1835 / 38 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Sun mmaäarische uebersäicht

ber im Jahre 1ßs4 im Königl. Cbarfte- Krankehhausel und in der

mit demselben in Verbindung stehenden Kranken- Anstalt fuͤr zah⸗

lende Kranke aus gebildeteren Ständen inf, 6 1. verpflegten Kranken.

. . Im Charité ⸗Krankenhause.

Am 31. Dezember sbzz verblieben iim Sl ö Datu und im Jahre 1832

1 Kranke aufgenommen worden

2. Kind er in der Anstalt geboren.

in Summa zugegangen 8327 Kranke. am m Q macht 6232 Kranke.

705 Kranke.

2

b

in Summa abgegangen vSdo? Kranke.

Us doz. Preuss. Präm. Scheine 1123 do Az Anl. —.

3 271. Antwarpen, 39. Junuar. Span. 33 AM. 33 27. (iuebliard —. -Zinsl. 153. Belg. —. Darmst. 265. Hamburg, 3. Februar. ; Poln. 13934. Hope in Cert. 983. Ereuss. Präm -Scheine 121. Engl. Russ. 104. Portug. S9]. Seliatz-Oblig. —. Landon, 30. Januar. Cons. 33 82. Span. 273. Cortes 585. Holl. 2133 553. 53 1013. . S823. Eni. Russ. 1093. Columb, 3583. Mex. 133. Bei. 106. ras. S6.

Cortes 10.

Wien, 31. Januar.

53 Met. 1904 A5 9313. Bauk Actien Neue Anleihe v.

183 3717

Berliner Börse. 7 Den 5. Februar 1835. Amtl. Fonds- und Gelil- Cours- Zettel. (Preuss. Corr)

zue , Wm, *

ren.

und blieben demnach am 31. Dez. 1833 im Bestande T TFranf? Von. den dꝛ2z neu aufgenommenen Kranken wurden der Eha— rite zugeführt: s aus Berlin, und zwar

1) durch die Armen⸗Aerzte und Armen⸗

Kommissionen ... 1888 Kranke.

8 Schwangere e /

2) durch die Rev 2) durch die Adn ) durch die Ad: s) Hurch die Ad

6) durch vie Inspection der An

Wundaͤrzte. M2 Anmeldung der Kranken

Schwangere 12 a 2 2 Q 9

sind . 79 , . g b. 2 Kranke. . en insgesammt 206,677 Verpflegungs-Tage in der Charits zugebracht, 96 . , ,, ; auf die Berliner auf die Potsdamer auf die Auswärtigen

195,988 Tage 6740 3919

. 3

Fel, der Irren und Schwangern) gegen

ein Potsdamer Kranker . .

ein auswärtiger Kranker gegen

in der Charite zugebracht.

Von den der Charits aus Berlin zugefuͤhrten Kranken sind ganz unen tg elt tichttttttt . 3515 und gegen Erstattung eines Beitrags zu den Kosten=— 1816 Kritlich bebandelt unz verpflegt worden. unter der Zahl der let , ,, Kranken sind die aus den Bordellen und die Kriminal—

efangenen mitbegriffen, fuͤr welche ein geringerer als der tarmaͤ— ßige Kostensatz von 73 Sgr taglich entrichtet wird.

Von den der Anstalt aus Potsdam zugekommenen Kranken sind 108 ganz unentgeltlich und 15 gegen Bezahlung der tarmäßi— gen Kgesten verpflegt worden.

Für die 7 von andern Orten in die Cbaritè aufgenomme⸗ nen Kranken werden die Kosten nach dem tatzmaͤßigen Satze berech- net. Die 12 Schwangern sind unentgeltlich entbunden und ver⸗ pflegt worden. Wegen Mangel an disponiblen Lagerstellen mußte auch im Jahre 1831 die Mehrzahl der von außen her eingegange— nen Aufnghme⸗Gesuche unberäcksichtigt bleiben.

Die Zahl der Geheilten und Gehbesserten verhaͤlt sich ir Zahl der Aufgenommenen wie beinahe 7 zu 8, die der ungehellten wie

L zu A6, die der Todtgeborenen zu den Geburten wie 1 zu 9, und

die der Verstorbenen ö den , , beinahe wie 1 zu 7.

B. In der Anstalt blende Kranke aus den gebil⸗

17 Kranke, 157 2

1

t macht .. 174 Kranke. Von diesen sind ch ö

2) geheilt und geb⸗ssert entlassen b) ungeheilt entlassen

c) verstorbon 23

in Summa abgegangen. . 159 Kranke

und bleiben demnach ult. Dezember 1833 im Bestande Id France. Die gufgengmmenen 187 Kranken haben 88 13 Verpflegungstage * 2 Heilanstalt zugebracht, also durchschnittlich ein Jeder gegen Tage. Von den 187 hinzugekommenen Kranken sind die Kosten na folgenden Satzen entrichtet worden, namlich: n. von 8 Kranken 21 Rthlr. taͤglich, von 6 20 Sgr. * von 52 315 * * von 91 ö n

U zu 7 und die der Verstorbenen Berlin, den 22. Januar 1835. Königliches Kuratorium fuͤr fi. , u st.

Auswvärtige Eörse n.

ö Amsterdam, 31. Jauunr. Niederl. wirkl. Schuld 8. 3 do. 100. Ausg. Schuld 17M. Kaur-Bill. 285. A 3 Amort. B35. 318 793. uss. 999. Oestæerr.

Es hat hlernach im Durchschnitt ein Berliner Kranker .

a, F, e. 1 0]

ö I, Dr ae, rend.] St. Schuld - Sch. Ostpr. Pfandhr. r. Ea. Obl. 30. Romi. do. 4 1063 rum. Seh. d. Seel. Kur- u. Neum. do. A I1063 urin. Obl. in. l. C. Schlesische do. A 1065 Neum. Int. Schi. do. KRkst. C. d. K.-u. X. 75 Berl. Stadt- Obl. Z. Seh. d. K. u. NN 75)

Königsb. do. , Elbing. do. Holl. vollw. Dub. 177 Neue do. 183

Danz. do. in Th. Westpr. HPfandbhr. Eriedrichsd'or . 131. PDisconto

Grosshz. Po. do. anne, meme m mann,,

Wechsel- Cours.

1

13 *

n Hriss. Geld.

a , ꝰᷣ 2 0 2 2 D c 2 æYx Q t O t Q O O 2 t Q . Amsterdun ĩ. 141 dito 120 lamburg 152 dito 1517 London 6 25 lraris : ; ö r Aus burg 1084 Kreèslau iz Leipzig 1923 . 103 3 Woch 30

etersburg ..... Kurz

Warschau

Meteor ologlsche Beobachtung. Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.

Luftdruck. 336, e war. 37, S8 o Par. 338, Par. Huellwarme 7,10 R Luftwaͤrme 4 6,2 0 N. 4 7,190 R. Thaupunkt 4 5,8 9 R. 4 3,3 0 R. Dunstsaͤttg. 96 pet. S7 pCt. Wetter .. regnig. bezogen. NW.

1838. 1. Februar.

Bodenwärme 2,7 9 R. Ausdünst. 0, o 8 3 Rh. Niederschlag 0, o 1 Rh.

bewoͤlkt. NW.

Königliche Schauspiele. Freitag, 6. Febr. Im Opernhause: Fernand Cortez, Oper in 3 Abth, mit Ballets. Musik von Spontint. (Hr. Hammer— meister wird in der Rolle des Telasko wieder auftreten.)

Im Schauspielhause: Dernier Congert, donné par Mr. Lafont, premier violon des cours de France et de Russie. Le spectacle se composera de; 1) L'oncle rival, vaudeville en acie. 2) Souvenirs d'Edelmone et Olello, grande fautaisie nouvelle sur des motifs de l'opéra de Rossini, compasée et exéculée par Mr. Lafont. I) La suite d'un bal masqué, comé- die en 1 ace. 4) Nouveau solo hrillaut, composée et exé- cutée, par Mr. Lafont. 5) Rohert le diable, vaudeville parow die en 1 ace. Le spectacle sera lerminé par une grande fantaisie et variations sur des molifs favoris de: La Muctite de Portici d'Auber, composées et exéculées, par Mr. Lafont.

Sonnabend, 7. Febr. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male: Sohn oder Braut, Lustspiel in 1 Akt, von Georg Harrys. Hierauf: Der Kardinal und der Jesuit, historische Tragi⸗Ko⸗ moöͤdie in 4 Abth., von E. Raupach.

Im Konzert Lokale des Schauspielhauses: Subscriptions⸗Ball.

Königstädtisches Theater. Freitag, 6. Febr. Die Kreuzfahrer, Schauspiel in 5 Akten, von Kotzebue. Neu einstudirt. (Mad. Birch Pfeiffer: Die Aebtis⸗ sin, als Gastrolle.)

)

Neueste Nachrichten.

Paris, 30. Jan. Die Herzoge von Orleans und von Nemours speisten gestern bei dem Praͤsidenten der Deputirten⸗ Kammer. Die Tafel bestand aus 40 Couverts. Der groͤßte Theil der Gaͤste waren Mitglieder der Deputirten⸗Kam—⸗ mer von allen Meinungs-Nuͤancen. Außerdem waren einige Pairs und Generale, der Fuͤrst Talleyrand, die Gesandten Oester— reichs, Preußens und Neapels, und der Seine⸗Praͤfekt einge⸗ laden. Die Prinzen blieben bis um halb 10 Uhr zugegen. Der Constitutionnel sagt, man habe bemerkt, daß der Herzog von Orleans sich lange Zeit mit Herrn Odilon-Barrot unterhalten habe. „Bei der Soirée“, fuͤgt er hinzu, „die auf das Mittagsmahl folgte, fanden sich wenig Doctrinairs ein, dagegen aber eine desto großere Anzahl von Pairs. Herr von Rigny

war der einzige anwesende Minister. Das Budget und der Ge⸗

setz Entwurf üͤber die 25 Millionen bildeten die Gegenstaͤnde

Span. Wi.

aller Unterhaltungen, und die Deputirten schienen sich im Cn zen nicht sehr nachgiebig in Betreff diefer heiden Puntce zu) gen. Man versicherte auch, der Amerikanische Senat hape von dem Praͤsidenten vorgeschlagenen strengen Mich verworfen.“ Der Temps will ebenfalls wissen, daß Kongreß die Botschaft des Praͤsidenten in dem Punkt, m cher Frankreich betrifft, so enischieden getadelt habe, als parlamentarischen Formen nur moͤglich sey. Der Messann meint jedoch, es waͤre zu wuͤnschen, daß der Temps die lit angegeben hatte, aus der er diese Nachricht geschoͤpft, da sch R den Briefen aus NewYork vom 1. Januar keine Spur dam finde und man nicht erfahren habe, daß noch spaͤtere Nachtihn aus Amerika eingegangen seyen.

In der heutigen Sitzung der Deputir ten Kamm legte der MartneMinister einen Gesetz Entwurf vor, n durch er zur Bemannung und Ausruͤstung einiger Schisse an Zuschuß von g00, 00) Fr. zu dem ihm bewilligten Kredit m langte. Dieser Entwurf wurde an die Budgets, Kommuisston p Pruͤfung verwiesen.

Die auf den Traktat mit den Vereinigten Staaten beih chen Dokumente, welche zwei Baͤnde bilden, wurben gestern n ter die Deputirten vertheilt. Die Pruͤfung derselben soll, n Constitutionnel zufolge, erst in den naͤchsten, am 1. Fehn durchs Loos zu ernennenden Buͤreaus der Kammer vorgenn men werden.

Gestern versetzte der Pairshof wieder 10 In kulpaten Anklagen Zustand und sprach vier von der Anklage frei. Arbeiten an dem Bau des neuen Audienz - Saals fuͤr den Mm hof haben gestern fruͤh in dem Garten des Palastes Luxemn begonnen; Herr Gouffier ist der Entrepreneur, und der ih tekt Herr Asphonse de Gisors ist mit der Leitung des Dun beauftragt.

Man will wissen, der Herzog von Wellington habe n Franzoͤsischen Regierung die Versicherung ertheilt, daß 6, Uebereinstimmung mit den Kabinetten der uͤbrigen dabei bo ligten Maͤchte, seine Absicht sey, die Londoner Konferenzen 1. Maͤrz wieder aufzunehmen, um die Film di n n Streitigkeiten zu beendigen.

In Bordeauxer Blättern liest man: „Lorenzo n Oraa befinden sich, Nachrichten aus Pampelona vom 26st zufolge, in den Amescoas und sind in lebhafter Verfolgung; malacarrreguy's begriffen. Ocana hielt mit den Adsutanten Ober⸗Befehlshabers Zoiz und Lumbier besetzt. Gurrea du streift die Ribera mit dem Königl. Commissair. Am 22sten bei Zudoyer, in der Naͤhe von Estella, ein Gefecht stattge— den haben, in welchem sich, wie es heißt, Oraa, Lorenzo Lopez gegen 7 Navarresische Bataillone und gegen das Bata von Alava und Guipuzcoa geschlagen haͤtten. Das Resth kennt man noch nicht.“

Aus Madrid sind Privat-Berichte vom 21. Januar eingegangen, die den Anfang der Sitzung der Prokurado Kammer von diesem Tage enthalten. Die offentlichen Tribn der Kammer waren sehr gefuͤllt, weil die Fortsetzung der batten uber die Ereignisse vom 18ten auf der Tagesordnt stand. Herr Calderon Collanter, der zuerst das M nahm, schilderte die Wichtigkeit dieser Diskussion, von der, er meinte, das Schicksal der Nation abhaͤngen konne; glaubte, daß die Verlaͤngerung des Krieges in Navarra hit saͤchlich an dem letzten Soldaten-Aufstand in Madrid Sc sey, und daß die Regierung andererseits wieder große Schw bewiesen, indem sis mit den aufruͤhrerischen Soldaten kapitun habe; er trug daher darauf an, daß die Kammer in einer Adm an die Koͤnigin ihre Entruͤstung uͤber die Ereignisse vom 16m und ihre Bereitwilligkeit, den Thron Isabella's zu beschuͤht ausdrucken solle. Herr von Toreno fuchte das Ministenn zu vertheidigen und versicherte, man habe die besten Generale nt den empoͤrten Provinzen geschickt, leider aber, wegen der vorher zuh achtenden Foͤrmlichkelten, von den bewilligten Subsidien noch ln Nutzen ziehen konnen, was um so schmerzlicher empfunden wen als die Ausgaben des Kriegs-Departements in der letzten s allein monatlich uͤber 30 Millionen Realen hinweggenonm haͤtten. Hier schließt der Bericht uͤber die Sitzung, un wird nur noch hinzugefuͤgt, daß, wenn auch aͤußere Ruh der Hauptstadt herrsche, die Gemuͤther doch noch keinesng beruhigt seyen, und daß man wieder mehr als je von Ministerial⸗ Veranderung spreche; in keinem Falle werde General Llauder sich halten konnen, und man nenne da Valencia kommandirenden General Valdes als seinen Nachs im Kriegs⸗-Ministerium. Von der Schwaͤche und Nich bigkeit, welche die Regierung am 18ten d. gezeigt hatte, sn tete man die schlimmsten Folgen; der Marsch des nh ten Regiments glich einem Triumph-Zuge. In dem Stuͤdng Alcobundas, wohin es geschickt wurde, waren Abends alle ; ser illuminirt. Man wußte uͤbrigens noch nicht, ob das M ment zur Nord ⸗Armee abgehen wuͤrde. Der General Com soll in Madrid angekommen seyn; seine Entfernung von Armee wurde als ein großer Verlust fuͤr diese betrachtet.

Heute schloß proc. Rente 167. 70. Zproc. Rente 7 5proc. Neap. 94. 50. proc. Span. Rente 13. Zproc. do.] Cortes 42. Ausg. Span. Schuld 155. Neue Span. Anlh

Frankfurt a. M., 2 Febr. DOesterr. proc. Ma 10 n. 161. 4proc. ir gan. 23proc 557 G pro. 245. Bank⸗Aetlen 1565. 1563 Part. Ohl. 139. 139. Loes 166 Gulden 2145 G. Preuß. Pram. Sch. 677 62. do. Mh Anl S5r Br. Holl. Fproc Obl. von 1832 98 S8. Ru Loose 705 70]. 5proc. Span. Rente 421. 423. proc. do. M 253. 251.

Nedacteur Cottel. Gedruckt bei A. W. Hann

ö. Allgemeiner Anzeiger fur die Preußischen Staaten.

Literarische Anzeigen. Ankündigung und Einladung zur unter⸗ zeichnung.

Leben des Königl. Preuß. Geheimen Rathes u. s. w. Ernst Ludwig Heim.

herausgegeben von seription darauf Georg Wilhelm Keßler, Löͤnigl. Preuß. wirkl. Geheimen Ober-Finanzrath. Zwei Theile. gr. Sro. Auf- feinem FBruckpapier. Preis etwa 3 Thlr.

Zu Ostern hoffe ich den ersten, einige Monate spaͤ⸗ ter den zweiten Theil ausgeben zu koͤnnen; B estel⸗

in denen auch ausfuhrliche Ankündigungen zu haben sind. Leipzig, im Januar 1835.

Die zahlreichen Verehrer des Verewigten in hiesi er Residenz ersuchen wir, den ; .

Berlin, Februar 1835.

sich mit F. A. Brockhaus

n

Stu h rsche Buch handlun ö eren Nr. 2. 29

Berlins und Preusgens vollotän

*

Ueber das schwere Zahnen der Kinder. Ein inert, Rath an Mutter und Alle, welche er Pflege der Kinder beschaͤftigen.

Dr. W. Andresse, prakt. Arzt 3. zu Berlin. Svo. nach Zeichnungen des K. Br. Oberbauraths &

brosch. Preis iz) sgr.

rospectus des obigen ,, viele , m . 43 interlassenen el rn, ; ; Zahnen sterven, steht bei den meisten Muͤttern so un⸗ uus binteasgrhn n r Tacerächern, Flche Khnuskin unzß nähmen ir Siä- s in, bahn, g, d, enn ut dringenden Rath an Muͤtter über das schwere Zah=

inen enthält, in den hoher gebildeten Kreisen gewiß Ende März 18385 forthestéhen. Der alsdann eif

eine beifaͤllige Aufnahme finden wird .

8 6. . Peach twerk ü ber Lands Cha fisg ir iuerei Jie Ausgabe init colorirten Abbildungen. . ö ÜU11Litt nunmehr in Berlin hei F. Dümmer, Linden Bei E. S. Mittler in Berlin (Stechbahn Nr. 3), No. 19, s80 wie in allen dne, . Buchhandlungen

1ungen nehmen alle Buchhandlungen an, list so ehen erschienen: g an haben:

Andeutungen ; über Landschaftsgärtnerem Von )lit einem Atlas von landschaftlichen Durstellm

kel und des Malers W. Schirmer. Vom Fürsten von Pickier- M uk h Ausgabe mit schwarzen Abbildungen 0 Ausgabe mit colorirten Ahhbildlungen 70 Ih Pen Subꝶcriptians · Preis lassen wir noch

tende Laden- Preis ist 50 Thlr. 16 gr. sür Lig gahe mit schwarzen Ahbildunken und S0 Ihlr.

Stultgart, im November 1831.

Hallberger' sche Verlagshaudu der

Allgemeine

Preußischt Staats-Zeitung.

——

M 38.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Des Köoͤnigs Majestaͤt haben den zum Direktor der Schweid—⸗ nitz⸗ Jauerschen Fuͤrstenthums, Landschaft erwaͤhlten Kammerherrn von Mutius auf Kuhnern in jener Eigenschaft zu bestaͤtigen

uht. gig, Koͤnigs Masestaͤt haben den bisherigen Regierunas— Asessr Ludwig Wilhelm Haffer zu Gumbinnen zum Re— seruns⸗Rath bei dem Regierungs-Kollegium daselbst Ällergnaͤ—⸗ zt zu ernennen geruht. Bekanntmachung.

Die fuͤr die Koͤnigl. Allgemeine Bau-⸗Schule am 8. Sep— tember 1851 erlassene Vorschriften sind in Hinsicht des §. 3. fuͤr stcche Ausländer, welche keine Anspruͤche auf Anstellung im Preu— sischen Staatsdienste machen, versuchsweise dahin modifizirt wor⸗ hen, daß dieselben, Behufs ihrer Aufnahme, die daselbst vorge— schriebenen Schul Zeugnisse, so wie die Pruͤfungs⸗Zeugnisse als preußische Feldmesser nicht beizubringen brauchen. Für sie ge— nügt mithin das Bestehen der §. 8. vorgeschriebenen Pruͤfung zur Aufnahme in die Lehr⸗-AUnstalt.

Alle uͤbrige Bestimmungen bleiben unveraͤndert und fuͤr solche Auslaͤnder wie fuͤr Inlaͤnder gleich.

Berlin, am 5. Februar 1835. Beuth.

Zeitungs⸗Nachrichten. A us l a n h

Frankreich.

Paris, 31. Jan. Gestern empfing der König den Lord Brougham, den Marschall Gérard, den General Flahault und den Baron von Barante. Später ertheilten Se. Majestaͤt dem Grafen Pozzo di Borgo eine Privat⸗Audienz.

Der Preußische Gesandte, Freiherr von Werther, hatte ge⸗ . Nachmittag eine lange Konferenz mit dem Fuͤrsten von

alleyrand. In der Rede, womit der See-Minister in der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kamm er den Gesetz-Entwurf we⸗ eines Zuschusses von g00, 0900 Fr. zu seinem diesjährigen ö vorlegte, motivirte er dieses Gesuch etwa in folgender eise; „Die Summe, die ich von Ihnen nachtraͤglich verlange, soll zu einem doppelten Zwecte verwandt werden: erstens ist sie bestimmt, der Regierung die Mittel zu verschaffen, unsere Flotte in diesem Jahre auf demselben Fuße wie im vorigen zu erhal— ten, theils um einer festen und vorsichtigen Politik den noͤthigen Beistand zu leihen, theils um unsern ausgedehnten uͤberseeischen Handel zu beschuͤtzen. Das Personal unserer Marine betrug im vorigen Jahre 15,582 Mann; jetzt besteht dasselbe nur noch aus 13,69 M. Um dasselbe nun auf den fruͤheren Fuß wieder herzustellen, bedarf es eines Zuschusses von 450,000 Fr. Der zweite Grund, der uns zu unserer Forderung veranlaßt, ist der Züustand unserer Kälönieen. In den Jahren 1824 2h wurden, wie Ihnen be— lannt ist, jahrlich im Durchschnitte beinahe 8 Millionen Fr. auf ben Militairdienst in den Kolonieen verwandt. In dem Bud get von 1830 aber ist diese Summe auf 7 Millionen und in dem von 1831 auf 6 Millionen reduzirt worden, so daß nichts heiter uͤbrig geblieben ist, als den Effektiv-⸗Bestand der Trup— fen in demselben Maße herabzusetzen. Die Gouverneurs der Kolonien haben unablaͤfsig gegen diese Maßregel protestirt. Von allen Seiten schildert man uns die bedenkliche Lage, in welche unsere Kolonieen durch den in den Britischen Niederlassun— n täglich um sich greifenden Emancipations-Geist ver— zt werden. Es leidet keinen Zweifel, daß bei dieser ufregung der Gemaͤther die kuͤhnen Ünternehmungen gegen die jfenisiche Ruhe in demselben Verhaͤltnisse zunehmen mussen, als die Mittel der Behsrden zur Beschuͤtzung derselben schwach und unzureichend erscheinen. Die Aufstellung einer bedeutenden Mi— litairmacht ist daher das geeignetste Mittel, großen Unfaͤllen vor— n, Fuͤr 1836 ist eine Summe von 598,600 Fr. in An⸗ az gebracht worden. Indessen ist es nothwendig, daß eine Ver⸗ siütkung unserer Truppen in den Kolonieen unverzuͤglich stait— fnde, und zu diesem Behuf verlangen wir von Ihnen eine an— berweitige Summe von 450, 000 Fr. auf das Budget des lau— senden Jahres, wodurch dasfeibe sich auf 64, 631,81 Fr. heben

würde,“ Nachdem der Abmiral Duperrs den aus einem ein.

Hen Artikel bestehenden Gesetz⸗Entwurf selbst vorgelesen hatte, egannen die Berathungen uͤber die Proposition des Grafen zaubert in Bezug auf die bei der Anlegung neuer Landstra—⸗ hen zu beobachtenden Formen. Die Debatte, die sich hierüber hob, war ohne Wichtigkeit, und der Antrag ging zuletzt mit Al gegen Stimmen durch.

In der heutigen Sitzung, in welcher Herr Martin (vom Nord / Departement) den Vorsitz fuͤhrte, wurde Bericht uͤber ver⸗ schiedene Bittschriften abgestattet, welche groͤßtentheils von unter⸗ geordnetem Interesse waren. Herauszuheben ist die Bittschrift eines Herrn de la Front, welcher verlangte, daß die in dem Schloss Ham gefangen gehaltenen Minister in Freiheit gesetzt wurden. Der Bericht-Erstatter meinte, daß diese Bitt⸗ shhrift an den König gerichtet werden muͤsse, da ihm allein das Begnadigungs. Recht zustehe, und schlug die Tages-Ordnung 1. Herr Golberyh: „Ich widersetze mich der Tages—

kdnung. (Lebhafte Reclamationen im Centrum.) Nicht als ö ich dem Koͤnige die Praärogative des Begnadigungs— ectet bestritte; aber ich mache bemerklich, daß die Kammer eech Ueberweisung der Bittschrift dieselbe auf keine Weise ki in Ueberlegung nimmt, sondern sie nur der Sorgfalt und slufmerlksamteit der Regierung empfiehlt. Sie wuͤrden durch eberweisung der vorllegenden Bittschrift die Aufmerksamkeit Regierung auf ein Ungluͤck lenken, welches mit der edelsten

Fassung erduldet wird.“ (Sensation) Die Kammer schritt nichtsdestoweniger zur Tagesordnung. Unter denen, die sich da⸗ gegen erhoben, bemerkte man den General Delort, Herrn von Laboulie und Herrn von Saintenac. In einer anderen Bittschrift von einem fuͤr alle politische Gefangenen verlangt. Herr Garnier⸗Pagdes behauptete, daß die Kammer das Recht habe, zur Ausübung des Begnadigungsrechts aufzufordern. Seines Erachtens, sagie er, muͤßten nicht die Gefangenen Gnade verlangen, sondern die Deputirten mußten es in ihrem Namen thun. Namentlich empfahl der Redner die Gefangenen von St. Michel, welche bei dem Brande huͤlfreiche Hand geleistet haͤtten und doch nicht be— gnadigt worden waͤren. Die Kammer beliebte jedoch auch hier mit starker Stimmen-Mehrheit die Tagesordnung. Herr Jars erhielt hierauf das Wort, um im Namen sämmttscher Lyoner Deputirten seinen Vorschlag zu entwickeln, den Einwohnern Lyons, die bei den April- Unruhen Schaden an ihrem Eigenthum erlit— ten haben, eine Entschädigung zu gewähren. Herr Jars er— zaͤhlte sehr ausfuͤhrlich die Ereignisse von 1831 und 1834, und suchte zu beweisen, daß das Ministerium, unterrichtet von Allem, was sich in Lyon zutrug, was daselbst gegen Savoyen gesponnen wurde, nicht die zur Aufrechthaltung der oͤffentlichen Ordnung nothwendigen Maßregeln ergriffen gehabt habe; und deshalb muͤßten, seines Erachtens, die Folgen des Unheils in Lyon von denjenigen getragen werden, die demselben nicht vorzubeugen gewußt, als sie vom Lande damit beauftragt gewesen. „Meine Herren“, so schloß der Redner, „wenn wir der Regierung unser Geld und unsere Kinder geben, so ist es doch wohl das Wenigste, daß man uns dafuͤr Schutz angedeihen laßt; sonst wurde man mit starken Schritten auf ein System der Foöͤderativ- Regierung losgehen.“ (Bei Abgang der Post dauerte diese Debatte noch fort.)

Die mit der Pruͤfung des Vorschlages des Herrn Roger in Bezug auf die persoͤnliche Freiheit beauftragte Kommisston hat Herrn Berenger zu ihrem Berichterstatter ernannt.

Man erzaͤhlt sich, daß, als der Fuͤrst von Talleyrand in seiner letzten Krankheit einst ziemlich vertraulich mit seinem Arzte gesprochen, dieser sich die Freiheit genommen habe, ihn zu fragen, was man wohl von den Spanischen Angelegenheiten zu halten habe. „Doktor“, erwiederte der greise Diplomat, „Sie müssen bemerkt haben, daß ich meine Meinung nur uͤber Dinge abgebe, von denen ich nichts verstehe. Ich spreche sehr gern von der Arzneikunst.“ ;

Die gestrige Nummer der Tribune ist wegen einer bio—⸗ graphischen Notiz uͤber den Grafen von Argout auf der Post und im Expeditions⸗Lokale weggenommen worden.

Ein hiesiges Blatt enthält Folgendes: „Man faͤngt end⸗ lich an, dem Grunde, welcher den Herzog von Wellington ver— anlaßt, die Botschafter aller fremden Mächte um sich zu versam⸗ meln, auf die Spur zu kommen. Man weiß jetzt durch mehrere vom Auslande eingegangene Briefe, daß der Herzog von Wel—⸗ lington noch vor der Ankunft des Sir Robert Peel den Nordi— schen Hoͤfen eine Art von Memorandum hatte uͤberreichen lassen, worin die noch schwebenden Europaäischen Fragen erörtert wur— den. Nachdem der edle Herzog in diesem Memorandum das Resultat der Expedition des Dom Pedro bedauert hat, macht er darauf aufmerksam, wie nothwendig es sey, daß die Maͤchte, so lange es noch Zeit sey, durch uͤbereinstimmende Maßregeln den Sieg des revolutionnairen Systems in Madrid verhinderten. Als eine Haupt⸗Maßregel zur Erreichung dieses Zweckes wird die Vermählung der jungen Donna Isabella mit dem aͤltesten Sohne des Don Carlos in Vorschlag gebracht. Das Me— morandum des Herzogs von Wellington schloß mit dem Gesuche an die Hoͤfe, unverzuͤglich ihre Botschafter nach London abgehen zu lassen, um die Arbeiten der Londoner Konferenz mit Ruͤcksicht auf die Spanischen und Hollaͤndischen 2Wnn n m enn wieder aufzunehmen. Die Ernennung des Grafen Pozzo di Borgo zum Botschafter in London und die nahe bevorstehende Ankunft der Gesandten Preußens und Oesterreichs deuten darauf hin, daß man auf die Ansichten des Herzogs von Wellington eingegangen ist. Es wird in London eine Art von Kongreß ge⸗ bildet werden, um die Angelegenheiten Spaniens auf guͤtliche Weise beizulegen. Der Herzog von Wellington hat bereits ge— heime Unterhandlungen mit den Ministern Marie Christine's und mit Don Carlos selbst angeknuͤpft. Folgendes sollen, wie man sagt, die Grundlagen dieser neuen Unterhandlung seyn: Marie Ehristine und Don Carlos wuͤrden Beide von dem Spani⸗ schen Gebiete entfernt werden, und die Regierung wuͤrde ihnen, unter der Buͤrgschaft der vermittelnden Maͤchte, eine jaͤhrliche Revenue aussetzen. Donna Isabella wurde feierlich mit dem aͤltesten Sohne des Don Carlos verlobt, und bis zu ihrer Großjaͤhrigkeit der Obhut eines Klosters anvertraut werden. Ein aus 6 Mitgliedern bestehender Regentschafts⸗Rath wuͤrde gebildet werden; aber man weiß nicht, ob derselbe von den Mächten oder von der Spani⸗ schen Nation ernannt, und ob das Koͤnigliche Statut beibehalten werden wuͤrde oder nicht. Dem Vernehmen nach, soll man keine Muͤhe gehabt haben, den Don Carlos zur Einwilligung in dieses Abkommen zu bewegen, und zwei Spanische Minister, Llauder und Martinez de la Rosa, sollen ebenfalls darauf einge⸗ gangen seyn und ufer sogar im Schoße des Minister⸗Con⸗ seils zur Sprache gebracht haben. Herr von Toreno aber hat sich, wie man sagt, jedem Plane der Art nachdruͤcklich widersetzi.“

Die Gazette de France enthaͤlt ein Schreiben aus Ma⸗ drid vom 20sten d., worin es unter Anderm heißt: „Es bestaͤ—⸗ tigt sich, daß die Bewegung in Madrid der Anfang einer mili⸗ tairischen Revolution war, die zum Zweck hatte, die Verfassung von 1812 oder von 1820 zu proklamiren. Man weiß, daß dies die Idee Mina's vor Uebernahme des Ober⸗Befehls war. Es scheint indessen, daß die Sache nicht gehoͤrig vorbereitet war, und daß die Anfuͤhrer ihren Zweck nicht deutlich zu erkennen ge— geben hatten; deshalb mißgluͤckte auch der Versuch. Das 2te Re⸗ giment hatte die Absicht, die Constttution von 1812 zu proklami⸗ ren; da aber die Garnison dem gegebenen Anstoße nicht folgte, so mußte man inne halten. Man kann inzwischen auf den Geist der Armee, und auf die Idee, welche sich die Regierung

Herrn von Bremot wurde eine Amnestie

Berlin, Sonnabend den 7ten Februar

von demselben macht, aus ihrer Nachgiebigkeit gegen die Insurgenten schließen. Man schaäͤtzt die Zahl der am ten Getoͤdtten auf 200. (7) Die Partei der Revolution erblickt in der Schwäche der Regierung ein sicheres Pfand fuͤr einen nicht allzufernen Sieg. Es wird ein andermal mehr Zu— sammenhang in den Operationen der Insurgenten herrschen. Die Regierung ist selbst davon uͤberzeugt; und da sie nichts verhindern kann oder zu verhindern wagt, so giebt sie sich den Schein einer uͤbermäßigen Sicherheit, und entschuldigt damit ihre Unthaͤtigkeit. Mina ist, wie man sagt, heimlich mit den Verschwöͤrern einverstanden, und das 2te Regiment wird eine gute Aufnahme bei ihm finden.“

Die Sentinelle des Pyrenses giebt folgende Nachrich⸗ ten aus Madrid vom 2lsten o.: „Die Regierung hat zwei Esta⸗ fetten aus Sevilla und aus Cadix . wodurch Truppen verlangt werden, um der Verwegenheit ziemlich bedeutender Corps Guerillas Schranken zu setzen. Fast zu gleicher Zeit traf ein Courier aus Valladolid ein, welcher meldete, daß das Pro⸗ vinzial⸗Regiment von Betanzos, nachdem es seinen Obersten und zwei Ofiiziere getoͤdtet, sich fuͤr Don Carlos erklaͤrt habe. Der General Manzo, der sich in Burgos befand, ist sogleich an der Spltze zweier Regimenter abgegangen, um das empoͤrte Regi⸗ ment zum Gehorsam zuruͤckzubringen. Der General Valdes hat sich geweigert, unter den Befehlen Mina's zu dienen.“

Großbritanien und Irland.

London, 30. Jan. Lord Ellenborough sagt in dem Schrei—⸗ ben, worin er, als Praͤsident der Ostindischen Kontrolle, *. Waghorn anzeigt, daß die Regierung (wie neulich erwähnt) die Bildung einer Gesellschaft zur Beförderung von Reisenden und Briefen von England uͤber das Rothe Meer nach Ostindien un— terstuͤtzen wolle, unter Anderem auch noch, daß der Hof der Ost⸗ indischen Direktoren fur die ersten 4 Jahre dieses Unterneh⸗ mens zu einem ansehnlichen Geldbeitrage veranlaßt werden solle. Das Dampfboot, welches zwischen England und Malta faͤhrt, wird nun bereits vom 2. März an Briefe nach Aegypten und Ostindien mitnehmen.

Der Thron des Oberhauses wurde gestern auf die Platform gesetzt; der Sprecher-Stuhl ist auch bereits an seiner Stelle; beide sind sehr geschmackvoll verziert. In wenigen Tagen werden die Einrichtungen der beiden Parlaments-Lokale zu der bevorste⸗ henden Session beendigt seyn. Die Zimmer, welche zur Be⸗ quemlichkeit der Mitglieder, um daselbst zu speisen oder Erfri⸗ schungen einzunehmen, eingerichtet sind, erstrecken sich zum Theil in die Gerichtshoͤfe hinein.

Heute, als am Jahrestage der Enthauptung Karls JI. (1648), wurde des Morgens in der St. Pauls, und in anderen Kirchen der Stadt mit allen Glocken gelaͤutet; die Bank, das Suͤdsee / Haus, das Ostindische Haus und andere oͤffentliche Bu⸗ reaus, so wie das Drurylane⸗ und das Coventgarden⸗Theater, blieben an diesem Tage geschlossen.

Der Courier enthalt folgendes Verzeichniß von den ver⸗ schiedenen Premier⸗Ministern Englands seit dem Regierungs⸗ Antritt Georg's III. bis auf die ieh igt Zeit: Graf von Bute vom 29. Mai 1762 bis zum 16. April 1763; Herr Grenville von da bis zum 12. Juli 1765; Marquis von Buckingham, bis zum 2. August 1766; Herzog von Grafton, bis zum 28. Jan. 1770; Lord North, bis zum 30. Marz 1782; Marquis von Rockingham, bis zum 13. Juli 1782; Lord Selbourne, bis zum 5. April 1783; Herzog von Portland, bis zum 27. Dez. 1783; Lord Chatham, bis zum 17. Maͤrz 1801; Herr Addington (der jetzige Lord Sidmouth, gegenwaͤrtig im 78sten Jahre), bis zum 12. Mai 1806; Herr Pitt, bis zum 8. Jan. 1806; Lord Grenville (jetzt 76 Jahr alt), bis zum 13. März 1807; Her⸗ zog von Portland, bis zum 23. Juni 1810; Herr Perceval, bis zum Sten Juni 1812; Lord Liverpool, bis zum 11ten April 1827; Herr Canning, bis zum 10ten August 1827; Lord Goderich (jetziger Graf von Ripon, gegenwartig im 53sten Lebensjahre), bis zum 11. Januar 1828; Herzog von Welling⸗ ton (jetzt 66 Jahr alt), bis zum 22. November 1830; Graf Grey (jetzt 711 Jahr alt), bis zum Juni 1834; Lord Melbourne (jetzt 56 Jahr alt), bis zum Dezember 1834; und seitdem Sir Robert Peel, der jetzt im 47sten Lebensjahre steht. Die Zahl der Premier⸗Minister seit dem Jahre 1762 beläuft sich also auf 21, und es kommt im Durchschnitt einer auf viertehalb Jahre; am laͤngsten hielten sich Lord North, Lord Chatham und Lord Liverpool, naͤmlich der erste uͤber 12, der zweite uͤber 17 und der dritte fast 15 Jahre; naͤchst diesen war das laͤngste Ministerium das des Grafen Grey, welches beinahe 4 Jahre dauerte; von den uͤbrigen hielten sich die laͤngsten wenig uͤber 3 Jahre, und viele dauerten nur einige Monate.

Der Courier enthält einen langen Artikel aus dem Schot⸗ tischen Kirchen ⸗Magazin uͤber die Gewissensskrupel in religissen Dingen, den er dem Lord Stanley, Sir James Graham und allen denen anempfiehlt, deren Ansichten in Bezug auf die Ir⸗ landische Kirchen⸗Frage in den gegenwaͤrtigen Zeiten so sehr zu bedauern seyen.“ .

In den hiesigen Zeitungen wird jetzt ber die Zweckmaͤßig⸗ keit einer Besoldung der katholischen Geistlichkeit ein lebhafter Streit gefuͤhrt, und dieser Gegenstand scheint auch schon im Mi— nisterium zur Sprache gekommen zu seyn. Was die Reform der Anglikanischen Kirche anbetrifft, so soll man, einem Provin⸗ ial⸗Blatt zufolge, die Absicht haben, ganz England in 18 bis 24, O00 Kirchspiele zu theilen, zu deren Verwaltung die Anzahl der jetzigen Geistlichen um 12,000 vermehrt werden mußte.

Herr O Connell soll erklaͤrt haben, daß ihm seine Wahl in Dublin nur 100 Pfund gekostet habe, waͤhrend seine Gegner 15, 009 Pfund dabei zu F haͤtten.

Die Morning Post bemerkt: „Der neuernannte Bot⸗ schafter des Koͤnigs der Franzosen an unserem Hofe, General Sebastiani, ist der Schwager der Gräfin von Tanker ville, indem er sich i zu Mailand mit der Schwester Ihrer Herrlich⸗ keit, der Witwe des Russischen Generals Dawidoff, vermaͤhlte. Durch diese Verbindung wurde der General Sebastiani Schwie⸗

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