deren dieses Institut allerdings zum religiosen Unterricht der An— haͤnger der herrschenden Kirche verwendet, aber die Verwendung seines Vermoͤgens auch streng auf diesen religioͤsen Zweck beschraͤukt werden soll, — eine Maßregel, die eine bedentende Reduction dieses Vermsdgens nach sich ziehen und einen Ueberschuß ergeben würde, der dann auf die eine oder die andere Weise zur moralischen und religidsen Bildung des ganzen Irländischen Volks, ohne Räcksicht auf den verschiedenen Glauden, verwendet werden koͤnnte, und zwar so, daß das Volk selbst davon uͤbergeugt würde, daß die Vertven— dung zu seinem Besten geschähe. Waren die Reformation und die Revolution fuͤr Irland Perioden des Unheils, so moͤge dagegen die Rekorm-⸗Periode erfrzullcher in dessen Annalen dasteben n d' den Grund zur BVersshnung legen. Der sehr ehren werthe. Baro⸗ net (Sir Robert Peel) hat sich zwar sehr entschieden gegen die bon mir vorgeschlagene Maßregel ausgesprochen und die Unver— aͤußerlichleit des Kirchen Eigenthums als Prinzip aufgestellt, aber (en so entschieden sprach er? sich fruͤher wirderholentlich in seinen Reden gegen die Emancipation der Katboliken aus und, hielt es nach her doch für seine Pfficht, mit Rücksicht auf den beunruhigen⸗ den Zustand von Irland dem Hause eine Maßregel zu Gunssen die—=
—
ser Emaneipation vorzuschlagen. (Hort, hört!! Nachdem ubrigens der setr ebrenwerthe Baronet uͤber den vorliegenden Gegenstand lte Yteinung mehrmals klar und deutlich geäußert hat, muß das Haus einen Entschluß fassen und jener Ansicht entweder beistimmen der sich dagegen erklaren. Ez ist für das Gefammtwohl, so wie fůr jeden Einzelnen, von hoͤchster Wichtigkeit, daß bei einer solchengebensfrage das Unterhaus und das Ministerium mit einander einverstanden seyen, und jedenfalls ist es besser, sich zu etwas zu entschließen, ais Geld /
über Geld zu bewilligen, ohne zu wissen, o die Minisses das Ber—
trauen des Hauses vesttzen, oder nicht. (Hort, hoͤrt! Den Bericht der Irlaͤndischen Kirchen⸗Kommission abzuwarten, halte ich fuͤr un⸗ nothig, da die ehrenwerthen Herren gegenüber doch schon eine vor⸗ gejgßte Meinung haben. Waß nun bie Verwendung des Ueberschus⸗ 3 der Kirchen- Einkuͤnfte anbetrifft, so moͤchte ich, daß dabei das System des von dem Mitgllede fuͤr Lancashire (Lord Stanley) als Secretgir fuͤr Irland errichteten und den gemeinsamen Untericht aller Sekten bezweckenden National-Unterrichts⸗Kollcgiums für Ir⸗ land zu Grande gelegt wurde. Die achtbarstin Gelslichen der Anglikanischen Kirche haben von den erfreulichen Resul⸗ aten dieses Instituts Zeugniß abgelegt und eine allgemeine Bekehrung des Volkz zu dem Glauben der herrschenden Kirche für unmöglich erklaͤrt. Auf die allgemeine . ob Kirchen ⸗Eigen⸗
thum als Privat-⸗Vermbgen anzusehen ist oder nicht, will ich mich jetzt nicht einlassen, jedoch muß ich bemerklich machen, daß die bil⸗ gere Vertheilung, welche die jetzigen Minister mit den Einkuͤnften der Bischofe vornehmen wollen, auch den Grundsaͤtzen des Privat⸗ Rechts a . entspricht und sich nur aus stagtsrechtlichen Gründen, naͤmllch aus dem Streben nach , . der Religion und des Gemeinwohls, rechtfertigen laͤßt; hleraus ergiebt sich denn natürlich, daß das Kirchen⸗Eigenthum aus einem ganz andern Ge— sichtspunkte zu betrachten ist, als das Privat⸗Eigenthum, und wenn man dies einmal zugesteht, glebt es dann wohl heiligere Zwecke zu Ver⸗ wendung desselben, als die allgemeine religibfe und moralische Bil⸗ zung des Volks? Entweder muß man uberhaupt gar keine andere
Vertheilung des Kirchen Eigenthums vorschlagen und Alles beim Alten lasseß, oder aber diese Vertheilung nicht auf rein protest an. tische Zwecke beschraͤnken, denn wenn einmal der Staat ein Recht;
hat, das Kirchen- Eigenthum zu vertheilen, so ist gar nicht einzust⸗ hen, warum er dies Recht nur zum Besten der Reichen und der herrschenden Kirche auf Kosten der Armen und Andersglaͤubigen qus üben so ll.“ Der Redner schloß mit der Erklarung, daß er sich von sei— ner Maßregel ganz fest die Beschwichtigung der in Irland herr— schenden Unzufriedenheit und die BVesserung der Einwohner jenes Landes verspreche, denen es an trefflichen Eigenschaften, besonders
an Gutmuͤthigkeit und Hastfreundlichkeit, nicht fehle; es stehe
jetzt, behauptete er, in der Macht des Parlaments, ohne äußeren Zwang das Repeal⸗-Geschrei fuͤr immer zum Schweigen zu brin— gen und England unbesiegbar und zum Ideal der Religions⸗ Freiheit zu machen.
London, 31. März. Der Graf Amherst, der bei der Auf—
sung des vorigen Ministeriums seine Kammerherrn⸗Stelle nie⸗
derlegte, hatte gestern eine Unterredung mit dem Grafen von Aberdeen im Kolonial-⸗Amte. Es heißt, Lord Amherst wolle die Nission nach Kanada annehmen, welche Viscount Canterbury ausgeschlagen hat.
Die Hof⸗Zeitung meldet die Ernennung des Herrn Richard Pakenham zum Britischen Gesandten und bevollmächtigten Mi⸗ nister bei den Vereinigten Staaten von Mexiko und des Oberst⸗ Lieutenant J. H. Mair zum Gouverneur von Grenada.
Einige Blarter glauben, Lord Eliot, der (wie gestern gemel⸗ det) am Sonnabend mit einer diplomatischen Mission von hier abgegangen, habe sich in Falmouth nach St. Sebastian einge schifft, um sich in das Hauptquartier der streitenden Parteien zu begeben und Vorschlaͤge zur Beendigung des Buͤrgerkrieges in Spanien zu machen; andere aber sind der Meinung, Se Herr— schkeit gehe gar nicht nach Spanien, sondern mit Auftragen an Nehmed Ali nach Alexandrien; die erstere Meinung scheint je⸗ boch den meisten Glauben zu finden.
Der Morning Herald will wissen, daß der Herzog von Vellington den jetzigen Britischen Gesandten in Neapel, Sir W. Temple, zurncktufen und den Viscount Burghersh, der schon unter der vorigen Verwaltung des Herzogs zu dölesem Ge— sandtschafts⸗Posten auserseher war, ö senden wolle.
Der Antrag des Lord John Russell wird von den Opposi⸗
tions⸗Blaͤttern als unfehlbares Mittel, das Ministerium zu stur⸗
en, Dargestellt; von den ministeriellen hingegen nicht allein in Heziehung auf Grundsatz und Tendenz, sondern auch wegen der
tiosen Zwecke, die offenbar daraus hervorleuchteten, hef⸗
an bekämpft. Sie bemerken, daß voriges Jahr das Grey'sche Roristerium und Lord John Russell selbst sich einem aͤhnlichen Antrage des Herrn Ward aufs Bestimmteste widersetzt haͤtten, nicht allen als unzeitig, sondern auch als die Ruhe und den Frieden des Landes mit Gefahr bedrohend. Nur stärker, versi⸗ chert die Times, wurden die Minister, im Fall sie in diesem Hunkte eine Niederlage erlitten, zum Behuf der Nettung des Landes an ihren Posten festhalten. Inzwischen läßt der Stan⸗ ard weit mehr, Besorgnijs? wegen des möglichen Aus— alls der Sache blicken, als bisher se ein ministérielles Blatt gezeigt hatte. Zwar, meint er, wuͤrde eine solche Niederlage Renesweges die Entlassung der Minister rechtfertigen, allein
es würde doch, falls die Hehrheit fuͤr den Antrag beträchtlich wäre, das Ministerium gewiß bald, wenn auch nicht sogleich, abtreten müssen, well ein solcher Sieg die Hpposition ohne Zwei ⸗
„l anspornen wurde, ehestens einen unmittelbaren Antrag auf Ent⸗ t ung der Minister zu machen. Damit leitet dieses Blatt die Erin ende Ermahnung an die Parlaments⸗-Mitgliäder seiner Par— ei ein, in diesen Tagen auf ihren ꝛ m è b
Blatt des Lourser heißt es: „Die haufige Communication zwischen den Fuͤhrern der Hpposition und der Stanley schen Section einer seits und zwischen Sin R. Peel und Lord Stanley andererseits, wel⸗ e gestern Abend im Unterhause stattfand, war merkwürdig. Sir Robert sandte Noten an Äord Stanley, verließ dann seinen Sitz, setzte sich zu dem Lord und ss roch eine Zeit lang mit ihm. Lord J. Russell, Lord Stanley, Sir J. Graham und Herr Poulett Thomson hatten eifrige Unterredungen hinter dem Spre—
resigniren, und in dies nig, dessen freundschaftliche Gesinnungen gegen Lord Melbourne sich nicht geandert haben, Se— Herrlichkeit beauftragen wird, ein liberales und einiges Ministerium, zu dem das Land Vertrauen haben kann, zu bilden. Das, was das Land bereits von den Maßregeln, welche die Verwaltung des Lord Melbourne vor dem
gen die Motion des Lord =
ten thun wollen, wenn die Minister bei der Steuer geschlagen worden waͤren.
Posten zu seyn. Im Sonnabend⸗
ton, deren Anlegung erst am 25. Juli v. ments- Akte bewilligt wurde, und die zur Communication mit Havre sehr wichtig ist, werden mit außerordentlichem Eifer be— trieben und sind schon an zehn verschiedenen Punkten im Gange.
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cherstuhl.“ In seinem gestrigen Blatt sagt der Courier: „Die Mitglieder des Unterhauses, welche vor kurzem mit Lord Stanley stimmten, hielten am Sonnabend eine Versammlung. Sees errlichkeit selbst war nicht zugegen, es fanden jedoch einige
Diskussionen statt, in deren Laufe mehrere der Anwesenden ihre
Absicht zu erkennen gaben, die Motion des kord John Russell in Betreff der Irlaͤndischen Kirche zu unterstüͤtzen. Wir glau⸗ ben, daß unter diesen mehrere Personen waren, die erst ganz vor kurzem sich von der Nothwendigkeit uͤberzeugt haben, den Ueberschuß der Irlaͤndischen Kirchen ⸗Einkuͤnfte auf die von Lord
J. Nussell beantragte Weise zu verwenden. Es ist keine Frage,
daß diese Motion von einer so bedeutenden Majoritat wird an⸗
genommen werden, daß die Minister sich gezwungen sehen, zu
ein Falle zweifeln wie nicht, daß ber Kö—
Tode des Grafen Spencer vorbereitete, kennt, wird es üͤberzeu⸗
gen, daß Se. Herrlichkeit die von der Verfassung vorgeschriebe⸗ nen Gräͤnzen nicht uüberschreiten wird.“ Sein heutiges Blatt
beginnt der Courier mit folgenden Bemerkungen uber die ge— stern eröffnete Debatte in Bezug auf die Nussellsche Motion:
„Außer den Mitgliedern, welche sich gestern uͤber diesen wichti⸗ gen und interessanten Antrag vernehmen ließen, werden im Lauf
der ferneren Debatte daruber, wie man glaubt, noch Sir R.
Peel, Lord Stanley, Sir H. Hardinge, Herr Goulburn, Sir R. Inglis, Herr Shaw und Herr Lefroy gegen die Motion und!
Herr Ellice, Herr Gisborne, Herr Hume, Herr O Connell, Hr.
Cobbett, Herr Sheil und Herr Grattan zu Gunsten derselben
sprechen. Die Debatte kann daher unmoglich vor morgen Abend
geschlossen werden, ja, es duͤrfte vielleicht erst am Donnerstag zur Abstimmung ko Vor Anfang der Diskussion fand ein namentlicher Aufruf der Mitglieder des Hauses statt, von denen nur 28 fehlten, worunter auch Sir F. Bürdett, der durch einen Anfall von Podagra an sein Zimmer gefesselt ist. Man erwar— tet, daß sich die Anzahl der Abwesenden in den naͤchsten Sitzun— gen noch vermindern wird. Ohne Zweifel wird sich eine betracht ⸗ liche Majorität zu Gunsten der Motion ergeben, und dies duͤrfte zur au⸗ genblicklichen Abdankung Sir R. Peel s fuͤhren. Die Haͤupter einer Abtheilung der Torh-Partei haben sich zwar seit der Abstim⸗ mung uber die am Donnerstag von Herrn Tooke beantragte Adre se zu Gunsten der Londoner Univẽrsttaät auf alle mogliche Weise bemuͤht, den Premier⸗Minister zu bewegen, daß er, dem Unterhause zum Trotz, auf seinem Posten verbleiben moͤchte, aber Sir R. Peel ist jetzt vollkommen uͤberzeugt, daß er, ohne den Beistand der Opposttion, keine Maßregel im Unterhause durch—
setzen kann, und wenn er bloß seiner Neigung gefolgt waͤre, so haͤtte er, wie man uns versichert, schon am Freitage seine Siegel niedergelegt.“ Im Widerspruch mit dem Courier sagt der Globe, er habe geh
vort, Sir R. Peel wolle sich im Unterhause nicht ge—
5. Russell aussprechen, weil er doch
.
*.
sicher sey, daß eine darauf gegruͤndete Bill von dein Herzoge von Wellington hinreichend bekämpft und vom Lberhause verworfen werden wurde. Ein Sonntag-Blatt will wissen, daß, wenn Sir R. Peel es fuͤr nothwendig erachten sollte, seine Entlassung zu nehmen, Grund, zu glauben, vorhanden sey, daß der König nach Lord Wharncliffe senden Und ihn mit der Rekonstruirung,
M
des Kabinets beauftragen wuͤrde, was Se. Majestät schon haͤt⸗
—
Frage uͤber die Malz⸗
Dem Sun zufolge, herrscht in der City allgemein die An⸗
sicht vor, daß die Minister, wenn sie bei der Abstimmung uͤber Lord Russell's Motion eine Niederlage erlitten, sich nicht zuruͤck⸗ ziehen, sondern das Parlament aufloͤsen wurden. Der Courier hält zwar eine Auf oSsung des Parlaments nicht faͤr wahrschein—⸗ lich, macht jedoch ebenfalls auf die Wahl-Bewegungen der Tories 4aufmerksam und fordert die Reformer auf, ihre Vorkehrungen fuͤr alle Faͤlle zu treffen.
Der Courier theilt einen Abriß von dem General⸗Bericht
der Corporations-Kommissarien mit, der gestern auf die Tafeln beider Parlaments haͤuser niedergelegt wurbe. Die Untersuchun erstreckte sich auf IM Corporationen und wurde uͤberall . gefuͤhrt. Corfe Castle, Dover, Lichfield, Maidstone, New Rom— ney und einige Londoner Compagnieen waren diejenigen Corpora⸗ tionen, welche durchaus alle Aufschluͤsse verweigerten; theil⸗ weise ertheilten Arundel, Hull, Leicester und RNochester solche Aufschluͤsse, weigerten sich aber, den Kommissarien ihre Rechnun— gen vorzulegen und den Zustand ihres Corporations⸗ Eigenthums untersuchen zu lassen. „Die Mißbraͤuche“, sagt der Cou— rier, „welche sich aus dem Bericht ergeben, sind furcht⸗ bar, die Falle, wo offentliches Eigenthum zu Privat— Zwecken verwendet wurde, unzählig; es zeigt sich, daß die Corporationen, fast ohne Ausnahme, in ihrer Verfassung und Handlungsweise entschieden toryistisch sind, und alle die ge⸗ priesenen Vorzage des Systems der Selbst, Erwaͤhlung werden in ihrer ganzen Berderbtheit dargestellt. Die ortlichen Steuern, welche der Bevoͤlkerung, außer den Revenuen, die aus dem un— ter der Kontrolle der Eorporationen stehenden offentlichen Eigen⸗ thum hersließen, jährlich von diesen selbstgewählten und keiner Verantwortlichkeit unterworfenen Koͤrperschaften auferlegt wer⸗ den, belaufen sich auf mehr als 1 Milllon Pfd. Sterling. Die Kommissarien haben sich uͤbrigens nicht für ermaͤchtigt gehalten, Maßregeln zun Verbesserung des Corporations⸗ MWesens vorzu⸗ , . sondern sich bloß auf Darlegung der Mißbraͤuche be⸗ schraͤnkt.
Das Verhoͤr der wegen der Vorfaͤlle bei der Zehnten-⸗Ein—
treibung zu Rathcormac in Irland angeklagten Personen ist aufgeschoben und die Angeschuldigten sind gegen Leistung einer
Caution von 2h60 Pfd. und Stellung zweier Buͤrgschaften von je 1000 Pfd. ein Jeder auf freien Fuß gesetzt worden.
Man geht jetzt hier damit um, durch Subscription eine Expedi⸗
tion zur Erforschung des südlichen und mittleren Afrika von Lataku bis zu dem sogenannken Mond-⸗Gebirge zu Stande zu bringen, wobei es natuͤrlich auch auf Entdeckung der Quellen uns des Laufes des Congo oder Zaire abgesehen ist. Als Beförderer dieses Unternehmens werden der Herzog von Somerset, der Graf Munster, Lord Bex⸗
ley, Sir A. Johnston, Pr. Olinthus Gregor;
„Pr. Birkbeck und
Andere genannt. Die Expedition soll vom Kap ausgehen und den Versuch machen, bis zum großen Tschad⸗ See Und' von da nach der Käste des Mittellandischen Meeres vorzudringen.
Die Arbeiter an der Eisenbahn von hier nach Southamp— O
J. durch eine Parla⸗
Die Spanische Regierung hat hier ein großes Dampfschiff
angekauft, welches in Woolwich ausgebessert wird und den Ra—
Das ganze Trauerfest konnte nicht wuͤr—⸗ weiht werden, als durch das so bekannte als mit Recht Requiem von Mozart, das von mehreren ausgezeichne— lern und Dilettanten unserer Stadt beifallswerth aus⸗ hrt wurde. ; Kassel, 1. April. nmlung vom 31. März wurde der
erhalten soll; es wird
ig ausgefuͤhrt. ann an Bor ö
6 Vierun⸗
In der Sitzung der Staͤnde-Ver— Landtags⸗Abschied revidirt der Diskussion beliebten Abaͤnderungen und ätzen in seinen einzelnen Bestimmungen angenommen— lags⸗-Kommissar, Regierungs-Rath Koch, erklaͤrte im Lauf zer Diskussion, wie es die Staats Regierung bedaure, daß we— en der vielfachen Abaͤnderungen, welche die Staͤnde-Versamm⸗ ung an dem Landtags-Abschiede vorgenommen, und auf welche e Staats⸗Regierung einzugehen nicht vermoͤge, der Landtag heute nicht geschlossen werden koͤnne. piederholte der La ndtags⸗ Komm iss Diskussion bereics eingelegte Protestarion gegen die vorgenomme— zen Abänderungen, damit aus seinem Stillschweigen wahrend zer Revision nicht etwa die Einwilligung der Staats⸗-Regierung gefolgert werden konne. Es wurde den Artillerie- und treffend, dis kutirt, und zu diesem Ba Rihlr, verwilligt. . Wie man vernimmt, ist
sten seines 6. ͤ eiguelisten g d mit den 10 66 cx un s⸗ die große Ta
Sagunt und Numantia e diese beiden Staͤdte lagen, der stets unter und sodann be poleons Herr Truppen, als d
daran zu denken, daß Pyrenaͤischen Halbinfe nien bekannt war, der Halbinsel von Na der Portugiesischen zogs von Wellington Kammer war eine tersuchen, ob der gal abgeschlossene
in dem Th dem Name pn ß die Befrelum dem Heldenmur n⸗Talent des In der De gesetzt worden wischen England ltigkeit habe.
hauptete, da schaft mehr em Feldherr zuzuschreiben sey. Kommission niedergese im Jahre 1819 Vertrag noch G
Am Schluß der Debatte ar seine im Laufe der
um zll Um und Portu,
dann der Bericht des Herrn J arhe⸗-du⸗Corps-Kasernen⸗Bau be⸗ , , md u im Ganzen etwa 30,000 Russell ist gester wie zu erwarten stand er wahrscheinlich noch schlag ist im W vorigen Session
on, 31. Maͤrz. t zur Entscheidun auf heute einmal verta esentlichen zwar ders machte, bei wele sagt wurde, was von gebracht werden konnte; ob der Irlaͤndischen Kirche gen Protestanten uͤberfluͤssig sittliche Erziehung der verwendet werden solle der Staatsmaͤnner und Sache auch M ten sich die Whig-M Vorschlage als unn Kirche wirklich ein immer Zeit
orschlag des Lord John g gekommen, Abend vertagt wor gi werden wird. elbe, den Herr her Gelegenheit r beiden Seiten uber di Theil des E geistigen Beduͤrfnisse und deswegen auf die reli Jugend ohne Untersch oder nicht. Parteien sich geänder m neuen Lichte.
kinister (und darunter Lord J, weil noch Nie zu großes Einkommen habe sey, über den etwanigen Uebe gefunden.
nun auch Professor Jordan um ein Votum von Seiten der Kurhessischen Standesherren ange— gangen worden, ob und inwiefern die bundesgesetzlichen Vor⸗ rechte derselben durch die neue Staͤdte— und Gemeinde-Ordnung ab gekraͤnkt und beeintr achtigt anzusehen seyen. .
Gestern hatte der am hiesigen Herzog— erl. Hesterreichische Geschaͤftstraͤger die Ehre, Sr. aͤltestregierenden ein Kaiserl. eben Kaiser Regierungsantritt Sr. jetzt Der Herr
Ward in de
irgend ein Cöthen, 1. April. lichen Hofe aecreditirte Kais kezationsrath Ritter v. erks Ehr Dr.? hurzoglichen Durchlaucht in einer feierlichen Audier sochsteigenes Notifications Schreiben uͤber das 2 hranz J. von Hesterrcich und den Re ꝛ regierenden Majestät Ferdinand J. zu, überreichen. Geschaͤftstraͤger wurde sodann zur Audienz bei Ihrer Durchlaucht — Hierauf war große Tafel bei stregierende Herzogliche Durchlaucht der des hingeschiedenen hoͤchstseligen Kai— ses gedachten und einen Toast auf das Wohl Sr. Majestaͤt ßedinand J. und des Kalserl, Hauf t burde von dem Herrn Geschäftstraͤger durch einen T las Wohl Sr. Herzoglichen Durch Hhauses erwiedert. . Munchen, 29. Maͤrz. telssen uͤber das eigenmae mit denen keine Freizügigkeit besteht. BVehärden des Reichs ein
ied des Glaubenz a die Verhaͤltnist t, so erscheint di
d John selbsth nand wissen könne
anchem in eine
be Frau Herzogin eingeführt. Hofe, wobei Se. aͤlte
und es nn lsgezeichneten Tugender
rschuß zu verssi um dieses aut eine Kommi dem Berichte der selben r, welcher schon damals geg Kommission prote n, wiederholentlich erk jenes Einkommens will Lord John Ri ommission ihren r Nation g tentheils aus „daß sie jene Ge reit seyen, nach sorgt, das uͤb Ganzen zu verw Q
Jahre nur unter der oͤstellen zu wollen, und wenn es den spaͤter zu dieser Aufl etzte sich dem V aufs kräftigste von Sir welcher bekanntlich voriges Ripon und de verließ, und,
zumitteln, ten aus brachten. der bestimmten Erklaͤrur zu verfahren.
ernannten r en. Sir Robert Peel ab laucht und des Herzoglichen eine mit solchen Absichten ernannte seitdem er ins Amt keine andere Verwer die zu streng kirchlichen 3 also, daß, obgleich jene K macht, es doch den Vertr dischen Volke, welches doch groͤß die Versicherung zu geben, ster nicht theilten, sondern tesdienst der Protestanten g wirklichen Nutzen des ; habe sich im vorigen rechte Beschwerden a Union entschieden, so muͤsse es fruͤher oder E. Knatchbull wider und wurde
Die Regierung hat eine Verfuͤgung chtige Auswandern in solche Staaten, Ferner ist an saͤmmtliche Auszug der zu Baltimore von der Deutschen Gesellschaft von Maryland herausgegebenen Schrift: Deutsche Auswanderungslustige ꝛc.“, sung zugeschickt worden, jenen Auszug den Auswan— zur Einsicht zuzustellen und denselben uͤberhaupt oder Warnung bereitwilligst zu erthei⸗ um die Erlaubniß zur Auswanderung mn andere Länder, als nach Amerika, haben die Behoöoͤrden den Betheiligten die beiderseitigen Verhält Der besonders al t konnte Ritter von Lang, Koͤnie d Mitglied der Akademie der Wissenschaften, ist am 26. A Jahre alt, zu Ansbach ploͤtzlich gestorben. Karlsruhe, 1. Staats- und Regierungs haben Se. Köoͤnigl. Hoheit trsten Kanmer unserer Staͤnde⸗
laͤrt, daß er in igen werde, al Russell behauptet ericht noch nicht ge— ezteme, dem Irld Katholike sinnungen dem sie fuͤr den Got— brige Einkommen Das Par Bedingung, alle ge ie Auflösung der n nicht Wort hielte luflösung kommen. Sir orschlage mit 4 James Graham
ͤ it den Lor m Herzog von Richmond das Gre wie er erklaͤrte, unterstutzte, weil es versproche ten aufrecht zu erhalten. spricht sich die Oppo einem noch
Gelegenheiter gen wird,
Stellung d Nach Einigen hat L gung mit ihm vorge nur um so schneller dazu füh Lage nicht weiter, als daß e um Gehuͤlfen giebt, oͤnnte, waͤhr cher Falle wie der Ru verschließen. Ministerium be aͤufige Abweser 5 ull, welcher den Vor lung der Bisthuͤme zu dieser Kommi der uͤber kurz oder wie die Refor nes, da die Anheimstell gung des Parlaments und die nach einem tausendjaͤhrigen fang vom Ende seyn koöͤnne. sich die Mitglie mahl, das sie zu Ehren des dei gehaltenen Reden beweisen nur fuͤr jetzt jedweder sagen, bis sie die
Wohlgemeinter Rath at mit der We derungslustigen die moglichste Belehrung Auch bei Gesuchen
nisse auseinander zu setzen. Ver fasser der Hammelburger Reisen be— zlich Baherischer Geheimer Rath
Durch eine im Großherzogl. „latt erschienene Verordnung Hroßherzog zum Praͤsidenten der Versammlung fuͤr die Dauer des gegenwärtigen Landtags den Markgrafen Wilhelm Hoheit, zum uten Vicc-Praäͤsidenten den Fuürsten von Fuͤrstenber weiten Vice-Praͤsidenten den Staats-N Verckheim ernannt.
Heidel berg, 26. Maͤrz.
ds Stanley lll hsche Ministerium Ministerium darum Kirche in allen Punk⸗ sützung ungeachtet, ver— it von 36 Stimmen in zwei fruͤheren großen rt seine Stelle niederle 8 nicht, obgleich seine schwert werden wuͤrde zem selbst eine Vereim— bt, daß diese Ab
das jetzige heit der C ichen habe, die en. Dieser Unterstuͤ sition eine N volleren Hause, al Ob deswegen Sir Robe Ich glaube 38 Resultat sehr er ord Stanley selt kur und man glau ren wird. Aber auch dies er 5s ihm einen gelaͤufigen und kr der ihn mit freiem Mu h⸗Gefährten, Vorschlag, die Ver n diejenigen der inden, ihre nheit, sonder
g und zum inister Freiherrn von
In voriger Woche traf Profes— ein auf seiner Reise nach Bruͤssel hier ein. Derselbe shl auf das Bestimmteste erklart haben, zürich nicht verlassen und keinen
(Großherzogl. Hess. Ztg.) 2ten d. M. hatte der neue Koͤnigl. Preußische Ge— Hofe, Herr Legations-Rath Graf
Heute, bei Gelegenheit der ge Geschaͤftstraͤger, Herr Ge—⸗ Rath Freiherr von Arnim, seine Abschieds⸗-AUu— Hoheiten dem Großherzoge, der Groß— Freiherr von Ar— ßt morgen unsere Stadt, um seinen neuen Posten im gen Angelegenheiten zu Berlin anzu— ne Achtung und Liebe, die er thalts hier erwarb, und na— mit Schmerz einen Mann scheiden, Wohlthäter war.
,, .
Se. Majestät der Kaiser Ferdinand J. i allen fruͤheren aͤhnlichen Gelegenhei—⸗ kommen gemäß, am 25. M der Nieder⸗Oesterreichischen Stände selben die ehrerbietigsten Ausdruͤcke ihrer u Empfindungen aus Anlaß des tief betrauerten staͤt Franz J und der glorreichen Thronbe— laͤt Ferdinand J darbrachten. — Die Anrede, andmarschall, Peter Graf von Goëß, bei dieser Ge— . ät mit folgenden huldreichen „Die Gefuͤhle, welche die Nieder— n Mich aussprechen, gereichen Mir ur Verwunderung. hrhunderte erprobte, in bewährte Anhaͤnglichkeit und eich haben in der Person des Alle — einen
ist zweifelhaft. urch diese daß er seine Stelle in auswärtigen Ruf annehmen leichtert seine aͤftigen Redner the unterstuͤen mit Ausnahme si haͤltnisse den Mun er Letzteren, welche sich nicht im iedenheit nicht nur dur en, wie der o zur neuen Esmthei⸗ obgleich 6 Bischlse lutionngiren erklith, Kirche fuhren misse, z des Thro— s zur Venfl⸗ r Bisthuͤmer s als der An⸗ Sonnabend ver sammelten sition bei einem Gast⸗ Russell gaben 300 entschlossen sind, blings⸗Ansicht
Darmstadt, 31. Maͤrz. end seinen U ztrͤger am Großherzogl. ö. seine Antritts⸗Audienz. Auch zeige Tösel im Palais, hatte der bisher heine Legations⸗ hienz bei Ihren
n auch in Journal hetzsgin und den andern
schlag der Kommission en Einkuͤnfte,
n, fuͤr einen revo lang zum Um m- Bill ganz
imer und der ssion gehoͤre Ninisterium der auswarti Ihm folgen die allgemei rend seines 5 jaͤhrigen Aufen mentlich sehen die Armen der ihnen so oft ein edle
gewiß zum rchen⸗Einkommen staltung de chts ander
ung des Ki
Bestehen ni Letzten der der Unterh dem uralten, be in stattgehabten Her sclerliche Deputation pingen, in welcher die hreuanhanglichste lebens S. Maje hbeigung St. Maje helche der enheit hie
eigenen Theorie und Lie Tories vom Amte getr
Niederlande.
Aus dem Haag, 1. April. der Generalstaaten geste des Herrn van stand unseres L zum Zweck, in welcher mission zur Unter wonaͤchst dieselbe handenen Uebelstaͤnden ab die Sectionen uͤberwiese
Das Linienschiff fehligt, soll mit de Der Capitain ist Tsarine⸗Instituts zu Mannschaft 8 bestimmt, mit wel eits erwähnt) die Kr
Ein bei der zweiten Kammet prache gekommener Vorschlag t den gedruͤckten Zu⸗ fassung einer Adresse soll, eine Kom— Zustandes zu ernennen, igen soll, wie den vor— Es ist dieser Antrag an
Capitain Ryk be— gesetzt werden. anten des Koͤnigl. die uͤbrigen Offiziere fur die Fregatte „de Wilhelm Friedrich Hein⸗ euzfahrt nach Westindien un—
rn zur S am van Iss lt, geruhten Se. Majest söhrten zu beantworten: (Merreichischen Staͤnde gege m Vergnügen, aber keines: inne deren im Verlaufe so vieler ten wie in boͤsen Zeiten stets Ich und das gesammte R Monarchen — eines Vaters fuͤr den Ich eben so wenig in Worten auszudruͤcken Seinem Beispiele zu Fortsetzung der Seinigen zu Wenn der
elt betri s und hat die A Se. Maj. er Juchung des Agr Mittel in
sucht werden
Vorschlag brit zuhelfen sey. n worden.
„de Zeeuw“, welches der n ten,, zum militair
erlust erlitten,
außer Dien ßer Dienst dermoͤchte, al
ischen Kommand Medemblick ernannt; s Zeeuw sind
s dies Ihnen moͤglich waͤre. Meine Regierüng als die ten, wird die Aufgabe Wrtewigte Seine Liebe Se Nächtniß hinterließ, hat D Erbcheil in d Lebrigens ble
taͤnden mit
Meines Lebens seyn. inen Unterthanen als ein theures Ver— erselbe Seinem Nachfolger das theuerste er ungetheilten Liebe der Unterthanen gesichert. — ibe Ich Ihnen und den Nie landesfuͤrstlicher
rich (wie ber
der⸗Oesterreichischen
Deu tsch hand. Huld und Gnade gewogen.“
„Hamburg, 4. April. Heute wurde in der lischen Kirche eine feierliche Maj. des Hochseelige Vorrichtungen, die zur Er beizutragen im Stande
hiesigen Katho⸗ zum Andenken St. Alle aͤußern uͤrde einer solchen Feier n eben so geschmackveoll alt
. Rom, 21. Maͤrz. (Allg. Ztg.
r ö In der letzten Zeit sind hier meh—⸗ ere Personen aus bek
annten Familien in den Orden von Malta ge— nicht um als Ritter gegen die Unglaͤubigen zu fechten,
n Kaisers 7 hoͤhung und W sind, ware
3975 sondern um sich fuͤr ihre Lebenszeit ein bedeutendes Einkommen U sichern. Bekanntlich besitzt dieser Orden, bei allen gehabten . immer noch sehr großes Eigenthum, sowohl im Paͤpst— lichen Staate, als im Koͤnigreiche beider Sicilien. — Der Mar, schall Bourmont steht dem Vernehmen nach in Unterhandlung, um, die betraͤchtlichen Lehns-Guͤter der einst so bluͤhenden Fa— milie Lante, als Bagnaja, Chia, Atrtigliano Magnano und Bomarzo, das alte Polimartium, käuflich an sich zu brin⸗ gen. Sollte dieser Kauf zu Stande kommen, so duͤrften wir naͤchstens den Marschall unter die Zahl der Roͤmischen Herzoge aufgenommen sehen, da er schon durch fruͤheren Ankauf von be— deutenden Laͤndereien Ansprüche auf einen solchen Titel machen kann. — Der unter Pius VII. Governatore gewefene Tiberio Pacca, dessen ploͤtzliches Verschwinden aus Rom damals zu so vielen Geruͤchten Anlaß gab, foll gegenwartig in Turin bei' dein Ministerium der Polizei angestellt seyn. — Nachdem uns nun fast alle Fremden verlassen haben, bekommt die Stadt wieder ein stilleres Ansehen, und die Romer verzehren in Ruhe die Millio⸗ nen, welche ihnen der Norden herbeigetragen hat. Aber bei al—
len diesen jaͤhrlichen außerordentlichen Einnahmen beruht der
Wohlstand der Burger doch auf keinem soliden Grunde, wie man solchen in Handelsstaäͤdten zu sehen gewohnt ist. Bei dem leichten Charakter des Suͤdlaͤnders giebt er das schnell Erwor— bene eben so leicht wieder aus; an die Zukunft denken die We— nigsten, und so kommt es, daß Familien, wenn ein erwarteter Verdienst ausbleibt, auf einmal ganz verarmt erscheinen. TD üuünr k*e i.
Konstantinopel, 14. März. (Allg. Ztg.) Die Arbeiten im Arsenal werden forigesetzt, und 11 große Fahrzeuge sind aus⸗ geruͤstet, die naͤchstens in See gehen, und wie es . nach Tri⸗ polis segeln sollen; Einige wollen dieser kleinen rmada eine an⸗ dere Bestimmung geben. Auffallend, fast unvorsichtig ist es
von der Pforte, jetzt eine Expedition anzuordnen, die fuͤglich
verschoben oder ganz unterlassen werden konnte. Man sieht Sui 29 2 chen ,, darin wieder einen Beweis des kleinlichen Geistes, der hier weis von reger Theilnahme der genannten Gemeinde fuͤr die Ber⸗ besserung ihres kirchlichen Wesens die Köoͤnigl. Regierung zu Mag⸗
Alles beherrscht, und der am Ende die Pforte zu Grunde rich—
ten wird. Nun Mehmed Ali gezahlt und sich durch die That
als Tributair des Sultans anerkannt hat, ist man auf Einmal . ez. nd im ., 24,911 Kinder (12,818 Knaben und 12,096 Madchen) geboren
uͤbermuͤthig, und wirft sich in allerlei fremdartige Unternehmun—
gen, unbesorgt, ob nicht neue Verlegenheiten daraus erwachsen werden. Die Pforte fühlt sich geschmeichelt, wenn sie nur sa⸗ 8521 ! — um gen kann, unsere Flotte beherrscht das Mittesmeer, unsere Macht Can? Personen h ,, Unter den Geburten waren 282 ĩ Zwillings- und 6 2
ist unerschuͤtterlich. Die Traditionen spuken bei dem Musel⸗ mann ohne Unterlaß, seine verblichene Große ist das Stecken— pferd, worauf er sich gefaͤllt; die Auferstehung, nicht in unserem sondern in rein materiellem Sinne, laßt ihn unablaͤssig auf die
Ruͤckkehr entseelter Helden, auf das Weltregiment hoffen. Einst⸗ weilen ist es aber damit nichts, und die vielen Demuͤthigungen,
die die Pforte in der letzten Zeit erdulden mußte, haͤtten sie laͤngst uͤberzeugen sollen, daß mit einer affektirten Große nichts gethan ist. Ob die Erscheinung ihrer Flotte im Mittelmeere
das Mittel ist, die Englische Eskadre zu entfernen, die, obgleich
es hieß, daß sie von Vurla abgesegelt sey, doch noch dort liegt, wird sich bald zeigen. Lord Ponsonby hat allerdings dem Admiral Rowley den Befehl zugeschickt, nach Malta . zukehren; man weiß aber nicht, ob dieser Befehl ganz unbedingt lautete, und ob er selbst in diesem Falle schnell vollzogen werden wird. Es ist bekannt, daß die Englische Marine direkt unter der Londoner Admiralitaͤt steht, und ungern eine andere Autoritaͤt anerkennt. Schon fruher wollte einmal Admiral Rowley eine Art von Unabhängigkeit gegen Lord Ponsonbh geltend machen. Er koͤnnte es jetzt wieder ver suchen, wenn er erfahrt, daß Tuͤrki⸗ sche Kriegsschiffe im Begriff stehen, im Mittel-⸗Meere zu erschei⸗
nen. Es ist also ein Mißgriff von der Pforte jetzt eine Expe⸗ 1) Der neue Leuch , auf wir ] ; ¶ nächsten Herbstes in Wirksamkeit gesetzt werden. Das Feuer desselben
dition anzuordnen, die die Englische Eskadre bei Vurla zuruͤck⸗ halten koͤnnte. Der Sultan giebt sich dadurch ein sichtbares De— menti, denn er hat bittere Beschwerden wegen der Ruͤckkehr des Admiral Rowley nach Vurla gefuͤhrt, und auf das bestimmteste den Grund davon zu erfahren verlangt. Dieser Grund waͤre dann gefunden, denn obgleich der beabsichtigten Expedition, sey sie nach Tripolis oder sonst wohin bestimmt, keine große Wich—⸗ tigkeit beizulegen ist, so wird man diesen Umstand doch benutzen, um der Pforte die Schuld der neuen militairischen Bewegungen beizumessen. Eine Deputation aus Serbien ist hier eingetroffen, durch welche Fuͤrst Milosch uͤber die letzten Ereignisse und die gegenwaͤrtige Lage seines Landes dem Sultan befeiedigenden Bericht erstattet.
Belgrad, 21. Maͤrz. (Schles. Ztg.) Es wurde kuͤrz⸗ lich der Tod des Statthalters von Rumelien, Havanos⸗Oglu, von mir gemeldet, ohne des in Briefen aus Bitoglia enthaltenen Geruͤchtes, daß er an Gift gestorben sey, weiter zu erwaͤhnen, da gedachte Briefe keinen Grund hierzu anfuͤhrten. Allein bald zeigte es sich, daß diese Sage doch nicht ganz grundlos seyn duͤrfte, da man beinahe gleichzeitig mit der Todes⸗Anzeige aus Bitoglia, aus Konstantinopel' die Ernennung eines neuen Ru— mely Wallesi meldete, was offenbar eher geschehen seyn mußte, als die Todes⸗Nachricht in der Hauptstadt eingetroffen war. Durch die neuesten Briefe aus Bitoglia wird nun der Schleier vollends geluͤftet. Man schreibt namlich, daß kurze Zeit nach dem Tode Ha— vanos⸗Oglu's eine Kommission aus Konstankinopel in Bitoglia ange⸗ kommen sey, und daß uͤber saͤmmtliches Vermoͤgen nicht nur dieses Statthalters, sondern seiner ganzen Familie, die zu den angesehensten im ganzen Tuͤrkischen Reiche gehoͤrt, Confiscation verfuͤgt wor— den sey. Havanas-Oglu war ein bigotter Tuͤrke und stets ein geheimer Beguͤnstiger des Janitscharenthums. Nur mit wider— strebenden Gefuͤhlen fuͤhrte er die Verordnungen des Sultans, so weit es noͤthig war, aus, welche die Civilisation seines Vol⸗ kes bezwecken ünd der Willkuͤr Schranken setzen. Die Unter— suchung in Betreff der in Konstantinopel entdeckten Verschwoͤ⸗ rung des letzten Monats Januar hat nun den unwiderleglichen Beweis geliefert, daß Havanos-Oglu ein Haupttheilnehmer der⸗ selben gewesen ist, und so erklärt sich die fruͤhzeitige Ernennung seines Nachfolgers, und sein freiwilliger Tod. Uebrigens zeigt diese Thatsache, wie gefährlich die Verschwoͤrung werden konnte, wenn sie zur Neife gedieh.
— Aus Belgrad wird geschrieben, der Fuͤrst Milosch von Serbien habe beschlossen, seine Residenz von Kragujewatz nach Belgrad zu verlegen. Schon trafen einzelne der hoͤchsten Regie⸗ rungs⸗Beamten in letztgenannter Stadt ein.
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Berlin, 6. April. Aus dem Verwaltungs⸗-Berichte der General-Kommission zur Regulirung der gutsherrlichen und baͤuer⸗ lichen Verhaͤltnisse in Großherzogthume Posen fuͤr das Jahr 1835 ergeben sich folgende Haupt, Resultate: „Es wurden im Laufe des vorigen Jahres ausgefuͤhrt oder zur Ausfuͤhrung voͤl— lig vorbereitet: 185 Regulirungen von ganzen Gemeinden zum Eigenthum ihrer Hoͤfe; 124 Ablöͤsungen von Diensten und son⸗
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stigen Leistungen, und 259 Gemeinheitstheilungen, in Summa s6ß,. Von den im Gange befindlichen Prozessen wurden 373 beseitigt, so daß noch schwebend geblieben sind in erster Instanz Al7, in zweiter 231, in dritter 47, in der Recurs-Instanz 22, zusammen also 1917. — In dem ganzen 11Jjaͤhrigen Zeitraume seit der Organisation der Denke, e e ssien sind 2267 Regu⸗ lirungen, 1457 Abloͤsungen und 2637 Gemeinheitstheilungen, uͤberhaupt 6361 im Gange gewesen und angemeldet, hiervon aber zur Ausfuͤhrung gebracht, oder, die zuruͤckgenommenen Pro⸗ vocationen mit eingerechnet, vollig vorbereitet worden: 1603 Re— gulirungen, 717 rler en und 1915 Gemeinheitstheilungen, in Summa 4235, so daß zu Anfang dieses Jahres noch 21265 im Gange waren. In 1567 Ortschaften sind hiernach 1677 Personen mit einem Land -⸗Besitze von 951,037 Mor—⸗ gen Eigenthuͤmer ihrer bäuerlichen Acker -Nahrungen ge⸗ worden. Der ungefaͤhre Werth dieser Morgenzahl' betraͤgt 6-283, 109 Rthlr. Dabei sind 1,292,966 Spanntage und 2687, 592 Handtage aufgehoben worden. Die ubrigen aufgeho— benen Leistungen haben einen Werth von etwa 1,262,751 Rthlr. Die Dominia der oben angegebenen Ortschaften erhielten zu ih⸗ ner Entschaͤdigung: 2) an theilweise eingezogenen baͤuer lichen Ländereien 114,258 Morgen; hb) an jaͤhrlicher Rente in Roggen, 6575 Scheffel Preuß. Maaß; e) an jährlicher Geld ⸗RNente 240,22 Rthlr.; d) durch Kapital 35,8536 Rthlr.; e) durch er— sparte Gegenleistungen 231,521 Rthlr.; ) durch den Werth der zuruͤckerhaltenen Hofwehr 12,512 Rthlr. Die Vergroͤßerung.
der herrschaftlichen Besitzungen durch eingezogene Laͤndereien be— traͤgt 19, 59g Morgen.
— Die Gemeinde Sargstedt bei Halberstadt, die in den Jahren 1830 und 1831 zur Erbauung einer neuen Kirche und zur Erweiterung des Ed scher en, daselbst, außer den geleisteten Hand⸗ und Spanndiensten, einen baaren Baukosten⸗Beitrag von
2255 Rthlr. gezahlt, hat im vorigen Jahre wieder zur Anschaf⸗
fung einer neuen Orgel durch freiwillige Beitrage die bedeutende Summe von 9ga09 Rihlr. aufgebracht; welchen erfreulichen Be—
deburg in ihrem Amtsblatt zur , Kenntniß bringt. . — Im Reg. Bez. Mer seburg sind im vorigen Jahre
und es starben 18,417 Personen, wovon 9596 maͤnnlichen und Ss2l weiblichen Geschlechts. Die Bevoͤlkerung ist demnach um
rillings-Geburten. Von den Gestorbenen er— reichten 32 ein Alter von mehr als 90 Jahren. Getraut wurden 68! Paare. Die Bevoͤlkeruüng des ganzen Reg. Bez. belief sich An Schlusse des vorigen Jahres auf 613,000 Seelen. Da der Flaͤcheninhalt desselben nun üngefaͤhr 18 geographische Q. M. betraͤwgt, so kommen im Durchschnitt 3272 Einwohner auf die Quadr. Meile.
Haupt⸗Momente
neuerer Finanz, und Polizei-Gesetzgebung bes Auslandes, so weit selbige den Handel betrifft.
XIX.
Berlin, 31. März 1sss.
Großbritanien. In den von Trinity-Honse abhängigen Leuchtfeuern und sonstigen Schifffahrts-Zeichen sind unterm I2en d. M. folgende Veränderungen, als mehr oder weniger nahe bevor— stehend, dem Publikum angekündigt worden:
) Der neue Leuchtthurm auf Start-Point wird zu Anfange
wird sich zur Fluthzeit bei hohem Wasser 260 Fuß über die Meeres- Fäche erheben. Es ist ein Drehfeuer, dessen ausgezeichnet helle Scheine sich in Zwischenraumen von Minute zu Minute folgen werden. Au⸗ ßerdem ist für denselben Thurm noch ein feststehendes unveränderliches Feuer, in der Richtung von Berry-Head, bestimmt.
2) Zur selbigen Zeit, wo das Leuchtfeuer auf Start⸗Point zum
erstenmale brennen wird, soll das hohe Leuchtfeuer von Portland aufhören, ein Drehfeuer zu seyn, und ein feststehendes Feuer an dessen Stelle tren, welches, iwie das unt ere daselbst, beide unveränd er lich, . dann in derselben Richtung, als früher, wahrzunehmen eyn wird. s 3) Ein neues Leuchtfeuer auf St. Anthonp's-Point, westlich am Eingange des Hafens von Falmouth, soll etwa gegen Ende Mais d. J, zur Leitung der daselbst ankommenden unh abgehenden Schisse, eröffnet, und allnächtlich von Sonnen⸗-linter- bis Aufgang unter⸗ halten werden. Dasselbe wird, zur Fluthzeit bei hohem Wasser, 68 Fuß über dem Meereespiegel erhaben, und in allen Richtungen, von S. a0. O. rundum, slidwartz, westwärts und nordwärts, dem Hasen von Falmoöuth zu, sichtbar und, zur Auszeichnung vor andern in der Um— gegend brennenden Feuern, mit regelmäßig, schnell und hellsunkelnd geworfenen Scheinen ausgestattet seyn.
Außerdem ist wiederholt bekannt gemacht, daß seit Nitte Dezem— bers v. J. auf dem nordwestlichen Vorsprunge von Margate⸗Sand, auf 4 Faden Tiefe bei niedrigem Wasser, eine neue schwarz und weiß gewürfelte Boje liegt, mit folgenden Merkieichen und Kompaß-Rich“ tungen:
Eine Windmüh
2 W.
Frankreich. Der Moniteur Nr. 50 publizirt das Gesetz vom 12ten v. M. über fernere Prorogation des Taba cks⸗Regals bis zum 1. Januar 1812, nach Inhalt Titels V. des bis jetzt schon prorogirt gewesenen Gesetzes vom 28. April 1816, unter folgenden Modistea⸗ tionen:
1 Die Exrlaubnißscheine zum Tabacksbau werden für jedes Arron⸗ dissement durch eine, unter Vorsitz des Präfekten oder seines Stellver⸗ treters, aus Steuer- und Verwaltungs-Beamten einer bestinmten ülasse zusammengesetzten Kommission von 3 Mitgliedern ertheilt.
2) Der Finanz⸗Minister wird jahrlich die Hektaren⸗Zahl des dem Tabacksbau zu widmenden Landes, und die von jeden, Departement, wo dieser Anbau erlaubt ist, zu nehmende Blätter-Quantitât derge—⸗ stalt reguliren, daß z des ganjen Bedarfs der Königl. Tabacks⸗ Fabrik aus einländischen Blättern gedeckt werden.
3) Desgleichen wird der Finani-Minister alljährlich den in jedem Arrondissement, wo der Anbau erlaubt ist, flir die Blatter der nächsten Aerndte, nach ihren verschiedenen Qualitäten, von der Regierung zu zahlenden Preis hestimmen und bekannt machen.
) Die im Gesetz vom 28. April 1816 enthaltenen Fabrieations⸗ Verbote sind künftig auch auf solche Stoffe anwendbar, welche, ohne Tabackspflanzen zu seyn, durch die Fabrication zum Gebrauch als Ta⸗ back präparirt werden möchten.
In Bezug auf diese letzte Bestimmung verordnet eine durch Nr. 31
des Noniteurs publizirte Königl. Ordonnanz vom 131en v. M., daß
binnen 14 Tagen alle Fabrikanten, Verkäufer, oder sonsti e Besitzer (detenteurs) nachgemachten Tabacks (t. factice) oder dazu bestimmter
Stoffe, oder zur Bereitung gebrauchter Werkzeuge darllber bei der