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er auf der Bank des Schatzamts. Er sagt: „„Wir““ wollen dies thun, oder „„Wir““ wollen dies nicht thun. Es ist also nicht mbg⸗ lich, den edlen Viscount an der Spitze der Verwaltung von Herrn O'Connell zu trennen; sie sind eine und dieselbe Person. (Gelaͤch⸗ ter. Sein Ministerium haͤngt von Herrn O'Connell 's Hauch ab; wenn es morgen jenem ehrenwerthen Mitgliede belebt, die Ver⸗ waltung des edlen Viscount im Stich zu lassen, so muß der edle Viscount die Siegel niederlegen. (Hort, hört!) Möge der edle Viscount mir aufrichtig sagen, ob er jetzt eben so wie fruͤher von Herrn O'Connell und seinem — ich haͤtte fast gesagt Schweife, ich will aber sagen von 3 O'Connell und seinem Anhange denkt. Wenn jener ehrenwerthe Herr, der das große magische Wort Re⸗ soem so oft im Munde fuͤhrt, sich selbst ein wenig refrmiren wollte, jo wurde es nicht nur fuͤr Irland heilsam seyn, sondern ich wuͤrde ihn, als meinen Landsmann, auch weit mehr achten.“
Lord Melbourne machte noch einmal auf das unregelmaͤ— ßige Verfahren des Marquis von Londonderry in Bezug auf die von ihm or gen gn, Petition aufmerksam, da derselbe sich ei= genmaͤchtig erlaubt habe, sie seit dem 31. Oktober bis jetzt in der Tasche zu behalten; er ruͤgte es ferner, daß diese Bittschrift in einer ausdruͤcklich zu diesem Zweck zusammenberufenen Ver⸗ sammlung von lauter Protestanten angenommen worden sey, und daß es gehaͤssig sey, das Land . solche Weise in zwei abgeson⸗ derte Klassen zu theilen; in das Lob, welches der vorige Redner dem Marquis von Wellesley gespendet hatte, stimmte der Mini⸗ ster vollkommen ein, nur meinte er, die Zeit dazu sey merkwuͤrdig gewahlt, und es waͤre besser gewesen, man haͤtte ihm dies Lob widerfahren lassen, als er Lord— Lieutenant von Irland war; dann beschwerte sich der Minister daruber, daß der Name O CLonnell's immer das dritte Wort des Marquis von Wellesley sey, und erinnerte an eine fruͤhere Be— merkung des Grafen Roden, daß man durch die häufige Erwaͤh⸗ nung desselben diesem Manne einen Einfluß beilege, den er sonst nicht besitzen wuͤrde; endlich widersprach er allen Behauptungen des Marquis, als ob irgend eine Ernennung in Irland von O'Connell diktirt worden sey, und meinte, was die Unterstuͤtzung anbetreffe, die dieses Individuum dem jetzigen Ministerium an⸗ gedeihen lasse, so sey es O'Connell s Sache, zuzusehen, wie dies mit dessen früheren Reden und Schriften uͤbereinstimme, nicht Sache des Ministeriums. Im Laufe der Debatte uͤber diese Petition, die noch eine Zeit lang fortdauerte, erregte besonders eine Aeußerung Lord Hatherton's, der die Versammlung, in welcher jene Bittschrift angenommen worden, die Versammlung von Mitgliedern einer besonderen Sekte nannte, großen Anstoß bei der Opposition; der Erzbischof von Canterburn sagte, ein solcher Ausdruck, und noch dazuů aus dem Munde eines Mannes, der einst eine der hoͤchsten Stellen in der Irlaͤndischen Regie— rung bekleidet, sey unerhoͤrt in den Mauern dieses Hauses. Der Graf von Fitzwilliam aber vertheidigte den Ausdruck and behauptete, die Anglikanische Kirche sey im strengen buchstaͤb— lichen Sinne des Worts eben so gut eine Sekte in England wie die katholische und die presbyterianische Kirche wie die Congre⸗ gation der Baptisten und der Unitarier. Lord Hatherton lenkte jedoch selbst ein und sagte, er habe den Ausdruck nicht in dem Sinne gebraucht, wie ihn der ehrwuͤrdige Prälat genom⸗ men, denn er habe damit nicht a wollen, daß die Angliẽa⸗ nische Kirche in Irland eine Sektirer⸗Kirche sey.
Unterhaus. Sitzung vom 2. Juni. Nachdem Sir Francis Goodricke fuͤr Staffordshire und Herr Chisholm fuͤr Inverneßshire ihren Sitz eingenommen und den Eid geleistet hatten, erhob sich Herr Pease und erklaͤrte, er habe es für seine
Pflicht gehalten, sich bei seinen Wählern in Durham zu erkun—⸗
digen, ob die Gesinnungen, welche in der neulich hier überreich⸗ ten Bittschrift von dort ausgesprochen worden, die den Beschluß des Unterhauses, das uͤberfluͤssige Irlaͤndische Kirchen⸗Eigenthum zu anderen als kirchlichen Zwecken zu verwenden, als hochverraͤ— therisch bezeichnete, wirklich die ihrigen seyen, weil er in diesem Fall, da er diese Ansichten nicht theile, seinen Parlaments⸗Sitz haͤtte aufgeben muͤssen, und er habe von ihnen zur Antwort erhalten, daß jene Petition von Haus zu Haus ru eh r worden sey, daß Viele, die sie unterzeichnet, den Sinn derselben nicht verstanden, ja Manche sie nicht einmal gelesen haͤtten, und daß man im Begriff sen, eine Gegen⸗Petition an das Unterhaus ein— zusenden. Fast der ganze uͤbrige Theil dieses Abends wurde mit einer Debatte uber den Antrag des Herrn Grote hinge— bracht, daß die geheime Abstimmung durch Kugelung bei den Wahlen eingefuhrt werden sollte. Herr Gisboxrne trug auf die vorläufige Frage an, weil es noch nicht hinlaͤnglich erwiesen sey,
daß das Ballottement die guten Folgen haben werde, die man orge Grey dem Lord John Russell eine von ho Einwohnern
sich davon verspreche, welchem Amendement anfangs auch Lord John
Russell beistimmte; da aber von anderen Seiten bemnerklich gemacht
wurde, daß eine bestimmte Entscheidung, alse entweder die An— nahme oder die Verwerfung des Groteschen Vorschlages, ange— messener sey, so ließ Herr Gisborne sich bewegen, sein Amen— dement zuruͤckzunehinen, stimmte aber nun, da eine direkte Ver⸗ werfung der vorgeschlagenen Maßregel nicht in seinem Sinne lag, fur die ursprungliche Motion. Lord John Russell, Sir R. Peel und Lord Stanley sprachen sich dagegen aus, und bei der Abstimmung ergaben sich 17 Stimmen gegen und 144 Für den Antrag, so daß derselbe mit einer Majorität von 173 Stimmen verworfen wurde.
Oberhaus. Sitzung vem 3. Juni. Lord Brougham brachte eine Bill zur Veranderung und Verbesserung der Patent— Gesetze ein, die zum erstenmal verlesen wurde.
Unterhaus. Sitzung vom 3. Juni. Unter den in gieser Sitzung überreichten Vittschriften befand sich auch eine,
in der über das Verfahren eines Geistlichen Klage gefuͤhrt
wurde, der die Erhebung seiner Zehnten selbst von Hutten, wo er nur 9 Pence zu fordern ,. durch Klagen beim geistlichen Gerichtshose, deren Kosten über 15 Pfd. betrugen, erzwungen halte. Herr Hume brachte sodann einen Streit zwischen ihm und einem Herrn Charlton zur Sprache und klagte den Letzteren einer Verletzung der Privilegien des Hauses an; die Sache wurde jedoch nach einigen Debatten ausgeglichen. Gegen den Schluß der Sitzung wurde die Sabbaths-Bill des Herrn Poul—
ier auf den Antrag des Herrn Ward mit 317 gegen 14 Stim—
men verworfen. .
Oberhaus. Sitzung vom 4. Juni. In dieser Sitzung kam nichts von Bedeutung vor. Lord Brougham berichtigte einige Irrthümer, bie in Bezug auf die Richter am Central⸗-Kri⸗ minal⸗(Gerichtshofe verbreitet worden waren, und es wurden ei— nige Petitionen überreicht.
Unterhaus. Sttzung vom 4. Juni. Lord Polmer— steön und der Genera!-⸗Prekurator für Irland, Herr Perrin, nahmen ihre Sitze ein. Dann erhielt die Bill zur Verhinde— rung von Bestechungen bei den Wahlen die erste Lesung, und Here Bish trat mit dem Antrage hervor, daß der Hof und das Parlament bald in diesem, halb in jenem Theil des Vereinigten Königreichs gehalten werden möchten; kaum aber hatte derselbe seine Rede begonnen, als das Haus sich vertagen mußte, weil nicht mehr bie erforderliche Anzahl von Mitgliebern zugegen war.
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London, 5. Juni. Der Koͤnig kam vorgestern von Winb— sor nach der Stadt und hielt im St. James⸗Psalast ein Kapitel des Bath-Ordens, in weichem der General⸗Major Sir James Stevenson Barns von Sr. Majestaͤt mit Stern und Band der zweiten Klasse dieses Ordens bekleidet wurde. In dem darauf folgenden Lever hatte der Griechische Gesandte, Herr Trikupi, eine Audienz bei Sr. Majestaͤt und uͤberreichte dem Koͤnige ein Schreiben seines Souverains. Dann wurden Sr. Majestaͤt mehrere Adressen zu Gunsten der herrschenden Kirche eingehaͤn— digt. Abends fuhr der Koͤnig wieder nach Windsor zuruͤck.
In der heutigen Sitzung des Un terhauses wurde die Wahl des Herrn Fergus O Connor fuͤr Cork fuͤr unguͤltig erklart. Lord John Russelk trat sodann mit seinem Antrage auf Er— laubniß zur Einbringung einer Bill in Betreff der Reform der Munizipal⸗Corporationen hervor.
Sir Charles Bagot ist von Paris hier angekommen.
Lord Palmer ston ist in Tiverton ohne Spposition gewahlt worden. In der Rede, welche er bei dieser Gelegenheit hielt, sagte er unter Anderem:
„Ich bin stol; darauf, der Gegenstand Ihrer Wahl zu seyn.
Ich stimme mit Ihnen darin überein, daß das Greysche Ministe⸗ rium dem Englischen Volke große und wichtige Wohlthaten erzeigt hat. Die Verdienste der Reförm⸗-Bill bestehen, wie ich dies schon in meiner Ädresse gezeigt habe, nicht sowohl in der bloßen Ertheilung der Wahl⸗Freiheit, als vielmehr in dem sicheren und festen Grund, welchen sie zu groͤßeren und ausgedehnteren Reformen gelegt hat.“ Die Freilassung von 6 Millionen Sklaven und die Aufhebung des Mono⸗ pols der Ostindischen Compagnie durch das Greysche Ministerium erwah⸗ nend, sagte der Redner dann in Betreff der auswärtigen Angelegenhei⸗ ten: „Wir gelangten zum Amt zu einer Zeit, als Niemänd an die Möglichkeit glaubte, drei Monate lang den Frieden in Europa zu erhalten; wir haben ihn nicht nur drei Monate, sondern vier Jahre erhalten (großer Beifall), und als wir am Ende dieser vier Jahre das Amt niederlegten, waren die Aussichten auf Frieden unendlich großer, als damals, wo wir die Zügel der Regierung übernahmen. Wir erhielten also nicht allein den Feieden, fondern begruͤndeten ihn auch fester. Wir fanden Belgien in einem Zustande der Anar— chie und Revolution und haben es ruhig und giuͤcklich hinterlassen; wir fanden Portugal unter der despotischen Gewalt eines Ufur— pators seufzend und seine edelsten Maͤnner in der Verbannung oder in den Gefaͤngnissen, und wir haben es in dem Genusse freier Institutionen und innerer Ruhe verlassen.“ Der Redner ging nunmehr auf den Minister-Wechsel vom November vorigen Jahres uͤber und bemerkte in dieser Bezlehung: „Der Gang, welchen die vorigen Minister in der Zeit von der Erbffnung der Session bis zu ihrer Resignation besolgten, war nicht den Grundsaͤtzen der Briti⸗ schen Verfassung gemäß. Sie versuchten, was kein Ministerium ver⸗ suchen sollte, namlich das Land vermittelst einer Minoritäͤt im Un— terhause zu regieren. Sle loͤsten das Unterhaus auf und wandten sich an das Land, und als sie fanden, daß dies ihnen unguͤustig war, als sie fanden, daß sie eine Majoritaͤt im Unterhause, welches in Folge der von ihnen selbst bewirkten Auflösung zusammenbe⸗ rufin war, gegen sich hatten, so versuchten sie dennoch, sechs Wochen lang die Regierung des Landes fortzusetzen.“ ueber die von dem jetzigen. Mintsterium vorzuschlagenden Maßregeln äußerte sich der Reduer folgendermaßen: „Es sind mehrere Ge— genstaͤnde, die, wie jeder weiß, die Aufmerksamkeit des Parlaments
dringend erbheischen. Die Lage der Dissenters kann nicht so fort⸗
bestehen. Es giebt bürgerliche Unterschiede zwischen den Dissenters und den Bekennern der herrschenden Kirche, die, zum Wohle beider, bald auf eine jufröedenstellende Weise geldst werden sollen. Es kann kein traurigeres Schauspiel in der menschlichen Gesellschaft geben, als wenn gan sieht, daß die , n. welche das Band dez Friedens und das Symbol der Barmherzsgkeit seyn soll, durch politische Irrthümer der Gesetzgebung eint Quelle von Unzufriedenheit, Eifersucht unß Haß wird. Die kin mn nnn der zehnten, sowohl vier als in Irland, ist ein Gegenstand, der Aufmerksamkeit und Abänderung erfordert. In unserem Bateriande ist das Unbequeme der gegenwärtigen Art der Zehnten⸗Eintreibung eben so fühlbar und allgemein, wie in Irland. Nicht nur das jetzige, sondern auch das vorige Ministerium fuͤhlte die Nethwen⸗ digkeit eines Systems zur Ablbsung der Zehnten. Doch ist diese Angelegenheit uicht so dringend in Engiand, wie sie es leider in Irland ist. Der politische zustand der Gesellschaft und der religib— sen Sekten in Irland machen es weit nothwendiger, unverzüglich in Betreff des zehntens in diesem Lande Maßregeln zu ergrelfen. Ich hoffe auch, daß die Regierung im Laufe dieser Session eine Maßregel in Betreff der Corporatlons⸗Reform wird einbringen koͤn— nen, denn naͤchst der Parlaments-Reform ist diese die wichtigste fuͤr das Land.“ ‚. J 6. . Sir Frederick Roe ist von Lord John Russell nach Wol— verhampton gesandt, um die neulichen Vorfaͤlle an diesem Orte zu untersuchen, und wird seine Geschafte heute beginnen. Gestern uͤberreichten Sir Edward Codrington und Sir Ge—
von Devonport unterzeichnete Adresse, worin dieselben ihre voͤl— lige Zufriedenheit mit seinem oͤffentlichen Benehmen ausspre— chen. In einer zur Beantragung dieser Adresse zusammenberu— fenen Versammlung waren unter 1409 Personen nur 3, die da—⸗ gegen stimmten. .
Der Graf von Eldon hat gestern, am 4. Juni, sein 8astes Jahr begonnen.
Es soll im Kanzleigericht darauf angetragen werden, Herrn Brinsley Sheridan aufzuerlegen, daß er seiner von ihm entfuͤhr—⸗ ten Gattin, der Tochter des Sir Colqhoun Grant, ein anstaͤn— diges Auskommen sichere, widrigenfalls aber ihm allen Genuß ihres jetzigen und kuͤnftigen Vermögens, zu ihrem und ihrer Kin— der Besten, zu entziehen.
Briefe aus Liberia, einer Kolonie der Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika in Afrika, melden, daß unter den Stammen der Eingebornen an der Graänze der Kolonie ein Krieg ausgebrochen und wenig Aussicht zum Aufhoͤren der Feindseligkeiten ist. Auch am Cap Mount ist es zwischen zwei Häuptlingen, Gomes und Brown, uͤber den Besitz des Strandes, zum Kriege gekommen. Der Handel liegt daher jetzt ganz nieder. Beim Abgange die— ser Briefe befand sich Brown zu Gambia, einer Stadt, die drei Meilen von der Kuͤste entfernt ist, und man erwartete stuͤndlich eine Schlacht.
Dem New Yorker Handels-Journal zufolge hat sich daselbst eine Gesellschaft zur Errichtung einer Bampsschiff— fahrt zwischen New⸗Hork und Liverpool gebildet, wobei die neue Dampf⸗Maschine des Hr. Church angewendet werden soll. Der Bau des ersten Schiffes wird sogleich beginnen.
Neueren Nachrichten aus Mexiko zufolge, hat Santana, um den Aufstand zu unterdrücken, Zacktecas mit oeh Mann verlassen, und man sah einem heftigen Kampf entgegen. Gene— ral Alvarez, das Haupt der Revolution, ist Gouverneur des Staates Zacatecas und sehr populair daselbst. In Veracruz herrschte bei dem Eintreffen dieser unginstigen Nachricht große Aufregung. Die nach der Hauptstadt führenden Straßen werden fortwährend durch Räuberbanden unsicher gemacht. In seinem heutigen Blatte sagt jedoch der Globe: „Wir hoͤren, daß in der Eity Briefe aus der Hauptstadt Mexiko bis zum 2. April angekommen sind, die nichts von einem Aufstande einiger Staaten erwähnen, und viele Umstände lassen sich auch, wie wir schon vorgestern bemerkten, gar nicht mit dem Datum und
der Entfernung zusammenreimen. diefe Geruͤchte bloße Mystisicationen sind, die nur zu haͤuß Nachrichten, welche wir uͤber Nord-Amerika erhalten ⸗ kommen.“ 24 — — London, 5. Juni. Seit der vorigen Wo
wei Fragen das Parlament beschaͤftigt, wobei . .
ories oft auf derselben Seite fand, ja, bet einer Frage stimn mancher hitzige Tory mit der Familie O Connell und fast all anderen Radikalen. Die erste dieser beiden Fragen betraf ein Vorschlag, daß es rathsam sey, allmäͤlig mit dem Cir cuiatij Mittel zu dem Zustand zuruͤckzukommen, woraus Peel's Bil ⸗ n,. uns gezogen, d. h. zum Papier statt des dunn
er Streit uͤber diesen Punkt und das Wichtigste, was sihh beiden Seiten daruͤber sagen laßt, ist wohl denjenigen von Ihren ö sern, welche sich dafuͤr interesstren, hinlaͤnglich bekannt; Und . die Uebrigen wuͤrde eine auch noch so kurze Augeinander desselben nur langweilig werden. Lesen ja selbst hier nur um Personen etwas daruͤber; besonders da man sich überzeug daß, ohne einen Druck von Außen her, z. B. einen kost stse Krieg, das Parlament nie in eine neue Veraͤnderung willigen de, so sehr auch manche den schnellen Uebergang von Pay Gold, als ungerecht und fuͤr Viele verderblich, verdammen mig Dies zeigte sich schon in der ernstlichen, redlichen Weise, tn Maͤnner aus allen Parteien einander unterstuͤtzten. Mer kwin ist es indessen, daß, fast alle Radikale fuͤr die Ruͤckkehr ö Papiergelde sind. Die zweite der obigen Fragen betraf den schlag des Herrn Grote, daß die Vertreter der Nation ij durch geheimes Stimmen (Ballot) gewaͤhlt werden sollten. 3 aber waren die Radikalen alle auf einer Seite, und die n stimmten einmuͤthig mit den Ministern und allen gemaͤß Whigs. Der Grund, auf welchen die Radikalen fußen, ist die Tories als Gutsbesitzer so großen Einfluß auf die Me der Waͤhler haͤtten, daß trotz aller Verbesserungen der Neform̃ denselben noch zu viel Macht im Unterhause bliebe. Der M ler muͤsse vor Mißhandlungen geschuͤtzt werden, wenn er i Gewissen und bester Einsicht zu stimmen wuͤnsche, und nit koͤnne diesen Schutz gewaͤhren, als wenn es ihm moͤglich gemi wuͤrde, die Art und Weise, wie er gestimmt, vor denen zu n bergen, von welchen oft seine buͤrgerliche Existenz abhange. J ses ist auch wirklich der Fall, und zwar nicht nur auf dem Lin und in kleinen Städten, wo bekanntlich Leute oft wegen der ih ihnen abgegebenen Stimmen, und oͤfters nur, weil ste zu stimm sich geweigert, von Haus und Hof vertrieben werden, soͤndern alt in dem ungeheuren London, wo Viele gegen ihre Ueberzeugun stimmen muͤssen, oder sich ganz und gar des Stimmens enihs ten, weil ihre Kunden oder Klienten bei beiden Parteien git zahlreich und bedeutend sind. Da dieses aber offenbar zum Vy theil der gebildeten Staͤnde, ja, ich möchte fagen, zum Vorths der allgemeinen Ordnung, Ruhe und Sicherheit gereicht, so hi man sich nicht wundern, wenn sowohl Whigs als Tories st abmuͤhten, Grunde gegen den neuen Plan vorzubringen, die nen auch gewiß in großer Anzahl zu Gebote stehen. Auf jein Fall, meinen jene, sey es so bals nach der Durchsetzung der R formbill, und ehe man noch Zeit gehabt, die Wirkung derselln voͤllig zu erkennen zu fruͤh, eine andere wichtige Verändern in Bezug auf die Wahlen niachen zu wollen; besonders da man a dem Punkte stehe, eine durchgreifende Veraͤuderung im Staͤdtewfh
zu machen, welche nothwendig zu einer groͤßeren Liberalisirn
des Unterhauses fuͤhren muͤsse. Denn bekanntlich sind Die ng sten Corpörationen den Tories guͤnstig und haben bicher N Mittel besessen, der Erwählung von Maͤnnern dieser Parv ihren Städten großen Vorschub zu leisten. Diese Ruͤcksschten, wie daß es fuͤr die Whigs in diesem Augenblicke nicht rathsn seyn wuͤrde, das Land durch die Ergreifung einer solchen Fig zu beunruhigen, bewogen wohl Viele, gegen den Vorschlag stimmen; denn es ist offenbar, daß der Wunsch nach . von Abstimmung, besonders seitdem die Neform-Bill so Bich mehr das Recht zu stimmen gegeben, bedeutend zugenommen sa Fuͤr jetzt also wurde derselbe durch eine große Mehrheit vemnn⸗ fen. Diesen Abend indessen bringt Lord John Russell sein C porations⸗-Reformbill vors Unterhaus. Was dieselbe enthaln wird, weiß man im Publikum durchaus nicht; doch glich man mit Zuverlaͤssigkeit voraussetzen zu konnen, daß Wahl der Stadtraäͤthe der Gemeinde uͤberlassen werhn wird, und dieselbe Qualification, welche in Staͤdten M
Stimmrecht fuͤr die Wahlen der Vertreter im Parlamente gith, auch als Berechtigung fuͤr die Wahl der Vertreter im Stadtrathe vnn geschlagen werden wird.
So unangenehm die hierdurch bewith Veranderung in Hinsicht auf die Parlamentswahlen seyn mu so werden sich doch die Minister unter den obwaltenden Umst den diesem Vorschlage nicht widersetzen. Aber sie werden es wiß, und wahrscheinlich mit Erfolg, im Fall man auch derselhh großen Masse die Wahl derjenigen Beamten anheimgehf wollte, welche zugleich ein richte rliches Amt zu verwalten j ben. — Lord J. Russells Plan begreift 183 Städte mit 2g lionen Einwohnern. Die Wahl sowohl des Mahors als n Naths-⸗Mitglieder ist den Einwohnern uͤberlassen, und zwar alt solchen, welche 3 Jahre lang fuͤr die Stadtlasten besteuert gen sen und nichts darauf schuldig sind. Die Graͤnzen der Swn sollen7 Meilen im Umkreis mit begreifen, was in manchen f len den Landleuten des Uebergewicht über die Staͤdter geh koͤnnte. Der panische Schrecken, der dieser Tage an unsen Börse geherrscht, wird von Einigen den Speculationen des Not schildschen Hauses, von Anderen aber dem Umstande zugeschtk ben, daß Leute, welche den sogenannten Jobbers (Spekulamm Gelder , . um Spanische Obligationen zu kaufen, dutt das plötzliche Zurückfordern ihrer Vorschuͤsse jene genoͤthigt hh ten, den Markt auf einmal mit denseiben zu uͤberschwemmn Die Verluste sollen ungeheuer groß seyn, doch weiß man nit nicht mit Gewißheit, wer alles dabei betheiligt ist.
Nieder lande.
Aus dem Haag, 3. Juni. Ihre Kaiserl. Hoheit R Prinzessin von Oranien und Höͤchstderen Tochter sind vorgestn Abend von Tilburg hier wieder eingetroffen. ö
Dem Journal de la Haye zufolge, war es der Velgte General Daine, welcher Unterhandlungen angeknuͤpft hatte, in ein Belgisches Armee-Corps fuͤr Spaͤnische Rechnung anziühe ben. General Daine soll in diesen Tagen mehrere Audienz beim Koͤnige der Belgier gehabt haben.
Belgien.
Vrussel, 5. Juni. Die Zeit der Reise Ihrer Majestlth nach Ostende ist noch nicht festgesetzt, indem dieselbe erst na Ihrer Ruͤcktehr von Fontainebleau startsinden soll, wohin chf dieselben in kurzem zuf einige Wochen sich zu begeben gedenken
Der heutige Moniteur enthaͤlt einen vom Minister x Innern an den König abgestatteten Bericht Über die anzsueh, nende Wiederherstellung der von den Franzosen im Jahre 1mm
Wir glauben daher, daß al h gen,
c und Koͤniglichen Hauses hier in Teplitz stattsinden.
estuͤrtten Statue des Erzherzogs Karl Alexander von Loth—
ouverneurs der Oesterreichischen Niederlande (gestorben re 1780). Dieser Bericht faͤngt mit den Worten an. angliches Volk, das die Sorgen derselben fuͤr ihr Gluͤck stets lcbhaftem Danke anerkannte.“ — Der Koͤnig hat unterm fen d. M. gestattet, daß Bęhufs der Wiederherstellung dieser utue eine Subscription im Lande veranstaltet werde.
König dem Praͤsidenten der Repräsentanten- Kammer und m Vice-Praͤsidenten des Senats, so wie mehreren Mitgliedern letzteren, den Leopold⸗Orden verliehen hat.
Seit der Eroͤffuung der Eisenbahn hat auch der Verkehr zishen Brüssel und Antwerpen ungemein zugenommen. Ge— een st, während. der Fahrt auf derselen ein Mann ploͤtzlich m Echlage geruͤhrt worden und gestorben. Ein Priester, der
chenfalls in einem der „Wagons“ befand, reichte, wahrend e Maschine eine Zeitlang angehalten wurde, dem Sterbenden E lsekte Qelung. — In Mecheln, das jetzt gleichsam zur Vor— de von Vruͤssel geworden ist, werben jetzt taͤglich die Komoͤ— semettel des hiesigen Theaters angeschlagen, dessen Besuch den invohnern jener Stadt durch die Eisenbahn so bequem gemacht orden.
O ester reich.
Teplitz, . Juni. Dem Vernehmen nach, wird nach Been— igung dir im Herbste bei Kalisch auszuführenden großen Ma— hoer im Monat Oktober 8. J. eine Zusammenkünft unsers saiserh und der gesammten Kaiserlichen Familie mit des Kaisers nd be Kaiserin von Rußland, so wie des Koͤnigs von Preu⸗ en Möjestaͤten und der Mehrzahl der Mitglieder des Kaiserli—
Vien, 3. Juni. Die Wiener Zeitung theilt nunmehr uch die feierlichen Anreden mit, welche die Staͤnde von Maͤh⸗ mn und Oesterreichisch Schlesien, so wie die Staͤnde von Kaͤrnthen nd Krain an Se. Majestaͤt den Kaiser und an ahr: Majestaͤt se Köiserin gehalten haben. Allerhoͤchstdieselben haben beiderlei Etnnden auf das Huldreichste zu antworten geruht.
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Die Hannoversche Zeitung enthalt folgenden Kunst— hericht aus Rom, 16, Mai: „In Ansehung der bildenden sunst bleibt Rom ein Sammelplatz bedeutender Talente. Ich nil Ihnen hieruͤber Einiges anführen, was mir am naͤchsten izt, ohne irgend auf Vollstaͤndigkeit Anspruch zu machen, denn PEsind hier der Anregungen so viele, daß man nicht die Zeit inden kann, Alles nach Wunsch zu sehen und zu wuͤrdigen, es unn daher leicht begegnen, etwas nicht zu erwaͤhnen, was dessen blrdig waͤre. Von neu angekommenen Englischen Kuͤnstlern nd mir der geschmackvolle Landschafter Leech, der geschickte hortraitmaler Boxall und der Bildhauer Longh begegnet, welche gleich als wissenschaftlich gebildete Leute angenehme Erschei⸗ ungen sind. Von dem Ersteren habe ich vornehmlich Werke f Wasserfarben gesehen, der Zweite folgt zwar dem Wege hes Sir Thomas Lawrence, aber seine Zeichnung ist sorg⸗ amer; dem Dritten, einem jungen Manne, koͤnnte man viel— eicht noch den Fehler des Ueberflusses vorwerfen, denn es schemm, daß er den Reichthum seiner Ideen zu bändigen haben vir, bevor er zur Ruhe kommt. Bisher ist er hier nur mit Werten der alten Kunst umgegangen und hat außer einigen Landglevten keine Kuͤnstler gesehen, weil er nuͤr Englisch spricht. s wird Ihnen angenehm seyn, zu hoͤren, daß das Treiben der Deutschen in historischer Kunst bei den vornehmsten Kuͤnstlern anderer Nationen immer mehr an Achtung gewinnt und allem Aehnlichen vorangesetzt wird. Dieses bemerkte ich schon seit letz- eren Jahren mit Vergnuͤgen an dem großen Bilde, welches Overbeck fuͤr das Städelsche Institut in Frankfurt am Main malt, und an welchem er fleißig arbeitet. So hat auch der Carton des juͤngsten Gerichts, den Cornelius fuͤr die Ludwigs— lirche in Muͤnchen nun fertig hat, die allgemeinste Anerkennung, Hochschaͤzung und Bewunderung gefunden. Kaum hatte man es fuͤr möglich halten sollen, daß ein Kuͤnstler unserer Tage, nach Vorgängern wie Orgagno, Fiesole und Mich. Angelo, noch neu sehn koͤnute. Leider ist die Beendigung dieses großen Werks das Ziel seines letzten hiesigen Aufenthalts. In kurzer Zeit wird ä uns verlassen. Am 11Iten d. M. haben die Kuͤnstler ihm ein Abschichhsfest gegeben, bei welchem 149 Personen zusammenkamen. Ein vorzüglicher Landschafter, Fernley, ein Norweger, der seit einigen Jahren, im Style von Nuisdahl, treffliche Arbeiten lie— ferte, ist im Begriffe, Rom zu verlassen und nach England zu gehen. Die anerkannten Haͤupter der Landschaftskunst bleiben immer unser Reinhardt und Koch, deren Kuͤnstlerjugend die An— kahl ihrer Jahre nicht zu mindern vermag. Gern moͤchte ich sinzufügen, daß sie auch nach dem Maße ihrer Verdienste be— lohnt wuͤrden; aber je groͤßer die Menge der Fremden, desto hehr scheint sich der Geschmack auf dos Kleinere zu werfen; leine Genrestuͤcke, Mosaiken, geschnittene Muscheln wer— zen in großer Menge davon getragen, wenn es hoch bmmt laͤßt eine Familie Vater oder Mutter, oder die schoͤnste der Töchter in Miniatur oder kleinem Format malen; aber bon großen Bestellungen war in den beiden letzten Wintern kium ein Beispiel. Reinhardt hatte mehrmals Auftraͤge fuͤr sinen König; Koch aber, der mit seiner unversiegbaren Dich— berkraft immer von Neüem die gediegensten Werke hervor, I r, hat ein ganzes Vorzimmer voll unverkaufter herrlicher alder. Wer sie versteht, wünscht sich Reichthum, um ihn nie ruhen zu lassen, aber die Meisten verstehen sie nicht, weil ihr hoher ' Gehalt nicht darauf achtet, mit geringeren Mit— [u schmeichen. Die Kunst-Ausstellung, welche hier vom nde Marz bis Mitte Mai dauert, war etwas besser, wie deriges Jahr. Zwar keine historische Stuͤcke, die man so en kann; denn die historische Kunst, wie die meisten e. sie treiben, ist entweder leblose Nachbildung antiker e ltr, , ägenreartig, und die sogenannte Genre⸗ neh . . herrschen de; ferner acht bis zehn Landschaften von dere Een gn, Vedeutung⸗ die besseren von Nordlaͤndern, gin . en, men nglähdhn und Franzosen; einige . 61 geburt n und Aürchttekturen von sehr guter Hand, leer n Wasserfarben. „Zu einigen der letzteren waren Ge— 6. E aus Scottschen Romanen entlehnt. Der Stand der 6. aber laßt sich hier weniger als irgendwo aus den Ausstel— . ermessen. Denn die angesehensten Kuͤnstler von Italiäͤnern virteẽ th . es, ihre Werke auszustellen; von aus— . . ots eingesandt, weil die Sendungskosten nicht, wie u. . . werden, und das Comité enthält zu we— Gute i. ndige, um das Schlechte wegzuweisen und das neisten ; bosung auszulesen. Die hiesigen Beguͤterten sind
zu unwissend, um etwas zu kaufen; die Eintretenden
sich daher nicht absehen, wie der Kunst-⸗Verein zu einem ersprieß⸗ 3. , . sollte, ö. r in der That sein Stre— a ngt n von fuͤnf bis sechs en ohne irge
se Leg. waren zu allen Zeiten ein ihren Souverainen sehr war. . ee , 36 n,, .
stellungen beschaͤftigt, wobei er noch an einem längsten, was er je ersonnen, zu eigener Befriedigung abbeltet, , , 8 des Harn fn ist. Er ö. zu⸗ 'scriptie : e en an gichtischen Beschwerden, ist aber nun wieder besser. Die Oppositions-Blaͤtter machen ihre Glossen daruͤber, daß 6 seit . ö er sich zur Reise nach Ko—
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Thorwaldsen ist mit vielen Werken seiner . Be⸗ Basrelief, dem
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Diese Verfugung ist an den betreffenden Orten publizirt worden. Die Turkische Zeitung enthaͤlt außerdem wieder eine Reihe abgedroschener Neujahrs-Wuͤnsche fuͤr das Heil des Sul— tans, in welchen, der alten Sitte gemaͤß, die Jahreszahl (1251) durch Buchstabenwerth unzählige Mal ausgedrückt ist.
Griechenland.
Aus Athen vom 36. April wird der Times geschrieben: „Die Graͤnz⸗Kommissarien kamen neu hier an, um der Grie⸗ chischen Regierung ihre Gränzbestimm̃üng vorzulegen, und Jeder hielt die Sache nun fuͤr abgemacht, als der Russische Kommissar, Oberst Sscalon, erklaͤrte, er könne, in Folge einer Mittheilung des Kaiserl. Gesandten hierselbst, das Dokument nicht unterzeich⸗ nen. Oberst Baker, der Englische, und Oberst Barthälsmi, der Franzoͤsische Kommissar, gingen hierauf sogleich nach Konstantino— pel ab.“
69nd.
Berlin, 19. Juni. Man schreibt aus Wittenberg: „Der 4. Juni war fuͤr uns ein sestlicher Tag, denn es beging an demselben der General-Majer v. Brockhusen, der als Kom— mandant von Wittenberg nun schon seit 20 Jahren in unserer Mitte gelebt und gewirkt hat, sein 5hjähriges Dienst-Jubiläͤum. Nachdem derselbe am Vorabend durch einen Fackelzug mit 3 Musik— Choͤren uͤberrascht worden, erfreuten ihn am festlichen Morgen selbst die Gluͤckwuͤnsche einer Anzahl junger Mädchen aus allen Staͤnden, welche ihm einen von 21 Damen der Stadt geschmack— voll gearbeiteten Teppich sammt einem Gedichte uͤberreichten. Hierauf trat das Ossizier-Eorps ein, an dessen Spitze der kom— mandirende General der Provinz, General der Infanterie, von Jagow, dem Jubilar das nachstehende Allerhöchste Kabinets— Schreiben einhandigte: Es ist Mir angezeigt worden, daß Sie am bevorstehenden 4. Juni Ihr funfzigstes Diensijahr zurückgelegt haben werden. Es gereicht Mir zum Vergnuͤgen, Ihnen zu diesem seltenen Ereigniß Gluͤck zu wuͤnschen, und Ihnen, in Anerkennung Ihrer langjährigen treuen und guten Dienste, Meinen Rothei Adler -Orden zweiter Klasse zu verleihen, dessen Insignien Sie hierbei erhalten. . Potsdam, den 17. Mai 1835. (gez) Friedrich Wilhelm. An den General-Major von Breckhusen, Kommandanten von Wittenberg. Auch der General-Lieutenant von Thile, Commandeur der 7. Division, der Oberst von Maltitz, Commandeur des 27. In— fanterie-⸗Regiments, der General⸗kieutenant a. D. Graf Henckel von Donnersmarck und andere Fremde hatten sich zur Begluͤck— wuͤnschung des Jubilars eingefunden. Das Offizier⸗-Corps und die Militair-Beamten uͤberreichten ihm einen schoͤnen silbernen Pokal mit einer Ansicht von Wittenberg, die Eivil-Beamten eine silberne Blumenvase mit den Namen der 44 Geber. Ma— gistrat und Stadtverordneten-Versammlung hatten dem Jubilar das Buͤrgerrrecht verliehen, und begleiteten ihren Glüͤckwunsch mit dem in Urkundenform ausgefertigten Buͤrgerbriefe, welcher in einer mit dem Wappenschilde des Empfaͤngers verzierten, bei G. Hossauer in Berlin gefertigten Kapsel uͤbergeben wurde. Als aͤußeres Erinnerungszeichen ward noch eine Porzellanvase mit einer Ansicht von der Mittagsseite der Stadt dargebracht. Die— ser Deputation solgten 2 Abgeordnete eines Buͤrgervereins, die den Jubilar mit der eisernen bronzirten Buͤste Sr. Maj. des Koͤnigs erfreuten. Außerdem waren noch, zum Theil aus ent— fernten Gegenden, viele andere Zeichen der Liebe und Verehrung eingesandt worden. FMach beendigter Gratulation fand eine große Parade statt, welcher sich die Buͤrger-Compagnieen aus freiem Antriebe anschlossen. Bei dem da auf veranstalteten Festmahle, das aus 171 Gedecken bestand, sprach der Jubilar die Gefuͤhle des Dankes, der Treue und Anhaͤnglichkeit fuͤr Se. Maj. den
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Koͤnig in ergreifenden Worten und mit einem Toast auf Aller—
ahlen nicht. [16 * ; ö sahlen nichts, weil sonst zu wenige kommen wuͤrden. Es läßt!
Gesundheit des Jubilars ausbrachte. Das schoͤnste Wetter bes guͤnstigte die Feier des Tages, die ein Feuerwerk beschloß' — Am folgenden Tage wurde dem Jubilar noch die hohe Freude zu Theil, durch den persoͤnlichen Gluͤckwunsch Sr. Koͤnigl. Hoh. des Prinzen Albrecht auf der Ruͤckkehr von Seiner Inspections— reise uͤberrascht zu werden.“
— Die von dem Vereine zur Befoͤrderung der Pferdezucht in der Provinz Sachsen veranstalteten Wettrennen fanden auch in diesem Jahre wieder am 31. Mai zu Pretsch an der Elbe statt. Es hatten sich zu denselben eine große Menge von Zu⸗ schauern aus der Nahe und Ferne eingefunden, so daß bereits bei guter Zeit die Tribunen uͤberfuͤllt waren. Zu dem er— sten Rennen um die von Sr. Koͤniglichen Hoheit dem Prinzen Wilhelm (Sohn Sr. Majestaͤt des Koͤnigs), als dem hohen Protektor des Vereins, verliehene silberne Schaale ( Meile, einfacher Sieg) waren nur zwei Pferde angemeldet worden, namlich die dunkelbraune Stute „Shalot“ des Kammer— herrn von Wilamowicz-Moͤllendorff auf Gadow, und die braune Stute „Eleanor“ des Herrn A. Mosson in Berlin. „Sha— lot“ siegte um zwei Pferdelaͤngen in 4 Min. 30 Sek. — Das zweite Rennen galt den von dem Koͤnigl. Ministerium des In— nern fuͤr Handel und Gewerbe ausgesetzten Preis von 356 Rthlr., zu dessen Erlangung ein doppelter Sieg erforderlich war. Es erschienen der braune Hengst „Pincher“ des Herrn A. Mosson, die braune Stute „Helene“ des Majors Brée zu Potsdam, die braune Stute „Houng-Johanna“ des Amtsraths Freitag zu Wol⸗ mirstaͤdt und der „Romulus“ des Barons von Herteseld auf Liebenberg. Bei dem ersten Laufe gewann „Pincher“ um eine halbe Pferdelänge, bei dem zweiten „Romulus“ mit einer gan— zen Pferdelaͤnge. Es mußte daher ein dritter Lauf unternommen werden, bei welchem „Romulus“ widerspenstig wurde und nicht zu bewegen war, seinen Lauf fortzusetzen, wogegen „Pincher“ den seinigen beendigte und im Trabe gewann. „Helene“, die den zweiten Lauf noch mitgemacht hatte, war vor dem dritten Ren— nen zuruͤckgezogen worden. — Das dritte Nennen um einen von dem Vereine bewilligten Pokal fand nicht statt, indem nur ein einziges Pferd dazu angemeldet worden war, das noch vor dem Ren— nen zuruͤckgezogen wurde. — An dem vierten Rennen um ein silber— nes Besteck zu 12 Personen, 140 Rthlr. an Werth (19 Meile, dop— pelter Sieg), bei welchem Herren ritten, nahmen 3 Pferde Theis, und zwar der Fuchs-Wallach „Oskar“ des Lieutenants von Haͤseler in Berlin, der Rapp-⸗Wallach „Nero“ des Lieutenants Hann- von Weyhern zu Duͤben und der braune Hengst „Pascha“ des Majors Bree zu Hotsdam. Drei andere Pferde wurden zuruͤckgezogen. Im ersten Laufe siegte „Oskar“, dicht gefolgt von „Pascha“, in 2 Min. 15. Sek. Der zweite Lauf wurde anhaltend in gleichem Tempo sehr regelmäßig fortgesetzt, bis „Pascha“ den „Oskar“ um 1 Pferdelaͤnge in 2 Min. 25 Sek. schlug. Es mußte hier— nach noch ein dritter Lauf unternommen werden, in welchem „Oskar? von Anfang an die Spitze nahm, und zuletzt mit 4 Pferdelaͤngen in 2 Minuten 18 Sekunden den Sieg davontrug. Bemerkt muß jedoch werden, daß der „Pascha“ durchaus nicht trainirt war. — Bei dem fünften Rennen um ein Doppel⸗Gewehr ( Meile, doppelter Sieg), bei welchem ebenfalls Herren ritten, konkurrirten 3 Pferde, und zwar der Rapp-Wallach „Nero“ des Lieutenants Hann- von Weyhern zu Duͤben, die braune Stute „Shalot“ des Kammer— herrn von Wilamowicz-Moͤllendorff auf Gadow und die braune Stute „Eleanor“ des Herrn A. Mosson zu Berlin. Sieben andere Pferde waren vor dem Nennen von ihren Besitzern zuruͤckgezo— gen worden. Bei dem ersten Laufe machten besonders „Eleanor“ und „Shalot“ sich das Terrain streitig, bis von der letzten Ecke an „Shalot“ Vorsprung gewann und wenigstens um 5 Pferde— langen in 2 Minuten 22 Sekunden siegte. Bei dem zweiten Laufe behielt bis an der letzten Biegung „Eleanor“ die Spitze; von da ab aber gewann „Shalot“ mit Leichtigkeit das verlorne Terrain wieder und schlug „Eleanor“ um 4 Pferdelaͤngen in 2 Minuten 18 Sekunden. — Das sechste (Unterschrifts Rennen fuͤr dreijaͤhrige Pferde jedes Landes, die sich schon jetzt auf dem
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