1835 / 226 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

kuͤnftig zu erlassenden könn gen und Zufertigungen

bienge B. vol maächtigte zu bencüen. Füstizamt (Geünhayn, den 15. Juni 1835. Königl. Saͤchf. h il ippi

In dessen Stellvertretung

Steg li Amt⸗Actuar

——

Ladung.

p

Ec dDaJer n

Der Kaufmann Tecklen urg hierselbss hat sein Ver⸗ mogen seinn Glaͤubigern a. getreten, es sind deshaib die erforderlichen Sicherh its? Verfuͤgungen getroffen,

zuch ein Termin zur Aumeldung aller Ford erunge und Aunsrrüche, ferner zur lien, so wie zur Deduction der Priorität, auf den 17. Septhbr. d. J., und zwar sul naenn

des Berlustes schriftlicher Reweigmittel angesetzt, wo; alle Gizubige⸗

Procuratoren sollen, vorgeig en we den. 12121. den 13 Juni 1833. ; E diet al⸗ Ladung. 9 Die Ceben der allhier verstorhenen Wistwe, weilan o7 . Trom

und alle und jede, welche an eine, von dem weilan diestgen Stadtküͤster Meyer aus dem Nachlaffe de Witt we des Hof schaft, the

1807 au zaeste dite und aus einem speüche und solche, unt Documente, an

dem 3 November d J., Morgens 10 uhr, all ier unte dem Stillschweigen verwiesen, auch bie Erben des ver benen hiesigen 6 ĩ

vhysicuz III. mäßigen In Obligation sollen.

Künftige hierauf Zejug babende Verfuͤgun en wer⸗

den bloß durch die Laͤnehurgschen Anzeigen und durch Anschlag an der biestgen Gerichte stele Publicirt Uelzen, an dem i Julius 1835. MNagisrat der Stadt.

Edöietal⸗ Nachdem die beiden Militairs, als: 35 Johann Gottlieb Winkler und 2) Johann Christian Haferkorn, beidercseits von hier, welche im Jahre 1811 zum Königl Saͤchs⸗Möliiairdienst ausgedoben und wovon ersterec dem Infanterie Regimente von Rechten, letz⸗ terer aber dem 2ten Schutzen-Regimente zugetheilt worden in dem darauf folgenden Jahre isiz2 mit ihren Regimentern nach Rußland niarschirt, von da seit dem weder sesbst nach Sötzlen zuruͤckgekehrt sind, noch ihren zuruͤckgelassenen Anverwandten daselbst cinige Nachricht zurommen lassen, und daher, was Winklern anlaggt, seine gewesene Ebefrau, Johanne Rosine, jetzt ande weit verehel. Böͤttcherin, und sein mit dieser erzeugter cheleiblicher Sohn Pohann Frie⸗ drich Winkler, und was Haferkornen betrifft, dessen Schwester, Johanne Rosine, verehel. Fuchsin in Leis nig, um Eelassung von Edietalien und nach Befin⸗ den um Todeserklaͤrung und Zusprechung seines nach gelassenen Ve mögens bei Uns den Endes gesetzten Gerichten geziemendst nachgesucht haben, Wir auch diesem Suchen siattzugeben, unbedenklich gefunden,

Ladung.

als laden Wir 3. . r crit des Allergnaͤdigsten * rjun

Mandats die Vert g der aura alisentium und deren Vermögens⸗Administratlon betr. vom 13. No⸗ vember 1779 und hes Allerhoͤchsten Patents wegen der aus den Feldzügen von 15 und 1813 nscht zurückgekehrten Militnirs vom 9. Septdr 1826 nicht nur genannten Winkler und Haferkorn selbst, sondern auch alle . welche an deren Vermögen als Erben oder sonst aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche zu haben vermeinen, und zwar die Ab— wesendest zu Empfangnahme ihres in resp. 15A Thlr.

bꝛstallter ann fn daselbst.

Production der Origina⸗

pra amni pracclusionis, so wie

desselben, die Auswaͤctigen mit der Aufgabe nraenralgres in loca unter dem Nachtbeile, datz sie an die Beschluͤsse der gegenwartigen oder mit versehenen Glaͤubiger gebunden sein

Guͤstrov im Großherzogl. Stadtgerichte,

) peters Henke, Sophie Dorothee, gebornen der Publikation eines Söbct uenn zu Hannover, oder deren ctwanige Erben Aussenbegliebenen imgl

Trompeters Henke, theils durch Erb⸗ As durch Kauf erworteng, von dem Gar⸗ tenmann. Bremer vor Hannover uͤber 50 Thlr. in vonwichtigen Pistolen 3 Tölr unter dem 6 April gerichtlich ingrossirte Obligation irgend erdenkbaren Rechtsgrunde An⸗ Forderungen zu haben vermeinen, haben er Production der daruͤber sprechenden

raͤiwn Ii an- und auszuführen, daß sie son st en e le en und zum . 0 r⸗

tadtkůsters Meyer, der Pastor Meyer an der (Gaärtentirche vor Hannover und der Stabt⸗ Meyer hiersisst für die alleinigen recht haber und Eigenthuͤmer der betreffenden von dem 6 April 1807 anerkannt werden

922

Puttner, Gutsbesitzerin zu 2 zu Befriedigung sbrer Glaͤubiger fuͤr unzureichend gefunden, und nach ihrer Erklaͤrung daruber der Concurö erdͤffnet worden ist; als werden hiermit alle bekann e und unbekann— te Glaͤubiger, welche an die ernannte verehel. Frau Rackwig aus irgend einem Grunde Anspruͤche zu haben vermeinen, eitirt und geladen, daß den zwanzigsten August 1833 zu rechter fruͤher Gerichtszeit an Groß-Probstei-Ge— richtsstelle allhier Sie entweder in Perfon resp. mit! den Geschlechtsvo muͤndern und durch die Vormuͤn— der oder durch, zu Abschließung elnes Vergleichs aus— reichend instruirte Gevollmaͤchtigte erscheinen, zuvbr— derst mit dem bestellten Herrn Curäler litis gutliches Verhör und Uunterhandlung pflegen, auch womdͤglich einen Vergleich treffen, in dessen Entstehung aber ihre Forderungen und Äünspruͤche liquidiren und be— scheinigen sollen, unter der Verwarnung— daß diejeni⸗ gen, welche aussenbleiben oder ihre Anspruͤche nicht gehörig liquidiren, für ausgeschlossen und ihrer An— spruͤche auch resp. der ihnen eiwa zustehenden Rechts wohlthat der Wiedereinsctzung in den vorigen Stand, fuͤr verlustig, sowohl diejenigen, welche zwar erschei nen, sich aber wegen Annahme eines etwa vorseienden Vergleichs nicht deutlich erklaren, füͤr einwilligend werden geachtet werden, sodann mit dem Herrn Ca. ÄUnstre; räalor litis in der bestinimten sechswoͤchentlichen Frist durch abzuwechselnde Saͤtze rechtlich verfahren und den vierten September i835 Praͤklusivbescheides wegen der eichen den sechsten October 1835 der Inrotulation der Acten zur Versendung nach recht— lichem Erkenntniß oder Abfassunz eines Locations Vescheides gewaͤrtig sein; übrigens auch diejenigen ldubiger, welche nicht in loro jüctei wohnen, einen hiesigen Bevollmächtigten zu Annahme kuͤnftiger La dungen und Zufertigungen bestellen sollen. Urkundlich ist diese Edictal-Citation unter der Uni— versitaͤt Insiegel und des verpflichtet:n (Gerichts- Ac— tuarti eigenhaͤndigen Unterscheift ausgefertigt worden. So geschehen Leipzig, den zö. April 1835 Das Groß-Probssei-Gericht der Univer—

sitaͤt daselnst. . (L. S) C. E. Mirus, Ger. Actuarius.

2.

zuruck zu ? gessenheit uͤbe

haben:

des Koͤni n

Aus hinte

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d Toast der alte porzuschwinge minder geach,t Von lautem gegen seinen

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gung Vieler, andern Lebens Himmels in eines solchen hend und

Leipzig, im

Nic

Kunst- und Edelstein-Auction zu Dresden.

Donnerstag den 17 September d J. beginnt zu Dresden durch Unterzeichneten die Versteigerung dreier systematisch geordneten Edelstein Sammlun⸗ gen (fruͤher vom Hofrath v. Block gesammelt und sjeither von der Administration der Handlung J E— van der Breling & Camp. aufbewahrt) nach Änlci— tung des gedruckten Catalogs. Die ersse Sammlung 698 Nummern roher Edel⸗ steine enthalt; Farben und Crystallisations-Suiten von Zirkon, Borund, Topas und Smaragd, so wie eine sehr ausgezeichnete Suite von Spinei

Die 2te Sammlung, geschuittene Steine, ent— haͤlt lę29 Nummern in sehr reichhaltigen Suiten von Saphic, Rubin, Topas, Smaragd, Beryll, Chrisolyth, Amethyst, Bergkrystall, Katzen auge, Adu⸗ lar, Labrador z. und vorzüglich von edlem Spal, in zum Theil durch Groͤße ausgezeichneten Exemplaren.

Die zte Sammlung, aus i738 Nummern bestehend, enthaͤlt ganz vorzuͤglich schön geschnittene figurirte Steine. Ueberdies 13 Stuͤck div. roͤmische Mosaiken in Futteralen. Das von dem Herrn Naturalien— Cabinets-Secrrtair (H6oöͤßel mit beson derem Fleiße treu abgefaßte Versteigerungs-Verzeichniß ist auf porto— freie Verlangschreiben zu haben; in Aachen: bei Hrn. Kunsthͤndler Buffa. Augsburg: Hrn Kunsthänd— ler Ebener. Berlin: Hrn Afher miter den Lin— den. Breslau: Hrn. Buchhaͤndler Schulz Dres—⸗ den: durch die Walthersche Hof⸗ Buchhandlung. Hamburg: Hrn. E Harzen. Leipzig: Hrn. Much— haͤndler Barth und Hrn. Kunsthaänidie: R Weigel jun. Munchen: Hrn. Kunsthaͤndler Herrmann Prag: Hrn Antiquar P. Wohl. Weimar: Hrn. Buchhändler Wilhelm Hoffmann. Wien: Hrn. unsthaͤndler Sigm. Bermann. Dresden, am 16. Juli 1635.

Carl Ern st Heinrich, Auctionator.

in

Schroeder,

Pre Historische Unt Vergangenheit und Kloöͤstern, ben der Fuͤ Eine Lektuͤre z

zeit und zi Im Verein

stich vom Prof nung vom

dieser Behaupt 3 6 erschein

Bei Simon Jäügerslralse N-

lin, entw tislischen per Bal.

dig, deren Er bie Blätter

nen, Hanzig, I

Dampfschiffahrt

zwisch en St. Petersburg und Lubeck

im Jahre 1835,

izt. Alle seit dane Etahlisse!

22 gr. 3 v; und 17 Thir. 12 gr bestehenden Vermß⸗ ens unter er Verwarnung, daß sie bei ihrem Au⸗ . fur todt erklaͤrt und ihr beiderseitiger

achlaß denen, welche die naͤchsten Rechte dakan darzuthun vermögen, uͤberlassen, letztere aber bei Strafe, daß sie fuͤr ausgeschlossen geachtet werden sollen und dei Verlust der R chtswohlthat der Wie⸗ dereinsetzung in den vorigen Stand, Kraft dieses vor,

den achtzebnten Novbr lauf. Fahres, zu rechter fruͤher Herichtszeit vor uns an gewöhn⸗ licher Gerichtsstelde athter, entweder in Person und, insoweit nöͤthig, gehörig bevormundet, oder durch benreichend, insonders anch zu Abschließung eines Vergse chs gerechtfertigte und, so viel die Auslaͤnder beirkfft, gerichtlich legitimirte Gevollmaͤchtigte, zu erscheinen, ihre Anspruͤche anzumelden und zu be—= scheintgen, mit dem bestellten Herrn Verlassenschaftz⸗ Vertreter rechtlich zu verfahren und zu beschließen, und sodann

den neunzehnten Deer lauf Jahres der Inrotulation der Acten, so wie .

den ersten Februar 1836

der Erdffnung rechtlichen Eckenntnisses oder Erthei— lung eines Gerichtsbescheids, als womit wider die gufenbleipenden in contum„meiam verfahren werden wird, zu gewä tigen. Uebrigens haben auswaͤrtige In eressen ten, selbst auf den Fall, daß sie in dein AÄnmeldun 3 Termine persoͤnlich erscheinen sollten, zu Annahme kuͤnftiger Ladungen und Ausfertigungen Bevollniäͤchtigte entweder in Orte oder wenig sseng in der naͤchssen Umgegend unfehlbar zu bestell en.

Haus Böhlen im Amtsbezirke Colditz, Leipziger Krei es des Königreichs Sachsen, am 25. Mai i835

Die herrn Rauischen Patrimontal⸗

gerichte dnsel bst. Pr. Din demann, G.⸗O.

Edietal⸗ Citation.

mit den beiden privilegirten schonen Dampfschiffen Nicolay J. und Alexandra

Abganugstage Abgangstage

don Luͤbeck. von St Petersburg: 25. August, d. 15 22. August,

1. 109517, 20. Sept, - 2, 95, 19, 26. Sept, 6., 15., 22. October, ö 7. 14. 24. 31 Octbr.

2 Uhr Mittags von neuen Styls. Travemuͤnde.

reise der Plaͤtze, so wie Frachten fuͤr Contanten

, ,,,. sind die naͤmlichen wie im vergangenen ah re

Anmeldungen geschehen im Comptoir der

Dampfschiffahrts⸗Gesellschaft in Lubeck

Einptehlling de l 8

lie Bemerkung

d. 163 un vollstindig es

sic lür den Pre

nisse zu thun denten us. s. vv.

einzelne Blätter

Literarische Anzeigen. Sveiches gratü— So eben fertig und in der Stuhrschen Buch handlung zu Berlin, Schloßplatz Nr. 2, zu haben: Die Auszehrung heilbar! Von Lr. Ramadge, Oberarzt des Londoner Hospitals fuͤr Schwindsuͤchtige. Aus dem Englischen uͤbertragen und mit Anmerkun— gen begleitet vom Obermedizinglrathe Dr. Hohnbaum. Mit Kupfern. Verlag des bibliographischen Instituts zu Hildburg— hausen und New Hork. isss Preis: 16 gr. Saͤch⸗ sisch, oder Fl. 12 Kr Rhein., oder 21 sgr—

„Ich habe gefunden, daß die Heilung einer Krank— heit möglich ist, die man bisher für unheilbar , hat, und zwar besteht das Mitt'l zur Hei⸗ ung nicht aus irgend einem pharmaceutischen Atca— num, sondern aus einem einfachen, mechanischen, fast nichts kostenden und allenthalben anwend—⸗ baren Prozeß. Was uns bis jetzt dunkel war, ist nun, wie ich hoffe, hell geworden, und sch habe die

Flora

oder Beschreibu

leicht fortkomm

enthaltend die

fuͤr den Subser

Nachdem das Vermzgen Frau Wilheiminen Alber⸗ tinen in nf, berehẽl. Nac wiß, vorher her miitw

frohe Ueberseugnng, daß, als Wirkung dieser kleinen ern nnr s ide,

alle bishärigen, auf bloßen Bermuthungen neöen der Post.

X

beruhenden Aus jehrung?⸗Curmetho den, oft die Krankheit verschlimmerten, statt sie zu heilen, gleich anderen irrigen Beh zeit, an die wir nur mit Bedauern und Errdͤthen

Doctors der Arzneiwissenschaft

Ern st

Konig! Preuß. wirkl. Geh. Oberfinanzrath Zwei Theile. „Erust Ludwig Heim, der Sohn eines armen Land— Predigers, auf cinem kleinen Dörfchen geboren, be— durfte reicher Naturanlagen und großer beharrlicher Anstrengung aller innern Kraͤfte, um die Hindernisse

erbaulich sein, wenn es nur w sammenhaͤngend nungen dargestellt ist“

Zu haben ist obiges in der

In der Verlagshandlung von Carl Heymann Glogau ist erschienen und in allen guten Buch⸗ handlungen Deutschlands

Nie ist fuͤr einen ahnlichen Preis so Butes, Schdͤnes und Gediegenes geliefert worden. Begrbeitung und Ausstattung sind gleich ansgesceichnet. Eigne Ansicht und Pruͤfung wird die Wahrheit

hurdt, Könisl. Preufs. Geh. Reg. Kalli im Stã Van den drei und zwanzig Blättern dieser vor— trelllichen Specialkarte, sind nur noch 4 rückstän— kurzen Leilraum zu erwarten slelit. tend die Kezierungs-Bezirke Königsherg, dein Ilerrn Verfasser his zum heutigen Lage lrerich- nalil niclit gering isl, nachsetragen S0 dass solch als eine neue Arbeit zu heirachten ist. Wohl ist es ühertlüssig etwas Speeielles zur enn sie empliehlt sich selbst; doch können Jvir

ten- Kaliinet, welches sie enthehren sollte, als ein um eine genaue

jenigen, welche nicht das Ganze, s.chdern nur Theile,

rielscicht die Karle von den Umzehungen ihres

Wohnorts, hedürsen, ist auch gesorgt, dadureh, dals 8 81 .

erforderliclien erleichtert das Cebersiclils- Tableau.

Bei C. G. Hendeß ist so eben erschienen:

sowohl einheimischen als auch unter freiem Himmel

ihres Gebrauches fuͤr die Arzenei, Forst⸗ und Land⸗ wirthschaft, Gaͤrtnerei, Faͤrberei u. s w., ihres etwanigen Nutzens oder Schadens.

G. G.

Prediger zu Budow

der Kolziglow⸗Quackenburgschen Synode, und Mirt— glied der naturforschenden Gesellschaft zu Halle.

Dritter

vier und zwanzigsten Klasse Subseriptlons⸗

Es ist hiermst nun das

In Berlin bei

ick zu denken vermoͤgen, nun der verdienten Ver—

rgeben werden.“ Vorrede.

In meinem Verlage ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen des In

ö gl. Preuß. Geheimen⸗Rathes und

, m. rlassenen Briefen und Tagebuͤchern herausgegeben von eorg Wilhelm Keßler, 3 Thlr.

gr. 129. geh.

auf seiner Bahn zu uͤrerwin den, um sich zum Feld⸗ marschall unter den Doctoren, wie ihn im heltern

Blücher als College leben laͤßt, em n

et als der Arzt. Gemuͤthe, Naͤch

Er hatte keinen Feind

die ihm naͤher traten.

Mannes kann nicht anders als anzie— in seinen eigenthuͤmlichen Erschei⸗

Juli 1835. F A. Brockhaus.

olatschen Buchhandlung in Berlin

(Bruͤderstraße Nr. 135, Stettin nud Elbing.

e (in Berlin bei E. Koͤnigstr. Nr. 57), vorraͤthig: u ß ene R nent. erhaltungen, Gemaͤlde und Sagen der

H.

von Staͤdten, Burgen, Schloͤssern

Biographien und Zuge, aus dem Le⸗— rsten, Herren, Ritter und Buͤrger ur Kenntniß der vaterlaͤndischen Vor— ir Belebung patriotischen Sinnes. mit mehreren Geschichtsfreunden herausgegeben von Dr. Fr. Reiche.

1s und 2s Heft, jedes mit einem sehr schoͤnen Stahl- essor Roßmaͤsler, nach Original-Zeich-

Maler Holbein geziert, à 10 sgr. Inhalt,

ung bestätigen. Die folgenden Hefte en noch im Laufe dieses Jahres.

Sehropp & Comp. ipn Berlin, 2k, ist erschienen:

Karte vom breulfsischen Staate und den! angrenzenden bLᷣ'ändern, östlie von Ber—

rlen und gezeichnet von . B. Euzel-

Bureau. 23 Blätter. 2 Fhlr. 15 Sgr.

scheinen in einem verhälinilsimälsig.

III. V. VI. VII. X. XI. XII. enthal Guiuhin- arien werder und Bromberg, sind von

Heraustgzahe dieser Blätter entstan- nents, Kunststrassen eic.R, deren An—

r EEngelhardi'schen Karte zu sagen,

nieht unterdrücken, dass jedes Kar- beträachlet werden muss, während vinzial-Bzeamten und Jeden, dem es Oehersichl eder räumlichen Vertfiäll- ist, den Landrath,. den Superinten— u. s. w. unenthehrlich ist. Für die—

Die Walil der

abgelassen verden.

verahlolgi wird.

vo8n Pommern, ng der in Vor⸗ und Hinterpommern

enden Gewaͤchse; nebst Bezeichnung

Herausgegeben von J. Homann, bei Stolp in Pommern, Senior

Band, ein und zwanzigste bis zu Ende der

reis 2 Thaler.

erk vollstaͤndig und noch iptions Preis von 5 Thlr. zu haben L. Hold, Koͤnigsstraße Nr. 62,

die nur zu

andlungsweisen der Vor⸗

und Auslandes zu

ngen. Der Mensch in ihm wurde von seinen Mithuͤrgern, von seinen Zeitgenossen nicht

voll Milde und Wohlwollen sten, wurde er unendlich belohnt durch die oft biz zur Begeisterung gesteigerte Zunei⸗ en. Auch in allen verhaͤltnissen ergoß sich der Segen des seltener Fuͤlle uͤber ihn Das Leben

ahr und zu—

Allen Gebildeten, welche sich fuͤr den, in der Haude- und Spenerschen Zeitung mehrfach (zu⸗ letzt am 3 und 3 August) angeregten Gegenstand betreffend die Erfindung des tragbaren Ga fes interesstren, empfehlen wir das in unserem Verlage erschienene Werk:

Alex. v. Humboldt 's asiatische Fragmente c.

3 (reis 2 Thlr. 73 sgr), worin uͤber die Anwendung jenes Gases ausfuͤhr⸗ lich gehandelt wird. 5 Berlin, Buchhandlung J. A. List, Burgstr. Nr.)

Neueste Englische Literatur. Bei Friedrich Flęischer in Leipzig sind nen erschienen und bei Duncker und üßuinblot i Berlin, Frauzös. Str. No. 20 a, zu haben:

1 Robert Burns Works complete in one Volume.

With the authors life and a Glossary. Royal-Octavo wilh Portrait and Frontispice bons

̃ Price 33 Thlr.

Diese elegante Ausgabé erfüllt einen Wunsd

den unser Goethe noch in einer seiner le lan Sehrilten geüulsert hatte, „eine gute Aus zul yqh diesem ersten der Dichters 6ister, welch das vergangene Jalirhundert hervorgebracht hahf in Deutschland veranstaltet zu sehen“ Die grolen Verdiensle des Ilerausgebers (Herrn Dr. Ad. Wazg ner) und die gute Ausstattung des Werkes haf; gewils auch ikre gerechte Anerkennung zu finde

2. RE. L. BulNwers Works. Complete in 10 Volumes. Svo. portrait. Subseriptions-Preis nur 10 Thlr., jeder Band einzel! n 11 Thlr. Mit dem eben erschienenen 10ten ande ist dit schöne C(üher 200 Bogen starke) Ausgahe nun gam vollständiz. Da sie bereits eine so 'sehir günstiz ualttaltine erhalten hat, so zenüse es blofs, ' Iulralt jedes Bandes hier kurz anzugehen: I. kel. iam. II. England and the English. III. The bl Srims on, tie Rhine. IV. The Hßisovwned. V. Enge Aram. VI. Devereux. VII. Haul Clifford. VIII. e last days ot hompeji. IX. Falkland. Siamese Lwin, Milton. X. The Student. O'NWeill ihe Rebel.

The en ehanted Rose, a Poem trunslated from the German of Schultze hy VW. Waddilorve. Price 25 sgr.

Bei Baumgaͤrtner in Leipzig erschienen, zu

Berlin in der Stuhr schen Buchhandlung, Schloß⸗

platz Nr. 2, zu haben:

. landwirthschaftliche Buchfuͤhrung: Thlr.

Neueste Tanz-Composition von Johann

Straus,

so eben im Verlage von T. Haslinger in Wien

und von T. Trautwein in Berlin, Breitestrasse

No. 8, erschienen und zu haben: Huldigungs- Walvrser,

SG stes Werk.

Ausser der kürzlich hiervon bereits angezeigten

Auszahe für das Piandolorte allein à 135 Sgr., Sind

ö auch nocli lolgende Ausgaben sertig ge-

worden:

So eben ist bei mir erschienen und versandt: Magazin fuͤr die gesammte Thierheilkunde. Herausgegeben von Professor Br. Gurlt und Pro— fessor IM. Hertwig. 2tes Quartalheft. Mit 2 Kubfer⸗ tafeln, (Preis des ganzen Jahrganges 23 Thir)

Bz Jaht, II. .., Pe. Bie Leistungen und Fort- selrikte der MUedicin in Pedurschland im Jahre 18534. and III. (zter Julirgang.) gr. dyo⸗ hr. 14 Thlr.

Phöbus, Ph, Dr. Handbuch der Arzneiver— ar dnunsslehre 18ter Theil. Der 2te Thll ist unter der Presse. Preis beider Theile (wille nicht getrennt werden) 5 Thlr. Auf besondw Wunsch des Hrn. Verfassers wird die jste Aufl gegen die Bte angenommen und man zahlt damm nur 3 Thlr.

August Hirsch wald, Burgstraße Nr. 25.

Bei G Eich ler (Behrenstr Nr An), so wie bein Herrn Consistorialrath Bellermann, Landsbergerst. . 10a, und bei den respeet. Kirchenvorstehern ist zu haben: . E. F. Bellermanns,

bisher Koͤnigl. Gesandschafts-Predigecs in Neapll, J gehalten in der St Paulskirche. Gedruckt zum Be— sten armer Schulkinder in der neuen Gemeine. Preiß 24 sgr., ohne der Wohlthaͤtigkeit Schranken zu fetzen.

Bei Fr. Hentze, Buchhaͤndler in Breslau, ist t= schienen und in jeder Buchhandlung zu haben, in Berlin bei Ludwig Oehmigke, Burgste. Rr 6: Die S

Volks⸗Souveraänitaͤt von Dr. Ludewig Thilo,

in ihrer wahren Gestalt,

o, o. o, Professor d Philosophie an der U iversitaͤt Breslau. Nebst ch nem Anhange: „Ist Friedrich Murhard ein Kem— pilator?“ gr. 8Svo. geheftet Preis 1 Thlr. 15st.

Eine Bibliothek

bon circa 8 bis 900 Baͤnden, Romanen, Maͤhrchen Erzaͤhlungen, Geschichte, Biographien, Reisen, Ge⸗ dichten, Schauspielen und andern Unterhaltungs⸗ schriften soll sofort billig verkauft und das Verjesch. niß, so wie der Preiz hiervon den hierguf resfeetk⸗ renden Kaufliebhabern auf an das Königl. Intelli⸗ genz⸗Comtoir zu Berlin unter Adresse k. 36. i . oder franco einzusendenhe Briefe miigethels werhen. ;

. .

With the autlan

Allgemeine

Preußischt Staats-Zeitung

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Der bisherige Ober- Landesgerichts-Assessor Cruse ist zum usti Lommissarius bei dem Ober⸗Landesgerichte zu Insterburg nd dessen Unter⸗-Gerichten, so wie zum Notarius im dortigen

departement bestellt worden.

Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung zu Achen ist der bisherige Vikar in Schleiden, Serva— us Jacobi, zum Pfarrer in Blumenthal berufen worden; zu Duͤsseldorf ist der Kandidat des Predi tamts, An⸗ reas Bräm, zum evangelischen Pfarrer in ukirchen er⸗ annt worden.

Bei der am 13ten und 14ten d. M. geschehenen Ziehung E 2ten Klasse 72ster Koͤnigl. Klassen-Lotterie fiel der Haupt— sewinn von 6h00 Rthlr. auf Nr. 63,045; die näͤchstfolgenden Gewinne zu 2000 Rthlr. fielen auf Nr. 24,113 und 97,862; Gewinne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 59, 568. 86,950 und 106,321; Gewinne zu 600 Rthlr. auf Nr. 39,533. 55,120. 85, 463 und 663; 35 Gewinne zu 300 Rthlr. auf Nr. 25,R610. 44,572. „i309. 86,917 und 93,472; 106 Gewinne zu 160 Rthlr. auf Nr. 3145. 4728. 5551. 12,811. 24,983. 43,534. 64, 178. 65, 432. sSNöi und 105,517. Der Anfang der Ziehung 3ter Klasse dieser Lotterie ist auf en 10. September d. J. festgesetzt.

Berlin, den 15. August 18335. Koͤnigl. Preußische General-Lotterie⸗Direction.

Angekommen: Se. Excellenz der General der Infanterie nd General-Adjutant Sr. Majestaͤt des Kaisers von Rußland, hrapowitzk ki, von Dresden.

Zeitung s-Nachrichten. Ausland d.

Rußland.

St. Petersburg, 8. August. Se. Majestaͤt der Kaiser ben dem Direktor der Tulaschen Gewehr-Fabrik, General⸗ ajor Philosophoff, den St. Annen-Orden erster Klasse mit er Kaiserlichen Krone verliehen.

Der diesseitige Gesandte am Koͤniglich Preußischen Hofe, err von Ribeaupierre, ist von hier nach Torshok im Gouver— ment Twer abgereist.

Der (in Nr. 219 der Staats-Zeitung erwahnte) Kaiserliche kas, wodurch die Gymnasial- und Schul-Verwaltung von der niversitaͤts Verwaltung getrennt werden, hat folgenden Eingang: Nachdem Wir mit ununterbrochener Aufmerksamkeit dem Gange es oͤffentlichen Unterrichts gefolgt sind und mit wahrhafter Zu— biedenheit bemerkt haben, wie alle Einwohner ⸗Klassen sich einer uuf heillamen Prinzipien begruͤndeten Civilisation gern hingeben, aben Wir es fuͤr angemessen erachtet, dieses Bestreben Unserer hetreuen Unterthanen durch alle Uns zu Gebote stehende Maß— geln zu unterstuͤtzen. Zu diesem Zwecke, und um der Organi— Ration der offentlichen Schulen eine großere Stetigkeit zu geben, haben Wir Uns von der Nothwendigkeit uͤberzeugt, Unsere Uni— zersitaͤtn von der Leitung der Gymnasien und Schulen ihrer lehrbezirke zu entbinden, da dieselbe der stets umfassender wer— denden Thaͤtigkeit der höoͤheren Unterrichts-Anstalten so wenig ent— pricht, und dagegen eine neue mit den wirklichen Vortheilen des fentlichen Unterrichts im Reiche mehr uͤbereinstimmende Art der Beaufsichtigung und Direction zu begruͤnden.“

Polen.

Warschau, 11. August. Der Feldmarschall Fuͤrst von Varschau ist vorgestern von hier nach Kalisch abgereist.

Der General der Kavallerie, General-Adjutant Graf Vin⸗ inz Krasinski, ist aus Opinogorg und der General⸗Major aus zer Suite Sr. Majestaͤt des Kaisers, Graf Hauke, aus St. betersburg hier angekommen.

Frankreich. „Paris, 9. August. Der Konig hat, wie es heißt, au sine Reise nach dem Schlosse Eu nicht verzichtet. h 65 af Lich nach dem Schlusse der Kammern dorthin begeben. Der D von Joinville, der sich mit seinen beiden Brüdern in Die⸗ m Augenblicke dort befindet, wird erst in 2 Monaten nach Brest abreisen, wo er sich zu einer neuen Seereise einschiffen wird.

Die Zahl der von dem Koͤnige seit dem Attentat empfange

nen . r rg r tzo0. n Cambrai ist nach einer dreimaligen Abstimmung der ministerielle Kandidat, Herr von Hen berfest, 9. 119 Stimmen zum Depuͤtirten erwaͤhlt worden. Die Gesetz-Entwuͤrfe vom Aten werden, wie man glaubt, ungeachtet des guten Willens der Centra, die, um der Unge⸗ . der Minister zu genuͤgen, gern die Pruͤfung abgekuͤrzt sehen 9 chten, vor dem Töten oder 20sten d. nicht zur ir ,! ge⸗ 6 werden koͤnnen. Diese unvermeidliche Frist, meint man uu, wuͤrde vielleicht den reactionairen Deputirten Veranlassun 3. Wichtigkeit der Maßregeln zu bedenken, die sie dur . timmen zu sanctioniren beabsichtigen, und allen abwesen⸗ 3 . die noͤthige Zeit gewaͤhren, sich auf ihren Posten sasinden. Dieses neüs Zwischen-Ereigniß wird den offiziellen

S 4 chluß der Kammern vor Ende des Monats nicht gestatten.

Berlin, Sonntag den 16ten Augu st

———

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Waͤhrend die ministeriellen Deputirten und die Kommissio⸗ nen sich mit den von dem ö r. vorgelegten Ge⸗ setzen beschaͤftigen, sind diese auch fuͤr die Deputirten der Oppo⸗ sition ein Gegenstand der Pruͤfung. In zwei Versammlungen derselben, die schon stattgefunden haben, wurde nur Eine Stimme laut, die Stimme des 6 gegen diese Gesetze im Allgemeinen sowohl wie im Besonderen. Man kann jetzt die Zahl der Red⸗ ner, welche gegen das Preß⸗Gesetz aufzutreten beabsichtigen, schon auf mehr als Zo schätzen. Es wird versichert, daß in einer der naͤchsten Zusammenkuͤnfte eine Kollektiv⸗Maßregel der Deputirten der Opposition, eine Maßregel, die angeblich von einem ihrer achtbarsten Mitglieder ausgeht, diskutirt werden soll.

Man will wissen, Herr Royer ⸗Collard werde gegen das neue Preß⸗⸗Gesetz auftreten.

Der Ste Artikel des neuen Gesetz⸗Entwurfes uͤber die Presse, wonach es kuͤnftig verboten seyn soll, Subscriptionen zu eroͤffnen, um die von den Gerichten aufgelegten Geldstrafen aufzubringen, giebt dem Courrier frangais zu der Bemerkung Anlaß, daß gerade der Herzog von Broglie, der jetzt Praͤsident des Ministe⸗ riums ist, welches jene Maßregel vorschlaͤgt, der Erste gewesen sey, der in Frankreich den Gebrauch solcher Subscriptionen ein— geführt habe. Das genannte Blatt publizirt zum Beweise des⸗ sen das nachstehende Schreiben des Herzogs von Broglie an den Herrn Chevalier aus dem Jahre 1818: „Ich habe von vielen Buͤrgern, die Sie eben so wenig kennen als ich, die aber Ihren Charakter und Ihre Grundsaͤtze ehren, den Auftrag erhalten, Sie zu bitten, einem von ihnen gefaßten Vorsatze keine

indernisse in den Weg zu legen. Der Prozeß, der Ihnen gemacht worden ist, scheint Ihren politischen Freunden so seltsam, der Zustand unserer Gesetzgebung so mangelhaft, die Entscheidungen der Gerichtshoͤfe so gefahrdrohend, daß sie wuͤn⸗ schen mit den Schriftstellern, welche ihre Feder der Vertheidi⸗ gung der Rechte der Nation widmen, das Gewicht eines Zustan⸗ des der Dinge zu theilen, der nicht von Dauer seyn kann. Sie sind der Erste, dem 99 einen auch nur scheinbaren Grund eine persoͤnliche und eine Geld⸗Strafe zuerkannt worden ist. Erlau⸗ ben Sie, daß wir den letztern Theil dieser Strafe tra— gen. arg Sie die Guͤte, mich wissen zu lassen, auf wie hoch sich die Geldbuße und die Gerichtskosten, welche Sie zu zahlen haben, belaufen, und uͤber diese Summe aus dem Fonds zu verfugen, der zu diesem Zwecke bei mir niedergelegt worden ist. Indem Sie den Vorschlag, welchen ich die Ehre habe Ihnen zu machen, annehmen, werden Sie Ihrem Vaterlande einen nuͤtzlichen Dienst leisten, und sich neue Rechte auf die oͤffentliche Bankbarkeit erwerben; denn es kann nichts Vortheilhafteres geben, als eine vernuͤnftige, regel⸗ maͤßige und constitutionnelle Kundgebung der offentlichen Mei—⸗ nung bei Gegenstaͤnden von solcher Wichtigkeit. Empfangen Sie u. s. w. (gez.) Herzog von Broglie.“

Das Journgl de Paris widerspricht der Angabe mehre— rer Blatter, daß Fieschi Polizei-⸗Agent gewesen sey. „Wenig— stens“, bemerkt das genannte Blatt, „ist dies nicht der Fall ge⸗ ö seit Herr Gisquet an der Spitze der Polizei-⸗Verwaltung

eht. . Im Messager liest man: „Man sagt heute, daß die zwei⸗ deutigen Aeußerungen des Journal de Paris uber Fieschl (s. das gestrige Blatt der St. Ztg.) auf die bevorstehende Mitthei— lung der gemachten Entdeckungen, die auf eine Buonaparti— stische Quelle des Komplotts hindeuten, vorbereiten sollen. Wir wollen diese neue Version, welche von den legitimistischen Jour— nalen sehr eifrig aufgenommen wird, nicht verbuͤrgen.“ Der Courrier fran gais bemerkt hierzu: „Was der Messager sagt, ist ganz richtig, Das Ministerium, welches abwechselnd zu wissen geglaubt hat, daß alle Faͤden des Komplottes entweder in die republikani—⸗ sche oder in die legitimistische Partei ausliefen, scheint heute der Meinung zu seyn, daß die Anhaͤnger der Familie Buonaparte die Anstifter des teuflischen Verbrechens seyen. Die einzige Fol⸗ gerung, die man aus diesem bestaͤndigen Schwanken ziehen kann, ist die, daß die Regierung noch gar nichts entdeckt hat, und daß die versteckten Drohungen des Journal de Paris gegen die Re⸗ publikaner eine Combination der Polizei sind.“

An den Thoren der Stadt Peronne ist in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli ein Individuum verhaftet worden, wel— ches dem Attentate vom 28sten nicht fremd zu seyn scheint. Eine seiner Hande trug die Spuren einer Wunde, die vom Herab⸗ gleiten an einem Seile herzuruͤhren schien; seine Brust war von frischen Schußwunden bedeckt; das Individuum war ohne Hut und hatte nur ein Certifikat des Koͤniglichen Prokurators, worauf sich jedoch nicht das Siegel dieser Magistrats, Person befand.

Der Constitutionnel giebt heute folgende Details uͤber Fieschi:; „Unter der Restauration nahm er Theil an einer jener vielen Verschwoͤrungen, die in den Jahren 1822 und 1823 aus brachen. Die Verschworenen erfuhren, daß Einer der ihrigen sich entfernt und die Liste der Verschworenen mitgenommen hatte, um sie der Polizei zu uͤberliesern. Fieschi erbot sich sogleich, ihm nachzueilen, uns ihm das Papier zu entreißen. Dies geschah wirklich; er reiste ihm nach, bemaͤchtigte sich der Liste, und stieß zugleich dem Verraͤther seinen Dolch ins Herz. Fieschi be⸗ zeigt im Gefängnisse seinem fruuͤheren Beschuͤtzer, Herrn Ladvocat, eine gewisse Anhaͤnglichkeit. Er bedauert es sehr, daß er ihn in den 13 Monaten, die seiner Verhaftung vorangingen, nicht be— sucht habe. Er giebt zuweilen zu verstehen, daß, wenn er eine Unterredung mit Herrn Ladvocat gehabt hätte, er vielleicht sei⸗ nen Plan nicht ausgefuͤhrt haben wuͤrde, Er kennt übrigens die Resultate seines Verbrechens noch nicht. Er weiß nur, daß ein Marschall von Frankreich umgekommen ist, und er sucht von allen Personen, die sich ihm naͤhern, die näheren Umstaͤnde zu erfahren; er vermuthet, daß etwa 20 Perfonen ihr Leben vor⸗ loren haben koͤnnten. Er weiß, daß sein Zweck nicht erreicht worden, indem der Konig und seine Söhne nicht getroffen wor⸗ den sind; und merkwuͤrdig genug, freut er sich daruͤber, und

sacht.

1835.

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soll Herrn Ladvocat gesagt haben, daß er einige Minuten vor dem Ereignisse seine Legion (die 12te) habe vorbeidefiliren sehen, und wenn diese sich ihm gegenuͤber aufgestellt haͤtte, so wuͤrde er nicht geschossen haben, aus Furcht, einige von seinen Bekannten zu treffen. Er zeigt uͤbrigens die groͤßte Entschlossenheit, und hat, wie man sagt, Herrn Ladvocat eingeladen, seiner letzten Stunde beizuwohnen, damit er sehe, wie er zu sterben wisse.“ . Am Tage der Trauerfeier (5. August) waren sogar die Spielhaͤuser geschlossen. Dies wird besonders herausgehoben, weil ein Blatt versichert hatte, sie seen von 8 Uhr Morgens bis Mitternacht geöffnet gewesen. Heute wird in allen Kirchen von Paris und dessen Weich⸗ bilde ein Tedeum gesungen werden.

Als der am 28sten Juli schwer verwundete General La— chasse von Verigny noch nicht todt war, erhielt der Kriegs-Mi⸗ nister ein Schreiben von einem anderen General, worin derselbe um dessen Stelle bat. Der Marschall Maison erwiederte ihm darauf: „Ihr Schreiben ist eine Schande fuͤr die Armee; dan⸗ ken Sie mir, daß ich dasselbe nicht veroͤffentliche.“

Der Pairshof wird in einigen Tagen das Urtheil uͤber die April-Angeklagten von der Lyoner Kategorie publiziren.

In einem in Bordeaux erscheinenden ministeriellen Journale liest man: „Wir vernehmen, daß die April-Angeklagten von der Lyoner Kategorie, deren Namen hier folgen, von der Pairs⸗ Kammer zur Deportation verurtheilt worden sind. Es sind die Herren Lagrange, Beaune, Martin und Hugon. Sie gehoͤrten zu dem vollziehenden Ausschuß der Gesellschaft der Menschen⸗ rechte. Man versichert, daß die Deportation wirklich stattfinden

werde.“

Es sind hier Nachrichten aus Oran bis zum 22. Juli ein⸗ gegangen. ie feindlichen Staͤmme haben in den Treffen am 26. und 28. Juni so bedeutende Verluste erlitten, daß sie zoͤgern, sich in dem Lager des Emirs von Mascara wieder zu versam⸗ meln. Das Ansehen Abdel⸗Kaders ist sehr erschuͤttert, und die beiden kriegerischen Staͤmme sind fuͤr die Franzosen guͤnstig gestimmt; die Elite der Truppen des Emirs ist in dem Treffen am 28sten gefallen. Die Zuruͤckberufung des General. Trezel (der in Frankreich an Bord der „Menagère“ schon angekom— men ist hat in Oran eine große Bestuͤrzung verur⸗ Es wurde eine Subscription zu einem Ehren-Degen fuͤr ihn eroͤffnet. Die Mitglieder des Munizipal“ Rathes, die ersten Handelsleute und uͤberhaupt alle Notabeln Orans richteten eine Adresse an ihn, worin sie ihm ihre aufrichtige Theilnahme und Anerkennung ausdruͤcken; auch die Duaren und Smaelas, die General Trezel unter seinen Schutz genommen hatte, haben ein Dank⸗ und Abschieds⸗Schreiben an ihn gerichtet. Aus Mascara ist in Oran eine nicht unwichtige Nachricht eingetroffen. Das Haupt aller an die Wuͤste angränzenden Staͤmme, Scheik Be luamari, dem Einflusse des Kaisers von Marokko und der Furcht vor der Franzoͤsischen Armee nachgebend, war vor unge⸗ faͤhr einem 3. nach Mascara gegangen, um sich zu unter— werfen., Er war gut aufgenommen worden. Allein Abdel⸗Kader, der besorgte, seine Macht moͤchte Beluamari nicht so geblendet haben, daß er sich nicht wieder unabhangig machen wurde, hatte ihn in Fesseln schlagen lassen. Es ist nun aber Beluamar! ge⸗ lungen, zu entfliehen, und er sammelt in diesem Augenblicke die Seinigen, um sich den Duaren und Smaelas anzuschließen. Sein Erscheinen ist in der ganzen Provinz gefeiert worden, und die Kuluglis von Tremezen benutzten diese Begeisterung, um die Truppen zu schlagen, die Abdel-Kader seit langer Zeit in der Naͤhe 9 Stadt unter den Befehlen Renunna's versammelt ge⸗ halten hatte.

Ein Privat-Schreiben aus Bayonne vom 3ten d. meldet: „Die Ereignisse folgen sich jetzt rasch auf dem Kriegsschauplatze. Nach den drei bedeutenden Niederlagen in weniger als 15 Tagen, bei Puente de la Reyna, Mendigorria und Los Arcos, haben? die Karlisten eine neue Niederlage erlitten, die nicht bloß deshalb, weil sie die Reihen der Insurgenten schwaͤcht, sondern hauptsaͤch⸗ lich in der Hinsicht wichtig ist, weil sie ihre Lage sehr verwickelt, indem ihre Communicationen, die schon auf drei Seiten un terbrochen waren, es nun auch bei Vittoria und am Ebro sind. Mittheilungen, die dem General Harispe zugekommen sind, und Privat⸗Briefe aus St. Sebastian berichten von diesem Vorfalle. Bei Puebla, in der Provinz Alava, vier Lieues sudwestlich von Vittoria, hat General Cordovg dem Don Carlos dieses Treffen geliefert. Don Carlos hatte hier fast alle seine Streitkraͤfte ge⸗ sammelt, um die Bewegung Moreno's gegen Vittoria zu unter⸗ stuͤtzen, eine Expedition, die fuͤr Don Carlos auch von der hoͤch⸗ sten Wichtigkeit seyn mußte. Denn die Eroberung Vitte ria's haͤtte seinem geschwaͤchten Heere ein Asyl gegeben, sie harte den Uebergang uͤber den Ebro vorbereitet. General Cordova hat sich hier aber wieder eben so thaͤtig vor dem Kampfe, wie tapfer auf dem Schlachtfelde gezeigt. Er ließ einen Theil seiner Truppen in den Defilẽs von Mendigor via und Puente; so verhinderte er die eventuelle Erneuerung der Karlistischen Versuche in Navarra. Er selbst ruͤckte mit ansehnlichen Streitkräften nach Logroßso am Ebro, umging die Positionen der Karlisten und erschien plotzlich im Nuͤcken des Armee-Corps des Don Carlos und Moreno 3. Der Stoß war kräftig, der Widerstand muthig. Allein nach einem hartnaͤckigen Kampfe blieb Cordova Herr des Schlachtfelt es Vittoria ist deblokirt, die Karlisten sind mit bedeutendem Ver luste in die Gebirge zuruͤckgeworfen, ihre Commur. icationen mit dem Ebre und den vereinzelten Guerillas unterbrochen, ihre Artillerie ist vernichtet, der Hunger wuͤthet in ihren Reihen dies Alles und endlich die Flucht des Don Carlos nach Estella, wo er nicht mehr in Sicherheit ist, dies sind die ersten Folgen des Treffens bei Puebla, welches nur die Vorbereitung zu einer entscheidenden Schlacht ist,. Schon sind die Reihen de? Engll schen Huͤlfsvoͤlker angewachsen; die Truppen der Koͤnigin sind durch die Tapferkeit ihres jungen Generals ermuthigt, Alles laͤßt also glauben, daß ein enischeidendes Treffen, weiches endlich dee BSebirge säutzern wird, wie es die Ebenen schon sind, nicht seh lange auf sich warten lassen wird“

sagt: „„Im Grunde hatten sie mir gar nichts gethan““ Er