1835 / 74 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sun, 15 Mar 1835 18:00:01 GMT) scan diff

Wissenschaftliche Nachrichten.

Recherches zur les poissons fossiles par L'Agassig. Neuchatel. Le texte en 4., les planches en solio.

Wenn 964 die Staats⸗Zeitung gewöhnlich der Anzeige litera⸗ xrischer Werke eines ganz speziellen Faches keine Stelle anwelsen kann, so wird doch mit dem oben genannten, von welchem eben die dritte Lieferung erschienen ist, wohl eine Ausnahme zu machen seyn. In einem Theile der Schweiz erscheinend, wo unter dem milden , unsers Königs durch den treuen Sinn der Neuchateller so viel Schöͤ⸗ nes und Gutes im Stillen erblübt, einem unserer kesh beet n ge⸗ lehrten Mitbuͤrger, dem ,. Alexander von Humboldt, gewidmet, möchte es . schon Anspruch haben, besonders da, . der e n, des Verfassers, das Werk gewiß sehr bald seine Stelle in der gelehrten Welt einnehmen, und sich neben dem Besten bebaupten wird, was je in diesem oder in irgend einem andern Zweige der Raturgeschichte gelesstet worden ist. .

Ich durch seine Bearbeitung der von Spix mitgebrachten Brasilischen Fische, uͤber welche dieser gar keine Nothen hinter⸗ lassen batte, beurkundete Herr Agassiz seinen Beruf zu gruͤndlichen und umfassenden Forschungen im Gebiete der Natur, so wie zu zi⸗ nem akademischen Lehrstuhle in seinem Fache. Er übernahm seit⸗ dem die Stelle eines Professors der Naturgeschichte am neu einge⸗ richteten Lyeeum zu Neuchatel, fuͤr welches auch bald nachher zur Vermehruns der schon vorhandenen Sammlungen seine namentlich an Fischen i reiche Sammlung angekauft wurde. Diese Stellung, welche ihm zugleich einen angemessenen Wirkungskreis und Muße zur Verfolgung der unternommenen Arbeiten gewahrt, scheint sei⸗ nem beschesd enen, durchaus rein wissenschaftlichwn Sinne so zu ent⸗ sprechen, daß er berelts zwei ehrenvolle Berufungen an hohere Lehr⸗ Anstalten ausgeschlagen hat.

Dat oben genannte, ganz auf Kosten des Verfassers unternom— mene Werk besteht aus funf Baͤnden, welche in 12 Lieferungen, von 10 13 Bogen Tert in 4. und zwanzig Abbildungen in fl, erscheinen. Sie geben uͤber oJ Arten, welche nicht mehr existiren, und welche aus den äbri ,,. Spuren mit der groͤßten Ge⸗ nauigkeit, so weit ei . ich war, kenntlich restaurirt sind. Jede Lieferung szu 23 Fr. eder 11 Gulden) enthält Tert und Abbildun—

en aus allen funf Bänden, um aus jeder der gut charakterisirten

btbeilungen etwat zur Anschauung zu bringen; zugleich aber war es moglich, da sowohl Tert als Zeichnungen der Hauptsache nach vorgearbeitet sind, die genaueste Ordnung in diesen Abtheilungen zu erbalten. Schon gleich das erste Heft zeigt daher den wichtigen un— terschied der Schußpen bel den Fischen der 4ltern und jungern For— mationen, indem die erstern ausschließlich rhomboidale Schuppen ha⸗ ben. Um den Schluͤssel der neuen Classifieation der Fische, wel— che zu Ende des ersten Bandes ihre Stelle findet, nicht lange ent⸗ behren zu lassen, hat der Verf, in einm Zusatz-Blatte zum zweiten Hette eine Skizze derselben gellefert, auch giebt dies ZusatzBlatt schon jetzt neuere Entdeckungen, Bemerkungen und Berichtigungen, die späͤterhin gesammelt und zusammen wieder abgedruckt als Supple⸗ ment zu jedem Bande gegeben werden sollen, eine Gewissendaftig⸗

keit, wel we hinlänglich zeigt, daß der Verfasser bei dieser, wie bei

allen seinen Arbeiten, nur die Wissenschaft und ihre moͤglichste For— derung im Luge hat. Die Zeschner und Lithographen Dinkel und Weben, welche der Verfasser fr sein Werk gewonnen hat und un— tanterbrochen für dasselbe beschaͤftigt, haben seinen Erwartungen ganz entsorschen: die Schönbeit und Genauigkeit der Zeichnungen, welche mehrere Mappen füllen, sind unuͤbertrefflich und stehen der Sorg⸗ samkeit der literarischen Arbeit würdig ur Seite. Der unter⸗ nehmung, welche begreiflich sehr bedeütende Kesien veranlatzt bat und noch immer erfordert, ist überall die Unterstuͤtzung zu wunschen, die das Werk bei der geologischen Gesellschaft zu London, durch

296 Zuerkennung des Wollastonschen Preises fuͤr Befoͤrderung der Geo⸗ logie . hat .

Die zur Vervollstaͤndigung dieses Werkes von dem Verfasser unternommenen Reisen haben zwar die Erscheinung der einzelnen Lieferungen etwas verzögert, doch kann dasselbe im Ganzen nur dabei gewinnen, indem auf diese Weise wohl keine irgend bedeu⸗ tende Sammlung von ihm unbeachtet bleibt, und fuͤr die Abbildun⸗ gen uͤberall die besten Exemplare benutzt werden. Unter Anderem wurde dem Verfasser bei seiner Anwesenheit in England zugestan⸗ den, daß man die von ihm bezeichneten Exemplare der verschicdenen Sammlungen in London vereinigen wolle, damit er sie dort von seinem Zeichner mit grbßerer Bequemlichkeit und geringeren Kosten abbilden lassen könne. s.

Berliner Börse. Den 13. März 1834.

Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preuss. Cour.)

n , ne, aer. 1067 105tpr. Pfandbr. A 1021 98 bomm. do. 1064 6 AME Kur- u. Neum. do. 106 99r Schlesische do. 99 RKRkst. C. u. L. Sch. 1005 d. K. u. N.

St. · Schuld Sch. Pr. Engl. Obl. 30. Prm. Sch. d. Sech. Kurm. Obl. m. l. C. Neum. Int. Sch. do. Berl. Stadt- Obl. Königsb. do.

Elbiug. do.

Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr. Grossh. Pos. do.

4 A A

Gold al marco 387 Neue Duk.

Friedrichsd'or .. Disconto

1 R u e . .

Auswärtige Börsen.

Amsterdam, 8. Mär.

Niederl. wirkl. Schuld 556 z. 583 101.

Aut werpen, 7. Mär.

33 277. Liusl. 165. Cortes A8. FErankfurt a. M., 10. Märæ.

A3 95 voz. 213 56. —.

Kanxz-Bill. 255.

Span. S3 MI. do. Coup. —.

Oesterr. 53 Metall. 1013 1015. 13 217 Bank- Actien j5s5. 1881. Part. Ghlig. 180. I30.. Loose zu 190 G. —. Preuss. EPräm. Sch. 644. 6a. do. A3 Anl. 973. Holl. 53 OQblig. v. 1832 99 M..; 99νσ, Hol. Loose 70. 70. 55 Span. Rente AN 75. 33 do. perp. 273. 273.

1 ari3. 7. Müræ.

53 Rente pr. compt. 106. 753. fin cour. 106. 95. Ohne den Coupon, der am 22. März fällig ist. 38 pr couipi. 79. 69. tin eour. 79. 80. 3z Neu. pr couipt. 965. 25. fin cour. 96. 50. 53 Span. Keute Hr. 38 do. 285 Cortes 474. Aus. Spun. Schuld 155. Neue Span. Anl. SS Prämie. 233 Holl. 56. 70.

NMeteorolozische Beobachtung. Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung. 7

338, o Par. 338,3 Par. 338, 258 Par. Quellwärme 7, o0 R. 3, 2 06 R. . 6,29 N. ö

s2 pCt. 77 Ct. S2 pCt. Bodenwärme 2, 19 R. regnig. truͤbe. halbheiter. fusdüunst. O, 83“ Rh.

1835. 12. Maͤrz.

Luftdruck. Luftwaͤrme Thaupunkt

] Niederschlag 0, 227 Rh.

Wolkenzug SW.

König liche Schauspiele.

Sonnabend, 14. Maͤrz. Im Schauspielhause; Die Bra von Messina, Trauerspiel in 4 Abth., von Schiller. (Dlle h Stich: Beatrice, als Gastrolle. Herr Rott: Cajetan.) ;

Sonntag, 15. Maͤrz. Im SGpernhause: Die Belageru von Corinth, lyrisches Drama in 3 Abth., mit Ballets hun von Rossini. (Dlle. Sabine Heinefetter: Pamyra; Herr V. sing: Mahomet, als Gastrollen)

Im Schauspielhause: Des Goldschmieds Töoͤchterlein, Al. deutsches Sitten-⸗Gemaͤlde in 2 Abth., von C. Blum. Hierauf. Sirudelt Spschen, Lustspiel in 1 Akt, von Th. Hell. (File ö Stlch: Bertha, als Gastrollt.) Und: Zum erstenmale: Di Schwestern, Lustspiel in 1 Akt, nach dem Franz., von L. Angen

Allgemeine

Preußische Staats⸗-Zeitüng.

Montag, 16. Maͤrz. Im Schauspielhause: Die Bekenn nisse, Lustsplel in 3 Abth., von Bauernfeld— Hierauf: Der Pil terabend, komisches Ballet in 1 Akt, von Hoguet.

König städtisches Theater.

Sonnabend, 14. Maͤrz. Die Unbekannte, romantische Oy in 2 Akten. Musik von Bellini. r

Montag, 16. Maͤrz. Lestoch, oder: Intrigue und liel Oper in 6 Akten. Musik von Auber. 1

Mittwoch, 18. März. Zum erstenmale: Der Glockner . Notre ⸗Dame, romantisches Drama in 6 Tableaux, nach ö. Roman des Victor Hugo, frei bearbeitet von Ch. Birch⸗Pfeiß Die zur Handlung gehörige Musik ist von Herrn Claͤpius neuen Decorationen sind von Herrn Antonio Sacchetti gen. (Mad. Birch ⸗Pfeiffer: Gervaife, als Gastrolle.) j

Markt⸗Preise vom Getraide.

Berlin, den 12. Maͤrz 1835. Zu Lande; Weizen 1 Rthlr. 21 Sgr. 3 Pf., auch 1 12 Sgr. 6 Pf.; Roggen 1 Rthlr. 14 Sgr., auch 1 Rthlr jo große Gerste 1 Rthlr. 7 Sgr. 6 Pf., auch 1 Rthilr. 5 Sgr. Gerste 1 Rthlr. 10 Sgr., auch 1 Rthlr.; Hafer 27 Sgr. 6 P

M 74.

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Bekanntmachung. Die gegenwaͤrtig zwischen Berlin und Coͤslin uͤber Stettin bestehende wöchentlich zweimalige Schnell- Post wird, vom 1. April d. J ab, bis Danzig durchgesuͤhrt, und die zwischen Cöͤtlin und Danzig bestehende Brief⸗-Post mit dieser Schnell— Pfost verbunden. w Zur gedachten Schnell-Post, welche von Conducteurs be— gleitet wird, kommen bequeme neunsitzige Wagen in Anwen⸗ ö ei In erforderlichen Fällen werden zu derselben Bei⸗Chaisen Rthl., gestellt. . . 9. uisehz Personengeld betragt, einschließlich des Freigepaͤcks von f 3 30 6. . . . 6 , , . 23 Sgr. S Pf.; Ervin 1 Rthlr 27 3 * 85 . S Ri nen oJ Pfund Ueberfracht, in ledernen Koffern oder Felleisen mg n ,. ö El 9 Eh Fern pff; ln en 8 h zerpackt, gegen Entrichtung des tar fmäßigen Porto, von jedem Zu Wasfer: Weizen . Rthlr. 28 Sgr., auch 1Rtj. Reisenden mitgenommen werden. Hinsichtlich der Befoͤrderung 22 Sgr. 6 Pf. un? 1 Rthir. is Sgr; Roggen J Rthlr 13 Cg. von kleinen Geld- und Paͤckerei⸗ Sendungen treten die auf allen ] . , e . 6 1 . l ö nen Post⸗-Coursen guͤltigen allgemeinen Bestimmun⸗ . f. ͤ eff. gen ; Mittwoch, den 11. Maͤrz 1835. ; ĩ ĩ ; Das Schock Stroh 7 Rthlr. 15 aer aach 6 Rthlr. 10 E Ah . . i, . w der Centner Heu 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Ff, auch 18 Sgr. ) Sti bang g. , , ö 9. Branntwein Preiße Ankunft in Stettin Dienstag, Sonnabend 11 » Vormittags, *. * Coͤslin Mittwoch, Sonntag 6 v fruͤh,

vom 6. bis 12. Maͤrz 1823. ; ;

Das Faß von eb) Kurt nach ech Sar pt. oder 0 l ,Folpe Mittwoch, Senntaß . 2 2 Nachmittags,

Richter gegen, bgare Zahlung und sofortige Ablieferung. Kan nn 2 Danzig Donnerstag, Montag 4.5 5 früh. . Rranntwejn 3: Rtzlr., auch 2. Rthlr 22 Sgr. 6 Pf: Kar ios. Abgang aus Danzig Dienstag, Freitags 7 » Abends.

Branntwein 20 Rihlr. 22 Sgr. 6 Pf, auch 23 Rthlt. 13 Sgr. Ankunft in Stolpe Mittwoch, Sonnabend 9 Vormittags,

, . H 96 . , 5 ,

vom 11. rz 18335. * v Stettin Donnerstag, Sonntag 0-11 ormittags

Der Scheffel 1 Rthlr., auch 17 Sgr. 6 Pf. H eg, . .

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» Berlin Freitag, Montag 8 » Morgens. (1 Diese Einrichtung wird hierdurch zur oͤffentlichen Kenntniß gebracht. : Frankfurt a. M., den 9. Maͤrz 1835. Der General⸗Postmeister, von Nagler.

Redacteur Cotte(l. m e m em -.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

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Königliche Bibliotherk.

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Bekanntmachungen.

wi, n,, ,, , Das eine Meile von Potsdam, an schiffbaren Ge= waͤssern belegene Domainen⸗Vorwerk Fahrland mit Brau- und Hrennerei, Schaͤferei, 728 Morgen Acker land, 223 Morgen Wlesen, 198 Morgen Huͤtung, 19 Morgen Garten, 22 Morgen ,, 60 Mor⸗ gen Rohrung ꝛc. soll von Trinitatis dieses Jahres ab, im Wege der offentlichen Lieitation auf 18 Jahre verpachtet werden. Die naͤhere Bekanntmachung wird ergeben, sobald bie erforderlichen Vorbereitungen ge— troffen sind. Fur jetzt folgt diese vorlaͤufige , richt mit dem Bemerken, daß ach u stg⸗⸗ welche Masse ge sich uͤber Umfang, Bedingungen, Verhaͤltnisse ꝛc. hend aus: der Pacht schon jetzt speciell unterrichten wollen, sich dieserhalb an den Departements-Rath des Amts Fahrland, Regierungs⸗Rath von Koenen, hierselbst, zu wenden haben. Potsdam, den 2. Maͤrz 1838. r Regierung. Kgbtheil. für die Verwaltung der direkten Steuern, Domainen und Forsten.

ollen.

(. 8)

Gerichtliche Vorladung.

Der Guts besitzer 6. Georg Ulrich Christian von Mecklen burg auf Pantlitz bat dem K Hof⸗ gericht angezeigt, daß er die von des Knigs von Schweden, Gustav 1V., Adolph Majestaͤt, vermittel s Expectanz- Briefes vom 16. November 1801, dem Gen eral⸗Abjutanten, Obersten und Ritter Herrmann Friedrich Ehristoph ven Engelbrechten verltebenen, nach des Letzteren Absterhen auf die misnorennen, Sohne des gleichfalls verstorben en ObristLteutenants Gustao Ädolph Ludwig v Engelbrechten üabergegan⸗ enen Lehn-⸗Anwartschafts⸗Rechte auf die Lehnguͤter antlitz, Ahrenshagen und den erweislichen Pant⸗ litzer Antheil in Neuenrost, laut eines mit dem Ad— vocat⸗Fiscal Pfeffer zu Stockholm, als Vormunde der edachten v. Engelbrechtschen Minorennen, mit Con⸗ fa des Königl. Hofgerichts zu Stockholm, als obervor⸗ mundschaftliche eech! resp. unterm 19. December v. J. und 15. Januar d J. abgeschlossenen Kaufeon⸗ tracts eigenthüͤmlich an sich gebracht, und zu seiner Sicherbeit wegen der ihm verheißenen Schuldenfrei⸗ PFeit, solcher shm verkauften Lehn⸗Expectanz-Rechte, folcherbalv Proclamata zu extrahiren, bedungen habe, weshalb er denn gebeten e, . die behusigen oclamen gegenwartig zu erlassen. ö,. . e e Antrages, laden, kraft tra⸗ genden Amtes, Wir hlemit alle und jede, welche an ie bem Ertrahenten verkäuflich abgetretenen , dachten Lehn-ünwartschafts⸗Kechte guf die it Neu Vorpommern helegenen Guͤter Pantlitz, AhMrenshagen und den erweizlichen Pantlitzer Antheil in Neuen⸗ rost, auß Handlungen der Vormundschaft der gedach⸗ ten v. Engelbrechtschen Sohne, oder deren Vaters, des verstorbenen Oberst Ltentenants Gustav Adolph Ludwig v Engelbrechten, Anspräche, es sei aus wel⸗ chem Rechtsgrunde es wolle, haben, oder zu baben vermelnen, daß sie solche entweder am 27 Maͤrz, 21. April, oßker am 15. Mai d. J.. Morgens 10 uhr, vor dem Königl. Hofgericht gehbrig anmel— den und rechisbestaͤndig beglaubigen, Suh pracejudi- cis praeclustionis et perpetui silentii, welche, sowie

sehen werden.

linska:

geladen.

Allgemeiner Anzeiger fuͤr die

die sonst in der Ordnung begruͤndeten Rechtsnach⸗sein. Die Pacht Bedingungen, thelle, durch die am 5. Juni d. J. zu publicirende niß der Bestandtheile des zu erp

Praͤklusiv⸗Erkenntniß purificirt und vollzogen werden

Datum Greifswald, den 21. Februar 1828. Königl. Preuß. Hofgericht von Pommern

Su bhast ation s⸗Patent. Die im Großherzogthume Posen, Buker Kreises ur Graf Vietor v. Szoldrskischen Coneurs⸗ drige adelige Herrschaft Tomysl, beste⸗

1) der Stadt Neu⸗Tomysl; 2) den Dörfern Alt⸗Loniysl, Wytomysl und Koza; 3) den Haulaͤndereien

) der Muͤhle Bobrowka mit einem Kruge; 5) der Muͤhle Mniszek, welche gerichtlich auf 15375 Thlr. 23 sgr. 5 pf. taxirt , ist, soll im Termine

en fruͤh 19 Uhr, vor dem Landgerichts Rathe Culemann in unserem Instructions Zimmer oͤffentlich an den Meistbietenden verkauft werden, wozu wir Kauflustige hiermit einladen. Die Taꝑe, der neueste Hypotheken-Schein und die Kauf⸗Bedingungen, koͤnnen in der Registratur einge⸗

Zugleich werden folgende, dem Aufenthalte nach unbekannte Real⸗Glaͤubigerrt:. a) die Adelaide Ludowikg Cecilie und Josephine

Helena, Adamine, Geschwister von Mielecka; b) die Louise Marianna Eleonora Amalie, verehe—

lichte von Mielecka; c) die Francisca v. Wilezynska, geborne v. Gos⸗

d) die Johann Gottfried Gablerschen Minorennen,

respective deren Vormund; —⸗ e) der Paͤchter Eduard v. Raezynski, hierdurch zur Wahrnehmung ihrer Gerechtsame vor⸗

Posen, den 29. December 1831 Koͤniglich Preußisches Landgericht.

Bekanntmachung. ; Das Landgraͤfliche Hessische Amt Winningen, fuͤnf Meilen von Magdeburg und eine Meile von Aschers⸗ leben, an der von Magdeburg nach Erfurt fuͤhren⸗ den Kunststraße belegen, soll auf Zwölf Jahre, vom 12. Juni 1835 bis dahin 1817 an den Meistbietenden verpachtet werden. Im, Auftrage der Landgraͤflichen Hessischen Com- misfarien babe ich zu dem Ende einen Termin auf den 28. Maͤrz e., Vormittags um 10 uhr, in dem Gasthofe zum deutschen Hause allhier ange⸗ setzt, und lade Pachtlustige zu demselben hierdurch

und Ruͤgen.

von Möller, Praeses. werden.

Termin uͤber die

obengenannten Herren zu wenden.

Preußischen Staaten.

so wie ein Verzeich⸗ iesta achtenden Amts, sind sowohl bei mir, als bei dem Geheimen Freiherrn von Brandenstein in Helmstedt und dem . Justiz⸗Commissions-Rath Laus in Magdeburg einzusehen, auch können auf Verlangen Abschriften davon gegen Entschaͤdigung der Copialien ertheilt

Sollten Pachtlustige schon vor dem Lieitations— Pachtung zu verhandeln, und im No Einigungsfalle abzuschließen wuͤnschen, so werden sie ersucht, sich deshalb unmittelbar an einen der heiden

Aschersleben, den 3. Maͤrz 18335. Der Justiz⸗Commissair Douglas.

' .

Vn der nächsten Woche, vom 23sten bis 28sten d. M., fin⸗ det, dem §. XIV. des gedruckten Auszugs aus dem Reglement gemöß, die allgemeine Zuruͤcklieferung aller entliehenen Buͤcher in die Königl. Bibliothek statt. Es werden daher alle diejeni— zn, welche noch Buͤcher der Koͤnigl. Bibliothek in Haͤnden ha⸗ ben, hierdurch aufgefordert, dieselben an einem der genannten Uge, Vormittags von H bis 12 Uhr, zuruͤckjuliefern.

,, Ein Volksfest in Konstantinopel. . y, Dic Christen in 3, Von Jules Amie hot en a. Die milltairischen Frauen.

Asien. Journal der Asiatischen Gesellschaft von Großhi tanien.

Hofrath Herrn

rd Amerika.

Religions- Sekten in den Vereinigten Statt Nach dem Amerikanischen Kalender vom Jahre ld Bibliographische Mittheilungen.

Deutsche Literatur im Auslande. Deutscher Charakter und Deutsche Li seratur in ö auf Frankreich. Einige Worte in Bez

e

.

Literarische A

** 8

Glinno, Przyleg, Santop, Paprockie,/ Sekowskie, Nowa Roza, Kozielas, Lipka,

Verzeichniß der im Monat

Portugal. Die Bewohner der lsnrunꝰ

land insbesondere.

14. Fu li 18335, Antritts⸗Rede in der

schen Systems. Ursprung des der Seefuchs.

theilungen Italien.

einem Englischen Offieier. theilungen. England.

Wiedergefundene. Die e n.

Belg Die freien Staͤdte in Flandern. and.

Noman). Russische Stizzen.

ber.

nzeigen. Magazin füͤr die Literatur des Auslandes.

* F ö t Fanuar 1835 von dieser Zeltschrift gelieferten Artikel: s

. Frankreich Politische Betrachtungen uͤber Europa und Deutsch⸗ Vom Marquis de Salvo. Akademie Fran gaise. Dezember 1834). Untersuchungen uͤber und die neuen Tragiker, nebst einer und Beurtheilung des kiassischen und

Von Martine (einem Genfer). Wortes Kokarde. Cornille Bart und Aus der „Geschichte der Franzbsischen Marine“ von Eugene Sue. Bibliographische Mit⸗

Der Gymnasial(Untercicht in der Lombardei. Von Defendente Sacchi Bilder aus Sieilien. ; Bibliographische Mit⸗

Das Englische Journalwesen vor funfzig Jahren. D Eine Reise durch Irland im Jahre isz. Von H. D. Inglis. Die Irlaͤndischen Bettler. Von einer Englischen Dame. Die verschiedenen Theo— rien uͤber den Mechanismus der Stimme. r. lands Philanthropie Die Frauen, besonders in Frankreich, England und Dentschland. Die Ir— laͤndischen Dienstboten. Einige Worte uͤber Szei⸗ sen, so wie uͤber alte und neuere Kochkunst Der nde Die Dauer des menschlichen Le⸗ bes. . If ttb lungen. 9

Rußl Die schlechten Zeiten. Von Th. such bei einem Landedelmann vom alten Schlage Fragment aus einem noch ungedruckten Russischen

kennt man sich nicht wieder. Kirdschali, Von A. Puschkin. Der Staatsdienst in Mos⸗ kau. Bioliographische Mittheilungen.

*

auf diese Rubrik uͤberhaupt. Deutsche Erklaen des Shakespeare. Schiller in Rord Amerika. Mistreß Jameson uͤber Ludwig Tie cz. Mann nig faltig es.

Ein Russisches Urtheil uͤber Pr. Meyens Reise un die Welt Verkauf von Briefen beruͤhmter Mäh, ner. - Schaͤdlichkeit des Essigs. Zur Sftarjf von Frankreich Taͤglicher Brlefverkehr der Hauy Post - Aemter von London und Paris. Zur Stu stik von Groß-Britanien. China und sein Handl Jagd auf ein Rhin geeros. Geographisch Kenm nisse der Perser. Verzeichniß der wichtigsten in Jahr 1833 in Frankreich eingebrachten Händels-zi tikel. Baͤume, an denen Vögel wach sen. = Itth⸗ richten aus dem suͤdlichen Afrika. Kuͤnstler- Et Der Handel mit China. Byron'z Denima worden; D Feuersbrünste in Konstantinopei. Die Papi zu Bromberg it der bisherige Vikarius Johann Ma— Fabriegtion in England. Wissenschaft ist Mäch teck: zum Pfarrer der katholischen Kirche in Ostrowitte pryma— r n ins .. ö. Das 36 sowski ernannt worden;

ö . nns Gastmahl eines Brahm u Erfurt ist der bisherige evangelische Pfarr- au Issers, , i ll, e enn r m , . 6 Karl , . K

n Indien. Pfarrer in Alterstedt ernannt worden;

Mörtel aus Algier. ;

Der , Preis auf diese Zeitschti zu Königsberg ist der Predigtamts-Kandidat Larl Fer— beträgt 3 Thlr. jaͤßrlich L223 sgr. viertelfahrlich dinand Glomsda zum Pfarrer an der evangelischen Kirche wofuͤr sie den Abonnenten in Berlin (durch die C. Uu Jesau ernannt wol den; pedition der Staatz-Zeitung, Mohren straße Rr. zy, zu Trier ist der Predigtamts-Kandidat und bisherige de⸗ frei . Haus und denen in der Provinz ohne Port hnirte Prediger an der Straf-Anstalt zu Werden, Eduard Erbdͤbung zugesandt wird. Hösten, zum dritten evangelischen Pfarrer zu Saarbeucken

mtnannt worden.

5252. 45,958. 56, 569. 58, 849. , bg. 89. 78, 116. 84, 436. S4, 846. Der Anfang der Ziehung àter Klasse dieser Lotterie ist auf den J. April d. J. festgesetzt. Berlin, den 14. Maͤrz 1835. Königl. Preußische General-Lotterie⸗Direction.

Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung zu Arnsderg ist dem Seminar- Priester Johann Wer— ning die erledigte Vikarie ad Sanctum Michaelem zu Werl,

Thiersꝰ hier? betbunden mit der dortigen zweiten Kaplaneistelle, verliehen

(Am 13. die alten Vergleichung des romanti⸗

Von

Neue Schriften. In J Scheib le's Verlags- Exvebition in Leipiij Abgereist: Der Geheime Legations⸗Rath, außerordentliche erschien und ist in allen Buchhandlungen, zu Bes Besandte und bevollmaͤchtigte Minister am Königl. Ce en g lin in der k Slang Nr. 2, zu haben Hofe, Major von Kuster, nach Dresden. . ung zur Landwirthschafts-Buchhaltung nach dem kaufmaͤnnischen Rechnungs-System Veh Ludwig Offter dinger. gr. Sz. broch. 1 F iĩ2 Kr. Rhein. oder 3 Thlr. Schluͤssel ö Geister welt oder die Kunst des Lebens. Von J. Kernning. brochirt. 1 N. 21 Kr. Rhein. oder 3 Thlr— Wege zur Unsterblichkeit auf unlaͤugbare Krafte der menschlichen Natur ge—⸗ gruͤndet von J. Kern ning. broch. Sa Kr. Rhen oder 18 sgr.

Zeitung s⸗Nachrichten. Aus land.

Rußland.

St. Petersburg, 7. Marz. Der bisherige Militair= s'uverneur von Podollen, General Lieutenant Turtschaninoff J, duch zum Militair-Gouverneur von Kamenetz-Podolst und ö Civil, Gouverneur von Podolten ernannt worden; derselbe cht ll r unter dem General⸗Gouverneur von Podolien olhynien. Se. Majestät der Kaiser haben, auf Beschluß des Minister—⸗ vmites, die Ansicht des Ministers des Innern uͤber die fuͤr's

Bulgarin. Be⸗ Svo.

Auch in Moskau

der Raͤu⸗

/ Pflastern der Staͤdte

Berl

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in, Sonntag den 165 ten Marz

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. festzusetzenden Regeln bestaͤtigt und befoh— len: 13 Daß es fürs Ekste den Einwohnern s . . ments-Staͤdten freigestellt werde, nach eigener Umsicht und Ue— berlegung Mittel aufzufinden, um die genannten Staͤdte zu pfla⸗ stern, welches in einigen auf Rechnung der Stadt -Ein kuͤnfte ge⸗ schehen kann, wahrend in andern nur die aͤrmsten Familien zu diesem Zwecke Unterstuͤtzung aus der Stadt⸗Kasse er⸗ halten duͤrften. Im letzteren Falle koͤnnen zwei Wege einge— schlagen werden, Um die Städe? zu pflastern: indem entweder die Einwohner selbst verbindlich gemacht werden, die ganze Straße vor ihren Haͤusern und Hoͤfen zu pflastern, oder indem eine besondere Steuer erhoben wird, um den Stadt-Einkuͤnften zu Huͤlfe zu kommen, und die Einwohner der Verbindlichkeit zu überheben, selbst das Pflastern zu hesorgen. 2) Zur Festsetzung bestimmter Regeln sollen in den Gouvernements Staͤdten tem⸗ poraire Comité's, unter dem Vorsitze der Civil⸗ Gouverneure, hs den Stadthaͤuptern und den Deputirten aller Staͤnde der Einwohner, die eigene Haͤuser besizen, errichtet werden, wobei unter Anderm diese Comité's gleich anfangs zu bestimmen ha— ben, welche Straßen zuerst und welche nach und nach gepflastert ö . und 5 ihr Gutachten und ihre Vorschlaͤge erordnungen im Ministerium des i beizubringen haben. ; ö Aus Kertsch schreibt man unterm 1. vorigen Monats: „Die archaͤologischen Untersuchungen der Erdhuͤgel auf dem Wege nach der neuen Quarantaine werden nur sehr selten mit Erfolg gekroͤnt, uͤgel bereits beraubte Grabgewoͤlbe enthal⸗ des Museums von Kertsch, Herr Aschik, ilf Grabhuͤgel öffnen lassen, in welchen zer⸗ nden wurden, und nur der zwoͤlfte Tumulus germaßen diese Untersuchungen; man fand in dem— ein Grabgewoͤlbe aus großen, ohne Moͤrtel zusam⸗ menge sugten behauenen Steinen, mit Erde gesuͤllt. Nach⸗ dem der Inhalt ans Tageslicht gefordert und die Erde durchsiebt war, fand man folgende Gegenstaͤnde: 1) Eine große, zweihenklige Schale sammt Deckel, uͤberzogen mit einem schwarzen Lack und mit Guirlanden verziert, auf welchen noch Spuren von Vergoldung sichtbar sind. In derselben fan⸗/ den sich Thier-Knochen, hoͤchstwahrscheinlich von einem Widder vor. Man kann dieses Gefaͤß fuͤglich zu den Krateren (aqui- manarium, Wassergeschirr) rechnen, in welchen das Reinigungs⸗ wasser aufbewahrt wurde, und man bediente sich desselben viel— leicht bei Criobolien (Widder⸗Opfern). Diese Eeremonie stellte eine Reinigung, einen Uebergang zum neuen Seyn dar, vermoͤge dessen der Dahingeschiedene in die Wohnungen der ewig Seli— gen einging. 2) Eine große irdene Vase von schoͤner Form mit Rinnen Ceannelures). Die eben erwahnte Schale stand zu Fuͤßen des Verstorbenen. Diese Vase hatte einen Ueberzug von schwarzem Lack und war stellenweise mit vergoldeten Guirlanden geziert. 3) Ein goldener Siegelring von vorzuͤglicher Arbeit, mit einem ein— gelegten geschnittenen Tarneal, welcher einen liegenden Loͤwen darstellte. Auf der Ruͤckseite des Steines waren Schild, Helm und Schwerdt eingegraben. 3) Ein Strauß, bestehend aus fuͤnf⸗ Aehren mit Blaͤttern, aus Electrum, gefunden auf dem Haupte des Gerippes. sz) Drei goldene Ringe mit orientalischen Gra⸗ naten. 6) Ein 9Ohrloͤffel ünd eine Nadel, beide von Gold, und Y) Zwei kleine Ohrringe, mit Amor Bildern. —=— Obgleich in die⸗ sem Grabgewoͤlbe keine alten Muͤnzen entdeckt wurden, nach welchen sich das Alter der Graͤber naher bestimmen ließe; so sind doch die Gefaͤße so wie auch die Arbeit der Gegenstaͤnde von Gold vollkommen denjenigen aͤhnlich, von welchen fruͤher bereits Erwaͤhnung geschehen, daher man wohl folgern kann, daß dieselben dem zweiten oder dritten Jahrhundert vor Chr. , us Kiachta wird unterm 24. Dezember gemeldet: „Am 22sten d, M., Abends um 7 Uhr 55 w . bei feuchlem und truͤbem Wetter, verspuͤrte man hier an der Graͤnze eine ziemlich heftige Erderschuͤtterung, die, in Nordwest beginnend, ihre Richtung nach Südost nahm; voranging ein dumpfes Ge— töͤse, unterbrochen von Schlaͤgen, die denen eines entfernten Ge— witters gleichkamen. Nachdem darauf dieses seltene Phanomen mit ungewoͤhnlicher Schnelligkeit unserem Orte in schraͤger Li⸗ nie voruͤberzog, erfolgte bei der ersten, ungefaͤhr 5 Sekunden dauernden Erschuͤtterung, ein so heftiger Stoß, daß alle Ge— baͤude zitterten, ohne daß jedoch eine Beschaͤdigung stattfand. Am naͤchsten Tage, Vormittags um 11 Uhr, erhoben sich die Duͤnste, die wahrend der ganzen Nacht auf der Erde gelagert hatten, endlich auf die benachbarten Berghoͤhen, und schwebten wie an regnigten Sommertagen uͤber den Sonnenstrahlen als Regenwolken in großen getheilten Massen, die gegen Mittag sich vertheilten, wobei zu gleicher Zeit alle in der Luft befindliche Feuchtigkeit auf den Bäumen der Anhoͤhen wie Schneestaub oder Reif haften blieb. Uebrigens wurden keine andere Veranderun— gen in der Atmosphaͤre wahrgenommen.“

Frankreich.

Paris, 7. Maͤrz. Die General⸗Kommission fuͤr das Bud⸗— get hat bei ihrer letzten Versammlung eine Unter⸗Kommission er⸗ nannt, die sich mit der Pruͤfung des Einnahme⸗Budgets beschaͤf⸗ tigen soll. Dieselbe besteht aus den Herren Gouin, Passy, Le— pelletier d Aulnay, von Mosbourg, Odier, Legrand, Cunin, Gri— daine, Calmon und Pelet. (Die beiden Letzteren sind seitdem zu Ministern ernannt worden.)

Der Tabacks⸗Untersuchüngs⸗Kommission ist von dem Finanz Minister die Porto Freiheit bewilligt worden. Dle Kommission wird binnen kurzem eine Reihe von Fragen publiziren, uͤber die sich ihre Untersuchung erstrecken soll.

Die hier in Paris eroͤffnete Subseription zum Besten der Wittwe und 11 Kinder des unlaͤngst in Metz verstorbenen ehe— maligen Polizei Präfekten von Paris, Advokaten Mangin, be⸗ laͤuft sich bereits auf 5425 Fres., wozu allein der Cassations, Hof, bei welchem Herr Mangin fruͤher Rath war, 2600 Fr.

beigesteuert hat. frangais enthaͤlt Folgendes: „In ei—

stimmen mit allen den von den Englischen Kolonieen

Der Courrier nem Artikel, den die Englischen Zeitungen den Amerikanischen

entlehnt haben, und der gestern von dem groͤßten Theile der Franzoͤsischen Journale wiederholt worden ist, heißt es, daß un— ter den Aktenstuͤcken, welche kuͤrzlich auf den Antrag des Herrn Quinch Adams dem Kongresse der Vereinigten Staaten mitge⸗ theilt worden sind, sich ein Schreiben befinde, in welchem Herr Livingston geaͤußert habe, daß man durch die Wirkung der Furcht die Franzoͤsischen Kammern dahin bringen koͤnne, das zur Aus—⸗ fuͤhrung des Amerikanischen Traktates nothwendige Gesetz zu votiren. Eine Person, welche die in Rede stehende Korrespon⸗ denz gesehen hat, versichert uns, daß dieselbe keine Behauptung der Art enthalte.“ Der Messager bemerkt hierzu: „Wir bekennen offen, daß wir, an der Stelle des „Courrier“, die Person, welche die Korrespondenz gesehen hat, aufge⸗ fordert haben wuͤrden, uns einen wortlichen Auszug aus der⸗ selben zu geben; das wuͤrde die überein stim mende Behaup⸗ tung der Amerikanischen Blaͤtter schlagender widerlegt haben.“ Das Journal du Commerce, das sich vor den uͤbrigen Pariser Zeitungen dadurch auszeichnet, daß es, inmitten der po⸗ litischen Krisen, seinem Titel getreu bleibt und die Förderung der materiellen Interessen des Landes nie aus den Augen läßt, enthaͤlt unter der Aufschrift: „Ueber die Abschaffung der Skla⸗ verei“ folgenden Artikel: „Man bemerkt in der! Rede die der König von England bei Eroͤffnung des Parlamentes gehalten hat, folgende Stelle: „„Die von den Gouverneuren unserer Kolonieen eingegangenen Berichte sollen Ihnen zugleich mit den zur Ausfuͤhrung des Gesetzes wegen Abschaffung der Sklaverei erlassenen Verordnungen vorgelegt werden. Mit großer Genug⸗ thuung habe ich die allgemeine Mitwirkung der Kolonial, Legis, laturen, um jene wichtige Maßregel ins Leben treten zu lassen, wahrgenommen, und ungeachtet der Schwierigkeiten, die mit dem Gegenstande nothwendig verbunden sind, habe ich doch kei⸗ nen Grund gesehen, meine ernstlichen Hoffnungen auf einen guͤn⸗ stigen Erfolg herabzustimmen.““ Diese Worte sind mit gro⸗ ßer Freude von den Personen aufgenommen worden, welche sich mit jener wichtigen Frage der Menschlichkeit und des gesellschaft⸗ lichen Zustandes beschäftigen. Sie haben eine um so gunstigere Wirkung hervorgebracht, als sie nicht hohl und leer sind, wie es sonst dergleichen vorbereitete Phrasen zu seyn pflegen; sie eingegan⸗ Loͤsung mit

genen Nachrichten uͤberein und lassen eine gluͤckliche Grund hoffen. Man erinnert sich, daß die ersten von den An⸗ tillen eingegangenen Gercke eine allgemeine Besorgniß erreg⸗ ten; man sprach von Zusammenrottungen der Neger, von Brand⸗ Drohungen, von Pluͤnderungs-Plaͤnen, und besonders fuͤrchtete man Insurrections⸗Versuche auf Jamaika, wo die Sklaven ⸗Be⸗ voͤlterung sich auf mehr als 340, 50 Seelen belaͤuft. Alle diese Besorgnisse sind jetzt verschwunden; auf Jamaika ist die Ruhe fast gaͤnzlich wieder hergestellt, und bei der Prorogirung der ge⸗ setzgebenden Versammlung am 28. Januar hat der Gouverneur erklart, daß der Zustand der Kolonie nichts mehr befuͤrchten lasse, da die Neger zum Gefuͤhl ihrer Pflicht uruͤckgekehrt und fast saͤmmtlich zur Arbeit geneigt waren. ehnliches melden die neuesten Briefe vom Vorgebirge der guten Hoffnung, von Ta— bago. von Mont⸗Serrat, Grenada, St. Domingo und von St. Christoph. Das Kriegs⸗Gesetz, welches man einten Augenblick auf St. Christoph proklamirt hatte, ist durch eine großmuͤthige Amnestie ersetzt worden, welche ihre Fruͤchte getragen hat. So ksmmt also jetzt die Neger-Emancipations, Bill, welche man als das Signal zur Anarchie und Pluͤnderung bezeichnet hatte, auf friedliche Weise zur Ausfuuͤhrung. Das Englische Volk, das die meisten Sklaven besitzt, das am meisten gegen die Neger ⸗Rage gesuͤndigt hat, und fuͤr welches, wie man mit Recht gesagt, das Wiedergutmachen am schwierigsten war, hat nun itt bewun⸗ dernswuͤrdiger Großmuth die Sklaven von. ihren Fesseln, und sich selbst von Gewissensbissen befreit. An den uͤbrigen civilisir⸗ ten Nationen ist es nun, einem so edlen Beispiele zu folgen Frankreich besonders, welches sich immer so leicht fuͤr alt Große und Edelmuͤthige begeistert, kann die Befreiung der Sklaven in seinen Koloniern nicht laͤnger verzoͤgern; es muß wenigstens den zweiten Schritt zur Abschaffung der Sklaverei in der ganzen Welt thun. Indeß muͤssen wir bekennen, daß die Frage in Frankreich bei weitem nicht so vorgeruͤckt ist, als in England Die blutigen Erinnerungen an St. Domingo sind den Gemthe en noch gegenwaͤrtig, so daß sie sich mit Bitterkeit von einem Gagen⸗ stande abwenden, der große Verbrechen, schmerzliche Lelden und unauflöosbare Verwickelungen darbietet. Noch vor einigen Tagen haben wir einen edlen Pair, dessen Geistes/ Fahigkeiten alser⸗ dings nicht die glaͤnzendsten sind (den Grafen von Montlosier) sich fuͤr die Aufrechthaltung der Sklaverei aussprechen hören weil es in Afrika noch einige schwarze Voͤlkerschaften gabe, denen Menschenfleisch ein Leckerbissen sey. Aber alle jene Schreckniffe jene Erinnerungen, jene Vorurtheile, alle jene Einwendungen muͤssen jetzt, wo England seinen Sklaven die Freiheit gegeben hat, verschwinden; es ist sogar im Interesse unserer Kolonieen nothwendig, sich thaͤtig mit dieser Maßregel zu beschaftigen. Was Frankreich vor allen Dingen zu berüͤcksichtigen hat, ist: das beste System zur Emancipation der Sklaven. England hat sich, um die Befreiung aller seiner Sklaven zu bewerkstelligen ein Gpfer von 500 Mill. Fr. auferlegt, was ungefaͤhr 509 Fr fuͤr jeden Sklaven beträgt; in diesem Verhaͤltnisse würde sich Frankreich ein Opfer von 110 Mill. Fr. auferlegen . Hat aber Eng.. land nicht die kostspieligste Weise erwaͤhlt, um die Kolonisten ö entschaͤdigen? Dies wäre der erste Punkt, der reiflich erwo ö. werden muͤßte., Alsdann verseßt das von England ungen n! ö System die Neger, Beyoͤlkerung zuerst in einen Uebergntz . stand, der als „die Lehrzeit“ bezeichnet wird, und uͤberlaͤs⸗ sa *. * dem Zustande eines Feldbauers. Diese beiden Stellun en n precair; besonders ist die Lehrzeit nur eine unter einem a n, Namen versteckte Sklaverei. Gaͤbe es nicht ein anderes Henn die schwarze Bevölkerung auf die Freiheit vorzubereiten, inden man ihr die Aussicht auf ein gesichertes Loos eröffnete Kur Frankreich hat sich von England in diesem Werke der Y . '. . lassen, dafuͤr muß es nun seinen BVorg in er a, usfuͤhrung durch ein besseres Befreiung / System uͤber⸗