1835 / 54 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Mon, 23 Feb 1835 18:00:01 GMT) scan diff

tische Gemeinden, 11, 298 selbststaͤndige Glieder, 7133 stimmberechtigte Frauen, 26,648 Kinder, 10938 boten ( Israelitischer Religion), B. im Bromberger tische Gemeinden, 1588 selbststaͤndige

groß jährige Gemeinde⸗ Gemeinde Glieder, 8021

i8, Sa0 Israelitische Seelen;

12, 169 Kinder, 1154 Gewerbs 21,984 Israelitische Seelen. G. mithin in der ganzen Provinz: Gemeinden, 15, 886 selbstständ ge großjährige Gemeinde⸗Glieder, 16393 stimmberechtigte 6 1,517 Frauen, 3-817 Kinder, 2197 Gewerbs⸗ Gehülfen, 23765 Dienstboten, 70, 24 . Seelen. —— d. M.: „Es sind bei der Redaction zwei Berichte eingegangen, aus Angerburg und aus Pillkallen, uber das am Abend des

Gehuͤlfen, 571 Dienstboten,

ewerbs⸗Gehuͤlfen, 1805 Dienst⸗

Reg ierungs⸗ Bezirk; 59 Israeli⸗· großjaͤhrige Gemeinde / Glie⸗ der, 3269 stimmberechtigte Gemeinde Glieder, Zig Frauen,

136 Israelitische was die manschettenartige Form am hinteren Rande der

Königsberger Zeitung meldet unterm 17ten

Februar auch dort beobachtete große Nordlicht. Die Erschei⸗

nung muß an beiden Orten außerordentlich glaͤnzend gewesen zehn, da außer der Wolke, aus der die Strahlen⸗Cylinder und

Strahlenbuͤschel aufschossen, der ganze Himmel woltenleer war,. und der helle Mondschein von dem Schimmer des Phänomens

noch überglaͤnzt wurde.

Hellere Sterne, wie Vega, behielten

darch die Strahlen des Nordlichtes ihre Lichtstaͤrke, schwaͤchere erschienen im mattern Lichte als gewohnlich. Der Gang der Er. scheinung wird von beiden Oertern fast auf dieselbe Weise ge⸗ schildert; auffallend aber ist es, daß in Pillkallen dieselbe von

sechs Uhr bis in 8 Ubr halb sechs Uhr bis gegen 7, in Angerburg dagegen von 8 Uhr weil sich nicht im

bis gegen 10 Uhr beobachtet worden ist.“

Von der in Halle unter der Firma „du Menil et .

Comp.‘ schon seit mehreren Jahren bestehenden Papier Ta⸗ peten⸗ Fabrik, in der jetzt 55 Personen beschäftigt und unterhal⸗ ien werden, sind im verflossenen Jahre S06, 600 Stack Tapeten sabrieirt und versendet worden.

——

Wissenschaftliche Nachrichten. Wir entlebnen einem in der Dorf-Zeitung befindlichen Auf— 6 des Herrn Ober- Medizinalrath Dr. Hohnbaum in Hildburg=

ausen die nachstehenden interessanten Mittheisungen über einige ürzlich in der Nahe der genannten Stadt aufgefundene Spuren urweltlicher Thiere (deren auch bereits in der letzten Sitzung der geograpbtschen Gesellschaft in Berlin erwaͤbnt wurde),

„In der Nahe des Dorfes Heßberg, eine gute halbe Stunde von Höldburghausen, sinden sich in mehreren Sandsteinbrüchen die vertiesten Eindrücke und Reliefs ö sie bis jetzt unseres Wissens noch nie in der Art vorgekommen sind' Auf mehrere übereinander liegende Schichten von buntem Sand= Kein, Thon und Mergel folgt J Fuß dicker grauer Sandstein, wel‚ cher die erwahnten Reliefs, und zwar auf unte- ren Flache enthalt. Auf ihn folgt wieder eine leicht abzulhsende Mergelschicht, und unter dieser deinden sich abermals in hartem grauen Sandstein, und oberen Flaͤche, die vertieften, genau in jene,. Reliefs lenden Eindrücke der Thiertatzen. Daß diese Reliefs nicht etwa versteinerte Ueberreste von Thieren selbst, sondern nur die Abdrücke der Planta pedis dieser Thiere in früher weichem Sandboden seyn koͤnnen, geht theils aus der Form derselben, theils daraus hervor, daß sich bis jetzt bloß Tatzen und sonst keine anderen thierischen Theile vorgefunden haben, so wie, daß saͤmmtliche Reliefs auf der unt eren Flaͤche der Sandsteinplatten vesindlich find. Man hat

seiner

mebrere größere i, auszuheben versucht, und zwar eine, deren

seot Breite 6 Fuß, deren Hbbe aber 3 Fuß 3 Zoll betragt, und st dadurch in Stand elan worden, den Gang des urweltlichen Thieres genau zu verfo 1 Die großeren Tatzen, die dem Hinter⸗ des . anzugehbren n, ,. in der Laͤnge 8 Zoll (eine derselben sogar j2 Zoll), in der Breite 3 Zoll. Ziemlich nahe vor jeder großen Tatze, stets in der bestimmten Entfernung von 17 Zoll, befindet sich eine kleinere, Zoll lange und 3 Zoll breite, ohne Zweifel der Vorderfuß des Thieres. Auf diefe kleinere Tatze folgt wieder in regelmäßiger Entfernung von 1 Fuß 2 Zoll, und zwar in grader Linie mit der vorigen, eine größe, dann wieder esne kleine u. s. f. Daß diese in einer Linie liegenden Reliefs den Fahrten eines Thieres angehbren, muß daraus gefchlof⸗= sen werden, daß immer zwei Tatzen, eine größere und eine kleinere, den Daumen auf der rechten Seite haben, während die beiden fol- genden ihn auf der linken haben. Das Thier setzte demnach immer den rechten Vorderfuß vor dem Hinterfuß derselben Seite, hierauf wieder den linken Hinterfuß un nach ihm den linken Vorderfuß u. s. f.. Höchsi merkwürdig bleibt es dabei, wie ein Thier, das, der Größe der Hinterfuͤße nach zu urtheilen, grbßer als ein starker Bar gewesen seyn muß, den kleinen Vorderfuß so nahe an den Hinterfuß gesetzt haben und dabei immer in gerader Linie fortschreiten fonte“

„Am deutlichsten ausgepraͤgt sind die großen Tatzen. Eine jede derselben hat A Finger oder Zehen mit einem sonderbar rückwärts

gekruͤmmten, durch einen stärken Ballen ausgezeichneten Daumen, .. uli g. * Danz. da. in Th.

Jo daß das n. große Aehnlichkeit mit einer menschlichen Hand . Auch die kleineren Tatzen sind den größeren an Bildung ahn- ich, nur weniger scharf ausgeprägt.“

ö „Außerdem finden sich auf diesen Sandsteinplatten noch die Re= ie größeren gleich dessen Fuß aber in der Bildun wesen seyn muß. Die Zehen desselven scheinen 5 bpaben Das Ganze ist endlich mit Ranken oder Wurzeln einer un— bekannten Pflanze durchzogen, von denen einige durch die der Tatzen bindurchlaufen, so daß sie von dem Thiere niedergeträ. ten worden zu seyn scheinen. Mit einem Worte und zur Uebung des Scharfsinnes dar. Bereits haben auch mehrer? verdiente Manner ihre Stimme daruͤber vernehmen lassen. Die erste bffentliche Kunde davon gab Herr Kon sistortal⸗Rath kr. Sickler in einem Sendschreiben an Blumenbach: „über die höchst merkwärdi—

cher großer und unbekannter Thiere in den Heßverger Sandsteinbrüchen bei der Stadt Hildburghausen.“ Da es hier nicht meine Absicht ift, eine genaue Schilderung der ganzen merkwürdigen Entdeckung zu geden, so muß ich diejenigen, die wollen, auf diese Schrift verweisen.“ „Ein anderer, durch seine Abhandlungen üer sossile Thierkno— chen hinreichend bekannter ? siadt, dessen Stimme mir in dieser Angelegenheit von' besonderem Gewicht zu seyn scheint, dußert sich, folgendermaßen darüber: Schon vor einigen Monaten besaß ich durch die Güte meiner Freunde, des Herrn Kupferstechers Barth Der. ersie, der auf den sel⸗ tenen Fund aufmerksam wurde) und des Ober⸗Miedizinalraths Dr. Hohnbaum eine sehr exakte Zeichnung der vorhandenen gro ßen Platte, eine 8 zr große Original- Platte und geogno⸗ stisch Notizen, die ich jur Augarbeitung einer Athandkung benutzt habe, welche ich später berauszugehen gedenke, wenn ich ern Knochen dieses Thieres kennen lernen werde Die Fuß-Ab— drucke, so dͤhnlich sie auch Fußspuren von Affen sind, gehdren gan ewiß nicht Thieren dieler Srdnung an, die bis jetzt, . n dem Diluvium, fossil nicht gefunden worden sind Im Sandstein einer viel dlteren Bildung, er mag Namen ha— ben, welchen er will, sind bis jetzt nur Amphibten gefunden worden, allein daß die Fährten von Amphibien herrühren, dagegen spricht der sdugethierähnsiche Gang. Das Wabrscheinlichsie blelbt dies, daß sie Thieren zugebbren, weiche vielleicht in der Ordnung der Beu⸗= ielthiere ibre Stelle finden, denn auch bei diesen findet sich der den Fingern entgegengesetzte Daumen der Hinterfüße, und es wart keine

der Tatzen urweltlicher Thiere, wie

ganz dünne,

zwar auf seiner vas⸗

sich naher davon unterrichten

Naturforscher, Herr De. Faup in Darm.

————— ——

Arbeir betreiben, dabei

/

von der Sarte eines kleineren Thieres, dessen Gang zwar dem ist verschieden ge⸗ agel gehabt zu

Reliefg

finden,

schaften nach Belleden zu den Ausgrabungen beisteuerten.

R s . ; Hier bietet sich UHankurs dem Naturforscher binrcichender Stoff zur Beschanüng, Forschung

gen vor einigen Monaten erst entdeckten Reliefs der Fahrten urweltli⸗ hRreslau

214 Unmglichkeit, daß diese abnormen Geschhpfe mit den Amphibien des Sandsteins * gleicher Zeit gelebt haͤtten. Das erste 2 men von Fuß⸗Spuüren, allein undeutlich vertieft, hat man in New Red Sandstone in dem Steinbruch Corncocie Mulr in Dumfries⸗ sbire (Schottland) entdeckt. Bukland halt sie fuͤr Faͤhrten von Krokodilen und Schildkröten, die ber auf und bergab gingen, allein wegen der Steilheit der Lage ausglitten. Das Genus des gro⸗ fen Thieres habe ich enn Handbildung sowohl des Vorder⸗ thier, Chiratherium; und die Chirotherium Barthii genannt. Die Pflanzen Reste nen einem Équisetum änzugebSren, pas nicht abgebildet ist. Die kleinen Fußspuren bedürfen einer naheren Prufung, besonders

bedeutet. er Sandstein benßteht aus sehr kleinen krystallnifchecki= en Quarztörnern, die, ames kalkiges Bindemittel verkitter sind.““

„So weit Herr Dr. Kaup.“

„Der merkwürdige Fund waͤre nun gemacht Verfolgung und Benutzung desselben unterliegt noch manchen Schwierigkeiten, Das Hinwegrudumen der uber ken Reflefs liegen. den Gebirgschichten ist mit nicht unbedeutenden Koßten verbunden und darf nicht dem Zufall und der Willkuͤr roher Handwerker über⸗ lassen bleiben ) Der Bedarf an Steinen in der hiesigen Gegend ist nicht so groß, daß, wollte man die Auffindung neuer'zfteltefg da von ang machen, darüber wohl mehrere Jahre vergehen koönn= ten. Die Zahl naturforschender Freunde in hsesiger Gegend ist u- ßerst gering und ibre Krafte reichen nicht hin, fernere Ausgrabun⸗ gen aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Der Vorschlag, diese auf Aetien zu betreiben, findet Widerspruch, weil Manche, durch aͤhnlt⸗ che Unternehmungen getduscht, darauf nicht eingehen würden, und lsich im Voraus bestimmen laßt, ob die vorzunehmenden Ausgrabungen immer und auch hinreichende Ausbeute liefern wur⸗ so daß alle Theilnehmer für ihre Actie auch etwas bekommen konnten. Und doch muß uns zllles daran liegen, die Ausgrabungen fortzusetzen, um wo möglich die Lagerstatte eines folchen Thieres zu dem die Tatzen angehört haben.“

„Wir ist hier zu helfen? Das Kuͤrzeste ware freilich, wenn ein auswärtiger beguͤterter Naturfsrscher oder Protektor der Naturwis⸗ senschaften die ganzen Steinbrüche ankaufte und die Ausgrabungen auf seine Kosten betriebe. Die Sache wurde sich, bei der Seltenheit der Erscheinung und bei der Nachtrage nach Exemplaren jener Re— liefs, wie sie sich schon jetzt bemerklich macht, gewiß lohnen. Könn— ten wir unsere Heßberger Sandsteinbrüche nach dem reichen England verpflanzen, gewiß waren schon zehn für einen da, die enen solchen Vorschlag mit beiden Haͤnden ergriffen; aber in unserem armen Deutschland

„Ein zweiter Vorschlag ware, daß Freunde der r , .

a es sich bier durchaus nicht um Geld Gewinn, fon dern lediglich um die Forderung der Wissenschaft handelt, so warden wir . einge⸗ sendeten Beitrage gewissentzatt verwenden, die aufzufindenden Ne— liefs verkaufen ünd von dem Erlos immer wieder die Fortsetzung der bei aber denen, welche Reliefs zu haben wuͤnsch⸗ ten, ihre Beitrage in Anrechnung bringen. Ich bitte, die Sache in Ueberlegung zu nehmen, oder, im Falle man anderer Meinung seyn sollte, diese mir gefaͤlligst in portofreien Briefen mitzurheilen.“

„sur Annaghine von Beitragen erbieten sich die Herren Konsi= siorial Rath h. Sickler, Tertiüs Brückner, Kupferstecher Barth, sdmmtlich in Hildburghausen, die Redaction der Vorf-Jeltung and Schreiber dieses.“

Aber die weitere

X. Bereits sollen Spuren von den Kopfknochen eines Thier gefunden und mit anderen Steinen vermauert worden feyn.

Mete orologtsche Beobachtung. 1833. Morgens Nachmitt. Abend Nach einmaliger 20 Februar 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung

. -. ö, Par. 329, war. Duellwůrm( 6,0 é R. ustwarme O, R. - 4,1 9 R. 4 1,6 0 RJ,...

Thaupyunkt 1, R. 9. 3.4 964 R. Fluswame 1,9 * R. m fen. 98 . 76 . 94 . Bodenwarme 1,8 o I. Wetter truͤbe tegnig. regnig. . Kind SV. . . Ausduünst. G, 9 Nh. Wolkenzug WSW. NRiederschtag 0, 109 Nh.

Eerliner Borse. len 21. Fehruat 1835. Aiutt Fouds. und Gel- Cours- Zettel. (Frau. CGuur.) le, , , nl , , ren, wear. 101100. G31. HPfandhr. 1023 89 485 Pomm. do. 106 655 647 Kur- u. Neum. do. 1065 1006 1005 Schlesische do. 1963 10964 RKksSt. C. d. K. u. X. 176 101 10907 Z. Sch. d. R. u. N. 76 ö Holl. vollw. Duk. Neue do. riedriehsd'or. Liseont9g.

St. · Schuld · Sch. l'r. Kngl. Ohl. 30. Friim. Sch.d. Seh. Kurmi. hl. in. l. C. NVeum. Int. Sch. da. Berl. Stadt- Obl. König sb. da.

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—ᷣᷣ i163 134. 135 31

.

Wentpr. HPfundhr. tirossh. Fos. da.

—— *

Prei s. uus. Hui (ld.

250 Ki. Kurz 1412 260 F.. . 141 300 Mk. 1525 300 M. 300 kr. . 150 PHI. 150 FI. 100 ThI. 100 ThI 150 FI.

Wechsel- Cours.

Amsterdam dito

dito Londuan . . Wijen in 26 Xr Aunshurz.

, Frankfurt a. M., W..... lrotersburꝝ

Warschau

Kurz

AnSwärtige hörsen. ae,. n ,, 16. Fehruar.

Niräerl. wirkl. ehuld SöJ. S3 du. 101. Aua. Sehuld 12. kane ü 263. äs Wmmort. gz. v es kü, os; '.. , , 1frräm. Seheine 114. do A5 Auf. 1065. Span. 3 A6. * 54 .

. St. Petersburg, 13. Februar. 3 n , ö Hamburg 9, Amsterdam —. wParis 112. Iller inh. sd Kop. 68 Bauk-Assig. 1309. Iz in Silber Ser. J oi. Ser. In ag. ö ö. 6 4

Königliche Schauspiele.

Sonntag, 22. Febr. Im Opernhause: Robert der Teufel, Qper in 5 Abth, mit Ballets. Musih von J. Meyerbeer. (Hr. Versing: Bertram, als Gastrolle)

Preise der ges a 2c. Im Schauspielhause. Corona von Saluo Schauspiel in 5 Abth, nach einer alten Novelle, von E. ,. iar,

Montag, 23. Febr. Im Schauspitelhause; Die Braut von Messina, Trauerspiel in Abth., von Schiller. (Madame

Platze: Ein Platz in den Logen bes ersten Ran⸗

weilen wegen seiner vollkommenen als des Hinterfußes Hand- Art nach meinem Freunde e g. schei⸗

ußwurzel nicht ohne Zwischenraͤume, durch ein spar⸗

Crelinger; Isabella. Dlle. Bertha Stich: Beatrice.

Hr. Grua: Don Cesar.) als Sam Zu dieser Vorstellung bleiben die bereits geldsten, mit M

tag bezeichneten Schausplelhaus⸗Billets guͤltig; auch werden

dazu noch zu verkaufenden Billets zum Parterre ) 15 6.

und zum Amphitheater 2 73 Sgr. ebenfalls mit Montag bey

net seyn. Im Schauspielhause: Der R

Dienstag, 24. Febr. n Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz,, von L. Angely. hiern 5 65 enunn

d f vom Lande, Lustspiel in 4 Abth. (mit eines Englischen Stuͤckes), vom Dr. C. Toͤpfer. Köntgstädrisches Theater. Sonntag, 22. Febr. Endlich hat er es doch gut gemag Lustspiel in 3 Akten, von Albini. Vorher: Die Ochsenmenů Singspiel in 1 Akt. (Herr und Madame Purtzpichler wen hierin den Mazuret tanzen.) Montag, 33. Febr. Johannes Guttenberg, historisches / ginal⸗Schauspiel in 3 Abth., von Ch. Birch⸗-Pfeiffer. Erste j theilung, in Akt: Guttenberg zu Straßburg. lung, in 3 Akten: Guttenberg zu Ma in 1 Akt: Guttenberg am Wanderstab. Bertha, als Gastrolle.)

0

Neueste Nachrichten.

Paris, 15. Febr. Der König arbeitete gestern nit hen , des Minister⸗Raths und mit dem Grijsche b wahrer.

Der Vorschlag, eine Kommission von 9 Untersuchung der auf den Bau und Verkauf zuͤglichen Fragen zu ernennen, uͤber welchen in der gestrign Sitzung der Deputirten-Kammer dehattirt wurde, denn laßte noch eine lebhafte Diskussion uber das Unter suchungtttz der Kammer. Das Ministerium schien auf den obigen Antrag in gehen zu wolleg, obgleich es eine solche Untersuchung fürn noͤthig hielt. Die Centra jedoch zeigten sich ängstlicher a ij Ministerium und wiesen den Vorschlag zuruͤck, weil dersch wie sie meinten, ein gefährliches reactionnaires Recht sanchn niren wurde. Der ganze unabhangige Theil der Kammer h erklärte durch sein Organ, den Praͤsidenten Herrn Dupin, i das Untersuchungs-Recht der Kammer zustehe. Die Abstimm uͤber diese fuͤr die Zukunft wichtige Frage wurde von deim Praͤssn

*

ten der Kammer fuͤr unguͤltig erklärt, weil nicht die erfein liche Anzahl von Mitgliedern, naͤmlich wenigstens 236, dabei gegen gewesen waren. Mehrere Mitglieder der linken En verlangten nichtsdestoweniger, daß der Praͤsident das Resshh vorlesen solle, und es zeigte sich, daß unter 173 Anwesenden i fuͤr und 26 gegen den oben erwahnten Antrag gestimmt haln

Der General Sebastiant ist nun wit klich gestern in Beg tung des Herrn Bourqueney, als ersten Gesandtschafts⸗ Gin tairs, und des Herrn Boullay, den er als Privat“ Secrrn mitnimmt, von Paris nach London abgereist.

Fuͤrst Esterhazn, der Botschafter Oesterreichs am London Hofe, wird heute Abend von hier nach dem Orte seiner Bestin mung abreisen. ;

Fuͤrst Galitzin und Graf Lubecki haben seit einigen Tun mehrere Konferenzen mit den Herren von Rigny, Simeon i Mounier gehabt. Die Unterhandlungen uber die Russisch . M nischen Reclamationen scheinen fortzuwäahren.

Man glaubt, die Kommission, die mit der Pruͤfung h Gesetz⸗ Entwurfes uber die Amermkanische Schuldforderung bern tragt ist, werde fuͤr die Annahme der Schuld, zugleich aber die Verweigerung der seit dem Tage der Ratifieatton faͤllig genn denen Zinsen stimmen, ein Amendement, das von dem Kabinet ss bestrirten werden möchte. Ferner will die Kommission sich dahs aussprechen, daß jeder von den Kammern nicht ratifizirte Vn trag nicht existire, und daß er erst von dem Augenblicke des p lamentarischen Votums an zu datiren sey.

Nach dem Messager waͤre eine neue Spaltung gwishn den Ministern entstanden. Auf der einen Seite sollen der My schall Mortier, der Admiral Duperréè, Herr von Riany und hin Persil, auf der anderen die Herren Humann, Thiers, Gu und Duchatel stehen.

Der Kabinets-Courier Poteri ist gestern mit Depestn aus Neapel im Ministerium der auswaͤrtigen Ange legenhchn angekommen.

Der Constitutionnel behauptet, es seyen Unterhanklh gen aͤber die Räumung Ankona's im Gange, und die ln handlungen schienen schon so weit gediehen, daß im nslsn Mai die Franzoͤsischen Truppen von Ankona nach Frankritz s ruͤckkehren wuͤrden.

In Amiens ist dem Praͤfekten ein dreistüͤndiges Charhikh gebracht worden, an dem die ganze, sonst so ruhige Einwohnn schaft von Amiens Theil genommen hat. Der Praͤfelt hate naͤmlich der Stadt einen Polizei-Kommissar aufdringen wolen, den der Maire und der Munizipal-Rath nicht anerkennat wollten.

Heute ist der „Figaro“ zum erstenmale wieder er schienel Er tragt ganz dieselbe unabhangige Farbe, wie früher

Die Niederlage der Insurgenten in dem Treffen bei quijas am äàten d. M. erhalt immer mehr Bestaͤtigung. Da Phare von Bayonne vom 10ten d. giebt ihren Verlust af 320 Todte, 500 Verwundete und 565 Gefangene, den der Tru pen der Königin auf 160 Todte und 240 Verwundete ah. Aus Bayonne wird vom 10ten geschrieben-: „Eine vom Ge neral Oceana befehligte Kolonne, die Elisondo deßiokfüän sollt, ist von überlegenen Streitkräften angegriffen worden. Den General ist es aber, ohne vielen Verlust zu erseiden, gelungen, seine Truppen in dem Dorfe Riga zu konzentriren, wo er si bis zum Eintreffen der Verstaͤrkungen, die er von Pampelet erwartet, verschanzt hat. Einige Insurgenten⸗Trupben habe, sich Bilbao genähert; Espartero trifft Anstalten, sie zu Uummzingeln. Wir haben heute weiter gar keine wichtige Nachrichten von det Spanischen Gränze erhalten. Die Privat-Schreihen aus Ba vonne sind ohne Interesse, und die Blätter von der Graͤnze ohlt Nachrichten.

Frankfurt a. M., 18.

Zweite Ahn inz. Drüte Abthessn⸗ Mad. Birch; Pfesf/

Mit glieden n des Tabac h

Febr. DOesterr. 5proc. Metal 1011 16 *. proc. 953. 95. 2Iproc. 56 G. 1proc. 21 G. Bank-⸗Actien 1689. 1587. Part. Obl. 59g; 1397. Loose sn 190 Gulden 214. Br. Preuß. Pram. Sch. S3 635 do 4prös Anl. 963. G. Holl. sproc. Obl. von 1832 9. g9.. Poln Loose 14. 713. Sproc. Span. Rente 433. 3. 3proc. do. pet 253. 25.

RNRedaeteur Cottel. Gedru gt bei A. W. Hayn.

1 Karl Dionysius Toobe zu Graudenz zugleich zum

ĩ—

Berl

Allgemrine

euüßische S

, . I

Amtliche Nachrichten.

ni d 6 Tages Des Koͤnigs Majestaͤt haben den Land- und Stadtgerichts—

„- ustiz⸗Rath fuͤr den Graudenzer Kreis zu ernennen geruht. ö 3 nn Masestät haben geruht, den Land- und Stadt⸗ aichts⸗Assessor Fritsch zu Ratibor zum Kreis, Justiz⸗Rath ö ernennen, und ist demselben der Rybnicker Kreis zugetheilt

une. Koͤnigs Majestat haben den bisherigen Ober-Landes— cicht-Assessor Lepsius zum Justiz-Rath bei dem Stadt— chte zu Elbing zu ernennen geruht.

Se. Köoͤnigl. Hoheit der Prin; Albrecht ist von Rathe— o angekommen.

Abgereist: Der General, Major à la Suiie Sr. Majestaͤt 6s Kaisers von Rußland, von Mansuroff, nach St. Pe— burg. . . 5 Der Kammerherr, Legations-Raih, außerordentliche Ge— ndte und bevollmächtigte Minister bet der Ottomanischen Pforte, hrif von Königsmark, nach Konstantinopel.

Zeit ungs-Nachrichten. 6 n 6 an n d.

ra ne· reich.

Haris, 15. Febr. Ueber die gestrige Sitzung der D ep u⸗ er, in welcher der Vice-Praͤsident, Herr Pelet, n Vorsitz fuͤhrte, ist noch Folgendes nachzutragen: Die Prshg— tion des Herrn Martin lautete dahin, daß man bei der Eroͤff⸗ ung der Session von 1836 eine aus sieb en Mitgliedern beste⸗ end Kommission ernenne, die sich der Untersuchung aller auf n Bau, die Fabrication und den Perkenf des Tabacks bezuͤg—⸗ chen Fragen unterziehe, Die mit der Pruͤfung dieses Antra— es deavfirazte Kommission hatte die Zahl der Mit glieder auf eun festgestellt. Hr. Gu estier endlich (vom Gironde⸗Dept.) hat⸗ kaufbie Ernennung von siebzehn Commissairen angetragen, und diese leich namentlich aufgeführt, so daß nach dem Inhalte dieses Namens⸗ berzeichnisse wenigstens alle Meinungen der Kammer im Fchoße der Kommission repraͤsentirt worden wären. Ueber die⸗ in ltzteren Antrag wurde indessen gar nicht abgestimmt, da in Deputirter die Bemerkung machte, daß kein Mitglied der danmer das Rerht habe, Kandidaten fuͤr eine Kommission auf— shsllen. Was die veiden anderen Vorschläge betrifft, so schloß chHerr Martin demjenigen der Kommission an. Herr Lia— hiüres war der Meinung, daß die von Herrn Martin bean⸗ igte Untersuchung durchaus zu keinem Resultate fuͤhren wuͤrde, ssifern die Kammer sie veranlasse, und daß man also hei wei— in besser thue, selbige der Regierung anheimzustellen. Der ent— geengesetzten Ansicht war der Graf v. Mosbourg, der sich von mi Untersuchungs-Kommission, zu deren Ernennung die Kammer niveifelhaft befugt sey, den besten Er folg versprach. Der Graf Jau—⸗ ert sprach sich im Allgemeinen gegen die Untersuchungs⸗Kommis⸗ onen aus und schloß seinen langen Vortrag uͤber diesen Gegen— und mit folgenden Worten: „Ich widersetze mich der begntrag— än Untersuchung aus demselben Grunde, der mich ein Ministe—, Fium des tiers parti von der Hand weisen laßt. Ein solches Ministerium wurde ohne Zweifel aus sehr ehrenwerthen und alentoollen Männern bestehen; bald aber wuͤrde ihm ein ande— et flzhen, was in meinen Augen ein großes Truͤbsal fuͤr das Fand wire. Mich erschreckt der Zuwachs an Gewalt, der aus Ber erwähnten Maßregel fuͤr die Deputirten-Kammer entstehen hn. Ich will der Kammer das Untersuchungs-RNecht nicht nöehingt bestreiten. Bei einer Anklage der Minister ist es nbheifelhaft, in gewohnlichen Fallen aber halte ich es fuͤr sefätlich. Zu meinem Bedauern beobachtet das Mini— ketium Stillschweigen; wenn es dadurch jenen schwankenden hell der Kammer, der allmaͤlig eine feste Stellung einnehmen hte, für sich zu gewinnen hofft, so glaube ich, daß es sich luscht“ Auch Herr Vatout tadelte das Stillschweigen der Ninister. Zugleich erklaͤrte er, daß er sich zwar einer Unter su— ung uber das Tabacks-Monopol nicht widersetze, daß er zu ei— ir solchen aber den gegenwärtigen Augenblick nicht fuͤr geeig— et halte. Noch lietzen sich die Herren Wustemberg und Ro— er, Beide zur Vertheidigung der Proposition des Herrn Mar— n, vernehmen, worauf endlich der Handels⸗Minister das Bort ergriff und sich im Allgemeinen dahin aussprach, daß da echt der Kammer, eine Untersuchungs-Kommission zu ernen— en, unbestreithar sey, insofern es nämlich unter folgenden drei haingungen ausgeübt wuͤrde: 1) daß die betreffende Kommis— ohn in Bezug auf die von ihr zu vernehmenden Personen keine wangs-⸗Maßregel anwende, da eine solche ihr nicht zustehe; baß die Untersuchung nicht über die Dauer der Session hin— Etlöufe, da eine Kommission die Kammer selbst nicht überleben ärfe; 3) daß die Unterfuchung sich ausschließlich über Fragen . Gesetzgebung erstrecke. Unter diesen Bedingungen (wieder— öolte der Minisler) sey das Recht der Kammer unbestreitbar; as dagegen die Zeitgemäßheit betreffe, so sey die Kammer bar Richterin daruber, er seinerseits glaube aber nicht, daß die ntersuchung in der nächsten Session den Erfolg haben würde, n man sich davon verspreche. Herr Hervèe wollte namentlich

Grafen Jaubert widerlegen; so oft er aber dessen Namen annte, wurde er laͤrmend unterbrochen, so daß er zuletzt auf 1s Wort verzichtete. Nach einigen sehr ausfuͤhrlichen Betrach- ngen des Herrn von Salvandy, der unter Anderem Urheber der vorliegenden Proposition beschuldigte, daß sie

mischung der Staats-⸗Gewalten zur Folge haben muͤßte, verlang—

fuͤr die Zukunft das Untersuchungs-Recht in allen moglichen Fragen der Verwaltung zu sichern, was nothwendig eine Ver—

ten einige Deputirte die Vertagung der Debatte bis zum näͤch— sten Montag, während Andere auf eine sofortige Abstimmung bestanden. Indessen gab Herr Dupin d. Aelt. noch die Ab— sicht kund, die Rechte der Kammer zu vertheidigen; er bestieg zu diesem Behufe die Rednerbuͤhne und sagte: „Man behauptet, daß die hbeantragte Untersuchung nur darauf berechnet sey, der Kammer das Unter suchungs⸗Recht fuͤr kuͤnftige Falle zu sicher a. Ich erwiedere hier⸗

chert, daß die 3000 Christinos,

auf, daß, wenn dieses wirklich der einzige Vortheil ware, den jene Un⸗ tersuchung hraͤchte, letztere allein schon um dieses Vortheils wil— len stattfinden sollte; denn es handelt sich hier um ein Recht, das der Kammer zusteht, und das sie nicht erst als Staats Gewalt zu usurpiren braucht. Man beruft sich darauf, daß die verschie— denen Staats-Gewalten in ihren Besugnissen getrennt bleiben mußten. Ich bin mit dieser Ansicht vollkommen einverstanden, und wurde der Erste seyn, der sich einem Eingriffe der Kam— mer in die Rechte der beiden andern Gewalten widersetzte. Von einem solchen Eingriffe ist aber hier gar keine Rede, denn das Untersuchungs-Recht soll ja innerhalb der von dem Herrn Han— dels-⸗Minister angedeuteten Gränzen ausgeübt werden. Der vorige Redner fuͤhrt uns das Beispiel Englands an, wo das Untersuchungtm

dann von einer wirklichen Gefahr die Rede seyn, wenn wir die Grundlagen der RNepraͤsentativ- Regierung verruͤcken wollten. Hier handelt es sich aber von einem uns zustehenden Rechte, zu dessen Ausuͤbung wir der Zustimmung der beiden andern Staats-Gewalten nicht beduͤrfen. Das Ministerium kann sich, was den vorliegenden Fall betrifft, durch die eingesammelten Thatsachen fuͤr unterrichtet genug, und hiernach die Ernennung einer Untersuchungs-Kommission fur uͤberflüͤssig halten. Eben so kann die Pairs-Kammer das Beduͤrsniß einer solchen Untersu— chung gar nicht fuͤhlen. mer sich nicht fuͤr aufgeklaͤrt genug halt, wissen uns sagt, daß wir ein Necht Sachkenntniß üben durfen; wenn wir einen Blick auf die gro⸗ ßen Lasten des Landes werfen, und wenn wir glauben, daß diese Lasten minder schwer seyn wurden, sobald sie besser vertheilt waͤren; wenn wir, denen die Bewilligung der Steuern zusteht, eine Untersuchung uͤber einen Theil der Gesetzgebung, der mit dem Steuerwesen genau zusammenhängt, wuünschen; wenn es uns schließlich gelingt, den Steuerpflichtigen zu beweisen, daß eine Auflage, die sie fur schlecht hielten, beibehalten werden muͤsse, so ist dies ein unberechenbarer Gewinn, und weit ent— fernt, die Kraͤfte der Regierung dadurch zu schwächen, werden wir sie vielmehr stärken. Hat die Untersuchung dagegen die Folge, daß sich Mißbraͤuche erweisen, die der Regierung unbekannt sind, denn die Regierungen wissen nicht immer Alles; sie hoͤren oft nichts als Schmeichelcien von Leuten, die dazu angestellt und bezahlt sind, ich sage dies ganz im Allgemeinen, die Minister uns vollends Dank wissen, da eine Untersuchungs— Kommission bloß Thatsachen zusammenstellt und sich selbst jedes Urtheils enthält.“ Die Verlegung der Debatte auf den näch— sten Montag wurde hierauf verwersen; eben so erging es einem Amendement des Herrn Vatount, welcher darauf antrug, daß man die 9 Kommissions-Mitglieder in den Buregus der Kammer,

1

und nicht in oͤffentlicher Sitzung wahle. Als endlich uber den

unser Ge— mit

wenn

nur

Eingangs erwahnten Antrag der Kommission selbst abgestimmt werden sollte, gab sich eine große Bewegung in den verschiede— nen Reihen der Versammlung kund, und viele Mitglieder der Centra entfernten sich, um an der Kugelwahl nicht Theil zu neh— men. Die Folge hiervon war, daß nur noch

näͤchsten Montag sollte die Abstimmung wiederholt werden. Das Journal des Dabats ist der Meinung, daß das

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sonders festgestellt wurde. ̃ . vandy, den Handels-Minister, daß dieser das Recht der Kam— mer unter gewissen Einschraͤntungen anerkannt und in dem vor— iegenden Falle bloß das Zeitgemäße der beantragten Maßꝛe⸗ gel bestritten habe. Der Constituttonnel sagt uͤber densel— hen Gegenstand: same Debatte nach Verdienst zu wuͤrdigen.

Land mag Richter uͤber diese verschiedenen Meinungen seyn.“ Das

„Zu solchen elenden Kunstgriffen“, äußert dieses Blatt, „nimmt

Orakel der Majoritaäͤt spricht, und die Flucht ergreift, um sich derselben zu entziehen, sobald solche sich gegen sie wendet.“ Eine aus 3 Pairs, 2 Deputirten und dem General Wolf, General-Inspektor der Remonten, bestehende Kommission ist durch den Kriegs-Minister beauftragt worden, das jetzige System der Remontirung der Armee, das lebhafte Klagen verursacht, zu untersuchen. rie, wofuͤr der Tarif und das Budget nur 450 Fr. bewilligen,

Der Bildhauer Roman, Mitglied des Instituis, ist vor ei— nigen Tagen im 42sten Lebensjahre hierselbst mit Tode abgegangen.

sklßken bloß in der Absicht hervorträten, um der Kammer

Der zum Vice-Konsul der Vereinigten Staaten von La

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Recht ebenfalls eine viel zu große Ausdehnung erhalten habe. Dieses Beispiel ist aber schlecht gewählt; es konnte bei uns nur

Plata in Paris ernannte Herr Bousquet hat das Exequatur der. Regierung erhalten . Das Journal de Aisne berichtet, daß der berůchtigte Picard, dem es durch seine ungewöhnliche Körperkraft schon drei— mal gelungen, aus seinem Gefängnisse auszubrechen, jetzt ven dem Assisenhofe zu Laon zu 20jäühriger Zwangsarbeit verurtheilt worden ist. . ö Im Mémorial de Ppvrenses liest man! „Man versi⸗ die nach Elisondo marschirt wa⸗ ren, um diesen Platz zu befreien und zu verproviantiren, auch den Auftrag hatten, einen nenen Geld-Transport in Empfang zu nehmen, den man von Bayonne expedirt hatte. Sobald diese Truppen sich entfernt hatten, sind die Karlisten, die sich unter der Anfuͤhrung Sagastibelza's in die Gebirge gefluͤchtet hatten, wieder erschienen. Das Bombardement Elisondo's hat sogleich wieder begonnen. Die Insargenten besitzen, wie man sagt, vier Kanonen und sind zu Donna Maria mit dem Gießen anderer beschäftigt. Man soricht von zwei sehr lebhaften Gefechten, die in der Gegend von Santander stattgehabt haben sollen. In dem erstern sollen die Karlisten 79 Mann an Getödteten und Gesan— genen verloren haben, allein Zumalacarreguy soll plotzlich mit 3 Bataillonen hinzugekommen seyn und der Sache eine andere Wendung gegeben haben, worauf die Truppen der Königin ge— noͤthigt worden, sieh zurückzuziehen.“ . Nach Briefen aus Bahonne hätte der Capitain der unlaängst unweit der Spanischen Kuͤste von dem Spanischen Dampf schiffe „la Reyna⸗Gobernadora“ aufgebrachten Englischen Goë—

lette „Isabella“ gegen diese Wegnahme aus dem Grunde pro—

testirt, daß solche außerhatb des gesetzlichen Rapons stattgefun— den habe. Großbritanien und Irland. London, 17. Februar. Vorgestern speiste der Preußische

Wenn dagegen die Deputirten-Kam⸗

. voller

so muͤssen

173 Deputirte im Saale blieben und das Scrutinium daher (wie bereits gestern erwahnt worden) fuͤr unguͤltig erklaͤrt werden mußte. Die Ver sammlung trennte sich erst um 7 Uhr in großer Aufregung. Am

Unter suchungs-Recht, welches die Deputirten-Kammer sich durch die Annahme der Martin schen Proposition zueignen wolle, der Kammer nicht zustehe, sofern dasselbe nicht durch ein Gesetz be⸗ . Es tadelt daher, mit Herrn von Sal⸗

„Wir uͤberlassen es dem Publikum, diese selt⸗ Das Ministerium, will sich die Untersuchung gefallen lassen, wenngleich sie solche als uͤberfluͤssig betrachtet, die argwöhnischeren Centra weisen sie von der Hand, indem ein gefaͤhrliches Necht dadurch geheiligt werden wuͤrde; der ganze unabhaͤngige Theil der Kammer end. lich nimmt die Untersuchung als ein Recht in Anspruch, und verspricht sich von der Anwendung desselben den größten Nutzen. Das

Journal du Commerce ist dagegen in hohem Grade ent ruͤstet uͤber die Desertion der ministeriellen Deputirten in der obigen Sitzung der Kammer, um die Abstimmung zu invalidiren.

eine Partei ihre Zuflucht, die stets von ihrer Achtung fuͤr die

So z. B. kommt ein Pferd der leichten Kavalle⸗

auf 1109 Fr., und ein Pferd der schweren Kavallerie, das höch, stens mit 650 Fr. bezahlt werden soll, auf 1300 Fr. zu stehen.

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Gesandte, Freiherr von Bülow, in Brighton bei Ihren Maje—

stäten und brachte auch den Abend dort zu. Dem Diner wohnte auch Mistreß Fitzherbert bei, die nach einer mehrmonatlichen Abwesenheit in ihrem alten Wohnsitz zu Brighton eingetroffen ist. Im Laufe des Tages besuchte Sir Francis Burdett den Koͤnig. Heute wollen Ihre Majestaäͤten nach dem St. James Palast kommen, und morgen wird der Konig daselbst Lever und Cour halten.

Gestern Abend kam der General Sebastiani mit einem zahl— reichen Gefolge aus Calais in Dover an und begab sich sogleich in das fuͤr ihn in Bereitschaft gesetzte Hotel.

Der bisherige Russische Geschäͤftsträger am hiesigen Hofe, Graf Medem, ist vorgestern von hier auf seinen neuen Posten nach Paris abgereist.

Vor einigen Tagen ist der Fuͤrst von Trautmannsdorf vom Kontinent hier angekommen.

Lord Stanley hat nach seiner Ankunft in London dem Her⸗ zoge von Richmond zu Goodwocd einen Besuch abgestattet.

Der Tuͤrkische Gesandte, Namik Pascha, wird am Don— nerstag oder Freitag von seiner Reise nach den Manufaktur— Distrikten wieder hier zuruͤckerwartet, und man glaubt, daß er dann bald seine Ruͤckreise nach Konstantinopel antreten werde.

Herr Charles Grant ist von Schottland hierher zuruͤckge— kehrt. Auch Lord John Russell ist hier eingetroffen.

In der Times liest man: „Wir lesen in einigen Blaͤttern die Nachricht, daß der Koͤnig das Parlament am nächsten Donnerstag in Person eroͤffnen werde. Dies ist ein Irrthum Der Koͤnig wird erst dann im Parlamente erscheinen, wenn er die Thron-Rede haͤlt, und dies geschieht selten eher, als eine Woche nach der Zusammenkunft eines neuen Parlaments. Nach der Erwaͤhlung des Sprechers werden die Mitglieder vereidigt, und diese Ceremonie waͤhrt gewoͤhnlich einige Tage. Se. Ma— jestaͤt wird daher an einem Tage der nach sten, aber nicht die— ser Woche in Person die Thron-Rede halten.“

Die Parlaments-Häuser werden am naäͤchsten Mittwoch, dem Tage vor der Zusammienkunft des Parlaments, vollendet

seyn. Die Zugänge zu dem Hause der Lords sind sehr unan— sehnlich, und das Haus selbst ist sehr eng. Es hat Seiten⸗Gal— lerieen fuͤr die Pairs, auch ist eine geräumige Gallerie fuͤr die Fremden angebracht, und der vordere Raum fuͤr die Berichter— statter der Zeitungen eingerichtet. In dem Unterhause sind re—= gelmaßige Sitze für 500 Mitglieder, und hinter dem Praͤsidenten ist eine Gallerie fur die Geschwindschreiber. Der Globe raͤth, am Tage der Eroͤffnung des Parlaments Niemanden, als die dazu berechtigten, einzulassen. Der Eingang fuͤr die Mitglieder ist, wie fruͤher, der Kapelle Heinrichs Vll. gegenuͤber. Der heutige Courier jagt: „Es sind nun schon sehr viele Mitglieder des Unterhauses hier angekommen, und wir können

versichern, daß diejenigen, welche die noͤthigen Berechnungen an gestellt haben, die größte Zuversicht hegen, es werde am Don— nerstag Herr Abercromby durch das Votum des Hauses auf den Sprecherstuhl erhoben werden.“ Die Morning Po st dagegen glaubt auf eine Masorität von mindestens 0 Stimmen zu Gun— sten von Sir C. M. Sutton rechnen zu koͤnnen.

Morgen werden die Parlaments-Mitglieder von der Oppo⸗ sitions- Partei in St. James-Square eine große Ver sammlung halten. j ; 5 Im Morning Herald heißt es: „Unter den persoͤnlichen Freunden Sir Charles Sutton s geht das Geruͤcht, daß er am Donnerstag im Unterhause selbst an der Debatte Theil zu neh— men und seine politische Unabhängigkeit gegen die Verlaumdun⸗ gen, welche auf ihn gehaͤuft worden, zu vertheidigen deab sichtige Wenn dies der Fall seyn sollte, so wurde es de. Ex · Prasident des Schatzkammer-Gerichts von Schottland, Herr Abercromby, wahrscheinlich fuͤr seine Schuldigkeit halcen, ein Gleiches zu

thun.“ Die ministeriellen Blaͤtter wiederholen ihre Behauptung, daß die Idee, den Herrn Abereromby zum Sprecher in Vor schlag zu bringen, von H'Lonnell ausgegangen sey. Sie geben es als gewiß an, daß urspruͤnglich zwei reformistische Comité s vestanden haben, um uͤber die Kandidatur zum Sprecher zu he—

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