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schmeicheln konnte, den Ministern und ministeriellen Beamten, welche ihre Wiedererwaͤhlung zu suchen haben, Kandidaten ent—⸗ egengestellt und man sagt, die Mitglieder des Carlton, Klubs 33 ungeheure Summen subskribirt, um so viele Ministerielle als nur immer möglich aus dem Unterhause zu verdrängen. Hierzu haben sie freilich einen dreifachen Beweggrund; erstlich wuͤrde es bei dem Publikum, bei dem „der Lebende immer recht hat“, schon einen guͤnstigen Eindruck fuͤr ihre Partei machen und den Glauben an eine Reaction um ein großes verstaͤrken, wenn viele von jenen Ministeriellen verworfen wuͤrden, um ihren Gegnern Platz zu machen; zweitens aber wuͤrden die Whigs die Abwesenheit einer großen Anzahl ihrer Stimmfuͤhrer im Unter— n. noch haͤrter empfinden, als die Tories dies von vielen ihrer
eamten empfanden, und zwar weil jene Stimmfuͤhrer ihre be—⸗ deutendsten Talente sind und die Whigs sich sowohl gegen die Tories als mitunter auch gegen die Radikalen werden zu ver— theidigen haben, und dabei 3 Anzahl im Ganzen schon ver— hältnißmaͤßig gering ist. Hierzu kommt noch, daß in der letzten eit beide Hauptparteien sich einander so gleich an Zahl waren, daß die Tories sich mit der Hoffnung schmeicheln durfen, durch eine gluͤckliche Anstrengung bei den bevorstehenden Wahlen das Verhältniß ganz umzustoßen und auch die Herrschaft im Unter— 3 zu erlangen, wie sie sie schon im Oberhause besitzen. Die rage ist dann freilich, ob die Stanley ⸗Section die Tories in der Durchsetzung von Maßregeln unterstuͤtzen wird, welche dieser Partei wieder an das Ruder verhelfen muͤßten. Gebe . der Himmel, daß sich bald Mittel faͤnden, mit der Kirche in Irland Einrichtungen zu treffen, wel⸗ che die Katholiken befriedigen koͤnuten. Denn bevor dieses ge ehen, laßt sich an keine Verschmelzung der Gemaͤßigten von eiden Parteien denken, und dauert der Kampf zwischen Whigs und Tories noch lange fort, so duͤrften Ereigisse eintreten, welche kaum einer noch , , scheint. Schon der Widerstand der Tories und dann ihre Nachgiebigkeit gegen die Katholiken war ein großes Uebel; die Widersetzlichkeit und nachmalige Will⸗ faͤhrigkeit des Oberhauses bei der Reform ⸗BFill aber ein noch viel rößeres, denn jeder Zeitungsschreiber wagt es jetzt, das Ober— 3 mit seinen Drohungen einschuͤchtern zu wollen. Die
dinburgh Review macht den sonderbaren Vorschlag, daß, im Fall eine wichtige Maßregel von einer entschiedenen Mehrheit des Unterhauses angenommen, vom Oberhausewaber verworfen
werde, beide Haͤuser zusammentreten sollen, um den Gegenstand
noch einmal gemeinschaftlich . berathen und das Resultat der gemeinschaftlichen Abstimmung solle alsdann dar— uͤber entscheiden. Wie weit aber die Frechheit in die— ser Beziehung getrieben wird, beweist eine vor kurzem erschienene Flugschrift unter dem Titel „Thoughts upon tne Aristocräey of England, by Isaac Tomkins, Gentleman (Gedanken uͤber die Englische Aristokratie, von J. Tomkins); ein Pseudonymus, unter dessen Maske man allgemein den excen⸗ trischen Lord Brougham versteckt glaubt; diese Schrift faͤngt mit folgenden Worten an: „Die gluͤckliche Frechheit, welche die von Natur schuͤchternen Tories vermocht hat, die Regierung zu uͤber— nehmen, und einen der verzweifeltsten Versuche zu machen, wel— che man (etwa den der Karl's und Polignac's von 1830 ausgenom⸗ men) in der Geschichte hat, wird die Reformsache um 109 Jahre vorruͤcken und das Verbesserungs- und Umschmelzungs-Geschaͤft unserer aristokratischen Institute in Kirche und Staat beschleu⸗ nigen.“ — Der Verfasser hält es darum fuͤr dienlich, das Wesen der Aristokratie nach ihrer Theorie, wie in der Praxis, naher u betrachten. Er untersucht nun, welche Personen zur Aristo⸗ heat⸗ gehoͤren, und zaͤhlt darunter nicht nur den eigentlichen Adel, sondern auch dessen Familien und Angehoͤrige, so wie Alle, die in demselben Kreise leben, dieselben Gegenstände verfolgen, und von Zeit zu Zeit dieselben Vorrechte zu erlangen vermoͤgen. Zwar gelange, sagt er, dem Gesetze nach nur der aͤlteste Sohn eines Pairs zu dem angebornen Recht, Gesetze zu machen und, trotz aller moglichen Unwissenheit, ja selbst trotz uͤberwiesener Verbrechen, die hoͤchste richterliche Gewalt zu uͤben, in— dem nur eine spezielle Parlaments⸗Akte ihn desselben berauben koͤnne — darum aber seyen doch die uͤbrigen Soͤhne, wie man sich (Ida das Gesetz es so sagte) thoͤrichter Weise eingebildet haͤtte, dem Volke nicht gleich. Freilich giebt er zu, daß die hoͤchsten Aemter und Wurden selbst dem niedrigsten Plebejer erreichbar seyen, aber das, was er durch Muͤhe und Fleiß zu erstreben habe, stehe dem Adel und Allen, die mit demselben verbunden, schon durch ihre Geburt zu Gebot, und zwar nicht nur im Staate selbst, sondern auch in den geselligen Kreisen. Wenn indessen auch ein Mann sich durch mancherlei Mittel 2 beiden zu erheben ver⸗ moͤge, so seyen die Letzteren fuͤr ein Weib nur durch eine gol— dene Bruͤcke erreichbar, indem sie durch ihren Reichthum einer Patrizier- Familie emporhelfe, zum Lohne aber der Spott von denen werde, die sie vom Verderben gerettet. In diesen abge⸗ schlossenen Kreisen aber sey es, wo Staatsmaͤnner einen großen Theil ihrer Zeit hinbraͤchten, und ihre Maßregeln oft in der Gegenwart feichter Frauen bespraͤchen, deren Urtheil und Mei⸗ nung sie verhindere, verdienstvolle, aber nicht zu diesen Kreisen gehörige Männer anzustellen, oder große gemeinnuͤtzige Dinge u unternehmen. — Daß ein in solchem Geiste geschriebenes Fannhnl von dem Poͤbel mit Begierde gelesen wird, braucht wohl nicht erst gesagt zu werden; inzwischen ist der Englische Magen schon an solche Kost gewoͤhnt, und sie schadet daher auch unserer Constitution weit weniger, als es in einem andern Lande der Fall seyn wuͤrde.
Rieder lande.
— — Amsterd am, 25. April. Waͤhrend der abgelaufenen Woche sind die Preise fast aller Staats⸗Papiere am hiesigen Markte mehr oder weniger steigend gewesen, was vornehmlich den zu An⸗ fang derselben von London eingegangenen merklich hoheren Noti⸗ rungen und mehreren bedeutenden 6 um Einkaufe von l gl difl n Schuld ⸗Dolumenten, w des Nord⸗Amerikanischen Entschäͤdigungs-Gesetzes durch die Kam⸗ mer der Deputirten zu Paris zuzuschreiben ist. Von den Hollaͤn⸗ dischen Effekten waren Integrale am meisten begehrt, und stellten sich von fz auf 56 pCt.; die jungste Englisch Post brachte zwar gestern etwas flauere Course, doch auch zugleich neue Ordres, wo⸗ durch der Stand der Fonds erhalten worden seyn wurde, wenn nicht einige bedeutende Partieen zur Neglisgtlon angeboten worden waren, die den Cours um e pCt. zuruckdräͤngten; Fproc. wirkliche Schuld besserte sich um I pCt. und stand gestern ioꝛne pCt, Kanz⸗ Billets 260 6; in beiden war der Handel nicht lebhaft. Russische 6proc. Inseriptionen und Oesterreschische Metalliques gingen bei maͤßigem Umsatz ebenfalls ungefahr J pCt. höber und Preußische Zoose erreichten 1182 FI. Die größte Preis⸗Erhbhung erfuhren die Spanischen Fonds, und von dlesen die Cortes-Obligationen, wovon ansehnliche Partieen fr Engi; Rechnung gekauft wurden, so daß dadurch der Preis von r guf noz pCt, erhöht wurde; naͤchst⸗ zem lich bie aufgefchobene Schulz in Foig? von Aufträgen aus Sflgien fortwährend begehrt und stellte sich von 22 allmaͤlig auf Art pCt. Perpetuelle wechselten am wenigsten; Sproc. standen ge= siein 5, ünd zproc. 317 pCt.; in Cortes⸗-Coupons wurden bei siätigem Freise wenig Geschaͤfte gemacht. Sad⸗Ameritanische Obli⸗
e auch späͤter der Annahme
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gationen fanden dagegen wieder lebhaften Umsatz und gingen eben so, wie in London, auch hier wieder hoͤber, und zwar Brasilianische bis sSsz pCt, Coiumbische bis 3a und Mexikanische bis A33 pCt. Das Geld bleibt ausgeboten zu 25 à 23 pCt. — Am gestrigen Ge⸗ traide⸗Markt fand in Weizen wieder nur wenig Handel zu den fruͤ⸗ heren Preisen statt; Preußischer Roggen wurde nicht begehrt; von getrocknetem sind aber einige Partieen abgenommen. Mit Hafer war es etwas angenehmer. Die bekannt gewordenen Preise waren: fuͤr 131pfuͤnd. hochbunten Polnischen Weizen 2065 Fl., fuͤr j29pfünd. schoͤnen bunten 205 Fl., fuͤr 126. 130fuͤnd. neuen Pommerschen 182, 162, 165 Fl., fuͤr 131pfuͤnd jaͤhrigen Anklamer 170 Fl., fuͤr 126pfünd alten Schlesischen 160 Fl., fuͤr 117pfuͤnd. alten Preußi⸗ schen Roggen 112 Fl., fuͤr 122pfuͤnd. neuen dito 110 Fl., für 119. 120pfͤnd. jaͤhrigen Preußisch⸗Pommerschen 130. 132 Fl., für 116 pfuͤnd. Rigger Reggen 135 Fl., fuͤr 116pfuͤnd. Archangelschen 132 Fl., fur sipfünd. feinen neuen Hafer 90 Fl., fur 8æpfuͤnd. dicken 86 und 87 Fl.
Belgien.
Bruͤssel, 27. April. Gestern wurde die Taufe des neuge— borenen Prinzen durch den Erzbischof von Mecheln in der Schloß— Kapelle vollzogen. Taufpathen waren der Koͤnig und die Koͤni— gin der Franzosen; die Stelle des Ersteren vertrat der 6 von Joinville. Bei der Ceremonie waren: die Prinzessinnen Maria und Clementine, das diplomatische Corps, die Praͤsidenten und Vice⸗Praͤsidenten des Senats und der Repraͤsentanten⸗Kammer, die Minister und die hoͤchsten Civil- und Militair-Beamten, so
wie der ehemalige Regent von Belgien, Baron Surlet de Cho⸗
kier, zugegen. Vor dem Beginn der Ceremonie hatte der Koͤnig die Gluͤckwuͤnsche des diplomaͤtischen Corps empfangen.
Schweden und Norwegen.
Stockholm, 24. April. In der gestrigen Statstidning liest man in Franzoͤsischer Sprache und Schwedischer Uebersetzung das Schreiben des Prinzen August von Portugal, wodurch er unserm Koͤnige am 27. Jan. d. J. seine Vermaͤhlung angezeigt, nebst der Antwort Sr. Majestaͤt vom 2. Maͤrz. Hier folgen diese beiden Schreiben:
l. „Sire! Sie sind der Vater, und ein sehr zaͤrtlicher Vater meiner Schwester. Es kann Ew. Majestaͤt daher nicht gleichguͤltig
seyn, was deren Bruder betrifft, und ich bin gewiß, daß es das nicht
ist. Demnach betrachte ich es als eine meiner ersten Pflichten, Ew, Majestaͤt von meiner Vermaͤblung mit der Koͤnigin von Portugal zu benachrichtigen. Dieselbe ist gestern in der Kathedrale von Lis— sfabon vollzogen worden unter den Acelamationen einer Menge, die mich allerdings geruͤhrt haben, die ich mir aber nicht eher zurechne, als bis ich sicher seyn werde, sie verdient zu haben, und werden fortan alle meine Bestrebungen und meine Sorgen dahin gerichtet seyn, sie zu rechtfertigen. Ich bitte Em. Majestaͤt, mit Guͤte die Betheucrungen der Achtung und aufrichtigen Anhaͤnglichkeit anzu⸗ nehmen, wömlt ich bin Ew. Majestaͤt sehr zugethaner und ergebe— ner Diener Dom Au gu sto.“
II. „Mein Herr Bruder und Vetter! Das Schreiben, welches mir die Vermaͤhlung Ew. Koͤnigl. Hoheit mit der Koͤnigin von Por— tugal meldet, ist mir durch Meine Tochter zugestellt worden. Ich danke Ihnen fuͤr Ihre Ausdruͤcke, indem Sie Mich den Vater und sehr zärtlichen Vater Ihrer Schwester nennen. Ihre ausgezeichne⸗ ien Eigenschaften und Ihre Seelengroͤße machen Sie mir und den Bewohnern der beiden Skandinavischen Königreiche theuer. Die Acelamationen, die Ihnen in Lissabon geworden und die Ihr edel⸗ sinniges und liebendes Herz zu wuͤrdigen gewußt, sind von gluͤckli⸗ cher Vorbedeutung fuͤr Ihren kuͤnftigen Ruhm, zu dem Behärrlich⸗ keit den Grund legen wird. Ich Hege sehr gufrichtige Wuͤnsche, daß derselbe Jahrhunderte hindurch Portugal fuͤr die Uebel entsch aͤ⸗ dige, welche auf dieser, durch ihre großen Thaten so beruͤhmten Nation gelastet haben. Ich wuünsche Ew. Königl. Hoheit aufrichtig Glück dazu, Ihr Geschick einer Fuͤrstin angeschlossen zu haben, die eben so sehr durch ihrepersonlichen Eigenschaften, als durch die Gefahren und Wechselfäͤlle, welche ihre Kindheit umgaben, fuͤr sich einnimmt. Auch dazu wuͤn⸗ sche ich Ihnen Gluͤck, daß Sie durch den allgemeinen Wunsch der Nation und die Zuneigung der Kbnigin, Ihrer Gemahlin, berufen worden, zum Ersatze fuͤr die Leiden Portugals mit beizutragen. Aber Sie kennen schon die von Ihrer hohen Stellung unzertrenn⸗ lichen Sorgen, und so darf ich keinen Augenblick zweiseln, daß Sie schon darauf vorbereitet seyn werden, die Hindernisse und Schwie⸗ rigkeiten zu uͤbersteigen, welche Sie bei Ihren Entwuͤrfen zur Zu⸗ ruͤckfüͤhrung der Ordnung durch Erhaltung der Ruhe und Heischung des Gehorsams geen die Gesetze, dieser vornehmsten und einzigen Burgschaft der Rechte und Freiheiten eines Volkes, finden werden. Ich bin mit ausgezeichneter Achtung Ew. K. H. guter Bruder und Vetter Karl Johann.“ Am 21. d. beschloß der Adelsstand mit der Mehrheit von drei Stimmen, den Antrag des verstaͤrkten Staatsausschusses seine bekannte Abstimmung in der Anleihefrage fuͤr unguͤltig zu erklaͤren, ad acta zu legen, — weil die Staͤnde nicht erst fuͤr unguͤltig zu erklaͤren brauchten, was schon das Gesetz dafuͤr er— klaͤre, und es dem Ausschusse zugekommen waͤre, selbst zuzusehen, daß seine Abstimmungen nicht in ungesetzlicher Ordnung vorge— nommen wuͤrden. — Vermuthlich wird aber doch die Abstim— mung des Ausschusses aufs neue zur Sprache kommen, denn der Bauernstand hat die bekannte Einladung des Adelsstandes vor— gestern mit 52 gegen 21 Stimmen verworfen.
Die Statstidning enthaͤlt einen langen, ihr eingesandten Aufsatz zur Berichtigung der falschen Ansicht, daß die Schwedi— schen Staatsraͤthe Minister seyen.
Deutsch land.
Karlsruhe, 24. April. Folgendes sind einige Stellen aus dem Vortrage des Abgeordneten Buttlinger zur Begruͤndung seines (bereits erwaͤhnten) Antrages auf Aufhebung der Ge— schlechts⸗Beistandschaft:
„Die Nachtheile der Anstalt, deren Aufhebung ich begehre, sind in neuerer Zeit so allgemein anerkannt worden, daß jetzt, nach dem auch Württemberg die Geschlechts-⸗Vormundschaft aufgehoben hat, Baden bald das einzige Land ist, wo sie noch fortbesteht, wo das Gesetz noch fortfaͤhrt, das andere Geschlecht zur ewigen Unmuͤndig⸗ keit zu verdammen. Mein Vorschlag bezweckt, demselben die vol⸗ kommene buͤrgerliche Rechtsfaͤhigkeit zurückzugeben, die Geschlechts⸗ Vormundschaft ganzlich aufzuheben, weil es an allem zureichenden Grunde dafuͤr fehlt, weil die Anstalt in keiner Beziehung das Min⸗ deste nuͤtzt, nicht nur ihren Zweck verfehlt, sondern uͤberdies als die Quelle vielfach er , und Beschwerlichkeiten ai ln wer⸗ den muß, welche nicht nur das unterdruͤckte Weib, sondern auch seine unterdruͤcker selbst treffen. Wenige Augenblicke, meine Herren, werden genuͤgen, Ihnen diese Wahrheiten darzulegen. Wo sind zuvorderst die Gruͤnde, die es rechtfertigen oder gar nothwen⸗ dig machen, baß wir das andere Geschlecht als rechtsunfaͤhig behan⸗ deln, wie unmuͤndige, wie Bloͤdsinnige, wie Mundtodte, Verschwen⸗ der, zu einer lebenslaͤnglichen Bevogtung zu verstoßen? Wenn die Gesetzgebung gewissen Personen oder gewissen Klassen von Personen die eigene Verwaltung ihres Vermdgens entzieht, oder die Guͤltig⸗ keit jener Handlungen, wodurch sie sich Anderen verbindlich machen, von der Mitwirkung oder Zustimmung eines Vormunds abhaͤngig macht, so geschieht es aus keinem anderen Grunde, als weil diesen
Personen die zur eigenen, dem eigenen Beduͤrfnisse und dem In⸗
teresse der Gesammtheit angemessenen Verwaltung erforderlichen geistigen und physischen oder sittlichen Kräfte mangeln, aus keinem
anderen Grunde, als weil ihr i hut er , Zustand es nöthig
macht, daß sie der Staat selbst unter seine naͤhere Obhut
—
nimmt, indem er durch die Anstalt der Bevormundung da— fuͤr sorgt, daß ihr Vermoͤgen nicht das Opfer eigener Mißgrsfffe, oder die Beute fremder Nachstellungen werde. Daher das Institut der Vormundschaft uͤber Minderjaͤhrige, daher das Institut der rg cat uͤber entmuͤndigte Verschwender, Bloöͤdsinnige oder Wahn⸗ innige. Wo finden sich Grunde, meine Herren, die Angehbrigen des anderen Geschlechts in unserem Vaterlande diesen Klassen don Personen beizugesellen? Gleichwohl aber belasten sie die Zusaͤtze un⸗ serer Landes-Gesetze durch die Einrichtung der Geschlechts⸗Bei— standschaft noch immer mit dieser Schmach, indem alle unverheira—⸗
8 ĩ nter alterlicher Ge . ) theten Frauens-Personen, welche nicht unter dlterlicher Gewalt oder ⸗ iin Vorhaben erkundigen laffen.
. miralschiffs hat angezeigt, daß die saͤmmtlichen Schiffe schon mor⸗
Vormundschaft stehen, eines staͤndigen Beistandes, und die verhei⸗ ratheten Frauen eines zeitlichen, oder, nach dem Ausdruck des Gesez⸗ zes, eines Interims⸗Beistandes für alle die Faͤlle beduͤrfen, wo der Ehemann sie nach dem Gesetze nicht ermächtigen darf, oder wo er sie nicht ermaͤchtigen kann, oder nicht ermaͤchtigen will.“
In der heutigen neunten Sitzung der zweiten Kammer legte der Abg. Duttlinger eine Bittschrift des als Schriftsteller in seinem Fache bekannten Amts⸗Revisors Sonntag aus Gernsbach vor, um Verbesserung des Rechnungswesens. Der Hr. Abge— ordnete empfahl dieselbe als eine einfache und klare Auseinan— dersetzung der vielfachen Gebrechen dieses Faches, welche Beruͤck— sichtigung verdiene. Hierauf verlas der Abg. Sander den Kommissions⸗Bericht uͤber die Motion des Abgeordneten Trefurt, die Aufhebung des befreiten peinlichen Gerichtsstandes der Mili— tair⸗Personen betreffend. Indem der Bericht⸗Erstatter von vorn herein bemerkte, daß alle Privilegien dem Rechte widerstreben, ging derselbe zu einer ausfuͤhrlichen Darstellung der Gebrechen und Nachtheile des Institutes uͤber, um dessen Abschaffung es sich handle.
Schweiz.
Bern, 23. April. (Schwäb. Merk.) Im Kanton Freiburg haben die beiden Großraͤthe, Maillardoz und Sa⸗ vary an den Regierungsrath das Ansuchen gestellt, den großen Rath außerordentlich zu versammeln, um bei demselben den An trag vorzubringen, von dem Vorort Aufklaͤrungen zu verlangen uͤber die Zusendung der neuen Beglaubigungs-Schreiben des Hrn. v. Bombelles und die Sendung des Kanzlers Am— rhyn nach Zuͤrich. Wenn auch vorauszusehen war, daß der Re gierungsrath nicht darauf eingehen wuͤrde, so gat jener Schritt doch bei unserem Vorort den unangenehmsten Eindruck gemacht. Der Antrag hat Aehnlichkeit mit dem fruͤhern der 30 Mitglieder im großen Rath von Bern. Maillardoz und Savary gehoͤren nicht zu den einflußreichsten Großraͤthen Freiburgs, sonst haͤtte ihr Schritt einen dem Vorort unguͤnstigen Erfolg haben und leicht ahnliche in andern Kantonen hervorrufen koͤn— nen. Dennoch befuͤrchtet der Vorort, es moͤchten von einzelnen Staͤnden Reclamationen einlaufen um Mit theilungen uͤber die Amrhynsche Sendung, da man uͤber dieselhk⸗ eigentlich noch in gaͤnzlicher Ungewißheit ist. Die Schweizer Zeitungen widersprechen sich daruͤber, und man glaubt, die neue Wendung, welche das Verhaͤltniß zu Oesterreich genommen hat, fuͤr wichtig genug halten zu muͤssen, um von dem Vorort etwaß Offizielles daruͤber zu erfahren. Dieser moͤchte gern abwarten, wie die Antwort abf das NotificationsSchreiben von dem Tode des Kaisers Franz, welches sehr ergeben lauten soll, in Wien auf— . wird. Viele sind jedoch der Meinung, daß ihm keine
essere Aufnahme werden wird, als dem fruͤheren Memorandum. — Drei bekannte Professoren unserer Hochschule wurden neulich vor das . geladen, um einen Verweis we— gen ihrer Stellung zu den Studenten zu erhalten, wollten den
selben aber nicht annehmen. .
Spanien.
Madrid, 15. April. Die heutige Gaceta enthaͤlt nun mehr das Schreiben, mittelst dessen der General Mina dem . seine Entlassung eingesandt hat. Dasselbe lau⸗ tet also:
„Excellenz! Als Ihre Majestaͤt die Koͤnigin⸗Regentin mich im vorigen September mit dem Kommando der Armee zu beehren ge⸗ ruhte, da befand ich mich zur Wiederherstellung meiner Gesundheit zu Cambo, und obgleich meine innige Dankbarkeit fuͤr ein so hohes Vertrauen und mein lebhafter Wunsch, zur Vertheidigung des legi⸗ timen Thrones beitragen zu konnen, mich antrieben, dies Amt zu übernehmen, so noͤthigte mich doch meine Delikatesse, die Herren Minister nicht nur vertraulich und von Amtswegen, sondern auch durch ein in gehdriger Form von meinen beiden Lerzten und noch dr! anderen Sachverstaͤndigen ausgestell tes Certifikat von dem geschwaͤchten Zustande meiner Gesundheit in Kenntniß zu setzen. Die schmeichelhaften Antworten, welche ich hierauf empfing, und die Bitren meint Freunde suchten mich zu uͤberreden, . ich durch Uebernahme dis Kommandos meinem Vaterlande einen wesentlichen Dienst leisten wurde, wenn ich auch nur von hier aus die Operationen leitete, und so entschloß ich mich endlich, eine Verantwortlichkeit zu uͤherneh⸗ men, von der es wahrlich nur wenige Beispiele giebt, naͤmlich be koͤrperlichem Unwohlseyn das Kommando einer geschwaͤchten Armer zu uͤbernehmen, und zwar nachdem ich eben aus eilsjaͤhriger Ver— bannung in mein Vaterland zuruͤckgekehrt war. — Die Gegenwart eines Generals an der Spitze seiner Truppen erhalt die Suvording⸗ tion und die Disciplin unter ihnen, floͤßt ihnen Vertrauen ein und bereitet den Sieg vor. Es ist daher fuͤr mich eine unertraͤgliche Qual, nicht jeden Augenblick an den Muͤhseligkeiten und Gefahren meiner Kameraden Theil nehmen zu können und zu sehen, daß die Gelegenheiten, den Waffen Ihrer Majestät neuen Ruhm zu er— werben, und die Pacificirung dieser Provinzen zu befördern, unge nuͤtzt voruͤbergehen, Seit dem Anfange des November, wo ich daf Kommando uͤbernahm, habe ich funf oder sechs Mal den hiesigen Ort verlassen, sobald ich glaubte, daß die Art der Operationen eb erfordern und der Zustand meiner Gesundheit es zu erlauben schien, aber jedes Mal warfen mich die Anstrengungen von neuem nieder und vermehrten meine Leiden in solchem Grade, daß ich fast die Hof— nung aufgab, fuͤr jetzt eine große Operation verfolgen zu können, die entscheidende Resultate herbeifuüͤhren wuͤrde. Ohne jemals den wahren Zustand meiner Gesundheit zu verbergen, habe ich, waͤhrend der Mangel an Truppen meine Lage höchst schwierig un gewagt machte, mich doch enthalten, davon zu sprechen, well diet (, , . haͤtte erzeugen können. Aber jetzt, wo die Verstaͤt⸗ kungen theils angekommen sind, tbeils von Ew. Excellenz vorberel⸗ tet werden, und der Augenblick 61 ist, um glaͤnzendere Lot⸗ beern zu sämmeln und die Opergtionen thaͤtiger und ausgedehnte; zu betreiben, würde ich meine Pflicht gegen mein Vaterland, meint Kbnigin und mich selbst zu verletzen glaüben, wenn ich nicht gan offen Ew. Excellenz sagte, daß es jetzt eines Generals bedarf, der bestaͤndig an der Spitze ber Truppen und nicht nur faͤhig ist, den Re— sultaten am Tage des Kampfes zu entsprechen, und den allgemeinen schon vorbereiteten Operations⸗Plan zu verfolgen, sondern diesen auch, untet seiner Verantwortlichkeit, zu verandern, nachdem es die Umstaͤnde erfordern. Indem ich Ew. Excellenz bitte, Ihre Majestaͤt die K⸗⸗
. von dieser Erklarung zu benachrichtigen, hoffe ih 3 4
Sie dieselbe als ein Zeugniß meiner offenen und loyalen Ge⸗ sinnungen und meines brennenden Eifers fuͤr die Sicherheit dei Thrones ihrer erhabenen Tochter, fuͤr den Ruhm ihrer Waffen und
fuͤr schnelle Pacificirung dieser ungluͤcklichen Provinzen darstelle
werden. Gott erhalte Ew. Excellenz viele Fahre! — Pampelonq,
den 8. April 1835. Franeisco Es poz y Mina.“ . 1
3 . .
schoͤfe in Verbindung zu bringen.
und also ein wahrhaft unentbehrliches Werk fur die . ßische Kirchengeschichte vorliege. Die merkwärdigfien ürtunden sind
Griechenland.
Athen, 12. Maͤrz. Gestern lief die Englische Flotte unter Admiral Josias Rowleh in den Piraͤus ein. Man sah sie von der Akropolis, wohin sich Viele begeben hatten, um ihre Bewe⸗ ung zu beobachten. Sie besteht aus zwoͤlf Segeln und hat sohl nur den Hafen gesucht, um den Stuͤrmen dieser Jahres—
welche das Verweilen in den Gewaͤssern von Tenedos ge⸗
ö lich machen, auszuweichen. Die Regierung hat sich nach ] Ein Parlamentair des Ad⸗
gen den Piraͤus wieder verlassen wuͤrden, um in dem groͤßern Hafen der nahen Insel Salamis zu ankern.
Waͤhrend sich im hoͤhern Griechenland die Unterthanen des Sultans empoͤren und Lonstitutionen verlangen, haben wir auf Regropont eingeborne Griechen das Tuͤrkische Joch der milden herrschaft Otto s vorziehen 6 Mehr denn zweitausend Acker⸗ bauer, die nackt und bloß gekommen waren, sich auf Kosten der Regierung ansiedeln wollten, aber einstweilen, wegen Mangel an zonds, vertroͤstet wurden, sind nach und nach aufgebrochen, und zen Macedonien gewandert.
Inland.
Am 26sten v. M. wurde zu Vers—
Berlin, 2. Mai.
mold im Regierungs, Bezirk Minden das 50jährige Dienstjubi⸗ laͤum des feiert.
Kantors, Schullehrers und Organisten Muller ge— Dem Jubelgreise traten am Morgen dieses Tages seine etzigen Schuͤler mit Kraͤnzen entgegen, und brachten ihm ihre
indlichen Wuͤnsche in einem einfachen Gesange dar. Eine De—
utation der Gemeindeglieder bezeigte dem Jubilar ihre freudige
Theilnahme und fuͤhrte ihn zu einem Mittagsmahle, wo ihm im Namen der Gemeinde ein silberner Pokal sammt einem Festgedichte uͤberreicht, auch zu seiner groͤßten Freude ein Gluͤckwuͤnschungs⸗ Schreiben des Wirklichen Geheimen Raths und Ober-Praͤsiden⸗ ten Herrn von Vincke Excellenz verlesen wurde. Die treuen Gesinnungen der Versmolder, die mit inniger Liebe an Koͤnig und Vaterland haͤngen, offenbarten sich bei dieser Gelegenheit durch einen, von der Versammlung mit dem groͤßten Jubel aufgenommenen Toast auf das Wohl Sr. Majestaͤt des Koͤnigs. — Die Koͤnigliche Akademie der Medizin zu Paris hat auch
den Professor bei der hiesigen Universitaͤt, Dr. C. H. Schultz,
zu ihrem korrespondirenden Mitgliede erwaͤhlt.
— Der Marschall Maison traf am 26sten v. M. Abends, von St. Petersburg kommend, in Achen ein, und setzte am fol—
genden Morgen die Reise nach Paris fort. An demselben Tage
kamen Ihre Durchlauchten die Fuͤrsten von Trautmansdorff und von Liechtenstein auf ihrer Ruͤckreise von London nach Wien
durch Achen.
— Als naturhistorische Merkwuͤrdigkeit fuͤhren wir an, daß am 31. Maͤrz d. J. in der Gegend des Dorfes Misdroi (In— sel Wollin) eine Steinbutte gefangen worden ist, welche die au— herordentliche Groͤße von 26 Zoll Länge und 18 Zoll Breite maß. Der geoͤffnete Rachen des Thieres stand 4 33oll weit auseinander.
Literarische Nachrichten.
Der Dom zu Koͤnigsberg in Pr. Eine kirchen- und kunst— geschichtliche Schilderung, mit 8 die Domkirche darstellenden sithographischen Abbildungen in gr. Fol. — Erste Abtheilung 2ß Bogen in gr. 8.): Geschichte der Domkirche zu Koͤ— nigsberg und des Bisthums Samland, von Aug ust Ru— dolph Gebser, Koͤnigl. Superintendenten, erstem Dom⸗ prediger, Doktor und ordentl. Professor der Theologie 2c. — Zweite Abtheilung (24 Bogen in gr. 8.): Beschreibung der Domkirche 6 Koͤnigsberg und der in ihr enthaltenen Kunst— werke, von Pr. Ernst Aug ust Hagen, ordentlichem Pro— fessor der Kunstgeschichte ꝛc.
Dies, Sr. Maijestaͤt unseren Koͤnige zugeeignete und mit Höchst= desen Unterstuͤtzung zur Herausgabe gediehens Werk entstand auf
Veranlassung des im Jahre 1833 gefeierten Sobjaͤhrigen Jubelfestes
der Erbauung der Domkirche zu Koͤnigsberg in Pr. Zur Erinnerung an
dlese Feier ward die Erbauung eines Hauses fuͤr die Elementar⸗Kirch⸗ schule beschlossen, und, um die Mittel hierzu zu vermehren, verei⸗ nigten sich die würdigen Verfasser dieses Werkes zu dessen Heraus— gabe. Ein Theil der ersten Abtheilung, die Geschichte der Dom— kirche bis zur vollendeten Erbauung fortfuͤhrend, nebst den auf Ko⸗ sten Sr. Majestaͤt des Königs von dem Kbnigl. lithographischen In⸗
sttut in Berlin besorgten Abbildungen, erschien kurz vor der Judel⸗
feier im Monat September 1833; demnaͤchst Anfangs dieses Jahres die zweite kunstgeschichtliche Abtheilung, und die zu Sstern d. J. fertig gewordene weitere Geschichte der Bischoͤfe von Samland und der Kathedrale derselben, vollendet nunmehr das ganze werthvolle Werk. Die Erbauung des Doms durch den vierten Bischof von Sam⸗ land, Namens Johannes 1. Clare, gab die ngtuͤrliche Veranlassung, nicht nur von der Bildung des Bisthums Samland und den Vor⸗ e fern des Erbauers zu handeln, sondern auch die weitern Schick⸗ ale der Domkirche mit den Lebensumstaͤnden der nachfolgenden Bi⸗ Der letzte katholische Bischof, Georg von Polentz, , . die Einführung der Reformation in Preußen, und so knuͤpfte sich an die Geschichte des Doms auch natuͤrlich eine Darstellung der Reformation im Herzogthum Preußen. Kein Theil der Preußischen Geschichte ist in den fruheren Histo⸗ rikern so oberflaͤchlich, ünvollstaͤndig und voll Irrthuͤmer, als die Geschichte der Bisthümer, namentlich auch die des Bisthums Sam⸗ land. Hartknoch und Arnold solgen in ihren kirchengeschicht⸗ lichen Werken, neben einigen andern Chroniken, den unzüverlafsi—⸗ J Nachrichten Simon Grunau's und dessen uebersetzers Leo. lemand aber, der mit der Wuͤrdigung dieser Chroniker nur eini⸗ agen bekannt ist, wird sie fuͤr Quellen der Preußischen Ge⸗ hichte ausgeben und als solche benutzen wollen. Die wahre, und lange noch nicht erschoͤpfte Quelle für die Geschichte des Deuischen Ordens und des Landes Preußen ist das geheime Archiv; auch jur Geschichte der Bisthuͤmer hewahrt dasselbe sehr reiche Materialien. So weit Voig t's vortreffliches und erschopfendes Werk reicht (bis L107), ist darin allerdings auch diesem Gegenstande die nöͤthige ufmerksamkeit gewidmet, und umsichtig haben die wuͤrdigen Ber⸗ fasser die gediegenen Vorarbeiten in dieser Hinsicht, neben ihren ei⸗ genen ergänzenden Forschungen, benutzt und dankbar gewuͤrdigt. Von den ersten Jahren des funfzehnten Jahrhunderts ab verließ sie aber diese Quelle, und fuͤr den ganzen folgenden Zeitraum, bis auf die Reformation, mußte die Geschichte des Bisthums Samland zum ersten Male aus den Quellen, das ist aus den Urkunden des geheimen Archivs, erforscht und abgehandelt werden. Der Herr Herausgeber der ersten, geschichtlich «en Abthei⸗
lung ruͤhmt gätig (Vorrede S. Vil. 5 die Bereitwilligkeit, mit
welcher der Direktor des geheimen Archivs, Herr Profe ssor c. jr. digt, und der unterschriebene seine ,, durch ur⸗ lundliche Mittheilungen Y unterstüͤtzt haben. Als vicljähriger Beamter, alfo auch Kenner des Archivs, glaubt der Ünter⸗ schriebeng, das Urthell sich erlauben zu dürfen, daß nun zum ersten Male eine vollstaͤndige und urkundliche Geschichte des vorzüglich merkwürdigen und interessanten Bisthums unf enn, reu⸗
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überall guf das getreueste copirt, theils voll standig, theils in den zweckdien lichsten Auszuͤgen, unter den Tert der Beschreibung aufgenommen; Briefschaften, Copiarien, Registranten des Archivs, sind überall nach Fach (Schieblade, Nummer, Seiten jahl z. angefuͤhrt, damit kuͤnf⸗ tigen Forschern jederzeit die Quellen zu Gebote stehen können. Von achtzehn Bischöfen von Samland bis auf die Zeiten der Reformation hat der angestrengte Fleiß und Eifer des Herrn Ver⸗ fassers die merkwuͤrdigsten Lebens ⸗Umstaͤnde erforscht, ihre Theil⸗ nahme an den offentlichen Angelegenheiten des Ordens und die kirchlichen Verhaͤltnisse ihres Bisthüͤms geschildert, die Chronologie genau bestimmt, die Frrthuͤmer seiner Vorgaͤnger beleuchtet und be⸗ richtigt Simon Grünau und Leo sind, wie billig, nur angefuͤhrt, insofern sie mit andern gleichzeitigen Nachrichten und zuverlässigern Chronikern übereinstimmen; sonst sind ihre Uneberlieferungen nur be⸗ nutzt, um sie zu widerlegen und ihre Falschheit darzustellen. Hart⸗ , Arnold erscheinen nun in dieser Beziehung, wenigstens fuͤr die Ordenszeit, ohne historischen Werth.
Aus Urkunden des Archivs und Voigt's Geschichte ist das Leben der drei ersten Samlaͤndischen Bischoöͤfe vor Johannes J.: Heinnich's . von Strittherg, von 12338 bis um 187½, Ch ristian's von Mühlhausen, don 1276 bis 1291, und Steg fried's von Rein⸗ stein, von 1295 his gegen 1318, entwickelt und beschrieben. Die BVerdienste des ehrwürdigen Bischofs und Stifters des Doms, Johannes 1. Clare, von 1320 bis 13*1, sind umstaͤndlich, und mit vielen Urkunden belegt, geschildert; unerlaͤßlich war es hierbei auch, des edlen Hochmessters, Herzogs Luther von Braun⸗ schweig, der den Bischof durch reiche Spenden zur Srbauung des Doms unterstuͤtzte, der im Dome selbst starb und n Begraͤbniß darin erhielt, ehrenvolles Andenken dankbar zu erneuern.
Was Johannes des Ersten Nachfolger, Jacobus, von 1345 bis 1358, Bartholomäus, von 1359 bis 1378, für die Erweite⸗ rung des kirchlichen Lebens und fuͤr die . der Landbewohner, Dieterich . Tylo, von 1379 bis 1386, fuͤr die Verbesserung des Schulwesens in Königsberg, thaten, ist verdientermaßen ruͤhmend erwaͤhnt. Von Heinrich JJ. Kub al, von 1387 bis 1zos, Hein⸗ rich III. von Seefeld, von 1395 bis 1414, dessen Leben und Re⸗ , in die Zeit der ungluͤcklichen Tannenberger Schlacht fiel, ind di merfwuͤrdigsten Lebens- Umstaͤnde ausgehoben und geschil= dert. Die bisherige Reihe hoͤchst wuͤrdiger und verdienter Bischoͤfe unterbricht nunmehr Heinrich Iv, von Schauenburg, von 1418 bis 1416, nicht erfreulich. Er brachte das Bisthum in pro Schul⸗ den, starb aber schon nach elnem Jahre. Johannes 1s. von Sal⸗ feld ward sein wiederum wuͤrdigerer Nachfolger, von 1117 bis 1425. Dlesem folgte Michael Jünge, von 125 bis 1911. Noch reichhaltiger als früher fliehen von hier ab die Quellen des gehej= men Archivs fuͤr die Geschichte des Bisthums Samland, und mit Umsicht hat der wuͤrdige Herr Verfasser das Erheblichste fuͤr seinen Zweck benutzt. Michael's Nachfolger, Nicolaus von Schöneck, von ine bis 1170 erlebte und uͤberlebte wah rend seiner siebenundzwanzigjaͤhrigen Amtsführung die ungluck⸗ liche Zeit des dreizehniaͤhrigen Krieges. Seine friedlichen und vertraglichen Verhaͤltnisse mit dem Hochmeister Ludwig von Erlichshausen, seine von Rom ausgehende unverdiente Anschul⸗ digung, den Bund der Preußischen Städte und, Ritterschaft gegen den Orden beguͤnstiget zu haben, die deshalb erlittenen Unannehm⸗ lichkeiten 36 sind nach den daruͤber vorhandenen Urkunden und Brief⸗ schaften dargestellt.
Auf ihn folgte Dieterich II. Cuba, von 1470 bis 117, dessen ungluͤcklichen Verhaͤltnisse zu dem Hochmeister Heinrich von Richten⸗ berg seinen grausamen Zungertod im Kerker zu Taptau zur Folge hatten. Nur aus unzuverläͤssigen Chroniken war bisher sein trauri⸗ ges Schicksal bekannt und daher in einc truͤbe Dunkelheit gehuͤllt. Sichere Umstaäͤnde seines Lebens und Todes sind nunmehr aus den Quellen, namlich den Urkunden des geheimen Archivs, an das Licht gezogen, in historischer Wahrheit ist a Prozeß geschildert und er⸗ wiesen, daß sein gewaltsamer Tod von dem Hochmeister durch das Vorgeben, Dieterich sey eines ploͤtzlichen naturlichen Todes an der Pest gestorben, ungeglaubt von den Zeitgenossen, beschoͤniget wurde.
Auch fuͤr das Leben der naͤchsten Bischbfe, Fohannes III. Rehwinkel, von 1474 bis 1497, Nikolaus II. Kreuder, von 1497 bis 1593, Paul von Wath von 13803 bis 1806, und Günther von Buünau, von 1805 bis 1818, hat das geheime Archiv so wich⸗ tige, als sorgsam benutzte Materialen gellefert, wodurch die bis⸗ berige verworrene Chronologie dieser Bischoͤfe und andere Irrthuͤ⸗ mer berichtiget sind. Zunehmendes Sittenverderbniß der Mitglie⸗ der des Ordens sowohl, als der Geistlichkeit fuͤbrten jenen seinem Untergange, diese der Reformation entgegen. Mit dem Jahre 1519 begann der Bischof Georg von . tz, der Held der Reforma⸗ tion in Preußen, von Luther selbst geschaͤtzt und geehrt, seine segensreiche Wirksamkeit. Zwei fruͤhere Lebensbeschreibungen des merkwürdigen Mannes, von Dr. Böckel und Kons. Rath ünd Prof. Dr. Rhesa, erhalten hier aus den Quellen des geheimen Archivs vielfache Er⸗ finn ngen und zum Theil Berichtigungen. Seine freundschaft⸗ ichen Verhaͤltnisse zu dem Hochmeister, Markgrafen Albrecht, die Aemter, welche er, vor dem Bischoͤflichen, im Orden bekleidete, die
aͤufigen Reisen und wichtigen Geschaͤfte, welche ihn als Gesandten n des Ordens Angelegenhelten an die Höfe anderer Fuͤrsten fuͤhrten, seine Erhebung zur Bischbflichen Würde nach Guͤnther von Büngu!'s Ableben, seine Thaͤtigkest in dem bald darnach ausbrechenden Kriege des Ordens gegen Polen in den Jahren 1820 und 1821, seine Wirk⸗ samkeit als Regent des Landes während der Abwesenheit des Hoch⸗ meisters von 1822 bis 1821, insbesondere zur Beguͤnstigung der Re⸗ formation; alle diese Umstaͤnde, verbunden mit esner möglschst voll⸗ staͤndigen Darstellung der Einfuhrung der Reformation im Herzog⸗ thum Preußen, sind von dem Herrn Verfasser theils ganz neu zum ersten MalFe beschrieben, theils aus schon gedruckten Sammlungen ö Preußsschen Geschichte, mit Geist und Gefuͤhl zu einem erhe⸗ enden Bilde zusammengestellt. Auch für das weitere Leben Georg's von Polentz, als ersten evangelischen Bischofs, uͤber seine Thätigkeit in dlesem veraͤnderten Wirkungskreise, über die neuen kirchlichen Einrichtungen damaliger Zeit, uͤber die Gunst, in welcher er bis an sein Lebensende (1850) bet dem Herzoge Albrecht stand, sind viele neue , , ,, Umstaͤnde beigebracht.
An ihn schließen sich nunmehr kurzer hehandelte Nachrichten von den Pfarrherren bei der Domkirche nach den Zeiten der Refor⸗ mation, von Johann Brismann, Jacob Muͤller oder Moͤller, Peter Hegemon ze., bis auf den Herrn Verfasser des Werkes an, wobel auch Gelegenheit gewesen ist, des noch im sechzehnten und siebenzehnten Jahrhundert stattgefundenen theologischen Gezaͤnkes, der Streitig⸗ keiten Moͤrlin's, Ssiander's, Morgenstern's, Heshusius c., genuͤgend zu erwaͤhnen. Sodann folgt die Reihe der Diakonen bet der Domkirche bis auf die jetzige Zeit.
Den Beschluß macht die neuere Geschichte der Domkirche, nämsich die Darstellung dessen, was unser ehrwuͤrdiger und geliebter Kbnig fuͤr die Instandsetzung und Ausschmuͤckung des Doms mit . Huld und Lüberalitdͤt gethan hat, und bis auf die neueste
eit mit frommem Sinne zu thun nicht müde geworden; die Be—⸗ schreibung des oben gedachten fuͤnfhundertjaͤhrigen Jubilaͤums der Domkirche; eine Nachricht von der Gründung der Bomkirchschule, und endlich noch eine kurze Nachricht von der Anwesenheit Seiner Majestaͤt des Königs, der Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses in der Domkirche im Sommer des Jahres 1834.
Diese fluͤchtige 8e ee der uͤberaus reichhaltigen ersten ge⸗ schichtlichen Abtheilung wird genuͤgen, um den großen und bleibenden Werth derselben zu bezeichnen. Schreibart und Ausdruck sind dem religibsen Ge ut ant.⸗ und der Darstellung eines geist⸗ lichen Lebens immer würdig gehalten, und der, der Geburt nach uns nicht angehbrende Herr gf hat nicht nur die Geschichte seines neuen Heimathlandes mit unverkennharer Liebe behandelt, sondern es auch tief empfunden und lebhaft ausgedruͤckt, welche Wohlthaten insbesondere sein geliebtes Gotteshaus und die ihm theure Domgemeinde der landesvaͤterlichen Huld Friedrich Wil⸗ helms des Dritten zu verdanken hat. —
Der Herr Verfasser der zweiten, kunstgeschichtlichen
Abtheilung, fuͤr welche die Quellen des geheimen Archivs weit sparsamer flsssen, mit desto groͤßerer Anstrengung also aufgesucht, mit Geschick und glücklicher Combination zusammengestellt sind, und uberhaupt mit , n. Hülfsmitteln Viel geleistet ist, liefert net allgemeine Nachrichten über die Kunst des Deutschen Ordens n Preußen, vornehmlich uͤber den aͤltesten Kirchenbau im Sam⸗ lande, handelt sodann von den drei Samlaͤndischen Dombauen im Allgemeinen, und geht hierauf zur Beschreibung der Domkirche im Kneiphof und ihrer vornehmsten Kunstwerke uber. Ihre Architektur, Malerei, Bildnerei sind auf das genaueste erforscht und beschrieben; vor Allem ist auf das fruͤher wenig beachtete Denkmal des Markgrafen Albrecht an der Ost⸗ seite der Fuͤrstengruft und dessen hohen Kunstwerth aufmerk⸗ sam gemacht. Insoweit es zu ermitteln . n ist zugleich auf die Kuͤnstler, welche die bemerkenswerthesten Denkmale verfer⸗ tiget, Bezug genommen. lernäͤchst folgt eine Beschreibung der Grabgewoͤlbe, Grahmaͤler, Leichensteine und Saͤrge, mit Angabe der Inschriften; und die von mehreren der letztern in Lateinischer Sprache von dem Herrn Verfasser gelieferten metrischen Uebertra— gungen in die Deutsche Sprache werden gewiß die Leser, darunter auch hoffentlich Frauen und Jungfrauen, als eine uͤberaus anspre— chende Gabe seines Dichtertalents erfreuen. Auch noch verschiedene andere Gegenstaͤnde der Domkirche, als: die Glocken, Altar, Taufe, Kanzel, Orgel, Choͤre, Stuͤhle, Biblio⸗ theken, Kirchengeraͤthe u. . w. sind nicht vergessen, und so stehet denn auch in dieser Beziehung ein vollendetes Bild des ganzen er⸗ habenen Domgebaͤudes da; durch acht lithographirte Abbildungen versinnlicht, worunter besonders die Innere Anficht des Doms und der Fürsteng ruft, nach dem Gemaͤlde, welches Seine Ma⸗ jestaͤt der Konig durch den Professor und Direktor der Kunstschule in Danzig, Herrn J. C. Schultz, anfertigen zu lassen geruhet, sich auszeichnet, und eine andere von dem obenerwaͤhnten kunstvollen Denkmale des Markgrafen Albrecht ein getreues Bild giebt. Je mehr nun dieses Werk die verdiente Anerkennung finden, und durch dessen weite Verbreitung fuͤr den wohlthaͤtigen Zweck, zu welchem die Herausgabe unternommen und der Ertrag bestimmt ist, gewonnen werden wird, um desto mehr werden die verdienten Herren Verfasser sich fuͤr die große Anstrengung, mit welcher sie der Bearbeitung desselben sich unterzogen haben, belohnt fuuͤhlen. Druck und Papier . hiesigen Hartungschen Hofbuchdruckerei) sind vortrefflich, die lithographischen Abbildungen (auf großein Royal-⸗Folio) einer Koͤniglichen Anstalt wuͤrdig; der Preis (das voll— staͤndige Werk mit den Abbildungen kostet 5 Rthlr. 20 Sgr., der bloße , zoz Bogen, ohne Abbildungen, 2 Rthlr. 15 Sgr.) uͤber⸗
aus . . ö nigsberg in Preußen. Faber ; Geheimer Arch bar.
Meteorologische Beobachtung.
1838. Morgens Nachmitt. Abends J Nach einmaliger 1. Mai. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. Beobachtung.
Luftdruck. 33, Ss Par. 332,0 Par. 3832, 6, Pat. Quellwärme 6,99 R. Luftwaͤrme 4 S, 9 R. 4 18,9 R. 4 S, S OR. Flußwärme 9,1 9 R Thaupunkt 4. , » R. 4 2,0 0 R. 4 , 0 R FlußwaBrmt 9, . Dunstsaͤttg 72 pCt. 32 pCt. 68 pCt. Bodenwärme 8, S R. ir, Ges. äs. belkzgtet, Leong Ger Al. Wolkenzug — SSD. — Niederschlag 0, o o e Rh.
Tagesmittel: 332,94“ Par. . 11,9 R. .. 3,19 R. .. 57 pCt.
Berliner Börse. Den 2. Mai 1835.
Amtl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (HPrergss. Corr.) - XII,. rr, eld. V,, rief fe- eld. St. · Schuld Sch. 4 lol ve looꝝꝝ Ostpr. Pfandbr.ä A 102 — Pr. Engl. Obl. 30. A J 987 Pomm. do. A 107 105 Prüm. Sch. d. Spoeh. — 655 657 Kur- u. Neum. do. 4 1021 Kurm. OblI. m. I. C. 101 — Schlesische do. 4 106 Neum.lIut.Sch.do. 1 — Berl. Stadt - Obl. — Königsb. do. 98 Elbing. do. 1 — Danz. do. in Th. Westpr. Pfandbr.
Rkat. C. u. Z. - Sch. d. K.- u. NX. — —
215
Gold al marco — Neue Duk. ... — Friedrichsd'or .. — 11 131 Grosshx. Pos. do. Disconto — A mm mr G , r . Prei ss. CQOs6.
Wechsel- Cours.“ — . Hri ef. C ld.
Amatendam ... . 250 RHI. ĩ 1423 dito 141 Ilamburg 1513 dito 151 London 6 251 Paris 80 r 1017 Augsburg 1033 Breslau — ; — Leipzig ; 8 103 Frankfurt u. M. WZ. ..... ; It. 103 Petersburg ; och. — Warschau — —
1013 1021
Auswärtige Börsen. Amsterdam, 27. April.
Niederl. wirkl. Schuld 6Ezę. 5S§ do. 1023. Ausg. Schuld 1711. Kanz-Bill. 26 . M3 Amort. 953. 393 80. Russ. 993. Cestsrr. 99]. Ereus:. Präm. Scheine 1155. do. AS Anl. —. Span. 58 501. 33 3165.
St. Petersburg, 25. April.
Lond. 105z3. HKuamburg 99. Silber- Kub. 3873.
(is8 1 u. z2) v.
Königliche Schauspiele.
Sonntag, 3. Mat. Im Opernhause: Auf Befehl: Ro—⸗ bert der Teufel, Oper in 5 Abth., mit Ballets. Musik von J. Meyerbeer.
Im Schauspielhause: Des Goldschmieds Toͤchterlein, Alt— deutsches Sitten-Gemaͤlde in 2 Abth., von C. Blum. Hierauf: Die Novize, Lustspiel in 1 Akt, von C. Blum. (Dlle. Helene Muͤgge, Schuͤlerin der Mad. Crelinger: Therese.) Und: Zum er— stenmale: Die Verraͤtherin, Original-Lustspiel in 1 Akt, von F. v. Holbein.
Montag, 4. Mai. Im Schauspielhause: Die ungluͤckliche Ehe aus Delikatesse, Lustspiel in 4 Abth., von Schroͤder. (Hr. Seydelmann: den Grafen Klingsberg, als Gastrolle.)
Dienstag, 5. Mal. Im Hpernhause Figaro's Hochzeit, Oper in 2 Abth., mit Tanz. Musik von Mozart. (Dlle. Ste— phan, die Graͤfin, als Gastrolle.)
Im Schauspielhause: Franzoͤsische Vorstellung.
Königstädtisches Theater. Sonntag, 3. Mai. Der Gloͤckner von Notre-Dame, ro—⸗ mantisches Drama in 6 Tableaux, von Charlotte Birch-Pfeiffer. ontag, 4. Mai. Lestocg, oder: Intrigue und Liebe, Oper in 4 Akten. Musik von Auber. Fuͤr die Deutsche Buͤhne bear⸗ beitet vom Freiherrn von Lichtenstein.
53 las cript.
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