1835 / 199 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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den Plaidoyers schreite. Kaum hatte der General“ Prokurator dieses Requisitorium gehalten, als die saͤmmtlichen anwesen⸗ den Angeklagten ins Gefaͤngniß zuruͤckgefuͤhrt zu werden verlangten. Der Advokat Favre fragte, wie es zugehe, daß bei dem Namens⸗Aufrufe der Graf Mole nicht genannt sey. Der Praͤsident erwiederte, daß schon bei einem ersten, in der Raths— Kammer veranstalteten Namens⸗Aufrufe der Graf Mols und die beiden andern oben angefuhrten Pairs nicht geantwortet hatten, weshalb ihre Namen aus der Liste der Mitglieder des Gerichts; hofes gestrichen worden wären. Die Pairs zogen sich jetzt um 4. Uhr) zuruͤck, um uͤber den obigen Antrag des General— Prokurators zu berathschlagen. Um 5. Uhr erschienen einige Gerichtsdiener und eroͤffneten dem Auditorium, daß der Urtheils⸗ spruch auf den naͤchsten Dienstag verschoben worden sey.

Hr. Mols wird in einigen Tagen nach dem Bade Plom⸗ bieres abreisen.

Es wird versichert, die offizielle Ernennung des Marschalls Llausel zum General, Gouveneur der Franzoͤsischen Besitzungen in Afrika werde in wenigen Tagen im „Moniteur“ erscheinen.

Man will wissen, daß der Polizei- Praͤfekt seit einigen Ta⸗ gen außerordentliche Sicherheits⸗Maßregein in der Umgegend des Schlofses von Neuilly getroffen habe. Mehrere Brigaden Poli— zei⸗Agenten sollen von der Stern-Barriere bis zur Bruͤcke von Neuilly aufgestellt seyn und zwei Polizei-Agenten dem Wagen des Koͤnigs folgen, so oft er sich nach den Tuilerieen begiebt oder nach Neuilly zurückkehrt. Gestern sind in verschiedenen Stadtvierteln von Paris in Folge von Nachsuchungen 8 Ver— haftungen vorgenommen worden. Die Nachsuchungen haben, wie man vernimmt, heute wieder begonnen.

Ein Schreiben aus Toulon vom 6ten d. M. entwirft ein duͤsteres Bild von dem Zustande dieser Stadt. Die Cholera hat Alles in Angst und Schrecken verfsetzt. Die Krankheit hatte in den legten Tagen einen heftigen Charakter angenomnicn. Die Straßen sind verodet, die Magazine geschlossen; die Stadt, wel⸗ che gewöhnlich 35,600 Einwohner zählt, soll jetzt noch keine 10,000 umfassen. Wer die Mitiel besaß, sich fluͤchten zu

koͤnnen, hatte es schon vor einigen Tagen gethan.

812

Am 5ten und Gten fingen auch die Arbeiter an, sich aus der Stadt zu retten; die Wege waren mit Ungluͤcklichen bedeckt, die der Schrecken aus der Stadt jagt, und von denen die meisten keine Existenzmittel haben. Die Stadt und das Land waren seit vier Tagen mit einem dichten Nebel bedeckt, einer in dieser Jahreszeit ganz un— erhoͤrten Erscheinung. Am ten zertheilte fich der Nebel. Am Fßten trat stuͤrmisches Wetter ein. Nach dem von der Behoͤrde bekannt gemachten Bulletin waren vom Ften bis zum 6ten Mit— tags 13 neue Erkrankungsfaͤlle und 70 Todesfaͤlle vorgekommen.

Briefe aus Marseille vom 7ten d. melden, daß die ganze Franzoͤsische Kuͤste des Mittellaͤndischen Meeres jetzt von der Cholera infizirt ist. Es sind wieder einige Falle in Nizza vor— gekommen, und in Marseille hat sich die Krankheit ebenfalls wie— der eingefunden.

Der Monite ur berichtet: „Eine von gestern datirte tele⸗ graphische Depesche meldet, daß vorgestern fruͤh ein Dampfboot das Englische Bataillon in St. Sebastian ans Fand gesetzt hat.“ (Dieses Bataillon hatte am tzten die Englische Kuͤste verlassen.)

Gestern Abend eingetroffene Depeschen aus Algier berichten, wie verlautet, daß die Fremden-Legion Widerwillen aͤußere, nach Spanien zu gehen, und die Regierung soll weit entfernt seyn, Zwang gebrauchen zu wollen.

In einem Schreiben aus Bordeaux vom 8ten d. heißt

es: „Seit der Entsetzung Bilbao's sind die militairischen Opera.

tionen suspendirt; sie werden aber bald wieder beginnen und die Truppen der Koͤnigin die Offensive ergreifen. Don Carlos, der in Onate Zuflucht gesucht hatte, ist bemuͤht, seine Truppen wie⸗ der zu sammeln, die vor Bilbao sehr gelitten und auf ihrer Flucht neue Verluste erlitten haben. Dle Eifersucht unter sei⸗ nen Generalen, durch Zumalacarreguy's Tod wieder geweckt,

maͤhrt noch immer fort. Don Carlos, der an ihren Faͤhigkeiten zwei⸗

felt, war geneigt, das Ober-Kommando Französischen legitimi⸗ stischen Offizieren zu geben, die sich bei ihm besinden; allein der Stolz der Spanischen Karlisten wurde schon durch eine bloße

Andeutung einer solchen Absicht tief verwundet, und so mußte

dieser Plan aufgegeben werden. seit ihrem Einruͤcken in Bilbao m

Die Truppen der Königin s

it der Ausbesserung und

dehnung der Verschanzungen beschaͤftigt. Nach Beendigung

ser Werke werden sie gegen die J

nsurgenten ausziehen.“

Im Mémorial bordelass vom gten liest man: Bin aus Bilbao vom Aten melden, daß die Karlisten ganz aus

Umgegend verschwunden waren. Koͤnigin war aus der

Stadt geruͤckt, Um Die Belagerung hat den Vertheidigern Bilbaͤo's Todte und 77 bis 80 Verwundete gekostet.

Ein Theil der Truppen ) zu recognoscn 20 oder

Es wird verstch

daß an 8900 Bauern bereit gemesen seyen, Bilbao zu pluͤn

wenn es in die Hande der Karlisten gefallen waͤre.

aus offizieller Quelle, daß Eraso Stande ist, das Kommando zu

Man un gefaͤhrlich krank und nicht uͤbernehmen. Die Naarn

weigern sich, unter den Befehlen eines, nicht aus ihrer Prn gebuͤrtigen Anfuͤhrers zu fechten.“

Nach Berichten vön der Spanischen Gränze hatte Carlos sein Hauptquartier am 3. Juli zu Marquina, drei .

Armee ernannt worden.

Frankfurt a. M., 15. Juli.

1023. 1023. 4proc. 98 . 98 . G. Bant⸗Actien 1623. 1621.

zu 500 G. 117. 1165. Loose Praͤm. Sch. 60 z. Br. do. 4proc oz. 697.

————

oproc. Span. Rente 414. 407.

—— ——

Redacteur Co tte].

den von Bilbao, auf der Straße nach Vittoria, Und G Moreno war definitiv zum Ober—

Befehlshaber der Karlisti⸗

Oesterr. 5proc. M 2Iproc. 573. 574. 1proc.

Part. Hbl. Lao; * 146. zu 100 G. 213. G.

n Poln. zproc. do. 25

Anl. 983. 98.

1 4

0 r Gedruckt bei A. W Hayn.

Allgemeiner Anzeiger für die Preußischen Staaten.

„Von, der Anstalt fuͤr Kunst und Läiteratnr in Leip- zig ist durch George Gropius in Berlin, Schloß⸗

Bekanntmachungen.

ek anntmachung.

B ͤ Das jetzt dem Gutsbesitzer von Klein zugehbrige, sind noch Exemplare; 2 Thlr. fruͤher dein Gutsbesttzer Haber fi. gewesene, Leipzigerstraße Nr 113, eine Treppe hoch.

in dem Werderschen Dorfe Klein Zuender gelegene, und Nr. 2 in dem Hypotheken- Buche verzeichnete, auf 5462 Thlr. 23 3 * pf. gerichtlich veranschlagte Rustieal⸗Grundstuͤ

Wirthschafts⸗Gebuden bestehet, soll in nothwendiger Subhastation verkauft werden.

Hierzu ist cin Termin auf ;

den 26 Oetotzer ., Vormittags 11 uhr, vor dem Herrn Justizrath Barnheim an der Gerichts- stelle angesetzt

15 Thlr.

beson deren Kauf- Bedingungen können Registratur eingesehen werden.

Danzig, den 209. Marz 18335. Konigi. Preuß. Land- und Stadtgericht

Oeffentliche Bekanntmachung.

Literarische Anzeigen.

Von dem Hof- und Stagts- Handbuch pro 1838 platz Nr 1, zu beziehen. Die Kdnigl. Kupferstich⸗-Sammlung zu Ein Beitrag zu Bartsch und vo: von Rumohr und F M. Thiele. Leipzig, 1865. gr. Svo. Peintre-gravenr frangais. Ouvrage sai- sant zuite au peintre-graveur de MI.

Par A. P. F. Rohert- Bumesmil. ..

Bel G. Wigan ̃ „welches in 4 Schulzen-Huben der Stuhrschen Buchhandlung zu Berlin, Schloß—

eullmisch Land eigener Qualitat nebst Wohn? und spiatz Rr. 2 zu haben: * Das Wispemn est oder der Koͤlner Carneval. Frag⸗

mente aus meinem Theaterleben. sathrisch geschildert von Ed. Jerrmann. broch.

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Duncker und Humblot,

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Erzählungen eines Pascha. Von Captain Marrygt,

10 sgr. vorraͤthig, Copenhagen. Brulliot, von C. F.

d in Leipzig ist erschienen und in

. 1835. gr. Syo. 2 Lhlr. Humoristisch⸗

2

& Con p.

Mittler, Fon as, 8 sgr., Nr. II. fur Gesang' z sgr.

erschienen und bei E. S

Bon dem unterzeichneten Königl. Land. ü. Stadt⸗ Verfasser des Peter Simpel, Jacob Ehelich u. s w (Stechbahn Nr. 3), zu haben:

gericht wird hierdurch bekannt gemacht, daß die Hauptmann von Zeromskische erbschaftliche Liquida— fonsmasse unter die Erben vertheilt und ausgeschuͤt⸗

piger, nsbesondere der Hauptniann von Reiche und dessen Erben aufgefordert werden, sich binnen 3 Mo

nalen zu melden, ihre Legitimation zu bewirken, und eig en und hat diese mannigfachen Wechselb ider ihre Anspruͤche als Nach laß - (ldubiger gehörig nach⸗ ) fs

zuweisrn, weil nach Ablauf dieser Frist die Maffe gewisses Snteresse fuͤr d 1

pen von Zeromzkischen Erben ausgeant vortet werden flöͤßt, der sich die Geschichten voerzaͤhlen laßt.

wird, und jene sich nur an die einzelnen Erben nach

Verhaͤltneß ihres Erbantheils werden halten können Glatz, den 35. Funi 1823.

ftoͤnigl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht.

Bekanntmachung.

Höherer Betimmung von zer nach Leipzig führenden Chauss ée und un“

behöͤr dez vormaligen Haupt Zoll-Amts zu Schladitz, welche zu einem Tarwertze von 106,500 Thlr. amtlich abgeschäͤhßt siud, von der unte zeichneten Behdrde am 12. August, Vormittags 11 uhr, im vormaligen Haupt, zol Amts Lolale in Schladitz zum dͤffratlichen meist bieten den Verlauf gestellt werden Die Verkaufs⸗Bedingungen liegen bei den Haupt⸗

bei dem Steuer-Amte in Merseburg und der Steuer⸗ Reecptur in Schladitz fuͤr Kauflussige zur Einsicht bereit, so wie solche auch im Termine felbst annoch oͤffentlich werden bekannt gemacht werden.

Bemerkt wicd noch, daß diese Anlazen mit Lasten und Augaben fuüͤr jetzt nicht behaftet, und daß sie zu

dieser Starte sehr günstig gelegen sind. Hall, den 11. Jul 1835. R Königliches Haupt-Stener-Amt.

Stettiner Dampfschiffahrt. Wahrend des Mongts Juli 1835 geht das Dampf— schiff: „Dronning Maria“, Capitaln Louis, am I sten am 6ten am 19ten am 151 n am 2 sten am am 2hsten ö Das Dampfschiff: „Keonprinzessin“, Capt. Bluhm, an jedem Dienstage Mittags 12 Ubr v Stettin u. jedem , nach Swinemuͤnde, und an jedem Sonnabend Morgens 3 Uhr von Stettin über Swinemünde nach Rügen. , Dire Auntäufe beg Dampfschmffs: „Klrxander Nico— lasewiesch““, Capt. Alt ces, zu Swinemsnde finden im Monat Juli so Statt, daß man mit demseiben

b al er, von Swinem nde nach Lübeck, und

am h9gten ö. . am 3er gan dort nach Riga reisen kann. Stettin, den 26. Juni 18385. A. Lemonins.

2

Mittags 12 uhr von Stettin

am Spalier nach Copenhagen ö.

richtigt

cheftet. 9? ider ..

Großen.

Aus dem Englischen von C. Rich ard. Sr, Drei Bande elegant geheftet ö In diesem . ng, 5. a , ö nd daß un kekannte Nach las- Glaͤu' wiederum den unerschzpflichen eichthum seines ko⸗ n l . e, k . mischen Talents bewahrt; kunssvoll weiß er die ge. Zauherposse mit Géjang in drei Aufzuͤgen, von Jo— wonnene Theilnahme mit jeder neuen Erzaͤhlung zu hann Nestroy.

an einen Faden gercihet, welcher dem Leser sogar en fuͤr den flockwummen Paicha ein—

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die Reform⸗Geschichte jn ee und Zoll⸗Gesetzgebung,

1811 his heute, licht und buͤndig erzählt, inn

fuͤr des großen Zoll vereins sin

liche Zukunft schließend. Auch die folgenden Yin

unter der Presse liegt, wan Zugaben enthalten, auf za

Inhalt wir dereinsf wollen zu sprechen kommt Ein hoͤchst reichhaltiges ? webrauch dieses Handbuches, dessen Unentbehrl keit fuͤr den Induͤstriemann, und fuͤr jeden Deutjchen Landstand augenscheinlich

Register erleichtert den Finanz⸗HBeg 835 soll, gleich dem pro 1d

ebenfalls nur aus 2 Baͤnden bestehen, die siaͤrkers

n, sobald die Voll staͤndigkeit die aber dessen ungeachtet jd 2 Thlr. 26 fgr. oder 4 Fl. 8

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es Vieharzneibuch

Urtheilen oder gruͤndlicher, doch leicht faßlicher Unten

Tus langjabriger Erfahrung und über diese Samnilung, unter andern in Pdittz?s wonach ein jeder Viehbesitzer die Krankheiten si⸗

2 in Franken an Ort und Stelle gepruft und be Hamburger Correspondenten, im allgemei⸗ är, n . , ,, , , ,. 1d er, J. E v, Die Kultur und Fortpflanzung von Braunschweig, in der Weimar'schen , , n,, k 9 ö. Zeitung, in der Preuß Stagts-Zeitung, Deutschlaud in langidhriger Erfahrung nachgen der Vossischen, und der Haude- und Spe lr. nerschen Zeitung 2c. 29, möge dasjenige, welches mehrte

Rider, . E. V., Dire Aipflanzung und Kultur Herr Prof(sor ing. Morst adt in seiner 3(itschrift. mhle. 22 sgr 9 Behufe der „Der National-Oekonom“, 1833 18.

1Thlr.

So hier Platz sinden:

osmarins im

er Bau des ĩ rdbeeren im

den neuesten Erfahrungen geh. J Thlr. f

Von b Koͤnigl. Preuß

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Königsberg.

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r L. Wagenfeld, Kreisthieraͤrzte in Danzsg.

Zwelte/ sehr 9. gr. Svo.

des oben genannten Werkes

„Dieser Erdffnungsband einer hoͤchst willkomme-sund bestimmten Beschreibung der Krankheiten in her nen Collection leiset in zweifacher Hinsicht mehr, ihrer Kennzeichen bestehen und wird dasselbe n als sein Titel verspricht; denn einerseits ist er nicht allen Recensenten unbedingt, als das besse der! etwa ein bloß mechanischer Abdruck von Zollge⸗ jetzt vorhandenen V seben, sondern enthalt auch eine Menge von er⸗ ldͤuternden Glossen und Allegationen von Parallel⸗ feln in Folio erleich Verordnungen, andrerseits äber steht eine Einlei⸗

ieharzneibuͤcher bezeichnet. ( schoͤnen Abbildungen auf 92 tern den Gebrauch.

Gebruͤder Borntraeg

ö

tants

Berlin, Montag den 20sten Juli

—— ———

Amtliche Nachrichten. ö

Angekommen: Der General-Major und Inspecteur der Isten Artillerie⸗Inspection, von Die st, von Magdeburg.

Abgereist: Der General-Major und Commandeur der Kadetten⸗Anstalten, von Below, nach Leipzig.

Der General⸗Major im Kriegs-Ministerium, von Huͤlsen, nach Magdeburg.

Zeitungs-Nachrichten. k

Frankreich.

Paris, 12. Juli. Der Minister-Rath versammelte sich gesern unter dem Vorsitze des Herzogs von Broglie im Mi— nisterium der auswaͤrtigen Angelegenheiten.

Ueber den Reiseplan des Fuͤrsten von Talleprand theilt der Temps Folgendes mit: „Der Fuͤrst wird zuerst nach Bour— bonne-les-Bains gehen, und zwar in Begleitung der Tochter der Herzogin von Dino;

in Bourbonne, welches er seinen Springguell der Jugend nennt, will er eine Zeitlang die Baͤder gebrauchen.

Von dort wird er nach Basel und Genf gehen, wo er sich ebenfalls einige Zeit aufhält, wenn anders er nicht eine kleine Reise nach Deutschland macht. Von Genf wird die Herzogin von Dino ihre Tochter abholen, und sie mit nach dem Comer-See nehmen, wo sie ihre Tante aus Deutschland treffen wird, mit der wegen Familien-Angelegenheiten Ruͤcksprache genommen werden soll. Dann trifft die Herzogin von Dino wieder in Genf mit dem Fürsten zusammen und? die ganze Fa⸗ milie begiebt sich nach Valengay, um den Rest der schoͤnen Jahreszeit daselbst zuzubringen, wvmenn nicht die Anwesenheit des Herrn von Talleyrand in Paris noͤthig wird. Der Fuͤrst hat allen seinen Bekannten gesagt, daß er sich auf dieser Reise auch nicht im Entferntesten mit politischen Angelegenheiten be— schäftigen würde; aber ein Mann von solcher Wichtigkeit kann keinen Schritt thun, ohne daß sich nicht eine Menge Vermu, thungen daran knuͤpften; und in der That sind mit der Einsam—

; a, E ö kei Baͤder und mit der Stille des Landlebens politische Un⸗ ; diese Sammlung auch im Preise die wo lfe lste n keit der B Bei J. B. Wallis hau sser in Wien ist so eben darum auch . . , li e

Mittler in Berlin

terhandlungen nicht unvertraͤglich.“ Folgendes sind die Haupt⸗Motive des gestern von dem Pairs⸗ ofe auf das Ansuchen des General Prokurators gefaßten Be— hhlusses: „In Betracht, daß die Konnexitaͤt der Verbrechen oder Vergehen nicht die nothwendige Folge hat, daß immer nur durch ein einziges Urtheil erkannt werden darf, was in vielen Faͤl⸗ len unmöglich seyn wuͤrde; in Betracht, daß die Bestimmungen des 226sten Artikels der Kriminal-Gerichtsordnung, worin? es heißt, daß die Anklage-Kammern uͤber alle gemeinschaftliche Ver— gehen, wovon die Beweismittel ihnen gleichzeitig vorgelegt worden, auch durch ein einziges Erkenntniß entscheiden sollen, auf das End-Urtheil nicht anwendbar sind, und daß keine son⸗ stige gesetzliche Bestimmung die Gleichzeitigkeit der Debatten fuͤr alle, in eine, und dieselbe Anklage-1Akte begriffene Ange⸗ klagte vorschreibt; daß, wenn der Gerichtshof durch sei⸗ nen Beschluß vom 20. Mai die Konnexität der vor sein Forum verwiesenen Verbrechen ausgesprochen, er doch nicht er— klart hat, daß er in eine Trennung des Prozesses nicht willigen wuͤrde; in Betracht endlich, daß die gerichtlichen Verhandlungen die Nothwendigkeit erwiesen haben, unverzuͤglich zur Aburte⸗ lung uͤber die hierunter namhaft aufgefuͤhrten 69 Angeklagten zu schreiten, und daß diese Nothwendigkeit sich vorzuͤglich in dem ugenblicke fuͤhlbar macht, wo das Zeugen-Verhoͤr uber die, je⸗ nen Angeklagten zur Last gelegten Thatsachen noch einen frischen Eindruck in den Gemuͤthern der Richter zuruͤckgelassen hat, ver— figt der Pairshof, daß sofort. zu dem Requisitorium des Gene— ral-Prokurators, den Plaidoyers und dem Urtheilsspruche in Be— ef jener 66 Angeklagten geschritten werden soll.“ Es ist bereits gestern erwahnt worden, daß hiernaͤchst ein Gerichts-Schreiber das in dem Gefaͤngnisse des Lou— tembourg aufgenommene Protokoll uͤber das widersetzliche Benehmen der dortigen Angeklagten vorlas. Nachstehendes ist der wesentliche Inhalt dieses Protokolls: „Am 11. Juli, Mit— tizs um 1 Uhr, begab sich der unterzeichnele Polizei⸗Kommissar, Alexander Vassal, nachdem er von dem Gerxichtsdiener Sajou gehort, daß mehrere Angeklagte sich nicht zur Audienz begeben wollten, nach dem Central⸗-Gefaͤngnisse des Luxembourg, wo er, Außer Herrn Sajou, auch noch Herrn Prat, den Direktor des efaͤngnisses, vorfand. Der Erstere erklaͤrte uns, daß einige der ungeklagten, auf die Aufforderung, sich zur Audienz zu begeben, hh geantwortet haͤtten, daß, da sie der Protestation des Baune in der Audienz vom 16ten ünbedingt beipflichteten, sie sich nur gewaltsam vor den Gerichtshof wurden schleppen lassen, damit man erfahre, daß sie nicht bloß dem Willen, sondern auch der at nach, Widerstand leisteten. Die Zahl dieser Angeklagten belief sich auf 9. Dreiundzwanzig Andere, die die erste Section bilden, hatten sich bei unserer Ankunft bereits in die Audienz egeben, und ihnen folgten gutwillig noch 12 der zweiten Sec— tin. Als die Munizipal-Gardisten sich aber jenen' neunen, die glichfalls der zweiten Section angehoͤren, naͤherten, um sie fort⸗ zuflhren, warfen sie sich zur Erde Und wurden auf diese Weise

ine Strecke fortgeschleppt? Einer derselben (Roczinski) rief, er

habe sein Ehrenwort gegeben, daß er nicht zur Audienz gehen

nach dem Ürthelle' aller Gachtenncre in (iner lig hürze, und er werde dire ses Wort'auch halten. Nichtsdestoweni⸗

bequemte er sich zuletzt doch, sich noch mit 7 Anderen in die äudienz fuͤhren zu lassen; der neunte jedoch (Dibier) beharrte i seinem Widerstande und mußte endlich in das Gefaͤngniß zu,

kgefuͤhrt werden. Diese 9 Angeklagten waren in bloßen Hem— zen und Beinkleidern. Von den Gefangenen der dritten Sec— fanden 3 sich sofort bereit, zur Audienz zu gehen;

ion ein Vierter Caussidiere) sieß sich nur eine Strecke weit fuhren,

und weigerte sich darauf weiter zu gehen; 7 andere Angeklagte unter ihnen Baune) befanden sich in ihren Zimmern und er— klaͤrten auf das Bestimmteste, daß sie nur der Gewalt weichen und allen moͤglichen Widerstand leisten wuͤrden, ohne jedoch seibst anzugreifen. Sie wurden in bloßen Beinkleidern auf den Hof hinunter geschleppt, und sodann aufgefordert, freiwillig weiter zu gehen; da sie sich dessen aber weigerten, so blieb nichts weiter uͤbrig, als sie, sammt Caussidière, wieder nach dem Gefaͤngnisse zuruͤckzubringen. Der Angeklagte Reverchon lag voͤllig entkleidet im Bette und erklaͤrte, daß man ihn nur in diesem Zustande würde zur Audienz fuͤhren koͤnnen, da er fest entschlossen sey, sich nicht anzukleiden.“ Nach der Vorlesung dieses Protokolls ergriff der General-Prokurator das Wort und sagte: „Wir sehen uns leider durch die unglaubliche Verblendung der Angeklagten und ihre Halsstarrigkeit genoͤthigt, einen neuen An— trag zu stellen. Der Beschluß des Gerichtshofes vom 9. Mai ist durch die Vernehmung der Zeugen in Gegenwart der Ange— klagten in Ausfuͤhrung gekommen; denn Sie haben, m. H., nicht bloß die Belastungs,, sondern auch die Entlastungs⸗Zeugen vernommen. Nachdem diese wichtige Operation beendigt worden, haben Sie mir durch Ihre so eben erfolgte Entscheidung die Er— laubniß ertheilt, sofort mein Schluß -Nequisitorium zu halten. In demselben Augenblicke aber erklaren die Angeklagten in einem Schreiben an den Herrn Praͤsidenten, und in dem so eben mit⸗ getheilten Protokoll, daß sie sich nur gewaltsamerweise vor die Schranken des Gerichtshofes fuͤhren lassen wuͤrden. Unseres Er— achtens wuͤrde diese Erklaͤrung kein Hinderniß seyn, die Angeklagten dennoch in diesen Saal zu bringen, denn das Gesetz giebt uns die Mittel an die Hand, einen solchen Widerstand zu besiegen. Indessen haben wir uns gefragt, ob es bei der gegenwartigen Lage des Prozesses nothwendig sey, zu diesen Mittein seine Zu⸗ . zu nehmen, ob nicht vielmehr unser Requisitorium auch in lbwesenheit jener Angeklagten gehalten werden koͤnnte, und ob es vor Allem wohl der Wurde der Audienz entsprechen moͤchte, Ihnen Maͤnner vorzufuͤhren, die vorweg mit aͤrgerlichen Auf— tritten drohen. Ein Mittei hat uns geeignet geschienen, alle Interessen mit einander zu verbinden; wir haben namlich das vor Ihnen zu haltende Requisitorium zugleich zu Papier gebracht und wollen es auf das Bureau des Herrn Präsidenten niederlegen. Nichts wird alsdann leichter seyn, als den Angeklagten nach der Audienz den genauen und vollstaͤndigen Text desselben mitzutheilen. Demgemaͤß stellen wir hiermit folgenden Antrag: „„Nach Einsicht des (obigen) Protokolls, woraus sich die bestimmte Weigerung einer gewissen Anzahl von Angeklagten, vor Gericht zu erscheinen, so wie die Erklaͤrung, daß sie nur dar materiellen Gewalt weichen wuͤrden, und endlich der faktische Widerstand ergiebt, den sie in Folge dieser Erklaͤrung geleistet haben; in Betracht, daß dieser neue Akt der Rebellion den regelmaͤßigen Lauf der Justiz nicht hemmen darf, und daß das Interesse derjenigen Angeklagten, die bei dem h i , ,., des oͤffentlichen Ministeriums abwesend sind, hinlaͤnglich verbuͤrgt ist, wenn ihnen nach jeder Audienz der genaue und vollstaͤndige Text jenes Requisitoriums schriftlich mitgetheilt wird, tragen wir darauf an, daß es dem Gerichtshofe gefallen moge, die Fortsetzung der Verhandlungen ungegchtet der Abwesenheit jener Angeklagten zu verfuͤgen, unter der Bedingung, daß einem Jeden von ihnen der Text des von uns in der Session zu haltenden Requisitoriums notifizirt werde, und mit Vorbehalt der anderweitigen gerichtlichen Verfolgung dieser Angeklagten wegen des Aktes der Rebellion, dessen sie sich schuldig gemacht haben.““ Die Entscheidung des Gerichts— höofes uͤber diesen Antrag wird (wie bereits gestern gemeldet wor⸗ den) erst am läten erfolgen.

In Bezug auf die gestrige Sitzung des Pairshofes enthaͤlt der Nattonal Folgendes: „Der gestern erlassene Ausspruͤch, daß die Sache der Lyoner Angeklagten von der der uͤbrigen ge⸗ trennt werden soll, ist ein wuͤrdiger Beschluß jener Reihe von Widerspruͤchen und von Verletzungen der Grundsaͤtze, durch welche dem Lande selt drei Monaten Trotz geboten wird. Viele Angeklagte haben sich geweigert, zu erscheinen, indem sie die Absicht eines ernsthaften, Widerstandes zu erkennen gaben. Wahrscheinlich wird der Pairshof am kuͤnftigen Dienstag entscheiden, daß das gerichtliche Verfahren gegen diese Angeklagten auch ohne ihr Beiseyn' und auf den Grund bloßer Aktenstuͤcke fortgesetzt werden koͤnne. Dies war der Wende⸗ punkt, den die Minoritaͤt, von der man so viel gesprochen hat, angeblich erwartete, um sich mit Aufsehen von einer Sache zu⸗ ruͤckzuziehen, welche sie schon bei der Abstimmung uͤber die 360,960 Fr. in politischer Hinsicht verdammt hatte. Alles, was indessen das Publikum hat wahrnehmen koͤnnen, ist das heim— liche Verschwinden des Grafen Mols, der seine Mißbilligung nur durch seine Abwesenheit beim Namens⸗Aufrufe zu erkennen gegeben hat. Darauf beschränkt sich die ganze Protestation jener großen gemaͤßigten Partei, die das Ministeriuͤm zur Schaam zuruͤckrufen, und es unter der Schmach des Prozesses erdrücken sollte! Einige Personen behaupten, daß der feierliche Ruͤckuzug der Minorität nur aufgeschoben sey, und daß derselbe in der naͤchsten Sitzung stattfinden werde. Was wuͤrde aber alsdann“ das Aus⸗ scheiden des Herrn Mols bedeuten? Hatte er etwa seine Partei verlassen, um nicht als das Haupt einer Intrigue gegen Diejenigen, die den Prozeß gewollt haben, angesehen zu wer⸗ den? Oder ist vielleicht Herr Mols von seiner Partei, der im entscheidenden Augenblicke der Muth gesunken waͤre, im Stich gelassen worden? Wie dem auch sey, wenn, wie kaum zu be— zweifeln ist, der Pairshof das Requisitorium des Herrn Martin genehmigt, so wird Frankreich einem Schauspiel beiwohnen, das seit der Verurtheilung Danton's und Camille Desmoulins, in Folge des abscheuülichen Dekrets vom 22. Prairial, ohne Beispiel ist. Man fragt sich, welche öffentliche Gefahr diese unwuͤrdigen Parodieen der Schreckenszeit entschuldigen kann, und man uͤber⸗ zeugt sich, daß es sich im Grunde nur darum handelt, den zwei⸗ felnden Freunden im Auslande zu beweisen, daß man Herr bei sich ist, und daß jene Pairs⸗Aristokratie, welche man ihnen als heimlich der Legitimitaͤt ergeben schildert, der neuen Ordnung der Dinge innig ergeben ist.“

Der Kriegs-Minister hat an die kommandirenden Generale der Militair⸗Divisionen, an die Praͤfekten und an die Militair—⸗ Intendanten folgendes Rundschreiben erlassen: „Aus Irrthum ist Ihnen mein Rundschreiben vom 24. Juni, welches nur ein Entwurf war und neue Bestimmungen in Bezug auf die An⸗= werbungen bei der Fremden⸗Legion enthielt, als definitive Regel mitgetheilt worden. Sie wollen dasselbe gefaͤlligst, in so weit es sich auf die Art der Anwerbungen bei jener Legion bezieht, als nicht erhalten betrachten, und alle Vorkehrungen einstellen, welche Sie zur Ausfuͤhrung desselben schon getroffen haben moͤchten.

(gez. Der Marschall, Kriegs⸗Minister Marquis Vr ' m. ;

Durch dieses Cirkular wird demnach die den Soldaten und Offizieren der Linien-Regimenter ertheilte Erlaubniß, in die Fremden⸗Legion einzutreten, um den Feldzug in Spanien mit— zumachen, wieder zuruͤckgenommen. .

Im Auxiliaire breton, einem in Rennes erscheinenden Journale, liest man: „Wir hoͤren in diesem Augenblicke von einer graͤßlichen Begebenheit, die sich in dem Dorfe Janz (im Dep. der Ille und Vilaine, Bezirk Rennes) zugetra en hat und dem La Roncièreschen Prozeß vollkommen zur Seite gestellt werden kann. Ein junges Maͤdchen wurde von zwei Maͤnnern geliebt, und die Liebe des Einen wurde von ihr erwidert. Die Heirath sollte eben vollzogen werden, als der verschmaͤhte Lieb- haber seinen beguͤnstigten Nebenbuhler meuchlings uͤberfaͤllt und ermordet, und kurz darauf mit Huͤlfe eines Dienstboten die Un— gluͤckliche, welche er geliebt hatte, schaͤndet. Die Sache ist den Gerichten uͤbergeben worden.“

Großbritanien und Irland.

Parlaments Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung vom 13. Juli. Der Herzog von Richmond, General-⸗Post; meister unter der vorigen Administration des Lord Melbourne, beantragte die Vorlegung des Budgets des Post⸗Amts wahrend der letzten zehn Jahre, hauptsaͤchlich zu dem Zweck, um darzu⸗ thun, daß nicht, wie vielfach geaͤußert worden, während jenes Zeitraumes eine Summe von 1,097,000 Pfund unberechnet ge⸗ blieben sey. Er erklärte diese Differenz zwischen Einnahme und Ausgabe hauptsaͤchlich durch die Kosten, welche durch zuruͤckge— sandte Briefe, deren Adressaten nicht aufzufinden gewesen ver⸗ ursacht' worden seyen. In der Debatte, welche der Antrag herbei⸗ führte, sprachen sich alle ehemalige General⸗Postmeister zum Lobe des von ihnen vordem verwalteten Instituts aus. Der Antrag des Herzogs wurde mit einem von ihm gemachten Zusatze ge⸗

nehmigt. Unterhaus. Sitzung vom 13. Juli. Herr O'Con— nell uͤberreichte eine Petition von Herrn O Dwyer, dem aus⸗ gestoßenen Parlaments-Mitgliede fuͤr Drogheda, gegen die Ent— scheidung des Wahl-Ausschüsses, durch welche seine Erwaͤhlung fuͤr unguͤltig erklaͤrt worden war, und es entspann sich eine kurze Debatte, worin die Zweckmaͤßigkeit der jetzigen Zusammensetzung der Wahl ⸗Ausschuͤsse und die Gerechtigkeit ihrer Entscheidungen uͤberhaupt in Zweifel gezogen wurde, indem man meinte, daß die letzteren immer von der politischen Gesinnung der Majoritaͤt dieser Ausschuͤsse abhaͤngen muͤßten. Herr Perrin, der Irlaͤndische General⸗ Prokurator, kuͤndigte an, daß er uͤbermorgen dem Hause eine Bill zur Reform der Irlaͤndischen Munizipal⸗Corporationen vorlegen werde hort), und. Lord John Ruffell erklaͤrte, daß die Englische Munizipal⸗Reform-⸗will, einiger Zusaͤtze wegen, noch einmal in den Ausschuß gebracht werden muͤsse, fuͤgte jedoch hinzu, er hoffe dessenungegchtet, daß sie noch in dieser Woche oder spätestens am naͤchsten Montage werde die dritte Lesung erhalten können, und daß man dann sogleich mit der Irlaͤndischen Kirchen⸗Bill weiter vorzuschreiten im Stande seyn würde. Diese letztere Bill wurde demnaͤchst ohne weitere Opposition zum zweitenmale verlesen, nachdem Lord Russell, unter großem Beifall und wiederholtem Ruf: Hoͤrt, hoͤrt! von Seiten der ministeriellen Partei, sich far ermächtigt er⸗ klaͤrt hatte, in Namen des Koͤnlgs dem Hause die Mit theilung zu machen, daß derselbe alle seine Rechte und Privilegien an den geistlichen Pfründen in Ir⸗ land zur Verfugung des Parlaments stelie. Das Haus verwandelte sich hierauf in einen Subsidien⸗Ausschuß, in welchem, außer verschiedenen anderen Forderungen, auch auf die Bewilli⸗ gung von 35,909 Pfund zur Forderung des Erziehungswesens in Irland angetragen wurde, ein Antrag, der zu einer Abstim— mung uͤber die Zweckmäßigkeit dieser Bewilligung führte, bei welcher die Minister mit 143 gegen Ji Stimmen den Sieg davontrugen. Nachdem sodann die Bill des Sir James Graham uͤber Einregistrirung der Kauffahrtei⸗ Matrosen zum dritten Male verlesen war, konstituirte sich das Haus zu einem Ausschuß uber die zu berathende Zoll⸗Akte. Diese Gelegenheit benutzte Herr Spring Rice, der Kanzler der Schatzkammer, um die Ansichten der Regierung uͤber den Thee⸗ Zoll darzulegen, einen Gegenstand, der in neuerer Zeit unter dem Handelsstande viel Unruhe erregt hat. Er erinnerte daran, daß vor Aenderung der Statuten der Ostindischen Compagnie der Zoll von Thee ad valorem erhoben worden sey; nach Freigebung des Theehandels habe .. Art der Zoll- Erhebung nicht mehr stattfin den konnen, und die Regierung habe den Zoll nach drel Kiaffen vertheilt, besonders um den geringeren Thee⸗Sorten den Vortheil eines geringeren Zolles zu gewaͤhren. Nun aber habe sich nach genauer Untersuchung ergeben, daß diese drei Zoll⸗Klassen (nam⸗ lich! Sh. 6 Pee; 3 Sh. 2 Pee und 3 Sh. fuͤr das Pfund Thee) nicht mehr beibehalten werden koͤnnten; die Regierung sey vielmehr zu dem Resultat gelangt, daß es fortan durchaus erforderlich sey, einen einzigen, gieichmaäßigen Zoll fur den Thee einzuführen, und es werde nun darauf ankom⸗ men, ob sich das Haus der Meinung des Ministertums anschlie⸗ ße. Herr Spring Rice setzte nun die Nachtheile des bisherigen Zoll⸗Systems weitläuftig aus einander; der Zoll, sagte er, habe jetzt keinen Du auf den Werth des Thees, wie es der erste An⸗ schein glauben lasse, sondern nur auf die Benennung desselben, so daß der Uebelstand entstehe, daß Thee⸗Sorten von verschiedenem Werthe denselben Zoll bezahlten, auch sey der Unterschied unter den ver⸗