1918 / 37 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 12 Feb 1918 18:00:01 GMT) scan diff

Isi dn Aniraglieüxr in dem 5217 münixlicben Vcrßandlunq an- beraumten Termine 1178 1Lch1ze11ißer Ladung nicbt g-bo ig vertreten, so wird gieich1vob1 in der Sache ve1h11.dxli YUV beichios::1.

§ 12 Zu ker Vkrbavklnnä wird ein €christiüirer 1111713911611, dsr WU oxfisenxen durch Ha ?scbiag ar: (31651191 111 treuer und gewiffen- hafter Jubmng 1217.25 Amies Ve-psliibiei WW. „6 13 [me I?)? YersinnkZmiz begimvt 1111 81-021 N-11rag 111111: die Sach- ; e e, *1 ianung LllOl 1 unter 2511711 111111 de' -'-e“a1r*'en Inhalts des Verfahrens. .; jr“ ck g o „. 14

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Auf die Exledmmig dcs Zeugen. uud SachversiändigenbeWeiles sowie auf die sonsjigen Arten dcr Beryeipaufnaixme finden die Vor- icbtifien der Zivilprozeßordnung kntsrrycH-énde Anwendunß. (Frioliik eine _Veryeisaufnahme d111ch gericbtiiii-cs GIÜUÖM, 19 MW? Uk §§ 153 bis 162, 166, 167 des Ge:iÖiLveriosiungsgk-ießes 11061: Rechts- hilfe entsprechende AUWerdm'g. W111) kin Mitglisd dss Reich1au§- 1chuff1_s mit dsr BikoéiYuinabme beaxiiiUgi, so kann die cikesstak'k- Ei??! Yerpfltchtung des Schrifxfübrxis dutch das beauftragte Mitgiied *. xi * _ Vor Zusammeniritcn dcs RNZÖAUUÖUffZS kann der VOTÜLLUÖL jederzeit von Amts wegen oder aui Acitiag Erhebungen Vsranitaitcn.

§ 15 Ucber jedLVUbandluna ili eins NicderiÖriit aufzunehmßn. Sie Toll Ort und Hag d-*r Vkrbandwna, dic Beisiligien sowie die bei dcr Verhandlung Mitwirkenden Peisonen bxzciämen, das Ercebnis der Yerbandlunaen enthaiien und Dom VorsiSendkn und dem Schrift“ fahrer untexschriebén werdkn.

_ § 16 DC!“ Retéhsaysiäöuß, 171): skincm Zusammenir-ixn der Vchßétksk, kann den Beteiligten aufgebxn, binnen einxr 5111111111118?! Ftiit Tai- sach-n und BcwÜSmiitel, aui die fich ihr Anima 111121, 1" MMU Schrifisas am:!gcben und U1kunien sowie anßke Bciveismittel wor- LULLLZM, oker ZIUJM zu gestylism. Viki Veriäwmung der Frist kann der Keich9au2schuß nach Lage dex Sache bxschließen.

_ K* 17 Der Reichsausfckuß isi 111211) 1181111: Crmefisn in den ihm ge- eikznet ersch.i1'endkn Fällen befaßt, obne weiiereErhebungen auf Gxund se ncr Geschäfjserfadruvgen Bescbkus; Zu iaffcn.

§ 18 Bei der Abstimmung sicli: oer Voxfißcuie die Fragen und [ammelt die S1immen.__ Bilden 11179 in Béziebung auf Suaimen, xder die 111 "besäzlicßxn iss, mei): ais mei Meinungen, dzrcn keine die JFYY; Filmscb h_cii, s;)" wedt_d-,-n dieÖ_für die größte Summe ab- men en nr 1: 3111111 ,t 21111 ere ab ? ebenei :) lange hinzugereckynet, bis sich eine Meb1heit cZgibié ;; ö L ' Berlin, den 7. Februar 1918.

Der Reichskanzler. In Vertretung: Freiherr von Stein.

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Bekanntmachung,

beireifendLiquidation französischer Unternehmungen.

188) AuFGrund der Bekanntmachung, betreffend Liqui- dation franzosrscker Unternehmuziqen, vom 14. März 1917 (Neich_s-Geseßbl. S. 227) habe 1ch die Liquidation des in der Gemeinde HSL)_1UJLU belegenen Grundbesißes des französischen StaatPngerrigen Guy de Wendel ana-eordnet. (Liquidator: Oberburaermeister a. D. Haumann in Cöln.)

Berlin, den 5. Februar 1918.

Der Reichskanzler (Reichswirticka iSami. Im Auftrage: von Jonquléfres. )

Bekanntmachung,

betreffend Liquidation britischer und fkanzösischer Unternehmungen.,

149) _Auf Grund der Verordnung, betreffend Liqui- dation briitscher Unternkhmunaen, vom 81.3101 1916 (Reichs- Geseßbl. S. 871), und der Bekann1machung, betieffond Liqui- dation französiicher Unternehmungm vom 14. März 1917 éReickJZ-Gesesbl S. 227), habe ich die Liquidation von im ranzosis-Yem bezw. enalischem Eiqutum stehenden 111113911121th lar_1d- und forstwirisÖaftiickze-n Grundbosiß in den Kreisxn Er- stem, Hagenau, Molgh-im, Sck)let1st.dt, Straßmurq-Stadt, Straßbum-Laud, Zakyrn Ailkirci), Colmar,Gei11veiie1, Miil- bauien, ?)kappo-tsmeiler,LB01chen, Diedxi-iwfenOst, Diedsnhoicn West, Forvack) und Saargemiind (Elsc1ßLothringen) an- geordneu

Berlin, den 9. Februar 1918.

Der Reichskanzler (Neickpck-wirischaftsamt). Im Auftrage: von IonquiSreS.

Bekanntmachung

über den Nbsaß und die Preise für Muiiersäfte und Fruchtsirupe.

(F1 Y_uf GZUUFFser VerorqunZ über die Verarbeitung von

emüe 1111 1 vom ..?, amiar 1918 Nei S-Gee bl.

S. 46) geben mir bekannt: ( ch s 3 14.

1) Snwxxit sicb Frnézisäfie (111111111 11511? Und Fru tilt * 11 Jahrgänge. bereits im Groß- und Kleinhanxel bifindeéx, sikiZtain Absaß fkéi- _ „.

" 2) 21116 andsren“ Fruchtsäfte (Muiicxsäfte und Frucbtficupe) durfen bis auf weithe's nur mit unserer besonderin Genehmigung “b“"sWthiMZis 11 F“ M 1 (111

31 * em 5.13 115: ru iäie “' uttsrsäiie und ru 1 ' düxfen die unter 13 festßesesien Preise 1111171 überschritten YetYeÜMW

: 13. 1. Beim Absaß duxcb den Hersisller für je 100 kg.

3. Mutiersäfte: ]) Brombeer-, Ecdöser-, Hiuxbeer- uni- Preißelbeermuitaxsait

_ _ 236,10 «17- 2) Kirschmutiériaii . . . _ . . , . . . 244,05 .“ 3) JobanniZÖEkk- 11111) Sizclpelékcerumitxisaft . . . . 249,65 „11?

4) Heidelbeermuiiersaft . 237,- „15 b. Frucbisirupe: 1) Nrou1bxsx-, Erßbeer, Himbexr- und PreißxlöM-

ficx-p (40 Tsile Muttersaft imd 60 Txila Zucker) 2) Himbexisirup (35 Teile Muiieriait und 65 TR:

“1 3) Klisckfikup:

174,65 .“ 168,25 «46

11. 40 Teile Mutte1i-Ili zu 60 Tsilen Zucker . 178,05 «111 1). 35 Teile MuttetsUft zu 65 Teilen Zuckar . 171,“- 1,16

4) Jodanniäbssr- und SiaÖexkkersirup (40 Teils Muitcisait zu 60 Teilen Zucker) 180,25 ./16 175,20 ck16

Z ck50) Heidclkxeifixiip (404221112 MuttNsafi zu 60 Teil.".ß :: T's . . . . .

Dic H4rsi€lix1111911k ixxrlécban 11:1) aussäyiici'liäy Verpackurg ab Station des Frzkxgcis. O

11

1,1. 2111111 9111111111111 dix Kleinbändier (kaßbqndcis-

vr?i“ic)1Ürje100 112. 1) Brombe-1-, C1d51xrq Himbeer; unk P1eißcsbecxsirup (40 T-ike Maimsast zu 60 T-11e11_:i!!ck_-'t) 201,10 „46 2) Oxmvxkxsirkxp (Zo Teiie Mutiersaft zu 65 Teilen Zei-Jlkl) » . 196,50 “NO 3) KirlÖÜruv (40 2.511: Ylutietsaft zu 60 Teile.":

3.111.) . ,_ 204,75 „16

41 KixsÖsiTUp (35 Teile Multiriast zu 65 Tkilkki Zuck?!) 196,65 „76

5) Zobanviébsx1-_ 111111 Sixckyelbeeksiiup (40 Teile _ _ Maiteriait 311 60 TéiiéI Z::cker) . 201,50 ck15

6) Heideibceisixup 140 Teile Muttersaft zu 60 Tciisn Z11cker1 . . . . . . . . . 201,50 «15

111. Beim Absatz durcb die KleinbäudTer

an die Verbrauckyxr (Kleinbandelspreis) für 114;

1) Brombéer-, COZMO, Himbker-, Preißelbker-, Knick:- Jübaimiäbe-xr-, Stakh-ib-Lx- und Döideibesixup (40 Teiie Muiier- fast zu 60 Teslsn ZWS) _ _ _ _ _ 2,55 „66 2) Himbecr- und K111ch11rup 135 Teile Muttexsafr zu 65 Tsilkn Zucksr) 2,45 .“

Beim Abs.“;xz der 40 prozeniigxn Sirupe in Avoibeken in Mengen Von 100 J und weniger dürfen für je 10 L 2,8 „H gerechnet

Mrden. , 75151 W: Verkami in Fiaicben, die einen halben bis zwei Liier

eniba'itün, darf ein Aufsäzlag bis M 0,65 „15 für die Flasche erhoben werden. Für kleiyere PÜÜ'U'LJL'U ist em enisp1€chend geringerer Auf-

schiag xu ie1ech11111. __ __ _ 117. Die Vorsteßcndkn Prxiie fur Muiterlafi: und Sirup? gelten

zu-Zieich ais Grundwxise ft.: andere aus Muttersäfien imd Sirupen

l):rgki"1elltx (ETZSUJMUS. _ 'C. Diese Bekanntmachung tritt mit “ccm Tage lizrer Verlundung

in Kraft. Berlin, den 4. Februar 1918. KriegQgeseUfchast für Obstkonierven und Marmeladen m. 11.13. Kissin. Dr. Lehmann.

_-«

Bekanntmachung.

Die am 20. Juli 1917 gegen die Meßgereiinbaberselzefrau Margarete Blank in Nürnvixrg, Füiköeriiraße 196, ange- snrocbene Untersagung" des Hßndeis mit Fleisch und Fixiscbwarén wird [191111113 J 2 N61. ][ der Bundesraisverorixmng vom 23. Semeber 1915 1115-81 die Fernhaliuvg unzureriajsiger Personen vom Handel auigehob-Zn.

Nürnberg, den 1. Fcbruax 1918.

Siadtmagilirat. Dr. Geß [ er.

Bekanntmaéhung.

Der am 1. Mai 1862 zu ngcrensee, Freie und Hansestadt Lübeck, gxborenen Ehefrau Dorotiyea Maria Sophie Möller, geb. Reber, wovnbait in Lübeck, ist auf Grund der Bundeöraisvet- ordnung zur Fernbaltuxig qUzUVerläsiigex Personen vom Handel vom 23.Sepiember 1915 der_Oandel mit Fleisch und Fleisch- Waren jeder Art unterjagt wordxn.

Lübeck, den 9. Februar 1913.

Das Poiizeiamt. J. A.: Ahrens.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Aüergnädigft geruhi:

den Amisxichter Kranz aus Köslin zum Regierungsrat zu ernennen,

den Studienräien Professor Keferstein und Profkffor Söhle im Kadethkows den Charakter als Geheimer Studien- rat zu verleihen.

Seine Majestät der König haben miiiels Aller- l)öch1'1en Erlasses vom 4. Februar 1918 die Einberufung do?- Vrooinziailandtags der Provinz Posen zum 10. März 1918 in die,S1-.1dt Posen zu genehmigen und den Ove1präside11ten von EisenHarj-Rothe dasclvst zum König- lichen Komm1ffar, d1-11Prinzen Wilhelm „zu Stolverg- Werniqßrode in Wan, Jéfißer der Herrschaft Nadenz im Kreise Koschmin, zum Marschal], und dsn Landrat, Geheimen NegierunaMat von Scheele in Kempen zum Stellvertreter des Marschalls für dissen Landtag zu ernennen geruht.

Seit Ende des Iahrxs 1916 ist von MS auf den Antrag zahlreicher Gemeinden (Gutsbezirke) widerruflich genehmigt worden, daß bei Erhebung der direkten Staats- und Kommunalsteuern die im § 7 der Verordnung, betreffend das Vermaitungßzwangsvexfahren, vom 15. Novamber 1899 vorgeschriebene Mahnung nicht durch Mitteilung von Mahn- zetftellnt, sondern durck) öffentliche Bekanntmachung er o g . -

_Da nach den eingeforderten Berichten sich dies Verfahren bewahrk hat, wollen wir die Gemeinde- ((Vitis-) Vorstände aligemem ermächtmen, bis auf weiteres bei Erhebung der direkten Staats: und Gemeindesteuern an die Stelle der schrift- lichen Mahnung dio Mahnung durch öffentliche Bekannt- macbungtreten zu 11111911. C'uer Hochgeboren (Hochwohlgeboren) ersuchen wir ergebenst, hiervon der dortigen Regierung und

in geeigneter Weise .dsn GHMLÜWL- (Gut») «Vorständen-' "Kenntnis zu geben. Die Gemeinde- (Guns:) Vors:ände*sind' dabei__i)ar11uf hinzuweisen, daß .ifie “ihren “Beschluß, durch den“! fie dre öfrentliche Mahnung einführen. in ortsüblicher Weise]

öffentlich bekannt zu geben haben. Berlin, den 2. Februar 1918. Der Minister des Innern. _ Der Finanzminister. JA,: von Jara Zk1). Y: Heinze. An die Herren Regierungspräsidenten und den Herrn Prä- sidentin der Königlichen Direktion für di? Verwaltung der direkten Steuern in Berlin.

Ministerium der geistlich e*11 111113 1111111111111;- angelegenheiten.

Der bisherige Privatdozent Professor Dr. Wundt in Straß:

burg 1. E ist zum außerordentlichen Professor in der philo-

soph1schen Fakultät der Universität in Marburg ernannt worden.

Ministerium für Handel imd Gewerbe.

Der Amissiiz der Königlichen (ÉZLWerbeinspektion fiir die Kryiie Osivrigniß und Westprianiß wird zum 1. April 11. J; van Perleberg nach Witteiibkrae verlegt.

Der Gewerbciniyektor Teubner in Bielefeld 111 nach Brieg verießi und zunächst mit der Verlreinng de6_ erkrankten Gewerbeinfpektors und 1311111 1. Avril 1). I. an nut der Ver- waltung der Gewerbeinspeknon in Brieg beauftragt Morden,

Der Gcwerbcaffeffor Schulte 111 Hannover_1 ist 31111 1. April 1). I. nach Wijienberge verieizt u11_d mti _der kom- n1iffarischen Verwallmig der Gcwerbemspekkwn Wtiienberge béauftragi woxdev.

Der Gewerbeasssssor Fischer in 2121112113 111 111111) „NW; bera verfaßt und mit der 2151161neb111ung der Geschäfte eines Hüfgarbeiters bei der Gewerbemspcklron „Hirschberg beanftragt worden.

Die Liquidation der Firma I. V. Drake & Co. in Magdeburg ist beendet. Berlin, den 5. Februar 1918.

Der Minister für Handel und Gewerbe, I. A.: von Flatow.

Bekanntmachung.

Unie“? Verfügxng chm 21. August 1917, wonach rem Gastwirt Adolf Müller, hier, Woort 12, der Pserdehandei untersaöt war, haben wir am heutigen Tage aufgehoben.

Halberstadt, dm 9. Februar 1918.

Die PolizeivaMung. Dr. Gerhardt, Oberbürgeimeisier.

_».-

Bekanntmacksuug.

Auf Grund dsr BundegtaiSVondnuvg Vom 23. September 1915, betreffend die Fernhaiiuua unzuverlässigér Pexsonen vom Handel (NOW!. S. 603), babe icb dim Gartner Heinrich Zuliericy 111 Aitr11bochum, Wafferstraße 74, die Aububung des Handels 11111 (Gemüse wech Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handels- betrieb unisrsagt.

Bochum, den 8. Februar 1918.

Der Landrat. Gerstein.

Handelsuntersagung.

Geinäß § 1 der Bekannimacbung des Bundeörats mr Fern- balimm unzuveriäistaer Pexiouen vom Handel vom 23. Sevirmber 1915 (RGB1.S. 603) ist dem Kaufmann Mathias Meder, Girttudeniir. 23, der Handel mit Web-, Wirk» un_dStr1ck. waren sowie de.: aus diesen gefertigten Erzeuantssen 1111er Art untersagt worden.

Cöln, den 31. Januar 1918.

Der Oberbürgermeii'ier. I. V.: Dr. Besi-

Bekaknntmacljung.

Ani Grund der Bekanntmachung zur Fernbaliun _unxuNriäifiger Perionkn Vom Handel vom 23. Skptember 1915 ( GM. S. 603) babe ich dem Kaufmann Hermann Stursberq in Duiöburgf Poiistmße 1, durck; Verfügung Vom 8. Jmuar 1918 den H„ande mit Seife und Waicbmitteln aller Art wegen Unzuverlanigkeii in bezug auf diesen Handslsbeirieb untersagt.

Duisburg, den 5. Februar 1918. Dcr Oberbükgermeisier. Dr. Zartes.

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Bekanntmachung.

Der Ehefrau Au usieRoder aus Wanne, Wilhelm- straße 31, babe ich auf Éklilid der Verordnung des BundeSrais vom 23. Sepiembcr "1915 ('Keicbs-(Geseßbiait Seite 603) und dex dazu e:- gangenen AuEfübrunasbcsiimmungen des Herrn Miiiisters “fur Handel und Gewerbe vom M.Sévtembet 1915 den Han del mii Tabak- chren aller Art wegenUnzuvxrxäZsizkeit in bezug auf diesen Handel!- bctiieb untersagt. Gelsenki:chen, den 9. Februar 1918. Der Landrat. J. ".: Schröer.

Bekanntmachung.

Auf GiUUd der Bunchatsv-rordnung vom 23. September 1915, beircfiiznd Förnbaitung unzvverlässigek Perionen vom Handél (Reichs- Ge “13131. (H. 603), babe ich 132111 6531111123111 Brunislaus Dom- browski in Debenz durch Verfügunq vom beuiigxn Täg: den Handel mit Geaensiänden des täglichen Vedaxfs weaen Unzuv-rläifigk-it in bezug cmi dixscn Handelsbenieb untersagt. -- Der von der Bikaxmjmachuug Betroffene hat bis Kosten der Bekannt- machung zu erstatten.

Grandenz, den 7. Febrixar 1918.

Der Landrat. Kutter.

""*"

BekanntmaÖunß.

Die Ehefrau des Käseiabtikanten Bernhard Wittke? aus Harsum hat sich 1111zuv1r1ässia erwicsxn in Beiolgung dcr Psl-kbtcn, die ihr 511111) die Veroxdnung über Käie vom 20. Oktober 1916 auf“ erlegt siiid. Jch babe daher auf (Grund des § 13 dieser Verordnunä in Vetbinduvg wit €; 1 der Bekanntmachung zur Fernbaltuna 11111"- verläsfiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 de? Betrieb geschlossen und die Anfertigung sowie jeden Hande mit Käsereip'rodukten untersagt.

. Hildesheim,*de11 8. Febrüari1918. * _ Der Landrat“ des Landkreises Hildesheim. Hey?-

W

YichtamtlicheS.

Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 12. Februar 1918

Seine Majestät der Kaiser und König hat an den Reichskanzler Dr. Grafen von Hertling, wie „Wolffs TM" graphenbüro“ meidet, folgendes Telegramm gerichte : der

Die Meldung von kein Abschluß des Friedkns mitGott Ukraine habe Ich mit dem Gefühl tiefster DavkakSU 118117" 1) in empfangen, der in diesen schweren Zeiten feine schüßends HYM sichtbarcr Weise übkr DenisÖland gehalten bai. Ick beglückx n Euere Exkuenz don Hérzen zu dem bedeutungsvolien Erw] POUR und hoffe, d11ß der eben gejeiibneie Vntrsg die © ZsyxeßliJk stiebuvg-Fn jwiichan den Verßündsteu und de

U e w r . _

N;!cb Jübken 1151121191 Kämpfe mit einer Welt von FUNNY der 11116 umklaknmernde Ring dank uvs-ras unvergleiÖÜÖkUO'W geivwnai und_ tas Wort vom Ftieden WitkliM-kit ßkkadep' " a,; ersien „Mai 117111111111 17113 (?nixe der) gioamiWen Ringer"? "' arc Nähe geiüi'ii. Das beutxche Volk abxr wixd, des bin ich gew

luüizamts

1111111" Geistes und mii jener unwidäsicblicben Krafi, “die ibm sein mus Gewissk- dl? GÜÖWUU'ÖLU 111! Jrnxrn nnd der Glaube: an Yu, “11111111 vqäleéch. zungcmmrimZt ttfinxcnKtßeuen ck;.izserln'mdeten

wxiteten !! ga ener 11 en, er m e er 1 eg no 1:11?"qu , “"ck“: _ Wilhelu11.1-T. a

.Bei einer Huldigunxi, die (11115 91111111“; des; Friedens: sch1ussts mit der Ukraine Seiner Maxeiiät dem Kaiser und KÜUM in Homburg 13. _d. Höhe 11111 vergangenen Sonn- tag dargebracht "wurde, _xrimderie YUerbochstderielbe auf eine Ansprache des BurgermcttterI, MS „Wolffs Telograpbenvüro“ meldet, mit folgenden Worten:

Meine lieben Hombuzger!

Ich danke Euch Von aanzsxn Herzen für die lchlichte Feier und die warmen Worte, die Euer Staitokcxbaupt soeben zu Mir ge. :) hat. „Es find schwere Zei1e11__1'1ber uns bipgeganaw, ein jeder bat leine Lqst zu lragen gehabt, Soraen und Trauer, Kummer und Txübsal. Nicht zum mindesten der, der ikst vor Enel) liebt.

einigte sich Sorge und Schmxrz um em games Volk und sein Leid. In diesem selben Hofe babe Ick damals im Juhre 1870/71 als kleiner Junge die Homburzxcr sikben syhen, unter Führung vom alten Jacobi, ais sie nach großen Siegcsnacbrichien Meiuer seligen Frau Mutter ihre Huldiauxg daxbrach-en- Ein Bild, das sich Mit ewig in die Sexle eingeVraat hat! Ich babe damals nicht «1,111, daß es Mit bestimmt iein sollte, zur E1ba11upg dessen, das damals Mein Gwßvaier und_ Mein seliger Vater envoxbcn und er- :1xpgkn haben, kämpfen zu mussen.

Es hat unser Herrgott emfcbieden mit unserem Deuischen Volke noch envas wor, deswegen hat er es in die Schule genommen, und ein jeder ernsthaft und klar Denkende unter Euch w1rd§111ir zugeben, daß es notwendig war. Wir gingen oft faliche Wege. Der Hen hat uns dmcb diese batte Schule vamuf hingewiesen, wo wir hin folien. Zu slejcher Zeit_isi die Welt abe; nicht auf dem richiiacu Weixe gewesen, und wer die Geschichte vexsolgt hat, kann beobachten, wie es unser H-rrgoii mit einem Volke nach dem andern versucht hat, die Welt auf ren richtiaen Weg zu bringen- Den Vöikkrn ist es nicht ge. lung-U- Das 7ömische Reick) is! versunkm, das fxänkisäoe zerfallen und mg alte teuische Reich aucb. Nun hat er uns Aufgaben cesieli1. Wir Deuistben, dk? wir_voch Ideale haben, sollen für die Herbei- führung befferer Zeiten wnken, wir sollen kämpfen 111: NSÖl, Tieue uud Sitiiicixkeit. _

Unser Herrgoit will den Frieden haben, absr einen solchen, in dem die Welt sich ansirengt, da:) Rechte und Gute zu tap. Wir jollen der Welt den F_rieden bringen, wir Werden es tun auf jede Art. Gestein isi's im Entlieben gelungen. _ Der Feind, dcr, 1:91] unsesen Heeren geicbiagen, einftebi, daß es 11111712 mehr 1111131 zu fechten, und der uns die Hand enigegenbälk, der etbält auch unsere „Hand. Wir stblagen ein. Aber der, Weicher den Frisch riÖt annehmen wil], sondern im Gegenteil, seines eigenen und unseres Volkes Blut vergießend, den Ftieden kilcht_ haben wil], der muß dazu gezivungen werden. Das ist jetzt umere Aufgabe, dafür müfien ikst alle xvitken, Mämner und Frauen. Mit den Nachbarvöikern Wollen wu: in Freundschaft leben, aber vmber muß der Sieg der deuticken Waffen anerkannt werden. Unsere Truppen werken ihn weiter unserem großen Hindenburg erfechten. Dann wird der Frieden kommen. Ein Frieden, wie er notwendig ist für eine starke Zukunft des Deuischen Reichs und _der den (Gang der Welt- geschichte beeinfluffen wird. (Bravo und Hurra!) Dazu müffen uns die aewaltigen Mächte des Himmels beistehen, dazu muß ein jeder von (Euch, vom Schulkinde bis zum Greise hinauf, immer nur dem einen G-dapken leben: Sieg und ein diutscher Flieden. Das Deuticke Vaterland ioll leben, hurra!

Die vekeinigien Ausschüsse des VundeSrats für die Ver- fassung und für Iustizwesen sowie der Ausschuß für Handel und Verkehr hielten heute Sißungen.

_ Das Königliche Staatsministerium trat heute zu emer Sißung zusammen.

Wie „Wolffs Telegrapbenbiiro“ erfährt, haben die in St. Petersburg zwischen den Vertretern der deutschen und russischen Regierung qepflogenen Beratungen über Ge- fangeneniragen nach längeren Verhandlunaen zunächst zur Unte15-icbnung eines Abkommens geführt, wonach die

beiderseitigen dienstunfauglichen Kriegsgefangenkn möglichst bald in ihre Heimat Übergeführt werden, sollen. Ent- sprechende Abkommen mit Rußland sind auch von den gleich- falls in St. Petersburg anwesenden ösierreichisch-ungatischen, bulgarischen und türkischen Vertretern 11nie1zeichnet_ worden. Y_er den zur eit in Rußland herrschenden Verkehrswerhältniffen 111111) man ?reilick) mit nicht unerheblichen Verzögerungen in der Ausführung des TranSportes rechnen müssen, doch ist zu lWffen, daß es gelingen Wlld, die in dieser Richtung bestehenden Schwierigkeiten in verhältniSmäßig kurzer Zeit zu beheben.

In der Bekanntmachung vom 9. Februar 1.918 im amtlichen Teil der heutigen Nummer 1). V1. wird daran erinnert, daß das Nusfuhr- und Durchfuhrverbot für Kochkisten, welches in der Bekanntmachung vom 24. No- vember 1917 (Reichsanzeiger Nr. 280 vom 26. November 1917) enthalten ist, aber in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. Januar 1918 (Reichßanzeiger Nr. 6 vom 8. Januar 19115) nicht berücksichtigt worden war, auch'jeßt noch besteht.

Bayern. ;; Der in München eingetroffene Staatssekreiär des Reichs- _ _ Dr. - von "Kraus e stattete gestern vormittag, wie “WMS Telegraphenbiiro“ meldet, dem Ministerpräirdenien von Dandl und dem Justizminister von Tbelemann Be- xucheab,undxwurde später von Seiner Majestät dem König 11 A3!d1enz_ empfangen. Mittags __fand *zu Ehren des Staats- sekreim's betSe'iner Majestät" Tafel sinti,“ zu der.auch noch ,der

, preußische Gesandte 'von “Treutler, ,'der'Ju-siizminister von Thele-:

mann an Ste_Üe' des inzwischen abgereisten Ministerpräfide'nten 'Und der StaatSrat von Lößl geladeu wa'ren.

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_ Deutsckz-Ukraiuisther Zufaßvertrag ?? dem Friedensvertrag zwischen Deutschland, Oester- “*)-Ungarn, Puigarien und der Türkei einerseits und der Ukrainischexx Volksrepublik andererseits.

"rj dAuf Grund des Artikel 17111 des heute unterzeichneten Vue enSvertrages IWM)?" Deutschland, Oesterreich-Ungarn, re "13qu11 m'" der Türkei einerseits und der Ukrainischen Volks- ?ichkk andere1sej-tg smd 'der Beuoümächtigte des Deutschen Wirkt?“ Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Kaiserlicher die Biiber Geheimer Rai, Herr Rich 111 von Kühlmann und Mit [lvanäÖkthen der Ukrainis en Qolksrepublik, nämlich die se? eher der Ukrainisch»: miralradn Herr Alexander erUl, Herr MVkola Lubynsjkyi und Herr Mylola

Lomviiiji übereingekommeU, die Hrrficllung dcr 1111211111111911 und privatenNechisbeziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine, deu Yustausch dcr Kriegsgefangenen und Zivilinier- me_rten, die _Jursorge Tü): Rückwandewr, die aus Anlaß des Friedengichlunes zu er anende Amnéstie und die beaYdlung der _1_n die Gewalt des (Hegner; geratenen Kauffahrte11ch1me 1111- verzuglich zu regeln und zu diesem Zwecke einen Zusaßverirag zu dim FnedenTZverirag abzulchiießsn.

Nachdem 1312 B90011m0ch11§11211 festgesteüi Kaiken, 111111 die von ihnen bei_1111terzei_chmmg Le.“: „541121121160911111119 vorgelegién Y_ollmachien die__Érledigunx1__ der UO1stei)end bezeichmxien Gegen- stand? m1111mfa11en, haben 111: fich über folgende Bestimnmngen geeinigt:

__ Erstes Kapitel. Aufnahme der konsalariichen Beziehungen. * Artikei 1.

Bei Aufnahme der konsularisäykn Beziebungen asmäß AriikelM' des Friedensxyerirags wird jkder wc1iragsch1ießende Tel die Kimiuln des andern 146115 an «Usa Pläizen seines (Gebiets zulaflcn, soweit nicht bereiis _vor dem Krirße 111! ei11zcl1ie g-miiÖt-ipmchigc Piä'se odcr «betetsieüe Außnabmxn bci'tanden und diese Niisnabmen nach _d'iderikge jsder diitien Macht gsgenüber gleichmäßig aufrechietizaiten

er er:.

Jydxr Teilleizäli sicb vor, aus Gründen der Kriegknoiwendißkeii an gewiiicn Piaßkn Konsuln c-«s anderen Teils erst nach Ab1ch1uß dcs aligemeinen Frisdeus zuxuiaffsn.

Artikel 2.

Jeder vextragsckpliißende Teil wird alle SÖäden ersißen, die in seinem Gebiete wävscnd des KÜMJ von den doxiigeri staatiich1n Oraanerz oder der Bevölkeiung 1111111; vöikerrecbiswidrige Handlungen konsulartichen Beamten des anderen Teiles zugefügt oder an Kor.- fulaisaebaudcn dicses Teich oder an deren Inventar angexichiet worden stnd.

ZWe-iies Kapitel. Wiederherstellnng der StaaiSVeriräge. Artikel 3.

Die Beiträge, Abkommcn und Vereinbarungen, _die zwiiÖen Deujscixland und Rußland vor der Kriegsstkiäfung in Kraft gewesen smd, Treten zwischen den veitraa1chiießenden Teilen vorbehaltlich ab-

weichender Besiimmunakn des FriedenOv-rjraga imd dicses 31111113- veriragg bc-i deien Ratifikation mit der Maßgale wiede: in K3a11,

daß. sowt'it fie für eine bestimmte Zeit uukdndbar sind, diese 3811

um 11: Kxikgsdauer ve1iängcct wird.

Die deuiicbe ngicrung wird der ukraiviichéu Regierung binnen vier Wochen nach der Ratifikation des Friedensvertrags die im Absaß 1 bezeichnetrn „Verträge, Abkommen und Vereinbarungen ihrem Wortlaut uach mitteilen. A ___ l

r e 4.

Jeder Vetiragscbließende Teil kann dem anderen Teile binnen seckss Monaten nach der Unterzeichnung des Friedensvertraas die Ver- träge, Abkommen oder Vereinbarungen ode! deren Einzelbesiimmunqen miiieilen, die nach seiner Auffassung mit den während des Krießs eingetretenen Veränderungen in Widersprueb sieben. Diese Vettrags- bes11mmungxn folieniyultchst bald duxci) neue Verträge nseßt Werden, die den veranderten AnsckoauuuYn und Verhältnissen Entsprechen.

Zixr Ausarbeitung der in bsay 1 yorgesebenen neuen Verträge wird binnen sechs Monaten nach der Ratifikation des Friedenéver- trags eine_ aus Veitketsrn dir beiden Teile beijebende ziommisfion an einkm ipäler zu bestimmenden Orte zusammentreteu. Soweit sick) diese binnen drei Monaten nach ihrem Zusammentritt nicbt einigt, steht es jedem Teile frei, von den Vertragskesiimmungen zurück- zutrxien, die er gemäß Abloy 1 Saß 1 dem ankeren Teile mii- geteili bat; handelt esßxitb dabei um Einielbeliimmungen, so siabt

dem anderen Teile der ücktritt vom ganzen Verjrage frei.

Artikel 5.

Die Verträge, Abkommen und Vereinbarungen, an denen außer Deutschland und Rußland drijte Mächte bkteiiigi sind und in welche die Ukrainiscbe Volksrepublik ncbxn Rußland oder an dessen Sissi eintritt, tret-n zwischen den vertragicbiießendin Tkilen vorbeba1111ch abweichi'nder Bestimmungen des Fiiedensvertmges bei dessen Ratifi- kation oder, sofern der Eintritt sväter erfolgt, in diesem Feiipunkc 1n Kraft. Auf die mit soicben Kollskiivvernägcn in Zu ummenbcmg stehenden Einzelvemäge zwisÖen din beiden Teilen Juden die Be- siimmungca des Attikel Z Über die Verlängerung der Geltungsdauer und des Artikel 4 über den Rücktritt ksine Anwendung.

Wkgkn de: Kollekiivvettxäge politischen Inhalts, an denen noch andese kriegfübrende Mächte 1711611191 sind, bebaiien sich die beiden Teile ihre Stellungnahme bis nach Abickyluß des allgemeinen

Friedens vor. Drittes Kapitel. Wiederhersiellung der Privatrecbie.

Artikel 6.

Alle in dem Gebiet eines veriragsÖiießen'den Teiles besiebeuixrxi Bestimmungen, wonaéb mit Rücksicht (Ulf ven Ktisgszuftand dix: An- geböxigkn dks anderm Teiles in Ansehuza ißri'r Privatrechts iraenr- w-„lcipxr besonderen Regelung unterlikgxn (KileKSÜSsSZL), treten mit der Ratifikation des Friedensvextrags außen; Nowsndunu.

Als Angehörige eines vsxiraaiiblirßsnien Teiles geilen auch solche juriiaische Personen und (Heseüicbaftcu, die in seinem (beiet ihren Sitz haben. Ferner filid der: Angslyörigen eines Teiles jurististbe Peiionen 11111) Giseilickkaften, die in seinem (Gebiet nicht ihren Sig haben, inioweit gie1chzusiellen, als sie im Gebiete des anderen Teiles den für diise Angshöcigcn geitenden Bestimmungen unterworfen waren.

Artikel 7.

Ueber priöatreäzilicbe Schuldverhältnis", die durch Ktixgögeleße lzeeinirächtigt Worden sind, wird nachsiehxnreö vereinbart.

§ ]! Die SÖuldVerbäiinisse werden wiedckloergeftelli, sonocii sich 1:th aus den Bestimmungen der Artikel 7 bis 11 ein Anderes ergibt.

9 2.

Die Bestimmung des „5 1 hindert nich!. das; die Fragx, welchen Einfluß die durcko dim Kr1eg gxicbuffeneu Zuständy, insbesondere die durch Vetkeb1sbinderniffe oder Handelsvexboie herbeigeführte Unmög- lichkeit der Eriüüu'ug. auf *dieScbuldverhaltniffe ausüben, im Gebiew

jedes- vertragsckzließenden.Teiles nach dendori für alleLandeSeinwohner

geltendey Gesesen beurteilt wiid. _ _ _ Dabei dürfen die Angehörigen des anderen Teiles, die durcb Maß- naimiet't dieses Teiles. behindert worden sind,.„niciptungünstiget'bedan- delt werden als die Angevörigen des eigenen Staates,“ die durch dessen Maßnahmen bebindkrt worden sind. Auch soll derenige, der durch den Krieg an der rechizeitigen Bewixkung einer eisiuna behindert war, nicbt verpflichtet sein, den dadurch entstandenen Schaden zu

erlesen. § ?

Geldforderungen, deren Bezahlung im Laufe des Ktieges auf Grund von Kriegogxsei-en verweigeri werden koynte, brauchen nicht vor Ablauf von drei Monaten nach der Ratifikation des rieden9= vei'trages bezahlt zu werden. Sie sind von der ur1prünglichen äüigkeit an für die Dauer dks Krieges und der anschließenden drei Monate obne Rücksicht auf Moratorien mit fünf vom Hundert für das Jahr zu verzinsen; bis zur uxsptünglichen Fälligkeit skb gegebenenfalls die vatraßlicbeu Zinsen zu zahlen.

4. iir die Abwicklung der Außßensjände und 11711111 m 111: 11 1- liÖeiiFVetbindliibkeiten find die staatliL anoikanntm &!äsziqearsckßFy. verbände zur Verfolgung der Aniprü e der ihnen angeschlossenen

1111111111113?" 11116 111111111'117111 Pékl|111611 (115 drren I)evoiimärkiigie

wxchikiicitig (1111111'Yle1me11 111.11 1u5*11.111e11.

Ariikei 8.

Die vxriraaicFließevden Teile 1111; iarßber einig, ixus; mib det Naiiükaiion des XxisdknLVcrtrages di? Myxiblung ixec s!a2!11ch111Vet- bindinbkcit-zn, insbeiovdere der öff-nUiÖ: Sckyaldsniimsi, den be'12er- seitigen Angehörigen ge:,enüber auig-nommen wrrden 1911.

Im ..inbiici' 11111 1118 13111 der iiiraxmikbm NoikßrW:-Ölik inixys- siÄi (;;-1.1):11MS7-7 YUUUÖZLUÖQUZCÉUÜ-011513111111 ni". *ßn 7762112311 Tkxi-n des LÖSUUMZM RUiiixchxn K::Rer'reéciys kleid! “(515 "];-515113111119 des im AOi-iz 1 (1311513111111641 (1311111171ka besoii'ixk-ex “445.1:11163111115 vor- bebait-311. 571155? 11i1d dix [1111111111122 Vi*ik*.'-_7-5111,*1ik den kcuischen StaaWMseixörxgßn .it-591011?!" iskixaiaijs 1:18 Lécibixiviiäykkijen 111M- nxbmen, die 111: die in der Uktaine VPUUAOMMÉNZU Siicraiichen A?- iée'rien eingrgängkn 9367 'ONE) dstt beiindiTÉ-Z L)“?lmözangLJ-TNÜÜUBS fichergeitciit sim). .

Axiikel "'

Dix Vertragkclplikßxnken Teile sind 111111931: kinig, daf; 60112131“th dk? Besiimmyng-n rss Äiiikkl 11 Urbeberxeckote uni) gewexblzcbe Schußrkchie, Kynzeisiomn und P.1vilygicn_iokv1€ äbnliche _Anixruibe ani öffeméici-rc-ÖtliMr Grunilagk, Hie durcb 5111925321113»? kexmixachiigt woldén fim“, für das G-biet der Ukraine 1*.ckii)1)xrhe1gestclit wsrdcn.

Die Ncstimmimg des Aiszs ] 1911 auf Konzeisionen, Privilkgien und äbniichr 711111611111“? keine Avirkndurg 11313111, svwxii iiese auf (Grund einer für alle Lanisseinwobner nnd fckr_c:ll:: Rechte der Wichert Art geikénden GeießgebunK inzwischen ongWaiii OTT! vorn Smate over von Gemeindcn üöirnommen worisn 11:11: und in 172er Besiß Vetblsiben. _ _

Die Ausführupg l)?!“ in ren 5215156211 1, 2 aufgestellten GLUk-d- sätze bleibi b'esonrerer Versinbaruvg voibeiaiien.

Axiilel 10.

Die F1isien für die Nnjährung von Rechten sollen im Gebiete jedes vettraqichließenkcn Teilxs, gegeniiber den Ar-gebörigen des anderen Teiles, falls sie zur Zsit des KriegSausbruciss vor!; nicht ab- gelauien waren, frühestens ein Jahr 11115; der Ratifikxtion des Friedenstttach abiciufen. Daß (leich: gilt von dxn Fristen zur Voriegunq von Zinsicbxipen 11111) GiwinnMi-iiscöcinen scwic Von aus- gelosten oder sonst zahlbar gewordenen Wertpapieren.

Artikel 11.

Die Tätigkeit dsr Stcllen, die auf Grund Von Kriequ-skßen mit der Beauisicbttgung, Verwahruna, Vekwaltung oder L? quidanon voa Vermögstg-ssenixänden ode: dec__Ann-xi)me yon Zabiunoen befat wnrden sini“, soli unbeicbadei 1311 Bésiimmung-n dss 911111181 12 11a **.Uiaßgabe rer nachstehenden GrUn'QsäJe abgewickelt Werdén.

Z'; 1.

Die beaufsiclxiigisn, verw;i);12n oder Verwalieieu Vekwögers- gegenstände sind 11111 Veriangcn 1113 Yexeibtigtkn 1110511115111!) frei: zusehen; 151131111 Uebnnabme 1:11:17 11:11 Bercchiigt:n 111 für ei1.e Wabm-g seiner Znterefien 111 sorxen.

*,)

Die Reliimmungen das § 1 sollen w:;blerivxr'oe'ne Recbie DllilLk 1111): bcrübrsn. 3111101an und sonstige Lsiiiungen eines Schuldners, die 17071 den im Eingang diesks Arliksis erwähnten Wellen oder auf deren Veraniaffung cntxieceagenommen worden sind, fallen in ken Gibieten ke: vsriraßicbließenden Teile_die gleiche Wirkuna haben, wie WWK ii? der (Gläubiger selbst emvfangen hätte.

Privatceäsilickxx VéslÜ-ZUUJCR, die Von den bezeichneien Stellen odkr aui deren VcraNlasnnß over ibaen gegenüver votgcnommen Wordkn find, bleiben ::1'1t Wirkumx für beide Teile aufrechterhalten.

J 3.

Ueber die Tätigkeit der im Eingang dieses Artikels erwähnten

Sielien, insbssondere über dir. Eivna'nneu und Außgabey, ist den Buechiigicn auf Verlangen unverzüglich Auskunft zu erteilen.

Artikel 12.

Grundsiiicke oder Recöi: an einem Grundstück, Bergwerksgerecbt- same sowie Rechte auf Benußung oder Ausbeutung von Mundstücken, Unterneömunaeu oder Beteilißungen an einem Unternehmen, ins- dcsnndcre Aktiev, die infolge 13-511 Kriegsgeseßen vkräußerc over dem Berechiigikn somit durch ZIVCMÜ entzogen Worden siwd, fxllrn dem lkübklen Berechtioten auf einkn innerhalb eines Jahres nach der Ratifikaliou des ineicnsttrages zu si:ilendeu Anjrag aéxien Rück- g-éwäbr der ihm 11113 Anlaß der Veräakcrung ode: Entzieöunq elwa prwachseuen Vorteile: frei von ollen iazwisÖen bkgtüaoeten'Richten Dri1ter W161)!!! Üierxrazzsn we1dkn.

Die V:iiimm*1ngcn 1116 3216155 1 finden ksine Anwendung, soweit die vkräußerien Vermögensgeg-nsänb: Mil Grun) einxr.*“für ai]: Landeöeinivolyner 111111 für alle Gkgsnsiänhe der gleichen ArrgelieNden Giie'sgebung inzwischen 133111 S111a1e oder 131111 Gemeinden (:*b'exnwmtuen worden find und in dsren 31311132 Verbleiben; im Falle dsr Wieder- aquebung dec iizbernabwe kann der im Assos 1 Vorg-seb'ene Antrag (11:1 Rückgxwäbr 1111121131115 einks „Jahres Koch der Wieoeraufbebung gestelir werden.

Viertes Kapitel. Erfaß für Zivils-Öäden. 91111111 13.

Di: VZLNTQlÖllLFkNdW Teile sind darüber einia, daß den beider- seitigen Angevöxigen die Schäden erseßi Werden, die fie iniolcze von Kriegsgeseßxu durch die zeitweili-ze odcr dauernde Cnizi-bung 13-341 [11- lxeberrecbien, aewxrblicben Schußéceckdien, Konxpiiionev, PkWZl-Zgiin und ähnlichen Ausviücbcn over QU2ch 11: Bkauifickotigupg, _Verwabrung, Verwaltung ovxr Ve151ßerung won erniögennggersiändsn e-11t1eu babeü. Das alexiclpe gilt für die! SWM", die hin Zivilxvgebötigen jkdcs Teiles während des Kriexeik avßerhalb dec Kriessgebieie Von den 11a1llichxn Organen oder der vaöikcrnng dis an?:eien Teii-s du ck völkerreebiswidrige Gewaltakte an Leben, 011111111961 oder VUmögen zugefügt worden sind.

Im Hinblick auf die Von i:-.-r Ukraiviscken VoifNchblick in Aussicht genommens VnmögonuNinandmseyung mit OZ:: übrigen Teilen des ehemaligcn 0111161119711 Kaiiexxeichs bleibt die Axsfübtung der im Abiaß 1 ausgestellten Grundiäxz: besaßderer Vereinbarung vorbehalten.

Fünftes Kapitel.

Austausch der beiderseitigen Kriegögefangenen

und Ziviliniernierien.

, Artikel 14. ' Ueber den im Artikel "71 des Flikk'MSvkrlkaß-s vorgesehenen AJSiFufch der Kciegßgeiangenen werken dic nacixsikbenken Bestimmungen ge ro cn.

§ 1.

Der bereits im Gange befindiiibe Auetau1ch diensiuviaugl'ckper Kriedgsgefangenen wird mit mögiichsiet Beschleunigung durchgefiihrt wer eu.

Der Austausch der übrigen Krieasgeiangeven erfolgt tunlichst bxld in bestimmten, noch näher zu vereinbarknden Zeiträumen.

5 2.

Bei der Entlaffung erhalten die Kriegögeiangenen das ihnen von den Behörden des Aufenthaltsstaates abgevommene Privateigentum sowie den noch nicht außbeiabiien oder ver1echneten Teil ihres Arbeitp- vcrdienstes; diese Vetp111chtung bezieht sich nicht auf Schriftiiücke militäriichen bealts.

1 § 3.

Eine aus je vier Vertretern der beiden Teile 111 biidsnde Kom. mission soll alsbald nach der Ratifikxiion des RiedenSoerlrages in Brest-Litcwsk zniammcntreien, um die im TS 1 Abs. 2 vorgesehenen Zelitäume !;le die sonstigen EiußeWeitou des Austausches, inohe. iondere die rt und Wiiie der Heimhefördtruno, festzuse en und die Durchiübiung der" getroffenen Vereinbarungen zu überwa en.