1835 / 162 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Melbourne, ohne, was Gott verhuͤte, das Banner der Reform

zu verlassen, noch auch den Maßregeln der Verbesserungen und

der Gerechtigkeit in Irland zu entsagen, ein Majorität außer—

halb der Ralhen des Nadikallsmus süchen. Die augenblickliche Unterstüizung von dieser letzteren Seite kann nicht von langer Dauer seyn, oder es muͤßten Lord John Russell, Lord Melbourne und Herr Spring „Rice die politischen und socialen Theorieen der Her⸗ ren O Connell, Hume und Eobbett geradesweges adoptiren, eine Umgestaltung der Politik, auf welche bis jetzt weder Eng— land noch Europa irgend vorbereitet ist.“

Nachdem gestern das Resultat der Abstimmung uͤber die Ballottirungs-Frage im Englischen Unterhause hier bekannt ge— worden, äußert sich heute das Journal des Daébats daruͤber folgendermaßen: „Die Frage uͤber die geheime Abstimmung bei den Parlaments, Wahlen hat dem Whig-Kabinet die erste Gele⸗ genheit gegeben, seine Staͤrke gegen den Radikalismus, der es zu uͤberwältigen droht, zu erproben; und wenn es ihm diesmal mit Erfolg widerstanden hat, so kommt dies daher, weil die ganze Masse der Konservativen in das Lager des Ministeriums über— ging. Wir sind uͤberzeugt, daß dies nicht das einzige Mal der Fall gewesen seyn wird, sondern daß das Kabinet sich oft auf eben die⸗ Elben Interessen wird stuͤtzen muͤssen. Hoffentlich wird sich seine Lage dadurch zuletzt vereinfachen. Ueherdies wäre die Allianz der vernuͤnftigen Tory-Fraction, des durch Sir Robert Peel re— präͤsentirten Theils, mit den alten Whigs, wie Lord John Rus— sell, Lord Howick und uͤberhaupt die Mitglieder des (rsten Grey— schen Ministeriums eine Allianz, die wir aufs innigste wuͤn— schen vielleicht die gluͤcklichste unter den fuͤr England indalichen Tomhinationen und das einzige Mittel, der Partei, welche die Englische Verfassung bedroht, indem sie den heilsamen Grundsatz der Reform auf die aäͤußerste Spitze zu stellen sucht, auf ihrem uüberschnellen Vorwäaͤrtstreiben eine Hemmkette anzulegen.“

Von der bekannten Schrift des Praͤsidenten der Deputir— ten⸗Kammer, Herrn Dupin, uͤber die „Revolution von 1839“ ist so eben die dritte Auflage erschienen. In der Vorrede be— ruͤhrt der Verfasser zugleich die Frage einer bewaffneten Ein— mischung in die Spanischen Angelegenheiten und spricht sich auf das allerentschiedenste gegen eine solche aus. „In dem Au— genblicke, wo ich schreibe (heißt es an der betreffenden Stelle), ist von nichts Anderem als von einer Intervention in Spanien die Rede. Das heißt, der Regierung eine neue Verlegenheit be— reiten, noch ehe einmal der große Prozeß beendigt ist. Eine be— waffnete Einmischung in Spanien? Gott bewahre uns da— vor! Verlust an Menschen, Verlust an Geld, ein ruhmloses Unternehmen, Entfremdung aller Parteien, in Spanien wie in Frankreich: dies sind die Chancen einer Intervention, wenn man unvorsichtöis genug wäre, sich zu einer solchen zu verstehen. Man berufe sich ja nicht auf den Quadrupel-Allianz-Traktat; er enthalt in dieser Beziehung durchaus keine bestimmte Ver— pflichtung; im Gegentheil verlangt er eintretenden Falls eine neue Berathschlagung und eine neue Einwilligung. Nichts gebietet uns, uns so weit zu versteigen, und zwar immer allein und auf unsere Kosten. Man bilde sich doch nicht ein, daß sich mit we— nig Mannschaft und geringen Kosten, und doch mit großem Er— folge, eine Intervention bewirken lassen wurde. Haͤt man erst einen Schritt gethan, so muß man auch vor, und der Himmel mag wissen, wohin dies zuletzt fuͤhrt. Das Unternehmen gleicht einer Welle in den Fabriken, der man sich wohl huͤten muß, auch nur mit dem Rockschoße zu nahe zu kommen, wenn man nicht will, daß der ganze Koͤrper mit durchgehen foll. Casimir Périer hat so schöͤn gesagt: „„Das Franzoͤsische Blut und Geld gehoͤrt bloß Frankreich an!““ Hüten wir uns daher, uns thoͤrichter Weise auf der Galeere der Intervention einzu— schiffen.“ Die verschiedenen hiesigen Zeitungen fuͤhren seit ei— nigen Tagen ebensalls eine Sprache, woraus man schließen darf, daß das Interventions-Projekt nur sehr wenige Chancen fuͤr sich hat.

Die Sentinelle des Pyrenées bestaͤtigt den Unfall, der den General Oraa am 31. Mai (nach Andern am 2ysten) bei Puerto de la Biaga auf der Straße nach Pampelona betrof— fen hat. Die ganze Kolonne gerieth hier in einen Hinterhalt, den ihr Sagastibelza gelegt hatte; 60 Ehristinos wurden gefan⸗ en genommen, der Rest zerstreute sich nach allen Nichtungen.

ie Gebirgs-Artillerie ist in der Gewalt der Karlisten aeblie— ben; unter den Gefangenen soll sich der Sohn Oraa's besinden. Den neuesten Nachrichten von der Spanischen Graͤnze zufolge, steht Zumalacarreguy mit 19 Bataillonen in und bei Estella, und Valdez mit 15,0090 Mann in der Gegend von Lerin. In Pampelona sind am 2sten 2090 Con— skribirte aus Aragonien angekommen; das Mémorial Bor— delais vom 3. Juni erwaͤhnt eines Schreibens aus Saragossa, wonach in dieser Stadt eine Bewegung zu Gunsten der Consti— tution von 1812 stattgefunden haben soll.

An der heutigen Boͤrse hieß es, die Christinos hätten Irun geraͤumt, und die Karlisten hielten jetzt die ganze Linie an der Franzoͤsischen Graͤnze besetzt.

Ein Schreiben aus Kor fu vom 16. Mai im To ulonnais meldet (wie auch bereits in Deutschen Blöttern aus Triest be— richtet worden): „In den letzten Tagen ist in der Bai von Go— menizza eine starke Tuͤrkische Flotte vor Anker gegangen. Sie be— steht aus 22 Schiffen; einige sind Transportschiffe mit 59409 Mann an Bord Viese Expedition, die Achmet Bei leitet, ist dazu bestimmt, die Albanesen zu zwingen, daß sie sich der neuen Organisation unterwerfen, die der Sultan in allen Theilen seines Reiches einzuführen beabsichtigt. Die Landung wird stattfinden, sobald die uͤber Land anruͤckenden Truppen Monastier erreicht haben.“

Großbritanien und Irland.

London, 5. Juni. Das General-Feldzeug⸗Amt ist nun vellstaͤndig konstituirt; es besteht aus folgendem Personal: Ge— neral Sir H. Vivian, General- Feldzeugmeister; Oberst Hay, Secrctair des Geschützwesens; General Sir Rufane Dorkin, General- Inspektor; Oberst Anson (der bei der Wahl in Suͤd⸗ Staffordshire durchgefallene Kandidat), erster Magazineur; Oberst Fox, Secretair des General⸗Feldzeugmeisters; Herr R. Byham, Secretair des General-Feldzeug⸗Amts. Zum üdjutanten des

General-Feldzeugmeisters soll entweder der Major Vivian eder

der Capitain Gosset ernannt werden. Die Functionen des Schatz⸗ meisters für dieses Departement sind dem General-Zahlmeister der Armee, Sir H. Parnell, mit uͤbertragen worden.

Der Ausschuß zur Prüfung der Wahl fuͤr Youghall hat am Dienstag seine Untersuchungen beendigt und das suͤr diesen Ort im Untertause sitzende Mitglies, Herrn John O'Connell, far rechtmäßig gewahlt erklärt.

Lord Elbon, der 24 Jahre und 329 Tage Lord-Kanzler von England war, bezieht seit dem April 1827 eine Pensien von 406 Pfund; die Pensionen der beiden ehemaligen Lord-Kanzler, Lord Lhndhurst und Lord Brougham betragen eine jede 5SHos, Pfd. jährlich. Außerdem empfangen zwei ehemalige LordKanzler von

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Irland eine jaͤhrliche Penston von je 40900 Pfund, naͤmlich Lord Manners und Sir Edward Sugden; der Erstere bekleidete dieses Amt 207 Jahr und der Letztere 1 Vierteljahr und 24 Tage.

Auch in Dublin hat kurzlich eine Entfuͤhrung stattgefunden, die fast eben solches Aufsehen dort erregte, wie hier die Geschichte der Miß Grant und des Herrn Sheridan. Dort war es eine Tochter des Sir Thomas Butler aus der Grafschaft Carlow, die am 31sten v. M. mit dem Capitain Gosset davonging, um sich wider den Willen der Aeltern trauen zu lassen. Beide Theile hatten sich schon lange geliebt, ihre Verwandten waren aber ge— gen die Heirath, weil der Capitain noch ein ganz junger Soldat ist und die Miß Butler noch neun Geschwister hat, das Vermoͤ— gen also von beiden Seiten nur sehr gering seyn kann.

Caraccas Zeitungen vom 21. April enthalten die Rati— sication des zwischen England und, der Republik Venezuela am 29. Oktober v. J. zu London abgeschlossenen Traktats von Sei— ten des Präsidenten Michelen ünd ein Gesetz zur Regulirung der Circulation fremder Muͤnzsorten in Venezuͤela.

Belgien.

Bruͤssel, 6. Juni. Dem Vernehmen nach, soll auch dem Grafen von Egmont, auf dem Platze, auf welchem er hingerich— tet worden, ein Standbild errichtet werden.

Deutsch lan d.

Dresden, 5. Juni. Der verdiente Gerichts-Praͤsident Ei⸗ senstuck feierte gestern hier unter Theilnahme der hoͤchsten Staats—⸗ Beamten sein 56jähriges Doktor-Jubiläͤum.

Gotha, 8. Juni. Am 1sten d, M. wurden es 39 Jahre, daß der auch als padagogischer Schriststeller ruͤhmlichst bekannte Professor Guts-Muths in die Salzmannsche Erziehungs-Anstalt zu Schnepfenthal als Lehrer eintrat. Dieser und der darauf fol— gende Tag wurde von den Zoͤglingen der Anstalt auf eine den Jubelgreis am Meisten ansprechende Weise, namlich durch gym— nastische Uebungen, mit denen Preis-Vertheilungen verbunden waren, gefeiert.

Stuttgart, 4. Juni. Nach dem Vorgange der staͤdtischen Behörden von Stuttgart, haben der Stadtrath und Buͤrger— Ausschuß von Kannstadt, „in Anerkennung der Gemeinnuͤtzigkeit und Wichtigkeit, welche die projektirte Eisenbahn zwischen Stutt— gart und Kannstadt zunaͤchst für diese Städte haben mußte“, in ihrer Sitzung vom 4. Juni beschlossen: „nicht nur das lebhafteste

Interesse fuͤr dieses Unternehmen auszusprechen, sondern auch im

Falle der Realisirung desselben thaͤtigen Antheil zu nehmen.“ Stadtschultheiß Idler von Kannstadt ist beauftragt, Namens jener Stadt dem provisorischen Comité beizutreten.

Stuttgart, 7. Juni. Se. Hoheit der Erb-Großherzog von Sachsen-⸗Weimar kam auf der Ruͤckreise aus Italien gestern hier an, und wird einige Tage hier verweilen.

Karlsruhe, 6. Juni. Das Regierungs-Blatt enthaͤlt folgende Verordnung: „Leopold ꝛc. Auf den unterthaͤnigsten Vor— trag Unseres Finanz-Ministeriums; in Erwaͤgung der im Zoll— wesen eingetretenen veränderten Verhaͤltnisse und der daraus her— vorgehenden Nothwendigkeit einer schleunigen Erledigung aller darauf bezuͤglichen Geschaͤfte, sehen Wir uns veranlaßt, Nachste— hendes zu verordnen: Art. 1. Vom 1. Juni d. J. an sind alle das Zollwesen betreffende Geschaͤfte durch eine Section der Steuer-Direction zu besorgen. Art. 2. Diese soll unter dem Vorsitze des Steuer-Direktors aus zwei Raͤthen der Steuer— Directien bestehen. Art. 3. Die Kanzleigeschaͤfte der Section des Zollwesens werden von dem Kanzlei-Personale der Steuer— Direction besorgt. Art. 4. Um den Geschaͤftsgang zwischen die— ser Section und dem Finanz-Meinisterium zu erleichtern und zu beschleunigen, hat ein Mitglied des letztern den Sitzungen der erstern regelmaͤßig beizuwohnen.“

Karlsruhe, 7. Juni. Die Kommission der ersten Kam— mer zur Berathung uͤber den Zollverein besteht aus dem Fuͤr— sten von Loͤwenstein, Frhrn. von Ruͤdt, Prof. Zell, Prof. Rau und Herrn von Landenberg.

Oesterre ich.

Wien, 6. Juni. Aus Konstantinopel wird unterm 19. Mai geschrieben: „Der Sultan hat eine besondere Mission, welche zunäͤchst mit der Begluͤckwuͤnschung des Kaisers von Oester— reich beauftragt seyn und laäͤngere Zeit in Wien verweilen soll, an den K. K. Hof ernannt. An der Spitze derselben steht der allgemein geschaͤtzte Ferik Ahmed Pascha. Man erwartet deren unverweilte Abreise von hier. (Die kuͤrzlich vom Schwab. Merkur aus Konstantinopel vom 13. Mai gegebene Nachricht von einer Niederlage, welche Ibrahim Paschaä's Heer in Syrien durch den Drusen-Fuͤrsten Emir Beschir erlitten haben soll, scheint sich nicht zu bestaͤtigen.)

Sch weiz.

Neuchatel, 4. Juni. Gestern hielt die Buͤrgerschaft von Neuchatel ihre alle drei Jahre stattfindende Versammmlung. Der Bericht des Banner-Herru von Meuron uͤber die Verwaltung des Stabtrathes wahrend der drei letzten Jahre, wurde mit leb— haftem Interesse angehoͤrt, und ist, wie der hiesige Constitu— tionnel bemerkt, gleich ehrenvoll fuͤr den Magistrat und die Buͤrgerschaft. Der politische Theil dieses Berichts zeigt, daß die stets wachsame Verwaltung bei keiner Veranlassung das In— teresse der Buͤrgerschaft aus den Augen verloren hat. Ber finanzielle Theil des Berichts erregte natuͤrlich noch groͤßeres Interesse. Hier ist Alles Fertschritt und Verbesserung. Die Verwaltung hat gleiche Sorgfalt auf den oͤffentlichen Un— terricht, auf neue Etablissements und Landstraßen, wie auf oͤffent— liche Verschoͤnerung verwendet. Sie hat viel ausgegeben, aber die Finanzen sind in einem so guten Zustande, daß die Buͤrger— schaft mit Vertrauen der Zukunft entgegen sehen kann. Dem Magistrat und dem Stadtrath ist die cinstimmige Billigung ih— rer Verwaltung durch die Buͤrgerschaft zu Theil geworden. Herr Fornachon, welcher im Namen der von der Buͤrgerschaft ernann— ten Rechnungs-Revisoren den Bericht abstattete, sagte unter an— derem: „Die Finanz-⸗Rechnungen sind den Rechnungs-Revisoren ohne Ruͤckhalt vorgelegt worden, sie haben Alles gesehen, Alles mit der groͤßten Sorgsalt gepruft, und je mehr sie sahen, um so mehr hatten sie Ursache, sich Gluͤck zu wuͤnschen, daß die Eintuͤnfte der Buͤrgerschaft von so gewissenhaften und so aufgeklaͤrten Maͤn— nern verwaltet werden.“ Heerauf schritt man zur Wahl von fuͤnf neuen Rechnungs-Nevisoren, da die bisherigen jetzt ihr Amt niederlegen. Nach Beendigung derselben sprach der Bekan, Hr. Guillebert, die Wuͤnsche der Versannnlung fuͤr die Verwaltung in einer Rede aus, welche das lebhafteste Jnterese der Zuhoͤrer erregte und worin er namentlich die Vortheile der Corparationen auseinandersetzte, die zwar, wie er bemerkte, ein Erbstuͤck des Feudalwesens, doch aber zu gleicher Zeit eine weit freiere Insti— tution seyen, als irgend eine durch die modernen Theorleen ge—

Frankreich nichts zu erwarten habe.

schaffene. Der Ober -Buͤrgermeister von Rougemont entließ n auf die Versammlung, die sich mit dem Rufe: „Es lebe d Koͤnig! Es lebe die Buͤrgerschaft!“ trennte.

Spanien.

Madrid, 29. Mai. Die heutige Hofzeitung enth verschiedene Buͤlletins des General-Capitains von Galtzien ss

Der General-Capitain von Aragonien hat eine Proclamat an die Bewohner dieser Provinz erlassen, worin er alle Patrion welche die Sache der Donna Isabella unterstuͤtzen wollen.) den Waffen ruft und die Stadt Malle zum Sammelplatz bestn

Zufolge eines Berichtes des kommandirenden Generasz Provinz Guadalaxara an den dortigen General ⸗Capitain l ein Karlisten⸗Corps von 6 bis 7900 Mann die Garnison von Hin del Pina zu Gefangenen gemacht, und drei Haͤufer, in die die Constitutionnellen gefluͤchtet hatten, niedergebrannt. Di surgenten begaben sich darauf nach St. Maria de los 6 ohne Zweifel, um die dortige Garnison anzugreifen, doch man noch nichts uͤber den Erfolg.

Madrid, 31. Mai. (Franzoͤsische Blatter) ] Schluß-Sitzung der Cortes war außerordentlich glaͤnzend. z Koͤnigin und die Proceres entfalteten großen Pomp, abe Empfang Ihrer Majestat beim Kommen und Gehen wat ßerst kuͤhl. Sie verließ Madrid gleich nach der Sitzung, ; die Boischafter Englands und Frankreichs sollen ihr auf n Fuß nach Aranjuez gefolgt seyn. Man glaubt, daß die R

ster die Prorogation angerathen haben, um Fragen uͤbe⸗ Doch Herr Man

jetzigen Zustand der Dinge auszuweichen. de la Rosa brauchte sich vor keinem parlamentarischen K)

zu fuͤrchten, da es ihm vor ein paar Tagen so trefflich geln ö

ist, die Verwerfung der Motion des Herrn Eaballeros in auf den Vertrag mit Zumalacarreguy zu bewirken. Der M ster spielte in seiner Rede auf die Stellung des Will tonschen Kabinets an, und was die durch Lord Elliot v stelligte Unterhandlung anbelangt, so erklaͤrte er, der g

danke dazu sey von Lord Palmerston ausgegangen. „Der h

zog von Wellington“, sagte Herr Martinez de la Rosa, ö der Meinung, daß es am besten seyn wuͤrbe, einen Engl und einen Franzoͤsischen Bevollmaͤchtigten in das Haupt lan des Don Carlos zu senden und dieseim zuvoͤrderst die Schosu des Lebens der Gefangenen angelegentlich ans Herz zu lin und ihn zweitens zu benachrichtigen, daß er von England Dies ist der woͤrtliche halt der Instructionen, welche die Englische Regierung in Abgeordneten ertheilte, und da die Sache beendigt ist, so sh es mir nicht unpassend, wenn ich dieselben vorlese. (Der h ster verlas hier einen Theil der Instructionen.) Ich frage Kammer, ob die Spanische Regierung die Gelegenheit vorssg gehen lassen durfte, den Herzog von Wellington zu suchen, daß er den Don Carlos davon unterrichten ni wie träume seh seine Hoffnungen mit Hinsicht auf 6 land und Frankreich seyen. Man hat behauptet, daß Regierung kluͤger gehandelt haben wuͤrde, wenn ssie die M mittelung, keiner fremden Macht in Anspruch genonn haͤtte. Ei, meine Herren, ich moͤchte wohl wissen, was m dazu gesagt haben wuͤrde, wenn die Regierung oder der (ig Befehlshaber dem Rebellen ⸗Chef irgend einen Vorschlag gem haͤtte! Man haͤtte gesagt, die Regierung sey gedemnthigt herabgewuͤrdigt, sie habe auf den Knieen um Erbarmen“ gessh

Vergessen Sie nicht, meine Herren, wie viel Wesens man in Mel

Kammer davon machte, daß die Unterschrift des feindlichen ö. fuͤhrers obenan unter dem Vertrage stehe, und wie man dest

Man wird aber finden, daß

gegen die Regierung loszog. ; ehrenvollste Art abgeschoss

Vertrag auf die edelste und

cationen, sondern

die angebliche Vernichtung der Karlisten-Corps in dieser Provn

Möetztern in allen Theilen des Landes, mit Ausnahme der noͤrdlichen

der füͤdlichen Gränz- Gegenden, die größte Masse aus. Die Ar⸗ ten sind ein eigener Volksstamm, wahrscheinlich die Nachkommen alten Illyrier, von denen sie den unbeugsamen Sinn fuͤr bhängigkeit, wie die rohe Tapferkeit ererbt zu haben scheinen. s Land ist ein fruchtbares Gebirgsland, das bei einigermaßen siltigem Anbau alle Mittel zu der Unterhaltung seiner Be— ger im Ueberflusse bicten würde. Der Arnaute halt aber Arbeit außer der Jagd und dem Waffenhandwerk fuͤr mnpflich und uͤberlaßt dahrr den Landbau den Weibern, wäh— der selbst, wenn in der Nachbarschaft nicht eine Fehde aus— chten ist, sich dem Muüßiggange ergiebt. Vor der Einfuͤhrung des mäßigen Militairs in der Tuͤrkei zogen jedes Jahr ganze Schaa— von kampflustigen Arnauten aus ihrem Vaterlande, um bei m der viclen halb unabhängigen Pascha's Dienste zu nehmen, s gewoͤhnlich Arnautischer Söldner als ihrer Leibwache be— an. Viele wurden auf diese Weise der Heimath fuͤr immer endet; die meisten kehrten, sobald es ihnen gelungen war, cc die Ersparnisse ihres Soldes oder durch Beüte ein kleines mögen zu sammeln, nach ihrem heimathlichen Heerde zuruͤck, j, von ihren Landsleuten geehrt und bewündert, den Rest ihres ens in behaglicher Ruhe zuzubringen. Die Reformen, welche Sul⸗ Mahmud in dem Tuͤrkischen Heerwesen eingefuͤhrt hat, muß— in dem gewohnlichen Leben des Arnauten und damit auch in Zustande von ganz Albanien eine große Veraͤnderung zur Folge ben. Die ehrenvolle Laufbahn des auswartigen Kriegs dienstes war Arnauten bei der Einfuhrung regelmäßiger Truppen mit m Male abgeschnitten. Denü in diese wuͤrde man die fern Bergbewohner zwar uͤberall gern aufgenommen haben; her ritterlicher Sinn erlaubte ihnen aber nicht, sich einer Europäischen Kriegszucht nachgebildeten Disziplin zu unter— fen. Alle Anerbietungen, welche die Pforte ihnen machte, ren zuruͤckgewiesen. An gewaltsame Aushebungen war, mn sie sich nicht freiwillig anwerben ließen, nicht zu den⸗ da das ganze Land sich in Masse erhoben haben wuͤrde, n man den Versuch gemacht hatte, eine seinen Gewohn⸗ ten so sehr widersprechende Sitte einzufuͤhren. Das Band, sches Albanien mit dem Osmanischen Reiche verbindet, war sadies nicht das festeste. Die Pforte hatte das unbestrittene ech, in den Paschaliks und Sandschaks, in die das Land hit war, Statthalter einzusetzen, welche ihr gefielen; die nuten hatten sich aber seit langer Zeit das Recht heraus ge⸗ nnen, diese Statthalter fortzujagen, sobald sie ihnen nicht mehr elen. Außerdem gehorchten sie ihnen, so weit sie selbst es für t fanden; und thaten im Uebrigen, was ihnen bel ebte, ohne han die Behörden der Pforte zu kehren. Das Mittel, wel— s die Statthalter der Pforte gewohnlich anwandten, um sich ges Ansehen zu verschaffen, war, daß sie eine Partei im Lande r sich gewannen, die mit ihnen gemeinschaftliche Sache machte, n die uͤbrige Bevoͤlkerung zu pluͤndern und zu unterdruͤcken. je Pforte duldete dies Verfahren, weil man wohl wußte, daß es einzige war, wodurch das uͤbermuͤthige Gebirgsland sich in der Ab— ingigkeit erhalten ließ. Ueberhaupt würde in der Verwaltung des Sz⸗ snischen Reiches bis in die neueste Zeit der Grundsatz befolgt, ß man so ziemlich Jedermann thun und treiben ließ, was ihm liebte, sofern er nur dem geheiligten Handzeichen des Sultans E gehoͤrige Ehrerbietung nicht versagte; und in Albanien so ie in der benachbarten Landschaft Bosnien mit Einschluß der serttzowina hat man diesen Grundsatz bis auf diese Stunde tthelthen lassen, nachdem derselbe in dem groͤßten Theile des hrigen Reiches laͤngst außer Anwendung gekommen ist, weil man ine Mtel b'saß, den Befehlen des Sültans bei der kriegerischen pevdlterung dieser Gegenden Gehorsam zu erzwingen. Ei Er⸗ heinen einer zahlreichen Flotte an der Kuͤste von Albanien be— eist, daß man endlich einmal Ernst brauchen will. Auch ist es der That die hoͤchste Zeit, wenn Albanien nicht voͤllig fuͤr die

werden ist, nicht durch Vermitteking Paͤpstlicher Excoimsu Pforte verloren gehen soll. Der berüchtigte Taßi Busi, den

durch die Dazwischenkunft eines 3 han so oft besiegt und gefangen sagte, treibt in Mittel⸗Albanien

viduums, welches als der Abgeordnete eines maͤchtigen Val Lech immer sein Wesen, und den neüesten Nachrichten zufolge

deten in der Sache der Menschlichkeit erschien.

liche Einmischung in unsere Angelegenheit gestatten wird. li . dieser Erklaͤrung, meine Herren, werden Sie ersehen, ltz; Nacedonien und Thessalien drohen.

Ich kamm bllte sein Anhang taͤglich kecker die Stirne erheben, und nicht

Kammer versichern, daß die Regierung niemals eine ungss ein mehr mit einer Losreißung des Landes von der Osmani⸗ ĩ ' h

shen Botmaͤßigkeit, sondern mit einem feindlichen Einfalle in Sofern es diesmal gelingt,

Spanische Regierung fuͤr die Sache der Menschlichkeit hi e Nuhe in Albanien herzustellen, wird man wahrscheinlich die

gewesen ist, daß sie das Blut unserer Krieger zu schonen gish und den Wunsch kundgegeben hat, es moͤchten einem verblemen Prinzen die Augen gebhffnet werden. Diese Motive allein ben gen das Kabinet, die Mitwirkung unserer erhabenen Velhh deten nachzusuchen.“ Nach dieser Rede beharrten nur 6 ode Mitglieder bei ihrer Opposition. Herr Alcala Galiano stin mit den Ministern.

Nachrichten aus Barcelona vom 22. Mai zufolgt, der General-Capitain von Catalenien mit mehreren Kyolom aus der Umgegend von Villafranca am 18ten desselben Mm bei Maureza das aus 350 Mann bestehende Llangersche Cn angegriffen und geschlagen haben. „Llanger selbst“, heißt 6 den von Franzoͤsischen Zeitungen mitgetheilten BVerich „wurde getoͤdtet und sein Leichnam unter einer betraͤchllh Menge von Erschlagenen, die man nach Villafranca brachte, kannt. Von Muchaco's Schaar ließen sich 120 Mann zu! stelnou blicken; sie wurden aber von z Kolonnen aus Man und Sellent, die 7 Mann davon töoͤdteten, in die Flucht gem ben. Die Posten aus Frankreich und Madrid kommen lis maͤßig in Barcelona an. In den gefaͤhrlichsten Gegenden n den sie von Eskorten begleitet.“

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Die Deutsche National⸗Zeitung enthaͤlt folgende trachtungen: „Die Tuͤrkische Flotte, die in den letzten Tagen April nach Tripolis gegangen seyn sollte, ist plötzlich in Richtung zum Vorschein gekommen, in der man dieselbe viell am wenigsten er wartete. Am 11. Mai begegneten 5 Grit sche Schiffe, welche eine Abtheilung Bayerischer Truppen, Morea nach der Heimath zuruͤckfahrten, auf der Hoͤhe von! meniza in der Meerenge zwischen der Insel Corfuü und de] genuͤberliegenden Kuͤste von Epirus 43 Segel unter Qem inf Flagge. Die Nachrichten, die wir in der letzten Zeit uͤhet Zustand der Landschaften zwischen der Donau und dem . schen Meere erhalten haben, lassen keinen Zweifel uͤben, Ursachen, welche diese Veraͤnderung in der unh. Bestimmung herbeigefuͤhrt haben. Die ausgedehnten Lendl ten, die gewohnlich unter dem Namen Albanien, Bosnien Bulgarien zusammengefaßt werden, befinden sich seit un , . Zeiten in einer Zerruͤttüng, die man in jedem andern Europ . Lande als einen fortwährenden Kriegs Zustand bezeichnen kan Den Kern der Bevoͤlkerung in Bulgarien, wie in Vas . den Serbische Slaven, die theils zum Islam übergetreten ( dem Christenthume, zu dem sich vor der Hsmanischen Ero . . diese Gegenden bekannten, treu geblieben sind. In Albanien nen Slaven, Griechen und Arnauten neben einander, doch n

ursprůͤngli

teuer⸗Amts

Nganisation der uͤbrigen Provinzen auch hier einzufuͤhren suchen.

Die Frage ist nur, wie die stolzen Arnauten, wenn sie auch dem

amen nach sich dem geheiligten Ansehen des Sultans noch ein⸗ ul nnterwerfen, einen solchen Versuch aufnehmen; und eine an— ere stage ist, wie lange die Europaälschen Mächte in ihrer un—⸗ lttebarsten Nachbarschaft einen Zustand der Dinge gleichguͤltig nsehen werden, der, wenn auch far den Augenblick keine Grfahr ohe doch in der Zukunft stuͤndlich die bedenklichsten Ausbruͤche r Folge haben kannn.“

Inland.

Berlin, 12. Juni. Se. Koͤnigl. Hoheit der Kronprinz at nach der am 10ten in Stettin erfalgten Inspection der dor“ gen Regimenter gestern fruͤh um 7 Uhr die Reise uͤber Goll— v nach Stargard fortgesetzt.

ö a n Thee aus Stettin; „Am 8. Juni 1785, mithin lber, Foren, war der Provinzial-Steuer⸗ Direktor, Geheime J anzrath Voͤhlendorff, zu Stettin, als Supernumerarius . i ö Kurmaͤrkischen Provinzial. Accise⸗ und Zoll⸗Di—⸗ . ihren Sitz in Berlin hatte, vereidigt worden und * ö her (Beamter in den Staatsoienst getreten. Der te une er also der Tag seines Amts-Jubiläums. Die allge⸗ niß e ung, deren sich der Jubilar erfreut, wuͤrde dies Er— e zu einem allgemeinen Jubelfeste gemacht haben, wenn

ö. ein anspruchsloser Sinn aus der Mitte seiner Freunde 1. 6. untergebenen ramten entfernt hatte. (Der Herr e ern l. sich zur Zeit in Karlobad.) . Was ßer deer wi in. ., ber unter drei Königen und in den ö in len Zeiten der Kranzoͤsischen Occupation mit aus gezeich⸗ estis⸗ . Saterlands iebe gewirkt, nicht verhindern konnte, war

. des Tages Seitens Leiner zahlreichen Freunde, die sich zem n n, unter secem Himmel, am Ufer der Oder, zu ndan en 1smnmahls, versammelten, bei neichtm von dem Ken * . Stadt und Festung, General-Lieutenant von

der . erste n, auf das Wohl Sr. Majestaͤt des Königs urde ö das des entfernten Staatsdieners gebracht uhefrr ö. 8 schloß mit dem allzemeinen Wunsche, daß der ben n ö . in ungeschwaͤchter Kraft fortwirken und es

, der vaterlaͤndische Seehandel und nament⸗

der an, , . sich. zum höchsten Flor erhebe. Im teuer Dre, Fenhauses feierten die Beamten des Proyvinzial⸗ 36. te g, ghereinigt mit denen des hiesigen Haupt-

gie un, e , auch mehrere Beamte der Königlichen efs ebenfallz , hatten, das 5 jaͤhrige Jubelfest ihres ürch ein Mittagsmahl, bei TDessen Schluß

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eine Kollekte zur Unterstuͤtzung einer huͤlfsbeduͤrstigen Steuer⸗ beamten⸗Familie gesammelt wurde. Dem Entfernten waren von dem K. Ober-Praͤsidium und der K. Regierung herzliche Gratulationsschreiben nachgesandt worden, welche ihn, der Zeit— berechnung nach, am Tage der Feier in seinem jetzigen Aufent⸗ haltsorte Karlsbad erreicht haben werden. Die Stadt Stettin hat ihm das Ehren-Buͤrgerrecht verliehen und die hiesige Kauf— , hat ein nicht Unbedeutendes Kapital zu einem milden,

i Bestimmung des Jubilars anheimge n Zr ö n. g J heimgestellten Zwecke auf „Berichtigung,. Unsere vorgestrige Mittheilung uber die diessihrigen Pferde: Rennen in P retsch enthaͤlt einen Irr— thum, der durch eine unklare Abfassung des uns zugegangenen Berichts veranlaßt worden ist. In dem dritten Laufe des vier— ten Rennens namlich nahm, von der letzten Biegung an, der „Pascha“ des Majors Brée zu Potsdam die Spitze, und schlug den „Oskar“ des Licutenants von Haͤseler in Berlin um 4 Pferdelangen.

Auf außerordentlichem Wege ist aus Paris hierher gemeldet worden, daß keine Intervention stattfinden wird und daß von dort bereits ein Courier mit dieser Nachricht nach Madrid ab⸗ gegangen ist.

„„Auf Ansuchen der Kaiserlich Russischen Gesandtschaft am hiesigen Hofe wird die nachstehende Bekanntmachung hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht:

Bekanntmachung.

Der Wilnaschen Gouvernements; Liquidations/ Kommission sind neuerdings von verschiedenen Seiten Nachrichten uͤber meh⸗ rere Personen, die an dem letzten Aufruhr thaͤtigen Antheil ge— nommen haben, zugekommen, uͤnd ist deren bewegliches und un— bewegliches Vermoͤgen definitiv zu konfisziren verordnet worden. Indem sie hier das Namens⸗Register derselben beifuͤgt, macht sie auf den Grund des §. 13 der am 28. Juni 1832 Allerhoͤchst bestaͤtigten Vorschrift Folgendes hiermit oͤffentlich bekannt:

1. Daß alle Kreditoren der unten benannten ehemaligen Gutsbesitzer; ohne den Ablauf der Termine zur Befriedigung ihrer resp. Forderungen abzuwarten, sofort ihre Anspruͤche dieser Kommission einzureichen ha¶ben, und zwar diejenigen, welche in Rußland und dem Königreich Polen wohnen, innerhalb 6 Mo— naten, diejenigen aber, welche sich im Auslande befinden, spaͤte⸗ stens binnen 12 Monaten, gerechnet von dem Tage des Erschei—⸗ nens der ersten gedruckten Publication in einer der oͤffentlichen Zeitungen beider Hauptstäͤdte, in einer der Warschauer Zeitun⸗ gen oder dem Litthauischen Kurier. Wobei noch bemerkt wird, daß nur diejenigen unbestrittenen und nicht durch Pfandrecht ge⸗ sicherten Schuld-⸗Dokumente in die allgemeine chuldenmasse, als zur Befriedigung geeignet, aufgenommen werden koͤnnen, welche bis zum Anfange des Aufruhrs in Rußland ausgefertigt worden sind; diejenigen aber, welche im Koͤnigreich Polen oder im Auslande kontrahirt wurden, werden gaͤnzlich abgewiesen werden.

2. Haben sowohl Privat-Personen als Kirchen, Kloͤster, Lehr- und Wohlthaͤtigkeits-Anstalten, so wie die Kollegien allge⸗ meiner Fuͤrsorge, ihre Anforderungen an gedachtes konfiszirtes Vermoͤgen dieser Kommission ebenfalls binnen 6 Monaten an— zuzeigen.

3. Die Schuldner der unten benannten Personen, deren Zahlungs-Verbindlichkeit bereits eingetreten ist, haben sofort die

Stalski, Alexander.

Skiernowski, Leonard.

Toczylowski, Abdon.

Urbanowicz, Leonard.

Frie se, Albert.

Szokalski, Arzt.

Januszkiewicz, Eustachius, gewesener Secretair der Rad⸗ ziwilschen Schulden-Reguli—

rungs⸗Kommission.

Jankowski, Albin.

Jasinski, Vincenz.

Viewiarowicz, Wladislaw. Oginska, Kunigunde, Fuͤrstin. Olendzki, Xaver. Przytucki, Konstantin. Przygodzki, Joseph.

von Plater, Graͤfin, Ehe— gattin d. Grafen Ludw. Plater. Ryhmgaylo, Doninik. Sieljieki, Franz. Sen kiewicz, Ambrosius, Geistlicher.

Auf Verfuͤgung der Wilnaschen Liquidations-Kommission den 28. ,. ö ; i lunterz.) Mitglied der Kommission, Regierungs-Rath,

Hofrath und Ritter Gregor Bialozki. (unterz.) Stellvertretender Secretair, Titular⸗Rath Eduard Bialozki.

Wissenschaftliche Nachrichten.

Der Brocken fuͤr Harz-Reisende, Sr. Erlaucht dem regierenden Herrn Grafen Heinrich zu Stolberg-Werni— gerode 2c. ehrfurchtsvoll gewidmet von C. W. von Oes⸗— feld, Major.

Es ist hier nicht

wissenschaftlichen Ele⸗ mente, die meteorologischen Beobachtungen, die geodaͤtischen Messungen u. dgl. zu diskutiren, die der einsichtsvolle Direk— tor des trigonometrischen Wureaus unseres großen Generalstabes während eines zweimaligen laͤngeren dienstlichen Aufenthalts in den Harz-Gegenden gesammelt und feiner trefflichen Arbeit zu Grunde gelegt hat. Doͤch Innen wir unz die Bemerkung Nicht ver⸗ sagen, daß minutidse Kleinlichkeit und aͤngstliche Skrupulosiläͤt, bel der gewissenhaften Bearbeitung eines Gegenstandes, keiner Wis⸗ senschaft so heilbringend ist, als gerade der Geographie. So peinlich diese Eigenschaften uns sonst entgegentreten, so erfreulich wirken sie auf uns, wo sie, wie hier, im Gebiete der technischen, graphischen Geographie ein wahrhaft wissenschaftliches Streben bekunden.

Der Herr Major von Oesfeld kann sich des Beifalls und Dankes derer versichert halten, die bereits im Besitz feiner trefflichen Karte sind; aber selbst Referent glaubt den Dank derer zu erwerden, die erst durch ihn auf dieselde aufmerksam gemacht werden, und zwar zu einer Zeit, wo sie den zahlreichen Reisenden in die Gegenden unserezs Norddeutschen Berggiganten, als ein treuer Achates, als ein jwar kartbduscrartig lautloser, aber doch in verstaͤndlicher Zeichen⸗ sprache redender Mentor auf das zu verlaͤssigste empfohlen werden muß. Das eigentliche Centrum des Blattes bildet ein 15 Meilen im Radius darstellende

Grun

der Ort, die

schuldige Zahlung zu leisten, die Uebrigen aber binnen dem fest⸗ gesetzten Termine von 6 Monaten ihre Schuld ⸗Verpflichtung dieser Kommission anzuzeigen.

4. Alle diejenigen, welche von unten benannten Personen bewegliches Vermoͤgen, Kapitalien, oder was immer fuͤr Doku⸗ mente, oder sonst denselben zugehorige Kredit-Billets und Obli— gationen in Haͤnden haben, sollen solche saͤmmtlich in dem Zeit⸗ raume von 6 Monaten ebenfalls dieser Kommission einreichen und derselben zugleich von allen auf diesen Guͤtern zu Gun⸗ sten der fruͤheren Eigenthuͤmer haftenden Gerechtsamen Anzeige machen.

5. Die Gouvernements Confiscations Kommissionen, die Kameralhoöͤfe und uͤbrigen Behoͤrden und Obrigkeiten haben in gleichem Zeitraume von 6 Monaten dieser Kommission zu be— richten von allen ihnen bekannt gewordenen Schulden der fruͤhe⸗ ren Besitzer dieser konfiszirten Guͤter, von den von ihnen er— wirkten Zahlungen und noch zu erhebenden Geldern, so wie von den Forderungen an verschiedene Personen und Behoͤrden, deren beweglichem und unbeweglichem Vermoͤgen, ihnen zugehoͤrigen Kredit-Billets und Obligationen und von ihren etwaigen Nuz⸗ zungs-Rechten auf Kron- oder Privat-Guͤter.

6. Die Gerichts-Behdͤrden werden besonders angegangen, von allen bei ihnen wegen Schuldforderungen an unten genannte Personen anhängigen Prozessen die ungesäumte Anzeige zu ma⸗ chen, so wie von den angemeldeten Forderungen derselben an Privat-Personen oder Behoͤrden, mit Bemerkung des wahr— scheinlichen Belaufs und der Dokumente, auf welchen sie be— ruhen.

7. Diejenigen, welche den oben genannten Verpflichtungen nicht nachkommen, setzen sich allen den Folgen und der Veraht— wortung aus, welche durch die allgemeinen Gesetze des Reichs fuͤr die zum Publications-Termin unterlassene Anmeldung der Schuldforderungen an zahlungsunfahige, nicht zum Hanbelsstande gehoͤrige Personen, so wie gleichmäßig fuͤr Verheimlichung den— selben zustehender Geldzahlungen, Vermsgen, Kapitalien' und Dokumente, festgesetzt sind.

Namens⸗Register

derjenigen Personen des Wilnaschen Gouvernements, deren be— wegliches und unbewegliches Vermsͤgen definitiv konfiszirt worden ist.

Kalixt, Dowiat, Georg.

Dubnocki, Franz.

Druszylows ki, Wladis law.

Zienkowicz, Joseph, Guts, besitzer im Oszmianaschen Kreise.

Iwanowski, Michael, Stu— dent.

Ilcewicz.

Klukomski, Ignaz, Titular⸗ raths Sohn.

Krzywieki, Michael.

Klimaszewski, Hippolyt.

Ko ssakows ki, Wladimir.

Lisrecki, Matheus.

Vackiewicz, Georg.

Alexandrowicz, Geistlicher. Bohuszews ki, Franz. Bortkiewicz, Joseph, angeb— licher Edelmann aus dem Wil— komirschen Kreise. Bernatowiez, Kasimir. Buniewicz, Zacharias. Butowiez.R Vominik. Bulans ki, Albin. By socki, Kajetan. Wojtkie wirtz, Harasim, Geist⸗ licher des Trinitat⸗Ordens. Woronicz, Feuerwerker. Godlewski, Matheus. Grodecki, Nikolaus.

Gurski, Micha. l. Narucki, Joseph.

der Ansicht der Morgenseite desselben, rechts daz mit der dem Verfasser eigenthuͤmlichen Genauigkeit in den klein n Wet? terfahnen noch das Jahr der Erbauung enthaͤlt, ist das Prot des Brockens von der Heinrichshoͤhe bis zur kleinen Brockenklihpe nach geometrischen Messungen entworfen, deren gebrochene RNichtungs⸗ Linle auf der Flache des Centrums durch den Mittelpunkt des Thüc— mes angegeben it.

Aber wenn Herr Maior von Oesfeld, man moͤchte sagen, jedem Steine seine volle Aufmerksamkeit geschenkt hat, so haf er auch des menschlichen Wesens nicht vergessen, das ein volles Men— schenalter hindurch mit selner Familie, wie Philemon und Baucis, in der einsamen, feuchten und neblichten Hohe von 3508.2 Par Fuß uͤber dem Meese die Gastfreuneschaft freundlich geuͤbt. Wie Johann Feiedrich Christ an Gerlach, der erst: Brocken wirth vom 10. Septbe. 18060 bis zum 14. Dezor. 1833, ee nst selbst den Brocken uͤberraatée, so überragt sein Bildniß mit der Angabe einer kurzen Tiographie den oberen Rund der Karte.

So viel als kurze Beschreibung des inhaltreichen Blattes, daz viellescht zweckmäßiger den Titel Laben ionnte:

Der Brocken, als Andenken für frühere und als

Weg weiser füuͤr känftige Besucher dessel ben. Wenigßens wäre die doppelte Anwendung desselben deutlicher her— vorgetreten. Die Zeichnung von Herrn Carl Zirbeck und der Stich von Herrn Selmar Siebert vermehren die diesen Känstlern laͤnzst gewordene ehrenvolle Anerkennung ihrer schoͤnen Leitungen

2

ßer lsin er Börs e. Den 12 Juni 1835

Amtl. Fans. und Gel- Caues- Kette. (2. Car. e ae // / ZI. (le, ie / νlu .] f. An fi &. Ta ee = , D - m, e = . o , e, / m , . w 0 11 6 St. - chuld-Sech. 4 1003 100] istpr. l'fandhr. 4 kr. Engl. O0bhI. 3). A4 47 t'omm. 40 * Hrüni. Seh d. Serh. 633 63 lauc- u. YVeum. d0. A urm. 6] II. in. I. C. 4 ] 4 eu. ut. Se li. d409. 4 kerl! Studi (I. 1093 kegufgab. do. y hin. 0. 11 995 löaunz. da. in Th. 4 Westpr. I'fundhr. 1g 1011 lürossliz. los. do.

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