72
jorate uͤberreichten. Se. Majestaͤt fuͤhrten darauf den Vorsitz in einem zweistuͤndigen Minister⸗Rathe. Die Petition verschiedener
schaͤz. „Wenn“, sagt es, „dies Verhaͤltniß bis zu Ende so werden die Tories den Stimmen, dis sie im letzten P mente zaͤhlten, ungefaͤhr 100 hinzuzufuͤgen haben;
kluge Königin, historische Tragi⸗-Komodie in 3 Abth., von E. Raupach. (Mad. Crelinger:; Katharine.) Hierauf: Die Lot—
terie⸗Listen, Lustspiel in 2
Abth., von E. G. Klaͤhr.
Köͤniastädtisches Theater. Sonntag, 18. Jan. Der boͤse Geist Lumpacivagabundus, oder: Das liederliche Kleeblatt, Zauberposse mit Gesang in 3 Akten.
gen den Schluß der gestrig en
wo Soissons zu einer Festung
Berliner Börse. Den 17. Januar 1835.
Amtl. Fonds- und Geld- Gurs. Zettel.
— 7 .,.
Si. Schuld- Sch. 'r. Engl. Obl. 30. Hrüm. Sch. d. Seh. RKurm. Obl. m. I. C. Neœum. Int. Sch. do. zerl. Stadt- Obl. ẽCinigsb. do.
Elbing. do.
PDanz. do. in Th. Weestpr. Pfandbr. Grosshz. Pos. do.
Ostpr. Pfandhr. Pbomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlesische do. RRkst. C. d. K. - u. N. Z. · Sch. d. R. u. J. Holl. voll. Duk. Neue do. Friedrichsd'or . Disconto
102
w 2
(Eren, s. Cour If, re, .
bedeutend im Preise verloren
sich ausschließlich
zu beschaͤftigen. Der Marschall Gerard ist Der Herzog von Bassano
Herrn Thiers gehabt, und man
4 1012 166 1066
4 4 A
seine Freunde dem Praͤsidenten Eroͤffnungen machen lassen.
— 174
— 18
— 132 3
sichern wollte. Man will aber
Wechsel- Cours.
Amsterdam dito IIamburg dito London Paris
Augsburg t
KRres lau
Leipzigs
Frankfurt a. M. WX. Fetersburg Warschau
3 Woch Kurz
Preuns. Cour. Hritf. eld
. Vereinigten gen. Man fuͤgte hin
2 13 gierung der Nord⸗
182
10
103 do y
1627
der. Waͤhler war 162.
die Masjoritaͤt,
Aus würtige Börsen. Amster dam, 12. Janunr.
Niederl. wirkl. Schuld a5. 58 do. 1005. Ausg. Schuld 1*M.
313 77. Russ.
Kanz-Bill. 2MM6ö. M3 Amort. 9. rum. v? do * 3 Anl. X.
994. Preuss. Prüm. Scheine 110.
75 88 275.
Neueste Nachrichten.
Paris, 11. Jan. Der Koͤnig empfing gestern den Praͤ⸗ sidenten und die Secretaire der Deputirten- Kammer, die Sr. WMajestaͤt die von dieser Kammer in ihren letzten Sitzungen an— genommenen Gesetz⸗Entwuͤrfe uͤber die fuͤr den Pairshof ange⸗ wiesene Summe, uͤber das Tabacks-Monopol und uͤber die Ma—
bern hatte Herr Robinot St.
Aus der Zusammensetzung d8Sz. Oesterr. Kollegiums von Paris glaubt
Span. 53 MH.
Die verbreitetste Wahlen ist hier die,
die bei den bisher bekannt vativen Partei in
, , , Soissons, die ge⸗
mer zur Berathung kam, und worin die Bittsteller eine Entschaäͤdi⸗ gung dafuͤr verlangten, daß ihre Haͤuser seit dem Jahre 1821, erhoben ward, wegen ihrer Lage haͤtten, wurde nach einer kurzen Debatte an den Kriegs, Minisier verwiesen.
sammlung sich trennte, wurde noch beschlossen, zen naͤchsten Woche keine oͤffentliche in den Bureaus mit der Prüfung des Budgets
digen Umgestaltung des Kabinets. Herr von Rigny soll durch
Es heißt, der jetzige Minister der auswärtigen Angelegenheiten wuͤrde sein Amt sehr gern aufge⸗ ben, wenn man ihm den Gesandtschafts-Posten in London zu⸗
der Gunst des Hofes gesunken sey.
An der gestrigen Boͤrse hieß es, der Kammer in einigen Tagen erklaͤren, der , einen neuen Gesetz⸗Entwurf uͤber die von den
taaten verlangte Entschäͤdigungs⸗Summe vorzule— u, das Franzoͤsische Kabinet wolle der Re⸗ merikanischen Freistaaten vorschlagen, ihre Anspruͤche auf 15 Millionen Fr. herabzusetzen.
Das Wahl⸗Kollegium von Dinan, Departement der Nord— kuͤsten, welches an die Stelle des St. Malo optirt hat, eine neue endigte am 6ten d. seine Operationen. Davon erhielt Herr von St. Pern— Touellan, Maire von Dinan, gleich bei der ersten Abstimmung namlich 114 Stimmen; von seinen Mitbewer—
James 14 und Herr von Caderon 1 Stimme. Pern⸗Couellan wurde daher zum Deputirten ernannt.
die Erwaͤhlung des ministeriellen Kandidaten Herrn Moreau mit Bestimmtheit voraussagen zu koͤnnen.
Meinung Über das Resultat der Englischen daß die Tendenz des neuen Unterhauses weder radikal, noch ultra-konservativ, sondern von der Art seyn werde, daß die gemaͤßigte Partei Lord Stanley's die Ultra-⸗To⸗ ries aus dem Kabinet verdraͤngen duͤrfte. Débats glaubt der Wahrheit am naäͤchsten zu feyn, gewordenen Wahlen von der konser— England gewonnenen Stimmen auf etwa 25
itzung der Deput irten⸗Kam⸗
Bevor die Ver⸗ im Laufe der gan⸗ Sitzung zu halten, sondern
seit einigen Tagen krank. hat mehrere Konferenzen mit spricht sehr stark von einer bal—⸗
der Deputirten⸗ Kammer haben
wissen, daß dieser Minister in Herr von Rigny werde gefuͤhrt. es sey nicht die Absicht
Herrn Beslay Vater, der fuͤr Wahl vorzunehmen hatte, be⸗ Die Zahl der anwesen⸗
Cyr 33, der Herzog von Fitz—
Herr von St.
der Bureaus des 7ten Wahl—
das Journal des Debats 101. 101.
264. 263. Das Journal des wenn es
gleiung ahgeordnet. Blatt, „hat waͤhrend zwan Ruhm des klassischen Dram
Die Sent
späaͤrlich geworden.
aber ihre Streitkraͤfte darin niemals die Zahl 150 und das Unterhaus hat uͤber 650 Mitglieder. der Whigs wuͤrde also immer noch furchtbar seyn.“
Dlle. Duchesnois wurde gestern beerdigt. Das Wetter m unguͤnstig, und doch folgten dem Zuge unzaͤhlige deidtragenmß Alle Theater der Hauptstadt hatten ihre ersten Kuͤnstler ᷣ „Dlle. Duchesnois“, sagt ein hiesig⸗
zig Jahren zugleich mit Talmz zn a's aufrecht gehalten. Sie war dir leicht die letzte Schauspielerin, die Racines Verse richtig uu fassen und die zarten Gefuͤhle, sind, in die ,. der Zuhoͤrer zu uͤbertragen verstand.“ Pyrenées theilt aus Hen zin vom 3ten d. mit, daß eine Abtheilung Linien- Truppen Irun in der vorhergegangenen Nacht in Berra die dor, Stadthaus einquartierten Karli zwoͤlf derselben getoͤdtet und drei mit nach habe, um sie an dem naͤmlichen Orte zu erschießen, wo In, riaga vor kurzem drei Der Insurrections-Krieg wird jetzt uͤberhaupt immer grausnm So toͤdten die Insurgenten, nach dem des Pyrenses, fast Jeden, Pampelona, Bilbao und anderen großen Staͤdten der vinzen antreffen. Die Communicationen sind demnach Reisende, denen es gegluͤckt war, von pelona am Zten d. nach den Alduden zu gelangen, Mina sey krank, und sein Zustand floͤße einige Besorgnisse Bei der Abreise dieser Personen waren so eben in Pampts— aus Aragonien 10900 Mann Infanterie und 200 Pferde Verstaͤrkung von Mina's Armee eingeruͤckt.
Aus Saragossa vom 31. Dez. wird berichtet, lubi, Oberbefehlshaber auf der rechten Seite des Ebro, bei dem Col de Suca die von dem Obersten Valles und sein Gefaͤhrten Papaceit, Guerrista und Chambonet befehligten surgenten angegriffen und geschlagen habe. Valles wurde ge gen genommen, Papaceit und Chambonet fielen. der Insurgenten, die außerdem 40 Todte und verloren, fielen in die Hand Colubi's.
Frankfurt a. M., 14. Jan. 4proc. 37 g3;. 2333 Bank⸗Actien 1566. 1564 Part. Oblig. 139. 1060 Gulden 2155. G. Preuß. Praͤm. Sch. 627. Anl. 953 951. Loose 76. 70.
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Holl. hproc. Obl. von 1832 98 983.
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Redacteur Cottæ/. - r X D ᷣ¶äeipo
Gedruckt bei A. W. Hayn.
Allgemeiner Anzeiger fur die Preußischen Staa
crong, gemaͤß, werden alle diejenigen, welche an die Verlassenschaft des Letzteren, ĩ dachte Gut Zarrendorff, digerhofes zu Elmenhorst oberwaͤhnten Guts Hagestaborg, aus irgend einem rechtlichen Grunde Anspruͤche und Forderungen ma⸗— chen zu können glauben, hiermit aufgefordert, solche in einem der folgenden Termine, als? d. 5. und 26. Janugr, d. 165. Februar k J. hierselbst genau anzumelden und zu beglaubigen, bei Strafe der Praͤ⸗ elusion, welche in lermino d. 9. Maͤrz k. J. erkannt und vollzogen werden soll.
Bekanntmachungen.
Bekanntmachung.
Zur Subhastation des im Guhrauschen Kreise be⸗ legenen, nach der landschaftlichen Taxe auf 7238 Thlr s vf. abge chaͤtzten Gutes Tscheschkowitz ist ein Bie⸗ tungs⸗Termin auf ; den 15. Mai k. JJ, Vormittags um 10 uhr, angesetzt worden. .
Besitz⸗ und en n e Kauflustige werden da⸗ her vorgeladen, in diesem Termin vor dem ernann⸗ ten Deputirten, Herrn Kammergerichts⸗AUssessor Rib⸗ bentrop, auf dem hiesigen Schloß entweder in Per⸗ son oder durch gehörig informirte und gesetzlich legi⸗ timirte Mandatarien sich einzufinden, ihre Gebote abzugeben und demnaͤchst den Zuschlag an den Meist⸗ und Bestbietenden zu ,
Die Taxe, der neueste Hypotheken⸗Schein und die besondern Kauf , konnen waͤhrend der gewöhnlichen Amtsstunden in der hiesigen Registra⸗ tur eingesehen werden.
Zugleich wird der seinem Aufenthalte nach unbekannte Kriegs und Steuerrath Carl Michael Hoffmann, oder dessen Erben vorgeladen, in dem anstehenden Termin die Rechte wegen des fuͤr ihn auf dem Gute Rul,. III. No. 12 . Kapitals per 2000 Thlr. wahr⸗ zunehmen.
Glogau, den 18. September 1831. e König! Preuß. QOber-Landesgericht von Nieder⸗Schlesien und der Tausitz.
(L. 8.) G 8 tze.
n Subbastati ens ⸗-Patent.
Die unterm 28. Januar 1834 von uns verfuͤgte, und nach der Bekanntmachung vom 6. December d J zuruͤckgenommene Subhassation des dem Kam⸗ merherrn, Hof⸗ und Justitien⸗Rath Carl Joseph v Hopfgarten zugehörigen, in dem Langensalzaer Kreise belegenen, und im Hypotheken⸗Buche des unterzeich⸗ neten Ober⸗Landesgerichts Lom II. No. 38. Pag. 33. a. eingetragenen Mannlehn⸗Ritterguts Mälverstedt zweiten Antheils, mit den dazu gehbrigen Holzungen auf dem Ihlefelde, so wie der Haͤlfte eines halben Guts in Großengottern und einem Fuͤnftel von dem andern halben Gute daselbst, welche Grundstüͤche zu⸗ samnmen auf 77 520 Thlr. 11 sgr. 3) pf gerichtlich abgeschdͤtzt worden sind, soll nünmehr auf den An⸗ trag eines Glaͤubigers lbren Fortgang nehmen. Es ist daher ein Bietungs⸗Termin auf den 22. Julius 18353, Vormittags 10 uhr, vor dem Beputirten, Königl. Ober- Landesgerichts Assessor Herrn Krug in dem Lokal des unterzeichne⸗ ten Ober⸗Landesgerschts angesetzt worden, zu welchem die Kauflustigen mit dem Bemerken hierdurch vor⸗ geladen werden, daß die Taxe, der neuste Hypotheken. Schein und die besondern Kauf⸗Bedingungen in der Registratur hier eingeseben werden können.
Naumburg, den 23. December 183. Königl. Preuß. OQber-Landesgericht von
Sach sen.
A u sg zug.
Dem Antrage des Carl Daniel v. Wulfferona, nach⸗ gebllebenen einzigen Sohnes und Erben des im Di ober d. J. verstorbenen Kbnigl. Schwedischen Ritt⸗ meisters a. D, Eigenthümers des in Neu⸗orpom⸗ nern, im Grimmenschen Kreise belegenen Allodial⸗ (Guts Zarcendorff und Pächters des (Guts Hagesta—= borg in Schonen in Schweden, Magnus v. Wulff⸗
den hierorts bekannten Erben worden sind, und zur Vertheilung der
in specie an das ge— an die Paͤchtung des Pre⸗ und an die Pachtung des
Hatum Greifswald, den 29. November 1831.
Koͤnigl. Preuß Hofgericht von Pommern
und Rügen
(L. S.) v. Möller, bPraeses.
Edietal⸗gadung. Im Jahre 1816 ist der Großherzogl. Equipagen—
Inspector Geiß dahier, und im Februar d. J. dessen Ehefrau an aten, Barbara, geborne Bambach, ohne Leibeser
meinschaftlichen Testaments, der Wittwe storben
en und mit Hinterlassung eines ge— so wie verschiedener von
zu demselben gefertigter Nachtraͤge ge—
en Verfuͤgungen von uͤr guͤltig anerkannt der. Masse ge⸗ schritten werden soll, so werden alle diejenigen, welche Erb⸗ oder sonstige Anspruͤche an gedachten Nachlaß aft wollen, hierdurch aufgefordert, solche um so gewisser Montag, den 16. Februar k. J., Vormittags il nhr,
bei dem unterzeichneten Commissair, in der Com—
Da die vorliegenden —
missionsstube Großherzogl. Hofgerichts dahier anzu⸗ zeigen und rechtlich zu begründen, als fonst ohne Räcksicht auf sie der Nachlaß unter die Testaments⸗
Erben vertheilt werden wird. d,, a . 3 9 er von Großherzog! Hofgerichts-Extra⸗Indi⸗ eial⸗ Senat bestellte Commissair ö. . Balser,
Hofgerichts⸗ Secretair.
Bekanntmachung.
In Gemaͤßheit des 5. 13 der Statuten der Lebens⸗ versicherungs⸗Gesellschaft zu Leipzig sind durch das ,. dem Ausschusse der Geseschaftsmitglieder geschieden:
Herr Carl Gottfried Peter, Spediteur und
Gastwirth,/ . Herr Heinrich August Ludwig Schröter, Wechsel⸗Sensal,
und deren Stellvertreter:
Herr Professor Moritz Wilyelm Drobisch, Herr 6 Balthasar Kirchner, Schul⸗ ehrer, und dagegen durch verfassungsmäßige Wahl: Herr Carl Gottlieb . ger s r Director,
Herr Johann Friedrich Wilheim Sch uͤß⸗ f
ler, Kaufmann, als Ausschußpersonen⸗ Herr Friedrich Wilhelm Stockmann, Land— erichts Director, Herr Fohann Heinrich Blaß, Pastor an der reformirten Kirche, als deren Stellvertreter;
ingleichen für die durch den Eintritt des Herrn Schüßler erledigte Function eines Stellvertreters;
Herr Professor Otto Linné Erdmann, als solcher ernannt worden. Leipzig, am 39. December 1834. Das Dire ctorium der Lebensversicherun gs⸗ Gesellschaft. Reg.⸗Rath Dr. Beck. Durbig. Kammerrath G. Frege. Harkort. Tenner Dr. Wiefand Olearius.
ram
Literarische Anzeigen.
Bei A. W. Hayn, Zimmerstraße Nr. 29, ist so
eben erschienen und daselbst, handlungen zu haben: R r 1 0g des Koͤnigl. Preuß. Wirklichen Geheimen Staats— und Finanz⸗Ministers ꝛc. 1c. 1c. Herrn Karl Georg Maassen. Geheftet. Preis 3 sgr.
so wie in allen Buch—
Goethe's saͤmmtliche Werke, in 33 4àn den. (Stuttgart, Cotta' sche Buchhandlung.) Taschen⸗Ausgabe: roh 17 Thir.; 3 22 Thlr. 13 sgr; Prachtband 21 Thir 20 ssgr. Oktav⸗ Ausgabe: roh 34 Thlr.; Hlbfrzbd. A0 Thlr. 20 sgr. Prachtband ** Thlr. 23 sgr.
Goethe über Kunst und Alterthum, in 68 Banden. (Ebendaselbst)
Roh 7 Thlr.; Hlbfrzbd. 8 Thlr. 10 sgr; Prachtband
Thlr. 15 sgr, sind stets vorraͤthig in der Buchhandlung J. A. List, in Berlin, Burgstr. Nr. 6.
Bei Basse in Quedlinburg ist erschienen und bei Ludwig Oehmig ke, Burgstraße Nr 8, in Berlin, zu haben:
Gutsmuths's neuer Brenn- und Destillir-Apparat, durch welchen auf die einfachste Weife, vermittelst einer, Vorrichtung im Maischwaͤrmer, Branntwein 8 aus der Maische und guter Essig aus dem Niederschlage der Daͤmpfe binnen kurzer Zeit gewon. nen wird. Nebst einer Anweisung, vermittel neuen Art von Helm, hboöchst reckificirten Weingeist sogleich aus Branntwein zu ziehen. Mit 3 Tafeln Abbildungen. S9. Preis 25 sgr.
Guts muths's gruͤndliche Anweisung, nach einer
bis jetzt noch wenig bekannten Methode, aus ; Kartoffeln einen fuselfreien Branntwein zu fabrieiren. Mit7 Abbildungen. Sy. Preis 20 sgr.
Katechismus fur Branntweinbrenner; oder der seinen, Brenner belehrende Brennherr. ragen und Antworten. Ein noöͤthiges Huͤlssbuͤchlein ar angehende Brenner und Brennmaägde von Fr.
W. Gutsmuths. §yo. geh. Prels 10 sgr.
In
Der neue Berliner Beobachter begann mit dem ersten Janugr seinen dritten Jahr- gang. Die Umsicht, mit welcher redigirt wird, und
der aͤußerst billige Preis haben ihn bereits ein großes
einer
ten.
Publikum gewonnen. Berlin.
handlun gang 1 Thlr. 10 sgr.
. ch ausgegeben:
der thierischen Na seiner geistigen“ Skizze fe
vorzieht alle A
empfiehlt sich die
Geschichte
Erster Theil.
hunderts. gr. Syo.
merkt nur, daß dasselbe
Es erscheinen wöchentlich zn halbe Bogen und als Beilage die Todten-Liss hn Man praͤnumerirt in Herrmann, Leipzig erstr Nr. 32, oder in der Fug von Kari Curths, Spittelmarkt r *,
und zahlt vierteljaͤhrlich 18 sgr sich an alle Hochloͤbliche Buchhandlungen und zahlen fuͤr den halben ih
Berlin bel 6. 5
Auswaͤrtige wont Post⸗Aemter ünd soln
——
In der unterzeichneten Buchhandlung wird unen
nkuͤndigung und Druckprobe einer neuen Ausgaben Schiller's saͤmmtlichen Werken in 12 Oktavbänden, auf Velin⸗-Papier, mith Stahlstichen als Titelbilder Diese Ausgabe, durch eine höchst interessante q handlung Schillers Juͤber den Zufamm enhw
tur des Menschen n und eine biog rap hist
iner Gemahlin vermehrt, wird Lieferungen, jede zu 3 Baͤnden, erscheinen, zu erste bereits zur Ostermesse d. soll. Der Subseriptions⸗Preis fuͤr das Ganze traͤgt 10 Thlr., und ist beim Empfange einer; Lieferung mit 3 zu entrichten.
J. ausgegeben wer
Wer es jen
eferungen auf Einmal vorauchhh zahlen, erhaͤlt das ganze Werk für 8 Thlr. Zu geneigten Auftragen auf diese schoͤne Au
Näcolaische Buchhandlung in Berh (GBruͤderstraße Nr. 13), Stettin und Ehn
So eben ist bei B. Engelmann in Leipzig schienen und in allen soliden Buchhandlungen, Berlin in der Ens lin schen Buchhandlung (Fenn Muller), Breite Straße Nr. 23, in Prenzlau der Ragoezyschen Buchhandlung zu haben:
der poetischen
National-Literatur der Deutschen von Dr. G.
Von den ersten Spuren der Ubal— schen Dichtung bis gegen das Ende des 13ten ihr n ü Bog. Preis 2 Thlr. jösft (Der 2te und zte Theil erscheinen im Laufe de . Jahres 1835.) .
Es wird uͤberfluͤssig iseyn, ein Werk von so te ngtioneller Bedeutung und klassischer Ausfuͤhrnn wie das obige, aus der Feder eines Mannes, der n historischen Fache anfaͤngt eine ganz neue Baht zu brechen, weiter anzupreisen.
G. Gervinus.
Der Verleger be schon vor seiner Erscheinung
auch fuͤr das Ausland vorbereitet und durch Herm Haas in Neuchatel eine franzoͤsische Uiebersehung in Werk und von einem Londoner Freunde dem V fasser eine englische uebersetzung dersprochen ist, daßz mit dem Namen des Historlkers zugleich f, der deutschen Poesie auf eine wuͤrdige At
die Ge
.
n den Landern bekannt wird, die jetzt so vieles In⸗ teresse fuͤr unsere Literatur zeigen.
Das Colberg' Gem. v. Elsholtz, lith. v. Remy, wird Ende dies lung an die Herrn Subserihénten expedirl. Berlin, den 14. Januar 1833.
E.
sche Regiment,
II. Sehr de der, Königstrasse No. 37.
berich 6.
chen Professor Hr. F. W. Garthold
reußis
Allgemeine
he Staats⸗
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben Allergnädigst geruht, den bis— erigen Ober-Landesgerichts⸗Rath von Möoͤller' zum Geheimen Justtz⸗ und Ministerial⸗Rath im Justiz Ministerium zu ernen— nen, und das daruͤber ausgefertigte Patent Allerhöchst zu voll— iehen.
; ce Köͤnigliche Majestaͤt haben den bisherigen Ober Lan— desgerichts-⸗Rath und Land- und Stadtgerichts- Direktor Kisker zum Geheimen Justiz- und vortragenden Rath im Justiz⸗Mi⸗ nisterium zu ernennen und das dlesfaällige Patent Allerhoͤchst⸗ eigenhaͤndig zu vollziehen geruht.
Des Koͤnigs Majestäat haben die Beförderung des Dom-Ka— pütulars Suner zum Dom-Dechant bei der Kathedral-Kirche zu Muͤnster Allerhöͤchst zu genehmigen geruht.
Des Königs Majestät haben den bisherigen außerordentli— in Greifswald zum or— denilichen Professor der Geschichte in der philosophischen Fakul⸗ tät der dasizen Universitaͤt Allergnädigst zu ernennen und die fur . ausgefertigte Bestallung Allerhoͤchstselbst zu vollziehen geruht. ;
Se; Majestaͤt der Koͤnig haben dem Regierungs⸗-Bau⸗In—⸗ spektor Feller zu Breelau das Prädikat eines Hof⸗Bauralhs beizulegen geruht.
Zeitungs-Rachrichten. A 1 4 n d.
Rußland.
Odessa, 26. Dez. Der Monat November ist fuͤr die Schiffe, welche sich aus unseren Hafen ins Mittellaͤndische Meer begaben, sehr unheilvoll gewesen; starke Suͤd-Ost- und Suͤd— West - Stuͤrme hahen die Fahrt derselben beträchtlich verlängert. Man schreibt aus Konstantinepel, von wo das Dampfboot „Kai—⸗ ser Nikolaus“ heute in 53 Stunden hier angekommen ist, daß es dort bestaͤndig regnete und sehr kalt war.
Odessa zahlt jetzt drei lithographische Anstalten, mit deren Arbeiten man sehr zufrieden ist; dagegen hat es nur zwei Buch⸗
druckereien, die fuͤr die Beduͤrfnisse der Stadt nicht hinreichen.
Frankreich.
Paris, 11. Jan. Der Pairshof hat gestern wieder 10 Beschuldigte in Anklagestand versetzt und in Betreff 5 anderer wegen unzureichender Beweise die Anklage beseitigt. x
Privatbriefe aus Nord⸗Amerika melden uͤbereinstimmend, daß die Vorschlaͤge des Praͤsidenten in Betreff der Maßregeln gegen Frankreich von dem Kongreß nicht gaͤnzlich angenommen werden würden. Man wuͤrde ihm die Ermaͤchtigung, die Franzoͤsischen Schiffe zu konfisziren, verweigern und' bloß eine Bill „der Un— terbrechung der Handels, Verbindungen“ votiren.
Die Gazette bemerkt: „Was sich in diesem Augenblicke zwischen dem Praͤsidenten Jackson und der Nord⸗Amerikanischen Re— ang gut gn, hat das Seltsame, daß auch hier das Uebel von einer Seite koͤmnit, wo man es nicht erwartet hatte. Lange Zeit hindurch hat man sich vor den Jesuiten gefuͤrchtet und ist in das Netz der Doctringirs gerathen; man hat die Anarchie ge— suͤrchtet und ist dem Despotismus in die Haͤnde gefallen; man hat vier Jahre hindurch vor den angeblichen Kriegs-Drohungen von Seiten der absoluten Monarchen gezittert, und jene Dro— hungen kommen setzt in einem insolenten Tone von Seiten ei— ner Republik; man war auf einen Prinzipien⸗Krieg gefaßt, und ein Geld⸗Krieg ist es, der sich uns zeigt.“
Das Journal de Paris erklart die Nachricht, daß in znem Streit mit den freigelassenen polttischen Gefangenen von
Mont Saint Michel (s. Nr. 16 der Staats -Zeitung) ein Schenk—⸗ wirth getoͤdtet worden sey, fuͤr grundlos, fuͤgt aber hinzu: „Der erte Gebrauch, den die meisten Begnadigten von ihrer Freiheit machten, war, daß sie sich in einer Schenke zu einem Bankett versammelten, wo sie gegen die Regierung und den Konig eine prache und Drohungen fuͤhrten, deren Wiederholung man uns erlassen wird, die wir aber nicht zu streng bezeichnen, wenn wir erkläͤren, daß sie fähig sind, auch den Ünglaͤubigsten zu be— y daß es Feinde giebt, welche die Milde nie entwaffnen 1 *
Die Tribune hatte heute einen Prozeß wegen folgender brei Zeilen in ihrer Nummer vom 26sten Sept., die sie dem
ngl. Blatte Sun entlehnt hatte, zu bestehen: „Das Land ist augenscheinlich den Geldwucherern (Agioteurs) preisgegeben; det König ist ein Koͤnigl. Geldwucherer, der mehr wuͤnscht, seine Doͤrse zu fuͤllen, als die Freiheit seines Volkes zu befestigen und auszudehnen.“ Der verantwortliche Herausgeber, Herr Bichat, ward von den Geschwornen der Beleidigung gegen die Person des Königs für schuldig erklrt und demgemäß zu sechs— r Haft und zu einer Geldbuße von 2006 Fr. ver— rtheilt.
Der bekannte Komponist ,. ist in Paris angekom— men, um auf dem Italiänischen Theater seine neuste Oper: „Marino Faliero“ in Scene zu setzen. .
In den vergangenen beiden Nächten haben in verschiedenen Stadtviertein von Paris, wo dle Diebstähle jetzt auf eine so eunruhigende Weise uͤberhand nehmen, 326 Verhaftungen statt— gefunden. Es heißt, daß der bisherige Chef der Sicherheits— Poltzei abgefetzt worden fey, und daß Hert Vidocg diese Stelle wieder erhalten werde.
Im Messager liest man: „So eben vernehmen wir, daß in Folge von Beschimpfungen einer Dame auf der öffentlichen Pro—⸗ menade zu Meaux eine heftige Erbitterung zwischen den Einwoh- nern und den dort garnisonirenden Lanciers ausgebrochen ist.
an spricht von einem Handgemenge, in dessen Folge die Lan—
Berl
in, Montag den 19ten
Januar
1835.
. 2
ö . Ges 2 822 — ; — — c 0 a
ciers in ihr Quartier zuruͤckgetrieben worden
ihre Chefs consignirt ünd durch die Einwohner gleichsam blokirt sachricht von diesem Vorfalle habe der Marschall Mortier den Befehl geben wollen, die Lanciers aus der Stadt zu verlegen, Hr. Thiers aber sey der
seyn sollen. Man fuͤgt hinzu, auf die erste
Meinung gewesen, vorerst eine Untersuchung anzustellen, und man sagt, 2 Bataillone Linientruppen feyen gestern von Paris nach Meaux abgegangen.“ (Der Messager verbuͤrgt diese Nachricht nicht)
In einem hiesigen Blatte liest man: „Wir erhalten heute uͤber Spanten die Bestäͤtigung der Nachricht von einer wahrscheinlichen Einmischung Portugals, im Fall sich die In— surrection auf eine gefahrdrohende Weise nach Galicien hin aus— dehnen sollte. Die Portugtesische Regierung hat mehrere Regi— menter an der äußersten Graͤnze aufgestellt, um auf den ersten Befehl in Spanien einruͤcken zu konnen. Uebrigens glaubt man nicht, daß die Spanische Regierung fuͤr den Augenblick des Bei— standes Portugals beduͤrfen werde,“
Im Indicateur vom 7. Januar liest man: „Am 2. d. M. haben die Generale Caratala, Espartero und Jaureguy zu Ormasteguy, zwischen Villa⸗Franca und Bergara, d Insurgen⸗ fen⸗Bataillone unter dem Kommando Zumalacarreguy's geschlagen. Der Kampf begann um 2 Uhr Nachmittags, und um 5 Uhr wa⸗ ren die Karlisten in voller Flucht. Man hat noch keine andere Details, aber ihr Verlust scheint bedeutend gewesen zu seyn.“ — Obige Nachricht erhaͤlt durch einen Bericht des Generals Cara— tala an den Spanischen Konsul zu Bayonne einige Bestaͤtigung. In diesem Berichte heißt es: „Bie Rebellen wurden nach allen Richtungen hin zerstreut, nachdem sie einen bedeutenden Verlust erlitten hatten. Der Kampf dauerte von halb vier Uhr Nach— mittags bis zum Einbruch der Nacht.“
Großbritanien und Irland.
London, 13. Januar. Der Herzog von Cumberland ist gestern wieder von hier nach Brighton abgegangen. Vorgestern hatte der Herzog eine Konferenz mit dem Grafen von Esdon.
Vorgestern ist der Herzog von Leuchtenberg auf dem Koͤnigl. Dampfschiffe „Firebrand“, geführt von Lord Adolohus Fitzcla⸗ rence, welchen Sir Thomas Fremantle begleitete, nebst Gefolge von Ostende in London angekommen. Bald nachdem der Her⸗/ zog im Clarendon Hotel abgestiegen war, fanden sich die beiden Koͤniglichen Haus-Beamten, Sir Henry Wheatley und der Gene— ral⸗Major Sir Andrew Barnard, auf Befehl Sr. Masestaäͤt dort ein, um dem Herzog ihre Aufwartang zu machen und demselben anzuzeigen, daß der Koͤnig und die Königin seinem Besuch in Brighton entgegensähen. Zugleich bemerkte Sir Andrew, daß er von Sr. Majestaͤt den Befehl erhalten habe, den Herzog während des Aufenthalts in England zu begleiten. Im Laufe des gestrigen Tages kamen noch der Marquis von Wellesley, Viscount Palmerston, der Unter⸗-Secretair Backhouse, Graf De Grey, Herr Herries, Sir Robert Wilson, Graf von Aberdeen, Lord Wyharncliffe, Sir Charles Bagot, Herr A. Baring und Sir R. Gordon, um dem Herzog ihre Achtung zu bezeigen. Der Her— zog von Leuchtenberg stattete darauf dem Herzog von Wellington, als Minister der auswärtigen Angelegenheiten, einen offiziellen Be⸗ such ab und empfing am Abend in dem Hotel den Marquis von Ficalh! und den Baron Sa Bandeira, die nach Munchen ge— sandten Kommissarien, Herrn Sarmento, Portugiesischen Ge— sandten, den Baron Gustav Billing, Kammerherrn der Koͤni— gin von Bayern, den Ritter d Almeida Garret, Portugiesischen Ge— schaͤftstraͤger in Bruͤssel, den Grafen Méjean und Andere zum Diner. Der Herzog von Wellington erschien unerwartet bei diesem Di— ner und unterhielt sich einige Zeit mit dem Herzoge von Leuch— tenberg hindurch in Deutscher Sprache. Der Herzog v. Leuch— tenberg spricht namlich nicht ein Wort Englisch. Er ritt gestern mit Lord Adolphus Fitzelarence aus. Der Herzog von Wellington wird, als Staats-Secretair der auswaͤrtigen Angelegenheiten, den Herzog von Leuchtenberg nach Brighton begleiten, um ihn bei Ihren Majestäten einzuführen.
Die Hof-Zeitung meldet die am 6 erfolgte Ankunft des Grafen von Haddington in Dublin und dessen mit den gewoͤhn— lichen Formalitäten vorgenommene Installirung als Lord? Lieute— nant von Irland. Dieselbe Zeitung enthaͤlt auch die erwarteten Pairs-Creationen, namlich die des Praͤsidenten des Schatzkam— mer Gerichts, Sir James Scarlett, zum Baron Abinger von Abinger, des Sir Philipp Charles Sidney, Schwiegersohns des Koͤnigs, zum Baron de ' Isle und Dudley, des Herrn G. C. Pratt (Lord Brecknock) zum Baron Camden, und des Irläͤndi— schen Pairs, Baron Fitzgerald und Vesey, zum Pair des Ver— einigten Königreiches unter dem Titel Baron Fitzgerald. Außer— dem enthaͤlt die Hof- Zeitung noch die (bereits bekannte) Ernen— nung des Sir William Rae zum Lord-Advokaten und die des Hrn. Duncan M Neill zum General Fiskal von Schottland.
Es scheint nunmehr entschieden, daß der Marquis von Londonderry als Gesandter nach St. Petersburg gehen wird.
Der Baron van Zuylen van Nyevelt hatte gestern eine Un— terredung mit dem Grafen von Aberdeen im Kolonial⸗Amte.
Der Herzog von Wellington wird morgen den fremden Ge— sandten in Apsley House ein großes Diner geben.
Die Wahlen in den einzelnen Bezirken der Hauptstadt sind nun alle beendigt und saͤmmilich so ausgefallen, wie mit ziemli— cher Wahrscheinlichkeit vorherzusehen war. Sir Francis Bur— dett und Oberst Evans hatten in Westminster ein Jeder unge— fähr 1000 Stimmen mehr, als der ministerielle Kandidat. n Finsbury wurden die Herren Duncombe und Wakley gewählt, in den Tower-Hamlets die Herren Clay und Dr. Lushington; in Lambeth die Herren Hawes und Tennyson; in Greenwich die Herren Angerstein und Barnard. Ob Herr Hume in Midd— leserx wirklich durchfallen wurde, schien noch nicht ausgemacht.
Gleich nach dem Schlusse der Wahl in der Londoner City wurde, nachdem vorher schon die noͤthigen Anstalten dazu ge— troffen waren, von einem Verein von Irlaͤndern, die in London ansaͤssig sind, ein Courier mit der Nachricht von dem Resultat dieser Wahl nach Holphead abgefertigt, der in jeder Stunde 16 Englische Meilen zurnͤcklegen sollte. Zu Holyhead wartete ein
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seyen, wo sie durch anderer Courler auf den Ersteren, um die Nachricht von dert
weiter nach Waterford zu befoͤrdern, wo wiederum Eilpferde in Bereitschaft standen, um sie nach Dublin und Cork zu bringen, damit sich diese der Oppositions-Partei guͤnstige Kunde so schnell als moglich uͤber ganz Irland verbreite. Die Kosten wurden durch Subseription gedeckt, und der Londoner Eilbote brach um halb 3 Uhr Nachmittags, anderthalb Stunden vor dem eigent⸗ lichen Schluß der Wahl, als aber das Resultat schon so gut als gewiß war, von hier auf.
Unter den von vorgestern bis heute beendigten Wahlen in den Provinzen sind folgende die bemerkenswerthesten: zu De⸗ vonport Sir E. Codrington und Sir G. Grey, beides Refor⸗ mer; zu Leeds Herr E. Baines, Reformer, und Sir J. Beckett, Konservativer, an die Stelle eines Reformers; zu Canterbury Lord A. Conyngham und Herr F. Villiers, beides Reformer; von der Universität Oxford Sir R. Inglis und Herr T. G. Est⸗ court, die vorigen Mitglieder, beides Konservative; zu Manchester Hr. P. Thompson und Hr. M. Phillips, die vorigen Mitglieder, bei⸗ des Reformer; zu Essex Hr. A. Baring und Sir J. T. Tyrell, die vorigen Mitglieder, beides Konservatlve; zu Birmingham Herr T. Attwood und Herr J. Scholefield, die vorigen Mitglieder, beides Radikale; in Suͤd⸗Staffordshire Sir J. Wrottesley und Herr E. J. Littleton, die vorigen Mitglieder, beides Reformer; in Tavistock Lord W. Russell, das vorige Mitglied, Reformer, und Hr. S. Rundle, Konservativer, neu gewahlt, an die Stelle des Reformers Oberst Fox.
Nach dem Courier ist Folgendes das Resultat der bis heute bekannt gewordenen Wahlen: im Ganzen 372, darunter 236 Reformer und 136 Konservative; der Globe dagegen, der nur 367 Wahlen aufzählt, bringt doch, nach seiner Weise, eine noch großere Majoritaͤt fuͤr die Oppositions-Partei heraus, als der Courier; er giebt naͤmlich diese Majoritaͤt auf 109 an, indem er 2388 der neu gewählten Mitglieder zu den Refor— mern und nur 129 zu den Konservativen rechnet. Dem Cou⸗ rier zufolge, beliefe sich bis jetzt die Majoritat der Reform⸗Partei in dem neuen Unterhause auf 100. Da nun noch die Wahlen von Irland und der groͤßte Theil der Schottischen Wahlen in Ruͤck— stand sind, von denen die Reform⸗Partei gerade am meisten er— wartet, so glaubt das letztgenannte Blatt, auf die bisherigen Re— sultate fußend, behaupten zu konnen, die Tories wurden im neuen Unterhause nicht mehr als 258 Anhänger finden, wahrend die Reformer sich einer Majoritat von 100 Stimmen erfreuen wuͤrden. Ihrerseits geben die ministeriellen Blätter aber die Hoffnung auch nicht auf und behaupten unter Anderem, jetzt 266 Stimmen mehr zahlen zu koͤnnen, als in der vorigen
ession.
Die Morning Chroniele lehnt sich gegen die Behaup⸗ tung der ministeriellen Blaͤtter auf, daß an sehr vielen Orten, die im vorigen Parlament durch Reformer vertreten wurden, diesmal Konservative gewählt worden seyen; sie glaubt vielmehr versichern zu koͤnnen, daß bis jetzt schon 75 Tory-Kandidaten und nur 57 Reform-Kandidaten durchgefallen seyen, wobei man noch, wie sie meint, in Betracht ziehen muͤsse, daß die Tories nur da Kandidaten aufgestellt hätten, wo sie geglaubt, daß ihnen der Sieg nicht entgehen konne.
Der Globe verspricht seiner Partei sogar in den Graf— schaften, wo die Wahlen stets den Konservativen am guͤnstigsten waren, den besten Erfolg. „Bis gestern“, sagt dieses Blatt heute, „waren 18 Grafschafts-Mitglieder gewählt, darunter be— fanden sich 8 Reformer und 19 Tories. Diese Wahlen waren ohne Qpposition erfolgt; eben so diejenigen, deren Resultat uns heute Morgen zugegangen ist. Diese letzteren belaufen sich auf 15; unter diesen 15 neuen Mitgliedern sind nicht weniger als 11 Reformer und nur 4 Tories. Wenn es so fortgeht, wird das Kabinet sich in den Grafschaften eben so in der Mino— ritaͤt befinden, wie in den Städten und Burgflecken. In Nord, Hampshire, dem eigentlichen Wellington'schen Bezirk wurden die beiden vorigen Mitglieder, beides echte Reformer und Gegner der Maßregeln des Kabinets Sr Gnaden, ohne einen Hauch von Opposition wieder gewahlt Der aͤlteste Sohn des Herzogs, Lord Douro, erlitt hier bei den letzten allgemeinen Wahlen eine solche Niederlage, daß er es für unnuͤtz hielt, den Versuch noch einmal zu machen. Auch die ohne Opposition erfolgte Wahl des Herrn Gisborne in Derby shire kann als ein Triumph fuͤr die Volks Partei angesehen wer den. Der einzige neue Tory, der bis jetzt fuͤr eine Grafscha⸗ an wurde, ist der Marquis von Worctster.“
ben dieses Blatt meint, daß die bis jetzt bekannt ge— wordenen Wahlen von Irland auch in diesem Lande die heste Aussicht fuͤr die Sache der Reform darboͤten. „Bereits“, fuhrt der Globe an, „haben die Reformer durch ihren einmuͤthigen Sinn den Lord Ormantown von der Repräsentation der Koͤnigs⸗ Grafschaft verdraͤngt, wo seine Familie durch ihren großen Grund— besitz und er selbst durch die lange Vertretüng der Grafschaft im Parlament bedeutenden Einflüß hat. Die Tories bedie— nen sich in Irland aller moͤglichen Mittel, um, nur können, Opposition gegen die Reformer zu erte. gen; dies bewirken sie vorzuͤglich durch die Advokaten, denen sie die Bekaͤmpfung und Beunruhigung der Reform-Kan— didaten zur nothwendigen Bedingung ihrer Hoffnung auf kuͤnf— tige Beförderung machen. Daß der katholische Graf von Ken— mare, der seine Ernennung zum Lord Lieutenant der Graf— schaft Kerry der vorigen Verwaltung verdankt, einen Tor⸗ Kandidaten unterstatzt, wie die Irlaäͤndischen Provinzial Blätter melden, wird sich hoffentlich als ungegruͤndet erweisen.“
Die Oppositions- Partei ist uͤbereinge kommen, sich in der nächsten Parlaments Session der Wiedererwaͤhlung des Sir C. Manners Sutton zum Sprecher des Unterhauses aus allen Kraͤf—⸗ ten zu widersetzen, um dadurch den Ministern gleich anfangs einen Echec beizubringen. Der Courier enthalt in seinem heu⸗ tigen Blatte einen hierauf bezuͤglichen Artikel, worin er den ge⸗ nannten Herrn fuͤr unwuͤrdig erklart, noch ferner den Sprecher⸗ 3 einzunehmen, weil derselbe nicht nur ein entschledener
eind der Reform Bill sev, sondern sich auch unter den
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