rawski, Anton. — Monarchowicz, Thomas. — DOlesinski, Jo⸗ hann. — Panko, Simon. — Palimon, Anton. — Piotrowäéki, Adam. — Rodzewich, Franz. — Sewka, Simon. — Trubkowski, Marcus. — Trofimow, Stephan. — Turco, Joseph. — Fo— diukiewicz, Johann. — Szytowski, Michael. — Szantyrowski, Joachim. — Jablonski, Simon. — Jancewicz, Matheus. —
Jakub ows ki, Michael. In der Provinz Bialystok. Edelleute. Kiersnowski, Ignatz. — Chodakiewicz, Alex⸗
ander Ludwig. — Czarniawski, Paul.
Von unbekannter Ab kunft. Gorski, Franz. Bauern. Froie, Andreas. — Hackiewicz, Stanislaus. — Szʒykalowski, Andreas. (Unterz.) Mitglied der Kommission. Regierungsrath Belosers ki. (Unterz) Loco Secretarii. Roshbitzki.
Bekanntmachung. Von Seiten der Wolhynischen Gouvernements Liquidations⸗ Commission wird hiermit zur allgemeinen Kenntriß gebracht: daß in Folge Allerhoͤchst bestaͤtigter Confirmation des Kiever Kriegs⸗-Podolischen und Wolhynischen General-Gouverneurs sowohl das bereits aufgefundene bewegliche und unbewegliche Vermögen folgender Personen des Wolhynischen Gouverne⸗ ments, als auch dasjenige, welches in der Folge ausgemittelt werden konnte, fuͤr Theilnahme an dem letzten Aufruhr in Polen, definitiv confiscirt worden ist, und zwar: „in dem Kremenetzer Kreise: das Vermoͤgen 1) des „Martin Rosenkiewicz und 2) des Andreas Kwiaikowskit; — „in dem Dubnoer Kreise: 3) des verabschiedeten „Lieutenants aus Polnischen Diensten Nicolaus Kamenski; „ä) des ehemaligen Advokaten beim Dubnoer Kreisgericht, „Receß Wontrabka, und 5) des aus Polnischen Diensten „verabschiedeten Obersten Ignatz Heinrich Kaminski; — „in dem Alt-Constantinover Kreise: 6) des Felix „Gwinczewski, und 7) des Karl Gwinczewski; — „in dem Zytomirer Kreise: 8) des Gutsbesiz— „er⸗Sohnes Grafen Gustav Kraszewski, und 9) „des Edelmanns Andreas Bydlowski; — in dem „Rownoer Kreise: 10) des Gutsbesitzers Alexander „Pausza; 11) des Leonhard Petnicki (Sohn eines ver— „abschiedeten Russischen Offiziers); 12) des Gutsbesitzer—⸗ „Sohnes Adam Skirmund; und 13) des Edelmanns „Joseph Sidlecki; — in dem Zaslawer Kreise: „lIä) des Gutsbesitzer⸗Sohnes Adolph Roszciszewski und „im Ostroger Kreise das Vermoͤgen 15) des Romuald „Pruszynski.“
Demzufolge werden A. alle Glaͤubiger, welche Forderungen an erwaͤhnte Personen oder deren Vermoͤgen haben, B. alle Schuldner, deren Verpflichtungen der Zahlungs-Termin einge— ruͤckt ist, C. alle, welche in ihren Haͤnden ein bewegliches Ver— moͤgen, Kapitalien oder auf den Namen einer von den oben er— wähnten Personen ausgestellte Dokumente und Obligationen von Kredit-A nstalten besitzen, D. sowohl Privat-Personen, als Kirchen, Kloͤster, Lehr: und wohlthaͤtige Anstalten, E. alle Gu— vernial⸗Consiscations⸗Commissionen, Kameral-Hoͤfe, uͤbrige Ju⸗ risdictionen und Aemter, wie endlich alle Gerichtsstellen aufge— fordert, kraft der §. 13. der Allerhöͤchst am 28. Juni des 1832sten Jahres bestätigten Regeln, die in den 1., 2, 3., 4, 5. und 6ten Punkten der ftuͤhern Publicationen dieser Kommission festgesetz⸗ ten Verpflichtungen zu erfuͤllen, wenn sie sich die in §. 15. ober— waäͤhnter Regeln angezeigten Folgen nicht zuziehen wollen.
Meteorologische Besbachtung.
Morgens Nachmttt. Abend́ Nach einmallger 6 Uhr. 2 uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
334, 3* war. z. — Par. 338, o 6 Par Iouelluarme 6,0 9 R. 4 2,2 2 R. 4 5,1 R. 4 3,90 R.) ö Thaupunkt 4 g, 0 . 2, o R. 4. . o R. Flußwãrme 3, s R. Bunsifattg. S8 pCt. 77 pCt. sI ot. Kodenwarme 3,90 R. Wetter. .. truͤbe. halbheiter. ene, . Wind.... R W. NöäKB. RN. HFusdünst. C, os? Ri. Wolkenzug NNW. — Niederschlag 0. Tagesmittel: 334,“ 6“... 3,69 R. .. 1,0 R. .. 83 pCt.
1833. 17. Hr.
Luftdruck. . gLuftwaäͤrme
2 *
AuSKpüärti ge Eörs cn.
Amsterdam, 13. Mürz. Niederl. wirkl. Schuld S5kö. 53 do. 101. Ausg. Sebald 1'177. Kanz - liill. 233. AEz Amort. 953. 338 80. lIInz3. 99. Oesterr. 991. Preuss. 1 räm. - Secheine 114F. do Az An. 1013. Spurs. 33 A7.
‚ 712 82 271 *
Antwerpen, 12. Märx. Span. 53 38. Zinsl. 163. Corter A8. Darmst. 274.
London, 13. Mürz.
Cont. 33 921. Keel. 103. Span. Cortes 623. 88 v. 1835 73 Hrümie. Ziusl. 17. 163. Ausg. Span. Sehuld 27. toll. 233 567. 53 1033. 1033. Horta. 935. 923. Engl. Russ. 109. Bras. S5. Columb. v. 1821 285. 4. Mex. M2. M2. Chili AA. 3.
20
1 7
Wien, 13. Müræ.
318
e m,, . 9 ö 23 27 6g 393
19. Maͤrz. Im Schauspielhause: Zum ersten⸗ male: Kaiser Friedrich J. (erster Theil), 3 . Len Mailand, historische Tragödie in 5 Abth. und einem Vorspiele, von E. Raupach. (Dlle. B. Stich: Agnola, als Gastrolle.) Freitag, 29. Marz. Im Opernhause: Das Schloß Candra, historisch , romantische Sper in 3 Abth., mit Baller. Musik von J. Wolfram. Im Schauspielhause: Abonnement Suspendu. Représen- tation extraordinaire au bénéfice de Mllè. Lancestre: Le sbectacle se composera de: I) La sille de Dominique, vau- eville nouveau en 1 acte. 2) Les Adieu, conderf pour le Piano, par Hummel., exécutès bar Mr. Wörlitzer. 3) Estelle, ou; Le pere et la sille, comédie nouvelle en acte, ar Scrihe. 4. Variations pour Piano et Violon, sur la Yrolienne favorite de la Fiancse, par Herz und Beriot, exé- eutées, par Mrs. Wörlitger et Leopold Ganz. 5) La Tem- eéte, ou: l'ile des bossus, imitation hurlesque du hallet de a ö ] . illets zu dieser Vorstellung sind von Morgens 9g bis Nach— mittags 2 Uhr in der Wohnung der Olle. i e, . Straße Nr. 68 zu folgenden Preisen zu haben: Ein Biller zum
Balkon und einer Loge des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc. Da zu dieser Benefiz⸗Vorstellung Abonnements nicht guͤltig sind, so werden die resp. Inhaber von Abonnements⸗Plaͤtzen ersucht, bis Donnerstag, den 19ten d., Mittags 12 Uhr, bestim⸗
men zu lassen, ob sie die Plaͤtze behalten wollen, oder ob diesel⸗ ben anderweitig verkauft werden sollen
König st ad t ürch (s Dan ger een, 9 ches Theater
19 Maͤrz. Die Familien Capuleti und Mon⸗ tecchi, Oper in Akten. Musik von Bellini. .
ᷣ— e 2 Q s-. m e, m m mr , Neueste Nachrichten.
Paris, 19. Maͤrz. Der Koͤnig arbeitete gestern mit den Ministern der Marine und des Innern, und ertheilte demnaͤchst dem General Sebastiani die Abschieds⸗Audienz.
Das Ministerium scheint nunmehr definitiv konstituirt zu seyn; auf wie lange, muß die Zukunft lehren. Als Conseils⸗ Praͤsidenten bezeichnet man den Herzog von Broglie, der zu— gleich die auswaͤrtigen Angelegenheiten uͤbernehmen wurde, und als Kriegs-Minister den Marschall Maison, bis zu dessen An⸗ kunft aus St. Petersburg der Graf von Rigny das Kriegs we⸗ sen uͤber nehmen soll. Die sammtlichen übrigen Minister wuͤrden im Amte hleiben. Indessen enthalten selbst die heutigen Abendblaͤt⸗ ter noch nichts Bestimmtes uͤber diese Combination, wohl aber hofft inan, sie morgen im Moniteur zu finden. Heute liest man im Journal des Débats, das jetzt, wo die doctrinaire Partei sich durch den Hinzutritt des Herrn von Broglie im Kabinet noch verstaͤrkt hat, als das eigentlich mini— stericlle Blatt zu betrachten ist, bioß folgende Zeilen: „Wir glauben, anzeigen zu koͤnnen, daß die ministertellen Arrangements ihrer Beendigung nahe sind. Die Combination, die schon gestern srüh zur Zufriedenheit aller Freunde der verfassungsmaßigen Monarchie fast zu Stande gekommen war, hat Abends wieder aufgenommen werden konnen, und wir haben Ursache zu hof⸗ fen, daß binnen 24 Stunden die Entwickelung der ministeriellen Krise amtlich bekannt seyn wird.“ — In eben diesem Blatte liest man Folgendes: „Die Deputircen der Masjoritaͤt haben sich neuerdings gestern Abend bei Herrn Fulchiron in eben so großer Anzahl, wie am 10ten, versammelt. Auf die gegruͤndete Hoff⸗ nung, die ministeriellen Arrangements bald zu Stande komtnen zu sehen, ist beschlossen worden, eine Adresse an den Koͤnig, als zwecklos, aufzugeben und dagegen sofort einen Schritt im Na— men der Versammlung bei Sensenigen der vorigen Minister (Thiers, Guizot und Humann) zu thun, welche die Zusammen⸗ setzung des Kabinets durch die Weigerung, an demselben Theil zu nehmen, verhindern wuͤrden, wenn sich der König an ihren Patriotis⸗ mus und ihre Erfahrung wendete. Dle zu diesem Zwecke er— nannten Commissaire sind der General Jacqueminot, die Herren Odier, Frangois Delessert, von Marmier, von Lariboꝛsstore, Louis Lemercier und Joseph Perier. * ehrenwerthen Mit⸗ glieder haben sich auf der Stelle ihrer Mission entledigt und Herr v. Chastelier hat sogleich dem Praͤsidenten der Deputirten— Kammer geschrieben, um seinen Entwurf einer Adresse an den Koͤnig zuruͤckzunehmen.“ — Die Deputirten der Opposition, un⸗ gefaͤhr hundert Mitglieder stark, waren gestern bei Herrn Ni—⸗ kolas Köͤchlin zusammengekommen, um sich uͤber den Gang zu verstaͤndigen, der bei Gelegenheit des von dem Herrn von Cha⸗ stelier niedergelegten Antrages zu befolgen seyn würde. Sie hat⸗ ten einstimmig beschlossen, ihn in den Bureaus zu unterstuͤtzen, aber auf eine klare Abfassung der Adresse zu dringen. — Der Bons Sens sagt, auch der tiers parti' habe gestern Abend in der Straße Monsigny, in dem eheinals von St. Simon isten bewohnten Hause, eine Versammlung gehalten; er weiß aber nicht was n, . ist. ö j In der Pairs⸗-Kammer unterhielt man sich heute bere laut uͤber die Wahl des Herzogs von r n, . Praͤsidenten. Auf der Tagesordnung stand ein Bericht des
33 Met. 101. 48 M6. Bank Actien 1331.
eine andere Abfassung in Antrag brachte. iernaͤ die Berathungen uͤber das Gesetz wegen 9 ä en Majorate. Zwei Redner ließen sich äber dasselbe var n und zwar beide dawider, indem sie behaupteten, daß dag! setz wohlerworbenen Rechten zu nahe trete; s warch! Grafen Dejean und von Montlosier. Waͤhrend⸗ Rede dieses Letzteren traten der Herzog von Broglie ; Herr Guszot in den Saal, von denen jener die Gluͤckwan des Herrn Barthe und einiger anderer Pairs annahm. 1st: Artikel des erwähnten Gesetz, Entwurfes, wonach“ jeh richtung eines Majorats fuͤr die Folge verboten seyn soll,. mit großer Stimmen⸗Mehrheit durch. Dagegen fand der Artikel, welcher von den bereits bestehenden Majoraten and erheblichen Widerspruch, indem die Meinungen hauptsaͤchlich uͤber getheilt waren, bis wie weit diese Majorate noch sis vererbt werden duͤrfen. Die Berathungen uͤber diese Fregen ren bei dem Abgange der Post noch nicht beendigt. * Die heutige Sitzung der Deputirten⸗Kamm er, in ) cher der Vice Praͤsident, Herr Passy, den Vorsitz führt,! gann mit der Vorlesung eines Schreibens des Herön Chast⸗ wodurch dieser seine, Tages zuvor dem Praͤsidenten eingun Proposition, wegen einer Adresse an den Kömg, wieder un nahm. (S. oben. Hr. Garnier⸗P ag es hielt dies Versahmn unregelmaͤßig, indem die Zuruͤcknahme in den Bu re aut s erfolgen muͤssen und beschwerte sich zugleich, daß auf diese ein Theil der Kammer mystifizirt worden sey, indem er n mehrere seiner Freunde gestern bloß in der Hoffnung auf Wort verzichtet hatten, sich heute bei den Eroͤrterungen üͤhnn beantragten Adreß⸗Entwurf vernehmen lassen zu koͤnnen; ss dessen aber habe die sogenannte Majoritaͤt sich mittlerweile in eint besonderen Lokale versammelt gehabt, und die Zuruͤcknahme j Proposition erwirkt. Herr Chastellier entschuldigte sich j auf, daß er die Mitglieder der Kammer nicht zeitig genug i diesem Schritte benachrichtigt habe. Herr Giraud erf daß wenn er der Urheber der Proposition gewesen ware, i nicht zuruͤckgenommen haben wurde; gleichwohl war er mit n reren anderen Deputirten der Meinung, daß uͤberhaupt jede h position erst dann als das Eigenthum der Kammer betnnh werden köoͤnne, wenn sie oͤffentlich vorgelesen worden sey. entgegengesetzten Ansicht waren mehrere Oppositions⸗Mitglch die mit Herrn Garnier-Pagés verlangten, daß die Depüsn sich noch einmal in ihre Bureaus zuruͤckziehen sollten, damt n Herr Chastellier seinen Antrag regelmäßig zurücknehme. wurde jedoch hierauf keine Ruücksicht genommen, vielmehr Tagesordnung geschritten. — Diese war ein Bericht Marschalls Clauzel über einen abermaligen Zuschuß n 14400, 090 Franken zu den Milltair-Pensionen. Mh Gesetz⸗ Entwuͤrfe von örtlichem Interesse wurden darauf mit ßer Stimmen-Mehrheit angenommen. Waͤhrend der Abs mung traten die Herren Gulzot, Thiers, Humann und Duc in den Saal, und man konnte aus ihren zufriedenen Mienen in lich entnehmen, daß das Staatsruder ihnen verblteben ist. fand Herr Mauguin sich bald veranlaßt, die Rednerbuͤhn⸗ besteigen. „Das Ministerium“, sagte er, „scheint endlich! nannt zu seyn, und ich kundige daher der Kammer hiermit daß ich morgen Interpellationen an die Minister richten wenn Der Finanz-Minister meinte, daß, da die betreffenden ordnungen noch nicht im Moniteur erschienen waͤren, es th angemessener seyn mochte, hiermit bis zum Sonnabend zu h ten. Mit diesem Vorschlage erklaͤrte die Masoritaͤt der Kam
sich einverstanden, so daß also die naͤchste Sonnabend Sttz
sehr interessant zu werden verspricht. — Den Beschluß der , Sitzung machten Lie Berathungen uͤber die Sn assen.
Der Baron von Varennes ist heute aus Hamburg eingetroffen.
Das Mémorial des Pyrenées vom Tten d. sagt: St. Sebastian war das Geruͤcht verbreitet, daß ein hefij Treffen bei Vittoria stattgefunden und mehrere Stunden dauert habe; den Insurzenten waͤre es schon gelungen gew in die Stadt einzudringen; ein starkes Feuer aus den Han haͤtte sie aber genoͤthigt, sich mit Verlust aus der Stadt' win zuruͤckzuziehen.“
. In der Frankfurter Ober⸗Po st⸗Amts-⸗Zeitnh liest man die nachstehende, in Straßburg eingegangene telegraz sche Depesche aus Paris vom 12. Maͤrz um 3 Uhr Nach mitt „Das Kabinet ist konstituirt. Marschall Maison ist Kriegs- Minister ernannt; der Herzog von Broglie zum M ster der auswärtigen Angelegenheiten. Die anderen Portefeul bleiben in den Haͤnden der bisherigen Minister. Der Mn teur wird morgen die Koͤnigl. Verordnungen enthalten.“
— Heute schloß proc. Rente pr. compt. 107. 10. eour. 107. 30). 3proc. pr. compt. 79. 95. sin Cour. 19. 5proc. Neap. pr. Compt. 96. 85. sin conr. 97. — . Im Span. 48. Zproc. 35. Cortes 183. Ausg. Span. Schuld l
Redacteur Cottel.
Herrn Tripier uͤber den Gesetz⸗ Entwurf wegen des Verkaufs der Fruͤchte auf dem Halme, fuͤr welchen der ge, nl.
Gedruckt bei A. W. Hayn.
— —
am m , e,, meer, mene r, mann se m ds erg,
Bekanntmachungen.
Der Verein der Kunstfreunde im Preußischen Staate versammelt sich Montag am 23. Maͤrz d. J), Vormittags um 19 Uhr, im Königl Gewerbhause, Klosterstraße Nr. 36, Behufs der Abstattung des Jah⸗ resberichts, so wie zur ,, und Ver⸗ loosung der erworbenen Kunstgegenstaͤnde.
Berlin, am 16. Maͤrz 18335. . Direktorium des Vereins der Kunstfreunde im Preußischen Staate.
den 22.
Subhastrati on s⸗Patent.
Die unterm 28. Januar 1831 von uns verfuͤgte, und nach der Bekanntmachung vom 6. December d. J zurückgenommene Subhgstatlon des dem Kam⸗ merherrn, Hof⸗ und Justitien⸗Rath Carl Joseph w. n, mn, zugehdrigen, in dem Langensalzaer Kreise elegenen, und im Hypothelen⸗Buche des unterzeich⸗ neten Ober⸗Landesgerichts Lom II. No. 38. Pg. 33. sq. eingetragenen Mannlehn⸗Ritterguts Mülverstedt zweiten Antheils, mit den dazu gehörigen Holzungen auf dem Ihlefelde, so wie der Haͤlfte eines halben Guts in Großengottern und einem Fuͤnftel von dem
Naumbur Koͤnigl.
Allgemeiner Anzeiger für
andern halben Gute daselbst, welche Grundstuͤcke zu⸗ sammen auf 57.621 Thlr. 11 sgr. 31 pf gerichtlich abgeschäͤtzt worden sind, soll nünmehr auf den An— trag eines Glaͤubigers ihren Fortgang nehmen.
Es ist daher ein Bietungs-Termin auf Julius 1833, Vormittags 10 uhr, vor dem Deputirten, Koͤnigl. Ober- Landesgerichts⸗ Assessor Herrn Krug ten Ober Landesgerichts angesetzt worden, zu welchem die Kauflußigen mit dem Bemerken hierdurch vor— geladen werden, daß die Taxe, der neuste Hypotheken⸗ Schein und die besondern Kauf-Bedingungen in der Registratur hier eingesehen werden konnen. den 23. December 1834. reuß. Ober⸗Landesgericht von
err nr r m ο e at , t mm , mr ' mm re mne, m, tres,
Literarische Anzeigen.
So eben ist erschienen und ersen tz 7 Der Preußische Stagt in allen seinen Be⸗ ziehungen; eine umfassende Darstellung seiner Geschichte, Statistik, Geographie, des Militair⸗ gagtes und der Topographie, mit besonderer Be⸗
tet von einem
stande des Freiherrn L.
le Lieferung.
Dies Werk erscheint in 12 auf schoͤnem Druckpapier 10 pier 15 sgr. kostet. Lieferungen tritt der
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Verhaͤltnisse den Lesern men sein.
Der
Sach sen. ersten Lieferuug vorgeheftet.
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gen werden (vorraͤthig
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—
die Preußischen Staa rucksichtigung der Administration. Bearbei⸗
Vereine von Gelehrten und Freunden der Vaterlandskunde unter dem Vor⸗
von Zedlitz (4. N.)
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Veranderung in dem Ministertum und threr Ressort aus allen Staͤnden willkom⸗
Prospekt dieses wichtigen Werkes ist bei der
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: che ible's Verlags⸗Expedition in Leipzi erschien und kann durch . D e, nnr, ,
Schloßplatz . Buch⸗
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Der Flagellantismus u. die Jesuitenbeich
Vollstaͤn dige Geschichte der Geißelungs⸗Infiitt
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aller Zeiten. Nach dem Italienischen des Giopf⸗ Frusta. Preis 14 Thlr.
Interessante Schrift. Bei G. Basse n n, ueff⸗ eben erh nen und bei Ludwig Oehmig ke, Burgstraße Ri in Berlin, zu haben: ; Mademoiselle Avrillon?e s Memoiren uͤber die Kaiserin Josephim ibre Familie und ihren Hof. 2 Bande Bro“ sl Preis 1 Thir 23 sgr. 3 Die Darstellung der Verfasserin st eben so trefft Nicht leicht findet man
als lebendig und wahr. treueres Bild der Vergangenheit, als dieses K nirgends ucbertreibung und Schm
der neu esten
uns darbietet chele, uͤberall Wahrheit, hiorisch- treue Erjaͤhll der Begebenheiten und treffende Charakteristik⸗ der hohen Personen, mit denen die Verfasferin, n moge ihrer Stellung, in nahe Berührung zu komn so oft Gelegenheit hatte. Das Buch bfet't eine il ßerst angenehme, unterhaltende Lectuͤre dar.
Preußische Staats⸗Zeit
Allgemeine
l Jg.
79.
Beim Ablaufe
en Post⸗Aemtern zu machen sind, und daß der Preis mn rr , , . nn te nr, don ch die Stadtʒhost fret hun Haus ge bis spaͤtestens den z sten d. M. an uns gelangen zu lassen, indem son chung erleidet und nicht sammtliche Nummern vom Anfange des Quartals an nachgeliefert werden können.
das Blatt am Vorabende Ihen, die Bestellung en „z Biattes eine untervre
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Majestaͤt der Koͤnig haben den Major vom Generalstabe, err . Wilhelm Salpius, in den Adelstand zu
eruht. ⸗ ng rr g ge Majestaͤt haben den Land- und Stadtg erichts⸗ Direlor He nigmann in Sangerhausen zugleich zum Kreis. Hustzrath für den Kreis Sangerhausen Allergnaͤdigst zu ernen⸗
Der bei dem Land- und Stadtgericht zu Horstmar ange⸗ slté Justiz⸗Kommissarius von Hamm ist zugleich zum No⸗ arius in dem Bezirke des Ober-Landesgerichts zu Muͤnster er⸗
orden. . ung bei dem Land- und Stadtgerichte zu Luͤdenscheid ange⸗ heltẽ Justiz⸗Kommissarius Davidis ist zugleich zum Notarius m dein Bezirke des Ober-Landesgerichts zu Hamm ernannt
m Bezirke der Koͤnigl. Regierung zu . ist 1 bisherige Prediger in Alt⸗Stuͤdnitz, Rucctus, als Prediger in Marrin angestellt worden; zu Danzig ist dem bisherigen Vilar in Putzig, Paul
Rufolf, die erledigte katholische Pfarrstelle in Gemlitz verlie⸗ orden; ;
ö 4 Erfurt ist die erledigte evangelische Pfarrstelle zu Schmira dem Kandidaten des Predigtamts und Rektor an der Stadtschule zu Szmmerda, Jo hann Karl Wilhelm Diethold, verlie⸗ hen, und der bisherige evangelische Pfarrer zu Nausiß und n, , öhm n Friedrich Koch, zum Pfarrer zu z ernannt worden;
m rn, , wen ist dem bisherigen Katecheten und Rektor in Vischofstein, Gustav Albert Leopold Sch ill er, die er⸗ ledigte Pfarrerstelle an der evangelischen Kirche zu Postniken verlehen, und der Predigtamts Kandidat, Julius Otto Stein wender, zum Pfarrer⸗Adjunkt der evangelischen Kirche
ten berufen worden; z e, 6 und ist der bisherige Diakonus zu Bergen auf Ruͤgen, Johann Peter Dabis, zum Pastar substitutus an der Kirche zu Triebsees ernannt worden.
Zeitungs-⸗Nachrichten. Ausland.
Frankreich.
Parts, 12. Maͤrz. Heute Nachmittag ist das Kabinet desniiv konstituirt, die Koͤnigl. Verordnungen sind unterzeich⸗ net, und telegraphische Depeschen nach allen Departements ab⸗ gesandt worden. (S. das gestrige Blatt der Staats. Ztg.)
Ein hie siges Blatt sagt: „Ob der Marschall Maison das ihm angetragene Kriegs Ministerium annehmen wird, ist noch sehr zweifelhaft. Daß es ihm uͤbertragen worden, ist das Werk beß Herrn Thiers, der in ihm einen Beistand gegen die Ver⸗ stirkung hofft, welche Herr Guizot durch Herrn von Broglie s Eintritt erhalten hat. Der erste Kampf, den das neue Kabinet u bestehen haben wird, findet am Sonnabend statt, wo die hu lieder desselben der Deputirten⸗-Kammer Aufschluͤsse uber die Veranlassung und den Verlauf der ministeriellen Krisis zu geben haben. Die Majoritaͤt der Kammer hat sich indeß bisher so fuͤgsam und schuͤchtern bewiesen, daß ein entscheidender Schritt zum Sturze des Ministeriums nicht zu erwarten steht; und hat sich se die Masoritaͤt einmal, wenn auch vielleicht nur indirekt, fuͤr das Kabinet ausgesprochen, so wird sie es auch spaͤter bel der Ame⸗ rikanischen Frage schwerlich im Stich lassen. Der Bericht uͤber diesen Gegenstand e n n hh am 23sten von Herrn Du— mon der Kammer vorgelegt werden.“ .
Das Journal . . erce enthaͤlt nachstehenden Artikel: „Die Negierungs-Anarchie, die seit mehreren Monaten herrscht, scheint noch keinesweges ihrem Ende nahe zu seyn, und wenn es selbst einer rein doctrinairen Verwaltung gelingen sollte, fuͤr den Augenblick die Leitung der oͤffentlichen Angelegenheiten wieder an sich zu reißen, so wuͤrde deshalb doch nicht Alles beendigt seyn, und es würden sehr bald neue Verlegenheiten entstehen. Es ist in der That unmoglich, zu einer zufriedenstellenden Loͤ— sung zu gelangen, wenn man den bisher eingeschlagenen Weg harindäckig' verfolgen will, und es ist ein schwerer Irrthum, wenn man glaubt, daß die Schwierigkeiten der gegenwaͤrti⸗ gen Lage in der Wahl der Staatsmänner liegen, waͤhrend sie nur in der Wahl der auf eine Repraͤsentativ Regierung an⸗ wendbaren Grundsätze zu suchen sind. Man will ein neues Ministerium konstituiren, und man verlangt, daß dieses neue
inisterium genau in die Fußtapfen desjenigen trete, welches ersetzt werden soll. . der Deputirten⸗ Kammer seyn, und doch will man durchaus Namen beibehalten oder eintreten lassen, welche nur durch par⸗ lamentarische Niederlagen bekannt sind. Man verlangt ein neues Ministerium, und beharrt darauf, eine Amnestie zu verweigern; dies Alles ist unverträglich und auf die Dauer unmoglich.“
Die gestrige Sitzung der Deputirten⸗ Kammer giebt dem enovateur zu folgenden Betrachtungen Anlaß: „Die gestrige Sitzung hat uns den im Juli 1830 gegruͤndeten Zustand der
des Quartals wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Bestellungen . , .
Das neue Ministerium soll ein Widerschein
Berlin, Freitag den 20 sten Marz
mfang der Monarchle auf 2 Rthlr. Um jedoch die erforderliche Staͤrke der die Interessenten
., den ganzen andt wird.
Seite das Koͤnigthum, welches sich seit zwanzig Tagen in Com— binationen aller Art erschoͤpft, ohne ein verantwortliches Mini⸗ sterium zu Stande bringen zu koͤnnen, von der anderen Seite die Deputirten⸗Kammer in eine solche Ohnmacht versunken, daß sie nicht einmal den Muth hat, ihr Stillschweigen zu brechen und die Fehler des Systems zu bezeichnen. Niemals wurde der Welt ein groͤßeres und lehrreicheres Schauspiel gegeben: hier se⸗ hen wir eine, angeblich auf den Wunsch der Nation gegruͤndete Regierung, und die dennoch durch eine verhaͤngnißvolle Noth⸗ wendigkeit auf Wege geleitet wird, die nach allen Seiten zum Abgrunde fuͤhren; dort erblicken wir eine Deputirten-⸗Kam⸗ mer, welche direkt von der Volks-⸗Souverainetaͤt abstammt, und doch durch außerordentliche Umstaͤnde dahin gebracht wird, einzu⸗ sehen, daß sie nicht im Stande ist, die Gefahren zu beschwoͤren, welche die Dynastie und den von ihr erwählten Zustand der Dinge bedrohen. Ist dies nicht Revolution? Und mehr als Revolution — Anarchie? Und hier sind es nicht etwa die Lei— denschaften der Straßen, die wahnsinnige Aufregung einiger Volks-Redner, die ruͤcksichtslose Kuͤhnheit einiger Verschwoͤrer, welche den Staat in jene unglaubliche Verwirrung gestuͤrzt ha—⸗ ben; nein, Ruhe und Schweigen herrschen rund um den Thron. Das Koͤnigthum wird nicht mit unloyalen Waffen bekaͤmpft. Kaum daß man in den parlamentarischen Reden einige Energie bemerkt, und die Opposition, um ihre Maͤßigung und Geduld zu erklaͤren, hat sich selbst die dynastische Opposition nen— nen muͤssen. Und doch herrscht seit vier Monaten die 3 tracht in dem Conseil Ludwig Philipp's; zwei heftige Krisen brachten zwei ministerielle Zwischenreiche hervor, wahrend wel⸗ cher, zum größten Nachtheil des offentlichen Wohls, die Ver⸗ waltung gleichsam suspendirt war. Woher koͤmmt das? Sollte
raͤnumeratlon hier am Orte bei der Redaction ö um eh i. Cour. vierteljahrlich festge
es nicht durch die Worte des Herrn Odilon-Barrot erklärt wer⸗ den koͤnnen, der gestern von der Rednerbuͤhne herab sagte: „„Das Alles deutet auf ein Grund-Uebel hin, das mit der Wurzel ausgerottet werden sollte.““
Die gestrige Soirée bei dem Praͤsidenten der Deputirten⸗ Kammer war zahlreich besucht. Viele Deputirte sprachen sich sehr unwillig uͤber die Schritte der 150 bei Herrn Fulchiron versammelt gewesenen Deputirten aus, durch deren Einmischung die Wiederherstellung des doctrinairen Kabinets zu Stande ge— kommen ist.
Es ist hier jetzt mehr als je Sitte, die politischen Zustaͤnde und Ereignisse in Epigramme zu kleiden, und selbst ein Theil der groͤßern Journale laͤßt selten einen Tag voruͤbergehen, ohne einige politische Witze mitzutheilen. Jede große Stadt pflegt eine oder ein Paar Autoritäten zu haben, denen alle bons mots in den Mund gelegt werden, und die alle auten und schlechten Einfälle auf ihre Schultern nehmen muͤssen. Wird in Paris eine Albern⸗ heit erzaͤhlt, so muß sie Herr Viennet gesagt haben; Hr. Dupin hat das Privilegium fuͤr die guten Einfaͤlle. So erzaͤhlt man heute, daß Letzterer, als die Rede davon gewesen sey, dem Mar— schall Maison die Praͤsidentschaft des Conseils zu uͤbertragen, ge⸗ sagt habe: „Dem Könige sind ja schon drei Marschaͤlle unter dem Leibe erschossen worden.“ — Als einige Deputirte die Gruͤnde wissen wollten, warum er die Kammer mehrere Tage lang nicht zusammenberufen habe, erwiederte er: „Es giebt kein Ministerium; man kann die Regierung doch nicht in eontuma— ciam verurtheilen.“
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Siz—⸗ zung vom 10. März. (Nachtrag. Der Marguls von Chandos schloß seinen Vortrag zu Gunsten der Aufhebung der Malz⸗-Steuer mit folgenden Worten: „Der Englische Paͤch= ter kann sich in keiner schlimmeren Lage befinden, als jetzt. Dies allein sollte schon die ehrenwerthen Mitglieder bewegen, meinem Antrag die ernstlichste Beruͤcksichtigung zu schenken. Ich habe denselben so einfach als moͤglich gestellt und uͤberlasse die Frage einer Jury von Englischen Land-Edelleuten. Niemand, hoffe ich, wird an meiner Motion Anstoß nehmen, und nach dem, was ich an anderen Orten gehoͤrt, so wie nach den Reden zu urtheilen, welche in verschiedenen Theilen des Landes gehalten worden sind, halte ich es fuͤr unmoglich, daß Land-Edelleute, die ihre Parlaments-Sitze ganz allein dem Ackerbau⸗Interesse ver⸗ danken (lauter und anhaltender Beifall), jetzt, in der Stunde der Noth, diejenigen im Stich lassen können, von denen sie so kraͤftig unterstuͤtzt worden sind. Ich fordere Sie also auf, als Land / Edelleute von England, den Beschluß zu unterstuͤtzen, den ich dem Hause vorgelegt habe.“ Auch Herr Handley, der die Motion unterstuͤtzte, glaubte, daß das Ministerium gegen die Wuͤnsche der Ackerbau treibenden Klasse um so weniger taub seyn koͤnne, als ihm so viele Land-Edelleute aus Essex, Kent und anderen Grafschaften als Rathgeber zur Seite staͤnden.
„Die ehrenwerthen Herren und Lords gegenuͤber“, sagte der Redner, der zur Opposition gehort, „hegen große Furcht vor den Fortschritten der Reform und schreien laut, man solle die Institu⸗ tionen des Landes zu bewahren suchen; aber ich behaupte, daß von dem traurigen Zustande, in welchem sich der Ackerbau befindet, al⸗ lein eine Revolution zu fuͤrchten ist (Beifall), daß dadurch am Ende alles Eigenthum zu Grunde gerichtet und die Institutionen des Landes gefährdet werden muͤssen. Die. Malz Steuer ist de⸗ moralisirend in ihren Wirkungen, weil sie den Tageldhner eines gesunden Getraͤnkes daheim beraubt und ihn in die Schenken treibt. Sehr wichtig ist auch die Thatsache, daß in den letzten 10 Jahren der Verbrauch des Malzes nicht
ugenommen hat, waͤhrend der Verbrauch von Zucker um 30 pt., . von Thee um 40 pCt. und der von Kaffee um 200 pCt. gestie⸗
Dinge in dem allerauffallendsten Lichte gezeigt. Von der einen
1835.
Mohren⸗Straße Nr. 39), in den ) . wofür den hie ft gen A bon⸗ en zu können, muͤssen
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es sich selbst zuzuschreiben haben, wen
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die Trestern vom Bier sind anerkannt besser fuͤr das Vieh, als die 1 , Ein großer Uehbelstand im Gefolge der Malz⸗ sieuer ist ferner der, daß es dem Arbeiter nicht möglich ist, bei der hoben Abgabe sich felbst Bier zu brauen, und daß er also dis Bier- schenken besucht. Ich weiß, daß man dies ein Utopisches Prejekt nennt, daß man es als eine Chimaäͤre bezeichnet, und daß man sagt, die Arbeiter könnten sich doch in keinem Fall ihr . Bier zu Haufe brauen. Ich glaube aber, daß, was der Eine kann, der An⸗ dere bei gleichen Mitteln auch vermag.“ .
Sir R. Peel, der sich hierauf erhob, um den Antrag des
Marquis von Chandos zu bekampfen (und aus dessen Rede wir bereits gestern den 9 mitgetheilt haben), zeigte, um die Unbilligkeit der Forderung, daß gerade von dem Malg die Steuer abgenommen werden follte, darzuthun, daß der Verbrauch von Maly sich ungeachtet der Sieuer in den 4 letzten Jahren fortwaͤhrend vermehrt habe, was also doch beweise, daß man die Steuer noch erschwingen könne; im Jahre 1831, sagte er, habe diese Steuer dem Schatz 4,208, 000 Pfund, im folgenden 4,675,000, dann 4,772, 000 und im letzten Jahre 4,812,009 Pfund einge— bracht, und die Gerstenpreise seyen gestiegen. Auch behauptete er, daß, wenn von dem bedraͤngten Zustande der Landwirthschaft die Rede seyn solle, keinesweges diejenigen, welche Gerste anbauten, vorzugsweise zu einer Erleichterung berechtigt wären, denn in der vor⸗ letzen Session sey durch die Untersuchungen eines Ausschusses nachge⸗ wlesen worden, daß die, welche Weizen bauten, am meisten Noth litten. Ferner erklärte er es fuͤr eine Täuschung, als wuͤrde das land— wirthschaftliche Interesse durch die Aufhebung jener Steuer und die davon erwartete Zunahme der Bier⸗Consumtion gewinnen Die Nichtzunahme dieser Consumtion, sagte er, sey keines weges eine Folge der Steuer, sondern eine Veraͤnderung in den Ge— wohnheiten der Nation, die nun einmal an Thee, Kaffee und geistigen Getraͤnken mehr Gefallen finde. Eine Vergleichung mit fruͤheren Zeiten, fuhr der Redner fort, koͤnne daher gar nicht stattfinden, denn im Jahre 1722, als die Bevölkerung von Eng land 6 Millionen betragen, habe man ungefaͤhr einen Barrel Bier auf den Kopf gerechnet; hingegen waͤren nur 370,000 Pfd. Thee und 3 Mill. Gallonen geistiger Getraͤnke verbraucht wor— den, dagegen im vorletzten Jahre 31,829, 000 Pfund Thee und 12, 532, 606 Gallonen geistige Getraͤnke. Im Jahre 1760 habe man 262, 000 Pfund Kaffee verzehrt und im Jahre 1833 dage⸗ gen 20,751, 006 Pfund, wobei zu bemerken, daß von Kolonial⸗ Waaren, Weinen und anderen geistigen Getränken eine weit hoͤhere Abgabe entrichtet wuͤrde, als von Malz. Es sey demnach, meinte er, ein wahrer Unsinn, von einem Na— tional⸗Getraͤnke zu sprechen; ja, er glaubte, daß durch die Ab— schaffung der Malzsteuer eine noch großere Consumtion von gei— stigen Getraͤnken eintreten wuͤrde, denn bei den jetzigen Fortschritten der Chemie sey nichts leichter, als Spiritus aus Malg zu distilliren, sobald dieses freigegeben wuͤrde; hierdurch wuͤrde ein neuer Aus— fall in der Auflage auf Spiritus eintreten, so wie in der Auf— lage auf Thee und Kaffee, deren Verdraͤngung durch Bier kei— nesweges eine moralische Seite darbiete; außerdem habe das ge⸗ genwärtige Malz⸗System noch den Vortheil, daß es 3 Mill. Pfd. jaͤhrlich in Umlauf setze, waͤhrend die Annnahme des vor— liegenden Antrages alle Operationen des Malzgeschaͤftes in Stok— ken bringen wuͤrde. In dem weiteren Verlaufe seiner Rede setzte Sir R. Peel die gaͤnzliche Nichtigkeit aller scheinbaren Ersatzmittel fuͤr einen so großen Ausfall aus einander. Am wenigsten wollte er (wie bereits erwaͤhnt) von einer Eigenthums-Steuer wissen, weil eine solche den offentlichen Kredit ganz und gar erschuͤt—⸗ tern wuͤrde. „Gegenwärtig“, so schloß der Redner seinen Vor— trag, „beläuft sich die Masse der 3! pCtigen Consols auf 2560 Millionen Pfd., und die Zeit ist nicht fern, wo sie al pari wer— den abgezahlt werden konnen (hört! hoͤrt! hoͤrt!: alles die Folge der strengen Redlichkeit, welche man bisher gegen die oͤffentlichen Glaͤubiger beobachtet hat. Ich warne daher das Haus vor ei— nem uͤbereilten Entschlusse, erklaͤre aber, daß ich, falls ich den— noch uͤberstimmt werde, es einem anderen Kanzler der Schatz⸗Kam⸗ mer uͤberlassen muß, den Ausfall von 5 Millionen Pfd. zu decken.“ Herr Cobbett, der zunaͤchst das Wort nahm, sprach in einem so leisen Ton, daß die Bericht⸗Erstatter nicht einen einzigen Satz richtig verstehen konnten; nur so viel war zu vernehmen, daß er das Haus aufforderte, sich durch die Drohung des sehr ehrenwerthen Baronets, daß er resigniren wolle, wenn er bei der Abstimmung uͤber diese Frage in der Minoritaäͤt bliebe, nicht von der Unter— stuͤtzuang der Motion des edlen Lords (Chandos) abschrecken zu lassen. Lord Norreys, Repraͤsentant der Grafschaft Oxford, sagte, die Umstaͤnde, unter denen diese Motion jetzt dem Hause vorgelegt werde, seyen ganz verschieden von denen, unter wel— chen sie in der vorigen Sesston eingebracht worden, und er muͤsse daher diesmal gegen den Antrag stimmen. ;
„Das vorige Mal“, fuhr der Redner fort, „war ein bedeuten— der üeberschuß in der Einnahme vorhanden, und die Malzsteuer batte damals gewiß ohne viele Schwierigkeit zur Haͤlfte aufgehoben werden konnen. Auch unterstuͤtzte ich den Antrag in der vorigen Session, weil der damalige Kanzler der Schatzkammer erklaͤrte, daß er keins Maßregel zur besonderen Erleichterung der Beschwerden des AÄckerbau-Interesses einzubringen gedenke. Jetzt aber haben wie ein Ministertum, welches diesem Interesse in jeder Hinsicht freund⸗ lich gesinnt ist, wir haben keinen großen Ueberschuß in ber Ein— nahme, und es wird nicht eine partielle, sondern die gaͤnzliche Ab= schaffung der Steuer verlangt. Viele, die den edlen Lord (Chan⸗ bos) jetzt unterstuͤtzen, meinen es keinesweges gut mit dem Ackerbau⸗ Interesfe, sondern durften vielmehr die Ersten seyn, die sich gegen den edlen Cord kehren und aus der Abschaffung der Malzsteuer ein Argument fuͤr die Aufhebung der Korngesetze hernehmen möchten. (Hört, hört!) Ich bedaure es, daß der edle Lord die Motion so feuͤhjeitig cingebracht hat. Es schweben jetzt noch Fragen von großer Wich tigleit, und wenn es je eine Zeit gab, wo Einigkeit unter den
en ist.
Seht, hört!) Der Paͤchter wird auch durch die Malz⸗ euer gen
thigt, seinem Vieh schlechtere Fuͤtterung zu geben, denn
Freunden der Regierung ndͤthig war, so ist es die jetzige. (Hort!)