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Maßregeln vorschlagen wollte, so unartig gegen jene Herren seyn können, sie um ihren Beistand zu bitten, fie die in jedem Fort⸗ schritt der Reform einen Schritt weiter zur Demokratie erblik— ken? Diese Minister umfassen alle Schattirungen der illibera— len Farben, vom Blutroth oder Orange der entschieden— sten Tories bis zum schillernden Violet der Schwankenden. Dennoch werden diese Herren so guͤtig seyn, die Re— form⸗-⸗Bill nicht aufzuheben; aber sie wuͤrden es, wenn sie es koͤnnten, und werden es bloß deshalb nicht, weil sie es nicht konnen. Sie rühmen sich, man habe sie in einer gefähr— lichen Krisis zu Huͤlse gerufenz waͤren sie nicht gekommen, so wurde man, sagen sie, Konigihum und Oberhaus uͤber den Hau— fen geworfen haben. Von einer solchen Gefahr wußte aber der Koͤnig in seiner letzten Thron-Rede nichts. Wenn also Gefahr da ist, so hat Niemand sie geschaffen, als eben sene Herren. Mir fällt dabe, immer jener Stiefelputzer auf den Straßen von Paris ein, der seinen Pudel so abgerichtet hatte, daß er den Leuten die eben gewichsten Stiefeln wieder schmutzig machte, um dann durch abermaliges Putzen wieder seinen Pfennig zu verdie—⸗ ner. Wohl bekomme es ihnen, azer lange kann ein solcher Er— werb nicht danern.“
Im heutigen Blatt der Times liest man: „Mehrere Zeitungen haben sich uber unsere Einfalt lustig gemacht, daß wir versichern koͤnnten, etz sey unsere feste Ueberzeugung, daß die Regierung zur Ert digung der streitigen Frage in Betreff der Irlaͤndischen Karche eine Maßregel vorzuschlagen beabsich tige, die daurrhafter, ausgedehnter und wirksamer seyn wuͤrde, als ihre Nocgäͤnger sie dem Parlamente vorzulegen gawagt ha— ben duͤrscen, und eine jener Zeitungen halt es sogar fur ange— messcu, uns vorzuwerfen, daß wir mit einer solchen Ankuͤndi— gung nur a4wifse Wahlen befoͤrdern wellten. Wir wiederholen hiercuf nur, was wit schon laͤngst erklaͤrt haben, daß nichts Anderes als die feste Zuversicht auf Kirchen- und andere Resormen uns vor einem Monat bewegen konnte, den Wunsch zu äußern, daß man den Herzog von Wellington und die Kon— servativen offen gewähren lassen möchte. Es ist gleich Tältig, aus weicher Quelle es kam, genuz, das Gefuͤhl, welches uns von der ersten Stunde des kuͤrzlich vorgegangenen Minister— Wechsels an bewog, die Konserrativen fuͤr bereit zu halten, sich als Reformer zu bewahren, war ganz dasselbe, wie das, welches uns jetzt annehmen ließ, daß jene heilsame und umfassente Ab— hülfe⸗Maßregel zu Gunsten Irlands ergriffen werden wuͤrde, aaf die wir in der gestrigen Times hinwiesen. Aber daß wir unsererseits ein solchts Vertrauen hegten, das war nicht der Grund, und das hätte uns nie dazu bewogen, uns so ruhig die Entiassung eines anderen Ministermums gefallen zu lassen, wel⸗ ches laut verkuͤndete, daß es nach einem Reform-Systeme und im Reform-Sinn handle, das aber aller Welt, sabst einige von denen nicht ausgenominen, die ost an seinen Raths, Ver— simmlungen Theil nahmen, gebrechlich und in vleler Hinsicht unfähig erschien. Nicht allein, weil wir wußten, daß die Fort⸗ schritte der Reform unvermeidlich seyen, sondern auch, weil wir eben so wohl wußten — denn es war mehr als ein bloßes Ver—⸗ muthen, — daß die neue Regierung geneigt seyn wuͤrde, im Ge⸗ fühl jener Nothwendigkeit zu , fanden wir uns zu dem Glauben ermuthigt, daß in ihren Händen das Land sicher und fur seine Interesfen wohl gesorgt seyn wuͤrde, und folglich auch, wie wir es in den belden letzten Tagen gethan, das Herannahen großer Reform ⸗Maßregeln i Irland in Kirche und Staat vorauszusetzen. Wie konnten wir uns vor vier Wochen traͤumen lassen, auf eine allgemeine Wahl einwirken zu wollen, da wir dies Ereignitz damals selbst fuͤr hoͤchst unwahrscheinlich hielten? Unsere Sprache aber hat sich niemals geaͤndert, denn unsere Ge— sinnungen sind dieselben geblieben. Wir traten gleich anfangs mit der bestimmten Erklärung hervor, daß nur die Adbhuͤlfe, welche durch die in der vorigen Session eingebracht: Bill den gehntpflichtigen Pächtern in Irland gesichert worden wäre, das Land zufriedenstellen könnte, daß die Zehnten abgelost und dem Gutsherrn aufgebuͤrdet und daß alle Kollistonen oder Beruͤhrun⸗ gen, es sey denn im Wege der Guͤte, zwischen der Geistlichkeit, der herrschenden Kirche ünd dem Armen fur immer verhindert werden müßten. Wenn die jetzige oder sonst eine Regierung an⸗ steht, so weit zu gehen, so muß man sich ihr, als ungeeignet, Gesetze fuͤr Irland einzubringen, widersehen. Ferner ist es unsere bescheidene Meinung, daß die katholische Priesterschaft, eben so wie es mit den Geistlichen der Irlaͤndi⸗ schen Dissenters geschieht, vom Staate besoldet werden muͤsse. Endlich sind wir fest uͤberzeugt, daß ein Armen-Gesetz, trotz aller damit verbundenen Schwierigkeiten, eingebracht werden muß, um dem Schwachen und Verlassenen Huͤlft zu gewähren, und den übermäßigen Grundzins zu reduziren und mit den Verhaält⸗ nissen der Aren ms ee utsbesitzer Line Reform vorzunehmen. Auf diese Maßregeln zur wirklichen Verbesse⸗ rung der Lage jenes unglaͤcklichen Landes in dem wichtigsten von allen Punkten, namlich in dem Verhaliniß zwischen Geistlichen und Laien und zwischen Reichen und Armen, haben wir seit vie⸗ len ö gedrungen, als auf Lebensfragen fuͤr die Civilistrung des Volks und fuͤr die Existenz der politischen Ge⸗ sellschaft. Wir fordern diest Maßregeln auch jetzt mit derselben Festigkeit und Consequenz, wie immer. Sie bilden die wesent— lichen Bestandtheile einer jeden Politik, die auf Gerechtigkeit Anspruch machen will, und eine solche Politik allein kann, un— serer aufrichtigen Ansicht nach, die Regierung in Stand sehzen, ben geziemenden Ton gegen die Anstifter von Unruhen und Miß— vergnügen anzunehmen und eine rein buͤrgerliche und magistrats⸗ artige Verwaltung an die Stelle einer nach einem beständigen Kriegszustande schmeckenden einzufuͤhren.“ .
Der Globe antwortet auf die Versicherung der Times, daß sie die Ueberzeugung habe, das jetzige Ministerium werde eine weit befriedtgendere und dreistere Reform in der Irlaͤndischen Kirche vornehmen, als sie von den Whigs U erwarten gewesen wäre, mit folgenden Bemerkungen; „Die Times, die sich selbst das Orakel von drei Vierteln des Englischen Volks nennt, wie— derholt ihr altes Spiel mit unbefugten Versprechungen. Sie fordert Glauben; wofuͤr? Fuͤr ihre Ueberzeugung. Wohlan denn, wenn die Times ihrer Sache so gewiß ist, will sie dann nicht so gut seyn, zu erklaͤren, wie es koͤmmt, daß das Ministerium des Innern sich um die Untersuchung der Irländischen Kirchen— Verfassung noch nicht getuͤmmert hat, daß die Adresse an die Wähler von Tamworth uber die Fortdauer dieser Untersuchung schweigt, da sie doch der Untersuchung hinsichtlich des Munizi— palwesens aus druͤcklich erwähnt, und daß nicht das Geringste darüber angedeutet worden ist, ob auch die erstere fortgesetzt wer⸗ den solle, ober nicht? Die Aeußerungen des Premier Ministers in Vetreff der Irlaͤndischen Kirche ist ein hinreichender Kommen⸗ tar ju seinem Scchweigen über die Kirchen, Kommission.“
Der Morning Herald hofft von dem neuen Ministerium Abstellang „aller der betrüͤgerischen und verderblichen Ungereimt— heiten, die man frelen Handel nenne, und die in den letzten
Jahren der kollektiven Weisheit der Nation (dem Parlamente)
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entflossen seyen, um die Verarmung und den Ruin von Tausen— den der gewerbfleißigen Fabrikanten, Rheder und Handwerker Englands herbeizuführen und den schlauen Ausländer zu berei⸗ chern, der jeden Vortheil, welchen Englands Thorheit ihm zu— theile, wohlgefällig hinnehme, ohne ihn jemals zu erwiedern.“ Das genannte Blatt will daher Englands große bu ie Fler. essen zahlreicher im Parlament repräsentirt wissen. Auch erin, nert es an den Antrag, welchen Herr M. Attwood am 24. April im Parlament machte, der aber verworfen wurde, daß das Eng— lische Geld, und Muͤnz System untersucht, die kleinen Bankno⸗ ten wieder eingeführt und die Baarzahlungen der Bank beschränkt werden sollten, und sagt, das neue Ministerium wuͤrde das Ver— trauen des Koͤnizs und des Landes nicht laͤnger verdienen, wenn es vor einer Untersuchung zurückbeben wollte, die fuͤr Englands Gemeinwesen und fuͤr den eigenen Charakter des jetzigen Pre— mier ⸗Ministers von so großer Wichtigkeit sey.
Die Times druͤckt ihre Verwunderung daruͤber aus, daß Lord Nugent, dessen Ernennung zum Ober-Commissair der Joni— schen Inseln sie als eine von den Handlungen bezeichnet, deren das vorige Ministerium sich am meisten zu schaͤmen habe, von der jetzigen Verwaltung nicht schon laͤngst zuruͤckberufen worden
sey. „Lord Nugent“, sagt sie, „hat in der That mehr vollfuͤhrt,
als irgend ein Anderer nur hatte versuchen konnen. Er hat es dahin gebracht, daß das ganze System des Britischen Einflusses in jener Gegend, wo er zum Ungluͤck regierte, zerrüͤttet und ge— schwaͤcht worden und daß Englands Name Griechen und Tuͤr— ken zum Gelaͤchter geworden ist.“
Herr Weeding hat unterm 23. Dezember im Auftrage einer zahlreichen Versammlung der Cortes-Gläubiger in der Londoner City Tavern wleder ein Schreiben an den Herzog von Welling— ton gerichtet, worin er diesem den besten Dank jener Versamm— lung fuͤr die Aufmerksamkeit abstattet, welche der e ihren letzten Vorstellungen gewidmet, und dessen sortwaͤhrende Ver— wendung bei der Spanischen Regierung in Anspruch nimmt, um bessere Bedingungen hinsichtlich der Zins-Ruͤckstaͤnde fuͤr sie auszuwirken. Der Herzog hat hierauf unterm 2sten v. M. folgende Antwort erthiilen lassen: „Der Herzog von Wellington macht Herrn Weeding sein Kompliment und dittet, ihn in Er— wiederung auf sein Schreiben vom 23sten d. M. benachrichtigen zu duͤrfen, daß er gleich nach Ankunft des Spanischen Gesand⸗ ten in London mit demselben uͤber den Gegenstand, von welchem das Schreiben des Herrn Weeding handelt, sprechen wird.“
Im Boͤrsen⸗Bericht der Times heißt es: „Der nunmehr amtlich bekannt gemachte Anleihe⸗Kontrakt der Spanischen Re⸗ gierung mit Herrn Ardouin, der eigentlich fast nichts enthält, was man nicht vorher schon gewußt haͤtte, zeigt sich als ein fuͤr Spanien sehr druͤckendes Uebereinkommen, und dennoch werden, aller Wahrscheinlichkeit nach, die Kontrahenten bei dem jetzigen Zustande des Geldmarktes betraͤchtliche Schwierigkeiten sinden, die Obligationen in Umlauf zu bringen. Der gegenwartige Preis der Cortes⸗Scheine steht schon an sich den Unterzeichnun⸗ gen zu der Anleihe im Wege.“
Wie verlautet, sind die Zwistigkeiten zwischen der Bank von England und den Actien⸗Banken im Norden von England in Guͤté ausgeglichen worden. Die letzteren haben sich bereit erklart, keine eigene Noten ausgeben zu wollen, unter der Be⸗ dingung, daß ihnen von der Bank von England Vorschuͤsse zu einem etwas unter dem Marktpreise stehenden Zinsfuße bewil⸗ ligt wuͤrden.
Der Courier behauptet, es werde ihm von seinen Korre⸗ spondenten aus allen Gegenden des Landes gemeldet, daß man sich uͤberall bemuͤhe, geschlossene Versammlungen, von den Oppo⸗ sitions⸗Blaͤttern hiole⸗ and corner-meetings (Loch- und Winkel⸗ Versammlungen) genannt, zusammenzubringen, um Adressen im ministeriellen Sinne an den Konig zu veranlassen.
Als ein neuer Beitrag zu den Barn H le vern wird von den hiesigen Blättern eine Herrn Edward Lytton Bulwer dedi⸗ zirte polstische Flugschrift angekuͤndigt, unter dem Titel: „Soll bas Geschick dieses großen Reiches fortan von dem Volke oder von der Pairie gelenkt werden?“
Nach Briefen aus Rom und Neapel vom 15. Dezember meldet der Morning Herald: „Der Minister⸗Wechsel in England hat in Neapel die unvortheilhafte Stimmung gegen Frankreich neu belebt. Der General Sebastiani war sehr krank gewesen; er hatte viermal zur Ader lassen muͤssen; es ist daher gar nicht unwahrscheinlich, daß er unter solchen Umstaͤnden den Gesahndtschafts⸗Posten in London nicht annehmen wird. Er war seit einem Monat nicht aus seinem Schlafzimmer gekommen. Gegen seine Dienerschaft soll er sehr despotisch seyn und seinen Secretairen nicht einmal erlauben wollen, in Gesellschaft zu gehen. Einen ähnlichen Eindruck, wie in Neapel, brachte die Nachricht von der Veränderung des Englischen Ministeriums auch in Rom hervor. Dom Miguel befand sich noch dort und war mit seinem Wirth in einen Mieths⸗Prozeß verwickelt. Man glaubte jedoch, daß er nächstens nach Piemont abreisen wuͤrde, da ihm der Ko— nig von Sardinien in der Gegend von Nizza einen Ort zum Aufenthalt angeboten hatte.“
Niederlande.
Aus dem Haag, 5. Jan. Der Staats-Minister und Praͤsident der ersten Kammer der General⸗Staaten, Baron Roell, ist vorgestern im 67sten Jahre seines Alters zu Amsterdam mit Tode abgegangen.
Die Abreise des Prinzen von Oranien nach London scheint nicht stattzufinden; hiesige Blaͤtter melden vielmehr, daß sich Se. Koͤnigliche Hoheit dieser Tage wieder nach dem Hauptquartier
begeben werde.
Der große Dreimaster „Pylades“, der vor einigen Tagen von Amsterdam nach Ostindien absegelte, ist nicht weit von un⸗ serer Kuͤste untergegangen. Die aus 40 Mann bestehende Equi— page ist, mit Ausnahme eines Einzigen, gerettet worden. Das Schiff war in London fuͤr 300,000 und in Amsterdam fuͤr
S5, 060 Fl. versichert.
Selg ien.
Bruͤssel, 4. Jan. Der Ex⸗Regent, Herr Surlet de Cho⸗ kier, ist bei Gelegenheit des neuen Jahres nach Bruͤssel gekom—⸗ men; er war mehrere Male am Hofe.
Wahrend des Monats Dezember sind zu Antwerpen 83 Schiffe, zusammen von einem Gehalt von gs0ß Tonnen, einge— laufen, also 17 Schiffe und 2183 Tonnen weniger, als im No⸗ vember. Von diesen Schiffen hatten 5 Bauholz, 2 Blei, 1 Ma⸗ nufaktur⸗Waaren, 6 Wein, Fruͤchte ꝛc., 3 Salz, 13 Getreide und Samen und 51 verschiedene Waaren geladen. Während des Jahres 1834 liefen zusammen 16646 Schiffe von einem Ge— halt von 141,465 Tonnen ein. Die Zahl der ausgelaufenen Schiffe betrug 1060, worunter 2366 Belgische und 817 auslaͤndische; 201
Thee bedeutender, als in jedem der fruͤhern 5 Jahre.
Dänemark.
Kopenhagen, 8. Januar. Am 31. Dezember war Or denstag fuͤr die Ritter des Elephanten- Ordens.
Einer Kenigl. Nesolutien vom 2sten v. M. zufolge, ist den auf den Inseln zur Staͤnde⸗Versammlung aus der Beamten Klasse Gewaͤhlten zu erkennen gegeben, daß hinsichtlich der am lichen Stellung derselben nichts gegen die Annahme der auß se gefallenen Wahlen zu erinnern sey. .
Als Mitglieder der zur Vorbereitung eines neuen Preß— Gesetzes niedergesetzten Kommission werden nicht nur der Ph, stzent der Daͤnischen Kanzlei und der Genergl- Prokurator M Königreichs, sondern auch der Praͤsident der Schleswig⸗Holsten⸗ Lauenburgischen Kanzlei und der Ober-Prokurator fuͤr die Han zogthuͤmer bezeichnet.
Wie man aus der Mariboer Zeitung erfaͤhrt, soll g von dem General⸗Fiskal, Etatsrath Treschow, angeregte Zusam menkunft der von den großeren Gutsbesitzern auf den Insth gewählten Abgeordneten einstweilen ausgesetzt bleiben. — On Wiborger Sammler redet solchen vorbereitenden Zusammen kuͤnften von Staͤnde-Mitgliedern, besonders mit Rucksicht af das den Staͤnden eingeräumte Petitione⸗Recht, dessen Ausüͤbun die Vereinigung von mehr als die Hälfte der Stimmenden n
gegen die einheimischen Konservativen und die als ihre Bunin genossen bezeichneten Laässigen, Unthaͤtigen und Zweifelmuͤthi
im Lande, deren Wahlspruch sey: „Was kann es helfen?“ bezieht sich dabei auf eine kleine populaire Abhandlung Algten Ussings: „Ueber die Erweckung des Gemeinsinns“, und erinne die Kleinmuͤthigen an die Verheißungen und Wuͤnsche des K nigs. Nachdem auch der Censur erwahnt, von der gesagt win daß sie seit 60 Jahren dem Daͤnischen Volke unbekannt sn wird mit Zuversicht die Hoffnung ausgesprochen, daß kein n Preßfreihest beschränkendes Gesetz gegen die Meinung einer i schiedenen Majoritaͤt der Stände erlassen werden wuͤrde.
Die Zeitung Kjobenhavnspost wird, stait fuͤnfmal wochen lich, nunmehr täglich erscheinen, und zwar Sonntags als lien risches und aͤsthetisches Zeitblatt unter dem Titel: „Sen tagsblatt.“ .
Deut schlan d.
Kassel, 6. Jan. Heute Vormittag wurde die diesseith Staͤnde⸗Versammlung eroͤffnet. Die Minister von Heßberg un Hassenpflug waren zugegen, spaͤter trat auch noch der Finan Minister ein. Der Praͤsident sprach einige Worte uͤber die 6 schaͤftß⸗ Behandlung, und empfahl eine genaue Beobachtung in Formen der Geschafts⸗Ordnung, deren Verabsaͤumung nur nah theilbringend sey. Der Minister Hassenpflug uͤbergab einen G setz⸗ Entwurf, um den 5. 107 der Gemeinde⸗Ordnung, welch die gesetzliche Endschaft der Wirksamkeit der bisherigen Gemeinhn Behörden auf den 31. Dez. v. J. bestimmt, außer Kraft, ip diese Behoͤrden bis dahin, daß die neuen Behoͤrden wirklich n ihre Stelle treten koͤnnten, wieder in das Amt einzusetzen. On Landtags ⸗Commissair verkuͤndigte, im höoͤchsten Auftrage, daß de Staͤnde⸗Versammlung ihre Geschaäͤfte auf den Zeitraum von Wochen zu beschraͤnken habe, und legte darauf einen neuen Ge setz⸗ Entwurf uͤber die gleichmäßige Besteuerung des Grun genthums, unter Zuruͤcknahme des fruͤheren, vor. Der Piu dent verkündigte den Eingang mehrerer Anträge von Mitgt dern, darunter einer des Herrn Thielepape: die Staats Nen rung um Auskunft uͤber die Verhaäͤltnisse der Rotenburger Qu zu ersuchen. Später beschaͤftigte man sich mit der Legitimati mehrerer Mitglieder. Die Entscheidung der Frage, ob die] geordneten oder Stellvertreter zu dem setzigen Landtage ein)uh rufen seyen, ist durch eine Berathung der Staͤnde-Mitgliey unter sich erledigt worden.
Darmstadt, 3. Jan. Bei den hiesigen Stadt⸗Gemeinhe wurden im verflossenen Jahre 568 Kinder geboren (267 8 ben, 21 Madchen), darunter 93 uneheliche, 22 todtgeborene, Paar Zwillinge. CTonfirmirt wurden 320 (161 3 Knaben, Madchen), copulirt 135 Paare. Bei der juͤdischen Gemen wurden 11 geboren, starben 10, copulirt wurde 1 Paar. Ganzen starben 4956 (251 mannlichen, und 243 weiblichen schlechts), also mehr geboren 85. Von diesen 494 starben stz 152, also fast ) im Alter von 1 — 5 Jahren. 42 Personen reichten ein Alter von mehr als 70 Jahren. In 33 Scht und Instituten empfingen 1637 Knaben und 1401 Maͤdchen, sammen 3128, Unterricht. 2009 Personen genossen das hi Abendmahl.
Spanien.
Die Times meldet aus Madrid vom 24. Dezember: der Sitzung der Prokuradoren⸗Kammer am 22. sagle der Vn Praäfident Medrano, er habe erfahren, daß ein Mitzi der Kammer sich durch einige im Eifer der Debatte ausgestes! Worte beleidigt fuͤhle; er höͤffe, es sey durchaus nicht der Gi vorhanden gewesen, irgend ein Mitglied zu beleidigen. Hanf erwiederte der Conseils-Prafident, er glaube, dies böjih sich auf einige von ihm gebrauchte Ausdruͤcke, die als beleidlhh fuͤr den Grafen de las Ravas betrachtet worden waren, er daher durchaus nicht an, zu erklären, daß er niemals irgend ein glied habe persönlich angreifen oder beleidigen wollen. Der En ze las Nav as erhob sich nach diesen Worten und verbeugte s um seine Zufriedenheit mit dieser Erklarung zu erkennen zu geben Nach einigen Debatten uͤber die Gesandtschaften an den nordischen Hoͤfen, wurde beschlossen, nach Wiederherstellung diplomatischen Verbindung mit denselben, Gesandte und h Geschaͤftsträger dorthin zu senden. — In der Sitzung am verwarf die Kammer die Bestätigung des Gehalts der drei glieder des von Ferdinand VII. eingesetzten Regentschasts / ihes. — An dem heutigen Abend vertauschen in allen Then Schauspieler und Schauspielerinnen die Rollen, so daß eth die weiblichen, letztere die maͤnnlichen Charaktere darstel In einem Theater, wo Tartuͤffe gegeben wurde, erschi gegen Ende der Vorstellung die Köͤnigin-Regentin und wu mit lautem Zuruf empfangen. großen Beifall, da der Bruder des Munoz, eines der Koͤnigin, Jesuit ist. Nach dem Schlusse der wurden von den Schauspielern Verse recitirt, worin häufig Namen Christina und Mina vorkamen. Ein anderer Gebi⸗ am heutigen Weihnachts-Abend ist, daß die Offiziere die daten in ihren Kasernen bewirthen und selbst bei Tafel aufh ten. Die Soldaten machen dann mit der groͤßten Freim fin keit in Versen ihre Bemerkungen über die Offiziere.
Belgische und 464 auslaͤndische Schiffe liefen beladen aus, 45 Bel⸗ gische und 363 auslandische mit Ballast. Im Jahre 1834 war die
dies noch ein Ueberrest der alten Saturnalien.“
Einfuhr von Kaffee, Baumwolle, Haͤuten, Neis, Zucker und
fordere, lebhast das Wort. — Die Kjsbenhavnspo st ein
Die Rolle des Tartuffe erte f Guͤnstlin Gard Vorsteli 6
Piortugal.
— — Lissabon, 13. Dez. Die Vermaͤhlung Donna Marig's mit dem Herzoge von Leuchtenberg , fön, hat sofort nach der Ruͤckkehr des Herrn Bayard von Muͤn— hen, ungeachtet der noch fortdauernden tiefen Trauer fuͤr Dom Hhehro, mit einer Eile stattgefunden, die wohl ihre Erklaͤrung m öden gleichzeitig aus London, in Bezug auf den dortigen Mi— niter⸗Wechsel eingetroffenen Nachrichten findet. Der Hof und der der siegreichen Partei angehörige Theil des Adels entwickel—⸗ eh bet der wegen dieser Veranlassung stattfindenden Feierlich⸗ teten die größtmögliche. Pracht, von deren eigentlichen Be— schaffenheit indeß ein Mittel⸗Europäer, der nicht in Portugal gewesen, sich schwer eine klare Vorstellung zu machen im Stande seyn dürfte, und welche nebeneinander in den schneidendsten Kon- lrssten, Prunksucht und Armuth, die neuesten Woden Englands und Frankreichs, und diejenigen, die in diesen Landern vor un— gefahr 150 Jahren bestanden, zeigte. Ich glaube, in kein Detail äber die verschiedenen Adels-Titel und die Bänder von fuͤnf verschie⸗ dinen Orden eingehen zu muͤssen, die in einem höchst reichlichen Maße vom Hofe bei diefer Gelegenheit vertheilt wurden, und wo⸗ bei die Familie des Herzogs von Palmella wohl die am minde— sten bedachte blieb. Als charakteristisch fuͤr die Nation darf ich indeß nicht uͤbergehen, daß zugleich allen künftigen und ge— genwaͤrtigen Mitgliedern der Pairs⸗ Kammer das Praͤdikat
Exeellenz“ verliehen wurde, und daß, ui auch die Deputirten— Kammer angemessen zu ehren, der Praͤstsent derselben eine Eh— ren⸗Kommende des Christus-Ordens, die beiden Secretaire aber des Ordens-Kleid Unserer lieben Frauen des Empfaͤngnisses von Villa vigosg erhielten. Allerdings ist die Vermählung der Koͤ— nigin ein fuͤr das Land keinesweges gleichguͤltiges Ereigniß. Wenn indeß die Regierungs-Zeltung in einem amtlichen Artikel versichert, „daß dieses Ehe-Bundniß den Beguͤnstigern der Anar— chie auf einmal alle Hoffnungen raube, und den Thron der regierenden milie unwiderruflich sichere, so hat der kalte Beobachter doch Muͤhe, zu begreifen, wie bei den bekannten Bestimmungen, so— wohl der alten Portugiesischen Verfassung als der Charte Dom Pedros, der bloße Gemahl der regierenden Koͤnigin einen so durchgrerfenden Einfluß auf die Leitung des Staats⸗Schiffes aus⸗ zuüben vermochte. Und selbst wenn man annahme, daß, in der irlichkeit, die constitutionnelle Fiction verschwaͤnde, und die von ihrem Gemahle geleitete Köͤnigin Portugal in der naͤmlichen Weise, wie es seit Jahrhunderten regiert wurde, faktisch auch künftig fortregierte, so sieht man doch wohl nicht ab, wie ein anger vierundzwanzigjaͤhriger Prinz, der bisher den Staats-Ge— haͤften und dem Kriege voͤllig fremd geblieben, hinsichtlich seiner derrscher, Eigenschaften andere als ganz allgemeine Hoffnungen nregen koͤnnte. Die nackte Thatsache duͤrfte seyn, daß verwandt⸗ schaftliche Einfluͤsse und Familien⸗-Gefuͤhle den ersten Grund zu jenem Ehebuͤndnisse legten; daß die jetzt bei der jugendlichen Ko igin vorherrschenden Einflüsse dasseibe als ein Mittel zu ihrer eigenen besseren Befestigung ansahen, und daher eifrig befoͤrder—⸗ ten; und daß endlich die Politik Großbritaniens, die, wo es sich von Portugiesischen Verhaͤltnissen handelt, stets eine so gewich— tige Stimme hat, dasselbe aus Gruͤnden, die keiner Auseinander— setzung beduͤrfen, acceptirte. In der Mitte hoͤchst erbitterter, leidenschastlich er und unlenksamer Parteien gestellt, duͤrfte uͤbri⸗ gens das junge Koͤnigl. Paar nicht immer bloß auf Rosen zu wandeln bestimmt seyn; denn unleugbar beruhigt sich die in dle— sem dande herrschende Aufregung langsamer, als die Freunde der siegreichen Partei es erwarketen. Diese letztere zeigt sich naͤmlich sortwaͤhrend gegen jede Versohnungs , Maßregel taub, und der entschiedenste Reactions - Geist charakterifirt fast jede Sitzung der Deputirten- Kammer. Die besiegte, aber darum nicht minder zahlreiche Partei wird dagegen durch das fortwaͤhrend uͤber ihrem Haupte schwebende sogenannte Andemnisations, ober elgentlich Confiscations-Gesetz zur Ver— zweiflung getrieben. Es kann daher nicht uͤberraschen, wenn die neueste Nummer der Regierungs-Zeitung selbst von einer bei Coveiro zersprengten Miguelistischen Guerilla spricht; und wenn in der Deputirten Kammer der Portugiesischen politischen Fluͤcht⸗ linge Erwähnung geschah, die sich zu Tuy auf dem Spanischen Ufer des Minho gesammelt hätten. Die in Tras os Montes zusemmengezogenen zwei Brigaden, die man gern noch mit einer dritten verstärken zu konnen wuͤnsche, durften daher die Auf— rechthaltung der Ruhe in jener Provinz mindestens eben so sehr alt die Beobachtung der Ereignisse in Rord⸗Spanien zum Zwecke haßen. Man muß dem Conseil Donna Maria's die Gerctchtig⸗ keit widerfahren lassen, daß es weit gemäßigter als die Kam, mern und die Masse der siegreichen Partei ist, und wenn es i. Hände hatte, gewiß gern im Sinne eines Verschmelzungs⸗/ hem handelte. Das dauernde Einverstaͤndniß der beiden eigentlichen Kͤupter dieses Conseils, des Herzogs von Palmella und Silva arvalho's, erscheint indeß dem unbefangenen Beob— achter nichts weniger als gesichert, indem diese beide ohnehin * entgegengesetzte Charaktere sich auf durchaus verschiedene ale, Palmella nämlich auf den Hof, Carvalho aber auf äine Wyularitaͤt und sein Ansehen bei der Masse der siegreichen arten, stuͤtzen.
In einem vom Courier mitgetheilten Schreiben aus Lis—⸗ 6 vom 20. Dezember heißt es: „Zu den Privilegien 3 5 el nterthanen in Portugal gehoͤrten seit langer Zeit, außer ) efreiung vom Mllitairdienste, ein Recht, das sie mit den min in allen Laͤndern theilen, noch folgende: Es war ihnen mi, sich sechs Gehuͤlfen zu halten, die von allen Militair— 3 en ren offentlichen Diensten befreit waren. Sie hatten . e. sich einen Richter zu waͤhlen, der in Civil und Kri— nl chen entschied, und die Regierung konnte sie nicht zwin⸗ . irgend einen Theil ihres Eigenthums zum Nutzen des Lan— rn verkaufen. Sie waren außerdem von einer großen An— . von Municipal / Abgaben befreit und keine Magistrats-Person . das Haus eines Britischen Unterthanen betreten; nur an genannten Richter war dies in Begleitung des Konsuls ge— ö. Diese Privilegien wurden nebst mehreren anderen ur, . nglich von den Portugiesischen Königen als Gunstbezeugun⸗ fen verliehen, ohne jemals durch ein Gesetz bestaͤtigt worden zu . Sie wurden indeß, namentlich in der letzten Zeit, von rn Inhabern so häufig und in solchem Grade gemißbraucht, el. er Verlust sämmtlicher Vorrechte vorherzusehen ist, und e lich hat der erste Angriff schon begonnen, indem alle Gehuͤl⸗
und Diener , , ö n . der National⸗ paͤteren Nachrichten zufolge lsiehe geuats Zeitung Nr. 9], ist es jedoch dem Lord . . i ] gelungen, den Grafen Villareal zu bewegen, in einzelnen n Ausnahmen zu gestatten. . — Folgende Thatsache giebt rah , daß die Regierung beschlossen hat, milde und 1 iche Matzregeln gegen die Anhänger Dom Miguel zu * fen. Bei Geiegenhelt der Vermählung der Königin durch . gaben die Civil-⸗Behsrden von Leiria ein Diner
einen Ball, wozu sie, da es ein Fest der Versoͤhnung seyn
atde eingetragen sind.
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sollte, alle angesehene Miguelistische Familien des Ortes einlu⸗ den, und selbst einem noch im Gefängniß befindlichen Migueli⸗ sten Speisen sandten. Dies Alles geschah auf Anrathen der Re⸗ gierung, was einem jeden rechtlich Denkenden mit Freude er— fuͤllen muß, und dennoch sieht der Nacional darin nur die Ab⸗ sicht, sich mit den Miguelisten zur Vernichtung der Charte zu verbinden. — Mehrere Maßregeln, fuͤr welche man Dom Pedro an⸗ fangs so großes Lob gespendet hat, erweisen sich jetzt zum Theil als sehr unpolitisch. So hat die Abschaffung des Zehnten die Einkuͤnfte vermindert und der Regierung die Last aufgebuͤrdet, die Geist⸗ lichkeit zu unterhalten. Das Defizit ließe sich wohl durch an— derweitige Auflagen decken, doch wurde keine Abgabe mit folcher Bereitwilligkeit gegeben werden, als der Zehnten, weil er allein zur Unterstuͤtzung der Kirche diente. Die Aufhebung der Mönchs— Kloͤster hat die religiosen Meinungen des Landes verletzt und den moralischen Einfluß der Moͤnche vermehrt, indem sie dadurch zu einem Gegenstand des Mitleids wurden; dadurch, daß man sie zwang, ihr Möonchskleid abzulegen, ist es der Regierung unmoglich geworden, die noͤthige Aufsicht über sie zu fuͤhren und sie sind zugleich unversöhnliche und in der That maͤchtigere Feinde geworden. Haͤtte man sie ruhlg im Besitz ih— res Eigenthums gelassen und ihnen zugleich die Aufnahme neuer Mitglieder untersagt, so waͤren sie allmaͤlig ausgestorben und das Land ware, ohne die Unannehmlichkeiten, welche man jetzt so ernstlich fuͤhlt, von ihnen befreit worden. Die Vernichtung des Papiergeldes hat nicht den ohh gehabt, den man davon er— wartete. Für die Land- und Haus-Besitzer, welche jetzt ihre Einkuͤnfte in baarem Gelde empfangen, mag diese Maßregel vortheil— haft seyn, aber bei der zerstreuten Bevölkerung auf dem Lande hat sie große Unzufriedenheit erregt, denn außer vielen anderen Nachtheilen fuͤr dieselbe sind dadurch auch, gegen alle Erwar— tung, die Preise der Lebensmittel gestiegen. Der freie Handel oder die Zulassung der Waaren aller Nationen fuͤr den herab— gesetzten Zoll von 15 pCt. ist vom größten Nachtheil fuͤr die Industrie des Landes. Um dies zu beweisen, will ich nur die Seiden⸗Manufakturen anfuͤhren, deren Erzeugnisse den Franzoͤ⸗ sischen Waaren zwar nicht an Guͤte gleichkamen, aber doch be—⸗ deutend wohlfeiler waren; jetzt dagegen koͤnnen die Franzosen eine bessere Waare fuͤr dasselbe Geld liefern und die Portugie⸗ sischen Fabriken werden in kurzem ruinirt seyn.“
Inland.
Berlin, 10. Januar. Nachstehendes ist eine Uebersicht von dem Zustande des Koimmunal-Schuldenwesens des Regie—⸗ rungs- Bezirks Achen fuͤr das Jahr 1834
Die Hauptmasse der Schusden mit Einschluß der laufenden Zinsen bis Ende 1833 betrug: 15526, 255 thlr. 18s9r. 2pf.
a) an Kapital 961, I64 . — v 11 5
h) an Zinsen
/ Ueberhaupt 2,488,019 19 19 Bis zum Schlusse des Jahres zz.**“ ist nach den sammtlich festgestellten Gemeinde⸗Rechnungen und den Spe⸗ , , gezahlt, amorti⸗ irt oder vergleichmaͤßig erlassen: Man Kapital 1, 164, 868 thlr. 29 sgr. pf. b) an Zinsen S74, 2590 , 14 5 55
xc e r tt e r m m, m,
2,039, 125 thlr. 13 sgr. 9of.
so daß sich die Schuldsumme Ende 1833 bis auf vermindert hat.
Von dieser Summe ist a) nicht abzulegen, resp. als Rentschuld konstituirt S0, 671 thlr. 20 sgr. 10pf. b) mit Zustim⸗ mung der Kre⸗ ditoren bleibt einsiweilen von der Ablage aus geschlossen .. 17,135 9 5 — * c) als Ausfall ; ist zu betrach⸗ ten, weil die Praͤtendenten selbst nach oͤf⸗ fentl. Aufru⸗ fen nicht er⸗ schienen sind 1391 d) wirklich kon⸗ testirt .. 119,622 5 12 85
r 211,820 5 10 5
wodurch sich der eigentliche liquide fel h. Ende 1833 auf .. . 237,070 thlr. 29 sgr. 6pf.
ell t.
Die urspruͤngliche Schuld- Summe hat gegen die vorigsaͤh—⸗ rige eine Verminderung erlitten, well die auf der Stadt Achen haftende Spielschuld bei definitiver Feststellung durch Gegenfor— derungen der Stadt an Kapital und ruͤckstaͤndigen Zinsen sich ermaͤßigt hat.
Zur Tilgung der obenbemerkten . 237,070 thlr. 29g sgr. 6pf. waren bis Ende vorigen Jahres schon disponibel gestellt 34,489 9 6 » 10 5 so daß am 1. Januar . J. noch zu — r ——— tilgen eien 202,581 thlr. 22 sgr. 8pf.
Durch die puͤnktliche Innehaltung der Tilgungs-Plaͤne, worauf mit aller Strenge gesehen worden, hat sich das fruͤher verschwundene Vertrauen immer mehr und mehr gehoben.
— Zu der Zahl der im Jahre 1833 im Civildienste versorg“
418,891 5 5 4
2 412
ten Militair-Personen (S. Rr. “ der Staats⸗-Ztg.) treten noch
36 Unteroffiziere und Gemeine hinzu, die im Ressort des Königl. Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal⸗A1ngele— genheiten angestellt worden sind, so daß die Gesainmtzahl sich auf 1141 stellt.
— Der Herzog von Leuchtenberg (jetzige Herzo von Santa Cruz) reiste am 6. d. M. ie n r gr . . durch Koln und wollte das naͤchste Nachtlager in Achen h lten.
— Der Gesammtwerth der im Laufe des vorigen Jahres in
Bielefeld zur Legge gebrachten Leinewand beläu
839, 215 girhli , m n n m. — Für das zum Erfurter Reg. Bez. gehörige, im Monat
Mai v. J. , Dorf ch h ist, rig sind nr
Bez. Merseburz an milden Gaben 1138 Rthlr. aufgekommen.
— In der Stadt Birnbaum (Reg. Bez. Posen) ist dur die Bemuhungen des Superintendenten i . De nn ö.
Bekleidung armer Schulkinder ins Leben getreten. Derselbe be,
steht aus 30 Mitgliedern, welche sich zur Zahlung eines Beitra⸗ ges von 42 Thalern jahr ich anheischig gemacht haben. Außer⸗ dem wollen diese Mitglieder die Gelegenheit benutzen, außeror⸗ dentliche Beitrage zu sammeln.
— „In diesen Tagen,“ schreibt man aus Po sen vom Sten d. M. , „besichtigte der Kaiserl. Oesterreichische Kreis- Ingenieur v. Bretschneider, im Auftrage seiner Regierung die schwebende Eisenbahn auf der Festungs-Fiegelei bei Luban, indem eine ähn⸗ liche schwebende Bahn, etwa 2 Meilen lang, von Wieliczka nach Podgorze an der Weichsel zum Transport des Stein salzes angelegt werden soll. Auf der hiesigen Eisenbahn sind bereits etwa S0, 900 Centner trangportirt worden, wobei dieselbe sich sehr gut bewährt hat.“
. Im verflossenen Jahre sind in den Hafen von Memel 685 Schiffe mit S6, 5.83 Schiffslast eingegangen und 619 Schiffe mit 753. 205 Schiffslast aus demselben ausgelaufen, àß Schiffe halten Winterlage. Von den eingegangenen Schiffen waren un ter Preußischer Flagge 362, Englischer 130, Hoölländischer 33, Norwegischer 32, Hannoverischer 39, Daͤnischer 12, Meklenbur— gischer 1, Oldenburgischer 10, Luͤbeckscher 3. Belgischer 3, Rus⸗— sischer 2, Schwedischer 2, Italiänischer 2, Hamburgscher 1 und Bremenscher 1. — Unter den eingegangenen Schiffen waren: 44 mit Haͤringen, 11 mit Salz, 13 mit Steinkohlen, 21 mit Guͤtern, 15 mit Dachpfannen und Mauersteinen, 5. mit Kartoffeln, 10 mit Eisen, Theer, Splittholz, Oel, Talg ꝛc., und 512 wit Ballast, Steinen ꝛc. befrachtet. Von den ausgegangenen Schif— fen waren beladen: 525 mit Holzwaaren, 31 mit Saat, 20 mit Flachs, Hanf, Heede, Fellen 24, 31 mit Getraide, 3 mit Kno— chen, 1 mit Oelkuchen, 1 mit Mauersteinen und 4 mit leeren Faͤssern ꝛc.
Meteorologische Beobachtung.
Morgens Nachmitt. Abends Nach elnmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Luftdruck 337,6 war. zn] 3 Par. 330, 72 Par Quellwärme 7,0 R. Luftwaͤrme — 0, 0 R. 4 1,8 R. . ; ö Thauvunkt — 1,8 05J. Flußwärme 0, * R. Dunstsaͤttg. 93 pCt. Zodenwärme 1,8 0 R. Ausdünst. , o 21 Rh.
bezogen. Hꝛiederschlag , 3 3. Jö.
18335. 9. Januar.
W.
Berliner Börse. Den 10. Junuar 1835. nt Londs. und geld Cours. Zettel, (Ereusue Cour) . — Q 2
100 Ostpr. Pfandhr. A 1013 1013 96 Pomm. do. A 196 — 62 Kur- u. Neum. do. A 1065 1065
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ö ä St. Schuld- Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Präm. Sch. d. Sech. Kurm. Obl. m. I. C. Neum. Int. Sch. do. Berl. Stadt- Ohl. Königsb. do. Elbing. do.
100 Schlesische do. 1064 997 Rkst. C. d. K. u. N. 7* 100 ; L. · Sch. d. K. u. X. 7*
s — Holl. vollw. Duk. — Danz. do. in Th. 38 Neue do.
Westpr. Pfandhr. 101 Friedrichsd'or ..
Grosshz. Pos. do. — Disconto amm rr, rem e mr em, m, —
WechselM- Cour s.
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Hnreiso. ou. Hmief. (elch e em, ere,
Kur — 140 Dh o EHI. 2 Mt. 140 Ilamburg 300 Mk. Kur 1522 dito 300 Mk. 2 Mt. 1512 London : 3 Mt. 6 21 J At. ö Wien in 20 Xr ö 2 Alt. Augshurg 50 FI. t. , 2 Mt. beipzig 8 Tag . a. M. W z . ö. ed? hetersburg 150 Rbl. 3 Woch Warschau 600 HI. Kurz
Amsterdam
1 250 FI. dito
Auswvürtige Börsen.
Nioder! jr ,,,, 5. Januar. Niederl. wirkl. Schull 5a. 853 do. 100,4. Ausg. Schuld 112 Kunv-kill. 21. II 8 Amort. 83]. 39 761. Russ. 983. .
ĩ 725 99. Preuss. Präm., - Scheine 105 42 —ᷣ unn. 52 33 20) ĩ Sche 1095. do Az Anl. — . Span. 53 A3.
Königliche Schauspiele.
Sonntag, 11. Jan. Im Opernhause: Die Alpenhu onnt ; = tte Singspiel in 1 Akt, von A. v. Kotzebue. Musik . 6. P.; Schmidt. Hierauf: Der Aufruhr in Serail, Ballet in 3 Abth./ von . 3. . m Schauspielhause: Die beiden Klingsberge, Lustspiel in „ Abth., von Kotzedue. ierauf: Jugend muß . Lust⸗ spiel in 1 Akt, nach dem Franz, von L. Angelh. ö. . e, ,, König Richard II., 5 „von 5 it , zh oon r hakespeare. Neu einstudirt. ienstag, 13. Jan. Im Opernhause: Der reisende Stu dent, musikalisches Quodlibet in ? Abth. Hierauf: Der pon, abend, komisches Ballet in 1 Akt, von Hoguet. Im Schauspielhause; 1) Te savanf, Vaudeville en 2 actes, . 2) Le philtre champenois, vaudeville comiaus en 1 aele. ö
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Königstädtisches Theater.
Sonntag, 11. Jan. Die Reise auf gemeinschaftli ; sten, Posse in 5 Akten, von L. Angely. tee mn r res tische Schneider, Posse in 1 Akt, von Fr. Meier. Montag, 14 Jan, Das Königreich der Weiher, oder; Die verkehrte Welt, Burleske mit Gesang in 2 Akten, von Fr. Gens. Vorher: Der Hagelschlag, Lustspiel in 1 Akt, von A. vom Thale. Dienstag, 13. Joan. Zum erstenmale wiederholt: Die WMoh⸗ rin, Schauspiel in 4 Akten, von Ziegler. (Mad. Birch Pfeiffer:
Joni, als Gastrolle.)
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