1835 / 150 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sun, 31 May 1835 18:00:01 GMT) scan diff

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schaft des Conseils übernommen, was Elnige dem Einfluß des Ministers Freire, Andere aber der Herzogin von Braganza zu⸗ schreiben, die den Grafen schon in Brasilien gekannt. Manche halten, im Widerspruch mit der ersteren Ansicht, die Erhebung des Grafen Linhares fur einen Triumph der aristokratischen Par⸗ tei, die nach dem Sturze Palmella's allen ihren Einfluß aufge— boten habe, wenigstens die Gelangung des Herrn Freire, eines Emporkoͤmmlings, zum Vorsitz im Minister⸗Rathe zu verhindern. Das Kriegs⸗-Ministerium ist noch unbesetzt; man nennt den Bri⸗ gade⸗General Nepomuceno als Kandidaten dafuͤr; allein aus dem fortwährenden Aufschub der Abreise des Marschalls Saldanha nach Paris schließt man, daß dieser doch fruͤher oder spaͤter die— sen Posten erhalten werde. Graf Mejean und Baron Billing haben sich nach Gibraltar begeben, um von da nach England ab⸗ zusegeln. Es sind Praͤmien fuͤr Entwuͤrfe von Eivil-Vund Kri— e , lt / minal⸗Gesetzbuͤchern ausgesetzt worden. Man will wissen, daß 1833. Morgens Nachmitt. Abends Nach elnma = ö. ö ö neuen . in . mit . großen 28. Mai. 6 Uhr. 2 Uhr. 10 Uhr. htu? apital im Werke sey, und Kundige sind der Tseinung, , k . daß dies —ᷣ gelingen muͤsse. Die Portugiesische ö 4 . ö . Quellwarme 7) Regierung leistet demselben, wie allen nuͤtzlichen Entreprisen, gro⸗ , n n, . 5. So o dt. 8,20 Y. ßen Vorschub. Unter den vielen Dekreten, welche die Regie Dunstsättg S5 pCt. 56 pCt. 78 C6 rungs-⸗Zeitung in Folge von Cortes-Beschluͤssen enthalt, befindet Petter...“ weiter. halbhester. 1růbe. sich auch eines, wonach diejenigen Miguelistischen Offiziere, wel⸗ Wind ... SSV. S. SSO. che in die Uebereinkunft von Evoramonte einbegriffen waren, so Volken zug SSDO. lange, bis die Cortes eine andere Verfuͤgung erlassen, halben Tagesmittel: 336,8 «““ Par. . 111.70 R. .. Sold ausgezahlt erhalten sollen, und zwar „nach dem Grade, ö . in 3 . ö. . sie . , egierungen Johann's VI. und Maria's II. gehabt, und vom 29. j 12833

Datum der Uebereinkunft an bis zum 31. Maͤrz dieses Jahres Den 29. Mai 1835. . in Staats-Papieren, von da, an aber in baarem Gelde.“ Diese Amtl. Fonds- und Geld. Cours. Zettel,. (Lreuse.l Bestimmung soll auch fuͤr diejenigen gelten, denen durch fruͤh ere . . Vergleiche, um sie zum Uebertritt zu bewegen, voller Sold zu— . e, ,. gesagt worden war. Ein anderes Dekret bestaͤtigt die Pension It Schuld Sc. . 1 ib io] des Admirals Napier zum Belauf von 600 Pfd. Sterling. r. Kngl; Hbl. 3 * . Der Erzbischof von Lacedamon in partihus, dem Range nach in . 64. . Portugal der Naͤchste nach dem Patriarchen, hat an? den Kor— e , n n, ) 9 respondenten, den die Tinies in Lissabon unterhaͤlt, geschrieben, korl. Star Gbi. 3 160 um sich uͤber einen Bericht desselben zu beschweren, wonach die— . ö

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fremder sektirerischer Missionaire die Thaͤtigkeit der Polizet in Anspruch zu nehmen. Aehnliche Erscheinungen sollen auch in andern Theilen des Landes sich gezeigt, namentlich, durch frem⸗ den Einfluß unterstuͤtzt, pietistische Konventikel sich hin und wieder gebildet, und unentgeltlich unter dem Volke vertheilte so⸗

enannte Erbauungs⸗-Schriften unvermerkt sich eingeschlichen ha⸗

en. Der Verfolg des Ausschreibens enthaͤlt sodann ganz zweck⸗ maͤßige, auf den Grundsaͤtzen der Milde und der üeberzrügung beruhende Rathschläge, wie diesen Erscheinungen in Zeiten begegnen, und der Keim zu kirchlichen Spaltungen und zu ver—⸗ 3 und irreligiosen ö mit Kraft zu unterdruͤcken sey. Am Schlusse des Ausschreibens werden die Superintenden⸗ ten und Dekane beauftragt, von ihren Wahrnehmungen und Verfuͤgungen in dieser Angelegenheit dem Ober⸗Konsistorium von Zeit Zeit Mittheilung zu machen.

Frankfurt a. M., 23. Mat. Im hiesigen Con ver sa⸗ tionsblatte liest man: „Die hiesige Gemaͤlde⸗Ausstellung ge⸗ winnt sich das gebildete Publikum mit jedem Tage mehr. Ge⸗ stern stroͤmten gegen achthundert Menschen nach dem goldenen Roß, um den beiden Maͤdchen am Brunnen von Bendemann, die uns heute fruͤh verlassen haben, Lebewohl zu sagen. Auch ist es wohl in der That Wenigen unter uns vergönnt gewesen, eine so große Anzahl meistentheils vortrefflicher Bilder neuerer Deutscher Kuͤnstler beisammen zu sehen. an erstaunt über den Reichthum der Duͤsseldorfer Schule, die uns bis jetzt fast ganz unbekannt geblieben war. Daß uns Muͤnchen des Bedeu— tenden weniger gesendet, finden wir natuͤrlich, indem dort die groͤßten 3 . wie namentlich Cornelius, die Zierde und der Stolz des Deutschen Vaterlandes, fast nur al sresco malen. Uebrigens besitzt unsere Ausstellung auch von Muͤnchner Kuͤnst⸗ lern, wie von Holm, Adam, Hitz, Buͤrkel, Stieler, Kaltenmoser u. Ar, mehrere Bilder, die, wenn sie auch nicht, wie z. B. die Landschaften von Lessing, gebieterisch auf den ersten Blick die Phantasie gefangen nehmen, doch unleugbares, zum Theil . Verdienst . und als werthvolle Kunstwerke vom Publikum anerkannt werden. Ueberhaupt wurden wir es sehr beklagen, wenn der edle belebende Wetteifer zwischen den beiden beruͤhm⸗ ten Schulen in Animositaͤt ausarten sollte, wodurch die Begei⸗ sterung, ohne welche nichts Großes geschieht, not wendig erkalten mußte, Freuen wir uns des Guten und Schönen, woher es auch kommen mag! Auch die Anordnung des Ganzen, die wir, wie man hon, dem Hrn. Inspektor Wendelstaͤdt verdanken, ist vortrefflich. Moͤchten nur uUnsere reichen Kunstfreunde recht viel der dargebotenen Kunstschaͤtze sich aneignen, ihren Pracht— zimmern zum unvergaͤnglichen Schmuck und sich selbst zum gro⸗ Fen Verdienst. Schoͤnes hervorbringen ist Seligkeit, Schoönes foͤrdern Gottesdienst.“ .

dann die Kavallerie in halben Escadrons, in halben Batterieen zu 4 Geschuͤtzen, zuletzt die Lehr⸗Es Nach beendigtem Vorbeimarsch ließen Se. Majestaͤt der noch einmal die Infanterie in Kolonnen vorbeimarschiren. die saͤmmtlichen Prinzessinnen des Koͤniglichen Hauses,

Ihre Kaiserl. Hoheit die Großfuͤrstin Helena und Ihre z 8 6 e ; Hoheit die Prinzessin Friedrich der Niederlande hatten 2 *

dem militairischen Schauspiele eingefunden, das von dem 9

sten Fruͤhlingswetter beguͤnstigt wurde. Se. Majestaͤt der 63

darauf die A

Allgemeine

s- Ztitung.

und die Prinzen des Köoͤniglichen Hauses waren mit dem Bande des St. Andreas, Ordens geschmuͤckt. Morgen we dem gesammten Garde⸗-Corps ein großes Corps⸗-Mans ve gefuͤhrt.

Berlin, Sonntag den 31 sten Mai

ö Meteorologische Beobachtung.

. i der Geschichte antworte. Dle achten. Sodann von dem urtheilsspruche der E e, . . , nh Repraͤsenta⸗ , . haͤlt sich ö . Je. i aber werde ich zeigen, a, 9 beruhen, die man nicht einer eputirten versehenes Schreibe 7 h. Meld ö, tiv⸗Regierung auf . rn 16 Theorie aufopfern darf. beiden kommt und r, n, tar n g, n em,, Ie han r fit er ue, 6 dem Gesetze vom 28. Maͤrz 1822. ligt sey. Der andere b ö. . Es handelt sich Hier zungch rönnet “3 Es ist zum Gefctzz Du. der Kommission, noch auf, die Derfammlung, wobin ihn doch seine . i , ,,, ͤ . zur r e ,, lf 6 jetzt u. die verlangte Autori⸗ : ö des Ministers, der ein Gesetz contrasignir ͤ ift. Sie n ,, , e , , , : ͤ Si n die Initiative . ; 4. ,,,, , , , , , , Eh at begehen, und also die verlangte Autortsation ertheilen.

immung der Pairs-Kammer“) Dieses Gesetz vom 25. Marz . . 1830, von Herrn Dupont contrasignirt, Paris, 23. Mai. Der Köoͤnig besuchte gestern des Mu⸗ , , . 1. teh ö. 1 , , seum im Louvre. Der Prinz Leopold von Sictlien machte dem Eoöͤrper usnahme, das Recht, = r , , . 1. . , n, be. garen ö, gestern Abend i. , ,, n nn,, g, in welcher in Bezug auf den gestrigen Vor— e rs⸗-Kammer dieses Recht zugestanden worden, soön⸗ neral-Versammlung, in welch in g n Vor ö. e, ,, . mit., der Czistznz eincg jeden ge- fall in der Deputirten-Kammer eine dem e, . einzurei⸗ sellschaftlichen Körpers verknuͤpfte Folge. Ein solcher Körper muͤß⸗ hende Vorstellung abgefaßt und unterzeichnet wurde. 66 te auf seine Existenz verzichten, wenn ihm die Macht, sich zu vep⸗ Ein Gerichtsdiener! des Pairshofes begab sich gestern ,, n , , ,. fs neue nach der Conciergerie, um 6 der dort verhafteten Lyoner des Verhyrs beleidigt wird, verleiht das Gesetz ihm das Recht, ja, au klagten zu bewegen, den gerichtlichen Verhandlungen beizu— es legt ihm die Pflicht auf, die ihm zugefuͤgte Beleidigung zu Angeklagten z 9 e, l, , 0 Nicht seiner Person wegen hat ihn das Gesetz mit d . . sᷣ 3 ang ih n ) Schutzwehr umgeben, sondern in dem Interesse des Amts, womit ben , . ge t ws, e welten d. Dꝛato⸗ i ; (sich geweigert, den Dienst beim nal⸗Garde ist dafuͤr, daß er sich geweig . , g,. Pairshofe zu versehen, von dem DisziplinarRathe zu 2astuͤndi⸗

. leidet ist, und welches er unversehrt erhalten soll. Gerade so ch g ih mit den Kammern. Oder soll ein berathschlagender ger Haft kondemnirt worden. Er will auf Cassation dieses Ur— theils antragen.

Koͤrper wie ein bloßer Privatmann um Gerechtigkeit flehen?. Mit Das legitimistische Blatt „la Mode“ ist wegen eines Arti⸗

„Ungestraftheit der Parteien würden die Angriffe sich immer

e in . m. . ich, daß, bestaͤnde das Gesetz vom 23.

Maͤrz 1822 nicht, Sie sich beeilen müßten, es ir n n n eu

3. fa , ,n, e so . ich mich kels mit der n , f. „Der Alp von Chantilly“ in Beschlag

h it i isinnigen J n orden.

wundern, wie Maͤnner, die so weit in den freisinnigen Ideen vor 8 en en, , . em Shore . Marin verhaftet wurden, sind bereits 75 wieder auf freien Fuß geseßzt worden; inzwischen haben gestern einige neue Verhaftungen statt— gefunden.

ritten seyn wollen, ein Privileg ium verlangen koͤnnen; denn r , als die Begrundung 4 Privilegiums beabsichtigt

r Ir i Nachrichten

Von der Spanischen Graͤnze sind keine neuern Nac en

hier eingegangen. Die Gazette de France will indessen wis⸗

ĩ ie bei ĩ llgemei⸗ man, wenn man will, daß die beiden Deputirten von der a nen Vorladung der angeblichen Unterzeichner des bewußten Schrei⸗ 5 di ini ͤ Vittoria, am en, daß die Stadt Trevino, einige Lieues von ia. ö 31 Zumalacarreguy mit Sturm genommen worden sey⸗

sgeschloͤssen seyn sollen. Und doch besagt die Charte, daß 1 . vor dem Gesetze gleich seyen. Was jedoch und daß er bei dieser Affaire 600 Gewehre erbeutet und 330 Gefangene gemacht habe.

ie unverketzlichkeit des Deputirten betrift, so gilt sie, mei⸗ 9 1 , bloß, so lange der Deputirte eine Handlung als sol⸗ Großbritanien und Irland. Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Siz⸗

cher begeht. In allen uͤbrigen buͤrgerlichen Handlungen ist er, wie zung vom 21. Mai. (Nachtrag. Lord Brougham sagte

. Andere, dem gemeinen Gesetze unterworfen. Dies gilt sogar . unn. auf der Rednerbuͤhne steht: um so viel mehr, i Vorlegung seiner Resolutionen uͤber den Volks⸗-Unterricht: 2. 29 4 se⸗ Ungluͤck, denn als ein solches betrachte ich es

wenn er sich außerhalb dieser Versammlung befindet! Wir sind wirklich, von den politischen Meinungen einer großen Majoritaͤt

Buͤ dieser Titel ist so schoͤn, daß wir keines anderen und höͤ⸗ a , Als Buͤrger aber! sind wir den Gesetzen unterwor⸗ errlichkeiten abzuweichen, und es beunruhigt mich, daß diese nr g e ,,, der Meinung vielleicht dieser Sache nach⸗

Amtliche Nachrichten. Bodenwãrme Il Kr o nik des Tages.

. oͤni Taj e isheri iserl. Russi— Ausdünst. C, oo z Koͤnigs Majestaͤt haben den bisherigen Haiserl Niederschlag O, pffath und Professor, Dr. g th zu ,, U R. An en Professor der Anatomie und Zoo ogie in de . pakultät der Universitaͤt zu Koͤnigsberg e h sdenselben ausgefertigte Bestallung Allerhoͤchstselbst z n geruht.

Flußwärme 12.

Berliner Börse.

. ivat⸗ ent Dr. KarlÜ Otto von Madai hr bisherige Privat⸗Docent Dr. t on eren n ist zum außerordentlichen rofesso in der juristischen 1 nnn der dasigen Üniversitaͤt ernannt worden. t der dasigen Uni , ; Istpr. Ffanqspr. 12 ö bisherige Privat⸗Docent bei der , , 5 Kön gz⸗ komm. do. 16 hrovinzial⸗Schulrath und Gymnasial⸗ Direktor, a , ö . u. . 9 103 K auße ordentlichen Professor . der philosophischen Faku Schlesische do. 16tz er Universitaͤt ernannt worden. Rkst. C. u. L. Soli. ? Pchter Universit.

d. R. u. N. 99 Gold al mareo 41 Neue Dukßk. ... 162 kreiedrichsd'or .. 1627 Discont⸗o

. Se. E er G Infanterie gekommen: Se. Excellenz der General der J rel lo tant Sr. Majestaͤt des Kaisers von Rußland,

von St. Petersburg. . ö. Schwedische außerordentliche Gesandte und de⸗ shtigte Böinister am Kaiserl. Russischen Hofe, Freiherr Falmenstjerna, von Dresden. . . Se. Excellenz der Königl. Säͤchsische Senta gant und Staats-Minister, von Zezschwitz, nach Dresden.

Königsb. do. ser Geistliche von der Nattonal-Garde beschimpft worden und knen do. beim Volke ganz unbeliebt seyn sollte. Der Praͤlat behauptet in Hanz do. in Th. seinem Briefe von beidem gerade das Gegentheil. Wenthr. Pfandbr.

Grosahx. Hos. do. Turkei.

Die Allge meine Zeitung schreibt von der Serbischen Graͤnze, 15. Mai: „Ein Englischer und ein Franzoͤsischer Courier sind von Konstantinopel hier eingetroffen und haben ihre Depeschen an andere Couriere uͤbergeben, die in der Qua— rantaine auf sie warteten. Letztere sind sogleich nach London und Paris weiter geeilt. Man weiß nicht, was diese Courier⸗ Sendungen, die sehr kostspielig sind, veranlaßt haben mag, da in der Tuͤrkischen Hauptstadt Alles ruhig ist, und die Unter— handlungen mit der Pforte jetzt von keiner großen Wichtigkeit seyn koͤnnen. Man ist daher sehr neugierig und uͤberlaͤßt sich allerlei Muthmaßungen, die jedoch sehr gewagt scheinen. Eine duͤrfte wahrschelnlich seyn, daß naͤmlich der Sultan auf die vielfachen Vorstellungen des Lords Ponsonby uͤber die freie Schifffahrt ins Schwarze Meer eine definitive Ant— wort gegeben, nachdem man in Konstantinopel von dem Wechsel des Englischen Kabinets Kenntniß erhalten hatte. Die bis jetzt von der Pforte auf die Reclamatisnen Englands ge⸗ machten Ersffnungen waren wohl ablehnend, aber dabei immer etwas evasiv, nun scheint sie eine bestimmtere Sprache gefuͤhrt zu haben, um des Ermuͤdenden einer Verhandlung uͤberhoben zu werden, welche zu nichts fuͤhrt, aber vielfache Unannehmlich⸗ keit verursacht. Ist es wahr, daß die Pforte sich jetzt bestimm⸗ ter als bisher gegen jede ihr unbillig scheinende Forderung aus—⸗ spricht, so mochten nicht allein der Wiedereintritt des Lords Pal— merston in das Britische Kabinet, sondern auch die gegebenen Aufschluͤsse Mustapha Bey's, welcher

Aus würtige Häörsen. Amkterdam, 22. Mai. Niederl. wirkl. Sehuld 35z3. tanz-Bill. 2113. 383 255. Linsl. 183.

Span. ö

, Ge ler r nebeee u. em 8eitungs-Rachrichten. ,,

Rußland. . Ft. s burg, 23. Mai. Se. Maj. der aiser a⸗ H 33, Donischen , . ö 9. Mejor Leonoff J., den St. Annen-Orden erster 6. mi zisit. Krone, und dem Ober⸗Befehlshaber der in , m Häfen des Schwarzen Meeres, Vice-Admiral Lasarew, Se. Wiladimir-Orden zweiter Klasse verliehen. . Die Moskausche Zeitung enthaͤlt eine Aufforderung so⸗ an vaterlaͤndische als auch auslandische Gelehrte sich zur Sonnabend, 30. Mai. Im Opernhause: Der Aufruhr tung der erledigten Professur für allgemeine Verrrin er Serail, Ballet in 3 Abth., von Ph. Taglioni. Vorher: in und in zbesondere für die Zoochirurgie bei der Hei, Degen, dramatischer Scherz in 2 Abth., von E. Raupach. zico-Chirurgischen Akademie in Wilna zu melden. Der ö hr⸗ Im Schauspielhause: Spectacle demande: 1) Les si Gehalt beläuft sich auf 5009 Rbl. B. Ass. 3 nach Ver auf féroces, grand melòdrame en 1 acte 2) Lauihassatlen', 19) Jahren kann der Prof. ord. die Wuͤrde eines Algdemi⸗ de ville en 1 acte. par Serihe. 3) Etre aimé ou mourir, mit einer Zulage von 566 Rbl. erhalten; nach 26 jaͤhrigem de ville nouveau en 1 acte, par Scrihe. nelhaftem Dienste verwandelt sich dieser ganze Gehalt in eine

Frankfurt a. M., 25. Mai. lichsten Wetter beguͤnstigt, die neuen Hospitals zum heiligen Geist vorgenommen.

In der Ob er⸗Post⸗Amts Zeitung liest man: „Gestern fand in dem in unserer Naͤhe liegen den Großherzogl. Hessischen Orte Holzhausen eine seltene Feierlichkeit statt.“ Der Pfarrer der dortigen katholischen Gemeinde legte mit seinen Gemeinde— Angehörigen das protestantische Glaubens⸗Bekenntniß ab, worauf sie sammtlich in den Schoß der protestantischen Kirche aufge—⸗ nommen wurden. Bei der von allen Seiten herbei gestroͤmten Menschenmenge mußte die Feier auf freiem Felde vorgenommen

werden.“ daß auch hier jetzt Bespre—

Heute ward, von dem freund⸗

Span. S3 AM. feierliche Grundsteinlegung des

Neue Span. Anl. 58. Frankfurt a. M., 26. Mai.

Jesterr. S8 Metall. 1025. 10624. 33 93 v5. 218 9

13 255. k Bank- Actien 1602 1699. Hart. Ouitz. i413. 1

Loose zu 1090 (. 212. Br ireuss. Prim. - ch. zz Hr. (l.

Anl. 984. G. Holl. S3 Oblig. v. 1832 1913 Br. Malu. Loose

69. 58 Spaun. Kente 42. Arz. 33 do. perp. 253 21.

l'aris, Z3. Mni.

53 Rente 108. 30. 38 do. S1. 30. S8 Neap. 98. 79. 59 8

22. 35 257. Ausz. Shan. Schuld 173. Cortes 40. Coup.

Enprunt royal 465. 233 Holl. 57. 73.

Könialiche Sch au spiele.

Cop

. ä ä ä ä

Das hiesige Journal meldet, chungen uber die Anlegung von Eisenbahnen stattsinden, und macht auf die Nothwendigkeit aufmerksam, Frankfurt a. M., Telches jetzt das Centrum der großen Handelsstraßen sey, die Deutschland mit dem Auslande nach allen Richtungen verbinden, auch in dem Netze von Eisenbahnen, das sich jetzt uͤber Deutsch⸗ land ausbreiten möchte, einen Verbindungspunkt bilden zu lassen.

r, e e.

fen, sind nicht unverletzlich, sondern stehen unter den Gerichtshöͤfen e . hej es 6, noͤthig, daß in solchem Falle die Kammer erst den Fall selbst untersuchs? Wozu, frage ich, diese Noth⸗ wendigkeit? Sie gilt bloß dann, wenn es sich um Fune⸗ tionen eines Deputirten handelt Ich berufe mich . die beiden in dieser Kammer bereits vocgekommenen Faͤlle, wo zwe von der Pairs-Kammer vorgeladene Deputirte selbst kamen, um

2 2 e 88 8 mn K K

Oesterreich. Wien, 25. Mai. (Schwab. Merk.)

sang der Regierung des Kaisers Ferdinand, der seit einer Neihe

2

ven Jahren ganz unbemerkt seine Muse dem Geist eines an Er— sindungen und industriellen Unternehmungen so reichen Jahrhun⸗ derts zuwandte, und zuletzt eine große Vorliebe zu allen diesen Zweigen gewann, zeigt sich, daß er als erlauchter Schuͤtzer der⸗ selben, wenn ihm der Himmel sein theures Leben erhaͤlt, so wie sein erhabener Vater die Aufgabe der Erhaltung der festen Ein⸗ tracht unter den verbuͤndeten Monarchen zu loͤsen wußte, die er⸗

fun! Volker dem Wohl⸗

habene Bestimmung zu erfuͤllen trachtet, stand und der Entwickelung aller großartigen entgegen zu fuͤhren.

muͤhungen gemacht, er sich diesen zuwandte.

und Wenige ahneten, großen Gedanken seiner

sandte, seinen Namen bei deren Ertheilung nie und schien an den wichtigen Ereignissen, die

wenigen Monate, waͤhrend welcher er das Rude

sen Uebernahme er großen Hochsinn und Edelmuth gegen alle

Umgebungen seines erhabenen Vaters beweist, seine Jugend benutzt, und welcher Geist, der in mern schien, in ihm waltet. Rasch und unerm sich seinen Regenten-Pflichten, und ein

len Erledigung. Wir haben senbahn nach Lemberg erwahnt, und Sr. Maj.

reichs und selbst Bayerns und Aussichten darbietet, und uͤberdies als

Brigitten- Aue einen Kanal zu leiten,

Hafen fuͤr die Kaiserstadt mit Magazinen zur

der Erzeugnisse und selbst fuͤr die Ueberwinterung der Schiffe zu

erbauen.

Portugal. Lissabon, 11. Mai. Engl. Blatter.) nisterium ist noch immer nicht gan Mitglieder der Opposition haben sich

weilen hat der Marine⸗Minister, Graf Linhares,

Ferdinand hat sich, obgleich still und zu⸗ rückgezogen als Thron⸗Erbe, diese Aufgabe zum Ziel seiner Be—

edlen guten Seele Schuͤchtern und in sich verschlossen brachte er seine Jugendjahre mit diesem Studium und mit Austheilung von Wohlthaten, die er meistens durch Vertraute mit dem Bedeuten

e . ö seine fruͤheren Jahre oͤfters trüben mußten, keinen Antheil' zu nehmen.

großartiges Projekt um das andere erfreut sich seines Schutzes und einer schnel⸗ neulich des Planes der Ei—

schon heute koͤnnen wir von einer Navigattons⸗Gesellschaft, deren Statuten von

dem Kaiser bereits genehmigt sind, welche dem Handel von Wien, vorzuͤglich aber dem Gber— Württembergs, sehr vortheilhafte t ein Riesenwerk des va— terlaͤndischen Unternehmungsgeistes Bewunderung erregen wird. Die Unternehmer sind bereits beisammen und erwarten nur die Ausfertigungen von Seite der Landesstellen, um zum Werk zu schreiten. Es betrifft die Sache nichts Geringeres, als durch die um dort einen foͤrmlichen

z zu Stande gekommen. Viele

in Folge der Abdankun des Herzogs von Palmella den Ministern 5 ?

Seit dem An⸗

Unternehmungen

wie tiefsinnig

zu nennen, zu,

Allein die r fuͤhrt, bei des⸗

zeigen, wie er ihm zu schlum⸗ uͤdet widmet er

Kunde geben,

ester⸗

Aufbewahrung

Das neue Mi⸗

Einst⸗

lichen Blaͤttern davon habe, nach Konstantin

begab, um theils uͤber

G Einem Schreiben

Damen sollen sich sten der Franzoͤsischen mehr Eingang bei ihne

Berlin, 29. Ma

Potsdamer und Spandauer Garnison hierselbst eingeruͤckt, fand

heute Vormittag in der

der Truppen des gesammten Garde⸗Corps vor Sr. Majestät dem Gegenwart der

Koͤnige und in ses, des Großfuͤrsten Y

Prinzen Friedrich der Niederlande K. H., so wie einer zahlrei⸗ chen Menge fremder Generale und Stabs⸗Offiziere statt. verschiedenen Truppentheile waren in

von das erste aus der

zweite aus der Kavallerie mit der

Se. M. der Konig langten gegen 10 Uhr auf dem fuͤr die Pa— bestimmten Terrain an.

rade an den Linien der Tru

liche Hoheit der Großfurst Michael,

ten die Regimenter im

die Praͤsident⸗

bei, erst die Infanterie

ruͤckgekehrt ist, dazu beigetragen haben.

lich uͤber einen wichtigen Gegenstand Erlaͤuterungen zu geben. So viel Glossen uͤber die etwas ungewoͤhnliche Art, einen Bot⸗ schafter seinen Posten verlassen zu sehen, ten, was auf schriftlichen Wege leichter geschehen konnté, damals gemacht worden sind, so duͤrfte, nach mehreren Briefen von Kon— stantinopel zu urtheilen, es allerdings im Interesse der Pforte gewesen seyn, daß Mustapha

municationen Aufschluß mit denen der Minister der einzuhaltenden Gang sich zu Mustapha den Sturz der Tories vorausgesehen, und in Paris solche Verabredungen genommen hat, stantinopel zu erfordern schienen.“

man dort damit um, eine der Albanesischen nachgebildete Tracht als Hof und Staats- Uniform einzufuͤhren. inzwischen schon ziemlich allgemein zu Gun⸗

de Smyrne gegen hochstehende Griechische Staatsmänner, na— mentlich gegen den Grafen von Armansperg, finden darin ihre Erklaͤrung, daß dem Herausgeber von der Griechischen Regierung letztemal versagt worden ist.

kurzlich von Paris zu—

Es war in den oͤffent— er den Sultan gebeten zu durfen, um ihm persoͤn⸗

die Rede, daß opel kommen

um muͤndlich zu berich⸗

Bey sich selbst nach Konstantinopel seine Beobachtungen oder erhaltenen Com—

zu geben, theils aber auch seine Ideen Pforte auszutauschen, und uͤber den verständigen. Es ist moͤglich, daß

die eine Reise nach Kon—

riechenland.

aus Athen vom 6. Mai zufolge, geht

Die Griechischen

Moden erklaͤrt haben, welche mehr und n finden. Die Angriffe des Journal

dieses Blattes die ihm fruͤher bewilligte Nemuneration das

Inland.

i. Nachdem vorgestern die Truppen der

Naͤhe des Kreuzberges eine große Parade Prinzen des Königlichen Hau— ichael von Rußland Kaiserl. Hoh., des

Die 2 Treffen aufgestellt, wo⸗ Infanterie mit der ie f e, das reitenden Artillerie bestand.

Nachdem Allerhochstdieselben ppen, Ihnen zur Seite Seine Kaiser⸗ entlang geritten, defilir⸗

Billets guͤltig. Lustspiel in

Gene. Roland.

Sonntag, 31. Mai. u Figaro, Oper in 2 Abth., mit Tanz. Musik von Mozart. Stephan: die Graͤfin, als Gastrolle.)

Sonnabend, 30. Mai. 3 Akten. Musik ven Boieldieu. dinischen Hof-Theater zu Turin: Burghardt: Jenny.)

Preise der Platze: Ein Platz in den Logen und imdͤ des ersten Ranges 1 Rthlr. ꝛc.

Zu dieser Vor

Sonntag, 31. Mai.

Im Opernhause:

Königstädtisches Theater.

Die weiße Dame, kemische Mn (Dlle. Vial, vom Koͤnigl Anna, als Gastrolle.,

stellung sind die mit „Freitag“ bezeihh

Sieben nach Theaulon,

Hierauf:

(Neu einstudirt. Ouverture aus der h

Zu Wasser:

Markt⸗Preise vom Getraide.

Berlin, den 27. Mai 1835.

Zu Lan de: Weizen (weißer) 1 Rthlr. 23 Sgr. 9 Pf Rh 1 Rihlr 20 Sgr, auch 1 Rthlr. 18 Sgr.; ) auch 1“ Rthlr Eingegangen sind 71 Wispel 8 Scheffel.

Hafer 1 Rthlr. d

Weijen (weißer) 1 Rthlr. 28 Sgr.è 9 Mn

1 Rthlr. 20 Sgr. und 1 Rihlr. 18 Sgr.; Roggen 1 Nihlr. 154 auch 1 Rthlr. I2 Sgr. 6 Pf; große Gerste J Rthlr. 3 Sgt.! auch 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf.; 28 Sgr. 9 Pf.; Echsen 1 Rthlr. 26 Sgr. 9 Pf. Eingegangen sind 1755 Wispel 11 6

Hafer 1 Rthlr. 1 Sgr. 3 i. 2 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf., (schlechte

* 1

Mittwoch, den 27. Mat 1835.

vom 22. Das Faß von 200 Quart nach Tralles 54 pCt. oder Richter gegen baare g Branntwein 21 Rthlr. 18 Sgr, auch 20 Rehlr ; Kartof-

Das Schock Stroh 9 Rthlr., auch 6 Rthlr.; der Centmah 1 Rthlr. 2 Sgr. 6 Pf, auch 18 Sgr.

Branntwein-⸗Preise bis 28. Mat 1835.

Zahlung und sofortige Ablieferung: f

wein 21 Rthlr., auch 19 Rthir.

Parademarsch bei Seiner Majestaͤt vor⸗ in Compagnie Front mit Zug⸗Distance,

vom 21. Der Scheffel 27 Sgr. 6 Pf, auch 20 Sgr.

Kartoffel—⸗

Preise bis 27.

Mai 1835.

Redacteur Ct tel. * m mm mmm.

Gedruckt bei A. VB. Han

Die Hoch

Endlich hat er es doch gut gem 3 Akten, von Albini. in Uniform, Vaudeville-Posse in 1 Akt, bearbeitet von L. Angely. Julie. Zwischen beiden Stuͤcken: „Die Stumme von Portici.“ Hierauf: Variationen von] vorgetragen von Dlle. Vial.

Montag, 1. Juni.

lle. Burghz

Das Koͤnigreich der Weiber, odet verkehrte Welt, Burleske mit Gesang in 2 Akten, von Fi Vorher: Der Luͤgenfeind, Lastspiel in 1 Akt, n

nelingliche Pension, die er mit dem Praͤdikate eines emerir— hrofessors auch im Auslande beziehen kann. e , . die St. Petersburgische 3eitung giebt ein, ne es suben des bekannten Neisenden Herrn Dubois de . Eines geborenen Neuchatellers) aus Pokroj vom 7 6 Ja wo sich derselbe statt, wie es fruͤher hieß, die rise hh Derlin anzutreten bisher aufgehalten hat, um lech, el nin der Krimm und an der Kuͤste des Schwarzen Meeres ansglteten Beobachtungen und Sammlungen zu ordnen. An mn Inschriften besitzt der Reisende allein 160, von denen er hrere mittheilt. Demnaͤchst schreibt er, daß er sich viel mit 6 Geschichte der Kirchen-A Architektur im suͤdlichen Rußland, in

Ukasüen und Armenien beschaͤftigt habe; auch sein Neise . Bericht,

ich welchen die bisher uͤber die Gegenden erschienenen Karten viele wichtige Berichtigungen erhalten, schreitet e n. Ne Beschreibung, die Herr Dubois von einem in der Naͤhe Ruinen der alten Feste des Skiluros bei Sympherohol auf⸗ undenen Grabe giebt, ist sehr interessant. Einen Theil der ihm veranstalteten geognostischen Sammlungen hat der Rei— de bereits nach Berlin vorausgeschickt, wo er in kurzem eben⸗ s zu erwarten ist, und wo er die Zusammenstellung der Re— tate seiner Reise fortzusetzen denkt.

Frankreich. Deputirten-Kammer. Sitzung vom 22. Mai. Nach⸗ w Im Laufe der Debatten uͤber den von der betreffenden zmissiön gemachten Antrag, Herrn Audry de-Punraveau der irs⸗Kammer zu uͤberliefern, hielt der Großsiegelbewahrer genden Vortrag: „Meine 3 Seit einiger Zeit und besonders seit den letz⸗ icht Tagen leben wir unter Umstaͤnden, welche fuͤr den wahren terlandsfreund sehr niederschlagend sind. Ein schrecklicher An⸗ auf den Staat ist geschehen; mit den Waffen in der Hand ist n gegen die Regierung aufgetreten und hat die Fahne des scheuß⸗ hsen Büͤrgertrkeges und des Meuchelmordes aufgepflanzt. Die⸗ Verbrechen ist der Juftij bezeichnet und die verdächtigen urhe⸗ desselben sind fest genomnien worden. Statt daß diese' aber ver—⸗ n.sollten, sich von ihrer Schuld zu reinigen, spielen sie den liger und widerseßen sich den Anordnungen des Gerichtshofes. deterseits sehen wir Vertheidiger oder wenigstens Maͤnner, die mit diesem Eharakter bekleiden, statt die Rechte der Angeklagten gel⸗ diu machen, sich in Schmaͤhungen gegen den Richter ergießen. Der shier ruft die Gesetze auf, und verlangt die Anwendung derselben d man spricht, daß 'er sich rächen wolle. Mitten in einer solchen ge, will ich jetzt meine Stimme erheben; als Oberhaupt der Ju⸗ pflege will ich versuchen, der beleidigten Gerechtigkeit Genug— lung zu verschaffen, will ich meinem Lande die Genugthunng“ ern, die es von seinen Institutionen zu erwarten berechtigt ist. M. He sch, der Meinung mesnes ehrenwerthen Vorgaͤngers auf der Red⸗ bühne (des Herrn Nieod) ware die in Rede siehende Frage lebig⸗ nach dem Buchstaben des Gesetzes behandelt worden; er dagegen, sich eines höhern Standpunkts zu bemächtigen, hatte bie Lbsung erselben in den Grundlagen unserer Verfassung selbst gesucht. Ich, aherseits, m H., der ich glaube, daß die Gerechtigkeit nicht will= sirlich verfahrt, auch ich will zuerst meine Betrachtungen an Ge⸗—

ste nicht ihrerseits Rechte gegen Sie haben, nicht als Deputirte,

ie Autorisation zu ihrer Belangung nachzusuchen. Wenn das Pri⸗

, . , Sinn haͤtte, wie sollte doch die Pairs Kam; mer Beleidigungen von Seiten eines Deputirten bestrafen konnen. Ich will Ihnen alle Folgen Ihrer Meinung entwickeln, und eben dadurch beiweifen, wie unhaitbar sie ist. Es wuͤrden feine e gen als die Ungestraftheit aller der Beleidigungen seyn, welche ein ö glied dieser Kammer der Pairs-Kammer zufuͤgte. Denn . 3 Systeme, welches ich bekaͤmpfe, sobald es sich darum handelte, ö. Sache vor einen gewoͤhnlichen Gerichtshof zu , ,, . man die Ueberweisung billigen; da es sich aber um eine glei ., verwandte Macht händelt, will man es verhindern. Derge ö. wurde man, so lange die von Herrn Nicod behauptete Thesis Gel⸗ tung haͤtte, Ihnen beweisen, daß eine von einem Deputirten aus—⸗ gehende Beleidigung zu den empfindlichsten fuͤr die Pairie ge— höre; vergebens, daß ein Deputirter sich einen Angriff ge gen die Sicherheit des Staats erlaubt habe; denn wie ge⸗ sagt, nach jener Thesis koͤnnten Sie ihn nicht vor die 6 Kammer verweisen. Ob Sie die Verpflichtung zur Crihen lung der verlangten Autorisation haben, will ich nachher j. ö. suchen. Jetzt habe ich vorerst von Ihrem Rechte dear on pan ö ; Und so Feweise ich FJhnen denn, daß es unmoglich ist, daß * Recht nicht für die Kammer existirte. Kraft des Gesetzes vom 2 ; Maͤrz 1822 hat die Pairs⸗Kammer das Recht, die ö. so 9 wie jeden andern gerichtlich zu verfolgen, wie dies aus der ö ar, nen Fassung des Gesetzes hervorgeht. Nach der Charte . hierzu keiner andern Foͤrmlichkeit, als der von Ihnen ver ö ö. Autörisation. Ich bewies schon, daß es keinen rechtmäßigen E . giebt, sie zu verweigern; man spricht aber von der Gleichheit, . che zwischen den beiden Kammern herrsche. Hat man sich aber . von der gegenseitigen Stellung der beiden Koͤrper einen . g ö Begriff gemacht? Man will, daß die eine kein Recht irgen . Art vor der andern voraus haben soll. Und gleichwohl, e . ö. Pair Minister ist und sich einer Handlung schuldig in hn g, wofür er zur Verantwortung gezogen werden kann, . 3 hat dann die Deputirten-Kammer? Hat sie nicht das Recht, 3 anzuklagen? Das ist schon etwas. Vergebens wird man 66 gen, daß die Pairs-Kammer es sey, welche ihn ah ,. ürtheile. Denn die Anklage an sich spricht schon wider den A ö. schuldigten. Sie besitzen also Rechte gegen die Pagirie, warum so

s als Buͤrger, und wegen Handlungen, die Sie als solche be⸗ ,. Wie gin die Sache ine wien, scheinen Sie zu glauben, daß man durch die verlangte Autorisatin die Unabhaͤngigkeit des Deputirten verletze, da man ihn von seinem Sitze reiße, um ihn vor die Barre und, fast möchte man fagen, vor die Folterbank der Pairs-Kammer zu schleppen! Gewiß, so verhielt es sich, wenn die Anklage direkt gegen ihn gerichtet werden koͤnnte. Bemerken Sie aber wohl, daß Sie die ersten Richter sind, daß, wenn die Pairs-Kammer einen Entschluß gefaßt hat, derselbe ohne Sie nichts bedeutet, und daß die Pairs-Kammer dies , indem sie eben Ihre Autorisation einholt. Nithin haͤngen ö gen dieses Beschlusses von Ihnen ab, und Ihre una dangi et bleibt allezeit unversehrt. Weil der vorige Redner dieses woh fuͤhlte, gab er der Frage eine solche Wendung, als handelte es Iich um einen Rangstreit und eine Partei- Sache der Majoritaͤt . die Minoritaͤt; und dadurch fuͤgte er Ihnen eine unverdiente ö . digung zu. Bevor ich schlleße, habe ich nur noch wenige Worte z

sagen, denn Sie werden nicht von mir erwarten, daß ich

ilig seyn koͤnnte. Ich weiß, daß es Viele giebt, die nicht so⸗ . ul heindẽl tun Gegenstand selbst achten, als vielmehr den Charakter und die Gewohnheiten ich meine den politi⸗ schen Charakter und die politischen Gewohnheiten desjenigen berück⸗ sichtigen, der einen Gegenstand einbringt; und daher fuͤ rchte ich, daß, wenn es mir nicht gelingt, Sie zu überzeugen, die Sr'tche an sich Ihrer Aufmerksamkeit im höͤchsten Grade wuͤrdig ist, und wenn ich Ihnen die Schwierigkeiten derselben vollkommen klar zu machen nicht im Stande bin, ich der Sache, deren Nutzen zu be⸗ foͤrdern die große Aufgabe meines Lebens gewesen ist, nur schade. Ich werde mich zuerst daruͤber erklaren, weshalb ich es fuͤr unpassend dalte, der Beruͤcksichtigung des Parlaments einen Gegenstand zu empfehlen, fuͤr den einige Maͤnner in der besten, obgleich nach meiner Meinung irrigen Absicht, große Vorliebe hegen, ich meine das System, auf Kosten und unter Aufsicht des Staates Schulen anzulegen. Ich bin gegen jede Maßregel der Art, und ich werde jetzt mit wenigen Worten meine Gruͤnde dafuͤr angeben. Im Jahre 1818 wurden dem Unterrichts-Comité des Unterhauses Mit⸗ fheilungen gemacht, aus welchen sich ergiebt, daß außer den Sonn⸗ tags⸗ Schulen (die ich fuͤr jetzt noch außer Acht lasse in England und Wales so viel dotirte und nicht dotirte Tages⸗Schulen sind, daß sechs Tage in der Woche 610,000, Kinder unterricht empfangen konnen. Hiervon werden 166,000 Kinder in dotirten und 78,509 in nicht dötirten Schulen unterrichtet, welche letztere allein durch freiwillige Beitraͤge erhalten werden. Ein Umstand, den ich mit bem groͤßten Stolz und Vergnuͤgen erwaͤhne, ist, daß von 610,600 Kindern, welche taͤglichen Unterricht genießen, 300,000 oder etwa die Hälfte der ganzen Anzahl und, weit mehr als die Haͤlfte der in den nicht dotirten Schulen unterrichteten, selbst das Schulgeld fuͤr sich bezahlen und nur die uͤbrigen es als ein Geschenk erhalten. Wenn ich gesagt habe, daß ich den Unterricht in den Sonntags⸗ Schulen nicht beruͤcksichtige, so geschah dies nicht, weil ich sie ge—⸗ ringschaͤtze, sondern nur wegen der untergeordneteren Art des Unter⸗ richts und des geringeren Nutzens, den sie nothwendig haben muͤs⸗ sen; denn der Unterricht an einem Tage in der Woche kann nicht viel nutzen, und das Lernen von Lesen, Schreiben und Rechnen al lein hat keinesweges den vortheilhaften Einfluß auf die Yioralitat des Kindes, als der regelmaͤßige Schulbesuch uberhaupt. Ich glaube, daß wenigstens drei Viertel, wenn nicht vier Fuͤnftel aller Sonn“ tagsschüͤler auch die Wochen- Schulen besuchen, so daß Derjen«ge, welcher den Nutzen berechnen wollte, welchen eine Klasse allein = die Sonntags- Schulen gewahrt, in einen großen Irr— thum verfallen wurde. Im Jahre 1828 wurde von mesnem Freunde Lord John Russell eine große Maßregel, namlich die Verwerfung der Test- und Corporations Akte durch, das

arlament gebracht. Dies schien mir ein gůnstige: Augenblick zu eyn, um die Dissenters und die Bekenner der Ar, glikanischen Kirche zu vereinigen und sie Alle aufzufordern, die große Sache des Volks⸗ ünterrichts ju unterstützen. (Höoͤrt, bort! Als vorbereitend Dierzu nahm ich mir zig Feelheit; ria ''! Scheelben an die Geist ichen der verschledenen Kirchspiele zu erlassen. Ich habe us? Antworten dar= auf erhalten, also etwa von dem einundzwanzigsten Theile der Kirch⸗ splele Engländs. Dies ist allerdings eine geringe Zahl, aber sie scheint mir doch hinreichend, eine Berechnung darauf zu gründen, deren Resultat ist, daß, wo im Jahre 1818 do 00d Kinder unterrichtet wurden, die Zahl derselben im Jahre 1828 auf 195, 9 gestiegen ist, so daß, wenn diefe Berechnung ge! nau ist, die Zahl der in nicht dotirten Schulen unterrichteten

ttzs⸗Terte knüpfen, damit die Kammer sich uͤherzeuge, wie unrecht

guf alle jene Deelamatisonen von verletzter Würde und

Kinder sich um mehr als das Doppelte vergrößert bat. Ich