Pond zu Thel werden lassen, wodurch dieselbe hoffentlich bald wieder ganz aus ihren Trümmern erstehen wird.
,Das Woyts / Institut“, so schreibt man aus Bromber g, Abewaͤhrt sich immer mehr als eine Einrichtung, welche eben so dem Interesse der Verwaltung, als dem der Einsassen entspricht. Durch die Einwirkung der Woyts haben namentlich bedeutende Wege⸗ besserungen and Wegeregulirungen im Brombergischen siattge⸗
unden; auch hat die Bepflanzung der Wege erfreuliche Fort⸗
chritte gemacht, indem vom OGetober 1833 bis dahin 1834 im hiesigen Reg⸗ Dez. 229 6stz Stuck Baume, darunter 12,238 Obsstbaͤume, angepflanzt worden sind. Eben so erfolgreich hat sich das Woyts- Institut bei Aufnahme der Seelenlisten bewiesen, denn während im vorigen Jahre die Einwohnerzahl im Brom“ berger Reg ierungs,. Be ir sich auf zal, 778 Indtviduen stellte, ergiebt die diesjährige genauere Zählung 317.109 Einwohner, Also einen Ueberschuß von 20,531 Seelen. Hinsichtlich des Ju⸗ denwesens ist zu bemerken, daß im Regierungs, VBezirt Brom⸗ berg uͤberhaupi 49 Israelitische Corporationen mit eiwa 22 0600 Seelen vorhanden sind. Die Gemeinden sind in allen 49 Ver⸗ dänden nach dem Gesetze vom 2. Juni 1833 konstituirt. Natu— kalisations⸗ Patente sind bis jetzt 659 ausgefertigt worden. Die Total ⸗ Summe der zu Naturalistrenden durfte sich kuͤnftig auf M0 belaufen, nan i auf den 5ten Thetl der großjaͤhrigen, selbst⸗ ständigen Mraeliten. Das Elementar Schulwesen unter den Israeliten wird mit Sorgfalt geleitet.“
— Seit einigen Jahren besteht zu Bedra im Kreise Querfurt des Regierungs- Bezirks Merseburg ein oͤkonomischer Verein, dessen Mitglieder, 53 an der Zahl, regelmäßige Ver sammlungen daselbst halten. Der Zweck des Vereins ist, den Landbau moöglichst zu erhöhen und Mittel aufzufinden, dem Bo— den Produkte abzuzewinnen, welche einen Ersatz faͤr diejenigen Verluste gewähren, die der Oekonem in Folge zu niedriger Getraide / Preise nun schon seit mehreren Jahren erlitten hat. Um die erforderlichen Versuche nicht nur anzustellen, sondern auch die sonst göͤthigen Mittel zu beschaffen, werden von den Mitgliedern des Vereins freiwillige Geld-Bettraäͤge geleistet.
— Am 13ten d. M. starb zu Achen der Koͤnigl. Nieder. lindische General, Lieutenant, Graf A. d' Aubremé, der sert eini— gen Jahren seinen Wohnsitz daselbst aufgeschlagen hatte.
— Bei den höͤchst schwierigen Vorkehrungen, welche dle Reinigung der Goulay, Kohlengrube bet Achen erforderlich machte, ist es den dort beschaͤftigten Arbeitern jetzt erst gelun, gen, auf den Grund zu kommen, und man hat demnach Hoff hung, bald auf die Leichen der Unglucklichen zu stoßen, welche vor einem Jahre auf eine so schreckliche Weise daselbst das Le— ban verloren.
— — — — — — — —
Eerlimer körs-e. Den 19. Fehruar 1835. Amtl. Fonds. und Geld
St. . e hald · Sed.
Pr. Engl. Odl. 36. Hräm. Seh. d. Jeeh. Kurm. Ob m. L C. Neum. Int. Seh. do. A Kerl. Stadi. Obl. 2 K dnigab. da. *
Klbing. do. 34 Daun. do. in Th. — — 38 Wartzr. Ltandbr., A 102 io] Giro sabaꝛ. Pos. do. 4 — 102
J 2146 ;
We ehael- Cours. 2
Dvd 7̃s. r
250 Fi. 12 Mi. — 141
9vĩ * .
152, 1517 6 23;
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— 11446
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— 102.
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Qxvipr. Hfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Schlosische do. R kt. C. d. K. u. X. Z. . Sch. d. K. u. X.
Holl. vollw. Duk.
Veus da. Friodriehsd'or Dis couto
Preięso. C ναG.
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Hamburgs dito London 1 , , 36 Wien in 20 Le. . Augaburg Brex lau
106 ThI. 100 ThI.
n, ch
Petersburg . urz
Wars ehun
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Auswärtige Börsen.
Ams ter du m, 12. Februnr.
Visderl. wirkl. Schuld S6. S5 d9. 1917. Ausz. SBehuldᷓ 1*z. Kaun-ltill. 264 A3 Amart. 64. 353 80. Russ. v9. Ostern. — h reuss. Prüm. Sehoine 113.5. dh z Aul. — Spaun. 53 A6. 83 27, *.
—
804. .
206
Ant worpen, 12. Februar. 283 — iuebhardd --. HDarmst. 265. Belg. — Ham bur, 17. Februar.
ape in Ceri. 9uzs. Preuss. Eräm. Seheine —
Portug. S8. Schatz Ohlig. =.
Fier 14. Februar. 48 95.
Span. 383 a5. 133 do e G.
Zinal. IJ. Cortes
Oesterr.-
holn. 1297 Entl. Kuss. 13].
Sz Met. 101. 1831 581.
Bank- Actien 1315. Neue Anleihe v.
Meteorologische Beobachtung.
16353. Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 18. Februar. 6 uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
, , 335, ; 8 Par. 33, às Par. 335, 35 ar. Quennwarme 6,9 9 R
uftwaͤrme — 0, 20 R. - 3, R. 4 0,2 0 R. ;
Thaupunkt — 2. z. 1 54. . ,, „e Plutwärme 1,90 g'
Dunstsaͤttg S1 pCt. 66 pCt- S0 pCt. Bodenwarme 2, 90 M.
i n . Ausdünst. 0, os 0. Nh. Niederschlag 0.
Wolkenzug SW. —
Schauspiele.
Freitag, 20. Febt. Im Opernhause: Der Luͤgner und sein Sohn, Poffe in 1 Att. Hierauf: Der Aufruhr im Serail, Ballet in 3 Abth. von Ph. Taglioni.
Im Schauspielhause: 17 La famille Riquehourg, drame- vaudeville pac Serihe. 2) Les trois uartiers, comèédie en 3 actes et en prose. bar M)I. Scribe ef Maxzres.
Sonnabend, 21. Febr. Im Schauspielhause: Luͤge und Wahrheit, Original- Lustspiel in Abth. Hierauf: Nachbarliche Freundschaft, Posse in 1 Att, von . Angely.
Im Konzert Lokale des Schauspielhauses: Sub seriptions⸗ Ball.
Sonntag, 22. Febr. Im Opernhause: Robert der Teufel, Oper in 5 Abth., mit Ballets. Musik von J. Meyerbeer. (Hr. Vetsing: Bertram, als Gastrolle.) ;
Preise der Platze: Ein Platz in den Logen des ersten Ran⸗ ges 1 Rthlr. ꝛc.
Im Schauspielhause, Corona von Saluzzo, Schauspiel in 5 Abth, nach einer alten Novelle, von E. Raupach.
Montag, 23. Febr. Im Schauspielhause: Die Braut von Messina, Trauerspiel in Abth., von Schiller. (Madame Crelinger: Isabella. Dlle. Bertha Stich: Beatrice, als Gastꝛolle. Hr. Grua: Don Cesar.)
Zu dieser Vorstellung hleiben die bereits gelöͤsten, mit Mon tag bezeichneten Schauspielhaus-Billets guͤltig; auch werden die dazu noch zu verkaufenden Billets ebenfalls mit Montag bezeich, net seyn.
Billeis zu den Logen des ersten Ranges, zum Parquet und den Parquet Logen sind nicht mehr zu haben.
König st a d tissches Theater. Freitag, 29. Febr. Zum erstenmale? Das Automaten Ka⸗ binet, großes Tanz- Divertissement in ] Abth., ausgefuͤhrt von der Ballet. Taͤnzer⸗ Gesellschaft des rn. Cassel. 1) Pas qe deux somidug, ausgeführt von Herrn Adolphe und Dlle. Peroline. 2) La Polichinelle. ausgefuhrt von Hen. Carelle. 3) Pas de deux, ausgefuͤhrt von Herrn und Man Purtzpichler. 4) Pas de deux ö ausgefuͤhrt von Herrn Eckner und Dlle. Peroline. 5) La Mazurka, ausgefuͤhrt von Herrn und Mad. Purtzpichler. 6) Großer Stel entanz, ausgefuhrt von Herrn Lareile. Vorher: Der Jann und der Bauer, Lustspiel in 2 Akten, von NRautenstrauch
Sonnabend, 21. Febr. von 3. von . Sonntag, 22. Febr. Endlich hat er es doch gut gemacht! Lustspiel in 3 Akten, von Albin; Vorher: Die . Singspiel in 1 Att.
Königliche
Lenore, Melodrama in 3 Akten,
Neue ste Nachrichten.
Paris, 13. Febr. Vorgestern Abend war großes Konzert beim Könige, welches von g bis 12 Uhr dauerte, und zu dem uͤber 1100 Personen eingeladen waren. Gestern ertheilten Se. Majestät dem Grafen von Celles eine Audienz, arbeiteten dann nit den Ministern des Krieges und der Marine und begaben sich um 3 Uhr nach Neuilly.
In der gestrigen Sitzung der Deputirten⸗Kammer wurde nach einer fast dreistuͤndigen Debatte ein einziger Artikel des Gesetz- Entwurfes uͤber die Bankerotte, der an die Stelle des ääßsten Artikels des Handels Gesftzbuches treten soll und diejenigen Wechsel detrifft, die in dem Zeitraume
zwischen der Anzeige des Bankerotts und der gerichtlichen Erklärung desselben saͤllig werden, angenommen. — Zu der
heutigen Sitzung hatte sich nur eine geringe Anzahl
—
von Deputirten eingefunden
Die Legitimi ohne Zweifel um den f. kin
Tag zu lehlu
feiern, an
Meuchelmoͤrders fiel. Von den uͤbrigen Deputirten war meisten wahrscheinlich aus dem Grunde nicht erschienen, her
gerade zu langweilen anfaͤngt. Um 13. Uhr befanden sich Deputirte im Saale, und eine Abstimmung konnte 46 25 Uhr noch nicht erfolgen, da die Versammlun nicht n s6hlie war. Die Sitzung war ohne alles Inter
Der Praͤsident der Deputirten, Kammer gab gest einen Ball, der an Glanz noch den von vorigem IJ und welchem mehr als 2000 Personen beiwohnten. wetteiferten mit einander in Geschmack, Eleganz un rer Kleidung, die Musik war bezaubernd, und All sich, um dieses Fest zu verschoͤnern. Madame mit ihrer gewohnten Anmuth die Honneurs. Unter den 6 bemerkte man die Herzoge von Orleaͤns und Nemours, den] schall Mortier, den Admiral Duperrs und Herrn Perss.
Der General Sebastians mar heute früh um 11 u nicht von hier abgereist, doch sind in seinem Hotel alle ten zur Abreise getroffen, und man glaubt, daß dieselbe nut Laufe des Tages stattfinden werde. Es heißt, man wart einen Courier aus Nom, der wichtige Deyeschen uͤberhn solle, deren Inhalt der Genkral Sebastlan noch kennen wolle, ehe er sich nach London begebe. h
Der Fuͤrst von Broglie, Vater des Herzogs, dessen g sitz in England ist, befindet sich feit einigen Tagen in Mun Durch eine Königl. Verordnung vom ken d. ish c besondere Kommission ernannt, um eine Revision e Entwurfs uͤber das Salz vorzunehmen, und die Min 6] tersuchen, wodurch es möglich waͤre, den Preis des 6a den durch das Gesetz vom 26. April 1825 bezeichneten Dy ments herabzuseßen. Wenn die Kommissto! far eine h setzung des Preises stimmt, so soll sie die Grundlagen ang nach welchen entweder zu einer neuen Adjudication oder j ne Modifizirung des zwischen dem Staat und der Regie hn lichen Salinen und Salzbergwerke abgeschlossenen Kontraltz schritten werden koͤnnte.
Die Legitimisten verfehlten nicht, heute den Jahretiʒ
dung des Herzogs von Berry in mehreren Kirchen Paris durch einen Trauer Gottes dienst zu begehen. Die zei ließ dies ungehindert geschehen.
Im Moniteur liest man folgende Nachrichten aus z nien: Am Aten d. ist Mina mit a0 Mann aus Pam gusgeruͤckt. Er befand sich am 5ten zu Tafalla und slahn Richtung nach Caporoso, um die Ankunft line von Tul warteten Transports zu decken. An demselben Tage hat nares von ihm den Befehl erhalten, sich von Lumbier nach zu begeben. Die Divisionen standen bei Sesma. lleha Besecht bei Urquijas hat man keine Nachrichten. Am gi fahl Mina dem General Lorenzo, sich von Fos Arcks nach sondo zu wenden.“
Waͤhrend die von der Spanischen Graͤnze hier eingen nen Briefe berichten, daß Zumalacgrre quijas von den Truppen Lo ßen die Legitimisten an de Insurgenten⸗ Chefs anschlage nem Treffen zuschreibt.
Die Spanischen Obligationen, die auf das Gerücht neuen Unruhen zu Madrid etwas gedruckt waren, stander der heutigen Böoͤrse wieder besfer, da jenes Geruͤcht sich! bestaͤtigte. Dagegen wirkte ein anderes Geruͤcht, von dem geblichen Verschwinden Dom Miguels aus Rom, nacht auf die Portugiesischen Obligationen.
— Heute schloß proc. Rent Ei Compt. 108. gh, our. 109. — proc. pr. Compt. 79. 25. sin Cour. I 5proc. Neap. pi. comht. 96. 15. sin con. 96. 25. 3 Span. 464. proc. 273. Eortes äs. Ausg. Span. 6 l5 . Neue Span. Anl. —. 2 prge, nn,
Febr. DOesterr. proc. M proc. 56 nr. G. proc 1 Part. Obl. 1393 139. kun Preut. Pram. Sch. 637 635 do. Mg 5proc. Obs. von 1832 997 993. 5proc. Span. Rente 433 43 Zoroc. dh
*
Frankfurt a. M., 16 191. 101 4proc. 5 u gh G. Bank ⸗Actien 1586. 1584 100 Gulden 214 Br. Anl. 96 G. Holl. Loose 707. 70. 267. 253.
Redaeteur Corte. — —
Gedruckt ben A. W. Hahl
Allgemeiner Anzeiger für
nicht weiter gehbet, und ihre Forderungen aus ge dachter Coneurs⸗Masse dem Figco zuerkannt werden auf die Ebenso werden ej ö ir Landrat dem dein Nachlaß des Aron Blauschild in Paderborn, der Gutsbesitzer Gottlieb Ludwig. Minklei, jetzt dessen Felieitas Deppe eben daher, Erben gehörige Rittergut Lipnictt, welches landschaft⸗ aus Aisseln, und auf die Coneurs⸗-Masse des Franz Werks, welche in der K. RK
Bekanntmachungen.
Avertissement.
; me, sollen. Das im Thorner Landrath, Kreise belegene,
lich auf 7885 Thlr 24 sar. 8 pf
st zur notbwendigen Subhastarion gestellt, und der meinen, aufgefordert, solche in gleicher peremtorische Bietungs Termin auf leichem Rechtsna n Termine w Ober- Landesgerichts und das Handlun „Hie Taxe um aus der Kbpe Hypotbeken⸗Schein von Livnicks, fo 21 sgr. resp 21 T wie die Verkaufs Bedingungen, sind jederzeit in der widrigenfalls diefe Gelder ebenfalls dem kannt werden sollen Paderborn, den 31. Dezember 1831.
den z Mai 1838, Vormittags um 10 uhr, ver dem Deputirten Heren
Assessor 8 bierselbst angesetzt worden. und der neueste
biesigen Ober Landesgerichts Reg istratur einzusehen Marienwerder, den 17. October 183. Civil-Senat des Königlichen Ober—
nthalschen Concurs. Masse l Thir
n Iisco ĩ neueste Zeit. alle diejenigen, welche auf gr. Sry. Preis 6 T lr. des Bernhard Steffenz . h
chtheile hier anzumelden gsbagus Saling daselbst vorgeladen,
hl, ig sgr. in Empfang ,, co zuer⸗
Das Pfennig ⸗
das erste Semester mit Thlr.
Landesgerichts.
—
C din tal - Citattho n.
3 der Hellmannschen Concurs⸗-Sache werden die Creben der Gerrsder Lausberg auf El berfesd und ble Erben Garnicht en
Bei Ch. Th.
halb d Monate spatestens aber jn termin den 23. mat 1833, Morg. 10 uhr, or. 2. Gtahltnecht zu legitimiren, widrigenfalls sie
Literarische Anzeigen. Wichtige Groos in Karlsruhe ist erschienen rakter zu
nat Jadocus unticht aus und in allen guten Buchhandlungen Dent lands Man ßer blerdurch u gef led ert, sich als solche inner⸗ (in Berlin 6 h gen Deutschlanzs ch
babn Nr. 3) zu haben:
dungsstufe und der
Anzeige fuͤr Militairs dieser Zeitschrift immer mehr einen
die Preußischen Staaten.
lung ihrer Einrichtung von der Entstehung bis
De ausgezeichnet guͤnstigen Beurtheilungen dieses demselben eine glei
7 ö * ‚ 2 * Oest ö ĩ ĩ ĩ * 8 9. 7 35 . 1 — * ᷣz . abgeschttzt worden, Multbaupt aus Kleinen berg An sprächt zu haben ver- tgig Zeitschrirt 1833 Deren ber , n mmi ang besßar Zeitschriften desso Tüchtthuf
Frist und Nillitair Literatur. Zeitung 1834. 10r Band, 35 Heft,
Zl dem- Dag. 162 vis 79 zrschtenen ind, unden ! erden der Martin Ehers in Berlin (s in kein er Militair⸗ Bibliothek fehlen r Ten i mee .
heben den Verleger jeder Empfehlung desselben. —
Magazin wird auch im Jahre 18385 fortgesetzt und in g enzblatt cig
allen Buchhandlun en Pi / Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht FIn⸗ und 8öansan n? , , . 264 an gr ü cutsche Pubinium serreffende antini
„Was eifrige Besircben der Redacti'! ist dahin ge⸗ richtet, durch lerer . Berüuͤcksichtigung der . Heistesrichtung des deutschen Volks
, eben . e einen H
zeleßeung und ansprechender ünterha
entlich vei E. S. Mittler, Stech⸗ ach t . aͤußere ,, .
r. 3 ben ᷣ on, Paris, Wien und Berlin geferti Abbildun⸗
Wolf, F. (Kapitain ) Verfertigung der Hand⸗ gen auf Deut und und Papier 6 ) . Feuerwaffen, nebst ener geschichtlichen Daͤrßel. zrÿßte Sorgfalt verwandt werden
—
Das Nationgl⸗Mag azin ist in den Vethh
Mit einem Atlas von 18 unterzeichneten pe schei . , 8 1 rgegangen, erscheint aber Kupfertafeln in Quer- Folis und Erklaͤrungen. ferner und die a0 (! gif. ben werden ut
schaffung des Pfenni Magazins veranlaßt, du g e Tendenz hat und jeht i
liefert werden kann? Der erste. Jahrgang des Pfennig-Magzintzi Fostet sauber geheftet 2 Thir., der n Jahrgang in z Nummern 14 Thlr. und es fort iw dhrend ESremptkare davon in guten drücken zu erhalten, zu Berlin in wer Gin schen Buchhandlung, Schloßplatz Rr 2. 1 as dem Pfennig Raga zin beigefuͤgte Intt
net sich vorzuͤglich für alse di
Leipzig, im Januar 1855
angenommen. F. A. Bro ckhan⸗
Anzeige fuͤr Gartenfreunde
nationalen Cha S ; X.
zitemittes fat did, Tenn er lens und beit un dec eh
Nachtrag zum Katalo von Gum en, strauchen, Obstforten . von James Bol Söhne in Hamburg.
vor 15 Jahren der Herzog von Berry unter dem Dol
Debatte uͤber den Gesetz Entwurf wegen der Bankerotte sie
g Immer
ranzbs. Str. Nr 29, gratis abzuforden
gruͤndet⸗⸗
Preußische Staats⸗Zeit
Allgemeine
Berlin, Sonnabend de
Zeitungs-⸗RNachrichten. Auslande.
Frankreich.
Paris, 14. Febr. Der Marschall Gerard und der Ge⸗ ral Sebastiani wurden gestern Nachmittag von dem Koͤnige sangen. Der Letztere wird, dem Journal des De bars
folg, heute die Reise nach London antreten. In der heutigen Sitzung der Deputirten-Kam mer ka⸗ en uboͤrderst mehrere bei derselben eingelaufene Bittschriften ortrage. Bemerkenswerth war unter denselben die Ein⸗ ö eines Geistlichen, Namens Paganel, der den Erzbischof von saris beschuldigte, daß er eine Suinme von 1 Mlll. Fr., die er r der Juli-Revolution in Haͤnden gehabt, unterschlagen habe; obei er es fuͤr eine Luͤge erklärte, wenn der Erzbischof behaupte, ß diese Summe ihm bei der Pluͤnderung des Palastes abhaͤn⸗ m gekommen sey. Der Bittsteller verlangte demgemaͤß, daß mne Eingabe sammt den Belaͤgen dem Großsiegelbewahrer uͤber⸗ esen werde, damit dieser eine gerichtliche Untersuchung veran⸗ . Der Berichterstatter widersetzte sich diesem Antrage, Herr Paganel bei der Sache nicht persoͤnlich bethei⸗ jst, mithin auch nicht befugt sey, die Kammer aufzu⸗ rbern, daß sie gewissermaßen als Klaͤger auftrete. Herr zal erte wunderte sich dagegen, daß man dem Bittsteller Recht streitig machen wolle, das allen Franzosen ohne Aus⸗ ihme zustehe. Entweder (meinte er) wuͤrde der Erzbischof oder 6 Pariser Voll verleumdet, und es sey daher unumgaͤnglich thig, daß das Faktum aufgeklaͤrt werde. Herr Hen meqkin ar der Ansicht, daß das Petitions-Recht sich nicht so weit er— ecken duͤrft, daß es zu boͤslichen Anschwaͤrzungen die Hand tte. Es sey keinesweges seine Absicht, sich zum Vertheidiger es Praͤlnten zu machen, dessen Charakter unantastbar sey, und m sein Ruf einen hinlaͤnglichen Schutz gewaͤhre; indessen sey e Beschuldigung, mit der man heute in der Form einer Bitt⸗ rift auftrete, schon von den gewoͤhnlichen Gerichtshoͤfen fuͤr e schaamlose Verleumdung erkannt worden. Hr. Dugabé« gte hinzu, daß, wenn Hr. Paganel nichtsdestoweniger Ursache haben glaube, jenen wuͤrdigen Praͤlaten eines Diebstahls bellchtigen, er den Weg Rechtens dazu waͤhlen, und den ibsahl dem General⸗Prokurator oder dem Justiz-Minister heihnen mochte. So aber erscheine die Petition ernes obscu⸗ priesters nur als ein Akt kleinlicher Rache dafuͤr, daß der sshichof ihn im Kreise seiner Befugnisse mit einer Discipli⸗ r, Strase belegt habe. Die Herren Aug uis und Chara⸗ aule unterstuͤtzten dagegen die Ueberweisung der Bittschrift den Groß, Siegelbewahrer. Der Letztere berief sich darauf, aß das Verschwinden der 1 Million eine Thatsache sey, die zthwendig entweder dem Erzbischof oder dem Pariser Volke ir Last falle. Zugleich gab er aber zu verstehen, daß die letz⸗ ke Alternative die minder wahrscheinliche sey, da das zdlk sich uͤberhaupt wahrend der Juli-Revolution so unei— nnützig bewiesen habe. Herr Vaude bemerkte dagegen, ß, da am 29. Juli alle Gefaͤngnisse erbrochen worden, ohne speifel auch viele Straͤflinge an der Zerstoͤrung des erzbischoöͤf⸗ hen, Palastes Theil genommen haͤtten, und daß diese ganz fuͤg⸗ ch die verschwundene Summe entwendet haben koͤnnten. Hier⸗ hen machte wieder Herr Audry-de-Puyraveau geltend, ö die in jenem Palaste aufgefundenen heiligen Gefaͤße und hriester⸗Ornate auf dem Rathhause deponirt? worden waͤren, braus sich auf die Uneigennuͤtzigkeit des Volkes schließen lasse. dn derselben Weise äußerte sich Herr Laffitte, und als er bei er Vemerkung, daß das Pariser Volk selbst jeden Dieb verhaf⸗ iet haben wurde, von den Centris unterbrochen wurde, rief er
nit großer Lebhaftigkeit aus: „Sie, meine Herren, waren nicht gegen, aber ich war zugegen, und ich behaupte, daß an jenem
ige das Pariser Volk nirgends eine Veruntreuung gelitten haben wbüthe. Das Bank Gebäude war verlassen, und doch wurde es icht gepluͤndert. In Privat- Haͤusern standen die Schraͤnke isen, und doch hat sich Niemand Über einen Diebstahl zu bekla⸗ n gchabt. Ich kann unter diesen Umständen die etwas spaͤte demerkung des Herrn Baude uͤber das Oeffnen der Gefaͤng⸗ sse nicht gelten laͤssen.“«= Noch fuͤhrte Herr Audry⸗de⸗Puy— äbeau ein spezielles Faktum als Belag fuͤr die uUneigennuͤz⸗ let der Pariser wahrend der letzten Revolution an. Als es nranf zur Abstimmung kam, wurde die Bittschrift des Herrn haganel mit großer Stimmen“ Mehrheit durch die Tages ord⸗ ung beseitigt. — Die Versammlung beschaͤftigte sich hierauf l der Proposition des Herrn Martin, eine Kominission zur stersuchüng aller Fragen zu ernennen, die sich auf den Bau nd den Verkauf des Tabacks beziehen. Die an sich wenig in— tesante Debatte, die sich uͤber diesen Gegenstand erhob, war ei dem Abgange der Post noch nicht beendigt.
Das Journal d'e Paris enthaͤlt Folgendes: „Die Augs— ther Allgemeine Zeitung hat einen, in mehrere Pariser Bläͤt⸗ 1Ubergegangenen Artikel uͤber einen angeblichen Notenwechsel dischen dem Franzoͤsischen Minister der auswaͤrtigen Angelegen⸗ kiten und dem Grafen von Appony publizirt. Es heißt darin, hz dem diesseitigen Botschafter in der chweiz, Grafen von nmigny, anbefohlen worden sey, dem Vorort zu erklaͤren, daß, ‚ls er die von ihm eingeschlagene schlecht⸗ Bahn beharrlich ver⸗ ‚ gen sollte, Frankreich aufhören wuͤrde, noch irgend ein Inter— an den Angelegenheiten und dem Schicksale der Schweiz zu sIhmen. Diese Angabe ist ungenau; eine solche Instruction ist m Grafen von Rumigny von dem Minister der auswaͤrtigen 4. 'genheiten nicht ertheilt worden. — Wir benutzen zugleich ee Gelegenheit, um dem eruͤchte zu widersprechen, daß der gedachte
l F. Hafter abberufen werden wälde, und was Jene kb? l.
etzung der Allgemeinen Zeitung betrifft: „„daß die hiesigen vnferenzen zwischen dem Grafen von Rigny und mehreren frem⸗ n Gesandten Geldforderungen an Frankreich zum uin, e,, so erklaren wir? bieselbeꝰ gleichfalls fuͤr völlig un⸗
Gegenstande
Ing.
— — — — — —
n 21 sten Februar
Die Quotidienne bemerkt in Bezug auf diese Erklaͤrung: „Sollte man, wenn man diesen unglaublichen Artikel liest, nicht meinen, daß das Franzoͤsische Kabinet es sich angelegen seyn lasse, die Vorwuͤrfe zu besttigen, welche man ihm so oft wegen seiner Propagauda⸗ Politik macht. Wie, in dem Augenblicke, wo Ihr erklart, daß Ihr uͤberall die schlechten Leiden schaf⸗ ten bekaͤmpfen wollt, leugnet Ihr es, das Betragen jener Elen⸗ den gemißbilligt zu haben, zie zu Steinhoͤlzli ihre National— Farben mit Füßen traten, um die Kokarde des Deutschen Foͤde⸗ ralismus aufzustecken und auf den Tod der Koͤnige zu trinken? Sind das etwa die rech tichen Leute, zu deren Beifall Herr von Talleyrand Euch in seinem Abschiedsschreiben Gluͤck wuͤnschte? — Wir wissen sehr wohl, daß das Franzoͤsische Kabinet nicht er— mangeln wird, in Wien zu sagen, daß ihm in Paris die Haͤnde gebunden seyen, daß man sich die Kammer nicht zum Feinde ma— chen duͤrfe u. f. w.; da dies aber insgeheim geschieht, so kann man es nöoͤthigenfalls immer leugnen, und man wird die ge⸗ wuͤnschte Wirkung auf die Schweizer Revolutionnairs hervorge⸗ bracht haben, indem man sie durch die Erklaͤrung in dem mini— steriellen Journal ermuntert hat. Wen denkt man nun eigent⸗ lich hier zu taͤuschen?“
Im Journal de Paris liest man auch noch folgende Widerlegung: „Am 12ten war an der hiesigen Boͤrse das Ge⸗ ruͤcht verbreitet, daß in Metz Unruhen ausgebrochen und daß die Civil-⸗Behoͤrden von einem Theile der Garnison verkannt worden waͤren. Dieses Geruͤcht ist offenbar nichts als ein Kunstgriff solcher Spekulanten, in deren Interesse es liegt, Be— sorgnisse auszustreuen. Wir sind ermächtigt, auf das bestimmteste zu erklaͤren, daß weder das Kriegs-Ministerium noch das Mi— sterium des Innern eine Nachricht erhalten hat, die irgend et⸗ was der Art befuͤrchten ließe. Die neuesten Berichte von dort zeugen vielmehr von der unerschuͤtterlichen Hingebung der Trup⸗ pen und von dem guten Geiste, der die Einwohner beseelt.“
Der Constitütionnel will seinen Lesern einreden, daß er die Instructionen kenne, die der General Sebastiani fuͤr feine Londoner Mission erhalten hat, denn er sagt heute: „Die In⸗ structionen des Generals Sebastiani sind weit von dem entfernt, was das Land von einer so wichtigen Mission zu erwarten be— rechtigt war. Der Geist des dockrinairen Kabinettes blickt deut⸗ lich daraus hervor. Als der Fuͤrst Talleyrand im Jahre 1830 nach London ging, lauteten feine Instructionen dahin, nach Kraͤften zu einer Ministerial⸗Verand erung im Sinne der Whigs beizutragen; man sah die gebieterische Nothwendigkeit ein, der liberalen Meinung in England den Sieg zu verschaffen. Der Herzog von Wellington konnte nich; Minister in England blei⸗ ben, ohne durch seine bloße Gegennzart im Kabinette den Geist und die Tendenz der Juli-Revolution zu bedrohen. Herr von Talleyrand entiedigte sich seines Auftrages mit einer Ge— wandtheit, die man anerkennen muß; denn es war noch kein Jahr seit seiner Ankunft in London verflossen, als das Mi— nisterium Grey ans Ruder kam. Was dagegen die jetzige Sen⸗ dung des Generals Sebastiani betrifft, so hat man zwar aller—⸗ dings nicht den Muth gehabt, ihm die traurige Verpflichtung aufzulegen, das Ministerlum Peel zu unterstuͤtzen, aber der Bot— schafter hat den Auftrag, der konfervariven Bewegung, welche die Doctrinairs fuͤr eine unvermeidliche Folge des von ih⸗ nen proklamirten Systems des Wider standes halten, nichts in den Weg zu legen. Wir befinden uns offenbar am Eingange ei⸗ nes neuen Systems.“
Der Großsiegelbewahrer hat eine unlängst von dem Bi— schof von Moulins, Herrn v. Pons, in der Form einer „Denk⸗ schrift an den Koͤnig“ abgefaßte, durch den Bruck vervielfaͤltigte und an saͤmmtliche Bischoͤfe versandte Protestation gegen die Ausfuͤhrung eines Kaiserlichen Dekrets vom Jahre 1813 uͤber die Beaufsichtigung des Rechnungswesens in den großen geistli⸗ chen Seminarien, dem Staats Rathe als eine Ueberschreitung seiner Amts⸗Befugnisse uͤberwiesen. „Man versichert“, sagt das Journal des Dabats, „daß mehrere Bischoͤfe den verstorbe⸗ nen Erzbischof von Besangon, Hrn. Dubourg, einen durch seine Froͤmmigkeit wie durch sein Wissen gleich achtungswerthen Praͤ⸗ laten, uͤber diesen Gegenstand zu Rathe gezogen hatten, und daß nach dessen Gutachten 70 Seminarien sich bereits jener Verwal⸗ tungs- Maßregel unterworfen haben.“
Ein in Rheims erscheinendes Blatt, der Industriel, wi⸗ derspricht der von mehreren Journalen gegebenen Nachricht, daß der Kardinal de Latil in Rheims oder uͤberhaupt in Frankreich eingetroffen sey.
Man hat die auf Befehl des Pairshofes gedruckten Akten⸗ stuͤcke, die den Bericht des Herrn Girod und das Requisitorium des Herrn Martin in dem Prozesse wegen der April⸗ Ereignisse enthalten, unter die Deputirten vertheilt. Sie bilden 5 Baͤnde in to.
Die Regierung hat folgende telegraphische Depesche aus Brest vom 171en d. bekannt gemacht: „Der Königl. Kom⸗ missarius in Hayti, Dupetit-Thouars, an den See Minister: Die Korvette „la Creole“ hat Port au Prince am 20. Januar verlassen. Sie überbringt einen Kredit-Brief auf London von 4, 8ä8, 904 Fr. 665 E. als Saldo des Kapitals der Schuldforderung des Franzoͤsischen Schatzes, so wie alle Auf— schluͤsse, welche die Regierung uber den Zustand Hayti's und die Absichten der Regierung dieser Republit verlangt hat.“
Vorgestern hat ein von Herrn von Asda erfundener Dampf— wagen die Reise von Versailles nach Paris gemacht, und ist diese Probefahrt zur allgemeinen Zufriedenheit der dazu eingeladen ge⸗ wesenen Per sonen ausgefallen.
In dem Reparateur de Lyon vom gten d. liest man: „Gestern speisten ein Dutzend Gerber⸗Gesellen friedlich in einem Gasthause der Quarantaine, als sie sich plotzlich von etwa 60 Zimmerleuten angegriffen sahen. Diese stuͤrzten durch die Fen⸗ ster, die sie einschlugen, in den Saal, fielen uͤber die ungluͤcklichen Gerber her und mißhandelten sse grausam. Zwei derselben blie⸗ ben todt auf dem Platze, und die ubrigen wurden mehr oder minder schwer verwundet. Ein Einziger der Angreifenden hat am Orte des Ereignisses verhaftet werden koͤnnen; die uͤbrigen
haben sich nach Perrache gefluͤchtet, wo die Sicherheits⸗ Brigade, mit Huͤlfe eines Pukets Soldaten, sie umzingeln und noch ein Dutzend verhaften konnte. Diese Elenden wurden saͤmmtlich von den Verwundeten erkannt. Solche sich unaufhoͤrlich erneuernde Ausschweifungen sind geeignet, die traurigsten Betrachtungen ein⸗ zuflößen.“
Briefe aus Bayonne vom ten d. M. behaupteten, daß das (vorgestern von dem Moniteur erwähnte) Gefecht bei Arqui— sas am 4ten d. M. zum Vortheile der Christinos ausgefallen sey. Die Truppen der Königin, aus den Kolonnen Lorenzo's, Hraa's und Barrena's bestehend, haͤtten die Karlisten mit Tages⸗ Anbruch angegriffen. Der Kampf sey lange zweifelhaft gewesen, allein zwei von Lorenzo geleitete Artilleriestuͤcke haͤtten ihn ent⸗ schieden. In einer hoͤchst vortheilhaften Position aufgestellt, haͤt⸗ ten sie die Reihen der Insurgenten in Verwirrung gebracht und ein fuͤrchterliches Blutbad unter ihnen angerichtet; 300 Todte seyen auf dem Schlachtfelde geblieben; die Zahl der Verwundeten belaufe sich auf 500, und 50 Mann, so wie eine Menge Gewehre und Munition, waͤren in die Haͤnde der Sieger nnn Zu⸗ malacarreguy habe in diesem Treffen an der pitze von 9 Ba⸗ taillonen gestanden. Lorenzo habe 140 Todte und 6h Verwün— dete gehabt. — Ob diese Nachricht sich bestätigen wird, steht dahin. Mittlerweile giebt sie auch das Journal de Paris nach Privat⸗Briefen aus Bayonne, win jedoch wissen, daß ,, . nur Lrei Bataillone bei sich gehabt habe, die Zunega, Urbiso und Alava besetzt gehalten haͤtien. Die Kolon⸗ nen Lorenzo's, Oraa's und Barrena's hatten zu Santa Cruz und Arquijas gestanden. Die naͤmliche Korrespondenz enthaͤlt Folgendes: „Am Sten wurden das te, 7te und gte Bataillon von Navarra von der Kolonne des Brigadiers Ocasa, der sie uͤberfiel, angegriffen. Das Treffen war heftig. Um 2 Uhr Nachmittags vertheidigten sich die Karlisten noch; doch zogen sie sich nach den Gebirgen von Echalar zuruͤck. Man versichert, daß sie auf dem Schlachtfelde 90 Todte, darunter einen Capitain vom 7ten Bataillon, gelassen haben. Ocaña soll nur 18 Mann verloren haben. Die Karli⸗ sten wurden zwei Stunden lang verfolgt. Man glaubt, daß sie sich nach Janci begeben haben. Die Provinz Biscaya ist von Espartero, der sich am 3Zten in Bilbao befand, in Beiagerungs⸗ Zustand erklaͤrt worden.“
Die legitimistischen Blatter theilen heute gar keine Nach⸗ richten von der Spanischen Graͤnze mit. Nur im Renova teur liest man folgende Zeilen: „Unsere Korrespondenz von der Graͤnze meldet uns heute kein Ereigniß von irgend einer Wich⸗ tigkeit. Die Christinos haben ein Bulletin bei Arquijas verbreitet, in welchem dem Ge Sieg zugeschrieben wird; aber jenes Buͤlletin hat durchaus kei authentischen Charakter. Man muß offizielle Berichte abwarten, bevor man die Details jenes Treffens mittheilen kann. Das Resultat aber ist, wie wir fruuͤher schon gemeldet, den Karlisti⸗ schen Truppen günstig gewesen, indem dieselben sich des Trans; ports bemaͤchtigt haben. 3000 Uniformen, Kriegs- und Mund; Vorraͤthe aller Art und 1,900,000 Franken in baarem Gelde sind den Karlisten in die Haͤnde gefallen.“
In der Gazette de France liest man: „Die Annahme des Portefeuille des Spanischen Kriegs⸗Ministeriums von Sei⸗ ten des Generals Valdes ist niemals zweifelhaft gewesen; die Briefe aus Madrid vom ten d. melden, daß er stuͤndlich in je⸗ ner Hauptstadt erwartet wird. Fuͤr den Augenblick wird keine andere Veränderung im Spanischen Ministerlum stattfinden.⸗⸗
Der Indicateur de Bordeaux meldet als ein Geruͤcht, daß der General Llauder, in Folge der Madrider Ereignisse vom . Januar, auf der Reise nach Barcelona wahnsinnig gewor⸗
en sey.
Der Trombetter io von Rom vom aten d. sagt: „Es wird von nichts Anderem in der Stadt gesprochen, a von der plötzlichen Abreise Dom Miguel's. Der Ort, wohin er sich be— geben hat, ist unbekannt, und die seltsamsten Geruͤchte sind uͤber den Zweck seiner Reise in Umlauf.“
Großbritanien und Irland.
London, 14. Febr. Der Koͤnig ertheilte vorgestern Herrn Tierney und dem Herzoge von Wellington Audienzen. Letzterer war nach 4 Uhr im Palast angelangt und wurde sogleich bei Sr. Maj. vorgelassen. Kurz nach 5 Ühr traf der Russische Bot⸗ schafter, Graf Pozzo di Borgö, von Ashburnham⸗House in Brigh⸗ ton ein. Se. Excellenz begab sich unverzuͤglich nach dem Schlot und wurde von dem Herzoge von Wellington, als dem Staats Secretatr fuͤr die auswaͤrkigen Angelegenheiten, beim Koͤnige ein gefuͤhrt. Der Graf blieb den Abend zum Diner bei Ihren Ma— jestaͤten; unter den uͤbrigen Gaͤsten befanden sich, außer dem Her⸗ zoge von Wellington, Sir F. Lamb, der Admiral Thompson, Sir R. Otway, der General Pigott, der Admiral Whitshed, die Obersten Hornby und Cavendish, Dr. Blomberg und Sir 8 Hope. Ihre Masestaͤten werden schon naͤchsten Dienstag, den 17, nach London kommen. Der Herzog von Wellington und der Russische Botschafter kehrten gestern wieder hierher zuruͤck.
Der Maler, Herr Newton, hat so eben das Portrait Ih⸗ rer Masjestaͤt der Königin in Miniatur vollendet.
Gestern Nachmittags wurde im auswärtigen Amte wieder ein Kabinets⸗Rath gehalten, der fast drei Stunden dauerte.
Der Standard verneint die von dem Courier daraus, daß Sir G. Murray den Kabinets⸗Berathungen in der letzten Zeit nicht beigewohnt, hergeleitete Folgerung, daß derselbe auch seinen Posten als General⸗Feldzeugmieister niedergelegt haͤtte.
Auch Sir James Graham ist nun in London ein etroffen; er stattete vorgestern dem Premier ⸗Minister einen Be uch ab.
Der Herzog von Devonsphire haͤlt sich jetzt auf seinem Land⸗ sitz Hardwick-⸗ Hall auf und gedenkt, Brighton in dieser Saison nicht i besuchen. ;
m zu zeigen, wie sehr die Grundsaͤtze des Marquis von Londonderry mit denen im Widerspruch staͤnden, welche der Cou⸗ rier und seine Partei befolgt zu sehen wuͤnschen, fuͤhrt dieses Blatt Folgendes an: „Am 13. Au ust vorigen Jahres tadelte Lord Londonderry das Grey'sche Ministerium, weil es einen
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