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Rede hielt, der das Lied: „Nun danket Alle Gott“, darauf eine
. J Trauer⸗Musit zu Ehren der gefallenen Krieger, und endlich ein esterr. 3 ,d Metall. 192i. 102. 5 9s i. es!, * A l l 9g e m l ĩ n ö! rauschendes Lebehoch für Se. Maj. den König folgte. Diefer zs. 10 28 ke. Panke Tetfen 1zzz. 15 r ö
ernsten Handlung schlossen sich ein Scheibenschießen und andere Er. L'ozss zu 300 Fl. 116. IIa. Loose zu 1 FI. . ö ß t Belustigungen an, und fuͤr den Abend hatte das Schuͤtzen-Corps . . , n. 8 . „de. a ul, en, B., hon. l. . 2. hie gen Rathhause einen Ball veranstaltet, der zahlreich be⸗ 681. Mo Span. Reime 2pi. 28. 3) 17d. 17. ö l 1 . 2 l
war, und, so wie das Tagesfest, mit dem Wunsche endete, Ham partz, 11. September. .
ten. Gegen 9M½ Uhr erschtenen unter lautem Jubel Se. Ma— sestat der König und nahmen auf der fuͤr Allerhöchstdieselben be⸗ soönders erbauten, mit dem Königl. Preußischen, dem Kaiserl. Russischen und dem Kaiserl. Oesterreichischen Adler geschmuͤckten Tribune Platz; schon fruͤher waren die Prinzen und Prinzefsin nen des Königlichen Hauses, so wie Ihre Kaiserl. Hoheiten die Erzherzöͤge von Oesterreich und die Übrigen fremden Hoͤchsten und Hohen Herrschaften eingetroffen. Troß des anhaltenden Re— ens gingen die Rennen in guter Ordnung von Statten; die
etails daruͤber moͤgen einem besonderen Artikel vorbehalten blei⸗ ben. Mittags war bei Sr. Majestaͤt große Tafel, zu welcher auch die Chefs der hiesigen Behörden und viele anwesende Rit— terguts-Besitzer befohlen waren. Abends geruhten Allerhoͤchstdie⸗ selben, umgeben von Sr. K. H. dem Kronprinzen und den uͤbri⸗ gen Koͤnigl. Prinzen und Prinzessinnen, so wie Ihrer Durchl. der Frau Fuͤrstin von Liegnitz, und in Begleitung der fremoen
Frankfurt a. M., 109. September.
daß letzteres sich in den folgenden Jahren erneuern moͤge.“ 9 1. ,,
W Die Universität Halle feierte am 10. d. M. . do jah⸗· 118. , ö k rige Doktor⸗Jubilaum eines ihrer wuͤrdigsten Lehrer, des Her- zo, bort. 55. 3 zoglich Braunschweigischen Geheimen Justiz-Raths, ordentlichen Profe ssors der Rechte und Ordinarins der Juristen-Fakultaͤt, Friedrich August Schmelzer. Die Mitglieder der Universitaäͤt, der Geistlich keit und saͤmmtlicher Behoͤrden der Stadt beeiferten sich bereits am fruͤhen Morgen, dem gefeierten Jubilar ihre in⸗ nigsten Gluͤckwuͤnsche auszudrucken. In Abwesenheit des außer—
Preuss. Prüm. g Neue Poln. Anl. 16813. Hän.
399 do 55. Cons. 30) oon ö ö. , 301. q
, T, e, er, be, fr e., Bras. S689. Columb. i, . . . ,
Berlin, Dienstag den 15ten September
256.
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Hoͤchsten und
tet des noch immer dauernden heftigen Regens so zahlreich eingefunden hatte, daß das Haus die Menge nicht zu fassen vermochte, und Tausende den Ruͤckweg antreten mußten. Se. Majestaͤt der Kö—⸗ nig verließen das Theater erst am Schlusse der Vorstellung un— ter demselben Jubel, der Allerhoͤchstdieselben bei Ihrem Erschei— nen empfangen hatte. Die Stadt war abermals glaͤnzend erleuch⸗ tet. — Gestern (19.) haben die Prinzen des Koͤnigl. Hauses, sowie der größte Theil der Hohen Fremden uns verlassen, um sich nach Kalisch zu begeben. Se. Masjestaͤt der Konig werden die Reise dorthin erst heute (II.) antreten, und geruhten gestern Vormittag noch das neue Gebäude des Elisabeth, Gymnastums, die neu erbaute Kavallerie⸗Kaserne, den artesischen Brunnen, und die Promenaden um die Stadt, die auch gestern Abend wieder festlich erleuchtet waren, in Augenschein zu nehmen.“
— Des Königs Masestaͤt haben die nachstehende Allerhöchste Kabinets⸗Ordre an den Ober⸗Prasidenten der Provinz Schlesien zu erlassen geruht: „Meine Anwesenheit in der Ihrer Leitung vertrauten Provinz hat Mir hinreichende Beweise bes zweckmaͤ— kigen Benehmens der Behörden und deren Abgeordneien gelie— fert, und Ich bezeige Ihnen hiermit gern Meine Zufriedenheit. Ueberall habe Ich das Bestreben gefunden, zur Erhaltung eines ordnungsmaͤßigen Geschäftsganges mitzuwirken, und der lobens⸗ werthe freiwillige Beitritt der Dorfschulzen zur Ausfuͤhrung po— lizeilicher Maßregeln ist Mir nicht entgangen. Ich trage Ihnen auf, Meine Ihnen bezeigte Zufriedenheit und Meine wohlwol⸗ lende Anerkennung der unter Ihrer Leitung geleisteten Dienste,
so wie des uͤberall sich erwiesenen guten Sinns der Bewohner dieser Provinz, zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. . Konradswaldau, 8. September . riedrich Wilhelm. An den Wirklichen Geheimen Rath und St. Gr r
— Man schreibt aus Juͤterbogk: „Seit dem Jahre 1819 wurde am 6ten d. zum ersten Male wieder auf eine patriotische Weise das Andenken der Schlacht bel Dennewitz, unmittelbar auf dem Schlachtselde selbst, bei dem Sieges⸗Denkmale gefeiert. Der Landrath des Kreises hatte in Vereinigüng mit dem Schuͤtzen⸗ Ceips in Juͤterbogk den ersten Impuls zü dleser Anordnung ge— geben, die auch allgemein den freudigsten Anklang fand; und so
begaben sich am gedachten Tage, nach beendigtem Vormittags⸗ Gottesdienste, die Mehrzahl der Einwohnerschaft von Jaͤterbogk, so wie viele Auswärtige, die aus den benachbarten Städten und Ortschaften herbeistroͤmten, hinaus zu der Siegesstaäͤtte, wo der Anführer des Schuͤtzen / Eorps vor dem mit Eichenkräͤnzen ge—⸗ schmückten Dent mele, eine der Wichtigkeit des Tages angemessene
Hohen Gaͤste, das Theater mit Ihrer Gegenwart zu begluͤcken. Bei dem Eintritt des allverehrten Monarchen erfolgte ein dreimaliges begeistertes Lebehoch des Publikums, welches sich ungeach⸗
die Theilnahme aufs erfreulichste aus; insbesondere aber druͤck⸗
ordentlichen Regierungs⸗-Bevollmaͤchtigten der Üniversitaͤt, Geh. Raths Dr. Delbruͤck, überreichten der jetzige Prorektor, Prof. Di. Eiselen, und der Universitaͤts-Richter, Direktor Schultze, die von Sr. Majestaͤt dem Koͤnige dem Jubilar allergnädigst' verliehene Schleife zum rothen Adler Orden dritter Klasse, begleitet von einem hoͤchst ehrenvollen Schreiben des Wirklichen Geheimen Staats-Ministers, Freiherrn von Altenstein Excellenz, welchem auch der Regierungs-Bevollmaͤchtigte einige freundliche Zeilen beigefuͤgt hatte. Die Universitaͤt selbst hatte in ihrem Namen von dem Professor und Vice-Ordinarius der Juristen- Fakul— taͤt, Dr. Pernice, ein eigenes begluͤckwuͤnschendes Fest⸗ Programm abfassen lassen, welches durch eine besondere Deputation des aka⸗ demischen Senats uͤbergeben wurde, so wie gleichzeitig ein An— schlag des Professors der Beredtsamkeit, Hr. Meier, den Stu— direnden das Fest des Tages verkuͤndigte. Die philosophische Fakultät erfreute den funfzigjaͤhrigen Doktor der Rechte mit ihrer eigenen hoͤchsten Wuͤrde. Von nah und fern sprach sich
ten Se. Durchlaucht der Herzog von Anhalt-Dessau Hoͤchstihre Anerkennung der Sorgfalt, welche der Jubilar eine lange an ö. Jahren hindurch der Amalien- Stiftung zu Dessau gewidmet, durch ein huldreiches Handschreiben aus, mit dessen Üieberbrin— gung eine eigene Deputation der Stiftung beauftragt war. Mittags verelnigten sich die Mitglieder der Universitaͤt und die Behoͤrden der Stadt zu einem Festmahle, wo der Jubilar selbst, in dankbarster Anerkennung und Vergegenwaͤrtigung jeglicher Gnade, die ihm zu Theil geworden, sichtbar gerührt auf das Wohl seines Königlichen Herrn unter allgemeineim Jubelruf den Becher leerte.
— Der verstorbene Rentier Siquet zu Malmedy hat den dortigen Armen ein Legat von 2000 Rthlrn. ausgesetzt, und hat dieses Vermaͤchtniß die landesherrliche Bestaͤtigung erhalten. — Der zu Lövenich verstorbene tatholtsche Pfarrer Reuther hat durch letztwillige Anordnung eine Studien“ Stiftung, bestehend aus 1686 Rthlrn. und 2 Morgen Ackerland, begründet. Auch diese Stiftung ist Allerhoͤchsten Orts genehmigt worden.
Answärtige Börsen.
; Amsterdam, 8. September. Niederl wirßl. Schuld Sal,-2. 5Scν0 do. 10179. Ausg. Schula 1332. Kann Bill. 241.5. Alo Amort. 9A. 3/20 7812. Russ. 26öü, Oesterr. 90 . Hreuss. Brä6m. Scheine 1011. do. *,, Am. 100. Do½ Span. 307. do. 80, 1913/6. .
Antwerpen, 7. September.
Shan. So, 30555. Zins. 13141. Cortes 285.
d Paris, 7. September. z, Rente pr. compt. 167. A5.
Deap. lin Cour. 97. S0. 85 Span Rente 321.
2 30 Selruld 1314. 30,59 hort. S6 . ö
Wien, 7. September. Io Met. 1921. A0 o 1 3/2. 570. 216 56 Vi g.
tin cour. 107. Coup, also 110. 5 30,90 pr. compt. 79. 90. tin cour. 0. 3.
do. 21. 4
Bank-Actien 1318. Nene
Meteorologische Beobachtung Morgens Nachmittags Abends 86 Uhr. ö. 2 Uhr. 10 Uhr.
1835.
12. September.
Luftdruck. . .. Lustwärme .. Thaupunkt .. Dunstsãttigung Wetter
382, 18“ Par. 6,5 0 R. A6 0 R.
S5 pt. 65 pCt. 92 pCt. halbheiter. halbheiter. halbheiter. O. SO. K OSO. — 333,31“ Par. .. 9.60 R. ..
S 40 R. 7,4 0 R.
13,90 R. 8, 3 O R.
Niede
Wolkenzug .. Tagesmittel:
—
6.8 06 R. . .
Nach einmal Beobachtun
z 33 az / / Par. 33 2 Par. Quellwarme a0 g Fluß wärme 13219 Bodenwärme 123 Ausdünstung O My⸗
rschlag 0.
Nachtkälte 6,2 09
Sl pCt.
Königliche Schau spiele.
Schauspiel in 1 Akt, von Kotzebue. nodrama in 1 Aufzug, nirt von G. Benda. C. Blum.
Dienstag, 15. Sept. Oper in 3 Abth. Musik von C. M. v. vom Hoftheater zu Kassel: Mantius: Max.)
Mittwoch, 16. Sept. male: Die Soͤhne Eduard's, lavigne, von Th. Hell.
Weber. Kaspar, als letzte G
Im Schauspielhause:
— — — ——
Königstädtisches Theater. Montag, 14. Sept. . Posse in 5 Akten,
von L. Angely. (Hr. A.
Dienstag, 15. Sept. Lestocg, oder: Oper in 4 Akten. Musik von Auber.
Redacteur Co tze]. f6reᷣ
Coup. —. Neue Anl. 392. ;
Montag, 14. Sept. Im Schauspielhause: Der arme P Hierauf: Pygmalion, nach dem Franz. des Rousseau, tom Und: André, Lustspiel in 1 Alt flagenswerthen Zustande
Im Schauspielhause: Der Fresshlt hn
Hr. astrolle.
Zum ers
Trauerspiel in 3 Abth., nach d
Die Reise auf ,, n. Kos ohlbruͤck,
Stadttheater zu Breslau; Liborius, als iC h, Von
Der Journalist, Original-Lustspiel in 1 Akt, von Oettinger.
Gedruckt bei A. W. Hayn.
Allgemeiner Anzeiger fur die Prenßischen Staaten.
—
55, ohne ö
; rie vernichtet? ... Intrigue und fih
Bekanntmachungen.
. Gerichtliche Vorladung. Nachdem zu den insolventen Nachlaͤssen:
Johann Friedrich Just s, Buͤrgers und Sattler⸗ meisterg hier selbset
. Wolbrechts, Burgers und Buchhaͤndlers ) er,
Fehann Carl Ludwig Löwens, eines der Handlung—
Bekl issenen hierselbst, ;.
Andreas Schultheißen, eines hiesigen Lohnkutschers, ferner zu dem Vermbgen:
Johann Carl Heinrich Graͤfs, Buͤrgers und Caffee— schenkers allhier, auf beschehene Insolvenz,
der Eoneurs Prozeß eröffnet, und sich entfernt, der 9. No vbr 1833
zum ELiquidations Termine anberaumt worden ist: Gerichtswegen auf 1 ersonen ner praͤsumtiven Erb bei Verlust zer Rechtswohlthat der Wiedereinsetzung Käbn sondern auch,
so werden alle Gläubiger der ernannten
in den vorigen Stand geladen, daß sie gedachten Leben
tigre welche zum Vergleiche instruirt und von Auz⸗ laͤndern mit gerichtlicher Vollmacht verseben sein mössen, erschelnen, mit dem betreffenden Nachlaß Vertreter oder Luratare Litis die Guͤte pflegen, und, wo mbglich, einen Record treffen, in dessen Entste⸗ shre Forderungen mit Beibringung des erforderlichen laden, Pesoeises, Production der darauf Bezug habenden urkunden, auch Deductrung der Priorität, liquidiren, mit dem betreffenden Nachlaß⸗Vertreter oder Cura. tore Litis welcher binnen anderweiten 6 Tagen auf das Vorbringen der Gläubiger Suh poeng Confess «t eonvrieti sich cinzulassen und zu antworten, auch, die urschrlftlich producirten Urkunden aul, noena re— es en iti anzuerkennen hat, ferner, der Prigritaäͤt hal⸗ ber, unter sich, von 36 6. Tagen rechtlich verfah⸗ cen, mit der Quadruplik beschließen, und. den 28. De chr. 18335 der Inrotulütlon der Acten, so wie den 11. Januar 1836
der Erbffnung eines Ardelusiv⸗ Hescheids, mit welcher Mittags um 12 Uhr in rontumacinm“' der Nichter ,n. verfahren werben wird, gewaͤrtig sein
ollen.
wohl, den
zu beschließen,
u gewaͤrtigen. Eich
; ,,. die erungen bereits angemeldet haben, darauf aufmerk— sam gemacht, daß dlese J quidatia ns- Termine wiederholt werden niuß. Leipzig, den 11. Mai 1833. ; Das Stadtgericht zu Leipzig.
Glaͤubiger, welche ihre For— Anmeldung laͤngstens im Li⸗
Stadtrichter.
Winter, . S. C. V. O.
d.
belannten Rathsherrn in Köln, E. von Jabach, und dessen Familie darstellte. Dieses Bild faͤllt demnach in die Periode des Kuͤnstlers, wo er bereits vom Koͤnige in den Adelstand erhoren worden und dessen hoͤchster Gunst genoß, und nie soll er es vermocht haben, in den Portraits und hissorischen Gemaͤlden, deren er als erster Hofmaler des Koͤnigs von Frank— reich eine große Menge verfertigte, die Vortrefflich—
So eben ist erschienen: Bilder ⸗ Magazin für allgemeine Weltkunde. Redigirt von Ferdinand M. Malven Zweiten Jahrgangs drittes Heft Mit 3 8, à 1 Thlr. nsich ten: Muley Abd Freahman, Sultan von Mun
nach Befinden mi
20.
an welchem Tage die
den 1. der Eröffnung eines Erke
Ed iet al Ladung.
Nachdem der Huͤfner Johann Friedrich Kuhn, in dem zu hiesigem Gerichts- Bezirke Anzeige seiner Nieska, bereits im
nen Kriegsdraugsale eingetretener tr
4
den 22. September vor uns in hiesiger scheinen, zuvoͤrderst i rig sich auszuweisen,
9 gehörigen Dorfe an Neichthum der Composition, an Richtigkeit der Jahre 1814 in Folge der erlitte⸗ e eir äber Stimmung ohne seitdem von seinem Leben und Aufenthalte Nachricht gegeben zu haben, so werden den Antrag dessen nachgelasse⸗ en nicht nur Johann Friedrich n, n. derselbe i mehr am 1 ; den, ̃ e e, alle diejenigen, welche an desse Tages fruͤh um 11 Uhr auf hiesigem Rathhause in Vermbgen Erbe⸗ oder andere e r ch ö. . .. Der Richterstube in Person oder durch Bevoll uiaͤch⸗ meinen, und zwar jener, unter der Verwarnung, daß er außerdem werde fur todt geachtet und sein Ver— mogen den sich gebührend rechtfertigenden Erben oder Glaͤubigern ͤberlassen werden, diese aber, unter der Bedeutung, daß sie außerdem werden fuͤr davon ausgeschlossen, so wie der
; Wiedereinsetzung in vort⸗ hung binnen 6 ,. vom Termine angerechnet, M Stand fuͤr verlustig er ö.
klaͤrt werden, andurch ge—
Gexrichtstelle gesetzmäßig zu er n Ansehung ihrer Person gehö— sen, hiernaͤchst ihre Anspruͤche und Forderungen gehörig an⸗ und vorzubringen, hteruͤber it dem bestallten Contradietor so. als unter sich rechtlich zu verfahren,
Oktober Akten inrotulirt werden sollen, und sodann Dezember nntnisses in der Sache sich
s Zabeltitz, den 18. April 1835. Die Gerichte daselbst. A. W. Schenk, Dir.
keit jenes Bildes, bei welchem, wie er selbst sagte, die Freundschaft den Pinsel gefuͤhrt, zu erreichen. Auch wird jeder Kunstkenner gestehen, daß nicht leicht ein Erzeugniß der Franzdͤsichen Schule dieses Werk
Zeichnung, an Wahrheit der Charaktere, an Anmuth des Colorits und an Zartheit der Ausführung uͤber—
goldenen Rahmens, 8 Fuß 9 Zoll in der Hohe und! jh Fuß 8 Zoll (Rheinisch) in der Breite. Es ent- haͤlt 6 lebensgroße Figuren, naͤmlich den Herrn von Jabach, dessen Frau und vier Kinder im Alter von etwa zwei bis vierzehn Jahren; dann noch das Por⸗ trait des Malers selbst als Spiegelbild. Es wird kaum ndͤthig sein, etwas Weiteres uͤber die Vorzuͤge dieses Gemaͤldes hinzuzufügen, wenn wir an den Eindruck erinnern, den es auf Gothe zu wiederhol⸗ ten Masen gemacht und den er in seinem Leben und p spaͤter in Kunst und Alterthum am Rhein zu schil⸗ dern versucht. Dasselbe blieb seit seiner Entstehung in ungetheiltem Besitze der Familie der Frau von Jabach, geb. Marig de Groote, und nur die Ver— zweigung der Familie in viele, zum Theil weit ent⸗ fernt wohnende Betheiligte veranlaßt gegenwaͤrtig zum ersten Mal den oͤffentlichen Verkauf, wozu der. Termin auf Dienstag, den 20. Oktober 1835
zu Koln am Rhein anberaumt wird. Durch die köͤl⸗ nischen offentlichen Blaͤtter wird 14 Tage vor dem Verkaufs⸗Termine bekannt gemacht werden, wo das⸗ selbe zur Ansicht der Liebhaber ausgestellt und ver⸗ steigert werden wird. Auch werden daselbst die Be⸗ dingungen zur Einsicht offen liegen.
18353,
1833,
1835
Literarische Anzeigen.
In Ferdinand Duümmler's Buchhandlun Linden Nr. 19, ist zu erhalten: 9g
Diejenigen, welche in dem anberaumten Liqusda⸗ tions⸗Termine nicht erscheinen, oder nicht gehörig liquidiren, sollen pro praeclasis, diejenigen aber,
welche, ob sie deni vorselenden Vergleiche beitreten wollen oder nicht, sich nicht deutlich erklaren, pro eontsentientilius geachtet werden, quch haben aus⸗ wäartige Glaͤubiger zu Annghme känftiger Zuferti⸗ gungen einen unter Stadtgerichts Jurisdietion wohn⸗ . Bevollmächtigten bei d Thlr. Strafe zu be⸗ ellen.
Oeffentliche Versteigerung des berühmten v. Jabach schen Famillen⸗Gemaͤldes ö von Carl Le Brun in Koln.
Eins der vorzuͤglichsten Gemälde Carl Le Brun's, Hofmalers von Ludwig XIV., ist unstreitig dasjenige, ö ö . . 66 a Gönner 9 z J u rotektor, den a esitzer großer Sammlungen Kataloge für Pianoforte und Gesa und als SBesbrherer der Ag fc und ö ——— *
und Staat fuüͤr das Jahr 18385. gr. S8öo. geh. 2 Thlr. 10 sgr. ö.
Die Bedingungen des unentgeltlichen Musikallen⸗ Leih- Instituts voön C. W. Froehlich & Gomp., Unterwasserstraße Nr. 8 (zwischen der Schleusen⸗ u Jungfern brücke), werden gratis r, Die
ind fortgesetzt,
far Instrumental⸗WMusik neue erschienen⸗
trifft. Das Bild msßt, mit Ausschluß des breit n Haönisphaͤre 6 nenen ersten Lieferungen
Prachtwerkes sind stets vorraͤthig
jeder Hinsicht anziehenden Bil Kunst⸗Ausstellungen zu Bersin und erinnern, welches die allgemeine Aufmierksamlel
6 tn hn auch der Dru im Königl. lithographischen Inh zu Berlin so wohl gel 1j angenehmsten I. r,, Art Kun
3K. K. Desterr. Gesandtschafts⸗ Lager auf Wege nach Maquinay. Nach den Zeichnü des Hauptmann Baron Äuguffin). Panorama von St. Petersburg. Ni. Bilder aus Pesih; Das Theater- und Ka ten Gebaͤude Der Ausladungsplatz. Inhalt: Landschafts-Bilder aus der wesll tellenlese aus den in Paris erst des d'Orbigne'schen Rl
werks. — Zur Characteristik der Jagden in allen , , rallelen über Spanien und Portugal von L. Ba 2 8 . ö ;. Inseln. — Das Neueste uͤber den Kordon. — II rung der Bilder. irre , Osard geschildert.
Indische Jagden im Allgemeinen. — dritter Artikel. — Die Lu⸗Est — Die Hauptstadt Mexico,
Sowohl dieses neueste Heft als vollstaͤndige C lare dieses ausgezeichneten unglaublich wohh⸗
in der Stuhr schen Buchhandlung
n in Berlin Schloßplatz Nr. 2.
Kun st - An zeige. In, der Sch en kschen Kunsthandlung in Gn
schweig ist so eb in i eben erschienen und durch alle s
durch George Gropius,
Buchhandlungen a . 9 a Schloßpla r. Der kranke Esel, en, . nn lith, von C Fischer in Berlin, in groß J Folio. Preis auf Velin- Papier 3 Thir, DD chin. dito A Thir, Wer wird sich nicht noch Ii . vortrefflichen es von den Halberfiaht
esammten kunsisinnigen Publikums in Änst
Einnn, esfter bn el Preuß Hat e nn, und deßhalb jeder weitern Beschreibung
oben werden darf. Die Litograpbie desselben
und Eleganz wiedergeg
vollen detsten Erscheinungen . und die Theilnahme i Kenner freunde in hohem Grade verdienen daͤrfte
——— —
fes ein
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Ee. Majestaͤt der König haben dem GarnisonStabsarzt Biräenhauer zu Stettin den Rothen Adler-Orden vierter
asse ju verleihen geruht.
Abgereist: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath m General⸗Intendant der Koͤnigl. Museen, Graf von Bruͤhl,
ach Dresden.
Zeitung s-Nachrichten. Ausland..
Frankreich. ;
pairs-Kammer. Sitzung vom S. September. In eser Sitzung, der die Minister Guizot, Persil, Humann, Thiers nd Duperré beiwohnten, eroͤffnete der Marquis von Dreux⸗ Brezs die Berathungen uͤber das neue Preß⸗Gesetz.
„Mit einem Gefühle bitteren Schmerzes“, so hob er an, „be—⸗ kit ich heute die Rednerbuͤhne, um ein Gesetz zu bekaͤmplen, wo⸗ surch der Preßfreiheit der Todesstoß versetzt werden soll. Ich gebe zar zu, daß Frankreich sich in sittlicher Beziehung in einem h chst
befindet. Die Religion wird nir⸗ hends mehr geehrt, die Regierung wird verachtet und verspottet, der heiß der Empbrung regt sich überall, Plaͤne des Hasses und der siche bruͤten in den Gemuͤthenn, Verbrechen und Selbstmorde neh⸗
nen mit jedem Tage zu; was ist aber die wahre Ursache aller dieser icel? Diese Frage muß vor Allem untersucht werden, wenn man
jn richtiges Urtheil uber das uns vorgelegte Gesetz abgeben will. Eine nöralische Unordnung ist es, wenn die Regierung sich in der Theo— se zu den Grundsaͤtzen einer republikanischen Freiheit bekennt, waͤh⸗ end sie sich in der That zu der absoluten Monarchie hinneigt. Es st eine moöralische Unordnung, wenn die gegislatur sich von zwei mit snonder unvertraͤglichen Substanzen nährt, wenn sie die Empdrung n der Vergangenheit belohnt und in der Gegenwart verdammt. pat sich die Deputirten⸗Kammer nicht zu einer fonstituirenden Ver⸗ ammlung erhoben? Hat sie nicht 530 unserer Kollegen gewaltsam uz diesen Raoͤumen entfernt? Hat sie nicht die Erblich keit der Pai⸗ Wenn es wirklich Ihre Absicht ist, m. H., die sittliche Ordnung neu zu begründen, so sorgen Sie zunaͤchst dafuͤr, baß die Trauerftier vom 21. Jan. wiederhergestellt werde, denn der Köͤhigsmord ist das groͤßte Attentat gegen das gesellschastliche rinzip. Verlangen Sie aber nicht noch ferner von Frankreich eine . zur Jahresfeier dreier Tage, an denen die Buͤrger gegen nander gewaffnet waren; zahlen Sie vielmehr diese Tage zü den Trauertagen; anstatt die Kapelle in der Straße Richelteu zur Ab⸗ tragung auszubieten, ehren Sie lieber das Denkmal der Erinnerung an än Ereigniß, das ganz Frankreich in Schmerz versetzt hat. Wer
seht Ihnen dafür, daß nichi an dem Tage, wo ein zweiter Louvel
fen Cerbrechen beging, ihn der Anblick der Truͤmmer unserer Tempel dajn bewo gen habe. Ich wiederhole es, die Jahresfeier der Juli⸗Revo⸗ lutson ist die Jahresfeier der Anarchie“ — Bei diesen Worten erhob sich ein gewaltiges Murren in der Versammlung. Herr Guizot melnte, die Juli⸗Revolution habe zur Vertheidigung der Ordnung und der Gesetze stattgefunden, und der Graf von Flahault, der die letzten Worte des Herrn Dreur⸗Brezé als einen Schimpf fuͤr das Land betrachtete, verlangte, daß der Redner dieserhalb zur Ordnung verwiesen werde. Letzterer erklaͤrte jedoch, daß es weder in seiner Absicht gelegen habe, noch uberhaupt seine Gewohnheit sey, irgend Jemanden zu beschimpfen; daß er indessen jederzeit bexeit sey, dem⸗ unigen Satisfaction zu geben, der sich fuͤr beleidigt halten konnte. Der Graf von Montalivet erwiederte, daß es sich hier keines⸗ weges um eine persoͤnliche Beleidigung handele; unmdglich koͤnne man aber der Versammlung das Necht bestreiten, einen Redner zur Verantwortung zu ziehen, sobald er auf eine Rvolution schmaͤhe, der die Regierung ihr Daseyn verdanke. Als anarchisch, fuͤgte er hinzu, inne man nur die Jali-Verordnungen Karl's bezeichnen, und er imme sonach, wie sehr es ihn auch schmerze, dem Antrage des Grafen von Flahault bei. Der Praͤsident ermahnte hierauf den Marguis von Dreur-Brezé zur Ordnung, indem er sich auf den unguͤnstigen Eindruck berief, den seine (des Redners) oblge Aeuße⸗ rung auf die ganze Versanmmlung hervorgebracht habe. Herr von Dreur-Breßé erklärte, daß die geruͤgte Phrase sich nicht in sei⸗ nem Manuskripte befinde; er bedaure, daß sie ihm entschluͤpft sey, doch werde er sie nicht veelengnen. Der Redner ließ sich darauf in elne Untersuchung der einzelnen Bestimmungen des Gesetz-Entwur⸗ „Der National-Konvent“, aͤußerte er, „hatte auf alle Preß⸗Vergehen die Todesstrafe gesetzt; dies war allerdings grau⸗ söm, indessen war die Strafe doch der Bezeichnung je⸗ ner Vergehen angemessen. Das neue Preß — Gesetz dagegen mischt noch die Heuchelei zu der Grausamkeit; sobald Sie das Recht der freien Erdcrerung vernichten, zersidren Sie zugleich einen der Haupt- Grundsaͤtze der Juli- Revolution. Sie wollen, daß der Rechtsgang bei Preß-Vergehen mdglichst rasch sey; damit die Strafe aber als gerecht erscheine, muß ihr auch eine gruͤndliche Untersuchung
vorangehen; Sie dagegen setzen die materielle Gewalt an die Stelle
der t glich sinkenden moralischen Ordnung. Ein solches Verfahren führt zur Vernichtung derselben Volks-Spuverainetaͤt, auf der die
jetzige Regierung beruht, und ohne welche die Juli⸗Revolution nur
noch eine Läge feyn wurde. Man hat von den Juli-Verordnungen gesprochen; ich behaupte, daß sie dem Geiß der Charte von 1811 41 waren; dennoch habe ich sie getadelt. Das neue Preß⸗Ge⸗ etz aber laͤuft dem Geiste der Juli-Revolution schnurstracks zuwi—⸗ der, und ich babe daher wohl ain Recht, es zu bekämpfen.“
Der Herzog von Coigny warf der Regierung vor, daß
se sich der ihr schon jetzt gesetzlich zu Gebote stehenden Waffen
nicht hinlänglich bedient habe, um die Ausschweifungen der Presse und die Publication unwuͤrdiger und unschicklicher Karrikaturen 1 bestrafen. Nichtsdestoweniger stimmte er zu Gunsten des esetz Entwurfes. — Der Graf von Montalembert, der bei ieser Gelegenheit zum ersten Male die Rednerbuͤhne betrat, in— dem er das juͤngste Mitglied der Kammer ist, äußerte sich im entgegengesetzten Sinne. Nur die innigste Ueberzeugung, bemerkte A, habe ihn bewegen koͤnnen, in der gegenwartigen wichtigen
ebatte das Wort zu ergreifen, um von den verfassungsmaͤßigen r. diejenige zu vertheidigen, auf die das Volk einen so hohen Werth' lege. „Was ich verfechte“, sagte er,
waͤre wohl moͤglich, daß sie durch dieses Betragen die
ich in dem Gesetze, abgesehen von der Fiscalitaͤt und der Juris die—⸗
„ist die gesellschaftliche Ordnung, der durch ein gewaltsa— mes Gesetz Gefahr droht; es ist die Juli-Regierung selbst, die sich die Gemuͤther entfremdet. Mit dem tiefsten Schmerze erfuͤllt es mich, wenn ich sehe, wie diese Regierung immer mehr ihren Ursprung verleugnet und den Grundvertrag verle hh 9. ahl ih⸗ rer Gegner selbst vermehrt hatte; die Zeit allein wird uns leh— ren, ob ein System der Versoͤhnung nicht besser gewesen waͤre, als das System der Einschuͤchterung, das man gegenwaͤrtig be— folgt. Die oͤffentliche Meinung hat sich von der Regierung ab—⸗ gewandt, seitdem man gesehen, daß sie ein verabscheuungswuͤrdi—⸗ ges Attentat in dem Interesse eines Systems ausbeuten will. Was
tions⸗Veraͤnderung, ver glich bekaͤmpfen werde, ist die Abschaffung des Rechtes der freien Erörterung des Prinzips der Regierung.“ Der Redner erinnerte schließlich daran, daß in Frankreich alle Regierungen, die an die Preßfreiheit Hand angelegt, zuletzt zu Grunde gegangen wären. — Der Graf von Sainte-⸗Aulaire trat hauptsächlich zur Widerlegung des Marquis von Dreux— Brezé auf. Nach einer Revolution, meinte er, sey es unum— gaͤnglich nothwendig, die Staatsgewalt zu verstaͤrken; nun aber leide es keinen Zweifel, daß in neuerer Zeit die Presse schonungs— los die heiligsten Grundsaͤtze angegriffen habe, waͤhrend anderer⸗ seits die deshalb Vorgeladenen oftmals freigesprochen worden waͤren; er glaube, daß unter diesen Umstaͤnden der Regierung wirksamere Mittel an die . gegeben werden mußten, um dem Unfuge zu steuern. — Nach Herrn von Sainte⸗Aulaire ließ sich der Vi comte Dubouchage wider den Gesetz⸗ Entwurf vernehmen. rn Abgange der Post befand er sich noch auf der Redner— ne.)
Paris, 8. Sept. Der Koͤnig arbeitete gestern nach ein— ander mit dem Conseils⸗Praͤsidenten und mehreren Ministern.
Der Marschall Soult und der Fuͤrst von Talleyrand werden morgen wieder von hier abreisen; der Erstere nach seinem Land— gute bei Beauvais, der Letztere nach Valengay.
Der hiesige Englische Botschafter, Lord Granville, ist zum Gebrauche der Seebaäͤder nach Dieppe gereist.
Der General Pelet ist so weit wiederhergestellt, daß er nach seinem Landgute bei Meaux hat transportirt werden konnen. Dort wird er seine vdllige Genesung abwarten.
Der Temps berichtet uͤber eine kuͤrzlich stattgehabte Unter⸗ redung zwischen Fieschi und dem Praͤsidenten des Pairshofes, Baron Pasquier, Folgendes: „Vor einigen Tagen ließ Fieschi, anscheinend ermuͤdet durch das allseitige Dringen in ihn, er moͤge seine Mitschuldigen nennen, und entschlossen, demselben ein Ende
zu machen, Herrn Pasquier um eine Unterredung ersuchen. Hr. Pasquier saͤumte nicht, sich zu ihm zu begeben. „Das ist schoͤn, mein lieber Fieschi“, so redete ihn der Praͤsident an, „daß Sie sich entschlossen haben, sich mir zu entdecken. Ich danke Ihnen fuͤr dieses mir bewiesene Vertrauen. Lassen Sie uns denn plaudern, und das mit ganzer Offenheit!“ — „Ja wohl, Herr Baron, so meine ich es auch“, entgegnete Fieschi, „ich sehe hier sonst nur niedrige Seelen um mich, die mich nicht ver— stehen, und gegen die ich mich deshalb, das werden Sie fuͤhlen, nicht aus— sprechen kann.“ — P. „Natuͤrlich! deshalb habe ich mich auch Ihrem Wunsche sofort gefuͤgt. Wir wollen uns also mit aller Freimuͤthigkeit unterhalten. Womit wollen wir anfangen?“ — F. „Womit Sie wollen, lieber Herr Baron, der Gegenstand der Unterhaltung gilt mir vollkommen gleich.“ — P. „Wohl denn! Nicht wahr, Ihre Affaire vom 28. Juli ist eine weit verzweigte? Wer sind Diejenigen, von denen die ersten Vorschlaͤge in Betreff derselben an Sie gelangt waren?“ — F. „Darauf kann ich Ihnen nicht antworten.“ — P. „Aber Sie sagten doch, Sie wollten ganz offenherzig mit mir reden?“ — F. „Versteht sich! allein ich glaubte nicht, daß meine Affaire vom 28sten zum Gegenstande uünserer Unterhaltung genommen werden wuͤrde.“ — P. „Aber woruͤber wollen wir uns denn sonst unterhalten?“ — F „Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, daß ich die Wahl des Sujets unserer Conversation Ihnen gaͤnzlich anheimstelle; nur allein meine Affaire vom 28sten muß ich davon ausnehmen.“ — Der getaͤuschte Herr Pasquier machte noch einige Versuche, den In— uisiten zum Reden zu bringen, mußzte sich indessen ohne Erfolg wieder entfernen.“ ; .
Das Ministerium soll bereits, obgleich das betreffende Gesetz noch nicht votirt ist, eine Censur⸗Kommisston fuͤr die Theater er—⸗ nannt und an die Spitze derselben den Herrn von Wailly ge— stellt haben. ö .
Eine in Leipzig erschienene „Adresse an das Franzoͤsi— sche Volk“, welche angeblich den Koͤnig der Franzosen zum Ver— fasser haben sollte, war in die hiesigen Blaͤtter uͤbergegangen, die in derselben Stoff zu heftigen Angriffen fanden. Der Moni— teur erklaͤrt sich jetzt zu der Versicherung ermaͤchtigt, daß Alles, was man uͤber den Ursprung jener Adresse gesagt habe, eine reine Erfindung sey. ö;
Herr Arago hat gestern in einem Berichte der hiesigen Aka— demie der Wissenschaften angezeigt, daß die Ephemeriden aller Astronomen, die den Lauf des Halleyschen Kometen berechnet hatten, falsch wären. Herr von Pontecoulant sey von Allen derjenige, der der Wahrheit am naͤchsten gekommen sey. (7)
Gestern Morgen bemerkte ein in der Rue des Petites— Ecuries wohnender Schlaͤchter dicken Rauch aus dem Fenster eines benachbarten Hauses hervorbrechen. Er machte Laͤrm, und man uͤberzeugte sich bald, daß der Rauch aus dem Schlafzimmer des Hauseigenthuͤmers, Herrn Maës, kam. Die Thuͤr des Zim— mers war verschlossen; man mußte sie mit Gewalt oͤffnen und fand Herrn Mass und seine Gattin ermordet in ihrem Bette, unter welchem die Moͤrder bei ihrer Entfernung Feuer angelegt hatten. Madame Maäs war bereits todt. Herr Mas athmete noch einige Minuten; aber schon vor Ankunft der schnell herbei⸗ geholten Aerzte hatte er ebenfalls den Geist aufgegeben. Er war etwa 70, seine Frau 50 Jahr alt.
Die Nachrichten aus Algier reichen bis zum 30. August.
Abdel-Kader wird wohl vor dem Oktober nichts unternommen werden. Vom 10. bis zum 30. August waren etwa 1590 Per— sonen an der Cholera gestorben. Es starben noch täglich unge— gefaͤhr 50 Persoͤnen; die hoͤchste Zahl der Sterbefaͤlle an einem Tage war 115.
Im Moniteur liest man: „Nachrichten aus Bayonne vom Aten melden, daß 22 Bataillone Karlisten Bilbao bedrohen. Am zten ist der Oberst Cordova, Bruder des Generals, in San Sebastian eingetroffen. Die Englaͤnder haben sich augenblicklich nach Portugalette eingeschifft. Ebendahin schickt man 2 Span⸗ sche Bataillone. Diese Streitkraͤfte werden gemeinschaftlich mit 5600 Mann unter Espalette operiren, die sich in Balmaseda 6e finden. — An demselben Tage haben die an dem Ufer der dassoa stehenden Karlisten mehrere Flintenschuͤsse auf Franzoͤsische Militairs abgefeuert, aber ohne einen derselben zu treffen. Man hat durch etwa 20 Kanonenschuͤsse geantwortet.“ 2 Der Indicateur theilt folzendes Schreiben aus Saint— Jean-de Luz vom 3. Sept. mit: „Eine in der vergangenzn Nacht hier angekommene Trincadoure meldet, daß sie nach Bilbao, wohin sie bestimmt gewesen, nicht habe gelangen koͤnnen. In Portugalette angekommen, sey es ihr nicht moglich gewesen, den Strom weiter hinauf zu fahren, da die Feindseligkeiten auf allen Punkten in der Umgegend von Bilbao bereits begonnen hatten. Die von San Sebastian angekommene Post bestaͤtigt diese Nach— richt; alle Englische Bataillone, mit Ausnahme eines einzigen, sind zur Vertheidigung von Bilbao unter Segel gegangen. In diesem Augenblicke (10 Uhr Morgens) meldet ein von Bil— bao angekommenes Fahrzeug, daß die Franzöͤsischen und Engli— schen Konsuln nicht 3 mit den bei Olavig stationirenden Schiffen kommuniziren konnten; daß bei seiner Abfahrt von Bil— bao ein lebhaftes Feuer begonnen, und daß die Karlisten in großer Anzahl versucht haͤtten, sich des Platzes zu bemaͤchtigen. Ein ande—⸗ res Schreiben von der Graͤnze berichtet uns, daß man in der Richtung nach San Sebastian Kanonendonner hoͤre, und daß Jaureguy mit den Karlisten handgemein geworden sey. Auch versichert man, daß der Pfarrer Merino plotzlich wieder erschienen sey und sich eines bedeutenden Geld-Transports, der nach Madrid unterweges war, bemaͤchtigt habe.“
In einem ministeriellen Blatte liest man: „An der Boͤrse wurde gestern erzaͤhlt, daß die Behoͤrden der Stadt Sa— ragossa eine . von 11 Millionen Realen zuruͤckgehalten haͤtten, die durch die Unterzeichner der Spanischen Anleihe von Frankreich nach Madrid gesandt worden waren.“ ö
Aus Toulon schreibt man vom 3. d.: „Am 14. August Abends ist das Englische Geschwader im Mittellaͤndischen Meere unter den Befehlen des Admirals Rowley in dem Hafen von Korfu vor Anker gegangen. Es besteht aus einem Schiffe von 140 Kanonen, 5 Schiffen von 809 Kanonen, 2 Fregatten von 69 Kanonen, und 2 kleinen Fahrzeugen. Die Ankunft dieser Flotte hat in Korfu, wo sie nicht erwartet wurde, viel Aufsehen gemacht.“
Großbritanien und Frland.
Parlaments-Verhandlungen. Unterhaus. Siz« zung wom 4. September. (Nachtrag.) Der Serjeant of arms zeigte in dieser Sitzung an, daß der wegen seines Beneh— mens als Zeuge in der Sache wider General Darling verhaftete Herr Maclean entsprungen sey. Er hatte sich aus dem West— minster⸗Hotel vom Fenster auf eine Mauer 11 Fuß hoch an ei— nem mit einem Halstuch zusammengeknuͤpften Handtuch herabge— lassen und muß alsdann 14 Fuß hoch weiter von der Mauer en den Schlamm der Themse zur Ebbezeit hinabgesprungen seyn. Der General⸗Prokurator (Sir J. Campbell) vertheidigte sich gegen einen ehrenruͤhrigen Ausdruck im andern Hause, wo gesagt worden war, daß die dort verworfene Bill wider die Ge— fangensetzung wegen Schulden „im Unterhause durchgeschmuggelt worden sey.“ (Hort! hoͤrt!)
Unterhaus. Sitzung vom 7. September. (Nach trag. Herr Scholefield legte eine Petition von Mitglie der politischen Union in Birmingham wider die Amendements der Lords zu der Munizipal-Reform-Bill vor und bemerkte da— bei, wenn das jetzige Ministerium, wie die Tories drohten, auf— geloͤst wuͤrde, so wolle die Union in aller ihrer Macht wieder aufstehen, um dem Volke zur Erlangung seiner Rechte zu ver helfen. Herr Ths. Attwood unterstuͤtzte die Petition und be— dauerte, daß die Minister in mehrere der Amendements einge— willigt. Die Tories, sagte er, haͤtten dem Volke wahnsinniger Weise mit 50,000 Mann berittener Jeomen gedroht (in der Morning-⸗Post), wo aber wollten sie diese finden? Ja, wenn es selbst eine solche Zahl bewaffneter Jeomen im Lande gaͤbe, denke er doch nicht, daß die Landwirthe und Manufakturi— sten, aus welchen sie bestaͤnde, sich zu einem Angriff auf das Englische Volk vereinigen wuͤrden. (Hort! Man drohe mit einem Tory-Ministerium und mit neuen Wah— len. Er zweifle nicht, diese wuͤrden die Vermehrung der jetzigen Mehrheit von Reformern um 1090 Mitglieder zum Ergebniß haben (Beifall), denn die Massen wuͤrden jetzt an der Sache Theil nehmen, wie sie es letzten Winter nicht gethan. Er habe schon gesagt, daß sich fuͤr Tory⸗Zwecke die 50,009 Yeomen in England nicht finden wuͤrden, allein an der Weichsel stehe eine solche Truppenzahl, und er zweifle nicht, daß die Tories sich nach einer solchen Huͤlfe umsähen. (Gelächter. Er warne den ed— len Lord (Russell), die Augen offen zu haben und nicht zuzuge— ben, daß eine fremde Macht England mit Blut uͤberschwemmne. Gelaͤchter) In der (gestern theilweise gegebenen) Rede, womit
ord John Russell sodann auf die Einwilligung des Hauses
in die von dem Oberhause mit der amendirten Munizipial⸗Re⸗ form⸗Bill nochmals vorgenommenen Veranderungen antrug, äu— ßerte sich derselbe unter Anderem noch folgendermaßen:
„Ich habe es mir bei allen Reform⸗Maßregeln, an denen ich Theil genommen, zum Prinzip geinacht, mich dadurch nicht ab— schrecken zu lassen, wenn auch nur ein Theil meiner Vorschlaͤge an⸗
enommen wurde, waͤre es auch nur, um einen Schritt auf der Glen der Verbesserung weiter zu rücken. Haͤtten wir eine absolute
Wichtige Ereignisse waren bis dahin nicht vorgefallen. Gegen
Monarchie oder eine streng demokratische Regierungsform, so koͤnnte