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Allgemeiner Anzeiger fu
Bekanntmachungen.
Obrigkeitliche Bekanntmachung.
Der auf dem Transport von hier nach der Festun Luͤstrin in Seelow entwichene, mittelst Stectkrlefs vom 11. Juli 1831 verfolgte ehemalige Bombardier Karl Wilhelm Emil , . ist am 9. August d. J. n Frankfurt 4. M ergriffen, und am 22sten d. 6 an unsere Gefaͤngniß-Expedition abgeliefert warden.
Er hat eingestanden, sich in Hamburg, Harburg, Luzern und auch hier wegen cb se fe nn gen in Untersuchung befunden zu haben, und Junter den falschen Namen:
1) Studiosus, Rentier, Lieutenant a D. oder Do—
mainen⸗Rath Neumann aus Strelitz;
2) Studsosus, Forstcandidat oder Muͤhlenbesitzer Emil Schröder aus Strelitz;
3) Heinrich;
* de Varnier;
3) Marquis Emil Varnier de Bertrand;
6) Baron Emil Grabowsky von Grabow aus Wilng, Kapitain im 2ten Polnischen Uh— lanen⸗Regiment
ih Studiosus Heinrich Jost aus Fechenheim;
85 Studiosus menlicinad Eonradi;
3 Studiosus Röseler aus Strelitz;
16) Partieulier Graff aus Straßburg: ö. 115 Geaf Eugen von Ledochowsky, Polnischer Kapitain 4. D.,
seit seiner Entweichung aus Seelow als angeblich
Volnischer Fluͤchtling, in Deutschland, Frankreich
und England umhergereist zu sein, falsche Wechsel
angefertigt, verausgabt, und von den ihin als ver— meintlichen Polen gereichten Unterstuͤtzungen, gelebt zu haben. ;
Der in unserer Bekanntmachung vom 16. Aßpril d. J sig nalisirte ehemalige hiestge „andlungsdiener
Friedrich Eduard Fritze, Hatte sich während, seiner Haft in Gotha sälschlich fuͤr den z. Nime! ausgegeben, wodurch mehrfache BVerwechselungen die⸗ er Leiden, für die öffentliche Siczerheit so höchst ge
faͤhrlichen Verbrecher, veranlaßt worden sind.
Nicht unwahrscheinlich ist, daß der ꝛc. Rime noch an anderen als den uns bereits bekannten Octen Wechseltlschungen und andere Beträgerelen Unter falschen Namen verübt hat, und deshalz stec brieflich erfolgt wird Um sein verbrech-rische Treiben voll— aͤndig zu e mitteln, besonders aber, damit auf den Grund früherer Steckbriefe unter so vielfaͤltigen n . .. irgend Jemand unschuldig ver- e werde, haben wir es fuͤr Pfli eha iese . fuͤr Pflicht gehalten, diese
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halten, bis zu deren Entscheidung der Meistbietende an sein Gebot gebunden hleibt. Gumbinnen, den 135. Septbr. 1835. Köoͤnigl Preuß. Regierung. Abtheilung für die Verwaltung Ler direk— ten Steuern und der Domainen und Forsten
Nothwendiger Verkauf. Ober -Landesgericht zu Naumburg.
Das Allodial Rittergut Adelwitz nebst den belden, vormals Möllerschen und Falkeschen, Bauerhbfen, im Kreise Torgau, zu sammen abgeschaͤtzt auf 1.279 Thlr 20 sgr. pf, zu Folge der nebst Hypotheken-Schein und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll
den Y Januar 1835, Vorm. 10 uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt wer en.
Die dem Aufenthalte nach unbekannte Friederike Wilhelmine Klotzsch, nachher verchelichte Amtmann Schulze, oder deren Erben, werden als Realberech⸗ tigte hierzu oͤffentlich vorgeladen.
Naumburg, den 26. Mai 1835.
Koͤnigl Preuß. Ober-Landesgericht. Mahlmann.
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J Nothwendiger Verkauf. Land⸗ und Stadtgericht zu Thorn
Das dem Gutsbesitzer Vogel zugehbrige, im West— preußischen Domainen⸗ Amte Brz zink im Dorfe Zielen, sul, Ra. 12 besegene Ecbpachts-Vorwerf, ab⸗ geschaͤtzt auf 7136 Thlr. 3 sar. A pf. zufolge der nebst Hypothekenschein in der Registratur einzusehenden Taxe, soll am 14. April 1836, Nachmittags z uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
3 .
Die Kauf⸗Bedingungen werden im Termine be⸗ kannt gemacht: die Taxe und der neueste Hppotheken⸗ Schein und resp das neueste Hypotheken-Attest köͤn⸗ nen in der Registratur eingesehen werden.
Alle unbekannte Real⸗Präͤtendenten werden aufge⸗ boten, sich bei Vermeidung der Praͤelusion, spaͤtestens in diesem Termine zu melden.
r d n n a. Auf den Antrag ihrer resp. Geschwister werden 1) der Carl Gabriel Ludwig Adolph Piper, wel⸗ cher als Schustergeselle von hier gegangen und zuletzt unterm 8. November 1819 aus Bremen geschrieben; 2) der Andreas Heinrich Hermes, welcher als Schlaͤchtergeselle von hier gegangen und zuletzt im Jahre 1810 aus Wien Nachricht von sich gegeben, und 3) der Johann Christian Hermes, welcher als Tischlergeselle im Jahre 1807 zuletzt hier ge= wesen, seit der Zeit aber gaͤnzlich verschollen ist, hierdurch geladen, binnen Jahresfrist vom Tage die⸗ ser Bekanntmachung bei dem Waisengerichte sich zu melden und von ihrem Leben und Aufenthalte glaub— hafte Nachricht zu geben, eventuell aber werden ihre etwanigen Leibezerben aufgefordert, binnen gleicher Frist unter Fuͤhrung voll slaͤndiger Legitimation ihre Anspruͤche auf daz Vermoͤgen der genannten Ver— schollenen hierselbst geltend zu machen, bei Vermei— dung des Nachtheils, daß diese sonst durch das in ler,. d 16 Marz k J., M. 10 Uhr, zu publi⸗ zirende Erkenntniß fuͤr todt werden erklaͤrt, und de— ren hierselbst ul cura gestandenes Vermoͤgen in Er⸗ mangelung naͤher dazu Berechtigter ihren resp. Ge⸗ schwistern werde zuerkannt und ausgeantwortet werden. Datum Greifswald, den 2. Febraar 1833. (L. S.) Das Waisengericht. Dr. Teßmann.
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Nothwendiger Verkauf. Das der Marigung von Czyszewska ge brige Erb— pachts⸗-Vorwerk Gwisdzyn, Kreis Loevau, abgeschaͤtzt auf 5719 Thlr. I6 sgr. “ pf.; zufolge der nebst Hypo
Edietal⸗ Citation. Der am 6. Mai 17639 geborne, und im Jahre 1810 von Breslau aus verschollene, zu Altendorf, Ratibo⸗
r die Preußischen Staaten.
das Dampf⸗Schiff: „Kronprinzessin“, Capt. Bh an jedem Dienstag und Sonnabend Mee en von hier nach Swinemuͤnde fahren, und das Dampf Schiff: „allexander Nicolajewitschs,⸗ Albers, am J. October zum Letztenmale von nemuͤnde nach Riga gehen, und am 11. O seine letzte Reise von Swinemuͤnde nach g machen, um dort die Winterlage zu halten. Stettin, den 29 Septbr. 1835 A. Lemon int
Dampfschiffahrt
zwischen
im Jahre 18335, mit den beiden privilegirten schoͤnen Damp Nicolay JI. und Alexandra Abgangstage Abgangstag Fon Lübeck: von St. Peterthn d. 6. 15, 2 October, d. 7. 14. 24. 31. d 2 Uhr Mittags von neuen Stylz, Travemuͤnde. ; Preise der Platze, so wie Frachten fuͤr Com und Waaren sind die naͤmlichen wie im vergan Jahre , ⸗ Anmeldungen geschehen im Comptoir der Dampfschiffahrts⸗Gesellschaft in Li
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Les personnes qui désirent voir les lahilennm nant de Paris, xpos6és à l' Acad mie, son Jen faire la demande, par lettres assennch Messieurs Maris & Franck, Stadt Rum Uu3nn Linden; des billels d'entrée leur seront imm ment adress s. Par ce mayen les prapriéld ces talileaux espèrent salissaire les däsirs Gn naisseurs et des amateurs des arts, tout en ih ee qui pourrait caräctériser une exposition pu
Die am 1. October c. faͤllig werdenden Zinn 5⸗ und 4procentigen Spanischen Vales konnen von heute ab durch mich erhoben werden.
St. Petersburg und gul⸗
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Im Bezirke der Koͤnigl. Regierung
ü Köln ist die erledigte Pfarrstelle zu Hospe dem bisheri— zen Bikar in Bechem, Heinrich Muller, uͤbertragen worden; zz. Magdeburg ist zu der erledigten evangelischen Ober— redigerstelle an der St. Jakobi,Kirche in Schoͤnebeck der bis— erige zweite Prediger an dieser Kirche, Christian Friedrich ßudewig Schaaf, berufen worden.
Angekommen: Se. Excellenz der Wirkliche Geheime Rath, außerordentliche Gesandte und bevollmaͤchtigte Minister sei Sr. Majestätt dem Koͤnige der Franzosen, Freiherr von Rerther, von Muͤnchen.
Rußland.
theken⸗ Schein und Bedingungen in der Registratur einzusehenden Taxe, soll am 8. D ece m her .,
Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden.
Alle unbekannten Real⸗Praͤtendenten werden auf— geboten, sich bei Vermeidung der Praͤclusion spaͤte⸗ stens in diesem Termine zu melden.
rer Keeises, gebuͤrtige Fohann Kiesch, dessen Deposi⸗ tal-Vermögen 33 Thlr. A sgr. 2 pf. betraͤgt, oder im Fall er nicht mehr am Leben sein sollte, seine etwa zuruͤckgelassenen unbekannten Erpen und Erbnehmer werden hierdurch aufgefordert, sich binnen neun Monaten, und zwar laͤngstens in termino
ü 26 , 386, fruͤh um 109 Uhr, in hiesiger Gerichts-Kanzlei ent⸗ weder persönlich oder schriftlich, oder durch einen
Hoͤch st begueme und prompte Gelegen Lu
Berlin, den 29. September 1835 Julius Friedemann, Linden Nr. 19.
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von Danzig nach St. Peters burg Das der St Petersburger Dampf⸗Schiff
rsten Thronfolgers ist am Iten zu Odessa dur erm Zest hottesdienst gefeiert worden, welchem sammtliche Civil⸗ und Mi—⸗ sair-⸗Behoͤrden, die fremden Konsuln und die Karfmannschast
St. Petersburg, 26. Sept. Der Namenstag es Groß—
Jest⸗
ohnten. An demselben Tage feierte auch das Lyceum Riche— den Schluß seines akademischen Jahres. J Der Oberst Lieutenant Prigarowsky vom Gendarmerie⸗-Corps
23,014,161 Rbl. 2414 Kop. und außerdem noch 305 Medaillen, an Werth 68,148 Rbl. 54 Kop. ; Silberne: in derselben Muͤnze, 2,772,732 Stuͤck, an Werth 6,529, 198 Rbl. 40 Kop. Medaillen aber 212,650 Stuͤck, an Werth 386, 084 Rbl. 363, Kop. und im Tifliser Muͤnzhof fuͤr 302, 1904 Rbl. 80 Kop. — Platina⸗Muͤnzen wurden in St. Petersburg geschlagen 68,6334 Stuͤck, an Werth 775,635 Rbl. 20 Kop. und fur 30650 Rbl. 15 Kop. verschiedene Denkmuͤnzen; — kupferne in St. Petersburg 5100 Stuck, an Werth 168 Rbl.; bronzene Medaillen 634 St. fuͤr 1054 Röl. 761,4 Kop.; in Jekaterinburg wurde fuͤr die Summe von 2,0890, 000 Rbl. und in Ssusunst fuͤr 396,060 Rbl. Kupfer ausgemünzt. — Im Ganzen betrug der Werth des aus— gemuͤnzten Metalls 33,555,405 Rbl 46 Kop.
Frankreich.
Paris, 28. Sept. Der Koͤnig arbeitete gestern mit dem Conseils-Praͤsidenten und dem Minister des oͤffentlichen Unter—
richts. Heute Abend begeben sich Se. Maj. nach Fontainebleau, Mehrere fremde Ge⸗ ; der Corporation von Dublin nicht beiwohnen, weil auf demsel—
wo große Festlichkeiten stattfinden werden. sandten hahen eine Einladung dorthin erhalten; auch erwartet man in den ersten Tagen des k. M. den Konig und die Koͤnigin der Belgier.
Der Fuͤrst von Talleyrand ist am 21sten v. Me in Chateau⸗ tour angekommen, um den Sitzungen des dortigen General-Con⸗
seils beizuwohnen. Der Graf von Rigny wird heute aus Neapel hier zurüͤck— erwartet.
Der ehemalige Pair, Marquis von Civrac, ist kuͤrzlich auf dem Schlosse Brangues im Isere-Departement mit Tode ab, Banketten entfernt gehalten, die ihm zu Ehren von ben Schot⸗ tischen Radikalen gegeben worden.
gegangen. . Herr Aguado befindet sich gegenwartig in Bordeaux, nach—
dem er von dem durch Kauf an sich gebrachten, durch seine Wein⸗
befindliche Haͤuser, von welchen aus die Karlisten ihre Angriffe auf das diesseitige Gebiet richteten, aus Franzoͤsischen Kanonen beschossen und demolirt worden.“ — Als Grund dieser Beschie⸗ ßung geben die Bayonner Blatter die Wegführung einer Spa— nischen Schaluppe durch die Karlisten ganz nahe bei Andaye und fast im Angesichte eines Franzoͤsischen Postens an. Es kam zwar darauf zu einem Gewehrfeuer zwischen beiden Theilen, und am folgenden Morgen wurden die gedachten 3 Haͤuser aus schwerem Geschuͤtze beschossen; nichts desto weniger aber blieben die Kar— listen im Besitze der Schaluppe und lassen nichts aus dem Meere die Bidassoa hinauf kommen.
Großbritanien und Irland.
Lon don, 27. Sept. Der Herzog von Nemours hat sich gestern in Windsor bei Ihren Majestaͤten beurlaubt und kehrt in zwei oder drei Tagen nach Paris zuruͤck.
Der Franzoͤsische Botschafter, Graf Sebastiani, wird, dem Vernehmen nach, am 1. Okt. von hier nach Paris abreisen. Lord Mulgrave wird, wie verlautet, dem Jahresschmause
3 gewohnlich sehr Orangistische Toasts ausgebracht zu werden pflegen.
— Die Times spricht sich mit großer Entruͤstung daruͤber aus, daß ein Koͤniglicher Offizier, der Tapitain Speirs, sich nicht ent⸗ blödet habe, dem Diner in Glasgow beizuwohnen, bei welchem O Connell den Herzog von Wellington den Ober⸗Schweinehirten
des Britischen Reichs genannt.
Der Albion will wissen, O Connell sey sehr boͤse daruͤber, daß sich die ausgezeichnetsten und einflußreichsten Whigs von den
Die Provinzial-Zeitungen sind mit Berichten uͤber Festlich⸗
lch , a 6 ibrem Leben und ß an die Steile des Kollegien-⸗Naths Klimsch, der als Praͤsident , nn , dn, , zu der Naslednik, gefuhrt von Capitain Boß, er Finanz · gLammer nach Tobolsk versetzt wird, zum Vice⸗Gou— . 9 melden, ausbleibenden Falls aber zu gewaͤrtigen, daß zu Anfang Qectozer im Danziger Hafehl eint erneur ven Bessarabien arnannt worden. .
Subhastrations Patent. die Todeserklaͤrung erfolgen und das zuruͤckgelassene und den J. October d. J seine Ruͤckreise aus Im Juli Heft des Journals fuͤr Bergwerkskunde befindet eine nach offiziellen Quellen in tabellarischer Form verfaßte
Das dem ehemaligen Kontrolleur und Kaufmann Vermogen den naͤchsten, sich legitimicenden Erben, zig nach St Petersburg an treten, Reisende, ich ꝛ . Anton Kosson gehörige, hierselbst in der Louisenstraße ausgefolgt werden wird. diese Gelegenheit zu benutzen wuͤnschen, hayen zusammenstellung der im Jahre 1832 in Rußland in den ver—
pff Bekanntmachung unter Signglement des ꝛc. Nim? zu erlassen. Berlin, den 26. Septhr. 1835. Die Eriminal-Deputation des Königlichen Stadtgerichts. Persons⸗ Beschreibung.
Beifüͤgung des Loebau in Weßpr,, den 15 Mai 1828
Königl. Preuß. Land⸗ und Stadtgericht Gesellschaft gehörige neu erbaute schoͤne Dampf.
keiten gefuͤllt, die in verschiedenen Gegenden des Landes auf An— 6. des Durchgehens der Munizipal-Reform-Bill stattgefunden aben.
Der Luftschiffer Green hat in der vorigen Woche in seinem Ballon eine ganze Nacht in den hoͤheren Regionen verweilt; er
berge beruͤhmten Schlosse Margaux Besitz genommen. Die heutigen Zeitungen beschaͤftigen sich viel mit der von Herrn Odilon-Barrot in Torigny gehaltenen Rede. Die Ga! zette de France und die Quotidienne theilen dieselbe ihren Lesern ausfuhrlich mit, und sehen sie als ein Zeichen an, daß der
D
braune, glatte, nach hinten hinüͤbergekammte Haare
Der etze malige Bombardier Karl Wilhelm Emil Nime it 29 Jahr alt, aus Groß Giogau g burtig, tatholisch, 8 Fuß 2 Zoll groß, von mittle= rer Statur, gerader Haltung und regelmäßigem Körperbau. Er hat ein mehr laäͤngliches, als ovales Hesicht; eine gesunde, von der Sonne eiwas ge- braͤunte Gesichtsfarbe; eine große, gebogene, zaͤge— spitzte, auf den Seiten ein wänig cingedrückte Rafe; blaue, hervortreten ze, lebendige Augen; einen mittel⸗ maͤßigen Mund; dicke, aufgeworfene Lippen; dun kel⸗
eine hohe, freie, gewölbte Stirn, welche uͤber den Augenbraunen etwas hervorstehende Stellen zeigt; braune, starkbehaarte, große Bogen bildende Augen braunen. Die beiden linken oberen Schneidezdhne sind gegeneinander bis zur Halfte schwarz zersiden, die ubrigen Zaͤhne vollstaͤndig und gesund, er hat ein breites, in der Mitte mit einem Grübchen versehe— nes Kinn und einen stark behaarten, braͤunlichen Bart. Unter dem rechten Auge und auf dem rechten Augen— liede befinden sich mehrere schwarze Puͤnktchen, wahr⸗ scheinlich von angespritztem Pulver hberruͤhrend. Auf der linken Backe hat er einen kleinen, braunen Fleck, und unfern des Auges cin beim lauten und heftigen Sprechen und beim Schließen des Auges sich bil— dendes Gruͤbchen; auf dem rechten Schulterblatt ein kleines, rundes, braunes Muttermahl, von der Große einer Erbse: auf der rechten Achsel eine kleine, weiße Narbe, auf dem linken Oberarm ein braunes Fleck chen, von der Größe einer Linse, und auf dem rech⸗ ten Arm drei kleine braun? Punkte. Er spricht im Schlesischen Dialect mit starker Stimme, in sehr gewählten Ausdrucken Deutsch und außerdem Fran- zbsisch und Englisch; sein Blick ist offen und ernst; sein Benehmen sehr gewandt und einnehmend.
Bekanntmachung, ; wegen Verpachtung der Domaine Kugerneese.
Das im Niederungs-Keeise des Regierungs-Be— zirt Gumbinnen, 4 Meilen von der Handelsstadt Tilse, z Meile von der schiffbaren, zu den Handelt⸗ laͤdten Tilse, Memel, und Koönigszerg fuͤhrenden Stromen Ruß und Gilge belegene Koͤnigl. Domai— nen Gut Kuckerneese soll anderweit auf 24 Jahre, vom 1. Juni 1836 ab, verpachtet werden. .
Die zu verpachten den Gegenstaͤnde bestebenn: I) in dem Vorwerk Kuckerneese mit den dazu gehb—
rigen Wohn⸗ und Wirthschafts-Gebaͤuden und mit einem Flaͤchenmaaß von 343 Morgen 83 Ru— then Acker, 32 Morgen 115 Ruthen Gaͤrte, 6! Morgen 63. Ruthen Wiesen, 52 Morgrn Ruthen Weide, 59 Morgen 12 Ruthen Unland, Beuͤcher Wege ꝛc. 11 Morgen 149 Ruthen Hof und Baustellen, zusammen 1262 Morgen 93 Ru⸗— then Preuß; 2 ⸗
2) in der Henutzung der Propination der Propina— tions Gebaͤube und Geraäthe, und in dem Ver⸗ lage der debitspflichtigen Schankstellen. Der zu dieser Verpachtung anberaumte Licitations⸗
Termin steht auf
Freitag, den 30. Oktober d. J,
Nachmittags um 3 Uhr, in dem Konferenzhause der
unterzeichneten Regierungs Abtheilung an, und wer⸗
den Pachtbewerbec, welche die gehörige Sicherheit
nachweisen Loͤnnen, daju hierdurch eingeladen. . Die Pachtbedingungen konnen in der hiesigen Fi⸗ nanz⸗Registratur eingesehen werden, auch steht es jedem Pachtvewerber frei, daz Gut zu besuchen.
sul No. II5. belegene, mit Ausschluß der schon ab⸗
Schloß Ratibor, den 186. Juni 18335.
gelosten, wenn gleich im Hypothekenbuche noch nicht Herzoglich Ratiborsches Gericht der Güter Binkoöwitz und Altendorff re.
abgeschriebenen Hraugerechtiakeit, auf 6387 Thle. 13 sgr. 8a pf. gerichtlich tarirte Wohhaus und Zu— behödr soll in nothwendiger Sudhastation verkauft werden. Der Bietungs-Termin ist in unserm Ge— richts ⸗ Lokal auf den 19 Februnr 1836,
vor dem Heren Justizrath Soenderop angesetzt.
Die Taxe und der neueste Hypotheken-Schein sind in unserer Registratur einzusehen. Landsberg a d. W., den 17. Juli 18335. Kdnigl Preuß Land- und Stadtgericht.
,
r a m a. Die hierselbst unter der Furisdietion des Graͤflich von Kayserlingschen Patrimonial⸗Gerichts der Neustaͤdter Guͤter bei dem Gute Schmechau, im Neustaͤdter Landrathkreise belegene Wasser⸗, Mahl- und Schneide— muͤhle, bestehend aus zwei Wohnhaäͤusern, zwei Schneidemuͤblen, einer orschlaͤgtigen Korn-Mahl—
Muͤhle, einem Backhause, einem Stahlgebaͤude, ci
nem Scheunengebäͤude, einer Wagenremise, einem Gemuͤsegarten von 19 Morgen Magdeburgisch und
aus circa 7 Morgen culmischen Wiesen und Acker—
land, welche die Fesitzer, Gebruͤder Ferdinand Boy—
Heinrich Wilhelm Lachmann hierselbst per decretum
zur Anmeldung und Nachweisung der Anspruͤche sammtlicher Glaͤubiger ein Termin im hiesigen Ge⸗ richt Local vor dem Herrn Ober-Landesgerichts Re⸗ ferendarius, Fustitiarius Hiegel
am 7 November ., Bormittags 9 uhr,
an die Masse zu haben glauben, hiermit unter der Warnung vorgeladen werden, daß die Nichterschei— nenden mit ihren Forderungen an die Masse praͤclu— dirt werden sollen und denselben deshalb gegen die ubrigen Creditoren ein ewiges Stillschweigen aufer— legt werden wird.
Den Abwesenden werden die Herren, Justiz⸗-Com— missions Rath Heelschner und Justiz-Commissarius Woit hierselbst als Mandatarien in Vorschlag gebracht
Hirschberg, den 16. Juli 1835. KRdnigl. Preuß. Land- und Stadtgericht.
Oeffentliche Vorladung. .
Die Ehefrau des Deechslermeisters Carl Jolikke zu Schweidnitz in Schlesien, Namens Agnes, ge- borne Petri, hat gegen ihren Eyemann wegen bbs— licher Verlassung auf Ehescheidung geklagt. Da der Aufenthalt desselben unbekannt ist, laden wir ihn hiermit oͤffentlich vor, sich zur Abwendung dieser Anschuldigung vor uns spaͤtestens im Termin den 30 Dezember d. J., fruüͤh um 19 uhr, in unserm Gerichts- Lokale zu melden, bei seinem Ausbleiben aber zu erwarten, daß den Beschuldigun⸗ gen seiner Frau Raum gegeben und ihren Antéaͤgen gemäß auf Trennung der Ehe erkannt werden wird.
Schweidnitz, den 20. August 18335.
Königl. Laud⸗ und Stadtgericht.
RNothwendiger Verkauf be, dem Landgericht zu Naumburg a. S Die dem Gastwirth Ehristkan Friedrich Koch und dessen Ehefrau hierselbst gehbrigen Grundsiüͤcke, als:
l) der zu Naumburg belegene suh Nr. 51A kata—⸗ strirte Gasthof zur goldenen Eule mit Zubehör No 60 Vol. LX. paz. 139 des Hypothekenbuchs von Naumburg, abgeschaͤtzt auf 7824 Thlr.;
2) eine halbe Hufe Landes in Flemminger Flur Do T3 des Fund⸗ und Lagerbuchs und No. 11
des Flurbuchs, 725 Thlr. faxirt;
3) Fünf und einen halben Acker Feld am Flem⸗ minger Wege, am sogenannten kalten Huͤgel, 1182 Thlr. taxirt,
sollen Schuldenhalber auf den neunten December 1833,
Der Zuschlag der Pacht bleibt der Königl. Gene⸗ ral⸗ Verwaltung
faͤr Dowmainen und Forsten vorbe⸗Hastirt werden.
Vormittags 11 Uhr, an ordentlicher Gerschtsstelle sub⸗
Nachde . a8 Ner 23 A h 5 ers ( Nachdem uͤber das Vermoͤgen des Buchhaͤndlers sen Klein und Reih hn d Boysen Kiäin zu nerbpächt=
lichen Rechten besitzen, und welche auf 3455 Thlr.
6. Fehr 1 der 7 . 5 ' D 565 ( 6 ö. . 1. J 3 : vom 6. Fehruar c. der Conecurs eroͤffnet worden, ist sor. rf, erichtlh h läbg eschaͤht, ist zut nothwendt
gen Subhastation gestellt und der peremtorische Bie— tungs⸗-Termin auf
den 9 Januar 1836, Vormittags 11 Uhr, im Stadtgericht hier selbst angesetzt worden.
Die Taxe dieses Grundstuͤcks, so wie der neueste
6 ra * ö g . — 5 *. 91 9 ö.. ö ö 3 2 ö ö 3 3 anberaumt, wozu alle diejenigen, welche Anspruͤche Hypothctenschtin sind taglich in unserer Registratur
einzusehen. ; Neustadt, den 21. Juni 1835. Adeliges Patrimonial⸗Gericht der Neu-
staͤdter Guter. l, 83) Schueßer.
Edictales et proclam a.
Alle diejenigen, welche an den Nachlaß weiland Tegelͤhners Georg Wilhelm Wolf hierselbst und dessen Ehefrau Sophie Wilhelmine Wolf geborne Lohmann, insonderheit aber an das unter Nummer zoß an der ÄAltenmarktstraße belegene Wohn- und Boͤdenerhaus, als Erben, oder aus irgend einem son— stigen dinglichen oder persoͤnlichen Grunde Anspruͤche machen zu konnen vermeinen, insonderheit aber deren Tochter Wilhelmine Wolf, welche eingezogenen Nach⸗ richten zufolze im September 1832 zu Berlin bei Richter in der Elisabethstraße Nr Al gedient bat, von der aber seitdem nichts bekannt geworden, oder
deren etwanige Erben und Erbnehmer hierdurch edic—
taliter aufgefordert, sich in dem zur Profession etwa⸗ niger Anspruͤche und zum meistbietenden oͤffentlichen Verkaufe des Haus s auf Donnerstag, den 3 November d F. angesetzten einzigsn Termine auf dem Stadtgerichte hierselbst, Vo mittags 11 Uhr, so gewiß zu melden und ihre Ansprüche zu liquidiren; als im Falle des Nichterscheinens unbekannte sonstige Glaͤubiger praͤ— eludirt, fuͤr die Wilhelmine Wolf aber eine Curatel angeordnet und mit ihrem Vermoͤgen weiter den Rechten nach werde verfahren werden. Zugleich werden alle diejenigen, welche uͤber die Wilhelmine Wolf sichere Nachrichten mitzutheilen im Stande seyn möchten, darum ersucht, und werden desfallsige etwanige Auslagen gern ersetzt werden.
Stettiner Dampf—-Schiffahrt. Waͤhrend des Monats October wird das Dampf-Schiff: „Dronning Maria“, Capt. Lous am 3ten und 19gten dieses Morgens 10 Uhr von hier nach Copenhagen abgehen, ünd bei der Ruͤck= lehr von dort am 16. October seine diesjährigen Fahrten schließen, )
Stadtgericht zu Hameln, den 5. September 1835
dieserhalb an das Kaiserlich Russische General-
sulat in Danzig zu wenden
Der Preis des 1sten Platzes ist 60 Thlr Pr ' * 2ten * 460 *
Der Preis fuͤr einen Wagen ist 80 Thlr. Pr.!
Literarische Anzeigen
Das gedruckte Verzeichniß der Ende Octbr. zu versteigernden, von dem Koͤnigl wirkl Geh.J Fustizrah Hen Freih. Stein zum Altenstein, Königl Krirgsrath Hrn. Piaste, dem Br. mme Kohler, dem Prediger Hrn. Borrmann und den khil. Hrn Kartscher hinterlassenen Bibliotheken, strumenten 3c, 23 Bog stark, ist Schuͤtzen ir. R bei dem gericht! Buͤcher⸗Auctions Kommissarihz Berlin, Rauch, zu haben.
In meinem Verlage erscheint binnen kurzen Uebersetzung des Englischen Werkes: Tire donduesi ot FIorid« under! nando de Soto, by Theodore In
2 Vols. Berlin, den 2 Oktober 1833. A. W. h .
Die Literarische Zeitung, herausgegehen von Karl Büchner, wird auch im Jahre 1836 in der bisherigen un scheinen, wöchentlieh, am Mittwoch eine Num jedoch 58ster als hbislier init Beilagen, ler Jahrgang (älier 60 Bogen) zu dem imäfsigen, h von 25 Thor. — Wie hekunnut, gewährt (ie Atg. die beste und vollständigste Uehorsiehh das ganze Gebiet der neuen Literarur, inden nieht nur eine kritische Anzeige der in- un ländischen neuen Bächer, Dissertationen un gramme, sondern anch eine Angalie des luhg ! wiehrtigsten Jaurnale enthält. Sir isl für all lehrte, Beamte, Militairs, Technologen und
ein unenthehrliches Blatt.
Um den Wönschen mehrersr nenen Ahonne welclie die Lit. Lig. schon vom Octoher d.! zu emplangen wünschen, entgegen zu kommen, len vir das 4te Quartal des Jalirg. 1885 e zu 7 Thlr. erlassen. ;
Bestellungen nehmen alle Bachliandlunzen ür ganze Jahrg knge auch die König]. Poslälm brobeblitter sid gratis zu alien.
Duncker und Jium bot in Be Geschenk fuüͤr Confirmanden,
Bei C. W. Froehlich CT Comp. (Un tern straße Nr. 8, unweit der Muͤnze) i erschient daseibst, so wie in der Stuhrschen Buchham (Schloßplatz Nr 2) zu haben:
Glaube, Liebe, Hoffnung Drei christliche Gesaͤnge zur Cinsegnung. 6
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Englische Taschenbücher sür 18 So ehen empting ich:
Ackermanns forget me not.
Lriendships ossering.
Ihe Oriental Annudl.
The English Annual. . zeorge Gropius, Sehlossplalt M
virthe, welche mit der Literatur lortgehen a 2 85
shiedenen Kron⸗ und Privat -Huͤttenwerken verarbeiteten und ge— wonnenen Masse von Gold, Platina, Silber, Kupfer, Blei und Eisen; ferner enthalten diese Tabellen genaue Nachweisungen ber die Fabrication verschiedener Artillerie- und anderer Waffen, wie auch über die Vitriol-,, Alaun⸗, Naphta⸗ und Salz-Ausbeute ind endlich über das Münzwesen. — Wir heben aus diesen subellen Folgendes heraus: Vermischtes Gold kam ein: in den her Krone gehörigen Bergwerken der Gouvernements Perm, hrenburg und Tomsk — 168 Pud 22 Pf. 27 Solotn.; von Privn Bergwerken — 216 Pud 1 Pf. 16 Sol; zusammen 384 bud 2 Pf. 43 Sol. — Nach angestellten Proben war das MResulßt: In den Kron-Bergwerken: Reines Gold, an Ge— icht: 153 Pud 18 Pf. 95 Sol., fuͤr die Summe von Hool? Rbl. 49“ Kop. Reines Silber: 12 Pud 5 Pf. 3 Sol, fuͤr die Summe von 39,121 Rbl. 681 Kop.; zusam⸗ nen 8,10, 039 Rub. 173“. Kop. — In den Privat⸗Bergwerken: Reines Gold: 183 Pud 37 Pf. 50 S., fuͤr die Summe von 9, 802, 873 Fbl. 1057 Kop. Reines Silber. 17 Pud 17 Pf. 26 Sol., fuͤr ä Summe von 56,929 Rbl. 74 Kop. — Als Abgabe von dn Privat⸗Bergwerken kamen ein: Reines Gold: 17 Pud lg Pf. h Sol.; reines Silber: 2 Pud 22 Pf. 44 Sol., fuͤr die Summe nan 1,192, 968 Rbl. 47 ½ Kop. Die Platina-⸗Ausbeute der Kron— Dagwerke in den Gouv. Perm und Orenburg war nur: 12 Pf. Sol.; hingegen aus den Privat-Bergwerken: des Permschen höuv. 115 Pud 19 Pf. 21 Sol. (wovon auf die Bergwerke der Erben des Geheimen Raths Demidow allein: 114 Pud Pf. 9 Sol. amen); als Abgabe wurden entrichtet: 17 Pud 15 Pf. 6 Sol.
Die Kron⸗Bergwerke von Kolywanowskreßensk und Nertschinst in den Gouv. Tomst und Irkuist) lieferten 1279 Pud 16 Pf. nd 30 Sol. legirtes Silber. Die Proben ergaben an reinem Holde 25 Pud 21 Pf. 89 Sol., fuͤr die Summe von 1,280,371 bl. 81 Kop.; an reinem Silber: 1175 Pud 6 Pf. 58 Sol., ir die Summe von 3,628, 907 Rbl. Sas Kop; zusammen obg, 79 Rbl. 65, Kop. — In den Kron⸗-Huͤttenwerken des hermschen und Tomskischen Gouvernements wurden gewonnen: kö0ög Pud Kupfer, und in den Privat-Werken der Gouv.: Derm, Orenburg, Wjatka und Kasan 176,034 Pud 381 Pfund. Die Abgaben von diesem Metalle beliefen sich in Natura auf 2 Pud 2Pf. 51 Sol., und an Geld auf 1670 Rubel. — Blei gaben die Kron Bergwerke in den Gouvernements Tomsk und rkutst: 2,177 Pud 1235, Pf. — Guß-⸗Eisen gaben die Kron— Hergwerke verschiedener Gouvernements: 975,557 Pud; die fiwat-⸗Bergwerke aber 8, 874,270 Pud 331 Pf.; die Abga— hen betrugen 90,113 R. J. K. — Die Tté Tabelie giebt eine eber icht des auf den Kaiserlichen Fabriken gegossenen Artillerie⸗ deschützes, der verfertigten Seitenge wehre, der Anker u. s. w., bei aber nur die zum Bergwesen gehörigen Fabriken in Anschlag bracht werden; von Privat Fabriken sind die genaueren Anga— en noch nicht bekannt. Demnach sind 43,698 Pud Eisen zu snenen verwandt worden; 296,107 Pud zu Artillerie-Geraͤthe; w Pud zu Ballast; 56,387 Pud zu verschiedenen andern stgenständen; 13,913 Pud zu Schiffs-Ankern; ferner wurden s Stuͤck Seitengewehre angefertigt; die Summe des zu uin diesen Fabrikaten verwendeten Eisens betraͤgt 641,905 Pud. Nie folgende Tabelle zeigt, daß auf Privat-Fabriken 14,661 ud Vüriol, fuͤr die Summe von 35,416 Rubel 22 Kopeken, bon Sigl Rubel 81 Kopeken der Krone als Abgabe zu ent— hte waren, Naphta aber 261,009 Pud gewonnen wur— . Die der Krone gehoͤrenden Naphta-Quellen sind an Urwatpersonen verpachtet worden, baher denn güch die genauen haben nicht geliefert werden konnten; dasselbe gilt auch vom Enzcz aDle Privat. Bergwerke im Sour. Perm lieferten z i Pud Kochsalz, wovon als Abgabe an die Krone u Ss Nbl. 80 Kop. eingingen; in den Kron-Fabriken e ener Gouv.: Koch-, See- und Steinsalz zusammen O. lr, Pud. — Muͤnzen wurden geprägt: Goldene: im
⸗ Peter ghurger Muͤnzhofe 1,762,652 Stuͤcke, an Werth
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doctrinairen Partei fuͤr die nächste Session ein harter Kampf be— vorstehe. Das Journal des Dabats vergleicht Herrn Odi— lon⸗Barrot mit Herrn O' Connell. „Waͤhrend der große Agita—⸗ tor der drei Königreiche“, sagt dieses Blatt, „England und Schott— land durchzieht und das Volk auf off utlichem Markte haranguirt, tritt der ehrenwerthe Herr Inliner c in der Unteren-⸗Nor— mandie auf, freilich mit weniger Geraͤusch als Herr O'Connell, aber wie dieser von dem Daͤmon der extra⸗parlamentarischen Be⸗ redtsamkeit getrieben. Fuͤr Herrn Odilon-Barrot ist die Redner— buͤhne einmal ein nothwendiges Requisit; ist der Saal im Pa— last Bourbon geschlossen, so benutzt er ein Banquet, um eine Fluth von Worten gegen die Minister loszulassen. So auch jetzt in Torigny, einem alten Schlosse im Departement des Kanals. Wir halten es ihm zu Gute, was er hier gesprochen, denn es ist nichts anderes, als was er schon so oft und zur Uebersättigung als Deputirter gesagt hat. Dagegen tadeln wir die Form, dle er gewahlt; er harte in seinem Unmuthe uͤber die Annahme der letzten Gesetze nicht auf die Majoritaͤt der Kammer schimpfen sollen. Herr Odilon-Bar— rot bringt sich auf seinen Reisen um den Ruf der Höflichkeit und Maͤßigung, den er bisher als Deputirter besaß, wahrend er
als Reisender den Schatz seiner Erfahrungen um nichts berei—
chtrt. Er hat bei dem Banquet in Torigny seine Rede mit ei— nem Toast auf den Buͤrgermuth geschlossen, der — dies sind seine eigenen Worte — nicht bloß darin bestehe, jeden Augenblick sein Leben, sondern auch seine Freiheit, sein Vermoͤgen und noͤthigen Falls das Vertrauen und die Liebe seiner Mitbürger zum Gpfer zu bringen, sobald die Gerechtigkeit und die Wahrheit es erfor— derten. Herr Odilon-Barrot hat vollkommen Recht: auch wir sind der Meinung, daß der Buͤrgermuth dem Lande fehle.“ z
Im heutigen Moniteur liest man uͤber die Spanischen Angelegenheiten: „Eine Depesche aus Narbonne vom 25. berich— tet, daß Barcelona bei der Nachricht von der Ernennung Mina's zum General⸗-Capitain illuminirt und daß im Theater die Hymne Niego's angestimmt worden sey. Man besorgte neue Unruhen. Aus Valencia schreibt man unterm 19., daß in Folge eines Volks—⸗ Aufstandes der Graf von Almodovar sich genoͤthigt gesehen habe, sich einzuschiffen. Tags zuvor (18.) waren 1866 züm Theil be— waffnete Bauern in diese Stadt eingezogen; man fuͤrchtete, daß gepluͤndert werden moͤchte.“
An der heutigen Boͤrse wirkte die Nachricht von der Er— nennung Mina's zum General-Capitain von Catalonien nach— theilig auf die Spanischen Fonds, die um mehr als 1 pCt. zu— ruͤckgingen; man fuͤrchtet naͤmlich den Einfluß Mina's, in sofern er sich gegen die Koͤnigin erklaͤren sollte. Auf ein Geruͤcht, daß Cordova die Karlisten geschlagen habe, wurde wenig gegeben, da dasselbe aͤußerst unbestimmt war.
Gestern soll hier die Nachricht eingegangen seyn, daß der General Alava das Portefeuille des auswaͤrtigen Ministeriums definitiv angenommen, die Praͤsidentschaft aber ausgeschlagen habe.
Man schreibt aus Bayonne unterm 24sten: „Briefe aus Bilbao vom 18ten und das Zeugniß von Reisenden, die am 19. Portugalette verlassen haben, bestaͤtigen den Ausmarsch der Chri— stinos unter den Befehlen Espartero s, Espeleta s und Iriarte's; sie haben Bilbao in der Nacht vom 17ten verlassen und sich nach den Encartaciones begeben; dies ist derjenige Theil des Landes, der zwischen den Gebirgen von Santander und Biscaya liegt und die Privilegien dieser letztern Provinz hat. Der Zweck die— ser Bewegung war, Balmaseda zu erreichen, und sich mit Cor— dova in Verbindung zu setzen; der Marsch dahin geht aber uͤber die steilsten Berge uünd auf den schwierigsten Wegen. Die Eng— laͤnder sind 5005 Mann stark in Bilbao geblieben. Der Gene— ral Alava wollte sich in Portugalette nach Santander einschiffen, und sich von hier nach Madrid begeben. Die Ehri— stinöes und Karlisten sind jetzt in dem Rayon zwischen Miranda und Bilbao konzentrirt. Ituralde ist dem e, gefolgt; in Navarra steht nur noch Ein Karlisten-Bataillon. Gestern sind von Behobia aus 3 dicht bei der Bidassoa- Brucke
glaubt, fuͤnsmal 2 Stunden in der Hoͤhe bleiben zu koͤnnen, ohne einer neuen Fuͤllung zu beduͤrfen.
Es sind jetzt nicht weniger als 23 Eisenbahn-Projekte, die bereits ausgefuͤhrten mitgerechnet, in England im Gange; das gesammte dazu erforderliche Kapital belaͤuft sich auf 21,600,009 Pfund, und die mit den Eisenbahnen zu bedecken den Strecken sind zusammen uͤber 1200 Englische Meilen lang.
Vorgestern sind von Liverpool und gestern von Gravesend und Plymouth wieder Schiffe mit Rekruten nach Spanien ab— gegangen, und man glaubt, daß die Huͤlfs-Legion nun bald die bestimmte Starke von 10,060 Mann erreicht haben werde, und daß sich in zehn oder vierzehn Tagen der Oberst-Lieutenant Eruise, der hier nach dem Abgange des General Evans den Posten als General-Adjutant bekleidete, ebenfalls nach Spanien begeben duͤrft; Der Oberst Carbone bleibt dann als Finanz-Agent?hier.
Ein Detaschement der Koͤniglichen Marine hat efehl erhal⸗ ten, sich an Bord des Dampfboots „Phönix“ zu begeben, wel— ches den Dienst an der Spanischen Norökuͤste versehen soll.
Der Morning Herald theilt neuere Nachrichten aus Goa in Ostindien mit, woraus hervorgeht, daß der Anstifter der in jener Stadt ausgebrochenen Rebellion mit seinen Truppen gegen Pargim marschirt war. Unterweges befahl er der Garni— son von Gaspar Diaz, die Waffen zu strecken, und als diese sich dessen weigerte, ließ er Feuer auf sie geben, und, nachdem meh⸗ rere Soldaten geblieben waren und die uͤbrigen sich ergeben hat⸗ ten, die Kasernen schleifen. Die Laͤden und Haͤuser in Pargim wurden gepluͤndert und auch sonst mehrfache Gewaltthaten ver— uͤbt. Die Geschaͤfte stockten, alle oͤffentliche Buͤreaus waren ge⸗ schlossen und die Communication mit den uͤbrigen Provinzen ab⸗ geschnitten. Die insurrectionelle Regierung bestand aus Don Manoel, als Praͤsidenten, der indeß noch nicht in Goa eingetrof⸗ fen war, aus Casimiro, Rebeiro und Constantine, als Negierungs⸗ Raͤthen, und dem Ex⸗Desembargador Moreira, als Secretair.
Die Stadt Charleston in Nord⸗Amerika, in welcher kuͤrzlich eine so heftige Feuersbrunst stattgefunden hat, war nicht' die Hauptstadt von Suͤd⸗Karolina, sondern das Eharleston bei Boston im Staate Massachussetts. ;
Nachrichten aus Buenos-Ayres vom 19. Juli zufolge, hatten jetzt alle Provinzen am La Plata eingewilligt, den Gene— ral Rosas mit einer solchen Macht zu bekleiden, daß er im Stande waͤre, die Ruhe im Innern zu erhalten. Auch wird gemeldet, daß zwischen ihm und der Brasilianischen Regierung eine enge Freundschaft bestehe, und daß der Brasilianische Ge— schäftsträger am 9ten, dem Gedaͤchtnißtage der Unabhaͤngigkeits— Erklaͤrung der Republik, der veranstalteten Feier beigewohnt und dem Gouverneur seine Gluͤckwuͤnsche abgestattet hatte.
Bei dem Mangel an bedeutenden Nachrichten wurden an der gestrigen Boͤrse sehr wenig Geschaͤfte gemacht, obwohl die Preise der Fonds keine Aenderung erlitten. In Spanischen und Portugiesischen Fonds suchten Viele ihre Ankäufe mit Vortheil zu realisiren, wodurch der Preis etwas gedruͤckt wurde, sich je— . Schluß der Boͤrse wieder wie am vorhergehenden Tage ellte.
Nieder lande.
Aus dem Haag, 29. Sept. Se. Koͤnigl. Hoheit der Prinz von Oranien, der sich mit seinen beiden aͤltesten Soͤhnen und seiner Tochter gegenwartig auf dem Schlosse Soestdyk be— findet, stattete dieser Tage mit seiner Familie dem Baron van der Capellen, ehemaligen General-⸗Gouverneur von Niederläͤndisch Indien, auf dessen Landgut Vollenhoven einen Befuch ab.
Man schreibt aus Seeland vom 2sten d.. „Gestern flog eine Taube, die einige Stunden lang auf einem nahen Dache ge⸗ sessen, durch ein offenstehendes Fenster in einen der Säle des Garnison⸗-Krankenhauses in Vliessingen, fiel vor Hunger und Ermuͤdung nieder und ließ sich greifen; man fand ihr unter den Schwanz ein Briefchen gebunden, worin ein Ausschnitt einer