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Sonnabend wurden bei unserer Industrie ⸗Ausstellung 4090 Stuͤck Loose abgesetzt; bereits sind von den 18, 000 Loosen 15,000 veraußert. Der Gesammt⸗/ Werth aller Industrie⸗Gegenstaͤnde ist 300,000 Fl. — Die Kommission, welche von Seiten des Ministeriums des Innern ernannt ist, die Anordnungen zur Feier des komraenden 12. Oktobers, als des hoͤchst erfreulichen Töjährigen Vermählungs, Jubilaunis Ihrer Königl. Majestäͤten, 9 leiten und in Vollzug zu setzen, ist jetzt damit beschäftigt, die rage zu untersuchen, ob zu der Preisbewerbung fuͤr das bei jenera Anlaß aufzufüͤhrende dramatische Werk auch ausländische Dichter zugelassen werden sollen. — Mit dem Gesundheits-Zu— stande Sr. Durchl. des Ministers des Innern, Fuͤrsten von Oettingen⸗Wallerstein, der sich seine Krankheit nur durch allzu große Thätigkeit zugezogen hatte, geht es wieder besser, und war so, daß derselbe in 10, laͤngstens 14 Tagen, sein Porte— feuille wird uͤbernehmen koͤnnen. — Dem Legations-Rath von Abel, der seit gestern wieder im Koͤnigl. Staats-Ministerium des Innern arbeitet, ist die Abtheilung des Gemeinde- und Stiftungswesens uͤbertragen worden.
Italien.
Mailand, 8. Jan. Das Franzoͤsische Dampfschiff „Hein⸗ rich IVV“ ist auf seiner Fahrt von Neapel nach Genua vor 12 Tagen zwischen Civita ⸗vecchia und Livorno gestrandet. Die Rei—⸗ senden wurden gerettet. Das Schiff war versichert.
Herr Manfredini, ruͤhmlichst bekannt als Medailleur und Verfertiger der hoͤchst gelungenen kolassalen, fuͤr den Friedens, bogen in Mailand bestimmten Standbilder und Pferde, ist auf kurze Zeit nach Wien gereist; er hat einige Proben der Leistun⸗ gen seiner Bronce⸗Fabrik mitgenommen.
Marchesi, unstreitig nebst Thorwaldsen der groͤßte nun le— bende Bildner, beschaͤftigt sich eifrig mit dem Baue eines neuen Atelier zu Mailand. Es soll nicht nur Ersatz fuͤr das im vori— gen Jahre durch Feuer zerstoͤrte bieten, sondern auch durch Groͤße, Iren w, n und Eieganz alle ähnliche Saͤle uͤbertreffen.
Nach den neuesten Nachricht,n ist es zu Neapel so kalt, daß sich Alles in Maͤntel huͤllt und Einheimische und Fremde uber die Witterung klagen. Alle umliegende Berge sind mit Gchnee bedeckt.
Spanien.
Madrid, 1 Jan. In der vorgestrigen Sitzung der Prokuradoren⸗Kammer beschwerte sich Herr Ferrer uͤber die schlechte Verwaltung des Kriegs⸗Departements. Der Kriegs— Minister, General Llauder, erwiederte ganz aufrichtig, ein schlecht verwalketes Heer sey zu nichts brauchbar, und er muͤsse geradezu erklaͤren, er h be sich gleich nach seiner Ankunft nach der Verwendung der Fonds erkundigt und sey nicht damit zu— frieden; dbrigens hatte er gewuͤnscht, daß der General-Inten⸗ dant zugeden gewesen wäre, der besser als er hierauf hatte ant— worten konnen. Herr Ferrer entgegnete hierauf, der beklagens— werthe Krieg in Navarra und in den Baskischen Provinzen mache ein permanentes Heer daselbst nothwendig; nun sey zwar ein großer Theil der törtigen Einwohner fanatisirt, allein es fehle dort nicht an guten Spaniern, und der Krieg konnte schon beendigt seyn, hatten die Militair-Befehlshaber sich nicht jede Art von Erpress ngen und Plackereien erlaubt und dadurch die gesammte Bevölkerung aufgebracht. Als Prokurador von Gui⸗ puzcoa hielt er es far seine Pflicht, die Aufmerksamkeit der Re⸗ gierung auf die Abstellung dieser Mißbraͤuche zu lenken, welche die Rebellion in die Lange zoͤgen, denn es gebe Leute, die das Interesse des Vaterlandes ihrem eigenen zum Opfer brachten. Nachdem Herr Arguelles und Graf Toreno geredet, erklaͤrte der Kriegs-Minsster, er habe sogleich Anstalten getroffen, den Proviantdienst zu regularistren und die puͤnktliche Bezahlung aller requirirten Gegenstaͤnde anzuordnen. ; .
Ein Koͤnigliches Dekret vom 16ten v. M. fuͤhrt im Ein klange mit einem Berichte des Kriegs-Ministers eine neue Orga— nisation des Kriegs⸗Ministeriums ein. Durch dieses Dekret wird das genannte Ministerium in Sectionen eingetheilt. Das Personal seder Section wird aus einem Chef und einem oder mehreren Gehuͤlfen bestehen. Außerdem werden ein Archiv- und ein Unter⸗Staats - Secretair angestellt. Zu letzterem Posten wurde durch Dekret vom 23sten v. M. der bekannte Brigade⸗General, Don Mariano Quiros, zur Belahnung seiner dem Lande gelei⸗ steten Dienste, ernannt.
Herr Ardouin hat Madrid verlassen, um nach London und von dort nach Paris zu reisen und Schwierigkeiten zu beseiti—⸗ gen, die unfere ministerlellen Verlegenheiten noch vermehren wuͤrden. Herr Ed. Eostil, Agent des Hauses Rothschild, ist ebenfalls aus unserer Hauptstadt abgereist; aber seine Reise hat auf die fuͤr Herrn Ardouin entstandenen Schwierigkeiten durch aus keinen Bezug. Herr Costil soll hier durch einen anderen Agenten desselben Hauses ersetzt werden, der von Frankfurt er⸗ wartet wird. Es ist bemerkenswerth, daß in unsern Boͤrsen⸗ Operationen, die seit einigen Tagen ein Steigen zeigten, beson⸗ ders die nicht konsolidibten Fonds in die Hoͤhe gegangen sind. Man glaubt nach diesem Ergebnisse allgemein, einige große Ka— pitalisten seyen in die Absichten der Regierung hinsichtlich der inlaͤndischen Schuld eingeweiht; nur so kann man sich dieses Steigen erklaren.
Portugal.
Lissabon, 3. Jan. Als die Königin sich gestern in die Cortes Versammlung degab, war die Stadt mit Patrouillen an⸗ gefuͤllt und die Eskorte der Koͤnigin sehr stark, was einen uͤblen Eindruck machte, so daß man nur wenig Viva! rufen hoͤrte. Ein Schuß, welcher am letzten Abend des alten Jahres gegen den Palast das Necessidades abgefeuert wurde, soll hierzu Anlaß gegeben haben.
Zweiunddreißig Oppositiens-Mitglieder haben eine Art von compte rendu bekannt gemacht, welches von 43 ministeriellen Deputirten in ihrem Sinne beantwortet worden ist.
Die Regierung hatte neulich vor dem Bureau des „Nacio— nal“ einen Kavallerie-Posten aufstellen lassen, um die Ausgabe dieses Blattes zu verhindern, welches einen gehäaͤssigen Artikel gegen zwei Minister enthalten sollte. Erst gegen Mittag gaben die Herausgeber nach; der Artikel wurde ausgelassen, die Ka— vallerie zurückgezogen und das Blatt erst Nachmittags ausgege— ben. Trotz dem ist zum neuen Jahre eine neue Zeitung, der „Constitucional“, erschienen.
Türkei.
Die Allgemeine Zeitung schreibt aus Wien vom 8. imnuar-: „Die Post aus Konstantinopel vom 25. Dezember ist hier angekommen. Die Anstalten, welche die Pforte traf, zeigten deutlich, daß sie an die Dauer des Friedens und an Mehmed Ali's neuerliche Zusicherungen glaubte. Die Ottoma⸗ nische Armee s(llte stark reduzirt und auf den Friedenssuß ge— stellt werden. Man bemerkte auch keine Truppen Ueberschiffun⸗
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6 nach Asien mehr, die seither ununterbrochen stattgefunden atten. Der Sultan schien sich nun ausschließlich mit den innern Angelegenheiten beschäftigen, eine bessere Rechts⸗ pflege und ein zweckmaͤßigeres Abgaben⸗System einfuͤhren zu wollen. Letzteres ist sehr noͤthig und wuͤrde von den wohl⸗ thätigsten Folgen, sywohl fuͤr die Steuerpflichtigen, als fuͤr den offentlichen Schatz seyn. Die großen Huͤlfsquellen des Ottoma—⸗ nischen Reichs wurden bei der bisherigen Finanz⸗Verwaltung eigentlich gar nicht benutzt, und das Land schmachtete bei allem Neichthum im Elend. Jetzt will man trachten, den Land, und Bergbau zu heben, und überhaupt jede Art von Benutzung des Bodens zu befördern. Dabei soll das Prinzip der Handels Freiheit zur Grundlage dienen, und der Sultan hat abermals einen Beweis geliefert, wie sehr er dasselbe beherzigt; er hat der Insel Samos vollkommene Handels- Freiheit zugestanden und dadurch den durch die letzten traurigen Ereignisse so ge— druͤckten Samioten einen Ersatz fuͤr die erduldeten Leiden zu ge— ben gesucht. Fuͤr den Griechischen Handel gewaͤhren dergleichen Zugestandnisse keine erfreulichen Aussichten, denn Samos und Rhodus trieben von jeher unter allen Inseln des Archipels den ausgedehntesten Handel und drohen, nun gleichsam emanzipirt, gefaͤhrliche Nebenbuhler der Griechischen Flagge zu werden.
Nachrichten aus Smyrna vom 15. Nov. zufolge, ist da⸗ selbst ein wichtiger Großherrlicher Ferman bekannt gemacht wor⸗ den, wodurch festgesetzt wird, daß Smyrna aässchließlich derje— nige Punkt seyn soll, nach welchem alle zur Ausfuhr und fuͤr den Handel bestimmte Produkte Anatoliens gebracht werden sol⸗ len. — In Kandien soll die Aegyptische Regierung fortwährend mit sehr großer Strenge zu Werke gehen.
Inland.
Berlin, 19. Jan. Se. Majestät der Koͤnig haben zum Neubau einer Kirche in Znin (Reg. Bez. Bromberg) 4950 Rihlr. und zum Neubau einer Kirche zu Kwiecziszewo, 6 ,, . 4000 Rthlr. Allergnaͤdigst zu bewil⸗
gen geruht.
— Im Laufe des Jahres 1834 sind im Bromberger Regierungs⸗Bezirke 3 neue Stadt Schulen und 16 Land-⸗Schulen (6 evangelische und 13 katholische), sämmtlich Elementar-Schu—⸗ len, errichtet worden. 8 staäͤdtische Elementar-Schulen wurden bedeutend erweitert; 16 Schulhäuser neu gebaut und 18 voll— staͤndig reparirt und ausgebaut. 17 zu kaͤrglich dotirte Lehrer— Stellen erhielten dauernde Gehalts-Verbesserungen. Außerdem wurden 2009 Rthlr. zur Unterstuͤtzung von 11 armen Gemein—⸗ den bei ihren Schulbauten und 3100 Rihlr. zur Verbesserung von 54 Schulen verwandt. 28 neue Lehrer sind angestellt wor— den, darunter 21 Zöglinge aus den Seminarien der Provinz. An katholischen Schulamts-Kandidaten herrscht noch immer ein fuͤhlbarer Mangel. An Unterrichts-Anstalten bestehen dermalen im Bromberger Regierungs⸗Bezirk: 1 Gymnasium in Brom— berg, 1 Pro⸗Gymnasium in Trzemeszno, 1 Schullehrer⸗Seminar in Bromberg, 1 Huͤlfs⸗Seminar in Trzemeszno und 1 desgleichen in Fordon, 102 Stadt⸗Schulen und 450 Land⸗Schulen. Im Jahre 1815 waren uͤberhaupt nur 289 Schulen vorhanden.
— Die im vorigen Jahre im Reg. Bez. Königsberg stattgehabten bedeutenden Brande haben die Zahlungen der Brandschaͤden⸗Verguͤtungen in dem Maße gesteigert, daß der Bestand der sogenannten Kleinstädtischen Feuer⸗-Societaͤts Kasse gaͤnzlich absorbirt ist. Um nun den zur Befriedigung der Ab— gebrannten weiter erforderlichen Fonds zu beschaffen, hat die Königl. Regierung zu Koͤnigsberg 13 Pfennig pro Thaler Ver— sicherungs⸗ Werth ausschreiben und auf die a6 Landstaͤdte des Koͤnigsberger Regierungs⸗Bezirks vertheilen lassen, wodurch von der ganzen Versicherungs⸗ Summe von 5,002,476 Rthlr. ein Verguͤtungs⸗Betrag von 20, 82w3 Rthlr. aufkommt.
Meteorologische Beobachtung.
Morgens Nachmitt. Abends ] Nach elnmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Luftdruck. . 335, o n w g 337, 8 Par. Quellwãrme 7, R.
Luftwaäͤrme 4 0,5 R 102 R. — 1,52 R. 1 ö
h rn: . 1, RI 3,5 o R. — 3, o R. Flußwärme O0, s R.
Dunstsaͤttg. S2 pCt. 66 pt. S4 pCt. Bodenwärme 1,99 R.
,, 9, ,,. sUusdanst. 0, os. n. ö. ö . . Pꝛiederschlag o,o 1ê Rh.
18335. 18. Januar.
Wolkenzug
Berliner Börse. Den 19. Junuar 1835.
Amtl. Fonds- und Geld- Gours - Zettel. Prei /s. Cour.)
. ; a ,,, fe.
21 . 2, r iefsGeeid
Ostpr. Pfandhr. 1013
komm. do. 1063
t. · Scliuld - Sch. 100 Er. Engl. Obl. 30. 97
Kur- u. Neum. do. 1065 Schlesische do.
Prüm. Sch. d. Seeh. 621
Kurm. Obl. m. l. C. 100
Neum. Int. Sch. do. — lkst. C. d. K. u. X. Berl. Stadt - Obl. 1001 L. · Sch. d. K. u.X. Königsb. do. — ᷣ — Elbing. do. — Holl. vollw. Duk. Dauz. do. in Th. 383 38 Neue do.
Westpr. Pfandbr. 102 Friedrichsd'or .. Grosshz. Pos. do. — Disconto
A uswürti ge Börsen. Amster dam, 13. Januar. Niederl. wirkl. Schuld Sz. 53 do. 1003. Ausg. Schuld 1 *. Knnz-ßill. 2. AMS Amort. 933. 318 765. Russ. 985. Oesterr. oz. Preuss. Prüm. - Scheine 111. do Az Anl. 9oöz. Spun. 33 Ad.
33 27. Antwerpen, 12. Janunr. Spun. 33 Mf. 33 —. Giuehbhard AML. 3. do. Coup. 25. Beig. 7 Hamburg, 16. Januar. . Poln. 138z3. Hope in Cert. S7. Preuss. Präm -Scheiue 1223. Engl. Kuss. 1027. HFortug. Sat. Schatz-Oblig. —. Londou, 13. Junuur. . Cons. 33 903. Span. 28. Cortes 564. Holl. 233 5AM. 33 1003. l'ort. S7 3. Engi. Russ. 1184. Columb. 323. Mex. M24. Bei. 963. Bras. Sd. ä.
Zinsl. 153. Cortes
Wien, 13. Januar. 2 S3 Met. 100,5. A8 935. Bauk Actien 125393. Neue Anleihe v. 1834 5753.
Königliche Schauspiele. Dienstag, 20. Jan. Im Opernhause: Die Braut, Oper in 3 Abth, mit Tanz. Musik von Auber. . Im Scham wielhause: 1) Chacun de son e5òté, comédie en 3 actes, par Mageres. 2) La secoude représentation de: Ju-
erstenmale: Der Schreckschuß, Lustspiel in 1 Akt, nach Bayary
dith et Holopherne, vaudeville nouveau en 2 actes 2. ITIhéaulon. * In Potsdam. Mulier tacent in ecelesia, oder: Di n. Koͤnigin, historische Tragi⸗Komoͤdie in 3 Abth., von E . pach. Hierauf: 1) Pas de trois, ausgefuhrt von Mah. lioni, Dlle. Galster und Herrn Taglioni. 2) Pas de denz gefuͤhrt von Dlle. A‚iot und Herrn Stullmuͤller. Dann;
Laurence, von L. Angely. Zum Schluß: Pas de Folie, , gefuͤhrt von Mad. Taglioni, Dlle, Galster und den Son Elevinnen Schulz, Wandt, Schubart und Bethge.
Allgemeine
Preußische Stagts-Zeitung.
Mittwoch, 21. Jan. Im Schauspielhause: Koͤni III., Trauerspiel in 5 Abth., von Shakespeare. z Ai
Königstädtisches Theater. Dienstag, 20. Jan. Das Koͤnigreich der Weiber,, Die verkehrte Welt, Burleske mit Gesang in 2 Akten, in Genee. Vorher: A B C, Posse in 2 Akten, von Keittl Mittwoch, 21. Jan. Lestocg, oder: Intrigue um Oper in 4 Akten, von Scribe. Musik von Auber. j Deutsche Buͤhne bearbeitet vom Freiherrn von Lichtensteh Am tli ch e Na ch r1 ch t en.
Kronik des Tages.
Se. Masestaͤt der Koͤnig haben Allerhöͤchstihren Kammerherrn und bisherigen außerordentlichen esandten und bevollmächtigten Minister am Koͤniglich⸗ ee e r ik Hofe, Grafen von Maltzan, in glei—
cher Eigenschaft an dem Kaiserl. Oesterreichischen Hofe; Alerhöchstihren Kammerherrn und bisherigen aaßerordent— lichen Gesandten und bevollmaͤchtigten Minister am Koͤ⸗ nigl. Sicilianischen Hofe, Grafen von Wylich und Lottum, in gleicher Eigenschaft am Königl. Niederlaͤn⸗ dischen Hofe;
so wie den Geheimen Legations- und vortragenden Rath im Mi—⸗ nisterium der auswaͤrtigen Angelegenheiten, von Kuͤster, zum außerordentlichen Gesandten und bevollmaͤchtigten
Neueste Nachrichten.
Paris, 13. Jan. Der Moniteur zeigt heute in s offiziellen Theile an, daß gestern Mittag um 1 Uhr der Großbritanische Botschafter, Graf Granville, dem Konig unn! Koͤnigin sein Abberufungs⸗-Schreiben uͤberreicht hat. Lorph ville wird heute oder morgen Paris verlassen, um nach! zuruͤckzukehren. Lord Cowley wird erst nach Been digi Englischen Wahlen hierher kemmen, also ungefahr gegn 22sten oder 2aästen d. M. (Die Nachricht, daß derselbe h vorgestern hier eingetroffen, war also ungegruͤndet.) Loth ville soll nach der Audienz heim Koͤnige noch eine lange renz 49 n Herzoge . , n,. haben.
er Herzog von Orleans hat dem Marschall Ger ni ĩ iliani bekanntlich kran daniederliegt, schon mehrere Gu sbchrn . , nn Hofe tet. Der Marschall leidet an heftigen Anfaͤllen vom Pf 11 gl f ta? der z?! haben eruht, in die Stelle des doch befindet er sich heute etwas besser, und man hoff, n? , nenen Rar fun . Elaube Coulet, Sen Kauf⸗ in einigen Tagen wieder wird ausgehen können. 9 * Ye! i en ,n u Allerhoͤchst ihrem Konful in
Der . helge . , Gesand * zũ ernennen ; ron von Cetto, begiebt sich in der naͤmlichen Eigenschäß as Mai ĩ ĩ London, wo er fruͤher schon als n n, l J 2 ö , , . ,, a 9 Jen sson Wallwort wird den durch den Tod, des Baron . . gin ge, 7 , . Nath im . vakant gewordenen Gesandtschafts- Posten in Pa] Hinisterium des Innern für Gewerbe, Angelegenheiten zu ernen, 9 ö e er . war das Gerücht verbrelt, i n , ausgefertigte Patent Allerhoͤchstselbst zu er diesseitige Gesandte in Washington, Herr Serutier, ml zniali ᷣ nem Posten abberufen worden 1, 4 daß auch 2m H er fe . ,,, , Herrn Livingston, sar , , Kreis Nordhausen den Justizrath
Man bemerkt in diesem Augenblick einen sehr ch , , i ⸗ Verkehr zwischen Herrn Thiers . den a , 5 ar 1, e, 3 . dern des diplomatischen Corps. ar den erde f i gn Kreis Mühlhausen den Land und
Der 7te Wahl-Bezirk von Paris hat gestern seinn ! ir Stadtgerichts Direktor Hartmann Wahl beendigt. Herr Moreau, ministerieller Kandidat, d Hllergnaͤdigst zu ernennen geruht mit 456 Stimmen von 871 zum Deputirten gewählt. Sein M * Königliche Masjestat haben den Direktor der Landge⸗ werber, General Bertrand, hatte 409 Stimmen erhalten. ichte Deputation in Schleusingen, Herrmann von Kitzing
Der Courrier de Lyon vom gten d. meldet, de dach ö. Kreis⸗Justizrath fur den Kreis Schleusingen inn letzten Dienstag ein Haufen Indlviduen, von denen meht . 6 Ober Landesgerichts zu Naumburg Aller gnadigst wie es heiße, fruͤher zu der Gesellschaft der Men schenrechte . geruht : . hoͤrt hatten, unter den Gesange aufrüͤhrerischer Lieder n ; Quai von Retz gezogen, aber weder von der Polizei, not der bewaffneten Macht zerstreut worden sey. Bekanntmachung. .
Lord Brougham ist am 7. Januar in Matseille einge Der zweijaͤhrige Lehrgang fuͤr Baumeister bei der Königl.
Der Mesfager berichtet nach einem Schreiben au Allgemeinen Bauschule beginnt am 1. April d. J. Nach den vonne vom 9gten di, es sey dort das Geruͤcht von einem M fuaͤr diese Anstalt am 8. September 1831 ertheilten Vorschriften Truppen der Koͤnigin hoͤchst vortheilhaften Treffen ve nuß die Anmeldung zur Aufnahme vor dem 15. Maͤrz schriftlich das in der Gegend von Ataun stattgefunden habe, und i Hei mir eingehen, und die Befähigung zugleich in der Sg. 3 und Zumalacarreguy am Arme verwundet worden sey. Den estimmten Art nachgewiesen seyn. Im eigenen Interesse der Blatte wird aus Madrid vom Zten d. mitgetheilt, Da ich Anmeldenden bemerke ich, daß sie wohl thun werden, sich los beabsichtige, den Kriegs-Schauplatz zu verlassen. hör ihrem Eintritte in die Anstalt mit dem Zeugnisse zu verse⸗
Nach den an der heutigen Boͤrse umlaufenden Gil Hen, daß sie sich als Feldmesser bewährt haben. Sie wuͤrden dagegen haͤtten die beiden kriegfuͤhrenden Armeen in dei inst am beendigten Lehrgange nicht gleich von der Koͤnigl. Ober— nischen Provinzen zwar bis züm Sten d. nicht aufgehl Bau⸗-Deputation zur Vorpruͤfung als Architekten zugelassen wer⸗ zu schlagen, aber ohne wesentlichen Vortheil fuͤr eine dit Nen, sondern sich jenes Zeugniß erst nachträglich erwerben muͤssen. Parteien, so daß man sich fortwährend von beiden Sein Vergl. 8. 9 der Vorschriften fuͤr die Prufung vom 8 Sep Sieg zuschrieb. tember 1831.) Die saͤmmtlichen Verordnungen von diesem Tage
In einem von hiesigen Blattern mitgetheilten] d bei dem Herrn Geheimen Secretair Meißner, Zimmerstraße Schreiben aus Madrid vom 4. Januar heißt es: „M Nr. 25, noͤthigenfalls zu haben. zige Minister, der sich nicht mehr lange auf seinem Pu Berlin, den 19. Januar 1835. halten zu koͤnnen scheint, ist Herr Moscoso. Die Oij uͤber das Budget des Ministeriums des Innern wuͤrde, h heißt, das Signal zu seinem Falle seyn. Dem Kriegs ⸗ ist in der Deputirten, Kammer das Budget des
ninisteriums gefolgt. Die Diskussion ist bis jeht Interesse gewesen. Es scheint sich zu bestaͤtigen, di neral Cordova in Ungnade gefallen ist. Er wird in h hier erwartet, um uͤber sein Benehmen bei dem am 15. ber stattgefundenen Treffen Rechenschaft abzulegen. Ueber! Treffen ifl hier immer noch kein offizielles Dokument hi gemacht worden. Das Publikum ist bloß auf die Geruͤch daruͤber im Umlauf sind, beschraͤnkt. Es heißt, Mina sey und dieser mißliche Umstand sey die Ursache, warum unsert pen seit dem 15. Dezember unthaͤtig geblieben sind.“
— Heute schloß 5proc. Rente pr. compt. 107. f cour. 197. 30. Z3Zproc. pr. compt. h) — . sin cour. 5proe. Neap. pr. Compt. —. — . sin cour. — — Span. 443. Zproc. do. 277. Cortes 43. Ausg. Span. 6 16. 21 proc. Holl. 55. —.
Beuth.
Angekommen: Der Kammerherr, außerordentliche Ge— andte und bevollmächtigte Minister am Kaiserl. Oesterreichischen Hofe, Graf von Maltzan, aus dem Haag.
Zeitung s-Nachrichten. Aus lan d.
Frankreich.
Paris, 14. Jan. Die Pairs-Kammer hielt gestern wieder eine öffentliche Sitzung, in welcher Herr , . die von der Deputirten⸗Kammer bereits angenommenen beiden Gesetz⸗Entwuͤrfe über die Verlaͤngerung des Tabacks. Monopols und uͤber die Be— willigung eines Zuschusses von 1,ů950,)00 Franken zu dem Pen⸗ sions-Fonds seincs Ministeriums vorlegte. Nachdem beide Ent—
Frankfurt a. M., 16 Jan. Oesterr. 5proc. wäurfe zum Druck verwiesen worden, verlas der Praͤsident noch 10116. 1005. 4proc. 93 4. 93. 2zproc 545. G. Ipt, „in Schreiben des Herrn Dupin, wodurch dieser der Kammer 24. Bant⸗Actien 1567. 1565 Part. Oblig. 159. 139 die Proposition in Bezug auf die Abschaffung der Masorate 100 Gulden 2151. G. Preuß. Pram. Sch. 625. 62. do. ] hittheilte. — Die oͤffentliche Sitzung wurde sodann aufgeho⸗ Anl. 953 953. Holl. 5proc. Obl. von 1832 98 975. ben, und die Versammlung constituirte sich wieder als Gerschts— Loose 70 693. 5proc. Span. Rente 443. 413. Zproc. do of. Zehn der Inkulpaten wurden neuerdings wegen unzurei— 265. 261. hender Beweise in Freiheit gesetzt; S anderen dagegen soll der Prozeß gemacht werden.
Das (gestern erwahnte) Geruͤcht von der Einstellung der Redacteur Co tte]. diplomatischen Verbindungen mit den Nord Amerikanischen Frei⸗ saaten hat sich bestätigt? Der Moniteur enthält heute in seinem amtlichen Theile nachstehenden vom 13ten datirten Ar— tikel: Der König hat seinen Gesandten in Washington, Herrn
exrurier, abberufen. Der Minister der auswaͤrtigen Angele— genheiten hat den Nord⸗Amerikanischen Gesandten in Paris von diesem Beschluß in Kenntniß gesetzt und ihn zugleich benachrich— 1a. daß die Päͤsse, deren er in Folge dieser Mittheilung etwa enn möchte, zu seiner Verfuͤgung standen. In Verfolg 8 von Frankreich übernommenen Verbindlichkeiten wird der
esetz Entwurf in Bezug auf die Amerlkanische Schuld Forde⸗
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Gedruckt bei A. W. Haph
Berlin, Mittwoch den 21sen Januar
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rung morgen“) der Deputirten⸗Kammer vorgelegt werden, mit . einer Klausel, die dazu dienen soll, eventuel das Franzoͤsische Privat- Interesse zu wahren, das etwa gefaͤhrdet werden möchte.“ ĩ
Ein hiesiges Oppositions-Blatt kommentirt diesen Ar⸗ tikel in folgender Weise: „Wir koͤnnen den Beschluß, den die Regierung gefaßt hat, um auf die unverschaͤmten Worte des Ge— neral Jackson zu antworten, nur billigen. Unser Gesandter in Washington ist zuruͤckberufen worden, und Herr Livingston kann in seiner Eigenschaft als Gesandter der Vereinigten Staaten nicht mehr in Paris bleiben. Indessen ist es wahrscheinlich, daß er nicht abreisen, sondern das Resultat der Erörterungen abwarten wird, die in der Deputirten Kammer stattfinden wer— den. Es liegt viel Geschicklichkeit in der von Herrn von Rigny er— griffenen Mraßregel. Er glaubt, indem er auf diese Weise die National-Ehre sicher stellt, der Deputirten-Kammer die schon einmal verweigerten 25 Millionen entreißen zu koͤnnen. Aber weder die verletzenden Worte des Generals Jackson, noch das Einstellen der diplomatischen Verhaͤltnisse ändern etwas in dem Wesen der Frage. Ist Frankreich den Vereinigten Staaten Geld schuldig oder nicht? Und wenn es schuldig ist, sind die Forderungen der Vereinigten Staaten uͤbertrieben? Die Depu— tirten⸗Kammer hat bereits erklart, daß man die geforderten 25 Millionen nicht schuldig sey. Aber man muß sich zu glei— cher Zeit erinnern, daß die Majoritaͤt der Deputirten die Gerechtigkeit einer den Vereinigten Staaten zu bewilligenden Entschaͤdigung anerkannt hat. Man stimmte ziemlich allgemein darin uͤberein, die Entschaͤdigung auf 10 bis 15 Millionen fest— zusetzen. Wir glauben daher, daß die Kammer, wenn sie ͤber— haupt Gelder bewilligt, nicht mehr als 15 Millionen zugestehen wird. Wahrscheinlich kuͤndigt die Regierung in dieser Voraus-
setzung eine Klausel an, die dazu bestimmt ist, fuͤr moͤgliche
Faͤlle die Franzoͤsischen Interessen zu sichern.“ Herr Livingston hat heute fast saͤmmtlichen Mitgliedern des diplomatischen Corps Besuche aßgestattet.
Im Journal de Paris liest man: „Einer alten, schon sehr verrufenen Taktik zufolge, sucht die Opposition die Lage des
Ministeriums zu erschweren, indem sie dasselbe als von inn erm
Zwiespalt zerrissen darstellt. Gestern machte sich der Constitu— tionnel zum Echo dieser falschen Gerüchte, und behauptete, aus guter Quelle zu wissen, daß der Marschall Mortier auf dem Punkte sey, sich zuruͤckjuziehen. Der Marschall hat die Macht nicht gewuͤnscht; ein Gefuͤhl hingebender Vaterlandsliebe hat ihn allein veranlaßt, dieselbe anzunchmen; das Land weiß es, und dankt ihm fuͤr diese muthige Handlung; aber es hieße den edel—⸗ muͤthigen Gedanken, der ihn geleitet hat, verleumden, wenn man einen Augenblick annehmen wollte, daß der ehrenwerthe Marschall, als er sich zu einem Schritte von dieser Wichtigkeit entschloß, nicht alle Folgen desselben berechnet haben sollte. Man bemuͤht sich also vergebens, das Publikum in dieser Beziehung zu täuschen. Die edle Hingebung, die den Marschall zur Ueber— nahme seines schwierigen Amtes veranlaßt hat, wird ihn auch bewegen, dasselbe so lange zu behalten, als das Interesse der Sache, der er seine Ruhe geopfert hat, es erheischt. Die Opposition moge also aufhoͤren, das Ministerium durch solche Mittel zu bekämpfen. Auf der Rednerbuͤhne, Auge in Auge, ziemt sich der Angriff; und Gegner, welche sich selbst nur eini— germaßen achten, sollten fuͤhlen, daß von jenem kleinlichen Krieg weder Ehre noch Vortheil zu erwarten ist.“
Man hat bei Gelegenheit des neulich publizirten Schreibens des Herrn von Talleyrand vom 14. Nov. 1834 ein anderes aus der ersten Zeit der Revolution hervorgesucht, welches einen ganz verschiedenen Zweck hatte, aber gerade durch den Kontrast anzie—⸗ hend ist. Talleyrand, der damals mit Sieyes konkurrirte, um Erzbischof von Paris zu werden, ward oͤffentlich beschuldigt, er spiele stark und habe in kurzer Zeit 700,009 Fr. gewonnen. Dar⸗ auf schickte er folgende Erklärung an den Herausgeber der Chr o— nik: „Ich habe in zwei Monaten nicht in Spielhaͤusern, son— dern in Gesellschaft oder im Schachklubb, der fuͤr ein Privat— haus gilt, etwa 30, 9090 Fr. gewonnen. Ich will durch diese Angabe nur die Thatsache berichtigen, ohne sie zu entschul— digen. Der Geschmack am Spiel hat sich auf eine laͤstige Art in der Gesellschaft verbreitet. Ich habe es nie geliebt, und werfe mir um so mehr vor, der Verfuͤhrung nachgege— ben zu haben; ich tadle mich als Mensch, noch mehr als Gesetzgeber, der die Meinung unterhalt, daß die Freiheit ihren Verehrern eben so sirenge Tugenden als strenge Grundsaͤtze auf— legt; — daß ein wiedergebornes Volk auch in der Moral bis zum Aeußersten unnachsichtig seyn muß; — und daß es der Na— tional⸗Versammlung obliegt, den schädlichen Gebraͤuchen entge— gen zu treten, welche jene Ungleichheit in den Gluͤcksguͤtern er— zeugen, die auf jede mögliche gesetzliche Weise verhindert werden sollte, in soweit es ohne Verletzung des Eigenthums-Rechts — dieser Grundlage aller socialen Gerechtigkeit — geschehen kann. Ich verurtheile mich daher selbst und mache mir zur Pflicht, es oͤffentlich zu bekennen. Seitdem das Reich der Wahrheit ge— kommen ist, kann man, unter Verzichtleistung auf die unmögliche Ehre, niemals Unrecht zu haben, seine Fehler am besten gutma— chen, wenn man den Muth hat, sie einzugestehen.“
Es heißt, die Regierung habe gestern durch telegraphische Depesche die Nachricht erhalten, daß der Herzog von Fitz⸗James nunmehr wirklich in Toulouse, und zwar mit 247 gegen 207 Stimmen, zum Deputirten gewählt worden sey. In Narbonne soll der ministerielle Kandidat, Herr Mahul, den Sieg davon getragen haben.
Der bekannte Dichter Berenger, der bei Paris auf dem Lande lebt, wurde von einem fast 100jährigen Greis dringend gebeten, sich fuͤr ihn wegen einer Unterstuͤtzung bei dem Mini— ster des Innern zu verwenden. Berenger ließ sich dazu bereit finden; er schrieb an den Minister, empfahl ihm seinen Schuͤtz—⸗ ling, und schloß seinen Brief mit der Bemerkung, daß er nie
) Dlese Angabe muß auf einem Irrthume beruhen, wenigstens hat ain 1Jaten keine Sitzung der Deputirten⸗ Kammer stattgefunden.
fuͤr sich oder die Seinigen etwas erbeten habe, daß er aber gern, um das Elend eines Greises zu mildern, von seinen Grundsätzen abgewichen sey. Herr Thiers antwortete dem Dichter augen— blicklich, dankte ihm fuͤr das Vertrauen, welches er ihm geschenkt habe, und schickte eine Estaffette an den Greis mit einer Unter⸗ stuͤtzung von 200 Fr, indem er ihn zugleich aufforderte, sich je— desmal, wenn er in Noth sey, an das Ministerium des Innern zu wenden. „Diese Handlung“, bemerkt ein Journal der Oppo— sition, „würde dem Herrn Thiers Ehre machen, wenn nicht seit einiger Zeit in den oͤffentlichen Blaͤttern angekuͤndigt wäre, daß sich Herr Berenger mit der Herausgabe neuer politischer Lieder beschaftigt.
Die Gazette de France theilt nunmehr den Bericht Zu— malacarreguy's an den Kriegs⸗Minister uͤber die vielbesprochenen Treffen am 2. und 3. Januar mit. Aus demselben geht hervor, daß der Kampf am ersten Tage unentschieden blieb; die Christi⸗ nos schleppten mehr als 300 Verwundete mit fort, und ließen ihre Todten auf dem Schlachtfelde. Am 3. Jannar erneuerte Zumalacarreguy den Kampf und blieb Sieger. Am Schlusse des Buͤlletins heißt es: „Die Kolonnen Caratala's, Espartero's, AQuintana's, Jaureguy's und Yriarte's, die ohne Zweifel sich geschmeichelt hatten, mit einem Schlage die tapfern Bataillone von Navarra zu vernichten, wurden bis Bergara verfolgt, wo der Feind sich einschloß. Viele Wassen, Gepäck und verschie⸗ dene Gegenstände sind in unsere Gewalt gefallen; das Schlacht⸗ feld war mit todten Feinden bedeckt, und heute (aten) hoffe ich, deren noch viele andere aufzufinden. Das Treffen dieses Tages ist vorzuͤglich wichtig fuͤr die 3 Baskischen Provinzen, weil alle feindlichen Streitkräfte, die sich in denselben befanden, vernichtet wurden.“
In einem Schreiben aus Oyarzun vom 7. d. heißt es: „Ein Corps Christinos ist von zwei Karlistischen Bataillonen zwischen zwei Feuer genommen, und sehr uͤbel zugerichtet wor— den. Man versichert auch, daß sich Caratala und Jaureguy nach dem Treffen mit einer großen Anzahl Verwundeter, unter denen sich viele Offiziere befänden, nach Villafranca zuruͤckgezogen hät⸗ ten. Es scheint, daß Espartero zu späͤt gekommen war, um an dem Gefechte Theil zu nehmen, und daß er sich auf Zumarraga zuruͤckziehen mußte, von wo er, am 3. d. von den Karlisten ange⸗ griffen, sich gendthigt sah, in der Nacht eiligst bis Bergara zu⸗ ruͤckzugehen. Man sagt endlich, daß er auf seinem Ruͤckzuge lebhaft verfolzt wurde, und daß viele seiner Soldaten Waffen und Gepaͤck von sich geworfen hätten, um eiliger entfliehen zu koͤnnen. Gewiß ist es, daß die Karlisten am 6. in Oyarzun ih— ren uͤber die Truppen der Königin davon getragenen Sieg ge— feiert haben. — Man versichert, daß Espartero seine Entlassung eingereicht habe, daß sie aber von der Regierung nicht angenom⸗ men worden sey. Hierauf habe der General wiederholentlich an Mina geschrieben, und dringender um seinen Abschied gebeten.“
Die Sentinelle des Pyren ses vom gten d. meldet, daß Mina neuerdings krank und bettlaäͤgerig sey.
Von der Mission des Generals Alava, des neuen Spanischen Botschafters in London, scheinen Viele ein guͤnstiges Resultat zu erwarten; sie setzen voraus, daß er auf die Stimmung des Her— zogs von Wellington einigen Einfluß ausuͤben werde. Alava war Adjutant des Herzogs im Jahr 1814 und machte die Schlacht von Toulouse mit dem Spanisch-Britischen Heere mit. Die Inconsequenz und Wankelmuͤthigkeit jedoch, von denen er so viele Beispiele gegeben, machen es mehr als zweifelhaft, daß sich der edle Herzog, jetzt Minister der auswärtigen Angelegen— heiten, einem allzu großen Vertrauen gegen ihn hingeben werde. Alava begann seine militairische Laufbahn in der Marine und seine diplomatische als Botschafter in den Niederlanden, welche Stelle ihm Ferdinand VII. im Jahr 1814 übertrug. Bei Aus— bruch der Spanischen Revolution von 1820 schlug er sich zur Partei der Cortes und er war es, der im Jahr 1323 den Auftrag er— hielt, nach St. 2 gehen und dem Herzog von Angouléme die Bedingungen der Cortes fuͤr die Loslassung des Konigs vor— zulegen. Seine Mission mißgluͤckte. Alava verbannte sich dann selbst und hielt sich bald in Frankreich, bald in England auf. Die juͤngsten Ereignisse gestatteten ihm die Ruͤckkehr in sein Vaterland, und es wird versichert, er habe anfangs zwischen Karl V. und Christine geschwankt. Er gehort uͤbrigens zur Schule des Herrn von Talleyrand, dessen ergebenster Bewunde— rer und Schuͤler er ist.
Aus Bilbao schreibt man vom Zten d.‘ „Alle Gespräche drehen sich hier um die Ermordung des Herrn Maze, Tapitains des Franzoͤsischen Schiffes „J Hirondelle“. Derselbe befand sich, am 1sten d. M. in einer Abend⸗Gesellschaft bei dem Franzoͤsischen Konsul, Herrn Laffitte, und wollte sich um 9 Uhr Abends an Bord seines Schiffes begeben, als er nicht weit vom Ufer durch zwei Schuͤsse zu Boden gestreckt, und mit Kolbenschlaͤgen vollends getoͤdtet wurde. Man hat ihm nichts geraubt; sogar seinen De gen fand man am Morgen dicht bei dem Leichnam liegen. Bis jetzt sind die Bemuͤhungen des Srangosischen Konsuls und der Behörden, um die Urheber dieses Mordes zu erforschen, fruchtlos geblieben.“
Greoßbtitanien and Irland.
London, 13. Jan. Die Times enthielt in ihrem vor— letzten Blatte ein angeblich aus dem Ober Kammerherren⸗ Amte vom 8. Januar datirtes Schreiben, unterzeichnet von T. B. Mash, worin dieser Herr erklärte, daß er von dem Schatz⸗Amte den Befehl erhalten habe, unverzuͤglich bekannt zu machen, daß kuͤnftig in den verschiedenen Departements, aus welchen die Ar, beiter oder Diener Sr. Maj. des Königs Zahlungen oder Ge— halte empfangen, keine Sporteln mehr von diesen Zahlungen in Abzug gebracht werden sollten Heute sindet sich sedoch die Ti= mes zu der Anzeige auterisirt, daß dieses Schreiben ein grober Betrug gewesen sey.
In Blackbourne ist der Reform-Kandidat, der bekannte Dr. Bowring, durchgefallen; in Devonport, in Rochester und in Hastings traf dieses Loos die ministeriellen Kandidaten, nam lich an ersterem Orte den Admiralitäͤts-Secretair Herrn Dam