den Deutschen Ursprung des Namens „Amerika“ vor. — Herr J. Lehmann las einen Bericht uͤber eine neue Besteigung des Ararat, im August des vergangenen Jahres. — Frau Wittwe Grimm hatte als Geschenk den neu erschienenen Planiglos ihres verstorbenen Sohnes, ehemaligen Mitgliedes der Gesell⸗
schaft, uͤbersandt. — r
Mu siktk.
Sett langer Zeit und dis auf den heutigen Tag streiten die All⸗ terthumskenner;: od die Musil der Griechen mit den ubrigen, insbe⸗ sondere den bildenden Kuünsten, auf gleicher Höhe gestanden habe? A priori laͤßt sich der Streit nicht entscheiden, und spaͤtere Erfah⸗ rungen bieten bierzu ehenfalls keine genügenden Beweise oder Ang⸗ logien. Bisweilen nämlich sehen wir inehrere Kuͤnste gleichzeitig und gleichmäßig vorrücken; biswellen schreltet eine rasch vorwaͤrts, wäbrend die anderen zurückbleiben. Zur Zeit der großen epischen und lyrischen Dichter des Mittelalters erscheint j B. die Musil
anz unhedeutend, und wiederum war die Zeit J. S Bach's und . auch die Zeit Gottscheds und arger Avwege hinsichtlich der Malerei und Bildhauerei. ö
Der einfache Grund, warum man ienen Streit nicht entschei⸗ den kann, ist der gaͤnzliche Verlust aller musikalischen Kunstwerke des Alterthums. aß wir nun einem ahnlichen unersetzlichen, nicht genug zu beklagenden Verluste hinsichtlich der neuern Pusik mit raschen Schritten entgegengehen, ist leider über allen Zweifel erhaben.
Waͤhrend leidenschaͤftliche Liebhaber nicht bloß den edelsten Wer⸗ ken der Malerei und Bildhauerei nachtrachten, sondern oft auch fur das bloß Seltene, Wunderliche und Unvollkommene große Sum⸗ men ausgeben, wäbrend Pinakotheken und Museen erbaut werden, geschiebt fuͤr musikalische Sammlungen eigentlich gar nichts. Denn die Opern-Auffübrungen bringen die Musik als Kunst keinesweges vorwaͤrts; man mußte denn behaupten, auch fuͤr die Malerei ge⸗ schehe schon genug, sobald nur zu einer Oper neue Decorationen gemalt würden. Wie schnell aber in der Musik selbst das einst un⸗ gemein Beliebte verschwindet, ergiebt sich daraus, daß z B. Graun's und Hiller's Opern nicht einmal mehr zusammenzubringen sind.
eine Kunst ist bescheidener, aber eben deshalb vlelleicht auch keine vernachlaͤssigter, als die Musik. Ihre Sammlungen erfordern keine großen Gebaude und Räume, keine große Zahl von Aufsehern und Aufwäͤrtern. Je seltener also einsichtige Sammler in diesem ache sind, destz größer sind ihre Verdienste. Waͤren die ungemein ir, Mustkalten⸗ Sammlungen des Berliners Pepusch in seiner aterstadt geblieben, und nicht nach England gekommen, so wurden Deutsche (und nicht Hawkins und Burney) werthvolle Geschichten der Musil geschrieben haben. Eine aͤhnliche, äber noch umfassendere, ja in ihrer Art geradehln unschätzbare Sammlung besitzt hier in Ber⸗ lin unser Mitbarger Herr Phlchau; auch sie kann für Deutsch—⸗ land nur zu leicht verloren gehen, bloß weil die Theilnabme und äufmerksamkeit, welche dieselbe verdient, nicht lebbaft genug angeregt wird. Wir rechnen es uns zum Verdienste, unsere schwache Stimme in dieser fuͤr die r r der Musik und fur die Er— weitktrung der vorhandenen musikalischen Sammlungen, höchst wich⸗ tigen Angelegenheit zu erheben, und leben der sichern Hoffnung; die Mar enn ., vinnen kurzer Frist Berlin so unendlich in Hinsicht auf Bildhauerei und Malerei bereichert haben, werden der dritten Sch westerkunst eine geringe Aussteuer nicht versagen. 3
Herrn Phlchau's Sammlung zerfaͤllt in vier Haupt⸗Abtbeilun⸗= gen. Die er ste begreift die zur Theorie, Geschichte und kiteratur der Musik gehbrigen Werke, oder: an s0 Handschriften, über 280 Werke des 15ten, 16ten und 17ten Jahrhunderts, uͤber 1000 aus dem 18ten Jahrhundert, über 209 Bande enn und Choral⸗ düͤcher, mustkalische Liturgien, Lieder ⸗ Sammlungen, Volkslieder, Terte von Opern und Hymnen u. s. w. Es befinden sich hierunter bie größten Seltenheiten, ja, nicht Weniges duͤrfte in der Welt nicht zum zweiten Male aufgefunden werden. Die zweite Abtheilung enthalt gedruckte vr nf Werke aus dem 16ten und 17ten Jabr— bundert und zahlt über „(0 Namen von Tonkünstlern jener Zeit. Unter anderen finden wir hier ein vollstaͤndiges Eremplar der Pracht⸗ Ausgabe des Orlando Lasso, welches außer Muͤnchen, so viel wir wissen, keine Bibliothek in Europa besitzt. Nicht minder reich an den edelsten und seltensten Werken ist die dritte Abtheilung prak⸗ tischer gedruckter Musikalien des 18ten und 19ten Jahrhunderts. Wer da etwa waͤhnt, diese Werke waren leicht zu sammeln und zu Anden, den wurden wir bitten uns doch die Partituren der Qpern Rein⸗ bard Kaiser's, Namcau's, Jomelli's, Fur, oder die Italidnische Par⸗ titur von Gluck's Orpheus, oder die von Forkel und Sonnenleith⸗ ner htrausgegebenen musikalischen Denkmale nachzuweisen, von denen die Platten zerstoͤrt wurden, und wovon das, wir glauben ein⸗ zige Exemplar, aus Forkel's Nachlaß in Herrn Poölchau's Hande Ham och wichtiger als die dritte, ist die vierte Abthei⸗ lung der Handschriften praktischer Werke. Wenn sich gleich eine mustkalische Abschrift zu einer musikalischen Urschrift anders ver—
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baͤlt, als die Kopie eines Gemaͤldes zum Original, so behalt doch die eigene Handschrift eines großen Meisters für jeden nicht ganz 6 Menschen großen Werth und eine wohlverdiente Hei⸗ igkeit. Sehr viele dieser Handschriften sind aber in doppelter Be⸗ ziehung Originale, das heißt, sie sind niemals gedruckt worden, sie existiren, so weit die Nachrichten reichen, nur dies eine Mal in der Welt. Wenn sich derlei Kunde uͤber zeither ungekannte und glück⸗ lich wiedergefundene Werke der großen Maler verbreitete, alle Lleb⸗ haber in Europg würden sich herzudraͤngen, bieten und bezahlen, drucken und in Kupfer stechen, copiren und lithographiren u. f. w.
Da der Raum nicht erlaubt, auch nur die Namen der Tonkuͤnst⸗ ler bier aufzufuͤhren, mögen folgende Andeutungen über einzelne Deutsche Meister genügen. Von dem großen Johann Sebastian Bach zaͤblt diese Abtheilung mehr als 100 Nummern, unter wel⸗
chen G. Original⸗Handschriften, zum Theil seiner groͤßten Werke, z. B.
die Passion nach dem Matthäus und Johannes, die Kunst der Fuge, das Magnifikat, die Orgeltrios, die sechsstimmige Fuge über das Thema Koͤnig Friedrichs JI. u. s. w. Von Friedemann Bach (von dem nur einige Polonaisen und Sonaten gedruckt wurden) finden wir eine ganze Reihe höͤchst eigenthümlicher Werke. Desgleichen von P. 6. Bach und den ubrigen Gliedern dieser musikalischen Fa⸗ milie. Ferner uͤber 199 Werke von Graun und Hasse; Haͤndels erste Oper „Almira“, die selbst in der Königlichen Samnilung in London fehlt, sein „Alerandersfest“ und „Acis und Galathea“ eigenhändig von Mozart instrumentirt. Von Gluck mehrere fur die Geschichte der Entwickelung des großen Mannes hbchst wichtige, selbsß den meisten seiner Verehrer unbekannte Compositionen, so seine Opern „Thetis“, l'innocenta giustificata', „ Scmiramider, „il Re pastoce“ u. s. w. Von Georg Benda über 80 Kirchenstücke und die Origi⸗ nal⸗Partitur der „Ariadne auf Naxos“. Von Mozart Original- Handschriften bekannter, aber auch noch ungedruckter Werke. Haydn's eigenhandiges Zalre Regina, mehrere seiner Kirchensachen, seine ger n, „Orlando paladino“ u. s. w. Beethovens „Kyrie“ aus seiner letzten großen Messe von seiner Hand, mit der merkwuͤrdigen Ueberschrift: „von Herzen! Möge es wieder zu Herzen gehen!“ Mbchten auch diese ungenügenden, aber von Herzen kommen⸗ den Andeutungen denen zu Herzen gehen, in deren Haͤnde nicht bloß das Wunschen gelegt ist, sondern auch das Vollbringen! O —0.
*. —
Meteorologische Beobachtung.
Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
229, 89 Par. 229, 9 . 28, 2 . 7, 00 R. 1,8 0 R. 3,0 R. - 4. 2, 90 R. I... ; . 0, 2 0 ** J o R. 4 O, 7 o R. Flußwärme 2, 0 9 R. 89 pCt. 77 pCt. S7 vCt. halbheiter. halbheiter regnig. W W. W.
KWoltenjug . W. . Miederschlag 0, 08 * Nch.
Am 6. Maͤrz 332,55“ 32s, 1“ z29, e,. — — 0,10 4. 0,70 4 167? R. — — 1,55 — 0, 4 0,29 R. — 89. 91. 89 pCt. — heiter, Schnee, Schnee. — Ausd. , os o Rh. Niederschl. , 1 a 77e Rh.
— ——— — —
1833. 7. Marz.
Luftdruck. Luftwaͤrme Thauyunkt Dunstsaͤttg.
Bodenwärme 2, 1 9 R.
Auĩswärti ge Eörseæ.
A msterdum, 3. Mürz.
Nisderl. Wirkl. Sehuld 53z. 53 do. 1013.
Knauæz- kill. 253. A458 Amort. 953. 3183 89.
9oz. Hreurs. Prüm. Scheine 114. do Az Anl. 101. 83 27 .
Span. 53 7.
Aus. Schuld 157. Kuss. 909. Gesterr. Span. S3 73.
Antwerpen, 2. Märxæ. Correr A643. Zinal. 15. Ham burg, tz. Mürz. kngl. Russ. 1035 Hape in Cert. 973. 1215. hPoln. 137. LHün. 747. Hort. S5. . Loudoun, 3. Mär. Gous. 28 9lI3. BRelg. 1025. Spaun. Cortes 643. 88 v. 1882 7zz Erämie. Zipusl. 143, 4. Ausg. Span. Schuld 243. Griecs. v. 1825 32 31. Hell. 236 367 3. 53 103 4. PFortuß. 92; 3. 68 gor. Preuss. 101. Engl. UKuss. 10983 4. Kras. 883. Cosuuih,. *. 1852 33. 32. V. 1823 385. 3. Chili 4607. Mex. M23. Wien., 3. Mürz. A5 915. Bank -Actien 1275. Neue Auleili. V.
Freunss. Hräim. -Scheiue
3 Met. 997. 1632 115.
—— —— — — — — — — — w
Königliche Schauspiele. Sind am 7., 8. und g. Maͤrz geschlossen. Es wird ersucht, die fuͤr Sonnabend den 7., Sonntag den
E .
4 * ü . —
NAusdunst. 0, oꝛ2 9 Rh.
8 und Montag den 9. Marz verkauft gewesenen Billets in Billet⸗Verkaufs⸗Buͤreau zuruͤcksenden zu lassen, worauf Betrag sogleich erstattet werden soll. J
Dienstag, 10. Maͤrz. Im Opernhause: Othello, Oper 3 Abth., mit Tanz. Musik von Rossini. (Dlle. Sabine h ĩ fetter: Desdemona, als Gastrolle.)
Im Schauspielhause: 1) Lart de se faire aimer den mari, vaude ville en 3 actes. 2) Los, vaudeville par Ser
—
Köͤnigstädtisches Theater. Montag, 9. März. Julerl, die Putzmacherin, parodiren Posse mit Gesang in 3 Akten, von Meiss. Musik von A. h ler. Im ersten Akt und im Zwischenakt werden Herr und R Purtzpichler tanzen.
N eue ste Nachrichten.
Paris 2. Marz. Der Graf Flahault, der Graf Y und Herr Barthe wurden vorgestern Abend von dem Cin
empfangen. Der General Sebastiani ist heute kurz vor Mittag
eingetroffen; er begab sich unverzüglich nach den Tuilerien M «eingettoffen.
er eine fast zweistuͤndige Konferenz mit dem Koͤnige hatte. R Marschall Soult erwartet man in seinem Hotel spaͤtestens m gen, im Laufe des Vormittags. Die Nachricht von der han erfolgten Ankunft seiner Gemahlin war voreilig.
Der General, Lieutenant von der Artillerie, Graf Valtt statt des pensionirten General⸗Majors Cotty zum Direltor! Pulver- und Salpeter-Fabrik, und der General⸗Major Pal zum Kommandanten der Artillerie⸗Schule in Toulouse ern worden. ̃
Die Graͤfin du Cayla, bekannt durch das freundschafsl Wohlwollen, das die Koͤnige Ludwig XVIII. und Karl X stets bewiesen, ist am 22. Februar in Bordeaux mit Tode gegangen.
Ein Schreiben aus Toulon vom 25. Februar berichtet,
Fregatte „Bellona“, die einige Tage vorher abgesegelt war,
den Befehl, vor Port. Mahon zu kreuzen, um die Bewegun der Amerikanischen Flotte zu beobachten, die dort versam werden soll. Mehrere Schiffe jollen den Befehl erhalten ha sich bis zur Beendigung der Angelegenheit zwischen Franh und den Vereinigten Staaten von Nord ⸗ Amerika in Bereits 1 setzen, damit sie gleich auf den ersten Wink in See sta koͤnnen.
Die Cholera ist neuerdings in Marseille in einem sehr unruhigenden Grade ausgebrochen.
Briefen aus Baponne vom 2bsten v. M. zufolge, h Mina am 2ästen Elisondo wieder verlassen. Ein Oberst is selbst mit 1500 — 2000 Mann zuruͤckgeblieben.
Aus dem Innern Spaniens erfährt man nur, daß der! Kriegs⸗-Minister, General Valdez, am 19ten in Madrid eln troffen und daß der General Llauder uͤberaus kalt in Catalon aufgenommen worden ist.
— Heute schloß proc. Rente pr. compt. 109. 20 6 cour. 109. 55. Zproc. pr. compt. 79. 45. sin cours 7g. J proc. Neap. pr. compt. 96. 665. fin cour. 97. —. pw Span. 457. proc. 273. Cortes 455. Ausg. Span. Sch 153. Neue Span. Anl. —. 21proc. Holl. —.
Frankfurt a. M., 5. Maͤrz. Desterr. 5proc. Mell 1003 1007 4proc. 9213. 93 3. 21proc., 55 z Br. 1proc. 1 Br. Bank ⸗Actien 1550. 1548. Part.“ Obl. 139. Br. Loose 1090 Gulden 214]. Br. Preuß. Pram. Sch. 63. Br. do. ch Anl. 97. Br. Holl. 5proc. Obl. von 1832 98 .. 98 . M Loose. 703. Br. proc. Span. Rente 443. 44. Zproc. do. n
263. 26.
Redacteur Cottel. — * 0 mm mmm mr
Gedruckt bei A. W Hayn.
a
Allgemeiner Anzeiger fuͤr
Die Taxe, der neugste Hypothelen⸗Schein und die besondern Kauf⸗Bedingungen konnen waͤhrend der gewöhnlichen Umtsstunden in der hiesigen Registra⸗ tur eingesehen werden.
Glogau, den 13 Januar 1835. Königl. Ober-Landergericht von Nieder Schlesien und der Lausitz.
Bekanntmachungen.
Avert issement. ; Die im Schwetzer⸗Kreise belegene freie Allodial⸗ Rirterguͤterherrschaft Poledno, zů welcher das Gut Poledno Nr. 110 und der Guts⸗Antheil Wienskowo r. 186, Litt. A. gehprt, ist im Wege der Execution nf e ,, m. gestellt, und der Bietungs Ter (I. 8 min au . den 28 Aug ust 1835, Vormittags um 10 Uhr, vor dem Deputirten, Herrn Ober⸗Landesgerichts Rath Reidenitz, hieselbst, ange⸗ setzt worden. ; . Die im Jahre 18533 aufgenommene landschaftliche Taxe, nach welcher der Werth der gedachten Herr⸗ schaft 35, 123 Thlr. 16 sgr. 8 pf. berraͤgt, und die Verkaufs ⸗Bedingungen, so wie der neueste Hypothe⸗ lenschein, sind ubrigens jederzeit in der hiesigen Re⸗= gistratur einzusehen Marienwerder, den 19. November 1824.
gerich tz.
Subhastations⸗Paten t, wegen des Gutes Ober- und Nieder ⸗Wal⸗ dau, Bunzlauer Kreises.
min auf den 12. September d J,
ormittags um 11 Uhr, angesetzt worden. a,. nd nee un big; Kauflustige werden da⸗ ber vorgeladen, in diesem Termine vor dem ernann⸗ jen Deputirten Herrn Ober Landesgerichts⸗Assessor Paschle auf dem hiesigen Schloß entweder in Person, Fder durch gehörig informirte und gesetzlich legiti⸗ = irte Mandatarien sich einzußnden, ibre Gebote ab⸗ B geben und demnaͤchst den Zuschlag an den Meist⸗
und Bestbietenden zu gewaͤrtigen.
len verpachtet.
Bekanntmachung. Das zur Geheimerath George Simpsonschen Con⸗ curs Masse gehbrige Erbpachtsgut, die Insel Hom genannt, Nr. zz des Hypotheken⸗Buchs, auf 7180 Thlr 13 sgr. 3 pf gerichtlich veranschlagt, welches in 19 Huben, 9 Morgen 166 MR. 87 CFuß devurgisch Land und einem herrschaftlichen Wohn⸗ hause, mehreren Remisen, Staäͤllen, Familien⸗Woh⸗ nungen und Piegen, nebst todtem Inventario und , . bestehet, soll in nothwendiger Subhasta⸗ 6 des Königl. Ober⸗Landes- stion verkauft werden. ; n r gr , ! Hierzu ist ein Termin auf den 23. September 1838, Vorm. 10 uhr, vocr dem Herrn Kreis⸗Fustij⸗Rath am Ende an der Gerichtsstelle angesetzt. Die Taxe, nebst allen Belcgen und namentlich die Pacht⸗Kontralte, der neueste Hypotheken⸗Schein und Zur Subhastation des im Bunzlauer Kreise bele die besonderen Kauf-Bedingungen konnen in unserer genen, nach der landschaftlichen Credit-⸗Tare auf Registratur eingesehen werden, wobei noch bemerkt 00? Thir. 22 gr, 3 pf und nach der Verkaufs-iwird, daß die Kaufgelder baar erlegt werden muͤssen, Taxe auf vz, 231 Thlr. 1A sꝗgr. 9 pf. abgeschaͤtzten Gu ⸗ und der Kaͤufer die Verpflichtung der Instandsetzung reg Ober- und Nieder⸗Waldau ist ein Bietungs-Ter⸗ der Uferbauten übernebmen muß. Auf dem Grunde stuͤcke haften überhaupt an jaͤhrlichem Erbyachts⸗Ca⸗ non und Kämmerei Gefaͤllen 134 Thlr. 12 sgr. 9 pf. und ist das Grundstuͤck jur Zeit in allen seinen Thei⸗
Danzig, den 27. Januar 18335. König l. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.
ek anntmachung. Das Etablissement des verstorbenen Kaufmanns Placke im alten Theile der Neustadt, bestehend in
Geschaͤfts oder auch zur richtlich abgeschaͤtzt ist,
v. G dbtz e. t meistbietend verkauft werden.
—
diesem Termine vorgeladen.
Mag⸗ Die Taxe und
zur Einsicht bereit.
ie prenßische
Wohn, Fabrik, Wirtbschafts-Gebaͤuden, Hofraum und Garten, welches zum Betriebe eines Fabrik⸗ Parzellirung geeignet und nach Abzug der Lasten auf 30,090 Thlr. Courant ge⸗ ] soll in dem Termine
den 17 Juni 1835, Vormittags 11 uhr, vor dem Herrn Kammergerichts-Alssessor Nelz an hie⸗ siger Gerichtsstelle in nothwendiger Subhastation
Zugleich werden die von Köpkenschen Erben, welche
ihrem Aufenthalte nach unbekannt und fuͤr welche zwei Greschen Erbenzins von einer Worthe, nebst Lehnsqualitäͤt im Hypotheken-Buche eingetragen sind, hierdurch zur Warnehmung ihrer Gerechtfame zu
. Kauf-Bedingungen, so wie der neueste Hypotheken- Schein liegen in der Registratur
Magdeburg, den 19. November 183. Köoͤnigl. Land, und Stadtgericht.
n Staaten. Stunden der Andacht,
in den mannigfaltigsten Original -⸗ Au sgh (Aarau) ungebunden und gebunden, zu den Mu von 2 Thlr. 15 sgr. bis 8 Thlr. 20 sgr., sind s
vorraͤtbig in der Buchhandlung J. A. List, in Berlin, Burgstr. M
Bgi Bassc in Quedlinburg ist erschienen, Mn alle Buchhandlungen zu erhalten und in Berl
Bildnisse und Lebensbeschreibungen) berühmtesten und verdienstvollstenn dagogen und Schulmaͤnner aͤlterer in
Rousseau, Basedow, Zerrenner) ar
Preis 77 sgr. Zweite Lieferung (Cam pa, 1 Steph an , Wilmsen) Preis 10 sh
Bei A. Ru cker, Fischerbruͤcke Nr. 26, erschien.
bers berg zu haben:
von einem der 11 sgr. 3 pf.
Weise, die alle
— — —
verloren J auch fur
kuͤnftige Geschlechter.
Literarische Anzeigen. In der Engin schen Buchhandlang (F. Malter)
in Berlin, Brettestraße Nr 23, ist Landsberg bei Bilmsen und in Prenzlau bei Kal—
Friedrich Schleiermacher, die Darstellung per Idee eines sittlichen Ganzen im Menschen⸗ leben anstredend. Eine Rede an feine 1ltesten Schuͤler aus den . 1802 — 1806 zu Halle,
aͤlteßen unter ihnen. Preis
Diese Darstellung ist aus der lebendigen Quelle persoͤnlichen Umgangs und inniger Geistesverwandt⸗ schaft mit dem Entschlafenen geschbyft. uns das gaht Abbild Schleiermachers auf eine! *
n dazu geeignet ist, uns sowohl eine klare Anschauung dessen zu geben, was wir in ihm als guch desjenigen, was er allen bleibt,
Adreß⸗Kalender, officiel er, von Ber und Potsdam, auf das Jahr 18338. Srvo. geh. 1 Thlr. 16 sgr.
erschienen, in e n , ne. Ali- Baba oder die vierzig Räube zrolse Opor in vier Aufzügen, von 1. Che ruhi⸗ im Verloze von Breitkopt & Huürtel in Leib ist bei T. Traut wein in Berlin, Breitestr. Mo vorrüthig: ᷓ Her vollständige Klavier-Auszug koslet 12 Thlr. Die Quverture für Pianoforte zu 2 Hunden 15 Die Quverture für bianolorte zu : ünden
Sie giebt
Die einzelnen Gesangstücke mit Pianoson ten
und Potpourris aus dieser Oper erseheinen binb Kurzem.
— —
saum noch die Rede.
bern ihnen auch die beleidigend en Schaͤndlichkeiten beimesse. is Schreiben mittheilen, begleitet es mit Bemerkungen, in de— in sich ebenfalls großer Unwille ausspricht; es sagt unter An— derm, daß die Luͤge, welche Thatsachen erfinde, daß sich aber nichts ausrichten lasse gegen die Luͤge, welche und die sich bemuͤhe, mitteist solcher Erfindungen den Samen der Zwietracht zwischen den ehrenwerthesten Män— Von unserer Seite ist sicherlich kein Ein—
oͤnne; Worte erfinde,
as Gluͤck haben,
neuerer Zeit. Erste Lieferung (Pe st al
bergebung zu bitten,
e l
gleitung sind sbenkfalls daselbst bereits zu halqh
Allgemeine
Prenßische Staats- Zeitung.
Zeitungs-⸗Nachrichten.
k Frankreich.
Paris, 2. Marz. Ein hiesiges Abend ⸗Blatt sagt: „Mehrere ournale und namentlich der Constitutionnel geben heute Morgen
äusfuͤhrliche Nachrichten uͤber die ersten Schritte, welche der Gene⸗ ral Sebastiani gleich bei seiner Ankunft in Paris gethan haben soll. Herr Sebastiani ist aber erst heute gegen Mittag hier
Einige Personen behaupten, er habe dem Koͤnige von Calais aus geschrieben, daß er nicht geneigt sey, ein Porte— seuille anzunehmen, sondern nur komme, um Sr. Majestät bei her Zusammensetzung des neuen Ministeriums behuͤlflich zu seyn. Wir glauben eher, daß er kommt, um die dissidirenden Mitglie⸗ der des doctrinairen Kabinets zu versohnen, und daß er doch am
nde einen Platz in der neuen Combination einnehmen wird.
s nicht annehmbar erscheinen. Die er Deputirten Kammer
gar dem Geruͤchte Eingang zu
ergebenen Blaͤtter verschaffen,
Von Herrn Dupin ist inmitten dirses ministeriellen Wirrwars Der Konig scheint gaͤnzlich auf ihn Verzicht geleistet zu haben, da seine Bedingungen durch—
dem Praͤsidenten suchen jetzt
daß Herr
düpin niemals mit der Zusammensetzung des Ministeriums
ieder um Rath gesragt habe.
beauftragt worden sey, sondern datz der Konig ihn nur hin und Diese Taktik konnte im Monat MRovember schon nicht gelingen, weil Jedermann wußte, welchen Antheil Herr Dupin an der Combination Bassano genommen Hatte, obgleich er während der Dauer der Unterhandlungen nicht in einzigesmal in den Tuilerieen erschienen war; um so viel zeniger kann dieselbe heute gelingen, nachdem Herr Dupin so öͤufig vom Könige empfangen worden, und es notorisch ist, wie sehr er sich mit der ministeriellen Krisis beschaͤftigt hat.
Man
uß daher einraͤumen, daß es das zweitemal ist, daß Hr. Dupin
jum Besten gehalten wird; er hat den Dimissions-Prahlereien zer Doctrinairs Glauben geschenkt, und sich ernstlich damit be— ghaͤftgt, die Elemente zu einem neuen Kabinette zu sammeln. Diese Aufgabe konnte nicht geloͤst werden, und Herr Dupin hätte sich das vorher sagen muͤssen. Er machte sich zur Bedin—⸗ hung, daß das Conseil von der Beaufsichtigung und der aus— tchließlichen Leitung des Koͤnigs befreit werde, und daß sich das— Albe außerhalb des Schlosses der Tuilerieen versammele. Philipp aber wird niemals in ein solches Opfer willigen; es wuͤrde in seinen Augen einer Abdankung gleich kommen.“
Ludwig
Das Journal de Paris enthaͤlt Folgendes: „Mehrere burnale haben gestern ein Schreiben des Herrn Dupin publi—
ern auszustreuen.
bruch gegen solche Grundsaͤtze zu erwarten. Mittel niemals gebilligt,
noch uns derselben bedient. vundern muß es uns, daß dasselbe Journal gleich hinter seiner Kirade gegen die Verleumdung ein Gewebe von Beleidigun— zen und verleumderischen Einsluͤsterungen gegen Staatsmaͤnner nthaͤlt, die nicht, wie der Praͤsident
itt, in welchem er mit Energie gegen Aeußerungen protestirt, öe ihm von anderen Blaͤttern in den Mund gelegt worden sind. Der ehrenwerthe Praͤsident der Kammer ist empoͤrt uͤber das, bas er die schaͤndliche Taktik der Presse nennt, die sich scht mehr damit begnuͤge, Staatsmaͤnner zu verleumden, son⸗ sten Aeußerungen und die groͤb—
Eines der Journale, die je—
widerlegt werden
Wir haben solche Aber
der Deputirten⸗Kammer, den Schriftstellern des tiers-parti zu gefallen. Denem Journale zufolge, wäre der Minister des Innern nur umit beschaͤftigt, Zwietracht anzustiften und Intriguüen auf In— riguen zu haͤufen, um zur Praͤsidentschaft des Conseils zu ge⸗ ängen. Wollte man von diesen Ankläͤgern eine einzige That— iche zur Unterstuͤtzung jener Unwahrheit verlangen, 'ss würde nan sie sicherlich sehr in Verlegenheit setzen. Und wenn sie
smraͤumen, daß es sehr schwer sey, auf die Lage 5 antworten,
velche Worte erfinde, so scheint es uns eben so n ö kLuͤge zu antworten, welche Absichten erfindet. Ludwig Qehmigke, Burgstr. Nr. 8, vorrat Illen muß man den Schluß ziehen, daß die politische Verleum—
erren anwendet, zelche das Ungluͤck es seit langer Zeit; aber es war schwer,
weis davon zu geben.“
chwierig, auf Aus diesem
zung nur schimpflich ist, wenn man sie gegen die Freunde jener und daß sie ein Recht gegen diejenigen ist, haben, ihnen zu mißfallen.
Wir wußten
einen schlagendern Be⸗
Das Journal des Debats bemerkt in Bezug auf die im
Die Majorität, die sich bei
Englischen Unterhause stattgehabten Debatten uͤber die Adresse: dieser Gelegenheit gegen das Mi—
isterium ergeben hat, ist zu unhedeutend, als daß dieses sich
durch zum Ruͤckzuge bewogen finden sollte. abinets-Mitglied eine solche Absicht angekuͤndigt; eben so we—
Auch hat kein
g denkt man an eine abermalige Aufloͤsung des Parlaments. Das
sich genoͤthigt sehen,
n Beistand, den sie mehrmals dem
Heltsamste aber bei der gegenwaͤrtigen Lage der Torles ist, daß fur ihre fruͤheren politischen Ansichten um sie gewissermaßen zu verleugnen, sich auf . rey schen Ministerium leitet, zu berufen und ungufhörlich daran zu erinnern, U die Emancipation der Katholiken — diese große
daß sie Maßregel,
durch in den Wall der alten Englischen Verfassung die erste
sresche geschossen worden ist — gestimmt haben. inister bei einer so schwachen Posttion dem furchtbaren Bünd— isse, das sich gegen fie gebildet hat, und das der
Werden die
Sieg allein
dieder trennen kann, lange widerstehen koͤnnen? Wir bezwei—
* en es.“ Man beklagt sich uͤber die große Men
llche sich auf der diesjährigen Kunst Ausste
e von Portraits, ung befinden, und
Berlin, Dien stag den 10ten Marz
— ——— — ——— — ————
doch hat die Jury noch 1500 Portraits, a icht = he, e en, nee P als nicht zulassungs—
Am 1. Jan. d. J. betrug die Gesammtzahl der fremden politischen Flůchtlinge in Frankreich 5428, , r dn nn
In den hiesigen Petites Affiches befindet sich die An— zeige von der auf den 10. Marz anstehenden Auction der Wa— gen und Pferde des Grafen Pozzo di Borgo.
Das ministerielle Interregnäm hat hier keinen Einfluß auf die Farnsvals Besustigungen. In der verflossenen Nacht wur— den 45 Maskenbaͤlle gegeben. Sie Konzert- Sucht ist in diesem Augenblicke vorherrschend, und es gieb? fast keine Soirée dan- sante die nicht mit einer musikalischen Sitzung begaͤnne.
Die neuesten Nachrichten von der Spanischen Graͤnze sind ohne Bedeutung. Am 16. Februar griff der Karlisten-Anfuͤh⸗ rer Castor das Dorf Pracines unweit Bilbao an, wo ein Theil des Provinzial, Regiments von Betanzos stand. Die Christinos hielten sich auf dem Kirchhofe bis zur Ankunft einer Verstaͤr⸗ kung aus der Umgegend. Castor ward alsdann genoͤthigt, die Flucht zu ergreifen, nachdem er einige Gefangene und Verwun⸗ dete zuruͤckgelassen. Aehnliche, fuͤr die Karlisten unguͤnstige Mel⸗ dungen gehen aus Santander ein; ob sie gegruͤndet sind, mag dahingestellt bleiben. So soll 3. B. der Karlisten⸗Chef Arroyo, lebhaft verfolgt, genoͤthigt worden seyn, sich in die Gebirge von Lievang auf der Graͤnz. von Asturien zuruͤckzuziehen. Auch heißt es, Villalobos habe in derseiben Richtung die Flucht er— griffen, nachdem er seine Pferde, Waffen und' ander? Effekten im Stich gelassen. Endlich berichtet man uͤber eine Niederlage, die der Anfuͤhrer der Christinos, General Latre, in Verbindung mit dem Brigadier Iriarte, dem General Traso, der sich an der Spitze von 2690 Biscayern befand, bei Villarana beigebracht habe. Eraso soll einen ziemlich bedeutenden Verlust an Todten und Verwundeten gehabt haben.
Der Messag er enthaͤlt folgendes Schreiben aus Baponne vom 24 Februar: „Es vergeht kein Tag, wo ich nicht die Fe— der in die Hand nähme, in der Erwartung, Ihnen einige wich— tige Nachrichten mittheilen zu können; aber sie entfaͤllt mir im— mer wieder, sobald ich die elenden Berichte lese, welche der Thaͤ⸗ tigkeit des Telegraphen Nahrung geben. Fuͤnf Monate sind nunmehr verflossen, seit der General Mina die Nord; Armee kommandirt und sich, wie man behauptet, mit der Organisation derselben beschaͤftigt. Wahrend dieses langen Zeitraums hat die Armee sich nur in Bewegung gesetzt, um zahlreiche Transporte
von Geld, Lebensmitteln, Waffen und Munition, welche die
Freunde Sr. Excellenz in Prozession bis zur Graͤnze begleiten, zu eskortiren, und sobald dieser Zweck erreicht ist, eilen saͤmmt⸗ liche Truppen und ihr beruͤhmter General, sich wieder in Pam— pelona, Estella, Puente de la Reyna oder in anderen befestigten Plaͤtzen zu verstecken. Niemand beschaͤftigt sich damit, den mili— tairischen Operationen Zumalacarreguy's Hindernisse in den Weg zu legen; auch hat dieser wahrend eines strengen Winters nicht allein seine Armee verstaͤrkt, sondern ihr auch eine wahrhafte Organisation gegeben, wodurch die im Fruͤhjahr aus dem In— nern kommenden Verstaͤrkungen unnuͤtz gemacht werden duͤrften. — Man versichert heute, daß Mina es mit dem Schreckens—
Systeme versuchen wolle; das ist moͤgl a n, z st moglich, denn er versteht sich
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Siz⸗ zung vom 2. März. (Nachtrag.) Folgendes ist das Wesent⸗ liche der (gestern bereits erwaͤhnten) Erlaͤuterungen, welche der Kanzler der Schatzkammer auf die von Lord J. Russell an n gt een, Fragen gab:
. in stets bereit, dem Hause eine offene Erklaͤrung uͤber den Gang zu geben, den ich als Staatsmann zu befolgen dee so weit dles mit meiner Pflicht als Minister vertraͤglich ist, und ich verlange keinen Aufschub, um mich auf die Beantwortung der von dem edlen Lord mir vorgelegten Fragen vorzubereiten. (Beifall. Ich fuͤhle mich nicht veranlaßt, wegen des Votums des vorigen Abends meine . einzureichen (lauter Beifall von den mi— nisteriellen Baͤnkenh, und ich denke auszuharren (Beifall) in dem, was ich Sr. Maj. und dem Volke schuldig zu seyn glaube, und un⸗ geachtet jener Abstimmung dem Hause diejenigen Maßregeln vorzu— legen, welche die jetzigen Minister in Vorschlag zu bringen beschlos⸗ sen haben und. die in der Thron⸗-Rede erwaͤhn ' worden sind. (Bei⸗ fall. Ich weiß allerdings, daß das unterhaus durch eine geringe Majoritaͤt (Beifall) in einem außerordentlich vollen Hause mit zö9 gegen zor, also mit einer Majoritat von nur? Stimmen, nicht ei⸗ nen Tadel gegen das Ministerium, sondern nur eine Meinungs⸗Ver⸗ schiedenheit über die Nothwendigkeit einer Aufloͤsung des Parlaments und einen, wie ich glaube, unbegruͤndeten Verdacht hat aussprechen wollen, daß solche Maßregeln, die für das all gemeine Beste foͤrder⸗ lich sind⸗ dadurch, daß der König sich' an das Volk ge⸗ wandt, wuͤrden unterbrochen und verzögert werden. Ich glaube jedoch nicht, daß die Majoritaͤt, welche fur das Amendement zu der Adresse gestimmt hat, die Meinung hegt, daß diese Abstimmung zugleich ein Votum für die Entlassung des Ministeriums sey. (Beifall von der ministeriellen Seite,) Ich bin überzeugt, daß mehrere! von denen, die jenem Votum beitraten, zugeben werden, daß ich gegen meine Pflicht handeln wurde, wenn ich mich in Folge jener Abstimmung von meinem Amte zuruͤckziehen wollte. Mehrere ehrenwerthe Mit⸗ glieder, die an der Debatte Theil nahmen, klaͤrt, daß dies ihre Meinung sey. edlen Lords werde ich, nicht in der vorgelegt, sondern wie sie gerade meinem worten. Was die Irlaͤndische Ki Bericht der von der vorigen vorlegen. Bei dem Antritt me die Kommissarien sich die Erfü⸗ gele en seyn lassen, daß die Kirch spiele vollendet war Die neuen Diener Sr.
gesagt, daß ich noch bei der Meinung beharrte, daß kirchliches Ei⸗ genthum nicht zu anderen, als kirchlichen Zwecken verwendet wer⸗ den duͤrfe. (Beifall.) Diesen Grundfatz ochaupte ich noch (Hei⸗ fall, und nach ibm werde ich handeln, doch wird mich diese Ecklaäͤ⸗ 3. nicht verhindern, die durch die Kommisfarien vorgeschlagenen Maßregeln, sofern sie mit diesem Grundfatze vereinbar sind, anzu⸗ nehmen. In Betreff der Corporations- Koömmission weiß ich nicht gengu, was das fuͤr Unterredungen sind, bie der edle Lord erwaͤhnt. Ich werde dem Bericht der Kommissarien, den wir spaͤtestens Ende Februar zu erwarten haben, die vollste Aufmerksamkeit schenken. (Hort!) Ich versichere den edlen Lord, daß ich, wenn er auch das Gegentheis' glaubt, keine geheimen Vorur⸗ theile zu Gunsten der Corporatsons Misbräͤuche hege. Ich kann nicht begreifen, welche politische oder perfnliche Rircht ich, nach⸗ dem die Bill des edlen Lords durchgegangen ist, haben koͤnnte, die Corporations⸗-Mißbraͤuche zu vertheidigen, oder Maßregeln zu ih⸗ rer Abhülfe zu verhindern. Ich bin der Meinung, daß es mit mei⸗ ner Pflicht als Minister unvereinbar it, wenn ich den Bericht der Kommission von 1833 betrachte, worin Sie, Herr Sprecher, den Vorsitz fuͤhrten, und welcher behauptete, daß imehrer= Huͤlfsmittel an die Hand gegeben seyen, die nur fuͤr kleine Eorporatio⸗ nen, aber nicht fuͤr große paffend wären, daß über mehrere Punkte noch weitere Aufklaͤrungen einzuholen,“ daß diejenigen Corporationen, welche am meisten unter dem Einflusse des Volkes staͤnden, nicht immer die lautersten feyen, und daß die Kommission deshalb . Zeit noch keine bestimmte Meinung aussprechen könne; ich glaube, sage ich, daß es in dieser Hinsicht meiner Pflicht als Minister der Krone zuwider waͤre, wenn ich jetzt eine Meinung uͤber diesen Zegenstand ausspraͤche, indem es das Ratürlichste für mich ist, daß ich dem Hause nicht eher etwas vorschlage, als bis ich den Bericht der Kommissgrien gesehen, den Inhalt desselben erwogen und die Art der Vorschlaͤge untersucht habe. (Großer Beifall.) Ich habe die Ehre, einer Corporation vorzustehen, und ich glaube er⸗ klaͤren zu konnen, daß sie, wenn das Resultat der Kommission das Vorhandenseyn von Mißbrduchen darthun sollte, zu jeder Ver= besserung, die zur Gewinnung der Neigung des Volkes vorgeschla⸗ gen werden möchte, ihre einmuͤthige Zustimmung geben wurde. „Gelaͤchter von der Opposition. Ich bin uͤberzeugt, daß der edle Lord der Letzte seyn wird, der annimmt, daß ich gegen die Frage üäher die, Corporatigns-Reform die Augen zudrücken) warde. 3 wiederhole es, daß ich nicht das ger mn f Interesse dabei habe. 35 wäünsche nur, ehe ich in dieser Beziehung etwas thue, mich zuvor uͤber die Art und die Ausdehnung der Mißbräuche und der dagegen iu hgen enen Huͤlfsmittel zu unterrichten. (Beifall.) Was end lich die letzte Frage betrifft, naͤmlich die Frage über die Auflbsung des Parlaments, so kann ich nicht umhin, zu glauben, daß der edle Lord in der Zwischenzeit sich einer im April des Jahres 1831 an Lord Grey gerichteten Frage erinnert haben wird. Es ging damals allgemein das Geruͤcht von einer bevorstehenden Aufldsung des Parlaments, und mit gutem Grunde, denn die an— gefuaͤhrte Frage wurde am 21. April gestellt und am 22sten das Par⸗ lament gufgelbst, C Gelaͤchter . Am 321. April 1831 sagte Lord Wharncliffe „„Ich wünsche, die Minister zu fragen, ob es wahr ist, daß sie Sr. Majestaͤt den Rath gegeben haben, das Parlament aufzuldsen, und daß dieser Rath angenommen ist?““ Lord Grey antwortete hierauf: „„Ich glaube, man wird zugestehen, daß die Frage des edlen Lords von sehr ungewöhnlicher Art ist (Bei⸗ fall, und ich kann kaum glauben, daß er eine Antwort dar⸗ auf erwartet hat. (Wiederholter Beifall.) Aber welches auch die Erwartungen des edlen Lords gewesen sfeyn mogen, ich muß eine Antwort ablehnen.“ (Beifall) Die Maßregeln, welche er in dieser Hinsicht fuͤr nothwendig erachten moͤchte, uüͤberlasse ich seinem Gutbefinden, (Großer Beifall. Ich will mich sogar eum! licher gegen den edlen Lord erklaren, als es der Graf Güey gegen den Lord Pharncliffe that. Der edle Lord hat mich gefragt, ob ich Geruͤchte uͤber die Auflöͤsung des Parlaments unterstuͤtzt habe. Ich erklaͤre, daß ich weder durch eine Handlung noch durch einen Aus⸗ druck, weder direkt noch indirekt, dergleichen Geruͤchte gutgeheißen oder unterstuͤtz habe. Ich habe niemals mit irgend Jemand auch nur über die Möglich keit einer Aufldsung gesprochen. Ich glaube auch nicht, daß dies für die Minisier der Krone pasfend waͤrẽ Befall! ueberdies ware für mich nichts unschicklicher, als wegen des chan? ges, den das Haus zu befolgen gedenkt, irgend eine Drohung gegen dassel be vorzuschlagen. In Ruͤcksicht auf das andere von dem edlen Lord erwaͤhnte Geruͤcht, das er indeß, wie er sagt, nicht glaubt (Gelaͤchter), das Gerücht namlich, daß wir, im Falle das Haus die Annahme der Aufruhr ⸗Bill verweigern sollte, die Absicht haͤt= ten, vermsttelst eines stehenden Heeres zu regieren, kann ich nur sa⸗ gen, daß ich es fuͤr eine sehr neue Entstehung halte, indem ich mit vollkommener Wahrheit erklaͤren kann, daß ich zuerst durch den ed= len Lord selbst etwas von diesem Geruͤchte vernommen habe In Betreff der anderen Frage, womit der edle Lord mir drohte, die W indeß nicht an mich richtete, obwohl ich es erwartete, naͤmlich ob ich mich fuͤr die Ausübung der Praͤrogative der Krone, in Be— ziehung auf die Aufloͤsung des Parlaments, verpflichten wollte oder nicht, will ich nur wiederholen, was ich schon gefagt, dat ich naͤm⸗ lich auf keine Weise, weder direkt noch Höch? zu einem solchen Geruͤchte Veranlassung gegeben habe. Ich sagte ferner, daß es fuͤr mich höͤchst unpassend seyn wurde, den Geschaͤrten des Hauses durch, irgend eine, wenn auch die geringsie Drohung, Fesselif anscgen zu wollen; aber ich muß zugleich hinzufügen, daß es fuͤr mich, als Mi⸗ nister der Krone, gleich unpassend seyn wurde, meine Zustim mung zu geben, daß irgend eine Praͤrogative der Krone außer Gebrauch gesetzt wurde, oder auf eine bloße Hypothese hin mich als Minister der Kronc und Geheimer Rath dafür zu verpflichten, was ich der Krone i , e . J i . Verfahrens rathen wurde. J versucht, dem edlen Lord eine Antwort zu geben ĩ 6, ö de,, zu geben, und ich hoffe, sie ord J. Russell erwiederte auf die Erklaͤrungen Sir
Peel s, der sehr ehrenwerthe Baronet habe ihn in . ie, nämlich in Betreff der verbreiteten Geruͤchte mißverstanden; er Word John) habe nicht gesagt, daß es die Absicht irgendein“ Ministers sey, mit einem stehenden Heere zu regieren, sondern nur, es gehe das Gerücht, daß eintge Personen der Meinu seyen, sie waͤren berechtigt, die Armee ohne die Aufruhr. Vin zu unterhalten, mit den Praͤrogativen der Krone sey bie Ve fug⸗ niß verbunden, ein stehendes Heer zu haben, und dag r. ment koͤnne daher beliebig noch heute oder in vierzehn Tagen aufgeloͤst werden; dies sey das ganze Geruͤcht, und er (der 9. ner) gebe gern zu, daß er von dem sehr ehrenwerthen Baronet weiter nichts fordern koͤnne, als die Erklarung, daß er zu die⸗ sem Geruͤcht keinen Anlaß gegeben und kein? solche Drohung beguͤnstigt habe; eine allgemeine Erklaͤrung oder Ver⸗ pflichtung in Bezug auf diesen Gegenstand habe er von dem Minister gar nicht verlangt und könne sie nicht