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gern Parlaments-Mitglied fuͤr diesen Wahlort seyn maoͤchte. ö den etwas leise gesprochenen Schluß ! Bemerkungen es Herrn Ward will der Berichterstatter der Times noch die Be⸗ hauptung gehört haben, Oberst Evans sey, n Britischen Gene ral⸗Lieutenant erhoben worden.) Herr O Tonnell meinte, er wolle nicht untersuchen, ob man intervenire oder nicht; er be— daure nur, daß man die Intervention nicht noch weiter treibe und der Koͤnigin von Spanten rathe, die Privilegien der Bas⸗ ken und Navarresen anzuerkennen; das wurde mehr nuͤtzen, als alle bewaffnete Macht; . habe Lord Palmerston in seiner Rede davon gar nichts erwaͤhnt. ö . ein . ehrenwerthes Mitglied“, fuhr er fort, „das fuͤr Dover, hat in seiner Rede etwas zu erwaͤhnen vergessen. Ich bedaure, daß der ehrenwerthe Herr weggegangen ist, üm sich von seiner großen Anstrengung zu erholen. c„Gelaͤchter.) Dieses . werthe Mitglied haͤtte sich erinnern sollen, daß es, wenn . ietzisen Minister wegen igrer Intervention tadeln wollte, auch der Konstabler von Dover Castle in seinen Tadel hatte ein sch green muüs⸗ sen. Hat nicht der Herzog von Wellington 20,000 Stück Vaffen für die Königin von Spnnien zur Berdmpfung des Don Carlos abgeschickt? (Hort! Wir sind durch den Traktat veryflichtet, die Koͤnigin von Spanien zu unterstuͤtzen, denn sie ist die legitime Souverainin Spaniens. Don Carlos macht zwar darauf An— spruch, fuͤr den rechtmaͤßigen Souverain angesehen zu wer⸗ den, aber er wird seine Anspruͤche niemals duͤrchsetzen koͤnnen, und ich protestire dagegen, daß man ihn in diesem Hause König von Spanien nennt, denn er hat eben so wenig cin Recht, es zu seyn, als Aussicht, es zu werden, sobald Britische Waffen gegen ihn auf⸗ treten. Ich behaupte, daß es die Pflicht und das Interes⸗ Englands ist, alles Mögliche zu thun, um die constitutionnelle Regierungs⸗ Form in Spanien und in jedem andern Lande aufrecht zu erhalten. Wag dle letzte Mission Lord Elliot's nach Spanien betrifft, so balte ich sie fuͤr aͤußerst human und menschenfreundlich, da sie den barba— rischen Gebrauch kaltbluͤtiger Hinrichtungen ein Ende machen sollts Das Schicksal, welches den ungluͤcklichen jungen O Donnell traf, muß noch bei Allen, die davon gehort, in frischem Andenken seyn. Er wurde gefangen genom;men, und mit höh⸗ nender Barmherzigkeit bet man ihm an, man wolle ihm das Leben schenken, wenn er Don Carlos als seinen Souperain aner⸗ kenne. Der tapfere junge Krieger weigerte sich, seine Pflicht zu ver⸗ letzen, und wurde wie ein Huünd auf den Befehl des. Ungeheuers Zumalacarreguy erschossen. Aber dies schäͤndliche, blutige Verfahren wurde auf beiden Seiten beobachtet. Mina verfuhr eben so. Ich bedauere es, jemals in der Gesellschaft dieses Mannes gewesen zu seyn. Es thut mir herzlich leid, daß ich mich bereit finden ließ, für die Einrichtung des Diners zu sorgen, daß diesem Individuum hier in London gegeben wurde. (Hoͤrt! Man hat gesagt, Bolivar habe in Suͤd Anserika solche Grausamkeiten begangen; das ist aber nicht wahr. Ich hoffe, mein tapferer Freund (Oberst Evans) wird in Spanien mit keinem General, der so brutal verfaͤhrt, etwas zu thun haben wollen.“
Herr G. Price stimmte mit Allem, was der vorige Red— ner uͤber die Abscheulichkeit des von den kriegfuuͤhrenden Parteien in Spanien befolgten Systems gesagt, vollkommen überein, nahm sich aber Zumalacarreguy's an und sagte, jenes Verfahren sey von ihm nicht zuerst angefangen und nicht zuletzt aufgegeben wor⸗ ben; er habe nie einen Gefangenen erschießen lassen, bevor er nicht Versuche gemacht, Gefangene von dem Feinde gegen ihn auszuldsen; namentlich habe er den gefangenen O Donnell (einen Irländer) zuerst als Freund bei sich aufgenommen und ihn dann zum General Mina geschickt, um einen anderen Gefangenen ge⸗ gen ihn einzuldsen. Erst als er von Mina die Antwort erhalten, dieser habe keine Gefangenen mehr, da alle er⸗ schossen worden seyen, habe nun Zumalacarreguy den O Don⸗ nell gleichfalls erschießen lassen. In der Intervention sah dieser Redner eine ganz unbefugte Einmischung, da Spanien es allein auszumachen habe, ob Don Carlos oder Christine herrschen solle. „Es herrscht“, sagte er, unter neunzehn Zwanzi steln der Spanischen Bevoͤlkerung eine solche Schlaffheit und Apathie in dieser Sache, daß man jeden Schuppen in Europa durchstoͤbern muß, um Leute zum Kampf fuͤr eine Sache aufzutriben, die den Eingebornen selbst fast gleichguͤltig ist (hoͤrt!); aber sobglz die Britische Legion einen Fuß auf Spanischen Boden setzt, ist Eng⸗ land fuͤr immer entehrt.“ (Hort, hoͤrt!) Herr H. Bulwer erwiederte auf die von einem der fruͤheren Redner aufgeworfene Ruͤge, daß die Leute, welche sich fuͤr die Expedition nach Spanien anwerben ließen, von der Sache, fuͤr die sie kämpfen sollten, nicht einmal einen Begriff hatten, er zweifle auch sehr, ob die Truppen, die sich unter dem edlen und tapfe⸗ ren Herzoge (von Wellington) in Spanien so ausgezeichnet, et⸗ was davon verstanden haben mochten, was der Kampf zwischen den damaligen Parteien eigentlich zu bedeuten habe. Sir J. Elly meinte, wenn eine militairische Intervention stattfinden und ein Huͤlfs⸗ Corps abgesandt werden sollte, so mochte man bei dem jetzigen Zustande der Spanischen Tinanzen wohl zusehen, wie die Kosten gedeckt werden sollten. „Sich hinsichtlich der Bezahlung auf Spanien zu verlassen“, sagte er, „wuͤrde eine große Thor⸗ heit seyn, denn ein Land, welches die Zinsen seiner Schuld nicht zu zahlen vermag, kann noch weniger die Kosten eines
Huͤlfs-Corps tragen. Sie werden also England zur Last
.Ich bin uͤberzeugt, daß mein ehrenwerther und . hin nichts a ausrichten koͤnnen, wenn er nicht eine Kriegskasse mit hinreichendem Geld, um die Beduͤrf— nisse der Armee auf ein halbes Jahr zu bestreiten, mitnimmt. Hort, hort! von der ministeriellen Seite) Ich habe lange auf der Halbinsel gedient und kenne das Spanische Volk sehr genau. Ich weiß, daß es alles verspricht und nichts leistet. Genug, England wird der Kriegszahlmeister seyn muͤssen, und ich rgthe meinem ehrenwerthen und tapferen Freunde, nicht ohne den Nerv des Krieges von hier aufzubrechen.“ (Gelaͤchter.) Herr Mean bemerkte mit Bezug auf ein von Herrn Bulwer fuͤr die vorlie—⸗ gende Maßregel citirtes angebliches Praäͤcedenz⸗Beispiel (s. das Festrige Blatt der Staats,Zeitung), dasselbe sey auf den jetzigen Fall gar nicht anzuwenden, denn es habe nicht die geringste Aehnlichkeit damit, denn bei Napoleon s Ruͤckkehr von Elba habe England eine Expedition abgesandt, nicht nur um seine eigene, sondern um die Sache des ganzen Europas zu raͤchen, das lange Zeit von einem einzigen Mann in Knechtschaft gehalten worden, und das er gern wieder haͤtte unterjochen wollen, jetzt aber soll— ten 10,00 Mann als Parteigänger in einer streitigen Sache ab— gesandt werden. Zuletzt nahm noch der Sprecher das Wort, um die beiden Mitglieder, Lord Mahon und Oberst Evans, mit einander auszusöhnen. „So viel ich verstanden habe“, sagte er, „hat der edle Lord zugegeben, daß die Motive des tapferen Mit— glledes fuͤr Westminster und seiner Genossen wahrhaft ehrenvoll seyen, daß er aber als Parlaments, Mitglied ihr . nicht billigen koͤnne, wenngleich ihre Motive ehrenvoll seyen. Da der tapfere Oberst nicht recht verstand, was der edle Lord meinte, so wies er ihn mit harten Worten zuruͤck. Nachdem indessen der edle Lord sich naher erklaͤrt hatte, rechtfertigte der Oberst sich mit der Bemerkung, er habe nur hypothetisch gesprochen, und wiederholte seine allerdings beleidigenden Aeußerungen gegen den edlen Lord fuͤr den Fall, daß dieser etwas Ehrenruͤhriges uͤber ihn und seine Kameraden habe sagen wollen; er wiederholte dies
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aber nicht, um den edlen Lord zu beleidigen, sondern um dem Hause zu zeigen, daß er nicht ordnungswidrig gesprochen habe. Wenn das Haus diese meine Darstellung des Streites fuͤr die richtige haͤlt, so hoffe ich, daß beide Parteien sich zufrieden erklaͤ⸗ ren und dem Zwiste ein Ende machen werden.“ Erst nach viel— sachen Aufforderungen und Erklaͤrungen der uͤbrigen Parlaments⸗ Mitglieder erhoben sich zuerst Lord Mahon, dann Oberst Evan 8, um ihre Uebereinstimmung mit der Darstellung des Sprechers zu erklaͤren, womit die Debatte geschlossen war.
Belgien.
Bruͤssel, 2. Juni. Der hiesige 'oniteur enthält fol⸗ genden Tagesbefehl an die Armee: „Der Kriegs-Minister findet sich durch die an ihn gelangten zahlreichen Anfragen ver—
anlaßt, zur Kenntniß der Armee zu bringen, daß die Regie
rung weder die Aushebung noch die Bildung von Huͤlfs-Corps gestattet hat, welche außerhalb des Koͤ— nigreichs dienen sollen, und daß demzufolge auch uͤber eine zu diesem Zwecke den in den Zeitungen genannten Generalen oder Stabs-Offizieren zu ertheilende Autorisation nichts zu be⸗ stimmen war. — Die Herren Offiziere haben sich demnach aller weiteren Eingaben an das Kriegs⸗Departement, Behufs der Er⸗ langung von Autorisationen zum Dienst in jenen angeblichen Corps, zu enthalten, welche Letzteren nur in den öffentlichen Blaͤttern existirten, die die betreffende Meldung verbreiteten, ohne daß sie jemals irgend eine Begruͤndung gehabt. Bruͤssel, den 26. Juni 1835. Der Kriegs-Minister, Baron Evain.“
Dänemark.
Kopenhagen, 23. Juni. Der jetzt in Deutschland befind⸗ liche Daͤnische Minister des Auswaͤrtigen, Hr. v. Krabbe⸗Carisius, wird, dem Vernehmen nach, das Bad zu Driburg besuchen. Zugleich mit ihm ist der Hollaͤndische Gesandte hieselbst, Herr van Bangeman-Huygens, nach dem Kontinente abgegangen.
Das hundertjaͤhrige Jubilaͤum des von der Prinzessin So— phie Hedwig im Jahre 17535 gestifteten adeligen Fraͤulein⸗Klosters Vemmeltofte ist dieses Jahr mit großer Feierlichkeit begangen worden. Der Direktor desselben, der Finanz— Minister Moltke, und der Bischof von Seeland, Di. Monster der seine geistliche Laufbahn als Prediger in einer zum Guͤter⸗Distrikte des Klosters gehoͤrigen Land-Gemeinde begonnen, hatten sich zu diesem Feste eingefunden, das nicht nur durch kirchliche Feierlichkeiten, durch Schmause auf dem Schlosse und in allen Neben⸗-Gebaͤuden durch Tanz und andere Lustbarkeiten, sondern auch durch Erhohung der den Stiftsdamen zufließenden Einnahmen, durch Errichtuug neuer Plaͤtze im Kloster und durch Einweihung einiger Hospi— taͤler und Armenhaͤuser fuͤr die Gutsangehoͤrigen begangen wurde.
Wegen der wiederholten Brandstiftungs⸗Versuche und der neulichen Feuersbrunst zu Hilleroöd ward ein ausgezeichneter In⸗ quirent von hier dorthin gesandt. Ebenso sind in der neuesten Zeit mehrere Brandstiftungen in Juͤtlaͤndischen Staͤdten vorge⸗ kommen, so ganz kuͤrzlich in Friederichshafen. Was leider als Hauptmotiv dieses hoͤchst traurigen Phaͤnomens angesehen wer— den muß, ist der Befehl, alle Haͤuser mit Steindaͤchern zu ver⸗ sehen, was fuͤr manche verarmte Hausbesitzer sehr druͤckend ist, indem die alten zum Theil schlechten Nebengebäude nicht im Stande seyn sollen, ein solches zu tragen. Man wuͤnscht daher, daß diese Bestimmung wieder aufgehoben werden moͤge.
Deutschland.
Muͤnchen, 26. Juni. Das Regierung s⸗Blatt ent⸗ haͤlt folgende Bekanntmachung, die Statuten der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel⸗Bank betreffend:
„Ludwig, von Gottes Gnaden König von Bayern ꝛc. :..
achdem Wir die Schluß⸗Redaetion der von dem dahier versam⸗ 3. Ausschusse der Bank-Actionaire berathenen Bank⸗-Statuten neuerdings einer sorgfaͤltigen Pruͤfung unterworfen, und hierdurch die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die einzelnen Bestimmun⸗
gen dem bezielten Zwecke zu entsprechen geeignet seyen, so ertheilen
Wir gedachten Statuten hierdurch Unsere Genehmigung. Bei dem im D. dieser Verhandlungen bewaͤhrten Eifer und der regen Theilnahme fuͤr Befoͤrderung unserer landesvaͤterlichen Absichten uͤberlassen Wir Uns gern und mit vollkommenster Beruhigung zum Voraus dem Vertrauen: die Bank-Gesellschaft werde auch nach Erschoͤpfung der den Zwecken der Hypotheken-Bank zuerkannten zwoͤlf Millionen Gulden, auch uber diese Summe die Hypotheken⸗ Anlehen so weit ausdehnen, als es unbeschadet des Bank⸗Insti⸗ tutes geschehen kann, und namentlich zur moͤglichsten Besörde— rung des Annuitaͤten-Systemes vermittelnd zwischen die Geld⸗ und Guͤterbesitzer treten. Dagegen wollen Wir im Hinblicke auf die eigenthuͤmlichen Schwierigkeiten, welche Uns in einer besonde⸗ ren Darstellung von Seiten des Bank- Ausschusses bemerkbar ge— macht worden, auch gestatten, daß die Bank⸗ Gesellschaft die Errei⸗ chung der in §. 10 des Gesetzes vom 1. Juli 183* angedeuteten Sicherstellung der puͤnktlichen Entrichtung der Zinsen und Fristen von den auf Grund und Boden zu bewilligen den Darlehen vorerst lediglich im Annuitaͤten-⸗Systeme finde, vorbehaltlich jedoch der Verpflichtung der Bank, in Ermangelung der entsprechenden Zahl vollkommen statutenmaͤßig begruͤndeter Annuitaͤten⸗Darlehns⸗Ge⸗ suche, auch andere Hypothekar- Anleihen im Allgemeinen zu geben, sobald die Hinwegroͤumung solcher Schwierigkesten auf dem geeig⸗ neten Wege herbeigefuͤhrt seyn wird. Anlangend die sonstigen in erwaͤhnter Darstellung des Bank⸗Ausschusses beruͤhrten Wunsche sind Wir geneigt, denselben jene wohlwollende Aufmerksamkeit, welche Ung bei Begrundung des Bank⸗Institutes geleitet, — zuzu⸗ wenden, um die Ausbildung und das Gedeihen, einer Anstalt zu sichern, welche Unserer Huld und Gnade, so wie des Koͤniglichen Schutzes forthin versich eri in . Munchen, den 18. Juni 1835. udwig. ; Fuͤrst von Oetting en⸗Wallerstein. von Wirschinger. ö 91 Koͤnigl. Allerhoͤchstem Befehl der General⸗Secretair Franz von Kobell.“ (Folgen die Statuten.)
Am 22sten Abends ward hier in dem großen geschlossenen Hofraume . Hotels Sr. Durchl. des Feldmarschalls Fursten von Wrede ein interessanter Versuch mit einer neuen öschmaschine von der Erfindung des Koͤnigl. Oberst-Bergrathes Ritter von Baader gemacht, welchem, außer mehreren Koͤnigl. Staats⸗Mini— stern und fremden Gesandten, der Stadt-Kommandantschaft und der Polizei⸗Direction, eine Deputation der Koͤnigl. Akademie der Wissenschaften, der General⸗Bergwerks⸗ und Salinen⸗Administra⸗ tion, des landwirthschaftlichen und des polytechnischen Vereins, so wie des Stadt-Magistrates, nebst einer bedeutenden Anzahl von andern Standes-⸗Personen und Sachverstaͤndigen, beiwohnten. Diese Maschine, welche nach der Zeichnung und unter der Auf— sicht des Hrn. v. Baader in der eigenen Werkstaͤtte des Koͤ⸗ niglichen Hof⸗Baumeisters Hoͤß verfertigt worden, ist ein von der Pommerschen Provinzial-Zuckersiederei zu Stettin bestellter Wasserzubringer, dessen , . von allen bisher bekannten Maschinen dieser Art verschieden ist, und dessen Wirkung alles uͤbertrifft, was diese bis jetzt irgendwo geleistet haben. Auf einem Wagengestelle mit vier hohen Raͤdern befestigt, kann dieselbe von zwei Pferden uͤberall hingefuͤhrt, und in der engsten Straße oder
auf einer schmalen Bruͤcke aufgestellt und bearbeitet werden. Sie hat nur einen Cylinder mit einem doppelt wirkenden Kolben, und die Bewegung dieses Kolbens wird nicht, wie gewoͤhnlich, durch einen langen Hebel oder Wagbalken bewirkt, wobei die arbeitende Mannschaft das beschwerliche hohe Aufziehen und Niederdruͤcken nicht lange aushalten kann, und daher? bald nur sehr kurze und unwirksame Zuͤge macht, sondern auf eine weit leichtere und be— duemere Art durch horizontales Ziehen und Schieben an vier langen Stangen, deren Hub dutch zwei Kurbeln unveraͤnder— lich bestimmt ist. Nach einer in Gegenwart aller Anwesenden vorgenommenen genauen Messung betrug die von dieser Ma— schine durch einen biegsamen luftdichten Saug-Schlauch aus dem vorbeifließenden, 20 Fuß tiefen Stadt⸗Kanal eingezogene, und durch zwei nebeneinander gelegte haͤnfene Saug⸗ chlaͤuche fort.
gedruͤckte Wassermenge, 41 Kubik-Fuß oder 7 Badische Eimer
in jeder Minute; und mit diesem Zuflusse wurden 4, in einiger Entfernung aufgestellte große Feuer⸗Spritzen eine Viertelstund lang ununterbrochen im staͤrksten Spiele erhalten. Mittelst ei ner hinlaͤnglichen Anzahl an einander geschraubter Leit⸗Schlaͤuche kann dieselbe Wassermenge bis auf eine Entfernung von 3000 Fuß zugebracht und daselbst mehrere Loͤschungs⸗Maschinen reichlich und ununterbrochen versehen werden, wozu auf die gewohnliche Art durch Zufuͤhren in großen Faͤssern vierzig zwei⸗ spaͤnnige, bestaͤndig hin und zuruͤckeilende Fuhrwerke nicht hin, reichen wuͤrden, wenn auch dabei keine Hemmung und Verwir— rung, welche in engen Straßen, besonders zur Nachtzeit, unver— meidlich ist, zu befuͤrchten wäre. Der allgemeine und ungetheilte Beifall der Anwesenden sprach sich uͤber diesen gelungenen Ver— such aus, und Viele glaubten, daß, wenn Wiener⸗Neustadt, Wun⸗ siedel, Reichenhall, Weilheim und Murnau mit so wirksamen Maschinen versehen gewesen waͤren, die schreckliche Zerstoͤrung die⸗ ser Staͤdte ganz oder zum Theil verhuͤtet worden wäͤte.
Aus Nurnberg schreibt man in Bayerischen Blaͤt— tern: „Immer reger gestaltet sich bei uns der Handel. Unsere kurzen Waaren gewinnen durch den Zoll-Verein einen immer groͤßeren Absatz und mehr Versendungswege. Dagegen machen uns die Elberfelder Fabriken mit ihren Faͤrbereien keinen gerin⸗ gen Eintrag. Im Ganzen sieht man jedoch stets ein sehr erfreu⸗ liches Fortschreiten. Seit den Zoll,Verein ist die Bevoͤlkerung Nuͤrnbergs sehr gestiegen; sie erreicht bereits 42, 000 See— len. Wie hier, so ist es in Fuͤrth. Fuͤrth hat sich seit einigen Jahren namhaft vergroͤßert und verschoͤnert und wuͤrde als Fabrikstadt sich immer glaͤnzender gestalten, wenn der Juͤdische Schacherhandel durch eine kluge Emancipation ver schwinde. Guͤnstige Aussichten eroͤffnen sich auch in diesem Jahre fuͤr die unserer Stadt nahe gelegene Tabacks- und Hopfen Aerndte. Bereits glaubt man, der Hopfen werde jetzt noch wohlfeiler werden, als im vorigen Jahre; aber dessenungeachtet will es mit dem Bierpreis nicht herunter. Mit Vergnuͤgen ver⸗ nimmt man, daß die Runkelruͤben⸗ucker⸗Fabrication in einigen umliegenden Gegenden Anklang und Aufnahme gefunden hat. Nuͤrnberg duͤrfte aber auch der einzige fuͤr diesen neuen Handels— zweig passende Ort seyn.“
Stuttgart, 29. Juni. Ihre Majestaͤt die Koͤnigin sind mit Ihren Koͤnigl. Hoheiten den Prinzessinnen Marie und So—
phie näch Beendigung der Molkenkur in Gais gestern Abend in J
erwuͤnschtem Wohlseyn wieder hier eingetroffen.
In dem hier erscheinenden Schwäbischen Merkur liest man: „Die seit einiger Zeit in Franzoͤsischen Blattern verbrel— teten Nachrichten uͤber eine Heirath der aͤltesten Prinzessin Toch⸗ ter des Koͤnigs von Wuͤrttemberg sind als grundlose Geruͤchte zu betrachten, welche, wie bisher, mit Stillschweigen uͤbergangen worden seyn wuͤrden, haͤtte nicht das „Journal des Debats“* in einer angeblich von Frankfurt datirten Korrespondenz Aeußerun—
en uͤber die verewigte Königin Katharina, so wie uͤber Privat⸗ . der Koͤnigl. Familie eingemischt, deren voͤllige Un⸗ wahrheit hier allgemein bekannt ist.“ ö
Auf dem Wollmarkt, zu Göppingen befanden sich diesmal, eben so wie auf dem zu Kirchheim, ungefahr 7000 Centner Woll — eine großere Quantitaͤt, als in allen fruͤheren Jahren sich daselbst befunden hat.
Der hiesige Stadtrath hat die Einleitung getroffen, daß hitt in jedem Jahre eine große Tüch⸗Messe, wo der Absatz von Tuchen, Flanellen ꝛc. en gros beabsichtigt wird, abgehalten werden soll
Die erste Messe dieser Art ist auf den 19. bis 22. August d. J
festgesetzt worden, so daß Einkaͤufer aus der Schweiz, Baden und Bayern, die zur Messe in Frankfurt a. M. Und Offenbach reisen, ihren Weg leicht uͤber Stuttgart nehmen koͤnnen, um sich hier erst mit den Vorraͤthen der Wuͤrttembergischen Tuch⸗Fabri⸗ cation, die namentlich gute Mittel-Tuche liefert, bekannt zu machen. Um den Verkaͤufern den Besuch der Messe zu erleich⸗ tern, soll fuͤr die ersten drei Jahre in den von dein Stadtrath dazu vorbereiteten Lokalen kein Lagergeld genommen werden, doch haben dieselben 14 Tage vor dem Eintritt der Messe dem Stadt⸗ rath anzuzeigen, mit welchen Quantitaͤten sie in Stuttgart ein⸗ zutreffen gedenken.
Karlsruhe, 26. Juni. Se. Hoheit der Erb⸗Großherzog und Ihre Koͤnigl. Hoheit die Erb-Großherzogin von Hessen sind gestern am hiesigen Hofe zum Besuche eingetroffen.
Frankfurt a. M., 23. Juni. Gestern trafen hier etwa zwoͤlf Zoͤglinge der Forst-Pepiniere zu Nancy in Begleitung ih⸗ res Direktors ein. Sie kamen von Darmstadt und gingen die⸗ sen Morgen nach Wiesbaden wieder ab. So viel man uͤber den Zweck der Reise dieser jungen Leute in Deutschland vernommen
hat, soll derselbe vornehmlich dahin gerichtet seyn, sich durch Be—
augenscheinigung des Deutschen Forstwesens und der zu dem Ende bestehenden Lehr⸗Institute und sonstigen Einrichtungen in ihrem Berufsfache z vervollkommnen. Das Ziel ihrer Reise aber sol das Forst-Institut zu Dreißigacker seyn, von wo sie, wahrschein lich auf einem andern Wege, wieder nach Frankreich zuruͤckkeh⸗ ren werden.
Oesterrei ch. Wien, 27. Juni. Der Deputation der Galtzischen Stand
welche vorgestern die Ehre hatte, von Sr. Masestaͤt dem Kaisn in einer An en, empfangen zu werden, haben Allerhoͤchstdieselben
auf ihre Anrede Nachstehendes erwiedert: „Die Versicherungen . ö und Ergebenheit, welche Sie im Namen der Staͤnde von Galizien und Lodomerien aussprechen, gereichen zu Meiner Zufriedenheit. Wiederholen Sie Ihren Kommittenten, daß Ich in Meiner Regierung keinen andern Zweck haben werde, als das Wohl Meiner Unterthanen. Hiervon uͤberzeugt, werden die—⸗ selben stets die truͤgerischen Verlockungen solcher zu erkennen und zuruͤckzuweisen wissen, die durch ihre Rathschlaͤgẽ noch Jedweden ins Verderben gestuͤrzt haben, der ihnen Gehoͤr gab. Ich rechne dabei auf die Einsicht und guten Gesinnungen Meinen getreuen Galizier, die zu viel Erfahrung besitzen, um nicht einzusehen, daß Gehorsam und Treue der Weg zum wahren Gluͤcke des Vol⸗ kes ist, und daß diejenigen nicht die Freunde des letzteren sind,
welche es versuchen, durch oͤffentliche und geheime Umtriebe den GHeist der Unzufriedenheit zu verbreiten. n bleib ; Neinen getreuen Standen von Galizien mit Kaiserlich Königlicher Huld und Gnade gewogen.“
Sch weiz.
Basel, 27. Juni. Durch eine voroͤrtliche Mittheilung vom 23. Juni sind, den Staͤnden Aktenstuͤcke und Verhandlungen, be— näeffcnd. die Anstaͤnde mit den Auslande, zugekoömmen. Einen Ueberblich der verschiedenen Schritte des Vororts gewäͤhrend, reihen sich dieselben folgendermaßen aneinander. sibermachte Herr von Bombelles von Zuͤrich aus das freundschaft liche Notifications, Schreiben der Thron-Besteigung Kaiser Fer⸗
Gleichzeitig uͤbersandte derselbe eine zweite vom 11. Maͤrz datirte Kaiserliche Zuschrift, wodurch Herr on Binder⸗Kriegelstein, bisheriger Gesandter Oesterreichs in der
chweiz, und wegen dessen Abwesenheit der als provisorischer efsandte aufgestellte Herr Graf von Bombelles in gleicher Ei— henschaft bestaͤtigt wurden. — Bezuͤglich auf den ersten Punkt erging am 31. Maͤrz nachstehendes Gratulations-Schreiben an
e. Maj. Kaiser Ferdinand von Hesterreich ö
„Die Mittheilungen, welche Em. K. K. Apo ie geruht haben, der Schweizerischen Eidgenossenschaft durch gnaͤdiges Schreiben vom 2. Maͤr zu machen, sind mit tiefer Rühruͤng auf⸗
Der Wörhist, d ,,, 3 .. . Erzhaus und allt Voͤlker der Oesterreichischen Monarchie in so grö
, . hat, wird in der Schweiz eben so lebhaft als ir⸗ gendwo empfunden. Durchdrungen von den Gefuͤblen aufrichtiger Verehrung für Se. Majestaͤt Kalser Franz J., glorreichen Anden⸗ rens, der waͤhrend der langen Reihe seiner Regierungsjahre der Schweiz viele Beweise freundngchbarlichen Wohlwollens gegeben hat, haben wir die Ehre, Allerhöͤchsidenselben im Namen gller eid⸗ genössischen Stände die eben so lebhaften als aufrichtigen Beileids— zezeugungen darzubringen. Die Versicherung freundschaftlicher Ge⸗ ngen die gesammte ⸗ ö , n,.
elch. Ew. Majestaͤt auf eine so wohlwollende * ren ,,, geruhen, ist fuͤr alle Kantone pon dem groͤßten Werth.
lin ungen . zu lassen und zugleich die Versicherung genehmigen zu wollen, daß die Regierungen saͤmmtlicher eidgends⸗ sischen Staͤnde, in deren Namen zu sprechen wir die Ehre haben, es sch zur angelegentlichsten Pflicht machen werden, die freundnach⸗ barlichen . i, der ö und chweiz stets fort zu pflegen und immer . 6. 6. ihn von saͤmmtlichen eidgendssischen Staͤnden gleich
äßig getheilten Gesinnung erlauben wir uns im Namen des Kan⸗ tons Bern den weiteren dringenden Wunsch, daß die wegen nes bedauerlichen und gemißbilligten Sreignisses (also schon damals!) sivischen dem Kaiserl. König Hof und dem Kanton Bern in der huͤngsten Zeit eingetretenen Miß verhaltnisse um so mehr fuͤr besei⸗ tigt betrachtet werden moͤchten, als von Seiten der Regierung die⸗ ses Kantons die allgemein völkerrechtlichen Grundsaͤtze sorgfaͤltig . Ew. ö. ir ish . Maiestaͤt unsere besten Wuͤnsche fuͤr den Ruhm, für das glückliche . . fuͤr die segensreichen Folgen Allerhoͤchstihrer Regie⸗ (Folgen die ünterschriften. ) .
Den zweiten Punkt, die Uebers endung der Kreditive, sand der Vorort so ungewoͤhnlich, daß er sie einstweilen uneroͤff⸗ net ließ, und den eidgenoͤssischen Kanzler nach Zuͤrich abordnete mit dem Auftrage, einestheils das Gratulations, Schreiben dem Herrn von Bombelles zu uͤberreichen, anderntheils aus uwirken, daß derselbe die neuen Kreditive, an deren freundschaftlichem Inhalt, welchen man aus einer beigelegten Abschrift entnommen, der Vorort nichts auszusetzen habe, wie es in der Schweiz un unterbrochene und auch von andern Staaten genau beob—
dem Herrn Tagsaz⸗ Allein der Erfolg (sagt das Herrn Kanz—⸗
ch bleibe Ihnen und
Am 27. Maͤrz
dinand's an den Vorort.
fa lech Maie staͤt
genommen worden.
Wir bitten Majestaͤt,
zu befestigen.
wahrgenommen werden.
rung guͤtig aufnehmen.“
erheische, persoͤnlich uͤberreiche. vom 23. Juni) der dem er uͤbertragenen Sendung entsprach nicht den gehegten Erwar⸗ ungen, indem Herr von Bombelles demselben erklärt hat: er sey u dem von ihm in der vorliegenden Angelegenheit beobachteten Verfahren ausdruͤcklich von seinem Hofe aus dem Grunde ange— wiesen worden, weil die zwischen Desterreich und einigen andern Staaten einerseits und der Republik Bern andererseits obgewal⸗ teten Anstaͤnde noch keineswegs beigelegt seyen, der mit jenem Schweizerischen Stande fruͤher abgebrochene diplomatische Ver⸗ ehr noch nicht wieder hergestellt sey, und es thatsaächlich sehr schwierig seyn duͤrfte, zwischen der in Bern residirenden voroͤrt⸗ — ehoͤrde der Eidgenossenschaft, mit welcher man im Allge— meinen in dem besten Vernehmen stehe, und den Behoͤrden der Republik Bern, mit welchem man ausnahmsweise die Ver⸗ haͤltnisse abgebrochen habe, genau zu unterscheiden. zigen Umstande muͤsse man daher auch die allerdings ungewoͤ g neuen Kredentialien
die Oesterreichische Gesandtschaft zuschreiben, wobei Herr von Bombelles den eidgenoͤssischen Kanzler wiederholt versichert hat, der Oesterreichische Hof sey weit entfernt, die Schweizerische Eid⸗ genossenschaft auf irgend eine Weise durch jene Uebersendung be⸗ Nachdem (laut demselben Kreisschreiben) der Staats-Kanzler, Fuͤrst v. Metternich, dem Schweizerischen Ge⸗ schaͤftstraͤger zu Wien ebenfalls die bestimmte Versicherung gege⸗ ben hatte; es habe der Kaiserliche Hof nie die entfernteste Ab⸗ sicht gehegt, durch das erwahnte stattgefundene Benehmen die Schweijerische Eidgenossenschaft im Mindesten zu kraͤnken, so wollte der Vorort die Angelegenheit der neuen Kreditive fuͤr die Oesterreichische Gesandschaft in unveraͤndertem Zustand belassen, bis es ihm gelungen seyn wurde, die zwischen dem wirklichen voroͤrtlichen Stand Bern und einigen auswaͤrtigen Staaten ob⸗ waltenden Mißverhaͤltnisse, deren Fortbestand die einzige Ursache des beobachteten ungewoͤhnlichen Benehmens schien, zu beseitigen, auf daß nicht die abgesonderte Stellung eines einzigen Bundesgliedes stötend auf die Verhaͤltnisse des ganzen Staatenbundes einwirke. Mittlerweile berichtete unterm 9g. Mai der Schweizerische Ge⸗ chäftstraͤger zu Wien uͤber Erdͤffnungen, welche ihm der Fuͤrst t gehend: Es habe Oesterreich die ihm gegebene vorörtliche Erklarung vom 31. Marz den mit ihm in der Sache betheiligten Hofen von Muͤnchen, Stuttgart und Karls⸗ nuhe mitgetheilt ¶nd angefragt, ob sie sich, falls eine aͤhnliche Erklarung Berns an sie komme, fuͤr befriedigt halten wuͤrden? und Oesterreich dann die Sache fuͤr ab— ns waͤre, so bleibe nur uͤbrig, daß Bern einen dem Sinne der Schlußworte des Schreibens vom 31. Maͤrz entsprechenden Schritt thue. Vorausgesetzt, daß ihrem Inhal⸗ trauch in der That werde nachgelebt werden, werde man dann aller ⸗ sets das diplomatische Verhaͤltniß der Deutschen Staaten mit Bern leder herstellen. Eine Veranlaff ung zur Ertheilung genannter Erklaͤ⸗ kungen werde in naͤchstens einlaufenden Noten sich darbieten. Letztere langten denn auch wirklich von Baden, B äartt Mitte des Monats Mai an, erklärten sich fuͤr unbefriedigt mit Der voroͤrtlichen Antwort vom 13. Januar, betreffend die Be⸗ schwerden der Mächte, und begehrten volle Beruhigung. ertheilte sofort der Vorort in dem bereits bekannten Umlaufẽs⸗ Mai an die drei Hoͤfe, 3 dgenoͤssischen Vororts sind jene hesonderen
achtete Uebung zungs-Praͤsidenten reis-Schreiben
Diesem ein⸗
Uebermittelung
leidigen zu wollen.
Metternich gemacht, dahin
Da dies bejaht worden, gethan zu erklaͤren Wille
Bayern und Wuͤrttemberg
chreiben vom 25. Zur aufrichtigen
Befriedigung des ei
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Zerwuͤrfnisse mit dem Stand Bern nunmehr (heißt es im Kreis⸗ Schreiben), in Folge gegenseitigen Entgegenkommens, vollstaͤndig beigelegt; und es hat der Herr Graf von Bombelles am 22sten eine Audienz bei dem Herrn Bundes⸗Praͤsidenten nachgesucht, welche, demselben gewahrt, den sprechendsten Beweis leistet, daß die fruͤ⸗ her obgewalteten Eroͤrterungen nunmehr beseitigt seyen.“ Zum Beschlusse dieses Berichts theilt der Vorort den Ständen“ die neuen Oesterreichischen Kreditive mit, damit der Gesandte in sei— ner Eigenschaft anerkannt werde. Auf den 2Asten war das diplo⸗ matische Corps zu einem Diner ins Stiftgebaͤude gebeten.
Spanien.
Madrid, 18. Juni. Die heutige Hof-⸗Zeitung enthaͤlt einen von dem Brigadier Grafen von Mirasol unterm 19ten d. aus Bilbao an den Kriegs⸗Minister eingesandten Bericht, worin jener meldet, daß er, nachdem er alle Mittel zur Vertheidigung der Stadt aufgeboten, sich an den Befehlshaber des Englischen Beschwaders gewandt und ihn um Geschuͤtz, um 20 Eentner Pulver und uͤm andere Munition von dessen Schiffen ersucht habe. Die Befestigungs⸗A Arbeiten werden fortgesetzt. Der Graf ist auch mit dem Englischen Befehlshaber uͤberein gekommen, daß erz wenn der Feind erscheinen sollte, einen Offizier mit zwei Boͤten unter Britischer Flagge absenden wolle, um die Passage auf dem Flusse frei zu erhalten und die Communication zu sichern. ) Ein Offizier, der waͤhrend der ganzen Kriegs⸗-Ereignisfe unter den Befehlen des Englischen Commandeurs stehen soll, ist mit dem Kommando der beiden Böte beauftragt worden. Letzterer hat sich sehr bereitwillig gezeigt, der Spanischen Regierung zu die⸗ nen, wenn sie seines Beistandes beduͤrfe.
Das Eco de Comercio enthaͤlt Nachstehendes uͤber das neue Ministerium: „Alle Personen, die sich mit Politik beschaͤf— tigen, erschoͤpfen sich jetzt mit Muthmaßungen uͤber den Gang, welchen das Ministerium befolgen wird. Da Maͤnner, welche die Grundsaͤtze des Ex⸗Praͤsidenten nicht billigten (Garcia Her— reros und Alvarez Guerra), nebst einem Manne, der denselben ergeben war (Marquis de las Amarillas), in das Ministerium getreten sind, und Herr von Toreno, welcher Martinez de la Nosa in der Prokuradoren⸗Kammer unterstuͤtzte, im Kabinet ge— blieben ist, so muß nothwendig eine gegenseitige Verstaͤndigung stattfinden, um so mehr, da die Personen, welche jetzt Mitglie⸗ der des Ministeriums sind, sich anfangs weigerten, in dasselbe einzutreten. Geht man von dem aus, was zu der Personal— Veraͤnderung Anlaß gegeben hat, so ist es kaum moͤglich, daß derselbe Stand der Singe beibehalten wird. Die fruuͤheren Ver⸗ haͤltnisse der neuen Minister sprechen uͤberdies zu Gunsten die— ser Annahme. Der eine, Herr Mendizabal, ist bekannt durch seine Bestrebungen fuͤr die Befreiung von Spanien und Portugal und durch seine energische Unterstuͤtzung aller Reformen; der andere, Herr Garcia Herreros, zeichnet sich durch seine innigen Verbin« dungen mit Männern vom hoͤchsten Einstuß aus, die beharrlich das vorige System bekaͤmpft haben; der dritte endlich, Herr Alvarez Guerra, hat sich bestaͤndig dem bis zu diesem Augenblick befolgten Gange widersetzt. Hiernach koͤnnte man glauben, daß die politische Maschine einen neuen Impuls erhalten werde. Allein ein wesentlicher Theil des vorigen Ministeriums bildet auch ein Element des jetzigen, und da andere Personen hinzuge⸗ kommen sind, welche gewissen Leuten von minder , Ansichten als eine Buͤrgschaft gelten koͤnnen, so kann man, ohne zu befuͤrchten, daß man sich zu sehr taͤusche, behaupten, daß das neue Ministerium zwar thaͤtiger, als das fruͤhere, aber weniger energisch seyn wird, wenn die Intervention nicht stattfindet. Drei Hauptpunkte muͤssen die Aufmerksamkeit der Minister vor⸗ zuͤglich in Anspruch nehmen: der Buͤrger⸗Krieg, die Stadt⸗Miliz und die Freiheit der Presse. Die Armee muß reorganisirt, die Stadt⸗Miliz vermehrt und hinsichtlich der Presse, namentlich der periodischen, muͤssen Maßregeln ergriffen werden. Wir konnen unmoͤglich einer rein despotischen Tensur unterworfen bleiben. Es waͤre billig, daß die Presse von der Veraͤnderung des Mini— steriums einigen Nutzen hatte.“ 3
In der Revista liest man: „Nach Briefen aus Aranjuez sind von dort zwei außerordentliche Couriere, der eine nach Liß sabon, der andere nach Paris abgegangen. Es scheint, daß die Regierung sich entschlossen habe, den Beistand Portugals zu ver⸗ langen, und daß 6060 Mann Portugiesen in die Provinz Zamora einruͤcken und zur Disposition unserer Regierung gestellt werden wuͤrden. Man schreibt uns auch, daß gestern zwei außerordentliche Con⸗ riere in Aranjuez angekommen sind, der eine an den Minister der auswaͤrtigen Angelegenheiten, der andere fuͤr den Franzoͤsi— schen Botschafter. Letzterer hatte Paris am 9. verlassen. 3. Herzog von St. Lorenzo wurde vor zwei Tagen nach dem Koͤ— niglichen Schlosse in Aranjuez berufen? Einige glauben, er werde vielleicht zum Gesandten in London ernannt? Andere, die fuͤr Martinez de la Rosa eingenommen sind, wuͤnschen, daß er mit dieser Stelle bekleidet werde. Auch den General Don F. de Cor⸗ dova nennt man als Kandidaten für diesen Posten.“
— In Franzoͤsischen Blattern liest man folgendes Privat-Schreiben aus Madrid vom 20. Juni: „Die neuen Minister haben eine seste und entschiedene Haltung angenommen. Die Sachen duͤrften schnell eine andere Wendung nehmen, wenn sich die Armee an den Ufern des Ebro und in den jetzt noch von ihr besetzten Festungen nur so lange halten kann, bis die ersten Detaschements der fuͤr Spanien anzuwerbenden Huͤlfs-Mann⸗ schaften anlangen. General Zarco del Valle verließ gestern mit einigen ausgezeichneten Offizieren die Hauptstadt. Er soll Chef des Generalstabs der Armes werden, ein osten, zu dem er sich ganz vorzuͤglich eignet. Unter den ihn begleitenden Offizieren nennt man auch den Marquis von Villacampo, der in hohem Ansehen steht und sich schnell zum Rang eines Brigadsers, den er jetzt bekleidet, emporgeschwungen hat. Morgen soll ein Mini— ster⸗Nath gehalten werden. Herr von Torens wird zu diesem Zweck von Aranjuez hierher kommen. Man erwartet die Annahme entscheidender und energischer Maßregeln. Die Details der Karlistischen Verschwoͤrung, die aim Frohnleichnams-Feste in der
auptstadt ausbrechen sollte, sind noch nicht alle bekannt. Der lan scheint sehr geschickt angelegt gewesen zu seyn. Viele Per— sonen sind bereits verhaftet, und eine Menge hat man noch in Verdacht. Zweihundert Mann, in Miliz⸗Uniform gekleidet, soll⸗ ten auf ein gegebenes Zeichen auf die Truppen feuern, die dann
ohne Zweifel das Feuer erwiedert haben würden. Die olgen Folg
haͤtten furchtbar seyn koͤnnen. Es wurde jedoch alles Unheil noch
ur rechten Zeit abgewandt. Die Verschwoͤrer, durch die Wach⸗ fair der Polizei gestoͤrt, konnten ihre Plane nicht ausfuͤhren, und die Prozession ging rühig vorüber. Das Merkwuͤrdigste bei diesem Komplott ist die Verwegenheit desselben, denn man hatte zur Ausfuhrung gerade den Tag gewahlt, an welchem, wie man vorher wußte, wenigstens 6009 Mann unter Waffen und in den Stra⸗ ßen aufgestellt waren. In der Nacht ging ein Bataillon von
) Daß dieses nicht gelungen, ist bereits aus Franzoösischen Blaͤt⸗ tern hekannt.
Madrid nach dem Dorf Gita verzweigt haben sollte. samkeit und zeigen, daß die rechthaltung der inneren R fest des neuen Kabinets werde nicht in der Form eines ein und ein hiesiges Blatt behaupt Rechenschafts⸗ Ablegung des Her Man will wissen, ger des General Alava in hat den Königlich Anwerbunge gestattet werden,
Barcelona, 17. Juni. España in Catalonien sonders unter den Ins sind von Seiten der theidigungs⸗M hat beschlossen, fen, um imposante Massen i er wolle Barcelona mit 4000 Armee, verlassen, und 15 — 20,000 Mann mo
se ab, wohin sich die Verschwoͤrung hoͤrden ihre Wach⸗ ges sie an der Auf— Das Mani⸗ Es heißt, es
verdoppeln die Be Wirren des Krie t verhindern. icht publizirt. zigen Dokuments erscheinen, et sogar, es werde ihm eine de la Rosa voran⸗ nann der Nachfol⸗ Die Regierung ths⸗ Befehl, wo⸗ nigin in England
ist noch n
rn Martinez
daß dieser Staats London seyn werde Großbritanischen Geheime⸗Ra n fuͤr den Dienst der Kor an der Boͤrse anschlagen lasse
Das Geruͤcht,
r daß der Graf von erschienen sey, hat in d
ieser Provinz, be— große Sensation erregt, und es der Koͤnigin außerordentliche Ver⸗ Der General⸗Capitain tiven Dienst zu beru—⸗ birgen zu haben. Mann, woͤrunker seine Absicht sey, in der bil zu machen. ö Die Ereignisse in Bosnien und schen National-⸗Zeitung zu fo Kenntniß der dorti „Ein Gluͤck fuͤr d staͤnden, die alle Punkte ihres Gebiete ein Fuͤhrer findet Unternehmungsge
Behoͤrden aßregeln getroffe die staͤdtische
n worden.
Miliz zum ak n den Ge 2 Bataillone der ganzen Provinz
Albanien geben der Deut— f eine genauere trachtungen Stoff: en vereinzelten Auf⸗ m, bald auf jenem men, sich nur selten einem großartigeren der kuͤhne Haͤupt⸗ n Skutari gestellt die Truppen des anien und Epirus wie Fuͤrst Milosch in Serbien. nd die Verschiedenheit der Ab— nicht allein in M hristen, sondern in
lgenden au gen Zustaͤnde gestuͤtzten B ie Pforte ist es, daß bei d genblicke bald auf diese s zum Ausbruche kom der einiges Talent mit iste vereinigte.
der sich an die Spitze der hat, koͤnnte, sofern es ihm ander Pascha's aus der Stadt aͤhnliche Rolle spielen, schiedenheit u Bevoͤlkerung
Hussein Be Empoͤrung vo s gelungen ist, schlagen, in Aib leicht eine Die Religions⸗Ver stammung, da die in Griechische und katholische C nauten und Griechen getheilt ist gemeinschaftlichem Widerstande lli Pascha in Janina unter unglei gewußt, alle Hindernisse, gegenstanden,
uhammedaner, Slaven, Ar⸗ eilich eine Vereinigung er. Indessen hatte schon guͤnstigen Umstaͤnden ung seiner Herrschaft ent⸗ In seinem Heere be— Christen und Muhammeda— Augenblicke unter Hussein en und die christlichen Be⸗ es neben einander stehen. hebung durch die Unruhen, en, so wie im suͤdlichen Al— en und in der Herzegowina ng allgemein; denselben zu dampfen, mit seinen Serben den Haͤuptlinge zum Ge⸗ in Bosnien bis auf u geblieben ist, und das Land he
ch weniger die der Begruͤnd aus dem Wege zu raͤumen. fanden sich Griechen und Arnauten, ner neben einander Bey in Skutari wohner der Sta
, wie in diesem
die muhammedanisch dt und ihres Gebiet Beguͤnstigt wird eine keckere Schilder die gleichzeitig im benachbarten Bosni banien ausgebrochen sind. In Bosni ist der Aufstand der muha und die Pforte ist so wen daß man erwartet, Fuͤrst
Auftrag erhalten, die unruhigen Bosni horsam zuruͤckzufuͤhren. diese Stunde dem christlichen Glauben tre gen Familien, welche zum Scheine anhaͤngen, so koͤnnte ein
gem Verstande geleit eicht beduͤrfte es ni um das gesammte Gebiet im bis zu der Krogtischen und Der Sultan mal erst Bosnien unterwor⸗ gethan haben blutigen Pa⸗
mmedanischen Bevoͤlkeru ig im Stande, Milosch werde
Da der Bauer
selbst viele der adeli dem Islam nur
Deereszug der Serben,
wenn derselbe mit eini weit aussehende Folgen haben. sterreichischer Unterstuͤtzung, uͤden der Donau und der Save Dalmatischen Graͤn selbst koͤnnte, wenn fen haͤtten, kaum verlan sollten, um ihre christliche scha's wieder auszuliefern. wie Milosch, der von dem S Fuͤrstenwuͤrde emporgeschwunge großartige Entwuͤrfe naͤhren sollte. Albanien haben geringere Busi, der sich hier mit wahrscheinlich uberall, außer in der Tuͤr Raͤuber angesehen werden.
den sie von Griechischen Kle erhalten hat,
ze in ein Reich zu vereinigen. die Serben .. ö gen, daß sie dies nur n Bruͤder dem Joche. der ßt sich pon ei tande eines Viehtreibers sich kaum vorgussetzen, daß er s Unruhen im suͤdlichen r beruͤchtigte Tafil en umhertreibt, wuͤrde Als ein gewohnlicher durch den Zulauf, utischen Palikaren geworden, um ihn in den Stand zu uͤberfallen und zu bran g von Arta, darauf die der Einbruch in Höheres, als auf lich gerichtet, und gen mit Me
Bedeutung. seinen Band
Seine Bande i phthen und Arna zahlreich genug zu setzen, Staͤdte und Doͤrfer wie dies zuerst die Pluͤnderun von Berat und dann wieder wiesen hat; aber auf temachen, ist sein Sinn schwer eit über seine Verbindun hat, beruht wahrscheinlich auf Ger herfließen, wie jene ber diez die Aegypten aus einer W uͤber die Niederlagen der der Herstellung einer rung regelmaͤßiger Post-Verbind ben, wo fruͤhern res-Abtheilungen vor raͤu Daß die Unrühen im suͤd ten haben, laͤßt sich schon Tuͤrkische Flotte, die si kurzem Au
Einnahme Macedonien be⸗ gemeines Beu⸗ was man neue— hmed Ali ausgesprengt die aus derselben es Vice⸗Koͤnigs, vandelt hat, und die doch zuletzt zu nd zu der Einfuͤh⸗ genden gefuͤhrt ha— deckung zahlreicher Hee⸗ len nicht sicher waßen. so viel nicht zu bedeu— ande schließen, daß die eigt hatte, dieselbe nach sich nach einer anderen bekannt, daß die gro⸗ Lonstantinopel seit dem gegen Tripoli bestimmt Geschwaders, welches den letzten Tagen des April die m Golf von Gomenitza, erregte aber wahrscheinlich war der ig gebietenden Kriegs- enachbarten Landschaf⸗ bie Flotte von Gome—
dem Ansche destimmung brach der Aufstand haber der Pforte in zuletzt doch muß, ist der den er⸗ ze umgiebt, schweifenden
Grausamkeit d üste in einen Garten vert Aegypter in Syrien, erwaltung u r ungen in Ge Karawanen unter der Be berischen Anfaͤl lichen Albanien us dem Umst ch an der K senthalte wieder vorl hat. — Es war laͤngst die in dem Hafen von z hres vorbereite
geordneten V
assen und
ßen Ruͤstungen,
Anfange dieses Ja wären. Das unerwartete Ers nach langem Zoͤgern Dardanellen passirt hatte, in de daher allgemeine Ueberraschung; Zweck nur, durch den Anblick macht die unruhigen Bevoͤlkerungen der b ten in Schrecken zu setzen. Daher segelte nitza laͤngs der Albanischen Kuste bis nach ging erst, als sie hier, urspruͤng lich
t wurden, cheinen des
einer Achtu
von Skutari, und Alles ruhig fand, Unmittelbar nach der Abfahrt d Skutari aus. Albanien und Bosnien e noch mit der Losreißung die Tripoli in Afrika unterworfer loͤschenden Glanz des Halbmondes mit wenn er auch jedem anderen des Sultans, als unzulaͤngli
nach ihrer
hrend die Befeh inen Kampf be ser Landsch
aften endiger a worden:
ein Erwerb, neuem Glan außer dem aus cher Ersatz erscheinen w ch e n land. tion, welche Se. Majestaͤt der ner Selbstregierung am J. Juni
G endes ist die tto bei dem Anfange sei