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Preußis
Allgemeine
che Staats-Zeitung.
Berlin, Sonntag den 16e November
Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.
Se. Königl. Majestaͤt haben den bisher bei dem Kammer— erichte angestellt gewesenen Justiz⸗Kommissarius und Notarius i d ern, zum Ober, Landesgerichts Rath und Mitgliede des Ober Landesgerichts in Stettin zu ernennen geruht. Se. Majestaͤt der König haden geruht, dem bei dem Ober— Landesgericht in Stettin beschaͤftigten Dr. von Muͤhlenfels den Charakter eines Ober⸗ Landesgerichts Raths beizulegen.
Der bisherige Land, und Stadtgerichts . Assessor Ad ol ph Täubert ist zum Justiz⸗Kommissarius bei dem Land und
Stadtgerichte zů Danzig, mit Anweisung seines Wohnorts da—
selbst, bestellt worden.
. Der Notariats Kandidat Gu stav Delpy ist zum Notarius im Friedensgerichts Bezirke St. Vith, Landger chte, Hezirks Achen, mit Anweisung seines Wohnorts in St. Vith, ernannt worden.
Zeitungs-Nachrichten.
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Rußland.
St. Petersburg, 23. Okt. Se. Majestaͤt der Kaiser ha—⸗ ben dem General- Major Mikulin den St. Annen. Hröen erster Klasse mit der Kaiserlichen Krone, und dem Staatsraih, Kam⸗ a Baron Meyendorff, denselben Orden zweiter Klasse verliehen.
Am 20sten d. M. fand abermals die Verbrennung von 300, 00 Rubel Reichs Schatz billets der drei ersten Serien statt, o daß sich nur noch 371,256 Rubel von diesen Papieren im Um auf befinden.
Ein im Journal fuͤr Manufakturen und Handel befindlicher rtikel über die Wollen Fabricatton in Rußland enthaͤlt folgende gtizen: „Nur 4) TuchFabriken hatten Muster ihrer Erzeug⸗ isse fur die Industrie⸗Ausstellung in Moskau eingesandt, worun⸗
ter 7 Moskauische (ungefaͤhr der dritte Theil aller Tuch⸗Fabri⸗ en Moskau's). Von 417 Fabriken, welche sich mit Verarbei⸗ ng der Woile beschaͤftigen, hatte also nur der zehnte Theil an der Ausstellung Theil genomnien. — Einen erfreulichen Beweis der Fortichritte unserer vaterlandischen Industrie liefert die Fa⸗ Erik des Rigaschen Kaufmanns Pichlau, in welcher unter ande⸗ em seit diesem Jahre auch Polemit (ein leichtes, glattes, nach Art der Kamelote verfertigtes Zeug), welches bisher vorzuͤglich in Niederländischen Fabriken fuͤr den Handel mit China fabrizirt worden, jedoch nur auf Bestellung hin, verfertigt wird.“
Die hauptsaächlichsten Russischen Schaͤfereien befinden sich ast ohne Ausnahme in den Gouvernements Taurien, Poltawa nd Jekatherinoslaw. Es befindet sich darunter dbi⸗ Schaͤferei des Herzogs von Anhalt-Coͤthen mit 17,000 Schafen, die des ranzosen Vassal mit 39,0909, die des Generals Potier mit Io, 060, zwei Schäfereien des Baron Stieglitz mit (3, 000 und 10,00, die des Grafen Litta mit 22 050 und endlich die der Graͤfin Rasumowski mit 54, hob Schafen.
Am l14ten d. M. ist das Schwedische Schiff „Jossattian“, Capitain C. C. Classe, von Matanzas mit einer Ladung Zucker und Cigarren kommend, drei Meilen nordoͤst lich von der Insel Seslar, uͤbersegelt worden und augenblicklich gesunken, die Mann⸗ aft aber, bis auf den Kajuͤten, Jungen, gerettet und nach Kronstadt gebracht worden.
Frankreich.
Paris, 25. Okt. Der Koͤnig arbeitete gestern nach einan— der mit mehreren Ministern. Der Herzog von Orleans hat auf seiner gegenwartigen Reise seine drei Adjutanten und seine vier
edonnanz / Offiziere mitgenommen. Einer dieser Letzteren, Herr Bertin de Veaux, hat sich schon einige Tage fruͤher dirert uͤber Port⸗Vendres nach Oran begeben. Auch der Kabinets-Secretair dismilon, ein Arzt und ein Historien- Maler (Herr Scheffer) tegleiten den Prinzen, der sich am 30sten d. M. in Toulon nach Torsica einschiffen wird. Die Königliche Familie wird sich morgen mit dem Könige nd der Königin der Belgier nach Fontainebleau begeben, jedoch schon uͤbermorgen wieder hierher zuruͤckkehren. Dem Vernehmen 'ach, werden in Fontainebleau keine Festlichkeiten stattfinden. Herr Thiers halte gestern Nachmittag eine sehr lange Kon— firm mit dem Könige.
er Marschall Gerard befindet sich seit einiger Zeit wieder in Paris. Man siehr ihn wenig in den Tuilerleen, und man fängt an zu bemerken, daß auch die Besuche des Marschalls Lobau
tuf dem Schlosse sestener werden. er heutige Moniteur enthaͤlt eine vom 20sten d. M. datirte Koͤnigliche Verordnung, wodurch die bisherige 29ste Mi⸗ ltair⸗Division in der Weise aufgehoben wird, daß die Departe⸗ mentz der Charente, der Dordogne und des Lot und- Saronne zur lten, das Dept. des Lot zur 10ten und das Dept. der orreze zur 19ten Militair⸗Diwviston geschlagen werden. Zugleich 6 zwei neue Militair, Divisionen unter Nr. 20 und 21 gebildet. Die 20ste (Bayonne) begreift die Depts. der Haiden n der niederen Pyrenäen, die bisher zur 11Iten Divistoͤn ge—⸗ kten, so wie die Depts. des Gers undo der oberen Pyrenaͤen,
e biber zur l1,ten Division gehoͤrten. Die 2i ste Dibiston
bis nan) begreift die Depts. der Ost-⸗Pyrenaäen, des Aude
der Arriege, die bisher zur 109ten Division gehörten. Das
pt. der niederen Charente, das gegenwaͤrtig einen Theil der ivision ausmacht, soll mit der 11ten Division vereinigt . wovon jedoch der Stab in Bordeaür bleibt, — Di Lr ünde zu diesen verschiedenen Aenderungen, die mit dem dir mn ins Leben treten sollen, ergeben sich aus einem, etreffenden Koͤniglichen Verordnung vorangehenden Bericht
ö ö
des Kriegs-Ministers an den Koͤnig, der seinem wesentlichen In⸗ halte nach also lautet: .
„Sire, die Wichtigkeit der Pyrenden⸗Graͤnze, die Bewachung und Vertheidigung diefer Linie, die von Bayonne bis Peryignan (ng Strecke, von eiwa iso Lieues einnimmt, die zahlreichen milla rischen Etablisfements und di⸗ Hülfsquellen, die sich in diefem Theile Frankreichs befinden, wo fast immer starke Garnisonen gehalten worden sind, nehmen sogar in gewohnlichen Zeiten die Aufmerkfam⸗ keit der Regierung in AÄnspruch, um wieviel mehr, wenn man die Ereignisse in Spanien in Erwaͤgung zieht. Schon langst hat man gefühlt, wie nachtheilig es fuͤr den Dienst ist, daß, wenn außeror⸗ dentliche Krafte an der Graͤnze zusammengezogen werden, diese nicht der Orts- Militair-Behbrde untergeordnet sind, indem die Noth-⸗ wendigkeit, in Bayonne und Perpignan besondere Generale zu hal⸗ ten, die jene Verstaͤrkungen befehligen, die Macht des kommandirenden Henerals der Provin; neutralisict, und zu mancherlei Reibungen Anlaß giebt. Soll dieser seinen Stat in ayonne haben, so ist' er von Bordeaur, als dem Centrum seiner Wirksamkeit, zu weit ent⸗ sernt, und es entstehen daraus Zeitvrrluste und mancherlei Hinder⸗ nisse. Dasselbe laßt sich von Toulouse sagen, wenn der kommandi⸗ rende General sein Hauptquartter in Perpignan aufschlaͤgt. Auch darf man nicht außer zicht lassen, daß die Nothwendigkest, in einer ieden dieser beiden Divisionen einen kommandirenden General der Provinz und einen Tommandeur ver dort besonders aufgestellten Corps zu halten, beträchtliche Kosten verursacht. Diesen ber ein Ziel zu setzen, ist um so mebr erforderlich, als die Kammern die außerordentlichen Ausgaben für das Besatzungsheer an den Pyre— naͤen nur bis zum 1. Januar 1835 bewilligt haben. Eines der er= svrießlichsten M ttel, jene Mehrausgabe zu ersparen, ist eine Aenderung, in der Begranzung der 19ten und ? miten Mili⸗ tair Division, die indeffen zugleich einige andere Modisiea⸗ tionen nothwendig macht. Ss is vhllig überflüͤssig, daß Pa⸗ rigueut der Hauptsitz einer Militair- Diviston sey, ba diese Stadt durchaus keine militatrische Wichtigkeit hat; dagegen erscheint es von hohem Interesse, 2 neue Didisto nen in Bayonne und Perpignan zu bilden, da solche für das allgemeine Vertheidigungs-System noth= wendig sind, zugleich aber den doppelten Vortheil bieten, daß das Milit air Kommando sowohl an der Graͤnze von Gupuzeog, Na— varta unz Aragonien, als an der Grange von Catalonien in einer
Hand bleibt, ünd daß dadurch eine wesentliche Ersparniß in den
Ausgaben des Kriegs⸗Ministersums bewirkt wird.“
Das Journal des Débats enthält folgenden Actikel:
Man klagt uns an, daß wir in neuerer Zeit eine unverhohlene Feindschaft gegen die Sache der Reformen und der Fortschritte blicken ließen. In Spanien, so sagt man, beguͤnstigten wir den Despotismus und Don Carlos, und wenn die Sache von uns abhinge, so waͤre Don Carlos schon laͤngst in Madrid. In England sollen unsere Wuͤnsche fuͤr die Tories seyn; wir sollen uns uber die Declamationen des Herrn O Connell gegen die Pairie lustig gemacht haben, und 1h icht genug seyn, mit Mon⸗
tesquieu und mit den weisesten Publizisten der letzten 59 Jahre die alte Englische Verfassung zu bewuͤndern; — das ist unser
Verbrechen. Die Antwort wild sehr leicht sehn. Was Spanien betrifft, so wurde, wenn die Sache wirklich von uns abgehangen haͤtte, nicht Don Carlos, sondern die Franzoͤsische Armee in Ma—⸗ drid seyn; denn die Intervention Frankreichs wuͤrde laͤngst dem Treiben des Don Earlos ein Ende gemacht haben. Wir sind noch jetzt uͤberzeugt, daß das bloße Erscheinen der Franzoͤsischen
Fahne in Navarra hinreichen wuͤrde, um der Insurrection ein Ziel zu setzen. In England haben wir der Reform des Parla⸗ mentes Beifall gezollt, ohne die Besorgnisse zu verbergen, die den
Freunden einer vernuͤnftigen Freiheit durch die uͤbertriebene Hef⸗ tigkeit der radikalen Pariei eingefloͤßt werden konnten. Aber es ist wahr, daß in Spanien und in England, wie in Frankreich,
unser politischer Gesichts punkt wesentlich von dem der Opposition
abweicht. Es giebt Leute, in deren Augen jede Revolution gut, jede Veraͤnderung ein Fortschritt ist? Wir unsererseits glauben, daß es gerechte und ungerechte Revolutionen, gluͤckliche
und unselige Veränderungen, Fortschritt und Verfall giebt, und daß, wenn die Zeit in ihrem Laufe zuweilen das Schlechte ver—
Achtung vor der Erfahrung; wenn wir sehen, daß eine Ver fas⸗ sung 150 Jahre hindurch einem Volke Freiheit, Ruhm und Neichthuͤmer gegeben hat, so glauben wir, daß dieses Volk sich wohl huͤten müsse, an die Hauptpfeiler des Constitutions⸗Gebaͤudes zu ruͤhren. Die Theorie taͤuscht zuweilen, die Erfahrung nie. Es kommt in der Geschichte sehr haͤufig vor, daß Volker von der Freiheit zur Anarchie, und von der Anarchie zum Despo⸗ tismus uͤbergehen; und dieser Uebergang ist immer auf gleiche Weise geschehen. Im Namen der Freiheit treibt man das Volk zur Anarchie. Die Nothwendigkeit der Existenz und der Ord—⸗ nung beugt es dann später unter den Des potismus. Ueberall, wo wir Gewaltthaͤtigkeiten, Unordnungen und Verbrechen er— blicken, steht es schlecht um die Freiheit. Es giebt etwas, das wir uͤber alle menschliche Ereignisse stellen, und das ihnen ihren Charakter und ihren Platz anweist, namlich die Gerechtigkeit, die Menschlichleit und die Vernunft. Kurz, wir vergessen nicht, daß, wenn es Revolutionen giebt, die die Voͤlker regeneriren, es auch andere giebt, die sie entwuͤrdigen. Es sind dies allerdings ganz gewoͤhnliche Wahrheiten; es sind die Refultate der Erfah⸗ rungen des Menschen-Geschlechts; man findet sie in allen ver⸗ nuͤnstigen Geschichtsbuͤchern; aber deshalb sind sie nicht we— niger vortrefflich — Es genügt uns also nicht, daß es eine Revo—⸗ sution in Spanien, und den Versuch zu einer Revolution in Eng⸗ sand giebt, um mit unserem Beifall hervorzutreten. Es erregt bei uns leine fanatische Freude, wenn wieder ein Stück der alten Welt in
Truͤmmer zerfaͤllt; wir stellen die Englische Pairie und die Spani⸗
schen Monche nicht auf gleiche Linie; und daraus, daß eine Reform der Kloͤster in Spanien passend ist, schließen wir nicht, daß man auch das Oberhaus reformiren, b. h. schließen muͤsse. Moͤge wer da wolle fuͤr die Revolutionen . meme seyn! Wir wollen wissen, wohin eine Revolution fuͤhrt, ehe wir ihren Gang beschleunigen. Die Revolutionen muͤssen durch die mensch⸗ liche Vernunft beurtheilt werden, wie alle Dinge dieser Welt; sie haben strenge Rechenschaft abzulegen, und mehr als eine ist von dem r e ed, he, verflucht worden. Unsere Sache ist die der Freiheit und der Eivilisation; und wir uͤberlassen es der Opposition, zu glauben, daß Alles, was den Thron in Spa⸗
nien schwaͤcht, was die Bande der Provinzen unter sich locker macht, uns dem Tage des Triumphes der Freiheit näher bringe. Moͤge sie die Energie und jenen ersten Versuch zur Anarchie bloß deshalb bewundern, weil es doch eine Revolution ist. Wo die Opposition einen Sieg der Freiheit erblickt, sehen wir nur eine Gefahr. Sie beschuldigt uns, daß wir den Des⸗ potismus beguͤnstigten, während dieser doch durch nichts mehr beguͤnstigt werden kann, als durch die Anarchie. Spanien besitzt alle Elemente der Freiheit. Die Regierung der Königin Christine hat das Signal zu Reformen gegeben. Was ist daher itzt zu thun? Mit Artikeln der Verfassung, mit Gemetzel und Plünderung wird Spanien den Don Earlos nicht aufhalten. Indem man die Freiheit beschimpft, wird man sie dem Volke nicht theurer machen. Das ist es, was wir denken, und was wir sagen. Wir wollen fuͤr Spanien Reformen und nicht Zer⸗ ruͤttungen, Freiheit und nicht Anarchie. Wir wollen nichts Jie— ber, als uns der Hoffnung uͤberlassen, daß das System des Herrn Mendizabal dies bewirken werde. Wenn dies der Sache des Despotismus und des Don Carlos dienen heißt, dann im⸗ merhin! — In England schreibt sich die Freiheit schon von lange her; 150 Jahre der Freiheit ohne Revolution, mit einem n Gegentheil wachsenden Wohlstande, mit einer unerhoͤrten Ent⸗ wickelung der Civilisation und des Reichthums, mit dem Ruhm der Waffen, das ist in der Weltgeschichte nicht etwas so Ge⸗ woͤhnliches, daß man nicht daruber erstaunen oder es bewundern sollte Wenn auch die Zeit jene Instit
die Englische Pairie unter den St
nichts destoweni
lische Pairie e
nicht zum Umsturze derselben rathen.“
in mehrere hiesige Blaͤtter folgendes „Empört uͤber die gehaͤssigen und
seit drei Wochen von mehreren Jour⸗ mir stattgefundenen Jagdpartie ver eschlossen, denselben nur ein verach⸗ ntgegenzusetzen; aber nicht allein ge—
gen die Personen, die so guͤtig wa⸗
g zu folgen, werden verleumderische An⸗
griffe gerichtet. Man hat ihnen aus ihrer bloßen Anwesenhelt bei dem sogenannten Gelage, das ich in meinem Hause gestat⸗ bessert, sie auch das Gute verderben kann. Wir haben große
tet haben soll, ein Verbrechen machen wollen. Man hat ihren
gerechten Widerwillen, sich gegen dergleichen Angriffe zu verthei⸗
digen, gemißbraucht, und mein eigenes Stillschweigen als eine Waffe gegen sie benutzt. Ich sehe mich daher genöͤthigt, dasselbe zu
brechen, um auf die Ver leum̃der die Schande ihrer Erfindungen zuruͤck⸗
zuwälzen, Ich erklaͤre also hiermit, daß ich alle die Erzaͤhlungen, die in einigen Journalen uͤber das verleumderischerweise so genannte Selage von Grandvaur erschienen sind, laut Luͤgen strafe. Ich erkläre sie alle, ohne Ausnahme, fuͤr erlogen; uünd damit man nicht, wie man es schon bei drei früheren Dementis gethan hat, uͤber Mangel an Deutlichkeit und Bestimmtheit klage, so nehme ich das Journal, das alle ubrigen als dasjenige bezeich⸗ nen, welches seine Anklagen am besten zusammengefaßt habe, ich meine den „Courrier frangais“ zur Hand, und auf alle Fragen, die er vor einigen Tagen dem ehrenwerthen General Jacqueminot gestellt hat, antworte ich durch ein foͤrmliches und bestimmtes Dementi. Nach dieser Erklaͤrung, die ich Sie auffordere, Ih⸗ rem nächsten Blatte nn n, werde ich aber augenblicklich jeden Artikel gerichtlich belangen, in welchem jene unerträglichen Verleumdungen wiederholt, oder als Thatsachen bezeichnet werden mochten. Es ist endlich Zeit, die Justiz zu fragen, o man in einem Jahrhundert, wo man so viel von Freiheit sprlcht, sich selbst nicht einmal auf dem Lande, zu einer Jagd ⸗Parthie, oder u einem Mittagessen versammeln darf, ohne daß die periodische e nn, uns mit ihrer unverschaͤmten und standaldsen In⸗ quisition bis dahin verfolge. (gez.) Vigier.“ — Der Cour⸗ rier fran gais zeigt an, daß ihm dieses Schreiben zugegangen sey, und daß er es morgen, mit einigen Bemerkungen begleitet, veröffentlichen werde. 1
Herr Sarrans wird morgen vor den Assisen von dem Ad⸗ vokaten Ledru⸗Rollin vertheidigt werden.
Im Moniteur liest man: „Die Regierung hat Nachrich— ten aus Madrid bis zum 17ten d. M. erhalten. Der Oberst Osorio, von der Central⸗Junta von Andujar an der Spitze eines Truppen ⸗Corps abgesandt, um die Miiglieder der Junta von Sevilla dafuͤr, daß sie sich der Re ierung unterworfen, zu ver—⸗ haften, ist auf das Verlangen der ational⸗ Garde und der Gar⸗ nison dieser Stadt selbst verhaftet und unter sicherer Begleitung