter Vertrauen zu Ruß- land, das für seine Schulden den anderen Länd-„rn gegenübxr ver- antworilech bleibe. Die Regietun erachte es aber als ihre Pflicht, in keiner Form die Bande zu lo em, die Rußland mit Frankreich vetbtnden, und habe bescbloffe'n, disse Politik wenn zu veifolgen. Die Kammer möae kazen, ob sie sie billige.

Der Geseßentwurf wurde mit 360 gegen 1.12 Stimmen

angenommen. Rußland.

Einer Meldung der „Daily News“ zufolge ist ein neues Attentat auf Lenin verübt worden. Ein ]unger Mann in Studententracht drang in das Smolny-Institut ein und nab Revolverschüsse auf Lenin ab, aber ohne ihn zu treffen. Der Attentäter wurde verhaftet. -

*- Die „Petersburaer Telegraphenagentur“ “meldet, das; die Städte Kertsch, Theodosia, Jalta und Orenvurg in die Hände der Sowjettruppen gefaUen seien. Vel Simferopql leisten 7000 tatarische Soldaten Widerstand. Weiter meldet die genannte A entur, daß fich die Truppen des Sowjets des wichtigen Bahnhofs von Bachmatsck) (Gouvernement Tschernigow)* bemächtiat hätten. Offiziere und adlige Unter- ofßziere hätten 1ch nach Kiew zurückgezogen, das von allen Seiten umringt ei. Da die Zentralrada das Vertrauen zu den ukrainischen Soldaten und Arbeitern verloren habe, errichte ste 'eine'Wei e Garde aus adligen Unteroffizieren und degra- dierten mssts en und polnischen Offizieren.

- Ein TeleÉramm aus Helsingfors an die finnische Gesandtschaft in tockbolm besagt, daß rusfische Soldaten und Rote Gardlsten die Mitglieder des Landtags und die Bank- direktoren vexhaftethaben. -. Troski und Lenin hätten gedroht, drei Regimenter na Wiborg zu senden, um das Schußkorps, die sogenannte Wei e Garde, zu vernichten.

“Ueberdio ildung vonReqierun en in Turkestan und Sibirien owie über die Wa?l enes Mufti im Kaukasus liegen, o[gende Berichte vor:

wie „Wolffs Te egraphenbüro“ meldet,

Auf dem Konqseß von Tuxkesian wurdcn gewählt: der Zivilingsuwur Tini! chbajew, Mitalied der zweiten Duma, zum Präsiremen und Minisiet des Jxmerv, der Adsoka't Schach A v m e d o w zum Vtzepväsidenten, T [ ch e ka ' e w zum Leiter der Abteilung für auswärtige Beziehungen, ad s ch aj e w zum Leiter der Abxeilnng fü: Man und öffentliche Sickierbeit, der Agronom Aggjew zum Minister für Ackx'xbau und Waffetwe en, der Vo-sißeude des Stadtrates lyon Hocksnd Kakmedow zum 1 e!- Pflegungßmlnister, der Advokat Hersfei 5 zum Fiuaniminii'éer und der Ak'vokat Uta)" ajew _zym Gehilfen des Minissexs des Innerp. Mit Ausnahme Hkrkjclds iind aüe MiigliLd-xr res Kabinetls Muscl- manen.

Irn Kongreß von Sibirieu wuxdm gekählt: Potantis zum Vmfisenven der Voriäufigen R-aietung von Sibietien, Buket- bauow, Derberv, Ku1uxew, Nowosielow und Vapor:- scbiuski zu Mitglikoern der Rrgkcrung, der General Karakowski

' zum Kriegsministex und Za krow zum Leiter des Devmtements des

Innern. Alle Pwteim bis zu den maximaiististben Soxialisten sind in der VVLTÜUÜJLU Regietung vertrxéen. Bukeibauow 111 Muielmane; er war vor der Revolution Mitglied der Kacettcnvartei. U-bercics smd Bunjaten, Jakuten, Kirgiien sowie die iibrigen Stämme Sibiriens in der genannten ngierunq vertreten.

Im nördlichen _Kaukasus wurden auf dem dort Versammelteu axlgemeinen muselmaninben Kongreß dcr Uleima Neidicbmeoine Effendi zum Mufti mit uuSgedebmen LéoUmackUen zur Anwendung der Scheriatsvorscbiiften erwählt.

Türkei.

Die Regierung und die Kammer beschäftigen sich dem „Tanin“ zufolge eingehend mit der Frage der Handels: schiffahrt nach, dem Krieae, insbesondere_ mit der Be- wältigung des Verkehr:; in den heimischen Gexväßern durch eine infolge der Aufhebung der Kapitulationen leicht entwicklungs- fähige einheimische Handelsßotte. Eine Schwieriakei1 wiirde Ydock) in der ersten Zeit ingvesondere dadurch enisteben, daß ein

eil der vor dem K iege vorhandenen Handelsschifse während des Krieges vetsenkt worden ist. DLBHÜW habe der Vautenausschuf; der Kammer bei der AusZarbeitung ch GesetzentwurfS über die Küss“?- schiffahrt, der die Einteilung der türkischen Gewäffxr in mehrere Zonen vorsieht, die Beifügung aufgenommen, daß auch fremde “Schiffe für bestimmte Zeit in einigen dieser “Zonen dieselben Rechte genießen werden wie die türkischen. ?ndererseits ae- währt das Gesetz aewiffe Vorrechte und Freiheiten fiir die Er- richtung von einheimischen Schiffsbauwerften sowie für Einfuhr von fertiggebauten Schiffen aus dem Auslande.

Die Regierung hat der Kammer einen Geseßentmurf vor-

elegt, in dem Kredite angefordert werden zur Piüfung der Frage der Herstellung einer Brücke und eines unnels, die Europa mit Asien verbinden sollen.

"Bulgarien.

In der Sipurig der Sobranje am 30. vorigen Monats hielt Ministerpräsrdent Radoslawow eme Rede über die Krie Sziele Bulgariens und dessen Teilnahme an den cFriedenßverhandlungen mit Rußland.

Laut Bericht der „Bulgarnchen Telkgrapbenagentur' wias der Miriiteipräfioent darauf hin, daß alle Vöxke: sebnsuchtig den Frieden :iüiijchten und daß auch die Bulgaren ibn anstrebtev, aber einen e_bxenvouen Frieden woliten, der ihre nationale Einheit b-seaele. Diese nationale Einheit bilde ibr einziges Kriegözies. In der Tat, wenn Bul;'xarien den [Emyrzltebm Opfern, die "es im Kriege ertrage, zustimme," so geschebé dies, um alle seir-e zerstreutm Stammes- teile zu eincm einzigen Staßt zusammenzufaffen, der das bulgaxiscbe Volk in seinen exbnzgrapbiscben Grenzen vereinigt. Bulgakien :echue also mit dem Anschluß dk! Dobxudfcba, dcs Moravalaudes und Mazedoniens an das Mutteriand md stehe keineswegs im Wtketspwth z:?“c Frkedcvswrmel: „Keine gewaljsamen Wbietßetwerbnnaen und freies “Helbiihestimmungs- reÖT- 11er Völker"; dcm: die Bevöikerung der «wähnten Gegenden babe säkon zu wiedethouen Malm ibr bulgaris-hes Volkstum" sowie dßu WiUen bekundet, ibi: Nationalität zu bewahren. DE: Getckoichie Bulgariens sei mit einem Wo:! nur eine iaage Reihe von Kimb- ae-bungen dieser Art. Die Verwirkliäpung _dieses nationalen W*l]ex-.s habe die bulgarisch Abordnung in Brest-Liwwsk zu ver- teidigev, und das habe sie bisher mit Erfoig gktan. Der Mxmster. xräßkent verlas eine vor einiger Zeit g-meldete Depesche, die bekannt «ab, daß die ruisiiÖen Abaxordneien selbst Vorgeschlagen bäktew xu e1klätev. daß der Kriegxwisckxen Roßlau!) _und Bulgaxixn beenket und der Zustand Vor der:: Kré-eae wisdeibergesteUt sei. .Die'se Depexche w-nds", so evklärie dcr Miwsjmyräfident, „don einigcu iäksch1ich ais FrxedenSsÜZuß QUUMLEM. Zn Wirkjichksit Wurde der rutfixckse Vm- icblag grundiäFich avgynowmen. Er wird im Friedsuévcitrag, der die acgeuwärügin Verkmndlurgcn zwitch-n dem Vierbuud uno Rußland beenden wird, be!!“ätiizt Weidxn'. Der Minister- peäfivent wiederholte die Geich1chte dsr Veröandlung-xn, WOÖÜ er die Schwiecigkeiien betonte, bis fia“; aus der Unglxicbartigkeit der gegnerischen Aboudnuugen ergebxn, die niÖt eineinztges Lind, sondern eine Gru pe ur-abbängisxer Repubükan Vertreten, gab jidochider festen Houung Außdruck, d»-ß die thandlungen schlieioiicb zu einem Sondermeden mit Rußland führen wetdkn, der die Wiikung haben werde, Bulgarien dam allgemeinxn Frieden näher zu bringen. Bei der Besprechung der Verteidigung der bu1- gariicben Iuiexesien auf der T_aguna kn Bred-Litowsk «klärte Radoslawow, dag die l'ulaariioven Anspxüche betteffs der vatio- na1enEinbeit keinsswegs Hindxrnissen begegnen und einxu_wesent- 11chen Punkt des Programms der verbündeten Staaten Oesterreich. Un art: und Deutsch1and bilden. (Fin Friede obne gewaltsame GeJieLSerweiterung beeintkääptige in keinem Fall und in keiner Weise dle Einheit der bulgarischen Nation, und die zur Veiwi-klicbupg 'vi-ser Einheit notwendigen Gebiete seirn von den Verbündefen aewäbrleisiet. Bulgarien erfreue sich ei::er aukgkzxichnetcn Stellung im Bunde. . Es kenne die Rolle, die ihm zufaUr. Eg wkffe aueh, das; es in diesem Bündnis nacb Jnleresicn sehe, die andeis wären, als die seinen, und daß folglich das Kriegsende nkcht nur von seinem Willen abhänge-

Nach der Rede Radoslawows, die vom Hause beifälligst aufgenommen wurde, ergriffen alle Führer der Oppofitionß- gruppen das Wort, um den :ückhaltlosen Beitritt ihrer Fraktionen zu dem von der Regierung vorgetragenen Programm der nationalen Einigung auSzusprechen.

Amerika.

Das amerikanische SchiffSamt teilt nach einer Reutermeldung die Ernennung eines Ausschusses mit oberster Ve ehngewalt über die amerikanische“, veibündete und neutrale S iffahrt mit, die aus den amerikanischen Häfen aUSgeht. ES wird ein Sckolffabrtskonzern gebildet werden. Die für Uebersee bestimmten Güter werden quf dazu geeignetx Schiffe verladen werden, gleichviel, ob es sich um amerikanische oder verbündete Schiffe handelt. Mit Hilfe der Eisenbxhnverwaltung wird das SchiffStxmt eine Reihe von Waren auf die südlichen

äfen verteilen, die bisher den New Yorker ?afen hemmten.

ie einlaufenden Schiffe werden auf drahtlo em Wege nach denjenigen Häfen gelenkt werden, wo Güter von großer Wichtig- keit auf die Verschiffung warten.

Auf einer Besprecbixna zwischen dem Scha 'amtssekrctär McAdvo und den Parteixührern deSKongre ses wurden,

obiger Quelle zufolae, Schritte für umfassende finanzielle O erallonen im ( usammeuhaiöge mit de_n Kriegszlelen er- ör ert. Man kam (1 erein, am kontag gietchzeing in beiden Häusern des Kongresses ein Verwaltungsgeses_ zum Zwecke der Errichtung einer Kriegssinanzgesellschaft mit einem Kapital von 500 Millionen DM:" einzubringen, die Unternehmungen der Privatindustrie finanzieren soll.

Kriegsuackzrichten. Berlin, 1. Februar, Abends. (W. T. W.) Von den Kriegsschaupläßen n;:I-„its Neues.

Großes Hauptquartier, 2. Februar. (W. TB.) Von den Kriegsschaupläßen nichts Neues.

Der Erste Generaiquartiermeister. L u d e ud :) r ff.

Oesterreichisch-ungarischer Bericht,

Wien, 1. Februar. (W.T. B.) Amtlich wird gemeldet: Oestlich.oon As ia g o stürmte gestern der Italiener vier-

mal gegen unsere neuen Stellungen. I e d e r A n g r if f scheiterte bereits im eianen Feuer unter schwersten Verlusten fiir den E egner. Unserer Artillerie ge- bührt bei diesem Erfolge besonderes Verdienst.

In den Kämpfen am 28. und 29. haben sich das Eger- länder Schüßen-Negiment Nr. 6 und das Landsturm-Regiment Nr. 6, das Pilsener Schüßen-Neaiment Nr. 7 und das mährische Landsturm-Neaimenk Nr. 25, das 3. Bataillon des 2. Regiments der Tiroler Kaiserjäger sowie die Tiroler Landsturm-Bataillone Nr. 168 und Nr. 171 besonders aus-

gezeichnet. Der Chef des Generalstabes.

Bulgarischer Bericht,

Sofia. 31. Januar. (W. T. B.) Bericht über die Kriegs- handlungen am 30. Januar.

Mazedoniscde From: Zwischen Obrida- und Prefix":- See und an der Cervena Stena, an verschiedenen Pun ten im Cernabogen und auf beiden Seiten des Dojransees war das Artilleriefeuer heftiger. Oestlick) des Butkovosees Yrstreuten wir durch Feuer mehrere Erkundungsabteilungen.

n der Gegend von Bitolfa und im Valdartale lebhafte Tätigkeit in der Luft. Nach einem Luftkampf nördlich von Vitalia schoß der deutsche Vizefeldwebel Fizeler ein feind-iches Flugzeug ab, das hinter unseren Stellungen_abstürzte.

An der Dobrudschafront Waffenstillztand.

Türkischer Bericht. ericFbétiamstautinopel, 31. Januar. (W. T. B.) Amtlicher

Die Lage ist an allen Frontenxunverändert.

Der Krieg zur See.

Berlin, 1. Februar. (W.T.B.) Im mittleren und westlichen Mittelmeer wurde in [ester Zeit besonders der TranSportverkehr nach Italien und rankreich gestört. Dabei wurden 5 Dampfer und 1 Seg er mit über 23000 V.:R-T. versenkt. Die Dampfer waren bis auf einen be- waffnet und meist tief beladen. Die Mehrzahl wurde in ge- schickt durchgeführten Angriffen aus stark Richert“; Geleit- zügen herausgkschoffen, darunter ein großer „uppentransport- dampfer, der unter starker Zerstörerbedeckung fuhr, also wohl besonders wertvol] war. Der versenkte englische Segler „Maria P.“ war mit Wein nach Malta unterwegs.

Der Chef des Admiralsiabes der Marine.

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Gegenüber den Arbeitseinsicllungen in Groß Berlin hat, wie „W. T. B." berichtet, die Regierung von vornherein den Standpunkt vertreten, daß sie nicht in der Lage sei, mit einem von ausständigen Arbeitern, ohne jede geießlicbe Grundlage gewählten .Arbeitcrrat' in Verhandlungen über politische Fragen einzutretén. Dagegen hat sie stets ibn: Bereitwiüigkeit bekundet, die Lage mit den

olitiscben undgewerkscbastli-Öen Fübxem der Arbeitersckoaft zu erörtern.

iekeu GrunUäßen hat am Donnerstag auch der Reichskanzler bei elner Sespreckzuyg mit den Abgeordnstm Baue! imd Schmidt Ausdruck aegeben. Er erhielt indcffeu bald darauf ein von den Avgeordneten Ebert Haase, Ledehour und Scheidkmann unterzcsitbnetes Telegramm, woxin diese exsuchten, zusammen mit fünf Funktionären oer Gewwkscbafts- organ11ation, die von den Aussiändigen als ihre Vertrauenspersonen bezeichnet worden seien, vom Kanzler eü-viangen an werden, und zwar zunächst zur Erörterupg des VerMmmqusreÖLß. Da dieses Er- suchen mit der oben varßelegten grundsä314ch2n Steüunanabme der Rxgierung nicht in Einklang zu bxixxgqn war, ließ der Reichskamier mit dem Vorscbkaa erwidekn, dzß an der gewünschirn Be- sprechuug je :wei Vextreter der beidem sqzialdemokrmisäyen R-iÖO- taasfraktionen und der Geneialkdmmiijion der Gemerkscbaften teilnehmen sollten. Er steine zugleich anheim, den L item der gewerkschaftlicben O?ganisation zu ihrer Unterstützung noeh dxei andere Vert-etet der Genomksikaften beizuseben. Die Wegenséite ging jedocb darauf nicht ein, sondern schlua nuvmebr vor, die Ab- ordnung aus je zwei Vertretern der beiden Reichstagsftaktwnen und aus drei der in dem oben erwähnten Telkgramm bezeichneten Gewerk- 1chaitofunktionäre xusawmenzuseßen. Unie! den beiden Mitgliedern der soziaidemokratifäjen Reichstaasfraktion sollte fish der Aba. Bauer be- finden, der War der Genetalkommission der Gcwnkscbasteu angehört, iedoch a1s V“rtreter der P-rteileitmg an der BeLvrecbaug teilnehmen fonte. Die vom Reichskanzler vyxgeiiblagenk Zuzie ung besondern Ver- treter der Gewerkscbaitsleitung toute "mitbin unterbleiben Der Rsich- kanzler konme sich mit diesem Vorscblaae nicbt einvexsjanden erklären, da die so zusammengeseyte Abordnun sich wiederum an eine von der AusstandsleUung b vollmäcbilgte Ver erung der ausständigm At iter darstellte und ni 1 als Vertretung der Arbeiterschaft in km Gesamtheit. Infolgedeffen hielt der Reichskanzler an der Antwort frstJ die ex auf das obk'n erwähnte txleg'apbiiche ErsuÖ-u gegeben hatte. Von der Gegenseite wurde jedotk erklärt, daß unter diesen Umständen auf den Empfang der Abordnung ver-

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