1918 / 225 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 23 Sep 1918 18:00:01 GMT) scan diff

OesLerreichisch-ungnrischer Bericht.

Wien, 21. September. meldet: Italienischer Kriegdschauplaß.

Eine feindliche Unternehmung gegen Steklungsteile im Tonale-Abschnitt wurde durch unser Vernichtungsfeuer im

Keime erstickt.

In den Judikarien, im Conci-Tale, bei Meri und

auf der .Do chfläche örtliche Kleinkämpfe.

ZwischenBrenta und Piave beschränkte sich der Italiener mich den Mißnfolgen der loßten Tage auf schwächere Vor- stoße gegen unscre Taffon-Steüungen nordöstlich des Monte

Periica, die Me restlos abgewiesen wurden.

Westlicher Kriegsschauplas. Bei den K. und K. Truppen nichts von Belang.

Albanien. Keine nennenswerte Gefechtßtäiigkeii. Der Chef des Generalstabes.

Wien, 22. SZpiember. (W.T. B.) Amtlich wird gemeldet:

Italienischer Kriegsschauplatz.

Gestern überfielen auf dem Dosso Alto unsere Sturm- txuppxn einen von 1schecho=jiomakischen Leaionären verteidiyten (Hrabe-nabschnitt. Der größte Teil der Besaßung erlitt sein neidienies Schicksal. Sonst an zahlreichen SteUen der italienijchen Front Erkundungögefechie.

Westlicher Kriegsschauplav. Bei den K. und K. Truppen keine besonderen Ereignisse.

Albanien. An der ste wurden abermals italienische Angriffe ab-

geschiagen. Der Chef des Generalstabes.

Bulgarischer Bericht.

Sojia, 21. September. (WT. W.) Amtlich. General- stabdbericht vom 19. September.

Mazedonische rant: Auf der Cervena Stena und in dor Gegend von B tolia zeitweilig lebhaftercs beiderseitiges Artiüeiiefeuer. Nördlich Vitalia und im Ceinabogen wurden feixidliche Sturmabteilungen, die naeh ArtiUe1 ievorbereitung in nniexe Gräben einzudringen versuchten, durch Feuer abgewiesen. Odi21ich der Cerna fanden den ganzen Tag über schwere Kampße mit wechselndem Erfolge statt. Zwischen der Ortschaft (Hemg eli mid dem Doiransee erneuerte der Feind seine er- bitterten Angnf'se, denen ziemlich heftige Artillerie- und (Has- vorbereitung voranging. Nach hartnäckiaem Kampfe gelang es dem Feinde, zßitweilig in manche unserer vorgeschobenen SieÜizngen einzudimaen, aber durch einen schneidigen E":- azigrilff uuseter Truppen wurde er mit bedeutenden Verlusten fm: im vxrtriebew mid ließ_Gefangene in unserm Händen, daxunter einige gr1ech1sche Offiziere. Auf diesem Schlachtfeld, aux dem seit zwyi Tagen unsere tapferen Regimenter ihre SteUungen _in erbitterten Kämpfen Mann gegen Mann ver- teidigen, erlittder Feind außerordentlich schwere Ver- luste an Toten.

S*) ia, 22. Se tember. W, c:: B. vom 20-fSeptember,p ( » ) Generalstabgbcricht

Mazedonische Front: Nördlich von Bitolia und im Cernabog_en zerstreuten unseie Einheiten durch Feuer medrex'e feindliche Abteilungen, welche nach Artillerievorbe- reixung gegen unsere SteÜung-en vorzurücken versuchten. In der Gegend von Maribovo wurden heftige feindliche An- griffe" gbgemiesen. Unsere Einhciten machten serbische und iranzostsche Gefan ene. Oestiich der Cerna dauern er- bitterte Kämp e an. Unsere Front wurde mehr nach Norden verlegt. Südlich von Gcwgheli suchten englische Valaiilone fich unseren Gräben zu nähern, wurden aber blutig adgew1esen. Bei Doirnn erneuerte der Feind nach seiner Niederlage in den (exten Tagen seine Angrife heute nicht. YUÄLÜW des Tages wurden drei feindliche [ugzeuge abge-

wien.

Türkischer Bericht.

Konstantinopel, 21. September. (W. T.B.) Tagesberichi vom 20. September.

Palästinafront: Der erwartete Angriff der Engländer [mt begonnen. Nach befiiqstem Artilleriefeuer seßte am 518. September Abends der Kampf östlich der Straße Jeru- [alem-,-Nablu8 in breiter Front ein. Der erste An- sturm des Gegners zersckisllte cm der tapferen Gegen- wehr unserer Truppen. Um Mitternacht führte der Feind neue Trupyen ZUM Angriff vor. Der Kampf mit den daue_rnd verstäxkien Kräften wütete die ganze Nacht mit äußerster kaflßkeit, Bei Tagesanbruch war die Kxaft des Angreifers ngkochen und derSioß in der Linie Dschalud-Wadi_ AbuéZerka ciufgefangen; inzwischen eröffneten die Eimlandex auch , im Küstenabschnitt stärkstes Artilleriefeuer, 111"qu seine Schiffsaeschüße von See eingriffen, Nach zwei- stundiger Feuervorbereitung und nach erbittertem Nahkampf gesang ex- ihnen, in unsere SteÜungen zwischen Küste imd Eisenbahn Lidtul-Kerm einzudringen. Dem Druck des an Zahl weit überlegenen (Gegners ausweichend, xmhmen wir unsere Truppen in die Tul-Kerm-Stellung, m wxlcher weitere Angriffe des Gegners erwartet werden. ILM Jordan nahmezt wir Öcindiiche Tiuppenbewegungen im Yadiaudscha und m der egend Jericho unter wirksames Feuer. An der Straße Iericdo-Tell-Nemrin lebhafte Patrouiklen- und iiegertätiakeil.

Auf den übt gen Fronten nichts von Bedeutung.

K o n stan ti no p e l, 21. September. (W. T. B.) Tagesberichi.

Die schweren Kämpfe an der Palästinafront dauern fort. Die En iänder führen ihren Angriff mit be- sanenrem Nachdruck zwi?chen Küste und der Eisenba n.“ Zur Bxxkurzung unserer c"ront geben unsere Kräfte auch ößlich der k(xx'tfs-lebßakm "Za “tap ererStLZwaehr alXeZliFindlichenb Angriffe -2 «) gema n neue e ungen nör i rer iS eri en Linien. Sonst nichts Neues. h h g

(W. T. V.) Amtlich wird ge-

] Der Krieg zur See.

London, 21. September. (W. T. B.) Die Admiralität teilt mit, daß infolge einer inneren Explosion ein britischer Monitor am 16. September im Hafen gesunken ist. Ein Offizier und 19 Mann wurden durch die Explofion getötet. F ,Man werden vermißt. Man glaubt, daß ße auch o in .

Rotterdam, 21. September. (W. T. B.) „Maas- bode“ meldet; Der norwegische Dampfer „Gyller“, 533 Br.-T., ist vermutlich in der Nacht vom 9. gesunken. Der Segler „Kurier“ ist gesunken.

Wien, 21. September. (W. T, V.) Das Kriegsministerium, Marinesektion, teilt mit: Eines unserer Unierseeboote hat am 20. September frühmorgens vor dem Kop Rodoni (nördlich Durazzo) ein großes französisches Unterseeboot mit Torpedoschuß versenkt. Außer dem zweiten Offizier dieses Unterseebootes, Fregattenleutnant Eugen Lapeyre, konnte niemand gerettet werden. _

Berlin, 22. September. (W. T. B.) Im Atlantik versenkten unsere Unterseeboie 35000 Br-Rx-T. Die für unsere Feinde bestimmten Ladungen bestanden, soweit festgestellt werden konnte, aus besonders wcrtvoUen Gütern, u. a. Kohle, Viiumwoüe, Petroleum, Holz, Stückgüter und Lebensmittel. Die Versenkung mehrerer Schiffsladungen Kohle ist besonders bedeutungSvoll im Hinblick auf die wachsende Kohlennot in alLen feindlichen Ländern.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Koloniales.

_Dic Dentsche Kolonialgeselschaft vkröffentlicht folgende Erklarung: „Die englische Prolpaganda bemüht sich, angebliche oder tatsachlich Verfehlungen einze ner Bkmnien und Offiziere in dcn deutschen Kolonicn zym Ausgangswmtt für eine Verächt1ich- machung der gksamtsn deutschcn K*olonmlverwaitun mit dem Ziel zu mackxcn, die Welt davvn zii überzcngen, daß dre Annekxion dcs de*u1]„che-*n Koloniaibésijses duns) England eine Pflicht der Menschlich- kxit im Jntcre'sc der Eingeborsncn sei. "Kürzlich ist sogar ein amt- 1tchcs Blaubu 11er 'die (Hrsuel dcr dcuticben Kolonialherrscbast Ver- offentlicht xvorde'n. Die deutsche Regierung und dsr Dkutscbe Reichstag nJerdcn, wie Wir bestimmt annehmen, die geeigneje Antnwrt auf diese heuchlerische Anmaßung ffinden, die fick) um so merkwürdiger aus- nuxtmt, als sie nyc!) tm fün ten Krikgsjabr täglich durch die Taten unierer, geacxn dreifache Uebermacht kämpfenden farbigen Schuß- mwpe m Ostainka widerlegt wird. Nichts kennzeichnet im übrigen den offens1chtltchen, Zwick und die Unebrlichkeit der englischen Heße bkffxr (110 die Tatsache, daß fie zum Teil don Leuten ge- traga'n Wird, die, wie_Sir Hany Johnston und dcr Misfionär Harris„ auf Grund ihrer eingehenden Kenntnis der deutschen Kolonialverwaitung dor dcm Kriegs einer Vergrößerung des dentsxhen Kolonialbesiyes in Afrika auf Kosten Frankrkicbs, Bxlgtens und Portugals das Wort redeten. Harris hat diese Ver- gwßerungcn 1914 gerade im Jnterssse einer Besserstellung der Ein- gxdorenen verlangi und die Behauptung Vertreten, das; dicse im fran- zosischxn und .be] ischen Kon :) fich für Dsutschland entscheiden würden, wem) tionen dic ahl gela1en würde. Wir begnügen uns mit dieser Festiteiiung_und find im übrigen der Meinung, da England, das die TaSmamer _ausrottete, die 14000 Burenfrauen inmordete und nach, dem Urteil de? früheren amexikanischen Staatssekretärs Bryan Yidten „durch „'[egalt'fier'te Plünderuné?“ aussaugt, a]s Wächter der * enschltchkett eme reichlich komische Tolle spielt.“ (W. T. B)

Gesundheitstvesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregcln.

AmSonnabend Vormittag fand in Budapest die feierliche Er- offnung des Kongresses statt, den die Aerzteabtcilun der re1chs_dcu,tschen, der österreichischen und Ungariécben un'd turktscl)en Waffcndrüdérli ladung der 1613than decan taliet. Der Zandelsminisier Baron Josef Szterenixdhtelt cine nsprache an rzberzog Josef Franz, der den Konig Karl vertxat, und an Erzherzogin Augusta. Der Erzherznog amwoxteie Mit einer Anspjache, in der er namens dxs Konigs exklarie, daß der König dem Plan der Er- richtung von arziltchen Fortbiidungsakademien besonderes Wohl- woliexi entgegenbrmge- Dcr Erzherzog wies ferner auf den wickzxigsikn Gegenstand chr Beratung der Tagung, auf die Vekampfnng der Malana" _bin und bob insbesondere die Versoxgqu dcr x„Kriegsdesclyadtgten [)LLVN, welche mit Hilfe der ar„flichen Kunst wieder zu cnverbkfäbigkn Menschen (3- macht wsrden soUen. Sodann ergriff der Hofrat, Profe or Erntl _G x_oß das Wort, um namens der medizinischen Fakultat die ersammiung zu begrüßen. Namens der ungarischen “Zizegierung „begrußte die Versammlung Unterrichtßminister Graf „whaxm icht), namens des Ministeriums des Aeußcrn Graf Ludwrg Umbrozy. Sodann richtete der Bürgermxister B :) dy naznens der Hauptstadt an sie einem herzlichen Willkommengruß. Der Fuhrer der deutschen Aerzteabteilung, Minisi:*rial- direktor Professor Dr. Kirchner, cntledigte sich zunächst des Auf- trags, der Versammlun die Grüße des Deutschen Rsich- kgtzzlers und der Veicihsieijung owie die dc's Prä- sidiums 11110. des Vorstands „der Rei sveutschen Waffenbrüdar- lichcanrctmgnng _und dsren arztlicber Abteilung zu übermitteln; dan_n erorterje Lx die Entwicklung der öffentlichen Gesund- heitéprleae in den letzten 50Iahren vor dem Krie e, die semßr Uc-berz'i-ugnng nach einen wesentlichen Anteik daran ha (3, dgß die, wxrbu11d€tctt Völker gesund und [eistungsfähig in die]€n beispiellos schwerxn Krieg einqktrsten wären. Durch dig En11v1chlung zadlrerchcr leistungsfähiger Fotschnngsinstituie nzaren, 1791]: der_ Redner „W. T. B.“ zufolge aus. fuhrte, die Bedingungen für ein gesundes Leben, eine gixte Ernahrung, Wohnung urid Bekleidung festgestellt Worden. Zahl- reiche bcmttt'elte thssensckyaftltckye Vereine hätten die Ergebnisse der FYLsÖUUJ' in die Paxis überseßt, und die Regierungen dk!) Lander, die Verwaliunézen der Städte und Kommunen bä1ten sich dies ach" zum „Beten des Volkswohis zunußen gemacht. Ueberali Waren" Einztchtungen für eine zWLckmäfzige Trinkwasser- Versorgung, fur eme emwandfrsie Beseitigung der AbsaÜ. stdffe gexwffen und Anstalten _zur Untersuchung der Nahrun s. mrttel 1owck_ zur „Seuchenbe'kampfung errichte!!! worden. J . foigedessen hatte die Verbreitung von Krankheiten, insonder- bett der sogenannten lekskranklwiten, von Jahr zu Jahr abge- nommen, damit, auch die Stcrblichkcit bei gleichzeitiger Zunahme de'); diirchsciwtttlicben Lebensdauer. Auch die Heercsverwaltungen waren m ztslbcwußter,Weise dem Beispiel der Zivilverwaltung ge- folgt. Als der Weltkrieg ausbrach, zogen die Heere ausgerüstet mit aUem. was zur'Erhaltung der Gesundheit der Truppc'n erforderlich zvar, ins Fsld hinaus;, Dabex wäre es gekommen, da noch niemals w wenig Seuchen Wahrend enzes Ktie es geherrscht hatten, und daß Von den Yerwyndeten"1ioch ztie'xnals ?() viele felddienstfähig in die Front zuruckgekebrt waren,_wre m diesem Kriege. Daher wären aber auch die Völker in der Heimat von Seuchen versckpvnt eblieben und

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hätten bis jest alle„mit dem Kriege Verbundenen ntbe run ohne größere Beeintraabtigung ihrer Gesundheit übersiandeL. LY;

chen Vereinigung auf Ein.-

sines Vottra s führte der Redner aus, [ ge (heben miÉte, um das Vo-de tandpunkt zurückzuführen,

zwciicnd Nik?" d alles na em rte (“11 . _ baF) als möglich auf den gesundberzltchen . den es vor dem Kriege gehabt hatte. Die schweren Verluste an Menschenleben müßten durch doppelte Sorge für jeden einzelnen, bc- sonders ür die Jugend und fur das beran_waxbsende" Ges Zecht wieder außgeglixpen Werden. Besonders „nachdrucklich mußte ur die Vr- kämvfung der Säuglingssterblickykett, der Tubßrkulose und anderer Volkskrankheiten eingetreten werden. Die auf_ diesem Gebiete tätigen amtlichen und privaten Veranstaltungen mußten in zweckuxäßigex Weise zentralisiert Werden durcb, Errichtung von WohlfahrtSamtem in den rößeren Städten und m den Kreisen. Fur diese Arbeiten müßten *esonders geeignete Persone!) gewonnen werden_ duxch Ans- bildung und Anstellun von Fursorgennnen; Das Land musse uberzogen Werden von eincm di ten Ney bakxcrioxlogiscbex Untersucbmx Sanftalten sowie von Berafungsstellen fur Sauglrxige, fur Tgberkuw :: und ju]; Gesch1echtskrankheitem Besondere ; ursorge musse der Volks- ernäbrung zuaewendet Werden durch * erxnebrunx) und bessere Aus. gestaltung der NahrungSmitteluntersuchunxmeter. „as gesamte Gxsund- beitStvesen tnüffe einheitlich und zt'e]gemaß ausgehtldet werdet) m den Städten, Kreisen, Provinzen und m den Zentralmstanzen. Die Kreis- od'er Bezirksärzte müßten voübxsoldete Staatsheamte werdeZn imd von der gerichtlichen Tätigkeit befreit werden, damit sie sich leotlechjbren gesundheitlichen Aufgaben zuwenderi konxkten. Anzustrebxn ware fernxr ein eng-s Zusammenarbeiten_ der ]eßt im Kriege verbundetenBölkex und ein gegenseitiger Austausch der Erfahrungen auf dem Gebiete dsr Gesundheitspflege und des gesamten Gesundheitswesens. Dann dürfte man die Hoffnung hegen, daß die durch denWelxkrieg perursaÖten Schädgn bald wieder ausJeglicben würden und die Voiker m den Stand geseßt würden, fich mit Tatkraft und Erfolg den vielfachen kulturellen Auf- gaben zu widmen, die nach dem Frieden an sie herantxeten würden. Denn alic-r Sckowarzseberei zum Troß durfte man davon uberzeu t.sein, daß nach dem Friedensschluß Handel und Verkehr; Kunst und tffcn- schaft wieder mutig ihr Haupt erheben und sich m glänzender Weise entwickeln würden. Den dann an uns herantretenden Aufgaben könnten wir aber nur gerecht Werden, wenn _unsere Völker an Leib und Seele gesund wären. Die Gesundheit ware aber auch deswegen erforderlich, damit ein etwa aufs neue erfolgener Angriff blut: und beutegieriger Feinde mit demselben Erfolg zuruckgeichlagen Werden könnte, wie es jest mit Slcherh€1t zu erivarten xvare. Der Vor- jragende sch10ß mit einem Appell an den Mut, die „Entschlossenheit und an die (Einigkeit aller Glieder der'verbundeten Poller.

Weitere Vorträge hielten der GeHeimx Obertxiedizmalrat, Professor Dr. Dietrich über die ärztliche'Foxtbildungzn Deutschland„ Pro- fessor Dr. Adam über die Organiiatwn der arztltxhen .or1btldung, Obermedizinalrat, rofessor Dr. Nocht, Hannover, uber zeTherx-pie der Malaria und (, edeixnér Rat, Professor Aschoff, Freiburg, iiber den medizinischen Unterricht in Deutschland.

kv-v-q

, Kopenhagen, 19. September. (W.T.B.) .,Nationaltidende“ meldet aus Stockb olm: Infolge der ungeheuxen_Ausbreitung ,der spanischen Grippe im Heere beschloß die Regierung, die die's, 'äbrigen Herbstmanöv-xr ausfaüen zu 1assen und die „Einberufung der Rekruten bei verschiedenen Regimentern binaußzus tebexi. Bts zum 16. September sind im Heere 21000 Fälle von panischer Grippe gemeldet worden.

Bern, 20. September. ZW. T. B.) „Progrés de' Lyon“ meldet aus Madrid das Antreten einer neuen gebeimntkzvollen Krankheit, die sich in ganz Spanien, besonders abxr, tn der Madrider Garnison, bemerkbar mache. Madrid ver eicbne bisbex 4000 Fälle; die ersten Symptome [seien die der spanis en Krankheit, die jedoch schnell in Typhus umsch age.

__.

(Forrs'eßuwg des Nichbamilichen in der Caskm Beilage.)

„...-......»-

Theater.

Königliche Ichansptele. Dienstag: Opernhaus. 1.97. Dauer- bezuaSVorstellung. Dienst- und Freipläße smd aufgehoben. Die Fledermaus. Komrscbe Operette mit Tanz in drei Akten von Metlhac und Haiévy. Bearbeitet von C. Ha ner und Rickard (Heneie. 'Musik Von Johann Strauß. Mufikali cbc Leitung: Herr KapeUmctjiex Dr. Besl. Spielleitung: Herr Holy. Ballett: Herr Burwrg. Anfang 7k Uhr.

,Snchaus „ielhaus. 198. Dauerbezugsvorsiellung» Dienst: und erxplaße md aufgßboben. Dic Versuchung des Diogenes. Em Akt von Wilhelm Schmidtbonn. Spielleitung: Herr _Dr. Bruck. - H1erauf:„Der zerbro ene Krug. Lustspiel m einem Aufzug von einrich von Kleit. Spielleitung: Herr

Dr. Bruck. Anfang ?ck 1 hr.

MUMM: Opernhaus. 198. Dauerbezugsvorfiellung. Dienst- und retvlaße smd aufgehoben. Mignon. Oper in drei Akten von * mbrorsx Thomas.. Text mit Benußun des Goefbkstben Romans „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ von I?.)?ichel „Carreß und

Jules Barbier, deutsch von Ferdinand (Humbert. Anfang 7k Uhr-

_Sébauwielhaus. 199. Dauerbezu svorstellung. -Diensi- und xzretpiaize find aui _cboben. E mont. rauerspiel in fünf Aufzügen yon Goethe. Mu ik don Beet oven. Anfang 64 Uhr.

Die L_lUSJabZ „dex Oktober-Dauerbezugskarten ür 29 Vor- siqÜititgcn im Kontgxli en Opernbause und 30 VorteUun en im Kor1tgltchcn Sckoauspicllause findet an der Königlichen beatcr- dauptkasje gsgen Vorzemnng der DauerbezugSv-xrträge von 9k bis 1 Uhr statt, und zwar: (1131 „26. d. M. für den 1. Rang, das Pakkklk ZYX) d??? 32'JYMJ ddkss Jom iYen OOvcrnbauses und am 2171. d.lM.

. ng, 6. omni en ernbaues und ür (! a ' gattungen dcs Koniglichen Schanspie auscs. s 1 P 8

Familiennachrichten.

Verehelicht: Hk- Oberleutnant Co 1 t' ' " “lk mit Frl. Eleonore von Willich "(ÖsoTZZJvM LMG und Wi au

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Rudolf von Kleii- eeritz (z_ Zt- .) 75.33». M. .. «» - "* rn. . - _ G sHanse'Wnn (Bonn a. Rh.). eglekWsaffeffor FUL D von e torben: Hr. Oberstleutnant a. D, G , _ 11 n siedt). _ Hr. Rittmeister a. D. HIFI vYZÉWÖZZS X()YYFß: & .

MistiBl'.-“_ „. ((Göttißnéicn;r in) Dr Oberstleutnant OScar Palizacus

Vevcmkwortkicber Schriftleiber: Direktor Dr. Tyko [, Cöarloiienbura.

Veranbwortlich 'für ,d??? AUM enteil: DStV t- . *„ , tea Rechnungsrat ZK e -n g 8 r i n HrisnekÉrererKGes-ÖTÜM Y

DVTW Mk Geschäftsstelle (Me ng er i n g) in Verdikt. ] ru der Norddcurschen Bu ck - 't «...... «..., WWF.“; x.“? »...... axz»„]

Sechs Beilagen.

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zum Deutschen Reichsanz

„zx, 225.

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Yichfamsliäjes,

Oesterreich-Ungarn. Der schweizerische Gesandte in Wien at dem Minister des Aeußern Grafen Burian aufh GrLFkHeesFiF f)]itteilung seiner Regierung zur Kenntnis gebracht, daß der ck

ranziifisck)? Minister des Aeußern Pichon mit einer an den weizerischen Gesandten in Paris gerichteten Zuschrift vom 19. September „den Empfang der Note der österreichisxh-Ungaklsäxen Regierung vom 14. Sep- tember _bestatigt und, wie „Wolffs Telegraphenbüxo“ mit- teilt, „hierin bemerkt hat, die französische Antwort auf die Eroffnungen des Grafen Burian sei in der am 17. Sep- tember vor dem Senat gehaltenen Rede des französischen Minisüxrpräfidenten Clemenceau enihaiten. deren Text dem französischen „Journal Officiel“ vom 18. d. M zu ent- nehmen sei, ' - Graf Tisza _ist nach einem mehrtägigen Aufenthalt in Agram nach Sarajewo gereist, wo er mit hervorragenden Führern der Mohammedaner und Serben Besprechungen batte. Öluch stattete er dem orthodoxen Metropoliten Letico und Bischof Starlic einen Besuch ab.

Großbritannien und Irland.

Laut „Reutermeldung“ hat die interalliierte Arbeiter- ]agung am 20. d. M. unter dem Vorsiß von Brouckere (Vel ien) nachstehende abgeänderte Entschließung über

,Ru land mit großer Mehrheit angenommen:

,Die Tagung, '1ft der Meinung„ daß in Uebereinstimmung mit Artikel 6 von, Wilsons 14 Punkxxn die e enwärtige Anstrengung der alliierten Regidrurxgen, dem russUcheri () ke Beistand zu leisten, nur von dem„aufctchttgen Wunsche aexeitct werden darf, Freiheit und Demokratie zu erhalten, um den Frieden dcr Welt zu schüZen, in dcm wertVoUe Ergebnisse der Revolution dauernd gesichert werden können.

_ Frankreiil). _

Die Kamm er hat laut Meldung des „WolffschenTele- graphenbüros“ mit 467 gegen 4 Stimmen die Kredite in Höhe von 12 Milliarden 200 MiUionen Franks für militärische und außerordentliche bürgerliche AUSgaben für das 4. Viertel-

ahr bewilligt. j , Rußland. .

Die „Isweftija“ gibt folgende Schilderung von der Beiseßung des erschossenen aren, die naeh Presse- meldungen die Truppen der Vol sarmee ,in Jekaterinburg veranstaltet haben:

' Die Leiche das früheren Zaren, die an der Erschießungssiätte im Walde beerdigt war, wurde aus dem Grab genommen, das nach An- gaben von !Personen geiundcn Wurde, denen die Um fände der Hin- richtuné be annt waren. Die Exbumierung geschah in egenwartvieler "Verne er der obersten geistlichen Geivalt W€s1sibiriens, der örtlichen Geistlichkeit, der Abgeordneten der Volkßarmee, Kosaken und T1checho-S1owaken. Der Leichnam wurde in einen Zinkfarg, der in eine kostbare HolzbüÜe aus sibirisclyer Zeder Fsaßt wurde, gelegt; dieser Sarß wurde unter dem Schu einer hrxnwache, bestehend aus dem 0 ersten Kommandanten der olksarmee, m der Kathedrale von Jekaterinburg auigesteÜt, Von wo er zur zeitweiligen Beiießung in einem besonderen Sarkophag nach Omsk gebracht werden sol].

-- Das Kommissariat der Völkerschaften in Moskau hat obiger Quelle zufolge die sofortige Registrierung aUer auf dem Boden der Räterepublik befindlichen südslawischen Bürger, wie Serben, Kroaten, Bulgaren, Slowenen und Tschechen, angeordnet. Die Maßnahme „wird mit der kontra- revolutionären Tätigkeit der südslawischen Reaktionäre begründet.

-- Nach der „Prawda“ äußerte Sinowjeff in der 7. Stadttagung der Kommunisten in einer Rede über die

Friedensfrage u. a. folgendes: , _, Die FriedenSaussichten seien ering, weil die anglq-franzoszscbe Koalition in ftrate ischer, ökonomi cher und Politiicber Hinsicht einen

Augenblick duxchle t, der ihr als entscheidendster ers eint, weil

Snschen und materielle Kräfte stLLS in . größexer “inzahl zur Veriü ung der Ententemächte standen; seit Kriegsanfgng war das ZifferUVerdältnis der matexieüen und Menschenkrafte stets IUUUJUnsten Deutschlands, und doch hatte Deuschland dxe b,?khand- Wodurch gelang daS? Dur vortreffliche, Orgazn- Mon und Ansturm; während England ert zu KriLJSzeiten 1euze „rmee bilden mußte und zumal Amerika vier Jahre brauchte, dam1t d)? Ententemächte Deutschlands Vorran ausgleichen konnten. 'Jßßt sindÉk im Vorteil, und daher reifen Ze an. Amerikas Armee" wn'd em iegsfaktor und die Ameri aner werden zu Zehntausenden an die Westfront geworfen, ob [eich sie au_, wie es den'AMerikanxerxi ge- bet- nach amerikanischTm Muster ügen, und weiin sie Ziffern anfubren, zivei Nullen gestrichen „Werden mussen. Doch Ludendorff erklärt, daß die amerikanischen Nxsewen an der Westfront in Betracht “gezo en werden müssen. Lachexlicb ist Zs zu BIWAK daß dort durch Wa cngewalt etrvas emtschixd9n Werden konne. xe Saison wird mit der alten PofitionSplackerei m den Schüßxn- grgben abschließen. Die Hauptiakwren, England und Nmertkg, wxMscben nicht, Frieden zu schließen, besonders Amexika,“ wxlcbes wie keiner „slch durch den Krieg bereichert hat, so daß “es nicht weiß, wohin "Uk seinem Golde!

** In dem wichtigen :Babnknotenpunkt Koslow .vor.

*Wor'onesch ist* dem. .,W'ieneer. K. TeleKraphen-Korrespondetciéz;.

bÜko“ zufolge) eiiie * weiioerzmeigte V e_c ck w 6 ru" n g e n t d e

eiserne " Kompagnie der oten Armee trat zu den Ver- chwörern über. Zwei Regimenter blieben jedoch der Re- gierung treu. Die Unterdrückung des Aufstands geht im ganzen Kreis vor fich. _ . Belgien. klärt d Der bell“ e Miniter räsident Cooreman er en Central Z'Lenßlzsisxhzufolge,s 'in die belgische Regierung

hren Standpunkt bezügli

!, der allgemeinen riedens- bevi"gungen und der Wiederaufnahme der

Wischen den ver iedenenStaaten nur in vollständigem Einvernehmerxchmit den Alliierten festsesen wird..

- Dänemark. Das dänisch-amerikanische Uebereinkommen, das. am 18. September in Washington unterzeichnet worden ist

_ , xndendeH-„Sorp etsFIqwcnyux-xd, dym» "Kriegsé wNiffcékéKdTiickZivii ch"?"go[éiiétk*nj)ü'rde. “* Dié'xso'gmäsnnte“

éziehungen _

Erste Beisagé

u'nd 15 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft tritt, semi nach einer von „Wolffs Teiegrovhenbüro“ verbreiteten Mitteilung des Ministeriums des Aeußern Dänemark die Ausfuhr einer Anzahl von Waren jährlich zu, unter anderen:

Dungsioffe 33 333 Tonnen, Reis 4000 Tonnen, Sago, Tapioka und Erzeugnisse dadon 3000 Tonnen, Aepfel, Bayanen und Zitronkn, 7000 Tonnen, gedörrie Früchte 3000 Tonnen, Kaffee 16 000 Tonnen, Tee 600 Tonnen, Petroleum und andere Brenn- und Schmieröle 80000 Tonnen, Kupfer und Kapferfabrikate 3500 Tonnen, Eisen und Stahlprodukte, darunte'r Schiffbaumaterial, 150000 Tonnen, fkrner Motoren, Automobile und Teile davvn, doch ohne Ringe, eleitriscbe Maschinen, Fahrräder und Teile davon, doch ohne Ringe sowie andere Maschinen und Maschinenteile, alies nach dem wirkli en Bedarf, Blei und Zink je 3000 Tonnen, Kurzwaren nach dem wirklichen Bedarf, Baumrvolle und BaUMWanbfaU 5000 Tonnen, Baumwvllgarn 2000 "Tonnen, Banmwoilwaren 4000 "Tonnen, Hanf 3000 Tonnen, Seidenmaren 200 Tonnen, W011]: und Woilgarn 1500 Tonnen, Wollwaren 1200 Tonnen, Pflanzen- faser 1000 Tonnen, schwere Häute 3000 Tonnen, Rodgummi 130 Tonnen, ?abrradringe 100 Tonnen, Gummischude 100 Tonncn, (Gummireifen ür Kraftwagen und Kraftfahrrädkr 250 Tonnen, andere Gummiwaren100Tonnen, Tabak 5700 Tonnen, Soda 12 500 Tonnen, Cdemifalisn und Apothekerkvaren nach dem wirklichen Bedarf, Ajphalt 2250 Tonnen, Vegstabilische Gerbstoffe 6000 Termen.

Nach dem Uebereinkommen wird von der in der Ueber- !ahrt beschäftigten Tonnage die zum TranSport der genannten Waren nötige Anzahl Schiffe ur Verfügung Dänemarks ge- stellt, der übrige Teil der dänisckzzen Tonnage, der in der Ueber- fahrt beschäftigt ist, verbleibt zur Verfügung der Entente.

Rumänien.

Der König hat eine neue Zensurverordnung für das Moldaugebiei unterzeichnet, , de en Bestimmungen eine Fr änzung des Geseßes über den elagerunJSzustand dar- e en. , = -- In der Kammer wurde eine Geseßesvdrlage einge- bracht, durch die das Finanzministerium zur Ausnahme einer inneren Anleihe ermächtigt wird,

Bulgarien.

Die „Bulgarische Telegraphen-Agexitur“ erfährt aus Babadag (Nord-Dobrudsckoa), daß dort. der zweite Nationalkongreß Yusummentreten wird, Bis zum 15. Sep- tember waren 31821 geordnete aus unmittelbarer) Wahlen der Bevölkerung hervorgegangen, darunter223Bulqarerch34 Rum änen, 20 Lipwanen, 15 Türken, 10 Deutschei L Ukrainer und je 3 Juden und Tataren.

Amerika.

Das amerikanische Staatsdepattémeni bekprxckxi in einer amtlichenErklärung die Bitte Hollands „„um Lebens- mittellieierungen aus Amerika. In der Ekklärutiß-wird, mie „Wolffs Telegraphenbüro“ mijieilt, darauf hingewiesen, daß 4000001 holländischen Schiffraumes ungenüßi in europäischen Häfen liegen, und die Erwartung aUSgesmochen, daß die hoÜändische Regierun dem Beispiele anderer Neutraler folgen und die allgemeine W ederaufnahme des Handels durch Authebung des Ausfuhrverbotes für seine Schiffe wieder ein- leiten werde.

Asien.

Die „Dai! Mail“ meidet aus“ Wladiwostok, daß der Führer der Ts echo-Slowaken, Oberst Guida, eine Pro- lamation an die allrussische Regierun und. die tschechoaslowakischen Truppen ausFefertiFt at, in "der er aUen Eisenbahnangesteliten und -teegrap isten befiehli, unverzüglich den Ausstand einzusteüen und - die Arbeit wieder aufzunehmen, sonst würden (Jie vor ein KriegSgericht gebracht und erschossen werden. Au alle Peisonen, die der Sabotage schuldig befunden würden _oder dem Militär Hinder- nisse in den Weg legten, winden fünliert werden. _ '

» Nach einer von der „New York Evening Post“ vex- öffentlicbteu Korrespondenz aus Tokio ist bei einem Anfang Juli abgehaltenen Kronrat eine ungeheuere Vermehrung der Land- und Seestreitkräfte beschlossen WUWLU. Die Armee, die bisher einundzwanzig Divisionen zu je vier Ne- giMentern zählte, sol] mit einem Kostenaufwande von 174 Mil- lionen Yen MZF zweiundoiexzig, Dioifiouen zu je drei Re- gimentern erhöt werden, die in 21 Armeekorps zerfdlien. Die Marine soll auf 8 Schlachigeschwader zu-]e 8 Linien- schiffen nebst einem Kreuzergeschwader von 8 Panzerkreuzem gebracht werden, wofür die Kosten auf 1060 Millionen Yen veranschlagt find. Ueber den Zeitraum der Durchführung des Pio ramms, deffen Annahme angeblick) dasxjapanische Volk als ochbedeutsam ansieht, verlautet nichts. _]

Verkehrsinesen. Mehr aks 7400 neue Postsckpeckkunden find im August

' dem Postscheckverkehr des Reichsvostgebiets beigetreten. .Die Zahl

.der 'Postfckyeckkundsn hat EndaxAugust. 230 000 überschritten. AUT “den Konten 'sind- im “August 11871 MiÜiarden Mark ?umgese worden, davon.8,745-Milliarden odex 73,6 vH. barlos. D s dur - x-sÖnittliiXäeZngYek»der-(Pdsticbxckkunden T*“.im .August * stellte .fichZauf 788“Mi ionen“ ark.“ Vordrucke zu Anträgen auf Eröffnung eines Postscheckkontos sind bei jeder Postanstalt erhältlich.

___-.___!"

,Im Telegramm'verkebr nach Oesterreich und Luxem- burg gelten vom 1. Oktober ab dieselben Wortgebübren wie im innérdeutschen Verkehr, d. s. 8 .,5 fur das Wort mit einer Mindest- gebühr von 65 „_5. Im Telegramuxverkehr nach Ungarn und BoSnien-Herzegowina betragt die Wortgebübr vom gleichen Zeitpunkx ab 10 ck mit einer Mindesigcxbühr von 85 ,x.

“"A.-*

Im Verkehr mit Ungarn wird infolge besonderLr Veébältniffe in diesem Lande das Meistgewicht der Briefe Vorübergend auf -

250 Gramm beschränkt.

Der Privatgüterverkebr vori Deutschland und Oesterreich-Ungarn nach Rumänien ist wieder auf-

. zwisehen

eigei und Königlich Preiißißckzsn SiaaisUnzeiJN. ““N"-MW- 1" W.,

genommen. Wie „W- T. B.“ mitti-iiiQrvixd dxx chrisi“; ,in der- 1€lben Weise wie vor Viuéx-brmi) dLI KNSJLZ mit *.)1111111111611 LT"-

fOkgLN- Di? Warsn wsrdsn auf déniichkn, Östxrr-xiciIiWéln“Und MINICOM Sammslijaiidndn VLLWTCU und tn gsicwoiiczwn

ZÜJSU bis 311 kW rumäniscHLN Vkrtsilxingssiäxiomsii _gchrth. ie ZÜJS, dis aas DkUisciUMd kommsn, 1136108110113 „GJrniLn . Züge bezkiclMei, wädrsrrd diéjsnigkn aas LLUsrr-Kici) Uiid iWZKr-Zi „Merkur“-Ziig€ génarmt WELÖKU. Dis (rsti'n „CarmStYU 11er „MMU - ZÜJL werdcn bsrkiis Anfang Oklodsr in Butarkit 611111761761]. Ariikel aus KUNST, Nissfing und ähmlickxen Sparmetalien Wir]? Warsndas Bamnone, Wolic und dcraleicixn Rodstcffsn sind yon 1361 “Yasmdr angkschloffi'n. Die Ersten Zügs werd€n größere Msngen cm !yixflichsn BLdariSartifßln bsreindringén, und zwar in LULU? Lime Emmi», GMS, PorzeUan, Kleinciscnwaten, Werizeuge usw.

Theater und Musik.

„Kleines Schauspielhaus.

Max Rsinhardt hat 12821 flkinexi Büixnxnsadidxr Hochichuie "für Musik am Sonnabknd zUr dramaiischsn VLNUÖÖUÜUE gönmcix, 'aZt er dort Siegfried (Hiedions drki Akt? .Albélt“,ÜUUÜÜTCNKUSJ. Dsr Vsriaffer, Ein jUUgSk (“Zckyweizeu läßi sich darm__m dialogimcrtér Form übér das Tdsma „Arbeit“ (2118; von deaxiiciW BROWN]; ist in feinen drsi Akten kaum €i11 HaUcb zu VLkWÜWkl. Die Arbeit als Mittel, Um zu Wohlstand und Macht JU'JLÜTMQLJ, die Arbeit als seidsigeniigsame Besch3ftigimg und US- AWM a]s Ideal, die das Höchste für die Gsimxiibeii, M die Menschheit anstrébt, das sind die drsi Mögicdertkn, U: 6: zu eyörkern Und durch Beispiele zu erläUtexn ]Ucht. Wynn auch manchks flug? Wort, mami)? beberzig:n§Mrte 267.711?" Ovr- ettagkn wird, es ist doch aiies nur GMDS Über einsn gcwgbiisn LGLgcnstand, kein Gestalten, das auf der Bühne Leben gswinn'sn xdnnic. Der winzie Kern won Handlung [wgi darin, daß ein TUJÜOPUZ, Miche?! fi nach iruch1bring€nder Tätigkék skdnt, sick) zurzaäxzt von dem JdeaLiften ab- und dem Ardkianemche-n znwkncet, _xvcxl ]“.e glaubt, als deffén Gattin auf sozialem chist niißlici) schaxssxi und wirken zu können. Reumütig aber keiyrt sie, da dsr Yiudcxe 118 schon als Braut schipählick) betrogen bar, zu dem staiistén zurück, obwohl dieser unter dem Vorgehen, mitieLmäiiigß LLiitUNJLn zu vetacbi-xn, eigsntiici] nichts tnt a]s träumen und schwärmen. Die Darsidiixmg ume: Ferdinand Gregoris Spielleitang nadm das Ganze zu Khmer, a]s" d.;ndle es sich um tiefste DassinSmtskl und nich! um ziexniicd "iiilaglichs. Ein leichterer Ton und em beschwingtsres Zeutmax; dätikn dicilsxckxk den Erfolg lkbhafter gesiaktet, der so nUr marx und aach mch un- bestritten 5154). Besonders nahm Fräulein Pünköddy die Erwadnte Braut, ihre RoÜe zu tramsci), und auch Johannss Rikmnnn war als Vertretkr des Idealisten aÜzu pathe-tisck). AUNSÖMOMS LCÜTUDJSN boten die Damen Kapser und Angeciicin, die Yerrsn Bergsn, WeduHr

und Tbimig. Deutsches Opernhaus.

Die “ersie Opetnncudeii dieser Spiklzeit, M ax Oberleitizn exs drciakiige' Oper ., Der eiserne Heiland “', „Haiti am Soxxxxaéend déi der ErstauifiiZZrung im Déujscben OPLUWÜUW einen staifer] (8210193, dcr ihr einen fSien Was im SPiSivlan des foxnmendkn Wx1*._i€rs s1chern dürsts. Der Komdoniit, dkn man 1chon in Gregors KOUULÖLY Opsr dUrch seine Vcrtonung einer dramatischon Bcurdsiixmxi d;- Zolaschen „Abbé Mourei“ kennen lernte, dar dw-mai in'dem idm von B. 'Warden und J. M. WiÜkminsw gelikiertkn Txxxduciy mne bi*]].re Untkrlage für sein“ Masik gkfumden. Die Handl»? tit, wsnn fis (i_UÖ vor Gewaürjiitteln nicht zurückscbreckt beivsgt und ebsndig. Sie Welt in einem Dolomitendorfe, dkffen Schmicd, Weil er Zinc WWW zu_r

rau hat, von den Benwhnexn gedaßt und gemikden „wird. Er *ezdii Fist sick) dadurch bedrückt Und auch gé_wiff€r1naf]€11 als Vatcrldnddver- käkér ichu1dig. Ein Eisernes Abbild des Gefie-tzigten das Er in nacht1ich€r Arbeit geichtniedet hat soll seine Südnetat sein; er wiil es 061." We- meinde schenken, daneit es öffsntlich für ihn 361186. Gr se:b]t abet; ged nkt, dem Drängen seines Weibss nacbge'bend, Mit ihr das Dorf zu dsrlaffen und iüdwärts zu ziehen. Am Tage dsr Vollendung (“ks eiiernen “Eilands füdxt aber der Pfarrsr d€s Orts eme Vamödxmna Ln Döiflkrn und de'm Scbmiéd bkrdei, dsr von seinsm Vor- haben, fOrtzugeden, abgsbrachi wird. Scin Weid, das staxke HéimatssebnsUcbt von binnsn treibt, zeibt ihn mm des Wortbruckps und 1th iim heimlich verlaffen. Sie vexiraiii“ sie!) einem iahrkndxn Geseuen, einc'm italienischen SackpfSifkr, an, den dsr SÖMiW zur Nacht bei sich aufgenommen hatte. Jdc Matin kommx dazu m VCM Allgenblick, da die ungTückiiche Frau in ibr--r Verzweqiung ii)]en Landsmann umklammert bäjt der idr die FMM ausieddn M11, mw wirft ihr, die Lage Verfenm-nd, nnn skinerieits TrCUbiUcbvor. _kain von ibm auf den fliehenden Sackpieiikr adgegcbcner Sch11ß0811ch1116111Zi€1; so besthiesxt er, sich an dEr yermeiniiicissn Ei*-cdxechcrm zu rächen; Ec schleppt fie hinauf an die Odds, WO das zur A-=711adUie „dss, ciit'rnen Hsilands bestimmte Kreuz anfgkricbtet steht, und bindet sis m NJW und SLurm so fest an den Kreuzcsstamm, das; sic dcn Guis: anßadt. (Er selbst aber wird Von dmn idm nachschisxchsndcn Sdckpsciscr hinterrücks erstochen. Die Doxfdewodner, die in der Mdizxkn- Frühe mit ibiern Pfarrer die Höhe ersteigsn, um das Christus- iid an seinen Pla zu bringen, findsn dann dort die bktdi'n Lcichn. Unter "feierlichen Hesänaen wird nunmehr der ei!xrne Heiland an das Kxeuz-geheftet, das als Sübnedenkmal fiir die dcidsn Twist], von km Stradien dex aufgehenden Sonne beleuchtet, ins Tal scimut. _Die Musik gibt diesen stark bkweécn Und, wie schvn erwähnt, rechx kkU :«n Vorgängen Farbe und Leben, O 7116 fick) freilich an irgend einsr Sich dmck bésondcre Ei enart aquzeicHnsn. Man wixd ver1chxedenxlich an Wagner, an uccini. an d'Uibert- erinm'rt. Ab?!) es geschieht mi: ,GLjÖmcxck, “und nirgendscvi-rsUCHt die Musik, die Wkwaßsumkeiien deRHandlung- noch,..besondsrs. zu unterstri'ickycn. Die Gr811zc.-; des Wodikkangs werden überall exngkbalte'n; und vor (1116111 119er11 die Singstimmen niemals dmc!) rte Orchssii'kwogen cxtxänkt. Die Anf- fübrung unter der 'Spielieiiung dss Direktors Pärtmann Und de-r musikalischen Leitung des Kapeümetsiers Kraffsli kann sick) [30180 und sehen laffsn. Eine überragsnde Leiitung box Herr vom Schsidi aw Schmied. Gut am PLYe, Wenn auch minder ausdrucksvoii WU!“ Fim SaiVatini-.als,.,deffen eib. Die k1€in8rexx Roiiön tvarkn mii den Herren Hansen (Sackvfeifer), Börgczien (Marker) und anddken ebon- faiis einwandfrei bejeßr. Sehr schön WMSU die Bühnenbilder.

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Jm KönigLickoen Odernbausc wir?) morgen, Dienstag, „Die Fledermaus“ mit den Damen Von Gransslf. Sax, Virtrm'xiöm imd den Herven Henke, Brovsqskst, Sommer imd C:“Öi'diz iii den HauptroÜkn aufgefijbrt.-21niFisitag Cb! RickardWag11c-s „Tann- häuser und der Säxmerfrieg aui" Wartdmg“ in v.*!*.1]',-:r Nm:- einsiudierung, und zivar in dsr spätvrsn, Von dcm TWS???"- über- arbeitéten (sogenannten ParisPFaffMg in Scene Lä:7:11iche Partien hab-n eine dopvolte Erste «rtretung.

. Jm Königlichsn Schausvieldanse wxrdcn morgcn ,DiE Versuchung des Diogknks“ und „Der zerbrociycnc Krug“ m der ge- wvhn'ten Besetzung anfgeführt.

. Der Königlicixe Hof: und Domchor, unter der Le'itimzi von Pxofeffor Hugo Rudel zum dri110n Maje wäand dss Wc'lii'ri-Iges

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auf ddr Ko:1zer1rci1c Uach Skandinavien begriffen, hat niich