Eerli ner Braga Den 11. September 186353.
m teln ck gr Ronde e ng Geld- Cours - Zettel.
1036
Frankfurt a. G6. 86s, 10, 23. Hr. Br. Loose zu S00 FI. 1186. Preuss. Präm. Sch. 59. 883. d
e ene Pr Derr Geld.
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687. 68565. S0, Span. Kente
r. Cour. Paris, 5.
Geld.
191 don
Ontpr. Pfandbr. Pomm. do. Kur- u. Neum. do. Sehlesigehe do. Rückzst. C. und Z. Geh. d. K. n. N.
St · Sehuld. geh. Pr. Engl. Opl. 8o. Prümeb. d. geeh. KRurm. Obl.m.l. C. Nm. Iut. Geh. do. NHerl. Stadt . Obl. Königab. do. Elbinger do. 41 Dans. do. in TR. — Werstyr. Pfandbr. Grosah. Pos. do. 1
1 1 1 1
101!
Gold al mareo Neus Ducaten Friedrichad'or Disconto
41 1021/1 1027
i 7.
1017 1061,
compt. S0. 15. fin our. 98. 25. Schuld 1386. 309 Port. 571.
Oesterr. d , Metall. 1021. Bank- Aetien 1589. 1887.
So, Rente pr. compt. 110. 25. fin cour. S0. A0. 300 Span. Rente 331.
M., 8. September.
ic. A4 981. 981,9. 21630, Partial. Ghlig. i A0. 11M. Loose zu 100 FI. 213. G.
30e. 2973. 39½υ 181. 18. Septemher.
fin Cour. 110. 35. 3065 pr. dar Nep. pr. compt. 97. 55. 3064 do. 2135. Ausg.
Königliche
218 Sonnabend, 12. Sept.
131 Lustspiel in 1 Aufzug, von 4
in 1 Akt, von E. Raupach.
Au swäüärtig Amsterdam, 6. September. Niederl. virkl. Schuld daz.
Antwerpen, 5. September.
Shan. do z1/,. Zinsl. 14. Cortès 2933. Coup. 18. Neue 0.
ee,
e Börsen.
Span. do, 31h. Cortes 297 6.
dem Italiaͤnischen, von Seyfrie Vial: Norma, als Gastrolle.) Preise der Plaͤtze:
Lustspiel in 1 Aufzug, von Castelli. Holbein. Und: Der Bettler, Drama
Koͤnigstädtisches Theater. Sonnabend, 12. Sept. Norma, Oper in 2 Akten, nach
Ein Platz kon des ersten Ranges 1 Rthlr.
Sch au spiele. Im Schauspielhause: Raphael, Hierauf: Der Verraͤther,
Das Faß Richter ö.
d. äusik von Bellini. (Dlle.
in den Logen und im Bal—
2c.
Zu Lande:
6 6. P große Gerste 27 o. AM Anl. 981,8. G. Poln. Loose Ifesn 2 Rihlr FaGgr.
Das Schock Stroh 8 Rthlr., auch A Rthlr. 20 Centner Heu 1
Markt ⸗Preise vom Getraide.
, den 96 , . 1835. oggen r gr., auch 1 Rthlr. Sgr. 5 Pf.; Hafer 22 Sgr. 6 Pf. 6.
Sgr.; Roggen ] Rihlbf; ö
Pf.; Hafer 22 Sgr. 6
Mittwoch, den 9. September 1835.
Sgr. Rthlr. 10 Sgr., auch 20 Sgr— t Branntwein ⸗Preise vom M. bis 10. September 1835. ,, 200 Quart nach Tralles u pCt. aare
Kartoffel ⸗Preise vom 3. bis 9 September 1835.
Der Scheffel 16 Sgr. 3 Pf, auch 11 Sgr. 3 Pf.
Redacteur Co tte er m n mar
Gedruckt bei A. W. Hayn.
— ————
Allge
Bekanntmachungen.
; Bekannumachung.
feige h dem verstorbenen Kaufmann Johann Gott bilf Koschke gehbrigen, zusammen auf 11,953 Thlr. abgesch atzen Grundstuͤcke:
) Niederstadt auf dem Steindamm, Nr 3 des Hy⸗ potheken⸗Buchs und Nr 379 und 380 der Ser⸗ vis⸗ Anlage, mit 2 mit einander verbundenen Vorderhaͤusern, Speicher und Malzhaus, nebst
ferdestall, Brandhaus, Maststall, Grandweinz⸗ len rie di und Roßmühle, geschaht auf r.:
b) das Holzfeld Niederstadt vorlaͤngst der Mottlau auf dem ersten Steindamm, Nr. 7 des . theken⸗ Buchs, deschs tg auf 2320 Thlr. 1 sgr.;
e) Niederstadt in der Schilfgasse, Nr. 28 des Hy⸗
potheken - Buchs, bestehend aus einem mit einem , ,, bebauten Platze, abgeschaͤͤtzt auf
; 8 .
sollen in nothwendiger Subhastation verkauft wer⸗ ven. Hiezu ist ein Termin auf
; den 13. Oktober c. a.,
or dem Auctionator Herrn Engelhardt, in oder vor wem Artushofe angesetzt.
Die Tate, die neuesten Hypotheken ⸗ Scheine und zie besondcren Kauf⸗Bedingungen können in unserer Wegistratur, so wie bei dein Kuctionator eingesehen „zerden, und es wird noch bemerkt, daß dem Meiss⸗ wietenden ein Drittheil der Kaufgelder zu 5 pCt. Zin⸗ zen auf den Grundstuͤcken belassen werden soll. Danzig, den 9. Maͤrz issö.
König! Preuß. Land- und Stadtgericht.
Bekanntmachung. er dem Kaufmann Johann Samuel Zernecke zu⸗
gehörige, auf der Speicher Insel an der Mottlau 0. 31 des Hypotheken⸗Buchs gelegene, auf 3486 Thlr. 24 sgr. 3 pf Preuß. Courant gerichtlich veran⸗ chlagte Spycicher, unter dem Zeichen der weiße Baer, welcher massiv erbaut, und fuͤuf Etagen hoch ist, soll n nothwendiger Subhastation gegen baare Zahlung ö 64. — 546 e, abt '
erzu ist ein Termin au den . Oetober dieses Jahres, or dem . ö Engelhardt in oder vor em Artuthofe angesetzt. Die Tare, der . Hypotheken⸗Schein und die esonderen Kauf⸗Bedingungen konnen in unserer Kegistratur, so wie bei dem Auetionator eingesehen oerden. —
Danzig, den 21. Maͤrz 18335. *önigl. Preuß Land⸗ und Stadtgericht.
K
„Da die Intestaterben des hierselbst obnlaͤngst ver⸗ orvenen Portraitmalers Unruh dessen geringfuͤgige Rzerlassenschafl nur um henesirio Ar gis et inventurii getreten haben, so werden hiermittelst alle und jede, , , irgend einem Grunde Anspruͤche und For⸗ erungen an solchen Nachlaß machen zu tonnen ver—
ieinen, aufgefordert, solche in dem hierzu ein fuͤr
ldemal auf den 25. Septbr. d IJ, Morgens h ub r, angesetzten Termin gehörig anzumelden und ächzuweisen, bei dem Nachtheil, daß sie sonst damit urch die in eben diesem Termin zu erlassende Praͤ⸗ , fuͤr immer werden abgewiesen und ausge⸗ hlossen werden Abwesende, Creditoren haben dane⸗ en auch, da es ersichtlich ist, daß diese Angelegen⸗ geit in ein concursivisches Verfahren uͤbergehen wird, fort Procuratoren ad acta zu bestellen, widrigen Als sie in allen Vorkommenheiten als den Beschluß er anwesenden Glaͤuyniger genehmigend angesehen ve den sollen. Datum Greifswald, den 26. August 1833. Director und Assessores des Stadtgerichts.
sind bei unterzeichnetem, oder in dessen Abwesenheit bei dem Herrn Polizei⸗Direktor Dr. Schwartz, und Zleichfalls auf dem Hofe zu Bröoͤnkow bei dem In⸗ spektor Marien einzusehen, bei welchem auch 'die Gutgcharte und Arca Beschreibung sich befindet. Die Herren Kaufliebhaber werden ergebenst ein— geladen, auf den vorgedachten Aufbots- Terminen in dem Gasthofe des Herrn Engel hierselbst, Morgens 10 Uhr, Sich gefaͤlligst einzufinden. Greifswald, den 1. August 1835. Dr. Billroth, als Ext entor kestamenti des Wohl⸗ seel. Herrn Wilhelm von Behr, und Namens der Herren Erben desselben.
Edietal⸗ Ladung.
Nachdem das Anbringen, daß der zu Großdeuben im Jahre 1769 geborne, im Jahre 1597 als Rekrut ausgehobene, beim Regiment von Bevilaqua als Musguetier gestandene Eh ristian Gott lob Baß— ler im Lazareth zu Fordon bei Bromberg gegen Ende des Jahrez 1807 gestorben, nicht genuͤgend nachgewiesen werden kann, seit der Zeit von Baßlers Leben und Aufenthalt keine Nachricht eingegangen, deshalb ein Abwesenheits⸗Vormund bestellt, und von diesem, so wie einem vraͤsumtlven Erben bͤffentliche Vorladung beantragt worden ist; so werden der ge⸗ nannte Verschollene und alle diejenigen, welche an denselben als Erben, Glaͤubiger oder aus irgend ei⸗ nem andern Rechtsgrunde Amspruͤche zu haben ver meinen, bei Vermeidung der Ausschließung und Verlust der Anspruͤche, auch der Rechtswohlthat der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand hierdurch geladen, daß sie
den 16. November 1833, Vormittags 11 uhr, an hiesiger Gerichtsstelle ent weder in Person und resp. gehörig bevormundet, oder durch hinlaͤnglich legitimirte und instruirte Bevoll⸗ maͤchtigte, welche von Auswaͤrtigen bei d Thlr. Strafe, hier oder in Leipzig zu bestellen und mit gerichtlicher Vollmacht zu versehen sind, erscheinen, der gedachte Abwesende sein ihm dann zugefallenes Vermögen Cen die seinem Curator und Uns zu leistende
nittung in Empfang nehme, im Fall seines Außen— bleibens sich gewaͤrtige, er werde fuͤr todt erklärt und sein Vermögen den sich meldenden und gehörig legitimlrenden Erben auch übrigen Praͤtendenten verabfolgt werden, die Erben und Glaͤubiger dage⸗ gen ihre Anspruͤche unter Beibringung der erforder— lichen Bescheinigung, insbesondere unter Ueberrei⸗ chung der bezuͤglichen Urkunden, auch nach Befinden unter Erörterung der Prioritaͤt binnen 6 Tagen, vom Tage des Termins an gerechnet, anzeigen, mit dem verordneten Avwesenheits Bormunde, welcher binnen den naͤchstfolgenden 6 Tagen auf das Vorbringen unter der Verwarnung des Eingestaͤndnisses und der Ueberfuͤbrung sich einzulassen, die producieten Üürkun— den bei Vermeidung des Anerkenntnisses anzuerkennen bat, sowohl da nöͤthig der Prioritaͤt haiber unter sich von 6 zu 6 Tagen bis zur Quadruplik verfahren, dann beschließen, .
den 28. December 1835
der Inrotulation der Aten zu Abfassung eines Er kenntnisses, und den 12 Fe beruar 1836. der Bekanntmachung desselben, womit bei ihrem Außenbleiden gedachten Tags, Mittags 12 Uhr, in conlumncinm wider sie verfahren wird, sich gewaͤrtigen Großstaͤdteln bei Leipzig, den 20. Juni * 1835. Gräͤflich Hohenthalsche Gerkchte daselbst.
(L. S.) Julius Albert Prasse, G⸗D.
Ritterguts-Verpachtung. Die Oeconomie der im Amts-⸗Bezirke Oschatz gele⸗ genen freiberrl. Pfisterschen Rittergüͤter Börln und Nadegast, welche seit 1823 administrirt worden sind, soll auf 9 Jahre von Fohannis 1836 an verpachtet
(L. 8.) Dr. Hoefer.
Gute. Ver kau f.
Das zur Verlassenschaft des Wohlseeligen Herrn Iilgelim von Bebr gehbrende, in Neu⸗Vorpommern, u Grimmer gen sh und im Kirch⸗Waggendorfer virchspiele belegene freie Allodigl⸗Gut Brön⸗ ow soll bffentlich meistbietend verkauft werden, und nd nachstchende Termine zum Aufbot angesetzt, als: der 28ste (acht und zwanzig ste) d. M,
der 16. (sechszehnte) Septbr d. J., und
der 3. FLdritte) Oetober d. J.
Die Voczuͤzlichteit des Gutes, sowohl räͤcksichtlich „es Geund and Bodens und des Ertrages, als der zebdude ist den Herzen Kaufliebhabern der hiesigen zrovinz hinlänglich bel annt; jedoch wird drtige bemerkt, daß daz Gut Brdnkow zu den chönzen und ertragreichsten Guͤtern Pommerns zu echnen ist, daß jetzt auf selbigem ber 2)0 Haͤupter FRindvieh und 1500 Schaafe gehalten werden, daß hie Gebäude fast alle neu sind, und daß das herr schaftlich Wohnhaus beson ders geschmackvoll einge=
richtet it.
fuͤr Aus d
Die annehmlich gestellten Verkaufs⸗Bedingungen
werden. Der Nutzungs Anschlag und die Pachtbedingungen werden dei dem Herrn Kammerrath Döring auf Schloß Droyßig, bei Herrn Oekonom Zimmermann in Luppe, bei Böͤrln und bei dem unterzeichneten Curator der Frau Baronin von Pfister vom 16ten dieses Monats an zur Einsicht bereit liegen. Dresden, den 3. September 18335.
D. Pohland.
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß die durch unsere Bekanntmachung vom 16. Juni J. angeordnete Einzahlung von Licht Thaler vro Actie bis zum 31. August als dem festgesetzten Ter⸗ mine, auf simmtliche Interimsscheinc, mit usnadhme von 29 Stück geleistei worden sst. Diese tragen fol⸗ gende Nummern:
1822 648 649. 659. 1068. 1110. 11A1. 1142 1113.
1I75. 1399. 2450. 2151. 2152. 2253 21351. 21355. 2156 2457. 2458. 2159. A9 A0. 1112. 111A. 11152. 11184. 11314. 12199. 12500,
meiner Anzeiger füuͤr die Preußischen S
und werden dieselben hiermit, in Gemaͤfhe't des 8. 8. der Statuten, für null und nichtig erklaͤrt. Die Inhaber dieser Interimsscheine sind demnach ihrer Rechte als Actionairs, so wie der bereits ge— zahlten Einschuͤsse, verlustia, und werden an die Stelle der annullirten Scheine neue ausgefertigt, mit den Numme n: 135 005 bis mit 185,629 bezeich net, . solche zum Vortheile der Compagnie verkauft werden. Leipzig, den 3. September 1835. Leipzig-Dresdner Eisenbahn⸗ Compagnie. Gustav Harkort, Vorsitzender. Carl Tenner, Bevolimaͤchtigter
Literarische Anzeigen.
In Ferdinand Duümmler's Buchhandlung, Linden Nr 19, erschien so eben: Encke, J F, Berliner Astronomisches Jahrbuch fuͤr 1837. Mit Genehmhaltung der Königl. Akademie der Wissenschaften. gr Sy. 2 Thlr. 20 sgr.
—
Bei E. S. Mittler in Berlin (Steéchbahn No. 3). ist so eben erschienen: Es quisse d'une théorie d e
droit nature!
par Dimistry de Glinka. (Sv0o. broch. Preis 18 s8gr.)
In J. Sch eible's Buchhandlung in Stuttgart ist erschienen und in allen foliden Buchhandlungen, zu 3, , in der Stuhr schen, Schloßplatz Nr. 2, zu haben:
Napoleon's Feldzug nach Rußland, ein historisches Bilderwerk.
Geschichte Napoleon's und der großen Armee im Jahre 1812. Von dem General Grafen von Sagur, Pair von Frankreich und Mitglied der Aeademie. Nach der zehnten Auflage aus dem Franzoͤsischen uͤbertrag en von Professor Carl Courtin.
Erste und zweite Lieferung gr. 8.4. brosch. 3 11) sgr
Sg ur's classisches Werk lassen wir in eleganter Gestalt e scheinen, von einem Sachkundigen nach der neuesten Franzoͤsischen . uͤbersetzt und geziert mit zwoͤlf werthvollen Abbi dungen: Titelblatt, Schlacht an der Moskwa, Rückzug von Mos— kau, Uebergang uͤber die Berestna, die Por— traite (in ganzer Figur) von Napoleon, Sagur, Rostopschin, Poniatowsky, Beauharnais, Davoust, Ney, Murat.
Durch die Wahl eines großen Formates und com⸗ pressen aber dennoch deutlichen Druckes haben wir es bewerkstelligt, daß das ganze Werk nur vier Lle— ferungen à 8 Bogen fuͤllt und machen wir uns ver— bindlich, alle Bögen uͤber die Zahl z2 gratis zu liefern, wie wir dieses bei der kuͤrzlich beendigten Biographie Friedrichs des Großen, von Th. Chau ber, gethan haben. .
Jede Lieferung kostet im Subseriptions Preise 11 sgr. Preuß., so daß demnach das Ganze auf 1Thlr 16 sgr. zu stehen kommt.
—
Suhbseriptigns: Einladung. In Kurzem erschéint hei Unterzeichnefem: Die Klassischen Stellen der Sch we iz und der ern Hauptort e in Original-Ansichfen dargestellt, gezeichnet von Gustar Adolpli Miller, auf Stahl gestochen von lenry Winkläs und andern ausge— zeichneten Englischen Künstlern.. Ait Ersautiorungen von Heinrich Zschokke.
In 23 monatlichen Lieferungen, Royal. Qetav, jede smit 8 Stahlstielien u. 1 Bogen Text auf Velinpapier. Preis sür die Lieferung: 10 sg.
Ausgabe in Royul- Quart init Ahdrüchen auf chin. Papier 3 Lieferung: 20 sgr.
Man snhscribirt für das ganzo Werk, zahlt aber nur hei kmpfang einer jeden Lieserung den Sub- seriptions Preis derselben. — Suhscrihenten-Samm- ler erhallen bei 12 hezahlien Exemplaren eins frei.
Ankündigung mit Probe des Drucks, so wie Sub- seriptions-Listen mit Probe der Stahlstiche, liegen zur Ansitht und Unterzeichnung in allen guen Buchhandlungen des In und Auslandes lereii! —
Carlsrahe und Leipzig, im August 18353.
Kunstverlag, W. Creuzhauer.
Bestellungen nimmt an: ssie Enslin sche Buch-
handlung (F. Müller) in Berlin, Breitesir. No. 23.
Bei Hinrichs in Leipzig ist auch fertig geworden und in allen Buchhandlungen zu finden Lin Berlin in der Plahn schen Buchhandlung, L. Nitze, Jaäͤ⸗ gerstraße Nr. 37):
taa ten.
Hoffmann, Karl Joh.
. grammatikalische tein. Lesebuch für ü
Gymnasien, Selhs uin und Privatunterricht. Zweiter Cursus, mitn aul. Beziehung auk die Schulgrammaiken, j Otto Schulz, Lumpt und Ramshornn besond. Bemerk. vorsehen. gr. Svo. N (10! B.). 121 8.
Der 1ste Curs. (a jo sgr) erschlen vor 6 Mon und, hat bereits in mehreren Gmynaf u Sch Berlins a . gefunden; an andern Orten dies demnachst erwartet werden, da das Buch ah kannt brauchbar und billig ist.
Bel E. H. Schroeder in Berlin, Koͤnigestn Nr. 37, ist erschienen und in allen ach n fsh zu haben:
Die Destillirkun st der geistigen Getraͤnke, nach praktisch bewaͤhtten Er fahrungen. Von A. C. Mo ew es, Apotheker erst Klasse. 14 Bogen in Sryo. geheftet. Preis 23
In Nr 19 des Leipziger Üünsverfal⸗Blattes Land- und Hausmirthschaft 1835 befindet sich sehr guünstige Recenfion diefes wirt brauchbaren Buches, das auch ohne l preisende Ankündigungen die verdien Anerkennung gefunden hat.
Bei Joh. Am br. Barth in Leipzig ist ersc! nen und in allen Buchhandlungen zu haben (he bei Puneker u. Humblot, Franz. Sir. No. 2);
Plattner, C. Fr., die Probirkunst mit q;
Löthrohre, oder Anleitung, Mineralien, En
lüttenproducte und vers eiiedene Metasferhin
Anz endung des nassen Weges, zul alle Bestandtheile, ber, Gold, Kupłer, Zeit zu untersuchen. Svo. 2 Thlr.
Die zuerst von Berzelius angeregle Anme dung des Löthrohres in der Chemis und linen gie, welche nachher von dem jetzt in Mejio an stellten Hüttenmeister H arkort auf die Silberpn angewendet wurde, hat der Versusser durch! müdel fartgeselzte Versuche zu sicheren Melha kür die Probirkunst sast aller M nerale, Erze, ten- und Kunstproducte erhoben, derem Verössen chung jedem Chemiker, Minenralogen, Berg- Hlültenmann, wie allen verwandten? Gawerhfrei den, eine höchst willkommene Erscheinung muls, und den, Verleger wolrl berechiiget, d ungemein werthvolle Schritt auf das angelegn
qualitaliy und quantitalir auf Blei und Zinn in ku Mit 3 Kupfertaleln.
2
lichste zu empfehlen.
Erschienen und versandt ist: . Annalen der Physiksund Chemie Meran eben zu Berlin von J. C. Poggendorf. h XXV. Stück 2 oder 18335 No 6 gr. 809. Preis des JuRirgangs von 3 Bänden oer 12 ch 9 Thlr. 10 89r.
Inhall: J. Ueber das Gesetz der Temper⸗ ELunahme narh dem Inneren der Erde; von G. s chol. — II. Achte Reihe van Experimental In suchungen über Electricität; vod M. Faraqh Schluls.) — III. Ucher, die iso chromatischen en der rinaxigen Krystalse; von I. M jz ĩer. (Seil — 1V. Ueber den freien Hurehgang der strahlen Würme dureh verschiedene starre und flüssige kön von M. Me! !oni. (Schluls, — V. Reue Eigens der Knallpulver von Heurtelou l. — VI. Ueber Einlluss des Mondes auf den Baromelerstand die Regenmenge, nach 27 jährigen zu Sträasshurg zestellten Benbachtungen; von G0. Eisenhn Sehluls.) — VII. Anwendung des polarisirten lit zu mikroskkgbischen, Bieohacstitungen; von Fal) — VIII. Leber die Husummenseiung der Porce erde und ihre Entstehung aus dem HFeldspath; EG. Torchhammer. — X. Ueher den Kuplyf timonglangz, eine neue Mineralgaltung; von (. Iin ken. — X. Ueber die chemische Eusammenseln des Kupfer- Antimonglases; von Ii. Rose. — Ueher 3 Aurücksühruhng der heragonglen Gests] auf drei rechtwinkelige Axen, von CG. Na um — XII. Chlorbenzin und Chlorbenaid; von E. Il scherlieh. — XIII. Ueber das Vorhansen Freier kegenzeiten im südsichen Europa; von Il hover. — XIV. Beobachtung eines WNordlichs Brannsberg am 7. Februnr 1835; von L. Feldt XV. Ueher die Discontinuitnt des L'enchltens Blitze; von H. W. Dove. — XVI. Ueber die schen Eigenschasten der hemi- und lelarto · Pic tischen Kryslalle. — XVII. Farben- Erschelnun hei chromhaltigen Salzen.
Leipzig, den 28. August 1835. Joh. Am br. Ba Bestellungen hierauf nimmt an: E. S. IM
in Berlin (Stechbalin No. 3).
1h
Eingegangen sind 298 Heß ch 26 . 9 pel 8 Sch⸗ Zu Wasser. Weizen (weißer) 1 Rthlr. 26 Sgr. 3 Fr 1Rthlr. 20 Sgr. und 1 Rthlr. 10 6 Pf, auch 1 Rthlr. 3 Sgr. 9
gangen sind 281 Wispel 15 Scheffei. Pf. Ein .
dungen vor dem Löthrohre, mit theimesel
Allgemeine
e Staat
Preußisch
— —
S- Zeit
Berlin, Sonntag den 13e September
w. ö e. K / /// a . oder 40 y 5
Zahlung und sofortige Absseferung: & Branntwein 17 Rthlr.; Karte fel. Bl nnn n 16 . h ; Rthlr. 15 Sgr.
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Seine Majestaͤt der Koͤnig haben den Geheimen Hofrath orck im Ministerium der auswaͤrtigen Angelegenheiten zum Pilichen Legations, und vortragenden Raih Allergnaͤdigst zu ernennen und die daruͤber ausgefertigte Bestallung Allerhoͤchst⸗ selsst zu vollziehen geruht.
Bei der am 19ten und 11ten d. M. geschehenen Ziehung der Zsten Klasse Jaster Koͤnigl. Klassen-Lotterie fiel der Haupt— Gewinn von 8000 Rthlr, auf Nr. 52, 985; die naͤchstfolgenden Gewinne zu 25090 Rthlr. fielen auf Nr. 30, 40 und 55,ů362; z Gewinne zu 1290 Nthlr. auf Nr. 21,504. 69,791 und S5, 4tzo; Gewinne zu 809 Rihlr. auf Nr. 64,4 12. S6, 476. 99, 395 und 168525; 5 Gewinne zu 5090 Rihlr. auf Nr. 15,164. 28, 82g. zo, szz2. 83,76 und 95,992; 16 Gewinne zu 269 Rthlr. auf Mit. Cöz0. i8 677 26,37. 22,64. 36, dz. 44 br. S7, 85. 6,039). i967 und 98,184; 25 Gewinne zu 106 Rthlr. auf Nr. 682. lGstz. 23, 668. 24,964. 25, 288. 39.163. 35, 446. 41,728. a8, 036. 2 250. 54,6509. 61, 935. 63,771. 70,779. 74,627. S5, 753. S2, GA. 87,69. S8, 018. 9l, 439. 102, 398. 102,672. 162, 42. 193K 517 und 6, 955. Der Anfang der Ziehung 4ter Klasse dieser Lotterie ist auf den 6. Oktober d. J. festgesetzt. Berlin, den 12. September 1835. Königl. Preußische General-Lotterie⸗Direetion. Bekanntmachung. Die Kandidaten der Baukunst, welche an der zweiten dies“ shrigen architektonischen Vorpruͤfung Theil nehmen wollen, wer— zen aufgefordert, sich bis zum 30sien d. M. schriftlich bei uns
ju melden, worauf ihnen das Weitere ersffnet werden wird.
Berlin, den 12. September 1835. Koͤnigl. Ober-Bau-Deputation.
Angekommen: Der Wirkliche Geheime Ober⸗Finanz Rath nd General⸗Direktor der Steuern, Kuh lmeyer, von Stettin
Abgereist: Der General⸗Major ünd Direktor des Mili— air-Oekonomie⸗ Departements im Kriegs- Ministerium, von Sack, nach Annaburg.
Der Staats-Secretair und Chef der Haupt-Bank, Praͤ— sident Friese, nach Stettin.
Zeitungs-Rachrichten. Ausland.
Rußland.
St. Petersburg, 5. Sept. Se. Majestaͤt der Kaiser haben dem Wirklichen Staatsrath und Kammerherrn von Haart— man den St. Annen-Orden 1 ster Klasse verliehen.
Das Journal de St. Petersbourg enthaͤlt einen Aus— jug aus dem in 9 Kapiteln und 169 Artikeln bestehenden Re— lement fuͤr die Universitaͤten zu St. Petersburg, Moskau, Char— 6 und Kasan. Die Universitäten sollen aus zwei oder drei Fa— lultͤten bestehen, naͤmlich einer philosophischen, einer juristischen und einer medizinischen, der letzteren jedoch nur in Moskau, Charkoff und Kasan. Die Theologie soll keine besondere Fakul— tit bilden, sondern es sollen die theologischen, kirchenhisto⸗ rishen und kanonischen Vorlesungen fuͤr alle Studirende, die sich zur Griechisch. Russischen Kirche bekennen, ge— meinschaftlich bestimmt seyn. Die phhilosophische Fakultaͤt sol zwei Dekane und zwei Abtheilungen haben, naͤm— lich eine philosophisch-antiquarisch-historisch⸗statistisch - litera— rische und eine mathematisch⸗ technologisch⸗ naturwissenschaftliche. Jede Universitaͤt soll ein Conseil und eine Verwaltungs-Direc— tion haben. Die Lehrer werden in Professoren, Adjunkte und leltoren getheilt. Saͤmmtliche Fakultaͤten stehen unter der Au— toritaͤt eines Rektors. Das Universitaͤts Conseil (Senat) besteht aus den ordentlichen und außerordentlichen Professoren unter dem Vorsitz des Rektors. Die Verwaltungs-Direction besteht aus dem Rektor, als Praͤsidenten, den Dekanen und dem Syndikus. Ale Universitaͤten des Reichs, da sie unter dem besonderen Schutz Sr. Majestaͤt stehen, sollen „Kaiserliche Universitäͤten“ heißen!
ede Universitaͤt wird unter der besonderen Leitung eines Kurgtors ehen. An jeder Universitat sollen Lektoren der Deutschen, Fran— zisischen, Englischen und Italiaͤnischen Sprache angestellt werden.
Polen. Warschau, 7. Sept. Der Administrations⸗-Rath des Koͤ— nigreichs hat dem Grafen Stanislaus Kossakowski ein Patent
Af eine von ihm erfundene Dresch-Maschine ertheilt, die das
Stroh nicht zerbricht, und zu deren Bewegung nur die Kraft eines einzigen Menschen erforderlich ist. Das Patent ist auf 15 Jahre Und fur den ganzen Umfang des Koͤnigreichs guͤltig, und der Er— finder muß binnen einem Jahre eine solche Maschine, wie er sie hurch Zeichnungen beschrieden hat, herstellen und Furch eigene proben die Gute seiner Erfindung bewaͤhren. Die Ertheilung 6 Patents verbuͤrgt fur jetzt noch nicht die Neuheit, Origina— lit und Zweckmäßigkeit der Erfindung.
Frankreich.
„Paris, 6. Sept. Gestern ertheilte der König dem Herrn de glande, Fran zöstschen Vice-Konsül in Stralsund, eine Pri, vat ⸗ Audienz.
Aus dem Berichte, den der Baron von Barante in der gestrigen Sitzung der Pairs-Kammer uͤber das neue Preß— esetz abstattete, ist noch Folgendes mitzutheilen. Nachdem der erichterstatter es im Allgemeinen gerügt, daß dieses Gesetz der mmer erst kurz vor dem Schlusse der Session, also zu einer eit vorgelegt werde, wo es ihr, da die meisten Deputirten be⸗
Gewalten entwuͤrdigen.
reits die Stadt verlassen, unmoglich sey, noch Aenderungen in demselben vorzunehmen, wenn gnders nicht das Gesetz bis zur naͤchsten Session llegen bleiben solle, fuhr er also fort: „Gluͤck⸗ licherweise muͤssen wir aber anerkennen, daß dieses Gesetz bereits sehr gruͤndlich erörtert worden ist, und daß sich in keinerlei Weise be⸗ haupten laßt, dasselbe sey uͤbereilt angenommen worden. Das furchtbare Attentat, das der offentlichen Meinung einen letzten Wink uͤber die dem Lande drohenden Gefahren gegeben hat, ist nicht das einzige Faktum, das den uns vorliegenden Gesetz- Ent— wurf hervorgerufen hat; unsere ganze politische Lage, eine Reihe⸗ folge von Ereignissen der betruͤbendsten Art, muß als die Ver— anlassung zu demselben betrachtet werden. In letzterer Bezie⸗ hung darf die Pairs-Kammer behaupten, daß auch sie, wenn gleich unter einer anderen Form, eine gründlichere Pruͤfung un— serer Lage, als irgend Jemand angestellt hat; denn der letzte Prozeß vor dem Pairshofe hat uns eine nür allzu traurige Ue⸗ berzeugung von dem krankhaften Zustande eines Theils der Ge— sellschaft verschafft. der Meinung waͤren, daß die Minister und die Deputirten⸗-Kam— mer in ihren Vorschlaͤgen zur Steuerung des Unfugs zu weit gegan—⸗ gen waren, ohne allen Zweifel fuͤr eine Verwerfung derselben stuͤnmen und auf andere Mittel bedacht seyn, um den dem Lande dro— henden Gefahren zu begegnen. Dem ist aber nicht also. Wir
haben in dem uns vorgelegten GesetzEntwurfe keine Verletzung
der Charte erkannt; derselbe scheint uns vielmehr unserer Ver lauten, daß sie nur den Willen der Madrider Central-⸗Regierung
fassung vollkommen angemessen zu seyn, und wir schlagen Ihnen sonach dessen Annahme vor. Wenn sich auch uͤber diese oder
sene Bestimmung einige Zweifel in uns erhoben haben, so sind
wir doch uͤberzeugt, daß der Hauptzweck durch den Gesetz-Entwurf vollkommen erreicht wird. Etwanige Unvollkommenheiten, die sich bei der Ausfuͤhrung ergeben moͤchten, werden leicht zu verbessern seyn, waͤhrend das Einverstaͤndniß und das gegenseitige Vertrauen zwischen den drei großen Staats— gewalten gewiß die moralische Wirkung des Gesetzes be— deutend erhoͤhen wird.“ Herr von Barante ging hierauf die einzelnen Artikel des Gesetz⸗Entwurfes durch, und schioß sodann mit folgenden Worten: „Wir hoffen, daß diese gesetzlichen Be— stimmungen wesentlich dazu beitragen werden, dem Lande die Sicherheit wiederzugeben, deren es so dringend bedarf. Das laufende Jahr ist fuͤr die Staats-Gewalten ein uͤberaus muͤh— seliges gewesen. Nachdem die Factionen durch die Gewalt der Waffen besiegt worden, haben sie sich noch uͤber die Gesetze er— heben wollen und uns dadurch mindestens die Lehre gegeben, daß jede Gesellschaft nothwendig zu Grunde gehen muß, wenn sie es vernachlaͤssigt, sich zu vertheidi zen. Die Vorsehung hat den Konig und Frankreich gerettet; doch mußte die Regierung nach dem letzten fluchwuͤrdigen Attentate der oͤffentlichen Stimme Gehör geben, und sich mit derjenigen Gewalt wappnen, die ihr bisher noch abging. Diese oͤffentliche Stimme aber verleiht auch dem uns vorliegenden Gesetze diejenige Bestaͤtigung, deren es am meisten bedarf. Schon jetzt werden die Handlungen, die dieses
Gesetz bestraft, allgemein gebrandmarkt; es ist also nicht zu be⸗—
fuͤrchten, daß die Anwendung der Strafe jemals gemißbilligt werden koͤnnte. Das Ministerium hat aber eine große Ver— antwortlichkeit auf sich geladen: es hat eine Vermehrung sei— ner Gewalt verlangt, und sie ist ihm ganz in der Weise zu Theil geworden, wie es sie begehrt hatte. Jetzt ist es aber auch seine Sache, die oͤffentliche Ruhe und Ordnung zu erhalten, und jede Gleichguͤltigkeit, Sorglosigkeit oder Schlaffheit in den verschiede— nen Zweigen der Verwaltung strenge zu ahnden. Der Augen— blick ist guͤnstig. Sollten noch ferner Preßvergehen stattfinden, so werden sie aufgeklaͤrte und muthige Richter finden. Man hat behauptet, daß die dem Pairshofe zugewiesene Kompetenz von Mißtrauen gegen die Jury zeuge. Gegen diese Auslegung pro— testire ich aber auf das Bestimmteste. Wir werden nicht gegen die Presse zu Felde ziehen; ein solcher Kampf wuͤrde eben so nachtheilig fuͤr unsere eigene Wurde, als verderb— lich fuͤr das Lond seyn, und gewiß würden wir nicht, um dem Augenblicke zu dienen, eine der großen Staats, Sollte die Presse aber, durch aͤrger— liche Freisprechungen ermuthigt, jenen Character der Verschwoͤ— rung ivieder annehmen, den sie schon mehr als einmal gehabt hat; sollten ihre Anfeindungen gegen den Koͤnig und die beste— hende Regierung systematisch werden, so wurde es an uns seyn, die bis in ihre Grundfeste bedrohte gesellschaftliche Ordnung zu retten.“ — Bevor die Versammlung sich trennte, wurde noch be— schlossen, die Debatte uͤber diesen Gegenstand am naͤchsten Dienstag (8.) zu eröffnen. .
Durch eine Koͤnigliche Verordnung vom 31. August ist eine besondere Kommission zur Ausfuͤhrung der Reglements in Be— treff der Koͤniglichen Theater ernannt worden. Mitglieder dieser Kommission sind der Herzog von Choiseul, Herr von Keratry, der Baron von Lascours, die Herren Ed. Blanc, P. Lacaze, Armand Bertin und von Henneville.
Die Einwohner der kleinen Gemeinde von Domgermain bei— Toul, 4 Stunden von Nancy, weigerten sich unlaͤngst, einen ih— nen von der gelstlichen Behoͤrde zugesandten Pfarrer anzuneh— men. Der Unter-Praͤfekt hielt es fur angemessen, die Weige— rungen und Einwürfe der Gemeinde durch militairische Maßre— geln zu beseitigen, und als sich die Einwohner gegen die auf sie vorruͤckenden Truppen verbarrikadirten und auf die dreimaligen Aufforderungen durch Steinwuͤrfe antworteten, so gaben die Soldaten Feuer, wodurch 7 Personen getoͤdtet und 13 mehr oder weniger schwer verwundet wurden.
Eine telegraphische Depesche aus Bayonne vom 2ten d. mel— det, daß die Milizen aus Saragossa ausgeruͤckt sind, um gegen Quilez zu marschiren, der in Daroca angekommen ist. Die Junta von Saragossa hat sich mit der von Barcelona verbruͤdert. Man sendet noch bestaͤndig Mannschaften nach Portugalette, um Bil— bao gegen einen neuen Angriff sicher zu stellen.
Das Journal de Paris stellt nach einem Schreiben aus Bayonne vom J. Sept. die Ereignisse bei San Sebastian folgendermaßen dar: „Vorgestern verließ der General Evans San Sebastian an der Spitze von 2000 Englaͤndern und 1600
Nichts destoweniger wuͤrden wir, wenn wir
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Spaniern, um eine Rekognoszirung gegen Hernani vorzuneh⸗ men. Nachdem er das Wirthshaus von Oriomendi, welches von den Karlisten befestigt worden war und gut verteidigt wurde, genommen hatte, ruͤckte er auf Santa⸗Barbara los. Zwei Compagnieen Chapelgorris gelangten bis auf den bei die sem Flecken liegenden Huͤgel; und da auf diese Weise der Zweck der Rekognoszirung erreicht worden war, so zog sich der General auf Hriomendi zurück. Mittlerweile hatten die Karlisten eine Ver— staͤrkung von 2 Bataillonen erhalten, und so entstand bei Orio— mendi ein unbedeutendes Gefecht, das gar keine Resultate hatte. Am Abend kehrte der General Evans nach San Sebastian zu— ruͤck. Er hat im Ganzen an Todten 21 Mann verloren, und einige 60 Verwundete brachte er mit zuruͤck.“
Im Indicateur liest man: „Das Geruͤcht von einem Marsche von 10,6090 Mann Spanischer Truppen, die auf Be— fehl der Koͤnigin gegen Catalonten und Aragonien anrückten, hat sich als ungegruͤndet erwiesen. Weit davon entfernt, Madrid zu entblößen, haben vielmehr 3 Bataillone von dem Corps Cordova's den Vefehl erhalten, nach Madrid zuruͤckzukehren.“
Der Temps sagt: „Schon vor acht Tagen sahen wir dle schwierige Stellung voraus, in der sich die von Algier nach der Tatalonischen Kuͤste transportirte Fremden-Legion befinden wurde. Diese, der Regierung der Koͤnigin abgetretene Legion steht nun den Provinzial-Junten gegenuͤber, und da ihre Befehle dahin
zu befolgen haben, so hat der Oberst ohne Zweifel Recht ge— than, die Instructionen des Spanischen Ministeriums abzuwarten. In der militairischen und politischen Hierarchie darf ein kom— mandirender Offizier nur die Befehle der Regierung anerkennen, der sein Detaschement als Huͤlfs-Corps abgetreten ist; aber deshalb bleibt doch die Lage jenes detaschirten Corps sehr schwierig und erheischt die ganze Aufmerksamkeit des Kriegs-Ministeriums. Die Fremden Legion, obgleich der Spanischen Regierung abgetreten, tragt nichtsdestoweniger die Franzoͤsischen Farben; sie kann sogar in Folge eines leicht vorauszusehenden Ereignisses wieder in die Reihen der Franzoͤsischen Armee zuruͤcktreten. Jetzt ist sie in Lerida eingeschlossen, einer Festung, die ganz von Provinzen um— eben ist, welche sich zu Gunsten des Foderativ-Systerns erk art . Sie wird hoffentlich nicht angegriffen werden; indeß ist der Fall doch moͤglich, und in dieser Hinsicht, versichert man, sey das Franzoͤsische Ministerium noch einmal auf die Interven— tions-⸗Frage zuruͤckgekommen und habe die Urlaubs-Ertheilungen in den verschiedenen Armee-Corps einstellen lassen.“
Die hiesigen Blätter enthalten ein Schreiben aus Ca— dir vom 18. p. M. folgenden Inhalts: „Heute Morgen sind hier— selbst alle Kloͤster geschlossen worden; man hat den Moͤnchen nur 3 Stunden Zeit zum Ausziehen gegeben. Diese Maßregel wurde ohne die mindeste Storung der oͤffentlichen Ordnung ausgefuͤhrt. Die ganze Miliz war unter den Waffen; man hatte vor jedem Kloster eine Compagnie aufgestellt, um Brandstiftungen zu ver— hindern. — 8 Uhr Abends. In diesem Augenblick ist kein Moͤnch mehr in der Stadt; die meisten sind in den Schoß ih⸗— rer Familien zuruͤckgekehrt.“ Vergl. den Artikel Spanien.)
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus.
. Siz⸗ zung vom 2. September. Nachtrag.)
In der Debatte
uͤber die (wie schon erwähnt) vom Oberhause verworfene Bill
wegen Verbesserung der Waͤhler⸗Registrirung in Irland behallp— tete Graf Wicklow, daß dem Parlaments nie Tine Maßregel vorgelegt worden sey, die dem Lande gefaͤhrlicher zu werden drohe, und die uͤberdies auf den ersten Blick erkennen laͤsse, daß sie von Individaen diktirt sey, deren Zweck dahin gehe, die Zugel der Regierung von Irland an sich zu reißen; wenn, meinte er, Lord Melbourne im Gefuͤhle der Dankbarkeit gegen Herrn O Eonnell zu demselben gesagt hatte: „Sie sind die Hauptstuͤtze meiner Regierung gewesen, Ihnen verdanken meine Kollegen und ich unsere Aemter, Ihrem Einfluß und Ihrer Macht haben wir es zuzuschreiben, daß wir auch nur einen Augenblick im Stande gewesen sind, dem geraden Sinn des Englischen Volks entgegenzu⸗ treten, und um Ihnen unsere Dankbarkeit zu beweisen, wollen
wir Sie in den Stand setzen, eine Maßregel zu entwerfen, die
Ihren Zwecken entspricht ünd die ganze Regierung von Irland zu Ihrer Verfuͤgung stellt“, wenn ein solcher Antrag gemacht und angenommen worden waͤre, so haͤtte keine Bill entworfen werden konnen, die jenem Zweck besser entsprochen haͤtte, als die vorliegende. Lord Melbourne erwiederte hierauf, seine ge— wöhnliche Mäßigung beiseitsetzend, in ziemlich heftigem Ton un⸗
gefähr Folgendes:
„Mylords, wenn ähnliche Anspielungen von anderen Seiten her gemacht worden sind, so habe ich davon nicht die mindest- No— tiß genommen; ich habe es nicht für noöͤthig gehalten, darauf zu ach ten Beifall); aber bei dieser Gelegenheit imbge es mir erlaubt seyn, die von dem edlen Grafen aufgestenten Behauptungen mit einigen Bemerkungen zu beantworten. Der edle Graf hat mit bedeutendem Aufwand von Sarkasmen, worin er immer so außerordentlich gluͤck⸗ lich ist, behauptet, daß wir Minister Herrn O Connell diesen Tribut der Dankbarkeit schuldig seyen fuͤr die Unterstuͤtzung, die er uns währt habe, und daß wir auf seinen Schutz gegen den Unwillen des Englischen Volks vertrauten. (Großer Beifall und hort, hoͤrt! von Elten der Opposition Wie! Soll durch diesen Beifallsruf jene Behauptung bestaͤtigt werden? Soll er bedeuten, daß wir in der That nur in der Unterstuͤtzung des Herrn O'Connell unsere Sicher= heit finden? Wlederholter Beifall Lord Melbourne hielt einige Augen blicke inne und fuhr dann mit großer Lebhaftigkeit fort Sind denn die Englischen Repraͤsentanten nichts? Ist die Partei im Unterhause, welche uns mit ihrem Beistand beehrt hat, nichts. Ist die allgemeine Stimme und Meinung des Volkes nichts. Ist die allgenieln vers breitete Ansicht von keiner Bedeutung, daß die große Mehrheit die— ses Hauses des Qberhauses) absichtlich alle direkte Maßnahmen, um uns zu stürzen, von der Hand gewirsen hat? Ich wiederhole es, ist dies Alles nichts Und hat der edle Graf in der That Ürfache zu der Behauptung, daß wir einzig und allein auf die Unterstůtzung der Irlaͤndischen Mitglieder angewiesen sind, auf welche er an sujelt? Er behauptet, daß die vorliegende Maßregel auf den Befehl des
errn O Connell in en gebracht sey, und er hat mir die Ab s Schuld gegeben, die Reglerung von Irland dessen Leitung
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