Meinung unter den Deputirten aber ist, daß die Kammer unter dem Eindrucke der Amerikanischen Rede nichts bewilligen werde. Personen, die sich suͤr gut unterrichtet ausgeben, behaupten an⸗ dererseits, daß diese , einen voraus berechneten Gang nehmen wurde, der die durch die unztemliche Sprache des Präsidenten Jackson geschaffenen Schwierigkeiten hinweg räumen werde. Die Reprasentanten⸗Kammer, so versichert man, werde die von dem Präsidenten angedeuteten feind seligen Maß— regeln annehmen, der Senat dieselben aber verwerfen, und in
Gesetz Entwurf der Deputirten⸗ Kammer unter
werde.
krerty, sind naͤmlich von den Franzoͤsischen Blättern übersetzt: Ich schlage die Annahme eines Gesetzes vor, welches die Beschlagnahme (einige Blätter sagen gar Con fiscation) des Franzoͤsischen Eigenthums erlaubt.“ Das Publikum hat danach geglaubt, daß der Praͤsident die Beschlagnahme oder Con— Fiscation des auf dem Gebiete der Vereinigten Staaten befind— lichen Französischen Eigenthums vorschluͤe, wahrend das Wort reprisals oder Repressalien einen im Voöͤlkerrechte wohl bekann⸗ ten technischen Sinn hat, und so viel heißt, daß man die Er— laubniß ertheilt, Schiffe im Meere bis zu einem Belause zu ka⸗ pern, der die Forderungen der Regierung an einen fremden Staat deckt.
hat sich in der Stadt das Geruͤcht verbreitet, Dom Miguel sey auf einem Spanischen Schiffe, welches auf einer der Hverischen Inseln angelegt habe, verhaftet worden. Andere Persenen be⸗ haupten, daß sich am Bord jenes Schiffes eine Person befun— den habe, deren Signalement ganz mit dem des Dom Miguel übereinstimme; der Prinz selbst sey es aber nicht gewesen“ Es wird aus Bayonne vom 4ten d. geschrieben: „Das Kommando uͤber die 2te Karlistische Brigade von Navarra ist dem Don Francisco Ituralde uͤbertragen worden. Diese Bri— gade besteht aus dem Zten, ten, ten, 7Ften und gten Bataillon. Das gZte Karlistische Bataillon ist dazu bestimmt, Pampelona zu blokiren, das heißt, die Zufuhr von Lebensmitteln nach dieser Stadt so viel wie moöͤzlich zu verhindern. — Durch ein Koͤnigl. Dekret, das allen Navarresischen Bataillonen mitgetheilt worden ist, be— willigt Don Carlos den Wittwen der in den seitherigen Treffen gefallenen Karlisten täglich zwei Rationen Brod, Wein und Fleisch, und drei Rationen den Wittwen der Offiziere.“
Großbräatanien and Irland.
London, 9. Jan. Der Herzog von Wellington reist ge— genwärtig auf den Landsitzen des hohen Adels umher, um, wie nan glaubt, mit demselben uͤber das in der naͤchsten Session im Oberhause zu befolgende System zu verabreden. Am Geburts— tage des Herzogs von Rutland wohnte er einem großen Fest in Belvvir⸗-Castle bei. Mehrere Blatter versichern, er habe sich nie besser und helterer befunden, als in den letzten Tagen.
Der Wahl⸗Ort, wo die Parteien am hartnaͤckigsten einander den Sieg streitig machen, scheint bis jetzt, naͤchst der City von London, Liverpool zu seyn. ministeriellen Kandidaten, Lord Sandon und Sir Howard Dou⸗
las, hielten, werden von der Times selbst vor den uͤbrigen Reden der Tories weit hervorgehoben und durften daher — beide sehr von einander abweichend — nicht ungeeignet seyn, die unter den Anhaͤngern des Ministeriums herrschenden Ansichten zu charakterisiren. Der Wahl-Akt begann in Liverpool am 5ten. „Noch nie“, schreibt man von dort, „war die Bewegung und der Tumult auf den Gassen und in der Stadthalle so groß, als diesmal. Die Liberalen hatten die blaue, die Tories die rothe Farbe gewaͤhlt, und diese Abzeichen prangten an Huͤten, Baͤn— dern, . und Panieren in buntem Gewirr. Erst nach lan— gem Hin- und Herdraͤngen kam man uͤberein, daß die Blauen die eine, die Rothen die andere Seite einnehmen sollten. Nun suchten beide Seiten sich mit Laͤrm zu uͤberbieten. Als die beiden Tory⸗Kandidaten in feierlichem Zuge anlangten, erschallte fuͤrchterliches Geheul und Zischen bei den Blauen. Dagegen empfingen sie die Herren Morris und Ewart mit enthusiastischem Beifall. Ein ähnlicher Empfang ward den Reden der Kandida—⸗ ten und ihrer respektiven Freunde zu Theil.“ Herr Ewart äu— ßerte in seinem Vortrage: Als er das Wellingtonsche Bataillon im Kabinette habe sitzen sehen, sey ihm unwillkuͤrlich Sir John Fallstaffs Armee ⸗ Corps eingefallen, welches aus lauter Schatten kestand. Die Leute, welche der Herzog gewaͤhlt, seyen zu nichts gut, als höͤchstens zum Kanonen-Futter. Erwaͤhlt seyen sie zu keinem andern Zwecke, als zum Schweigen und Gehorchen. Sir Robert Peel verdiene alles Lob wegen seines Muthes bei Un, bernahme des Kommando's, nicht aber seine Discreiion bei Ue, bernahme des Lieutenants⸗Dienstes unter dem edlen Herzoze; er sey offenbar weiter nichts, als der Wortfuͤhrer des Herzogs; er nehme in der Wellingtonschen Verwaltung dieselbe Stelle ein, wie der alte Pistol in der Fallstaffschen Armee; aus seiner Adresse sey werter nichts zu ersehen, als daß er die gute Absicht habe, „Alles in reifliche Erwägung zu ziehen,“ und dann vollends die Kbrigen Mitglieder! Ob man wohl den Leuten trauen könne, welche Huskisson aus dem Amte gejagt und das riesenhafte Ge— nie Canning'é zu Tode gehetzt haͤtten Ob das die wahren Freunde des Königs seyen? (Hier schallten einige Stimmen durch den Laͤrm hindurch, die dem Könige ein dreifaches Lebe— hoch zu bringen verlangten, in welches denn auch von beiden Seiten eingestin nt ward. „Ja,“ fahr dann Hr. Ewart fort, „die Reformer, das und die wehren Freunde des Königs, und dergleichen mehr.“ Nach ihm nahm Lord Sandon, der mini— sterielle Kandidat, das Wort? ; .
„Man schreit über Despotismus“, sagte er, über militairische Diktatur Aber ein kleiner Finger von der Diktgtur des Pövels drückt schwerer, als die Lenden des Undings, welches man als die Diktatur der Tories bezeichnen will. Wir haben das in Irland ge— sehen. Der kleine Finger O'Connellis lastet dort schwerer auf dem Volke, als bie ganze Strenge der Regierung es je konnte. Ich kann hier ohne Scheu sagen, daß daz ganze Geschick und die theuersten
Interessen des Landes in das Bestehen des gegenwärtigen Ministe riumz verflochten sind. (Furchtbarer Laͤrm kel den Blauen) Die— ses Geschrei, das man hier und im ganzen Lgnde erhebt, was ver— langt es? Wiedereinsetzung des vorigen Minssteriums? Nein, meine Herren, das vorige Ministerium war vor seinem Ende eben so un⸗ populgir, als das jetzige, Dargus mag man auf das Schicksal des künftigen Ministeriums schließen, das gebildet werden wurde, sobald
die gegenwartige Verwaltung den Piatz raͤumte. Wo ,
Grund der vielen Schwiertgkelten, mit denen die , . des Gra⸗ fen Grey zu kaͤmpfen hatte Wo gn ders, als in der Unverstandig keit derje⸗ nigen, welche damit anfingen, sich seine Freunde zu nennen, und welche dann, nachdem sie Lord Stanley, Sir J. Graham, den Herzog von
Die Reden, welche dort die beiden
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Richmond und den Grafen Ripon gluͤcklich aus dem Wege geraͤumt, zuletzt den Grafen Grey selbst bei Seite schafften. Wenn man ein Ministerium, wie das des Grafen Grey, welches keine Reigung zeigte, sich den Wuüͤnschen des Pdbels unterzuordnen, nicht einnial stehen ließ, was wird. man dann gar mit dem folgenden anfangen?“ — Der Redner sagte nun Einiges zum Lobe der Grey'schen Verwal— tung, deren Maßregeln auch er alle bis auf eine einzige unterstuͤtzt habe; diese eine aber, die Zulassung der Dissenterz zu den Univer—
sitaͤten, scheine ihm den Rechten der Letzteren und wohl gar den Wuͤn⸗
schen der Ersteren selbst entgegen. Dann fuhr er fort „Man behauptet,
, . . na „ äich konne kein wahrer Reformer seyn, wenn ich nicht bereit sey, in Folge dieser Entscheidung, welche vor dem Auseinandergehen der ich kö! . *r ber denn. ; . Kammern in Paris bekannt seyn kann, würde der jede Veraͤnderung zu willigen, die man mir ̃ guͤnstigeren 2 6. ; ö 8 h d 4 . ö als und nicht eins von den neuen Lichtern. Ich billige die Reform bill n e, n k Als ein großes zugestaͤndniß, als eine sehr große Maßregel,
. e. 41 1 4 . 1 . Fehler in der Franzoͤsischen Uebersetzung der Rede des Präsiden⸗ ten Jackson rügt, durch welchen der Sinn eines Satzes entstellt Die Worte des Generals Jackson: U recommend thät-
a lar sliall be passed authorisint repbrisals upon french pro-
vorschlaͤgt. Ich bin wöhl ein Refornier aber ein Reformer im Sinne der Reformbill, Lord Melbourne selbst nennt sie einen großen Versuch, und ich will hoffen, daß es gluͤckt. Diejenigen aber, welche die Reformbill jetzt benutz en wollen, um keue Veranderungen, zum Beisplel jaͤhrliche Parlaments⸗ Wahlen, einzuführen, erklaren offen, daß sie die Bill uur für eine Stufe halten, auf welche man nur zu steigen braucht, um weiter zu
kommen. Wenn wir in diesem Jahre dreijdhrige Parlamente bekom⸗
men, so werden im naͤchsten Jahre diejenigen, welche nichts weiter als das verlangen, schon fuͤr Tories gelten, weil sie nicht einjaͤhrige Parlamente fordern.“
In Bezug auf die Irlaäͤndische Frage meinte Lord San— don, er wolle uber dieselbe nicht eher mit O' Connell unterhan— deln, als bis man ihm beweise, daß es klug sey, dem Rathe eines Feindes zu solgen. Hieran knüpften sich einige Ausfaͤlle gegen O Connell, welcher nicht nur als Diktator Irland tyran— nisire, sondern auch waͤhrend der letzten Session als Potentat der Regierung seine Besehle gegeben habe, wie Jeder haͤtte
sehen koͤnnen, der, wie er (Lord Sandon), das Ungluͤck . waͤhrend der letzten Session im Unterhause sitzen zu muͤssen. Der Semaphore von Marseille enthaͤlt Folgendes: „Es ] ⸗ 1 h en. z
Sein letztes Argument war, daß er noch nicht fuͤr eine Reform in den „Runicipal-Behoͤrden stimmen koͤnne, weil eine solche Aenderung die Municipalituͤt von Liverpool in einen so revo— lutionngiren Zustand bringen wurde, wie er jetzt in den Staͤd— ten Schottlands bestehe. Sir Howard Douglas, der bei der Wahl durchfiel, hatte weit toryistischere Ansichten ausge— sprochen, als sein Kollege:
Ich bleibe meinem Grundsatze treu“, sagte derselbe, „obgleich ich bereitwillig zur Abschaffung wahrer Mißbräuche die Hand dieten werde. Ich halte fest an meinen Prinzipien, aber ich ankere nicht an einem so kurzen Taue, daß ich mich nicht frei follte hin und her bewegen koͤnnen, ohze vom Anker zu reifen. Wird mir etwas als ein Mißbrauch dargestellt, eine Beschwerde vorgelegt, so frage ich zuerst, ist das wirklich ein Mißbrauch, ist da geg ündete Be— schwerde Dann frage ich weiter, kann derselben abgeholfen werden, ohne Verletzung meiner Grundsaͤtze, ohne Gefaͤhrdung der Mongrchie, der Kirche und der Verfassung? Ich hase meinen Freunden nicht gestattet,
mir in Bezug auf mein Votum eine Verpflichtung aufzuerlegen, 24 f. ; Ich bin mit meinen religiͤsen Ansichten nur der nationalen Kirchs verpffsichtet, welche
und werde es auch nie Jemanden gestatten.
mich aufgenommen hat, als das Glied ciner christlichen Familte; ich bin mit meiner Loyalität der milden und gemäßigten Monarchie verpflichtet, unter deren Schutz ich geboren und aufgewachsen bin. Wenn das gegenwaͤrtige Ministerium ehrlich und aufrichtig nach Prinzipien handelt, so werde ich dasselbe unterstutzen; weicht es aber ak von dieser Bahn, unterwieft es sich Len Agitatoren, unterhandelt es mit den Radikalen, so werde ich ben meine bestimmte und entschiedene Opposition entgegensetzen? Beifall von den Blauen und den Rothen.) Das Parlament, wisches jetzt vom Volke ge⸗ waͤhlt wird, ist die Jury, welche uͤber Sr. Majestaͤt Minister das zweite Urtheil zu faͤllen berufen ist; Richter war der Kö— nig, und ein oberster Richter bleibt noch oben, dem Alle werden Rede stehen muͤssen. Wenn durch einen ruch der Jury das Mi⸗ nisterium bei der Adresse geschlagen wird, dinn werde ich fagen, daß der erste Akt des reformirten Parlaments ein Todesurtheil äber die BVerfassung von England ist; an ihre Stelle wird dann Unordnung und Anarchie treten. Ich habe in meinem Leben der Revolutionen genug gesehen, in 3 bis Averschiedenen Laͤndern, und immer habe ich mit meinen Waffenbrüdern zusammen den Himmel angefieht, er möge Eng⸗ land vor einem solchen Zustande bewahren. Aber ich habe gefunden, daß unter dem Volke uͤberall ein boͤser Geist der Undankbarkeit gegen die Wohlthaten seiner Verfassung herrscht, ein unuͤberlegtes und ün= bedachtes Streben nach dem, was sie Reform nennen — ein Sire⸗ ben, welches, wenn ihm willfahret mird, die Institutio nen des Lan— des bis in ihr tiefstes Fundament erschüttern muß. Dieser Geist und dieses Streben ist es, dem ich mich widersetze.“
Ueber die Wahlen in der Hauptstadt äußert sich der Al— bion folgendermaßen: „Die Distrikte von London scheinen in ihrer Vorliebe fuͤr Repräsentanten, welche destruktive Prinzipien
unterstuͤtzen, allein zu stehen. Liverpool, die zweite Handelöstadt
des Königreichs, hal in diesem Kampfe sich große Ehke erworben und den Londoner Buͤrgern in politischer Hinsicht eine Lehre ge— geben, wie dies schon oͤfter in kommerzieller Beziehung der Fall gewesen ist. Wir wollen nicht prahlen, aber wir glauben, sagen zu duͤrfen, daß das ganze Land uns Ursache genug darbietet, um uns uͤber die in der Hauptstadt gewahlten Personen, welche in die Fußstapfen der vorigen Repraͤsentanten treten werden, zu troͤsten.“ Der Standard ist der Meinung, daß die Wahlen suͤr die Konservativen ein guͤnstizes Ansehen gewinnen und be— merkt in dieser Hinsicht: England mit dem Wahl Kampf beschaͤftigt und natuͤrlich mit verschiedenem Erfolge. Aber es ist hierbei nicht zu verges⸗ sen, daß, wenn die Beinuͤhungen der Konservativen den Sieg davon tragen, sie wirklich dadurch gewinnen, während die Wihgs oder Radikalen, im Falle des Erfolgs, nur die alten Reform-⸗Mitglieder“ behalten und bloß einem Verlust entgehen. Werfen wir einen Blick auf die heutigen Wahlen (am S. Jan.), so finden wir kein Beispiel, daß die konservativen Reihen eine Stimme verloren hätten; gewonnen haben sie solgende: Fuͤr Lincoln Herrn Sibthorpe statt des Herrn Heneage; fuͤr Ips— wich die Herren Dundas und Kelly statt der Herren Mortifon und Wason; fur Pontecraft Herrn Pollington statt des Herrn Jerningham) fuͤr Worcester Herrn Bailey statt des Herrn Davies; suͤr Tamworth Hrn. Hates-Peel statt des Hrn. Townsend;
fuͤr Lomington Herr Mackinnon statt Herrn Neale; fuͤr Staf. Dies ist ein
ford Herrn Goodricke statt des Herrn Gronow. reiner Gewinn von 8 Stimmen, außer den 109 Stimmen von gestern. Die jetzt begonnenen Wahlen in Bristol, Jork, Liver, pool, Norwich, Hull, Colchester, Eonventry, Boston, Leicester, Yarmouth und Falmouih versprechen saͤmmtlich guͤnstig fuͤr die konservative Sache auszufallen.“ Der Globe bemerkt dagegen: „Die heute Morgen aus den Provinzen eingegangenen Nach— richten lauten erfreulich (fuͤr lie Wh, Hrn Das neue Mi— nisterium hat schon in Portsmouth in der Person des Sir C. Rowley, Lords der Admiralität, eine Niederlage erlitten. Herr
Planta, der „vertrauteste“ Freund des Herzogs von Wellington,
ist in Hastings glorreich durchgefallen, an dessen Waͤhlerschaft er einige Anspruͤche hat, weil er daselbst wohnt, wenn seine wohlbe— kannten politischen Grundsaͤtze ihn nicht aller Unterstuͤtzung von Seiten der Reformer beraubten. Herr Charles Roß, Vorsteher des Carlton Klubs, wird, wie wir hören, in Northaffpton durch fallen. Ein aͤhnliches Schicksal erwartet Herrn George Dawson, Secretair der Admiralitaͤt, zu Devenport. Herr Troubridge hat den Secretair des Feldzeug⸗Amts, Sir C. Gwen, zu Sandwich
unmöglich, sich auf den Beinen zu erhalten. sind dadurch bedeutend aufgehalten worden,
so wie sie auch taͤglich an
theilt.
ernennenden Kommission uͤbertragen werden. der Ausstellung wird der Minister des Innern die Ernenmw
Dieg find schlechte Aussichten für das neu Mn
geschlagen. Lord Tullamore, einer der Kammerherren, han!
sterium. Penryn dem General-Anwalt, muͤssen.“
Die Quintessenz der von Sir John Campbell, der um der vorigen Verwaltung General-⸗Prokurator war, vor den V lern zu Exinburg gehaltenen Rede laͤuft darauf hinaus, dan der Koͤniglichen Praͤrogative nicht das Recht liege, ein Min rium zo entlassen, wenn nicht die Nation durch das Pariah! ihre Unzufriedenheit mit demselben ausspreche, und daß pah sowohl die Entlassung des vorigen als die Ernennung det nenn Ministeriums, und die in Folge davon vorgenommene Aust des Parlaments verfassungswidrig seyen. Seine Rede hin mit der direkten Aufforderung, den jetzigtn Ministern, wenn Majoritaͤt des neuen Unterhauses sich gegen dieselben erss und sie dessenungeachtet nicht von ihren Posten weichen n ten, die Mittel und Wege zum Regieren zu - verweigern.
Ein angesehener Israelit hat einen Aufruf an seine bensgenossen in der Hauptstadt und im ganzen Lande ühersa zrlassen, um sie daran zu erinnern, daß die Feindseligken Tories allein an der Verwerfung ihrer Emancipation Schuh wesen, und daß sie dem vorigen Ministerlum vielen Dank sc dig wären, weshalb sie sich nach dem Vordilde der Dissenn veranlaßt finden muͤßten, saͤmmtlich ihre Stimmen bei den R len gegen die jetzigen Minister abzugeben.
Der neue Lord Lieutenant von Irland, Graf von Hahn ton, ist am Dienstage in Dublin eingetroffen, wo er sogleih Lever hielt. .
Herr QConnell hat sein juridisches Gutachten uͤber Vorfall zu Ratheormac abgegeben; er ist der Meinung, di Polizei und das Militair zu Ratheormac im strengsten E des Wortes vorbedachten Mord begangen, indem sie die wendigen Formen, um das Volk zu zersireuen, nicht bech tet hatten. —
Im Courier liest man: „Der Frost ist jetzt staͤrker h treten, als es seit den letzten zwei oder drei Wintern der war. Die Wege und Straßen waren heute Morgen, nach es etwas geregnet hatte, so mit Glatteis uͤberzogen, daß es hl schwierig war, vorwaͤrts zu kommen; es war den Pferden
Mehrere Pn) doch haben wir keinen Ungluͤcksfaͤllen gehoͤrt. Der gestrige Nebel in der E war der dichteste, den wir seit Jahren gehabt haben und! allgemeiner verbreitet, als am Tage zuvor. Zu Hampstead Highgate verschwand er gestern um Mittag und die Eg schien mit dem groͤßten Glanze.“
Neueren Nachrichten von den SandwichsInseln folge, ist die Ruhe dort wieder vollkommen hergestellt und chen diese Inseln vielmehr rasche Fortschritte in der Civilisaj Wichtigkeit zunehmen. Die hg Hafen-Gesetze auf Oahu bestimmen, daß der Befehlshaber en eden Schiffes bei seiner Ankunft dem Piloten oder dem Hit Capitain ein Verzeichniß seiner Mannschast uͤbergebe. Ale sertirenden Matrosen werden den Schiffen, zu denen sie gehöt gegen Bezahlung eines Dollars ausgeliefert, sollte dies nicht sos⸗ moͤglich seyn, so werden sie so lange zu schwerer Arbeit von . Schiffe, die um Erfrischüngen einzunehmen oder d Ausbesserung wegen einlaufen, zahlen in dem äußeren Hasen in dem inneren 19 Cents fuͤr die Tonne; Schiffe, die hand treiben wollen, zahlen in jenem Hasen 50, in diesem h Cem fuͤr die Tonne. — Der Hafen auf Oahu soll einer de hessen in der Welt seyn, und es liegen gewohnlich 50 — 100 f aller Nationen darin. Er wird von 50 Kanonen Und ih Anzahl Truppen beschuͤtzt. Letztere werden täglich geuͤbt n bieten einen imposanten Anblick dar. Sie sind saͤmmtlich & geborne. Wenn der Koͤnig Kankora, welcher jetzt in seinem z laste auf Oahu wohnt, oͤffentlich erscheint, so ist er von sehh Adel begleitet. Er praͤsidirt oft bei den Gerichts-Sitzungen ist ausgezeichnet hoͤflich gegen Europäer. Die Bewohnern Oahrn treiben einen ausgedehnten Handel mit China, wohn vorzuͤglich Sandelholz ausfuͤhren. Die Kirche auf Hahu sst schoͤnes Gebaͤude und wird von den Eingebornen fleiß ig heslt Eine Anzahl mit Eingebornen bemannter Schiffe treibt Han fuͤr Rechnung des Koͤnigs. An jedem Donnerstag wird in elt Liebhaber⸗Theater Komoͤdie gespielt. Auf Owheihi, der grö dieser Inseln, sind 1000 Stück Rindvieh, welche die Mittel . die Schiffe mit frischem und gefalzenem Fleische zu! ehen.
Belgien.
Bruͤssel, 161. Jan. Der heutige Moniteur ent das Koͤnigliche Dekret zur Errichtung eines National—⸗-Mustt in Bruͤssel. Folgendes sind die naheren Bestimmungen: 12 in Bruͤssel zu errichtende National-Museum ist ausschließ
den vorzuͤglichsten Werken Belgischer Maler, Bildhauer, Kun „Jetzt ist fast jeder Flecken in
stecher und Architekten gewidmet. 2) Nur vorzuͤglich gute W werden darin aufgenommen. 3) Der Minister des Innern ermächtigt, die schon auf Kossen des Staats angekauften n in Zukunft noch zu kaufenden Werke in der Gemaälde-Gal des Museums zu Bruͤssel aufstellen zu lassen, in der Vorn setzung, daß sie zahlreich genug sind, um eine besomt Sammlung zu bilden. — Ein anderes Königliches kret besiehlt, daß alle drei Jahre, vom 1. Septen bis zum 1. Oktober, in Bruͤssel eine oͤffentliche Ausstellung Werken lebender Belgischer und fremder Maler, Bildhanh Kupferstecher, Architekten uud Lithographen stattfinden soll. erste Ausstellung wird im Jahre 1836 seyn. Die Direetf dieser Ausstellungen wird einer vom Minister des Innern Nach Eroͤffnm
einer Jury zur Beurtheilung der eingefandten Werke vorsch gen. Diese Jury hat diejeni⸗-en Werke, welche werth sind, dem National-⸗Museum aufgestellt zu werden, und die Vt
nungen derjenigen Kuͤnstler, welche die vorzüglichsten Arber
geliefert, zu bestimmen.
Vorgestern hatte General Buzen die Ehre, dem Hersog! Leuchtenberg die Offiziere der Garnison a Um M tag empfing der Prinz die Beamten des Königl. Hauses. D Einen und die Andern wurden durch Ihn aufs leutseligste pfangen. Dem General Hurel, der ebenfalls die Offiziere Generalstabs vorstellte, sagte der Prinz: „Ohne Zweifel war sich unter diesen Herren Ofstzieren einige befinden, die in der Ft zoͤsischen Armee gedient haben.“ Auf die bejahen de Antt fuͤgte er hinzu: „Ich freue mich stets, wenn ich Waffen“ faͤhrten meines Vaters sehe.“ Hierauf empfing der Herzog Englischen Botschafter Sir Robert Adair., Um 1 Uhr h ten die woe g den Prinzen nach dem Palast ab, wo durch JJ. MM. empfangen ward. Der Prinz speiste nl, nen 4 Begleitern bei Hofe; Sir R. Adair, die Geschaͤftsttäh Frankreichs und Portugals, Madame d Almeida, alle Minist
9
Herrn Mounsey Rolfe, weich] nach
mehre Senateren und Deyutirte wohnten ebenfalls dem Diner bel, das aus 69 Gedecken bestand. Heute fruͤh reiste der Prinz ich Ostende ab, wo er sich nach England einschiffen wird. Der Ritter d Almeida ist mit ihm gereist und wird ihn nach Lissabon
iten. ren g, dem 1. Januar unterzeichnet General Evain nicht mehr „der Minister⸗ Direktor des Kriegswesens“, sondern bloß der Kriegs-Minister“. Diese Abaͤnderung hangt mit der con— fiutionneslen Verantwortlichkeit zusammen, welcher Herr Evain a, wie seins übrigen Kollegen, unterworfen ist.
Herr de Potter hat durch ein an den Minister des Innern erichtetes Schreiben das ihm als Mitglied der ehemaligen pro— psorischen Regierung zuerkannte eiserne Kreuz abgelehnt.
Deutschland.
Leipzig, 3. Jan. Die am Schlusse des vorigen Jahres von dem Central Comité des statistischen Vereins zu Dresden herausgegebene suͤnfte Liäefg. der „Mittheilungen des statist. Ver⸗ eins fuͤr das Koͤnigr. Sachen enthaͤlt eine tabellarische, auf die Akten der verschiedenen Gerichts-Pehoͤrden begruͤndete Zusammen⸗ stellung der im Jahre 1832 im Koͤnigreich Sachsen vorgekomme⸗ nen Cwil⸗ und Kriminal⸗Prozesse, so wie den Bestand und die Clas— sifieation der Detinirten in den Straf, und Correckione⸗Anstalten. Im Jahre 1832 wurden 12,878 Civil-Prozesse anhaͤngig gemacht, Und mit Einschluß der aͤltern uberhaupt 24,632 Cwil⸗Prozesse geführt, davon aber 11,4620 beendigt, worunter 7äl1 durch Ver— gleich; 7150 Civil-Prozesse wurden in diesem Jahre anhaͤngig und heendigt, Außerdem gab es 1242 Concurs-Prozesse, darunter 79 in demselben Jahre entstanden; am Schlusse des Jahres waren apvon noch anhängig 876. Die meisten Gemeinschuldner waren Fibrikanten und Handwerker, namlich 431; dann Landwirthe 341; die wenigsten Kaufleute, namlich 149. (Im Amtsbezirke Leipzig zaͤhlte man auf S6,61ß Einwohner — am Schlusse 1832 — eö7 am 1. Jan. d. J. anhaͤllgige und 1342 im Laufe des Jahres anhängig gewordene Civil-Prozesse; 85 ältere und 12 zeue Konkurse, unter deren Gemeinschuldnern sich 10 Landwirthe, ö; Kaufleute, 13 Fabrikanten und Handwerker, und 49 andere Personen befanden.“ — Von 32,3436 Vormundschafts⸗Sachen waren am Jahresschlusse noch anhaͤngig 238 696. Unter den Be— hormundeten zaͤhlte man 53,948 Minorenne, 737 Geistesschwache, 8 Verschwender und 1073 Abwesende. Die meisten Konkurs— Prozesse sielen in Vergleich zu der Bevoͤlkerung der einzelnen Freiße auf die Ober Lausitz. Die meisten Civil-⸗Prozesse wurden m Leipziger Kreife im Jahre 1832 anhängig. Mit Ausschluß des Leipziger Kreises, ist die geringste Zahl der Gemeinschuldner m Stande der Kaufleute gewesen; die Landwirthe vefanden sich nter den Gemeinschuldnern am häufigsten in der Ober ⸗Lausitz.
Kassel, 12. Jan. In der heutigen Sitzung der Staͤnde— Versammlung wurde das Gesetz uͤber die einstweilige Fortdauer er bisherigen Gemeinde⸗Behörden revidirt und einstimmig an— tenommen. Der Antrag des Herrn Thielepape, von der Staats— Regierung Auskunft uber die Rotenburgischen Verhaͤltnisse zu perlangen, ward ebenfalls genehmigt. Herr Minister Hassen⸗ pflug aͤußerte, die Staats-Regierung werde sofort Antwort er—
heilen. Darmstadt, 11. Jan. (O. P. A. 3.) Außer der noch ruͤcktändigen Wahl in Buͤdingen sind noch fuͤnf . Wahlen noͤthig geworden; füͤr die Doppel-Wahlen der Herren Wehland und von Gagern, und fuͤr die Herren Aull, Zuehl und Vogel, welche von der Staats Regierung keinen Urlaub erhalten haben. Herr Weyland hat die Wahl in Großbiberau angenom— sen, welcher Bezirk, wie fruͤher bemerkt, ihn einstimmig gewaͤhlt hatte, und auch schon auf dem vorigen Landtag von ihm vertre— ren war. In Waldmichelbach dagegen siegte nun bei der zwei— ten Wahl das Oppositlonsglied, Lederfabrikant Hellmann, aus Neckarsteinach. Der Bezirk blieb also den durch die erste Wahl , , Ansichten nicht treu. Von Herrn von Gagern glalbt man, daß er in Hungen optiren werde, um so mehr, als nun ein sehr großer und achtbarer Theil der Buͤrgerschaft von Worms offen gegen selne Erwaͤh— ung zum Abgeordneten dieser Stadt aufgetreten ist. Was die lrlaubs-Verweigerungen betrifft, so vernimmt man, daß der pen— sonirte KreisgerichtsPräͤsident Aull zu Mainz unverzuͤglich wie— der zu einem aktiven Staats-Amte berufen werden soll. Die tadt Mainz hat bereits gestern an seine Stelle den Kaufmann derrn Nack, zweiten Beigeordneten des Buͤrgermeisters, ge— mählt. Herr Nack wird als ein sehr verstaͤndiger und gemäßig— 1er Mann geschildert, so daß allo durch diese sehr angemessene Wahl ber Stadt Mainz die zu Waldmichelbach erlittene Wahl— Niederlage vollkommen ausgeglichen wird.
Stuttgart, 12. Jan. (Schw. Mer k.) In einem aus Stuttgart datirten Artikel vom 6ten di, in der Beilage zur All— bemeinen Zritung vom 19Rten d., wird unter Anderem der Zeit— punkt der Wiedereinberufung der Staͤnde-Versammlung bespro— then und hierbei bemerkt, daß ein Aufschub dieser Einberufung is zum Herbste um so wahrscheinlicher wäre, wenn es gegruͤn— det ist, daß Se. Majestaͤt der Koͤnig gegen Ostern eine Reise den Norden zu machen beabsichtigt. Wir sind ermächtigt, dleses angebliche Geruͤcht einer Reise des Königs in den Nr,
en, von dem uͤbrigens hier auch nichts bekannt ist, fuͤr voͤllig ungegruͤndet zu erklären.
Frankfurt a. M., 13. Jan. Von Seiten Nassau's ist, dem Vernehmen nach, der Hofgerichts-Direktor von Wintzinge⸗ oda in Usingen, und TNassau gemeinschaftlich die hte Bundesstimme hat) der Finanz= Direktor von Amsberg zum Mitglied des Deuͤtschen Schieds⸗ Gerichts ernannt worden.
Von Oldenburg, Anhalt und Schwarzburg sind zu Mit— gliedern des Bundes⸗Schitds⸗Gerichts ernannt worden: der Groß⸗ hezogl. Oldenburgisch: Staatsrath Suden und der Herzoglich Anhalt Bernburgische Geheime Regierungsrath Dr. Albert.
Sch welnz.
Bern, 9. Jan. Die Baseler Zeitung sagt: „In der er⸗
9 6. des neuen Jahres hat der vorsrtliche Staatsrath eine Hlatze gefunden, wenn er sofort auf Behandlung eidgenoͤssischer veschaͤfte sich eingelassen haͤtte. Denn da derselbe großentheils ius Mannern zufzmmengesetzt ist, welche in der Bundes, Ver— baltung neu und mit den diplomatischen Verhältnissen bloß aus n Sitzungen des großen Raihes bekannt sind, so haben sich deeselben nach Ankunft der eidgenoͤssischen Archive erst noch in die wichtigsten Akten einzustudiren. Auf der andern Seite laͤßt ö enicht leugnen, daß es zweckmäßig gewesen waͤre, wenn die aröͤrtlichen Raͤthe sofort nach Antritt der eidgenöͤssischen Leitung ber die politischen Grundèitze uͤbereingekommen seyn wurden, „ren sie sich gegen das Ausland als Richtschnur zu bedienen ge— denken. Allein es scheint der Vorort abwarten zu wollen, was
von Seiten Braunschweigs (welches mit
Sitzung gehaßt. Wir hatten es auch gar nicht am
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ihm von Seiten der fremden Gesandten an Eroͤffnungen zugehen werde. Daß dergleichen im Werke sind, ist uns bestimmt ver⸗ sichert worden, und die zweideutige Sprache Berns, die mit seinen Handlungen im abgelaufenen Jahre nur zu oft im nichts anderes hoffen lassen.
Widerspruche stand, konnte auch gar
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
New York, 2. Dez. Der General Jackson eröffnete heute
die neue Session des Kongreffes mit folgender Botschaft: „Mitbürger des Senats und des Hauses der Reyräsentanten!
Meine gewöhnliche Pflicht bei, der Erd Session erfuͤllend, freue ich mich, Ihnen wiederum zun der gedeih⸗ lichen Lage unseres theuren Vaterlandes Gluck wuͤnschen zu koͤn⸗ nen. Die gdͤttliche Vorsehung hat uns mst allgemeiner Wohlfahrt gesegnet, mit reichem Lohn auf den jedem Arbeitszweige, und mit Frieden, um die mannigfaltigen Huͤlfs⸗ Jufllen, welche die Tugend und den Unternehmungsgeist unserer Buͤrger beschaͤftigen, zu pflegen und zu erweitern. Kn sfen Sie uns, indem wir ein fuͤr unsere , Institutionen so sch meichel haftes Gemaͤlde betrachten, das Vertrauen hegen, daß unsere gemeinschaft⸗ lichen Berathungen zur Erhaltung derselben mit Ersolg gekroͤnt seyn werden.“
„Unsere ,,, Verhaͤltnisse bieten mit sehr wenigen Aus⸗
nahmen noch fortwährend den günstigen Anblick dar, den sie in meiner letzten Jahres⸗Botschaft gewährten, und versprechen die Aus⸗= dehnung jener Vortheile, für welche die Grundsätze, die unseren Verkehr mit anderen Nationen leiten, eine so wohiberechnete Buͤrg⸗ schaft sind. Die Streitigkeit mit Großbritanien uͤber unsere norddstliche Graͤnze schweht noch immer, und der in Folge eines Firn , B ess. lusse⸗ emachte Vorschlag, die Graͤnzlinle nach der Richtschnur des Traktates von 17585 zu ziehen, ist von jener Regie— rung nicht angenommen worden. Da man jedoch glauben kann, daß auf beiden Seiten die bereitwilligste Neigung vorhanden ist, diese verwirrende Frage zur Zufriedenheit aller dabei betheiligten Parteien zu 1oͤsen, so darf man der Hoffnung noch Raum geben, daß dies auf der Grundlage jenes Voͤrschlages zu bewerkstelligen seyn wird.“
„Mit den Regierungen von Oesterreich, Rußland, Preu— ßen, Holland, Schweden und Danemark besteht das heste Vernehmen. Der Handel mit ihnen allen wird durch gegenseitigen guten Willen und nach freisinnigen vertragsmäßigen oder zesetz lichen Bestimmungen gepflegt und geschützt. Die Königin van Spanien hat mitten unter ihren inneren Verwickelungen die Üebereinkunft wegen Befriedigung der seit 1819 sich herschreibenden Forderungen unserer Burger ratifizirt; nachdem diefelbe ihrerseits vollzogen worden, wird Ihnen jetzt eine Abschrift davon vorgelegt, damit Sie diejenigen le⸗ iS ren e stimsmmun gen treffen, welche Sie fuͤr noͤthig halten, um ie Betheiligten in Stand zu setzen, die Bortheile davsn zu ziehen. Dem Drang der Uumsaͤnde und den weisen Räthschlägen der Zeit und Erfahrung nachgebend, hat jene Macht sich endlich entschloffen, nicht laͤnger die unnatuͤrliche Stellung einzunehmen, in welcher sie sich, den auf dieser Halbkugel begrändeten neuen Regierungen ge— genuͤber, befand. Ich habe die große Genugthunng, Ihnen anzuzeigen, daß die Vereinigten Staaten ein thaͤttges Werkzeug dazu gewesen sind zu der Wiederherstellung der Eintracht zwischen bei⸗ den Theilen, die von gleichen Vorfahren abstamnmen, durch emeinsame Interesse verbunden sind, sich zu derselben Re—= gion bekennen und dieselbe Sprache sprechen, den Weg zu bahnen. Wir werden bei unferen Bemühnngen, diefes güte Werk zu Stande zu bringen, so lange beharren, als dieselben beiden Thei⸗ len nuͤtzlich erscheinen, und unsers vollkommene Uneigennuͤtzigkeit dabei begriffen und anerkannt wird. Die Kongreß⸗Lkte, welche dar⸗ auf berechnet ist, uns fuͤr die hoheren Zoe, welche zum Nachtheile unserer Schifffahrt in Cuba und Portoͤrico erhoben werden, zu ent— schaͤdgen, ist dem Gesandten der Vereinigten Staaten zu Mabrid zur Mittheilung an die Regierung der Königin zugefertigt worden. Ueber den Empfang derselben ist noch keine Rachricht belm Stasts— Departement eingegangen. Wenn der jetzige Zustand jenes Landes der Regierung gestattet, die wahren Interessen dteser wichtigen Theile ihrer Reiche sorgfaͤltig und umfassend zu pruͤfen, fo darf man nicht zweifeln, daß deren kuͤnftiger Verkehr mit den Vereinigten Staaten auf eine billigere und freisinnigere Grundlage gestellt wer⸗ den wird, Die Archive von Florida sind noch nicht geordnet und uͤberllefert. An den Agenten der Vereinigten Staaten zu Ha⸗ vanna sind aber neuerdings Befehle abgefertigt worden, daß er mit Allem, was er zu erlgngen im Stande ist, zurückkehren solle, so daß diese Aktenstuͤcke wohl noch vor der Session des Oher-Gerichtshofes in Washington seyn werden, so daß man sie bei den dort schweben⸗ den Rechtsfragen, bei welchen die Regierung betheiligt ist, wird be⸗ nutzen konnen. In , , ist die innere Ruhe gluͤcklicherweise wieder hergestellt. er zerruͤttete Zustand dieses Landes machte in der schließlichen Befriedigung der gerechten Anspruͤche unserer Buͤr— ger einen Aufschub unvermeidlich. Unsere diplomatischen Verhaͤlt— nisse werden bald wieder angeknuͤpft werden, und die lange beste— hende Freundschaft mit jener Macht gewaͤhrt die staͤrkste Buͤrgschast 6 daß der noch schuldige Saldo baldigst beruͤcksichtigt werden wird.
Die erste, kraft des mit dem Koͤnige beider Sieilien abgeschlos⸗ senen Entschaͤdigungs-Vertrages, uns gebuͤhrende Rate ist' gehöri⸗ ermaßen eingegangen, und ein Anerbieten wurde gemacht, das can. durch eine baldige Zahlung zu tilgen, welches Änerbieten ich jedech nicht annehmen zu durfen glaubte, weil die bedungene Ent— schaͤdigung das ausschließliche Eigenthum einzelner Burger der Ver⸗ einigten Staaten ist. Die urspruͤngliche Berücksichtigung unserer Anspeüche, und der nachher bewiesene Eifer, die in Bezug auf die Befriedigung derselben festgesetzten Bestimmungen sogleich zu erfuüͤl⸗ len, gereichen der Regierung beider Sicilien sehr zur Ehre. Wenn man vedenkt, daß sie aus der Ungerechtigkeit einer Gewalt hervor— ingen, die sich dem Lande aufgedrungen hatte, und eine Zeit lang kf nn herrschte, so waͤre eine Weigerung, dieselben anzuerkennen, und zu befriedigen, weder unnatuͤrlich, noch unerwartet gewesen, und dieser Umstand muß daher ihren gerechten und gewissenhaften Charakter in den Augen aller Nationen erheben.“
„Der zwischen den Vereinigten Staaten und Belgien abge⸗ schlossene Freundschafts⸗ und Handels⸗Vertrag, dessen ich in meiner letzten Jahres⸗Botschaft erwähnte, wie er von dem Senat geneh— migt war, dessen Ratifieatio nen aber wegen der verzoͤgerten Ankunft desselben zu Bruͤssel und wegen einer nachherigen Abwesenheit des Belgischen Ministers der auswaͤrtigen Angelegenheiten nicht ausge⸗ tauscht worden waren, ist nach reiflicher Ueberlegung zuletzt von je⸗ ner Regierung, als nicht im Einklang mit den, dem Gesandten, welcher ihn abschloß, ertheilten Befugnissen und Instructionen, ver— worfen worden. Diese Verwerfung kam ganz unerwartet, da die in dem Vertrage enthaltenen freisinnigen Grundfaͤtze, welche den Grund zu den dagegen erhobenen Einwendungen hergeben, dem Belgischen Repraͤsentanten vollkommen genügend waren, und da man glaubte, daß sie nicht nur mit den ihm eingeraͤumten Befugnis⸗ sen uͤbereinstimmten, sondern auch ausdruͤcklich den ihm erthefl ten Instruetionen gemaͤß waͤren. Belgien hat ein Anerbieten gemacht, das jedoch noch nicht angenommen worden, neue Unterhandlungen, hinsichtlich eines in seinen Bestimmungen minder liberalen Träktats uͤber Fragen des allgemeinen Seerechts anzuknüpfen“
„Unsere in neuerer Zeit begründeten Verhaͤltnisse zu der hohen
forte versprechen, für unsern Handel vortheilhaft und fuͤr unsere Regierung in jeder Beziehune befriedigend zu werden. In unserm Verkehr mit den Barbaresken-Staaten ist keine wichtige Ver— aͤnderung vorgegangen, außer daß der jetzige politische Zustand Al—
iers mich bewogen hat, die bisherige Anstellung eines besoldeten
onsuls daselbst gufjuheben, und ein gewöhnliches Konsulat dafuͤr zu errichten, welches so lange dort bestehen soll, als der Platz im Besitz Frankreichs bleibt. Unser erster Traktat mit einer bieser Machte, mit dem Kaiser von Marokko, wurde im Jahre 1786 ab⸗ geschlossen und auf 86 Jahre beschraͤnkt. Dieser Zeltraum ist bei⸗
Eröffnung Ihrer gegenwärtigen
— geme tr ich zuversichtlich, das Feldern des Ackerbaues und in j
nahe abgelaufen. Ich werde Maßregeln ergreifen, um den Vertrag mit um so groöͤßerer Genugthuung zu erneuern, als seine Bestim= mungen gerecht und libergl sind, und mit gegenseitiger Treue und wechselseitigem Vortheil stets gewissenhaft erfüllt wurden.?
„Innere Zwistigkeiten haben leider nur zu oft den Wohlstand der meisten Nationen dieser Halbkugel, die sich von Spanten losge⸗ rissen, untergraben, ihren Handel unterbrochen und ihre Verwaltung zerruͤttet. Sobald ein festes und dauerndes Vernehmen mit dem Nutterlande eine foͤrmliche Anerkennung ihrer Unabbangigkeit her⸗ beigefuͤhrt haben, und an eine Gefahr von dort ber nicht mehr zu denken seyn wird, dann erwarten die Freunde der Freiheit, daß diefe ron der Natur so beguͤnstigten Laͤnder sich durch ihre Gerechtig⸗ keits liebe auszeichnen und jenen friedlichen Beschaͤftigungen g bestaͤndige Pflege die Nationen ehrt und nerst wahren Werth giebt. Indessen hofft die gehegten Besorgnisse, es mochten sich einige Völkerschaften dieser üppigen Gegenden, in einem Augenblick un⸗ würdigen Mißtrauen; in ihre eigene Faͤhigkeit zum Genuß der Freiheit, wohl verleiten lassen, den nur zu gemeinen Irrthum zu begehen, durch Verleihung des unheilbringenden Geschenks der un umschraͤnkten Gewalt an irgend einen Lieblingsfuͤhrer sich fr den Augenblick Ruhe zu erkaufen, nicht in Erfuͤllung gehen werden. In unseren Verhaltnissen zu allen diesen Regierungen und zu der des Kaiserreiches Brafilien sind im Laufe dieses Fahres keine un— erwarteten Veraͤnderungen vorgegangen. Oftmals wurde zwar den Buͤrgern der Vereinigten Staaten gerechter Grund zu Beschwerden gegeben, zuweilen durch das ungehdrige Benehmen der in den Kuͤsten—⸗ Gegenden eingesetzten Unter-Behörden und zuweilen von den Par⸗ teigaͤngern oder ÄAnfuͤhrern der gegen die bestehende Regierung Kaͤmpfenden; in allen diesen Fallen wurden aber Vorstellungen ge⸗ macht oder werden noch gemacht werden, und sohald
men werden, deren dem menschlichen Leb
ihre politischen Angelegenheiten sich erst in einem geordneten 3Zu⸗ Land befinden, steht auch zu erwarten, daß unsere freundlichen Nemonstrgtionen eine angemessene Genugthunng zur Folge haben werden. Die Reglerung voön Mexiko machte im vorsgen Dezember die Ernennung von Kommissarien und einem Inspektor ihrerseits bekannt, welche in Gemeinschaft mit den unsrigen die Gränzlinien zwischen ihren Gebietstheilen und den Vereinigten Staaten ziehen sollten und, entschuldigen sich wegen des Verzugs mit den vermutheten Gruͤnden, namlich damit, daß ein Buͤrgerkrieg im Lande geherrscht habe. Da die Kommissarien und Inspektoren bis zu der durch den Traktat festgesetzten Zeit zusammen gekommen waren, fo wurde eine neue Ucbereinkunft nothig, und unser Geschäftsträger erhielt im verflossenen Januar den Auftrag, in Mexlko über einen Zufatz-⸗Ar⸗= tikel zu dem bereits vorhandenen Vertrage zu unterhandeln. Diese Instruction wurde anerkannt und man befuͤrchtete keine Schwierig⸗ keit in der Erreichung dieses Zweckes. Nach fo eben eingegangenen Nachrichten wird dieser Zusatz-Artikel zu dem Traktat erlangt und hierher gesandt werden, sobald er die Ratification von Seiten des Mexikantschen Kongresses erhalten kann. Die Wiedervereinigung der drei Staaten Neu⸗ Granada, Venezuela und Acguator, welch die Republik Columbien bilden, scheint von Tag zu Tage unwahrscheinlicher zu werden. Die Kommissarien der beiden erste= ren unterhandeln jetzt, dem Vernehmen nach, uͤber eine billige Ver⸗ theilung der von ihnen, als sie noch unter einer Regierung verej⸗ nist wären, eingegangenen Verbindlichkeiten. Der Bürgerkrieg in Aedqugtor hat, wie man glaubt, selbst die Ernennung eines Kommis⸗ sar seinerseits verhindert. Ich beabsichtige näͤchstens in der gehörigen Form die Ernennung eines dipiomatischen Agenten für Venezuela vor⸗ zuschlagen, denn die Wichtigkeit des Handels jenes Landes mit den Ber= einigten Staaten und die aus der Zeit vor und nach der Theilung Columbiens herruͤhrenden bedeutenden Forderungen, welche unsere Burger an jene Regierung zu machen haben, erlauben es, meiner Ansicht nach, nicht, diesen Schritt noch laͤnger aufzuschieben. un⸗ sere. Nepraͤsentanten für Central⸗Amerita, Peru und Bra. silien befinden sich entweder schon auf ihren respektiven Posten, oder sind doch auf dem Wege dahin begriffen. Von der Argen⸗ tinischen Republik, von wo ein Gesandter bei unserer Regie⸗ rung erwartet wurde, ist nichts weiter verlautet. Bei der Abreise eines neuen Konsuls nach Buenos-⸗Ayres wurde Gelegenheit ßend mmen, jener Regierung in Erinnerung zu bringen, daß ihr laͤngst verheißener Gesandter, dessen Ernennung uns angezeigt wor. den war, noch immer nicht angelangt sey.“ z
„Ich habe die peinliche 60. zu erfüllen, Sle zu benachrich⸗—
tigen, daß das gluͤckliche und friedliche Gemälde, welches ich so eben von unseren guewärtigen Verhaͤltnissen entworfen habe, diczenigen nicht in sich schließt, in denen wir uns in diesem Augenblicke zu Frankreich besinden. Keine Regierung, keine Ration könnte is lebhafter wuͤnschen, mit einer andern Nation in freundlichen Bezie⸗ bungen zu verbleiben, als die Regierung der Vereinigten Staalen mit ihrem alten. Verbündeten und Freunde. Diese Neigung grün— det sich zugleich auf die ehrenvollsten Erinnerungen, die sich an un⸗ sern Unabhaͤngigkeits-Kampf knüpfen, und auf die wohlbegründete Ueberzeugung, daß sie der Politik beider Staaten ngemessen ist. . Die Bevölkerung der Vereinigten Staaten wurd? daher nicht ohne das tiefste Bedauern die freundschaftlichen Verbaͤlt⸗ nisse zwischen beiden Laͤndern auch nur auf eine Zeitlang unterbrochen sehen, ein Bedauern, welches gewiß noch groͤßer seyñ wuͤrde, wenn es sich zeigte, daß irgend ein vernünftiger Grund vor. handen waͤre, ein solches Resuitat einer Unterlassung oder Heraus. forderung von unserer Seite zuzuschreiben. Es gereicht mi daher zur höͤchsten Genugthuung, Ihnen versichern zu können, daß das ganze Benehmen unserer Regierung sich durch einen so verfz un lich ñ undengchgiebigen Geist gusßeichnete, daß unsere Gerechtigkeit und Maͤßigkeit unmoglich in Zweifel gezogen werden kann, welches auch die Folgen davon seyn mogen, wenn die Französische Regierung noch laͤnger dabei beharrt, den anerkannten Änsprüchen ünstrer ärger Genugthunng zu verweigern.“ „Die Geschichte der in den Jahren 1800 bis 1817 unter Auto— ritaͤt der bestehenden Reglerungen von Frankreich gegen unsern Handel gehdͤuften, von uns nicht hervorgerufenen Angriffe ist den Amerikanern zu schmerzlich vertraut geworden, als daß es nöthig oder wünschenswerth ware, sie zu wiederholen. Es wird hinreicheñn bier zu bemerken, daß es seit vielen Fahren kaum eine einzige Ver⸗ waltung in Frankreich gegeben hat) welche die Gerechtigkeit unh Gesetzmaͤßigkeit der Ansprüche unserer Burger auf Entschddign nz, nicht in einer sehr betraͤchtlichen Ausdehnung anerkannt haͤtt ?, und doch ist fast ein Viertel Jahrhundert ohne rfolg uͤber di: Eelan? gung dieses Schaden Ersatzes unterhandelt worden.“
„Die nachtheiligen Wirkungen tief empfindend, welche dieser Zustand der Dinge auf den Charakter und die Fr leréssen beider Ra! tionen, hat, hielt ich es suͤt eine meiner ersten Pflichten, mich noch einmal zu bemühen, Frankreich davon zu überzeugen, daß es ein gerechte und freisinnige Beruͤcksichtigung unserer . eben sowohl seiner eigenen Ehre, als seinein unbeßreitbaren Kr. dire schul⸗ dig sey. Die desfallsige Unterbandlung wurde mit der vorigen Fran⸗ zdͤsischen Regigrung vegonnen und mit solchem Ersolg fortgesübrt, daß kein vernuͤnftiger Grund vorhanden ist, daran zu zweifeln, daß ein ganz eben so libergler Vergleich, wie det, welcher späterbin er? folgte, zu Stande gekommen ware, haͤtte nicht di⸗ Revolution, welche dazwischen trat, die unterhandlungen abgeschnitten ) Sie wurden mit der gegenwärtigen Regierung wieder angetnuüpft, und der Ersolg zeigte, daß wir nicht Ünrecht hatten, wenn“ war glaubten, daß ein Ereignis, durch welches die beiden Regierungen in ihren politischen Gründsätzen einander um so viel naher gebracht und wodurch die Beweggruͤnde zu dem freistnnigsien ünd freun d⸗ schaftlich sten Verkehr so sehr vermehrt wurden, nur einen belle men Einfluß auf die unterbandlung ausüben könnte. Nach der ceislich⸗ sten und voll ändigsten Pruͤfung des ganzen Gegenstarsoes wurde am 4. Jul 1831 zu Paris zwischen
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Dieser und der vorhergehende Satz werden v ö hats gusgelassen, obgleich diefes Bfart 16 rühmt, 55 a nnn 6
schaft des Prasidenten, welche si 58 . ö eit de un n e n en⸗ che sich auf Frankreich dezießt volistandig und getren
beiden Regierungen ein Traktat