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dr 6 1 * ( e r , , , , .
Renata Hay im unverehelichten Stande mit Hinter—
etwanigen sonstigen Erben der genannten Erdlasserin
Allgem Bekanntmachungen.
Bekanntmachung
Das Koͤnigl. Ober-Landesgericht von Sachsen zu Grundstuͤcken, sind nachstehende Geldposten in den Nan ubirh fich hierdurch ker fn, daß durch das Hypotheken-Tabellen eingetragen, als.
Decret vom 21. October v J. uͤber den Nachlaß des am 8. August 1833 zu Wedau verstorbenen Ritter⸗ gutsbesitzers Traugott Ferdinand Eckardt auf den An⸗
rrag des hiesigen Königl. Pupillen⸗Kollegii, Namens
der hinterlassenen minorennen Kinder, der erbschaft. liche Liquidations⸗Prozeß eroͤffnet und zur Anmeldung und Rachweisung der Forderungen unbekannter Glaͤu⸗ biger ein Termin auf ᷣ den 5. Aug ust «., Vormittags 10 uhr,
vor dem Deputirten, Herrn Ober-Landesgerichts⸗Re⸗ ferendarius von Schrader im Lokale des unterzeich⸗ neten Gerichtshofes angesetzt worden ist. Es werden daher alle etwanige unbekannte Glaͤubiger des ze. Eckardt hierdurch vorgeladen, ihre Forderungen bin⸗ nen 3 Monaten und spaͤtestens im obigen Termine entweder in Person oder durch einen mit Vollmacht und Information versehenen hiesigen Justiz-Kom⸗ missarfius, von denen ihnen im Falle der Unbekannt⸗ schaft die Ober Landesgerichts-Justiz⸗Kommissarien, Justizrath Quinque, Tellemann II. und Wachsmuth hiermit vorgeschlagen werden, anzuzeigen und die Beweismittel beizubringen. Bei unterlassener An= meldung ihrer Anspruͤché und beim Ausbleiben haben sie ohnfehlbar zu gewaͤrtigen, daß sie aller ihrer et= wanigen Vorrechte fuͤr verlustig erklaͤrt und mit ih⸗ ren Forderungen nur an dasjenige, was nach Befrie⸗ digung der sich meldenden Glaͤubiger von der Masse noch uͤbrig bleiben mochte, verwiesen werden sollen
Zugleich wird den Glaͤubigern des Eckardtschen
Nachlasses hierdurch eröffnet, daß:
19) das im Weißenfelser Kreise belegene Allodial⸗ Rittergut Webau, und 4.
2) die von dem in demselben Kreise belegenen Dorfe Taucha zu erhebenden und als Mann— lehn verliehenen Zinsen,
zu der in der Administration der Eckardtschen Erben verbliebenen Nachlaß⸗Masse gehören.
Naumburg, den 17. Februar 1835
Königl. Preuß. Sber-Landesgericht. Mahlmann.
A u s z ung. 3. Alle diejenigen, welche an das nachgelassene Ver⸗ moͤgen des als Paͤchter zu Neparmitz auf Ruͤgen ver⸗ storbenen Hauptmanns Ernst Ludwig Friedrich von Kahlden, uber welches der foͤrmliche Concurs eröffnet worden, aus irgend einem Grunde Rechtens Forde⸗ rungen und Anspruͤche haben, werden mit Beziehung auf die den Stralsundischen Zeitungen ausfuhrlich eingeruͤckten Ladungen hiermit aufgefordert, solche in einem der folgenden Termine, als ; am 4. und 26. Mai oder am 19. Juni d. J), Morgens 10 Uhr, vor dem Königlichen Hofgericht speciell anzumelden, zu beglaubigen und de priorifate solcherhalb zugleich zu deduciren, bei Strafe der Praͤ⸗ cluston und gaͤnzlicher Abweisung vom Coneurse, welche durch den am 10. Juli d. F. zu publicirenden Praͤrelusiv⸗Abschied erkannt und vollzogen werden wird
6
einer Anzeiger fur
Edietal-Citation, Auf folgenden, unter der Gerichtsbarkeit des Köͤ— nigl. Land- und Stadtgerichts Oletzko belegenen
J. auf dem, dem Earl Danielczik zugehoͤrigen Hufen-Grundstuͤcke Oletzko No. 32. sab Ruhr. III. NG. 8. :
a) 1 Thlr. 27 sgr. A pf. Vatererbtheil des Wilhelm Krzysak;
b) 109 Thlr. 27 sgr. 11 pf. muͤtter⸗ und groß— , . Erbtheil der Krzysakschen Pu— pillen,
welche auf Grund des mit den fruͤhern Besitzern
Andreas Brachvogelschen Eheleuten am 153. Juni 1891
gerichtlich aufgenommenen Declargtions-Protokolls
es deer. de ewlem dato von dem Platzhause Oletzko Nr. 157 geloͤscht, und ex resalutione vom 7. Juli 1803 auf dieses Grundstuͤck Nr 32 transferirt worden, II. auf dem Hufen⸗Grundstuͤcke Oletzko Nr. 5, Wilhelm Olschoewskyschen Antheils sub uhr. III. No. 2, der Erbtheil der Elisabeth, verehel. Standzi, geborenen Sczepantzik, mit 30 Thlr. auf Grund des Contracts vom 9. Juli 1792 w resalulione de eodem data, welche Summe die fruͤhern Besitzer Johanna Friderique und Charlotte Julianne v. Losch auszuzahlen uͤber⸗ nommen haben; auf dem koͤllmischen Grundstuͤcke Czukten Nr. 3, C. Jacob Mallinkaschen Antheils, folgende Suh kubr. III. auf Grund des Martin Kul— lakschen Erbrezesses vom 23 April 1746, ge⸗ maͤß Verfuͤgung vom 25. November 1825, auf dem koͤllmischen Gute Czukten Nr 3 in⸗ grossirte, und wegen des von Seiten der Glaͤubiger fehlenden Dismembrations-Con— senses auf dieses Gut No. 3 C. sub, Ruhr. III. No. IJ bis 3, gemaͤß Verfugung vom v. September 1831 mit uͤbertragene Posten, als: 1) 18 Thlr. 26 sar. 10 pf. an köoͤllmischer Haͤlfte 9 Wittwe Catharina Kullak, geb. Grie— kassa;
2) 3 Thlr. 23 sgr. Apf an vaͤterlichem Erb⸗ theil der Sophia Kullak;
3) 3 Thlr. 23 sgr. M pf. an vaͤterlichem Erb— theil des Johann Kullak;
A) 3 Thlr. 23 sgr. pf. an vaͤterlichem Erb— theil des Jacob Kullak;
5) 3 Thlr. 23 sgr. Apf an vaͤterlichem Erb— theil der Anna Kullak,
welche Summen der George Kullak auszuzahlen uͤber⸗
nommen hat,
IV. auf der im Domainen-Gute Seedranken be⸗ legenen Wassermahlmuͤhle, welche jetzt der Johann Wilhelm Pankte besitzt, sab. lnhr. fil No. 1 bis 3 die vom fruͤhern Besitzer Gottfriedt Panke auszuzahlen uͤbernommenen muͤtterlichen Erbtheile:
1) . Soppa mit 237 Thlr. 15 sgr. 1 pf. :;
2) der Regina Soppa, verehel Hueller, mit 191 Thlr. 25 sgr. 5 pf. ;
3) der Charlotta Soppa, verchel. Soppa, mit 237 Thlr. 15 sgr. L pf. nebst Zinsen
Hatun Greifswald, den 4. April 1833. Königl. Preuß. Hofgericht von PJ:mmern und Ruͤgen.
(L. S.) v. Moöͤller, Praeses.
Aus zug.
Alle diejenigen, welche an die Verlassenschaft des im Juni 1833 mit Tode abgegangenen Paͤchters Carl Heinrich Fock und namentlich an die von demselben hinterlassene Pachtung des auf Ruͤgen belegenen Guts Ruschvitz, rechtsbegruͤndete Forderungen und Anspruͤche haben, werden, unter Bezugnahme auf die den Stral⸗ sundischen Zeitungen ausführlich inserirten Proela— men, hiemit geladen, solche am 9. oder 30. Mai, oder aber am 19 Juni d. J, Morgens 10 Uhr, vor dem Koͤniglichen Hofgericht gehdrig anzumelden und nach— zuwessen, bei Strafe der Praͤelusion, welche in ter— nino den 9. Juli «. im widrigen gegen sie erkannt und vollzogen werden wird.
Halnn Greifswald, den 11. April 1833. Kdnigl Preuß. Hofgericht von Pommern
und Ruͤgen.
von Mdller, Praeses.
—
Citation. Es ist hieselbst am 11. August 1832 die Mary
.
lassung eines Vermoͤgens von cireg A060 Thlr. ver⸗ siorben und hat sich in Betreff ihrer persoͤnlichen Verhaͤltnisse ergeben, daß die Erblasserin am 14. April 1775 hier geboren, Tochter des Kaufmanns John Gabriel Hay und seiner Ehefrau Mary Halkerston gewesen und 16 Geschwister gehabt, von denen ein Bruder John Hay im Jahre 1809 zu Leith verstor⸗ ben und ein zweiter Bruder Hellenus Hay, Kaiserl. Russischer Marine - Offizier im Jahre 1789 in einer Seeschlacht geblieben, welcher eine Tochter, die Ehe⸗ gattin des Stagtsraths Dyounkowski, Maria Helena, geb. Hay zu Charkow, hinterlassen haben soll.
Da sich nun von diesen Erben, so wie von den
nichts Naͤheres ergeben hat, so werden im Antrage des denselben zugenrdneten Curators hiemit die saͤmmt⸗ lichen Erbpraͤtendenten mit der Auffarderung vorge— laden, sich innerhalb Neun Monaten und spaͤtestens in dem auf ;
den Vierzehnten (14) Dezember l.,
Vormittags 19 uhr,
vor dem Deputirten, Herrn Kammergerichts-Assessor Barnheim auf dem Gerichtshause angesetzten Termin entweder persöͤnlich oder durch einen mit Vollmacht und Information yersehenen Bevollmaͤchtigten, wozu ihnen die hiesigen Justiz⸗Commissarien Zacharias, Matthias und Voltz vorgeschlagen werden, zu melden, ihre Anspruͤche auf die Erbschaft geltend zu machen, und diese Anspruͤche durch ihre Erblegitimation mit telst glaubhafter Atteste zu begruͤnden
Diejenigen Erben, die sich zu melden unterlassen, haben zu gewaͤrtigen, daß sie mit ihren Erbanspruͤ chen werden praͤcludirt werden, hingegen haben die sich meldenden Erben, gegen einander ihre Erblegi⸗ timation zu bewirken.
Danzig, den 30. Dezbr. 1834.
Königl. Preuß. Land- und Stadtgericht.
5 pCt, ingrossirt auf Grund der Schuld, schrift vom 26. Mai 1785 und der Ab— tretungs⸗-Urkunde vom 23 December 1799, gemaͤß Verfuͤgung vom 5. December 1817 auf dem vormaligen unadel. Lehngut Sta⸗ rosten Antheils Nr. 1, Johann Klenschewsky⸗
3
ber der uͤber die bezeichneten Schuldposten lautenden Instrumente, deren Erben, Cessionarien, Pfand⸗ oder sonstige Briefs Inhaber oder die in deren Rechte ge⸗ treten sind, hierdurch oͤffentlich aufgefordert, den 1. Fuli 1833, Nachm. um 3 ühr,
in dem hiesigen Geschaͤftszimmer vor dem Deputir⸗ ten, Herrn Land- und Stadtgerichts-Assessor Sarto⸗ riuz entweder in Person, oder durch einen gesetzlich zulaͤssigen Bevollmaͤchtigten, wozu ihnen der hiesige Justiz Commissarius Schlesier vorgeschlagen wird, zu erscheinen, und ihre Anspruͤche an die gedachten Schuld⸗Documente zu begruͤnden, im Ausbleibungs⸗ Falle aber zu gewaͤttigen, daß sie mit allen ihren Anspruͤchen praͤeludirt, ihnen deshalb ein ewiges Stillschweigen auferlegt, die Schuld-Documente fuͤr nicht weiteér geltend erklaͤrt, und dee erwaͤhnten ö im Hypotheken-Buche werden geloͤscht werden.
Oletzko, den 22. December 183. Koͤnigl. Preuß. Land- und Stadtgericht.
Bekanntmachung.
Da uͤber das Vermoͤgen des Kaufmanns Adolph Benediet Ludwig Altvater und dessen unter der Firma Adolph Altvater bestandenen Handlung durch die Ver⸗ fuͤgung vom 29. Februar er. der Konkurs eroͤffnet worden ist, so haben wir zur Anmeldung und zum Nachweise saͤmmtlicher Forderungen an die Masse einen Termin auf . den 12. August 1835, Vormittags 10 Uhr, vor dem Herrn Justiz-⸗Rath Bruͤggemann im Sꝑtundt⸗ gericht angesetzt, zu welchem saͤmmtliche Glaͤubiger hierdurch persoͤnlich oder durch zulaͤßige mit Voll⸗ macht und Information versehene Mandatarien, wozu ihnen bei Mangel an Bekanntschaft die Herren Ju⸗ stij⸗⸗Commissions-Raͤthe Boͤhmer, Calo und e . vorgeschlagen werden, zu erscheinen, unter der War⸗ nung vorgeladen werden, daß die Ausbleibenden mit ihren Anspruͤchen an die Masse praͤeludirt und ihnen damit ein ewiges Stillschweigen gegen die uͤbrigen Glaͤubiger auferlegt werden wird.
Stettin, den 27. Maͤrz 1835. Koͤnigliches Stadtgericht.
Edietal-Citatison.
Die Geschwister Bergemann, Tochter des verstor—
J Bergemann, und seiner Ehefrau,
eb. Kante:
. 1) Christine, verehelicht an den Mousquetier We⸗ gener des ehemals Herzog Friedrich v. Braun⸗ schweigschen Regiments; ; .
2) Marie Elisabeth, verehel. Mousquetier Kussing oder Kupping, ;
welche als Erbinnen bei einer Deposital-Masse des
unterzeichneten Gerichts interessirt sind, werden seit
einer Zeit von langen Jahren vermißt.
Alle Bemuhungen des Kanteschen Nachlaß⸗-Cura⸗
tors und der Verwandten der Geschwister Berge—
mann, deren Aufenthaltsort zu ermitteln, sind ohne
Erfolg gewesen. ; ;
Das unterzeich nete Gericht hat hierauf den Aetua⸗
rius Bluͤdorn zum Abwesenheits-Curator bestellt und
0 die Preußischen Staaten.
in dieser Sammlung ein vortrefflicher Johan Eyck; dieses Gemaͤlde ist niemals in den Hun del gekommen, und erregte die Bewunderung ih
Kunstfreunde, welche das Kabinet des Herrn y Rotterdam besuchten. Es vereinigt mit einer yn
Kunstwerke dieses Meisters, daß es seiner Groͤße n
Fabinet des Kunstliebhabers eignet; daran resn sch vorzügliche Bilber von Ten lers, Woumetha Metzu, Johann Steen Brauwer, Martin Zorg, ln dan, de Velde, Berchem, Rulsdacl und dieler mn berühmter Känstler, welche Kunstliebhabern de legenheit darbieten, ihre Sammlungen mit Mn lichem zu bereichern. . Ih Seit einer Reihe von Jahren ist in Belgins so kostbare Sammlung zum Verkauf gebracht m Liebhaber in den Koͤnigl. Preuß. Staaten lit sich zur Empfgngnahme der Cataloge an den mann Herrn E. E. Mez ner in Berlin zu meiß welcher den Debit derselben uͤbernommen un bereit ist, jede anderweitige Auskunft zu geben.
Travemünder Seebad. Die Wirthschaft der Travemuͤnder Seebade gn wird auch in gegenwaͤrtigem Jahre mit den fn
warme als kalte Baͤder gegeben werden.
Der ungemein starke Besuch im vorigen hat die Anschaffung einer bedeutenden Anzahl) Badekarren und die Vermehrung des angesth Personals, neben mancher anderen, die Bequem keit des Publikums bezweckenden Einrichtung he laßt, so daß man auch bei aͤhnlichem Andrängel moͤglichste Zufriedenstellung desselben hoffen damf,
Mit Bestellungen auf Logis, beliebe man sich, bisher, zu wenden an
Im Mai 1835. A. C. Leyding,
Inspector der Bade⸗Anss
Literarische Anzeigen. Bei uns ist so eben erschienen und in den hitss Buch - und Kunsthandlungen zu haben: Neuester Grundriß von Berlin und Umgegend, nebst einem Kaͤrtchen, enthaltend! zum 30sten bis 36sten Polizei Reviere gehöͤrigen schaften und einer historischen Uebersicht der Ern bungen und Vergroͤßerungen des Preuß. Steuts ! ter dem Hause Hohenzollern. Gezeichnet und gi chen v. K Kolbe, geogr. Kupferstecher und in Kuͤnstler. Preis schwarz 25 sgr., sauber colorert! Th
Gebrüder Rocca, Koͤnigsstr. Nr. 17 u. Königs- u. Possit -i
Erschienen und versandt ist. und bei E. S. Nil ler in Berlin (Stechhalin No. 3.), so mie in dosse Handlungen zu Posen, Bromberg vnd Gnesen un hei Vincent in Prenzlau zu hiahen:
ihn zu dem Antrage auf Todeserklaͤrung der Ge⸗ schwister Bergemann ermaͤchtigt. .
In Folge dieses Antrages ist ein Termin auf den 5. December 8. J.,, Vorm. 11 Uhr,
in der Gerichtsstube zu Breitenwerder angesetzt worden. Obengenannte Geschwister Bergemann, so wie alle
schen Antheils ex ohligatione vom 26. Juli 1777, gemaͤß Verfuͤgung vom 21. October 1777, eine Post von 166 Thlr. 26 sgr. nebst 6 vCt Zinsen, welche der fruͤhere Besitzer Paul Brodowsky von den Muͤller Schneider—
schen Eheleuten geliehen, und wovon die Schneider 30 Thlr dem Richter Schachtmeyer und 33 Thlr. 16 sgr. dem Rothgerber Laps, cedirt hat; .
J. auf dem, dem Woytek Czieslik zugehdrigen koͤlmischen Grundstuͤcke Radoken No. 7 suh— uhr. 1II. No. 1, fuͤr den Roß-Arzt Witte aus Oletzko ex ohligulione vom 4. Juli 1811, gemaͤß Verfugung vom 16. Januar 164 13, ein Capital von 106 Thlr. nebst 6 pCt. Zinsen, welches der Woytek Czieslik angeliehen hat;
II. auf dem von Gottfriedt Skopp inne haben⸗ den Platz-Grundstuͤcke Oletzko No. 37. 3uh Ruabr. III. M. 7, fur den Buͤrger und Baͤcker⸗
von ihnen etwa zuruͤckgelassene Erben und Erbneh⸗ mer werden daher hierdurch aufgefordert, sich vor oder in diesem Termine bei dem unterzeichneten Ge⸗ richte schriftlich oder persoͤnlich zu melden und wei— tere Anweisung zu erwarten. Sollte Niemand sich melden, so werden die Geschwister Bergemann fuͤr todt erklärt und das Weitere demnaͤchst verfuͤgt werden. Friedeberg ind N, den 15 Januar 1835.
Das Patrimonial-Gericht über Lichtenau und Breitenwerder.
Auf jetzigen Antrag des Doctors Oldenburg hier⸗ selbst, als Acturis Communis im Amtsrath Schoͤn⸗ bergschen Debitwesen, wird denjenigen Glaͤubigern der Braemphaelschen Eheleute, vormals auf Bluͤcher, und resp. des wail. Amtsrath Schoͤnberg auf Bluͤcher, deren Forderungen in das Bluͤchersche Hypotheken
Journal für praktische Chemie.
Schweigger- Seidel. Aten Bandes 23 ll 1835. No. 2. gr. Sr 0. geh. (reis des Jo ganges von 3 Bänden oder 2M llelten 8 In Inliult: Nineralszgiseche und geognostisel Chemie. J. Chemische Analyse der Min erulquol zu Neueniain im Nassauischen Amte Königsleinn W. Jung. — II. Urher die Formeln der nilitt vorkommenden Silikate, von C. (Schluss) Mittheilungen vermischten lahialls. Lugleich mit diesem IUlefte ist das Ste el
welches dus Inhalls- Verzeichnis des 3ten hm und das Kegister über den Jahrgang 1834 eullss
Joh. Ambr. Barth in Leipiis,
J der Geschichte des Preuß Staates und) kes fuͤr alle Staͤnde bearbeitet von Hr. Ed, nel. (Danzig bei Fr. Sam. Gerhard) ]
I sgr.,
Buch intabuliret waren, und die durch den bereits am j7. Juni 1816 legitimicten Ober⸗Appellations⸗
meister Friedrich Butzko aus Oletzko ex ohli-
galiane vom 19. Mai 180M, gemäß Verfuͤgung vom 23. Mai 18901, ein Capital von 196 hlr nebst 6 pCt. Zinsen, welches die Wilhelm
Wrobelschen Eheleute angeliehen haben: (
auf dem Johann Leidereiterschen Zinsgute
Czukten Nr 1 Antheil J. sul, liuhr. III. No.
, fuͤr die Einsassen Stephan Schweighoefer⸗
schen Erben ein Capital von 260 Thlr nebst
6 pCt Zinsen, welches die Alexander Fischer⸗
schen Eheleute schuldig geworden, ex ah!li— gatione vom 28 Juli 1812, gemaͤß Verfuͤ—
gung vom 8. April 1813;
auf dem, den Johann und Ghristine Chitt⸗ rallaschen Eheleuten zugehdrigen Zinsgute
Wielitzken Nr. 53:
a) Sub Kult III. N. fuͤr den Kurschmidt Jacob Witte aus Oletzko auf Grund der von den genannten Besitzern unterm 17. November 16906 ausgestellten Schuldschrift, gemaͤß Verfuͤgung vom 21. November 1809, ein Capital von 5 Thlr. nebst 8 pCt. Zinsen;
N suß Uuhr. III. No,. 2 fuͤr den Roß Arzt Witte aus Oletzko ein Capital von 18Thlr. nebst 6 pCt. Zinsen, auf Grund der von den Chittrallaschen Eheleuten ausgestellten Obligation vom 3 Mai 1t!l, gemaͤß Ver⸗ fuͤgung vom 10. Juni 1811.
Von diesen Posten sollen die ad J., II., III, IV. und V. bezeichneten schon laͤngst bezahlt sein, die ge dachten Besitzer koͤnnen aber weder die Original-Do— eumente noch Quittungen beibringen, noch von dem Leben und Aufenthalte der Glaͤubiger oder deren Erben Nachricht geben. Die uͤber die d VI., VII., VIII. und IX. aufgefuͤhrten Schuldposten ausgefer— tigten Documente sollen dagegen nach Angabe der genannten Glaͤubiger saͤmmtlich verloren gegangen sein, und es ist daher Behufs Loͤschung aller dieser Posten ein oͤffentliches Aufgebot nachgesucht und be⸗ willigt worden.
Es werden demnach saͤmmtliche unbekannte Inha—
gerichts Procurator Hettling zu Wolffenbuͤttel, respe
dessen Substituten, den Advocaten Bartning hierselbst,
ihre noch habenden Anspruͤche an den Amtsrath,
Schoͤnberg, mal dessen Nachlaß in dem, nach er⸗
kannter formeller Concurs-Eroͤffnung uͤber sothanen
Nachlaß am 3 Fehr. 1830 stattgehabten Liquidarions⸗
Termine angemeldet haben, nachdem von dem ge—
dachten Prochrator Hettling seine Vollmacht aufge—
rufen worden und dadurch auch die seines Substitu⸗
ten erloschen ist, hiermit aufgegeben: binnen 6 Wochen, vom Tage der ersten Bekannt⸗ machung dieses oͤffentlichen Notificatorii ange— rechnet, einen Procurator in loco zu diesen De— bitacten zu legitimiren und denselben — ancessa actorumm jnspactione pracsente Lze2istrulare — zu einer bestimmten Erklaͤrung uͤber einen zur Hinlegung eines Rechtsstreits mit dem Guts⸗ besitzer Buühring auf Nutteln, pio. Rechnungs— Ablegung cum annxis., gerichilich proponirten Vergleich zu instruiren, sonst aber, wie hiermit ein fuͤr allemal angedrohet wird, unfehlbar zu gewaͤrtigen, daß sie als an die Beschluͤsse der an⸗ wesenden, oder mit Procuratoren in loco verse= henen Creditoren fuͤr gebunden werden erklaͤret werden.
Schwerin, den h. Mai 1835.
Zur Großherzogl. Meckl Justiz Canzlei verordnete Director, Vice-Direetor und Raͤthe.
(L. S.) C. v. Maydell.
Anzeige für Liebhaber der schbnen Kunste Die koͤstbare Gemaͤlde⸗Sammlung des verstorbenen Herrn van Rotterdam, Professor emeritas der medi ⸗
zinischen Facultaͤt an der hohen Schule zu Gent, jg
eines ausgezeichneten Kunstfreundes, wird im Monat
ist so eben an alle Buchhandlungen versandt wo
Bereits zehn Zeitschriften haben dieses Werl! waͤhnt; alle mit vielem Lobe! es sind fol Schnitzers Summarium d. Journalistik — Fig d. Preuß. Staatszeitung — d. Gesellschafter Preuß Volks⸗Schulzeitüng — d. Komet — d. Ih zeitung — d. Berl. Modenspiegel — d. neue lf Wochenblatt u. a. Preuß. Prov.-Blaͤtter; lehtetn gen unter Anderm Folgendes:
„Die vorliegenden Hefte liefern den Bewt— unserm gelehrten Landsmanne die Kunst eigen einer allgemein verstaͤndlichen Sprache die Geshh— unseres Landes so anziehend vorzutragen, diß! bedauert, dieselbe nicht gleich ganz lesen zu iin Keinem Hause sollte diese Geschichte fehlen, ht sich von allen bisher erschienenen! schichtswerken Preußens durch klassist, und zugleich bluͤhenden Styl au szeich Wir können dieses Werk Allen, denen es dannn thun ist, sich mit der Geschichte des Vaterlande kannt zu machen, ohne sich auf tiefe Forschun Gebiere derselben einzulassen, aus voller Ueberzelh empfehlen“
Der Druck schreitet rasch vorwaͤrts.
In Berlin zu haben in der Stuhr schen handlung, Schloßplatz Nr 2.
Das beliebte Taschenbuch:
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J. C. Hinrichs sche Buchhdlg. in Li
kommenen Erhaltung den seltenen Vortheil fur
gen sich eben so wohl fuͤr ein Museum, als saͤr M
tagen erdffnet, und koͤnnen von dieser Zeit an
lern!
gegeben von O. L. Erdmann und F. I
Allgemeine
tagts-⸗-Zeitung.
155.
——
Berlin, Freitag den 5ten Juni
8 ar,, , , , , re, , .,
m, . — ———
— n —
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Se. Majestaͤt der König haben dem Regierungs-Baurath Nunnich zu Magdeburg den Rothen Adler-Orden dritter Klasse t der Schleife und dem Hofrath Burchardt daselbst den then Adler⸗Orden vierter Klasse zu verleihen geruht.
Des Köoͤnigs Majestaͤt haben den bisherigen Landgerichts— Zath Ludwig von Fisenne zu Achen zum Staats-Prokura— daselbst Allergnaͤdigst zu ernennen geruht. ;
Des Koͤnigs Majestät haben dem Rendanten und Secretair der suͤndischen Verwaltung auf Ruͤgen, Pasedag, den Cha— rakter a6 Hofrath zu verleihen und das daruͤber ausgefertigte Patent Allerhöchstselbst zu vollziehen geruht.
Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm (Bruder Sr. Majestaͤt des Koͤnigs), Ihre Koöͤnigl. Hoheit die Prinzessin
ilhelm, Höchstdessen Gemahlin, und Hoͤchstihre Kinder, Ihre Koͤnigl. Hoheiten die Prinzessinnen Elisabeth und Narie und der Prinz Waldemar, sind von hier nach Mainz abgegangen. ;
Se. Kaiserl. Hoheit der Großfuͤrst Michael Pawlo— vitsch von Rußland hat gestern (den Zten d.) von Potsdam aus die Reise nach Marienbad, und Hoͤchstdessen Gemahlin, Ihre Faiserl. Hoheit die Großfuͤrstin Helena, mit Ihren Kindern, ben Großfürstinnen Maria, Elisabeth und Katharina Kaiserl. Hoheiten, die Reise nach Karlsbad foprtgesetzt.
Der Justiz⸗Kommissarius Stuckart zu Rawicz ist zugleich um Notar im Departement des Ober-Landesgerichts zu Posen ernannt worden.
Das 11te Stuͤck der Gesetz-Sammlung, welches heute aus— gegeben wird, enthalt unter Rr. 669. den Definitiv-Traktat zur Feststellung der Graͤnze
zwischen den Köoͤnigl. Preußischen Staaten und dem Koͤnigreiche Polen, von der Graͤnze des Großher— zogthums Posen bis zur Graͤnze des Freistaates Krakau. Vom 4. Maͤrz (20. Februar) 1835.
Berlin, den 5. Juni 1835.
Debits-Comtoir der Gesetz-Sammlung.
. Probe⸗Arbeiten der Klassen der
. Die Kunst⸗Ausstellung von Wodemte, der Kuünstter,Atteliers und der Kunst-Schulen, in d he , g. , , , = en Saͤlen des Akademie-Gebaͤudes unter den Linden, bleibt bis Dienstag den 9. Juni täglich von 11 bis 3 Uhr unentgelt—
lich geoͤssnet. (gez.) Dr. G. Schadow, Direktor. Angekommen: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, General(Intendant der Königl. Museen und Kammerherr, Graf
vvon Bruͤhl, von Dresden. Gerharl-
Abgereist: Der Koͤnigl. Schwedische außerordentliche Ge—
. sandte und bevollmächtigte Minister am Kaiserl. Russischen Hofe, zten Bandes oder 1834. No. 243 versandt vg Freiherr von Palmstjerna, nach Stockholm.
Zeitungs-Nachrichten. Aru s and.
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Siz— zung vom 2. Mai. (Nachtrag.) Herr Wakley uͤberreichte 15 Petitionen, worin das Haus ersucht wird, sich beim Koͤnige zu Gunsten der wegen ungesetzlicher Associirung verurtheilten Arbeiter von Dorchester zu verwenden. Die Bittsteller behaup— teten, das gerichtliche Verfahren gegen diese Leute sey ungerecht Jewesen, und selbst wenn es gerecht gewesen waͤre, so sey doch die uͤber sie verhaͤngte Strafe zu hart. Diese Ansicht unterstuͤtzte
Herr Wakley, indem er sagte:
word le u luck lichen Maͤnner sind nach einem Gesetz verurtheilt 9 un, welches sie nicht kannten; sie waren nur dem in London . anderen Orten gegebenen Beisptel gefolgt, indem sie sich unter nn er verbanden, um so viel Lohn fuͤr ihre Arbeit zu erlangen, , im Stande waͤren, sich, ihre Frauen und Familien zu unter⸗ ; 6 die Verwandten dieser, wenn nicht gesetzwidrig, so . . sehr grausam bestraften Leute sind mit gleicher Haͤrte 6. nterdrückung verfolgt worden. Eine Frau, die unter den n ihren Mann, zwei Bruͤder und einen Sohn hatte, nt lich als diese England verlassen hatten, an die Kirch= ö. ⸗ Aufseher um Untersiützung; Letz tere aber antworteten: 1 ein, wir werden ihr keine Unterstuͤtzung zukommen lassen; sie e beg cinen Sohn, der 6 Shilling in der Woche ver⸗ igt, . das reicht fur seinen und ihren unterhalt hin.“ö“ Ich r ö. as Haus wird. in diesem Fall sein Privilegium gebrauchen n . ñ Abresse an die Krone richten; sonst würde ich mich gend— ö. ö dlese Sache am 25. Juni vor dem Hause zur Sprache 9 nen. Die Minister werden jedoch gewiß schon fruͤher die An= . Erwägung ziehen, da ich von ihrer Gerechtigkelts— 1 en henltebe überzsugt bin, daß sie jene unglücklichen Leute 1 ur ein Vergehen, das, wenn es uberhaupt ein solches ist, we⸗ gstens ein absichtsloses war, werden Strafe leiden lassen.“
., legte Herr Potter, Mitglied fuͤr Wigan, eine . don dieses Ortes vor worin das Haus gebeten wird, die e et stun zen in den großen Fabriken durch ein Gesetz zu ge, item; eine andere von Honiton gegen alle Beschraͤnkung der 31 6 . am Sonntage, wobei der Ueberreicher die Hoffnung . ö . die Debatten vom vorigen Abend und die Vota . en ,, Sessionen in dieser Beziehung alle weitere Er— . . ber suͤssig machen wuͤrden, und drittens eine Petition enters von Salford, worin dieselben ihre Unzufrieden⸗
heit mit der von Sir R. Peel zu ihren Gunsten vorgeschlagenen Maßregel kundgeben und das Haus ersuchen, keine Maßregel die⸗ ser Art zu genehmigen, wodurch nicht alle Klassen gleichgestellt wuͤrden. Mehrere auf die herrschende Kirche in Irland bezuͤgliche Bitt— schriften, saͤmmtlich gegen den Grundsatz der Verwendung des Kirchen-Eigenthums zu anderen als kirchlichen Zwecken gerichtet, wurden von Herrn Shaw eingereicht, welcher versicherte, daß die Protestanten in Irland jenen Grundsatz als eine auf ihre Ausrottung gesetzte Praͤmie ansaͤhen, und mit Recht, und daß, wenn derselbe angenommen wuͤrde, das Hauptband zwischen Großbritanien und Irland zerreißen muͤßte. Bei dieser Gele— genheit widerlegte Herr Shaw auch einige Irrthuͤmer, in die Lord John Russell, wie er sagte, in fruͤheren Reden verfallen sey, obgleich er (Herr Shaw) von Herrn Brown zur Ordnung gerufen wurde, da Lord Russell nicht anwesend war. Er sagte, der Lord habe behauptet, in der Dioͤcese von Killaloe seyen nur 2000 und in dem Kirchspiel Tullamore nur 129 Protestan⸗ ten, und doch beziehe in letzterem der Kirchspiels-Pfarrer jahrlich 470 Pfund; beide Angaben aber koͤnne er (Herr Shaw) nach genauen und offiziellen Nachrichten fuͤr unrichtig erklären; erstere Disdcese zähle 18,265 und letzteres Kirchspiel 1254 Anglikanische Protestanten, und der Pfarrer von Tullamore empfange jaͤhrlich nicht viel mehr als den vierten Theil der ihm angedichteten Ein— nahme. (Hoͤrt, hoͤrt Auch einer von Herrn O'Connor kuͤrz— lich behaupteten Angabe widersprach der Redner; dieser hatke namlich gesagt, er habe den Pfarrer seines Kirchspiels nieinals gesehen, denn derselbe, so wie der Senior, lebe außerhalb des Kirchspiels, sein Gehuͤlfe wohne 14 Meilen von der Kirche ent— fernt, und der Kuͤster verkaufe ohne Erlaubniß Branntwein auf dem Kirchhofe. Herr Shaw theilte nun folgende ihm von dem Pfarrer des Kirchspiels, in welchem Herr O Connor wohnt, zugekommene Erklaͤrung mit: „Ich bin seit 7 Jah— ren Pfarrer des Kirchspiels und habe mich in dieser Zeit bestaͤndig darin aufgehalten, ausgenommen 4 Monate, waͤhrend welcher ich einen von dem Bischof vollkommen approbirten Stell— vertreter dort zuruͤckließ (hoͤrt!); Heer Laird, der Senior, wohnte wahrend jener Jahre bis zum letztverflossenen abwechselnd bei verschiedenen Mitgliedern von Herrn O Connor's eigner Familie (hört!); was den Gehuͤlfen betrifft, so ist er seit beinahe 6 Jah— ren angestellt, hat diese ganze Zeit über in dem Kirchspiele ge— lebt und die Functionen eines Kirchspiels-Schullehrers aufs tuͤch⸗ tigste und musterhafteste versehen (hoͤrt!); der Kuͤster endlich ist ein frommer, rechtschaffener und fleißiger Mann, der weder in den 6 Jahren seit seiner Ernennung, noch jemals in seinem Le— ben mit oder ohne Erlaubniß Branntwein verkauft hat.“ (Bei⸗ fall.. Der Redner meinte, solche falsche Angaben koͤnnten nicht schnell genug berichtigt werden, denn sie uͤbten großen Ein— fluß auf die öoͤffentliche Stimmung aus und haͤtten leider in der Zeit, seitdem sie verbreitet Und fuͤr wahr angenommen worden, schon Unheil genug angerichtet. (Hört! Sir G. Clerk überreichte ahnliche Petitionen aus Kirchspielen in der Grafschaft Meath und Lord Francis Egerton desgleichen von Salford, Manchester und Lancashire. Letztere zaͤhlten zusammen 20,000 Un— terschriften; es wurde darin ernstliche Besorgniß uͤber den jetzi⸗ gen Zustand der Irlaͤndischen Kirche und tiefes Bedauern uͤber die Nichtausfuͤhrung der von dem vorigen Ministerium vorge— schlagenen Maßregeln ausgesprochen und der Schutz des Hauses zu Gunsten der herrschenden Kirche erfleht. Unter den Unter— zeichnern derselben befanden sich auch viele achtbare Dis— senters und ein Katholik, Namens Trevers. Eine Bittschrift derselben Art von Seiten der Stadt Durham uͤberreichte Herr R. Trevor. Ueber die von Lord Egerton vorgelegte Petition aus Manchester glaubte Herr M. Philipps, Mitglied fuͤr Manchester, einige Bemerkungen machen zu muͤssen, um so mehr, als das Haus naͤchstens aufgefordert werden wuͤrde, die von ihm angenommene Resolution in Bezug auf die Verwendung der ö Einkuͤnfte der Irlaͤndischen Kirche in Ausfuͤhrung zu bringen.
„Ich weiß nicht“, sagte er, „welche Mittel man angewandt ha—⸗ ben mag, um die Unterzeichnungen zu jener Petition aufzutreiben, auch will ich ihre Authentizität nicht in Zweifel ziehen; aber so viel kann ich sagen, daß die Zahl der Unterschriften im Berhaͤltniß zu der Bevölkerung der Stadt, aus welcher sie koͤnmt, sehr gering ist. (Hort! Es freut mich, zu sehen, daß die Zahl derjenigen Einwoh⸗ ner von Manchester, die solche Gesinnungen hegen, so klein ist, und ich erlaube mir, das Haus darauf aufmerksam zu machen, daß mein sehr ehrenwerther Kollege, der seitdem das Amt eines Praͤsidenten der Handels⸗ Kammer angenommen, bei der letzten Wahl seine diesfaͤlligen Ansichten ziemlich offen ausgesprochen hat, so daß wohl seine Wiedererwaͤhlung als das Resultat der reiflichen Ueberzeugung der Einwohner von Manchester in Bezug auf den vorliegenden Gegenständ anzusehen ist. (Hort, hort!) Man hat es hervorgehoben, daß die Bittschrift auch von einem ka— tholischen Gutsbesitzer unterzeichnet worden sey, und ich will weder diesem Herrn, noch irgend einem Anderen, einen Vorwurf daruͤber machen, aber ich glaube, er ist Eigenthuͤmer bedeutender Kirchen— guter (lauter Beifall), und wenn ich Kirchenguͤter besaͤße und die— selben in Gefahr waͤhnte, so wurde ich es gewiß auch fuͤr meine Pflicht halten, gegen eine Maßregel, von der ich eine solche Gefahr fuͤrchtete, zu pröͤtestiren.“ (Hort! und Gelaͤchter.)
Herr Finn protestirte, als Katholik, gegen die in den er— wähnten Petitionen vorkonimende Behauptung, daß die katholi— schen Mitglieder des Unterhauses ihren Eid verletzt hatten, und gegen das zugleich an das Haus gerichtete Gesuch, daß es eine Eidesformel abfassen moͤchte, die den Katholiken jede Einmischung in die Eigenthums-Angelegenheiten der Kirche verboͤte. Wenn man, meinte er, den Katholiken auf ihren jetzigen Eid nicht glau— ben wolle, wie koͤnne man sich dann einbilden, daß sie sich durch andere Formen wuͤrden binden lassen.
„Was anders“, fuhr er fort, „hat die Katholiken 110 Jahre lang aus diesem Hause entfernt gehalten, als ihre heilige Ehrfurcht vor der Verpflichtung eines Eides? Möchten nur die ehrenwerthen Mitglieder eben solche Achtung vor der Heiligkeit eines Eides unter den verschiedenen Sekten dieses Landes erzeugen. (Hört!) Ich will dem Haufe nur eine Thatfache anfuͤhren: Ein Protéstant, das Mit⸗ glied fuͤr Ennis, fuͤhlte sich, als er an diese Tafel trat, um zu schwö⸗ ren, empört uͤber die Eide, die ihm als Protestanten abgenommen werden sollten, und leistete den katholischen Eid. Ich wurde auch
um alle Herrlichkeit der Welt nicht den Eid schwoͤren, den die protestantischen Mitglieder dieses Hauses ablegen mussen, und in welchem ihre katholischen Bruͤder als Götzendiener ge— brandmarkt werden. Diejenigen, welche meine Religion an— greifen, gereichen, melner Meinung nach, dem Protestantis⸗ mus und jeder anderen Religion zur Schande. Sie vergessen gonz den reinen e ,, der Liebe, ohne den keine Religivn moglich ist, wenn sie den Glauben ihres Naͤchsten verunglimpfen. (Beifall.) Daher kommt es, daß eine tiefgewurzelte Neberzeugung herrscht unter dem Irläͤndischen Landvolk von der Schuld der protestantischen Pfarrer an all' der Unhill und Ungerechtigkeit, die sie zu leiden haben. Ich weiß wohl, daß es unter lhnen manche sehr wuͤrdige Maͤnner giebt, aber auch viele Andere, die es zu ihrem einzigen Geschaͤft machen, schlechte Gesinnungen zu verbreiten und Zwietracht unter der Be⸗— völkerung Irlands zu erregen; so ö B. der Dechant von St. Patrick, ein Mann, der jaͤhrlich 250 Pfd. Einkünfte von seiner Pfruͤnde bezieht, und von dem ich eine authentische Rede gelesen habe, worin er die Ir⸗ landischen Katholiken fuͤr Ketzer, Mörder und Menschen ohne Treue und Glauben ausgiebt. Auf solche Weise also schmaͤht der ehrwürdige Empfaͤnger der jaͤhrlichen Summe von 2500 Pfund die Leute, von denen er sein Einkommen bezieht! (Hort!) Ist es da zu verwun⸗ dern, daß das Irlaͤndische Volk es ungerecht findet, eine Kirche un— terhalten zu sollen, deren Geistlichen es so beschimpfen und verleum— den, und daß es innig an seinen eigenen Geistlichen hangt, seinen Freunden in der Stunde der Noth und seinen treuen Rathgebern in der Stunde der Verlegenheit? Gewiß, die herrschende Kirche wird durch ihre uͤberelfrigen Freunde mindestens eben so sehr gefaͤhr⸗ det, wie durch ihre bittersten Feinde.“ (Beifall.)
Herr Brotherton, Iitglied fuͤr Salford, bat um die Erlaubniß, auch einige Worte uͤber diesen Gegenstand sagen zu duͤrfen, da unter den eingereichten Petitionen auch eine aus dem Ort, den er repraͤsentire, befindlich sey. „Bei dieser Frage“, sagte er, „scheint es mir sich uͤberhaupt gar nicht um religioͤse Grundsaͤtze, sondern allein um Geld zu handeln. (Ungeheurer Beifall von Seiten der Irlaͤndischen Mitglieder. Wenn die herrschende Religion die christliche und eine auf Gerechtigkeit ge— gruͤndete Religion ist, die Frieden und Wohlgefallen auf Erden zu stiften sucht, so ist es, um noch das Beste zu sagen, wenigstens ein schlechtes Kompliment fuͤr diese Religion, von ihr zu behaupten, daß sie untergehen muͤßte, wenn sie nicht durch das Geld des Landes unterstuͤtzt wuͤrde.“ Herr O'Connell, der im Lauf der Debatte auch noch das Wort nahm, meinte, man sollte immer— hin jene Bittschriften entgegennehmen, obgleich dem Hause und den Ministern wegen ihres Beschlusses in Bezug auf die Irlaͤn— dische Kirche Verrath gegen den König und die Verfassung Schuld gegeben werde, denn dergleichen Insinuationen muͤsse man mit mitleidiger Verachtung behandeln, worauf Lord Eger— ton den in den Petitionen, die er vorgelegt hatte, vorkommen— den Ausdruck „Verrath“ dadurch zu mildern suchte, daß er den Gebrauch desselben fuͤr eine bloße Nedefigur erklaͤrte, denn es sey hier freilich nicht von den Verrath im zuristischen Sinne des Wortes die Rede, wo es einen Aufstand oder eine Empörung gegen den Koͤnig bedeute. j
London, 29. Mai. Die Koͤnigin wohnte vorgestern in Begleitung des Herzogs von Cumberland, des Herzogs, der Her— zogin und des Prinzen Georg von Cambridge der Pruͤfung der Zöglinge der National-Schulen der Londoner City im Mansion— House bei und nahm nach dem Examen ein Desjeuner bei dem ß O gerrar
Derr More O'Ferrall, einer der Lords des Schatzes, ist am Dienstage in Kildare ohne Opposition . ö
Die Morning Post erzaͤhlt, als Sir C. Bagot unter dem Peelschen Ministerium zur Begluͤckwuͤnschung des neuen Kaisers nach Wien gesandt worden, sey er zugleich beauftragt worden, nach Erledigung dieser Mission sich als Botschafter nach St. Petersburg zu begeben. Als nun Sir C. Bagot in Wien die Kunde von der Resignation des Peelschen Kabinets erhal— ten, habe er natuͤrlich Depeschen aus Downingstreet erwartet, mit Instructionen, was er nun zu thun habe. Ein Tag sey aber nach dem anderen vergangen, und Lord Palmerston habe sich nicht herabgelassen, dem Sir C. Bagot zu schreiben, ob er sich nach. St. Petersburg zu begeben oder zuruͤckzukehren habe. So habe denn Sir C, Bagot nach langem Warten sich endlich entschließen muͤssen, nach England zuruͤckzukehren. Keine Erklaͤrung sey dieserhalb in St. Petersburg gemacht worden, und der Kaiser von Rußland muͤsse sich auf's neue durch das insolente Be— tragen des Lord Palmerston beleidigt fuͤhlen. Der Courter stellt aber diese ganze Behauptung in Abrede, indem Sir Char— les Bagot gar nicht abberufen sey und seine Entlassung nicht eingesandt habe, folglich nach St. Petersburg haͤtte abgehen muͤssen; denn aus dem Umstande, daß Lord Pailmerston keine neue Instructionen gesandt, hatte Jener schließen muͤssen, daß die alten noch fortbestaͤnden. Der Streit wird durch mehrere Blätter fortgesetzt, und die ministeriellen Blaͤtter meinen, die Tories schienen sich zu groͤßerem Gehorsam gegen den Herzog von Wellington als gegen den Konig verpflichtet zu halten, denn sonst wuͤrde Sir Charles Bagot sich nicht herausgenommen ha— ben, um einer bloßen Ministerial-Veraͤnderung willen nach Eng— land uruͤckzukehren. ö
Der Versuch, die Birminghamer politische Union wieder zu organisiren ist uͤberaus kläglich ausgefallen. Wie es scheint steckt der Verein von der Zeit seines fruͤheren Bestehens her bis uͤber die Ohren in Schulden, so daß jedes Mitglied des vor— maligen Vorstandes fuͤr eine Forderung von 100 Pfd. arretirt werden kann; deshalb will Herr Th. Attwood, der radikale Banquier, der bei seiner Popularitaͤt schon viel Geld zugesetzt hat, mit der Sache nichts mehr zu thun haben. Am Ende lam inan uͤberein, sich erst Bericht uͤber die Stimmung unter den ,. Klassen ö. u n, Es waren nur etwa hun⸗ dert Zuhoͤrer zugegen, und die Sache durfte, wie z damit ö . a . . fte, wär man glaubt,
Der kurzlich verstorbene Graf von Longford hinterlaͤßt ei Wittwe und 10 Kinder. Er war einer n n sentativ⸗ Pairs und saß im Oberhause als Baron Silchester vom Vereinigten Koͤnigreiche; er war außerdem Gustos rotulorum
der Grafschaft Westmeath, wo der groͤßte Theil seiner Guͤter