Bekannimgchung über den Feintalghöchstpreis. Vom 27. September 1918.
Mit Zustimmung des Reichskanzlers wird auf Grund des § 9 Sa82 der Veroxdnung über Rohfette vom 16. März 1916 (Neichs-Geseßbl. Sette165) für die gewerbsmäßige Abgabe an den, Vexbraucher derHöchsipreis für aukgcsckxmolzenes Fett von_R1ndmeb und Schafen (Feintolg), das in Gemeinden ver- kauft Wird, in denen gemäß 8“ 2 Abfaß 1 der genannten Ver- ordnung'dasVerlangen auf Ablieferung der Robfeite gesteiit worden ist, bis auf weiteres auf 3,25 «16 für 172 kg festgesth.
Berlin, den 27. September 1918.
KrieJSausfchuß fiir pflanzliche und tierische Oele und Fette. Dr. Knetsck). Pussel.
Bskanntmacbung.
Deni Händiér Ottomar (Hérsi in Offenbach, Flutsiraßc Nr._ZL_3'„ isi der Handel mit Gcmüse und Obst Wegen Unzu- berlasiigkéit anf (S_xund bbs § 1 dsr BnndésratSVcwrdnung zur Férn- baliung UnzYDLL'iäiiigér Psrsoncn vom Handel vom 23. Sepismber 1914) untériagt wordcn.
Offenbnch, dcn 17. Scpiembcr 1918.
Großbérzogiici) Hessischcs Kreiéamt. Spa m er.
Dix von heute ab zur Auggabe geiangende Nummer 129 des Reichs-Gesesblatts enthält unter
Nr. 6472 eine Bekanntmachung, betreffend weitere Aenderung der Ausführungsbestimmungen vom 10, Oktober 1916 zu der Verordnung über Rohtabak, vom 24. Sep- tember 1918.
Berlin 97. 9, den 27. September 1918. Kaiserliches PostzeitungSamt. Krüer.
Königreich Preußen.
Seine Majestät der „König haben Allergnädigst geruht:
die vortragenden Räte im KriegSministerium, Geheime KriegSräte Lenz, Balthasar, von Worgißkt), Bartels und Heuser zu Wirklichen Geheimen KriegNäten,
den Regierungörat Bartenstein von der Ansiedlungs- kommission in Posen, den Regierungsrat Dr. jur. von Ols- bausen vom Reichswerfichemnasamt und den Privatdozenten, Abteilungsleiter beim Kaiser Wilhelm-Instiiut, Profeffor Dr. Just zu Geheimen Kriegßräten und vortragenden Räten im Kriegsministerium mit Wirkung vom 1. April 1918 ab zu ernennen,
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht:
den bisherigen RegierungSrat Pilger zum Geheimen
Zinanzrat und Mitglied des Direktoriums der Preußischen entralgenoffenschaftskaffe zu ernennen. *
Ministerium der geistlichen und Unterrichts- angelegenheiten.
Dem Abteilungsvorsteber am Hngienischen Institut, Privat- dozenten in der medizinischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms- Universität in Berlin Dr. Korff-Petersen ist das Prädikat Professor beigelegt worden.
Ministerium für Landwirtschaft, Domänen undForsten.
Der Kreistierarzt Su der in Hersfeld, zurzeit im Heeres- dienst, ist in die Kreistierarzlsteüe in Torgau verseßt worden.
Ministerium der öffentlichen Arbeiten.
Der Wirkliche Geheime Oberbaurat Rüdell ist zum Vorsteher der Abteilung für den Hochbau bei dem Technischen OberpriifungSamt in Berlin und' der Wirkliche Geheime Ober- baurattU ber zum Sielivertreter des Voxstehers dieser Abteilung ernann .
Bekanntmachung.
In Neubearbeitung find fertiggestellt und an die amt- lichen Verkaufsstellen von Kartenwerken der Königlich Preußischen Landesaufnahme Übergeben worden:
11. Meßiischblätter 1 : 25 000 Nr. 809 _ Bredinken. 17. Gamisonumaebungskarten, 1 : 100 000: Karte d er Umgebung von Potsdam 1 : 100000, zwxifarbig, Größe 60.ckch 60 0111. » , „ _ * .. Karte vom „Ve'rwaliungögebiet*" Litauen 1:300 000“ in 4 Blättern und in Dreifarbendruck.
Wie Besteliungen auf Karten sind an diejenige amtliche Verkaufsstelle von Kartenwerken der Königlich Preußischen [??indixstauwahme zu richten, in deren Bezirk sich' der Besteller
e n e. Berlin, den 17. September 1918. Königlich Preußische LandeSaufnabme. Für den Chef des Stabes: von der Osten, Major.
Bekanntmacbung. Auf Grand des § 1 1er Bekanntmachung beLBundeSrais zur
Fernbaltung nnzuveriiiffigev Personen Vom Handklxé vom 23. Sev-_
tember 1915 (REVL S. 608) ist dem Gémiisebändler Heinrich
Pann Hoff bisr, KüblsiraszéNr. 2 Wohnhaft, der" Händel mit Obst";
und Gemüse untersagt n'brdcn. - Der (Hxnannie hat die durch das Verfabrsn VerursachtEn baren Auslagßn, msbesondére die Ge- bübren iir die im 9“ 1 dcr obengsnannten Verordnung vorgsschrisbcnen öffentlicbkn Bekanntmachung» zu Erstatten. Aban (Wssif), den 8. September 1918. Der Bürgermeister. Corn eli.
Bekanntmachung.
Der Ehefrau dss Johann Schlächter, Maria geb. Blomnnkämper in Asseln, Pastorsirasze, babe ich auf Grund der BundeSratSbkrordnung Vom 23. September 1915 (RGB1.S. 603) den Handel mit Lebensmitteln und sonstigen Gßgen- ständen des täglichen Bedarfs wegen Unzuberiasfigkett bis auf weiteres unte_rsag t.
Dortmund, den 21. Scptember 1918,
Der Landrat. O V 6 rw ? g.
Vi'kannimncbnnzi-
Auf Grnnd dcr Bundksratsvcwrdnung vom 2.1.Oeptcu1bchikixöl- bcireffsnd dic Farnbalinng unzitvcr'läsfigcr „ Personcn vom FSM L (RGBL. S. 603), Haben wir der Händlkrm, EMM! dcs “.,-Udo Klöwwer, Sophie geb. Meininqboli, m „x'ortmnnUJ, Kircbcnstraßs Nr. 12, dcn Handel mit Lebcnsmtrxcl!) a .“ Alt sowis mit sonstigén (Höcgcnständén dLÖFäIKch-WTU Védarfs WWA]U11311V8kläisigkéit in bonn] anf dlciln CURA“
betrieb n ntsrs agt. Dic Untsrsagnng wirkt fiir das Rcickdsgkbikt' .
- Die Kosten dsr a111tlick78n Bekanntmacbnng disscr Vérfügnng im „Néickysanzcigsr“ Und im amtlichsn ch'isbikltt 1indronderBetrbffann zu tragen. , Dortmund, dén 23. September 1918. LLbSnSmiitelpolizcimnt. T s ck a ck € r t-
Bekanntmachung.
Anf Grund der Bundeskaisbewrdnung Vom 2Z.S8Pk?mb€k_ 3,915 habe ich dsr Ehefrau des Johann Müljer, (&.-„Borbeck, ;)kabt- ftraße 83, den Eheleuten Bernbard Lappe", btcr, SÖVUUU'É- straße 99, dem Fxänlcin Anna Folke, biez', Hannner1traixe14i, den Handel mit Lébens- und Futtexmtttein nilkr Ari und Gegenständen "bes täglichen Bedarfs sonne dle Vernniiisr- tätigkeit hierfür untersagt.
Csssn, den 23. September 1918.
Die Städtische Polizeibkrrvaltung. I. V.: Vans?!-
Bekanntmachung.
Den Ebeleuten Bäckermeister Hugo Böcker und Elisabctk) geborene Lam mers in Wattenicbeid, BernardstraßeYi), babs ick) auf Grund der Verordnung des BundLSrats Vom 23. Ckptcxanr 1915 (Reicbs-Geseizblatt SLite 603) und dsr dazu ergangenen Jiny- führungsbestimmungkn dss Herrn Ministers für Handki und Gewerbe vom 27. Sspiember 1915 _den Handel 1111t_Lebensmxtteln aller Art nxgsn Unzuberläjsigkeit in bezug auf diesen GEMÜ»?- beirieb unteryagt.
(Gelsenkirchen, den 23. September 1918.
Der Landrat. znr Nied Ln.
Bekanntmachung.
Die Molkerei Wendt-Neusorge ist Wegen Unzuberbifsig- keit geschlosscn worden. _ Heinrichswalde, den 19. Séptember 1918. Der Landrat und Vorfiizende des Kreisausschusses. Dr. (5) elp ie.
----;__-_ Bekanntmachung.
Auf Grund der BundeEratSberordnung born 23. September 1915, betreffknd die Fernbaltung unzuberläffiger Personen van Handel (REVL S. 603), und der dazu ergan LULU Ausfiihrungsbeiitmntungßn vom 27. September 1915 ist dem Kaufmann Karl Scbzntdt m Sobernheim der Handel mit Gegenständen des, taglichen Bedarfs, insbesondere mit Lebens- und Futtermttteln aiiezr Art, wegen UanVLrlässigkeit “im andelsbetrieb untersagt. - Die Kosten der amtlichen Bekanntma ung dieser Verfiigung im Deutschen Reichsanzeiger und im amtlichen KrLiOblaLt find von dem Betroffenen zu tragen.
Kreuznach, den 18. September 1918.
Der Landrat. v. Nas se.
(Foriieizung des Amtlichen in dex Ersten Beilage.) . , . „?
Yichtamtliehe's.
Deutsckzes Reick). Preußen. Berlin, 28. September'1918.
Der Vizeadmiral Beh n ck e, bisher mit der Sieliveriretung '
des beurlaubten Staatssekretärs des Reichsmarineamts von Capel]: beauftragt, triit zur Verfügung des Chefs der Hoch- seeflotte. An seiner Stelie ist der Vizeadmiral Ritter von Mann Edier'von Tiechler mit der Stelioertretung des beurlaubten Staatssekretärs des Reichsmarineamts Alierhöchst beauftragt worden.
Wie féstgestelii wurde, liefert die französische Zensur“ an deutsche KriegSgefangene gerichtete Sendungen von unbe- schriebenem Briefpapier und unbeschriebenen Post- karten deutschen und österreichischen Ursprungs nicht mehr aus. Der gleichen Behandlung unterliegen auch Schreib- befte, Notizbücher und dergleichen.
Um größere Mengen von Papier nicht unnötig dem deutschen Wirtschaftsleben zu entziehen, ijit, wie „Wolffs Tele- ";grapbenbüro“_-.: mitteilt, Anordnung .ge raffen wovdenx... daß alled derartigen Sendungen künftig nicht mehr befördert wer en.
Qefterreich-Ungarn.
Gestern mittag wurde der Vizepräsident des österreichischen AbgeordnetenhausesTufar, als derzeit alleiniger Vertreter des Tschechenklubs in Wien, zum Ministerpräsidenien von H us sarek berufen, wo eine längere Beratung über sehr wichtige Ange- legenheiten der auswärtigen 5Politik stattfand. Die Beratung wurde für streng vertraulich erklärt.
Polen. „. „; Nach ,der „Gazeta Poranna“ „wies. Staatskalswarscbali
Pulaski'qegenüberJournalisten auf die;-Frage,-welchem Um-é' stand die Verschleppung der gegenwärtigen Regier'ungskrise,
zuzuschreiben“ sei,: auf die gegenniärtigen. besonderen“ Bedingungen hin. Nach _ dem Septemberpateni muß der Ministerpräsident von den Regierungen beider Mittelmächte anerkannt werden, daher find vor der Uebernahme des, Postens Verhandlungen nicht nur mit den politischen Parteien und der obersten Regierungsaewalt, sondern auch mit den Regierungen der Be- saßungsmäckxte notwendig. Der StaatSmarschali bezeichnete ferner die Gerüchte als völiig unbegründet, wonach angeblich Verpflichtungen, betreffend eine Abtrennung gewisser Teile des Gebietes des Königreiches Polen, eingegangen seien.
Großbritannien und Irland.
Dem „Reuterschen Büro“ zufolge erfährt die „Times“, daß die britische Regierung jetzt, wo die britischen Truppen, unterslüxzt von franzöfischen Abteilungen, an der Schmelie Syriens stehen, dem engltsch-französischen Vertrag
_ der die
1916 dem znfolge die Aufgabe, die dortige Ve- lelkterung (inf die Selbstverwaltung vorzubereiten, Frankreich zufäüt, nachkommen werde. Die praktische Durchführung des Vertrages wird demnächst den Gegenstand von Verhandlungen
bilden. _ Die National Liberal Federation, die vorgestern
. n e ter i re Tagung eröffne1e, hat eine Entschließung ar: FIKmckZns in hder die Durchführung des (Krieges bksÜTWortet wurde, bis ein gercchtex und danernder 2z-rsiede crre1cht sei. Der Antrag, daß die liberale Partei für nne UniexsuchUng der Friedensmöglichkeitcn eintreten und alle von den feindlickFn Ländern vorgebrachten Vorschläge freundlich erwägen so e, wurde von einer übarwältigenden Mehkhett abgelehnt, Der Antragsteller wurde dauernd unterbrochen.
Rußland. Der am 25. ausgegebene Kriegsbericht meidet dem
1“ en Tele ra henbüro“ zufolge: ' „Wo"[frTfYLr Noerani findkn Kampfe statt, die für“ die Räte-
**en un ünstig zn verlaufén scheinkn. JnRicqung gui Schenin-sk F1??? färtZPkad znrückakgax'gkn und" Haben mrt Ruchficht auf die Gefabr cines iiebermiles mri der unmung 'von WeLSk begonnen. Bei Koilas hab?]! sich die Voiicinrmsien gleichfalls gemaß Befehl
" en. - (*“ ' znrucHXzoZLr Ostfront ngW" die »]checho-Slovakkn unt iiarkkn
.""1611 VON „Mt Ssitcn gchn Alapnjewsk vox, wo die R-„ten WWA": FZZ leistsn. o A ck in Dkk" Richtung auf Tagtlsk greifxn diL T!checbo, Slowaken an. In der Richtung aui Perm haben 11? nach starkkm
ori (britta gemacht- , ,. FeueXZYZrJitssbat die Wolgaflotttlle der Rateiruvben bie
(" 'w ol am Kama eingenommen, die Wcißgardisten babcn FetadSltFsthlepxnßk östlich der Wolga gexäuxnt; Am 22. September haben die Rätetruppkn Aie'xandrowsk-Ga] fudosiltck) von Nowoiensk eingenommsn.
_ Die Versammlun g'des Do nk) eeres arbeitete folgende Grundgeseße aus: Das Dongebiet 'isx ein selbstandaiger Staat und ruht auf der Volkssouverämtat. Der Inhaber der Obersten Staathewalt und „Geseßgebung ist die Heereöver- sammlung. Die oberste ausfiihrende Gewalt ist in den Händen des Atamans. Unabhängigkeit der Gericht6gewalt.
Der General Kraßnow ist von d'er Heereßveisammlung zum Ataman des Donheeres wiedergewählt worden.
Italien.
Der vorgestrige Ministerrat hat die Eröffnung der Kammer auf den 3. Oktober festgeseßt.
- Die Anerkennung der Jugoslawen „durch die italienische Regierung, die, obwohl im Ministerrat vom 8. September bereits beschlossen, erst jeßt veröffemlicht weiden d(Uf, wird, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ mxld-t, von der italienischen Presse mit wenigen AUSUahmen mckhaiilos und freudig aufgenommen. Dabei erwartet man, daß dre anderen Ententeregierungen Italien in der Anerkennung der, Jugoslawen nachfolgen werden.
„Spanien.
Der Marineminister Miranda ist nach einer Reuter- meldung zurückgetreten.
Luxemburg. „
Die Ministerkrisis ist durch die Bildung eines Koalitionskabinetts gelöst. Wie „Wolffs Telegrapben- büro“ meldet, treten auf' Grund der Abmachungen zwischen den Parteien in die neue Regierung ein der RechiSUnwalt und Abgeordnete Reuter als StaatSminister, der Aeußeres und Inneres übernimmt, ferner der Rechtsanwalt Meyens, Finanzen übernimmt. Diese beiden smd Vertreter de'k RechtSpartei Professor Welter „als Vertreter der Soziglisten übernimmt' den Unterricht, der UntersuchungsrichternLies_ch, Vertreter 'dZer Liberalen, übernimmt Justiz und offentltche Arbeiten, C'ollart, Bürgermeister und Agronom, Vertreter der Volks artei, wird Generaldirektor der LebenSmiiielyersorgung und deH“ ckerbaus.
Rumänien.
Der König hat einen Rat aller rumänischen Ge- nerale berufen, deren Mehrheit fich laut Meldung des Wolffschen Telegraphenbiiros da[)m aussprach. daß der, Prinz Carol infolge seiner in einem fremden Lande mit einer Rumänin geseizlick) einqegnngenen Ehe nicht mehr Tbxonerbe bleiben könne. Prinz Carol, der in Bistrißa in der Nahe der Königlichen Sommerresidenz Bicaz, in Haftlst, erklärtalien, daß er für immer auf seine Rechte als Erbe des rumänischen Thrones verzichte. Aehnlich berichtet auch die Zeitung „Lumma“.
Bulgarien.
Die „Bulgarische Telegraphen-Agentur“ meldet, daß in Erwägung des Zusammentreffens der jüngst eingetretenen Um- stände und nachdem die Lage gemeinsam mit allen zuständigen Stelien erörtert worden ist, die bul garische Regierung in dem Wunsche, dem Blutvergießen ein Ende zu ses'en, “den Generatisfimus des Feldheeres ermächtigt hat, dem Oberbefehlshaber der Ententeheere in Saloniki die Einstellung der Feind- seligkeiten vorzuschlagen, um Verhandlungen mit dem Ziele des Abschlusses eines Waffenstilistandes und des Friedens einzuleiten. Die Mitglieder der . bulgarischen Abordnunaimd am 25 September Abends abgereist, --um_ sick). mit *denBevoU- mächtigten der kriegfiihrenden Ententestaaten- in Verbindung zu seizen. Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ “mitteilt, erweist |ck die Nachricht von der Abreise der Abordnung für den Waffen-
stillstand nach “neueren Nachrichten als unrichtig.
Ukraine. i
ZeitungSmeldunaen ,zufolge: hat der-AUS-s-ckwß der " Kiew „anwesenden Mitglieder der russischen Reichs“ 'du-ma unddes Reichsrats beschlossen, sich an den-Hetman und. an'die deutsche Reaieruna zu wenden ,mitsder Bitte, Maß- regeln zum SchußeZderBevölkerUng indenGebieien zu treff?"- deren Räumung durch deutsche Truppen bevorstehe. '
- Am 14. Oktober erfolgt in der Ukraine auf Befehl des Heimanß die Einführung der osteuropäischen int- die um zwei Minuten eine Sekunde hinter der Kiewer zuruckbleibt und um zwei Stunden der Zeit von Greenwich voraus ist-
Finnland.
Die Tagung des zur Entscheidung der Königkaage “i"“ berufenen außerordentlichen Landtags hat begonnen. Der gxstrige und der heutige Tag smd durch die Eröffnungsfokmali- taten und Fraktionsberatunqen auL-gefüllt.
Der im Hinblick auf die Landtagßiagung abgehaltene Parteitag der Agrarier beschloß, dem „Wolffschen Tele- graphenbüro“ zufolge, daß die Landtagsabgeordneten der Part“?l
fick) der Teilnahme an der Köni „5
„Parteitagklehnte ferner jede VUFÜMFU genriki)i?l2t)ecr111 Zilien. Der aber Öl.“ BkatassUnJSkotnproniiß auf monarchiscber Zyaxchiliten ZYZWMLZFFFU Yiiielsxlxck) the (Freiheit vnrbkbalien, iiiiidaiiii zu wirken. k hre republikanischen Grundsäse
N ck i R t Amerika. a e ner eu ermeldun a Genexal-Profoß, Genexalrnajorg Crnosw YZF amtlich bekannt-
gegeben, daß k) [( sche Unter „
-. . , i Veriii'igwn-Stiate" "“i" verpflichtet sÜZUin di? MY" einzu re en. „D121en-i-gex-1 hqÜandischen Untertanen die bereifx dies„ersten'Papiere flzr dre amerikanische Staatéanqehöxj keit YYYZ szekteniveéixxxil s1fe„ ih? YMM- Bürger der VereiniZten
; UL“ mm ' „ länger zum Militärdienst verpfliZtetrbtderrufen, ebenfalls nicht
shington hat der
Kriegsuachrichten,
Erfolgloser Luftangriff auf das den ' A 2, S t gebiet. ische Heimat-
m 9. ep ember zwischen 10 und 11 U r ' versuchte em englisches Geschwader von 7 JxlugKYxnttadY offene Stadt Ka is ersla utern anzugreifen. Gleichzeitig griffen 10 englische Flugzeuge Frankfurt a. M. an. Durch frühere Erfahrungen belehrt, suchte der (Gegner bieswal große Höhen von 5000 und noch'mebr Meter auf. Troßdem wurden beide Geschwader rechtzeitig von den Flugwachen qemeldet von den- Flunabwehrkanonen erwartet und so frühzeitig, unter gezieltes Feuer genommen, daß es ihnen nicht gelang über das Weichbild der Städte zu kommen. Infolge der, guten Flaksperre mußten sie ihre Bomben wahllos abwerfen ofi auf freiem Feld. In Kaiserslautern wurde nur geringer, Häuserschnden außerhalb der Stadt verursacht, Personen: chaden uberhaupt nicht. In Frankfurt-Niederrad wurde n. a. das Stadtische Krankenhaus beschädigt. Einige Bomben ftelen in unmittelbarer Nähe des Reservelazaretts Friedrichs- beim, 1 Toter und 5 Verletzte fielen den Bomben zum Opfer. Die Jagdstxeitkräfie unseres, Heimatgebietes starteten sofort, als die feindlichen Geschwader die Front über- flogen hatten, verwickelten fie in großen Höhen in zahlreiche Luftkampfe und brachien vier Flugzeuge zum Absturz. Die zer- prengten Nest? det: feindlichen Geschwader wurden von an der rontsperrq fliegenden Jaadkräften abgefangen und in er- iiterten Kämpfen drei weitere Flugzeuge von ihnen abge- schossen. Im ganzen büßte der (Gegner bei diesem Angriff von 17 Flugzeugen also 7 Flugzeuge iiber deutschem Gebiet ein. Damit verloren,unsere Feinde bei Angriffen auf das
deutsche Heimatgebiet im September bisher 30 Flugzeuge.
Die zumeist klaren Nächte vom 15. bis 22. September be- nußien unsere B om be n g esch w ade r zu erfolgreicher Tätigkeit. In dieser Woche wurden inSgesamt 322 498 k,? Bomben ab- geworfen, davon in der Nacht vom 15 /16. aliein 117 555 kg. Einzelne Flieger starteten in einer Nacht fünfmal. «OrtSUnier- kunfie und Waldlaaer, fiir den Nachschub wichtige Bahnhöfe und Bahnstrecken, Munitionslager und Straßenverkehr maten die Ziele der Bombenangriffe. Bei dem klaren Wetter konnten die zahlreichen Treffer, einwandfrei festgesteüt werden. In Dünkirchen wurden zwei iiberaus starke Explosionen und lang- anhaltende Brände erzielt, die auf dem Rückzugs noch bis zur Front zu* erkennen waren. Auf den wichtigen Bahn- höfen in Bergues, Vic, Fontenoy, Landrecourt, und St. Mihiel flogen durck) Bombenwiirfe große feindliche Mu- nitionsiager in die Luft. Die Städte St. Mihiel und Thiaucourt wurden abermals auSg'iebia mit Bomben“- belegt und dort zahlreiche Explosionen und Brände hervor erufen. Muli mehreren feindlichen Flughäfen wurde durch omben vie wertvolles Material vernichtet. Wo zahlreiche Lichter in Ortsunterkünften und ans Straßen lebhaften Verkehr erkennen ließen, wurde er mit M-G.-Wurfgranaten und Bomben anaegriffen. Besonbirz in den dichtbelegten ver- kehrSreichen Talmulden um Saisons richteten unsere Bomben furchtbare Verwirrung an. Eine dort mitten auf eine ver- kehrSreiche Straße gemoxfene 100 Kilogramm-Bombe ver- ursachte mehrere Explosionen in einer Munitionskolonne. Feuernde Batterien, Flugabwehrkanonen und Scheintverfer wurden wiederholt unter gut gezieltes M.-(H.-Feuer ge- nommen, mit Bomben belegt und auf längere Zeit 'nieder- gehalten. Die Leistungen unserer B0mbengeschmader smd um so höher zu bewerten, als die feindliche Flakabwehr- und Scheinwerfersperre „sehr stark war und durch das taghelie Wetter der meisten Nächte begünstigt wurde. Die feind- lichen Jagdflieger waren äußerst rege und verwickelten
- UtisexeGeschmader in zahlreiche Luftkämpfe.» Beim Angriff
auf Fins in der Nacht vom 21./22. September erhielt dns Flugzeug eines Geschwaderkommandeurs einen Flaktreffer m den Motor. Kurz darauf wurde das Flugzeug von drei feind- lichen Einfißern angegriffen und nach heftigem Luftkampf der Führer getötet, der xliegerschüße *schwer verleßt. Trosdem
nelang es dem Beoba ier, das Flugzeug glückiicb über unsere,
LinienzuBringen- und notzulanden. In einer andexen Nacht wurde einBombenflugzeug infolge M-G-Treffers tm Motor zur Notlandung hinter den feindlichen Linien gezwungen. Die
Besaßüng verbrannte das Flugzeug und kehrte in der folgenden
Na t- er rt dur die- eindli en Linien zurück. _ ch mw seh ck „f ck (WTB)
V _e.rlin ,), 27 „September, - Abends. ;. (W. TB.) _
- „Zwischen dén“von Arms und Peronnefauf Cam brni führenden Straßen und “genen ' die Sie gfrtedfrgnt westlich von Le Cg-telet haben Angriffe der Englandepund Amerikaner unter gewaltigem Einsatz an Truppen und Material begonnen. Der Anariff in Richtung auf Cambrai gewann Gelände. In dxr Champagne sowie zwischen Argonnen und Maas smdkerneufe schwere Angriffe der Franzosen und Amerikaner gescheiiert.
Auf einer ront von 130 km Breite leitxie Punkt 11 Uhr Abends s lagartig einseizendes schweres Arttüeriefeuer dén großen französisch-amerikani1chen Angriff zwrschen Reims und der Mosel ein. Nach Steigerung zum Feuerwnbel brachen um 4 Uhr Morgens zwischen Vesle und Snippes sjarke femd- liche Kräfte zum Teilangriff gegen'die deutschen Stellungen vor. Wo der Gegner eindxingen konnte, wurde er in hatt- näckigen, den ganzen Tag über währenden Kämpfen wieder
lxtnnrisxieworfen. Der französische Hauptangriff brach um 10 Uhr Vormittags zwischen den Höhen wsstlick) der SuiPWS und den Argonnén los. Unter Begleitung zahlreicher Tanks und von starken Fliegergeschwadern unterstiißt, die einen wahren Regen von Bomben abwaxfen - an einzelnen STLULU wurden bis 600 Bomben gezählt «, ging die französische “Infanterie gegen die deutschen Voxposten vor, die sich befehlßgemäß auf die befohlene Verteidigungsiinie znrück'zogen.
Vor disisr scheiterte beiderseits der Suipp-IH dk.»: Feindliche Ansturm. Ebensowenig waren am Nachmiimge erneute An- griffe erfolgreich. waschen der Straße SUippeS«Somme-Pt) imb ben Argonnen gelang es den Franzosen, in harten Kämpfen in diendeuifchen Kampfsteliungen einzudringen. Nordwestlich und nordlich Tahure sowie auf den Höhen bei Fontaine wurde der Angriff zum Stehen gebracht.
Der amerikanische Angriff westlich der Argonnen begann um 6 Uhr Vormittags. Auch hier war die Zurücknahme der beutschen vorderen Grabenbesaßungen bei Beginn des Feuers m eme vorher bestimmte Verteidigunaslinie befohlen worden. Im. Feuer 'der ttefgestaffelten deutschen Maschinengewehre arbeiteten fick) die Nmerikaner vor. In bartnäckigem Ringen gelang es ihnen, in die deutsche Kampf- fteliung einzudringen, bis ihr Ansturm durch das Ein- greifen der Reserven in der im deutschen Heeresbericht angegebenen Linie x_nm Stebkn gebracht wurde. Die Ziele dieses großen Angriffes waren weitgesteckt. Erbeuteie Be eble geben als TageSziel für den Angriff westlich der Argonnen die Linie Auberive»St. Souplet-die Höhen nördlich Somme-Pt) »Chalierange an. Auch an den Stellen, wo der (Gegner am weitesten vordrang, blieb er weit über die Hälfte hinter diesex Linie zuriick. Troßdem ist damit zu rechnen, daß die Offensive andauern wird und noch schwere Kämpfe bevoxstehen.
Großes Hauptquartier, 28. September. (W. T. B.)
Westlicher Kriegsschauplaß. Der Engländer greift in Richtung auf Cambrai und südlich davon an. Der Franzose setzt in der Champagne, der Amerikaner östlich der Argonnen seine Angriffe fort.
Scarpe sowie zwischen Ailette und Alone begleiten die großen AngriffSoperationen deS Gegners.
Heereßgruppen Kronprinz Rupprecht und Boehn.
Der Feind, der zwischen Ypern und der Scarpe an mehreren Stellen gegen unsere Linien vorstieß, wurde abgewiesen. Zu beiden Seiten und zwischen den von Arras und Véronne auf Cambrai führenden Straßen brachen 16 englische und kanadische Divisionen nach heftigem Feuerkampf zum An- griff vor. Beiderseits von Marquion, zwischen Moeuores und Graincourt sowie zwischen Ribecourt und Villers Guislain brach der erste Ansturm des Feindes vor unseren Linien zusammen. Bei Inchy stieß der *Feind auf Bourlon, bei Havrincourt auf ; les- auisres vor. Es gelang ihm im Verlaufe der S lacht, diefe Einbruchsieüen zu erweitern und uns nördlich der Chaussee Arras-Cambrai bis zur Linie Voisr) le Verger-Hannecourt zurückzubriicken. Südlich der C?auffee war am Abend nach wechselvollem Kampf und nach er olgreichen Gegenangriffm die Linie Vourlon-Wald- Ribecourt gnhalten. Vor unseren Sieliungen zwischen Ribe- conritt utnd Villers Guislain find alle Angriffe des Feindes ge e er. -
Zwischen Epehi) und Bellicourt schlugen wir statke Angriffe englischer und amerikanischer Divisionen ab. Nach Abschluß der Kämpfe war der Feind überall in seine Angangsstellungen, bei Lempire über diese hinaus, zuruckgeworfen. .
Heereßgruppen Deutscher Kronprinz und (Hallwiß.
Zwischen Ailette und Nisne wurden Teilangriffe des Gegners östlich von Vauxaillon und westlich von Joux) ab- gewiesen. “
In der Champagne seßte der Franzose, östlich der Ar- nonnen der Amerikaner unter zeitweisem Einsaiz frischer Divisionen Feine starken Angriffe fort. Der Franzose konnte in seinen mehrsachmiederholten Angriffen zwischen der Suip pes und der AiSne nur wenig Boden gewinnen. Am Abend standen wir in der Linie Auberive- südlich von Somme- Vy-Gratreuil-Bouconville-Wald vonCernat) im Kampf.
Die Angriffe der Amerikaner östlich der Araonnen kamen südlich der Linie Apremont-Cierges zum Stehen. Montfaucon wurde infolge drohender Umfaffung geräumt. Die, iiberMontfaucon und östlich davon; vorbrechenden Angriffe scheiterten vor unseren neuen Linien.
Franwsen und Amerikaner erlitten auch gestern wieder schtYere Verluste. „
Wir schossen gestern 33 feindliche Flugzeuge ab.
seinen 44., Leutnant Baeumer seinen 35. Laftsieg.
Der Erste Generalqnariiermeister, L u d e n d o r ff.
;. icht sorgcnundqnälcn, * Nicht die Feinde zählen «' Tu entschlossen still, Was die Stunde will ! Zeichne die Neunte]
Oesterreichisch-ungarischer Bericht.
Wien, 27. September, (W. T. B.) Amilich wird gemeldet:
An der Tiroler und venetianiscben Gebirgs- front Artilieriekämpfe und Pairouiüengeplänkel.
Auf dem westlichen Kriegsschauplatz nehmen öster- reichiW-ungarische Truppen an den Kämpfen östlich der Maas
rühmenswerten Anteil. * Der Chef des Generalstabes.
Teilvorstöße und Teilangriffe zwischen Ypern und der,
Leutnant Rum ei) errang seinen 45., Oberleutnant Loerzer.
Bulgarischer Bericht. , Zofia, 25). Septembxr. (W. “T. V.) Generalstabsberichi. Mazedoniscbe Front: Westlich des Warer und unsere Einbeiikn im Mariä) nnci) Norden auf ihre neue SteUnng.'Der FSind verstärkte seinen Tkiilk nenen Jstin. Auf der ubrigen Front örtliche Kämpfe obxw b.sondex2 Bedeutung.
Sofia, 26. Sypiembßr. (*;eneralstabsbericht. Mazedonische Front: Westlich des Wardar“ sehen untere Einheiten ibre Bewegung nach Norden plangemaß fort. Lestiici) von Weles wurde ein befiiger feindlichex Angriff ab- gewiesen. Englische Batailione rückten nacb Artilleuevnrbexeitung gegen unsere Stellungen an der Wiioka Thnka nordltck) des Dojran-Sees vor; sie wurden dnrch Feuer zerstreut.
Türkischer Bericht. Konsiantinopel,26 September. (W.T.B) Tagesbericht.
Palästinafront: NMe Angriffe der Engländer gegen unsere jeßigen Stellungen find bisher nicht erfolgt., Auf unserem rechten Flügel wurden vorfühlende Kavallerie und Panzerautos abaewiesen.
Unsere Seeflugzeuge haben in der Nacht vom 28 zum 24. September und vom 21. zum 25. September die engliichen “Flugplaßanlagen auf den Inseln Lemnoß und Thaios er- iolareick) mit schweren Bomben anqegxiffen. Drei Flugzeug- halien auf Lemnos wurden vernichtei.
Von den Übrigen Fronten nichts Neues.
Konstantinopel, 26. September. (W.T.B.) Tagesberichi.
Valästinafront: Gegen unsere neuen Stellungen ist der
Engländer über Nabulus und im Jordantal im Anmarsch. An den iibrigen Fronten Ruhe.
erlin, 27. September. (W. T. B.) In Palästina ziehen 1ich die türkischen Truppen westlich des Iordnn weiter zurück. Die türkische Armee im Ost-Jordanland hält sich bisher gegen überlegene Kräfte, in jedoch durch die Aufstandsbewegung der Araber, bie sick) auf das Hauran-Gebiet ausdehnt, bedroht. Bei den Rückzugskämpfen zeichneten - fich bas d“utsche„ Infanterie - Regiment 146 sowie andere deutsche Truppen unter Oberst von Oppen und Major Mutbn besonders aus. Erfolqieich schlugen sie fich durch die Um- zinaelung durch und ginnen in guier Ordnung von Aufnahmx- steliung zu Ausnahmestellung zurück.
“Der Krieg zur See.
Berlin, 27.September. (W.T.B.) Jm Sperrgebiet des Mittelmeeres vernichieien unsere U-Voote Z Damp er und mehrere Segler von zusammen etwa 15000 Br.-R.- ., darunter einen Paffagietdampfer von etwa 7000 Br.:R.-T.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Amsterdam, 27. September. ( W. T. B.) Einem hiesigen Blatts zufolge ist der frühere niederländische Dampfer „TaSman“ (5022 Br.:T.), der zwischen Liverpool und Britisch-Indien fuhr, wie der Kapitän des Hospitalschiffes „Sindoro“ mitteilt, ungefähr 200 Meilen von Brest torpedieri worden. Von den 250 Passagieren sind viele um- gekommen. (Das Schiff bildet einen Teil des am 18. März d, J. von der Entente beschlagnahmten holiändischen Schiffs- raumes von 529000 Vr.-N-T. Es ist den Holiändern im Hafen von Brisbane (Australien) von den Engländern weg- aenommen worden. Auch die Tatsache, daß das Schiff von Liverpool nach Brilifch-Jndien unterwegs war, zeigt, daß es sich um ein ausschließlich im Interesse der Entente, nicht mehr in holiändischen Diensten stehendes Schiff handelt.)
Parlamentarische Nachrichten.
Im Hauptausschuß des Reichstages führte der Staatssekretär des Ausmiiriigen Amts von Hinße über die Lage in Bulgarien laut Bericht des „Wolffschen Telegraphen-
büros“ folgendes aus:
AUS DEN militärischen Iiachrichten der [eßten Tage ist Ihnen be- kannt, das; bis Bulgaren zwischen Wardar und Cerna in ernste Schwierigkeitkrn gératsn find. Jm weitéren Verlaufe dsr Ereignisse smd auch die bniqarischn Nackybararmekn in Mitleidenschaft gezogen worden. DiE Meidnngen O_on der Front find von der bulgarischen Regierung des Miniitcxtbräiidenten Maiinow Offenbar zu un ünstig* ausgelkgt worden. (Zieitkrn Vormittag ist in Sofia eine ZINK?“ notiz erschienen, wonach Bulgarien dkm Obcrkommandierenden dec Enjentekräste in Saloniki die sofortige EinsieUung der Feindselig- keitc'n und die AUfnabme von Friedenéberbandlnngen borschlägt. Eine bulgarische Delegation, beiiebend aus dcm Finanzminister Linptscbsw, dem Généralmajor Lukow und d(xm Gesandten Radeff, sollte angsblicb bkrsits Mittwochabsnd nach Saloniki abgereist sein. Aus den bisher vorliegsnden unvollständigen Nachrichten läßt fich noch nichi mii Si_ch€rbeis erkennsn, ob die bulgarische Regierung tajsäcblicb, nne 1ie zn ÖEHUUMLU sch€int, im Einverständnis mit der “buigarischcn Heerc'sisitung, dem bulgarischen Parla- ment und dem König gi'bandclt hat oder ob Lie mehr oder wenigkr auf" eigene Faust vorgkganneu ist. Die So, ranjL soll erst am 30.Septemberzusammcntrsten. Verschiedene Anzeichenlaffen , die Möglichkeit off-n, daß Herr'Malinow Von der Weiteren End». wicklung der Dinge dssabouisrt werden könnte. Im ganzenLande“ macht fick) Eine starke Strömmung gkgen den (Schritt des Minister- präsidenten'Maiinow bemexkbar. Wichtige,Parteien des Parla- ments und ein ußreicbe Kreiie des Volkes *wolien von dem. Sonderrvaffensttiiinnd, und ; der Friedenébitte nichts wissen. Als Symptom ist bezeichnend, daß die bul (irische Friedyns- deisgatton, . die naci. der- erwähnten Pre: enotiz angeblich schon MiLiwocbabend ab ereist sein sollte, bis gestern, Donnerstag: mittag, Sofia noch nt t be'rinyn'n hatte. Eine (Hegenaktion der bunbestrsuen Elbrnc'ntc schkint bevoxzustsbxn. Auf die ersten beun- ruingenden Nachxrcbien von der Mazedoniicben Flont bat die demscbe. Obxrsie HscreSiertuna sofort aus dsn verfügbaren Reserven starke Krafte zn; Untsrsiiißuna „dns Bundesgenossen nach Bulgarien gk: worfen. Zum Teil sind disse Verstärkungen bereits einge- trbffen, zum Teil werden fie in den_ nächsten Tagen zur Steile sein. Annas) dix biickreixbiscb:ungarisch Oeerslc-itung hat sehr nam- baftsKraiiy 111"211ia1xcl) géseyt. Dis dymicbcn nnd österreicbis ungaxrscinzn Vkrbandc wiirdc-n nach dem Urteil dcr miiitärisäyen S&J Verstandnien dnrcbnus geniigxn, nm dic militärische Lage winderherzu- stkllen. Trotz „mancher bossnimgsvoükr Momente ist die Lags aba" bnute nbci) zwetixilos ais ?rn1tznbc'49icbmn. Schon in wenigen Tagen Wird man tnbeßkn i'iarcr sehon. (Fin Anlaß, das Sbiel Bulgariens [)Luie schon bkt'iorc'n, zn acbkn, iic.xt jvc-dc'r fiir Bulgarisn noch für. uns bo_r. Draxpniiiiscbc Léitum; nird iclbiibcrsiändiicb dLn Haupt“ aussehn); dis chchsmgs iibcr die Wcitarc'ntwickiung sorgfältig unter- richtet Halten.