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tragung in das Hypotbeken⸗Buch beduͤrfen, zu dem
Neue ste Nachrichten.
Paris, 4. Jan. Der heutige Moniteur enthaͤlt die
Foetsetzwig der am VNeujahrstage an den König gehaltenen An— 3. Krad der von Sr. Majestaͤt darauf ertheilten Antworten. em Praͤsidenten des Cassatlonshofes Grafen Portalis antwor⸗ tate der König unter Anderem: „Der innigste Wunsch Meines Herzens stimmt mit dem Ihrigen uͤberein, namlich daß wir uns nie mehr der grausamen Nothwendigkeit ausgesetzt sehen moͤch⸗ ten, die beklagenswerthen Versuche zu unterdrücken, welche Sie so richtig charakterisirt haben. ch hoffe, daß ihre Ohn— m acht denjenigen, welche das Üngluͤck hatten, sich dazu Fortreißen zu lassen, die Augen öffnen wird, und daß un— sere so gluͤcklich bewahrten Institutionen sich fortwährend durch den Beistand aller guten Franzosen und durch die kraͤftige und nachdruͤckliche Mitwirkung der Gerichte immer mehr befe⸗ stigen werden. Mein einziger Ehrgeiz besteht darin, Mein Land vor den u schuͤtzen, die es bedrohten, und Ich bin uͤber⸗ e., wenn Ich Mir, wie Sie hoffen lassen, schmeichelu kann, daß Rr dies gelungen ist.“ Dem Minister des oͤffentlichen Unterrichts: „Dadurch, daß wir der Jugend fruͤhzeitig einpraͤgen, daß Ruhe und Stabilitaͤt das erste Beduͤrfniß der Staaten ist, wie Sie es thun, koͤnnen wir sie vor dem Unheil bewahren, welches derer wartet, die sich auf unausfuͤhrbare Theorieen werfen. Hoffen wir wenigstens, daß die grausamen Erfahrungen, welche wir in dieser Hinsicht gemacht haben, dazu dienen werden, unsere Nach— kommen davon abzulenken! Mit Zufriedenheit erfüllen Mich die Fortschritte, welchs Sie Mir ankündigen. Ich wuͤnsche innigst, daß Eintracht und Geschmack am Familtenleben der Jugend jene Heiterkeit und Bescheidenheit wiedergeben moͤgen, die ihrem Al⸗ ter so gut kleiden und stets fuͤr sie und ihre Aeltern eine Quelle
1
hen ! und wer, wie Sie nnn beitrͤgt, die Jugend auf diesen guten Weg zukuckzufũ̃hren, wird sich wahrliẽh um das Vater⸗ land hoch verdient machen ⸗
tage mehrmals von sein em System gesprochen, der Moniteur aber sey angewiesen worden, die gefährliche Phrase zu ändern. Wirklich heißt es nun: „Das System meiner Regierung.“ Nachdem in der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kam⸗ mer der Berichterstatter, Herr Du mon, die Debatte uͤber den Gesetz⸗ Entwurf hinsichtlich einer Bewilligung zum Bau eines Sitzungs Saales fuͤr den Patrshof zusammengefaßt und sich, um die Kompetenz der Pairs-Kammer zu beweisen, auf die Au— toritaͤt der Herren Dupin und Odilon-VBarrot gestuͤtzt hatte, wurde von Letztern und von Herrn Lamartine, der wegen eines persöͤnlichen Umstandes das Wort verlangte, noch einiges entgeg⸗ net, und darauf zur Abstimmung, und zwar zunäͤchst über das von der Kommission ju dem Uurspruͤnglichen Gesetz Entwurf in Vorschlag gebrachte Amendement, ge— schritten. Dieses Amendement, wonach 1,280, 000 Franken zum Bau eines definitiven Gerichts-Saales fuͤr die Pairs Kam—⸗ mer bewilligt werden sollten, wurde fast einstimmig ver worfen, dagegen aber der urspruͤngliche Antrag des Ministeriums, 366,000 Fr. zu bewilligen, mit 209 gegen 181 Stimmen, also mit einer Majoritͤt von nur B Stimmen, angenommen, mit dem einzigen Unterschiede in der Abfassung des Gesetz-Ent— wurfes, daß diese Summe nicht, wie es ursprünglich hieß, zum Bau eines provisorischen Gerichtshofes fuͤr die Pairs ⸗ Kammer, sondern, nach dem von Hrn. Moreau vorgeschlagenen Amendement, „zu den fuͤr die Instrüirung, und noͤthigenfalls fuͤr die gericht⸗ liche Entscheidung des Prozesfes, mit welchem der Pairshof ge⸗
des Glückes sind. Frankreich wuͤrde große Vortheile davon zie—
—
— — .
Allgemeiner Anzeiger für vie Prenstschen Starten
ster 58 Thlr. A Sch. Poͥmm. Cour; 8) aus dem Concurse des von Iven auf Brech en: ) fuͤr den Arzt Heitmann in Guͤtzkow 46 Sch;
Bekanntmachungen.
. Avertissement. Die im Preuß Stargardtschen Kreise belegenen adeligen Guͤter Zalenze des Vorwerks Charlotten zur anderweitigen noth⸗— wendigen Subhastation gessellt, und der Bietungs⸗ Termin ist auf den 27. Juni 18635, Vormittags um 10 uhr, vor dem Deputirten Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗ Assessor Hering hierselbst angesetzt worden. Die Taxe, nach welcher der Werth der genannten Guͤter ercl. Charlotten ÿs, 129 Thlr. 23 sgr 2 pf. be⸗
kow 290 Thlr
Pennin:
lauls⸗Bedingungen sind uͤbrigens jederzelt in der hiesigen Ober Landesgerichts Registratur einzusehen.
Zugleich werden hiermit alle etwanigen unbekann⸗ ten Real Praͤtendenten, deren Anspruͤche der Ein=
gedachten Termine Behufs Anmeldung und Be— scheinigung ihrer Anspruͤche unter der Warnung vor⸗ n , daß die Ausbleibenden mit ihren etwänigen cal Anspruchen werden praͤeludirt und ibnen des⸗ halb ewiges Stillschweigen wird auferlegt werden. Namentlich werden zu dem Termine zur Wahr⸗ nehmung ihrer Gerechtsame: a) f ») die unbekannten Erben der Barbara, verehe⸗ lichten Hauptmann v. Manteuffel, gebornen v. Lebinska; b) die unbekannten Erben der Heleng Antonie Franziska, verwittweten v. Erzecierska, gebor⸗ nen v. Lebinsla, bierdurch vorgeladen. Marienwerder, den 7. November 183. Civil ⸗Senat des Königlichen Ober— Landesgerichts.
uͤr eine
Knecht Michel Cour;
— — wesen:
Aufforderung.
In dem Depositorio des Königlichen Hofgerichts hieselbst finden sich nachstehende, seit laͤngerer Zeit unabgefordert gebliebene Gelder vor:
1) aus dem Eoneurse des ehemaligen Paͤchters Mul
ler zu Schmoldow:
Pomm Ceur. :; . b) . den Knecht Zuͤhlstorff 30 Schill Pom our.
2) aus dem v. Blixen⸗Negentinschen Coneurse für den Schutzjuden Tobias Boas zu Landsberg a. W. 1 Thlr. 3A Sch. Pomhm. Cour. :;
3) für den Paͤchter Rohde zu Kraeplin aus dem Pacht⸗Contract, der uͤber das ehemalige Doma⸗ nial⸗ Gut Spiegelsdorf aogeschlossen, danaͤchst unterm 26. Februar 1809 aber cassirt worden
ist, 89 Thlr 5 Sch. Poꝛmnm Cour. :
A) aus dem Coneurse des Kammerjunkers von Krassow zu Luͤtken helle:
a) fur den Gastwirth Peters in Stralsund 2. Thlr. Sch Pomm Cour;
b) fur den Buͤrgerineister Guͤnther in Ber—
gen 1 Thlr. M Sch Pomm Cour;
3) aus dem Concurse des Paͤchters Meyer zu Ne.
gentin; ; a) fuͤr den Schullehrer Casper Endholz 3 Thlr 2. Sch. Pomm. Cour; b) füͤr den Schmidt Behrens zu Cunzow 1 Thlr. A Sch. Poaonm. Cour.;
Cour. ;
Cour.
Pomm Cour. ; 6) . dem v. Normann ⸗Wrangelsburger Debit⸗ wesen: a) fuͤr den Kaufmann Hagen in Wolgast 6 Thlr 3 Sch. Pomm. Cour. b) far den Jacob 12 Sch. Ppomm. Cour. ;
11 Thlr. 35 Sch. PNrla&wsibFr'our.;
i9 Thlr. 28 Sch. Poer . Cour. ; angesetzten Terminen 17 Sch. Pomm. Cour. ;
M Thlr. 26 Sch. Poömmm. Cour. ; min 19 Thlr. 30) Sch. Pssiasu—m. Cour; Sch. Pomm. Cour;
Thlr. 22 Sch. Pmm Cour; E) fär den Apotheker Gildenmeister hlerselbst werden. 2 Thlr. 38 Sch Pomm. Cour;
22
c) fuͤr den Apotheker Schwarz daselbst 131 Sch; 1 . = il; 9) an Königlich Schwedischen Kriegs Ersatz. Gel⸗ ,, . dern eingezahlt fuͤr den Schulzenhoff bei Gutz⸗
10 aus dem Debitwesen des von Homeyer zu
a) fuͤr den Seeretair Dau in Loitz 3 Thlr. . 211 Sch. Pomm. Eour. traͤgt, der neueste Hypotheken⸗Schein, und die Ver⸗ b) fuͤr den von Homeyer zu Voigtsdorf 20 Thlr. 387 Sch Pomm. Cour. ;
c) für den Kaufmann Bendfeldt in Rostock
; 3. Thlr. 177 Sch Pomm Cour. ; 4) 9 n San n . Stralsund Thlr. 171 Sch. PCmnöm. Cour; wel ichtli T J e) fuͤr den Rathsverwandten Eggert daselbs i Gere Teri auf , m . 3 Thlr. 39 Sch. 11) aus dem Concurse
Sch. Pomm. Eour.;
14) aus dem Bachmann-Faehrhoͤfer Coneurse, fuͤr den Kaufmann Bartels in Stralsund A Thlr Pomm. Cour;
18) aus dem Meincke⸗Gardebodenhaeger Debit⸗
a) fuͤr den Seiler Walter in Stralsund 2. Thlr. 211 Sch Pomm. Cour. ; h) für den Jacob Steffen 1 Thlr. M Sch. Pomm Cour. ; c) vssh . n im ,
. ischen r. 23; Sch. Pomm. Cour. ;
) für den Knecht Gustaf Brethmann A Thlr d) . den De Here, n nf er in Stralsund 1 Thlr. 13 Sch Pomm. Cour;
16) aus dem Concurse des Paͤchters Benj zu Pastitz: ) für . Schmidt Beck zu Nehringen 10Thlr.
r. Cour. b) für den Schmidt Benz daselbst 10 Thlr. r. Cour
; nebst den vorhandenen Vorra i ) fuͤr den Hollaͤnder Murswyck zu Pastitz zu verkaufen. 1 ist . bel. nn . ö.
18335 in dem Grundstuͤcke selbst anberaumt, zu welchem Stahlstiche (Portraits von Franklin, Washingtht Kauflustige mit dem Bemerken eingeladen werden, Lafayette, d Georg III. und Adam darstelnn
ö daß um 8 Uhr Abends der Zuschlag an ö
h) fuͤr den Muͤller Wlelitz 20 Sch. Pomm. victenden a en soll, ö 3 gern e ,. , n befunden wird. Jeder Mitbietende hat im Termin
eine Caution von 3000 Thlr. haar oder in vollguͤlti⸗
ibo Thlr. Pr. Cour.
17) aus dem Banck⸗Fritzower Coneurse:
„) fuͤr den ehemaligen Paͤchter Wismar 36 Sch. Pomm. Cour;
e) für den Schlöͤsser Wendel 193 Sch. Pomm.
omm. Cour. ; e) für den Johann Giesel 1 Thlr. 6 Sch. Pomm. Cour. 18) aus dem Meincke⸗Eldenger Debitwesen: a) das Eggebrechtsche 105 Thlr. 23 Sch. 1pf.
reellen Erwerb. b) das Petersche Vergleichsquantum 2 Thlr. c) fuͤr den Knecht Wilhelm A Thlr. 103 Sch ) 19 * ., , h
3. Thlr. 32 Sch. Pomm. Cour;
d) fuͤr Saegert zu Brandshagen M Sch. Pomm. Cour.
um. . Genannte Personen, eventualiter deren etwanige — tein in Stedin 25 Thlr. ö,. . s wie alle und gi! ö sonst . Anspruͤche an diese Deposita zu machen gemeint seyn c) fuͤr den Kaufmann Christen in Berlin nn, . 6. . . J ; ; . elder werden hiermit aufgefordert und geladen, in d) fuͤr die Moses Henoch Kinder in Berlin den auf den 20. Januar, 6 und 26 ere, 6. J.
ö dig zu legitimiren und wegen der Zahlung das Wei f) fur den Grafen v. Wartensleben daselbst tere zu erwarten, im 0 61 1Ign termino
. den 3. Marz zu erlassende Praͤelusive die Deponenten g) fuͤr den Gastwirth Knochendbppel in Dem- als ein a dh in ssjn f rf ,, ; 9
. 6Glaͤubiger und sonstigen Interessenten selbst aber kn) für den Wiebcke in Jarmen 1 Thlr. 29) als verzichtend auf . Rechte ö. , ., und
die unabgefordert gebliebenen Gelder, als dem Koöͤ— j) für die Wittwe Camradt in Anelam A niglichen Fisco verfallen, an die Konig iche 7
Greifswald, am 30. November 1833.
, beschaͤftigt ist, erforderlichen Vorkehrungen“ ange wie /
en wurde.
Su b hastati on s⸗
hend aus;
den Doöͤrfern Alt⸗Tomysl, Wyt 3) den Haulaͤndereien ; Glinno, Przyleg,
San top, * Paprockie, Sekowskie, Nowa Roza, Kozielas,
3 sgr. Preuß Cour;
3) der Muͤhle Mniszek,
im Termine Pomm. Cour. ; den 14.
Z3linmer d
2 2 j F gewisse Hantersberg 8 Thlr. 32 , ö.
sehen werden.
Gorand 1Thlr. zoz Sch. Pñnanm ) die Adelaide Ludowika Cecilie
f lichte von Mielecka; linsta;
respeetive deren Vormund;
geladen Posen, den 29. December 1831.
Man will erfahren haben, der Koͤnig habe am Neujahrs⸗
9 ö Die im Großherzogthume oon, .
z — belegene, zur Graf Vietor v. Szoldrkisch ; b) fuͤr den 3 5 en Concurs⸗ 28 — r. zr sind mit Aussehlus för Gch, Cbirurgus Schreiber daselbst Hiasfe zebörige abelize Herrfchaft Eoömwhsk, beste
Lipka, ⸗ * der Muhle Bobrowka mit einem Kruge;
Fuli 1833,
des Paͤchters Pickel zu fruͤh 10 uhr schts⸗ Gardebodenhagen, fuͤr den Schaͤferknecht Carl , ,. . n , rr ,,
Nickels A Thlr. 302 Sch. Pomm. Cour.;
12 aus dem von Bliren-Jargznower Concurse: seistzieten ten verkauft werden, wozu wir Kaufluffige
le Taße, der neucste Hypotheken- Schein und die 9 fn on h fe e Concursmasse 2 Thle Kauf⸗Bedingungen, können in der Registratur einge⸗Ausgahe der Wolfenbüttler Fragmente il 33 Sch. Pomm. Cour;
Helena, Adamine, Geschwister von Ystelecra; b) die Louise Marianna Eleonora Amalte, verehe⸗
c) die Francisca v. Wilezynska, geborne v. Gos⸗
e) der Paͤchter Eduard v. Raczynski, ö ikani hlerdurch zur Wahrnehmung . Gerechtsame vor⸗ Befreiungskampf der Nord⸗Amerikanische
Königlich Preußisches Landgericht.
Stuͤtze der Sache des Don Carlos in Biscaya, der ta unermuͤdliche Castor, ist auf einem Meierhofe, a,
befoͤrdert worden.
Hiesige Blatter enthalten folgende Nachrichten aus Aley andrien: „Der Pascha von Aegypten faͤhrt fort, in seiner Ma rine die groͤßte Thaͤtigkeit zu entwickeln; seine ganze Flott liegt j-zt auf der Rhede von Alexandrien versammelt, üm, wie ul sagt, in einigen Monaten wieder in die See zu gehen und s . uͤben. Fremde, welche setzt Alexandrien besuchen, sind erstaun
ber die ungeheuren Fortschritte. Die Herren Cerisy und Di son sind stets an der Spitze der wachsenden Marine. Auf n Einladung des Pascha hat Herr Saulnier den Plan der Rh von Alexandrien aufgenommen, den die Marine ⸗ Beamten je mit Eifer studiren, denn im . Mittellaͤndischen Meer. ht kein Hafen einen so schwierigen Eingang.“
Frankfurt a. M., J. Jan. DOesterr. 5proc. Men! 1007 100. 4proc. 92. 92. 21proc. 535. G. 1 23 * Bank⸗Actien 1547. 1545 Part. „Oblig. —. —. 190 Gulden 214 G. Preuß. Pram. Sch. 61. 50. Anl. 9ä G. Holl. proc Obl. von 1832 977 973. Loose 693. 693. 5proc. Span. Rente 425 423. 255. 25.
Redacteur Co tteæl.
Gedruckt bel A. W. Hayn.
— * b ,,
—
—
Historische Uebersicht der Finanzen. Ockonomische Statistik Spaniens. Die Staatischuld Spaniens. Ueber die Huͤlfsquellen Spaniens i die Schuld zu decken. . — Ueber die, hinsichtlich der Spanisch Schuld vorgeschlagenen Systeme — Ueber die von den frei geworden Kolonien zu , Schuld. Ueber die morglischen Perpflichtung Spaniens hinsichtlich seiner Gläͤuhg Ueber die Sicherheit, welche die Ey nischen Staats⸗Papiere bieten. . . ,, ,. fiinf 49 ichen Untersuchun nsichtlich d Staatsschuld. . Schluß.
28 itel. Buker Kreises 38 63
58 —
omysl und Koza;
Bei uns sind so eben erschien en und in allen
Buch handlungen zu haben:
Fragmente des Wolfenbuͤttel sch en unge—⸗ nannten. Herausgegeben von Gotthold Ephraim Lessing. Vierte Aufl agt gr. Svo. Preis 1 Thlr. 18 sgr.
Wir empfehlen diese neue und voll stͤnwot
ffentlich an den
ein schaͤtzbares Supplement zu Lessings Wer
13) aus dem Boeckler-Luͤtk'vitzes Concurse, fuͤr den a ,,, , dem Aufenthalte nach ken, in deren Gesammt⸗Aüggabe die Frag
mente des Ungenannten nicht enthalte und Josephine sind. Sandersche Buchhandl. in Berlin
Krausenstraße Nr. 62.
Die Stuhrsche Buchhandlung in Berlin, Schlo
(d) die Johann Gottfried Gablerschen Minorennen, plaß Nr. 2, nimmt Bestellungen auf das bei Scheihl,
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Staaten. Mit den Lebensbeschreibungen der drei Hauptheling Washington, Fran klin, Lafayette.
1
den 17. März
; 6 gen Papieren zu deponiren: ei d) fuͤr den Rademacher Blaschnik 388] Sch. . auf 3. n dh, 8 in en gh als Hypo- sind nachstehende Buͤcher so eben erschienen:
thek gegen 5 pCt. Zinsen belassen werden
Der gute Ruf, welchen dies Etabl
Vergleich squantum chen den fruchtbaren und bevoͤlkerten
? . 14 . ; der Bevollmaͤchtigte, Gutsbesitzer Fr. Schultz in e) fuͤr. Wilbelmische Erben in Stralsund Graudenz, Mar lckwerder Vorstadt, getefe ka gegen Frankreich in den Jahren 1896 und. EM und der Kaufmann Herr August Hoepfner in ät 5
Danzig.
Verkauf einer Medizin ⸗Apotheke zu Marienburg in Westpreußen. Die Erben des zu Marienburg verstorbenen Apo—⸗ thekers Braun beabsichtigen die zum Nachlasse gehb⸗ rige, geschmackvoll eingerichtete, privilegirte Apotheke gi deren jede elegant broschirt und mit elna
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Der National⸗Reich
nigreichs Spanien.
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7) aus dem Debitwesen des Eigenthümers Koͤppen Königi Preuß. Hofgericht von Pomm ern Schrift alle Beachtung verdient.
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ů g en. vy. Möller, Praeses.
die Finanzen und die Staatsschuld des Koͤ—
Aus dem Spanischen des A. Borrego,
ins Deutsche uͤbertragen von * Kotten kamp 20 sgr.
Diese vortreffliche Schrift eines der ersten Pu— . blinisten Spaniens a . den im rr ud so jun dem Werle; „ Geschichte der Kriege in i. rungs⸗Haupt⸗Kasse zu Stralsund werden abgegeben hochwichtigen Gegenstand, der vor
Uebersicht des Inhalts: 18 Kapitel. Ueber den Zweck dieser Schrift.
umtau, Major und Commandeur des reitendg Feldjäger Corps. Mit I Kupfer. gr. Svo. brost Preis 23 Thlr. Predigten, Reden und Lieder, zunaͤchst fuͤr Militair⸗Gemelnden. Von Dr. F Eylert. 8Sro. Preis 1 Thlr.
Uebersichts⸗Charten
thum,
seit dem Jahre 1792.“ 38 Heft. (Inhalt: 1 1.6. Feldzüge von 1799 — 1801 ch f , z u A . züge von 1798 1801 in der Schweiz, in Graubüͤn ten und Tirol. quer Fol. Preis 20 sgr.
allem Andern nimmt, klar weshalb df
1
M von Pampelona, in Folge einer Brustkrankheit verschieden. eln
35 Jahre alt, war er schon zum Grade eines General Major
Der bekannte Spanische Or nge, nahen, die festes ã
Allgemeine
Preußische Staats-Zeitung.
H Mpṍ.
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Angekommen. Se. Durchlaucht der Fuͤrst Wilhelm Radziwill, von Dresden.
Zeitungs-⸗Nachrichten. Aus lan diu.
Frankreich.
Deputirten⸗-Kammer, Sitzung vom 3. Januar.
Nachtrag) Nachdem in dieser Sitzun Herr Du mon die Debatte uber den beantragten Bau eines Gerichtssaales fuͤr den Pairshof. zusammengefaßt, und den Vorschlag der Kommission, scsort eine Summe von 1,280,000 Fres. zum Bau eines de fi nitiven Saales zu bewilligen, mit großem Eifer vertheidigt hatte, theilte der Praͤsident noch 3 andere Amendements mit, wodurch die Herren Piscatory, Moreau und D elaborde sich zwar der von der Regierung vorgeschlagenen Summe von z6h, 00 Fres. suͤr einen bloß provisorischen Saal anschlossen, , doch Jeder eine andere Abfassung des Entwurfs proponirte. Es handeste sich jetzt zunächst um die Frage, welchem von diesen ver⸗ schiedenen Anträgen bei der Abstimmung die Prioritaͤt einzurau⸗ men sey. Herr Ganneron war dagegen der Meinung, daß sich vor Allem erst das Ministerium darüber naher aussprechen muͤsse, ob es seinerseits mit dem Bau eines definitiven Saales einverstanden sey. Er sey es der Wahrheit schuldig, fuͤgte er hinzu, die Erklärung abzugeben, daß, auf den eigenen Vorschlag der Minister, jenes Proöjekt im Schoße der Kommission erörtert porden sey. Herr Thiers konnte es nach dieser Bemerkung nicht vermeiden, der Kammer einige Aufschluͤsse uͤber diese That⸗ s eben. 1 aner, sagte er, „daß den vorlgen Redner sein Ge⸗ dächtniz iruͤgt, wenn er fagt, daß von Seiten des Ministeriums . hesonderer Vorschlag in jener , . worden sey. 3. satten Sie mir, daß ich hier noch einma den . Her gang der Gache erzaͤhle. Bevor wir unsern Gesetz⸗ Entwurf. uͤberhaup . legten, hatten wir uns , daß es . 6 9 den gegenwaͤrtig vor dem Pairshofe schwebenden rozeß . e 6 ö nöhnlichen Sitzungs⸗Saale der Pairs⸗Kammer zu verhandeln; den
gesetzt auch, daß von den 29 Verhafteten nur einigen Funfzig
erlich der Prozeß gemacht wuͤrde, fo wuͤrde, wenn noch 2 = 300 . . er Raum doch immer viel zu beschrankt seyn, ä az Niehter-Amt mit Würde versehen zu können. Wir entschlos—= sen uns daher zu dem Bau eines provisorischen Saales und verlang⸗ len zu diesem Behufe von Ihnen einen Kredit von 360 060, 3 Nach dem der betreffende Gesetz Entwurf einer Kommission zur Pruͤ⸗ fung überwiesen worden, war diese der Meinung, daß man, anstart zäh, Fr. für einen provisorischen Saal herzu eben, lieber gleich dag Vierfache an den Bau eines definitiven Saals setzen sollte; sie verlangte daher von uns einen Plan und Anschlag zu einem solchen Bau Beides wurde ihr zu Theil, und ihr zugleich die Versicherung gegeben, daß, falls die Kammer sich mit dieser Idee einverstanden erklaren solltt, das Ministerium seinerseits den Anschlag von 1280 000
r, wofür der Bau in A Monaten beendigt seyn sollte, nicht uͤber⸗ 5 würde. So lautete die Erklaͤrung, die ich im Schoße der
Lommission abgab; einen foͤrmlichen Antrag habe ich aber niemals
emacht.“ . . ; Herr Mauguin, der ein Mitglied der gedachten Kommis⸗
sion war, bemerkte seinerseits, daß die Idee eines provisorischen Baues vorweg von den Kommissions-Mijgliedern verworfen wor⸗ den sey, und zwar einstimmig. Als darauf die andere Frage, B ein definitiver Saal zu bauen sey, aufgeworfen worden, sey Herr Thiers aus eigener Bewegung mit der Erklaͤrung hervor⸗ getreten, daß der Plan zu einem solchen Bau bereits entworfen worden. Gleichzeitig habe er diesen Pan der Kommission mit—⸗ getheilt, und ihr den Wunsch zu erkennen gegeben daß sie ihn der Kammer vorlegen mochte. Hierauf habe die Minoritaͤt der Koömmission geäußert, daß, wenn von einem neuen Plan die Nede fey, das WMinisterium den alten zuruͤcknehmen muͤsse, daß aber die Kommission nicht die Initiative in dieser Sache ergrelfen konne, da es nicht gebraͤuchlich sey, daß sie der Kammer eine Kosten⸗Erhoͤhung in Vorschlag bringe. Auf die Weigerung des Ministers aber, jenen neuen Plan vor- zulegen, habe sich endlich die Majoritaäͤt der Kommission selbst
dazu eutschlossen. — Nach dieser Erklarung, die mit der obigen
des rin Thiers allerdings in einigem Widerspruche steht, . . der Kommission auf die Bewilligung einer Summe von 1,286, 000 Fr. mit großer Stimmenmehrheit ver⸗ worsen. Nur etwa 19 oder 123 Deputirte erklaͤrten sich zu Gun— sten desselben. Die zuletzt erfolgte Annahme des Moreauschen Amendements, jedoch nur mit einer Masoritaͤt von 28 Stim, men, ist bereits gestern gemeldet worden.
aris, 4. Jan. Die Gesandten Preußens, Rußlands und . a seit einigen Tagen zusammen und einzeln haͤufige Konferenzen mit dem Grafen von Rigny im Ministe⸗ rium der auswärtigen Angelegenheiten.
Der Temps i in Bezug auf die gestrige Abstimmung in der Deputirten⸗Kammer: „Wenn uns bei dieser Abstimmung irgend etwas uͤberrascht, so ist es die große Minoritaͤt. Wir haben in der That das Resultat der Berathung niemals bezwei⸗ selt. Die ReYterung hatte die Amnestie Frage an ihren Geseßz⸗ Entwurf e , bie Kommission hatte verfucht, an die Stelle eines rein politifchen Gesetzes eine Frage der Architektur und der Verwaltung zu setzen. Das Amendement der Kommission schloß den Entwurf der Regierung mit allen seinen Folgen in sich. Die Kam⸗ mer hat es daher vorgezogen, uͤber die von dem Ministerium gestellte Frage in ihrer ganzen Einfachheit zu votiren, und selbst das Amendenzent des Herrn Moreau hatte zum Zweck, das Votum der Deputirten wo moͤzlich noch enger und noch deutlicher an den vor dem Pairshofe schwebenden Prozeß zu knapfen — Man muß einrumen, daß die so bedeutende Minorilaͤt, welche
Berlin, Montag den 12ten
sich gegen den Gesetz- Entwurf erhoben hat, ein deutlicher Beweis ist für den Fortschritt der Ideen des Vergessens und Vergebens. Außerdem haben die Berathungen noch den Vortheil ge— waͤhrt, die Lage des Kabinettes in ein helles Licht zu stellen; die Grundsaͤtze der Herren Thiers und Guizot haben sich mehr als jemals im Widerspruch miteinander gezeigt. — Der Cour— rier fran gais bemerkt über denselben Gegenstand: „Der Herr Berichterstatter hat in seinem langweiligen Resumé zu sagen ge⸗ wagt, daß die Amnestie, wenn sie auch vor 14 Tagen noch moͤg⸗ lich gewesen, es nach der stattgehabten Debatte nicht mehr sey. So hat man denn die parlamentarische Opposition inkriminirt, wie die Presse; auch sie ist aufruͤhrerisch, auch sie gefaͤhrdet alle Fragen, die sie beruͤhrt. Keine Gerechtigkeit, keine Gnade, keine Menschlichkeit mehr im Lande, wenn die Rednerbuͤhne und die Presse nicht zum Schweigen gebracht werden! Wir un sererseits aber glauben, daß nicht die Amnestie, sondern der Prozeß un⸗ moͤglich geworden ist. Möge das Ministerium sich auf die Pairs⸗Kammer stuͤtzen und den Prozeß fortsetzen, wenn es Muth dazu hat: es hat noch nicht seine letzte Prufung uͤberstanden. Nach den beredten Protestationen der Herren Odilon⸗Barrot, Berryer und von Lamartine werden die gerechten Verwunschun⸗ gen Frankreichs kommen. Die Amnestie wuͤrde andere Resultate geliefert haben!“ . Ein Pair von Frankreich, Graf von Sesmaisons, hat eine Berechnung angestellt, um zu beweisen, daß der bei dem Pairs⸗ hose schwebende Prozeß in der Ausfuhrung unmöglich sey. Nach
dieser Berechnung wuͤrden, wenn man annimmt, daß nur 120
Angeklagte anwesend waren, 264 Tage, also mit Inbegriff der Ruhetage beinahe ein Jahr noͤthig seyn, um den Prozeß zu beendigen. Dabei muͤßte man noch annehmen, daß waͤhrend die⸗ ser ganzen Zeit sich weder legislative Geschäfte, noch bedeutende Ereignisse darboͤten. .
Die Uneinigkeit Frankreichs mit Karthagena ist auf guͤtliche Weise beigelegt worden. Ueber London vernimmt man, daß Herr Barrot wieder als Konsul installirt worden ist. ,
Am 31. Dez. ward zu Nantes ein zum Tode verurtheilter Chouan, Namens Martin, hingerichtet. Eine ungeheure Volks⸗ menge wohnte der Hinrichtung bei. Der Verurtheilte hatte erst einige Stunden a,. die Verwerfung seines Begnadigungs⸗ Gesuchs erfahren. obald er wußte, daß er sterben mußte, rief er: „Es lebe Heinrich V.! Das ist eine blutduͤrstige Regierung, die durch Heinrich V. zu Grunde gehen wird! Heinrich J. wird mich rächen. . Ich sterbe fuͤr Heinrich V. und die Religion!“ Martin zeigte einen außerordentlichen Muth. Mit festem und entschlossenem Tritt bestieg er den Karren und rief: „Es lebe Heinrich V.! Es lebe die Religion!“ Dann betrachtete er die ihn umgebende Menge und richtete an sie mit ausdrucksvollem Tone die Worte: „Blutduͤrstiges Volk!“ Einige Stimmen antworteten: „Nieder mit den Chouans!“ Aber allgemein ge— bot man Schweigen. Ehe er das Gefaͤngniß verließ, hatte er gesagt: „Ich bete fuͤr meine Freunde und Feinde“, und waͤh⸗ rend der Fahrt nach dem Richtplatze wiederholte er von Zeit zu Zeit: „Heinrich V. wird mich rächen.“ Bis zum letzten Augen— blick spendete ein Priester ihm die Troͤstungen der Religion. Das Schaffot bestieg er mit der naͤmlichen Entschlossenheit; er starb mit einem Muthe, der Erstaunen erregte. — Ein anderer Chouan, Namens Belliaud, dessen Todes⸗Urtheil in lebenslaͤng⸗ liche Zwangs-⸗Arbeit umgewandelt ward, rief bei dieser Nachricht aus: „Ich wurde den Tod den Galeeren, ich wuͤrde das Loos Martins vorziehen.“
Im großen Krankenhause zu Lyon haben kuͤrzlich Unord— nungen stattgefunden; weil eine zwanzigjaͤhrige barmherzige Schwester, Ramens Robert, nur den Befehlen des Geistlichen der Anstalt und nicht denen der Verwaltung Folge leisten wollte, sich auch weigerte, der darauf an sie ergangenen Aufforderung, das Haus zu verlassen, zu genuͤgen. Die Verwaltung mußte, wenn sie nicht ihr ganzes Ansehen verlieren wollte, da ihre Vor⸗ stellungen nichts fruchteten, Strenge anwenden. Am 30. Dez. Abends 7 Uhr erschien daher ein Polizei Kommissar in Beglei— tung einiger Agenten am Thore des Hospitals, um die Entfer⸗ nung jener Nonne zu bewirken. Ein Piket von 50 Infanteristen war in einiger Enifernung zu ihrer Unterstuͤtzung im Nothfalle aufgestellt Man ließ die Widerspenstige anfangs rufen, um sie ohne Aufsehen wegzubringen; allein in einem Nu brach eine wahre Insurrection in der ganzen Anstalt aus. Der Kommissar wollte die Schwester , aber ein dreifaches Spalier von Nonnen stellte sich ihm entgegen. Vergebens berief er sich auf das Gesetz, vergebens zeigte er seine Schärpe: er ward beschimpft, bedroht; der Oekonom, der bei ihm war, ward sogar gemißhan— delt. Der Tumult ward so groß, daß der r i des Pikets, der das Geschrei der Nonnen hoͤrte, und das Leben des Kom— missars fuͤr bedroht hielt, mit seinen Truppen zu seinem Schutze her⸗ beieilte. Dieser suchte ihn jedoch zu beruhigen und ihn zu entfernen, um die Erbitterung der jungen Nonnen nicht zu vermehren. Ein Er⸗ eigniß, das ernsihafte Folgen haͤtte haben koͤnnen. verwickelte die Sach? noch mehr: drei Ronnen entwischten und zogen in der Kirche der Anstalt die Sturmglocke. Der Anblick einiger Soldaten, die man abgesandt hatte, um sie vom Lauten abzuhal⸗ ten, jagte sie in die Flucht. Obgleich die Sturmglocke nur eine oder zwei Minuten gezogen ward, waren gleich 5 bis 600 Men⸗ schen vor dem Hospital in dem Glauben versammelt, daß in dem Gebäude Feuer ausgebrochen sey. Zum Gluͤck waren die Thore geschlossen, und die Menge zog sich auf die Versicherung des Kastellans, daß es nur ein falscher Larm gewesen, wieder zuruͤck. Es ist leicht begreiflich, daß das nächtliche Eindringen des Volkes die Unordnung verdoppelt haben wurde. Wahrend ein Theil der Aufruͤhrer dem Kommissar und seinen Agenten die Spitze bot, ein anderer die Sturmglocke laͤutete, stuͤrzte eine Schwester in die Säle der Fieberkranken und schrie: „Erhebt Euch, Kranke! man entfuͤhrt Euch Eure Schwestern! man er— mordet Eure Schwestern!“ Man kann, denken, welchen Ein— druck diefe Worte auf das Gemuͤth der durch Leiden geschwaͤch, ten Personen machten. Mehrere derselben wurden von heftigen Nerven Zufaͤllen befallen. Kurz, der Kommissar konnte den
Januar
Zweck seiner Sendung nicht erfuͤllen. Die Schwester, die aus. gewiesen werden sollte, hatte sich, wie man sagt, in einem Schrank verborgen und entging allen Nachsuchungen. ö
Nach dem Semaphore vom 30. Dez. haben zu Marseille seit mehreren Tagen keine Cholera⸗Faͤlle mehr stattgehabt, so daß die Krankheit als verschwunden betrachtet werden kann. .
Das Journal de Paris sagt: „Wir halten es fuͤr nuͤtzlich, zur Nachricht der Inhaber von Coupons der ausge—¶ setzten Spanischen Schuld zu bemerken, daß nach einer Privat Korrespondenz die Rede davon ist, auf sie den Artikel à des Gesetzes vom 16. November anzuwenden und nach den Zinsen, und nicht nach dem Kapital, die Summe passiver Schuld, die ihnen als Austausch gegeben werden soll, zu berechnen.“
Aus Saint, Jean-de Luz schreibt man unterm 30. Dez. „Seit gestern Abend geht hier das Geruͤcht, daß ein außeror— dentlich hitziges Treffen am 27. d. zwischen den Karlisten unter dem Kommando Zumalacarreguy's, welche die Stellungen in der Umgegend von Oñate besetzt hatten, und den Truppen der Koͤnigin, welche 8000 Mann, worunter ein kuͤrzlich von Vittoria angekommenes Kavallerie⸗Regiment, stark waren, statt— gehabt habe. Es heißt, die Karlisten seyen durch einen kraftvol— len Angriff der Kavallerie in die Flucht geschlagen worden, und ihr Gros habe sich nach der Kuͤste hin geworfen. Andere Details giebt man uͤber dieses Treffen nicht an. — Der Capitain einer Schaluppe, die als Courier-Schiff zwischen unserm Hafen und San Sebastian dient, von wo sie gestern abging, meldet, daß am 28. und noch gestern, im Augenblick seiner Abfahrt, die Ge⸗ birge in der Umgegend von San Sebastian durch die Karlisten besetzt waren, deren Zahl man auf 6 bis 7000 Mann schaͤtzte. Man sagte, sie hätten starke Verluste erlitten und suchten eine leicht zu vertheidigende Stellung, um die Trup pen der Königin aufzuhalten, die sie, wie es scheint, ungusge— setzt verfolgen. Man versicherte, Zumalacarreguy und Guibe⸗ lalde seyen bei diesen Karlisten. Die Vorposten stehen dem Kloster von San Fernando gegenuͤber. — Durch den nämlichen Capitain erfaͤhrt man, daß zwei Schiffe, ein Französisches und ein Englisches, eine bedeutende Quantität Waffen, Pulver und Mehl fuͤr Rechnung der Spanischen Regierung nach San Se— bastian gebracht hatten.“ — Ein Schreiben aus Bayonne vom 30. Dez. theilt ungesaͤhr die naͤmlichen Umstände uͤber jenes angebliche Treffen vom 27. Dez. mit, und fuͤgt in einer Nach⸗ schrift hinzu: „Wir haben Gruͤnde zu glauben, daß obige Nach— richten ganz richtig sind; sie sind durch glaubwuͤrdige Personen bestatiget wor den.“
Großbritanien und Irland.
London, 3. Jan. Unter den neu zu ernennenden Be— amten bezeichnet man heute wieder den Lord Stuart de Rothesay als muthmaßlichen General ⸗ Gouverneur von Indien und Sir Henry Fane als Ober-Befehlshaber der dortigen Truppen.
Vom auswaͤrtigen Amte sind Depeschen an unseren Gesand⸗ ten in Konstantinopel und an unseren Geschaͤftsträger in Per— sien abgefertigt worden.
Lord Burghersh ist nach Apethorpe, dem Landsitze seines Vaters, des Grafen von Westmoreland, abgegangen, wo er sich einen Monat aufzuhalten gedenkt.
In der Versammlung, welche gestern von den Wählern der Oppoßfition in der City gehalten wurde, um die Wahl der vier Reform Kandidaten Wood, Grote, Crawford und Pattison zu be—⸗ foͤrdern, und welcher, der Times zufolge, eine große Menge achtbarer Personen beigewohnt haben soll, äußerte Herr Prit⸗ chard, der den ersten Beschluß in Vorschlag brachte, die Mei— nung, daß die jetzigen Minister das Land in einen Zustand der Aufregung gestürzt hätten, und daß die City von London durch die Erwählung von vier Reformern zeigen muͤsse, wie sehr es ihr darum zu thun sey, daß die Institutionen des Landes gereinigt wuͤrden. Herr Ashurst, der dieser Ansicht beistimmte, bemerkte, daß der Koͤnig in seiner Thron⸗Rede gesagt habe, er wuͤnsche, das Volk im Parlament seinen Rath und seine Gesinnung ausspre— chen zu hoͤren; nun haͤtten sie sich hier versammelt, um Sr. Maj. diesen Rath zu ertheilen, und er sey uͤberzeugt, daß, wenn sie die vier genannten Herren wählten, ihre Ansichten getreu re praͤsentirt seyn wuͤrden. das Wort nahm, wurde mit lautem Beifall empfangen. „Der Enthusiasmus“, sagte er, „den das Wort Reform von neuem hervorgerufen hat, zeigt, daß die oͤffentliche Meinung jetzt so weit vorgeschritten ist, daß man ihren Strom nicht mehr heinmen kann. (Hort, hoͤrt!) Unsere Gegner haben uns mit dem Ausdruck „Destruktive“ bezeichnen wollen, aber ich glaube doch wohl, daß Keiner von Allen, die sich in diesem Saale befinden den Grundsatz der Beraubung annehmen und sich von dem, war er besitzt, so gern trennen moͤchte. (Hort, hoͤrt! Die meisten unter den Personen, welche jenen Ausdruck auf uns anwenden nennen sich Konservative, das heißt mit anderen Worten, Män ner, die lange Zeit hindurch von der Abgabenlast des Landes gelebt haben. (Hört, hoͤrt! Ich bin 40 Jahre lang ein Re— former gewesen und habe die Veraͤnderungen, welche jetzt vorge— nommen werden, immer eifrig gewuͤnscht. Niemals habe ich ein Votum im Parlament aus unrechtlicher Absicht abgegeben.“ (Beifall. Nach ihm trat Herr Grote auf und er— klaͤrte, daß er sich zu Reform-Grundsaͤtzen schon lange vor der Zeit bekannt haͤtte, ehe sie so gang und gäbe ge— worden, wie jetzt, und daß es ihn sehr freue, diese Grundsaͤtze nunmehr unter dem Volke Wurzel fassen zu sehen. Höeth „Reform“, fuhr er fort, „wie das Volk sie wuͤnscht, kann nur durch die Entlassung des jetzigen Ministeriums erreich: werden, und es bedarf keines großen Scharfsinns, um einzusehen, daß die, welche die Knospe abgebrochen, nicht die Männer dazu sind, die den bn Reife zu bringen. (Beifall) Sie werden sich noch des Widerwillens erinnern, der am 9. November 18390 dem Herzog von Wellington und Str Robert Peel bezeigt wurde, so daß Beide es damals nicht wagten, sich in der City blicken e lassen. Dieses Gefuͤhl gruͤndete sich auf die fruͤheren Hand⸗ ungen des Herzogs von Wellington und darauf, daß
Der Alderman Wood, der hierauf
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