von der Kreisstadt dieses Namens, und eben so weit von dem Weichselstrom, 13 Meile von der Stadt Garnsee und 36 Meilen von der Stadt Marienwer⸗ der entfernt belegen ist.
Der Boden liegt flach, eben und abtruͤgig, und eignet sich zum Anbau aller Getraide⸗Arten, vorzugs weise aber jum Roggenbau. Wiesen sind binreichend vorhanden und ein Theil derselben liegt an dem Ossafluße. Die Gebaͤude, welche groͤßtentheils massiv erbaut sind, befinden sich in ziemlich gutem Zustande. Au liegt das Vorwerk in einer sehr guten Gegend, be⸗ sonders hat das Gehöft eine vorzugsweise angenehme und reizende Lage. .
Der Absatz der Produkte wird durch die Naͤbe der n,, Graudenz wie des Weichselstroms sehr erleichtert.
Marienwerder, den 21 August 1838.
Königl. Preuß. Regterung. Abtheil. für direete Steuern, Domainen und Forsten.
ECdietal⸗ Citation. Nachdem uͤber den Nachlaß des zu Trukelmen ver⸗ siorbenen Gestuͤts Inspectors Joseph Bachmann auf den Antrag der Geschwister desselben als Benefizial⸗ Erben durch die heutige Verfuͤgung der erbschaft⸗ liche Liguidations⸗Prozeß eröffnet worden, so werden saͤmmtliche Glaͤubiger des Verstorbenen hierdurch aufgefordert, binnen 9 Wochen, laͤngstens aber in dem vor dem Deputirten, Herrn Ober⸗Landesgerichts⸗ Assessor Hoyoll
auf den 21. November e., hora 10, im Konferenzhause des Kbnigl, Ober-Landesgerichts hierselbst angesetzten Termin ihre Anspruͤche gebuͤh⸗ rend anzumelden und nachzuweisen. Diejenigen, welche dies unterlassen, trifft der Nachtheil, daß sie aller etwanigen Vorrechte verlustig erklaͤrt und mit ihren Forderungen nur an dasjenige, was nach Be⸗ friedigung der sich meldenden Glaͤubiger von der Masse noch uͤbrig bleiben mochte, verwiesen werden. Unbekannte oder persoͤnlich zu erscheinen Verhin derte koͤnnen sich an einen der hier fungirenden Ju⸗ fij Commiffarien: Cruse, v. d. Trenk, Collin, Jun iz⸗ rath Lindenau und Criminalrath Hassenstein wenden und selbigen mit Vollmacht und Information versehen. Urkundlich und in forma prohante ausgefertigt. Insterburg, den 3 Au gust 1885.
35 Tivil-⸗Sengt des Königlichen Ober⸗ Landesgerichts.
Oelgemaͤlde⸗Auction zu Dresden.
Auf gerichtliche Anordnung beginnt Montag, den 19. Oktbr. d. J., durch unterzeichneten die Verstei⸗ erung der dem vormaligen Kunsthaͤndler Herrn
3oͤtzsch gehörig gewesenen Sammlung von grbßten⸗ theils Original Selgemaͤlden beruͤhmter Meister ver⸗ schiedener Schulen, worunter mehrere Meisterwerke alteblnischer Schule, dann zwei große roͤmische Mo⸗ saiken, Portraits der Apostel Petrus und Paulus en Medaillon in gold. Rahmen. (3wei ahnliche Stuͤcke befinden sich im hiesigen grünen Gewölbe). ,
Die gedruckten Auetions⸗Verzeich nisse sind auf por, tofreie Verlangschreiben zu haben: in Berlin bei Herrn Asher, in Breslau bei Herrn Buchhändler Schulz, in Dresden durch die Waltb er sche Hof⸗ Buchhandlung, in Hamburg bei Herrn Mäkler Harzen, in Leipzig bei Herrn Maler Börner, in Nuͤrnberg bei Herrn Auctionator Borner, in Wei⸗ mar bei Herrn Buchhaͤndler Hoffmann.
Dresden, am 20. August 1835.
Carl Ernst Heinrich, Koͤnigl. und Raths⸗-Auctionator.
Stettiner Dampf-Schiffahrt. Vom 23. September an wird das Dampf⸗Schiff: „Kronprinzessin“ nur 2 Mal in der Woche, naͤmlich am Dienstag und Sonnabend Morgens 8 Uhr von Stettin nach Swinemuͤnde fahren, und wenn nicht vorfallende Bugsirungen eine Aenderung veranlassen, an jedem Montag und Freitag von dort wiederkehren Zu der am 1. October stattfindenden letzten dies⸗ jaͤhrigen Abfahrt des Dampf⸗Schiffs: „Alexander“ von Swinemuͤnde nach Riga werden die Reisenden ersucht, spaͤtestens bis zum 29. September Mittags
halb 12 Uhr hier einzutreffen. Stettin, den 17. Septbr. 1835. A. Le monius.
Anzeige, die Zahlung der zins⸗Coupons und der zum erstenmal ausgeloosten Capitalien von den
Königl. Polnischen sprocentigen Schatz⸗
Sbligationen betreffend.
Hiermit benachrichtige ich die betreffenden Inter⸗ reffenten, daß die am 1 October e. zahlbar werden⸗ den Zins⸗Coupons von den Polnischen 3 procentigen Schaͤtz⸗-Obligationen, so wie die ausgeloosten Capi⸗ talien derselven (deren Ziehungsliste bei mir einzu⸗ sehen ist) schon von heute ab zum vortbeilhaftesten Course in meinem Comtoir erhoben werden koͤnnen.
Berlin, den 15. Septbr 18335.
Arons Wolff,
Linden Nr .
1 mas:
Literarische Anzeigen.
Bei A W. Hayn in Berlin, Zimmerstr. Nr. 29,
ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben
Allgemeiner Briefsteller
zur Bildung des besseren Geschmacks im gewöhnli⸗ chen und schwierigen Briefschreiben, von mehreren Schriftstellern, Schriftstellerinnen und Geschaͤftsmn⸗ nern. Herausgegeben von J D. F. Rumpf, Kb⸗ nigl. Preuß. Hofrathe. Ate durchgesehene und ver⸗
mehrte Ausgabe. Preis: 14 Thlr. Der Preußische Kanzleisekretaͤr.
Eine vollstaͤndige Anweisung zur Schoͤn⸗ und Recht“ schreibung, zur Interpunktion und. Schriftkuͤrzung, ingleichen zur Einrichtung der Titulaturen, nebst einem grammatisch- orthogrgphischen Worterbuche. J. D F. Rum pf, Königl. Preuß. rf,
t
Von 1 , vermehrte und verbesserte Ausgabe
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Leichte Gespraͤche
fuͤr das gesellschaftliche Leben junger Maͤdchen. Dia-
logues faciles pour la vie sociale des jeunes filles.
Von M. J. r la9s, ordentlichem Lehrer der Franz
Sprache an mehreren K. Gymnasien in Berlin.
Zweite verb. und verm. Aufl. Preis: z Thlr. Grund satze
der Gemeinheits-Theilung,
Sonderung vermengt liegender Acker, und daher nüöthiger Bal ung des Ertrages und des i r solchr Grundstuͤcke, nebst den Prinzipien zur Ablö⸗ sung und Aufhebung aller auf dem Landbau haften⸗ den Belastungen und Dienstbarkeits⸗Rechte. Zum Zweck der Genieinheits Theilungen, Dienst⸗ und son⸗ stigen Regulirungen der laͤndüchen Verhaͤltnisse in saͤmmtlichen Koͤnigl. Preuß. Staaten, nach eigenen praktischen Erfahrungen bearbeitet, mit Zeichnungen versehen und herausgegeben von C. W H Klebe, Königl. Oekonomie ⸗Kommissarius in der Provinz Brandenburg. 2 Abtheilungen. Preis: ? Thlr. 15 sgr.
A n 6 en g . füuͤr Deutschlands Stagtsmänner, Fabrik⸗ herren, Kaufleute und für jeden gebildeten Vaterlandsfreund. .
Bei Otto Wig and in Leipzig ist so eben erschie⸗ nen und wird in Berlin bald in der Stuhrschen Buchhandlung, Schloßplatz Nr. 2, zu haben sein, in Riga bei Frantzen, in St. Petersburg bei Brieff:
Das Fabrik wesen in wissenschaftlicher, moralischer und commerecleller Hinsicht, bearbeitet vom Dr. A. re. Aus dem Englischen vom Dr. à. Diezmann. Mit vielen Abbildungen. Svo. broschirt. 2 Thlr. Daß dieses Werk eine wichtige Erscheinung ist, ersieht man aus dem Titel; daß der Verfasser Herr Dr. Ure der einzige Mann ist, der mit Erfolg diesen Gegenstand bearbeiten konnte, haben einstimmig alle offentlichen Blaͤtter ausgesprochen Man erstaunt beim Lefen dieses Buches und eine neue Welt geht vor unsern Augen auf Ich muͤßte das Buch selbst abdrucken, wollte ich zur Empfehlung desselben etwas sagen: denn angefangen so fesselt uns mit klopfenden Herzen jede Seite bis ans Ende. Eine allgemeine Verbreitung eines so belehrenden, nützlichen Buches, 6 1 von den wohlthaͤtigsten und gluͤcklichsten olgen sein. . Zur naͤhern ur er sht . ich hier noch den Inhalt. 2 J s
Allgemeine Uebersicht der Fabrik⸗ und Manufaetur⸗ Industrie. — Ordnung und Zusammenhang der Ma⸗ nufaeturen. Topographie und Statistik des Fabrik- wesens Großbritaniens.
II. Bu ch.
untersuchung der webbaren Fasern⸗, Baumwolle, Wolle, Flachs und Seide. — Einrichtung einer Baumwollenfabrik. — Kammwollen⸗Manufactur. — Allgemeine Bemerkungen uͤber die Wolle. Die Ein⸗ richtung und die Operationen einer Wollenfabrik. — Einrichtung und Operation einer Flachsfabrik. — Einrichtung und Operation einer Sesdenfabrik. III. Bu ch,
Zustand unserer Fabrikarbeiter in Hinsicht auf per⸗ soͤnliches Wohlbefinden, verglichen mit dem der an⸗ dern arbeitenden Classen, oder uͤber die Quantitaͤt und Qualitat ihrer Arbeit in Bezug auf die Mittel des Genusses, welche sie gewaͤhrt. — Geschichte der Streitigkeiten, der Vorurtheile und der Gesetzgebung uͤber diesen Gegenstand — Gesundheit der Fabrik⸗ arbeiter. — Zustand der Kenntnisse und der Religion in den Fabriken. . .
V. Bu ch. Das Fabrikwesen in commercieller Hinsicht.
Subscriptions: Einladung. In Kurzem erscheint bei Unterzeichnelem: Die Klassischen Stellen der
Sch wei zg und deren Hauptorte in Original-Ansichten dargestellt, gezeiehnet von Gustay Adolph Müller, au Stahl Feslochen von Henry Winkles und anlern ausge- zeichneten Englischen Künsllern. Mit Erliuterungen von Heinrich LIschokbe. In 22 monatlichen Lieferungen, Royal -Oelav, jede mit 3 Stahlstichen u. 1 Bogen Text aut Velinpapier. Preis fine die Lieferung: 10 sgr. Ausgabe in Royal Quart mit Abrücken auf ehin. Papier è Lieserung: 20 szgr. Man sahseribirt für das ganze Werk, rahlt aber nur bei Einpfang einer jeden Lieferung den Suh— seriptions- Preis derselben. — Subseribenten-Samm- ler erhalten bei 12 bezahlten Exemplaren eins frei. Ankündigungen mit Probe des Drucks, so wie Sub-
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Carlsruhe und Leipzig, im Autsust 1835. Kunstverlag, W. Creuzhauer.
Gnezen und C. Vincent in Prenzlau.
haben auch in der Plahn schen Buchhandlung (E Nitz e), Faͤgerstraße Nr. 87 in Berlin:
nicht ganz unbekannt sind.
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oder der Theilung gemeinschaftlicher Land⸗Nutzun⸗ chigen, als: der Acker⸗, Wald⸗ und Angerweide, der
oeriplions · fis en mit Probe der Stahlsticie, liegen zur Ansicht und Unterzeichnung in allen guten
Bestellungen nehmen an: E. S. Mit iler in Ber lin (Steéchhaähn No. 3), Posen, Bromberg, Culim,
Bei Hinrichs in Leipzig ist erschienen und zu
Praäetische Anweisung zur Feldmeßkun st mit der Kette, dem Meßtische und Winkel⸗ spiegel, zur Selbstbelehrung fuͤr alle, welche mit den ersten Lehren der Arithnietik und Geometrie Von Gottfried Wießner, Großherzogl Sdͤchs. Geometer, — Mit o Steindrucktafeln. — 1835. geh. 1 Thlr. Dieses nuͤtzliche Werkchen, das manche Resultate zwanzigjaͤhriger Praxis enthaͤlt, wird vorzuͤglich de⸗ nen, die mit Vermessungen zum Behuf einer gleichen Vertheilung der Grundsteuern (wie es z. B. jetzt der Fall im K. Sachsen ist) beauftragt sind, bei seinem billigen Preise bestens empfohlen werden konnen, da es alles, was in arbßern und kostbaren Werken sich artes. n vorfindet, auf eine fuͤr den, selbst erst angehenden Practiker klare Weise zusammengesiellt,
Kunst-Auction in Leipzig. Durch alle Kunst⸗ u. Buchhandlungen ist zu erhalten: Kunsteabinet des verstorb. Herrn Aretist es und Dekan Veitz in Schaffhausen. Herausg, von Rud. Weigel. Ir Theil, enth. ,, Original⸗Handzeichnungen und upferstiche und Radirungen der Maler Deut⸗ scher Schule, welches den 2. Novbr. zu Leipzig versteigert wird.
Fur Naturforscher und Aerzte.
So eben ist erschienen und in allen Preußischen
Buchhandlungen, in Berlin Schloßplatz Nr. 2 in der
Stuhrschen vorraͤthig: .
Amtlicher Bericht uͤber die Versammlung Deutscher Naturforscher u Aerzte zu Stuttgart im September 1834, herausgegeben von den da⸗ maligen Geschaͤftsfuͤhrern E v Kielmayer u G Faͤger. gr. A0, geh. Stuttgart, Metz⸗ ler sche Buchhandlung. Preis 14 Thlr.
Im Druck ist fertig geworden:
Abhandlungen über das Bedrucken, Blei— chen und gen der gewebten Zeuge, nebst Ue— bersetzungen aus dem sMlanuel du Eabricant d'in- diennes par Fhillaye. Paris, 1834. Svo. geh. A0 Bogen, mit 6 Kupfertafeln versehen, und welche zugleich den zweiten Band von dem Zeug⸗ druck 26. mit ersetzen. Auftrage darauf nehmen zu dem festgesetzten Preis von 5 Thlr. in Preuß. Courant an: ̃ ;
Die Herren Becker und Schraps in Chemnitz; Becker und Tschudy in Glarus; N. H. Burmester in Hamburg; Ritter J S. v. Hohen blum in Wien; W. J. Hanisch in Breslau;
J. Hoffman in Manheim;
A. W. Schade, Buchdruckerei⸗Inhaber in Berlin. ; - Carl Friedrich Kreisig aus Chemnitz, Verfasser.
—
Neueste historische Novellen von Eduard Gehe: Das Schloß Perth u. die Pulververschwoͤ⸗ rung à2 15 Thlr. . Die Exoberunng von Sibirien à 13 Thlr. sind so eben bei mir erschienen, und in allen soliden Buchhandlungen (in Berlin bei E. S. Mittler,
Stechbahn Nr. 3) zu haben. ; . ö . Carl Focke in Leipzig.
Bei E. H. Schroeder in Berlin, Koͤnigsstraße
Nr. 37, ist erschienen und durch alle Buchhandlun⸗
gen zu bezieben:
Fa u st, L., Praktische Ergebnisse der Heitzung mei⸗ nes Wintergartens durch Wassercireulation. Mit Abbildung geh. 10 sgr.
Im Verlage der C. F. Nasti'schen Buchhandlung in Ludwigsbürg ist erschienen: Wandkarte von Europa, fuͤr Schulen u. zum Selbst-Unterrichte, von Karl Friedrich Vollrath Hoffmann.
Erläuterungen.
Preis 2 Thlr.
Vorbenannte Karte ist ohne Schrift. — Die darauf befindlichen Orte, Fluͤsse ꝛc. sind aber mit den An⸗ fangs⸗-⸗Buchstab en ihrer Namen bezeichnet, wo— durch dem Gedaͤchtnisse nachgeholfen wird, ohne den
schöͤnes, welche sich darauf nicht finden, da Ueberladung ver⸗
werden konnen. Fuͤr den Lehrer dienen als Leitfaden beim unter— richte die dazu gehörenden, vier Bogen starke, Er⸗ laͤuterungen.
erlassenen Deerete hat sich derselbe folgendermaßen ausgesprochen: Der Koͤnigliche Studienrath erkennt diese Wand⸗ karte wegen ihrer methodisch en Zwec maͤ—⸗ ßigkeit, wegen der Richtigkeit ihrer to⸗ pographischen Behandlung, wegen ihrer ausgezeichneten Anschaulichteit und we⸗ gen ihres billigen Preises fuͤr vorzuͤglich empfehlenswerth zur Anschaffung und zum Ge⸗ brauche in Lehr-Anstalten, und ermaͤchtigt hier⸗ mit die Verlagshandlung, auf dieses Urtheil in ihren öffen lichen Ankuͤndigungen sich zu berufen. Exemplare sind durch alle Buchhandlungen zu er⸗ halten, in Berlin durch Ferd. Düuͤmmler, E. S. Mittler und alle andern Buchhandlungen.
zoͤstiche Straße Nr. 20 4, ist so eben erschienen und in allen Buchhan lungen zu haben:
Andeutungen uber das Wesen und die
Berechtögung der Philologie als Wis⸗ senschaft. Von br. Julius Muͤtzell. gr. Soo geh. 10 sgr.
Bei den vielfachen Anfeindungen und der wesent⸗ lichen Verkennung, welche die Philogie in neuerer „Zeit hat erdulden niüͤssen, wird es Philologen und deren Gegnern eine interessante Erscheinung seyn, in obiger Schrift auf eine geistreiche, uͤberzeugende Weise die Idee der Philologie und deren Berechti⸗ gung als Qifenschaft entwickelt zu finden.
In der Enslinschen Buchhandlung (Ferdinand
berg bei Wilmsen, in Prenzlau bei Kalͤbersberg, in St. Petersburg bei Ho ewert ist erschienen und dasclbst, wie auch in allen Buchhandlungen zu haben: Stüler, Hr. G W., die Homdopathie und die hombopathische Apotheke in ihrer wahren Be⸗ deutung dargestellt. Mit Vorrede eines Nicht⸗
gr. Svo. brosch. 22 sgr. 6pf. Richtige Auffassung des Standpunktes der Homdo⸗ pathie zur Allopathie strenge Nachweisung der Na⸗
Vier große Blaͤtter, illuminirt, sammt vier Bogen
unterricht mechanisch zu machen. — Sie ist auf star kes Papier gedruckt, damit Orte ꝛc,
mieden werden wollte, noch selbst hineingezeichnet
Die Verlagshandlung hat dem Hochpreislichen Koͤniglich Warttembergischen Studienrathe die Karte zur Beurtheilung eingesandt, und in dem hierauf
chens, welches ihm schon ein sehr Ern es Publ gewannen und ferner gewinnen werden.
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Allgemeine Geschichte von Carl v. Rotteck.
ganz gleichlautende Original⸗Auflage in drei grols Oetav-Bünden. Der 1ste Band enthaͤlt die alte, der 2te die m lere, und der zte die neu ere Geschicht; Der Preis ist wie bisher 9 Fl. — oder z Thi Partien noch billiger in der ⸗ Stuhrsche Buchhandlung zu Vn Schloßplatz Nr. 2.
Bei C W Fröhlich & Comp, (unterwasn Nr. 8, unweit der Muͤnze) sind nächstehende M lien erschienen und daselbst, so wie in allen si Buch- und Musikalienhandlungen zu haben; Marschner, hr. H., Bilder des Orientz Stieglitz fuͤr J Singstimme mit Begl. de) op.. S0 Heft 1. 2A dito Heft 2. 2 Fr W Jaehns, vier vierstimmige Gestgt Sopran, Alt, Tenor und Baß p. 19. Kn der Freundschaft. — Liebesfreude. — Massn Lustiges Lied. Partitur ünd Stimmen zo) Wielhorsky, Graf v., Kaiserl. Russ. Kann herr. 2 Lieder mit Begl. des Pianoforte u. lon celle J Dieselben einzeln mit Pftebgl. oh ne Violont Nr. 1 „Auf der Liebe dunklem Meere“ J Nr 2 „Ich liebte sie“ J
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rede und Cinfuͤbrung der Schrift durch einen M! arzt, — dies sind die Hauptzlerden des obigen
Eilfte vollstaͤndige mit der Sten, 9gten unn td 28 * ö
chönlanke, mit Anweisung seines Wo
den meisten ubrigen Buchhandlungen da selcl ju gag
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turgesetze, welche der Homöopathie zum Frunde lie⸗
itte . zwei in Kupfer h n, e nnn
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gen; die leidenschaftslose Sprache, die geistvolle Vor⸗
A0 Thlr.
!
Allgemeine
teußische Staats—
n 2 r —
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Des Koͤnigs Majestaͤt haben die Wahl des Medizinal⸗Raths hrofessors r. Busch zum Rektor der hiesigen Universitaͤt für as Universitaͤts- Jahr vom Herbste 1835 bis dahin 1836 Aller—
sdigs zu bestaͤtigen geruht.
Des Koͤnigs Masestaͤt haben geruht,
kandgerichts-Raäathen zu ernennen:
den Staats⸗Prokurator Fa stnagel beim Landgericht zu Achen (mit Vorbehalt seiner Anciennetaͤt),
den Assessor Lon Druffel beim Landgericht zu Koblenz,
den Affessor Jven beim Landgericht zu Achen'
den bisherigen Friedens⸗Richter Weygold beim Landgerichte zu Saarbrücken;
Staats⸗Prokuratoren:
die Assessoren Graf und Heyer beim Landgericht zu Trier,
die Assessoren Linz und Perrot beim Landgericht zu Saar⸗ bruͤcken, und ö
den Assessor Kannengießer beim Landgericht in Koln.
Der bisherige Land⸗ und Stadtgerichts-Assessor Börner ist m JustizKommissarius bei dem Land- und Stadtgerichte zu hnsitzes in Schoͤnlanke, stellt worden.
Der bisherige Ober⸗-Landesgerichts-Referendartus Leist in stettin ist zum Justz⸗Kommissarius bei den Untergerichten des sreiffenhagenschen und Randowschen Kreises, mit Anweisung nes We m . in Greiffenhagen, bestellt worden.
——
Heute wird das 2hste Stuͤck der GesetzSammlun ⸗ n ven, . 6 3 . Mr. 1639. Die Erklaͤrung wegen gegenseitiger Aufhebung des Abschlusses und Ab fahrts⸗-Geldes a . een r chen Preußischen Staaten einerseits und den Oester⸗ reichischen Staaten, mit Ausnahme von Ungarn und Siebenbuͤrgen, andererseits. Vom 21. Juli d. J. Die Verordnung wegen Stempel-Entbindung Der von Friedensrichtern in der Rhein⸗Provinz uͤber ab⸗ ö , , , . Verhandlun⸗ gen. Vom en v. M., fe ie Aller Kabinets⸗Ordres ,, . vom 28sten ejus., wegen des Umzugs-Termins die⸗ nender Schaäͤfer und Schaͤfer-Knechte im Kreise Hoyerswerda, . von demselben Tage, wegen Verleihung der revidir— ten Staͤdte⸗Ordnung an die Stadt Filehne, vom 2hsten ejusd., betreffend die Kompetenz zur Abfassung des Erkenntnisses zter Instanz in fiskali⸗ schen Untersuchungs- und Injurien-Sachen, vom 31sten ejusd.R, wegen Beilegung des Titels Ober-⸗Landes Gericht“, an das Hof-Gericht in Arnsberg, und vom 5ten l. M, die Declaration des §. 44. Titel 4. , II. des Allgemeinen Landrechts betreffend, und letzt ö. Ministerial-Erklaͤrung vom Sten l. M., wegen der mit der Herzoglich Braunschweig-Luͤneburgischen Regierung abgeschlossenen anderweiten Durchmarsch⸗ und Etappen⸗Convention. Berlin, den 21. September 1835.
Gesetz⸗Sammlungs⸗-Debits⸗Comtoir.
1640.
1641.
.
1642. 1663.
1644.
1645.
1646.
Zeitung s-Rachrichten. Auslande.
Frankrecch.
Paris, 14. Sept. Der Konig musterte gestern Mittag Hofe der Tuilerieen 4 Infanterie⸗Regimenter, die bisher hier Garnison lagen und eine andere Bestimmung erhalten haben. wurden mehrere Ordens-Kreuze vertheilt. Nach beendigter vue wurde das Offizier-Cerps Sr. Majestät vorgestellt.
Der Köoͤnig hat gestern vier Glückwuͤnschungs-Schreiben zu
Erhaltung seines Lebens am 28. Juli von den Senaten der ien Staͤdte Hamburg, Bremen, Luͤbeck und Frankfurt erhalten.
Man schreibt aus Eu unterm 12ten: „Die Reise des Koͤ— gs hierher scheint nunmehr entschieden zu seyn. Wir erwarten 5. MM. Dienstag fruͤh (15.). Die Equipagen befinden sich bereits mehreren Tagen hier. Wahrscheinlich werden die beiden gen Prinzen, die seit dem 24. Juni das Schloß Eu bewoh— mit ihren Aeltern nach Paris zuruͤckkehren.“
Der Fuͤrst von Talleyrand befindet sich feit dem zten d. M. eder auf seinem Schlosse Valen gay.
er ⸗Graf von Montalwet hat sich von hier nach Bourges heben, um den Berathungen des General-Conseils des Depts. Cher beizuwohnen.
Herr Dupin der Aeltere hat vorgestern Paris verlassen und nach Clamech begeben.
Der ehemalige Großsiegelbewahrer unter der Regierung s R, Herr Courooisier, ist am 19ten d. M. in Lyon mit de abgegangen. ;
ne estern Mittag um 2 Uhr fanden bei der unguͤnstigsten Wit⸗ 5 auf dem Marsfelde die Pferderennen um den Königlichen Econ 60600 Fr. statt. Ungeachtet es fast unaufhörlich reg . sich doch eine zahlreiche Menge von Pferdeliebhabern
ö nden, indem man sich ein interessantes Rennen versprach.
. naͤmlich 9 der schoͤnsten Pferde dazu angemeldet wor— ). nd zum ersten Male sollte ein in einem Landgestuͤte gezo⸗ lan rd die „Agar“, eine vierjaͤhrige Stute, mitlaufen.
ann interessirte sich fuͤr dieses Pferd, da es ungemein
e — — ꝛ — — — — —— —— 85 — — — —— — . —
maseda begeben werde, um seine
schoͤn gebaut ist, Jedermann besorgte aber auch um so mehr, daß ihm der Sieg nicht wuͤrde zu Theil werden, als sich unter den Kenkurrenten die beruͤhmte „Miß Annette“ des Lord Sey— mour befand. Außer diesen beiden Pferden liefen noch 4; die 3 ubrigen waren zuruͤckgezogen worden. Die Bahn betrug den zweimaligen Umkreis des Marsfeldes, und es galt einen doppel— ten Sieg. „Agar“ fuͤhrte, dicht gefolgt von der, Miß Annette“, und beide ließen bald die uͤbrigen Mitbewerber weit hinter sich. „Miß Annette“ siegte mit einer Kopflaͤnge in 4 Minuten 2*½ Sekunden. Nur ein einziges Mal ist dieser Lauf rascher beendigt worden, namlich in 4 Minuten 56 Sekunden, freilich aber auch an einem Tage, wo das Terrain besser war; denn diesmal war die Bahn von dem Regen gaͤnzlich aufgeweicht, ja zum Theil uͤberschwemmt. Das zweite Meal liefen nur noch „Miß nnette“ und „Agar“ allein. „Miß Annette“ fuͤhrte von Anfang an, jedoch stets dicht gefolgt von der „Agar“, und erreichte das Ziel nur . Sekunden fruͤher als diese. Der Preis wurde also abermals dem Lord Seymour zuerkannt, der hiernach in diesem Jahre mit demselben Pferde hier bereits 3 Preise von zusammen 14,000 Fr. gewonnen hat.
In dem Hause der ermordeten Eheleute Maus hat man aber— mals einen Fund gethan. Die untersuchenden Gerichtspersonen kamen an ein kleines Kabinet, dessen Eingang mit einer besonde— ren Vorrichtung verschlossen war. Als es erbrochen wurde, fand man nichts als zwoͤlf Huͤte auf einem Brett neben einanver. Man fragte sich? worum wohl Herr Mas diese Hutkammer so vorsichtig verwahrt habe? Ein Gerichtsdiener greift aus Neugierde nach einem der Huͤte, um ihn zu besehen; er findet Widerstand, zieht staͤrker, und ploͤtzlich faͤllt ein Sack mit Geld herunter: man untersucht nun die anderen Huͤte und unter jedem war ein Schatz verborgen.
Herr Aubry-Foucault, verantwortlicher Herausgeber der „Ga— zette de France“, ist heute nach Absitzung der ihm zuerkannten 15 monatlichen Gefaͤngnißstrafe, seiner Haft entlassen worden. Die bisher in Rouen erschienene „Gazette de Normandie“, ein Oppositions-Blatt, ist in Folge des neuen Preß-⸗Gesetzes ein gegangen; eben so der „Dauphinois“, der bisher in Grenoble herausgegeben wurde.
Im heutigen Journal des Dabats liest man in Bezug auf die Spanischen Angelegenheiten Folgendes: „In unserer Korrespondenz aus Madrid vom 3ten ist von keiner Volks⸗Be—⸗ wegung die Rede, welche die Koͤnigin genoͤthigt haͤtte, ihre Mi— nister zu entlassen. Die Publication des (in der Nr. 259 der St. Zig. mitgetheilten) Manifestes gegen die Provinzial-Junten und die auf verschiedenen Punkten des Landes ausgebrochenen Bewegungen hatten in der Hauptstadt noch keine Unruhen veran— laßt; doch besorgte man dies, und es waren demnach die erfor— derlichen Maßregeln getroffen worden, um die Königliche Druk— kerei zu beschützen. Wenn indessen Madrid ruhig ist, so sind dagegen die Nachrichten aus den Provinzen nichts weniger als zufriedenstellend. Die Partei der Constitution von 1812 greift im Suͤden der Halbinsel je mehr und mehr um sich, waͤhrend andererseits die in Cadix stattgehabte Bewegung schon Coruna und Vigo erreicht hat. Es wurde versichert, der General⸗Capi— tain von Galizien, General Morillo, habe sich an Bord eines Franzoͤsischen Fahrzeuges fluͤchten muͤssen. Man kennt noch nicht den Eindruck, den das Manifest des Spanischen Ministeriums in Catalonien hervorgebracht hat; doch muß man von dieser Seite auf einen lebhaften Widerstand gefaßt seyn, wenn es wahr ist, daß die drei Provinzen Valencia, Catalonien und Aragonien damit umgehen, in Tortosa eine Cen— tra!-Junta einzusetzen. Die Spanische Regierung scheint auf die Entzweiung ihrer Gegner zu rechnen. Die Kar— listen⸗ Corps haben sich in Catalonien betraͤchtlich ver— mehrt, wenngleich sie in Aragonien lebhaft verfolgt werden; sie befinden sich im ungestoͤrten Besitze einer ziemlich bedeutenden Gebietsstrecke, und es steht zu besorgen, daß ihre Vereinigung mit den Navarresen den Gang ihrer Operationen wesentlich foͤr— dern werde. In Estremadura herrscht Ruhe. Unter diesen trau— rigen Umstaͤnden sieht man einer Entschließung der Franzoͤsischen Regierung ängstlich entgegen. Aller Augen sind auf Frankreich gerichtet. Wie sehr indessen auch die Lage Spaniens die ernst— lichste Aufmerksamkeit unserer Regierung in Anspruch nimmt, so koͤnnen wir doch noch nicht anzeigen, daß sie zu einem Entschlusse gekommen sey.“
Die Gazette de France behauptet, daß auch Estremadura sich bereits im Zustande der Insurrection befinde (s. Portugal, und daß der Madrider Regierung uͤberhaupt nur noch Galizien (?) und die beiden Castilien uͤbrig blieben, wo indessen ebenfalls eine große Gahrung herrsche. Die Fremden-Legion, meint das ge— dachte Blatt, muͤsse sich in biesem Augenblicke auf dem Wege nach Madrid befinden.
Das Journal des Dabats meldet aus Bayonne unterm Ften d.: „Reisende, die gestern aus Estella und der Umgegend von Sesma hier angekommen sind, erzählen, daß das Resultat der Affaire bei Los Arcos am 2ten d. M. die Plaͤne des Cor— dova vereitelt habe. Dieser wollte sich nämlich auf dem kuͤrzesten und bequemsten Wege nach Bilbao begeben und zu diesem Be— huse die in dem Rayon von Estella befindlichen Karlisten zwin— gen, diese Position zu verlassen. Gleichzeitig sollten alle dispo⸗ nible Truppen von San Sebastian und Santander auf Portu⸗ galette marschiren. Die Niederlage Cordova's bei Los Arcos hat ihn jetzt genoͤthigt, sich auf Viana am Ebro zuruͤckzuziehen, und man glaubt nun, daß er sich uͤber Haro und Miranda nach Bal—
ptrationen mit den in Por— tugalette befindlichen Truppen zu kombiniren. Die Karlisten schicken sich an, allen diesen Bewegungen zu folgen.“
Privat⸗Briefe aus Bayonne bestaͤtigen die Nachricht, daß Bilbao am 6ten, in Folge einer vereinten Bewegung der Truppen der Koͤnigin, ohne Kampf entsetzt worden ist. Das Gefecht bei Los Arcos soll die Aufmerksamkeit der Karlisten so sehr auf diesen Punkt gelenkt haben, daß die zur Entsetzung Bilbaos abgesand⸗ ten Truppen ungehindert ihren Zweck erreichen konnten. Ueber das Treffen bei Los Arcos giebt die Sentinelle des Pyre—
eitung.
Berlin, Montag den A ten September
b
nées folgende Details: „Am 2ten Morgens verließ Cordova mit zwei starken Kolonnen, die aus 10,000 Mann, S690 Pferden und 4 Stuͤck Geschuͤtz bestanden, Mendigorria; sein Nachtrab bestand aus 40090 Mann Kavallerie, unter den Befehlen des Bri⸗ gadiers Don Miguel de Irribarra. Der Brigadier Aldama verließ Sesma mit 6000 Mann und 200 Pferden. Der Ge— neral Cordova nahm eine Stellung bei Los Arcos ein und stellte seine Artillerie so auf, daß sie den Weg, auf dem die Karlisten kommen mußten, bestrich. Die Generale Ituralde und Moreno pflanzten ihre Artillerie noͤrdlich von Sorlada auf. 14 Karlisti— sche Bataillone hielten die Weinberge der Umgegend besetzt, so daß Sorlada die beiden Parteien trennte. Alle Einwohner von Los Arcos hatten sich auf die umliegenden Anhoͤhen bege— ben. Gegen 12 Uhr Mittags begann das Feuer. Die bei— derseitigen Guerillas wurden mit einander handgemein; die Einen riefen: Es lebe Jsabellall.!“ Es lebe die Freiheit! Die Andern: Es lebe Don Carlos! Es lebe die Religion! Bald begann die Artillerie zu spielen, und die der Christinos fuͤgte den Karlisten einen Augenblick lang viel Schaden zu. Die Christinos drangen nun gegen Los Arcos vor, wo sich 3 Com— pagnieen Karlisten verbarrikadirt hatten; diese Truppen befanden sich in großer Gefahr, als Don Carlos mit dem 1 sten Bataillon der Guiden von Alava, mit der heiligen Compagnie und mit seinem Generalstabe anlangte. Das Feuer dauerte bis 3!“ Uhr Nachmittags, zu welcher Zeit die Karlisten den rechten Fluͤgel der Christinos kraͤftig angriffen und ihn zum Weichen brachten. Der General Cordova begann seinen Ruͤckzug in der Richtung von Viana. Die Christinos sollen 300 Todte und viele Verwundete auf dem Platze gelassen haben.“
Die Sentinelle enthaͤlt aus Bayonne vom 10. d. M. Schreiben folgenden Inhalts: „Briefe aus Madrid, die außerordentlichem Wege in Oleron eingetroffen sind, melden den Sturz des Ministeriums; beim Abgange des Eouriers war das neue Kabinet noch nicht zusammengestellt, aber man hielt die Er⸗ nennüngen von Arguelles, Alcala“ Galiano, Isturiz und des Grafen Almodovar fuͤr gewiß.“ — Dies ist ohne Zweifel die Nachricht, die der Regierung durch den Telegraphen zugegangen war, und deren Bestaͤtigung man noch, aber wahrscheinlich ver, gebens, erwartet. — Ein anderes Schreiben aus Bayonne mel— det, die Bewegung in Madrid habe am 6. d. nach der Ankunft Mendizabal s stattgefunden.
Im Bon Sens liest man: „Das Kabinet der Tuilerieen nimmt die Lage Spaniens in ganz ernstliche Betrachtung. Heute Morgen ist ein Minister-Conseil gehalten worden; es ist, wie es heißt, die Frage von der Besetzung mehrerer Festungen Spaniens
ein auf
durch die Franzoͤsischen Truppen erortert worden. Gewiß ist es, daß mehrere Regimenter nach der Graͤnze abgehen werden.“ — Auch die Nouvelle Minerve versichert, daß in dem Kabinet— wieder die Rede von einer Intervention der Franzoͤsischen Trup⸗ pen sey; es soll in dem gestern in den Tutlerieen gehaltenen Tonseil nicht an lebhaftem Widerstande gegen diese Maßregel ge⸗ fehlt haben; allein Herr Guizot hatte sein Portefeullle niederzu, legen gedroht, und dann auch schwinde die Abneigung einer ho— hen Person gegen die Intervention vor den Gefahren, die das doctrinaire Koͤnigthum von Spanien umlagerten. ö Die Gazette de France sagt: „Der Herzog von Frias hat gestern Abend von seiner Regierung den bestimmten Befehl erhalten, bei der Franzoͤsischen Regierung auf eine offizielle und foͤrmliche Weise eine wirksame und offene Intervention nachzu⸗ suchen. Die Koͤnigin Christine wird die Antwort abwarten, m dann einen Entschluß zu fassen.“ . . Don Carlos hat ein Dekret erlassen, wodurch er der Wittwe Zumalacarreguy's das General⸗Lieutenants-Gehalt ihres verstor— benen Gatten als lebenslaͤngliche Pension laͤßt und einer Jeden ihrer drei Tochter ein Jahrgeld von 2000 Realen aus etz. Herr del Valle, Spanischer Kommissartus, der sich nach Al—⸗ gier begeben hatte, um die Einschiffung der Fremden-Legion zu betreiben, und mit ihr nach Majorka gesegelt war, ist wieder in Paris eingetroffen. .
Großbritanien und Irland.
Ihre Majestäten begaben sich gestern ilitair-Institut zu Sandhurst, wo der
Kanzler der naͤch sten
geduldet.
Am Donnerstag fand in Manchester das Herrn O Connell zu Ehren veranstaltete Diner statt. Herr Walker fuͤhrte dabe: den Vorsitz, und die Zahl der Gaͤste belief sich auf ungefahr 259 Der Toast auf O Connell wurde mit folgenden Worten ausge. bracht; „Dank dem Herrn O Connell fur seine ausgezeichneten patriotischen Dienste, und moͤge er noch lange fortfahren. irn seinen großen Talenten zur Befoͤrderung der groen Sache . buͤrgerlichen und religioͤsen Freiheit beizutragen.“ Da Ger feierte hielt nun eine sehr lange Rede, worin er eine üicber icht von den Arbeiten der letzten Parlaments- Session gab und näa— mentlich uͤber das Verfahren der Tories mit Hinsicht . or. Irlaͤndische Kirchen, Bill sprach, wobei er *die Neinung außerte, daß, da die Lords in diesem Jahre in eine Bill ge⸗ willigt, die den Irlaͤndischen Geistlichen weniger Zehnten, als in vorigen Jahre gewaͤhre, sie binnen hier und einem Jahle einen noch schlechteren Kauf machen wurden. Der Redner verthei⸗