die sich bisher geweigert, an den gerichtlichen Debatten Theil zu nehmen, zur Annahme des einen oder des andern der ihnen also von dem Praͤsidenten bezeichneten Verthei— diger zu bewegen. Auf diese Weise, meinte er, konne man einem großen Aergernisse noch jetzt ein Ende machen und wenigstens den Schein der Gesetzlichkeit retten. — Als der Praͤ— sident die Vorgeladenen fragte, ob sie sonst noch etwas zu ihrer Vertheidigung zu sagen haͤtten, bemerkte Herr Trélat wieder— holt, daß derjenige, der das inkriminirte Schreiben publizirt, allein strafbar sey und daß der Verfasser desselben gesetzlich nicht belangt werden koͤnne. — Die Vorgeladenen wurden dar— auf aus dem Saale gefuͤhrt und die Pairs begaben sich zur Be— rathschlagung in ihren gewohnlichen Sitzungssaal, nachdem der Präsident die Sitzung für aufgehoben erklärt hatte.
Paris, 1. Juni. Der Konig und die gesammte Koͤnigl. Familie begaben sich gesrern mit dem Prinzen Leopsld von Sict— lien und in Begleitung des Präsidenten des Minister⸗Raths nach Versailles.
Seit einigen Tagen ist der Furst von Talleyrand täglich in den Tuilerieen und wird bei den Ministertal⸗Konferenzen, die re⸗ gelmaͤßig dort stattfinden, zugezogen.
Der Baron von Barante wird in der naͤchsten legislativen Sitzung der Pairs-Kammer den Kommissions-Bericht uͤber den Gesetz- Entwurf wegen der Nord⸗Amerikanischen Schuld⸗Forderung abstatten.
Die Deputirten⸗-Kammet setzte in ihrer heutigen Sitzung die Berathungen uͤber das Budget des Ministeriums des oͤffentlichen Unterrichts fort. Nachdem die saͤmmtlichen Kapitel desselben ohne eine wesentliche Herabsetzung angenommen worden, begannen die Debatten uͤber den Gesetz-Entwurf wegen der sogenannten Vete— ranen⸗Kasse der alten Civil-Liste. Ueber die 12 Artikel dieses Ge— setz-Entwurfes ließen sich 5 Redner vernehmen, worauf zur Ab— stimmung uͤber das Ganze geschritten werden sollte. Der Namens— Aufruf ergab indessen nur 222 anwesende Deputirte, so daß mor— gen zum zweiten Male abgestimmt werden muß.
Die Election und der Indicateur, beides Blatter, die in Bordeaux erscheinen, enthalten unter demselben Datum des 28. Mai über die Lage der Dinge im noͤrdlichen Spanien fee einander ziemlich widersprechende Berichte. Das er stere Blatt sagt: „Der General Valdez hielt am 21 sten mit 10,600 Mann und 609 Pferden Sansol und Torres auf der Straße nach Lo— grosso, etwa 6 Lieues von Estella besetzt. Seine Armee hat sich in den letzten Tagen um 106,6 Mann verstaͤrkt, die aus Casti⸗ lien und Vittoria herangezogen worden sind. Auch die Ko— tonne des Generals Espartero, bestehend aus 19060 Mann und 290 Pferden, hat den Befehl erhalten, zu dem Gros der Armee zu stoßen, so daß der General Valdez jetzt auf der ganzen Ebro-Linie, von Lerin bis Logrono, also in riner Ausdehnung von etwa 16 Lieues, 32,0090 Mann, 2406 Pferde und 12 Stucke Geschuͤtz hat. Andererseits ist Zumalacar—⸗ reguy am 2üsten Abends mit 11 Bataillonen wieder in Estella angekommen, wo er, wie das erste Mal, mit großem Jubel empfan⸗ gen und ihm ein Ball gegeben wurde. In Estella sind 2 Laza— rethe fuͤr die Verwundeten und Kranken beider Parteien errichtet worden: in dem Augustiner-Kloster liegen 76 verwundete Christi— nos, in dem Franziskaner-Kloster 130 verwundete Karlisten.“ — Dagegen liest man im Indicateur: „Die Angelegenheiten in Spanien nehmen mit jedem Tage fuͤr die Koͤnigin eine schlimmere Wendung. Die Truppen sind ganzlich demoralisirt, und der Mangel an Mannszucht ist aufs Höͤchste gestiegen. In Pampelonag hat eine Beivegung stattge— fünden, indem die Ultra-Liberalen den Vice⸗Koͤnig und den Gouverneur ums Leben bringen wollten. Wo Valdez steht, weiß Niemand. Zumalacarreguy hat alle seine Kraͤfte zusammengezo— gen und befindet sich in der Gegend von Vera. Es leidet kaum einen Zwelfel, daß Valdez sich ganz uͤber den Ebro zuruͤckziehen und diesseits nur noch Pampelona und San-Sebastian besetzt halten wird.“
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Siz— zung vom J. Juni. Der Marquis von Londonderry rich— tete wegen der Spanischen Angelegenheiten einige Fragen an Lord Melbourne, nämlich ob seit seinem Amtsantritt an die Britischen, an der Nordkuͤste Spaniens kreuzenden Kriegsschiffe Instructionen ergangen seyen, welche sie zur Disposition der Regierung der Koͤ—
nigin von Spanien stellten; ob man ihr von hier aus Waffen
und Munitien zu Huͤlfe gesandt, und ob, wenn dies geschehen, diese bezahlt worden seyen, oder wie sie bezahlt werden sollten, und endlich, ob hier irgend ein Schiff fuͤr die Koͤnigin ausge— ruͤstet worden sey, und auf wessen Kosten. Lord Melbourne erwiederte, er wisse nicht, daß solche Instructionen an jene Schiffe
von der Britischen Admiralität abgefertigt worden waren, und!
daß England durch den Traktat verpflichtet seyn sollte, Schiffe zu liefern; doch koͤnne er die Fragen nicht sofort beantworten; wenn der edle Marquis ihn fruͤher von seiner Absicht, solche Fra— gen vorzulegen, in Kenntniß gesetzt haͤtte, so wurde er (Lord Melbourne) sich daruͤber Auskunft verschafft haben; so aber wolle er sich jene erst zu verschaffen suchen und morgen Antwort ertheilen. Lord Lyndhurst brachte darauf eine Bill ein, wo— durch die Kinder aus Ehen zwischen Personen, die sich wegen zu naher Verwandtschaft nach dem Gesetz eigentlich nicht verheirathen dürfen, fuͤr legitim erklart werden sollen.
Unterhaus. Sitzung vom 1. Juni. Die Sitzung wurde um 2 Uhr mit Ueberreichung von Bittschristen eroͤffnet, worunter sich besonders viele fuͤr und gegen die Bewilligung von noch mehr Geldern zum Bau neuer Kirchen in Schottland be— fanden. Einige andere Petitionen klagten uber die Noth unter der ackerbautreibenden Klasse; einige waren gegen die Bill zur Abschassung der Verhaftung wegen Schulden, einige gegen die Grafschafts-Steuern gerichtet, und einige baten um Schutz fuͤr die Anglikanische Kirche in Irland. Nachdem sodann der Aus— schuß zur Prüfung der Parlaments-Wahl fuͤr Horsham Herrn Hurst, einen Radikalen, als den gesetzlich erwaͤhlten Repraͤsen— tanten dieses Orts erklart hatte, entspann sich eine sehr lebhafte Debatte über die Verhältnisse des Herrn Johnston, Parlaments Mitglieds fuͤr St. Andrews, zu seinen Konstituenten, die schon seit ei⸗ nigen Wochen in den offentlichen Blaͤttern vielfach besprochen worden war. Hr. Johnston hatte naͤmlich in der bei Gelegenheit seiner Wahl gehaltenen Rede geäußert, er werde seinen Sitz im Parlamente aufge⸗ ben, Jobald die Mehrzahl seiner Konstituenten es verlange; auch war zur Zeit der Wahl in die Zeitung des Wahlorts die kurze Notiz aufgenommen worden: „Herr Johnston erbietet sich, seine Stelle niederzulegen, sobald die Majorität seiner gegenwartigen 2Sähler es verlangt.“ Herrn Johnston's Benehmen bei der Ab— stimmung uͤber die Russellsche Motion im Maͤrz d. J., bei welcher Gelegenheit er mit dem Peelschen Ministerlum stimmte, hatte ihm nun wirklich die Unzufriedenheit seiner Konstituenten zugezogen, und so war an ihn die Aufforderung ergangen, er
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moͤge sich zuruͤckziehen; er aber weigerte sich, dem Folge zu lei⸗ sten, und nun wurde er von allen Seiten, namentlich in den Zeitungen, wegen seiner Wortbruͤchigkeit angegriffen. In der gestrigen Sitzung endlich beschwerte sich Hr. John ston darnber, und bat Hrn. Elphinstone Mitglied fuͤr Hastings), der mit einer auf die Sache bezuͤglichen Petition beauftragt sen, diese vorzulegen, um ihm Gelegenheit zu seiner Rechtfertigung zu geben. Herr Elphinstone, der sich anfangs dies zu thun weigerte und sich weiter uber die Sache auslassen wollte, wurde von Herrn Hume mit der Bemerkung unterbrochen, wenn er die Petition nicht vorbringe, so liege keine Frage zur Eroͤrterung vor, und man muͤfse zur Tagesordnung übergehen. Auf wiederholtes Bitten des Herrn Johnston wollte nun Herr Elphinstone die Bitt— schrift verlesen; aher man unterbrach ihn abermals und verlangte vor allen Dingen den Zweck derselben zu kennen. Dieser wurde nun dahin angegeben, „das Haus moͤge geruhen, eine Sache in Erwägung zu ziehen, welche die Ehre eines seiner Mitglieder so nahe berühre.“ Herr Goulburn meinte, wenn dies der In— halt sey, so duͤrfe sie nicht verlesen werden; Herr Johnston sey einmal auf gesetzmaͤßige Weise zum Mitgliede des Unterhauses erwählt, und wenn er setzt das Vertrauen seiner Konstituenten nicht mehr besitze, so muͤsse er selbst wissen, was er zu thun habe; das Haus koͤnne hier nicht als Gerichtshof auftreten. Die fem widersetzten sich Herr Hume und einige andere Mitglleber, und nach langem Disputiren über die Befugniß des Hauses, in dieser Sache zu entscheiden, wurde endlich der Antrag gestellt, daß die Petition verlesen werden moͤge; bei der Diskussion diefes Antrages wollte Herr Johnston in die Sache selbst eingehen, als Sir Rob. Peel ihn zur Ordnung rief und auseinandersetzte, das Haus habe in einer solchen Sache, welche bloß die Konstituenten an— gehe, das Haus selbst aber in nichts verletze, nicht als Richter aufzutreten, und nichts wuͤrde gefaͤhrlicher seyn, als ein solches Praͤcedenz⸗Beispiel aufzustellen. Dieser Ansicht schlossen sich Lord J. Russell und Lord Howick an, und Herr Johnston ent— schloß sich, da dies der Wunsch des Hauses zu seyn scheine, die Petition zuruͤcknehmen zu lassen, obgleich Herr Hume und Herr Robinson die Sache weiter verhandelt zu sehen wuͤnschten und Herr Roebuck bemerkte, es bleibe auf Herrn Johnston ein Schimpf haften, so lange er nicht et— was thue, denselben abzuwaschen. Als hierauf der Antrag gestellt wurde, daß das Haus sich in einen Subsidien— Aueschuß verwandeln moge, erhob sich Herr Thornley und brachte die Unruhen von Wolverhampton (siehe London) zur Sprache. Er richtete einige Fragen in Betreff dieser Unruhen an Lord John Russell und berief sich dabei auf 2 ihm zu Haäͤn— den gekommene Briefe aus jenem Orte, wonach die ganze Bevoͤl— kerung vor dem Einschreiten der Soldaten vollkommen ruhig gewesen, die Widersetzlichkeit des Volkes aber erst durch das Herbeirufen des Militairs veranlaßt worden seyn sollte; man habe nun, fuhr der Redner fort, die Aufruhr⸗Akte verlesen und unmittelbar darauf feuern lassen; ein solches Verfahren der Be— hoͤrden und namentlich der bewaffneten Macht verlange genaue Untersuchung und noͤthigenfalls Bestrafung; um erstere moͤglichst gut zu beschaffen, scheine die Hinsendung einer besonde— ren Kommission von Seiten der Regierung erforderlich. Dem widersetzte sich anfangs Lord John Rüssell, indem er das Haus warnte, einseitigen Angaben nicht allzu— leicht Glauben beizumessen, ubrigens aber sein tiefes Be— dauern uͤber jene Vorfaͤlle kundgab und sich zu jeder ferneren Untersuchung derselben bereit erklärte. Doch hiermit gab sich Herr Villiers nicht zufrieden und meinte, die Ehre der Be— hoͤrden, des Militairs ünd, des Volkes erfordere strenge Unter— suchung, die man unmöglich den Parteien selbst uͤberlassen durfe. Dagegen verlas Herr Forster in Abwesenheit des neuen Mit— gliedes fuͤr Suͤd-Staffordshire (Sir F. Goodricke) einen von den HH. Clare und Hill, als Distrikts-Behoͤrden, unterzeichne— ten Bericht, in welchem das Benehmen des Poͤbels auf die un— guͤnstigste Weise dargestellt war. Man ersieht daraus, daß das Volk sich auf dem Marktplatze verbarrikadirt hatte, und daß das Militair erst Feuer gab, nachdem ein Pferd niedergestochen wor— den war. Im Ganzen waren nur 4 Personen verwundet, aber noch keine gestorben. Sir John Wrottesley erklärte, er kenne das Volk von Wolverhampton durch 40jährigen Aufent— halt als Magistratsperson des Distrikts; nie aber sey Le— ben und Eigenthum daselbst gefährdet worden. Er ver— langte daher augenblickliche Untersuchung, wenn auch nur, um die Armee in der offentlichen Meinung zu rechtfertigen. Lord John Russell erklärte nun endlich, er habe sich nur des— wegen der Hinsendung einer besonderen Kominission widersetzt, weil ein bloß von der Regierung hingesendeter Kommissar nicht die Befugniß haben wuͤrde, die Zeugen vorzuladen, also nur sol— che verhoͤren konnte, die sich freiwilllg stellten; da er (Lord Rus— sell) ubrigens aus den Aeußerungen mehrerer Mitglieder ersehen habe, daß nur durch eine Untersuchung der angegebenen Art die oͤffentliche Meinung zusriedengestellt werden koͤnne, so wolle er dieser nachgeben und Kommissare hinsenden. Diese Nachgiebig— keit des Ministers fand allgemeinen Beifall; nur Herr Hume murrte noch etwas daruͤber, daß man ministerieller Seits einen solchen Schritt nicht schon jetzt gethan habe. Auf eine An— frage des Herrn Goulburn zeigte Lord Russell dem— naͤchst an, daß er seinen Antrag wegen der Reform der Munizipal-Corporationen am Freitage den 5ten d. machen werde, und Lord Morpeth setzte seine Maßregel in Betreff der Ir— ländischen Zehnten auf den 15. d. M. an. Lord John Ruffell hatte bekanntlich in der letzten Sitzung des Unrerhauses in der vorigen Woche, vor der Vertagung desselhen, Herrn Capley ge— beten, seine auf heute angekuͤndigte Motion hinsichtlich einer Ver— aͤnderung des Muͤnzfußes bis auf Weiteres auszusetzen und der ministeriellen Maßregel in Bezug auf das Corporationswestn den Vorrang einzuraͤumen, aber von Letzterem eine abschlaäͤgige Antwort erhalten. Herr Cayley brachte daher nun seine Mo— tion vor, die woͤrtlich folgendermaßen lautet: „Es solle auf Grund des vom Parlamente bereits anerkannten ungluͤcklichen Zustandes des Landbaues ein besonderer Ausschuß ernannt wer— den, um zu untersuchen, ob nicht wirksame Mittel in der Macht des Parlaments ständen, dem Ackerbau des Vereinigten Koͤnig— reiches eine wesentliche Erleichterung angedeihen zu lassen, und es solle der ganz besonderen Aufmerksamkeit dieses Ausschusses die Frage von Einführung eines Silber- oder verbundenen Gold, und Silber⸗-Münzfußes anempfohlen werden.“ Sehr weitlaͤufig be— handelte Heri Cayley in seiner langen, aber von den Zuhoͤrern seiner leisen Sprache wegen nicht ganz aufgefaßten Rede das Thema von der ungluͤcklichen Lage dis Ackerbaues, die ihm hauptsaͤchlich durch neuere Veränderungen des Muͤnzfußes her— beigefuͤhrt zu seyn schien, und die durch Wiedereinführung fruͤ— herer Einrichtungen wieder abzustellen ware. Seine Motion, von Herrn Wodehouse unterstuͤtzt und von Herrn O Conneli vertheidigt, fand in den vereinten Kräften der Whigs und To— ries kraftige Gegner und unterlag den schlagenden Argumenten Sir Rob. Peel's und der Herren Poulett Thom son (Praͤ⸗
on wird der Zeitungs-Stempel als ein Hinderniß fuͤr die Aus— beitung der „wahren Religiositaͤt“ dargestellt.
Sir Francis Burdett erklart im Standard, man habe inen Namen ohne sein Wissen unter die Mitglieder des Cen— a·Reform⸗Vereins gestellt. .
Der General-Major Sir John Dalrymple ist in diesen agen mit Tode abgegangen. ‚. .
General Sir Colqhoun Grant wird gegen Herrn Brinsley zheridan, der ihm seine einzige Tochter entfuͤhrt hat, beim smnzlei Gerichte klagbar werden. Der General hat den Lord Heymour, aus dessen Hause Miß Grant entfuͤhrt worden, mit⸗ sst eines sehr bittern Briefes herausgefordert. Lord Seymour
Sir Charles Bagot ist aus Wien in Paris angekomn Pete sich ein; es wurden inige Schüsse gewechselt, die aber und man glaubt, daß seine eigenmächtige Abteise im Üntegn Lin Nesultst hatten, Die Sache durfte guͤtlich beigelegt werden, zur Sprache gebracht werden wird. Die Morning, Po Sir , n Douglas ist in Korsᷓt angekommen und hat hanptet, er kehre nach England zurck, weil er dem Oln h Stellt als Card Ober, Commissair angetreten.
schen Kabinette nicht dienen wolle; der Eourier' aber ö. Der Genergl-Lieutenant Sir W. Houston, der mit mehreren dann müsse er sich auch von dem Wellingtonschen Kabinr Ptteren von CGächraltar hier angekommen ist, hat versichert, daß zahlen laffen, und nicht von der Natlon. H nEadip, welches er am 19. Mai verlassen hatte, gar keine Un—
Graf. Matuschewitsch ist nech kurzem Aufenthalte in ˖hen vorgefallen und daß die in dieser Beziehung von Franzoͤsi—
hier eingetroffen und wird die Saison in London zubringn ] ben Blattern verbreiteten Nachrichten ganz ungegruͤndet seyen. erst dann auf seinen Posten nach Neapel abzugehen. é RWNalaga war der Mangel an Weizen noch sehr, empfindlich,
Der Sohn Tippu-Sahib's, der aber jetzt nicht Tamůhn dd der Kommandant hatte die Einsuhr von noch 15,6666 Fan
sondern Dschehangir Schah genannt wird, hatte gestern ein ss freigegeben. ; . J . terredung mit Lord Glenelg im Kolonial-Amte. Lientznant Burnes, der mit einem Regierungs-Dampfschisse Wie Lord Melbourne gestern versprochen hatte, enn m März von Falmouth abgesegelt war, erreichte den Hafen er in der heutigen, Sitzung des OHberhauses Antwen öon Atrandrien, am 2sten desselben Monats, wo er wegen der die gestrige Frage des Marquis von Londonderry; seine An] Hest nicht ans Land ging, sondern mir einem Boote weiter nach ging im Wesentlichen dahin, daß allerdings in England ein. PKchirn segelte, welches er am 3. April erreichte. Von da begab für die Regierung der Koͤnigin von Spanien mit 1943] rr sic nach Suez, von wo er sich auf dem Dampfschiffe „Hugh Kosten ausgerüstet und, daß für 20 hh Pfd. Waffen und win nach Bomöan einschiffte, welches er am 25. April, also nition fuͤr dieselbe geliefert worden seyen; jedoch Alles aufg Möhsten Tage nach seiner Abreise aus England, zu erreichen Spaniens. Der Herzog von Wellington sagte daran Nwachte. ; . wenn er in der gestrigen Sitzung zugegen gewesen! Aus New-Y„orker Zeitungen vom 9gten v. M. ersieht Auskunft uber den Antheil geben können, den er als Ma! mn, daß die Bewohner der, Staaten Ohio und Michigan we— an der Sache gehabt. Der Marquis von Londonderry ] en ihrer Gränzlinie unter einander in Streit gerathen sind. dann seine agekuͤndigte Petition von Fi, b0tz Irläͤndischen ! Nachrichten aus Caraccas bis zum 15. April zufolge, testanten vor. ar die in Bogota abgeschlossene Uebereinkunst wegen der Co— Im Unterhause wird Herr Grote heute Abend mil imbischen Schuld vom Repräͤsentanten Hause von Venezuela nem Alntrage auf Einführung des Ballgttements oder der g] ihmigt und am 19. April an den Senat gesandt, auch ein men Abstimmung bei den Parlaments-Wahlen hervortreten. cttJz⸗Entwurf zum Behuf der Konsolidirung der inläͤndischen
Die Regierung hat eine strenge Untersuchting über das huld eingebracht, die der auslaͤndischen aber ausgesetzt wor—
nehinen des Militalrs bei den zu Wolverhampton in Fol n, bis jene beschlossen seyn wuͤrde. Der zlgent der Britischen Wahl des konservativen Kandidaten, Sir 5. Goodricke, vorn Hnds-Inhaber und der Britische Konsul hatten dagegen Vor— lenen Unruhen angeordnet, die von zwei Obersten geleitet n Ulungen gemacht. Es war ein Ueberschuß von 49,96 Pfund Ein Theil der Einwohner behauptet, das Militair seh unnz Har im Schatz. . gewesen und habe zu scharf verfahren; allein es scheint ah Die Abrechnung am auswärtigen Fonds⸗Markte geht lang⸗ macht, daß die Soldaten auf die fürchtbarste Weise mit Sti im und nur mit Muͤhe vor sich, und die Fondspreise sind fast beworfen wurden, und dieser Ansicht war auch einer der un nominell. Spanische Obligationen wurden zu 48, 49 notirt. suchenden Obersten, Sir George Teasdale, welcher laut außen B
J 8. i, J, , elgien. „ob die Truppen etwa still stehen und sich todt werfen in . ö.
. Brussel, 2. Juni. Die Koͤnigin hat der hier gegruͤnde—
sollten? Wollte man ihm einen Stein an den Kopf werfen, . ni. nigin h mn Schule fuͤr erwachsene Frauen ein Geschenk uͤbersandt und derselben ihren Schutz zugesichert.
wurde er den Thaͤter ohne Weiteres erschießen; sonst würden!
Militairs sich wie alte Weiber benehmen, und man könnte ige Jö, ö
Bristeler Scenen wieder erleben.“ Die Einwohner geben Der bekannte Franzoͤsische Schriststeller, Herr Charles No—
mit dieser Untersuchung nicht zufrieden, und ein Geistlichet, Hier, ist aus Paris hier, eingetroffen.
mens Roaf, hat sich im Namen seiner Mitbuͤrger an den Ein Herr de Potter befindet sich seit gestern wieder in Bruͤssel,
Secretair des Innern, Lord John Russell, deshalb gewenl ind zwar, wie es heißt, nur in Privat-AÄAngelegenheiten.
Auch in dem Wahlorte Lichsield ging es bei der feierlichen Ci Der Moniteur enthaͤlt eine Votiz in Bezug auf einen
setzung des Sir F. Goodricke ziemlich unruhig her. Seine gm Laptain Mejean, der ain 27. d. M. mit einem Tilbury von
zession wurde auf die schimpflichste Weise behandelt, und er fei Her nach Alost gefahren und seitdem verschwunden ist. Der
erhielt einen solchey Hagel von Steinen und fonlen Eten, ] Kapitain ist ein allgemein geachteter Mann und man fuͤrchtet,
er in aller Eile vom Wagen sprang n auf den Armin sein! daß er veraubt und ermordet worden sey.
Freunde fortgeschleppt werden mußte. Das Zischen und Heu ; ö
des — . so drohend, daß man die Dragoner aus Blum Schweden und Norwegen. Stockholm, 31. Mai. Folgendes ist die Antwort des
ham herbeirufen mußte. ] ! 966 ö. ; . . JFöonigs an den Landmarschall Grafen Brahe, als derselbe im Da die Abschaffung des Zeitungs, Stempels den bestehm e r ne des Adels Sr. Hef . . . zu⸗ offentlichen Plättern einen sehr empfindlichen Stoß beit sickgab „Indem Sse jetzt, Un der Eigenschaft' bes ersten Gra⸗ = , ö die 5 Auslagen sehr ees. ⸗ 6031 9. 5 / , , ; ? und die jetzt durch die ungeheuren Auslagen sehr erschn fen des Resches, Mir den kandmarschell, Stab wieder zustellen, Gruͤndung heuer Wlätter leicht machen neürde, so befnzn nmöfange Ich nätt doßpelter Zufriedenheit die Versicheruß gs r die bedeutendsten Zeitungen, zu welcher positischen Farbe ic Ergebenheit und Treue, die Sie Mir im Namen der Ritterschaft gehören mögen, besentzers zie Tims, der Coürter, der Sin hit des ' Adels darbtingen. „Zucrst deshzlb, weil dieset Rrtchä— Und die Morning Post, zu Lerd Vrougham, als dem eistzr tag, dessen Lange dem Volke eine Burde war, endlich geschloffen Vertheidiger und Befoͤrderer dieser Maßregel, stets in einer in stE, wenn auch dessen weitere Verlängerung bielleicht söthig ge— t ĩ. 14 83 f , ,, — . 2 ⸗ oder minder feindlichen Stellung und suchen alles Mögliche hen desen wäre, bis einige Beschluffe von' besonderem Gewichte far um den Ruf des ehemaligen Lord-Kanzlers innner mehr zu nnn wn allgemelne Wohl gefaßt worden waren; denn weil Ich! in keln. So Cnthflt der Courier in einer seiner leäten Nun Len Gäsinnungen, Die Ihren Stand belchen, einen Erfah) fa zinen Artikel, in welchem guseinandergesetzt wird, daß n Re Echwierigbelten gefunden habe, deren Beseitigung Mir zum Petitionen an das Parlament vorzüglich darauf ankomme,! Theil gegluͤckt ist, indem Ich den Meinungen Zeit zur gegensei— die Unter schriften unter denselben zu sammengebracht worden in Nen Ausgieichtkug gegeben habe, und man abf dibs Wens⸗ zu Sodann führt diese: Blatt als Peispiel einer hinterlistzen, Kennen an ing, daß eine Spaltung in der Repräsentation immer kesüchtigen und folglich verwerflichen Art, Petitionen zusann Gädlich und verderblich für das Polk sey. Ich hoffe, daß die zubringen, folgendes Rundschreiben an, welches, aus dem Nn Fehrgrife, die begangen worden find, der Zurunft zum Nutzen , n , , datirt, von einem Herrn n, gereichen werden.“ . ⸗ . ö aßt und unter Lord Brougham's Franko-Couvert in alle R Ar 96 , d Gögnhrng die D — . Koͤnigreichs umhergesandt worden sey: er 9. ö Antworten ö. n n, , 9 9 de e tationen 2 ,, ö r Stande, welche sich alle durch Einfachheit auszeichnen, wird ,, ,,,, , Pwonders folgende Stelle in der Antwort an den Priesterstand In! 1 elülld7li, üb ?* syhReinnitsehe nt a ische⸗ ; an . . . X.. 9 ö ; si. Ziel etreicht seyn „ird, zuisammen zu handeln, unt die Ah! e, . Zeitungen hervorgehoben: Ich n noch. be, fung des Zeitungs-Stempels zu erlangen. In dieser Sach. *. im, Stande meine Erkenntlichkeit für den Eifer nationaler Wichtigkeit werden auch Sie um Ihre Mitwirkung g n das Wohlwollen bezeigen, womit er während dieses Neichs⸗ ten, und folgende Schritte werden Ihnen ergebenst anempsbj . fuͤr die Lehr-Anstalten des Reiches gesorgt hat. Diese 1) Das Aufzkingen pon Petitionen an das Unter- und Ob Rrichtungen entsprechen noch nicht vollständig den jetzigen Au— von ellen möglichen Assoctgtionen und Invivibuen in Ihrer g erderungen des Staates, so' lange nicht Volksschulen noch all— Nachvarschaft, die ihtem Namen ihre Lufen Haltscer besij meiner den häuslichen Unterricht unterstützen, Und ich benutze haben. Es ist fuͤr rathsam befunden worden, die Petitionen iese C — n , . ö fertigen, sobald 2 bis zb Namen unter einer jeden 3 sammelt! es sey denn, daß besondere Umstäͤnde eine größere oder kleinttez nothwendig machen. 2) Die Beschaffung von thaͤtigen Persth welche bereit seyn mochten, die Korrespondenz zu füherh, auf andere Weise zum Gammeln von Unterschristen zu win bis das Werk vollendet ist. 3) Die Einberufung bfi cher Versammlungen, sobald solcke wuünschenswerth erschhh mochten. 4) Vie Mittheilung von Notizen oder Rathschlaͤgl der Art, die auf irgend eine Welse dem Zwecke sorderlich seyn ten. Beifolgend einige Papiere, welche Ihnen vhn Nutzen seyn den. Petitionen können mit ber Post portofrei hierher gesandt wi wenn sie an ein Parlgmentsglied adressirt, an beiden Seiten und mit der Aufschrift: „Petition an das Parlament“ versehtn Sollte irgend ein Grund vorhanden seyn, warum Sie nicht wülst mochten, Ihre eigenen Repraͤsentanten im Unterhanse damit i laͤstigen, fo können die Petitionen au Lord Brougt He. Bo wring, Herrn Roebuck, Herrn KB. William s, Hi Hume oder Herrn Buller adressirt werden. . (Unterz.) J. D. Sty let
sidenten der Handels⸗Kammer) und Spring Rice GKanzlerz Schatz ammer). Sie wurde nach langer Debatte mit 216 gen 126 Stimmen verworfen.
London, 2. Juni. Ihre Majestäten der König und Koͤnigin begaben sich gestern von Windsor nach Kew, wo si Gesellschaft des Herzogs von Cumberland, des Herzogs, der zogin, des Prinzen George und der Prinzessin Auguste Tambridge, der Landgräin von Hessen Homburg und der ) zessin Auguste dinirten.
Lord Palmerston ist von hier nach Tiverton abgereist, dort als Parlaments⸗-Kandidat aufzutreten. 4
h 8 9s Can 2 — 464 .*. K . = . . ü Ihrer fortwährenden Sorgfalt fuͤr diese Angelegenheit hege, ie gleich wichtig fuͤr den Zweck der Kirche als fuͤr den des taates ist.“ u der Nachricht, daß man damit umgehe, eine Telegraphen— nit gwischen Gothenburg und Marstrand zu errichten, macht 1 Gothenburger Zeitung die Anmerkung, daß man in Schweden, bevor man an Ceminunicationen durch die Luft den— Een koͤnne, zuvürderst die Communicationen auf der Erde her— ellen musse⸗ End Boräs, zweier Städte, die in der tt einander staͤnden, en könne.
tadt . lebhaftesten Verbindung so schlecht, daß man kaum darauf fortkom—
Däne mark. 6. zpenhagen, 3. Juni. Unsere Blätter enthalten die sehr n hrliche Becht erbung eines Festes, welches am 28sten v. MH. 3. * derer des Jahrestages, an welchem Se. Majestaͤt der Koͤ—
In jedes Exemplar dieses Briefes waren 6 fertige gi sasen ! , Verordnung in Bezug auf die Provinzialstande er⸗ lare zu den erwähnten Petitionen eingeschlossen; einige, ul. ö. n n 1 Courier behauptet, lang und logisch nach Art der Döckelsh Dinsichtlich des Berichtes in einem an
. ö. ie , drm, F,, der n Handels andere weinerlich und herzzerreißend für die Mitglieber de ndels, und.
Bern
ichte wan den Herausgeber der cn war n, Industrie Zeitung“ gerichteten Briefe, nach wel— ßigkeits-Vereine; noch andere endlich kurz und ohne Frigg e nn, die Rede, gegangen, daß eine Preußische besonders fuͤr Dummköpfe geeignet; eine auch für die Fenn . . 4. Straße von Gibraltar von einem Marokkanischen von Sir Andrew Agnew's Sabbaths-Bill, denn in einc! **euzer beschossen worden sey, hat die Redaction besagter Zei,
diese Gelegenheit, um das Vertrauen auszudrucken, welches ich . 3 ) h
Namentlich sey die Straße zwischen Gothenblirg
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tung am 27. Mai von dem Schiffer Karl Voͤlgert, fuͤhrend die Brigg „Herming“, von Stralsund, noch in Helsingbers Hafen liegend, die Berichtigung erhalten, daß er, dessen Fahrzeug wahr— scheinlich gemeint sey, auf seiner Reise von Trapani keinem Ma— rokkanischen Kreuzer begegnet und uͤberhaupt von keinem Schiffe beschossen worden sey; daß er aber am 15. April, Abends 16 Uhr, sich vermuthlich der Spanischen Kuste mehr genaͤhert habe, als die dortigen Zollgesetze es erlauben und darum von den Spa— nischen Kuͤsten-Batterien mit einem Paar scharfer Schuͤsse ge— warnt worden, von denen eine Kugel durch seinen Vordersteven gegangen sey.
Bas Schiff „the Ardent“, Schiffer J. C. Christtansen, von Kopenhagen nach Tarragona bestimmt, ist in der Nacht vom 28. April in der Straße von Gibraltar von dem Barkschiff „Nautilus“, Capitain Redhead von London, uͤbergesegelt wor— den. Nur der Schiffer Christiansen, der Steuermann und 3 Matrosen konnten sich auf den „Nautilus“ retten; der Matrose Madsen aber, der auf dem Wrack geblieben, ist wahrscheinlich umgekommen, da das Schiff im nächsten Augenblicke sinken zu muͤssen schien. Den Geretteten gab der Capitain Redhead ein Boot, womit sie nach Gibraltar kamen, ohne daß sie etwas ge— borgen haͤtten, als was sie am Leibe trügen.
16e n.
Waxsch au, 2. Juni. Der General-Adjutant Rautenstrauch ist vorgestern von Kalisch hierher zurückgekehrt, wohin er sich, wie die hiesigen Zeitungen melden, zur Anordnung der Vorbereitungen fuͤr die Aufnahme der dort erwarteten hohen Personen begeben hatte.
Am 29. v. M. wurden auf dem hiesigen Rathhause unter dem Vorsitz des Stadt-Praͤsidenten die Richter des Handels— Tribunals der Wojewodschaften Masovlen und deren Stellver— treter gewaͤhlt.
Der berühmte Violinist Karl Lipinski ist in diesen Tagen auf seiner Kunstreise von Lemberg nach London und Paris durch Krakau gekommen. .
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Altenburg, 3. Juni. Nach einer aus Ludwigslust ein— getroffenen höchst betruͤbenden Nachricht ist dort der Prinz Albert, zweiter Sohn Sr. Durchl. des Prinzen Georg von Sachsen⸗ Altenburg, ein hoͤchst hoffnungsvoller und von' Allen, die ihn kennen lernten, liebgewonnener Prinz, nach einem wöchigen schweren Krankenlager, an den Folgen einer Gehirn⸗Entzuͤnduͤng und dazu gekommenen abzehrenden Fiebers, im Sten Lebensjahre
mit Tode abgegangen. Deßau, J. Juni. Wenn schon der erste hiesige Wollmarkt (1834) sehr befriedigend ausfiel, so war dies noch weit mehr der Fall mit dem diesjaͤhrigen am 26. und 27. Mai abgehaltenen; denn ungeachtet der vorangegangenen rauhen, regnerischen Wit— terung, die die Fluͤsse anschwellte und iruͤbte, die Schur der
und trotz des in der Macht vor dem Markte herabstuͤrzenden Re— gens, fanden sich doch an beiden Wollmarkts-Tagen uber 13,Üh609 Stein Wolle wirklich und mehrere Tausend Stein in Proben hier ein, die an den zahlreich anwesenden achtbaren Englischen, Niederlaͤndischen und Deutschen Großhaͤndlern und Fabrikanten bereitwillige Käufer fand. Eilftausend Stein wurden nach ab— geschlossenem Kaufe hier, und etwa zweitausend Stein an den Ablieferungs- Orten Coͤthen, Magdeburg ꝛc. verwogen und es blieb daher nur wenig Wolle unverkauft. Die Preise stell— ten sich durchgaͤngig um [ bis 13 Rthlr., mitunter auch wohl um 2 Rthlr. niedriger, als im vorigen Jahre.
München, L. Juni. Heute wurde der Geburtstag und die Volljährigkeit Sr. Maj. des Koͤnigs Orto von Griechenland von den hier sich aufhaltenden Griechen unter allgemeiner Theil— nahme festlich begangen. Um 16 Uhr begann der Gottesdienst in der zu diesem Behufe prachtvoll ausgeschmuͤckten Griechischen Kirche „zum Erlsͤser“, in welcher zur Seite des Aufgangs zum Altare sich ein Koͤniglicher Thron mit dem Wappen St. Maje⸗ staͤt in Palmzweigen erhob. Außer dem Griechischen Gesandten, Hrn. v. Maurokerdato, waren der Baron v. Gise, Minister des Auswaͤrtigen, die Gesandtschaften der drei Schutzmaͤchte von Griechenlans und viele ausgezeichnete Personen vom Eivil- und Militair gegen waͤrtig. Nachmittag um 4 Uhr hatte der K. Griechische Gesandte die K. Vayerischen Staats- Minister und den Staatsrath, so wie das diplomatische Corps und mehrere durch sociale Stellung, oder ihr fruͤheres Verhältniß zu Sr.
7 Maj. dem Koͤnig Otto, oder als Philhellenen ausgezeichnete Män⸗
ner zu einem Mittagsmahl eingelad Saale des zu diesem Behufe sestlich ausgeschmuͤckten Museums gehalten wurde. Auf morgen hat derselbe Hr. Gesandte saͤmmt— liche Griechen, welche sich hier befinden, in demselben Lokale zu
einem Gastmahle geladen, und diese haben ihrerseits auf naͤchsten
Donnerstag in der am Isar-Ufer gelegenen Minders
Feier desselben gluͤckverkuͤndenden Ereignisses ein laͤndliches Fest
veranstaltet. Muͤnchen, 2.
7 1 1 2
ätter.) Die Eger nach arlsbad wird
Juni. (Bayerische Blaͤ Abreise Ihrer Majestat der Königin Wittwe uͤbe Karlsbad ist auf den 4. festgesetzt. Von K Ihre Majestat sich nach Teplitz, wo Ihre D Tochter aus Dresden eintref n,
rienbad begeben. Im Juli v
Tegernsee, wo Ihr Kronpri
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Das RNegierungs-Blatt vom 3. . gung des Ministeriums des Innern, cha den in einigen Bezirken des Königreichs unter den jungen Mannern herrschenden Gebrauch, stiletartige Messer als Zierde zu tragen, veranlaßt, die Bezirks- und Orts⸗Polizei⸗ Behörden daran erinnert werden, daß diese Messer zu den „un ziemlichen Gewehren und gefährlichen Werkzeugen“ gehoͤren, woelche nach der Landes-Oronung und nach der' General-Verord' nung vom 14. Januar 1869 bei Verlust des Gewehres und bei Gefaͤngniß⸗Strafe Niemand in ein Wirthshaus mit sich nehmen, oder sonst bei sich tragen soll. 96 Karlsr uhe, 2. Juni. unserer Staͤnde-Versamm— lung vorliegende Frage, ob der provisorisch ausgesprochene Bei— tritt Badens zum Deutschen Zollverein von den Kammern sanc— tionirt werden solle, oder nicht, scheint etwas hemmend auf un⸗ sere, mit dem heutigen Tage begonnene Messe einzuwirken, da die nech schwankende Meinung auch einige Steckung in dem Handel herbeigefuͤhrt zu h Wie sehr dies sich in
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haben scheint. den ersten Tagen der Bekanntmachung des Beltritts fühlbar machte, so sehr laßt es in seinen . wird ohne Zweifel das mannigfaltigste Interesse, das anfangs parteilich fuͤr oder gegen auftrat, sich gegenseitig so aus— gleichen, daß nur das eine vaterländische Interesse ent⸗ scheidend bleiben wird, das gewiß nur guͤnstig fuͤr den
Beitritt sich aussprechen kann. Noch beschaͤftigt sich die
Kommission allein mit dem Gesetz und mit Neugier und Er— wartung sieht man dem Eroͤffnen der offentlichen Discussion entgegen. ruher Zeitung ein Brief des Büͤrgermeisters von Rotteck in Freiburg an seine Kommittenten, daß sie im Auftrag des Abge— ordneten von Rotteck Petitionen wegen des Beitritts zum Zoll— verein zusammenbringen sollten und diese gab in der Kammer
Einen sonderbaren Eindruck machte in der Karls—
(am 1L. Juni) zu einer sehr lebhaften Erzrterung Veranlassung. Nach unserer heutigen Zeitung war es der Buürgermeister p. Rott eck (Neffe des Abg.), welcher in der am 31. zu Freiburg ge— haltenen Buͤrger⸗Versammilung erklaͤrte, daß die 33 Bürger daselbst, welche auf eine Petition an die zweite Kammer um Versa⸗ gung der Beistimmung zu dem von der Regierung abgefchlos— senen Zoll-Verein antrugen, diesen ihren Antrag zurückgenom— men haͤtten. Es soll nun noch zur besondern Sprache kom⸗ men, ob sich der Buͤrgermeister, als solcher, habe unter⸗ fangen koͤnnen, die Vorsteher der Städte, und insbesondere des Oberlandes, foͤrmlich zu gleichen Antraͤgen aufzufordern.
Oesterre ich.
Wien, 25. Mai. Eine Lombardische Provinzial⸗Deputation
ist hier eingetroffen, um Sr. Maj. dem Kaiser zur Thronbestei— gung Gluͤck zu wuͤnschen; auch die Provinz Venedig wird zu demselben Zwecke Deputirte herschicken. Es wird versichert, daß Se. Maj. der Kaiser die Kroöͤnungs⸗ Ceremonie im Koͤnigreich Boͤhmen, welche künftigen September stattfinden sollte, auf nächstes Jahr verschoben haben, dessenun⸗ geachtet aber im diesjaͤhrigen Spaͤtsommer eine Reise nach Boͤh⸗ men beabsichtige. Zugleich erfaͤhrt man, daß Se. Durchl. der Fuͤrst von Metternich um dieselbe Zeit feine Herrschaft Koͤnigs— warth in Böhmen zu besuchen gedenkt. ĩ
In unsern kommerziellen Verhaͤltnissen zu den Nachbarstaa— ten und denjenigen Theilen des Kaiserstaates, welche im Zoll— systeme als Ausland betrachtet werden, sollen in diesem Augen— blick wichtige Veraͤnderungen der Berathung unterliegen, deren Resultat ohne Zweifel geeignet seyn wird, dem Wohlstand Oester⸗ reichs und der betreffenden Staaten gleichmäßig zu nuͤtzen. Na— mentlich soll auch mit der Koͤniglich Sardinifchen Regierung über ein neues Zollsystem auf der Grundlage größtmoͤglicher Er⸗ leichterung des Handelsverkehrs zwischen beiden Staaten unter— handelt werden.
Aus Konstantinopel erfährt man mit der Post vom 12. Mai die daselbst an Bord des Dampfschiffes „Maria Dorothea“ erfolgte Ankunft des Königl. Preußischen Gesandten, Grafen v. Koͤnigsmark.
Wien, 2. Juni. Der Oest, Beobachter bemerkt: „Schon mehrmal waren in fremden Zeirungsblättern uͤber das Postwesen in den Oesterreichischen Staaten Notizen nthalten, welche den Beweis gaben, daß die Verfasser derselben von dem
wahren Sachverhaͤltnisse nicht genau unterricht? waren, und ö 5 . , . n daher dem Publikum irrige oder wenigstens vollstaͤndige Nach⸗ Heerden aber uͤberall erschwerte und theilweise unmoͤglich machte, J 3 .
richten lieferten. Dieses war namentlich der Fall in dem Blatte des Franzoͤsischen Journals le Renovateurn, worin an— gegeben wird, daß zwischen Wien und Konstantinopel nur eine monatlich zweimalige Postverbindung bestehe. — Dieses Ver— haͤltniß hat fruuͤher, und zwar bis zu Ende des Jahres 1833 be— standen, allein im Dezember des naͤmlichen Jahres wurde ein woͤchentlicher Postenlauf zwischen den genannten zwei Hauptstäd—⸗ ten in Verbindung mit jenem zwischen Konstkantinopel! Und Smyrna eingerichtet, und der Postenlauf geregelt. — Ungeachtet dadurch die Beförderungs- Auslagen bedeutend vermehrt wur— den, ist doch die Porto = Gebuhr fuͤr Briefe nicht erhoͤht wor— den, welche sehr niedrig gestellt ist, indem für den einfachen, ein halbes Loth wiegenden Brief für die Beförderung zuf der weiten Strecke zwischen Belgrad und Konstantinopef nurn!
Piaster oder 73 Kreuzer bezahlt werden. — Gegenwärtig wer den die Briefe bei diesem Postenlaufe in 12 Tagen von Wie
nach Konstantinopel gebracht, allein es werden nunmehr Vorkeh— rungen getroffen, daß in Zukunft diese Beföoͤrderungszeit noch um 2 Tage abgetuͤrzt werden wird. — Dadurch durfte den billigen Wuͤnschen sowohl der diesseitigen Korrespondenten, als jener in fremden Staaten genugend entsprochen werden, und zwar um so mehr, als diese Post-Verbindung in jeder Jahreszeit regelmaͤßig bestehen kann, und voͤllige Sicherheit gewährt, wie durch ein? lange Reihe von Jahren erprobt ist. Ueberdies wurde fuͤr eine monatlich zweimalige regelmäßige Korrespondenz⸗Besöoͤrderung zwischen Wien und den nicht unbedeutenden Handels- Plaͤtzen Seres und Salonich vorgesehen, und es sind vom J. Fan nar
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en, welches in dem großen Reisenden und Waaren
chweig zur
thume Oesterreich unter der der 11. Juni ist als jener Tag bestimmt, an welchem die Buͤr— ger W diesem Tage werden daher nach altherksmumlicher Sitte die Bär— ger Wiens auf dem Rathhause erscheinen, und
Wirkungen nach, und bald gen gespannt, und junge Leute zogen ihn in die Stadt
1833 zwischen Triest und Patras, mit Beruͤhrung von Korfu, monatlich zweimalige Packbootsahrten zur Befoͤrderung der Briefe, aus und nach Griechenland, dann aus und nach den Jonischen Inseln eingerichtet worden.“
Das Namensfest Sr. Maj. des Kaisers ist am 30 sten v. M. in der ganzen Hauptstadt mit freudiger Theilnahme gefeiert worden. !. .
In der Wiener Zeitung liest man: „Den dem Aller—
durchlauchtigsten Kaiserhause treu ergebenen Bürgern der Haupt⸗ und Residenzstadt d j ! der Provinz Nieder-Oesterreich steht noch im mats ein hoher Ehren- und Freudentag bevor.
8e n 66 Fer. no sfr sEᷓsj * * Wien und der andern landes fürstlichen Staͤdte Laufe dieses Mo— 8 ein 1 Ehren. u e . Se. Majestaͤt unser Allergnaͤdigster Kaiser und Herr haben namlich den 14 O. . ö 51882 2 2 ö 8191 - 55* 5 291 ssi ; ani als jenen, Tag zu bezeichnen geruht, an welchem Aller— höͤchstdieselben die Erbhuldigung der Stände in dem Erzherzog⸗
3 ) , , nns anzunehmen geneigt sins, Üünd
, 16 821
. der TR 6 82 5 us den Eid der Treue zu leisten haben werden. An 1
* 5) 86 6 K ö das Gluͤck haben, 21118 . Fend;
und Herrn, Ferdinand 1,
3
daselbst ihrem Allergnaͤdigsten Kalser
den vorgeschriebenen Eid der Treue in der althergebrachten Ferm und Sitte in bestinimten landesfürstlichen Commissaire abzulegen.“
Fegenwart der zu diesem feierlichen Akte eigens
Laybach, 24. Am 19ten d. M. um 14 Uhr nach Mitternacht wurde hier ein ziemlich heftiges Erdbeben verspuürt.
das von einem unterirdischen Getoͤse begleitet war. k
J halle n Rom, 26. Mat. (Allgem. Zeitung.)
auf seiner Reise fünf Tage abwesend gewesen;
ö ö Der Papst ist
erst gestern
Nachmittag kehrte er unter dem Donner der Kanonen und dem
cher ruck. Das
Volk bezeugte laut seine Freude, den L , seiner Mitte zu sehen, und bat kniend um seinen Segen. In Civita⸗vecchia hatte man bei seiner Ankunft die Pferde don: Wa⸗ .
Dampfboot, welches zwischen Neapel und Genug fãhrt ö in Hafen ein, und der Capitgin stellte daffelbe sogleich zur Ver— fuͤgung Sr. Heil., welche das Anerbieten annahm, aber ausdrück⸗ lich befahl, daß die an Bord befindlichen Reisenden darum das
1 ür
Geläute der Glocken von Civita-vecchta hi