1835 / 52 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sat, 21 Feb 1835 18:00:01 GMT) scan diff

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Agenten in Rodil's Hauptquartier gesandt hatte, indem er sagte, 33 die 2 sie Nachrichten vom Kriegs Schau⸗ platze haben wolle, auch zu Don Carlos einen Agenten schicken müsse; wir sollten also bei einer Regierung einen Agenten akkre= ditiren, die von der unsrigen nicht anerkannt war. Wenige Tage vorher hatte der edle Marquis behauptet, das Sryy sche Kabinet habe alle die trefflichen Uebereinkuͤnfte von 1814 und 1815 uber den Haufen gestoßen, die, seiner Meinung nach, das gehörige Gleichgewicht in Europa begründeten. Um dieselbe Zeit nannte er die Abschließung des Traktats der Quadrupel—⸗ Allianz eine schmachvolle und abscheuliche Maßregel, und růgte es, daß wir Dom Miguel gehindert haͤtten, sich auf dem Thron von Portugal zu behaupten; kurz, was die auswaͤrtige Politik anbetrifft, so kennt der edle Marquis kein anderes System, als das seines verstorbenen Bruders, des Lord Castlereagh, und der Herzog von Wellington selbst hat die Ansichten des Lord London derry mehr als einmal getadelt.“ Dergleichen Bemerkungen wer— den von den ministeriellen Blättern nicht erst einer Erwiederung ge⸗ würdigt; mehr Gewicht aber legen sie, wie es scheint, auf die Ansichten der Times, und hier sind es besonders, wie auch schon erwähnt, die Morning Post und der Standard, welche sich, er— stere in zurecht weisenderem, letzterer, der fuͤr das Organ des Herzogs von Wellington gilt, in freundlicherem Tone, auf Entgegnungen einlassen. So liest man im Standard un⸗ ter Anderem: „Wir glauben wohl, daß es nie eine Verwaltung in Großbritanien gab, die sich ernstlicher, als die jetzige, bemuͤht haͤtte, das Land, insesern es sich vermeiden laͤßt, nicht in die Angelegenheiten des Kontinents zu verwickeln, und eben deshalb scheint uns der Einfluß Großbritaniens auf den Kontinent so groß zu seyn, als es nur moͤglich ist. Obgleich wir nicht den geringsten Grund haben, zu glauben, daß die Times in ihrer Polemik auf den Standard hinzielt, se danken wir ihr doch sür die Gelegenbeit, die sie uns gegeben hat, fuͤr unser Theil alle Uebereinstimmung mit den Grundsaͤtzen der heiligen Allianz von uns zu weisen, und wir sind der Meinung, daß die Times, indem sie die Rathgeber Sr. Majestaͤt von einer so un⸗Englischen Neigung freigesprochen, der Ver⸗ waltung einen guten Dienst geleistet hat.“ Anders aAu⸗ Fort sich die Morning Post: „Die Time /, sagt dieses Blatt, „scheint sich zwar gern die Gunst der einsichts vollen Klassen des Britischen Volks erwerben zu wollen, in dem sie im Allgemeinen eine gemäßigte und gutgesinnte Sprache führt, aber dessenungeachtet muß sie hin und wieder, wie es scheint, noch den Bierschenken und den Jakobinern, mit denen sie sonst vor, nehmlich zu konverstren pflegte, ihren Tribut zollen. Sie will die gesrtzlichen Mraͤrogativen der Krone unter der besonderen Be— dingung unterstuͤtzen, daß der Konig niemals einen Botschafter aut der Reihe derjenigen Maͤnner ernennen soll, uͤber weiche die Times zur Zeit ihres Jakobinismus herzu fallen suͤr aut fand. Sie will dem Herzoge von Wellington Gerechtigkeit widerfah⸗ zen lassen, unter der Bedingung, daß es ihr ungehindert erlaubt warde, gegen den Charakter des Marquig von Londonderry die schrüiendste Ungerechtigkeit zu begehen. Wir sind uͤberzeugt, daß wir n Sinne saͤmntlicher Konservativen in Großbritanien spre⸗ chen, wenn wir sagen, daß sie sich auf eine so schmachvolle Be⸗ dingung micht einlasen werden. Und wir würden unsere Pflicht zu verabsremen glauben, wenn wir zu einer so i n Verun gttinpfung dieses Charakters cr nm, die offenbar nur in der jämmerlichen und fruchtlosen Ab in Einem Punkte noch einen Schein jener Consequenz zu de⸗ wahren, die sie mit Hinsicht auf die allgemeine Tendenz der Grundsätze und den Hauptgang der Verwaltung ganz offen, en ischlossen und, wir muͤssen hinzufaͤgen, zu ihrer Ehre ausge⸗ geben hat. In ihren ganzen Tiraden ist augenscheinlich nichts ließetz eugendes, mohl aber viel, was jeden besonnenen und per, nnnftlar . sn Mann verletzen muß. Die Geschichte und der politi⸗ sche Charakter des edlen Marquis sind dem Lande bekannt. Seine Geschechte ist die eines Staatsdieners, der bei verschie de⸗ nen Gelegenhelten mit wichtigen und schwierigen Geschäften be— auftragt worden, und der sich bei der Erfüllung dieser Pflichten niemals den geringsten Tadel oder Vorwurf zugezogen hat. Sein politischer Charakter ist mit den konservativen Grundsaͤtzen in Bezug auf die Institutionen Großbritaniens und mit den ar . ten und ehrenwerthen Grundsaͤtzen in Besug auf 67 ö. lr nisse zum Auslande identifizirt, welche die höchsi. und sch nste *. zeichnung jenes tüchtigen Vereins von Staatsmännern hilden, die der Konig kuͤrzlich in seinen Rath berufen hat, und die von der Times ihrer Unterstuͤtzung nicht unwerth erachtet werden. . behaupten in geradem Widerspruch mit der Times, ache ese Ernennung nicht nur weit davon entfernt ist, vom ganzen Lande getadelt u werden, sondern daß Niemand etwas dagegen einzu⸗ wenden hat, ausgenommen die sehr kleine Zahl von Individuen, die es sich zur Regel machen, der Times, wohin dies aigft sie guch, führer mag, zue folgen und sich so oft umsuwenden, a 3 es ihr beliebt. Wir bestreiten es, daß die Untauglichkeit des Mar⸗ quis von Londonderry, Englands Ansehen und Civilisation zu repraͤsentiren, schon durch irgend etwas erwiesen waͤre, und blej⸗ hen dabei, daß er sich weit mehr dazu eignet, beides zu vertreten, als Lord Durham, dessen Mission nach St. Petersburg, wie wir uns erinnern, von der Times mit so großem Beifall aufgenom—⸗ wen wurde.“ ] na Der Standard macht sich daruͤber lustig, daß die whiai⸗ stischen und radikalen Zeitungen sich mit allen Kuͤchen und Ge— sinde tuben in Verbindung gesetzt zu haben schienen, um es so⸗ gleich yu erfahren, wenn irgendwo Siaatsmänner zu einem Di, kee versarnmelt wären, und diese dann ihrem Strafgericht zu unterwerfen; so wüßten namentlich der Globe und die Morning Chrönicle besser um alle Gastmähler der Konservativen, als diese Letzteren selbst. Als Beispiel fuͤhrt der Standard mit Beifuͤgung einiger Bemerkungen Folgendes an: „Am 2lsten v. M. enthiel— ten die meisten Blaͤtter die Meldung, daß Sir Charles We—⸗ therell dem Herzoge von Cumberland ein Diner gegeben haͤtte, zu welchem Sir E. M. Sutton, der General⸗-Anwalt, Herr Troker und andere auserwaͤhlte Personen eingeladen gewesen seyen. Das war ein gefundener Bissen, und schoͤn war eine ge⸗ raume Zeit verflossen, als ihn die Chronicle wieder aufnahm und darauf folgenden Artikel baute; „„Der Hereinyeitscher (oies ist eine Person, deren sich die Parteien bedienen, um die saumsellgen Parlaments- Mitglleder von ihrer Seite zusammen u treiben, damit sie bei wichtigen Abstimmungen eine groö— pere Masoritaͤt erlangen), Sir C. M. Sutton 8 W. Ero ker und alle der neuen Regierung anhaͤngende Wtzköpfe waren versanrmelt, und es wurden zwischen einigen der „kontrahiren— den Parceien“ gewichtige Worte gewechselt, und ein sehr ehren⸗ werther Herr protestirte 6 daß man ihn zur Katzen pfote des Diktätors oder des Joseph Gurface machen wolle Un⸗ ter dem Hereinpettscher ist Herr W. Holmes, das vorige Mit⸗ lied fur Hie. Castle gemeint, wie alle Leser der Whig—⸗ Bind wissen; und wer irgend in diesen Zeitungen bewandert ist, dem brauchen wir nicht erst zu sagen, daß unter dem Dikta⸗

bsicht geschieht, um doch

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tor der Herzog von Wellington verstanden wird, und unter Jo—⸗ seyh Surface Sir R. Peel, ein Spottname, dessen sich der Pre⸗ mier⸗Minister nicht zu schämen braucht, wenn er sich erinnert, daß derselbe Herrn Pitt beigelegt wurde, um die Reinheit seines personlichen Charakters und seines Familienlebens laͤcherlich zu machen; und in dieser Beziehung verdient ihn Sir R. Peel eben so wohl und aus denselben Grunden. Jetzt zu der Geschichte. Ein sehr ehrenwerther Herr, sagt die Chroniele, protestirte da—⸗ gegen, daß man ihn zur Katzenpfote machen wolle. Wer war dieser Herr? Es kann nur Herr Croker gemeint seyn, und Herr Troker befand sich nicht in der Gesellschaft bei Sir C. Wetherell. Er har leider niemals in seinem Leben bei Letzterem gespeist. Aber das ist nicht Alles. Der Herein⸗ peitscher, den die Chroniele so artig in die Gesellschaft einfuͤhrt, war damals so weit von Sir C. Wetherell's Diner, als West— moreland von Stone-Buildings entfernt ist! Aus diesen kleinen Irrthuͤmern kann man auf die Genauigkeit der Berichte unseres Kollegen schließen. Wir haben nur noch hinzuzufuͤgen, daß die Beschichte von den „gewichtigen Worten“ von Anfang bis zu Ende eine Fabel ist.“ .

Dem Standard zufolge, hat der Bischof von Exeter seine Beipflichtung zu dem Kirchen-Reform⸗Plan zu erkennen gegeben.

Der Admiralitaͤts Secretair, Hr. M. G. Dawson, hat dem Capitain Pechell auf die zu Gunsten der Fischer von Brighton an die Regierung gerichteten Bitten um Schutz gegen die Beunruhi⸗ gungen von Seiten der Franzoͤsischen Fahrzeuge angezeigt, daß nach der Entscheidung der Lord-Kommissarien der Admital von Ports⸗ inouth den Befehl erhalten habe, waͤhrend der Zeit der Fischerei einen Kreuzer zum Schutz der Englischen Fischer vor Brighton

u senden.

; . naͤchsten Parlament will man auf Erlaubniß zur An⸗ legung neuer Eisenbahnen antragen, welche die sogenannien „in— neren“ Grasschaften, Derby, Nottingham und Leicester, durch Linien, die sich bei Rugby in die Eisenbabn zwischen London und Birmingham muͤnden wuͤrden, mit der Haͤuptstadt verbin— den sollen.

In vielen Theilen von England, besonders aber in der Grafschaft Somerset, macht sich großer Wassermangel fuͤhlbar, weil es ganz an Regen fehlt; selbst die Moorlaͤndereien, die sonst in dieser Jahreszeit gewohnlich mehr, als man wuͤnscht, un— ter Wasser stehen, sind gegenwaͤrtig voͤllig ausgetrocknet, und das Vieh muß oft sehr weit zur Tränke getrieben werden. Die Brunnen sind in mehreren Distrikten fast ganz versiegt, und eine große Brauerei in der Stadt Taunton ist genöthigt, ihr Wasfer aus dem Fluß zu nehmen.

Nach der allgemeinen Behauptung der hiesigen Aerzte, ha— ben in London seit vielen Jahren nicht so wenig Krankheiten geherrscht, als in den letzten drei Monaten.

An der hiesigen Boöͤrse hat man bereits Noten der jetzt ins Leben getretenen von O Connell gestifteten, sogenannten Natio⸗ nal-Bank von Irland vorgezeigt. Sie waren vom 26. Januar d. J. datirt und lauteten so: „Ich verspreche, dem Inhaber auf Verlangen 1 J. in Carrick on Suir zu zahlen.“ EF kommt aber weder das Wort Sterling, noch das gebräuchliche Zeichen E darauf vor, und man wußte also nicht, ob in Pfund Sterling oder in altem Irlaͤndischen Courant gezahlt werden sollte. Fer⸗ ner sind drei Verzierungen auf diefen Banknoten; in der Mitte

ibernia, jedoch ohne n, auf eine Harfe gelehnt und einen 2 . Wolfshund zur Seite; im Hintergrunde Waaren— ballen, Getratde, Ackergeräthschaften und ein absegelndes Schiff; die Harfe ruht auf einem Schwerdie ober einer alt⸗Irischen Pike, der Handgriff derselben ist ein Kreuz; zur rechten Seite befindet sich eine andere Harfe mit Irlands Wappen, uber wel— chem aber, statt der Krone, der Helmschmuck angebracht ist, den Irland fuͤhrte, als es ein abgesondertes Koͤnigreich war; der Hirsch im Wappen ruht, statt zu springen; links sieht man ein von Kleeblumen, aber ohne Rose und Distel, eingefaßtes J. Oben steht mit großen Buchstaben „National-Bank von Irland“, unten: „Bank von Carrick on Suir“. Die Unterschrift lautet: „Die Direktorꝛn und Compagnie“.

Die Times bemerkt mit Hinsicht auf die in den Lissaboner Korrespondenzen geruͤhmte Popularität, die sich der Herzog von Leuchtenberg in Portugal gleich erworben haben soll, daß es kindisch seyn würde, wenn man auf eine Popularitaͤt, die kaum eine Woche alt fey, irgend ein großes Gewicht legen wollte.

Der Portugiesische Gesandte hat dem Herzoge von Wel— lington angezeigt, daß das Tonnengeld, dem die Englischen Kauffahrtei-Schiffe in der letzten Zeit auf der Insel Madeira unterworfen waren, aufgehoben worden sey. l

Die Times sagt heute: „Wir waren vorgestern auf eine Autoritaͤt hin, die uns vollkommen genuͤgend schien die Anga⸗ hen, welche in einem am Tage vorher von einem Morgenblatte Lem Morning Herald; vergl. den Art. London im gestrigen Blatte der St. Z.) mitgetheilten Schreiben aus St. Estevan enthalten waren, für unrichtig zu erklaͤren im Stande. Jenes Blatt versicherte aber nochmals, daß es dieselben fuͤr vollkommen glaubwuͤrdig halte. Was jedoch den Hauptxyuntt betrifft, namlich den, wo von den n Bedinguͤngen eines Vergleichs mit Don Carlos die Rede ist, so sind wir zu der Erklarung ermächtigt, daß der General Alava eine solche Uebereinkunft, wie die dort erwähnte, niemals, weder offigtell noch privatim, vorgeschlagen hat, und daß seine eigenen Ansichten einem Vor⸗ schlage der Art ganz und gar widerstreben. Um sich eine rich tige Meinung uͤber die Lage der Dinge zu bilden, braucht man nur zu bedenken, daß Spanien 10 Millionen Einwohner zaͤhlt, und man wird daruber urtheilen koͤnnen, ob der Bürgerkrieg so lange haͤtte dauern konnen, wenn, wie man vorgiebt, vier Fuͤnftel der Bevoͤlkerung an einer der kaͤmpfenden Parteien

ingen.“ ! Ga sse lb Blatt theilt ein Schreiben mit, dessen Verfasser behauptet, daß die beiden Tuͤrkischen Reisenden, welche kurzlich in England angekommen sind, mit einer vertraulichen Mission von Seiten des Sultans beauftragt zu seyn schienen, um die Briti⸗ sche Negierung mit der Lage, in welcher sich die Pforte jetzt be⸗ finde, genau bekannt zu machen und sich um Englands Schutz und Beistand zu bewerben. „England“, sagt jener Korrespon— dent, „kann sich jetzt Gluͤck wuͤnschen, daß seine Interessen in den Haͤnden von Maͤnnern ruhen, welche dieselben am besten kennen, und jetzt ist es an der Zeit, daß diese Maͤnner durch Befoͤrderung und Beschuͤtzung dieser Interessen beweisen, daß sie würdig sind, fuͤr die einzigen Maäͤnner gehalten zu werden, die im Stande seyen, die Angelegenheiten LSieses Lan des zu leiten, fuͤr dessen Unternehmungggeist die gan⸗ zen großen Laͤndergebiete Persiens, der Türkei, Syriens, Aegyp⸗ tens, Nubiens, Arabiens, ja die beiden Kontinente Asiens und Afrika's in ihrem ganzen Umfange geoͤffnet werden duͤrften, wenn der Sultan und Persien von uns unterstuͤtzt und Mehmed Ali anerkannt wuͤrde.“ Obgleich nun die Times an eine folche geheime Mission von Seiten der Pforte nicht glauben will, in⸗ dem sie meint, daß der Sultan zu solchem Zweck Botschafter

j angedeutet, daß die meisten Buͤrger⸗Repraͤsentan⸗ Ea de, . Eigenschaften zu diesen Posten fehlten, veranlaßt sehen duͤrften, freiwillig aus dem Kollegium aus— Auch wird auf eine großere Ausdehnung des kommu⸗ i ahir chts⸗ als auf die Grundbesitzer allein, gedrungen. i letzten Montage sollte die Preß Vergehens⸗Sache ge⸗ rofessor David wieder im Hof- und Stadtgericht vorge⸗

Der General-Fiskal begehrte und erhielt aber n Aufschub von acht Tagen. In derselben Sitzung Sache gegen den Redacteur der „freien Presse“, Kan⸗ gat Larssen, inkaminirt, aber gleichfalls auf acht Tage aus—

und Agenten habe, die er offen an England ab wenn er der Regierung dieses Landes aͤtte, so scheint sie do espondenten so ziemlich Orient fuͤr den Schauplatz h nister ihren Einfluß auf das A

eine Mitth ch darin mit den einverstanden zu sey aͤlt, auf welchem di usland ganz beso

eilung u Ansich n ih

Aus den Quebek-Zeitungen vom 8. men werden.

vor, daß in der Provinzial-Einnahme des v Ausfall von 30 40,000 Pfun

Kurz vor dem Abgange der l war das Schiff „Olbers“ aus Bremen wanderern unter Anfuͤhrung eine

Der Koͤnigl. Statthalter vo bergk, ist auf dem Schiffe dem er einen Besuch machte, bestattet worden.

Aus Trinidad wird vo zweiter Zug von Einwohnern an der Zahl, die statt dort angelangt war, u dividuen erwartet wurde. im Landbau beschaͤftigt ware sagt und eben so viel, ja n Neger, ohne daß sie sich uͤber ihre

Auf der Insel Granada hab schen dem stelloe

Januar geht

d stattgefunden hat. etzten Nachrichten aus J mit 500 Deutsch s Herrn Myers dort ange n Dominica, Sir C. M. „President“ in der Carlisle, mit Tode abgegangen un

. m die Fama mit gewohnter Eile schon unlaͤngst den an enn . eines bedeutenden Defektes beschuldigten ater⸗Kassirer, Secretair Printzlau, nach dem freien England 1 hatte, ja selbst wissen wollte, daß er auf der Reise nach freieren Nord-Amerika sey, hat die Justiz auf eine Publikum hoͤchst unerwartete Weise sich seiner Person mächtigt, und zwar hier in Kopenhagen. Am Tten d., Nach— s um 3 Uhr, wurde er namlich im Gasthause „Gammel d“ in der Suhms⸗Straße, woselbst er doch nicht lange Wie man erfaͤhrt, hat er eine klang außerhalb Kopenhagen versucht, aus dem Lande zu kom⸗ und ist, da ihm solches nicht gluͤcken wollte, endlich wieder ** zuruͤckgekehrt. Welchen Plan er gehabt hat und wie er ha verborgen halten wollte, oder ob er eine neue Flucht Gewiß ist es indessen, daß ein e vor seiner Habhaftwerdung mehrere Per sonen, die e ihn in genauen (besonders Verwandtschafts-) Verhaͤltnissen chen, von der Polizei abgehoͤrt worden sind, weil selbige den lich machten, Sachen und Guter aus dessen Wohnüng zu ungen, wodurch das Mißtrauen rege wurde, daß selbige über sin Verbrechen und Aufenthaltsort etwas wissen muͤßten.

Deutschland.

Das n,, n n. Ihrer eit, der Frau Großherzogin, wurde hier auf das . ö Herzen, das so viele euden spendet, auch eine der unerwartetsten und suͤßesten an ssem Tage zu bereiten, waren der Prinz Wilhelm von Preu⸗

r. Maj. des Koͤnigs) und Gemahlin, Koͤnigl. Ho— sten, von Berlin hierher geeilt und trafen eben in den Stuͤn— nein, wo die Gluͤckwuͤnsche im Schlosse dargebracht wurden, elch ja immer der Ausdruck der Gefuͤhle des ganzen Landes d, Zur Verherrlichung des Festes hatten sich noch der Fuͤrst n Reuß ⸗Lobenstein-Ebersdorf, die Prinzen Alexander und Ernst hn Wuͤrttemberg, der Erbprinz von Schwarz burg⸗Sondershau⸗ Heinrich 67. von Reuß⸗Schleitz und Gemahlin, ie Prinzen Adolph und Albrecht von Schwarzburg-Rudol— adt eingefunden, und an diese Fuͤrstlichen Personen schlos⸗ n sich außer dem noch anwesenden Kaiserlich Russischen Ge— ndten, von Schroͤder, der Koͤniglich Bayerische außerordent—⸗ che Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister, Graf von Lurburg, r K. Franzoͤsische außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte hinister Baron v. Bourgoing, mehrere K. Preuß. Generale und dere ausgezeichnete fremde Personen, so wie wieder viele an⸗ sehene Landes-Einwohner an. Am Abend fand die Bevslkerung helegenheit, im Hof⸗Theater, wo die große Oper von Bellini, Numa“, glanzvoll dargestellt wurde, auch ihrerseits ein Zei⸗ hen der herzlichsten Gluͤckwuͤnsche ehrerbietigst darzubringen. Ihre kinigl. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Wilhelm von ĩ scheinen in der Großherzogl. Loge

m 8. Januar gemeldet, der Azorischen Insel Fa der Neger zum Arbeiten angeworb ß noch ein drittes Schiff mit inige dieser Einwanderer, di n, hatten den Pflanzern sehr j ssere Arbeit geleistet, wi Kraͤfte angestren en einige Streit rtretenden Gouoerneur und sammlung uͤber gewisse Rechte und Privile Ersterer versprach, die

weilt haben soll, attrapirt.

der Kolonial g chtigte, ist nicht bekannt.

gien der le Sache dem Gou Sir Lionel Smith, zur Entscheidun sammlung mit dem B ntscheidung zukomme.

n hier Zeitun Nachrichten

gefunden. Ober⸗ Befehlshaber, zulegen, wogeg protestirte, daß ihr allein die E Aus New-Hork hat ma erhalten; die darin befindlichen chen bis zum 19ten v. M., bis z Repräsentanten⸗Hauses uͤber de betreffenden Theil der Botsch Bericht abgestattet h Der Sun fuͤhrt Privatbrie melden, daß das Repraͤsentanten dem Beispiel des Senats n geweigert habe, uͤber den Theil der Bot welcher Frankreich betrifft, abzustimmen. enen Briefen, erst den Beschluß der Fran Kammer abwarten. Frage noch fast in derselben Lage, In der Tim es liest man: au⸗-Prince ersieht man, nen hoͤchst traurigen Anbli Hauptstraßen, und diese waren Haͤuser verfielen zusehends, kein Dach mehr, dem Gebaͤude aus der Erde als verarmt, schmutzig, und tr sah oͤde und armselig aus.“

Selg ien.

Die hie sigen Blaͤtter melden „Vorgestern fuhren 5 Ft See zu stechen. Offizier des Belgischen War r antwortete, daß solche Er fang auf hoͤhern Befehl n Da die Fischer sich dieser R so faßte ein Huissier, den sie an 8 elle eine Protestation wider dieses J atzes gegen die Mauth ab. Die Fist chen Tage vor die Stadt zuruͤck. Sie das Resultat dieser Verltht Fischfangs und der Industese iche Verbot hat große Sensth Dies Verbot wurde denn al zur Sprache gebracht und in! vielem Eifer die kutirt. g hatte selbst Vorschlaͤge zur Beguͤn rei in die Kammer gebracht und ollte deswegen in jenem Verbot ei Minister versicherten, der Gn Ueberzeugung, daß es in Amp Die angeblich Hollaͤndische Graͤnze in ihren Fang ab und scn odukt einzuschmuggeln; man muͤsse ll ko cher bewundern, welche ohne all Mi orgen ausfuͤhren und am Abend mi Von der anderen Geshhh Antwerpen allerding in Gegentheil moͤchte schwerlich zu ne der Minister den Fischen an! Hollandische oder Belgische seyen n chte von einem reichen Genter Gun pfen aus dem Teich gesto Tage auf dem Markte b , hiere wieder zu erkennen glaubte und sir vn es in Antwerpen natsonale Fishe ine Kommission verwiesen.“

Dänemark.

Die kuͤrzlich publizirte Nh der National-Bank fuͤr i833 bis 1834 eri ste Zukunft die erfreulichste Aussicht. mit 41,98, 51d Rthir, ih O,. 660 Rbthlr. herabgebta den regelmaͤßigen jährlichen Zettel Vernichu in 6 Jahren auf ihr Minimum von 20 Mi Die Aktiva der Bank

en aber die Ver

gen vom An aus Washingzs in u welcher Zeit der Ausschif zoͤsische Angelenn aͤsidenten noch lin

n die Fran Weimar, 183. Febr. aft des Pr

nnigste gefeiert. Um dem muͤtterlichen

fe aus Washington an. nch Haus der Vereinigten Ghn sondern sich dutch schaft des Praͤsihen 8 wolle, heißt eh zoͤsischen Deputin bemerkt der Sun,, wie im ersten Augenblick . Berichten von Pu daß diese einst so bluͤhende Stan, Gras wuchs in vielen! fuͤr Wagen ganz unwegsam. der Palast des und ein rie

icht gefolgt sey,

„So bleibt also“

n, der Prinz ck darbot.

ntendanten j senhafter Baum wuchs mittem hervor. Die Einwohner wen aͤge geschildert, und der ganze

Bruͤssel, 14. Febr. Antwerpen vom schiffe den Fluß hinab, um in Lacroix angekommen, gaben sie dem schiffes ihre Erklaͤrung ab. Diese rungen fuͤr den Belgischen Fisch angenommen werden konnten. gerung versehen hatten, genommen, auf der St bot wegen Schaden⸗Ers schiffe kehrten am naͤmli in den Kanal eingelaufen der Gesetze und der Freiheit des Dieses sonderbare und unerklaͤrl zu Antwerpen gemacht.“ der Repraäsentanten⸗Kammer beiden letzten Sitzungen mit waͤrtige Regierun Belgischen Fische die Opposition w quenz entdecken. desseiben liege lediglich in der pen keine national⸗Belgische scher fuͤhren immer bloß bis ter, kauften dann den ihn als Belgisches Pr schicklichkeit dieser Fise und Apparate am M cher Beute beladen zuruͤckkehrten. gegen behauptete man, es gaͤbe in nationale Fischerei und das weisen seyn; unmoͤglich koͤn Augen ansehen, oh sie erinnerte an die Geschi sitzer, dem man se und der am folgenden weibe seine T Die Frage, ob gabe, wurde ubrigens an e

9g. Februar:

Preyßen wurden bei ihrem Er uf das Freudigste bewillkommne

Zu einem der Zeichen theilnehmvoller Verehrung, welche jem General, Major und Wirklichen Geheimen Rathe, Freiherrn jon und zu Egloffstein, am Tage seines Dienst-Jubilaͤums, dem 6. Okt. 18634, uͤberreicht werden sollten, hatte das saͤmmtliche Hroßherzogliche Offizier-Corps einen Saͤbei bestimmt. artet zerschnitt das am 15. September v. J. erfolgte Ableben zieses Generals diesen Plan, aber es konnte in dem Offizier⸗ otps nicht zugleich den Wunsch erloͤschen, jenes Sinnbild krie⸗ erischer Ehre, wenn auch nur als Todtenopfer, seinem Zwecke widmen und es der Familie des Verblichenen als ein blei— hendes Andenken der Liebe zu uͤbergeben. dem Lebenden gäͤlte, murde dazu sein Geburtstag, der 15. Mitte des Offizier-Corps begaben te in das Haus des Dahingeschie— was ihm selber zugedacht rinnerung spricht von dem

und warten

Gleichsam als wenn

Februar, ausersehen. sch an diesem Tage Beauftrag dchen und überreichten den Seinigen, Dieser Beweis liebender E heiste, de das Großherzogliche Offizier⸗-Corps belebt, und macht ugleich unsern einheimischen Kuͤnstlern Ehre, denn das Gefaͤß, dat Schwerste an dem Stuͤcke, ist von den Bruͤdern Straube Es enthalt auf dem Buͤgel in und Medaillen, mit welchen

Allein die Fischerei gebe.

Hollaͤndern f Weimar in Bronze gearbeitet.

chabener Arbeit saͤmmtliche Orden : der General so reich geschmuͤckt war, und auf der Stange die uschrift; „Im Kriege tapfer, im Frieden gerecht und mild.“ Den Säbelknopf bildet ein Löwenkopf mit der Grafenkrone, auf welcher sich ein Amethyst mit dem Petschaft der Familie v. E Die Klinge ist in Solingen verfertigt und trägt n Seite naͤchst dem Großherzoglichen Wappen die In⸗ rit: „Dem allverehrten wuͤrdigen Chef des Großh. Saͤchs. Gffi⸗ ziert Corps.“ Die andere Seite ist mit zs Jahrzahlen der Feldzuͤge des Ve his solß befinden, und init dem Egl

Am 141en d. Abends brach in Rudolstadt ein heftiges Feuer ius, wodurch etwa 30 Scheunen und einige Hundert Klafter gierung gehoͤrte, in Asche gelegt wur— die Durchlauchtigen Prinzen waren zugegen und ermunterten durch

stein hefinder.

orbeerkraͤnzen, in welchen sich rstorbenen vom Jahr 1793

ei einem J offsteinschen Wappen geziert.

artes Holz, welches der Re den. Der Fuͤrst sowohl als bei der Loschung des Brand hre Theilnahme die Thaͤtigen.

Hannover, 11. Febr. bverschen Staͤnde⸗ buch discurirt, herrath, an w

Kopenhagen, 14. Febr. schafts / Ablage selbst fuͤr die allernaͤch im J. 1818, also vor nommene Zettelschuld ist bis auf 23,4

In der zweiten Kammer der Han⸗ Versammlung wird jetzt das Kriminal ⸗Gesetz— und war die zweite Berathung uͤber den Hoch— elcher vornehmlich die Herren Ober Justizrath Schatzrath Stuͤve, Dr. Lüntzel, Dr. Freudentheil und . Lang Theil nahmen, sehr lebhaft. un Freudentheil und Lüntzet, welcher die feste Begraͤnzung des chens des Hochverraths bezweckte und vom Schatzrath kraͤftig unterstützt wurde, hat den Beifall einer großen aͤt der zweiten Kammer gefunden.

—— Dresden, 18. Febr. Verordnungs; Blaites ist

16 Jahren,

so daß sie, bei von I Million, nen gesunken seyn wird. ber-⸗Valuta, theils in sicheren Forderungen, Rthlr, waͤhrend die ruͤckstaͤndigen Schulden Rbthlr. belaufen, 12,697, 944 Rthlr. ergiebt.

Wie man er wie die XXXI wählt werden, Hauptstadt ungefahr fuͤr die Wahl der Repraͤ penhagens gelten. ausgesprochen, daß die Amtsdauer sentanten auf eine bestimmte Zeit schraͤnkt werden moͤge. existirenden Kollegiums

theils in Ein Antrag der Dokto— betragen la sich nur auf 1, lz) welches ein reines Kapital-Vermoͤgen faͤhrt, geht ein Vorschlag, die Art abzuaͤnde Maͤnner (deputirten Burger) Kopenhagens hl kuͤnftig von den Vürg nach den Grundsätzen geschehen soll. sentanten zur Brand⸗Versicherung ? Auch wird in oͤffentlichen Blattern der Vun die ser Burgerschafts Ne (hoͤchstens 4 bis 5 Jaht), Zugleich wird eine Purification des ö der XXXlII Maͤnner als nothwendig

Das Zte Stuͤck des Gesetz⸗ erschienen, und enthaͤlt 13 ver— setze und Verordnungen, unter denen nur die Ver— 24. Januar d. J. uͤber die Gleichstellung der so weit sie bisher gegen ein⸗ n sind, dann die Gesetze vom zwar a) uͤber Kompetenz-Verhaͤltnisse zwischen altungs-Behoͤrden, h) uͤber die hoͤheren s den Instanzenzug in Justizsachen, c) uͤber pri⸗

dahin, daß die Wa hhiedene Ge

irdnung vo Freislande und der Ober ⸗Lausitz, s Ausland betrachtet worde Januar und ustiz⸗ und Verr

iz⸗Behoͤrden und

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vilegirte Gerichtsstaͤnde und einige damit zusammenhaͤngende Gegen⸗ staͤnde, so wie d) das Verfahren in Administrativ / Justizsachen betreffend, ingleichen das Gesetz vom 31. Januar, eĩne Bestim⸗ mung uͤber Trennung gemischter Ehen enthaltend, erwähnt wer⸗ den. Das Dampfboot, welches der Besitzer der hiesigen Zuk⸗ kersiederei, H. W. Lalberla, zur Fahrt auf der Elbe zwischen hier und Hamburg hat bauen lassen, hat, nachdem es fechsmal wegen Treibeis halten mußte, seine Uebungsfahrt von Hamburg bis hierher ohne Unfall gluͤcklich zuruͤckgelegt, und ist am J4ten d. M. Abends 71 Uhr am sogenannten Schusterhaufe, I Stun⸗ den von hier, angekommen, wo es, in Ermangelung eines sichern Landungs- Platzes an der Stadt und wegen abermaligen Treib— eises, auch noch vor Anker liegt, weshalb viel Schaulustige sich dorthin begeben, um ein Fahrzeug dieser Art, das hier ein ganz neues Schauspiel ist, in Augenschein zu nehmen. Am 15ten d. M. Abends 109 Uhr setzte Feuerlaͤrm die hiesigen Bewohner in Unruhe; in dem eine halbe Stunde von hier gelegenen Dorfe Stadt Neudorf war ein Feuer ausgebrochen, bei welchem raeh— rere Haͤuser und Scheunen in Flammen aufgingen; nur durch , Anstrengung wurde deren Weiterumsichgreifen ver⸗ indert.

Oesterreich.

Aus Boͤhmen vom 4. Februar berichtet ein im Schw. Mer k. mitgetheiltes Schreiben eines Reisenden: „Karl X. lebt so eingezogen wie immer, und man wird wenig von ihm ge— wahr. Die in Prag lebenden Kavaltere scheinen diesen Winter weniger Baͤlle und Festlichkeiten zu haben, wie sonst; nur zum Besten der Armen und der milden Stiftungen werden wieder einige veranstaltet.“

Der Winter hat sich bis jetzt in Boͤhmen sehr wunderlich gelaunt gezeigt. In mehreren Kreisen, namentlich am ganzen Gebirge hin, vom Erzgebirge bis zum Riesengebirge sind unge— heure Massen von Schnee gefallen, welche aber durch ploͤtzliches Thauwetter immer schnell wieder schmelzen. Am hohen Gebirge, besonders auch an der Grafschaft Glatz hin, liegt dessen noch viel, und dort kann man diesen Winter einen uͤberaus schnee⸗ reichen nennen. Stuͤrme lassen ihre Wuth fast so heftig aus, wie im vorigen Jahre. Merkwuͤrdig ist der ploͤtzliche Ueber— gang, welcher schon mehrere Male von rauher zu milder Luft und umgekehrt stattgefunden hat. Ruͤhmlich anzuerkennen ist, daß trotz der drückenden Noth, welche hie und da unter dem Volke herrscht, so wenig von Dieberei und Straßenraub gehoͤrt wird, und daß man bei Tag und bei Nacht ohne Gefahr auf den Landstraßen reisen kann.

Schweiz.

Bern, 11. Febr. (Schw. Merk.) Von den diplomati— schen Verhandlungen zwischen Oesterreich und Frankreich uber die politischen Verhaͤltnisse unseres Kantons, die sich in der Allgemei⸗ nen Zeitung von Paris aus veroffentlicht finden (s. den heuti⸗ gen Art. Paris), ist dem Vorort durchaus noch nichts Offizielles zugekommen. In dem ersten Augenblick des Erstaunens, welches bei der Wichtigkeit der Sache natuͤrlich war, dachte man sogleich an eine unverzuͤgliche Einberufung einer außerordentlichen Tag⸗ satzung. Herr v. Rumigny erklärte aber auf das Bestimmteste, daß er selbst von jenen Verhandlungen keine Kenntniß bis jetzt habe, und ihm eben so wenig bis jetzt eine Instruction in dem Sinne derselben zugekommen sey. Obgleich man nun den Worten des Fran⸗ zoͤsischen Gesandten nicht mehr viel Zutrauen zu schenken scheint, so glaubt man sich doch dadurch etwas fuͤr beruhigt halten zu duͤrfen, und vorerst bestimmtere Mittheilungen abwarten zu muͤß⸗ sen. Auf jene Versicherungen Herrn von Rumigny's wurde den Schweizerischen Geschäftstraͤgern in Wien und Paris so⸗ gleich die Weisung zugeschickt, bei den beiden Hofen Anfragen zu thun. Uebrigens schwebt uͤber der Schweiz ein entscheiden⸗ der Moment, der dem Gang ihrer Verhaͤltnisse eine bestimmtere Richtung geben muß.

Schon seit mehreren Tagen sprach man von der Entdeckung einer neuen reactionairen Verschwoͤrung. Jetzt hoͤrt man Be— stimmteres daruͤber, obgleich unsere Regierung die ihr zugekom⸗ menen Nachrichten, man weiß nicht aus welchem Grunde, ge— heim zu halten sucht. Einem jungen Manne, welcher fuͤr einen Anhaͤnger der abgetretenen Regierung gehalten wurde, wahrend er radikal ist, wurden Mittheilungen von einem reactionairen Plane gemacht und er hineinzuziehen gesucht. Er ließ sich ein, suchte zu erfahren, was er konnte, und hinterbrachte Alles der Behoͤrde. Nach diesem bestuͤnde eine reactionaire Verschwoͤrung uͤber die ganze Schweiz, welche bis zum Maͤrz einen entscheidenden Schritt beabsichtige. Im Kan⸗ ton Bern sollen 700 Mann dazu bereit seyn. Wenn nun auch die Sache wahr seyn sollte, so sind doch bis jetzt außer demjenigen, welcher den Angeber zu gewinnen suchte, weiter keine Personen bekannt. Aus vielen Umstaͤnden geht es jeden⸗ falls hervor, daß die Patrizische Partei fortwährend im Gehei— men thaͤtig ist, und es ist leicht möglich, daß sie hei den Spal— tungen unter den Radikalen und den Verwickelungen mit dem Auslande den Augenblick fuͤr guͤnstig haͤst.

Zuͤrich, 14. Febr. Hr. Professor Schoͤnlein hat, auf sein Ansuchen, von dem Reg.⸗Rathe Urlaub auf zwei Monate erhal⸗ ten, um eine Reise nach Bruͤssel zu machen, da der König von Belgien durch einen Courier seinen aͤrztlichen Rath und Beistand angesprochen hat.

Spanien.

Dle Tim es enthalt nachstehendes Schreiben aus Madrid vom 4. Februar: „Die hier umlaufenden Nachrichten wider⸗ sprechen sich noch immer eben so sehr, als die verschiedenen Ge— sinnungen der einander gegenuͤberstehenden Parteien. Die Kar⸗ listen sind der Meinung, daß die Aussicht auf Erfolg fuͤr ihren Fuͤhrer, sowohl wegen Mangels an Energie von Seiten der jetzi—⸗ gen Regierung, als wegen der Hoffnungen, welche sie auf die Beguͤnstigung fremder Regierungen, namentlich der Britischen, setzen, taglich zunehme, während sie oͤffentlich, um ihre Gegner zu taäuschen, sich stellen, als verzweifelten sie an ihrer Sache. Die demokratische Partei oder die Anhaͤnger der alten Constitu— tion verlangen dagegen ausgedehntere Freiheiten, als ob man die Feinde dadurch Unterdruͤcken könnte, Beide Parteien sind bemuͤht, die setzige Regierung zu stuͤrzen, die in mancher Hinsicht mit einem gehaͤtschelten Kinde in den Handen einiger Waͤrterinnen verglichen werden kann. Die Revolütionnaire sind begierig, das Werk der Pluͤnderung zu beginnen, obgleich sie zu erwarten haben, daß sie, wie in anderen Landern, die ersten Opfer der Volksrache werden. Die Republikaner möchten Alles umstuͤrzen, um ihr Lieblings, System einzuführen, und die Abso— lutisten hoffen, sich in dem Glanze eines Monarchen zu sonnen, waͤhrend die Masse der Nation sehnlichst den Frieden wuͤnscht. Die Nachrichten aus den nördlichen Provinzen sind der Sache der jungen Königin nicht guͤnstig, denn da die Armee im vori— gen nher große Verluste erlitt, so ist der Muth der uͤbrigblei⸗

benden Truppen Mina Unterstuͤtzung

z der Spanier, gebeugt, denn sie sehen e Monate lang in Pamp Zeit gewonnen und sein ziere, welche in voriger Wo die Karlisten unter Zumalacarreguy, 12. Dezember siegreich gewesen wa vorgedrungen seyn. Seitdem habe sicht zu Werke gehen muͤssen, theil theils um Zeit zur cher vor kurze einem großen Kampfe, staͤrkungen zu senden, nach dem Norden begeben muͤssen. gen der Revolutionnasten und der A die Adresse der beiden Kammern a werfen, sind die Deputatio von J. Maj. auf die huldvollste dem die Adresse der Proceres v „Mit dem groͤßten Vergnuͤg lauchten Proceres, und v fuͤr den Thron und die radoren antwortete sie: „Ich nugthuung die Adresse der hoffe auf ihre Mitwirkung nung und der Gesetze.“ die Diskussion uͤber das Bubget des begonnen und es sind verschiedene E ch fand das Institu ge Redner verglichen

s gebrochen und sie verlangen Fran⸗ Bekaͤmpfung Zumalacarreguy s. ch der Constitutionnellen, ist sehr wahrend Mina, ihr Idol, drei st belagert war, Zumalacarreguy ruppen disciplinirt hat. rmee verließen, erzählen, daß falls sie in dem Treffen am ren, gegen Madrid wuͤrden n sie jedoch mit groͤßerer Vor⸗ ö s um ihre Soldaten Einuͤbung neuer zu gewinnen m Pampelona verließ, tri Die Regierung bietet Alles auf, weshalb die Trup

Einige Offsi⸗

zu sparen, Mina, wel—⸗ fft Vorbereitu

pen aller Provinzen sich Ungeachtet der Bemuͤhun⸗ genten der geheimen Gesellschaft, n die verwittwete Koͤnigin zu ver⸗ stamentos gestern im Palaste Weise empfangen worden. erlesen war, erwiederte die Königin: in empfange ich die Adresse der er— ertraue ihrer Loyalitaͤt und ihrem Eifer Auf die Adresse der Proku— empfange mit der lebhaftesten Ge⸗ Prokuradoren des Koͤnigreichs, und zur Aufrechthaltung der guten Ord— Prokuradoren / Kammer hat Departements des Innern inschraͤnkungen gemacht wor⸗ t der Polizei großen Wider⸗ es mit der Inquisition. Die , welche im Budget dafuͤr angesetzt sind, wurden 50 Stimmen genehmigt. 0 M ¶Dle Kommission zur etreff der inneren Dieser Vors. z. B. ob die wah ften und von Fer

nen beider E

Namentli spruch und eini 8 Mill. Realer jedoch mit 72 sich, mitzustimmen Vorscylags in B noch nicht abgestattet. wichtige Artikel: Constitution verkau nen Besitzungen jenen Kaͤufern in J dererstattet werden sollen; ob diese aͤrmere Klasse zu vertheilen und w

welche dadurch jetzt ihres Die Kaͤufe

itglieder weigerten Pruͤfung des ministeriellen Schuld hat ihren Bericht lag enthält mehrere hoͤchst rend der Geltung der alten zuruͤckgenomme⸗ natura oder in Gelde wie— Ländereien nicht unter die ie diejenigen zu entschaͤdigen Eigenthums beraubt wur welche von der consti⸗ ganz offen von ihren Rechten. in vierzehn Tagen beendigt guͤnstig ausfallen wird, so etwas gestiegen. t, daß er seinen Ge— vorsteht, wenn er auch noch nicht in der Kam— iel von der bevorstehenden die hier als ominoͤs betrach—⸗ der Constitution im Jahre Einflusse des Finanz⸗Mini⸗ Folgendes: „Die Ankunft Hauptstadt hat zu tausend ner Sendung Veranlassung ruͤber mitthellen zu konnen, ß es nichts Auffallendes ist, wenn

welches die ersten Diplomaten vornehmen sollte,

dinand VII.

r aus dem Jahre 18265 tutionnellen Partei sind, sprechen Der Bericht der Kommisston wir Da man glaubt, daß er Fonds seit

Martinez de la Rosa ist schaͤften wieder mer erscheint.

einigen Tagen so weit hergestell

Man spricht hier v Ankunft des Lord Fitzroy Somerset, sie auch dem Umsturz Ein unter dem

tet wird, da 1823 vorherging. sters geschriebenes Blatt enthaͤlt heu eines Englischen Gesandten in dieser Muthmaßungen uͤber den Zweck sei Ohne etwas Naͤheres hie wollen wir nur bemerken, da das Englische Ministerium, in London versammelt hat, Probe von den großen Hoffnungen zu geben, die man von dem politischen System dieser Verwaltung hegen duͤrfe. digung des Buͤrgerkrieges, vinzen wuͤthet, ist eine M . gen, welche sich nach dem Frieden sehnen, wuͤnscher Wir wollen indeß nichts mehr über einen sagen, woruͤber uns die Data

Die Been⸗ welcher in unseren nördlichen Pro— aßregel, die der großen

Zahl derjeni⸗ nswerth seyn Gegenstand fehlen, aber wir hoffen dessenun—⸗ daß unsere Regierung diejenigen Truppen, welche Mina verlangt, ihren Marsch nach dem Norden wird fortse um den Buͤrgerkrieg ohne eine fremde Art beendigen zu können.“ alle Intervention geht deutlich aus diesem Artikel her vo noch auf einen glücklichen Erfolg zu hoffen, durchaus nicht die Moͤglichkeit zugeben, daß die vinzen jemals von den noͤrdlichern besiegt werden durfte des vorigen Jahres und die Berichte von Au— pfe das Gegentheil darthun. In Catalo⸗ zem ganz ruhig war, zeigen sich wieder Spuren sonderbar genug, ist dort Ueberfluß an Sar r Konsul dieser Nation Der neue General-Capitain von Espeleta, ist von Saragossa hier st ein Kü⸗

tzen lassen, Einmischung irgend einer Der Widerwille der Spanie r; sie scheinen denn sie wollen suͤdlichern n, obgleich die Erfahrungen genzeugen bei dem Kam nien, welches vor kur von Unruhen, und, dinischem Gelde, verhindern bemuͤht ist. eu⸗Castilien, Graf von Um Unruhen in Madrid vorzubeugen, i rassir- Regiment hierher beordert und ein Theil der Garde den Befehl erhalten, zu Mina's Armee abzugehen.“

Turkei.

Bei den kuͤrzlich in Serbien stattgehabten Ereignisse folgende, von einem Manne, der sich einige aufhielt, herruuͤhrende Notiz uͤber die Art, wie das Staatsruder anzlei zu Kragujewatz)h und die Umgebung des regierenden Fuͤrsten Milosch Obrenowitsch besetzt i Die ersten Beamten desselben sind Ab Serbe, fruͤher Kaufmann, nach St. Petersburg und K

dessen Circulation de

kommen.

Zeit in diesem Lande

st, von Interesse seyn. raham Petrowitzsch, ein der stets zu wichtigen Sendungen onstantinopel gebraucht wird. Lasar Theodorowitzsch, Serbe, fruͤher Schreiber, hat viele Sprachkennt⸗ nisse und wird gleichfalls zu Aufträgen verwendet. Dawidowitzsch, von Semlin, fruͤher er und Redacteur einer in Wien her— ausgegebenen Zeitung in Illyrischer Sprache, besorgt die auswaͤr⸗ tigen Angelegenheiten. Alexa Simisch, ein Serbe, fruͤher mann, besorgt das Finanzfach. Bisher wurden diese Secretaire genannt, sie sollen nun Minister der verschiedenen Staats-Abtheilungen werden. die Unterschrift des Fuͤrsten bei, wahrend derselbe, wie Dimitri Isailowitzsch, Administrator der Buchdruckerei. Dieses ist die einzige im Lande und sie existirt Bermann, ein getaufter

Wutschisch Bernischitz, desgleichen. Schriftsetzer, spaͤter Ver leg

Ihren Ausfertigungen nicht schreiben kann.

Jude aus Hannover, Warthias und Logothetis, Dokto— ren bei dem Fuͤrsten. Brada⸗Nenadowitzsch, fruͤher Priester, so⸗ dann Capitain, Freund des Fuͤrsten, der ihm in den Krie ren stets zur Seite

noch nicht lange. Direktor dieser Buchdruckerei.

lebt nun bei Ban kowina. 60 Jahre alt, biza wohnt in Pozscharewaz, zwanzig Stunden von Die zwei Sohne des Fuͤrsten, der aͤl⸗ Jahr, der zweite, Michael, 14 Jahr alt, Seine zwei Toͤchter, Petria sind nach Ungarn verheirathet. Seit wenigen

Wohnorte des Fuͤrsten. teste, Milan, ist 17 werden bei der M und Safka,

ßutter erzogen.