alss 5 der Gesammt⸗Zahl, eingeliefert worden. Nach der Gattung der begangenen Verbrechen, lassen sich zu der, die Verbrechen gegen Sach en aus Eigennutz begreifenden Haupt-A1btheilung von den vorhandenen 1273 Zuͤchtlingen 1104, und zu der zweiten, die aus Leidenschaft gegen Personen gerich⸗ teten Verbrechen enthaltenden Abtheilung, 165 Zuͤchtlinge gechnen. Von der Gesammtzahl der 1273 Zuͤchtlinge gehörten 618, also etwas mehr als die Hälfte, zu den ruͤckfaͤlligen Verbrechen, von denen 463, also z allein auf Berlin kommen. An reinem Ar—
beits-Verdienst der Zuͤchtlinge ist in der Straf-Anstalt zu Span⸗
dau im Jahre 1833 eine baare Einnahme von 13,095 Rthlr., und in der zu Brandenburg von 5196 Rthlr, erzielt worden. Die Unterhaltungskosten, sowohl an individuellen Verpflegungs⸗ und Bekleidungs‘, als an allgemeinen und Administrations⸗Kosten, aben fuͤr die Straf-Anstalt zu Spandau 140,703 Rthlr., und r die zu Brandenburg 24,165 Rthlr. betragen.
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Ausstellung auf der Koͤnigl. Akademie der Kuͤnste.
Die Ausstellung besitzt einige vorzuͤgliche Leistungen im Por⸗ trait. Gleich , sieht man das schone Bildniß einer jungen Dame, von Schmidt aus Duͤsseldorf, ausgezeichnet durch die Behandlung des hruͤnetten Kolorit ünd einen feinen Charakter⸗ Ausdruck Aber meisterhafter ist ein weibliches Bildiiß in halber Figur, von Begas, das durch einfaches, aber phantasiereiches Ar⸗ rangement und durch die Eigenthuͤmlichkeit seiner ganzen Aufsassung gefallt. Die Dame erscheint in weißen Atlas gekleidet, mit reichen Blonden geziert, uͤberdies durch den Myrthenkranz im dunkeln Haar als Braut bezeichnet; sie wandelt die Stufen einer gewundenen Marmor⸗Treppe hinab, und hebt so eben den Schleier, um sich seit⸗ warts umzuschauen; gewiß eine überaus glückliche und originelle Erfindung, welche sehr geignet ist, dem Bildniß Lebendigkeit und Interesse zu geben, ohne daß doch der Anspruchslosigkeit und Un⸗ belauschtheit, deren das Portrait so sehr zu beduͤrfen scheint.⸗ im mindesten Abbruch geschahe. Die Farbe aber hat das Verdienst ei⸗ ner wohlthuenden Harmonie und eines schoͤnen Helldunkels, welches namentlich fuͤr die zarten Fleischtinten und fuͤr die weiße Gewan⸗ dung 4aferst vortheilhaft denutzt ist, ganz frei von jener beliebten Braͤunlichkeit, der wir fruͤber den Kuͤnstler zuweilen auch zuge⸗ than fanden. Man kann zum Lobe des Bildes gewiß nichts Besse⸗ res sagen, als daß es sogleich als ein Ganzes erscheint, und daß man darin die Farbe ganz vergißt; die Fuͤhrung des Pinsels ist durchaus kraͤftig und kuͤhn, aber nicht prahlerisch. Das Gemaͤlde wird mehreren Portraits im Umkreise nicht wenig gefaͤhrlich, namentlich kann, wenn man die Behandlung der Farben-Kleider vergleicht, der Unterschied zwischen brillanter Farbe im Sinne des Malers und wie— derum im Sinne des Farbenhaͤndlers nicht langer veckannt werden.
Malerei und Plastik scheinen hier ubrigens um den Preis gerun⸗
gen zu haben, denn eine Portrait-Buͤste voön Ludwig Wichmann kommt mit dem eben erwahnten Gemaͤlde in dem Gegenstaude überein. Wie gelungen wir nun auch das Geimaͤlde in allem Malerischen nennen durften, so laßt sich doch nicht leugnen, daß der auf die Form beschraͤnkte Bildner hierin tiefer gegangen ist und mit feinem Hefüähl und liebevoller Sorgfalt sich nicht das Kleinste hat entge⸗ hen lassen. Eine sehr wohlgelungene Buͤste eines schoͤnen weiblichen Kopfes sieht man noch von Achtermann, und von Stmoni eine Marmor⸗Buͤste Sr. Koͤnigl. Hoheit des Prinzen Karl.
Mit vielem Vergnügen findet man Kruͤger's großes Reiter⸗ bild, Se. Majeßat den Kaiser Nikolaus mit dem Thronfolger, an der Spitze der Suite, darstellend, in diesen Raͤumen wieder. Da⸗ neben erscheint noch einmal Se. Majestaͤt der Kaiser von Rußland in ganzer Figur, zu Fuß, von demselben Ku nstler. Es fehlt nicht au Merkmalen der meisterhaften Hand, doch duͤrfte dies Bildniß im Ganzen den hohen Anforderungen, welche zumal der Gegenstand einflößt, nicht vollig genügen; wir wissen dies nur dadurch zu eut⸗ schuldigen, daß die oftere Wiederholung fuͤr das Talent eine unhe⸗ . Ermüdung herbetlührte. Dagegen zeigt sich in einem kleinen Reiter⸗Portrait, hinten mit einer Kuͤrassier⸗Attake im dicken Staubwirbel, wieder die ganze Frische und Lebendigkeit, die wir von Krüger gewohnt sind. . .
Von Dderselben Hand erhielten wir noch die Portraits zweier allerlicbsten Hündchen, (ines zarten Wachtelhundes und Lines, wie es scheint, verzaͤrtelten Moͤpschenz, das mit einem Balle spielt; man bewundert die Aufgewecktheit und die Elasticitaͤt in den Gliedern des muntern Schoßbuündchens. An großeren Hunden versuchte sich Herdt, und mit Gluͤck, denn er hat die Sitten und Geberden der Thiere vortrefflich ö nur bleiben Farbe und Vortrag noch etwas dürftig und uninteressant
Von len G nn. ist so viel und so Schdnes, daß es in der That vor einlgen Jahren hingereicht haben wuͤrde, eine große Aus— stellung auszustatten. Wir finden noch immer die alten wohlbe⸗ kannten Namen, aber neben ihnen einen vielversprechenden und auch bereits viel leistenden Nachwuchs von juͤngeren Kuͤnstlern. Pistorin s gab ein großes, mit vieler Sorgfalt gemaltes Bild; eine Gesellschaft, beragter Handarbeiter, die sich nach den Muͤhen des Tages gütlich thun; der Eine spielt die Geige, ein Anderer scheint sich beim Gläschen Weine besser zu vergnuͤgen, und ein Dritter zieht die Tabackspfeife und Bequenilichkeit vor. Wir leugnen nicht, daß in den Zuͤgen viel Beobachtung und Naturwahrheit sey, aber keine erfreulich; das Bild ist viel zu muͤhsam, vielleicht auch schon zu groß für so wenig Erfindung und so wenig Humor. Sin an⸗ sprechendes Bildchen in diesem Bilde giebt noch der Blick in die sonnenhelle Küche, wo wir gern der einsigen Magd in ibren Ver⸗ richtungen zusehen. Wie anders dagegen die beiden Schrdͤtter, Con—⸗
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stantin und Adolph. Der Erstere ist leider fur jetzt durch Kraͤnklicheit verhindert, seinen Bildern eine fleißigere Ausführung zu geben, allein dies schadet ihrer Erfindung und dem Gefuͤhl, womit sie konzipirt sind, durchaus nicht. Ein Greis ruht auf seinem Wege vor einem Hause aus, auf den Griff seines Spanischen Rohres gestuͤtzt. Er ist in Gedanken vertieft, aber mit so wohlwollender Miene, als ob er über eine erbauliche Predigt, die er so eben gehort, oder uͤber ein gutes Werk, das er im Stillen vorhat, bei sich nachdaͤchte. Ein aar kleine Madchen, welche Blumenstraͤuße seil haben, scheinen ark auf den guten Alten zu spekuliren, allein sie nehmen noch An⸗ stand, ihn in seiner Nachdenklichkeit zu stoͤren: wie wahr und freund. lich ist dies gedacht! Von mindestens eben so großem Reiz und überdies von meisterhafter Ausfuhrung ist das kleine Bildchen, wo—⸗ mit uns Adolph Schroͤtter in Duͤsseldorf diesmal beschenkt hat. Es zeigt unz ein Souterrain, in das eine schmale sandstein erne Wendeltreppe hinabfuͤhrt: durch eine Luke neben der Treppe sieht man ein Stuͤckchen von dem blauen Sommerhimmel, und ein warmer Mittagssirahl scheint in das kühle Dunkel, es reizend und magisch erhellend. Hier an dem Staͤnder der Treppe sind ein Knabe und ein Hund, bruͤderlich umarmt, und in einer Stellung, die für beide wenig bequem scheint, eingeschlafen. Da kommt nun das lerliebsie Schwesterchen zie Wendeltreppe sittsam hinab, und nen gierig lauschend, stuͤtzt sie die eine Hand an den Pfeiler, wahrend sie die andere ge gen die nahe Treppenwand stemmt ein Gegenstand, wilcher ga. geeignet war, mit einer so gemuthlichen Auffassung alle feinsten Kuͤnste der Farbe und des Helldunkels zu vereinigen. Sodann ver⸗ dienen eine desondere Aufmerksamkeit zwei schöne Bilder von El s⸗ hol;j, dessen Werke haͤufig zu früh in Privatbesitz übergehen, um die großen Ausstelungen zieren zu konnen. Das kleinere stellt ein Gefecht vor auf einem Huͤgel haͤlt ein Ofstzier mit seinen genten, der sich muͤhsam mit einem erschrockenen Bauer über den Weg verstaͤndigt; hier zieht eben ein Wagen vorbei, welcher mit den noch uͤbrigen Habseligkeiten der von den Schrecken des Kriege veriagten Bewohner beladen ist; in Mädchen geht beirübt nezen dein Wagen her: mitten im Felde sieht man die Kolonnen im Ge⸗ fecht; ein truͤber Himmel überzieht das Ganze, Aber viel freund⸗ licher und noch energischer ist daz andere Gemaelde, in der That ein gluͤcklicher Burf, wie er selbst dem sicheren Kuͤnsiler nicht immer gelingt. Es ist eine friedliche Scene; eine Dragoner⸗Artheilung zieht, wie es scheint, von einem Mandver nach Hause; sie kommen an einem reifen Achrenfelde vorbei, wo die frohen Schnitter und. Binderinnen eben der Mittagsruhe genießen. Die Unteroffiziere nehmen Antheil an den frsschen laͤndlichen Schbnhzeiten, und dies lassen eg auch ihrerseits an Scherzen nicht fehlen. Vortrefflich ist die Faͤrbung des Ganzen, sowotl der Figuren, als auch der höͤchst anspruchslosen, aber interessanten Land⸗ schaft., wir entsinnen uns kaum, einen warmen Sommertag be er ausgedruckt gesehen zu haben. Nur mit dem Knie des einen Matb⸗ chens hat es nicht seine volle Richtigkeit, eine Störung, die man um so mehr fortwuͤnscht, als in alem Uebrigen das Bild rund und eschlossen erscheint. ö zesch eng hir an Nabe einen tuͤchtigen Nacheiferer und Kumpan, der, als Kruͤgers Schüler, noch durch seine treffliche Keuntniß der Pferde besonders unterstuͤtzt wird. Diese zeigt sich vornehmlich in ei⸗ nem seyhr gelungenen Bilde, eine Pfer eschwemme darstellend; auf einem andern Bilde giebt uns der Kuͤnstler einen Franzoͤsischen Vol⸗ tigeur mit vollem Gepaͤck, den in Rußlands grimmiger Kaͤlte nur der Gedanke vollbrachter Heldenthaten noch aujrecht ec halt . Karl Schulz ließ es an jenen beliebten kleinen Jagd-Scenen nicht fehlen, denen man nur mitunter noch einen gefaͤlligeren, freie⸗ ten Vortrag und etwas mehr Farbe wänschen möchte, Er zeigt sich uͤberdies auch in einer . uns aber mit den übrigen Leistungen dieses Faches noch vorbehalten. . ö , . We,, Schorn, haben wir neuerlich ein großes Bild erhalten, welches wieder zeigt, daß diese Schule mehr, und mehr von der Hisiorie zum Genre herabsteigt, und sich hier auf der Mitte ein eigenthümliches Feld aussacht. Dabei verleugnet sie ihre Liebe zum Zierlichen, Aufgesichmuͤckten und Sch oͤn farbigen nicht, und allerdings kann es auf diesem mittleren Gebiete Vorwürfe ge⸗ ben, wo jene Eigenschaften an der Stelle sind. Ob dies aber der Fall sey bei dem von Schorn gewählten, duͤrrte noch bezweißelt wer⸗ den. Er stellte Salvator Rosa unter Räubern dax, aber die zahl⸗ reichen Gruppen, womit er den abenteuerlichen Maler umgab, fielen vor der Hand noch etwas abstrakt aus, und zeigen eigentlich nur an, was der Maler machen wollte. Ein wahres Mäuberleben können sie uns noch nicht vergegenwärtigen, denn alle Figuren sehen aus, wie von der Nedoute geköm men, ünd auch mit dem, was hier vorgeht, ist es kein rechter Ernst; in den Liebes- Sce en mag dies noch cher hingehen, aber wo. die Leute ich mit glotzen den Blicken und gcc ten Messern gegenseitig zu erdelchen beschaͤftigt sind, streift die Sache ans Komischt. Gleichwohl giebt es im Einzelnen manches Gelun⸗ gene, und ein pastoser Auftrag fester Farben vet eingeschraͤnktem Cze⸗ brauch des Lasirens ist sehr zu achten; aber auch hier wieder muͤssen wir die Bemerkung wiederholen, daß noch ein . zwischen
Schoͤnfarbigkeit und Kolorit seny. r
A us wüärtig e t örscu. FErankfurt a. M., 28. April.
Oesterr. 53 Metall. 10215. 1628 483 87. 86z3. 218 7. h. 13 25 ir. Bank- Actien 1615. 1814. Hart. - Oblitz. 141. . Loose zu 100 G. 213 Br. Hreuss. Präm.- Sch. (54 68. lo. A Anl. 97. (6. Holl. 33 Ghlig. v. 1832 18914 191. Holn. Loose 76.
Br. 88 Span. Rente Bz, AS. 33 do, per. 263 282.
Faris, 25. April. 53 Rente 197. 70. 38 do. Sz. 80. 53 Nœenp. g. 5. 33 33. Autzs. Spau. Schuld 23. Cortes 523 à 321.
53 Span. 10
Berliner Börse. Den 1. Nai 1835.
Amtl. Konds-. und Geld- Cours Lettel. I, re, e, e,,
1012100 99 ;
63 65. 101
100 101
(Prerg/s. Cour.
e, , . Ostpr. Pfandbr. 4 6 homm. do. A 106 Kur- u. Neum. do. A 1026 Schlesische do. 4 1057 KRkSt. C. u. Z. Sch.
d. I. u. N.
St. Schuld- Seh. Er. Engl. Ohl. 30. Prim. Sch. d. Seeh. Rurm. ObI. m. l. C. Neum. Int. Sch. do. Eerl. Stadt- Obl. Känigsb. do. Elhiu. do. Danz. do. in Th. Westpr. P fandbr. CGGrosshz. Ros. do.
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990 391 1021
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Gold al marco eue Puk. . Friedriehsd'or .. Disconto
215
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Beobachtung.
Meteorologische 1833. Morgens Nachmitt. Abends Nach einmaliger 30. April. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 uhr. Beobachrung. r, r . d, eee , , 2a a . . . z2, 6 Par. 383,3, Par. 333,5 1 Par. Queslwärme 6, s OR. . 8 62 59 72 0R. J 10,2 6 R. 44 8,0 * R. Flustwärnie 38, 8 09 me Suntsaͤttg 83 vCt. 66 pCt. 72 pCt. Wetter... truͤbe. bezogen. halbheiter. Wi S. SSD. SSD. Wolkenzug ö. S. — Tagesmittel: 333,3 s“ Par... 4 8,20 R. . . 5,9 0 R. ..
Bodenwarme 7,7 9 R. Ausdünst. 0, o 72 zn Niederschlag '. 0 o 6 M
7A pCt.
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Königliche Schauspiele. Sonnabend, 2. Mai. Im Schauspielhause, Nathan de Weise, dramatisches Gedicht in 5 Abth., von G. E. Lessinz (Hr. Seydelmann: Nathan, als Gastrolle.) .
Sonntag, 3. Mai. Im Opernhause: Auf Begehren: Ru bert der Teufel, Oper in 5 Abth., mit Ballets. Musik von J Meyerbeer.
Im Schauspielhause: 8 3 deutsches Sitten⸗Gemaͤlde in 2 Abth., von C. Blum. Die Novize, Lustspiel in 1 Akt, von C. Blum.
Des Goldschmleds Toͤchterlein, Ab Hierauf.
v. Holbein. ö .
Montag, 4. Mai. Im Schauspielhause: Die ungluͤcklich Ehe aus Delikatesse, Lustspiel in 4 Abth., von Schroͤder. (Hi. Seydelmann: den Grafen Klingsberg, als Gastrolle.)
Dienstag, 5. Mal. Im Opernhause; Figaro's Hochze Oper in 2 Abth., mit Tanz. Musik von Mozart. (Dlle. Ste phan, die Graͤfin, als Gastrolle. )
Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.
Königstädtisches Theater.
Sonnabend, 2. Mai. Anng Boulen, Oper in 2 Akten, nach dem Italiänischen des Felix Romani. Musik von Donizett (Neu einstudirt. Dlle. Vial, vom Koͤnigl. Sardinischen Hof Theater zu Turin: Anna Boulen, als Gastrolle. Johanna Sem mour: Dlle. Beckaͤr. Smeton: Dlle. Haͤhnel.)
Preise der Plaͤtze; Ein Platz in den Logen und im Balkon des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc.
Sonntag, 3. Mai. Der Gloͤckner von Notre-Dame, ro mantisches Drama in 6 Tableaux, von Charlotte Birch⸗Pfeiffer.
Markt-Preise vom Getraide. Berlin, den 30. April 1835. Zu Lande: Weizen (schlechte Sorte) 1 Rthlr. 13 Sgr. 295 große Gerste 1 Rihlr. 8 Sar. 6 Pf., auch 1 Rthl. 2 Sgr. 6 P; Hafer 28 Sgr. 9 Pf, auch 23 Sgr. 9 Pf. Eingegangen sind li Wispel 12 Scheffel. 2. 3u Wasser: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 26 Sgr. 3 Pf., auch 1 Rthlr. 20 Sgr. und 1 Nthlr. 13 Sgr.; Roggen 1 Nihlr. 15 Sgt, auch 1 Nthlr. 12 Sgr. 6 Pf; große Gerste i Rthlr. 3 Sgr. 9 Ff, auch 1 Rthir. 1 Sgr. 3 Pf; kleine Gerste 1 Rtkir. 8 Sgr. 3 Pi Hafer 26 Sgr. 3 Pf. Eingegengen sind 1272 Wispel 20 Schefll Mittwoch, den 29. April 1823. Das Schock Stroh 8 Riyrle. 7 Sgr. 6 Pf., auch 6 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf.; der Centner Heu 1 Rthlr. 3 Sgr. 6 Pf., auch 18 Sg Branntwein ⸗Preise voin 24. bis 39. April 1855. . Das Faß von 200 Quart nach Trallés 34 pCt., oder 10 pe Nichter gegen baare Zahlung und sotortige Ablieferung: Kor Branntwein 23 Rthlr., auch 22 RNtiylr.; Kartoff!l⸗Branntwih 21 Rthlr. 15 Sgr., auch 19 Nthlr. 13 Sgr. Kartoffel⸗Preise vom 23. bis 29. April 1825. Der Scheffel 1 Rthlr, auch 17 Sgr. 6 Pf.
Redaeteur Cottel.
— 66 6602 nase, ,- Gedruckt bei A. W. Hayn.
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Allgemein
er Bekanntmachungen.
1 .
Es ist auf ehrerbietigst gehorsamsten Antrag der Beneficial⸗Lehnerben des weiland Landraths von Fer— ber auf Varchentin und Wattmannshagen zum oͤffnt⸗ lichen Verkaufe des zum Nachlasse des gedachten au Landraths von Ferber gehdrigen, im ritterschaftlichen ! Amte Stavenhagen belegenen, hierunter naͤher be. schriebenen Kunkel-Lehnguts Varchentin ein Termin auf den 28. Mai d. J, imgleichen zum oͤffentli⸗ chen Verkaufe des zu eben diesem Nachlasse gehörigen, im ritterschaftlichen Amte Guͤstrow belegenen, unten gleichfalls naͤher beschriebenen, Mann⸗ Lehnquts Wattmannshagen, ein Termin auf den 39. Mai d. J. angesetzt, und werden demnach alle . welche besagte Guter zu kaufen gewilliget sein möch⸗ ten, hiermit geladen: an den gedachten Tagen, Mor⸗
L. 8.)
stiz⸗Kanzlei zu erscheinen, Bot und Üseberdot zu Pro— tocoll zu geben, und sodann zu gewaͤrtigen, daß den annehmlich Meistbietenden der Zuschlag in Grund⸗ lage der Verkaufs- Bedingungen entweder schon sofort in dintis lerminis, oder be spaͤtestens 3 Tage nach denselben, unter Vorbehalt der Landes-Lehnherrlichen Genehmigung, wird ertheilt werden.
Die Verkaufs⸗Bedingungen sind in der Registratur hiesiger Großherzoglicher Justiz-Canzlei, auch bei dem Syndicus Advocaten Wiese hierselbst, dem Ad⸗ vocaten Eichmann zu Waren und dem Advocaten Voß auf Marxhagen, einzusehen und fuͤr die . in Abschrift zu erhaiten, und können die erwähnten
.
* ö ü. 3 0 . X 5 56 * * Ss 37 ** 8 Anzeiger für d Guͤter, nach zuvoriger Meldung respective auf den selbe besteht zum groͤßten Theil in Weizen-A cker, ist Hoͤfen zu Varchentin und Wattmannshagen, zu jeder
Zeit in Augenschein genommen werden. Gegeben Guͤstrow, den 11. April 18323.
Großherzoglich Mecklenburgsche zur Jusiiz-Canzlei allerhochstverordnete Director, Vice⸗Director u. Raͤthe.
Ohngefaͤhre Beschreibung der Guͤter Varchentin und Wattmannshagen.
l. Das Gut Varchentin, im ritterschaftlichen Amte Stavenhagen, 2 . n Malchin und A Meilen von Neustrelitz belegen, ist ein Weiberlehn. . S03,126 (IR. und einen steuerbaren Hufenstand von 7 Hufen 5. Scheffel.
Außerdem steuert es fuͤr 33 Scheffel wegen der . , n ner. auf einem
ens um 10 Uhr, auf hiesiger Großherzoglicher Ju⸗ Theile des Guts Elausdorff.
1 a ö ö. Varchentin ist in 2 Hoͤse getheilt, das Hauptgut und die Meierei. schlaͤgiger Ordnung bewirthschaftet.
Das Hauptgut hat nach dem Schlag- und Feld⸗ Register 239,27 CiRuthen cultivirten Acker, iz, 30 en v MR. Wiesen 7613 [IR. Gaͤrten und Hofstellen, Producte guͤnstig. 2d? AM. Niederungen und Weide, 110,916. (R. Seen, Solle, Graͤben und Wege; die Meierei aber 175, 882 (IR. cultivirter Acker, 27, 379 (JR. Wiesen, 0b AR. Haͤrten und Hofstellen, oz, 217 IJ. Hol⸗ zungen, Bruͤche und Moore, 211 [JR. niedrige Welde, sah? JR. Sblle, Graben und Wege.
Die Guͤte des Bodens ist allgemein bekannt; der—
ie Pr
lenburg.
lich 500 Fuder geworben werben.
G. Brandt.
aufgefuͤhrt. Meilen von Waren, 2 Meilen von
unbedeutende Fischerei. Es hat einen Flaͤchen-Inhalt von
Jede Abtheilung wird in fuͤnf—
Bodens ist bekannt.
worben zu werden pflegen.
eußischen Staaten.
sicher und ergiebig, bedarf nur einer verhaͤltnißmaͤßig geringen Anspannung, und gehört, aller dieser Ei— genschaften wegen, zu dem vorzuͤglichsten in Meck
Die Heuwerbung ist bedeutend, und koͤnnen zaͤhr⸗
Die Gebaͤude befinden sich Um baulichen Zustande und mehrere namentlich ein Schaafstall von be⸗ dentenber Große — sind vor einigen Jahren neu
Zu den Annehmlichkeiten des Guts gehoͤrt die nicht
Die bedeutenden Hoͤlzungen, welche gegenwaͤrtig ciree 166,900 UR. enthalten, erlauben noch einen betraͤchtlichen n,, 9. . .
Der Krug und die Muhle gewaͤhren jaͤhrlich e ih, : nin 2 . i bn, von 399 Thlr. die rezulirten ¶ Unschuld, nach Gaida Reni. Bauern aber zahlen jaͤhrlich 78 Thlr.
11. Das Mann⸗Lehngut Wattmannehagen hat einen Flaͤchen⸗Inhalt von 218,716 JR. und einen Hufen— stand von z. Hufen 253 Scheffel. - ritterschaftlichen Amte Güstrow, 8 Meilen von Rostoch und 2 Meilen von Guͤstrow, mithin zum Absatze der
Es wird in 6 Schlaͤgen bewirthschaftet, jeder Schlag enthaͤlt etwa A Last Winteraussaat. ⸗ Die Güte und ungewoͤhnliche Fruchtbarkeit des
Die Heuwerbung ist im Verhaͤltniß zu dem Gute sehr bedeutend, indem jahrlich gegen A0 Fuder ge—⸗
Die Hof- und Dorfgebaͤude befinden sich im ban lichen Zustande. .
ö 77
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Amtmann von Ziegler zu
Olle. Helen Mugge, Schülerin der Mad. Lrelinger; Therese) Und; Zum ern stenmale: Die Verraͤtherin, Hriginal-Lustspiel in 1 Akt, von ?
und Ihre nuͤtzlichen Dienste
Wirklichen ,, Fuͤrst
fen uschakoff und
A
llgemeine
Preußische Staats-Zeitung.
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Großherzogl. Mecklen— burg⸗Schwerinschen General⸗Major von Both den Stern zum Rothen Adler-QOrden zweiter Klasse zu verleihen geruht.
Se. Majestaͤt der Koͤnig haben dem Doktor und Professor der Medizin Carstanjen zu Duisburg den Rothen Adler-Orden dritter Klasse zu verleihen geruht.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben Allergnaͤdigst geruht, den bis—
. Stagts Prokurator beim Landgerichte zu Trier, jetzigen
eglerungs⸗Rath Franz Ludwig Jaͤhnigen, zum Geheimen Justiz- und vortragenden Rath im Justiz-Ministerium fuͤr die
JBefetz⸗Nevision und die Justiz-⸗Verwaltung in der Rhein, Pro
vinz und zugleich zum wirklichen Mitgliede des Koͤniglichen Re— vistons⸗ und Cassationshofes zu ernennen. .
Se. Majestaͤt der . . den bisherigen Gerichts—⸗
auban zum Justizrath bei dem neu
organisirten Land- und Stadtgericht zu Kosten Allergnaͤdigst zu
ernennen geruht.
Zeitungs-Nachrichten. Ausland.
Rußland.
St. Petersburg, 25. April. Am Donnerstag den 16. April empfingen Ihre Majestaͤten der Kaiser und die Kaiserin, Ihre Kaiserl. Hoheiten die Großfuͤrsten Alexander, Konstantin, Nikolaus, Michael Nikolajewitsch und Michael Pawlowitsch und die Großfuͤrstinnen Helena Pawlowna, Maria, Olga und Alexan⸗ dra Nikolajewng, Maria, Elisabeth und Katharina Michaelowna in der Kapelle des Kaiserlichen Schlosses das heilige Abendmahl. In der Osternacht wohnten der Kaiser und die Kaiserin, der Großfuͤrst Thronfolger, der Großfuͤrst Michael, dessen Gemahlin und die Großfuͤrstin Maria dem Gottesdienst in der Winter⸗Ka—⸗ pelle bei und vor der Messe nahmen Ihre Majestaͤten die Gluͤck— wuͤnsche der Mitglieder des Reichs-Raths, der Minister, der Se— natoren, Generale und Offiziere der Garde und der Armee, so wie auch der Marine, des Hofes und der uͤbrigen Standes-Per— sonen entgegen. Am Oster⸗-Montag hoͤrten Ihre Kaiserl. Maje⸗ staͤten in der Schloß-Kapelle die Messe, nach welcher Sie im Saale Peter's des Großen das diplomatische Corps empfingen. Bei dieser Gelegenheit hatten der Kaiserl. Oesterreichische Kaval— lerie⸗Offizier, Herr von Kudriawski, der Mailaͤndische Edelmann Graf Casati und der Ungarische Edelmann und Kaiserl. Oester⸗ zichische Hofrath Herr Derczenyi die Ehre, dem Kaiser und der Kaiserin vorgestellt zu werden.
Se. Majestaͤt der Kaiser haben dem General der Infanterie, General⸗Adjutanten Grafen Toll, Ober⸗-Dirigenten der Commu⸗ nications⸗Wege und oͤffentlichen Bauten, den St. Andreas-Or—⸗ den verliehen und ihm die brillantenen Insignien desselben mit folgendem Restript übersandt: „Ihre unermüdliche Thaͤtigkeit haben stets Meine besondere Auf— merksamkeit erregt, Seitdem Ich Ihnen die obere Leitung der
Communications-Wege und oͤffentlichen Bauten anvertraut, habe Ich mit wahrer Genugthuung eingefuͤhrten Verbesserungen wahrgenommen.
die fortwaͤhrend in diesen Zweig
Als Zeugniß Mei⸗
nes Wohlwollens und Meiner Erkenntlichkeit fuͤr Ihre ausge⸗
zeichneten Dienstleistungen verleihe Ich Ihnen die diamantenen Insignien des St. Andreas-Ordens und verbleibe Ihr stets wohl⸗ geneigter a3. Nikolaus. St. Petersburg, 19. April 1835.“
Durch Neskripte vom 18ten d. M. haben Se. Majestäͤt den Heheimen Raͤthen Uwaroff, Minister des oͤffentlichen Unterrichts, Longinoff, Staats- Secretair fuͤr die Annahme der an Se. Ma— jestät gerichteten Bittschriften, Novossilzoff, Mitglied des Pupil⸗ len Raths des Kaiserlichen Findelhauses zu St. Petersburg, Und dem Hofmeister L. Perowski, Vice-Präsidenten des Apanagen— Departements, den St. Alexander Newski-Orden; dem Gehei⸗ men Rath Lwoff, Direktor der Kaiserlichen Kapelle, den St. Annen-Orden Üster Klasse mit der Kaiserlichen Krone und den N. Gagarin, stellvertretenden
ofmeister und Vice⸗Praͤsidenten des Kaiserlichen Kabinets, und
chukowski, der bei Sr. Kaiserlichen Hoheit dem Großfürsten . angestellt ist, den St. Annen-Orden erster Klasse verliehen.
Die Contre⸗Admiraͤle Kandler und Wassiljeff J. sind zu Vice⸗ Admiraͤlen, die Flotten⸗Commandeure Papachristo, Powalischin und Kordukoff zu Contre⸗Admiraͤlen und die General-Majsors Tu— subjeff, Stepowoy J., Sulmeneff und Bytschenski zu General— Lieütenants befoͤrdert worden.
Die Witterung war hier wahrend des Osterfestes sehr un⸗ guͤnstig; am ersten Feiertage war bei 2 Grad Kaͤlte von fruͤh bis späͤt ein so arges Schneegestoͤber, wie man es im Laufe dieses ganzen Winters nicht , hat. Am 2osten fiel das Thermo meter auf — 30, am folgenden Tage aber trat Regen ein, der
woch fortwaͤhrt.
Polen.
Warsch au, 28. April. Se. Durchlaucht der Fuͤrst Statt⸗
4 Feldmarschall Paskewitsch, ist gestern von hier nach St.
etersburg abgereist. In seinem Gefolge befinden sich die Ober⸗
Fuͤrst Golizyn, seine Adjutanten, der Garde—
din Buturlin, der Dr. Tschetyrkin und der Secretair in.
Herr Lafont gab gestern hier vor seiner Abreise nach Wilna noch ein Konzert in der neuen Refsource; fuͤr die Mitglieder derselben war der Eintrittspreis auf 17 Rthlr., fuͤr andere Per⸗ sonen aber guf 3 Rthir. festgesetzt.
Von Anfang des nachsten Monats an wird Warschau 2
Omnibus, nach dem Muster der Wöener Gesellschafts wagen und
Berlin
der Pariser Omnibus gebaut, erhalten. Personen fassen, nem beliebten Sommer⸗Aufenthalt der Warschauer, fuͤr 1 Fl. Person hin und 20 Groschen zuruͤck, fahren. jetzt, nach dem Einzelverkauf der Warschau, die schoͤnstẽ Gemaͤlde⸗
Polen.
Auf den letzten el n Maͤrkten bezahlte man den Korzec
Roggen mit 16 mit 167 bis 19
ᷓ 25. April.
eine Audienz beim Koͤnige. In einem Artikel mit der Ueberschrift:
Deputirten-Kammer giebt der Constitutionnel interes⸗
sante Auszuͤge
herausgegebenen Werke uͤber diesen Gegenstand—
wenig belehrend
denen ein Staatskoͤrper zusammengesetzt ist, kennen zu lernen; ein solches Studium tums luͤften und manche Handlungen erklären,
gelung richtiger
haben wohl manchmal Gelegenheit gehabt, dergleichen analytische Versuche uͤber die Deputirten⸗Kammer zu liefern; allein es konn⸗ ten dies nur partielle und unvollstaͤndige Blicke seyn. kuͤrzlich von Herrn M. F. tistits wird dieser Gegenstand fuͤhrlich auseinandergesetzt.
henden Arbeit Kammer
Praͤfektur⸗Rath,
und 1 Adjunkten.
erste und zweite Prokuratoren, 4
ih
fen,
Gesandten und
richt lieferte nur 3 Abgeordnete: und 2 Professoren; das Institut 4, die
tenstand 2, der
Unter den Gewerbetreibenden giebt es 6 Eigenthuͤmer von
merwerken,
2 Bataillons⸗Ch
und die Marine wird repraͤsentirt von 1 See⸗-Praͤfetten, 1 Kor⸗ vetten⸗Capitain und 2
Repraͤsentanten
jutanten und ein Ordonnanz⸗-Offizier des Koͤnigs;
Beamte seines
Amt, ohne Titel, Functionen lar hn, so erreichen sie die Zahl 112. Aus dem Ge—
sichtspunkte der
nur 213 unabhaͤngige Deputirte; 39 befinden der Quasi⸗Abhangigkeit und minder absoluten Abhangigkeit.
daß unter den
Vota und sogar Meinungen von einer vollkommenen Unabhaͤn⸗
gigkeit existirten,
ihre Stellung außer dem Bereiche des Einflusses der Re
stehen, nicht ma dem Willen der
durch ihn gefesselt
Der
22. Ventose de ren dem Gutd richts uͤberlaͤßt;
dieses Gesetz auch
vortheilhaft fuͤr beiten und unbe ewinnen.
hat. Gewiß i
einem neuen Lehrstuhl in der juristischen Fakultat Mißtrauen erregt hat. Eine aufgeklaͤrte Regierung wuͤrde die . daraus schöͤpfen, daß es endlich Zeit sey,
zweige berufenen Professoren Dadurch, uͤberlegten Vorschriften unterwirft, wird man den Grund besei⸗ tigen, der oftmals die nach dem bloßen Gutduͤnken eines Mini⸗
ordnen.
sters ernannten einer muͤhsam h langt sind.“
an Deputirten 6 Minister 2 General⸗Secretaire, 4 Direktoren
von dem Cassationshof als den Richter bei den Friedens ⸗Richter; dem Staats-Rathe (naͤmlich und 4 dem diplomatischen Corps an, und zwar 1 Botschafter, 2
6 Manufakturisten und Fabrikanten, 2 Landbebaͤuer, und der Handelsstand waͤhlte 21 Kaufleute; 8 Deputirte sind Banquiers, einer ist Kassirer, ein anderer ist Notar. Die Land—⸗ Armee repraͤsentiren in der Lieutenants, 5 General⸗Majors, 7 Obersten, 3 Oberst⸗Lieutenants,
Temps enthaͤlt ein ausfuͤhrliches Raisonnement uͤber die Ernennung des tutionnellen Rechts. lassungen der lebhaften und unbesiegbaren Opposition auseinan— dergesetzt, die Herr Rossi, nicht bloß von Seiten der mehrerer Professoren erfaͤhrt.
Blatt, indem es zugleich der volle Gerechtigkeit widerfahren
Herr Rossi hat sich eines wohlerworbenen Rufes in Luropa zu erfreuen. Als Buͤrger von Frankreich brachte er den Glanz, der an seinem Namen haftet, seinem neuen Vaterlande u. o muͤssen wir denn ewußtseyn dieses ausgezeichneten Mannes haben, daß wir, ehe wir seine Vortraͤge gehoͤrt haben, abweisen, die man über die Richtung seines Unterrichts gefaßt
, Sonntag den 3ti Mai
Jeder derselben soll 16 und sie werden von hier nach Krolikarnia, ei⸗
Krolikarnia besitzt Ossolinskischen Gallerie in Gallerie im ganzen Koͤnigreich
bis 18
1 l., Weizen mit 19 bis 213 Fl., Gerste Fl. und
Hafer mit 10 bis 11 Fl.
Frankreich. Der Marschall Gérard hatte gestern
Statistik der
aus einem kuͤrzlich von Herrn M. F. Chatelain „Es ist nicht
„ sagt das gedachte Blatt, „die Elemente, aus
kann das Geheimniß mehr als Eines Vo welche in Erman⸗ Begriffe vielleicht ünerklaͤrlich seyn wuͤrden. Wir
r In der Chatelain herausgegebenen Sta⸗ eben so gruͤndlich als aus— Einige Resultate dieser anzie⸗
Die Verwaltung liefert der Staats ⸗Secretaire, oder General⸗Inspektoren, l 36 Mitglieder der General⸗Consenls, 39 Maires Das Justizfach zaͤhlt in der Kammer 19 . 2 General ⸗Advokaten, 5 General⸗
dnigliche Prokuratoren, 3 Substitute, 26 Raͤthe, Koͤniglichen Gerichtshoͤ⸗ Civil⸗ und Zucht⸗-Polizei⸗Gerichten, und 4 7 Deputirte gehoͤren dem Rechnungshofe, 17 12 Raͤthe und 5 Requetenmeister),
folgen hier:
1è᷑ Legations⸗Seeretair. er oͤffentliche Unter⸗ 1 Inspektor der Universitaͤt Medizin 6, der Gelehr⸗ 39 Advokaten und 1 Sachwalter.
Ham⸗
Ad vokatenstand
Kammer 1 Marschall, 13 General—⸗
efs, 7 Hauptleute und 2 Militair-Intendanten; Ingenieurs. Außerdem nehmen unter den des Landes eine Stelle ein: 4 General- Ad— desgleichen 4 Hauses. Was endlich die Grundbesitzer ohne ohne andern Dienst, als den ihrer legislativen elbststaͤndigkeit betrachtet, enthalt die Kammer sich in einer Lage 207 in einem Zustande der mehr oder Dieses will jedoch nicht sagen, Militair,, Gerichts- und Civil-⸗Beamten keine noch daß es unter den Mannern, welche durch ierung uche gäbe, die, sogar in ziemlich großer Anzahh, Regierung weit mehr unterworfen, weit mehr sind, als die absetzbarsten unter den Beamten.“
Herrn M. Rossi zum Professor des consti⸗ Es werden hier die Gruͤnde und Veran—
obschon seit einem Jahr naturalisirt, Studenten, sondern auch Seitens „Es ist ein Fehler“, sagt dieses Persoͤnlichkeit des Professors laͤßt, „daß das Gesetz vom s Jahres All die Ernennung der Professo— uͤnken des Ministers des oͤffentlichen Unter— indessen hat in Bezug auf Herrn Rossi einiges Gute gestiftet. Es ist immer ein Land, Maͤnner, die sich durch gelehrte Ar— streitbare Talente empfohlen haben, fuͤr sich zu
so viel Vertrauen zu dem Selbst— alle ungünstigen Vorurtheile es sehr zu bedauern, daß seine Ernennung zu die Wahl der zu diesem Unterrichts⸗
auf eine gleichmäßige Weise zu daß man diese Wahl bestimmten und kohl
Professoren mit denen entzweit, die erst nach estandenen Bewerbung zu einem Lehrstuhle ge—⸗
Man schreibt aus Havre unterm 23sten: „Der Kommo⸗ dore Elliot pon der Nord⸗Amerikanischen Fregatte „Eonstitution“ ist heute früh aus Paris wieder hier eingetroffen und hat sich bald darauf an Bord seines Schiffes begeben, von dem man glaubt, daß es noch heute Abend die Anker lichten werde, nicht um sich (wie es i n. hieß) dem Geschwader im Mittellaͤndi⸗ schen Meere anzuschließen, sondern um direkt nach New, York uruͤckzukehren. Ist diese Vermuthung gegruͤndet, so duͤrfte Herr
ivingston in England oder Holland die weiteren Befehle seiner Regierung abwarten.“ =
Herr Culmann, Eskadrons⸗Chef der Artillerie und Direktor einer Gewehr Fabrik, ist zum Praäͤsidenten einer Kommission er⸗ nannt worden, welche die Regierung nach England schickt, um daselbst Kanonen gießen zu lassen. Wie es scheint, sind zwei aͤhnliche Kommissionen nach Schweden und einem andern nörd— lichen Staate abgeschickt worden.
Das ehemalige Konvents Mitglied Taillefer ist unlaͤngst zu Domme, im Departement der Dordogne, mit Tode abge⸗ gangen.
Die Gesetz⸗Sammlung enthalt eine Koͤnigliche Verord⸗ nung, wodurch eine fruͤhere vom Jahre 1833 wegen der Justiz⸗ d ,. auf den Inseln St. Pierre und Miquelon . zirt wird.
Großbritanien und Irland.
London, 25. April. Das Geruͤcht, daß der Marquis von Anglesey an Stelle des Lord Hill Ober-Befehlshaber der Armee werden wurde, wird von der United Service Gazette fuͤr ganz ungegruͤndet gehalten. Der edle Marquis, sagt dieses Blatt, sey zwar ein tuͤchtiger Militair, aber kein Staatsmann, und er trage vorzuͤglich die Schuld, daß O'Connell und dessen Partei in Irland 9 maͤchtig geworden, weil er waͤhrend seiner Amts⸗ fuͤhrung als Lord⸗Lieutẽnant von Irland zu nachsichtig gegen diese Faction gewesen.
Die Morning Post meint, daß sich nach der Anzeige, die Herr Shiel am Montage im Unterhause gemacht, an der bsicht der papistischen Partei, die Anglikanische Kirche zu schwaͤchen und herabzuwärdigen, nicht mehr zweifeln lasse. Herr Shiel hatte nämlich (wie in Nr. 116 der St.⸗-Ztg. gemeldet) den An— trag angekuͤndigt, daß, wenn kuͤnftig ein kirchlicher Benefiziar in Irland ernannt werde, dies nicht mehr so angesehen werden solle, als ob derselbe ein Geld-Interesse an der Pfruͤnde habe, wofuͤr er bei der etwanigen Aufhebung derselben entschaͤdigt werden muͤsse. Das genannte Blatt bezeichnet dies als eine Motion, durch welche die Geistlichkeit der Anglikanischen Kirche nach und nach ganz von der katholischen Partei im Unterhause abhaͤngig gemacht werden solle. „Daß diese Anzeige mit Zustimmung des Herrn O Connell gemacht worden“, sagt die Post, „daruͤber kann kein Zweifel obwalten. Aber ist dieser fruͤhzeitige Schritt vielleicht aus Rache fuͤr Lord Melbourne s Aeußerungen geschehen? Oder ist er gethan worden, um dem Lande zu zei⸗ gen, daß das Melbournesche Ministerium, ungeachtet jener Aeu⸗ Ferungen, entschlossen ist, sich vollkommen der O Connellschen Faction zu unterwerfen? Wir sind begierig, zu erfahren, ob die Minister im Unterhause diese Motion unterstuͤtzen oder sich ihr widersetzen werden; und namentlich moͤchten wir wohl wissen, was Lord John Russell jetzt von den Verbündeten denkt, durch deren Beistand er sich mit seinen Kollegen ins Amt gedraͤngt hat. Gewiß wird er schon jetzt einsehen, daß er die Unterstuͤʒ⸗ zung der katholischen Faction zu theuer erkauft hat.“
Der Globe, der nach der Bildung des vorigen Ministe⸗ riums auch darin eine Schwaͤche desselben finden wollte, daß es einigen wenigen Mitgliedern desselben nicht gelungen war, ins Unterhaus gewählt zu werden, scheint bei dem jetzigen Ministe⸗ rium anderer Meinung zu seyn, denn in der vermuthlichen Be⸗ sorgniß, daß einige der neuen Minister bei der Wahl, der sie sich als solche wieder unterwerfen muͤssen, durchfallen moͤchten, schiebt er diesmal die Schuld auf die gesetzliche Bestimmung, wo⸗ nach sich ein Unterhaus⸗Mitglied, wenn es ein Regierungs⸗Amt annimmt, jener Probe unterziehen muß, und bezeichnet dieselbe als einen Mangel in der Verfassung, der nech der Reform be⸗ duͤrfe. Das genannte Blatt schlaͤgt zu diesem Zweck zwei Aus—⸗ kunftsmittel vor, entweder, wie Herr Bulwer empfohlen habe, den Franzoͤsischen Gebrauch anzunehmen und denjenigen Ministern, die um der offentlichen Geschaͤfte willen im Unterhaufe gegen⸗/ waͤrtig seyn muͤßten, einen Sitz ex ofsicio ohne Stimmrecht zu geben, oder ganz einfach das Statut von 1705, worauf der jetzige Gebrauch sich gruͤndet, aufzuheben.
Der Times zufolge, hat der General-⸗Fiskal, Herr Rolfe, pon Lord Tullamore die Anzeige erhalten, daß Se. Herrlichkeit sich seiner Wiedererwaͤhlung in Falmouth nicht zu widersetzen beabsichtige; auch sollen die Freunde des Lords Herrn Rolfe ver⸗ sichert haben, daß sie keinen andern konservativen Kandidaten ein⸗ laden wuͤrden, gegen ihn aufzutreten.
Die letzten Berichte vom Vorgebirge der guten Hoffnung reichen bis zum 6. Februar. Der Gouverneur hatte ansehnliche Kriegs⸗Vorraͤthe und 5000 Pfund Subsidien an die Gränze gesandt. Es war seine Absicht, die Kaffern eine bedeutende Strecke innerhalb ihres eigenen Gebietes zu verfol⸗ en. An der Spitze des Aufstandes stand der Haͤuptling Hintza. agegen waren die Häuptlinge Pato, Kobus, Kama und Un . den Englaͤndern treu geblieben. Die Hottentotten und Far⸗ igen wurden mit großem Nutzen gegen die Kaffern angewendet und Letztere waren nunmehr fast auf der ganzen Graͤnze zuruck, zur ng, Der Gesammtverlust der Kolonisten wird au mehr als 2 Millionen Pfd. angeschlagen.
— — London, 25. April. Die heilige Osternzeit hat uns weder Versoͤhnung noch Frieden gebracht. Der . ö. sich noch in den letzten Sitzungen beider Haͤuser Luft zu machen suchte, bricht jetzt durch die Journale aus und wird in wenig Tagen noch stuͤrmischer auf und vor den Wahlgeruͤsten toben.
Opposition hat, wo sie nur immer sich mit ginige5 Hoffnung