Bekanntmachung über die Herstellung von SaUerkraut. Auf Grund des § 1 der Vsrordmmq 11er die Ver- arbeituna von Gemäss und Obst vom 23. Januar 19.18 (Reichs-Geseybl. S. 46) wird bestimmt:
1D
§ 1. Die gerverbsmäßige Verarbelmng von Wekßkobl zu Sauerkraut ifi Verboten. Die Vorfcerft des Absases 1 gilt nicht, _
1) soweit an den Fciscbmäxkten werblekbendc Ueberséandc bon Weißkobl durch Einsäuxcn Vor dem Verderb geschußt werden müffen und
2) soweit Wxißko'bl auf Gxund besondexcn Auftrags der Rekchsstelie für Gemüse U::d Obst, Gescbästsabteilung, in
Berlin zur Deckung des BUMM W" “H““ und Marine 4,19 110 Garten, Wiesen und Necker des Müüer Andreas, Ackerer in
zu Sauexkraut yexarbxitet wird. § 2.
Zuwiderhandlungen werden nach „H 9 ker :rwäbU-xul Verordnung mit Gefängnis bis 311 einem Jabke und mix Geldstrafe bis zu 10000 .“ oder mit einer dieser Straer belegt. Nebey der Strafe kann auf Einzkkbuug Oer chrräts erkannt Werben, auf die „sich die Ztcafhare Hanblxmg bc-zäebt, ohn: [Latcrscbielx ob fie dem Tater ge-
ören oder nicht. ?
§ .. Diese Bekanntutcxcöung tritt am 1. Juli 1918 in, am 20. August 1918 außer Kraft. Berlin, den 17. Juni 1918. Reichssteüe für Gemüse und Obst.
Der Vorslyende: von Tilly“ ibst mittels recht5kräftigen Besckgluffxs der unterzeichneten Behörde vom 28. Mai1918 dem Hänyler August Menge in Weimar, Asbach. straße 4, der Handel mit Kleinvieh untersagt.
Bekanntmachung.
Auf Grund dEr Bekanntmachungen des Reichskanzlers vom 26.Nooember 1914 (RGW. S. 487), vom 13. Dezember 1917 (REM. S. 1105), vom 24. November 1916 (AGB]. S. 1289) und vom 10. Februar 1916 (RGW. S. 89) 1st fur folgende Besißungen die zwangsweise Verwaltung an- geordnet worden:
]) Anwesen Hs. Ns. 7 am KiebLingerweg in Reiche11ba_1l, K. Bezirksawts Berchte90ak€m den anr€1ikanischen Staatsangehorigeu Ernest Paul N-ne Tuck-rmcmn in Paris nnd Felix Tuck-rmaNn in Lovdon sowie den framöfischen StaatSangehörjgen Pauline Durand und Blanche Micbisls xn Mileigentum gehörig (Verwalier: K. Rezicrungßrat Dr. Heil in VeräxteSgaden); _
2) Anwe1en Hs. Nr. 17 in Pöckinu. K. Bezirksamts Starnberg, dem amerikanischen Staatßangeböquen Jakob Schmid in Pöcking ge- hörig (Verwalter: Bürgermeister Nubdorfer ln Pöcking);
3) Anwesen Ho. Nr. 5:1 in Herrsching, K. BezirkSamis Starn- berg, dem amerikanischen Skaatsangebörigxn Arthur Clark in Janka (MZMJW) geböxig (Vexwaljer: Postboie a. D. Johann Neustifter n er: ng;
4) Anwesrn H5. Nr. 26 in Kxailling, K. BeilrkSamts Starnberg, dem amerikanischen Staatsangebötigen Ludwig Ktlger in Krailling ge- hörig (Vcrwalxer: Gemeindenkrelär Nagel in Kraikllna);
5) Anteil der amerikanisében StaatSangehötigen dewkg, Oskar, Alfred und Albert Muffinan an den Anwesen Hs. Nr. 81 an der Königinstraße in Münch-xn und Hs. Nr. 252, 256, 257 und 258/9 in Starnberg (Verwalter: Rechtsayrvalt und Bankdirektor Dr. Hermarm Steininger in Yküncben);
6) Grundbefiv, Pr. Nr. 80, 1079, 467, 905, 1086, 1084, 793, 791), 93, 93 & a, l), 94, 100, 463, 646, 703 a, b, 752, 756, 887, 906, 1078, 1083 8, b, 1085, 1264, 266, 1285, 1420, 1080 a., 1), 1081 a, b, 464, 755 und 755 € der Sfeuergémeknoe eroldsberq, K. Bezirkßamts Erlangen, den amerikanischen Staatsangehörige" Sofie von Gender, Cbarlodte Hubxr in Hewxdsbqu, Genta Freibsrr von Gkuder, Charlotte Geudzr-MüUer, Eise Geudxr-Schneidek. Aanes Geuder-Mebling und Hertha von Geudex in Elsbeland (Obko) in Erbengemeg'nfcbaft gehörig (Verwalter: K. Stsuerinspektor a. D. Julius Freßbetr von (Emder in Heroldsberg);
7) Anjveseu Hs. Nr. 38 in Numbers, Bezirksamts Traunstein, dem anterikaniscben StaaLSangebörigen Joxef Ubl, Kuns1ma_[€r in Ramberg, gehörig (Verwalter: Sparkaffenvenvalter Andreas Kaqcr in
Traunstein) 8) Annyesen Hs. Nr. 47 cm dcr Zamdorfsrsiraße ln Müniben,
den amerikanischen Staateangsbörkgen Albert und Elisabeth Gerst_ea- dörfer, RentaerSebegait-„n 1,1 Münäwn, gehörig (Verwalxer: Sxadt. Bauknspektor Josef Gkrbart in München);
vom 26. November 1914 (NEW!. S. 487) ist für die folgenden Unternehmungen die Zwangsverwaltung angeordnet worden;
99,13 119. Aecker, Garten und Wohnhaus dks Walter Stefan Witwe,
53,23 59. Wiese, Ackerland und Wohnbau; des Waltex Slefau
ves ReiÖS-Geseßblatts enthält unter
Hülsenfrüchten, Buchweizen und Hirse aus der Ernte 1918 zu Saatéwecken. vom 27. J
erise für Getreide, Hülsenfrüchte, Buchweizen und Hirse, vom
über Bierhefe, vom 28. Juni 1918, unter
der Entrichtung des Stempels nach § 830 des Reichsstempel- geseßes in der Fassung des Warenamsaßstempelgeseßes vom 26, Yai 1916, vom 26. Juni 1918, und unter
Anlage () zur Eisenbahn-Verkebrßordnung, vom 27. Iuni1918.
des Reicbs-Geseßblatts entbät unter Finnland, unter Deutschland und Finnland, unter
des am 7. März 1918 in Berlin unterzeichneten FriedenSver- trags zwischen Deutschland und Finnland und des gm selben Tage in Berlin unterzeichneten Handels- und Schtffahrtsab- konzmerxs zwischen Deutschland und Finnland, vom 28.Iuni 1918, un un er
Häcksel aus der Ernte 1918 vom 28. Juni 1918.
Bekanntmachung.
Auf, Grund der Verordnung, betreffmd die zwangs- eise_Verwaltunq französischer Unternehmungen,
7 6 3 . Liste.
Ländlichcr Grundbesiß. Gemeinde Saareinsberg.
mb. B&rdara Ehrmann, in Gößenbrück und„Miterben, teils in Paris, teils in Saareinsberg (Verwalier: Geheimer Iustinat Prinz iu Saargemünd).
Gemejnde Folversweiler.
Folperoweiler, geb. am 29. 12. 1854 (Verwalter: derselbe). Gemeinde Gößen drück.
Wktwe, geb. Barbnra EÖTMMU, in Gößenbrück und Mitkrben (Verwalter: derseLHe). Straßburg, den 24. Mai 1918.
Ministerium für Elsaß- othringen. Abteilung des Innern. J. A.: Dittmar.
BekanntmaÖuug.
Auf Grund des § 1 der Bundesratsbekanntmackzung zur Fern- altung unzuverlässige: Personen im Handel vom 23.September1915
Weimar, den 29. Juni 1918. Das Stadxpolneiamk. Dr. Donndorf.
Die von heute ab zur NuSgabe gelangende Nummer 84 Nr. 6369 eine Verordnung Über den Verkehr mit Getreide,
uni 1918, unter Nr. 6370 die Ausführungsbestimmungen über die Höchst-
ani 1918, unter Nr. 6371 eine Verordnung zur Aenderung der Verordnung
Nr. 6372 eine Bekanntmachung über die Befreiung von
r. 6373 eine Bekanntmachung, betreffend Aenderung der
Berlin 97. 9, den 1. Juli 1918. KUiserlkches Postzeituugsami.
„.___-4
I)ie von heute ab zur Aus abe gelangeude Nummer 85
Krün.
Nr. 6374 den FriedenSvertrag zwischen Deutschland und Nr. 6375 das Handels- und SchiffahrtSabkommen zwischen Nr. 6376 eine Bekanntmachung, betreffend die Ratifikation
Nr. 6377 eine Verordnung über die Preise für Stroh und
Berlin W. 9, den 2. Juli 1918. Kaiserliches Postzeitungßamt. Krüer.
9) Umvxsen Hs. Nr. 111 an der Nymphenburgerstraße in München, dem amerikanischen SkaatSangehötigcn Louis Rach in München ge- hörig (Verwali'er: wie bei 8);
10) Anwesen Hs. Nr. 36 an der Menzenauerstraße in Mümben, der amerikanischen StaZtSangebörkgen Paula Oertel, Profefforsebestau in München, gehörig (Verwalter: wie? bei 8 5“
11) Hälfteanteil dsr amerikanikcßen Staatöangkbörkgen Elise Reiuemann, Pxivakéete in ZMÜNÖEU, an dem Anwesen Hs. Nr. 87 an der Tegernseerlaudstxaßa in München (Verwalter: wie bei 8);
' 12) Gruxxdbefiß Pl. Nr. 34819. und 348» de: Sxeuergemeinde Augustenfeld, Bezixksamts Dachau, dem amerikanischen Stauw- angsbötigen Charles Ehm Eberhard gehörig (Verwalter: Gerkcbxs- vollzieber Richard Haubold in Daucbxu);
13) Grundbcfitz des Italieners Jo1ef Gianna,“ bestehend aus den Anwesen Hs. Nr. 39 und 41 an der Blutenburaüraße in München und Pl. Nr. 315 der Steuergemeiude Schliersee (Vsrwalter: Rechts- anwalt Justizrat F1iedrich Becher in München).
München, den 18. Juni 1918.
Königliches Staatswinistßrium des Innern. J. A.: Neubert.
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Bekanntmachung.
Auf Grund der Bekanntmachungen des Reichskanzlers vom 22. Dezember 1914 (RGBl. S. 556) und 10. Februar 1916 (RGW. S. 89) ist für den Nachlaß der am 2. Juni 1917 in München verrjorbenen Privatiere Katharina Feez die zwangs- weise Verwaltung angeordnet worden (Verwalter: RechtSanwalt Dr. Panzer in München). München, 18. Juni 1918. Königliches StaatSMinisterium des Innern. , J. A.: Neubert.
Bekanntmachung.
Auf Grund der BundeSratßverordnunaen vom 26. No- vember, 22. Dezember 1914 und 10. Februar 1916 ist der Anteil der englischen StaatSangehörigen Geschwisfer Herr- mann an dem Nachlaß der am 28. April 1918 verstorbenen Louisa Anne Charlotte Günther Wwe., geb. Köhler, unter zwangsweise Verwaltung gestellt. Zum Zwanasyer- walter ist der Vankbsamte Hermann Duhst, . amburg, Nissen- straße 17, bestelLt.
Hamburg, den 2. Juli 1918. Die Deputation für Handel, Schiffahrt und Gewerbe. Strandeö.
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Königreich Preußen.
Seine Majestät der König haben AUergnädigst geruht: dem Ministerialdirektor im Ministeriym der öffentlichen Arbeiten, Wirklichen Geheimen Oberregrerungsrat Offen- berg die nachgesuchte Entlassung aus dem Staatsdienste unter Verleihung des Charakters als Wirklicher Geheimer Rat mit
dem Prädxkat Exzeuenz, _ dem vortragenden Rat im gleichen Ministerium, Gehexmen Oberbaurat Saal die nachgesuchte Entlassung aus dem Staatsdienfte unter Verleihung des Charakters als Wirk- chl)? GelJeimer Oberbaurat mit dem Range eines Rates erster a e an dem vortragenden Rat im gleichen Ministerium, Geheimen Oberregierungsxat Renaud die nachgesuchte Entlassung aus
dem Staatsdienste zu erteilen, ferner den Regierungsrat Knebel, Mitglied des Königlichen
Eisenbahn-Zentralamts in Berlin, z_um Geheimen Regierungßrat und vortraZenden Rat im Minkterium der öffentlichen Ar-
beiten und . den Regierungs- und Baurat Block. in Berlm zum (Ge-
heimen Baurat und vortragenden Rat in demselben Ministerium zu ernennen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
dem Regierungsmt Kamlal) in Düsseldorf aus Anlaß seines Uebertritts in den Ruhestand den Charakter als Geheimer
Regierungswt zu verleihen.
Mkniste-riumé *der sxeistlichxexx und Unterrichts- angelegenbettew.
Dem Direktorialasfiftenten bei den Sammlungen antiker Bildwerke und dem Antiquarium der Königlichen Museen in Berlin Dr. Bruno Schröder und dem Direktorialasststenten beim Königlichen Museum für Völkerkunde Dr. MaxSchmidt ist der Titel Profeffor verliehen worden.
Ministerium für Handel und Gewerbe. Die Liquidation des in Deutschland befindlichen Ver- mögens der Firma Scandinavia Velting Ltd. in London, insbesondere ihrer Beteiligung an der „Scandinavia“ Textil- Riemen G. m b. H. in Cöln, ist beendet. Berlin, den 28. Juni 1918. Der Minister für Handel und Gewerbe.
Minist'erium der öffentlichen Arbeiten.
Bei dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist der Realerungsbausekretär Keil zum Geheimen expedierenden Sekretär und Kalkulator ernannt worden.
BekanntmaÖung.
Dem Händler Heinrich Hellmich in Langendreer,Kolouie- straße 10, habe ich die Wiederaufnahme des Handels mit Lebensmitteln und sonstigen Gegenständen des täglichen Bedarfs gestattet. * - Bochum, den 26. Juni 1918. *
Der Landrat. Gerst cin.
Bekanntmachung.
Dem Metzgermeister Friedriäo Mahr, geboren am 11. August 1887 in Niederrad, und dessen Ehefrau “Katharina Mahr, geb. Duckstein, geboren am 15. Januar 1895 in Niederrad, Wohnhaft in Niederrad, Keksjecbachexkjraße Nr. 23, Geschäftslokal ebenda, wird hierdurch der Handel 111 t Gegenständen des täglichen Be- darfs, insbesondere Nahrungs- und uttermitteln aller Art, ferner toben Naturerzeugnissen, eiz- und Leuchtstoffen vom heutigen Tage ab wieder gestattet.
Frankfurt a. M., den 29. Juni 1918.
Der Poüzeipräsideut. von Rieß.
___-.,
Bekanntmachung.
Auf (Grund der Bekanntmachung zur Fernbaltung unzuverläsfiaer Personen vom Handel vom 23. September 1915 (RGVl. S. 603) habe ?ck dsm Albert Abrahamsobn in Berlin 897. 61, Blüäpxrntaße 54, durch Verjüguna vom heutigen Tage den Handel mit Gegenständen des täglichenBedarfs und des Kriegs- bedarfs wegen Unzuverläsfigkeit in bezug auf diesen Handelsbetiieb untersagt. .
Berlin-Schöncbexg, den 21. Juni 1918.
Der Polizeiptäfidmt zu Berlin. Ktkkgswuchetamt. I. V.: Dr. Falck.
(“__-.*“! Bekanntmachung.
Auf Grund der Vekanntmachung zur Fernbaltung uvzuverläkfiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBX. S. 603) babe ich d-"m Kaufmann Adolf Kauffmann in Berlin, Grün- straße 25/26, dmc!) Vetfügung vom heutigen Tage den Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs wegen quuver- läifigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt. Betlin-Schöneberg, den 27. Juni, 1918. “ Der Polizeipräsident zu Berlin. Kriegswucberamt. I. V.: Dr. Falck.
_ Yithfamtsith es.
Deutséhes Reick).
Preußen. Berlin, 3. Juli 1918.
In der am 2. Juli unter dem Vorfi „ des Steleer- treters desReichskanzlers, Wirklichen Geheimen ats von P ay er abgehaltenen Vollsißung des BundeSrats wurden _der Entwur! eines Gese?es, betreffend Aenderung des (Heseßes uber den Ab aß von Kali alzen, und der Entwurf einer Verordnung
über die Kartoffeloersorgung angenommen.
Der Staatssekretär des Reichskolonialamts Dr. Sol ist nach Berlin zurückgekehrt und hat die Geschäfte seineS“ mts
wieder übernommen. Die Frage der Fürsorge für die von unseren Feinden immer noch festgehaltenen Koloni [deutschen, die einen der Hauptgegenstände der Verhandlunge mix ben Engländern im Haag bildet, wird, wie „W. T. B.“ m1tte1lt, di?) Tätigkeit des Staatssekretärs ganz besonders in Anspruch ne men.
Die im Reickzswirtschaftsamt zusammengesteUten „Nach- richten für Handel, Industrie und Landwirtschaft“ melden unter derUeberschrift„Behandlung von deutschen Nachlaßsachen in den Vereinigten Staaten von Amerika“ folgendes:
Die schweizerische Gesandtschaft in Washington, die die dexjscben Intereffen in den Vnmnigten Staaten _vvu Amerika wabrnimmf, hatte das Staalsvepartement in Washington darauf aufmerksam ge- macht, daß felt dem Inkrafttreten des Gejeßes über „Handel mit dem
einde“ die meisten schweizerischen Konsulate in den Veninigien
taaten weder unmittelbar not!: durch ihre Rechtsbeistände von den Nachlaßgerichten Auskunft über die gesetzlichen Bestimmungen in Nachlaßsacben, an denen Deutsche interessiert find, er- balten iönnten und daß auch die Gesandtschaft von _der Aus- zahlung von Geldern versto:bener Deuts er in den Vereinigten Staaten an den öffeniüchen Verwalter ni t benachrichtigt Wochen lei. Die Gesandtschaft batte deshalb das Staatsvrpartemenx ersucht, br vierteljährlich Berieht: des „Alten Property Custodian' uber ibm in Verwahrung gegebencs Eigentum (beweglickses und unbeweg1iches), das Deutschen ,in Deutschland xugesprcchen wmde oder woran Denisube interekfiert sind. zuzusiellen und in diejen Berkcbten die Namen der Elblaffkr, Axt und Größe des Eigentums sowie die Namen der an der Nachlaßfache interesfietten Deutschen anzugeben. Auf dieses Ersuchen bin bat das Staat “departement geantwvxtet, daß der „Alien Ptoverty Custodian' de gewünscbtxn Listen der schweizeriscben Gesandtschaft in Washington vlexteljabrllch zustelxm
werde. .
Die behörbkiche Regelung der Ersaßbeschaffung dcr beschlagnahmten Türtlinken und Fenstergriffe dient, wie „W. T. B.“ schreibt, in erster Linie den Interessen der Hausbesitzer selbst, einmal im Hinblick auf die durch die Knayp-
eit an Rohstoffen und Arbeitskräften bedingten SchwieUg- keiten, anderer eits auch im Hinblick auf die Gefahr einer Be- nachteiligung urch Preistreiberei der Lieferer un_d Zwischen- händler. Daher ist vorgesehen, daß kein Hausbestßec für die von der Heeresverwaltung gelieferten vollwertigen Er- saßstücke mehr zu zahlen braucht, als er für die abgelieferten Stücke aus Messin und Bronze erhält. Uebersteigt der Metaüübernahmepre s die Kosten des Er- saßes, (0 wird der Unterschied dem Ablieferer UUSgezahlt. Im gegente ligen Fans wird er durch einen Zuschuß des Reichs ausnegllchen. Durch dieses weitgehende Entgegenkommen der Neichsfinanzvermaltung ist ein unmittelbarer fiyanzieUer Schaden bei der Ersaßbeschaffung für die Hausbestßer aus-
J, A.: Neuhaus.
geschlossen.
* “Kd Vaterlaadslisbe durch die Verhältnine durchschlagen würden.
Diese Vergünstigungen ge_lten jedoch nur in dem Fal]?- in dem die Liefermz'g der Crsaßgegenstände, der Aus- und Einbau von der Beborve erfolgt, aber nicht, wenn die Ersaßgegenstände selbst gekguft und eingebaut werden.
Im einzelnen'gelten fur die Ayswechselung der Tür- „klinken und -grrffe folgende Gestchtßpunkte:
1) Pie Ablicfemng braucht erst zu erjo1gen, wenn Ersaßstücke „,x Verfugung sieben-
2) Der zur Ablieferung Vetvflkchtete kann die abzu1iefernden MetaULütklinken und =Fens1ergti_ffe selbst ausbauen und die Erfas- stücke auc)"; selbst einbauen. zur den Ausbau der abzulkefernden MetaU-Turklinken und -Fensjergtiffe wird außer dem Ueb:rnahme- preis eine besondere Aushanderautung gewährt, dagegen für den von ihm selbst vokgenommenen Einbau der Ersaystücke nicht.
3) Im Falle der zur Ablieferuna Vetpflichxete den Aus- uud Einbau selbst vornimmt, kann er (W die Cxsaßsjücke entweder im freien Handel beschaffen, soweit sie dort verfügbar find, oder er kann die von der Behörde beschafften Erfaßstücke an den von den Kym- muualvcrbänden noch namhaft zu machenden St-Uen kaufm,
4) Die vox: der Behörde beschaffteu E:saßstäcke werden zu folgenden Einheitspreise): abgegeb-n:
1 Paar C;!asturdrücker obne Langsckzild zu 2,50 „Fi mit „ , 3,50 „
1 . ., 1 . [ ' . und Na txic el „, 450 „ ] Fenstermiff . . . . . ck . g' . 1,00 , 5) Wenn der zur Ablief-rung Vexpfficbiete selbst einbaut, so fe t es ihm frei, die „Langsänlder vorlävfig ncch an den Tüxen zu 1,0103, und nur dke anvrucker und die Fenster riffs abzugeben. Er muß allerdings, damif rechnen, daß MIZUÖLTWLYT nach einer gewiffen Zeit am!) die Langscbilder von ibm ncch einge ordert Werdtn; dann ist er vzxprZchHZ, uu? noch Ybski sfelbyt aquba-ten. ; enn er zur e emng etvflitL-teke Weder dle (E! (: Lücke sxlbst bekxbaffen noch den Ausbau der Metall-Tüxklinken un" FFJster- gnffe und den Einbau der E:sayftückx selbst Vornebmen will, so 10011 er be'1 der beauftragtcn Bsbörde die Liefervng der Erjaßsiück: auf dym ooraech'riebtnxU Meldkvordruck und dke Du7chfübrung 1266 Anke. und Einbaues auf dem vorgeschrtcbanen Antragsvotdruck wcrsangen. Ju die_sxm Falle werdkn von der Behörde Ausbaukolonvyn in die Hauser 921031611, Welche die metaUenen Türklknken einschli:ß1ich Lang- 1childer und die Ferstxrgriffe abnehmen und Zug um Zug die (Ersay- s1uck5 "anbringen. Vm dieser Art der Durchführung erhält der Haus- eigentumerzledkgkich den yon dex Behörde fcsjgeseZten Uebernahme- y(eis na)!) Abzug des Kaufprßkses für die bebördltch geliefexten (Ersatz- st-„ecke, aber keine AuFbauvt'qutu-q, die der Ausbauskelle zufällt. Der (Einbau der Etsaßstucke erd von der Ausbaustelkxx fÜr ben Ve- troffenez: kosécnloskdmcspgefubxt. Diese Art der Avswbcbkkluna ist HabkerüfoZ den zur Ubikeferung Verpfliclx-tcteu MU der geringsten Mühe Cl 11 .
ck 71 si Polen.
“M, .“. elmmung im „8. 6 der Wäbrungsordnunq vom 14 Ypr1l1917, welche seinerzeit auf den auSdrück'lichen Wunsch polmscher Finanzkreise aufgxnommen wurde und nach der die alten, chr Inkrafttreten der Verordnuna entstandenen Zahlungs- verbmdllckxkeixen yach wie vor in Rubeln bezahlt werden konnten, errznes sxch, nachdem der Rubel sich vom Höchstkurse um etwa 1,00 „16 entfernt hatte, als außerordentlich schädlich. Daher wurde die Forderung, den Rubel als Zahlun Imittel ganzlizb Zugzuschalten. vielfach gesteÜt. Als VorléjUZ-xr der demnachsttgen neuen Währungßmaßuabmen erließ „W. T. B.“ zufolge der Gcnxralgouverneur eine Abänderung zu der genann'ten Wa-hur'ungsverordnung, die ben § 6 aufhebt. Danach (ft der Glaubiger bis auf weitere?- nicht verpflichtet, zßur Erfuüuna von Zahlungöverbindlick;keiten, die vor dem „6. anl 1917 entstanden smd, Rubel anzunehmen.
Großbritannien und Irland.
„ Wte „Nieuwe Rotterdamscbe Courant“ aus London er- fahrt„murde im Unterbause'die Einberufung der Land- YZF“ zum Heere und :hr Einfluß auf die Ernte be-
Der Abgeordn-le Rock, der die Anaeseaenbelt ur S ra e kracbke, exklzärte, daß x“: von Baue'm aus allkn Teilen.de Landxs Ze d72uktigsten Bembke uber dke'vetbängnisvoüen Folgen des V0r0ebevs ke" [Regierung embfargk. In einzelxscn Fällen seien ste oller Arbeits- btäafte beraubt. Das Heu bleibe auf dem Felde liegen. Viele Baum: B'] en ibm gesaat, daß fix, wevn ste keine Arbeieskräste bekämen, ihr 5!) cbt auf die Aecker treiben müßten. Der Landwirisäxaftsminister Prädixero erwiderte: Die Wahren Grüute für die Aendexung in der un?! 05: Regieruvßg find, daß der Bedmf an Mannschaften 011€ eiub*:an Jntereffen ubetwiegt. Jeder Mann wird elnberufeb, der ko crufen werden kaum. Alle find nölixz, und keinkr darf zu spät k 'Udmcn- Sie werden Mitte Sevtcmöer an der Front sein. Viellsicht M (is_der entsckoeidenke Augenblick. Der überträltigende Bedarf an VeUnfchaften rst wich1iger (:ck alle anderen Erwägungev, sexbst dk: daf“ “11311143 von LebevSmijteln. Protbero fuhr fort, er könne nicht cheUrt durgen, das; die 'Auf-hebung w evfolat sei, daß die Ernte ge- ber; wäre. Frrilicb skien alle die 30000 Landarbeiter, die ein- e" “U seien, Facharbeiter und ein großer Teil von ihnen Leute, um Arbi alles drehe, Lenke, oöne die die ungesßulte Masse der vouedter nicbt auskommen könne. Troßdem glaube er, daß nicbt viel ken Ber Ernte verloren gehen werde. Da die Regierung einmal
kscbluß gefaßt habe, so Hoffe er, kaß die Bauern fick) mit Mut
In der folgenden Aussprache äußerte si Lambert über di _ . : YFZTUUIR Aussicht, daß Mannschafte? nach drei Mo- bemexk1t „luobtldung nach Frankreich gesandt würdyn. Dalziel Won: L, ck gebe Leute aus Schottland Von 19 bis 21 Jahren, die ie Rnajlb 6 ,Wochen 1135 Feuer gekommen seien. Batburst warnte ,böükßcruug, da fbr Verhalten 'nicht klug sei; wenn die Nation M? mit L-benthT-ln versorgt werden sollte, dann sagte daß ErlLaw, die erste Pflicht .der Regierung sek, damn zu denken, 310)qu and keine Niederlaße erlekde und in keimt anderen Be- küreg (als Yer LebeuSmiltelversorgung) zu leiden babe. * Er v-r- Abe? dßkb dafur, daß dies 11) dkescm Jahre n*cht der Fall sein werde. “Mn bkse Sache mußten dre für die Kriegführung Verantwortlichen MönateesLYßY FZLLäUékaZnstkaftxu würÉn in England drei , u e: :r o e 0 dann noch einen Monat in Frankreich. z bn chen ausgebildet und
LaMAuf eine Anfrage über die Rohstoffe antwortete Bonar
Die Frage wie am besten di " "
, , (? Vexfugung uber wk-ktk -. im briti- ZM'IYLLQ erzewtx Vohsioffe zu sichern ist, um die IntFreffen Eng- zu ficken seiner Verbundeten während der Zeit des Wiederaufbaues Wärjiqem' ist von der Reichsktiegskonferenz während ihrer gegen- Ölüffen Sitzung exwoaen' worden. Sie bc-t darüber wichlkge Be-
kuudlYefaßt' ch hoffe, daß diese Bescbiüffe in der Folge die Einem Mae jeiner Erörterung zwischen den Alliierien bilden und zu msnfamen Zusammenwirken zwischen ihnen führen Werden.
Der Ab “ d ' de „ geox nete,K1ng (liberal) fragte den Staatssekretär S JQZWNUJM, ob 1bm folgende Tatsachen bekannt seien: finnlanjtzusstWe Sowjettegieruna babe dve Unabhängigkeit ändisthen Ss (zuerkannt. Diese Unabhängigkeit wurde einer sun- Und RUHla leklkkgkerung aewäbrt, die dcutjchfceunvlich gesinnt war, “freundete; dtrat ihr Petscbenga an derZMutmauküsje ab, um einer M , en Deutschen feind11chm Macht einen Ausjveg an das
!dike, tfinnldäiudksche7fi1Jürgexlkcben mit e n e : ru c Sowjetrx ::rm- 0 , „ », -
Finnlands zu takifizlekk'n und g 21505? bebt 'k-deiye JQMYLUFÉL gierurxa Etnspruck; vazegen, das: ßeatsch: U-Boote dis M."- mgnkuste benuxzten, und daß die 1'-Vnote mn finnkändischer Unter- stußung arbeiteten. King fragte, ob England oder die Verbündetxn der russischen Sowjettegtstung matitime und militärische Untervüsung angebotenibätten oder anbieten würdcn, um Rußland die Häfen der .Murmcmkusje gxgeu Finnland und den demscben Etnfl-ß zu erhalten.
Lord Roben Cecil antworKete: Die angeführten Tatsachen find im wesentlichen richtig,. Falls die Sowjetregierung eine Aufforderung zu maritimem oder mckitätischem Beistand exßeben läßt, um russtscbes Gebiet gegen Deutschland zu Verteidigen, so wird fie eine wohlwollende Exwägung finden, aber ich bin zurzeit nicht m der Lage, w:!tere Er- klarungen abzugeben.
- Die nteralliterteParlamentarischeKonferenz wurde, kme * enter xneldet, gestern in der Royal GaUery des ParlamenthebaudeS eröffnet. Es sind vertreten: Englcxny, Frankreich, Belgien, Griechenland, Italien, Ruznamen, Portugal, China, Japan und die Ver- eimgten Staaten; Das, Programm umfaßt die Erörterung ber deutschen Wirtschaftlicher! Methoden, um die Vorherrschaft m der Welt zu „erlangen, die Donauschiffahrt, den Kanal- 1unnel und zczhlretche andere Fragen von Handelsintereffe. Unter den be1 der Eröffnung Anwesenden waren Mitglieder des Kriegskabinetis und andere Minister, die anierten Bot- schgfxer unb'Gesandien, die gegenwärtig in London weilenden thsterprastbentet) der überseeischen Dominien und Ab- geordnete der aUtietten Regierungen. Die Konferenz sandte ein): Kundgebung an den König Georg, worin sie den un- abänderlichen Beschluß der vertretenen Nationen bekräftigte, aUe ihre Anstrengungen der kräftigen und erfolgreichen Fort- setzung des Krieges zu widmen. Bonar Law hielt *eine WiÜkommensrede an die Vertreter, in der er nach der Er- wabnung des Untergangs des Hospitalschiffes „Llandoverx) Castle“ sagte: ,
.Diese Bespxechungen werden die zwischen den Alliierten 5e- sLeber-dxn Bande noch 671061? kuüvfen. Sie haben den Aliikukten bie Ueberjeuaung beigebracht. daß sie s1ch, ebenso wie fie fick; jexzt Schulter an Sch:ltex vor dem Feinde gegenseitig uuterstüßten, auch in der Zait bes Wiederaufbaüs näcb drm Kriege wscbselseitkg helfen müffey.
ck bm sicher, daß die Vertreter mit der festen Ueberzeugung nach Hause zuruckkebren werdsn, daß das englische Volk niemals ent- schlossener war 019 beuéx, den Krieg zu einem fieareicben End: xu FFCLZFUFnJZaFZi sYiksTlté die swirt)"«1ch1ftléäpben Kräifte, zu deren Bc-
' e*crrecrverammet «€, sind als die miUtäriscbem' b " n ck! weniger stark
Frankreich.
„Progrzzs de Lyon“ zufolge besprach die französische
Kammxr m der Stßung vom 28. Juni der Plan der Regie- rung, fux den Ankauf von LebenSmitteln und R01)- stoffen tm Ausland Geseüschasten zu gründen. Clem euxel trat sebr eindringlick) für die Annahme der Vor- lage cin. Durä) Vsrelnbeiüickpuug det Ankünfe seien Milliarden ge- spaxt nwrden. Die durch den (reien Handel bedingten Preistrekbereten seien zum Stillstand aebtacht worden. Tardieu begründete in langen Ausfuhrungen die Zweckmäßigkeit des Verfahrens, das von der Regierung der Verexnkgten Staaten längst angetvandt wwde.
N Rußland.
_ „ enter“ meldet aus MoSkau: Die Volkskommiffare aben xmen Beschluß aUZL'Vexstaatlichung der NaplYtha- mdustrie gefaßt. te Erzeugung und der Verkauf von Naphtha sollen StaaiSmonopol werden.
deutscher Hilfe beseiiigt wa?,
N Italien.
ach italienischer: Blättern ist ein Ausschuß von 600 bis 700 Mitgliedern zur Pxüfung der nach dem Kriege zu lösenden Fragen gebtldet worden, dem Persönlichkeiten 00er Parteien aus Kammer und Senat, Finanz, Industrie, Land- wirtschaft und Verwaltung angehören.
' Türkei. gebZJdEmganJ der ProvinzialLleichmimgext beträgt das Er- er er en tnneren n e s t '- lionen- türkische Pfund. he n gesam 14 Mil Amerika".
Der Präsident Wilson kündigte dem Reprä entanlenlau e an, daß die ngerung Maßnahmen bezüglichs des T)eles- graphen-und “„Fernspreckwrdienstes plane. Man wird, wie „Reujer“ mixteilt, versuchext, in dieser Woche ein Geseß durch- zubripgen, das den Prästdenfen ermächtigt, die notwendigen Scbrttte zu tun, um. emem drohenden Ausstand auf den großen Telegraphenlmien zu begegnen.
Nach emer' weiteren Reutermeldung“ aus Washington er- stgttete die A0101he10mmissron dem Repräsentantenbause einen g'unstigen Bettcht iiber ein neues dringendes (Heseß. in dem exne' Zusatzsuznme von 927 Millionen Danr für mili- tar1sche Etnrrchtungen vorgesehen wird.
Kriegsnachrichten.
Berlin, 2. Juli, Abends. (W. T. B.) Von den Kampffronten nichts Neues.
Großes Hauptquartier, den 3. Juli. (W.T.B.) Westlicher Kriegsschauplak. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Erfolgrxicbe ErkundungSgefechte. Stärkere Vorstöße der Engländer bei Merris und Moyenneville
(südlich von Arras) scheiterten. In örtli en Käm “en nordwestlich von Albert machten wir Gefangenceh. ps
HeereSg ruppe Deutscher Kronprinz.
Nördlich der Ylisne aben i ente rü ört' Kämpfx entwichelt. h sch h f h liche Zw1schen ArSUe und Marne hielt rege Tätigkeit des Feindes an. Teilanariffe bei St. Pierre-Aigle und westlich von Chateau-Thierty wurden abgewiesen.
, Aus einem amerikanischen Geschwader von 9 Ein-
betten wyrdxn 4 Flugzeuge abgeschossen. Leutnant Udet
erréan4hte5erefttssetnen 5.39? LexxttFnt L;.)otixmenlmrdt seinen 33.
un . u teg. eu nan rie r und V' [
Thom schaffen ihren 20. (Hegner ab. ck rzefe dwebel
Mr Erste Generalquartiermeißer. Ludendorff.
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cer M geben. Nachdem die finnländischc Sowjetregieruyg durch]
Oesterreichisch-ungarischer Bericht. Wien, Z- JUÜ- (W. T. „B.) Amtlich mkrd verlaulbarl: Die Ar1i1lerielätigkeit ist an der 00n4en ijalienischen Front seht“ rége. Ste steigerte sick) heute früh zwischen Brenta und Piave und an der unteren Piave zu namhafter Stärke.
Größer? Infanteriekampfbandlungen sind gestern tagsüber unterblteben. Der Chef des Generalstabs.
Bulgarischer Bericht. Softa, 2. Juli. (W. T. B.) Generalstabsbericht,
Mazedonische Front: Auf beiden Ufern des Ochrida- sees und an mehreren Orten im Tschernabogen von beiden Seitez1 Yurze Feuerüberfälle. In der Gegend der Moglena und ostltch vom Wardar trieben unsere Posten mehrere feind- liche Sturmtruppen mit Handgranaten zurück. In der Gegend vor den Stellungerx westlich von Serres zerstreuten wir durch Feuer_ mehrere grtechische AufklärungSabteilnngen. Im Tal der Struma beiderseits lebhafte Fliegertätigkeit.
Türkischer Bericht.
beékikäßtnstantinopel, ]. Juli. (W. T. B.) Amtlicher Tages-
Palästinafront:'Oestlich der Küstenbahn ging in der Nacht vom 29./30. Zum eine feindliche Kompagnie zum An- gkjfs vor. 'Sie wurde nach kurzem Gefecht abgewiesen. Zu betden S-x1ten' der Straße Ierusalem-Nabulus lebte die Ilrtiüerietaji kxtt auf. Mit sichtbarem Erfolge bekämpfte unsere Art: ene eine feindliche Batterie.
Von den anderen Fronten nichts von Bedeutung.
Der Krieg zur See.
Berlin, 2. Juli. (W. T. B.) versenkten unsere U-Boote 4“ Dampfer
15 000 Br.:N.-T. Der Chef des Admiralstabes der Marine.
' Wien, 2. Juli. (W. TV. Amtlich wird verlautbart: Zy den Morgenstunden des 2. uli stieß eine kleine Ab- tetlung unserer Torpxdoeinbeiten in der Nordadria auf stark ub,erlege_ne femdliche Torpedobootsstreitkräfte. Es exxtmtckelte slch enx lebhaftes euergefecht auf kurze Distanz, 1005er es unseren Etnlzeiten ge ang, einen großen feind- lxchxn Zerstörer in Brand zu schießen und einen zxzzetten schwer zu'besch'ädigen. Der Feind brach das Gefecht ab und 3.9“ 1 mb mrt überlegener Geschwindigkeit gegen seme Basts zuruck. Unserx Einheiten erlitten nur ganz be- langlose Schäden UNd außer einigen Leichtverleßien keine Verluste. Floitenkommanbo.
Lonbon, 1. Julz. (Reuter,), Die Admira1ität teilt amtlich mrt, daf; daSQospttalsckUff „Llandovery Castel“ (11423 Brnttotonnen) südwestlich von Fastnet am 27. Juni um 10 Uhr 30 Minuten Abends torpediert und versenkt wurde. 234 Mann der Besaßung werden vermißt.
Anmerkung _des „W. T. B.“: Wie aÜe ähnlichen Behaup- Zungen der enaltscben Admiralität dürfte es auch in diesem Faüe nicht den Tatsachen entsprechen, daß ein deutsches U-Boot
Jm Mittelmeer von rund
an dexn Schicksal des Schiffes schuld ist. Wie aus späteren Nachrichten hervorgeht, hat niemand an Bord des Dampfers ein U-Boot oder einen Torpedo bemerkt. Jedenfalls wird die Ursache des Verlustes auf eine englische Miene zurückzuführen sein.
Statistik und Volkswirtschaft.
Die Bautätigkk1t_und Herstellung von Wohnungen i'n den deuifchcn Sladten mit über 50000 Einwohnern im Jabre1917.
In eknem Beilagebeft zum „ReichsmbektF-latt' setxt das Kai er- xiche Stanstische Amt die seit 1903 aljiäbtlkch e1statseten Bexixbte uber tie BautäTJkeix und k7n_ W01)nun95markt in den über 50 000 Esnn'obnern zahlenden Städken des Deutschen Rekches fort. Fur ble Lcerwobnung-zäbluxg (13/1) Von ihm besondere Fragebcgsn versandt woxden, die 93 Stadte, in denen Zählungen Vorgenommen sind, 1eckneißg,auoxxefuüt haben; im übrigen wurden Lie regelmäßig im. ,R-t-Fskarbtttsblan“ exstatteten Vinteliaberexickxt: über die Bau- tätjgfeit der Arbmx x_ugtunde gelegt. Von ihren Ergebriffen sixxd die folgexdén UZ wichtigsten.
Bei der aUgemeiren Lage des Baumatktes im Jahre 1917 kann es nicht Wundernebmen, daß dix zahlenmäßigen Fcsjsteüunßcn in noch b?berem Grade als im Vonabre ein Daniederlirgeu der Bau- xgtiakekt erkennen Xaffen. An Gebäuden überhaupt wtisen )ur dax ber 1917 gegenüber 1916 einen erhöhten Zugana nur 14 Stadt: auf: Nurnberg (+ 159), Düsseldorf (+ 108), Mann- heim (+ 56), Dessau (+ 41), München (+ 31), Gelsen- kirchen, (+ 16), Augstrg (+ 15), Bochum (+ 12), Cöln (+ 8), Koblenz (+ a), Crefeld und Charlottenburg (je + 4), Bexlin -„ Schönebsrq und Lübeck (je + 1). In allen anderen beruhtenden Städten war dxr Zugana an Gebäuden im Jahre 1917 geringer als im Jahre 1916, zum Teil sogar ganz erheblich, wie in Buer *. W. (+ 126), Effen (_- 111), Dortmund (» 95), Breslau (_- 70), MuWch a. R. (- 65), Hambur (- 62), Brkmen (*- 59), Elberfeld (_ 57), Cassel (« 51). Es is? deshalb lebhaft _zu begrußen, daß das Kalrgsamt im Frühjahr 1918 neue Richtlkmeu fur die Kxicßsamtsfécllen zur Förderun der Bautätigkeit noch während des 371ng aukgkgxben und die Kr egSamustellen an- gewiesetz bat,_ sowejk eine _Wobnungknot wirklich best-bt und 11; D mglichkxkt ihrer B-efcitigyng nachgewiesen ift, die erfordxrlnben Bauten witham zu untetsiüßen und die" nöxigen Bauséoffe freizugebev. Zn einn" großen Zahl von Skadten wird die Mehrzahl der im Jahre 1917 neu erstellten Ge- baUOe nicbt Wobnungßzweckxn zugeführt. Dia dürfte darin feinen Grynd haben, daß _ tosern ubexbaupt gebaut Weiden konnte _ eive große An-abl von Neubauten fur die Herstellung von Krkeakbcdatf errichtet werden mußte. _Bei einem Veraleich mit den Vorjabten 1eiat sich, daß 1915 noch in 41, 1916 in 33, im Jahre 1917 nur noch in" 14 der be11chtenden Skädte mehr als die Hälfte der neuen Ge- kaude Wohnhäuser waxen, daß also troß d s zunehmenden Mangels an Kleknwobnunaen dte Bautätigkeit [ZW in einem von Jab: zu ZYHUFFYthend-m Umfang: der Erste ung von Wohngebäuden ju- Den Zugang an Wohngebäuden und Wo nun en 1 JFrdekäßFndF J'a7brdenthßenSYFt folgenden Zahlen exkenneß. E:
n ., eu m en, ' ü vorxlegen, err1chtet: ? r die verg1e1chba1e Angaben
1912 . 1913 . ]914 . 1915 . 1916
Wohnungen 61 335 45 220 32 330 13 171
4 685
Wohngebäude 8912 7017 5667 2464
966
1917: .' Z .' .' .' 428 1712.