Valnrgazen, ober- die mebr oder weniger den Rollen zusagenden Verso n ich keiten der Schauspieler, urn, auf der 2 die vpbantastischen Grillen gewisser Leser Gbthe ß, die es durch⸗ Fiß, nicht vermögen, den Leser in den Zuschauer zu verwan⸗ deln, in Sinne, sondern nur die Gesammtbildung, nie sie sich von Zeit zu Zcit in Erscheinung und Wirkung erkennen läßt. Aber d abe mag ihm vergönnt seyn“ auf Einen Punkt einen besonderen Accent 6 legen: das Publikum wird imme? besser, wenn man es cht wie Pöbel bebandelt und inmitten feines laut werbenden Ben Ill. für das Gemeine und Attagliche nicht an seiner Emrfaͤng⸗ chkeit für daß ungemeine und“ üngewthnliche jzweisckt,. G7 wiß sind es nicht zie gebrduchlichen Formen und Redensarten sänst, tie den Beifall oer Pöenge ort so bestig auftten ' mor dern der größerc oder geringere Heist, der in buen! ihr, än beinge nur Geit und Keaft auch
92 Allgemeine wechsel mit Klemens Brentano, Wilhelm Neumanns hin terlassen
Fortsetzung dieser Mittheilungen wird einem großen Theile des Publi⸗ Sonntag, 35. Jan. Lestocg, oder: Intrigue und die 62 9 65 tants⸗Zeitun 8 me Preußische S lg. Pap ere, Steffen s hodegerische Vorlesungen, Schefer's neursse Pro Neueste Nachrichten. j k ö J i;
kumè bchst erwůnscht s. Qyper in ü Akten, von Scribe. Musik von Auber. duet on, A. v. Chamisso's gegennämtige Thätigkeit u. s. w. Möchte ; K
n seyn. In den „Zodiacallichtern“, mit denen das Januar⸗Heft schließt, Deutsche Buͤhne bearbeitet vom Freiherrn von Eichtenstesn? der Zodiacus fortfahren, auch in dieser Weise die Interessen Ter Li ö ĩ . . . . . , n, ,. ö. . 3 ss 8. Paris, 16 Jan. er Gesandte der Vereinigten 6h Berli n, Sonnabend den 24 sten . anuar . . . — — — , ,,
sinden wir Notizen uber bevorstehende literar. sch Erscheinungen und
kurze kritisae Fingerzeige auf Mert's Briefwechses unter FRedaction des Hr. F. L. Wagner, und Achim v. Acnin's Nachlaß und Brief⸗
ten, Herr Lwingston, hatte vorgestern Abend eine Audiem 5
Koͤnige. Gestern empfingen Se. Majesiaͤt den Grafen von)
pony, den Freiherrn von Werther und Lord Granville.
Schanspiel „Richard sil.“, und über dessen auch zu verschiedenen,
tätigt. Jedenfalls gehört die Abhandlung zu dem Besgten, das der
und Gehalt,
von Fre. Fhrster'z Lebensbeschreibung Friedrich Wilbeims i. einige
8 — . e
Glaͤubiger auf ⸗
— in andere Formen, nur jreilich nicht in ganz unfaßliche, so wird die Empfanglichkeit nicht fehlen, der Beifall nicht ausbleiben. Genug, um das cl entliche, abstat⸗ liche Thema dleses Berichts wieder aufzunehmen: die neueste mimi⸗ Che Auffübrung des Göthe'schen „Tasso“ war ein sonnenklarer Be⸗ Weis des Fortschrittes der Bühne und des Publikums in ihrer wech⸗ selseitigen Bildung; es war von Seiten der Buͤhne, was man ohne Yhantantische, gberspannte Grillen fordern darf, ein gutes Ganze, pielllcht sogar im Einjelnen, wenigstens in bem Pohllaut uns ter Seele des Tons der Prinzefsin den Forderungen des Ideals enisprschend; und dabei muß Referent pflichtmaßig zur Ehre der Buͤbne bemerken, daß für de Person des Tasso, außer dem diesmaligen tüchtigen Parsteller, biese Bühne noch einen zweiten, schon mit dem , Belfall aufgenommenen, besihzt. Und von Seiten des Publikums nur dich paar Worte; ein ganz vol. les Haus, ein Ausbruch des Entzuckens im Einzelnen, eine Zufrie—⸗ denheit im Ganzen; denn von ciner solchen Versammlung kann der sonst o am brguchte Hervorruf ali er Minspiclenden am Echtut der Vorstellung fuͤr ein Zeichen der Zufrieden eit angenommen wer⸗ den. Ueber das von diefem Drama so ganz verschiedene h storische
bier böhern, dorf maß gern ünsprächen verechtigende Dare llung in än fine Bimhlssorbczen vetechiigente Zarieüung
Literarische Nachrichten.
Literarischer Zodiacus. Schristen in bunter Reihe zur Anregung und Unterhaltung. Mit Beiträgen von dem Auter der Tutti Frutti, Fr. Foͤrster, Eduard Gans, C. F. Göschel c. ꝛc. Redigirt von jhr. Th. Mundt in Ber. 9. 1 1335. Leipzig, Gebruͤder Reichenbach. 96
S. gr. 8. Nit vorliegendem Heste erbffnet das bereits in diesen Blattern angekündigte Journal seinen Fahreslauf durch den Thierkreis der literarijchen E scheinungen der Gegenwart, die keine-weges immer bimmsische Sternbilder an ihrem Herizonte heraussteigen ncht. Wie mannigfach auch dit Mitwirkungen der hier zu einem geistigen Ver⸗ fine, zu sammengetctenen Manner sich gesialten nigen, fedenfaliz 1st s vedeutsam⸗ daß die radikale Skepsis der Gesinnung, die allem Anba;te und allen Formen des Lebenz iöre sy te, aber hobfe Stirn tech Alg genbot, tier einen Widerstand finden wird, jür d. ffen nach halrige Wircksamffit die Reite der vorgefäkhrien Namen bürgen kann.“ Sich man hier diese verschiedenen theilweis höchs vedeutfamen geistigen Kraͤfte geren die anarchischen Gewalten in der Literatur der Gegenwart in geschlossenen Gliedern Fecenruͤcken, fo liegt hierin weder ein leeres Prunken, noch ein Gefühl der Schwäche, *die sich anschmiegen und Sten nur in Reihe und Glied kampfen möchte; vielmehr Fekundet Eich kierin nur das Bedürsmniß ciner Gemeinsamteit des Kamyfes fuͤr Haus und Heerd de; Deutschen Denkens und Bichtens. Das Pubit.= Lum darf ciner vollsläͤndigen Beendigung der in krampfhafter Auf⸗ regung gefuhrten literacischen Feldzuge der letzten Zeit entgegense⸗ ben, Die zur Stepsis entarteie Biale tit des Gedankens uns Cle fühls wird sich wider mit Stoffen erjüllen, die unser geistiges Le⸗ ben erwaͤrmen und veredeln. Entspricht in diefer Hinsicht die Zeit⸗ schrift auch fernerhin dieser von ihr eingeschlagenen Richtung, so ann sie far eine neue Umgestaltung der litergrischen Interessen in Deutsch land eine unberrchenvare Wirksamkeit uͤben und einen wich—⸗ tigen Anknüpfungspunkt dazu bilden. Ganz die sem Ziele zustrebend, stelt der Herausgeber, Her? Th. Mundt in cin? m einleitenden Uufsatze: „Uever Bewegungs- Parteien in der Literatur““ nicht bloß sich und seinem. Journal, sondern der ganzen aͤsthe⸗ tisch rüischen Preduttivität Deutschlands eine gewichtige Prognose, indem er den Geist der Bewegung in der Literatur von Goethe bis auf die neuesten sicberhasten Aufregungen im Zusammenhange auf⸗ salt. Mit der Wärme, die die Begessterung für die Sache einslz⸗ gen muß, vereint sich bier eine Feinheit der Beobachtung, die sich kesonders in der Chargkteristik Tieck's auf eine gediegene MWeise be?
— R —
Feder des Autors eniflossen ist. Zu weiterer Verfolgung einer kri⸗ üschen Belcuchtung un erer naͤchsten literarifd en Interessen hirttt dai Januar Het drei Berichte von F. G. Kü b ne über: „zwei Werie vom unte milizn und ein sanzeisottes ultra“, in weichen der Beriasser Korn eine Richtung der Hislorigaraphie unserer Tage und Üoer dag Bepbdltniß, in welchem Witz, Fronie und Humot zu un⸗ serer 3 it sehen, sich austpzicht. An unterhaltender Lekiuͤre ö. sich Mannigfaltigkeit in Form — Von Leopold Schefer erhalten wir au; scinem „Röͤmischen Kalender“ die Maͤrz- Gedichte. To. Mundt giebt in den „linterhgltungen in Prag‘, (ine romantisch- l umoristiscke Dar= st lunz der Emancipation der Weiber im Böbmischen Mage Kriege. Vin lr shen Produgtionen sind zwei Gedichte von Heinrich Stiglitz und ein Lied von F A. Maͤrcker dajwisch engestreut. Endlich erhalten wir aus dem nächstenz erscheinenden dritten wand.
dem Konigl Geheimen Staatä Archive ju Berlin und dem graͤflich Seq endorsischen Archive zu Meußeln itz entnommene urkund iche Beiese: „Ueber die Tbeilnahme des Wiener Hofes an der Vermaͤh⸗
kerliner Börse. Den 22. Junuar 1835. Amil. Fonds. und CGelul- Cours Zettel. (hHrens. Cour)
tenen Paͤsse
Lord G
z e, n,, eld tag Paris v
St. Schiulis · Sch. l'r. ng Obl. Zo. l'rim. Sch. d. Sch. Kurim. Obl. mi. l. (3. Neum. Int. Sch. d. lzerl. Studi- Ohl. Köönigsb. do.
klbingz. do.
Hanz. d0. in Th. Westpr. I'sfundbr. CGrosshz. I O.. da. e
1001
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2 12 1101
Oeipr. Itaudhr. 1065
l'oumm. da. 9. Kur u. Neum. da. 106675 106 chilenische do. 1665 — kot. C. d. R. u. X. — 75 L. · Sch. il. K. -u. X. — 38
beendigt.
. wesend sey. oll. vol w. PDuk. 1 — Nous do. 1 — Hrieiriclisd'ur .. n 132 His conta 4
sten Talleyra
Weclscel- C
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Kurz / lia 2 Hit. 131 kurz 1825 2 At. 152 3 Mt. — At. Sl. Alt. — Mt. — Mt. — Tage — lt. 103 optirt hatte. Woell — Von diesen urz ö nisterielle K
our s. Neapel ersetz in Lissabon, nehmen und Gesandter in
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Aus würti
Nigderl. wirkl. Schuld Sai. Rkanz- Bill. 2a.
32 251.
Spun. 83 53.
38 271. —. do. Coup. .
Belg. =.
FPoln. 13093. Hope in Ceri
Landon, Cons. 33 923. ort. Si. Bru. S.
1833 6.
Amsterdam. 17. Januar. A8 Amort. 9a. tr, sreuss. Vrüm--Belieine 175. do aà5 Aul. 100. Spuu. S3 A8.
Antwerpen, 16. Junnar. Guebhurd MI.
Hamburg, 21. Januar.
Engl. Russ. 143. Hortug. 85. Schut · Oblig.
Span. 28. Cortes 363. Eu. Runs. lus4. Columb. 323.
Wien. 17. Junnar. 583 Met. 100 A3 9253. Bauk Actien 1282. Neue Anleihe v.
. Wahl⸗Kollegi
53 9. 1003.
Ausg. Schuld 1 *. 3 Jol
R 86. 98 1 Oes r. 2 . 5 Dubreuil 52
60 unter 291 len bekannt
Zinsl. 163. Cortes
184. Lrtuss. Prüm - Scheine 121. ; ministeriellen Stimmen ha
16. Januar. dritten Wahl
iloll. 253 Saz. 33 102. . eg. 65.
Königliche
en 2 acles.
violon des cours de France et cCiuleru:
exèculès, par Mr. Lafont. Sonnabend, 24. Jan.
Laurence, von L. Auge y. 3 Abth., nach dem ranz., von
König städtis Freitag, 23. Jan. Oper in 3 Akten. Sonnabend, 21. Jan. Kosten, Posse in 5 Atuen, ven
lung des Keonprinzen Friedrich von Perußen.“ Die versprochene
Freitag, . Jon. Im 9Opernhause: Der reisende Student, musikalisches Quodlibet in 2 Abih.
Ballet in 2 Abih., von Ph. Taglioni. Im Sch ꝛusptelhause: Kenn esenlafion extraordinaire: Spee-⸗ laele demandé: 1 Lan l'ectrice, drame- vaude ville nouveau Ensuite: Concert, donné piar Mr. Lafoni, premier
1) G ande suntaisie nouvelle, variations“ et marche militaire, sur un iheme original, de sa composition. verlure, 3) Souvenirs du Simplom, Airs 'suisses varses ct lée sp—ectaele Sera termine bar: I. e sourd, ou: L'auberge pleine. pièce comique en 1 actè.
Im Schausp elhause: male: Der Schreckschuß, Posse in 1 Akt, Hirrauf: Or kel Brand, Lustspiel in
Des Adlers Herst, rumantisch / komische Musik von Fr. Glaͤser. Die Reise auf gemeinschaft iche
(CO mol) in à Eätzen, von L v. Beethoven.
Sch au spiele. Maͤrz 1833 a
Hierauf: Die Sylphide,
proc. Neap. San. 44. 53 1n* de Russie, dans lequel il exe- l53. 2)proe.
2) Ou. 10 lol
100 Gulden 2
Zum ersten⸗
nach Bayard und 363. 36.
L. Ange y. ches Theater.
L. Angely. Verher: Sinphonie
Herrn Berryer erwählt worden,
rale Kandidat General Berirand 34 Stimmen. batten auch in den andern in neuerer Zeit zusammenberusn
hang. So haite z. B. men unter 22
Frankfurt a. M., 19 Jan. — Bank ⸗Actien 1568. 1566
Anl. 963. 953. Holl. proc Loose 707 693.
Herr Livinaston soll erk art haben, daß er die ihm an
nicht eher annehmen koͤnne, als bis er von n
Regierung den Befehl dazu erhalten haben wuͤrde.
ranville und seine Familie haben gestern Nihil eriassen, um nach England zuruͤckzutehren.
Die Deputirten Kammer hat wahrend der letzten Tin ihren Burcaus das Bur get gepruft. Die meisten Bureal ben suͤe mehrere ministerielle Departements ihre Arbeiten t
Der Impartial fragt, ob es sich mit der Ver fassun n trage, daß Fuͤnst Talleyrand noch bei dem Minister. Conses
Ein hiesiges Blatt sagt: „Um dem Wunsche des j nd zu geruͤgen, der fuͤr Herrn von Bacourt, inn ersten Gesandtschafiz⸗Geireiair in London, einen Gesan disyn Posten verlangt hat, benutzte man die Ernennung des Gmnng Sebastiani zum Botschafter in London. etzt Botschafter in der Schweiz, wird Herrn Sebajstan
Herr von Rump
en, Herr Motier, jetzt außerordentlicher Gesan in Bern den Posten des Herrn von Rumlgm den Herrn von Fontenay, der jetzt außerordenis Stuttgart ist, zum Nachfolger haben. Dieser s
Ge sandtschafts⸗ Posten endlich wird dem Herrn von Bann
uͤbertragen werden.“ ; Die gestrige Meldung, daß der Herzog von Fi · James
Deyutirten in Marseille gewählt worden s'y, beruhte auf es
derselre ist vielmehr in Toulouse an die Stell.) der seinerseits fuͤr Mat Die Gesammtzahl der Wähler belief sich auf erhielt der Herzog von Fitz James 257, der andidat Herr von Malaier 176 und der ebrij
en die Legitimisten einen nicht unbedeutenden! in Lombez Herr von Panat 98 Ew 26; in Condom hatte der Legitimist Herr Chan Stimmen unter 192 und in Macon Herr An . Heute sind wieder drei neue Depunhrten⸗z geworden; von dem dritten Wahl Kollenn
des Lot, welches zu Figeac versammelt war, um an die Ch des Herrn Bessieres, Deputirten zu ernennen, ist Herr Centé, der ministerielle g didat, mit großer Majoritaͤt und von dem zweiten Wahl Koll des Allier, das zu Lapalisse versammelt war, Hr. Bureau de Ph der Kandidat der Opposition,
der fuͤr Sarlat eptint hat, einen n
mit 104 Stimmen, gegen i Kandidaten, Herrn Lelorane d Ideville, der tte, zum Deputirten gewählt worden. In o Kollegium der Vendée, das zu Bourbon; Venn
versammelt ist, sollte am 13ten dieses zwischen den Herren chaffault und Merilhou, beide von der Opposit on, welche um den ubrigen Kandidaten, zu denen auch Herr Armand Can gehört, die meisten Stimmen fuͤr sich hatten, ballotirt werd.
Der Moniteur publizirt heute einen Traktat, unter) Titel „Beitritts-Vertrag“, wodurch Danemark den zwis Frankreich und England am 30. November 1831 und 'an!
bgeschlossenen Traktaten in Bezug auf die gaͤnglt
Unterdruͤckung des Sklavenhandels beitritt.
— Heute schloß 5proc. Rente be. compt. 107. 10. gonr. 197. 30. Zproc. pr. coimmpt.
77. 10. sin our. 77. pr. compt. 93. 8J. lin cour. 93. 95. hn proc. do. 273. Cortes — Ausg. Span. Ch Holl. 55. 10.
Oesterr. proc. Mu 4proc. 93. 93 2pvroc 55 G proe.
Part. - Dblig. 1393. 139) Loo 1563 S. Preuß. Praͤm. Sch. i227 G2 do. q Obl. von 1832 98 5973. P proc. Span. Rente 451. 433. Zproc. do. y
Redaeteur Cotte d. — r —
Gedruckt bei A. W. Hayn.
— 8 5 8 — — 5 —— 2 24 * ; 3 * . . ö llgemeiner Anzeiger für die halb gegen die uͤbrigen Glaͤubiger ein ewiges Still— schweigen wird auferlegt we den. Bresl u, den 14. Sctober 183 . Von dem Königlichen Stadtgerschte hiesiger Resi⸗ Koͤnigliches Preuß. Stadtgericht hiesiger
Bekanntmachungen. Edietal⸗ Citation
denz ist in dem uͤber das auf einen Bercag von
Literarische Anzeigen.
. Rei A. W. Hayn, Zinimer Straße Nr 29, ist eugs Prozesse ein Termin zur Anmeldung und Nach— so eben Keschien? n nnd da l so us . auen Buch handlungen zu haben:
mit, einer Schulden Summe von 15 07 Thie 179. 8 of belasteir Vermögen des Kaufmanns Fried ich Wilhelm Mischke am 4. August 1833 eröffneten Con=
neisung der Ansprüche aller etwanigen unbekannten den 53. Madez 1835, Vormittags um 10 uhr,
vor vem Henrn Fustiz. Nathe Am setter angesetzt worden Diese Glaͤubiger werden daher hierdurch aufgefork ert, Oder:
anzugeben und die etwa vorhan enen schriftlichen haber.
von der Masse we. den ausgeschlossen und ihnen des,
der praktischen dal Beurtheilung des Perdes seinem gesunden sich i zum Tecinine scheiftlich, in denmselben ober per- und fehlechazten 3 . mit Angase da . soönlich, oder durch gesetlich zulgssige Bevollmächtigte, zeichen, der Fehler seiner Theil, dez Alters, der ge wo u ihnen Keim angel der Bekanntschaft die Her⸗ wöhnlichen Krankheiten, wei denen schnelle Huͤlfe ren Justiz⸗Kommissarien Muͤller J., Schulze und v. nzthig ist, deren Verhütung und Beÿcin ung, so Ucte mann voegeschlagen werden, zu melden, ihre wie der Fouragen n
Forderangen, die Act ünd das Vorzugsrecht derselben Kavallerie und Artinerie und fuͤr jeden Pfe. de Lieb⸗ ͤ die Bearbeitet von J F C. Di Beweizmitzel beizubringen, demnachst aber die wei. Ober-Thicrarjte, Lehre de? Thier He tun?“ tocres täte rechtliche Einleitung der Sach. zu gewärtigen, vondiren em Meiẽtgliede der wogegen die Ausbleibenden mit ihren Ansprüchen Central Landwirt bschasts Gesellschaft zu Parfz. Nit erlaͤuteri. de Abbildungen
YM esidenz.
Hand bu ch Pferdekenntniß
Zwelte durch zesebene Ausaabe. Preis 11 Thlr.
diesjer zweiten Auflage um so mehr aufmecrksann zu machen, da die erste duech die eingegangenen Sud— e mbttonen beceitz vor einiger Zeit ganzlich vergriffen wurde. Füe de Brauchbarkeit dicsez Buches on g der Na ne des ruͤhmlichst bekannten Heren Verf. sserz Praftische Anleitung zur Amtsführung der Schiedsmänner, in den Provinzen Preußen, Schlesten, Bran denbur and Sachsen mit den nbthigen Lienst Formularen? und eince Eckigcung von fremden und deutschen Wöctcen, die im Um ange und in der Gerichts jpeache
dgl. in Fuͤr Otjere der Dieterichs,
Königl. Französtschen
am haufignen vorkommen. Kduigl. Preuß Hofcathe. Preis z Thie.
Sieg der Homdopathit. So (eben ist lin Verlage von A. G. Geisler in Bremen erschienen und zu haben zu Terim, Schloß⸗ platz Ne 2, in der Stuhr schen Buchhandlung, auch
bei Amelang, Oehmigke, Eich er: Die Ctelera mit dem besien Ecfolg bekämpft durch die homßopatbische Curart. Nach Auszüͤ. gen aus den Schriften von Hofrath Hähne
„Referent haͤit sich verpflichtet, anf daz Erscheinen
Von JD F Rumpf,
— —————— — 8 — ; J —
Preußischen Staaten.
Hofrath Bigel, den Doctoren For ster, Qu
R A Schubert und F FJ en orh. Dargis von einem Feeunte des öffentlichen Woblz. dra. brosch, 113 shr. . Der geschichtüiche Heiveis ist unldugbar, deß honidoyanhische Cucart am besten gegen die Eo de ram und gesiegt hat. Möchten alle Siege dieser Art seyn Der homdopathische soll nicht j Stolz o er Uebermuth wider Gegner und Feim Y loll vielmebr zum Wohl Aller führen und
8 Anerkennung des Bessern, somit es das Besser⸗ is,
Nicht leicht ist wohl „in. Schrift über die sen 9 gen stand erschienen, die diese fuͤrchterliche Kranz so klar und deutlich beleuchtet hat, wie diese.· gedenkt nicht noch der Besorgniß, wie sie hier al trat; nicht furchtsam aner auch nicht nachlaͤssig di man in Beocachtung dieser Krankbeit seyn, denn! vefahr, sie wieder ausbrechen zu sehen, in nin lein, Nicht allein für den Arzt“ sondern auch ten Nichtarzt ist diesezs Werk von großer WBichiigla
Das Taschentuch Min er va, 23 Jahrg nge far 10 ht , bis 6 . r; einzelne Fahrgäange n gi.
har cn in der ; * n fan
mann, den Leih⸗Aerzten A. Schmidt und
Buchhandlung J. M List, in Berlin, Burgstt. Ne.
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Majestat der Koͤnig haben Allerhochstihren Kammer— ö . fil eigen Geschaͤftstraͤger am Kaiserl. Oesterreichi—⸗ schen Hofe, Legations⸗Rath von Brockhausen, zum außeror— bentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königl. chwedischen Hefe Allergnaͤdigst zu ernennen geruht.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben Allergnaͤdigst geruht, den Obersten, Freiherrn von Martens, auf sein Gesuch, von dem osten Allerhoͤchstihres außerordentlichen Gesandten und bevoll⸗ mächtigten Ministers bei der Hohen Ottomanischen Pforte ab uberufen, und diesen Posten Allerhöoͤchstihrem Kammerherrn lan Legations Rath, Grafen von Koͤnigsmarck, zu uͤber— reg e, Koͤnigs Majestaͤt haben die Befoͤrderung des Dom— Kapitulars Joseph Gexritz zum Dom-Dechanten bei der Ka— thedral Kirche zu Frauenburg Allergnaͤdigst zu bestaͤtigen geruht.
Der hei dem hiesigen Stadtgerichte angestellte Justiz⸗Kom⸗ missarius Licht ist zugleich zum Notar in dem Departement des Königlichen Kammergerichts bestellt worden. .
. bisherige Mit⸗Direktor am Gymnasium zu Saar hruͤcken, Otte mann, ist zum alleinigen Direktor dieser Anstalt ernannt worden.
Das 1ste Stuck der diesjährigen Gesetz⸗ Sammlung, wel— hes heute w wird, enthält die Allerhoͤchsten Kabinets⸗
dres unter .
* 1572. vom 16ten v. M. u. J, die Entschädigungen be—⸗ treffend, welche bei landesherrlichen Lehnen fuͤr die bei einer Regulirung gutsherrlicher und bäuerlicher Verhaͤltnisse, Dienst⸗Abloͤsung, Gemeinheitstheilung oder Reluition von Grundgerechtigkeiten das Lehn empfängt; .
. 1573. vom 20sten ejusd., betreffend die Verzichtleistung auf Bestrafung in Injurien⸗Sachen und das Verfahren in solchen Injurien⸗Sachen, in welchen Militair⸗ Personen oder Beamte als Beleidiger oder Belei⸗ digte verwickelt sind;
vom 24sten ejusd., betreffend die Aufhebung des §. 10 des Stempel ⸗Gesetzes vom 7. Maͤrz 1822 und die an⸗ derweitige Bestimmung des bei Auseinandersetzun⸗ gen zwischen inehreren Erben fur die Uebernahme von Nachlaß-Gegenständen zu entrichtenden Werth—
empels, und
1576. ö ejusd., wodurch diejenige Strecke des Fuͤrstlichen Justiz Amts, Bezirks Heddesdorf, welche unterhalb Neuwied an den Rhein graͤnzt, der zoll— gerichtlichen Jurisdietion des Fuͤrstl. Justiz⸗Amts Neuwied uͤberwiesen wird.
Berlin, den 24. Januar 1835. Debits-Comtoir der Gesetz⸗ Sammlung.
Zeit ungs-⸗Nachrichten. Aus lan d.
Frankreich.
aris, 17. Jan. Die Pair s-Kamm er war vorgestern und 6. wieder ö gewohnliche Zeit als Gerichtshof versammelt. 8 diesen beiden Sitzungen wurden 2ö in die letzten Unruhen ver— wickelte Individuen, wegen unzureichender Beweise gegen sie, außer Anklage gesetzt; 15 andern Inkulpaten soll dagegen der Prozeß ge⸗ macht werden. — Heute trat die Pairs Kammer als politischer Staatskoͤrper zusammen, um sich mit der Ernennung der Kom⸗ missionen zu beschäftigen, denen die Pruͤfung der verschiedenen Gesez Eniwuͤrfe, die der Kammer in neuerer Zeit vorgelegt worden, uͤbertragen werden soll. Die Zu sammenstellung zweier dieser Kommissionen (fuͤr die Verlaͤngerung des Tabacks-Mono— polt und fuͤr die Erhohung des Pensions-Fonds des Finanz—
Ministeriums) uͤberließ die Kammer ohne Widerspruch dem Praͤ—
sidenten. Als aber die Reihe an die dritte Kommission kam, die über die Proposition wegen Abschaffung der Majorate berichten soll, bemerkte der Praͤsident, daß es nun das dritte Mal sey, daß diese Proposition ihr vorgelegt werde; da er hiernach in den beiden letzten Sessionen schon 2 Kommissionen fuͤr jenen Gegenstand
ernannt habe, so mochte die Kammer es vielleicht fuͤr angemesse⸗
ner halten, diese Kommission diesmal selbst zu ernennen, um ihr . offlzlelleren Charakter zu geben. Der Graf Dejean stimmte dieset Ansicht bei „Die Kommissionen,, sagte er, „die bisher von dem Praͤsidenten ernannt worden sind, haben immer Mo— dificationen in Antrag gebracht, die von der Pairs⸗-Kammer ge⸗ nehmigt, von der Deputirten-Kammer aber verworfen worden sind. Da uns dieselbe Proposition jetzt zum dritten Male zu, kommt, so glaube auch ich, daß es gut wäre, wenn die Kammer selbst die Kommission ernennte.“ Die Masoritaͤt der Versamm, lung ging indessen auf diesen Antrag nicht ein, sondern uͤberließ die Wahl dem Praͤsidenten, der nunmehr die Grafen v. Bondy, Gilbert des Voisins, Molitor, von Nos, Siméon, von Tascher und Herrn Boyer zu Mitgliedern der gedachten Kommission er— nannte. Auf die Bemerkung des Grafen von Tascher aber, daß er schon fruͤher zweimal Mitglied der Kommission zur Pruͤfung bes erwähnten Antrages gewesen ser, ernannte der Praͤsident statt seiner den Grafen Dejean. — Die Kammer trat hiernaͤchst wieder als Gerichtshof zusammen. . Die Deputirten-Kammer hielt heute ebenfalls wieder
eine öffentliche Sitzung, die hauptsaͤchlich den bei ihr eingegan⸗
genen Bittschriften gewidmet war. Es befand sich darunter eine etitiön, worin ein ehemaliger Stabs⸗ Offizier verlangte, daß rankreich die Festungswerke von Huningen wieder herstelle.
Der Oberst Paixhans war der Meinung, daß die Wiederher— stellung dieser Werke ohne allen Nutzen fuͤr Frankreich seyn
wurde. Auch der Marschall Clauzel sprach sich in diesem
Sinne aus, indem er jedoch zugleich bevorwortete, daß es Frank- reich vollkommen frei stehen musse, in seinem Lande zu thun, was es gut finde. Die betreffende Bittschrift wurde hierauf an den CTonseils-Praͤsidenten verwiesen. In einer andern Eingabe ver⸗ langten mehrere Winzer des Depts. der Haiden die Abschaffung der BGetraͤnksteuer und die allmahlige Herabsetzung der Zölle. Ueber den ersten Theil dieser Vorstellung wurde zur Tagesordnung ge— schritten, der zweite aber der Douanen, Commission uͤberwiesen. — Der Minister des Innern unterbrach hier die Bittschriften— Berichte, um der Kammer verschiedens Gesetz-Entwuͤrfe von oͤrtlichem Interesse vorzulegen. — Es erfolgte so⸗— dann die Aufnahme der neu gewaͤhlten Deputirten, Herren Clogenson, Azais, Mathieu, Moreau, Guizard und Gaͤrnier— Pages. Bei der Frage des Herrn Dupin, ob Letzterer in der Versammlung zugegen sey, erregte es einiges Gelächter, als der Praͤsident den Antwortenden (es war Herr Garnier-Pagos selbst) mit den Augen in den Reihen der rechten Seite fuchte, wo er in der vorigen Session saß. „Blicken Sie links!“ riefen meh— rere Stimmen. In der That hatte Herr Garnier⸗Pages dies⸗ mal auf der aäͤußersten linken Seite Platz genommen, wo er jetzt zur Belustigung der ganzen Versammlung dem Koͤnige und der Charte den Eid der Treue leistete. Bekanntlich ist Herr Gar— nier⸗Pages ein entschiedener Republikaner. — Nach dieser Un—⸗ terbrechung wurden die Bittschriften⸗Berichte wieder aufgenom⸗ men; sie waren indeß von keiner besonderen Wichtigkeit, da die zum Vortrag gebrachten Eingaben groͤßtentheils Privat⸗Reclama⸗ tionen betrafen und durch die Tages Ordnung beseitigt wurden, — Jetzt bestieg Herr Martin die Rednerbuͤhne, um seine Proposition zu entwickeln, worin er auf die Ernennung einer Kommisston zur gruͤndlichen Untersuchung aller Fragen antraͤgt, die sich auf den Bau, die Fabrication und den Verkauf des Tabacks beziehen. Wahrend Herr Martin seinen Vortrag hielt, trat der Herzog von Fitz⸗James in den Saal, was eine ungemeine Sensation erregte. Aller Augen wandten sich nach diesem eifrigen Verthei— diger der Legitimitaͤt, und es entstand hieruͤber ein so großes Geraͤusch, daß Herr Martin auf einige Augenblicke seine Rede einstellen mußte. Der Herzog setzte sich auf die dritte Bank der äͤußersten rechten Seite neben Herrn Hennequin und em— pfing hier sofort die Gluͤckwuͤnsche mehrerer Legitimisten, wie der Herren von Gras-Préville, Janvier, von Laboulie Dugabeé und Anderer. Nachdem die Ruhe einigermaßen wiederhergestellt war, setzte Herr Martin die Entwik—⸗ kelung seiner Proposition fort, welche die Kammer fast einmuͤthig in Erwägung zu ziehen beschloß. Nach ihm entwickelte Herr Hébert seinen Antrag auf Abschaffung des Gesetzes vom 14. Oktober 18146 wegen der Naturalisation von Ausländern. Der Groß- Siegelbewahrer bekaͤmpfte denselben durch ei— nige kurze Betrachtungen. (Bei dem Abgange der Post war die Debatte, die sich uͤber diesen Gegenstand erhob, noch nicht geschlossen. )
Das Wahl⸗Kollegium zu Bourbon-Vendée hat am 13. in einer Ballotage den Kand. der Opposition, General Duchaffault, der bereits in der letzten Session ein Mitglied der Kammer war, zum Deputirten gewahlt. Freilich betrug bei dieser dritten Ab— stimmung die Gesammtzahl der Wähler nur noch 83, wahrend 229 in der Liste eingetragen stehen. Herr Duchaffault erhielt al Stimmen, Herr Merilhou 36, und 2 Stimmen zersplitterten sich. In Pamiers, Dept. der Arriège, wo dem Marschall Clau⸗ zel ein Nachfolger zu geben ist, hatte bei der ersten Abstimmung ein Legitimist, Herr von Saintenac, die meisten Stimmen, sedoch nicht die absolute Majorität, so daß am folgenden Tage zu einer zweiten Abstimmung geschritten werden sollte.
Ein hiesiges Blatt will wissen, daß Herr Dupin entschlos— sen sey, gegen den Gesetz-Entwurf uͤber die 25 Millionen suͤr die Vereinigten Staaten zu stimmen. .
Der Gesundheits Zustand des Herrn Dupuytren erregt von neuem die lebhaftesten Besorgnisse. .
Vor dem hiesigen Tribunale erster Instanz erschien heute der Herzog Karl von Braunschweig in Person, um sich einem An⸗ trage, ihn fuͤr dispositionsunfaͤhig zu erklären, zu widersetzen. Herr Duvergier, Advokat des Herzogs von Cambridge und dem Herzoge von Braunschweig als Kurator bestellt, setzte die De— tails der Sache auseinander. Es handle sich hier, sagte er, von einem Gesetze, von einem persoͤnlichen Statute, welches, die Ei⸗ genschaft einer Person bestimmend, derselben uͤberall hinfolgt, selbst in fremde Länder. Se. Koͤnigl. Hoheit der Herzog von Cambridge koͤnne sich daher vor der Franzoͤsischen Justiz auf die Worte beschraͤnken: „Ich bin Vormund des Herzogs von Braun— schweig, und, von meinen Rechten Gebrauch machend, verlange ich, daß diejenigen, welche Gelder oder Eigenthum von ihm in
anden haben, es mir zuzustellen verpflichtet werden. Im Monat September 1836 wurde der Herzog Karl von Braunschweig aus seinen Staaten vertrieben. Der Herzog von Braunschweig: „Das ist nicht wahr; ich habe diesel⸗ ben verlassen.“ — Der Praͤsident: „Sie durfen nicht unter brechen. Der Herzog: „Ich kann dergleichen Dinge nicht ruhig mit anhören; es ist eine Lige, daß... . Der Praͤsident: „Hören Sie jetzt zu; Sie werden späͤter antworten.“ Herr Du vergier fortfahrend: „Durch einen Aufstand wurde der 8e Karl im Jahre 1830 aus seinen Staaten vertrieben.
ein Schloß wurde verbrannt, dies war die einzige Rache, wel⸗ che das Volk an ihm nahm. Der Herzog Wilhelm, sein juͤnge— rer Bruder, wurde durch eine Berathung des ständischen Aus— schusses zur provisorischen Regierung berufen. Die Deutsche Bundes / Versammlung bestaͤtigte diese Berathung, und forderte die Agnaten der Familie auf, die noͤthigen Maßregeln zu tref⸗ fen. Der Koͤnig von England, seine drei Bruder, die . von Susser, von Cumberland und von Cambridge, und der Her⸗ zog von Braunschweig versammelten sich, und nach reiflich er Ue— berlegung entwarf dieser Familien⸗Nath eine Akte, durch welche der Thron von Braunschweig, in Folge der gaͤnzlichen Un faͤhig⸗
keit des legitimen Fuͤrsten, fuͤr erledigt erklaͤrt, und der Herzog Wilhelm von Braunschweig, als naͤchster Agnat, berufen wurde, mit allen Rechten und Pflichten, welche die Verfassung dem re⸗ gierenden Herzog zugesteht oder auferlegt, an die Stelle seines Bruders zu treten. Nachdem die Deutsche Bundes-Versamm— lung diesen Alt gebilligt hatte, bestieg der Herzog Wilhelm den Thron. Der Herzog Karl, fluͤchtig, aus seinen Staaten vertrie⸗ ben, reiste in England, Oesterreich und Spanien umher, und machte vergebliche Versuche, in seine Staaten zuruͤckzukehren. Damals war es, wo seine Familie seiner Verschwendung Einhalt thun wollte, und ihn unter die Vormundschaft des Herzogs von Cambridge stellte. Diese Akte wurde dem Franzoͤsischen Mini— sterium der auswaͤrtigen Angelegenheiten, und von diesem dem General ⸗Advokaten ö, der dieselbe dem Herzoge Karl mitgetheilt hat.“ Der Advokat schloß mit der Behauptung, daß es sich hier von einem gegen den Herzog Karl erlassenen Gesetze handle, welches durch die Franzoͤsischen Gerichtshoöͤfe nicht gean⸗ dert werden koͤnne. — Der Herzog Karl erhob sich hierauf und verlangte, einige Gegenbemerkungen zu machen. Er verlas eine Note, worin er seiner Familie vorwarf, daß sie sich sein Eigen⸗ thum zueignen, und ihn durch endlose Prozesse zwingen wolle, eine Abdankung zu unterzeichnen, die der Herzog Wilhelm, trotz seiner Regierung de facto, doch noch fuͤr noͤthig halte, um seine Legitimitäͤt zu sichern. — Die Erledigung dieser Rechtssache wurde auf den 246. verschoben, wo der Advokat des Herzogs Karl, Herr Comte, dessen Vertheidigung fuͤhren wird.
Man erinnert sich seit langer Zeit keiner so außerordentlichen Stockung im Effekten Handel, als an der heutigen Börse. Alle Geschaͤfte werden durch die Amerikanischen Angelegenheiten ge— lͤhmt, Man wollte heute wissen, daß ein hiesiges großes Hand⸗ lungshaus, welches in lebhaftem Verkehr mit Havre steht, von dorther wichtige Nachrichten aus New⸗York erhalten habe. Der Kongreß der Vereinigten Staaten habe, so sagt man, die Ant— wort auf die Botschaft des Praͤsidenten bis auf die naͤchste Ses⸗ sion verschoben, um sich erst nach der Entscheidung der Franzoͤsi⸗ schen Kammern uͤber die Entschaͤdigungs-Frage aussprechen zu konnen. Diese nächste Session findet im Laufe des Monats März statt. Man fuͤrchtete, daß unsere Deputirten/ Kammer diesem Beispiele folgen, und ebenfalls beschließen wuͤrde, die Frage auf die nächste Sesston zu verschieben.
In einem Schreiben aus Bayonne vom 13ten d. heißt es: „Wir sind endlich aus der großen Besorgniß, die uns der letzte am 1sten d. von hier nach Pampelona abgegangene Transport verursacht hatte. Zweimal hatte er sich von Elisondo in Marsch gesetzt und zweimal war er genothigt worden, zuruͤckzukehren, 6. daß sich Jemand erklaͤren konnte, woher die Nachlaͤssigkeit ruͤhre, daß man keine hinlaͤnglichen Truppen absende, um ihn zu eskortiren. Hieran war, dem Anscheine nach, Schuld, daß die Verbindung mit Mina unterbrochen war. In seinem Kabinen isolirt, und genoöthigt, 22 Stunden taglich das Bett zu huͤten, erhielt er in drei Tagen nicht die mindeste Nachricht von Lo— renzo und Orag, bis dieser Letztere mit einer Verstärkung vor 500 Mann erschien, durch deren Huͤlfe der Transport zu Lanz angekommen ist, von wo er hoffentlich jetzt seine Bestimmung erreicht haben wird. Diese Nachricht ist wichtiger, als ein Sieg; denn ware der Transport genommen worden, so haͤtte die ganze Ar— mee viel zu leiden gehabt, weil sie fast keine andern Huͤlssquellen hat, als jene aus Frankreich. — Die Militgir⸗Angelegenheiten gehen schlecht fuͤr die Sache der Koͤnigin. Vergebens fabrizirt die ambulante Presse aus jedem Scharmuͤtzel einen Sieg, denn nach einigen Tagen wird die traurige Wahrheit entdeckt.! Dies ist der Fall mit dem letzten Bulletin des Generals Caratala uber seinen vorgeblichen Sieg zu Ormasteguy, der nichts anderes war, als eine wahrhafte Zerstreuung seiner Truppen und der nur zu fuͤhlbare Verlust einiger 100 Rothmuͤtzen. Die Wahrheit dieset vorgeblichen Sieges war, daß die ganze Provinz Guipuzcoa den Karlisten preisgegeben ist; denn Jaureguy wagt es nicht mehr, die Garnison von Bergara zu verlassen. Das groͤßte Unglück ist der beklagenswerthe Gesundheitszustand Minals. Was man auch ihun mag, er wird bald die Regierung ersuchen muͤssen, ihm einen Nachfolger zu geben“
Ein späteres Schreiben von der Spanischen Gränze enthalt Folgendes: „Der vielbesprochene Transport ist endlich am 10ten in Pampelona angekommen, nachdem er 20 Stuͤck Schlachtvieh verloren hat, die den Karlisten in die Hände gefallen sind. Diese Zufuhr von frischem Fleische ist in Pampelona sehr gelegen ge— kommen, wo man sich seit langer Zeit nur von Speck naͤhrte. Die wenigen Kaͤlber, welche man schlachtete, waren fuͤr die La— zarethe bestimmt. Die nothwendigsten Lebensmittel sind dort sehr theuer. Die Generale Lorenzo, Oraa und Cordova, welche un—⸗ gefahr 6009 Rekruten nach Pampelona gebracht hatten, sind mit ihren Kolonnen nach dem Thale Uszama marschirt, und bei ihrer Annäherung haben sich die 8 Karlistischen Bataillone, welche jenes Thal und die Umgegend besetzt hielten, zuruͤckge⸗
ogen. Der Oberst Ibarrola besetzte am 10ten von neuem das 6 Zugarramurdi mit 40 Mann. Er war es, der den Ein⸗ wohnern anzeigte, daß der Transport ohne weitere Hindernisse in Pampelona angelangt sey. Diese Nachricht schien die Ein— wohner sehr zu uͤberraschen.“ t
Im Journal de Paris llest man. „Eine Depesche aus Bayonne vom 16ten meldet nach einem Schreiben aus Pampelona vom 13ten, daß die Gesundheit Minas sich sehr gebessert habe, und daß er hoffe, bald sein Kommando wieder übernehmen zu konnen.“ — Der Messager dagegen enthaͤlt Folgendes: „Die Nachrichten aus Madrid haben heute einen Theil des Interesses in Anspruch genommen, welches in den letzten Tagen fast ausschließlich den Amerikanischen Angelegen⸗ heiten gewidmet war. Das Geruͤcht von der bevorstehenden Absetzung Mina's findet mehr Glauben. Briefe aus Madrid hatten gesagt, daß er, den bedenklichen Zustand sei— ner Gesundheit selbst faͤhlend, verlangt habe, daß man ihm den General Valdez beigebe; aber man ist weiter
gegangen. Man hat behauptet, daß der neus Kriegs Minister Llauder beschlossen habe, selbst das Kommando
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